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Können Flavonoide aus Rotwein, Heidelbeeren und Schwarztee vor Grippe schützen?

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Das „Aerzteblatt“ schreibt über sehr interessante Studien, die sich mit Zusammenhängen zwischen der Darmflora und Grippe-Infektionen befassen.

So haben Studien zum Beispiel gezeigt, dass die Pathogenität von Grippe-Viren von der Darmflora beeinflusst wird (Pathogenität von pathogen = eine Krankheit verursachend).

Mäuse sterben häufiger an einer Grippe, wenn ihre Darmflora zuvor durch Antibiotika beseitigt wurde. Wissenschaftler der Washington University School of Medicine in St. Louis vermuten, dass die schützende Wirkung über das Immunsystem zustande kommt. Der Darm enthält die größte Ansammlung von Immunzellen im Organismus, und die Darmbakterien sind entscheidend daran beteiligt, die Abwehrzellen für ihre Aufgabe der Infektabwehr auszubilden. Dabei spielt die Aktivierung von Typ I-Interferonen eine bedeutende Rolle, die von verschiedenen Körperzellen als Reaktion auf Virusinfektionen gebildet werden.

Mäuse, die aufgrund eines Gendefekts verstärkt Typ I-Interferone bilden, zeigten in Experimenten eine erhöhte Resistenz gegen Grippe-Infektionen.

Eine ähnliche Schutzwirkung wie die Gene entfalteten in weiteren Untersuchungen Darmbakterien. Da diese Darmbakterien nicht die Lunge als Eintrittspforte der Grippe-Viren erreichenkönen, muss es eine vermittelnde Substanz geben, die den positiven Effekt bewirkt.

Die Wissenschaftler suchten daher systematisch nach Stoffwechselprodukten der Darmbakterien, die in der Lage sein könnten, die Produktion von Typ I-Interferonen zu erhöhen. Dabei stiessen sie auf Desaminotyrosin.

Das Darmbakterium Clostridium orbiscindens, ein Verwandter des gefürchteten Durchfallerregers Clostridium difficile, kann Desaminotyrosin bei der Verstoffwechselung von Flavonoiden aus Rotwein, Heidelbeeren oder bestimmten Teesorten herstellen.

Desaminotyrosin hat in tierexperimentellen Studien die Produktion von Typ I-Interferonen angeregt und Mäuse vor tödlichen Grippe-Infektionen geschützt. Die Studie wurde in Science (2017; 357: 498-502) publiziert und wirft ein neues Licht auf die Bedeutung der Darmflora für die Infektionsabwehr, auch wenn die klinische Bedeutung für die Humanmedizin offen bleiben muss.

Flavonoide sind eine Gruppe von Pflanzenfarbstoffen, die in unter anderem in Petersilie, Heidelbeeren, Schwarztee, Zitrusfrüchten und Rotwein enthalten sind.

Weitere Untersuchungen haben gezeigt, dass die orale Gabe von Desaminotyrosin Mäuse vor einer Grippe schützt. Die Substanz bewahrte die Mäuse vor einem sicheren Grippetod, der sie erwartete, wenn ihre Darmflora vor der Infektion durch einen Antbiotika-Cocktail aus Vancomycin, Neomycin, Ampicillin und Metronidazol eliminiert wurde. Das spricht dafür, dass Desaminoyrosin offenbar die Schutzwirkung der Darmflora vermittelt.

Es sind nur nur wenige Darmbakterien bekannt, die in der Lage sind, Flavonoide abzubauen. Dazu zählt Clostridium orbiscindens. Dieser normale Darmbewohner reagiert empfindlich auf die Antibiotika Vancomycin und Metronidazol, was erklären könnte, weshalb Antibiotika-Behandlungen (bei Mäusen) die Pathogenität einer Grippe steigern.

Welche Bedeutung diese Entdeckung für die klinische Medizin und damit für den Menschen hat, ist unklar.

Denkbar wäre die vorbeugende Behandlung mit Desaminotyrosin.

Tatsächlich überlebten Mäuse die für sie im Normalfall tödliche Grippe, wenn sie vorgängig eine Woche lang mit Desaminotyrosin behandelt wurden. Die Behandlung blieb wirkungslos, wenn die Behandlung erst zwei Tage nach der Infektion mit den Grippe-Viren begonnen wurde. Die Sterblichkeit war dann laut sogar erhöht. Eine andere Konsequenz aus diesen Erkenntnissen könnte die Vermeidung unnötiger Antibiotikatherapien sein.

 

Allerdings fehlt es weitgehend an epidemiologischen Daten, die eine gesteigerte Anfälligkeit von Menschen für grippale Infekte nach Antibiotikatherapien zeigen. Eine vorbeugende Wirkung von Desaminotyrosin müsste zudem noch in klinischen Studien untersucht und bestätigt werden.

