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Hummeln sind Transportkünstlerinnen

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Hummeln besitzen ein Flügelgelenk, das ihre Tragfähigkeit enorm vergrössert. Dadurch kann eine Hummel das Zweifache ihres Körpergewichts nicht nur stemmen, sondern damit auch nach Hause in den Stock fliegen.

Und dies obwohl ihre Flügel bezogen auf das Körpervolumen verhältnismässig klein sind.

Der US-amerikanische Forscher Andrew Mountcastle hat nun die Flügel der Hummeln im Detail untersucht und ist dabei auf eine anatomische Besonderheit gestoßen, die die ausserordentliche Transportleistung dieser Insekten erklären könnte. Bei seinen Untersuchungen unter dem Mikroskop entdeckte er eine bislang unbekannte Art von Gelenk, das bei allen Hummeln vorkommt.

Quelle:

http://wissen.dradio.de/entomologie-hummeln-sind-fliegende-packesel.35.de.html?dram:article_id=231683

Kommentar & Ergänzung:

Hummeln sind sehr faszinierende Tiere. Jetzt kommt dann die Jahreszeit, in der man Hummelköniginnen auf ihrem Erkundungsflug beobachten kann.

Siehe dazu:

Augen auf: Hummelköniginnen unterwegs

Und weitere Infos über Hummeln:

Pestizide schaden Hummeln

Radarüberwachung von Hummeln erforscht Lösungsstrategien für Transportprobleme

Hungersnot bei Hummeln im Sommer

Hummeln finden immer die kürzeste Flugroute

In obenstehendem Beitrag finden Sie auch eine Auflösung des sogenannten „Hummel-Paradoxons“, wonach Hummeln nach den Gesetzen der Aerodynamik gar nicht fliegen könnten, aber glücklicherweise davon nichts wissen……

Übrigens:

Auf meinen Kräuterexkursionen achten wir auch auf die übrige Natur, beispielsweise eben auf herumfliegende Hummelköniginnen. Wer sich in der Natur bewegt und nur beachtenswert findet, was uns etwas nützt – also was essbar ist oder Heilkräfte hat – der verpasst viele kleine Wunder am Wegrand,  die vielleicht einfach „nur“ schön und faszinierend sind.

Wer Lust auf Naturentdeckungen hat, findet dazu Daten und Orte unter „Kurse“.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Kräuterexkursionen in den Bergen / Heilkräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital:

Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

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Phytotherapie / Pflanzenheilkunde: Kursprogramm 2013 Frühling / Sommer

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Ich freue mich, Ihnen für die erste Jahreshälfte 2013 wieder ein vielfältiges Programm rund um Heilpflanzen und Naturerlebnisse anbieten zu können.  Alle Detailinformationen finden Sie via Kurskalender.

Phytotherapie-Ausbildung

Am 27. / 28. Mai 2013 startet der nächste Lehrgang der Phytotherapie-Ausbildung. Sie lernen hier alles Wesentliche über fundierte Heilpflanzen-Anwendungen. Die Ausbildung richtet sich in erster Linie an Pflegende, doch sind auch andere Gesundheitsberufe willkommen und eine beschränkte Platzzahl  steht unter bestimmten Voraussetzungen  Interessierten ohne medizinische Grundlagen offen.

Tagesseminare in Winterthur

Kompaktes und aktuelles Phytotherapie-Wissen zu einem bestimmten Themenbereich. Für Pflegende und andere Interessierte.

28. 2. Heilpflanzen bei Schlafstörungen, Angst, Depression

23. 4. Heilpflanzen bei Hauterkrankungen und Wunden

07. 5. Heilpflanzen-Anwendungen in Onkologiepflege und Palliative Care

Kräuterwanderwochen im Berner Oberland

29. 6. – 04. 7. Heilpflanzen und Alpenblumen an der Lenk im Simmental

06. 7. – 11. 7. Heilpflanzen und Alpenblumen in Mürren

Tagesexkursionen

Wählen Sie aus dem breiten Angebot und tauchen Sie in eine kürzere oder längere Lehrzeit ein, in welcher Ihnen Heilkräuter, Wildblumen, Alpenpflanzen, aber vielleicht auch manche Tiere wie Schmetterlinge oder Vögel vertraut werden.

05. 5. Heilpflanzen und Wildblumen in Quinten am Walensee

12. 5. Von Trin durch blumenreiche Landschaften in die imposante Rheinschlucht

18. 5. Naturschutzgebiet „Petite Camargue“ bei Basel – wunderschöne Auenlandschaft

20. 5. Heilpflanzen, Orchideen und einmalige Magerwiesen im Schaffhauser Randen

26. 5. Heilpflanzen, Wildblumen, Schmetterlinge und südliches Ambiente in Jeizinen (Wallis)

02. 6. Entdeckungen im wunderschönen Eriztal bei Thun

23. 6. Blumenparadies Feldis (Domleschg) und Mutta-Hochebene

13. 7. Alpenlandschaft Sunnbüel ob Kandersteg – Heilpflanzen & Alpenblumen

28. 7. Flimserstein: Alpenflora, Heilpflanzen und geologische Ausblicke

….und als Vorankündigung:

Das Heilpflanzen-Seminar über 6 Wochenenden startet wieder ab Dezember 2013.

