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Weissdornbeeren für Sirup und Kompott

Wenn der Herbst ins Land zieht, leuchten die Früchte des Weissdorns rot in den Hecken. Dass die Beeren essbar sind, ist nur wenigen bekannt. Roh hat das Fruchtfleisch allerdings eine mehlige Konsistenz. Erst nach der Verarbeitung zu Kompott, Gelee, Saft, Sirup oder Chutney entfalten die Früchte ein angenehm süß-säuerliches Aroma. Sie lassen sich auch gut mit anderem Obst wie Äpfeln, Quitten und Holunderbeeren kombinieren. Ein Mus aus Weißdornbeeren kann als Brotbelag verwendet werden und gibt Müsli, Joghurt und Quark einen speziellen Geschmack. Dafür werden die Weissdornfrüchte in etwas Wasser für acht bis zehn Minuten weichgekocht, danach abgegossen und durch ein Sieb gestrichen. Wer es gerne süsser hat, kann einen Teelöffel Agavensirup oder Honig beigeben.

Auch in der traditionellen Pflanzenheilkunde ist der Weissdorn bekannt. Schon Pfarrer Sebastian Kneipp empfahl den Weißdorn als Heilpflanze für Herz und Kreislauf. Bei Bluthochdruck und Schwindel soll ein Weissdorntee aus den getrockneten Blüten und Blättern helfen. Die Früchte enthalten unter anderem viel Vitamin C und Provitamin A sowie den Ballaststoff Pektin.

Weissdornfrüchte reifen zwischen August und Oktober. Beim Pflücken sollte man Vorsicht walten lassen und Handschuhe tragen, da Weißdorn sehr dicht wächst und mit zahlreichen Dornen bestückt ist. Ausserdem können die roten Beeren unschöne Flecken auf Textilien hinterlassen. Vor der Zubereitung werden die Weissdornfrüchte vom Stiel abgezogen und vor der weiteren Verarbeitung gründlich gewaschen. Ein paar Früchte sollten jedoch am Strauch bleiben, da sie über 30 verschiedenen Vogelarten als Nahrung dienen. Auch für zahlreiche Insektenarten und kleine Säugetiere ist der Weißdornstrauch eine gute Lebensgrundlage.

Quelle:

https://www.bzfe.de/inhalt/weissdorn-30849.html

 

Kommentar & Ernährung:

Erfreulich, dass das „Bundeszentrum für Ernährung“ (BzfE) die Weissdornfrüchte als Nahrungsmittel vorstellt.

Die Phytotherapie verwendet meistens Weissdornblüten und Weissdornblätter als Weissdorntee, Weissdorntinktur oder Weissdornextrakt.

Weissdornfrüchte (genauer: Scheinfrüchte) werden selten eingesetzt, kaum als Tee, manchmal aber als Tinktur.

Die Weissdornfrüchte enthalten wie Blüten und Blätter die typischen Wirkstoffe des Weissdorns – Flavonoide und oligomere Poranthocyanidine – allerdings tendenziell in geringerer Konzentration. Gemäss den Standardwerken „Biogene Arzneimittel“ und „Teedrogen und Phytophamaka“ nimmt der Wirkstoffgehalt der Weissdornfrüchte mit zunehmender Reife ab.

Das dürfte die Wirksamkeit der Früchte einschränken, zumal Weissdorn über längere Zeit in recht hohen Dosierungen engenommen werden muss.

Diese nötige hohe Zufuhr an Wirkstoffen kann bei Weissdorntee und Weissdornextrakt aus Blüten und Blättern erreicht werden, kaum jedoch mit Weissdorntinktur.

Siehe dazu:

Pflanzentinkturen oder Kräutertees?

Bei Sirup oder Kompott aus Weissdornfrüchten müsste man wohl unrealistisch hohe Dosen täglich über lange Zeiträume einnehmen, um eine relevante Wirkstoffzufuhr zu erzielen. Als Heilmittel für Herz & Kreislauf sind Weissdornkompott und Weissdornsirup sehr fraglich, vor allem auch, weil dazu reife Früchte verwendet werden.

Zurecht weißt der Beitrag der BzfE auf die hohe Bedeutung des Weissdornstrauch als Nahrung für Vögel hin. Weissdorn ist bezüglich des Nutzens für die Tierwelt einer der besten einheimischen Sträucher.

