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Ginkgo – nicht alle Zubereitungsarten sind gleichwertig

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Ginkgo verbessert die Funktion des Gehirns. So lautet eine oft gehörte, aber eher oberflächliche und ungenaue Beschreibung der Wirkung der Heilpflanze Ginkgo biloba.

Aus fachlicher Sicht sagt das noch wenig aus und die Anwendungsgebiete müssen präziser gefasst werden. In welchen Situationen eignet sich Gingko und in welchen nicht? Wirkt Ginkgo vorbeugend oder bei bestehenden Beschwerden?

Darüber hinaus wird aber im Umgang mit Heilpflanzen oft unterschätzt, wie wichtig die Wahl der geeignetsten Zubereitungsform ist.

Ein Kräutertee? Eine Frischpflanzentinktur bzw. Urtinktur? Eine Pflanzentinktur aus getrockneten Pflanzen nach Arzneibuch? Ein Frischpflanzensaft? Ein Pflanzenextrakt?

Bei Ginkgo biloba ist die Situation ziemlich klar:

Ginkgotee ist ungeeignet. Er enthält oft zu hohe Gehalte an Ginkgolsäuren, die ein hohes allergenes Potenzial besitzen und in pharmakologisch-toxikologischen Untersuchungen auch cytotoxische, neurotoxische und mutagene Wirkungen zeigen. Die wirksame Dosis wird mit Ginkgotee nicht erreicht.

Siehe dazu:

Ginkgotee nicht ohne Risiko

 

Auch Ginkgotinkturen enthalten die entscheidenden Wirkstoffe in zu geringen Mengen und sind daher unterdosiert.

Sicher anwendbar sind nur Trockenextrakte aus Ginkgo biloba, bei denen die Gingolsäuren während der Herstellung entfernt wurden, und die eine hohe Wirkstoffkonzentration aufweisen. Der am besten mit Studien belegte Ginkgoextrakt ist EGb 761 (Tebokan / Tebofortin).

Für diesen Spezialextrakt gibt es medizinisch anerkannte Anwendungsgebiete. Das Herbal Medicinal Product Committee (HMPC) als EU-Zulassungsbehörde für pflanzliche Arzneimittel akzeptiert ihn zur Verbesserung altersbedingter kognitiver Einschränkungen und zur Verbesserung der Lebensqualität als „medizinisch allgemein anerkannt“ („well-established use“).

Die ESCOP hält standardisierte Ginkgo-Extrakte für geeignet zur symptomatischen Behandlung von leichtem bis mittel¬schwerem demenziellem Syndrom einschließlich primärer degenerativer Demenz, vaskulärer Demenz und deren Mischformen; für hirnorganisch bedingte Leistungsstörungen; neurosensorische Störungen wie Schwindel, Gleichgewichtsstörungen und Tinnitus; zur Verbesserung der kognitiven Leistung; zur symptomatischen Behandlung der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (PAVK, Claudicatio intermittens = „Schaufensterkrankheit“).

Siehe: Phytotherapie – was sind ESCOP-Monografien

In der Phytotherapie ist die Frage, in welcher Arzneiform eine Heilpflanze optimal eingesetzt werden kann, sehr zentral und wird oft unterschätzt.

 

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe

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Nierenkranke können von Kakao-Flavanolen profitieren

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Kakao-Flavanole, die beispielsweise in dunkler Schokolade und Grüntee enthalten sind, schützen die Gefäße von Dialyse-Patienten, meldet die Universitätsklinik (UK) Essen.

Professor Tienush Rassaf vom UK Essen hat zusammen mit Kollegen am UK Düsseldorf untersucht, welche Effekte Kakao-Flavanole auf die Gefäßfunktion schwer kranker Nierenpatienten hat:

Bei hoher Flavanol-Zufuhr (820 mg/Tag) besserte sich die Gefäßfunktion sowohl kurz- wie auch langfristig.

