Wissenschaft & Komplementärmedizin – ein nicht ganz einfaches Verhältnis

Das Verhältnis von Komplementärmedizin und Wissenschaft ist ziemlich verzwickt. Grundsätzlich kann man davon ausgehen, dass Verfahren der Komplementärmedizin wissenschaftlich nicht anerkannt sind, sonst wären sie Teil der universitären Medizin. Die Grenzen verwischen sich aber, weil auf Grund von politisch-populistischem Druck teilweise komplementäre Methoden auch an Universitäten angekommen sind.

Im Bereich der Komplementärmedizin selber gibt es einerseits Bestrebungen nach wissenschaftlicher Bestätigung, andererseits aber auch eine Abwehr gegenüber wissenschaftlicher Überprüfung.  In diesem Zusammenhang zeigt sich in der Komplementärmedizin eine mehr oder weniger ausgeprägte Diffamierung wissenschaftlicher Methoden. Meiner Ansicht nach gehört diese Diffamierung zu einer Immunisierungsstrategie, mit der sich eine Methode gegenüber wissenschaftlicher Kritik unangreifbar zu machen versucht. Ich halte dies für einen Irrweg und bin der Ansicht, dass sich die Komplementärmedizin voll und ganz der wissenschaftlichen Überprüfung stellen sollte.

Man soll und darf Wissenschaft gegenüber kritisch sein. Kritik ist ein zentraler Bestandteil jeder Wissenschaft. Gegenüber einer pauschalen Diffamierung – wie sie zum Teil eben in der Komplementärmedizin ziemlich verbreitet ist – muss man Wissenschaft aber meines Erachtens in Schutz nehmen. Es gehört zu den Würden der Wissenschaft, dass sie ihre eigenen Ergebnisse in Frage stellen kann und nicht den Anspruch auf endgültige Wahrheiten erhebt. An diesem Punkt ist Wissenschaft viel offener als weite Bereiche der Komplementärmedizin, in denen dogmatische Lehrgebäude endgültige Wahrheiten verkünden und Gurusysteme dominieren.

Auf den Punkt gebracht hat diesen bedeutenden Unterschied Jörg Wipplinger mit seinem Video „Wissenschaft ist dumm“:

http://diewahrheit.at/video/wissenschaft-ist-dumm

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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www.phytotherapie-seminare.ch

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