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Hopfen bei Unruhe, Angst und Schlafstörungen

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Die Deutsche Apotheker Zeitung hat ein Pflanzenporträt veröffentlicht über den Hopfen (Humulus lupulus) in der Phytotherapie. Darin kommen auch die Wirkstoffe zu Sprache:

„Hopfen enthält unter anderem die Bitterstoffe Humulon und Lupulon, außerdem ätherische Öle und Flavonoide. Eine sedierende Wirkung der Inhaltsstoffe wurde nachgewiesen, allerdings konnte keine konkrete wirksamkeitsbestimmende Substanz verantwortlich gemacht werden. Wahrscheinlich sind flüchtige Substanzen, die sich aus den instabilen Hopfen-Bitterstoffen Humulon und Lupulon bilden, an der Wirkung beteiligt.“

Quelle:

https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2018/01/01/hopfen-in-der-phytotherapie/chapter:1

Kommentar & Ergänzung:

Beim Hopfen sind bezüglich der Wirkstoffe, die für die beruhigende Wirkung verantwortlich sind, tatsächlich noch viele Fragen offen.

Hopfentee ist ausgesprochen bitter und kommt daher nicht gerade häufig zur Anwendung. Wer mit dem bitteren Geschmack nicht klar kommt, kann auch Hopfenextrakt in Dragees oder Kapselform einnehmen. Allerdings wird der Hopfenextrakt in diesen Präparaten oft mit Baldrianextrakt kombiniert. Deshalb gibt es auch kaum Studien allein mit Hopfenextrakt. Phytohersteller Zeller konnte jedoch für sein Baldrian-Hopfen-Kombipräparat Redormin zeigen, dass die Hopfen-Baldriankombination besser wirksam ist als der Baldriananteil im Redormin allein. So konnte die Wirksamkeit von Hopfenextrakt zumindestens indirekt bestätigt werden.

Als Wirkungsmechanismus des Hopfens wird eine Aktivierung des Melatoninrezeptors vermutet.

Hopfen eignet sich im Übrigen auch gut als Schlafkissen.

Margret Wenigmann schreibt dazu im Fachbuch „Phytotherapie“:

„Für ein Hopfenkissen oder –säckchen zur Beruhigung (z. B. von Säuglingen und Kleinkindern) frische Hopfenzapfen in ein Leinensäckchen füllen und ins Bettchen legen. Das bei der Lagerung entstehende 2-Methyl-3-butenol ist bereits bei niederen Temperaturen flüchtig und wirkt schlaffördernd.“

Das Hopfenkissen ist eine Alternative zum Lavendelsäckchen. Beide eignen sich natürlich auch für Erwachsene und insbesondere auch für ältere Personen, zum Beispiel im Pflegeheim.

Botanisch gehört der Hopfen übrigens zur Pflanzenfamilie der Hanfgewächse (Cannabaceae). Hopfen wird hauptsächlich für die Bierproduktion angebaut. Sie kommt aber auch wildwachsend vor, hauptsächlich in Auenwäldern. Kennenlernen können Sie Hopfen in der Natur an meinen Kräuterwanderungen in die Petite Camarque bei Basel, in die Rheinschlucht (Graubünden) und in die Thurauen am Zusammenfluss von Rhein und Thur.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe

Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse

Kräuterwanderungen in den Bergen / Kräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital:

Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

 

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Baldrian bei Unruhe und Schlafstörungen

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Die Deutsche Apotheker Zeitung veröffentlichte gerade ein Porträt der Heilpflanze Baldrian.