Wenn Sie am surfen sind, besuchen Sie doch auch

www.info-phytotherapie.ch (hier können Sie den Newsletter abonnieren),

www.phytotherapie-seminare.ch und

www.patientenseminare.ch.

Freundliche Grüsse

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Pestizide schaden Hummeln

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Britische Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Hummel-Kolonien durch bestimmte Pestizide erheblich in ihrer Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt werden.

Für ihre Untersuchung setzten sie die Hummeln vier Wochen lang gleichzeitig zwei verschiedenen Chemikalien aus – und zwar in Konzentrationen, die auf landwirtschaftlichen Flächen üblich sind. Laut Beipackzettel waren die Pestizide (Neonikotinoide und Pyrethroide) dazu geeignet, Heuschrecken und Blattläuse zu vertilgen.

Tatsächlich belasteten sie jedoch auch die Hummeln: Die belasteten Hummel-Kolonien waren nur halb so erfolgreich im Sammeln von Blütenstaub wie unbelastete Vergleichsgruppen. Darum stellten sie für den „Sammeldienst“ mehr Tiere ab und hatten in der Folge weniger Ressourcen für die Aufzucht der Larven frei. Die pestizidbelasteteten Kolonien litten zudem unter einer höheren Sterblichkeitsrate.

Die Wissenschaftler ziehen daraus das Fazit, dass Pestizide vor ihrer Zulassung strenger getestet werden müssen.

Quelle:

http://wissen.dradio.de/nachrichten.59.de.html?drn:news_id=149906

http://www.nature.com/nature/journal/vaop/ncurrent/full/nature11585.html

Kommentar & Ergänzung:

Und vielleicht müsste ja auch bei bereits zugelassenen Pestiziden geprüft werden, welche Auswirkungen sie über die zu bekämpfenden Insekten hinaus auf die Tierwelt haben.

Dass  Hummeln durch Pestizide die Hälfte ihrer „Einnahmen“ verlieren, ist sehr einschneidend.

Ob Produkte aus Biologischem Anbau in relevantem Ausmass gesünder sind, ist immer noch nicht zweifelsfrei belegt. Dass aber der Biolandbau durch die Senkung des Pestizideintrags in die Umwelt vielen Insektenarten  mehr Schutz bietet, steht ausser Frage.

Davon profitieren unter anderem Honigbienen, Hummeln und andere Wildbienen, Schmetterlinge etc.

Vor allem im Sommer gibt es für Hummeln in vielen Regionen einen Mangel an geeigneten Nahrungsquellen. Dem kann man auch als Einzelperson entgegenwirken durch Förderung von Hummel-Blumen wie zum Beispiel:

Lavendel, Taubnesseln, Thymian,

Rot-Klee (Trifolium pratense), Beinwell (Symphytum officinale), Salbei,

Blauer Eisenhut (Aconitum napellus), Gemeine Akelei (Aquilegia vulgaris),

Rundblättrige Glockenblume (Campanula rotundifolia), Knäuel-Glockenblume (Campanula glomerata),

Mariendistel (Silybum marianum), Silberdistel (Carlina acaulis), Eselsdistel (Onopordum acanthium)

Grosses Löwenmaul (Löwenmäulchen, Antirrhinum majus, kann wegen dem speziellen Blütenbau nur von Hummel genutzt werden), Natternkopf (Echium vulgare),

Dost  (= Wilder Majoran, Oregano, Origanum vulgare, Pizzagewürz, auch gute Nahrungsquelle für Schmetterlinge), Borretsch (Borago officinalis), Königskerze (Wollblume, Verbascum spec.).

Im Frühling bspw.: Löwenzahn (Taraxacum sp.), Salweide (Salix caprea)

Mehr zu den sympathischen Hummeln siehe auch:

Radarüberwachung von Hummeln erforscht Lösungsstrategien für Transportprobleme

Hungersnot bei Hummeln im Sommer

Hummeln finden immer die kürzeste Flugroute (mit einer Auflösung des „Hummel-Paradoxons“)

Augen auf – Hummelköniginnen unterwegs

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Radarüberwachung von Hummeln erforscht Lösungsstrategien für Transportprobleme

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Hummeln sind Hochleistungsflieger: Weil sie verhältnismässig temperaturunempfindlich sind, können sie viel länger auf Nahrungssuche gehen als etwa Honigbienen: Sie fliegen täglich bis zu 18 Stunden lang rund 1000 Blüten an. Dabei erbringen sie erstaunliche Orientierungs- und Gedächtnisleistungen. Und anders als Honigbienen informieren Hummeln ihre Kolleginnen nicht durch komplizierte Tänze, wohin sie fliegen sollen. Sie finden allein durch ihr eigenes Navigationssystem überraschend rasch die beste Route.