Die durch die Dialyse bewirkte Gefäßschädigung konnte sogar zum Teil rückgängig gemacht werden. Wurde das Flavanol-Präparat längere Zeit eingenommen, zeigten sich zudem positive Wirkungen auf den Blutdruck.

Die Placebo-kontrollierte Studie wurde im Clinical Journal of the American Society of Nephrology publiziert.

Quellen:

Universitätsklinikum Essen

http://www.journalmed.de/newsview.php?id=47215

http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/urologische-krankheiten/article/901993/kakao-flavanole-nierenkranke-profitieren.html

http://cjasn.asnjournals.org/content/early/2015/12/17/CJN.05560515.abstract?sid=1d359c29-acbf-4ed6-9bcd-3481a135df70

Kommentar und Ergänzung:

Kakao-Flavanole werden seit geraumer Zeit intensiv erforscht. Da dürften nicht zuletzt handfeste Interessen der entsprechenden Industrie im Spiel sein. Die Ergebnisse vor allem hinsichtlich der Wirkungen auf die Gefässe sind sehr interessant, werden aber auch nicht selten etwas gar optimistisch dargestellt.

Flavanole sind im Pflanzenreich weit verbreitet – im Grüntee zum Beispiel EGCG (Epigallocatechingallat), im Schwarztee Theaflavine und Thearubigine. Aber auch Erdbeeren und Äpfel enthalten Flavanole. Deshalb würde ich nicht einfach nur auf Kakao setzen, sondern auf eine abwechslungsreiche Ernährung.

Flavanole gehören zu den Flavonoiden – das ist eine wichtige Wirkstoffgruppe in der Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Die Wirkung zahlreicher wichtiger Heilpflanzen gründet auf den Flavonoiden.

Beispiele sind:

Ginkgo-biloba-Extrakte bei Demenz und peripherer arterieller Verschlusskrankheit (PAVK);

Buchweizenkraut mit dem Flavonoid Rutin gegen Beschwerden bei Venenerkrankungen (z. B. Chronisch-venöse Insuffizienz, venöse Ödeme)

Mariendistel mit dem Flavonoid-Gemisch Silymarin, als Leberschutz bei Zufuhr leberbelastender Stoffe und bei chronischen Lebererkrankungen;

Weissdorn-Extrakte bei leichten Formen von Herzschwäche und leichten Formen von Angina pectoris.

Flavonoide kommen auch vor in vielen harntreibenden Heilpflanzen wie Goldrutenkraut (Solidago virgaurea) oder Birkenblätter.

Es ist bei allen Flavonoid-Heilpflanzen sehr wichtig, in welcher Form sie angewendet werden und in welcher Dosierung, damit eine Wirkung erzielt werden kann. Sehr häufig werden ungenügende Wirkstoffmengen zugeführt, zum Beispiel mit Pflanzentinkturen.

 

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Phytotherapie: EMA veröffentlicht Empfehlungen zu Phytopharmaka

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Die europäische Aufsichtsbehörde „European Medicines Agency“ (EMA) will Informationen zu pflanzlichen Arzneimitteln (Phytopharmaka) einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich machen. Deshalb werden ab sofort die Empfehlungen zur Anwendung von Phytopharmaka, die der zuständige Ausschuss, das Committee on Herbal Medicinal Products (HMPC), publiziert, in laienverständlicher Sprache zusammengefasst.

Die Zusammenfassungen umfassen Informationen zur Bewertung des Phytopharmakons, die Schlussfolgerungen des HMPC betreffend die empfohlene Anwendung, sowie die Daten, auf denen die Empfehlungen basieren und Hinweise auf mögliche Nebenwirkungen.

Diese Angaben sollen die Packungsbeilage ergänzen und den Bürgern helfen, informierte Entscheidungen zu treffen, wenn sie die entsprechenden Präparate in der Selbstmedikation anwenden.

Für sechs Heilpflanzen, deren Bewertung schon abgeschlossen ist, wurden die Zusammenfassungen nun publiziert.