Heikel ist allerdings, dass Weissdorn zu den Wirtspflanzen des Feuerbrands gehört, einer gefählichen Pflanzenkrankheit, die durch das Bakterium Erwinia amylovora verursacht wird und vor allem Kernobst befällt.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

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Die Eiche ist Baum des Jahres 2016

Die Eiche gilt seit der Antike als Symbol der Standhaftigkeit – näher an die Härte von Stein und Eisen schien ein Lebewesen nicht heranrücken zu können. Die Eiche ist jedoch zugleich ein durchaus flexibler Organismus. Nicht zuletzt aus diesem Grund ist die Eiche (Quercus) vom Kuratorium Wald als Nachfolgerin der Weißtanne zum Baum des Jahres 2016 erkoren worden. Wegen ihrer charakteristischen ökologischen und physiologischen Eigenschaften zeige die Eiche „ein besonders hohes Anpassungs- und Regenerationspotenzial“, hieß es in der Erklärung zur Wahl. Im Zuge des Klimawandels komme der Eiche ein hohes Maß an Aufmerksamkeit zu, da sie in der Lage ist, flexibel auf sich verändernde Umweltbedingungen und extreme Trockenperioden zu reagieren und diese gut zu überstehen. Am Internationalen Tag des Waldes am 21. März wird der Baum des Jahres noch einmal ausführlich der Öffentlichkeit vorgestellt.

Quelle:

www.derstandard.at/2000027752095/Keineswegs-unflexibel-Die-Eiche-ist-Baum-des-Jahres

Kommentar & Ergänzung:

In der Phytotherapie wird die Eichenrinde wegen ihres hohen Gehalts an Gerbstoffen eingesetzt.

Charakteristische Anwendungsbereiche sind zum Beispiel nässende Ekzeme, nässende Wunden, entzündete Hämorrhoiden.

Die Eichenrinde wird gewonnen von Quercus robur (Stieleiche) oder Quercus petraea (Traubeneiche).

Eichen sind sehr wertvoll für die Artenvielfalt in der Tierwelt. Sie können sehr viele Insektenarten beherbergen und ernähren (bis zu 1000 verschiedene Arten in einer Baumkrone, wovon über 100 Schmetterlingsraupen-Arten). Nur die Salweide ernährt in Mitteleuropa mehr Raupenarten.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Kräuterwanderung in Quinten am Walensee (Kanton St. Gallen) am 4. Mai 2014

Für die neue Saison mit den Kräuterwanderungen 2014 bin ich daran, die Daten und Orte festzulegen und im Kursprogramm auf der Website zu publizieren.

Wir starten am 4. Mai mit den Kräuterwanderungen 2014 in Quinten am Walensee.

Quinten ist nur zu Fuss oder per Schiff erreichbar. Wir fahren von Murg aus mit dem Schiff nach Quinten und erkunden die blumenreichen Matten am Nordufer des Walensees. Quinten ist bekannt für ein ausgesprochen mildes Klima. Die Pflanzenwelt ist hier anfangs Mai schon sehr weit entwickelt, so dass wir eine grosse Vielfalt an Heilpflanzen und Wildblumen kennenlernen können. Auch landschaftlich ist diese Kräuterwanderung ein Erlebnis, geprägt vom Walensee und den imposant aufragenden Churfirsten. Wie bei allen Kräuterwanderungen werde ich die Heilwirkungen und die Erkennungsmerkmale der Heilpflanzen vorstellen. Wir werden aber auch die Tierwelt im Auge behalten. Die alten Trockenmauern sind ein Eldorado für Eidechsen  und in dieser Jahreszeit fliegen in Quinten schon viele Schmetterlinge – zum Beispiel Aurorafalter, Schwalbenschwanz und der faszinierende Segelfalter.

Die Detailinformationen zu dieser Kräuterwanderung finden Sie im Kursprogramm.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Heliskiing im Wallis: Konflikt zwischen Air Zermatt und Mountain Wilderness eskaliert

Im Wallis eskaliert gerade wieder einmal der Konflikt zwischen der Helikopterfirma Air Zermatt und der Alpenschutzorganisation Mountain Wilderness, die sich gegen Heliskiing wehrt.