Drei Punkte sind daraus hervorzuheben:

  1. „Die entspannende und schlaffördernde Wirkung beruht auf einer erhöhten Ausschüttung und geringeren Wiederaufnahme vom hemmenden Botenstoff GABA (Gamma-Aminobuttersäure).“
  2. „Der Kunde sollte wissen, dass die volle Wirkung bei regelmäßiger Einnahme nach etwa ein bis zwei Wochen erreicht wird. Tritt nach zwei Wochen keine Besserung ein, ist ein Arztbesuch angezeigt.“
  3. „Weder der physiologische Schlafverlauf wird beeinträchtigt, noch ist mit einem Hangover am nächsten Morgen zu rechnen. Auch ein Abhängigkeitspotenzial ist für pflanzliche Sedativa nicht bekannt.“

Quelle:

https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2018/01/01/baldrian-gegen-unruhe-und-schlafstoerungen

 

Kommentar & Ergänzung:

Baldrian ist wohl die bekannteste Heilpflanze zur Linderung von Schlafstörungen. Allerdings fehlt oft das detaillierte Wissen für eine erfolgreiche Anwendung.

Zu den drei Zitaten:

Zu 1.: Es werden für Baldrian verschiedene Wirkungsmechanismen erforscht und diskutiert. Die Erhöhung der GABA-Konzentration im synaptischen Spalt ist eine davon.

Margret Wenigmann führt im Fachbuch „Phytotherapie“ als weitere Möglichkeit an: „…..partieller Angriff am Adenosin-1-Rezeptor durch hydrophile Lignane und Verminderung der Ausschüttung von aktivierenden Neurotransmittern.“

 

Zu 2.: Baldrianpräparate werden oft sehr punktuell angewendet, wenn jemand gerade aktuell nicht einschlafen kann. Tatsächlich zeigen aber klinische Studien, dass die Wirkung erst nach etwa zweiwöchiger Einnahme über das Niveau von Placebo steigt. Es spricht also viel für eine längerfristige Einnahme.

Zu 3.: Die sejr gute Verträglichkeit und das fehlen von relevanten Nebenwirkungen sind ein grosser Vorteil pflanzlicher Sedativa. Zu ergänzen ist bei diesem Punkt noch, dass auch keine erhöhte Sturzgefahr besteht, während bei vielen synthetischen Sedativa vor allem bei älteren Menschen die Sturzgefahr ansteigt und dadurch ein erhötes Risiko für Knochenbrüche zu beobachten ist.

Und übrigens: Baldrian kommt in der Natur ziemlich verbreitet vor an Bachläufen, Waldrändern etc. Trotzdem wird die Pflanze eher selten erkannt. Wer Baldrian in der Natur kennenlernen möchte, kann das auf vielen meiner Kräuterwanderungen, zum Beispiel in der „Petite Camargue“ bei Basel.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

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Kräuterwanderungen / Kräuterkurse / Lehrgänge: Kursprogramm Dezember 2017 – Juli 2018

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Das Kursprogramm mit den Lehrgängen, Kräuterwanderungen und Kräuterkursen von Dezember 2017 – Juli 2018 ist vollständig. Hier finden Sie eine Übersicht:

Lehrgänge Phytotherapie / Pflanzenheilkunde:

Vielfältiges, fundiertes Wissen über Möglichkeiten und Grenzen von Heilpflanzen- Anwendungen, eingebettet in eine anregende Kursatmosphäre. Für beide Lehrgänge sind Vorkenntnisse in Pflanzenheilkunde nicht nötig, aber auch kein Hindernis.

Phytotherapie-Ausbildung:

Eine nächste Klasse startet am 14. / 15. Mai 2018 15 mal 2 Tage bis Februar 2020. Für Berufsleute aus Krankenpflege, Naturheilkunde, Medizin u. ä. Begrenzte Plätze frei auch für Personen ohne medizinischen Grundberuf nach Abklärung.

Heilpflanzen-Seminar:

Ab 2. / 3 Dezember 2017 über sechs Wochenenden bis Juni 2018. Kompaktes, fundiertes Wissen für sorgfältige Heilpflanzen-Anwendungen im privaten Bereich oder zum Beispiel ergänzend für Berufsleute aus Gärtnerei oder Landwirtschaft. Braucht keine medizinischen Vorkenntnisse. Abschlusswochenende im Juni 2018 mit Kräuterwanderungen in Trin / Flims (Graubünden).