In Zukunft sollen diese Dokumente für alle neu bewerteten Heilpflanzen sowie für alle Revisionen, die im Rahmen der üblichen Routine stattfinden, verfügbar sein.

Die EMA beabsichtigt, nach und nach die publizierten Zusammenfassungen in alle offiziellen Sprachen der EU zu übersetzt.

Bislang publiziert sind:

 

Kalifornischer Mohn (Eschscholzia california)

Ginkgo (Ginkgo biloba)

Beinwell (Symphytum officinale)

Paprika (Capsicum annuum)

Odermennig (Agrimonia eupatoria)

Mausohr-Habichtskraut (Hieracium pilosella)

 

Quelle:

http://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/pharmazie/news/2015/08/05/phytoempfehlungen-der-ema-kuenftig-auch-fuer-laien-verstaendlich/16417.html

Kommentar & Ergänzung:

So kommen Sie zu diesen Zusammenfassungen:

Gehen Sie auf die Übersichtsseite. Unter „Browse A – Z“ klicken Sie auf den Buchstaben, der dem ersten Buchstaben des lateinischen Namens der Heilpflanze entspricht, die Sie suchen.

Aus der Liste wählen Sie die entsprechende Heilpflanze aus.

Wenn Sie auf der Seite der gesuchten Heilpflanze sind, zum Beispiel „Ginkgo“, dann sehen Sie zuerst die Zusammenfassung. Unter „All documents“ kommen Sie zu PDFs mit weiteren Informationen.

Dort können Sie zum Beispiel die Monografie zu Ginkgo abrufen.

Die Beschreibungen der Heilpflanzen ist nicht umfangreich. Davon sollte man sich nicht über ihren Wert täuschen lassen. Die Knappheit ist Resultat eines wohl ziemlich aufwendigen Auswahlprozesses. Die Quantität sagt nichts über die Qualität aus. Das ist im übrigen ähnlich bei Vorträgen und Kursen über Heilpflanzen. Wer am meisten über fast unendliche und wunderbare Anwendungsmöglichkeiten erzählt, hat sich vielleicht einfach um den aufwendigen Auswahlprozess gedrückt.

Interessant bei diesen Monografien ist zum Beispiel die Unterscheidung in „Well-established-use“ (linke Spalte) und „Traditional use“ (rechte Spalte).

„Well-established-use“ – das umfasst Aussagen, für die es wissenschaftliche Daten gibt.

„Traditional use“ – damit sind Aussagen zu Heilwirkungen gemeint, die ausschliesslich auf überlieferten Angaben aus langjähriger Anwendung basieren.

Monografien als Form der Qualitätssicherung

Die detaillierte Beschreibung von Heilpflanzen in Monografien, wie es hier das HMPC macht, ist eine Form der Qualitätssicherung in der Phytotherapie. Der wesentlichste Punkt dabei ist, dass die Quellen offengelegt werden, auf denen die Aussagen basieren.

Sie finden diese Quellenangaben unter „All documents“ als PDF mit dem Titel „List of references supporting the assessment of….“.

Prägnant formulierte der amerikanische Philosoph John Dewey (1859-1952) „das erste Erfordernis des wissenschaftlichen Verfahrens – nämlich volle Öffentlichkeit der Materialien und Prozesse“.

(in: Erfahrung, Erkenntnis und Wert, S. 314, Suhrkamp 2004)

Aussagen in Monografien, die in einem kooperativen Verfahren zustande gekommen sind und auf offengelegten Quellen beruhen, haben einen viel höheren Glaubwürdigkeitsgrad als isolierte Behauptungen von Einzelpersonen.

Der Weg, wie eine Aussage zustande gekommen ist, muss so gut wie möglich dokumentiert sein. Das bieten Monografien in hohem Mass.

Neben diesen neuen HMPC-Monografien sind in der Phytotherapie die ESCOP-Monografien und die älteren Monografien der Kommission E wichtig. Auch die WHO erstellt Monografien von Heilpflanzen.

Phytotherapie: Was sind ESCOP-Monografien

Phytotherapie: Kommission E – was beudeutet das?