Unabhängig von der gegenwärtigen Auseinandersetzung um den Gebirgslandeplatz Monte Rosa finde ich: Heliskiing gehört meines Erachtens schlicht und einfach verboten.

Gegen Rettungsflüge mit Helikoptern ist selbstverständlich nichts einzuwenden. Auch Transportflüge zugunsten von Alpwirtschaft und Forstwirtschaft, oder auch zur Versorgung von SAC-Hütten, kann ich als Freund der Bergregionen akzeptieren. Sie erleichtern das Leben in den Bergen, das oftmals schon streng genug ist.

Aber Heliskiing ist eine total unnötige Lärmverschmutzung. Der Berg verkommt dadurch zum reinen Sportgerät. Ausgeblendet wird dabei die alpine Tierwelt, die im Winter ganz besonders ihre Ruhe braucht. Und belästigt werden alle Menschen, die sich ohne Lärmproduktion in den Bergen bewegen.

Die Tourismusverantwortlichen im Wallis sollten langsam merken, dass sie mit solchen mutwilligen Belästigungen auch Gäste vertreiben. Es gibt durchaus noch Tourismusdestinationen, die ihre Berge nicht zum Rummelplatz umfunktionieren. Wer die Berge gern hat, sollte Regionen vorziehen, in denen sorgfältig mit der Ressource Landschaft umgegangen wird.

Die Air Zermatt profitiert von ihrem Ruf als Rettungsorganisation. Beim Thema „Heliskiing“ müsste man ihr aber offensichtlich Grenzen setzen. Die Eidgenössische Natur- und Heimatschutzkommisson hat in einem Gutachten, das der Bund in Auftrag gab, empfohlen, Touristenflüge zum Gebirgslandeplatz Monte Rosa (4150 m ü.M.) zu verbieten, weil er in einem Schutzgebiet liegt.

Info: http://mountainwilderness.ch/

P. S. Wenn Sie die Bergwelt auf eine sanfte Art kennenlernen möchten, dann schauen Sie sich im Kurskalender mal die Daten und Orte meiner Kräuterexkursionen an.

Dort gibt es Bergerlebnisse zum Beispiel in Graubünden (Trin / Flims, Feldis), im Berner Oberland (Mürren, Lenk im Simmental, Kandersteg, Erztal) und im Wallis (Jeizinen).

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Psychopharmaka-Rückstände beeinflussen Fische

Psychopharmaka im Abwasser beeinflussen das Verhalten von Fischen. Rückstände des Medikaments Diazepam (Valium®) etwa machen Flussbarsche mutiger, sodass sie sich eher aus ihren Verstecken wagen und sich von ihren Artgenossen entfernen, schreiben schwedische Wissenschaftler im US-Fachblatt «Science». Solche Verhaltensänderungen könnten weitreichende ökologische Konsequenzen haben und das empfindliche Gleichgewicht im Ökosystem stören. Die Wissenschaftler um Tomas Brodin von der Umea-Universität in Schweden hatten Flussbarsche (Perca fluviatilis) in Laborexperimenten unterschiedlichen Dosen von Diazepam ausgesetzt. Mit den Ausscheidungen von Patienten gelangen Rückstände des Medikaments ins Abwasser. Weil es in Kläranlagen nicht aus dem Wasser eliminiert wird, gelangt es schlussendlich in Flüsse und andere Gewässer. Dort reichert es sich auch im Muskelgewebe der Fische an. Die Wissenschaftler konnten nun zeigen, dass die Fische bereits bei einer geringen Versuchsdosis nach einer Woche eine Medikamenten-Konzentration im Gewebe erreichten, die auch bei Fischen im Freiland festgestellt wurde. Als Folge davon wurden die Fische aktiver, mutiger und gleichzeitiger weniger sozial als die Fische einer Kontrollgruppe. Sie verließen ihre Verstecke und getrauten sich allein in neue, potenziell gefährliche Regionen. Das sei für Flussbarsche ungewöhnlich, schreiben die Forscher. Üblicherweise seien die Flussbarsche eher scheu. Sie bevorzugten sichere Verstecke und gingen in der Gruppe auf Beutefang. Zudem frassen die Fische unter Medikamenteneinwirkung schneller.