Tagesseminare in Winterthur:

13. 1. : Phytotherapie im Überblick.

12. 2. : Heilpflanzen-Anwendungen bei Hauterkrankungen und Wunden.

12. 3. : Heilpflanzen-Anwendungen bei Schlafstörungen, Angst, Depression.

30. 4. :Heilpflanzen-Anwendungen in Onkologiepflege und Palliative Care.

Kräuterwanderungen / Tagesexkursionen:

29. 4.: Eine Entdeckungsreise in Quinten am Walensee.

  6. 5.: Dättnauertal & Rumstal bei Winterthur.

10. 5.: Von Trin in die faszinierende Rheinschlucht (Graubünden).

12. 5.: Zum wildromantischen Sihlsprung (Kantone Zug & Kanton Zürich).

13. 5.: Tüllinger Hügel – blumenreiche, alte Kulturlandschaft bei Basel.

19. 5.: In die Auenlandschaft „Petite Camargue“ bei Basel.

20. 5.: In den Randen bei Schaffhausen.

21. 5.: Durch die „Toskana des Aargaus“ über den Bözberg.

26. 5.: Naturparadies Jeizinen – Gampel (Wallis).

27. 5.: Blauen-Südhang im Laufentaler Jura (Basel-Land).

2. 6.: Auf der Rigi – botanische Entdeckungen am Südhang (Kanton Luzern).

3. 6.: In Hemberg im Toggenburg (Kanton St. Gallen).

23. 6.: Durch Alpenwiesen und Hochmoorlandschaft in Vals (Graubünden).

24. 6.: In der Alpenlandschaft Sunnbüel ob Kandersteg (Berner Oberland)).

30. 6.: Alpine Moorlandschaft Moosalp ob Visp (Wallis).

15. 7.:  In der Berglandschaft Gumen (Braunwald, Glarnerland).

21. 7.: 
Am Stockhorn im Simmental (Berner Oberland).

22. 7.:
 Chäserugg und Schwendisee im Toggenburg (Kanton St.Gallen).

21. 7.: Flusslandschaft Thurauen & Alter Rhein (Kantone Schaffhausen & Zürich)

Kräuterwanderungen (Wochenendkurs):

15. – 17. 6.: Im Pflanzenparadies Feldis (Graubünden).

Kräuterwanderungen (Wochenkurse im Berner Oberland):

  1. – 6. 7. : An der Lenk im Simmental (Berner Oberland).
  2. – 13. 7. : In Mürren im Lauterbrunnental (Berner Oberland).

Die detaillierten Kursausschreibungen finden Sie im Kurskalender im Portal:

Phytotherapie-Seminare

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Kräuterwanderungen im Mai 2017

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Bald startet die Saison der Kräuterwanderungen 2017 mit den Frühlingswanderungen im Mai.

Hier die Daten und Destinationen:

6. Mai: Kräuterwanderung in Quinten am Walensee (Kanton St. Gallen)

Quinten nennt man auch die „Riviera der Ostschweiz“, weil das Klima hier so mild und fast mediterran ist. Zur Zeit hat es hier noch drei freie Plätze.

7. Mai: Kräuterwanderung ins Dättnauertal und Rumstal bei Winterthur (Kanton Zürich)

Diese Kräuterwanderung ist für 2017 ausgebucht, wird aber voraussichtlich 2018 wieder angeboten.

14. Mai: Kräuterwanderung in die Rheinschlucht bei Trin / Flims (Kanton Graubünden)

Eine der faszinierendsten Landschaften der Schweiz.

20. Mai: Kräuterwanderung in die „Petite Camargue“ bei Basel.

Eine wunderschöne Auenlandschaft und ein orchideenreiches Trockengebiet erwarten uns.

21. Mai: Kräuterwanderung zum wildromantischen Sihlsprung 

Wanderung entlang der Sihl im Grenzgebiet zwischen den Kantonen Zürich und Zug.