Es wimmelt aber von isolierten Behauptungen von Einzelpersonen über die Wirkungen von Heilpflanzen. Behauptungen, die keinen kooperativen Diskussionsprozess überstanden haben und deren Entstehungsweg nicht transparent dokumentiert ist.

Was ist von solchen Behauptungen zu halten?

Nur weil es isolierte, undokumentierte und oft intransparent entstandene Behauptungen von Einzelpersonen sind, müssen sie ja nicht falsch sein.

Sie könnten trotzdem korrekt sein, aber sie haben wesentliche Prüfungen durch die „Community“ der Fachleute nicht hinter sich. Und daher sind sie wesentlich ungewisser und weniger glaubwürdig.

Beispiele für solche freischwebenden, isolierten, undokumentierten Behauptungen, die häufig anzutreffen, aber fragwürdig sind:

Storchenschnabeltinktur gegen Schock

Karde gegen Borreliose

Kleiner Kommentar zu den 6 veröffentlichten Zusammenfassungen

Da sind sehr unterschiedliche Heilpflanzen ausgewählt worden von den Anwendungsbereichen und von der Bedeutung her.

Ein paar Stichworte:

Kalifornischer Mohn (Eschscholzia california)

Kalifornischer Mohn (Eschscholzia californica, Papaveraceae) wird traditionell als Beruhigungsmittel und als leichtes Schlafmittel in der amerikanischen Indianermedizin angewendet. Diese Heilpflanze ist in der Schweiz wenig bekannt. Es gibt aber seit 2008 ein zugelassenes Arzneimitttel. Die wissenschaftliche Datenbasis ist schmal (Tierversuche, keine ausreichenden Patientenstudien)

Ginkgo (Ginkgo biloba)

Ginkgo-Extrakt gehört zu den meistverkauften und am besten untersuchten Heilpflanzen. Patientenstudien sprechen für eine positive Wirkung im Frühstadium von Demenzerkrankungen.

Beinwell (Symphytum officinale)

Äusserlich als entzündungshemmende Salbe oder Gel oft angewendet bei stumpfen Verletzungen (Prellungen, Verstauchungen) und Gelenkentzündungen. In den letzten Jahren zunehmend wissenschaftlich erforscht mit Patientenstudien, welche diese Wirkungen teilweise untermauern konnten.

Paprika (Capsicum annuum)

Paprika enthält als wichtigsten Inhaltsstoff das Alkaloid Capsaicin mit schmerzstillender, juckreizlindernder und entzündungshemmender Wirkung. Äusserlich angewandt lassen sich damit zum Beispiel Gelenkschmerzen, Neuralgien und manche Formen von Juckreiz behandeln. Dazu gibt es eine ganze Reihe von Studien.

Odermennig (Agrimonia eupatoria)

Enthält Gerbstoffe und kann beispielsweise bei leichten Durchfallerkrankungen und leichten Mundschleimhautentzündungen angewendet werden. Da es viele und wahrscheinlich auch besser wirksame Gerbstoffpflanzen gibt, wird Odermennigkraut nur selten eingesetzt. Patientenstudien fehlen.

Mausohr-Habichtskraut (Hieracium pilosella)

Diese Pflanze ist mir in der Phytotherapie-Fachliteratur noch nie über den Weg gelaufen und daher überrascht es mich, sie hier in dieser Liste anzutreffen. Auf den Kräuterwanderungen sehe ich sie oft. Die langen Haare auf den Blättern sind sehr auffällig und haben zur Bezeichnung Mausohr-Habichtskraut geführt (auch: „Langhaariges Habichtskraut“ oder von mir inoffiziell „Dreitagebart-Habichtskraut“ genannt).

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Ginkgo-Extrakt bei Demenz mindestens acht Wochen lang einnehmen

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Der Ausschuss für pflanzliche Arzneimittel HMPC der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) kommt nach dreijähriger Überarbeitung der HMPC-Monographie zu Ginkgo biloba L., folium zum Schluss, dass die Wirksamkeit von Ginkgo-Blätter-Extrakt zur Verbesserung der kognitiven Leistungen und Lebensqualität bei milden Formen von Demenz gut belegt ist.