Das „Aerzteblatt“ schliesst mit der Bemerkung:

„Die Nutzen-Schadenbilanz von Rotwein dürfte eher negativ ausfallen. Gegen eine gesunde ausgewogene Ernährung mit anderen Flavonoid-haltigen Nahrungsmitteln dürfte nichts einzuwenden sein.“

 

Quelle:

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/sw/Grippe%2FInfluenza?nid=77460

http://science.sciencemag.org/content/357/6350/498

 

Kommentar & Ergänzung:

Flavonoide gehören zur Gruppe der Polyphenole und sind eine sehr interessante Wirkstoffgruppe in der Phytotherapie. Über mögliche indirekte Wirkungen von Polyphenolen im Zusammenhang mit Verstoffwechselungsprozessen der Darmflora gibt es bereits einige Forschungsarbeiten.

Die hier präsentierten Forschungen zum Thema Grippeprophylaxe sind sehr spannend. Es zeigt sich dabei aber auch, dass diese Ergebnisse aus dem Labor und mit Mäusen noch sehr viele Fragen offen lassen, was eine wirksame Anwendung beim Menschen angeht.

Noch ist überhaupt nicht klar, ob Menschen von diesen Erkenntnissen profitieren, und falls das irgendwann der Fall sein sollte, wird wohl ein Pharmaprodukt auf der Basis von Desaminotyrosin daraus hervorgehen. Das lässt sich dann patentieren, wodurch die Forschungskosten wieder hereingespielt werden können. So funktionieren halt unsere Forschung und unsere Wirtschaft. Dass die Weinproduzenten eine klinische Studie mit Rotwein sponsern ist kaum anzunehmen.

Für die Phytotherapie scheint mir ein interessanter Punkt, dass Flavonoide über dieses Zusammenspiel mit der Darmflora eine ganz neue Kategorie von Wirkungen haben könnten. Auch unterstreichen diese Studien die grosse Bedeutung einer intakten Darmflora. Und dass flavonoidreiche Nahrungsmittel ein wichtiger Bestandteil einer vielfältigen Ernährung sind, wird durch diese Erkenntnisse erneut unterstrichen.

Beachtenswert sind dabei insbesondere die Anthocyane, eine Untergruppe der Flavonoide, die als blaue und rote Farbstoffe zum Beispiel in Beeren vorkommen (Heidelbeeren, Aroniabeeren, Schwarze Holunderbeeren, Schwarze Johannisbeern, Brombeeren, Himbeeren). Beiträge zum Thema „Anthocyane“ finden Sie, wenn Sie diesen Begriff als Suchwort oben rechts auf dieser Website ins Suchfeld eingeben.

 

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Eisenpräparate nicht mit Kaffee, Grüntee, Schwarztee oder Rotwein kombinieren

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Eisenpräparate sollte man nicht zusammen mit Kaffee, Schwarztee, Grüntee oder Rotwein einnehmen. Diese Getränke reduzieren die Aufnahme von Eisen in den Körper durch ihren Gerbstoffgehalt.

Gerbstoffe binden die Eisenionen.

Quelle:

http://www.t-online.de/gesundheit/id_41285508/medikamente-wechselwirkung-mit-lebensmitteln.html

Kommentar & Ergänzung:

Grundsätzlich ist zu empfehlen, Medikamente nur mit Wasser einzunehmen.

Gerbstoffe aus Grüntee und Schwarztee sollen auch die Eisenaufnahme aus pflanzlichen Speisen verringern können. Das fällt allerdings nur ins Gewicht, wenn man Grüntee oder Schwarztee in grossen Mengen und regelmässig zu den Mahlzeiten trinkt. In diesem Fall wäre es günstiger, einen zeitlichen Abstand von einer Stunde einzuhalten zwischen der Mahlzeit und der Teeaufnahme.

Das Standardwerk „Teedrogen und Phytopharmaka“ schreibt dazu:

„Durch üblichen Teekonsum wird die Aufnahme von Eisen aus der Nahrung (Komplexbildung mit Tee-Polyphenolen) nicht negativ beeinflusst; bestenfalls sollte bei bekanntem Eisenmangel zwischen Mahlzeiten und Teetrinken vorsichtshalber ein zeitlicher Abstand von etwa 1 Stunde eingehalten werden.“

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Koffein während der Schwangerschaft?

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Studienresultate halten einen Verzehr von bis zu drei Tassen Kaffee während der Schwangerschaft als unbedenklich.

Vom Konsum von Energydrinks während der Schwangerschaft wird aber abgeraten.

Während der Schwangerschaft komplett auf Kaffee und andere koffeinhaltige Getränke zu verzichten ist unnötig.