Die Verhaltensänderungen könnten nach Ansicht der Wissenschaftler ernste ökologische Folgen haben. Erstens sei vorstellbar, dass die Flussbarsche selbst öfter gefressen werden, wenn sie ihre Verstecke verlassen. Zweitens könnten die Barsche möglicherweise winzige Tierchen in den Flüssen schneller wegfressen. Dieses Zooplankton hält das Algenwachstum in Schach. Seine Dezimierung könnte eine Algenblüte zur Folge haben.

Die Lösung bestehtehe nicht darin, kranken Menschen keine Medikamente mehr zu verabreichen, sondern zu versuchen, Abwasserbehandlungsverfahren zu entwickeln, die umweltschädliche Medikamente eliminieren, erklärte Jerker Fick, einer der beteiligten Wissenschaftler.

Nach Informationen des Umweltbundesamts (UBA) in Dessau gelangen in Deutschland täglich mehrere Tonnen Arzneimittelwirkstoffe in Gewässer und Böden. Wie sich der Arzneimittel-Cocktail auf das Verhalten von Tieren auswirke, sei wegen der Komplexität der notwendigen Studien gegenwärtig noch nicht gut erforscht. Speziell problematisch seien beispielsweise Hormone wegen ihrer starken Wirksamkeit und Schmerzmittel, die in großen Mengen eingenommen würden.

Quelle:

http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=nachrichten&Nachricht_ID=45278&Nachricht_Title=Nachrichten_R%FCckst%E4nde%3A+Psychopharmaka+beeinflussen+Fische&type=0

http://www.sciencemag.org/content/339/6121/814

Kommentar & Ergänzung:

Die Meldungen über Arzneimittelrückstände in den Gewässern und ihre Wirkungen auf die Tierwelt sind besorgniserregend.

Ich teile die Ansicht, dass daraus nicht die Konsequenz gezogen werden soll,  Patientinnen und Patienten notwendige Medikamente vorzuenthalten.

Die Meinung, dass die einzige Lösung in der Entwicklung neuer Abwasserbehandlungsmethoden liegt. Teile ich allerdings nicht.

Benzodiazepine wie Valium werden schlicht und einfach auch viel zu häufig unnötigerweise verschrieben und konsumiert. Das müsste aufhören – aus ökologischen Gründen und wegen dem Risiko von Medikamentenabhängigkeit.

Oder anders gesagt: Es gibt Situationen, in denen Medikamente wie Valium nötig sind und sinnvoll eingesetzt werden, und Situationen, in denen sie unnötig und unsinnig sind.

Phytopharmaka (Pflanzliche Arzneimittel) können Benzodiazepine nicht in jedem Fall ersetzten. In manchen Fällen aber schon. Diese Option sollte vermehrt geprüft werden, weil Phytopharmaka nicht abhängig machen und ökologisch unbedenklich sind. Zudem konnte bei einigen dieser Präparate die Wirksamkeit auch in klinischen Studien belegt werden. Das gilt zu Beispiel für Kombinationspräparate mit Extrakten aus Baldrian und Hopfen gegen Schlafstörungen, auf Johanniskraut-Extrakte bei leichten bis mittleren Depressionen und auf Lavendelöl-Kapseln (Lasea) zur Linderung von leichteren Angststörungen.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Pestizide bedrohen Amphibien

Auch für Tiere wie Kröten und Frösche wurde eine tödliche Gefahr durch Pflanzenschutzmittel laut Fachleuten bisher unterschätzt. Das müsse sich unbedingt ändern, fordern die Experten.

Pestizide bedrohen einer Studie zufolge die Amphibien in Deutschland. Die Resultate deuteten darauf hin, dass der Einsatz solcher Mittel in der Landwirtschaft mitverantwortlich für den Rückgang der Amphibien sei, erklärte das Umweltbundesamt (UBA) in Dessau-Roßlau. Es sei deshalb nötig, den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln in der Landwirtschaft weiter zu vermindern.

Die Fachleute empfehlen, den ökologischen Landbau auszuweiten, der auf chemische Pestizide verzichtet. Laut Umweltbundesamt steht in Deutschland mehr als die Hälfte der Frösche, Kröten und Molche auf der Roten Liste gefährdeter Tierarten. Amphibien seien die weltweit am stärksten gefährdeten Wirbeltiere, teilen die Experten mit.

UBA-Präsident Jochen Flasbarth verlangte einen stärkeren Schutz von Amphibien bei der Zulassung von Pestiziden in Europa.