25. Mai: Kräuterwanderung auf dem Randen bei Schaffhausen

Bunte Blumenwiesen und seltene Orchideen auf dem Randen, einem nördlichen Jura-Ausläufer.

27. Mai: Kräuterwanderung ins Naturschutzgebiet Chilpen im Baselbiet

Der Chilpen gehört zu den artenreichsten Gebieten im Kanton Basel-Landschaft.

28. Mai: Kräuterwanderung über den Bözberg (Kanton Aargau)

Eine tolle Aussicht und eine vielfältige Pflanzenwelt zeichnen die „Toskana des Aargaus“ aus.

Interessiert daran, Heilpflanzen, Wildkräuter und seltene Orchideen kennenzulernen?

Die Detailprogramme finden Sie hier:

Kräuterwanderungen in der Schweiz

 

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Hopfen bei Schlafstörungen

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Die österreichische Zeitung „Kurier“ berichtet über Kräuter gegen Schlafstörungen.

Zum Stichwort „Hopfen“ heisst es da:

„Stammt von den Hanfgewächsen ab und kommt, wie der Baldrian, auf feuchtem Boden im Halbschatten vor. Einen Aufguss von Hopfenblüten und Tinkturen zur Förderung eines gesunden Schlafes kann man selber herstellen. Hopfen regt auch die Verdauung an.“

Quelle:

https://kurier.at/wellness/die-fuenf-besten-schlafkraeuter/252.547.803

Kommentar & Ergänzung:

Die Formulierung „Stammt von den Hanfgewächsen ab“ ist etwas sonderbar. Hopfen gehört zur Pflanzenfamilie der Hanfgewächse (Cannabaceae), die beinahe weltweit verbreitet ist. Sie umfasst etwa 170 Pflanzenarten in etwa elf Gattungen, darunter die Gattungen Hanf (Cannabis) und Hopfen (Humulus).

Hopfen (Humulus lupulus) wächst als Kletterpflanze gerne in Auenwäldern. Wer Hopfen in der Natur kennenlernen möchte, kann das zum Beispiel auf meinen Kräuterwanderungen in die Rheinschlucht (Graubünden), in die „Petite Camargue“ bei Basel und in die Thurauen am Zusammenfluss von Rhein und Thur zwischen den Kantonen Zürich und Schaffhausen.

Hopfen ist zweihäusig – das heisst, es gibt weibliche und männliche Hopfenpflanzen. Nur die weiblichen Hopfenpflanzen entwickeln Blütenstände (Hopfenzapfen), die zur Bierproduktion und als Heilpflanze verwendet werden.

Hopfentee als Aufguss von Hopfenblüten lässt sich tatsächlich gut selber herstellen. Er enthält allerdings starke Bitterstoffe und wird darum nicht gerade von vielen Menschen gerne getrunken.

Hopfentinktur ist dem Hopfentee bezüglich Wirkstoffgehalt unterlegen.

Eine weitere Anwendungsform ist das Hopfenkissen als Einschlafhilfe. Am häufigsten zum Einsatz kommt aber Hopfenextrakt in Kombination mit Baldrianextrakt (in der Schweiz als Redormin®), oder in Kombination mit Passionsblume oder Melisse.

Das Herbal Medicinal Product Committee (HMPC) hat eine Kombination von Hopfen und Baldrianwurzel in Form von Trockenextrakten zur Besserung von Schlafstörungen als „medizinisch allgemein anerkannt“ (well established use“) akzeptiert.

ESCOP und Kommission E bestätigen als Anwendungsgebiete von Hopfen Unruhe, Angstzustände und Schlafstörungen.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

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Baldrian bei Schlafstörungen

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Die österreichische Zeitung „Kurier“ berichtet über Kräuter gegen Schlafstörungen.

