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Schüssler Salze – verständlich und kompetent erklärt

Schüssler Salze sind als Methode der Alternativmedizin weit verbreitet. Dabei fällt auf, dass die Anwenderinnen und Anwender oft nur sehr rudimentäre Vorstellungen haben darüber, wie die Schüssler Salze hergestellt werden und wie sie wirken sollen. Insbesondere wenn davon ausgegangen wird, dass durch diese Präparate Mineralstoffe zugeführt werden können, ist das ein klarer Irrtum. Auf 1000 kg Schüssler Salz kommt ein Gramm des entsprechenden Mineralsalzes. Nur schon mit ein bisschen Hahnenwasser lassen sich vergleichbare Mengen an Mineralsalzen sehr viel einfacher und billiger (!) zuführen.

Siehe dazu:

Schüssler Salze: Mineralwasser wirksamer, günstiger, zahnschonender?

Schüssler Salz Nr. 8 Natrium chloratum D6 enthält zum Beispiel ein Gramm Kochsalz (Natrium chloratum) auf 1000 kg. Um eine Pfanne Spaghetti zu salzen, wären also einige Tonnen Schüssler Salz Nr. 8 nötig.

Siehe dazu:

Pharmawiki erklärt Wirkung von Schüssler Salz Nr. 8 Natrium chloratum D6

Trotz nicht existierender Wirkstoffe wird das Präparat aber ziemlich vollmundig empfohlen zum Beispiel bei Blutarmut, Bleichsucht, Appetitlosigkeit, Diabetes, Rheuma, Trägheit, Bandscheibenschäden, Durchfall, Hämorrhoiden, Hautausschläge und Migräne.

Diesen Heilungsversprechungen fehlt jede Basis.

Auffallend ist zudem, dass für alle und jede Beschwerden, Krankheiten und Lebenslagen Schüssler Salze empfohlen werden, obwohl für die versprochenen Wirkungen nicht die Spur eines Beleges gibt.

Diese absolute Grenzenlosigkeit der Versprechungen ist es vor allem, die unglaubwürdig wirkt.

Solche Allmachtsphantasien sind allerdings auch in der Pflanzenheilkunde anzutreffen.

Das äussert sich dann zum Beispiel in Sätzen wie: „Gegen jede Krankheit ist ein Kräutlein gewachsen.“ Wenn solche Versprechungen wahr wären, müsste niemand mehr an Krankheiten sterben.

Die Vorstellung, dass wir mit irgendwelchen Mitteln alle Krankheiten in den Griff bekommen können, hilft uns möglicherweise aus Ohnmachtsgefühlen heraus zu kommen. Das mag eine entlastende Vorstellung sein, die aber nicht wirklich tragfähig ist.  Mit Ohnmachtsgefühlen sollten wir lernen anders umzugehen.

Und zum Schluss noch:

Unabhängig davon, ob man nun von der Wirksamkeit von Schüssler Salzen überzeugt ist ober nicht, wäre es sinnvoll,  die Grundlagen dieser Methode zu kennen, wenn man damit zu tun hat.

Die Info-Plattform Homöopedia hat dazu gerade eine gute Einführung in die „Biochemie nach Schüssler“ veröffentlicht:

Schüssler Salze – verständlich und kompetent erklärt

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe

Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse

Kräuterwanderungen in den Bergen / Kräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital:

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Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

 

Schüssler-Salze gegen Warzen?

Ich bin immer wieder verblüfft über die Unverfrorenheit, mit der irgendwelche Behauptungen über fragwürdige Heilwirkungen herumgeboten werden.

Noch mehr verblüfft mich aber, wie selten solche Behauptungen in Frage gestellt werden.

Jetzt bin ich gerade über eine Aussage in der Drogistenzeitung „D-inside“ gestossen, die sich mit der Behandlung von Warzen befasst (Ausgabe April 2017).

Naturheilkundlich lasse sich eine Warze mit Schüssler-Salz Nr. 4 zur Bindung des Papillomavirus behandeln sowie mit Schüssler-Salz Nr. 10, das die Virenausscheidung verbessere, schreibt die Autorin unter Bezugnahme auf Aussagen einer Naturheilpraktikerin.

Was wird hier genau versprochen:

Schüssler-Salz Nr. 4 soll also das Papillomavirus binden, das für die Entstehung von Warzen verantwortlich ist. Eine steile Behauptung. Eine solche Wirkung kann man nicht einfach von aussen beobachten.

Um eine solche Wirkung festzustellen, braucht es deshalb ein Experiment zumindestens im Reagenzglas, wobei dann allerdings noch nicht klar wäre, ob der Vorgang auch in einer veritablen Warze funktionieren würde.

Nun sind aber bisher keinerlei derartige Studien bekannt geworden.

Gibt es womöglich eine geheime Studie? Das wäre sehr komisch, denn das Ergebnis wäre sensationell und würde den Umsatz vervielfachen. Zudem ist kaum vorstellbar, dass die Wirkung sich auf Papillomaviren beschränken würde. Schüssler-Salz Nr. 4 wäre dann die Lösung für unzählige gefährliche Virenkrankheiten und der Entdecker dieses Wundermittels ein heisser Kandidat für den Nobelpreis in Medizin.

Da liegt es schon sehr nahe, dass die Studie eben darum geheim bleibt, weil es sie gar nicht gibt.

Schüssler-Salz Nr. 4 enthält 1 g Kaliumchlorid auf 1000 kg Milchzucker.

Kaliumchlorid ist als Geschmacksverstärker unter der Bezeichnung E 508 im Handel. Wollen wir wetten, dass der grösste Teil der Schüssler-Salz Nr. 4-Konsumenten im Laden einen weiten Bogen macht um all die teuflischen E-Nummern? E 508 und damit auch Kaliumchlorid ist enthalten in Fertiggerichten, Würzmitteln und diätetischen Lebensmitteln – viel billiger und auch in grösseren Mengen als im Schüssler-Salz Nr. 4.

Die Apothekerin Susana Niedan-Feichtinger von der Firma Adler Pharma, einer Herstellerin von Schüsslersalzen, schreibt in der Österreichischen Apothekerzeitung (Nr. 24 /2010, S. 1419):

„Alle Mineralwasser-Konsumenten nehmen pro Tag mehr Mineralstoffe auf, als es über Schüßler Salze überhaupt möglich wäre…..“

Das gilt genauso für Trinkwasser-Konsumenten.