Vielleicht können wir von Hummeln einiges lernen zur Lösung von Transportproblemen.

In einer kürzlich publizierten Hummel-Studie stand das sogenannte Problem des Handlungsreisenden im Focus. Bei dieser Fragestellung aus Informatik und Mathematik geht es darum, die Wegstrecke beim Reisen zwischen mehreren Zielen so kurz wie möglich zu halten.

Wissenschaftler haben in einer Studie mittels Radarüberwachung erforscht, wie Hummeln dieses Problem lösen

Normalerweise wird Radar genutzt, um Flugzeuge zu kontrollieren. Britische Wissenschaftler haben die Technik nun bei der Dunklen Erdhummel eingesetzt. Sie klebten den Hummeln kleine Transponder mit Antennen auf den Rücken. Zusätzlich überwachten sie die Flugbahnen der Insekten mit Videoaufnahmen. Die Forscher versuchten dadurch herauszufinden, wie es den Erdhummeln gelingt, beim Sammeln des Blütenstaubs die kürzesten Wege zu nehmen. Denn dafür sind Hummeln bekannt.

Das Resultat wurde nun publiziert im Fachjournal „PLOS Biology“: Demnach nutzen die Hummeln eine Mischung aus try-and-error und stetigem Hinzulernen. Das, erklären die Wissenschaftler, sei zwar nicht ganz so effizient wie komplizierte Computerprogramme zur Berechnung von Wegstrecken, gehe jedoch deutlich schneller.

Im Experiment waren die Flugrouten der Insekten zunächst ziemlich verworren und aufwändig. Die Hummeln flogen immer wieder auch Blumen an, die kein Futter für sie bereithielten. Zunächst wählten die Testpilotinnen ganz verschiedene An- und Abflugrouten. Doch nach und nach zeigte sich, wie gut das Navigationssystem der kleinen Hummelhirne funktioniert: Je häufiger die Insekten auf Suche gingen, desto effizienter wurde ihre Routenwahl. Und nach durchschnittlich nur 26 Flügen fanden die Hummeln durch Versuch und Irrtum die kürzeste der 120 möglichen Routen vom Nest zum Futter und retour.

Erstaunt waren die Forscher aber auch über die Gedächtnisleistungen der Hummeln: Entfernten sie eine der Nahrungsquellen aus dem Fluggebiet, so schauten die Hummeln an der Stelle noch ziemlich lange immer wieder nach, ob sich dort nicht doch etwas Verwertbares fände.

Quelle:

http://wissen.dradio.de/nachrichten.59.de.html?drn:news_id=138926

http://derstandard.at/1347492896562/Das-raffinierte-Navi-der-Hummeln

http://www.plosbiology.org/article/info%3Adoi%2F10.1371%2Fjournal.pbio.1001392

Kommentar & Ergänzung:

In der Schweiz leben 31 Hummelarten. Wie Wildpflanzen und Wildtiere generell, bieten Hummeln reiche Möglichkeiten der Naturbeobachtung und Naturerfahrung.

Wenn Sie Pflanzen und Tiere in der Natur kennen lernen möchten, finden Sie hier für das Sommerhalbjahr die Daten und Orte meiner Alpenblumenkurse, Heilkräuterexkursionen und Naturseminare.

Weitere Beträge über Hummeln finden Sie hier:

Hungersnot bei Hummeln im Sommer

Hummeln finden immer die kürzeste Flugroute

Augen auf – Hummelköniginnen unterwegs

Je mehr man über Hummeln weiss, desto faszinierender werden die Tiere.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Hungersnot bei Hummeln im Sommer

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Viele Hummeln fallen im Sommer vom Nahrungsangebot her in ein „Sommerloch“.

Im Frühling geht es den Hummeln in dieser Hinsicht oft gut und sie haben genug Nahrung. Denn im Frühjahr blühen die Weiden und kurz darauf Schlehen und zahlreiche andere Rosengewächse (z. B. Apfelbäume, Kirschbäume). Auch in den Städten blüht es im Frühling in den Gärten und Parks.

Zudem leben im Frühjahr nur wenige Hummeln, die Staaten sind so früh im Jahr noch klein. Ihr Nahrungsbedarf lässt sich dadurch in der Regel decken.

Im Sommer kann dagegen für die Hummeln rasch eine lebensbedrohliche Situation entstehen. Bienen- wie Hummelvölker sind nun groß  und bei den Hummeln steht zudem die sensible Phase der Vermehrung an, in der Jungköniginnen und Hummel-Männchen produziert werden.

Gegenüber dem Frühjahr steigt also der Nahrungsbedarf drastisch an.