Zum Stichwort „Baldrian“ heisst es da:

„Er gehört zur Familie der Baldriangewächse und wächst im Halbschatten auf feuchtem Boden. Das Kraut hat eine sehr entspannende Wirkung, wenn man die Wurzel als Tee zu sich nimmt oder in ein Baldrian-Bad steigt. Baldrian verbessert auch die Tiefe des Schlafs. Das ist aber nicht die einzige Wirkung von Baldrian, ganz im Gegenteil, die Pflanze wirkt herzberuhigend, krampflösend, schmerzstillend und gegen Blähungen.“

Quelle:

https://kurier.at/wellness/die-fuenf-besten-schlafkraeuter/252.547.803

Kommentar & Ergänzung:

Das ist nicht gerade falsch, aber auch nicht sehr genau.

Das Herbal Medicinal Product Committee (HMPC) hat für Baldrianwurzel die Anwendung zur Besserung leichter nervöser Anspannung und bei Schlafstörungen als „medizinisch allgemein anerkannt“ („well-established medicinal use“) akzeptiert. Das HMPC) ist auf europäischer Ebene für die Beurteilung der Zulassung pflanzlicher Arzneimittel (Phytopharmaka) zuständig.

Weniger gut belegt oder gar nicht belegt sind die erwähnten herzberuhigenden, krampflösenden, schmerzstillenden und blähungswidrigen Wirkungen. Eine krampflösende Wirkung konnte zum Beispiel für den isolierten Inhaltsstoff Valerensäure gezeigt werden, doch lässt sich dieses experimentelle Resultat nicht so einfach auf die Anwendung von Baldrian als ganzes Wirkstoff-„Team“ übertragen.

Wichtig scheint mir aber noch ein anderer Aspekt: Es genügt nicht festzustellen, dass Baldrian entspannend wirkt und „die Tiefe des Schlafs“ verbessert. Mindestens so wichtig sind in der Phytotherapie genauere Angaben zur geeigneten Anwendungsform und zur Dosierung.

Eine Möglichkeit ist der erwähnte Baldriantee. Zubereitung: 1 bis 2 Teelöffel geschnittene Baldrianwurzeln mit ca. 150 ml siedendem Wasser übergießen und bedeckt stehen lassen. Nach 10 bis 15 Minuten absieben. Mehrmals täglich eine Tasse trinken. Baldriantee ist allerdings geschmacklich sehr gewöhnungsbedürftig.

Baldriantinktur wird oft verwendet, ist aber auch in der üblicherweise empfohlenen Dosierung von einem Teelöffel als Einzeldosis bezüglich Wirkstoffgehalt unterdosiert, da in der Tinktur die Inhaltsstoffe der Baldrianwurzel im Verhältnis von ca. 1 : 5 verdünnt vorliegen.

Beim erwähnten Baldrianbad (100g Baldrianwurzel pro Vollbad) kommt nur das ätherische Baldrianöl allenfalls via Inhalation zur Wirkung, während nichtflüchtige Wirkstoffe wie zum Beispiel die Lignane wegen mangelnder Aufnahme keine Effekte erzeugen können.

Klinische Studien gibt es insbesondere mit lipophilen Baldrianextrakten in einer Dosis von etwa 600 mg pro Tag.

Die klinischen Studien mit Extraktpräparaten weisen darauf hin, dass eine schlaffördernde Wirkung von Baldrian erst nach etwa 14 Tagen zu erwarten ist. Bei Badriantee, Baldriantinktur und Baldrianbad könnte allerdings ein rascherer Effekt über die Duftebene ausgelöst werden (ätherisches Baldrianöl). Duftwirkungen treten schnell ein, weil sie direkt im Limbischen System ansetzen.

Baldrianextrakt wird oft kombiniert mit Hopfenextrakt.

Dass Baldrian als Schlafhilfe verwendet wird, ist im Übrigen sehr vielen Leuten bekannt. Wie die Pflanze aussieht und wo sie wächst, wissen aber leider nur wenige. Auf vielen meiner Kräuterwanderungen können Sie Baldrian in Natura kennenlernen, zum Beispiel in der „Petite Camargue“ bei Basel am 20. Mai 2017. Zur Ausschreibung hier: Kräuterwanderung Petite Camargue bei Basel.