Die Studie war von Wissenschaftlern der Universität Koblenz-Landau im Auftrag des Umweltbundesamtes durchgeführt worden. Die Resultate sind im britischen Online-Fachjournal „Scientific Reports“ (Nature-Verlag) publiziert worden. Die Forscher hatten demnach bei Versuchen entdeckt, dass bereits die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln in üblichen Mengen bei Grasfröschen zu einer Sterblichkeitsrate von 20 bis 100 Prozent führt.

Für den Schutz von Bienen ist die EU-Kommission inzwischen aktiv geworden. Sie will den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln, die Insekten gefährden könnten, stark einschränken und schlug den EU-Staaten vor, die Mittel nicht mehr für Pflanzen zuzulassen, die die Bienen besonders gerne ansteuern.

Die Kommission zieht damit die Konsequenzen aus einem Gutachten, das die EU-Behörde für Lebensmittelsicherheit (Efsa) publiziert hat. Das Gutachten kommt zum Schluss, dass für Bienen ein hohes, akutes Risiko besteht wegen der drei Stoffe Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam.

Quelle:

http://www.n-tv.de/wissen/Pestizide-gefaehrden-Amphibien-article10055861.html

Kommentar & Ergänzung:

Seit einiger Zeit gibt es eine Kontroverse über die Frage, ob Lebensmittel aus biologischem Anbau gesünder seien als konventionell produzierte oder nicht.

Unabhängig davon gibt es gute Hinweise dafür, dass ein biologischer Anbau durch den verminderten Gebrauch von Pestiziden sich positiv auf die Tierwelt auswirkt.

Das scheint mir das stärkste Argument für die Förderung des Biolandbaus.

Für den Schutz von Amphibien (Salamander, Kröten, Frösche, Molche) und Reptilien (Eidechsen, Schlangen) ist in der Schweiz die Koordinationsstelle für Amphibien- und Reptilienschutz (KARCH) zuständig. Die KARCH besteht seit 1979 und wird von Bund, den meisten Kantonen und privaten Organisationen (Pronatura, WWF, STS) finanziert. Die KARCH hat eine informative Website: www.karch.ch

Hier die Amphibienarten der Schweiz:

Feuersalamander, Alpensalamander, Bergmolch, Fadenmolch, Reichmolch, Kammmolch, Alpenmolch, Geburtshelferkröte, Gelbbauchunke, Knoblauchkröte, Erdkröte, Kreuzkröte, Wechselkröte, Laubfrosch, Kleiner Wasserfrosch, Teichfrosch,  Seefrosch, Grasfrosch, Moorfrosch, Springfrosch, Italienischer Frosch.

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Diclofenac-Vergiftung: Geier-Bestand in Indien erholt sich leicht

Die Zahl der indischen Geier hat sich nach einem dramatischen Rückgang wieder leicht erhöht.

Nach Informationen der Bombay Natural History Society vergrösserte sich die Population der Aasfresser zwar nur geringfügig – aber doch so weit, dass die Ornithologen vage Hoffnung schöpfen.

In den frühen 1990er Jahren starben die Geier reihenweise, nachdem sie Tierkadaver verzehrt hatten, die den Arzneistoff Diclofenac enthielten. Der Entzündungshemmer wurde bei Rindern  verwendet und führte bei Geiern zu Nierenversagen. Der Einsatz von Diclofenac ist seit 2006 in der Tiermedizin untersagt, eine Massnahme, die offenbar zu spät ergriffen wurde. Bis ins Jahr 2003 wurden etwa 95 Prozent der Geier ausgelöscht. Die gesamte Geierpopulation Indiens reduzierte sich nach Angaben der „Times of India“ von 40 Millionen auf weniger als 100.000 Tiere im Jahr 2011.

Geier gelten als besonders wichtig für die ökologische Balance, weil sei den Lebensraum von Aas befreien.

Quelle:

http://wissen.dradio.de/nachrichten.59.de.html?drn:news_id=157563

Kommentar & Ergänzung:

Diclofenac wird auch in Mitteleuropa in der Humanmedizin verbreitet angewendet zur Behandlung von Schmerzen und Entzündungszustände verschiedener Ursache, beispielsweise bei Arthritis, Arthrose, nach Operationen und Verletzungen, bei Menstruationsbeschwerden, Migräne und Gicht.