Gleichzeitig ist aber das Kulturland über weite Strecken abgeerntet, so dass Blüten zur Mangelware werden.

Gärten und Parkanlagen können nun wichtige Nothilfe für Hummeln anbieten, wenn sie passende Sommerblumen beherbergen.

Hier ein paar Tipps für einen hummelfreundlichen Garten:

1. Auch Sommerblumen berücksichtigen

Achten Sie beim Pflanzenkauf auf die Blühzeit und setzen Sie auch Pflanzen, die im Juni, Juli, August und September blühen.

2. Keine gefüllten Blüten

Gefüllte Blüten sehen zwar schön aus, sind aber insektenfeindlich. Biologisch gesehen bestehen Blüten aus umgestalteten Blättern. Deshalb spricht man bespielsweise von Staubblättern. Durch Züchtung gelingt es, die Staubblätter in Blütenblätter umzuwandeln. Die Blüte wirkt dadurch größer und üppiger, sie ist “gefüllt”. Leider bietet sie nun jedoch keinen Blütenstaub mehr,weil die Staubblätter ja umgewandelt wurden.

3. Hummelblumen pflanzen.

Es gibt Blütenpflanzen, die sich speziell als Nahrungsquelle für Hummeln eignen. Idealerweise pflanzt man nicht nur ein einzelnes Exemplar, sondern mindestens drei Exemplare der gleichen Pflanzenart.

Hier ein paar Beispiele für Hummelblumen mit Blühzeit noch im Sommer:

– Alle Lamiaceae (Lippenblütler) sind Hummel-Pflanzen, weil sie wegen ihrer Blütenform perfekt auf Hummeln abgestimmt sind.

Gut geeignet sind zum Beispiel:

Lavendel

Taubnessel

Salbei

Thymian

Dost  ( = Wilder Majoran, Oregano, Origanum vulgare, Pizzagewürz), auch gute Nahrungsquelle für Schmetterlinge.

– Rot-Klee (Trifolium pratense)

– Beinwell (Symphytum officinale)

– Borretsch (Borago officinalis)

– Natternkopf (Echium vulgare)

– Königskerze (Verbascum spec.)

– Grosses Löwenmaul (Löwenmäulchen, Antirrhinum majus), kann wegen dem speziellen Blütenbau nur von Hummel genutzt werden.

Quelle: http://aktion-hummelschutz.de/

Zum Thema „Hummeln“ siehe auch:

Hummeln finden immer die kürzeste Flugroute

Augen auf – Hummelköniginnen unterwegs

P. S. Wenn Sie mehr über die Natur und die Zusammenhänge zwischen Pflanzenwelt und Tierwelt erfahren wollen, finden Sie entsprechende Naturexkursionen im Kurskalender.

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Ameisen vertreiben mit Lavendelöl, Kerbel, Farnkraut, Backpulver..

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Im Sommer kriechen Ameisen durch alle Ritzen und bauen ihre Straßen manchmal auch in Wohnungen und Häusern. Zur Abwehr braucht es nicht unbedingt giftige Chemikalien.

Ohne chemische Ameisengifte könne eine Ameisenstraße durch stark riechende Kräuter wie Farnkraut, Wacholderblätter, Tausendgüldenkraut, Kerbel, Zitronensaft, Lavendelöl oder Lavendelblüten unterbrochen werden, schreibt die Verbraucherzentrale Hamburg. Der Geruch verwirre den Orientierungssinn der Ameisen. Schlupflöcher ins Haus wie Ritzen sollten mit Silikon verschlossen werden. Klebende Barrieren, die im Handel erhältlich sind, blockieren zudem den Zugang durch Fenster und Türen.

Für die Ameisen tödlich seien Backpulver und Hirschhornsalz. Vermischt mit Zucker werden sie von den Ameisen gefressen, blähen deren Magen auf und töten so die Tiere.

Auch Kieselgur, ein fein gemahlenes, fossiles Pulver aus Kieselalgen, wirkt laut Verbraucherzentrale für die Ameisen tödlich. Es verletzt den Chitinpanzer der Insekten und trocknet sie innert kurzer Zeit aus. Der Einsatz von Kieselgur habe jedoch nur Sinn, wenn das Pulver gezielt in den Schlupfwinkeln oder an den Wanderwegen der Ameisen platziert werde. Kieselgur sollte nicht eingeatmet und von Kindern und Haustieren ferngehalten werden.

Quelle:

http://www.focus.de/immobilien/wohnen/wohnen-kerbel-farnkraut-und-backpulver-vertreiben-ameisen_aid_779075.html

Kommentar & Ergänzung:

Grundsätzlich müsste man ja vor allem festhalten, dass Ameisen Respekt und Schutz verdienen. Aber wenn sie in die Wohnung eindringen?