Bis zu drei Tassen Kaffee täglich gelten als unbedenklich, erklärt das Netzwerk Gesund ins Leben.

So zeigten Studienresultate beim Konsum von bis zu drei Tassen Kaffee während der Schwangerschaft keine nachteiligen Wirkungen auf Gestationsdauer und Geburtsgewicht. Im Sinne eines präventiven Gesundheitsschutzes wird allerdings vorsorglich von hohen Koffeinmengen abgeraten. Deshalb sollten Schwangere auf Energydrinks verzichten, die hohe Koffeinmengen pro Portion enthalten.

Quelle:

https://www.bzfe.de/inhalt/koffein-in-der-schwangerschaft-30742.html

 

Kommentar & Ergänzung:

Gemäss European Food Safety Authority (EFSA) gilt für schwangere und stillende Frauen, dass eine über den gesamten Tag verteilte Koffein-Aufnahme aus allen Quellen von bis zu 200 mg pro Tag für den Fötus unbedenklich ist.

(Quelle: Wikipedia)

Eine Tasse Kaffee (150 ml) enthält etwa 30 bis 100 mg Koffein, eine Tasse Schwarztee je nach Zubereitungsart bis zu 50 mg. Das im Tee vorkommende Koffein wurde früher Thein (von französisch thé) genannt, ist chemisch jedoch exakt der gleiche Stoff wie im Kaffee. Energy-Drinks wie „Red Bull“ enthalten ca. 80 mg Koffein pro Dose.

(Quelle: http://www.chemie.de/lexikon/Koffein.html).

Fundierte Angaben finden sich im Standardwerk „Biogene Arzneimittel“:

„Bei einem durchschnittlichen Coffeingehalt von 60 – 100mg /Tasse (150ml)kann der Genuss von bis zu fünf Tassen Kaffee durch einen Erwachsenen als toxikologisch unbedenklich angesehen werden. Vorsicht ist geboten bei Personen mit labilem Herz-Kreislauf-System, Nierenkrankheiten, Magengeschwüren, Überfunktion der Schilddrüse, erhöhter Krampfbereitschaft oder bestimmten psychischen Störungen (panische Angstzustände). Schwangere sollten möglichst auf den Kaffeekonsum verzichten, zumindest aber eine Dosis von 300 mg /d nicht überschreiten (3 Tassen Kaffee, 9 Tassen Tee oder 7 kleine Gläser Colagetränk). Säuglinge, deren stillende Mütter viel Kaffee trinken, können Schlafstörungen zeigen.“

 

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Krebstherapie: Sport und Phytotherapie bei Fatigue

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Zahlreiche Krebspatienten leiden während und nach einer Chemotherapie unter Fatigue. Das sogenannte Erschöpfungssyndrom kann die Erkrankten in ihrer Lebensqualität stark beeinträchtigen. Auf dem Deutschen Krebskongress in Berlin haben Fachleute diskutiert, wie den Betroffenen geholfen werden kann.

Fatigue ist eine häufige Begleiterscheinung in der Tumorbehandlung. Zwischen 60 und 100 Prozent der Krebspatienten klagen während der Therapie über ausgeprägte Müdigkeit und bei mehr als jedem Vierten tritt das Erschöpfungssyndrom als Langzeitfolge nach Abschluss der Behandlung auf. Die dem Erschöpfungssyndrom zugrunde liegenden Mechanismen sind bislang unklar.

Wichtige Elemente für die Therapie der Fatigue sind die Verhaltenstherapie und die gezielte Schulung der Patienten. In Einzel- und Gruppengesprächen können sie lernen, mit ihrer Situation besser umzugehen, zum Beispiel mithilfe bestimmter Entspannungstechniken. Denn die reduzierte Leistungsfähigkeit führt häufig zu Stress und letztlich zu Depressionen.

Mit Sport bei Fatigue nicht übertreiben

Auch Sport kann dazu beitragen, das Befinden bei Fatigue zu verbessern. Dr. Freerk Baumann von der Deutschen Sporthochschule Köln warnt aber davor, die Erkrankten zu stark zu beanspruchen. Je nachdem, welche Folgeerscheinung der Krebstherapie man behandeln möchte, gebe es völlig unterschiedliche Bewegungsprogramme. Wer während der Behandlung unter Fatigue leidet, sollte etwa vier bis fünf Stunden pro Woche spazieren gehen. So ließe sich das beste Resultat erzielen. Mehr Bewegung bringe in diesem Fall eher schlechtere als bessere Resultate, erklärt Baumann.