Ginkgo-Extrakte müssen für diesen Effekt über mindestens acht Wochen in einer Tagesdosis von 240 mg (zweimal täglich 120 mg oder einmal täglich 240 mg) eingenommen werden.

Falls sich nach dreimonatiger Einnahme keine Verbesserung der Symptome zeigt, sollte vom Arzt überprüft werden, ob eine weitere Einnahme gerechtfertigt ist. Tritt eine Verschlimmerung der Symptome auf, ist eine Konsultation beim Arzt oder Apotheker angezeigt.

Die Wirksamkeit ist nur belegt für Extrakte, die den Anforderungen des Arzneibuches genügen: Das Droge-Extrakt-Verhältnis muss 35 bis 67:1 betragen. Als Lösungsmittel wird 60-prozentigem Aceton (m/m) verwendet. Der Ginkgo-Extrakt muss eingestellt sein auf 22 bis 27 Prozent Ginkgoflavonglykoside und 5 bis 7 Prozent Terpenlactone mit 2,8 bis 3,4 Prozent Ginkgolide A, B, C und 2,6 bis 3,2 Prozent Bilobalid. Der Gehalt an Ginkgolsäuren darf nicht höher liegen als 5 ppm. In die Bewertung flossen die Resultate von 199 Untersuchungen ein, wovon die meisten mit dem Spezialextrakt EGb 761® (Tebonin®, in CH: Tebofortin, Tebokan).

Während der Schwangerschaft und bei Überempfindlichkeit sind Ginkgo-biloba-Extrakte kontraindiziert. Für den Einsatz bei Stillenden, Kindern und Jugendlichen sind nicht genügend Daten vorhanden. Daher sollten sie den Ginkgo-Extrakt nicht einnehmen.

Bei erhöhtem Blutungsrisiko und während der Einnahme von Antikoagulanzien wie Phenprocoumon oder Dabigatran sowie Thrombozyten-Aggregations-Hemmern wie ASS oder Clopidogrel sollten Ginkgo-Präparate nur in Rücksprache mit dem Arzt eingenommen werden. Vor einer geplanten Operation sollte das Phytopharmakon drei bis vier Tage zuvor abgesetzt werden.

Ginkgo-Extrakt sollte nicht zusammen mit dem HIV-Medikament Efivarenz eingenommen werden. Bei Epilepsie-Patienten kann das Auftreten neuer Anfälle unter Ginkgo nicht ausgeschlossen werden. Die Bioverfügbarkeit von Nifedipin kann durch Ginkgo-Extrakt erhöhen werden.

Quelle:

http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=57657

Kommentar & Ergänzung:

Wichtig ist der Hinweis, dass die Empfehlung der HMPC-Monografie nur für spezifische, hoch konzentrierte Ginkgo-Extrakte gilt, nicht aber für Ginkgotee oder Ginkgotinktur.

Nur für solche Extrakte liegen fundierte Studien zur Wirksamkeit vor, denn hier gibt es Hersteller, die für ihre patentierbaren Extrakte in die Forschung investieren.

Über eine allfällige Wirksamkeit von Ginkgotee und Ginkgotinktur lässt sich daher kaum etwas Fundiertes aussagen. Die Extrakte sind allerdings so hoch konzentriert, dass ein Ginkgotee bezüglich Wirkstoffgehalt nicht mithalten kann – und eine Ginkgotinktur noch viel weniger.

Zudem enthalten Ginkgotee und Ginkgotinktur unerwünschte Inhaltsstoffe – zum Beispiel Ginkgolsäuren, die allergene Eigenschaften haben. Bei der Herstellung von Ginkgo-Extrakten werden diese unerwünschten Stoffe entfernt.

