[Buchtipp] Aromatherapie von Dietrich Wabner und Christine Beier (Hrsg.)

Verlagsbeschreibung

Das Buch informiert Sie über die chemischen und pharmakologischen Grundlagen zu Stoffklassen und Wirkorten der ätherischen Öle und die verschiedenen Applikationsformen.
Mehr als 150 Porträts zu ätherischen Ölen, Hydrolaten und fetten Ölen – jeweils mit Eigenschaften, Inhaltsstoffen, Wirkprinzipien und Anwendungsgebieten – sorgen für maximalen Überblick.
– Mit Therapieempfehlungen und erprobte Rezepturen zu wichtigen Krankheitsbildern
Neu in der 2. Auflage:
– Neue Pflanzenporträts- 65 farbige Abbildungen
– Komplett aktualisierte Literaturangaben

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Kommentar:

Erkrankungen der Harnblase und Harnwege

Orthopädie und Rheumatologie

Gynäkologie

Hauterkrankungen

Schmerzen

Psychosomatische Störungen und psychische Erkrankungen

In allen Bereichen werden die relevanten ätherischen Öle genannt und zahlreiche Mischungen vorgestellt.

– Es folgt die Anwendung von Aromatherapie in verschiedenen speziellen Terrains:

Aromatherapie in der Pädiatrie

Aromatherapie in der Geriatrie und bei schwerkranken Patienten

Aromatherapie im Hospiz und in der Palliativmedizin

Aromatherapie in der Onkologie

Aromatherapie im Krankenhaus und in der Hebammenarbeit

Das Buch bietet eine Fülle von guten, nützlichen und fundierten Informationen, hat aber auch ein paar Schwächen:

– An einigen Stellen werden Wirkungen, die von Heilpflanzen-Präparaten wie Kräutertee oder Extrakten her bekannt sind, unbesehen auf die entsprechenden ätherischen Öle übertragen. Das geht so nicht, weil in einer Heilpflanze meistens neben den ätherischen Ölen noch weitere Wirkstoffe vorhanden sind wie Flavonoide, Gerbstoffe oder Bitterstoffe.

– Immer wieder findet man sehr vage Ausdrücke wie “stärkend”, “stabilisierend”, “leberwirksam”. Das ist unbefriedigend. Eine stabilisierende Wirkung, wer kann das nicht schon brauchen? Leberwirksam, das sagt nichts Konkretes aus.

– Die angegebenen Wirkeigenschaften sind nur zum Teil durch Studien gestützt und zum Teil schlicht unglaubwürdig, so zum Beispiel die Angabe “lipolytisch” (“fettauflösend”) bei Grapefruitöl und die daraus abgeleitete Indikation Zellulite.

– Die Quellenangaben sind oft nicht aufgeführt, was es schwieriger macht, die Angaben auf ihre Glaubwürdigkeit zu überprüfen.

Alle drei Schwach-Punkte findet man allerdings regelmässig bei den meisten Aromatherapie-Büchern.

Das Buch verspricht auf dem rückseitigen Klappentext “fundierte und studiengestützte Informationen”. Diesen Anspruch erfüllt es nur zum Teil.

Aber wie schon am Anfang erwähnt: Alles in allem das fundierteste mir bekannte Aromatherapie-Fachbuch.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Kräuterexkursionen in den Bergen / Heilkräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital:

Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

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