Heilpflanze Anis wirkt gut bei Husten und Verdauungsschwäche

Anis gehört zu den hilfreichen Heilpflanzen bei Verdauungsschwäche und Katarrhen der Atemwege. Wegen seiner milden Wirkung wird Anis hauptsächlich in der Kinderheilkunde geschätzt. «Es werden dabei ausschließlich die Anisfrüchte genutzt, die im Volksmund auch ‚Samen‘ heißen», erklärt Johannes Gottfried Mayer von der Forschergruppe Klostermedizin der Universität Würzburg.
Die Tagesdosis beträgt für Anisfrüchte drei Gramm. Am besten wirken die Früchte als Tee, wenn sie vorher in einem Mörser angestoßen werden, rät der Klostermedizinforscher. Die verdauungsfördernde Wirkung der Heilpflanze komme jedoch auch in Anisschnaps wie Pernod oder Ouzo zum Tragen.
Der wichtigste Wirkstoff im Anis ist das ätherische Öl Anethol, welches auch in den Fenchelfrüchten für die Wirkung mitverantwortlich ist. «Das Öl wirkt schleim- und krampflösend, indem es in den Lungen die Sekretion des Bronchialschleims steigert und die schleimausführenden Härchen in der Bronchien aktiviert», erläutert Mayer. Daneben sei auch eine beachtliche bakterienhemmende Wirkung festgestellt worden.

Quelle:
http://de.news.yahoo.com
www.klostermedizin.de

Kommentar & Ergänzung:

Im Verdauungstrakt wirkt Anis krampflösend und gegen Blähungen.

Das ätherische Anisöl zeigte in einer experimentellen Studie zudem antivirale Wirkungen gegen Herpes-simplex-Virus Typ 1 ( = HSV-1) und Acyclovir-resistente Viren (nach Schilcher, Leitfaden Phytotherapie, 2007, weitere Infos zu diesem Fachbuch im Buchshop). Gegen Herpes-simplex-Viren (“Fieberbläschen”) wirken aber auch Pfefferminzöl und Melissenöl, wenn sie im Frühstadium angewendet werden. Wobei sich aber der Verlauf von Fieberbläschen kaum wirklich beeinflussen lässt, egal welches Mittel man dagegen einsetzt…….

Anis (Pimpinella anisum) gehört als Pflanzenart zur Familie der Doldenblütler (Apiaceae).
Ursprünglich im östlichen Mittelmeerraum beheimatet, wird Anis heute weltweit in Regionen mit gemäßigtem Klima angebaut. Hauptanbaugebiet von Anis ist Südrussland.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

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