Interessant sind in diesem Zusammenhang Diskussionen innerhalb der Naturethik:

Soll die Natur (z. B. Ameisen) geschützt werden, weil sie in irgendwelchen Bereichen nützlich sind für die Menschen (anthropozentrische Position) oder weil sie einen Wert an sich haben, unabhängig von menschlichen Kriterien (physiozentrische Position).

Eine kleine Einführung in die Naturethik gibt’s übrigens im Kurs „Naturerlebnis Oberengadin“ vom 13. – 17. August 2012.

Zu den Tipps der Verbraucherzentrale Hamburg gegen Ameisen noch eine Anmerkung:

Ameisen sind tatsächlich sehr duftgesteuerte Tiere. Daher ist es gut möglich, dass sie sich durch starke Düfte quasi vom Weg abbringen lassen. Tausendgüldenkraut duftet allerdings kaum, es enthält vor allem Bitterstoffe. Bitter ist aber kein Geruch, sondern ein Geschmack. Mir ist nicht bekannt, dass Ameisen Geschmacksrezeptoren für bitter haben…….

Und Wacholder hat keine Blätter, sondern Nadeln.

Immer wieder höre ich ausserdem, dass Zimtpulver auf Ameisenstrassen gestreut, die Insekten ebenfalls vertreibt.

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Engelwurz

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Ich werde immer wieder einmal gefragt, wo denn Engelwurz wächst und wo man die Pflanze in der Natur sehen könnte. Vor kurzem sagte mir eine Kursteilnehmerin, dass sie die Engelwurz schon seit Jahren vergeblich suche.

Zur Beantwortung dieser Frage braucht es zuerst eine botanische Klärung: Die hauptsächlich als Arzneipflanze verwendete Echte Engelwurz ist Angelika archangelica (eigentlich Erzengelwurz). Bei uns in der Schweiz kommt die Pflanze in der Natur nicht, daher kann man sie lange suchen….Zu sehen ist sie nur in botanischen Gärten.

Angelica archangelica (Foto)

ist in Nordeuropa, Osteuropa, Sibirien, Himalaya und Nordamerika verbreitet.

Sie enthält ätherisches Öl und Bitterstoffe und ist eine alte traditionelle Heilpflanze, die vor allem im Mittelalter höchste Wertschätzung genoss. Unter anderem galt sie als Pestheilmittel.

„Verwendung findet vor allem die Wurzel (als Droge Angelicae radix), die Bitterstoffe und ätherische Öle enthält, also zu den Amara-Drogen gehört. Alkoholische Auszüge oder Tees werden gegen Appetitlosigkeit, leichte Magen- und Darmkrämpfe, Völlegefühl und Blähungen eingesetzt. Engelwurz wirkt karminativ, antimikrobiell und regt die Magensaft- und Bauchspeicheldrüsen-Sekretion an.

In der Volksmedizin wird das ätherische Öl (als Droge Angelicae aetheroleum) aus den Wurzeln innerlich gegen Schlaflosigkeit und äußerlich gegen Rheuma und Neuralgien angewendet. In größeren Mengen ist das ätherische Öl toxisch.

Das Öl aus Wurzeln und Samen ist Bestandteil von Kräuterlikören und Bitterschnäpsen, wie Boonekamp, Bénédictine und Chartreuse. Kandierte Stängel werden als Süßigkeit und als Verzierung für Backwaren angeboten. Engelwurz ist auch Bestandteil des Schneeberger Schnupftabaks.

Mit den Früchten werden Wermutwein, Gin und Chartreuse aromatisiert.“

(Quelle: Wikipedia)

Einheimisch ist bei uns die Wilde Engelwurz ( = Brustwurz, Wald-Engelwurz), Angelica sylvestris. Foto auf Wikipedia

Sie kommt gerne an Waldrändern und Bachufern vor und eignet sich auch gut für Wildpflanzengärten.

Wie andere Doldenblütler auch, ist der Wald-Engelwurz eine beliebte Nahrungsquelle für Honigbienen, Wildbienen (u. a. Sandbienen, Furchenbienen, Maskenbienen), Schwebfliegen. Die Blüten werden auch von vielen Käferarten als Pollenquelle genutzt (oft zu sehen: Purzelkäfer, Pinselkäfer, Bienenwolf, div. Bockkäferarten). Im Winter dient der Stängel vielen Insektenarten als Überwinterungsort.

Aus den Wald-Engelwurzfrüchten wurde früher ein Pulver gegen Läuse hergestellt. Die jungen Blätter wurden als Gemüse genutzt. Der Name „Brustwurz“ deutet auf eine Verwendung bei „Brustkrankheiten“ hin (gemeint wohl Husten, Bronchitis etc.).

Wald-Engelwurz kann man auf meinen Kräuterwanderungen eher in den Bergregionen antreffen und eher im Sommer als im Frühling. Die Kursdaten finden Sie hier.