Sie siehe auch:

Ginkgotee nicht ohne Risiko 

Meta-Analyse bestätigt Nutzen von ginkgo-Extrakt bei Alzheimer

 

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Meta-Analyse bestätigt Nutzen von Ginkgo-Extrakt bei Alzheimer

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Eine Meta-Analyse von 21 klinischen Studien bestätigt, dass Ginkgo-Extrakt bei Patienten mit Alzheimerdemenz die Kognition verbessert und die Alltagsaktivitäten erleichtert.

Dr. Mengmeng Yang und Kollegen vom Tangdu Hospital in Xi’an untersucht durchforsteten Datenbanken nach Studien und bezogen 21 mit ausreichender Qualität in ihre Meta-Analyse ein.

Die Wissenschaftler fanden von Ginkgo biloba abgesehen für andere Behandlungsformen entweder nur minimale Effekte oder Studien, deren Qualität gering war.

Die Meta-Analyse kam zu folgenden Hauptresultaten: Verglichen mit Placebo hatte Ginkgo-Extrakt einen günstigen Effekt auf die Kognition von Alzheimer-Patienten. Bis auf eine Studie zeigten alle anderen einen deutlichen positiven Effekt auf die Kognition.

Vier Studien zeigten darüber hinaus zudem einen günstigen Effekt von Ginkgo auf die Alltagsaktivitäten der Patienten.

Die Autoren der Meta-Analyse weisen zudem daraufhin, dass eine Reihe randomisierter kontrollierter Studien bei Patienten mit unterschiedlichen Demenzformen ebenfalls günstige Effekte von Ginkgo biloba gezeigt hätten.

Diese Studien wurden in die aktuelle Meta-Analyse nicht aufgenommen, weil der Fokus auf Alzheimer-Demenz lag.

Yang und Kollegen erwähnen zudem, dass in zwei Studien Ginkgo biloba (EGb761®, Tebonin®, in CH: Tebofortin®, Tebokan®) mit dem Cholinesterasehemmer Donepezil bei Patienten mit leichter bis moderater Alzheimer-Demenz verglichen wurde. Hier hätten sich keine Differenzen zwischen den Wirkstoffen gezeigt.

Nach Ansicht der Studienautoren weist das daraufhin, dass die Effektivität von Ginkgo-Extrakt durch dessen modulierenden Einfluss auf das cholinerge System erklärt werden kann.

Zudem habe der Ginkgo-biloba-Extrakt EGb761® in mehreren präklinischen Studien fast alle Aspekte der neuronalen Plastizität verbessert.

Quelle:

http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/demenz/article/866654/phytotherapie-nutzen-ginkgo-alzheimer-bestaetigt.html?sh=5&h=392834615

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24871648

(Am J Chin Med 2014; 42: 505-521)

http://www.worldscientific.com/doi/abs/10.1142/S0192415X14500335

 

Kommentar & Ergänzung:

Erfreulich positiv, diese Meta-Analyse, deren Qualität ich allerdings nicht beurteilen kann.

(Was eine „Metaanalyse“ist, erklärt hier Wikipedia)

Das IQWiG war in seinem Bericht zur Studienlage bei Ginkgo zurückhaltender. Es sah Belege für eine positive Wirkung auf die „Aktivitäten des täglichen Lebens“ bei einer Dosis von 240 mg Trockenextrakt pro Tag. Für eine Verbesserung der geistigen Fähigkeiten, der psychischen Verfassung und der Lebensqualität von betreuenden Angehörigen sieht das IQWiG allerdings nur Hinweise, keine eindeutigen Belege.

Siehe dazu:

Metastudie zeigt: Alzheimer-Kranke können von Ginkgo-Extrakt profitieren

Ausserdem:

Demenz: Ginkgo-Extrakt bessert Kognition und Verhalten

Die Ginkgo-Forschung zeigt deutlich, dass die Wirkung dosisabhängig ist, und dass es hochkonzentrierte Extrakte braucht, wenn man von den Präparaten im Frühstadium von Demenz eine Wirkung erwartet.