So: Und dieses Schüssler-Salz Nr. 4, das 1 g Kaliumchlorid pro 1000 kg Schüssler-Salz enthält, soll in der Warze die Papillomaviren binden? Wie genau muss ich mir das vorstellen?

Zudem soll Schüssler-Salz Nr. 10 noch die Virenausscheidung verbessern. Wie werden denn Viren überhaupt ausgeschieden? Ich habe bisher eigentlich gedacht, dass Viren von Fresszellen des Immunsystems vertilgt werden.

Auch die verbesserte Virenausscheidung kann man nicht sehen und damit eine solche Aussage gemacht werden kann, müssten Daten aus einem Experiment oder einer Studie vorliegen. Das wäre auch in diesem Fall Nobelpreis-würdig, wenn es dazu Belege geben würde……

Schüssler-Salz Nr. 10 enthält 1 g Natriumsulfat (Glaubersalz) auf 1000 kg Milchzucker.

Natriumsulfat ist als Lebensmittelzusatzstoff Nummer E 514 ohne Höchstmengenbeschränkung für Lebensmittel allgemein zugelassen.

Es dient als Festigungsmittel, Säureregulator und Trägersubstanz.

Und auch hier führen wir Natriumionen und Sulfationen mit dem Trinkwasser in viel grösseren Mengen zu, als dies mit Schüssler-Salz Nr. 10 je möglich wäre:

„Grundwässer in sulfatarmen Gesteinen enthalten üblicherweise bis ca. 30 mg/l Sulfat…. Wesentlich höhere Gehalte (bis mehrere 100 mg/l) sind jedoch für Wässer aus sulfathaltigen Gesteinen typisch.“

Quelle:

http://www.umwelt.niedersachsen.de/grundwasser/grundwasserbericht/grundwasserbeschaffenheit/gueteparameter/grundprogramm/sulfat/sulfat-137612.html

Ein Liter Trinkwasser enthält also zwischen 30 mg und mehreren 100 mg Sulfat. Eine Tablette Schüssler-Salz enthält 0.25 Millionstelgramm Natriumsulfat (Quelle: Pharmawiki).

http://www.pharmawiki.ch/wiki/index.php?wiki=Die_Schuessler_Luege

In Dosen von 10 – 30 Gramm wird Glaubersalz als Abführmittel bei Verstopfung und zur Darmentleerung vor Fastenkuren eingesetzt.

Und nun zurück zu den Warzen. Die Aussagen in der Drogistenzeitung bezüglich Virenbindung und Virenausscheidung durch Schüssler-Salze Nr. 4 und 10 sind völlig faktenfrei. Warzen sind aber in der Regel selbstlimitierend – sie heilen nach einer gewissen Zeit auch ohne Behandlung – und sie reagieren häufig sehr gut auf Suggestion bzw. Placebo.

Es wird daher während der Behandlung mit diesen Schüssler-Salzen in einer respektablen Zahl der Fälle zu einem Verschwinden der Warze kommen. Und dann kann man ja durchaus den Schluss ziehen, dass es keine Rolle spielt, ob der Effekt durch Suggestion oder durch eine spezifische Wirkung der Schüssler-Salze zustande kommt.

Verwerflich und störend finde ich nur die völlig aus der Luft gegriffenen Behauptungen spezifischer Wirkungen wie „Virenbindung“ und „Virenausscheidung“, die man eigentlich nur als Bullshit bezeichnen kann.

In der Pflanzenheilkunde wird gegen Warzen gerne der Schöllkrautsaft verwendet.

Siehe dazu:

Hilft Schöllkraut gegen Warzen?

Schöllkraut enthält im Milchsaft eiweissspaltende Enzyme sowie die Alkaloide Berberin und Sanguinarin, die mit der DNA reagieren und deshalb zelltoxisch und antiviral wirken. Dadurch könnte eventuell (!) eine Wirkung gegen Warzen erklärt werden, wenn der Schöllkrautsaft 2 mal täglich auf die Warze aufgetragen wird. Da diese Wirkungen aber nur im Labor belegt sind, lässt sich daraus keine sichere Aussage über eine Wirksamkeit an konkreten Warzen lebender Menschen machen.

Wenn eine Warze nach der Anwendung von Schöllkrautsaft verschwindet, kann ich daher nie mit Sicherheit wissen, ob dieser Effekt durch eine spezifische Wirkung der Schöllkraut-Inhaltsstoffe erfolgt ist, durch Suggestion oder durch ein zufälliges Zusammenfallen der Behandlung mit dem Zeitpunkt, an dem die Warze sowieso verschwunden wäre.

Für den Warzenträger oder die Warzenträgerin spielt das in diesem Fall keine wesentliche Rolle. Es ist aber meines Erachtens eine Frage der Wahrhaftigkeit, die Ungewissheit über den eigentlichen Wirkfaktor anzuerkennen und sich nicht im Brustton der Überzeugung mit leeren, aber eindrücklich klingenden Behauptungen zu schmücken – zum Beispiel betreffend Virenbindung und Virenausscheidung.

 

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

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Hörenswerter Radiobeitrag: Gesellschaft von Kranken? Umstrittene Grenzwerte in der Medizin

Radio Bayern 2 hat einen sehr interessanten Beitrag von Daniela Remus ausgestrahlt zum Thema „Grenzwerte in der Medizin“, der 2015 nach der Erstausstrahlung mit dem Journalistenpreis EbM ausgezeichnet wurde.

Es gibt in der Medizin unverkennbar einen Trend zur Pathologisierung und Medikalisierung aller Lebenslagen.

Ob Cholesterinspiegel, Blutdruck, Gewicht oder Diabetes, in der Medizin haben sich in den letzten Jahrzehnten die Grenzwerte dafür, was als gesund gilt, laufend verschoben. Tiefere Grenzwerte führen dazu, dass sehr viele Menschen, die sich bis anhin als gesund betrachtet haben, nun als krank und behandlungsbedürftig gelten. Auch Vorsorgeuntersuchungen – so nützlich sie in manchen Fällen auch sein mögen – können manchmal zu unnötigen und riskanten Überbehandlungen führen.

Je mehr Menschen man untersucht und je intensiver man sie untersucht, desto mehr findet man. Alle Menschen haben an irgendeinem Punkt eine Abweichung von der Norm und gelten dann als krank. Wer noch keine Diagnose hat, wurde noch nicht gründlich genug untersucht.

