Verlagsbeschreibung

Was Islamisten und Rechtsextreme mit uns machen

Der Extremismus ist auf dem Vormarsch in Europa und den USA. Lassen sich westliche Demokratien in eine Spirale der Wut ziehen, die sowohl Islamisten als auch Rechtsradikalen zugute kommt? Die Extremismusforscherin Julia Ebner beschäftigt sich länderübergreifend mit Gruppierungen unterschiedlicher Ausrichtung. Mit gezielten Undercover-Recherchen und Gesprächen mit Radikalen beider Seiten zeigt sie, wie sich die Strategien von Islamismus und Rechtsradikalismus wechselseitig ergänzen und verstärken. Mit hetzerischer Rhetorik – online wie offline – schüren sie Hass und treiben einen Keil in die Gesellschaft: die eigene Gruppe wird zum Opfer, die andere zum Feind. Wird dadurch der von beiden Seiten als „unvermeidbar“ propagierte Krieg zwischen dem Islam und dem Westen zur realen Gefahr? Die Autorin geht den Ursachen der wechselseitigen Radikalisierung auf den Grund und zeigt, wie Extremisten Angst, Verunsicherung und Wut instrumentalisieren.  Zum Shop

Zur Autorin Julia Ebner

Die gebürtige Wienerin Julia Ebner lebt heute in London, wo sie als Extremismus- und Terrorismusforscherin beim Institute for Strategic Dialogue (ISD) tätig ist. Sie arbeitete zwei Jahre für die weltweit erste Organisation zur Extremismusprävention Quilliam, die von ehemaligen Islamisten gegründet wurde. Für die Europäische Kommission und die Kofi Annan Foundation leitete sie Studien, sie schreibt regelmäßig für „The Guardian“ und „The Independent“, hält Workshops an Schulen und Universitäten und berät Regierungen und Tech-Firmen in Bezug auf Radikalisierungsprävention.

Kommentar von Martin Koradi

Man kann es nicht genug unterstreichen, dass Islamismus und Rechtspopulismus / Rechtsetremismus sich gegenseitig in die Hände arbeiten und sich sogar brauchen.

Julia Ebner zeigt diesen Zusammenhang eindrücklich. Sie hat detailliert dokumentiert, wie orchestriert und organisiert die Einschüchterungs- und Hasskampagnen an der extremistischen Rändern  aufgegleist werden.

Sie beschreibt aber auch, was ihrer Ansicht nach gegen diese besorgniserregenden Entwicklungen zu tun ist.

Ihr Plädoyer für die Mobilisierung der gesellschaftlichen Mitte scheint mir besonders beherzigenswert:

„Wie kann die politische Mitte ihre Aufmerksamkeit wieder darauf richten, konsequent ihre eigenen Regeln anzuwenden – Regeln, die auf der Achtung der fundamentalen Menschenrechte, von Demokratie und Pluralismus beruhen und die geschaffen wurden, um nach der Erfahrung zweier verheerender Weltkriege im letzten Jahrhundert Frieden zu garantieren?…..

Seit der Jahrtausendwende haben die Geschichten der Extremisten die politische Tagesordnung unserer Länder diktiert und die Verhaltensweisen unserer Gesellschaften bestimmt. Jetzt ist es an der Zeit, dass gemässigte Stimmen den Raum innerhalb und ausserhalb des Internets zurückerobern.“

Das Buch von Julia Ebner ist sehr lesenswert.

Übersicht meiner eigenen gesellschaftspolitischen Texte und Buchempfehlungen.

http://phytotherapie-seminare.ch/gesellschaftspolitik-texte-buchempfehlungen/

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde am Seminar für Integrative Phytotherapie in Winterthur (Schweiz) und Leiter von Kräuterwanderungen und Kräuterkursen.

Bewertungen in den Medien

„‚Wut‘ liest sich wie ein Roman, aber leider ist seine Geschichte wahr: Islamistische und rechtsradikale Hitzköpfe polarisieren unsere Gesellschaften, während die Moderaten in der Mitte Einfluss an Populisten verlieren, die Extremismus für ihre politischen Zwecke ausnützen.“

Alex P. Schmid, Chefredakteur ‚Perspectives on Terrorism‘

„Julia Ebner zeigt, wie Islamisten und Rechtsextremisten zwei Seiten derselben Medaille sind. Ihre Analyse ist überzeugend, aufschlussreich und äußerst lesenswert.“

Peter R. Neumann, Professor für Sicherheitspolitik, Kings College und Autor von ‚Die Neuen Dschihadisten‘ „Ein originelles und hoch-informatives Buch zu einem der Kernsicherheitsthemen unserer Zeit. ‚Wut‘ demonstriert überzeugend, wie zwei scheinbar gegensätzliche Formen des Extremismus sich gegenseitig nähren, und beleuchtet damit das Ausmaß der Probleme, denen wir uns gegenüber sehen. Eine unentbehrliche Lektüre.“

Paul Rogers, Emeritierter Professor der Friedensforschung, Bradford University and Autor von ‚Irregular War‘

„Ein exzellentes Debut: informiert, fundiert und bedacht. Ebner erforscht die zunehmend wichtige Interdependenz von rechtsradikalen und islamistischen Bewegungen und bietet menschliche, intelligente Wege aus der Sackgasse an.“

Jamie Bartlett, Autor von ‚The Dark Net und Radicals‘

„Das Buch lässt die Ursachen und Folgen von Rechtsradikalismus und islamistischem Extremismus lebendig werden. Diese beiden Formen des Fanatismus drohen unsere Gesellschaften auseinanderzureißen — Ebner entlarvt sie beide und ruft eindringlich dazu auf, liberale Toleranz zu verteidigen. ‚Wut‘ ist ein exzellenter Masterkurs für alle, die den Anstieg von Fanatismus verstehen wollen.“

Ed Husain, Autor von ‚The Islamist‘ „Julia Ebner hat ein ausgezeichnetes Buch geschrieben, das die trickreiche Thematik der ‚reziproken Radikalisierung‘ mit bewundernswertem ethnographischen Einfühlvermögen behandelt. Fesselnd geschrieben, ist ‚Wut‘ eine Reise durch die tonangebenden und often verflochtenen Formen des Extremismus heute: Dschihadisten und Rechtsradikale. Der Spiegeleffekt dieser gewaltsamen Rhetorik ist verblüffend und wird hier sowohl durch augenöffnende Charakterskizzen als auch durch weitreichende empirische Daten enthüllt. ‚Wut‘ ist zweifellos der bis dato wichtigste Beitrag zu diesem hochaktuellen Thema – eine sehr nützliche Lektüre für Wissenschaftler, Politiker aber auch die breitere Öffentlichkeit.“

Matthew Feldman, Professor der Zeitgeschichte, Teesside University