Die Anwendung von Kräutertee ist gegenüber einem Extrakt nicht immer unterlegen – bei Ginkgo biloba aber schon. Ginkgotee enthält zuwenig Wirkstoffe und zudem noch unerwünschte Substanzen (Ginkgolsäuren mit allergenem Potenzial), die bei der Extraktherstellung entfernt werden.

Siehe:

Ginkgotee nicht ohne Risiko

Auch Ginkgotinktur ist unterdosiert.

Festzuhalten ist in diesem Zusammenhang allerdings auch, dass jede medikamentöse Beeinflussung von Alzheimer oder von anderen Demenzformen leider in der Wirkung sehr limitiert ist.

Nicht nachvollziehen kann ich, wenn die Autoren aus einer vergleichbaren Wirkung von Ginkgo-Extrakt und dem Cholinesterasehemmer Donepezil den Schluss ziehen, dass Ginkgo ebenfalls via cholinerges System wirkt. Eine klinische Wirkung kann identisch sein, auch wenn die Wirkungsmechanismen sich unterscheiden. Theoretisch ist sogar denkbar, dass beide – Ginkgo-Extrakt und Donepezil – nur einen Placeboeffekt haben – dann wären sie ebenfalls vergleichbar wirksam. Es gibt allerdings pharmakologische Untersuchungen, die eine Wirkung via Cholinesterasehemmung nahelegen.

 

Vorbeugende Wirkung von Ginkgo fraglich

Ginkgo ist eine sehr interessante Heilpflanze, bei der allerdings noch viele Fragen zur Wirkung und zu den geeigneten Anwendungsbereichen offen sind.

Viele Konsumentinnen und Konsumenten nehmen Ginkgo-Präparate vorbeugend, weil sie Angst davor haben, an Demenz zu erkranken.

Doch genau diese vorbeugende Wirkung konnte bisher nicht in Studien belegt werden.

Siehe dazu:

Ginkgo-Studie findet keine vorbeugende Wirkung

Auch ist es fraglich, ob ein gesundes Gehirn mit Ginkgo in relevantem Mass in seiner Leistung verbessert werden kann. Der Traum vieler Studentinnen und Studenten nach einem völlig unschädlichen, rein natürlichen und zugleich hoch wirksamen Hirndoping-Mittel ist wohl generell nicht sehr realistisch. Zu Ginkgo-Extrakt gibt es für diesen Anwendungsbereich widersprüchliche Studien, die insgesamt – und vor allem gemessen an den Erwartungen der Konsumentinnen und Konsumenten – bisher nicht überzeugend sind.

 

Als Vorteil kann allerdings gelten, dass dem Ginkgo-Extrakt die Risiken der häufig zu Hirndoping-Zwecken missbrauchten synthetischen Substanzen wie Methylphenidat (z.B. Ritalin®) und Modafinil völlig abgehen.

Siehe dazu:

Warnung vor Hirndoping 

Hirndoping: Forscher befürchten langfristig negative Folgen 

Hirndoping an Universitäten verbreitet

Die Einnahme von psychoaktiven Substanzen mit dem Ziel der geistigen Leistungssteigerung wird auch unter dem Begriff pharmakologisches Neuro-Enhacement diskutiert. Einen Überblick dazu gibt Wikipedia (auch zu den ethischen Fragen, die sich in diesem Zusammenhang stellen).

 

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Hirndoping: Forscher befürchten langfristig negative Folgen

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Immer mehr Schüler und Studenten setzen Medikamente ein, um ihre geistigen Leistungen zu steigern.

Besonders für junge Erwachsene kann dieses Hirndoping jedoch nachhaltige Folgen haben, warnen nun Wissenschaftler.

Gerade das oft zu diesem Zweck missbrauchte ADHS-Mittel Methylphenidat (Ritalin) hemme längerfristig die Plastizität des Gehirns. Diesen Schluss legen jedenfalls Versuche mit Ratten nahe. Darunter sollen die Lernfähigkeit und die Flexibilität des Verhaltens leiden.