Da Sport vom Körper als Stress wahrgenommen werde und zu einem höheren Energieverbrauch führe, müsse nach dem aktuellen wissenschaftlichen Stand das Pensum laut Baumann an die Schwere des Erschöpfungszustands angepasst werden. Je ausgeprägter die Fatigue ist, desto weniger intensiv sollte laut Baumann das Training ausfallen.

Zu klären bleibe beispielsweise, ob körperliche Aktivität an der frischen Luft einen höheren Nutzen habe als Training in der Halle oder im Fitnessstudio.

Ergänzend zu solchen Massnahmen kann auch der Einsatz pflanzlicher Arzneimittel erwogen werden, sagt Dr. Matthias Rostock vom Institut für komplementäre und integrative Medizin am Universitätsspital Zürich. Die Phytotherapie könne helfen, die Patienten für andere Maßnahmen zu aktivieren.

Günstig wirkt laut Rostock Guarana bei der akuten Fatigue während einer Chemotherapie bei Brustkrebspatientinnen. Verglichen mit Placebo habe sich die Symptomatik der Frauen bei der Behandlung mit Guarana signifikant verbessert und sie klagten deutlich weniger über Übelkeit und Schlafstörungen. Baldrian ist laut Rostock gegen Schlaflosigkeit zwar wenig effektiv, wirkt dafür jedoch gegen nervöse Erschöpfung. Das entspreche der ursprünglichen Indikation für den Einsatz von Baldrianwurzel, erklärt Rostock.

Gut erforscht sei insbesondere die Wirksamkeit von Ginseng. Bei Tagesdosen von 1 bis 2 g fühlen sich rund 30 Prozent der Patienten besser. Das zeigt nach Rostock aber auch, dass Ginseng nicht jedem hilft. Der positive Effekt von Ginseng sei während der Chemotherapie signifikant, nach Beendigung der Behandlung aber deutlich schwächer ausgeprägt.

Quelle:

http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=62425

Kommentar & Ergänzung:

Zum Thema „Sport & Fatigue“ siehe:

Krafttraining bessert krebsbedingte Erschöpfung bei Fatigue

Gut dosierter Sport lindert Müdigkeit bei Krebs und Fibromyalgie

 

Zum Thema „Ginseng & Fatigue“ siehe:

Ginseng-Behandlung reduziert Fatigue-Smptome bei Krebserkrankung

Onkologie: Fatigue & Roter Ginseng

Ginseng lindert Fatigue bei Krebskranken

Onkologie / Palliative Care: Was hilft bei Fatigue?

Zu Guarana:

Guarana enthält als wirksamen Inhaltsstoff Coffein. Zum Thema „Guarana & Fatigue“ gibt es eine Studie mit positivem Resultat:

„Guarana (Paullinia cupana) improves fatigue in breast cancer patients undergoing systemic chemotherapy…..

RESULTS: Guarana significantly improved the FACIT-F, FACT-ES, and BFI global scores compared to placebo on days 21 and 49 (p < 0.01). The Chalder Scale improved significantly on day 21 (p < 0.01) but not on day 49 (p = 0.27). Guarana did not produce any Common Terminology Criteria for Adverse Events grades 2, 3, or 4 toxicities and did not worsen sleep quality or cause anxiety or depression.

CONCLUSIONS: Guarana is an effective, inexpensive, and nontoxic alternative for the short-term treatment of fatigue in BC patients receiving systemic chemotherapy. Further studies are needed to confirm these results and to evaluate their generalizability to chronic CRF and to other types of cancer.“

Quelle: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21612429

Die Studie gibt zwar Hinweise auf einen günstigen Effekt von Guarana, sie ist aber von der Zahl der teilnehmenden Patienten her klein und kann die Wirksamkeit nicht einwandfrei belegen. Eigenartig ist bei dieser Studie die Dosierung von zweimal täglich 50mg Guarana. Normalerweise wird bei Guaranapulver als Tagesdosis 1 – 3 Gramm empfohlen (entsprechend etwa 50 – 150 mg Coffein). Eine Tasse Kaffee (150 ml) enthält aber auch bereits zirka 60 – 100 mg Coffein (Angaben aus: Biogene Arzneimittel).

Was Guarana gegenüber anderen Coffeinquellen wie Kaffee, Grüntee, Schwarztee oder Matetee für Vorteile haben soll, ist mir nicht plausibel ersichtlich.

Als Vorteil wird manchmal angeführt, dass das Coffein aus Guarana im Gegensatz zum Coffein aus Kaffee langsamer in den Körper aufgenommen werden soll, weil es an Gerbstoffe gebunden vorliegt. Das soll zu einer länger anhaltenden Wirkung führen.

Dieser postulierte Retard-Effekt konnte aber in neueren Untersuchungen nicht bestätigt werden. Die Freisetzung und Aufnahme von Coffein aus Guarana entspricht derjenigen aus Präparaten mit reinem Coffein (Angaben gemäss: Teedrogen und Phytopharmaka)

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Coffein und Thein – unterschiedlich oder dasselbe?