Diclofenac wird unter zahlreichen Handelsnamen verkauft:

Das ursprüngliche Präparat der Firma Geigy trug und trägt den Namen „Voltaren“ und gehört inzwischen dem Pharmakonzern Novartis. Ausserdem sind im Handel: Agilomed (A), Algefit (A), Allvoran (D), Arthrex (D), Dedolor (A), Deflamat (A), Deflamm (A), Difene (A), Difen-Stulln (D, CH), Dolostrip (A), Dolpasse (A), Ecofenac (CH), Effekton (D), Effigel (CH), Fenisole (CH), Flam-X (CH), Flector (D, CH), Fortenac (CH), Inflamac (CH), Jutafenac (D), Monoflam (D), Olfen (CH), Pennsaid (A), Primofenac (CH), Relowa (CH), Rewodina (D), Sandoz Schmerzgel (D), Solaraze (D, A), Tonopan (CH), Tratul (A), Vifenac (CH), Voltfast (CH), sowie viele Generika (D, A, CH).

Auch wenn in Mitteleuropa keine derart dramatischen ökotoxikologischen Auswirkungen zu beobachten sind wie in Indien mit diesem Geiersterben, ist Diclifenac ökologisch nicht unproblematisch:

„Bei den in Abwasser und Klärschlamm regelmäßig gefundenen Rückständen von Arzneimitteln handelt es sich nach Angaben der Bundesregierung neben Carbamazepin vor allem um Diclofenac. Die wenigen bisher vorliegenden Untersuchungen an Pflanzen haben gezeigt, dass auch Pflanzen prinzipiell Arzneistoffe aus dem Boden aufnehmen können.

Im Fall von Diclofenac verlassen 70 Prozent den menschlichen Körper unverändert. Etwa 90 Tonnen des Wirkstoffes werden im Jahr in Deutschland verbraucht, wodurch etwa 63 Tonnen Diclofenac über den Urin in den Wasserkreislauf gespült werden. Da die Kläranlagen darauf nicht ausgelegt sind, gelangen Medikamente und ihre Rückstände fast ungehindert über die Oberflächengewässer auch wieder ins Trinkwasser.“

Quelle: Wikipedia

Ich bin kein fundamentalistischer Gegner von Produkten der Pharmaindustrie und Diclofenac habe ich temporär auch schon verwendet. In manchen Situationen scheint es mir aber sinnvoll, pflanzliche Alternativen auch aus ökologischen Gründen zu prüfen, beispielsweise bei der äusserlichen Anwendung von Diclofenac als Diclofenac-Gel oder Diclofenac-Salbe.

Vor allem Beinwellsalbe oder Beinwellgel zeigte sich jedenfalls in manchen Studien als ebenbürtig – ohne dass mit diesen Produkten Umweltprobleme zu erwarten sind.

Siehe auch:

Voltaren-Gel versus Beinwell-Salbe

Sprunggelenksverletzung – Beinwellwurzel wirksamer als Diclofenac

Beinwell ( = Wallwurz, Symphytum officinale) gehört zu den Raublattgewächsen (Boraginaceen). Er ist eine gute Nahrungspflanze für Hummeln und somit auch eine gute Gartenpflanze für die einheimische Tierwelt.

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Pestizide schaden Hummeln

Britische Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Hummel-Kolonien durch bestimmte Pestizide erheblich in ihrer Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt werden.

Für ihre Untersuchung setzten sie die Hummeln vier Wochen lang gleichzeitig zwei verschiedenen Chemikalien aus – und zwar in Konzentrationen, die auf landwirtschaftlichen Flächen üblich sind. Laut Beipackzettel waren die Pestizide (Neonikotinoide und Pyrethroide) dazu geeignet, Heuschrecken und Blattläuse zu vertilgen.

Tatsächlich belasteten sie jedoch auch die Hummeln: Die belasteten Hummel-Kolonien waren nur halb so erfolgreich im Sammeln von Blütenstaub wie unbelastete Vergleichsgruppen. Darum stellten sie für den „Sammeldienst“ mehr Tiere ab und hatten in der Folge weniger Ressourcen für die Aufzucht der Larven frei. Die pestizidbelasteteten Kolonien litten zudem unter einer höheren Sterblichkeitsrate.