 

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Kräuterwanderungen 2017

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Das Programm mit meinen Kräuterwanderungen 2017 ist fertig erstellt. Wenn Sie Lust haben, Heilpflanzen, Wildkräuter, Alpenblumen und wilde Orchideen in der Natur kennenzulernen, dann schauen Sie sich das Programm doch mal genauer an:

Tagesexkursionen

1. 5. 2017: Kräuterwanderung in Quinten am Walensee

7. 5. 2017: Kräuterwanderung Dättnauertal & Rumstal bei Winterthur.

14. 5. 2017: Kräuterwanderung von Trin in die faszinierende Rheinschlucht (Graubünden).

20. 5. 2017: Kräuterwanderung in die Auenlandschaft „Petite Camargue“ bei Basel.

21. 5. 2017: Kräuterwanderung zum wildromantischen Sihlsprung.

25. 5. 2017: Kräuterwanderung im Randen bei Schaffhausen.

27. 5. 2017: Kräuterwanderung ins Naturschutzgebiet Chilpen bei Diegten (Baselbiet).

28. 5. 2017: Kräuterwanderung durch die „Toskana des Aargaus“ über den Bözberg.

3. 6. 2017: Kräuterwanderung auf der Rigi – botanische Entdeckungen am Südhang.

4. 6. 2017: Kräuterwanderung ist wunderschöne Eriztal bei Thun.

5. 6. 2017: Kräuterwanderung in Hemberg im Toggenburg (Kanton St. Gallen).

24. 6. 2017: Kräuterwanderung Höhenweg in Amden (Kanton St. Gallen).

25. 6. 2017: Kräuterwanderung Lötschentaler Höhenweg (Wallis).

16. 7. 2017: Kräuterwanderung im Hoch-Ybrig bei Einsiedeln (Kanton Schwyz).

23. 7. 2017: Kräuterwanderung in die Alpenflora auf Melchsee-Frutt (Obwalden).

Wochenendkurs:

  1. – 11. Juni 2017: Kräuterwanderungen in Trin / Flims (Graubünden).

Wochenkurse im Berner Oberland:

  1. – 7. Juli 2017: Kräuterwanderungen an der Lenk im Simmental.
  2. – 14. Juli 2017: Kräuterwanderungen in Mürren im Lauterbrunnental.

Die Detailprogramm finden Sie im Kurskalender auf Phytotherapie-Seminare.

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Kräuterwanderungen in der Schweiz – Programm 2016 online

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Wie jeden Sommer seit 1986 biete ich auch 2016 eine vielfältige Auswahl an Kräuterwanderungen in landschaftlich schönen und botanisch reichhaltigen Gegenden der Schweiz an.

Soeben ist das vollständige Programm dazu online gestellt worden – mit den Daten und Orten.

Im Sommer 2016 erkunden wir die Pflanzenwelt in folgenden Regionen:

1. Mai: Quinten am Walensee (Kanton St. Gallen)

5. Mai: Dättnauertal & Rumstal bei Winterthur

8. Mai: Trin – Versam (Rheinschlucht, Graubünden)

14. Mai: Sihltal / Sihlsprung

16. Mai: Randen im Kanton Schaffhausen

22. Mai: Petite Camargue bei Basel

29. Mai: Jeizinen – Leuk (Wallis)

11. Juni: Wildhaus – Voralpsee (Toggenburg / St. Gallen)

12. Juni: Gasterntal bei Kandersteg (Berner Oberland)

2. Juli: Feldis (Domleschg, Graubünden)

17. Juli: Gumen ob Braunwald (Glarnerland)

23. Juli: Thurauen & Alter Rhein (Grenzgebiet zwischen den Kantonen Zürich & Schaffhausen)

24. Juli: Chäserugg & Schwendiseen (Toggenburg, Kanton St. Gallen)

Dazu kommen noch die Kräuterwanderwochen im Berner Oberland):

3. – 8. Juli 2016: Lenk im Simmental

10. – 15. Juli 2016: Mürren im Lauterbrunnental

Die vollständigen Ausschreibungen finden Sie im Kursprogramm:

Kräuterwanderungen in der Schweiz

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Kräuterwanderungen über Pfingsten 2015

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Über Pfingsten noch nichts vor?