Auch Lebensphänomene wie Trauer oder Schüchternheit werden zunehmend durch entsprechend zu recht geschusterte Krankheitsdefinitionen pathologisiert. Nicht jeder ungewöhnliche Seelenzustand ist aber behandlungsbedürftig.

Hier können Sie den spannenden und informativen Beitrag hören:

 

 

Den Trend zur Pathologisierung und Medikalisierung aller Lebenslagen kann man im übrigen auch in Alternativmedizin, Komplementärmedizin und Naturheilkunde häufig beobachten. In diesen Bereichen läuft das aber nicht über veränderte Grenzwerte und Normen, sondern eher über vage, ausufernde und oft willkürliche Diagnosen wie „Leberschwäche“, „Pilz im Darm“, „Verschlackung“, „Übersäuerung“.

Für jede kleinste Unpässlichkeit auf körperlicher, psychischer und geistiger Ebene wird eine ganze Batterie von Globuli, Pflanzentröpfli oder Schüssler Tabletten angeboten.

Und weil die Mittel ja als unschädlich gelten, kann man sie wild kombinieren und 7mal 24 Stunden in der Woche schlucken.

Manchmal braucht ein kranker Mensch Behandlung. Weniger wäre aber manchmal gesünder – in Medizin und Komplementärmedizin. Denn wir verlieren mit den permanenten Überbehandlungen mit der Zeit das Vertrauen in die Kompetenz des eigenen Organismus, mit einfacheren Störungen selber fertig zu werden.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Was ist Gerstengras?

Der Name „Gerstengras“ tönt geheimnisvoller als das, was es ist. Gemeint ist damit ganz einfach die junge Gerstenpflanze.

Für die Herstellung von Nahrungsergänzungsmitteln werden meist die Blätter der jungen Pflanze gefriergetrocknet und gemahlen.

Gerstengras ist reich an Nährstoffen und wird daher in der Tiermast eingesetzt.

Und darüber hinaus wird Gerstengras im Internet über allen Klee gelobt und als „Superfood“ vermarktet. Wenn ein Produkt derart als Wundermittel gegen alles und jedes angepriesen wird, ist immer eine gehörige Portion Skepsis angebracht.

Ich habe mich auf den entsprechenden Internetseiten ein wenig umgeschaut. Da wird Gerstengras nicht gerade bescheiden als eines der kostbarsten Lebensmittel unseres Planeten bezeichnet. Irgendwie muss man den Preis ja rechtfertigen.

Und wie es bei fragwürdigen Produkten oft der Fall ist:

Gerstengras hilft gegen Brustkrebs, Prostatakrebs, Hautkrebs, Colitis ulcerosa, Diabetes, zu hohem Cholesterinspiegel, Candida-Infektionen, Depressionen – und es beugt Herzinfarkt und Schlaganfall vor. Wer ein solches Mittel nicht kauft und einnimmt, ist selber schuld.

Für alle diese Behauptungen gibt es nicht den Hauch eines fundierten Belegs. Zwar wird auf einigen Internetseiten zum Thema Gerstengras eine ganze Reihe von Studien aufgeführt. Es wird also mit Studien argumentiert.

Schaut man sich allerdings die Studien genauer an, wird rasch deutlich, wie absurd die darauf begründeten Versprechungen sind.

Bei den Studien, die sich Prostatakrebs, Hautkrebs und Brustkrebs beziehen, handelt es sich um Laborstudien im Reagenzglas mit Krebszellen. Eine Frau mit Brustkrebs ist aber komplexer als ein Reagenzglas. Es gibt unzählige Naturstoffe, die im Reagenzglas an isolierten Krebszellen tolle Wirkungen zeigen. Solche Laborexperimente sagen nichts aus über eine Wirksamkeit im Organismus einer krebskranken Person. Es ist nicht klar, ob allfällige Wirkstoffe aus dem Verdauungstrakt überhaupt in den Organismus gelangen, ob sie – wenn das der Fall ist – dort eine ausreichende Konzentration erreichen und ob sie in dieser Konzentration wirklich nur die Krebszellen schädigen und nicht auch noch gesunde Zellen.

Ob den Betreibern dieser Websites die sehr begrenzte Aussagekraft solcher Studien einfach nicht verstehen oder ob sie es zwar wissen, aber in ihren Texten unter den Tisch fallen lassen, lässt sich kaum beurteilen.

Ein Schwimmtest mit Mäusen wird flugs zum Wirksamkeitsbeleg gegen Depressionen. Und die Wirkung gegen den zu hohen Cholesterinspiegel? – Da wird eine kleine Studie aufgeführt, bei der die Probanden aber zusätzlich zum Gerstengras auch Olivenöl einnehmen mussten. Offenbar verschwenden die Gerstengras-Propagandisten keinen Gedanken daran, dass die gemessene Reduktion des Cholesterinspiegels auch vom Olivenöl bewirkt sein könnte.

Die einzige, zwar ebenfalls kleine, aber qualitativ offenbar akzeptable Studie zum Einfluss von Gerstengras auf den Cholesterinspiegel aus Korea finde ich dagegen auf keiner Gerstengras-Website. Kein Wunder: Die Resultate waren enttäuschend. Selbst nach drei Monaten Einnahme von Gerstengras-Extrakt zeigten sich keine Unterschiede zu jenen Personen, die Kapseln mit einem wirkungslosen Scheinpräparat bekommen hatten. Wegen der geringen Teilnehmerzahl und der kurzen Studiendauer sind die Resultate auch dieser Studie nur bedingt aussagekräftig. Genauer beschrieben wird die Studie im Portal medizin-transparent.at.

Die Wissenschaftler dort haben weltweit nach Studien zur Wirksamkeit von Gerstengras gesucht und nur diese eine bewertbare klinische Studie gefunden.

Spricht das gegen Gerstengras? Nein. Es spricht nur gegen die überzogenen Versprechungen.

Wer gerne Gerstengras hat und sich die Präparate leisten kann und will, soll sie doch nehmen.

Gerstengras enthält Vitamin B , Vitamin C , Kalzium, Kalium und Eisen in größeren Konzentrationen. Das ist ja schon mal was. Diese Stoffe kann man sich allerdings in der Regel auch gut mit einer normalen Ernährung in ausreichender Menge zuführen.

Solche mit Gesundheitshoffnungen aufgeladenen Präparate werden jedoch sowieso eher aus psychologischen Gründen gekauft.

Sie lindern zum Beispiel das schlechte Gewissen, das uns die Hersteller und Verkäufer zuvor einreden, weil wir nicht in allen Facetten so gesund leben, wie wir das angeblich sollten.