Die Wissenschaftler ziehen daraus das Fazit, dass Pestizide vor ihrer Zulassung strenger getestet werden müssen.

Quelle:

http://wissen.dradio.de/nachrichten.59.de.html?drn:news_id=149906

http://www.nature.com/nature/journal/vaop/ncurrent/full/nature11585.html

Kommentar & Ergänzung:

Und vielleicht müsste ja auch bei bereits zugelassenen Pestiziden geprüft werden, welche Auswirkungen sie über die zu bekämpfenden Insekten hinaus auf die Tierwelt haben.

Dass  Hummeln durch Pestizide die Hälfte ihrer „Einnahmen“ verlieren, ist sehr einschneidend.

Ob Produkte aus Biologischem Anbau in relevantem Ausmass gesünder sind, ist immer noch nicht zweifelsfrei belegt. Dass aber der Biolandbau durch die Senkung des Pestizideintrags in die Umwelt vielen Insektenarten  mehr Schutz bietet, steht ausser Frage.

Davon profitieren unter anderem Honigbienen, Hummeln und andere Wildbienen, Schmetterlinge etc.

Vor allem im Sommer gibt es für Hummeln in vielen Regionen einen Mangel an geeigneten Nahrungsquellen. Dem kann man auch als Einzelperson entgegenwirken durch Förderung von Hummel-Blumen wie zum Beispiel:

Lavendel, Taubnesseln, Thymian,

Rot-Klee (Trifolium pratense), Beinwell (Symphytum officinale), Salbei,

Blauer Eisenhut (Aconitum napellus), Gemeine Akelei (Aquilegia vulgaris),

Rundblättrige Glockenblume (Campanula rotundifolia), Knäuel-Glockenblume (Campanula glomerata),

Mariendistel (Silybum marianum), Silberdistel (Carlina acaulis), Eselsdistel (Onopordum acanthium)

Grosses Löwenmaul (Löwenmäulchen, Antirrhinum majus, kann wegen dem speziellen Blütenbau nur von Hummel genutzt werden), Natternkopf (Echium vulgare),

Dost  (= Wilder Majoran, Oregano, Origanum vulgare, Pizzagewürz, auch gute Nahrungsquelle für Schmetterlinge), Borretsch (Borago officinalis), Königskerze (Wollblume, Verbascum spec.).

Im Frühling bspw.: Löwenzahn (Taraxacum sp.), Salweide (Salix caprea)

Mehr zu den sympathischen Hummeln siehe auch:

Radarüberwachung von Hummeln erforscht Lösungsstrategien für Transportprobleme

Hungersnot bei Hummeln im Sommer

Hummeln finden immer die kürzeste Flugroute (mit einer Auflösung des „Hummel-Paradoxons“)

Augen auf – Hummelköniginnen unterwegs

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Hungersnot bei Hummeln im Sommer

Viele Hummeln fallen im Sommer vom Nahrungsangebot her in ein „Sommerloch“.

Im Frühling geht es den Hummeln in dieser Hinsicht oft gut und sie haben genug Nahrung. Denn im Frühjahr blühen die Weiden und kurz darauf Schlehen und zahlreiche andere Rosengewächse (z. B. Apfelbäume, Kirschbäume). Auch in den Städten blüht es im Frühling in den Gärten und Parks.

Zudem leben im Frühjahr nur wenige Hummeln, die Staaten sind so früh im Jahr noch klein. Ihr Nahrungsbedarf lässt sich dadurch in der Regel decken.

Im Sommer kann dagegen für die Hummeln rasch eine lebensbedrohliche Situation entstehen. Bienen- wie Hummelvölker sind nun groß  und bei den Hummeln steht zudem die sensible Phase der Vermehrung an, in der Jungköniginnen und Hummel-Männchen produziert werden.

Gegenüber dem Frühjahr steigt also der Nahrungsbedarf drastisch an.

Gleichzeitig ist aber das Kulturland über weite Strecken abgeerntet, so dass Blüten zur Mangelware werden.

Gärten und Parkanlagen können nun wichtige Nothilfe für Hummeln anbieten, wenn sie passende Sommerblumen beherbergen.