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Letzte Woche wurde ich an einem Seminar wieder einmal gefragt, was der Unterschied sei zwischen dem Thein im Schwarztee & Grüntee, und dem Coffein im Kaffee.

Coffein und Thein sind nur zwei verschiedene Bezeichnungen für die gleiche Substanz. Heute spricht man meistens auch bei Grüntee und Schwarztee von Coffein.

Die Substanz Coffein verhält sich allerdings anders im Tee und im Kaffee.

Im Kaffee ist Coffein an einen Chlorogensäure-Kalium-Komplex gebunden, wird nach dem Kontakt mit der Magensäure unmittelbar freigesetzt und wirkt daher rasch.

Im Schwarztee und Grüntee hingegen ist das Coffein an Polyphenole gebunden und wird erst im Darm freigesetzt, wodurch die Wirkung später eintritt und länger anhält.

Lässt man Schwarztee oder Grüntee nur kurz ziehen – zum Beispiel 2 Minuten – lösen sich nur geringe Mengen an Polyphenolen. Damit bleibt mehr Coffein ungebunden und bewirkt den anregenden Effekt.

Lässt man Schwarztee oder Grüntee länger ziehen – etwa 10 Minuten – lösen sich mehr Polyphenole. Coffein wird dadurch stärker gebunden und die anregende Wirkung wird abgeschwächt. Der Tee wird dadurch geschmacklich bitterer und seine Wirksamkeit gegen Durchfall und äusserlich gegen Hautentzündungen steigt.

Beim Kaffee hängt der Coffeingehalt entscheidend von der Zubereitungsart ab.

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Heiserkeit mit Salbei-Inhalation lindern

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In der kalten Jahreszeit tritt im Rahmen von Erkältungen oft auch Heiserkeit auf. Zur Linderung der Beschwerden können Betroffene mit einer Salzlösung gurgeln oder Salbeitee trinken. Das Inhalieren von Wasserdampf mit Salbeiextrakt tut ebenfalls gut.

Grundsätzlich gilt bei Stimmproblemen als Empfehlung: Nicht rauchen sowie auf Alkohol oder Kaffee verzichten. Auch Grüntee oder Schwarztee verzichten Betroffene besser. Dauert Heiserkeit länger als drei Wochen an, sollte sie ärztlich abgeklärt werden.

Quelle: http://www.hno-aerzte-im-netz.de/news/hno-news/heiserkeit_mit_salbei_lindern.html

(dpa, Bundesverband der Apothekerverbände, äin-red)

Kommentar & Ergänzung:

Diese Meldung auf dem Portal „HNO-Ärzte im Netz“, die ich hier ausschnittweise und etwas umgebaut, aber sinngemäss, wiedergebe, enthält einige interessante Punkte.

Bemerkenswert ist der Rat zu Inhalationen mit Wasserdampf und Salbeiextrakt. Bei Heiserkeit braucht es eine Einwirkung in die tieferen Regionen des Halses und da kann ich mir vorstellen, dass die Inhalation besser passt als die Gurgelung.

Inhaliert man mit Salbei, dann kommt als Wirkstoff nur das flüchtige ätherische Salbeiöl zum Zug. Die Inhalation kann mit einem alkoholischen Salbeiextrakt (z. B. Salvia Wild) oder mit Salbeitee durchgeführt werden. Salbeiöl wirkt vor allem antimikrobiell. Beim Gurgeln mit Salbeitee kommen zusätzlich Gerbstoffe zur Wirkung, die Entzündungen hemmen. Aber eben: Es fragt sich, ob die Gurgelung tief genug wirkt, um den Ursprungsort der Heiserkeit zu erreichen.

Nicht klar ist mir, weshalb Grüntee und Schwarztee bei Heiserkeit kontraindiziert sein sollen. Am Koffeingehalt kann es meines Erachtens nicht liegen. Falls die Befürchtung dahinter steht, dass die Gerbstoffe die Schleimhäute zu stark austrocknen, lässt sich der Gerbstoffgehalt reduzieren, wenn der Tee nur kurz ziehen gelassen wird (1 – 2 Minuten). Im übrigen hat auch Salbeitee einen relevanten Gerbstoffgehalt, und Salbeitee wird in der Meldung ja ausdrücklich empfohlen. Da sind also noch ein paar Fragen ungeklärt.

Bei Heiserkeit sind zudem die GeloRevoice Lutschtabletten eine interessante Option. Sie geben sehr langsam ein schützendes Gel ab, das die Schleimhäute feucht hält.