Oder sie reduzieren diffuse Besorgtheit und Ängstlichkeit um unsere Gesundheit, die manchmal eine reale Basis haben, oft aber auch von den Medien geschürt werden.

Wer sich nicht 24 Stunden mal 7 Tage die Woche um seine Gesundheit sorgt, ist schliesslich ein schlechter Konsument.

Seiner Gesundheit sorge tragen, das ist ja nicht falsch. Nur kann man das quasi auf eine eher gesunde Art tun oder auf eine eher kranke Art.

Eher krank scheint mir die Sorge um die Gesundheit, wenn sie zum hauptsächlichen Lebensinhalt wird, ohne dass dafür konkrete Gründe zu erkennen sind.

Und wenn das Gesundbleiben vor allem erreicht werden soll durch den wahllosen Konsum von Gesundheitsprodukten wie Nahrungsergänzungsmittel, Schüssler Salzen, Pflanzentinkturen, Globuli etc. – dann stimmt da für etwas nicht mehr so ganz. Man unterminiert nämlich das Vertrauen in die eigenen Selbstheilungskräfte und Regulierungsfähigkeiten, wenn man permanent irgendein Mittelchen einwirft, das Gesundheit und Wohlbefinden stabilisieren und garantieren soll.

Niemand kann seine Gesundheit vollkommen im Griff haben, auch nicht mit einem vollkommen gesunden Lebensstil. Aber soweit wir etwas zu unserer Gesundheit beitragen können, sind es in der Regel ziemlich unspektakuläre Sachen: Genug Bewegung, ausreichende Erholung, nur soviel Kalorien zuführen, wie man wieder verbraucht, intaktes soziales Umfeld…..Das lässt sich jedenfalls nicht mit Nahrungsergänzungsmitteln ersetzten.

 

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Klinische Studien zu Schüssler Salzen?

Vor kurzem fragte mich jemand, ob es tatsächlich klinische Studien gebe, in denen die Wirkung der Schüssler-Salze bestätigt worden sei. Die „Aargauer Zeitung“ habe das vor einiger Zeit so geschrieben. Und tatsächlich – wir sind dem nachgegangen – steht da in einem Artikel:

„Bei Schüsslersalzen gibt aber es schon die ersten skeptischen Stimmen, die behaupten, man müsse daran glauben, damit es wirkt – trotz bestätigender klinischer Studien.“

Quelle:

http://www.aargauerzeitung.ch/aargau/freiamt/tierkommunikation-und-rueckfuehrung-in-fruehere-leben-alles-unter-einem-dach-128513171#comment-jumpto

Kommentar & Ergänzung:

Weiss der Geier, wie dieser Aussage zustande kommt. Die Journalistin stützt sich dabei – ich habe nachgefragt – etwas gar fraglos auf die Aussagen eines Naturheilpraktikers, der Schüssler-Salze einsetzt.

Das Portal „Medizin transparent“ hat systematisch nach Studien geforscht, in denen die Wirksamkeit der Schüssler Salze erforscht wurden. Die wissenschaftliche Beweislage sei sehr eindeutig:

„Es existieren keine Studien, welche die Wirksamkeit von Schüßler Salzen untersucht haben.“

Quelle: http://www.medizin-transparent.at/keine-spur-von-schusler-salzen

Diese Aussage von Medizin-Transparent stimmt so allerdings auch nicht ganz. Im „Dritten Reich“ wurden „Patientenstudien“ mit Schüssler Salzen im Konzentrationslager Dachau an Häftlingen durchgeführt. Das sind aber die einzigen „klinischen“ Studien mit Schüsslersalzen, die bekannt geworden sind:

„Während der Ära des Nationalsozialismus wurde die Anwendung der Schüßler-Salze staatlicherseits gefördert. Schüßler-Laienbehandler wurden nun zu zugelassenen Heilpraktikern. Der „Biochemische Bund“ orientierte sich zunehmend am Nationalsozialismus und wurde in die „Reichsarbeitsgemeinschaft der Verbände für naturgemäße Lebens- und Heilweise“ eingegliedert, während „nicht arische“ Mitglieder ausgeschlossen wurden.

1942 versuchte der Reichsführer-SS, Heinrich Himmler, der ein Anhänger der Naturheilkunde war, die Wirksamkeit zu belegen. Im KZ Dachau wurden Experimente an 40 katholischen Priestern durchgeführt, indem z.B. durch Einspritzen von Eiter Blutvergiftungen hervorgerufen wurden. 10 Personen starben. Schüßler-Salze erwiesen sich, wie damals eigentlich schon bekannt war, als völlig wirkungslos.“

Quelle:

https://www.psiram.com/ge/index.php/Schüßler-Salze#Experimente_in_Konzentrationslagern

Auf diese grausamen Menschenversuche mit Schüssler-Salzen kommt auch Robert Jütte in seinem Werk „Geschichte der Alternativen Medizin“ (C. H. Beck Verlag 1996, Seite 225) zu sprechen:

„Im Dritten Reich war die ‚Biochemie’ eine anerkannte Heilweise. Die sogenannten ‚Krankenbehandler’, die bislang am Rande der Legalität praktiziert hatten, erhielten den Status von Heilpraktikern. Ausserdem konnten erstmals mit staatlicher Billigung und Förderung Wirksamkeitsnachweise ‚biochemischer’ Arzneimittel durchgeführt werden. Kaum bekannt ist allerdings, dass solche Versuche auch im KZ Dachau stattfanden, und zwar unter der Leitung des Reichsarztes SS, Prof. Dr. med. Ernst-Robert Grawitz (1899 – 1945). Dabei wurden unter anderem künstlich herbeigeführte Fälle von Blutvergiftung und Malaria weitgehend erfolglos behandelt. Für die Häftlinge, die sich gezwungenermassen als Versuchspersonen zur Verfügung gestellt hatten, nahmen diese Experimente mit Schüsslerschen Mineralsalzen in den meisten Fällen in den meisten Fällen einen tödlichen Ausgang.“

Abschliessend noch eine Bemerkung zu dieser Aussage in der Aargauer Zeitung:

Ich finde es sehr eindrücklich, wie im Bereich der Alternativmedizin auch völlig haltlose Behauptungen gemacht werden können, ohne dass dies in der Regel in Frage gestellt wird. Ungeprüft werden solche Falschaussagen in der Zeitung abgedruckt. Und das ist kein Einzelfall. Mir begegnen fast täglich solche Fragwürdigkeiten.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Informationen zur generalisierten Angststörung

Menschen mit einer generalisierten Angststörung machen sich praktisch über alles Sorgen – über große wie kleine und sogar über völlig belanglose Dinge. Und manchmal fürchten sie sogar die Angst selbst.