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Riesenbärenklau: Risiko von Hautentzündungen

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Im Garten wuchernder Riesenbärenklau (Heracleum mantegazzianum, syn. Heracleum giganteum,) sollte jetzt im Frühsommer entfernt werden. Der auch als Herkulesstaude bekannte Doldenblütler verdrängt nicht nur andere Gewächse, sondern führt unter Einwirkung von Sonnenlicht bei Kontakt mit dem Saft auch zu starken Hautreaktionen. Erkennbar ist der bis zu vier Meter hohe Riesenbärenklau an seinen weißen Blütendolden mit bis zu 100 Zentimetern Durchmesser, den tief eingeschnittenen Blättern und an dem bis zu 10 Zentimeter starken, knotigen Stängel.

Foto auf Wikipedia,

Alle Pflanzenteile enthalten phototoxisch wirkende Furanocumarine, die in Kombination mit Sonnenlicht zu schweren Hautreaktionen führen. Auf der Haut entwickeln sich nach dem Kontakt mit dem Gift häufig erst mit einer Verzögerung von zwei oder drei Tagen Blasen, die an eine schwere Verbrennung erinnern. Hauptsächlich Kinder sind gefährdet, warnt der Landesverband Hamburg und Sachsen des Naturschutzbundes Deutschland (NABU).

Kommen Kinder mit Pflanzensaftspritzern in Kontakt, sollten gemäss NABU die betroffenen Hautstellen gründlich mit Wasser und Seife gewaschen und mit Sonnencreme eingerieben werden. Zwei bis drei Tage sollte das Kind die Sonne meiden. Bei starken Reaktionen ist ärztliche Behandlung nötig.

Beim Eliminieren der Stauden müssen zuerst die Blütendolden abgehackt werden. Dies muss sehr vorsichtig durchgeführt werden, da andernfalls Samen abfallen und nachreifen können. Eine Riesenbärenklau-Pflanze kann bis zu 10.000 Samen entwickeln. Deshalb sollten die Dolden auch keinesfalls auf dem Kompost entsorgt werden.

Den Rest der Pflanze muss man abhacken und ie Wurzel bis in etwa 15 Zentimeter Tiefe abstechen. Hat sich die Pflanze schon weit ausgebreitet, ist Mähen am sinnvollsten. Dies muss allerdings mehrmals im Abstand von zirka zehn Tagen wiederholt werden, da sich immer wieder Blüten ausbilden können. Während der Arbeit, die möglichst in der Dämmerung oder bei starker Bewölkung durchgeführt wird, sind lange Kleidung, Handschuhe und Gesichtsschutz nötig.

Quelle:

http://de.nachrichten.yahoo.com/riesenbärenklau-gefahr-von-hautreaktionen-090012248.html

Kommentar & Ergänzung:

Zusammen der Ambrosia, (Ambrosia artemisiifolia), die schwere Allergien auslösen kann, ist der Riesenbärenklau bei uns wohl der medizinisch problematischste Neophyt (Neueinwanderer). Sein natürliches Verbreitungsgebiet liegt im Kaukasus.

Und wie kam die Pflanze nach Mitteleuropa?

„ Die Ausbreitung in Mitteleuropa geht auf den russischen Zaren Alexander I. zurück. Er schenkte dem Fürsten Metternich nach dem Wiener Kongress (1815) eine riesige Malachitvase voll Samen des Riesen-Bärenklaus. Der Fürst wiederum pflanzte diese in den Treibhäusern seiner Sommerresidenz in Böhmen im Schloss Königswart als Zierpflanze an.

Im restlichen Europa wurde der Riesen-Bärenklau etwa 1890 als Zierpflanze eingeführt und zuerst in den Parks des englischen Königshofs angepflanzt. Als Zierpflanze wird er noch heute gelegentlich in Gärten und Parks verwendet.

Zur mitteleuropäischen Ausbreitung des Riesen-Bärenklaus hat wesentlich beigetragen, dass der Pflanze ein wirtschaftlicher Nutzen unterstellt wurde. Imkern wurde er in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wiederholt als Bienenweide empfohlen, und in der Forstwirtschaft verwendete man sie, weil man mit den dichten Beständen dieser Pflanze dem Wild zusätzliche Deckung geben wollte und man der Überzeugung war, mit dieser Pflanze Böschungen befestigen zu können.“

(Quelle: Wikipedia)

Zur Bedeutung des Riesenbärenklaus als invasiver Neophyt schreibt Wikipedia:

„ Der Riesen-Bärenklau wird als invasiver (=eindringender) Neophyt eingestuft und seine Ausbreitung häufig sehr emotional wahrgenommen oder reißerisch in der Presse kommentiert. Diese Reaktion ist teilweise darauf zurückzuführen, dass die Pflanze erhebliche gesundheitliche Risiken in sich birgt und bereits bloße Berührungen ernsthafte gesundheitliche Schädigungen nach sich ziehen können.