 

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Schwarztee lindert Sonnenbrand

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Schwarztee wird in der Phytotherapie oft empfohlen zur Linderung von Sonnenbrand. Interessant ist, dass dieses Hausmittel inzwischen auch Support bekommt von Hautärzten.

Beispiel 1:

Dr. Reinhard Mrotzek, Hautarzt und Mitglied im Berufsverband der Deutschen Dermatologen (BVDD), kommt auf  T-online zu Wort:

«Viel besser als Quark ist schwarzer Tee geeignet. Dieser wirkt entzündungshemmend und kühlend. „Doch dafür muss man keine Teebeutel auf die Haut legen. Wer schwarzen Tee zubereitet und ihn, nachdem er abgekühlt ist, auf die Haut aufträgt, hat den gleichen Effekt“, sagt der Sonnenschutz-Experte. Auch hier sind Kompressen bestens geeignet. Die zerstörte Haut reparieren kann der Tee aber nicht, sondern lediglich die Symptome lindern. Das gilt auch für After-Sun-Lotions und –Cremes.»

Quelle: http://www.t-online.de/lifestyle/gesundheit/id_63907268/erste-hilfe-bei-sonnenbrand-quark-lindert-den-schmerz.html

Beispiel 2:

Prof. Dr. med. Reinhard Dummer vom Universitätsspital Zürich auf 20min.ch zur Frage, was zu tun ist bei einem Sonnenbrand:

« Kühlende Umschläge helfen: Einfach Schwarztee aufsetzen, auskühlen lassen, in den Kühlschrank stellen und dann Kompressen einlegen und auf die verbrannten Stellen auflegen. Eventuell empfiehlt sich die Einnahme einer Schmerztablette wie zum Beispiel Aspirin. Auf jeden Fall sollte man am nächsten Tag unbedingt die Sonne meiden.»

Auf die Frage, ob man bei einem Sonnenbrand kein Aftersun-Produkt auftragen müsse, kommt Dummer noch auf ein weiteres Hausmittel zu sprechen:

«Müssen tun sie das nie. Denn die Wirkung ist nicht wissenschaftlich erwiesen. Wenn sie ihre Haut kühlen möchten, können sie auch Gurkenscheiben auflegen.»

Quelle:

http://www.20min.ch/sogehtsommer/sommer/story/27908403

Kommentar & Ergänzung:

Man macht beim Schwarztee die adstringierende Wirkung der Gerbstoffe für die lindernde Wirkung bei Sonnenbrand verantwortlich. Schwarztee enthält aber neben den Gerbstoffen auch weitere Polyphenole mit antioxydativer Wirkung. Da auch Grüntee reich an Gerbstoffen und weiteren Polyphenolen ist, dürfte er sich zur Linderung von Sonnenbrand ebenso eignen.

Wichtig: Mit kochendem Wasser übergiessen, etwa 10 Minuten ziehen lassen (weil sich die Gerbstoffe langsam lösen), abkühlen lassen.

Schwarztee und Grüntee eignen sich auch zur Linderung von Hautentzündungen anderer Genese, zum Beispiel bei Intertrigo, auch „Hautwolf“ genannt. Dabei handelt es sich um eine entzündliche Hauterkrankung, die auf gegenüberliegenden Hautoberflächen in Hautfalten entsteht, zum Beispiel im Genitoanalbereich, an der Leiste, in Bauchfalten und unter den Brüsten. Ausgelöst wird sie zum einen von Reibung, gestauter Wärme und Feuchtigkeit, welche die Hautbarriere stören und zum anderen von einer Superinfektion mit Pilzen oder Bakterien. Vor allem bei nässenden Hautentzündungen haben sich Schwarztee-Kompressen bewährt. Ich bin immer wieder beeindruckt, wenn ein so simples und billiges Mittel funktioniert.

Siehe auch:

Schwarztee bei Windeldermatitis

Schwarztee gegen Hautentzündungen

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Altes Hausmittel: Hilft Quark gegen Sonnenbrand?

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Diese Frage stellt die Zeitung „Express“ einem Experten, dem Oberarzt und Leiter des Hauttumorzentrums an der Charité der Universitätsmedizin Berlin, Claas Ulrich.

Antwort:

„Das ist natürlich nichts, was man wirklich empfehlen kann.“

Stattdessen empfiehlt er, etwas gegen die Entzündung zu machen. Am besten versuche man, sanft zu kühlen, folgt darauf als guter Ratschlag.

Quelle:

http://www.express.de/ratgeber/gesundheit/altbekanntes-hausmittel-hilft-quark-wirklich-gegen-sonnenbrand–24603138

Kommentar & Ergänzung:

Ähm…was macht denn der Quark anderes als sanft zu kühlen?