Wann sind Ängste behandlungsbedürftig?

Manche Ängste sind berechtigt – weil Gefahr droht. Und manche Ängste gehören bis zu einem gewissen Grad zum Leben – zum Beispiel als Begleiterscheinung neuer Erfahrungen – etwa einem ersten öffentlichen Auftritt oder ähnlichem.

Angst ist also nicht immer pathologisch und damit nicht immer behandlungsbedürftig.

Es braucht nicht immer starke Medikamente gegen Angst.

Es braucht aber auch nicht bei jeder kleinen Aufregung oder Befindlichkeitsstörung Globuli, „Notfalltropfen“, Schüssler-Salze oder gar Storchenschnabeltinktur (die ohne reale Grundlage und rein „phantasiebasiert“ gegen „Schock“ propagiert wird).

Storchenschnabeltinktur gegen Schock?

Solchen Pseudointerventionen fördern psychische Abhängigkeit. Sie vermitteln die Botschaft, dass es in jeder Lebenslage irgendein Mittelchen von aussen braucht, das man einwerfen kann. Die Migros beispielsweise verkauft jetzt Bachblütenpräparate mit Bezeichungen wie „Extreme Situationen“, „Prüfungssituation“ oder „Hoffnung“. Schön, dass man „Hoffnung“ jetzt in der Migros kaufen kann.

Das sind meines Erachtens ziemlich dekadente Auswüchse.

 

Behandlungsbedürftige Angststörungen

Es gibt allerdings auch ernsthafte Angststörungen, und auf die möchte ich nun zurück kommen.

Wenn Ängste zunehmend den Alltag einschränken und die Lebensqualität relevant beeinträchtigen, dann empfiehlt sich frühzeitig eine adäquate Therapie, weil chronifizierte Ängste schwieriger zu behandeln sind. Mit Nachdruck abraten würde ich von irgendwelchen boomenden esoterischen Pseudotherapien. Mir sträuben sich oft alle Haare, wenn ich sehe, wie Leute ohne fundierte psychotherapeutische Ausbildung dilettantisch in der Psyche von Menschen herumstochern.

Wobei es allerdings nicht immer einfach ist, eine fachlich qualifizierte Person zu finden. Eine gute Anlaufstelle ist oft – falls vorhanden – der Hausarzt oder die Hausärztin, weil sie geeignete Kontakte vermitteln können.

Gute Informationen zur generalisierten Angststörungen gibt es auf der Website www.gesundheitsinformationen.de

Dort werden als Behandlungsansätze empfohlen:

„- Psychologische und psychotherapeutische Behandlungen: Hierzu gehören Verfahren wie die kognitive Verhaltenstherapie. Mit ihrer Hilfe kann man lernen, seine Gedanken und Ängste zu steuern und zu verändern.

– Entspannungstechniken wie das autogene Training und die progressive Muskelentspannung können helfen, sich zu entspannen und mit Stress besser umzugehen. Sie werden oft auch im Rahmen psychotherapeutischer Behandlungen eingesetzt.

– Medikamente: Bei einer Angststörung kommen vor allem bestimmte Antidepressiva und angstlösende Mittel infrage. Manche Menschen wenden auch pflanzliche Beruhigungsmittel wie Baldrian an.

– Maßnahmen zur Selbsthilfe: In Selbsthilfegruppen besteht die Möglichkeit zum Austausch mit anderen Betroffenen. Manchen Menschen hilft es auch, sich gut über die Erkrankung zu informieren – ob mit Büchern, Broschüren oder im Internet.“

Interessant ist aus Sicht der Phytotherapie der Hinweis auf Baldrian als Beruhigungsmittel. Dazu braucht es allerdings eine ausreichende Dosierung für den Baldrianextrakt und eine genügend lange Anwendungsdauer (mindestens 2 – 4 Wochen).

Ergänzt werden muss an diesem Punkt noch, dass in der Phytotherapie bei Ängstlichkeit neben Baldrianwurzel-Extrakt vor allem Lavendelöl (Lasea Kapseln).

Siehe:

Studie bestätigt Wirksamkeit von Lavendelöl-Kapseln (Lasea) bei Angststörungen

Auch der Kava-Kava-Extrakt wirkt als angstlösendes Mittel (Anxiolyticum) bei generalisierten Angststörungen. Er ist aber zur Zeit nicht im Handel.

Zum aktuellen Stand um Kava-Kava siehe:

Kava-Kava: Verwaltungsgericht Köln beurteilt Widerruf der Zulassung als rechtswidrig

Ausserdem als Informationsquelle und für Beratung:

Angst- und Panikhilfe Schweiz

 

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Tipp des Tages im Horoskop der Bild-Zeitung zum Sternzeichen Krebs: Auf Alternativmedizin sprechen Sie heute gut an!

Menschen mit Sternzeichen Krebs (22. Juni – 22. Juli) sollen heute speziell gut auf Alternativmedizin ansprechen, schreibt die Bild-Zeitung in ihrem Horoskop.

Schade, dass ich schon den grössten Teil des Tages diese einmalige Gelegenheit verpasst habe. Nichts wie los, um noch möglichst viele Notfall-Tropfen, Globuli und Schüssler-Salze einzuwerfen…..Ach wie schade – ich bin ja gar kein Krebs!

Mehr Ernst:

Wie unterscheiden eigentlich die Planeten zwischen Alternativmedizin und „Schulmedizin“. Und wie lässt sich erklären, dass die Planeten mich heute spezifisch bei Alternativmedizin unterstützen? Wer aus dem Club der Planeten liebt denn besonders die Alternativmedizin? Merkur, Venus, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus….?  Oder interessieren sich gar Sonne oder Mond speziell für Schüssler-Salze & Co.?

Und dieser wunderbare Support wirkt heute bei allen Alternativmethoden? Ayurveda, Schamanismus, Bioresonanz, Kinesiologie, Reinkarnationstherapie, Reiki …….Egal was? Gehören Heilpflanzen-Anwendungen kosmologisch-planetarisch-astrologisch auch zur heute besonders wirksamen Alternativmedizin – oder doch eher zu den nicht unterstützten Bereichen Naturheilkunde, Phytotherapie und Medizin? – Sachen gibt’s.

Muss ich die Dosierung reduzieren, wenn ich heute verstärkt auf Alternativmedizin anspreche? Drohen gar unerwünschte Nebenwirkungen. Überdosierungen von Schüssler-Salzen?

Die Bild-Zeitung lässt mich verwirrt zurück. Detaillierte Aufklärung täte not.

Man kann doch nicht einfach eine so wichtige Mitteilung in einen einzigen Satz packen und die Leserinnen und Leser dann im Stich lassen.

Und morgen ist dieser Spezial-Alternativmedizin-Bonus schon wieder weg? Wer zu spät kommt den bestrafen die Planeten?

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Zur Wirkung von Glaubersalz (Natriumsulfat / Natrium sulfuricum)

Glaubersalz (Natriumsulfat, Natrium sulfuricum, Na2SO4 ) wurde 1625 von dem Chemiker und Apotheker Johann Rudolph Glauber als Bestandteil von Mineralwasser entdeckt und beschrieben.

Glaubersalz ist ein salinisches Abführmittel.

Es hält osmotisch Wasser im Darm zurück und steigert so den Flüssigkeitsanteil im Stuhl. Durch das vergrösserte Volumen wird der Entleerungsreiz ausgelöst.

Medizinisch wird Glaubersalz nur noch selten angewendet, doch ist es durchaus effektiv zur kurzfristigen Anwendung bei Verstopfung und zur kompletten Darmentleerung vor chirurgischen und diagnostischen Eingriffen.

In der Alternativmedizin kommt Glaubersalz oft beim sogenannten Heilfasten zur Anwendung und soll zur Entschlackung beitragen.

Diese Vorstellung ist allerdings irreführend. Der Begriff Schlacke beschreibt einen Verbrennungsrückstand. Solche Rückstände im menschlichen Körper nicht an. Schlacke ist ein Abfallprodukt der Erzverhüttung. Im menschlichen Organismus entgiften Leber und Nieren die im Rahmen der Stoffwechselvorgänge anfallenden Substanzen. Eine Ablagerung von Schlacken ist im menschlichen Körper nicht nachweisbar und niemand hat bisher konkret sagen und zeigen können, woraus diese Schlacken bestehen sollen.

Siehe dazu:

Schlackenstoffe – ein Phantom macht Karriere

„Karriere“ gemacht hat Glaubersalz in letzter Zeit allerdings vor allem als Schüssler Salz Nr. 10 Natrium sulfuricum. Wie bei Schüssler Salzen üblich wird Glaubersalz unter ritueller Verreibung 1 : 1 Million mal gestreckt mit einer Trägersubstanz und dann für eine grosse Zahl von Krankheiten empfohlen.

Für Schüssler Salz Nr. 10 Natrium sulfuricum wird zum Beispiel genannt:

Abstillen, Akne, Angespanntheit, Appendicitis chronica, Aszites, Aufgedunsenes, Gesicht, Aufgeschwemmtheit, Ausdauer, Ausleitung, Ausscheidungsgastritis, Authentizität, Beharrlichkeit, Belastungs-Inkontinenz, Beliebtheit, Besserwisserei, Bewegungsmangel, Blasenschwäche, Blockierung, Brechdurchfall, Cellulite, Cholangitis, Cholelithiasis, Cholezystitis, Chronische Blinddarmentzündung, Chronische Hepatitis, Chronische Leberentzündung, Cluster-Kopfschmerz, Commotio, Darmträgheit, Denkblockade, Desinteresse, Diabetes, Diabetischer Fuss, Diarrhoe, Dogmatismus, Drehschwindel, Drüsenschwellung, Durchfall, Durstmangel, Dyspepsie, Eigenverantwortung, Eitriger Hautausschlag, Eklampsie, Emphysem, Entscheidungsschwäche, Erbrechen, Erfrierung, Ernährungsfehler, Fanatismus, Fersenschmerz, Fettleber, Fettstoffwechselstörung, Fokalgeschehen, Gallenblasenentzündung, Gallengriess, Gallenschwäche, Gallenstauung, Gallenstauung, Gallensteine, Gallenwegsentzündung, Gebärmutterrückbildung nach der Geburt, Gehirnerschütterung, Gelbsucht, Gelenk-Knacken, Gerechtigkeitssinn, Geschwollene Füsse, Geschwollene Hände, Geschwulst, Glaukom, Gleichgewichtsstörungen, Grippe, Grüner Star, Harninkontinenz, Harnträufeln, Harnverhaltung, Hautauswüchse, Hautjucken, Hautwucherungen, Hepatitis, Herd-Entzündungen, Herzensgüte, Herzlichkeit, Heuschnupfen, Hohe Cholesterinwerte, Hyperhidrosis, Hühneraugen, Ikterus, Infektiöse Mononukleose, Inkontinenz, Juckreiz, Knieschmerzen, Kollaps, Kopfschuppen, Kreislaufkollaps, Lebenskraft, Leberentzündung, Leberflecken, Leberschwäche, Leukämie, Lippen-Herpes, Lippenbläschen, Lymphangitis, Lymphgefässentzündung, Magen-Darm-Grippe, Mallorca-Akne, Mattigkeit, Meniskus-Schwäche, Missmut, Missstimmung, Morbus Meniere, Nasenröte, Nebenniereninsuffizienz, Neurodermitis, Nieren-Kopfschmerzen, Nierenbeckenentzündung, Nierengriess, Nierenschwäche, Norovirus-Infektion, Obstipation, Pfeiffersches Drüsenfieber, Pfortaderstauung, Phlebitis, Pickel, Pigmentflecke, Polyarthritis, Portale Hypertension, Pruritus, Psoriasis, Pusteln, Pyelonephritis, Rechthaberei, Rheuma, Roemheld-Syndrom, Rote Nase, Salmonellen-Infektion, Sauerstoffmangel, Schlecht heilende Wunden, Schnupfen, Schuppenflechte, Schwangerschaftskopfschmerzen, Schweissausbrüche, Schweisshände, Schwindel, Schwitzen, Schädel-Hirn-Trauma, Selbstversorgung, Sodbrennen, Sonnen-Empfindlichkeit, Sonnenallergie, Spröde Haare, Stabilität, Stauungsgastritis, Stauungsleber, Steinleiden, Stoffwechselschwäche, Thrombophlebitis, Trägheit, Tränende Augen, Tränenfluss, Tumor, Ulcus cruris, Unterschenkelgeschwür, Verdauungsbeschwerden, Verdriesslichkeit, Verstopfung, Wachsamkeit, Wasserbauch, Wassereinlagerungen, Wucherungen, Xanthelasmen, Zuckerkrankheit, Zuckerstoffwechsel, Zurückhaltung, Zusammenbruch, Ödeme, Übelkeit, Überdruss, Übergewicht, Überheblichkeit.

Quelle: http://lexikon-der-schuessler-salze.de/mittel/natrium-sulfuricum.htm

Diese sehr umfangreiche und heterogene Liste zeigt sehr schön, wie ein ausgesprochen einfaches, billiges Mittel wie Natriumsulfat mit Heilungsvorstellungen aufgeladen wird.

Für keine dieser Heilungsversprechungen gibt es auch nur den Hauch eines Beleges. Wir haben es mit reinen Behauptungen zu tun.

Die Liste zeigt auch eine Stärke von Komplementärmedizin und Alternativmedizin, die für wirklich jede psychische oder körperliche Lebenslage eine ganze Auswahl an Heilmitteln anbieten. Von Missmut über Schweissausbrüche bis zum Zusammenbruch und zum Tumor. Das nennt sich dann Ganzheitlichkeit – ist aber in Wirklichkeit eine Medikalisierung aller Lebenslagen.

Siehe auch:

Fragwürdige Ganzheitliche Medizin

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Kräuterexkursionen in den Bergen / Heilkräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital:

Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

Supermarkt der Therapiemethoden und Weltordnungsentwürfe

„Jede spirituelle Technik, die irgendwann irgendwo in einer anderen Kultur auf der Welt erfunden wurde, die finden wir heute wieder, wie sie als Abziehbild, in Bruchstücken, in westlicher Interpretation, für Kurz- und Massenlehrgänge zurechtgestutzt in Westeuropa und Nordamerika, in den Kernländern technisch-wissenschaftlicher Kultur, auf dem Markt der Seminare, der Workshops, der Retreats, der Therapien angeboten wird.

Und zu diesen ganzen übernommenen Formen kommt noch der ganze wachsende Markt der Therapieformen, wie sie in unserer Kultur unter Anlehnung an diese anderen Sichtweisen fast täglich neu herauskommen.

Und hinter jeder dieser Formen steht eine Wirklichkeitskonstruktion, die das Neue und das Alte, das Zerbrochene und das Durcheinander in einer übergreifenden Ordnung der Welt wieder verorten und verankern soll, und alle Ordnungsentwürfe , die nur irgendwo auf der Welt von irgendeiner Kultur je gemacht wurden, die scheinen sich hier wiederzufinden, in Bruchstücken und in den unterschiedlichsten Interpretationen, durcheinander gewürfelt und zusammengerührt und mit Neuem und Privatem, so gut es geht verklebt zu einem Ganzen.

Und all das ist im Angebot zu haben, Wirklichkeiten und Erkenntnis- und Lebensformen en gros und en detail, Konstruktionen von billig und bescheiden bis glamourös und windig, von bieder und verbiestert bis superteuer und superseriös, und eine übertönt die andere ……“

(Quelle: Godela Unseld, Das Abenteuer ‚Erkennen’ – Ein soziologischer Reisebericht, Insel Taschenbuch 1997)

Kommentar & Ergänzung:

Godela Unseld beschreibt meines Erachtens in diesem Zitat prägnant den ausufernden Supermarkt der Therapien und Spiritualitäten.

Noch wichtiger ist aber ihre Interpretation dieses Phänomens: Es geht letztlich  um Ordnungsentwürfe, mit denen Menschen versuchen, sich in der Welt zurechtzufinden und sich zu orientieren. Und es ist jeweils sehr fraglich, ob solche Konstruktionen taugliche Mittel dafür sind.

Vielleicht wäre es wichtiger, die überhöhten Ansprüche an eine allumfassende Weltordnung herunterzufahren. Stattdessen könnten wir lernen, uns auch in einer bruchstückhaften, widersprüchlichen, nicht vollständig versteh- und erklärbaren und nur beschränkt kontrollierbaren Welt heimisch zu fühlen.

Gerade im Bereich der Heilmethoden und im Umgang mit Gesundheit und Krankheit braucht es meiner Ansicht nach mehr vertiefende Reflexion und weniger Konsumhaltung.

Der Supermarkt esoterischer Heilslehren entspricht zu offensichtlich dem schnellen, oberflächlichen und bequemen Zeitgeist. Therapeutin oder Therapeut wird man hier schon nach drei Wochenenden – mit Diplom versteht sich.

Und für die seelische oder geistige Weiterentwicklung muss man weder etwas lernen noch sich mit sich selbst auseinandersetzten – man wirft ein paar Tropfen Bachblütenessenz ein oder schuckt ein paar Schüsslersalz-Tabletten. Und schhwups, schon kommen die tiefgreifenden Veränderungen und Transformationen von Geist & Seele. Ganzheitlich nennt sich das dann….

Schöne cleane Instant-Welt.

Aber genug gelästert. Mir ist es ja eigentlich sehr ernst mit diesem Thema.

Wenn Sie interessiert sind an vertiefenden Reflexionen zum Thema Gesundheit und Krankheit, dann finden Sie Angebote im Bereich „Naturheilkunde & Philosophie“ oder unter „Eidberger Gedankengänge“.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildungen / Heilpflanzen-Kurse & Heilkräuter-Exkursionen / Weiterbildung Pflanzenheilkunde / Kräuterwanderungen:

Infos auf www.phytotherapie-seminare.ch

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Phytotherapie / Pflanzenheilkunde / Naturheilkunde:

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Methoden der Alternativmedizin

Wie orientiert man sich eigentlich in diesem unübersichtlichen „Dschungel“?

„Alternativmedizin“ ist ein Begriff, der  sich gar nicht so einfach eindeutig definieren lässt. „Alternative“ bedeutet „Wahl zwischen zwei Möglichkeiten“.  Das Wort wurzelt im Lateinischen:

mlt. alternativus = zweideutig,

lat. alternare = abwechseln,

lat. alternus = jeder zweite,

lat. alter = der eine, der andere.

Ist nun Alternativmedizin selber eine Alternative zur Medizin oder eine Medizin,  die abwechselnd mit der Medizin zur Anwendung kommt?