Neben gesundheitlichen Gefährdungen, die durch den Riesen-Bärenklau verursacht werden, gibt es noch folgende:

In Schweden kam es durch hohe Riesen-Bärenklau-Stauden an Straßenrändern zu Sichtbeschränkungen im Straßenverkehr.

Da die Wurzeln des Riesen-Bärenklaus keine böschungsbefestigende Wirkung haben, diese Pflanze jedoch häufig am Rand von Fließgewässern gedeiht, kann von ihnen eine erhöhte Erosionsgefahr ausgehen.

Erosionsgefährdung trat auch an den Hängen von Hohlwegen auf.

Zu Ertragsverlusten kann es kommen, wenn Riesen-Bärenklau-Stauden sich auf Äckern und Wiesen etablieren.

Standorte, die von Riesen-Bärenklau dominiert werden, weisen im Vergleich zur benachbarten Vegetation ein geringeres Artenspektrum auf. Er breitet sich vorwiegend an solchen Standorten aus, die durch menschliche Eingriffe stark verändert sind – in der Botanik werden solche als „anthropogen gestörte Standorte“ bezeichnet. Arten, die sich wegen ihrer Gefährdung auf der Roten Liste befinden, sind auf solchen Standorten selten zu finden. Vereinzelt dringt der Riesen-Bärenklau in gefährdete Biotope ein und konkurriert mit seltenen Arten oder behindert Pflegemaßnahmen des Naturschutzes.

Der ökologische Schaden, der vom Riesen-Bärenklau ausgeht, ist verglichen mit anderen invasiven Neophyten wie beispielsweise der Späten Traubenkirsche oder der Gewöhnlichen Robinie eher gering. Die breite öffentliche Wahrnehmung des Riesen-Bärenklaus als problematischer Neophyt resultiert daher vor allem aus den Risiken für die menschliche Gesundheit.“

(Quelle: Wikipedia)

Was gibt es sonst noch für relevante Neophyten?

Ein weiterer bedeutender Neophyt ist die Kanadische Goldrute (Solidago canadensis), die in Feuchtgebieten epidemisch auftreten kann, dabei viele andere Pflanzenarten verdrängt und mit viel Aufwand entfernt werden muss. Immerhin könnte man sie in Nieren-Blasentees verwenden und für Insekten ist sie noch spät im Sommer eine gute Nahrungsquelle.

An Flussufern verbreitet sich gern das Drüsige Springkraut (Impatiens glandulifera), das ursprünglich aus Indien stammt. Es wurde als Zierpflanze eingeführt.

Problematisch ist auch der Japanische Staudenknöterich (Fallopia japonica). Er stammt ursprünglich aus Ostasien und ist in China, Korea und Japan heimisch. Die Pflanze wurde um 1825 von Philipp Franz von Siebold als Zierpflanze und Viehfutterpflanze nach Europa gebracht. Auch in der Forstwirtschaft wurde der Japanische Staudenknöterich gezielt angepflanzt. Das Gewächs sollte als Äsungspflanze für Rotwild sowie als Deckungspflanze für Fasane dienen. Es hat sich allerdings gezeigt, dass der Japanische Staudenknöterich als Äsung nicht angenommen wird und dass er als Deckungspflanze, auf Grund des Blattfalls im Winter, wenig geeignet ist. Großzügig an seiner Ausbreitung beteiligt waren zudem Imker, weil der Staudenknöterich noch im Frühherbst eine exzellente Bienenweide ist.

Siehe auch:

Ambrosia-Allergie – Ambrosia-Bekämpfung

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Naturkunde: Löwenzahn und Wildbienen

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Jetzt im Frühling kann man auf den Blüten des Löwenzahns gut Wildbienen beobachten.

Ich weiss nicht genau warum das so ist, aber mir fallen im Frühling die Wildbienen auf dem Löwenzahn jedenfalls speziell auf.

In Deutschland, Österreich und die Schweiz leben rund 730 Wildbienenarten. Sie „hören“ auf so spezielle Namen wie Sandgängerbienen, Kurzhornbienen, Steppenglanzbienen, Sandbienen, Harzbienen, Wollbienen, Pelzbienen, Kraftbienen, Hummeln, Buntbienen, Keulhornbienen, Scherenbienen, Kegelbienen, Seidenbienen, Hosenbienen, Zweizahnbienen, Glanzbienen, Schmuckbienen, Filzbienen, Langhornbienen, Furchenbienen, Löcherbienen, Maskenbienen, Steinbienen, Schenkelbienen, Mörtelbienen, Blattschneiderbienen, Trauerbienen, Sägehornbienen, Schwebebienen, Wespenbienen, Schienenbienen, Steppenbienen, Mauerbienen, Scheinlappenbienen, Zottelbienen, Schmarotzerhummeln, Graubienen, Schlürfbienen, Blutbienen, Düsterbienen, Spiralhornbienen, Fleckenbienen, Holzbienen.