Wie wärs mit einer Kräuterwanderung zum Kennenlernen von Heilpflanzen, Wildkräutern und wilden Orchideen?

Am Pfingstsonntag 24. Mai 2015 erkunden wir das Naturschutzgebiet „Petite Camargue“ bei Basel. Diese faszinierende Auenlandschaft liegt bereits in Frankreich, ist aber aber mit der Bahn ab Basel in wenigen Minuten erreichbar. Es sind Altläufe des Rheins, die hier ein grosses Feuchtgebiet schaffen – und gleich daneben gibt es Trockenstandorte mit seltenen Orchideen (Hummel-Ragwurz, Spinnen-Ragwurz). Mit etwas Glück werden wir zudem die Nachtigall und den Pirol singen hören.

Am Pfingstmontag 25. Mai 2015 geht die Kräuterexkursion  nach Hemberg im Toggenburg (Kanton St. Gallen). Hier gibt es eindrückliche Hochmoore, in denen unter anderem der seltene, insektenfressende Sonnentau (Drosera) blüht. Hochmoore sind Landschaften mit besonderem Charakter, der oft an Skandinavien erinnert.

Die Detailinformationen zu diesen Kräuterwanderungen finden Sie oben über den Menüpunkt „Kurse“.

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Kräuterwanderungen in der Schweiz: Programm Sommer 2015

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Interessieren Sie sich für Kräuterwanderungen in der Schweiz?

Für den Sommer 2015 habe ich ein vielfältiges Programm an Kräuterwanderungen in verschiedenen Regionen der Schweiz zusammen gestellt. Lernen Sie Heilpflanzen und Wildkräuter in aussergewöhnlichen Landschaften kennen.

Hier der Überblick:

03.  05. 2015: Kräuterwanderung in Quinten am Walensee

10. 05. 2015: Kräuterwanderung in die imposante Rheinschlucht (Graubünden)

17. 05. 2015: Kräuterwanderung zu den Blumenwiesen im Randen bei Schaffhausen

24. 05. 2015: Kräuterwanderung in die Auenlandschaft „Petite Camargue“ bei Basel

25. 05. 2015: Kräuterwanderung Moorlandschaft bei Hemberg im Toggenburg

31. 05. 2015: Kräuterwanderung Jeizinen – Gampel (Naturpark Pfyn-Finges) im Wallis

Kräuterwanderwochen im Berner Oberland:

27. 06. – 02. 07. 2015: Kräuterwanderungen in Lenk im Simmental 

04. 07. – 09. 07. 2015: Kräuterwanderungen in Mürren im Lauterbrunnental

11. 07. 2015: Kräuterwanderung Naturparadies Mettmenalp im Glarnerland

12. 07. 2015: Kräuterwanderung Alpenlandschaft Sunnbüel ob Kandersteg (Kanton Bern)

18. 07. 2015: Kräuterwanderung Moorlandschaft Sörenberg (Entlebuch, Kanton Luzern)

19. 07. 2015: Kräuterwanderung Hochmoorlandschaft Schwantenau bei Einsiedeln

25. 07. 2015: Kräuterwanderung Thurauen & Alter Rhein (Kanton Zürich)

26. 07. 2015: Kräuterwanderung Chäserugg & Schwendiseen im Toggenburg (St. Gallen)

Die Detailinformationen zu den Kräuterwanderungen finden Sie in Kursprogramm.

 

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