Hier ein paar Tipps für einen hummelfreundlichen Garten:

1. Auch Sommerblumen berücksichtigen

Achten Sie beim Pflanzenkauf auf die Blühzeit und setzen Sie auch Pflanzen, die im Juni, Juli, August und September blühen.

2. Keine gefüllten Blüten

Gefüllte Blüten sehen zwar schön aus, sind aber insektenfeindlich. Biologisch gesehen bestehen Blüten aus umgestalteten Blättern. Deshalb spricht man bespielsweise von Staubblättern. Durch Züchtung gelingt es, die Staubblätter in Blütenblätter umzuwandeln. Die Blüte wirkt dadurch größer und üppiger, sie ist “gefüllt”. Leider bietet sie nun jedoch keinen Blütenstaub mehr,weil die Staubblätter ja umgewandelt wurden.

3. Hummelblumen pflanzen.

Es gibt Blütenpflanzen, die sich speziell als Nahrungsquelle für Hummeln eignen. Idealerweise pflanzt man nicht nur ein einzelnes Exemplar, sondern mindestens drei Exemplare der gleichen Pflanzenart.

Hier ein paar Beispiele für Hummelblumen mit Blühzeit noch im Sommer:

– Alle Lamiaceae (Lippenblütler) sind Hummel-Pflanzen, weil sie wegen ihrer Blütenform perfekt auf Hummeln abgestimmt sind.

Gut geeignet sind zum Beispiel:

Lavendel

Taubnessel

Salbei

Thymian

Dost  ( = Wilder Majoran, Oregano, Origanum vulgare, Pizzagewürz), auch gute Nahrungsquelle für Schmetterlinge.

– Rot-Klee (Trifolium pratense)

– Beinwell (Symphytum officinale)

– Borretsch (Borago officinalis)

– Natternkopf (Echium vulgare)

– Königskerze (Verbascum spec.)

– Grosses Löwenmaul (Löwenmäulchen, Antirrhinum majus), kann wegen dem speziellen Blütenbau nur von Hummel genutzt werden.

Quelle: http://aktion-hummelschutz.de/

Zum Thema „Hummeln“ siehe auch:

Hummeln finden immer die kürzeste Flugroute

Augen auf – Hummelköniginnen unterwegs

P. S. Wenn Sie mehr über die Natur und die Zusammenhänge zwischen Pflanzenwelt und Tierwelt erfahren wollen, finden Sie entsprechende Naturexkursionen im Kurskalender.

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Naturkunde: Was blüht gerade? – Wiesensalbei

Wiesensalbei wächst gerne auf  kalkhaltigen Böden in trockener, sonniger Lage  (Magerrasen, Halbtrockenrasen, warme Fettwiesen und Böschungen).

Foto auf Wikipedia.

Kommt die Pflanze in einer Wiese in grösserer Zahl vor, gibt sie dieser einen wunderschönen Farbakzent.

Wiesensalbei (Salvia pratensis) ist eine bei uns wild wachsende Salbeiart – im Gegensatz zur Garten-Salbei (Salvia officinalis) die aus dem Mittelmeerraum stammt und via Klostergärten in die Bauerngärten gekommen ist.

Wie alle Salbeiarten gehört Wiesensalbei zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceen).

Im Gegensatz zur Garten-Salbei wird die Wiesensalbei nicht als Heilpflanze verwendet. Über ihre ästhetische Wirkung als Landschaftselement hinaus ist die Wiesensalbei wertvoll für die Tierwelt. Sie ist Nektarquelle für viele Hummelarten, vor allem für die Steinhummel, ausserdem Pollenspender für 24 Sandbienen, Blattschneiderbienen, Mauerbienen, Furchenbienen, Holzbienen.

Wiesensalbei eignet sich gut für Wildpflanzengärten.

Die Wiesensalbei lässt sich auch als Würze zu verschiedenen Speisen oder als Beigabe zu Salaten und Gemüsen verwenden.

Im übrigen gibt es bei uns wildwachsend auch den schönen, gelbblühenden Klebrigen Salbei (Salvia glutinosa). Foto auf Wikipedia.

Wenn Sie Pflanzen und Tiere in der Natur kennen lernen möchten, finden Sie hier die Daten und Orte meiner Alpenblumenkurse, Heilkräuterexkursionen und Naturseminare.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Kräuterexkursionen in den Bergen / Heilkräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital:

Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch