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Fragwürdiger Hype um Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten

Häufige Ursachen für Darmerkrankungen sind Stress und falsche Ernährung. Von Nahrungsmittel-Allergien sind aber Fachleuten zufolge nur ein bis drei Prozent der Erwachsenen betroffen.

Mitte Oktober fand in Wien der europäische Kongress der Gastroenterologen statt. Dabei betonten Experten, dass viel zu viele Menschen glauben, an Nahrungsmittelunverträglichkeiten zu leiden.

Die Angst vor Nahrungsmittelunverträglichkeiten sei nicht angebracht.

Alexander Moschen von der Innsbrucker Universitätsklinik für Innere Medizin:

„Wissenschaftlich erwiesen ist: Der Darm hat einen wesentlichen Einfluss auf unsere Gesundheit. Doch der Hype ist nicht gerechtfertigt. Nicht jeder Mensch, der hin und wieder Verdauungsprobleme hat, hat automatisch eine Unverträglichkeit – geschweige denn eine Allergie.“

Überschätzt werde auch die Häufigkeit von Glutenintoleranzen, Laktoseintoleranzen oder Histaminintoleranzen. Es stelle sich die Frage, ob es sich dabei nicht um Trendthemen handle, die von der Lebensmittelindustrie als Profitquelle benutzt würden. Gemäss den Zahlen des Experten sind nur ein bis drei Prozent der erwachsenen Österreicher tatsächlich von einer Nahrungsmittelallergie betroffen.

Die Darmgesundheit werde insbesondere durch natürliche Lebensmittel, bewusste Zubereitung und ausreichend Bewegung gefördert.

Die derzeit von verschiedensten Firmen angebotenen Allergie-Tests auf Immunglobuline im Blut (IgG4) hält der Experte nicht für hilfreich.

Darmexperte Moschen erklärt zudem:

„Meist treten Beschwerden bei Unverträglichkeiten verzögert, also einige Stunden bis zu einem Tag nach der Aufnahme der nicht verträglichen Nahrung auf. Bei Allergien fast immer sehr viel rascher nach Kontakt“,

Eigentlich sei es ganz einfach, sagt Alexander Moschen:

„Für einen gesunden Lebenswandel sollte man Wert auf regionale und natürliche Lebensmittel legen, sich Zeit für die Nahrungsaufnahme nehmen und sich ausreichend bewegen – so kommt der Darm ganz alleine gut zurecht. Unsere Verdauung hat die letzten Jahrtausende ohne viel Aufmerksamkeit funktioniert und wird auch in Zukunft gemeinsam mit unserem Mikrobiom ihre Arbeit machen.“

Unser Lebensstil schlägt sich auf den Darm. Fertigprodukte mit Zusatzstoffen können die Darmschleimhaut schädigen und sie durchlässiger machen für Allergene. Aber auch das typische „Nebenbei-Essen“ wirke sich negativ auf die Darmgesundheit aus. Stress und Convenience-Produkte schädigen das Verdauungssystem, erklären die Darmexperten.

Sie betonen aber auch, dass man Alarmsignale des Darmes nicht ignorieren sollte. Bei länger andauernden Verdauungsproblemen und Durchfall – drei Monate werden hier als ungefährer Richtwert genannt – sowie bei Alarmzeichen wie Blut im Stuhl oder rapidem Gewichtsverlust sollten Betroffene den Arzt konsultieren.

Quelle:

http://derstandard.at/2000046074991/Gastroenterologen-Hype-um-Nahrungsmittel-Unvertraeglichkeiten

 

Kommentar & Ergänzung:

Dieser Hype um Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten und Nahrungsmittel-Allergien ist mir schon mehrfach aufgefallen. Es stellt sich die Frage, woher dieser Hype kommt.

Der Hinweis, dass die Lebensmittelindustrie diese Trendthemen möglicherweise als Profitquelle benutzt, erklärt nur einen Teil des Phänomens. Zu untersuchen wäre noch die Frage, weshalb so viele Leute auf diese Trendthemen aufspringen. Warum sind Menschen bezüglich ihrer Ernährung und ihres Darmes so verunsichert, dass sie sich von Meldungen aller Art derart ins Bockshorn jagen lassen?

Meinem Eindruck nach werden oft bereits kleinste Abweichungen von einer idealisierten Norm pathologisiert. Schon das geringste Zucken im Darm löst vielfältige Befürchtungen aus. Woher kommt diese übersteigerte Aufmerksamkeit? Woher diese weitgehend fehlende Toleranz gegen minimale Störungen der Befindlichkeit? Fehlt das Vertrauen in die Kompetenz des eigenen Körpers? Und wenn ja, warum ist das so?

 

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe

Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse

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Immer noch zu viel unnötige Antibiotika bei akuter Bronchitis

Antibiotika helfen nur gegen Bakterien, gegen Viren sind sie wirkungslos.

Weil beinahe alle banalen Atemwegsinfekte von Viren ausgelöst werden, ist es unsinnig, Patienten mit akuter Bronchitis oder anderen Erkältungskrankheiten Antibiotika zu geben.

In 70 Prozent aller Bronchitis-Fälle verschreiben US-Ärzte Antibiotika – obwohl diese Medikamente nichts gegen die Krankheit ausrichten können.

Das ist bedenklich, denn neben akuten Nebenwirkungen wie Übelkeit, Durchfall und Unverträglichkeit drohen Resistenzen. Zudem ist die Umweltbelastung nicht zu vernachlässigen, da einige der Antibiotika nur langsam abgebaut werden.

Warnungen vor diesen Folgen werden schon seit Jahrzehnten wiederholt, ohne dass sich an dieser Situation grundlegend etwas geändert hat.

Die beiden Harvard-Mediziner Michael Barnett und Jeffrey Linder untersuchten, wie häufig in den USA Antibiotika gegen akute Bronchitis verordnet werden. Im Journal of the American Medical Association publizierten die beiden Allgemeinmediziner ihr ernüchterndes Resultat, dass von 1996 bis 2010 gleichbleibend häufig Antibiotika verschrieben wurden, mit steigender Tendenz (Bd. 311, S. 2020, 2014).

Barnett erklärt dazu:

„Obwohl es klare Beweise dafür gibt, dass sie unwirksam sind, obwohl die Richtlinien davon abraten und obwohl wir seit zwei Jahrzehnten unsere Fortbildung darauf ausrichten, dass die Antibiotika-Verordnung bei akuter Bronchitis null sein sollte, betrug die Häufigkeit in den vergangenen 15 Jahren ungefähr 70 Prozent und stieg in dieser Zeit sogar an.“

In Deutschland sei die Situation ähnlich – außer dass die Datenbasis nicht so gründlich aufgearbeitet werde wie in den USA, schreibt Werner Bartens in der „Süddeutschen“.

Nach jüngeren Untersuchungen geben Ärzte in Deutschland in 50 bis 75 Prozent der Fälle Antibiotika gegen banale Erkältungsleiden, obwohl damit Patienten nicht geholfen, sondern geschadet wird.

Argumente dagegen seien überall finden, schreibt Bartens, um verweist auf die Initiative „Choosing Wisely“, die verständlich für Ärzte wie Patienten gegen überflüssige Medizin zu Felde zieht und eben beispielsweise auch erklärt, dass und warum Antibiotika gegen akute Bronchitis nicht wirksam sind. (www.choosingwisely.org). Der Autor verweist auch auf die Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin, in denen dargelegt wird, dass bei Bronchitis und bis zu acht Wochen andauerndem Husten Antibiotika zu vermeiden sind (degam.de). Erst wenn eine Lungenentzündung vorliege, seien Antibiotika wichtig und hilfreich.

Quelle:

http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/bronchitis-falsche-antibiotika-1.1970225

 

Kommentar & Ergänzung:

Dieses Problem ist auch in der Schweiz von grosser Bedeutung.

Die Schweizerische Gesellschaft für Allgemeine Innere Medizin (SGIM) hat eine Liste mit fünf zweifelhaften Behandlungs- und Diagnosemethoden veröffentlicht, die mehr schaden als nützen.

Auf dieser Top-5-Liste ist auch zu finden:

„Verschreiben von Antibiotika gegen unkomplizierte Infekte der oberen Luftwege mit viralem Ursprung.“

Auf der Liste stehen Massnahmen, die besonders häufig verordnet werden. Also ist dieses Problem auch in der Schweiz relevant.

Quelle:

http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Fuenf-Untersuchungen-die-mehr-schaden-als-nuetzen/story/27540090

 

Das Problem der allzu häufigen Verordnung von Antibiotika in Fällen, in denen sie unnötig und unwirksam sind, ist schon seit vielen Jahren ein Thema. Das medizinische System reagiert hier offensichtlich sehr langsam oder gar nicht. Wenn Appelle nichts fruchten und die Medizin dieses Problem nicht in den Griff bekommt, muss die Politik wirksame Leitplanken setzen.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

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Zur Neubesetzung des Lehrstuhls für Naturheilkunde an der Universität Zürich

Die Universität Zürich sucht einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin für Professor Reinhard Saller auf den Lehrstuhl für Naturheilkunde.

Im Rahmen dieser Neubesetzung fand am 30. August 2012 am Universitätsspital Zürich ein Symposium statt, an dem  BewerberInnen sich mit einem Fachvortrag vorstellten.

Vortragende und Themen waren:

Prof. Dr. med. Benno Brinkhaus

Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie und

Gesundheitsökonomie Charité – Universitätsmedizin Berlin

Thema: Integration von Naturheilkunde / Komplementärmedizin in die

konventionelle Medizin am Beispiel Akupunktur

Prof. Dr. med. Jost Langhorst

Innere Medizin V – Naturheilverfahren und Integrative

Medizin Kliniken Essen Mitte – Knappschaftskrankenhaus

Thema: Naturheilkunde und Integrative Medizin am Beispiel chronisch

entzündlicher Darmerkrankungen

PD Dr. med. Florian Pfab

Präventive und Rehabilitative Sportmedizin

Klinikum rechts der Isar; Technische Universität München

Thema: Nadeln, Chilli, Drachenblut oder gar Haschisch gegen Juckreiz?

Prof. Dr. med. Claudia Witt, MBA

Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie

und Gesundheitsökonomie Charité – Universitätsmedizin Berlin

Thema: Forschung zur Komplementärmedizin – eine internationale Perspektive

PD Dr. med. Ursula Wolf

Institute of Complementary Medicine, Universität Bern; Inselspital

Thema: Forschung in der Komplementärmedizin

Kommentar & Ergänzung:

Tobias Füchslin und Marko Kovic besuchten die Veranstaltung und haben sie in einem Podcast kritisch kommentiert.

Den Podcast können Sie hier hören.

Bei Prof. Reinhard Saller war die Phytotherapie ein zentraler Schwerpunkt. Es wäre natürlich aus meiner Sicht begrüssenswert, wenn der Nachfolger oder die Nachfolgerin auch einen „Draht“ zur Phytotherapie mitbringen würde.

Wichtiger aber noch scheint mir, dass eine Person gewählt wird, die Wissenschaft nach den besten Standards betreibt.  Die Methoden von Komplementärmedizin und Naturheilkunde sollen ergebnisoffen erforscht werden. Das ist in diesem Bereich nicht so selbstverständlich, wie es sein sollte. Wenn aus politischen Gründen komplementärmedizinische Forschung an Universitäten durchgedrückt wird, entwickelt sich daraus nicht selten eine einseitige Bestätigungs- und Rechtfertigungsforschung, die wissenschaftlich zurecht nicht mehr ernst genommen wird.

Ein Beispiel für einseitige Zugänge ist wohl die Europa-Universität Viadrina in Frankfurt an der Oder mit dem „Institut für transkulturelle Gesundheitswissenschaften“, das mit wissenschaftlich fragwürdigen Lehrveranstaltungen und skurilen Forschungsarbeiten in die Kritik gekommen ist.

Siehe:

Europa-Universität Viadrina: Esoterik-Institut vor dem aus

An der Europa-Universität Viadrina wird der Lehrstuhl von Harald Walach durch den Homöopathika-Hersteller Heel finanziert. Harald Walach ist der diesjährige Preisträger des „Goldenen Bretts“:

„Das «Goldene Brett vorm Kopf 2012» geht an Harald Walach, Professor an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt an der Oder…..Das gab die Gesellschaft für Kritisches Denken bekannt.

Die Verleihung der Preise für den «erstaunlichsten pseudowissenschaftlichen Unfug» fand…..im Naturhistorischen Museum Wien statt. Der Komplementär-Mediziner Walach wurde dabei für sein «einzigartiges Bemühen, wissenschaftsbefreite Theorien in die akademische Welt hineinzubringen», gewürdigt.“

Quelle: http://www.tagesanzeiger.ch/kultur/buecher/Goldenes-Brett-vorm-Kopf-fuer-Erich-von-Daeniken/story/26845575

Forschung muss sich an den besten Standards orientieren – auch die Forschung im Bereich Komplementärmedizin und Naturheilkunde. Je mehr sich Forschung an dehnbareren, „weicheren“ Standards orientiert, desto grösser wird der Interpretationsspielraum. Und das dient letztlich weder der Wissenschaft noch der „Komplementärmedizin“.

Siehe auch: Komplementärmedizin – ein fragwürdiger Begriff

Das Berufungsverfahren für den Lehrstuhl für Naturheilkunde an der Universität Zürich hat bisher in der Schweiz kaum Wellen geschlagen. Erstaunlicherweise geht nun die „Die Süddeutsche“ in einem ausführlicheren Beitrag darauf ein:

Der Lehrstuhl für Naturheilkunde an der Uni Zürich ist etwas Besonderes: Er ist im deutschsprachigen Raum der einzige, der nicht durch Interessengruppen finanziert wird. Ausgerechnet hier hat die Kandidatur einer deutschen Homöopathie-Forscherin nun zum Eklat geführt. Edzard Ernst, einer der renommiertesten Kritiker der Komplementärmedizin, wurde aus der Berufungskommission gedrängt.“

Mir war nicht bewusst, dass der Lehrstuhl für Naturheilkunde an der Universität Zürich im deutschsprachigen Raum der einzige ist, der nicht von Interessengruppen finanziert wird.

Bei der deutschen Homöopathie-Forscherin, die sich für den Lehrstuhl in Zürich bewirbt, und auf welche die „Süddeutsche“ hinweist, handelt es sich um Prof. Claudia Witt von der Charité Berlin. Ihr Lehrstuhl wird von der Carstens-Stiftung finanziert, einer Organisation zum Zwecke der Homöopathie-Förderung. Meinem Eindruck nach bemüht sich Claudia Witt um Ergebnisoffenheit und um differenzierte Stellungnahmen, aber sie laviert manchmal auch. Es sind an der Charité allerdings zudem einige Studien durchgeführt worden, die viel Interpretationsspielraum offen lassen und von der „Homöopathie-Szene“ sofort als Beweis für die Wirksamkeit ihrer Methode gefeiert wurden, eine Schlussfolgerung, welche die Studien nicht ansatzweise hergeben.

Im Artikel der „Süddeutschen“ wird die Forschungsarbeit von Claudia Witt kritisch kommentiert von Edzard Ernst, ehemaliger Professor für Komplementärmedizin in Exeter,  und von Jürgen Windeler vom unabhängigen Institut für Qualitätskontrolle und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWIG).

Den ganzen Artikel finden Sie hier:

Alternative Heilverfahren an Hochschulen: Wissenschaft in homöopathischen Dosen

An der Universität Rostock gibt es noch den Lehrstuhl für Naturheilkunde, der mit Prof. Karin Kraft besetzt ist. Sie befasst sich intensiv mit Phytotherapie und publiziert dazu auch in Fachzeitschriften. Ihr Forschungsarbeit kann ich nicht beurteilen, ihre Fachartikel sind aber sorgfältig und fundiert geschrieben.

Auch der Lehrstuhl an der Universität Rostock ist eine Stiftungsprofessur, wobei mir aber scheint, dass die Stifter und Sponsoren etwas breiter angesiedelt sind als bei der Stiftungsprofessur an der Charité und an der Vaidrina.

Arzneipflanzenkunde ist an Universitäten gut etabliert

Aus phytotherapeutischer Perspektive könnte noch ergänzt werden, dass es im Pharmazie-Studium eine ganze Reihe von Lehrstühlen im Bereich der Pharmazeutischen Biologie gibt, die sich gut etabliert mit Lehre und Forschung zum Thema Arzneipflanzenkunde befassen.

Um beispielhaft und unvollständig ein paar Namen ehemaliger oder aktiver Persönlichkeiten zu nennen:

Rudolf Hänsel (Universität Berlin), Hildebert Wagner (Universität München), Rudolf Bauer (Universität Düsseldorf), Theo Dingermann (Goethe-Universität Frankfurt am Main), Georg Schneider (Goethe-Universität Frankfurt am Main), Ilse Zündorf (Goethe-Universität Frankfurt am Main), Otto Sticher (ETH Zürich), Jürgen Reichling (Universität Heidelberg), Michael Wink (Universität Heidelberg), Max Wichtl (Universität Marburg), Elisabeth Stahl-Biskup (Universität Hamburg), Rudolf Bauer (Universität Graz) sowie last, aber ganz sicher nicht least: Heinz Schilcher (Freie Universität Berlin).

Phytotherapie hat keine eigene Diagnostik. Daher ist für die Phytotherapie die Arzneipflanzenkunde, wie sie in der Pharmazeutischen Biologie erforscht und vermittelt wird, absolut zentral.

Und die aufgeführten Beispiele zeigen, dass Phytotherapie bestens in die Wissenschaft integriert ist und damit auch nicht zur Komplementärmedizin gerechnet werden kann.

Siehe auch: Gehört Phytotherapie zur Komplementärmedizin?

Phytotherapie ist ein Teil der Naturheilkunde und damit ein (randständiger) Teil der Medizin.

Siehe: Naturheilkunde – was ist das?

Zu hoffen ist, dass bei der Besetzung des Lehrstuhles für Naturheilkunde an der Universität Zürich eine Person gewählt wird, die gute Forschung gewährleisten kann und auch wirklich im Bereich der Naturheilkunde – und damit auch der Phytotherapie – „zuhause“ ist.

Eine Stellungnahme zu den Vorgängen rund um die Neubesetzung des Lehrstuhle für Naturheilkunde ist gerade erschienen auf skeptiker.ch

Wenn Sie interessiert sind daran, Begriffe wie Komplementärmedizin, Alternativmedizin, Naturheilkunde vertiefter zu verstehen, dann bekommen Sie Informationen dazu im Tagesseminar „Komplementärmedizin verstehen und beurteilen“, am 18. November 2012 in Winterthur. Der Kurstag vermittelt auch Orientierungspunkte und Kriterien, mit denen man im weitläufigen Dschungel der Komplementärmedizin die Spreu vom Weizen unterscheiden kann.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

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Psychoonkologie: Die Psyche verursacht keinen Krebs

Die Psyche wirkt nicht als Auslöser für eine Tumorerkrankung und psychologische Betreuung kann Krebs auch nicht heilen. Sie kann aber zu mehr Lebensqualität der Betroffenen beitragen, hieß es bei einem Hintergrundgespräch zum Thema „Psychoonkologie“ in Wien.

Erste Hinweise, dass gewisse Persönlichkeitsmerkmale die Entstehung von Tumorerkrankungen begünstigen würden, haben sich laut dem Klinischen Psychologen Georg Fraberger, von der Universitätsklinik für Orthopädie der Medizinischen Universität in Wien nie bestätigen lassen. Die Existenz einer sogenannten Krebspersönlichkeit ist demnach nichts weiter als ein Mythos.

Zur Frage einer allfälligen Krebspersönlichkeit existieren inzwischen viele Studien. Die meisten davon wurden jedoch retrospektiv durchgeführt. Das heisst: Schon an Krebs Erkrankte wurden untersucht und anhand gefundener Persönlichkeitsmerkmale wurden Rückschlüsse gezogen, welche „Menschentypen“ die Betroffenen schon vor ihrer Erkrankung waren. Das ist jedoch nicht zulässig, weil die Erfahrung einer lebensbedrohlichen Krankheit einen Einfluss auf die Persönlichkeit und Interpretation der eigenen Lebensgeschichte hat.

In den wenigen prospektiven Studien, die durchgeführt wurden, haben Forscher Personen über Jahre hinweg beobachtet und untersucht, ob bestimmte Persönlichkeitsmerkmale eine spätere Krebserkrankung prognostizierbar machen. Überzeugende Zusammenhänge fanden die Wissenschaftler dabei aber nicht. Vielmehr häufen sich inzwischen die Hinweise, dass die hohen Depressivitätsraten unter Krebskranken auch als Folge der Erkrankung und der Behandlung verstanden werden können und den Verlauf der Krebserkrankung möglicherweise beeinflussen.

Eine Krebsdiagnose verändert das Leben eines Menschen von einer Sekunde auf die andere fundamental.

Der Erkrankung ausgeliefert, wollen Patientinnen und Patienten das Unbegreifbare verstehen. Beim Krebs umso mehr, als seine Ursache anders als zum Beispiel bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen schwer fassbar ist. Auf der Suche nach einer Erklärung für das eigene Leid tauchen dabei oft Schuldfragen auf. Die Vermutung, dass gewisse Charakterzüge ursächlich für die Entstehung von Krebs verantwortlich sind, wird von zahlreichen betroffenen Menschen ganz spontan assoziiert. Solche Selbstanklagen erfüllen insofern ihren Zweck, als sie die Hoffnung mit sich bringen, dass durch Änderung bestimmter Wesenszüge die Genesung gefördert wird. Der Hämatologe und Psychoonkologe Alexander Gaiger von der Universitätsklinik für Innere Medizin I am AKH in Wien betrachtet die Auseinandersetzung mit dem Mythos Krebspersönlichkeit und dem vermeintlich schuldhaften Verhalten als vergeudete Energie.

Trauma keine Krebsursache

Nicht immer wird das seelische Ungleichgewicht als Auslöser einer Krebserkrankung mit einer eventuell vorhandenen Krebspersönlichkeit begründet.  „Eine Überlegung, bezogen auf den Einfluss psychischer Faktoren, war auch, dass massive Traumata in der Vergangenheit zum Ausbruch einer Krebserkrankung führen könnten“, erklärt Gaiger. Eine Theorie, die der Psychoonkologe allerdings sofort widerlegt: „Das mittlere Alter von Krebspatienten liegt zwischen 57 und 60 Jahren. Und so traurig es ist, aber in diesem Alter hat bereits fast jeder eine traumatische Erfahrung hinter sich.“

Wäre die „Trauma-Theorie“ für die Krebsentstehung relevant,  müsste nicht nur praktisch jeder 60-Jährige unter einer Krebserkrankung leiden, sondern auch sämtliche Menschen, die in Kriegsgebieten leben beziehungsweise Opfer von Naturkatastrophen sind. „Das ist aber keineswegs der Fall“, stellt Gaiger klar und bezeichnet Krebs nach dem heutigen Verständnis selbst als Naturkatastrophe.

Ebenso wie Tsunamis und Erdbeben werden nämlich auch Krebserkrankungen multifaktoriell verursacht. Typischerweise werde psychischen Faktoren, die für die Entstehung einer schweren Erkrankung eigentlich irrelevant seien, eine sehr große Bedeutung beigemessen, während hochrelevante Umstände für die Entstehung oder den Verlauf einer Krankheit völlig ignoriert würden, betont der Psychoonkologe und nimmt hier Bezug auf den sozioökonomischen Status und Lebensstil.

Armut, Bildungsmangel, hoher BMI, ungesunde Ernährung und wenig körperliche Bewegung macht der Experte im Wesentlichen für den Umgang und die Bewältigung einer Krebserkrankung verantwortlich. Geld ändere zwar nichts am menschlichen Leid, erleichtere aber den finanziellen Druck und sei neben einem Informationsmangel ein gravierender Faktor in der Entwicklung von Depressionen.

Zum Wert psychologischer Hilfe

Einstellungen, emotionale Faktoren und psychologische Hilfen beim Bewältigen einer solchen Krise können die Lebensqualität erhöhen. Sie machen zudem oft belastende Therapien besser ertragbar und somit wirksamer.

Das Ziel besteht darin, die Betroffenen möglichst unbeschadet über die einzelnen Phasen der psychischen Bewältigung der Krebserkrankung hinüber zu bringen: vom ersten Schock über die Abwehr beziehungsweise die Verdrängung hin zur Verarbeitung. Der Krebspatient soll dazu in die Lage versetzt werden, die Krankheit zu akzeptieren und das Leben fortführen zu können, ohne dauernd durch Gedanken an den Krebs gestört zu sein.

Quelle:

http://derstandard.at/1336563054564/Psychoonkologie-Die-Psyche-macht-keinen-Krebs

http://derstandard.at/1328507286338/Mythos-Krebspersoenlichkeit-Vermeintlich-schuld-am-Krebs

Kommentar & Ergänzung:

Eine interessante Frage ist in diesem Zusammenhang, weshalb die Theorie vom der Krebs auslösenden Psyche  so gut ankommt. Meines Erachtens hängt das vor allem damit zusammen, dass diese „Psycho-Theorie der Krebsentstehung“ den Bedürfnissen und Ängsten vieler Menschen entgegen kommt.

Mit dem Mythos der „Krebspersönlichkeit“ halten sich die (noch) nicht Betroffenen meines Erachtens den schwer zu ertragenden Gedanken vom Leibe, dass der Ausbruch dieser Krankheit vielleicht doch zu einem sehr grossen Teil zufälligen/ genetisch bedingten/ sonstigen nicht einfach so steuerbaren Faktoren zuzuschreiben ist. Die Annahme, dass Krebs in der Psyche entsteht, ermöglicht die angstvermindernde Illusion, dass Krebs durch Einfluss auf die Psyche vermeidbar oder heilbar ist. Das lindert Ohnmachtgefühle, aber wenn man es nicht schafft und trotzdem an Krebs erkrankt, ist man nach dieser Theorie selber schuld.

Das macht diese „Psycho-Theorie der Krebsentstehung“ so problematisch und führt nicht selten zu menschenverachtenden Schuldzuweisungen an Krebspatientinnen und –patienten.

Statt sich in Unverwundbarkeits-Fantasien zu flüchten wäre es meiner Ansicht nach sinnvoller, wenn wir die grundlegende Verletzlichkeit und Fragilität der menschlichen Existenz anerkennen würden. Wenn es jeden und jede treffen kann, ist das auch Basis für zwischenmenschliche Solidarität.

Siehe auch: www.patienten-seminare.ch

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Hausmittel gegen Halsschmerzen und Kopfschmerzen

Die Bild-Zeitung brachte Expertenmeinungen zum Thema „Erkältungszeit – Was hilft, wenn uns die Viren im Griff haben“.

Zum Thema Halsschmerzen und Kopfschmerzen sagte Michael Stimpel, Professor für Innere Medizin und Chefarzt der Deutschen Klinik für Naturheilkunde und Präventivmedizin in Püttling:

„Salbei- und Kamillentees tun dem Hals gut. Pfefferminzöl hilft bei Kopfschmerzen und bei grippeartigen Beschwerden. Kalte Wadenwickel können Fieber senken. Wer mit Fieber erkrankt ist, sollte zu Hause bleiben, denn Schonung ist wichtig zur Genesung. Nichtauskurierte Infekte können zu Lungen- oder Herzmuskelentzündungen führen.“

Quelle:

http://www.bild.de/ratgeber/gesund-fit/erkaeltung/erkaeltung-irgendwas-laeuft-hier-schnief-20664192.bild.html

Kommentar & Ergänzung:

Bei Halsschmerzen würde ich noch präzisieren:  mit Salbeitee oder Kamillentee gurgeln – nicht nur Teetrinken.

Pfefferminzöl ist bei Spannungskopfschmerzen wirksam, es kann auch in 10%iger Konzentration mit Mandelöl verdünnt angewandt werden.

Zu Pfefferminzöl siehe auch:

Phytotherapie: Pfefferminzöl gegen Spannungskopfschmerzen

Pfefferminzöl lindert Spannungskopfschmerzen

Pfefferminzöl bei Spannungskopfschmerz

Falls Sie an sorgfältigem Wissen über Wirkung und Anwendung von Heilpflanzen interessiert sind, finden Sie dazu meine Kurse und Lehrgänge oben über den Menüpunkt „Kurse“.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Infos auf www.phytotherapie-seminare.ch

Info-Treff Pflanzenheilkunde

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Zwiebelsirup und andere Hausmittel bei Husten

Die Bild-Zeitung bringt Expertenmeinungen zum Thema „Erkältungszeit – Was hilft, wenn uns die Viren im Griff haben“.

Frage:

„Welche Hausmittel haben sich bei Husten bewährt?“

Antwort von Michael Stimpel, Professor für Innere Medizin und Chefarzt der Deutschen Klinik für Naturheilkunde und Präventivmedizin, Püttlingen:

„Zwiebelsirup, den man aus einer mit Honig oder Zucker über Nacht versetzten, gewürfelten Zwiebel gewinnen kann. Dieser Sirup wird über den Tag teelöffelweise eingenommen. Ätherische Öle von Eukalyptus, Thymian, Salbei, Anis, Eibisch oder Fenchel, als Salbe, Creme, Badezusatz oder zur Inhalation, können über die Haut und Schleimhäute aufgenommen werden. Sie lindern Hustenreiz und lösen den Schleim in den Atemwegen. Die Mittel gibt es auch als Hustensäfte, Sirup, Tropfen und Tee.“

Quelle:

http://www.bild.de/ratgeber/gesund-fit/erkaeltung/erkaeltung-irgendwas-laeuft-hier-schnief-20664192.bild.html

Kommentar & Ergänzung:

Schön, dass hier der altbewährte Zwiebelsirup eine professorale Empfehlung bekommt.

Bei der Auszählung von ätherischen Ölen für die Anwendung bei Husten eignen (als Inhalation, Erkältungsbad, Erkältungssalbe), hat sich allerdings ein Irrtum eingeschlichen. Eibisch enthält kein ätherisches Öl.

Eibischwurzel enthält Schleimstoffe, die einhüllende Wirkung entfalten bei trockenem Reizhusten. Als Erkältungssalbe, Erkältungsbad oder Erkältungsinhalation sind Schleimstoffe aber unsinnig.

Eibischwurzel muss im Form von Eibischwurzeltee angewendet werden (Kaltauszug). Auch Eibischsirup ist eine (aber nicht meine) Option.

Eukalyptusöl, Thymianöl, Salbeiöl, Anisöl und Fenchelöl sind quasi Klassiker bei Husten und Erkältungen.

Als Erkältungssalbe mischen mit einem fettten Öl als Grundlage (z.B. Mandelöl), Bei direkter Inhalation über einem Topf heissem Wasser schwach dosieren (1 Tropfen). Für den Einsatz als Erkältungsbad das ätherische Öl emulgieren mit Vollmilch oder Kaffeerahm.

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Verstopfung: Zuerst nach der Ursache fanden

«Wie oft in der Woche haben Sie Stuhlgang?» Mit dieser Einstiegsfrage könne das Apothekenteam die Selbstdiagnose eines Kunden mit Verstopfung (Obstipation) hinterfragen. Dies empfahl Privatdozent Dr. Ralf-Marco Liehr, Direktor der Klinik für Innere Medizin am Vivantes Humboldt-Klinikum, Berlin, in Meran. Mit wenigen weiteren Fragen könne die Apotheke ermitteln, ob eine behandelbare Grunderkrankung vorliege und eine Selbstmedikation vertretbar sei.

Die Stuhlfrequenz ist von Mensch zu Mensch sehr verschieden: Von mehr als zweimal täglich bis zweimal wöchentlich reiche die «normale» Bandbreite, erklärte Liehr. Der Apotheker solle auch die Pathophysiologie der Verstopfung klären. So klagen zahlreiche Frauen in der Schwangerschaft oder in der zweiten Zyklushälfte über Verstopfung. Aber auch Grunderkrankungen wie Hypothyreose, Hyperparathyreoidismus, Diabetes, Morbus Parkinson, Multiple Sklerose oder Myopathien können Verstopfung begünstigen. ´

Gleiches gilt für Medikamente wie Opioide, Calciumantagonisten, Antazida, Antidepressiva, Anticholinergika, Antikonvulsiva, Eisenpräparate, Diuretika und Laxantien (cave: Hypokaliämie). Liegt weder eine behandelbare Grunderkrankung noch eine Arzneimittel­Nebenwirkung vor, spricht man von einer funktionellen Verstopfung, bei der Colontransit und/oder anorektale Funktionen gestört sein können.

Bei bestimmten Alarmsymptomen muss die Apotheke den Kunden oder die Kundin zum Arzt schicken: akut oder neu aufgetretene Verstopfung, Blut im Stuhl sowie begleitendes Fieber, Übelkeit und Erbrechen. Auch Personen mit Kolonkrebs (Dickdarmkrebs) oder chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen in der Vorgeschichte gehören zum Arzt. «Hier ist eine Koloskopie obligat», sagte Liehr.

Erste Maßnahme in der Selbstmedikation: alle Laxanzien ( = Abführmittel) absetzen und den Ballaststoffanteil der Nahrung auf 30 g/Tag steigern. Geeignet sind beispielsweise Lignin aus Weizenkleie oder Psyllium aus Indischem Flohsamen. Den größten Nutzen davon haben Menschen mit normaler Colontransitzeit, erklärte Liehr. Bei verzögerter Transitzeit kommen osmotische oder hydragoge Abführmittel zur Anwendung.

Menschen mit anorektalen Funktionsstörungen hilft es, die Bauchpresse zu vermeiden oder rektale Entleerungshilfen wie Glycerin, Bisacodyl oder CO2-Bildner als Suppositorien einzusetzen. Bei Verstopfung im Zusammenhang mit Beckenbodenstörungen sei auch die Wirkung von Biofeedback-Training belegt. Bei Rektozelen oder dem inneren Prolaps könne eine Operation das Problem lösen, erklärte der Experte.

Quelle:

http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=nachrichten&Nachricht_ID=38053&Nachricht_Title=Nachrichten_Obstipation%3A+Zuerst+nach+der+Ursache+fahnden&type=0

Kommentar & Ergänzung:

Der Text weist sehr zurecht darauf hin, dass bei Verstopfung auch an möglicherweise vorliegende Grunderkrankungen gedacht werden sollte und dass verschiedene Medikamentengruppen Verstopfung begünstigen können.

Etwas verwirrlich ist die Formulierung „Psyllium aus Indischem Flohsamen“. Das tönt so, als wäre „Psyllium“ ein wirksamer Inhaltsstoff der Indischen Flohsamen (Plantago ovata).

„Psyllium“ ist aber nur ein Bestandteil des botanischen Namens von „Plantago psyllium“ (Sand-Wegerich, Flohkraut)  Das ist eine Verwandte des Indischen Flohsamens, deren Samen als Psyllii semen (Flohsamen) ebenfalls gegen Verstopfung eingesetzt werden.

Aber vielleicht wird dadurch nun alles nur noch mehr verwirrlich………

Die Wirksstoffe in den Flohsamen und den Indischen Flohsamen sind jedenfalls Schleimstoffe (Polysaccharide, vor allem Arabinoxylane).

Flohsamen / Indische Flohsamen bzw. Indische Flohsamenschalen können gut bei chronischer  Verstopfung eingesetzt werden(mit viel Wasser), da sie keine Gewöhnung bewirken.

In bestimmten Fällen – zum Beispiel bei Reizdarm – eignen sie sich auch gegen Durchfall (mit weniger Wasser).

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Heilkräuter halten die Verdauung in Schwung…..

Die Sonntagszeitung „PrimaSonntag“ veröffentlichte ein Interview mit Prof. Dr. Michael Geißler, Chefarzt der Klinik für Gastroenterologie und Allgemeine Innere Medizin an den Städtischen Kliniken in Esslingen a. N. und Dr. Andre Schumacher, niedergelassener Facharzt für Allgemeinmedizin in Düsseldorf zum Thema „Verdauungsbeschwerden“. Dabei kam auch die Anwendung von Heilpflanzen zur Sprache:

„primaSo: Lässt sich die Funktion der Verdauungsorgane durch bestimmte pflanzliche Arzneistoffe fördern?

Dr. Schumacher: Ja, weil die in pflanzlichen Arzneimitteln enthaltenen Natur- oder Bitterstoffe bestimmte Abschnitte der Verdauungskette durchaus positiv beeinflussen. So wirken Anis, Kümmel und Fenchel Blähungen entgegen, Rosmarin gilt als appetitanregend, Pfefferminz und Oregano fördern die Gallenaktivität. Ingwer, Kardamom, Muskat sowie Löwenzahn und Enzian regen die Magen- und Darmtätigkeit an.
primaSo: Wie wirken Artischocke, Mariendistel, Kümmel, Wermutskraut und Co. auf die Verdauung? Wo liegen die Unterschiede?

Dr. Schumacher: Die Unterschiede liegen in der Wirkungsweise. Artischocke fördert die Fettverdauung, unterstützt somit auch eine cholesterinbewusste Ernährung und regt die Leber-Galletätigkeit an. Mariendistel stärkt die Verdauungsfunktion der Leber und fördert die Regenerationsfähigkeit der Leberzellen, Kümmel wirkt entblähend, während Wermutkraut eine allgemein anregende Wirkung auf die Funktion der Verdauungsorgane hat.“

Quelle:

http://www.kanal8.de/default.aspx?ID=11431&showNews=950360

http://www.primaso.de/default.aspx?ID=4560&showNews=950360

Kommentar & Ergänzung:

Es gibt unzählige Heilpflanzen mit Wirkung im Verdauungstrakt. In diesem Interview werden einige daraus vorgestellt und ihre Wirkung zwar knapp, aber eigentlich recht treffend charakterisiert.

Wie immer in der Phytotherapie stellt sich aber noch die Frage, in welcher Form eine Heilpflanze optimal eingesetzt werden kann (Kräutertee, Pflanzentinktur, Extrakt) und welcher Pflanzenteil verwendet werden soll.

So werden von der Mariendistel beispielsweise nur die Mariendistelfrüchte verwendet. Mariendisteltee ist allerdings eine ungeeignete Zubereitungsform, weil der Hauptwirkstoff Silymarin schlecht wasserlöslich ist. Mit Mariendisteltinktur wird der nötige Silymaringehalt meistens nicht erreicht, so dass als sinnvolle Zubereitungsform hier nur der Mariendistelextrakt oder Präparate mit reinem Silymarin bzw. Silibinin bleiben.

Kümmel, Fenchel und Anis eignen sich zur Teezubereitung, doch sollten die Früchte vorher gequetscht werden.

Von der Artischocke verwendet man in der Phytotherapie nur das Blatt.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

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Hilft Menthol gegen medikamenteninduzierte Polyneuropathie bei Chemotherapie?

Lokal aufgetragenes Menthol, das im Pfefferminzöl vorkommt, kann bei Patienten mit medikamenteninduzierter Polyneuropathie die Schmerzen reduzieren.

Eine kleine Studie hat interessante Ergebnisse zur Anwendung von Menthol bei Patienten mit medikamenteninduzierter Polyneuropathie geliefert.

Hauptsächlich bei Chemotherapien mit Oxaliplatin oder Bortezomib ist die Neurotoxizität ein Problem. PD Dr. Karin Jordan von der Inneren Medizin IV am Universitätsklinikum Halle-Wittenberg stellte beim 2. ASORS-Jahreskongress der onkologischen Supportivmediziner eine mit 22 Patienten allerdings kleine Studie vor, in der lokal appliziertes Menthol einen gewissen Nutzen zeigte.

Die Patienten litten alle an einer schweren, chronischen, medikamenteninduzierten Polyneuropathie. In der Studie wurden die betroffenen Hautareale, meist die Unterschenkel, zweimal täglich mit einer einprozentigen Menthollösung behandelt.

„Schmerzen und Funktionseinschränkungen besserten sich dadurch bei zwei von drei Patienten“, erklärte Jordan. Sie sprach sich dafür aus, die Menthol-Behandlung in einer größeren Studie zu überprüfen, weil es sich um eine einfache und gut verträgliche Therapie handele.

Quelle:

http://www.springermedizin.de/neurotoxizitaet-nach-chemo-hilft-menthol/351828.html

Kommentar & Ergänzung:

– Menthol als Hauptbestandteil von Pfefferminzöl wirkt lokalanästhetisch (lokal schmerzstillend).

– Pfefferminzöl bewährt sich in der Phytotherapie als Einreibung gegen Spannungskopfschmerzen.

Siehe dazu:

Pfefferminzöl lindert Spannungskopfschmerzen

Pfefferminzöl bei Spannungskopfschmerzen

– Und was ist eine Polyneuropathie?

Hier die Antwort aus Wikipedia:

„Polyneuropathie ist der Oberbegriff für bestimmte Erkrankungen des peripheren Nervensystems, die mehrere Nerven betreffen. Abhängig von der jeweiligen Ursache können motorische, sensible oder auch vegetative Nerven gemeinsam oder auch schwerpunktmäßig betroffen sein. Die Erkrankung kann eher die Isolationsschicht der Nerven (Myelin) oder eher den Zellfortsatz (Axon) selbst betreffen, sie kann sich eher körperfern (distal) an Händen und Füßen oder sehr viel seltener auch körpernah (proximal) zeigen, es gibt symmetrische und asymmetrische Formen; stets aber sind mehrere periphere Nerven betroffen (poly (griech.) = viele). Die Symptome können je nach betroffenem Nervenfasertyp und betroffener Körperregion sehr vielfältig sein.“

Und was sind häufige Ursachen der Polyneuropathie?

„- Diabetes mellitus

– Alkoholmissbrauch

– Idiopathische Polyneuropathie, d.h. ohne erkennbare Ursache

– Autoimmunologisch bedingt

– (Guillain-Barré-Syndrom, CIDP (= „chronic inflammatory demyelinating polyneuropathy“)

– (Churg-Strauss-Syndrom, CSS)

– Toxisch (Alkohol, Medikamente, andere Giftstoffe)

– Infektionskrankheiten (Mononukleose, Ehrlichiose, Typhus, Diphtherie, HIV, Lues, Borrelien und andere)

– bei Krebserkrankungen als paraneoplastisches Syndrom oder als Nebenwirkung bestimmter Wirkstoffe der Chemotherapie (z.B. Oxaliplatin)

– vererbbare (hereditäre) Polyneuropathie (z. B. Morbus Charcot-Marie-Tooth, auch bekannt unter HMSN I). Hier gibt es zahlreiche verschiedene, zum Teil sehr seltene Formen.“

(Quelle: Wikipedia)

– Als Erläuterung zu den Polyneuropathien als Nebenwirkung von Oxaliplatin und Bortezomib:

Zu Oxaliplatin:

„Die häufigsten Nebenwirkungen von Oxaliplatin in Kombination mit 5-Fluorouracil und Folinsäure sind Durchfall, Übelkeit, Erbrechen und Entzündungen der Schleimhäute, Veränderungen des Blutbilds und periphere-sensorische Neuropathie(n) (neurologische Missempfindungen). Letztere ist häufig dosislimitierend.“

(Quelle: Wikipedia)

Zu Bortezomib:

„Die wichtigste Nebenwirkung, welche die Behandlung mit Bortezomib auch im Wesentlichen begrenzt, ist die periphere Neuropathie, eine Nervenstörung mit Schmerzen und Taubheitsgefühlen, vor allem an Händen oder Füßen. Diese Nebenwirkung ist therapeutisch nur schwer beeinflussbar und kann den Patienten sehr stark beeinträchtigen. Nach Literaturangaben sind bis zu 70% der Patienten hiervon betroffen und die Ausprägung kann schwer bis sehr schwer sein (Grad III-IV nach WHO) und bis zur völligen Immobilität der Patienten führen. In diesen Fällen ist die Lebensqualität der Patienten ganz erheblich und über Monate eingeschränkt. In der Regel bildet sich die Neuropathie wieder zurück,[6] kann aber sehr lange Zeit anhalten.“

(Quelle: Wikipedia)

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Ärztezeitung neu mit Phytotherapie-Expertenrat

Die „Ärztezeitung“ führt neu einen Online-Expertenrat für Phytotherapie ein. Betreut wird das „Phyto-Forum“ durch:

Dr. Rainer C. Görne: Facharzt für Pharmakologie und Toxikologie, Facharzt für Klinische Pharmakologie, Diabetologie, Neustadt a. d. Weinstraße

Professor Karin Kraft: Lehrstuhl für Naturheilkunde, Zentrum für Innere Medizin, Uni Rostock

Professor Karen Nieber: Lehrstuhl Pharmakologie für Naturwissenschaftler, Institut für Pharmazie, Uni Leipzig

Professor Jürgen Reichling: Institut für Pharmazie und Molekulare Biotechnologie, Uni Heidelberg

Rainer C. Görne ist mir im Zusammenhang mit Phytotherapie bisher nicht bekannt.

Karin Kraft schreibt seit Jahren in medizinischen Zeitschriften fundierte Beiträge zum Thema Phytotherapie.

Karen Nieber gewann 2003 den Hans-Heinrich-Reckeweg-Preis der „Internationalen Gesellschaft für Homotoxikologie e.V.“ und der Internationalen Gesellschaft für Biologische Medizin e.V. für den vermeintlichen Wirkungsnachweis Homöopathischer Mittel. Sie gab diesen Preis später zurück, weil bei der zugrunde liegenden Studie schwere Fehler zu einem falschen Ergebnis geführt hatten. Die Kontroverse um diesen Fall ist hier dokumentiert: http://www.esowatch.com/ge/index.php?title=Karen_Nieber

Jürgen Reichling ist seit langem Autor von fundierten Phytotherapie-Fachbüchern.

Die „Ärztezeitung“ schreibt im Zusammenhang mit dem neuen Phyto-Forum zur Phytotherapie:

„Phytotherapie hat einen festen Stellenwert in der Heilkunst. Sie wird ergänzend zu synthetischen Arzneimitteln angewandt oder als Alternative.

Dabei ist Phytotherapie nichts für Gegner der Schulmedizin, die schon mit dem Glauben an eine Wirkung zufrieden sind. Phytopharmaka sind hoch wirksame Arzneimittel, deren Wirkung auf den enthaltenen pflanzlichen Substanzen beruht.

Über die Wirkmechanismen dieser Stoffe wird an deutschen Hochschulen ebenso geforscht wie in der Industrie. Wie etwas wirkt, ist eine immer wieder gestellte Frage zu Arzneimitteln jeglicher Herkunft.“

Quelle:

http://www.aerztezeitung.de/medizin/article/642481/jetzt-online-expertenrat-forum-phytotherapie.html

Kommentar & Ergänzung:

Den Ausdruck „Heilkunst“ empfinde ich immer ein wenig als hochgestochen. Ansonsten spricht der Text aber ein wichtiges Thema an:

Phytotherapie strebt danach, Aussagen über die Wirkung von Heilpflanzen mit Argumenten zu begründen. In diesem Sinne ist Phytotherapie kompatibel mit einer demokratischen Gesellschaftsstruktur, welche die Auseinandersetzung auf argumentativer Ebene zur Basis hat.

Heilmethoden und Heilmittel, die ohne Begründungen operieren und an blinde Gläubigkeit appellieren, sind meines Erachtens schädlich für die demokratisch-politische Kultur. Sie gewöhnen den Menschen die Fähigkeit ab, Versprechungen durch kritische Fragen auf ihren realen Gehalt zu untersuchen und Schein von Sein zu unterscheiden.

Wenn man sieht, wie sich in abendländischen Demokratien breite Bevölkerungsschichten in einer fraglosen Gläubigkeit von „schönem“ Schein einlullen lassen, dann ist das besorgniserregend.

Ein Silvio Berlusconi, mafianaher Egomane, der Gesetze auf seine eigene Person zuschneidet, um sich vor der Justiz zu retten und sein Amt für persönliche Zwecke schamlos nach Strich und Faden missbraucht…

Ein Blender wie Jörg Haider mit seiner korrupten Vetternwirtschaft…

Eine Tea-Party in den USA mit ihren absurden Verschwörungstheorien…..

Ein Karl-Theodor zu Guttenberg, so perfekt verpackter und vermarkteter Politiker, dass seine Anhängerinnen und Anhänger ihm auch ein bisschen Betrug beim Abfassen seiner Dissertation nicht nachtragen….

Aber auch ein Christoph Blocher, der ständig gegen eine „Classe politique“ wettert, der er skurriler weise selber angehört…..

…sie wären so nicht möglich, wenn breite Kreise das Stellen kritischer Fragen nicht derart verlernt hätten.

Unter anderem auch aus diesem Grund verlange ich mit Nachdruck eine verstärkte Kultur kritischen Nachfragens bei Themen aus dem Bereich der Komplementärmedizin – gerade weil hier fraglose Gläubigkeit weit verbreitet ist.

Zur Frage: Was ist Phytotherapie?

Was ist Phytotherapie? Was ist Integrative Phytotherapie?

Gehört Phytotherapie zur Komplementärmedizin?

Im Text aus der „Ärztezeitung“ wird der fragwürdige Ausdruck „Schulmedizn“  verwendet. Siehe dazu:

Schulmedizin – ein fragwürdiger Ausdruck

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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