Und wohlverstanden: Jede dieser Bezeichnungen gilt einer Gattung, die ihrerseits eine grosse Anzahl von Wildbienenarten umfassen kann.

Gut 40 Jahre meines Lebens war mir gar nicht klar, dass es Wildbienen gibt. Seither staune ich jeden Sommer über die Vielfalt der Wildbienenarten.

Wie erkennt man Wildbienen?

Wildbienen sind nicht einfach verwilderte Honigbienen. Sie unterscheiden sich im Aussehen oft sehr deutlich von Honigbienen.

Ein erster Schritt zur Entdeckung von Wildbienen ist es darum, sich das Aussehen der Honigbiene gut einzuprägen. Dann ist es nicht mehr so schwer, Abweichungen zu bemerken – zum Beispiel bei den Besucherinnen der Löwenzahnblüten.

Auch Laien können sich ein gutes Stück weit mit diesem faszinierenden Gebiet vertraut machen und eine weitgehend unbekannte Welt entdecken.

Einen Einstieg bietet das Buch von Heiko Bellmann:

Heiko Bellmann: Bienen, Wespen, Ameisen, Kosmos Naturführer

Eine gute Einführung in die Wildbienenkunde findet sich auf Wikipedia.

Und wenn Sie Pflanzen und Tiere in der Natur kennen lernen möchten, finden Sie hier die Daten und Orte meiner Alpenblumenkurse, Heilkräuterexkursionen und Naturseminare.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Kräuterexkursionen in den Bergen / Heilkräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital

Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

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Kräuter und ihre Wirkung: Zitronenmelisse

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„Die Kleine Zeitung“ veröffentlichte eine Zusammenstellung von Kräutern und ihren Wirkungen.

Zur Zitronenmelisse steht dort:

„ Zitronenmelisse (Melissa officinalis)

Der Duft der Zitronenmelisse entfaltet sich, wenn man die Blätter leicht zerreibt. Am besten werden die jungen Blätter und Triebspitzen vor der Blüte geerntet. Sie schmecken frisch oder getrocknet zu Salaten, Saucen, Obstsalat oder Fisch (nur kurz mitkochen). Sehr erfrischend im Sommer ist angesetzter Melissensirup verdünnt mit Wasser.“

Quelle:

http://www.kleinezeitung.at/allgemein/bauenwohnen/garten/multimedia.do?action=showEntry_detail&project=26860&_vl_backlink=/magazin/wellness/2750944/arzneitees-dem-garten.story

Kommentar & Ergänzung:

Die Heilwirkung der Zitronenmelisse kommt hier  zu kurz.

Hier eine Ergänzung dazu:

Die Melisse (Melissa officinalis, = Zitronenmelisse) gehört zu den Lippenblütlern. Melissenblätter enthalten ätherisches Öl mit den Hauptkomponenten Citral und Citronellal, die für das zitronenartige Aroma verantwortlich sind. Zudem Lamiaceen-Gerbstoffe (Hauptvertreter: Rosmarinsäure) und Flavonoide.

Als medizinisch anerkannt gelten folgende Anwendungsbereiche:

Innerlich bei funktionellen Magen-Darm-Beschwerden sowie bei nervös bedingten Einschlafbeschwerden. Äußerlich gegen Herpesinfektionen (Lippenbläschen durch Herpes simplex). Bei Fieberbläschen wirkt der Melissenextrakt mit dem Lamiaceen-Gerbstoff (in Salbenform angewendet), aber auch das Melissenöl. Echtes Melissenöl ist allerdings sehr teuer.

Gegen Einschlafstörungen wird Melissentee, Melissenöl (inhalativ, als Einreibung) oder Melissenextrakt eingesetzt.

Melissenextrakt wird oft kombiniert mit anderen Pflanzenextrakten, die beruhigende und einschlaffördernde Wirkungen zeigen: Hopfenextrakt, Passionsblumenextrakt, Baldrianextrakt.

Ein traditionelles Melissen-Präparat ist der „Melissengeist“.

Es handelt sich dabei um ein alkoholisches Mischdestillat. Melissenblätter, Orangenschalen, Ingwerwurzel, Nelken, Zimtrinde, Angelikawurzel und andere Heilpflanzen werden gemeinsam in Alkohol angesetzt und dann destilliert. „Karmelitergeist“ (Spiritus Melissae compositus) ist eine Mischung verschiedener ätherischer Öle, unter anderem Melissenöl (häufig ausgetauscht gegen das billigere Citronellöl), in Alkohol gelöst.

Zum „Melissengeist“ siehe auch:

Klosterfrau Melissengeist & Alkoholismus

Falls Sie an sorgfältigem Wissen über Wirkung und Anwendung von Heilpflanzen interessiert sind, finden Sie dazu meine Kurse und Lehrgänge oben über den Menüpunkt „Kurse“.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

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Infos auf www.phytotherapie-seminare.ch

Info-Treff Pflanzenheilkunde

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