Der Begriff Alternativmedizin wird zudem immer wieder sehr ähnlich verwendet wie der Begriff „Komplementärmedizin“, wobei – so ist zu hören, Komplementärmedizin die Medizin ergänzen will (lat. complere = ausfüllen, vollständig machen).

Darüber hinaus wird der Begriff Komplementärmedizin genauso wie der Begriff Alternativmedizin häufig mit dem Ausdruck Naturheilkunde vermischt oder gleichgesetzt. Ein ziemliches Definitionschaos also.

Ein genaueres Verständnis dieser Begriffe wäre aber wichtig, wenn wir uns in diesem unübersichtlichen Terrain orientieren wollen.

Siehe auch:

Komplementärmedizin – ein fragwürdiger Begriff

Schulmedizin – ein fragwürdiger Ausdruck

Naturheilkunde – was ist das?

Noch komplexer wird die Lage, wenn man bedenkt, dass es mehrere hundert Methoden gibt, die irgendwie zum Bereich Alternativmedizin / Komplementärmedizin gerechnet werden. Am Schluss dieses Beitrages finden Sie eine Aufzählung der Methoden, die vom EMR (Erfahrungsmedizinisches Register) aufgeführt werden. Hinter dem EMR steht eine Privatfirma, die im Auftrag verschiedener Krankenkassen entscheidet, welche Methoden bzw, welche Therapeutinnen und Therapeuten über Zusatzversicherungen abrechnen dürfen. Das EMR selber prüft diese Methoden allerdings nicht auf ihre Qualität.

Wer sich für solche Methoden interessiert steht daher vor der Frage, wie sich bei dieser Vielfalt die Spreu vom Weizen trennen lässt.

Das scheint auf den ersten Blick ein Ding der Unmöglichkeit. Alle Methoden ausprobieren? Geht nicht. Sich in allen Methoden ausbilden lassen, um sich dann eine Meinung zu bilden? Auch nicht machbar.

Es gibt jedoch durchaus Kriterien, mit denen man Heilmethoden und Heilungsversprechungen prüfen kann, ohne dass man diese Methoden bis ins Detail kennen muss. Zum Beispiel kann man die Grundhaltungen anschauen, auf denen ein Therapiesystem aufbaut (Weltbild, Menschenbild, Verständnis von Gesundheit und Krankheit, Umgang mit Erkenntnis und Wissen). Solche Grundhaltungen zeigen sich oft schon im Klappentext eines Buches oder in einer Kursausschreibung.

Wer sich für solche Kriterien interessiert, bekommt dazu eine fundierte Basis im Tagesseminar

Komplementärmedizin – Kriterien zur Orientierung im überquellenden Angebot

Methoden der Alternativmedizin / Komplementärmedizin (Auswahl):

Aderlass, Akumattherapie, Akupressur, Akupunkt-Massage, Akupunktur, Alexander-Technik, An-Mo / Tui-Na, Anthroposophische Medizin, Aromatherapie, Asiatische Körper- und Energiearbeit, Atemtherapie, Augendiagnostik / Irisdiagnostik, Aura-Soma-Therapie, Ausleitende Verfahren (NHP), Autogenes Training, Ayurveda-Ernährungsberatung, Ayurveda-Heilmittel, Ayurveda-Massage, Bach-Blütentherapie, Baunscheidt-Therapie, Bewegungstherapie und Tanztherapie nach Hauschild-Sutter, integrative Bewegungstherapie, klinische Bewegungstherapie, Bindegewebsmassage, Biochemie nach Schüssler, Biodynamische Psychologie / Biodynamik, Biofeedback, Bioresonanztherapie, Blutegel-Therapie, Brain Gym, Colon-Hydro-Therapie, Colon-Massage, Cranio-Sacral-Therapie, Deep Draining, Diätetik (NHP), Eigenbluttherapie / Autosanguisstufentherapie, Elektroakupunktur, Elektroakupunktur nach Voll / Bioelektronische Funktionsdiagnostik, Elektrotherapie, Ernährungsberatung, Ernährungsberatung (TCM), Esalen Massage, Eugemed-Regenerationstherapie, Eutonie Gerda Alexander, Fango, Farbpunktur, Farbtherapie, Fasciatherapie, Feldenkrais-Methode, Frecodyn-Therapie, Funktionelle Biometrie, Fussreflexzonen-Massage, Hatha Yoga, Heileurythmie, Heilpädagogisches Reiten / Therapeutisches Reiten, klassische Homöopathie, Hydrotherapie (Med. Mass.), Hämatogene Oxidationstherapie, Kinesiologie, Klassische Massage, Kneipp-Therapie / Hydrotherapie, Laser-Akupunktur, Lichttherapie, Lykotronic, Magnetfeldtherapie, Maltherapie, anthroposophische Maltherapie, Manuelle Lymphdrainage, Massagepraktiken (NHP), Meridian-Therapie, Mesotherapie, Metamorphosis, Moxa / Moxibustion, Musiktherapie, anthroposophische Musiktherapie, Muskelreflexzonenmassage, Myofunktionelle Therapie, Neuraltherapie, Neurofeedback, Ohrakupunktur, Ohrkerzen-Therapie, Organisch-rhythmische Bewegungsbildung Medau, Ortho-Bionomy, Orthomolekulare Therapie, Osteopathie / Etiopathie, Ozontherapie, Phytotherapie (TCM), westliche Phytotherapie, anthroposophisches Plastisch-therapeutisches Gestalten, Polarity, Posturale Integration, Psychomotorik, Psychozonenmassage, Puppenspiel-Therapie, Qi-Gong, Rebalancing, Rebirthing, Reflexzonenmassage, Reiki, anthroposophische Rhythmische Massage, Rolfing / Strukturelle Integration, Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie, Schröpfen, Shiatsu, Shin Tai, Sophrologie Bio-Dynamique, Sophrologie Caycédienne, Sumathu-Therapie, Sympathico-Therapie, Tai-Chi, Tanztherapie, Thai-Massage, anthroposophische Therapeutische Sprachgestaltung, Thermographie, Tibetische Medizin, Tomatis-Methode, Touch for Health, Trager-Methode, Ultraviolettbestrahlung des Bluts, Vitalpraktik nach Vuille, Wickel / Umschläge, Wirbelsäulen-Basis-Ausgleich / Wirbelsäulen-Basis-Therapie.

Falls Sie an sorgfältigem Wissen über Wirkung und Anwendung von Heilpflanzen interessiert sind, finden Sie dazu meine Kurse und Lehrgänge oben über den Menüpunkt „Kurse“.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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