Zugegeben, mir sind keine fundierten Studien bekannt, die eine kühlende Wirkung von Quarkauflagen / Quarkwickeln belegen würden. Wahrscheinlich gibt es solche Studien nicht, denn wer soll schon Interesse daran haben, sie zu finanzieren. Quark lässt sich nun mal nicht patentieren. Aber brauche ich denn eine Studie, um zu beweisen, dass Quark kühlend wirkt? Bestimmt nicht, solange es um ein Mittel geht, das so billig und risikofrei ist wie Quark. Und die kühlende Wirkung zeigt sich bei der Anwendung überzeugend genug.

Ich finde es schade, wenn einfache Hausmittel so flapsig und ohne fundierte Argumente abgetan werden.

Studien sind in vielen Fällen unverzichtbar, zum Beispiel wenn es um teure Interventionen geht oder wenn es für das Leben und die Gesundheit von kranken Menschen entscheidend ist, ob eine Behandlung wirksam ist oder nicht.

Bei Quark gegen Sonnenbrand liegt der Fall aber ganz anders. Es macht Sinn, auch Hausmittel kritisch unter die Lupe zu nehmen, aber dann bitte schön mit Argumenten.

Sanft kühlen, das könne in Form einer kühlenden Lotion, einer Pflegemilch oder Creme sein, empfiehlt der Artikel im „Express“. Und das ist überzeugender belegt als Quark?

Wem Quark gegen Sonnenbrand gut tut, der soll das einfach anwenden. Ich bin da schlicht in der Pro-Quark-Partei.

Etwas anders sieht die Sache aus, wenn es um die immer wieder erzählten Geschichten geht, wonach Quarkauflagen / Quarkwickel Giftstoffe oder Bakterien aus dem Körper ziehen. Das ist mit allergrösster Wahrscheinlichkeit Mumpitz. Wenn man nachfragt, wie genau es der Quark schafft, Giftstoffe und Bakterien aus dem Körper zu ziehen, dann bekommt man meistens ziemlich skurrile Erklärungen zu hören wie „mittels Osmose“.

Osmose braucht aber eine halbdurchlässige Membran. Wenn unsere Haut eine halbdurchlässige Membran wäre, dann bekämen wir ernsthafte Probleme in der Badewanne. Einströmendes Wasser würde uns aufblähen.

Siehe auch:

Quarkwickel / Quarkauflage lindert Entzündungen

Quark trägt man gegen Sonnenbrand am besten auf ein feuchtes Tuch auf verwendet es als Kompresse. Der Quark sollte dabei immer feucht bleiben und nicht auf der Haut antrocknen, weil es sonst sehr schmerzhaft sein kann, ihn wieder abzulösen.

Aus Sicht der Phytotherapie sind Waschungen oder Kompressen mit Schwarztee bei Sonnenbrand empfehlenswert – wegen dem Gerbstoffgehalt.

Kommt es bei einem Sonnenbrand zur Blasenbildung, sollte ein Arzt oder eine Ärztin konsultiert werden.

Am besten ist es jedoch, einen Sonnenbrand zu vermeiden.

 

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Zistrosen-Mundspülung zur Kariesprophylaxe?

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Eine deutsche Arbeitsgruppe erforscht die Wirksamkeit von Mundspülungen mit Zistrose (Cistus incanus) zur Vorbeugung von Karies.

Verschiedene Zistrose-Extrakte und Zistrose-Teeaufgüsse zeigten im Reagenzglas antibakterielle Effekte gegen das Karies verursachende Bakterium Streptococcus mutans.

Günstige Effekte liessen sich aber auch in der Mundhöhle beobachten:

Neun zahngesunde Testpersonen bekamen individuell angepasste Aufbissschienen mit kleinen fixierten Rinderzahnschmelzstückchen („enamel splints“). Die Versuchsteilnehmer sollten eine einmalige Mundspülung mit dem erkalteten Cistus-Teeaufguss durchführen und dann die Schienen für unterschiedlich lange Zeit im Mund behalten. Im Transmissionsmikroskop zeigte sich anschließend, dass der Proteinfilm des Zahnoberhäutchens (Pellikel) durch die Cistus-Lösung eine stärker globuläre und elektronendichtere Struktur bekam. Dieser Effekt könnte auf einen Gerbprozess der Pellikel durch die Polyphenole der Zistrose zurück zu führen sein. Bakterienzählungen nach 8 Stunden Tragzeit der Bissschienen in der Mundhöhle der Testpersonen ergaben eine verminderte Bakterienzahl auf den mit dem Cistus-Extrakt gespülten Bissschienen im Vergleich zu unbehandelten Schienen. Der die Bakterienanhaftung verhindernde Effekt des Zistrosentees war allerdings nicht so stark wie die als Positivkontrolle durchgeführte Mundspülung mit dem Goldstandard Chlorhexidin.

Quelle:

Zeitschrift für Phytotherapie Nr. 2 / 2016

Originalstudie:

Wittpahl G, Kölling-Speer I, Basche S et al.

The polyphenolic composition of Cistus incanus herbal tea and its antibacterial and anti-adherent activity against Streptococcus mutans . Planta Med 2015; 81: 1727-1735

 

Kommentar & Ergänzung:

Die Forscher identifizierten in der Zistrose 29 verschiedene Polyphenolverbindungen, darunter Ellagitannine, Flavanole und glykosylierte Flavonole. Bei Gerbstoffen und anderen Polyphenolen wurden schon des Öftern hemmende Wirkungen gegen Kariesbakterien festgestellt.

Die hier bei der Zistrose beobachteten Effekte sind daher interessant, aber wohl nicht spezifisch für Cistus incanus.

Karieshemmende Wirkungen sind zum Beispiel auch beschrieben für Schwarztee und Grüntee.

Siehe dazu:

Schwarztee hemmt Karies

 

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Nierenkranke können von Kakao-Flavanolen profitieren

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Kakao-Flavanole, die beispielsweise in dunkler Schokolade und Grüntee enthalten sind, schützen die Gefäße von Dialyse-Patienten, meldet die Universitätsklinik (UK) Essen.

Professor Tienush Rassaf vom UK Essen hat zusammen mit Kollegen am UK Düsseldorf untersucht, welche Effekte Kakao-Flavanole auf die Gefäßfunktion schwer kranker Nierenpatienten hat:

Bei hoher Flavanol-Zufuhr (820 mg/Tag) besserte sich die Gefäßfunktion sowohl kurz- wie auch langfristig.

Die durch die Dialyse bewirkte Gefäßschädigung konnte sogar zum Teil rückgängig gemacht werden. Wurde das Flavanol-Präparat längere Zeit eingenommen, zeigten sich zudem positive Wirkungen auf den Blutdruck.

Die Placebo-kontrollierte Studie wurde im Clinical Journal of the American Society of Nephrology publiziert.

Quellen:

Universitätsklinikum Essen

http://www.journalmed.de/newsview.php?id=47215

http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/urologische-krankheiten/article/901993/kakao-flavanole-nierenkranke-profitieren.html

http://cjasn.asnjournals.org/content/early/2015/12/17/CJN.05560515.abstract?sid=1d359c29-acbf-4ed6-9bcd-3481a135df70

Kommentar und Ergänzung:

Kakao-Flavanole werden seit geraumer Zeit intensiv erforscht. Da dürften nicht zuletzt handfeste Interessen der entsprechenden Industrie im Spiel sein. Die Ergebnisse vor allem hinsichtlich der Wirkungen auf die Gefässe sind sehr interessant, werden aber auch nicht selten etwas gar optimistisch dargestellt.

Flavanole sind im Pflanzenreich weit verbreitet – im Grüntee zum Beispiel EGCG (Epigallocatechingallat), im Schwarztee Theaflavine und Thearubigine. Aber auch Erdbeeren und Äpfel enthalten Flavanole. Deshalb würde ich nicht einfach nur auf Kakao setzen, sondern auf eine abwechslungsreiche Ernährung.

Flavanole gehören zu den Flavonoiden – das ist eine wichtige Wirkstoffgruppe in der Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Die Wirkung zahlreicher wichtiger Heilpflanzen gründet auf den Flavonoiden.

Beispiele sind:

Ginkgo-biloba-Extrakte bei Demenz und peripherer arterieller Verschlusskrankheit (PAVK);

Buchweizenkraut mit dem Flavonoid Rutin gegen Beschwerden bei Venenerkrankungen (z. B. Chronisch-venöse Insuffizienz, venöse Ödeme)

Mariendistel mit dem Flavonoid-Gemisch Silymarin, als Leberschutz bei Zufuhr leberbelastender Stoffe und bei chronischen Lebererkrankungen;

Weissdorn-Extrakte bei leichten Formen von Herzschwäche und leichten Formen von Angina pectoris.

Flavonoide kommen auch vor in vielen harntreibenden Heilpflanzen wie Goldrutenkraut (Solidago virgaurea) oder Birkenblätter.

Es ist bei allen Flavonoid-Heilpflanzen sehr wichtig, in welcher Form sie angewendet werden und in welcher Dosierung, damit eine Wirkung erzielt werden kann. Sehr häufig werden ungenügende Wirkstoffmengen zugeführt, zum Beispiel mit Pflanzentinkturen.

 

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe

Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse

Kräuterwanderungen in den Bergen / Kräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital:

Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

 

 

 

 

 

 

 

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