Methylphenidat – der Wirkstoff des Medikaments Ritalin – wird zur Behandlung der Aufmerksamkeitsstörung ADHS verschrieben, ist jedoch gleichzeitig eine der am häufigsten zu Hirndoping eingesetzten „Smart drugs“, die auf dem Schwarzmarkt an High Schools und an Universitäten gehandelt wird.

Allein in den USA verwenden 1,3 Millionen Jugendliche und junge Erwachsene Methylphenidat als Mittel zum Hirndoping, sagt eine aktuelle Studie.

Dieser Wirkstoff wird eingesetzt, um auch nachts noch lernen oder bei Prüfungen klarer denken zu können. Gerade junge Erwachsene seien einem zunehmenden Druck ausgesetzt, immer mehr Leistung zu bringen und seien deshalb in Versuchung, entsprechende Mittel zu nehmen, erklären Kimberly Urban von der University of Delaware in Newark und Wen-Jun Gao vom Drexel College in Philadelphia.

Dieser schon weit verbreitete Missbrauch unter Heranwachsenden ist nach Ansicht der beiden Forscher besorgniserregend. Denn in diesem Alter sei ein entscheidendes Zentrum des Gehirns besonders anfällig für solche Manipulationen: der präfrontale Cortex. Diese Hirnregion – erklären die Wissenschaftler – sei das Steuerzentrum für unser Urteilsvermögen, die Kontrolle der Gefühle, des Verhaltens und der Entscheidungsfindung.

Im Unterschied zu anderen Hirnarealen ist der präfrontale Cortex bei Teenagern und Twens noch nicht ausgereift. Er entwickelt sich noch bis zum Alter von rund 30 Jahren weiter – und ist in dieser Phase speziell empfindlich gegenüber Schwankungen wichtiger Hirnbotenstoffe wie Dopamin und Norepinephrin. Wenn man dann eine Substanz wie Methylphenidat einnehme, die diese Neurotransmitter verändere, dann könne das die Reifung des präfrontalen Cortex stören und bleibende Verhaltensänderungen nach sich ziehen, warnen die Forscher.

Experimente mit Ratten, die Urban und Gao durchgeführt haben, zeigten folgendes: Bekamen Jungratten niedrige Dosen von Methylphenidat, veränderte sich die Erregbarkeit ihrer Hirnzellen im präfrontalen Cortex – die Aktivität der Neuronen war gedämpft. Dadurch wiederum wird die Ausschüttung von Botenstoffen beeinflusst, welche Gefühle und Verhalten prägen.

Darüber hinaus könnte auch die Plastizität des Gehirns durch Hirndoping mit Methylphenidat, aber auch mit dem Narkolepsie-Medikament Modafinil, langfristig gestört werden, warnen die Wissenschaftler. Eine wichtige Eigenschaft des präfrontalen Cortex sei seine hohe Plastizität, welche die Basis ist für das Arbeitsgedächtnis und die aktive Entscheidungsfindung. Grundlage dieser Plastizität sei ein gegenüber anderen Hirnarealen sehr hoher Anteil eines bestimmten Rezeptortyps.

Doch genau diesen Rezeptortyp können die „Smart Drugs“ verändern, wie die Versuche der Forscher mit Ratten zeigten. Bekamen die Tiere in ihrer Jugend niedrige Dosen Methylphenidat oder Modafinil, dann sank dieser Rezeptortyp selektiv ab. Das wiederum förderte zwar kurzfristig die Aufmerksamkeit, hemmte jedoch langfristig die Flexibilität und Lernfähigkeit, wie die Wissenschaftler erklären.

 

Langfristige Folgen möglicherweise auch bei irrtümlicher ADHS-Therapie

 

Die Einnahme von Methylphenidat könnte deshalb für gesunde Jugendliche und junge Erwachsene langfristige Folgen haben – und dies auch bei den Kindern, die dieses Mittel irrtümlich gegen ADHS bekommen, ohne tatsächlich an dieser Störung zu leiden.

Scheinbar wäre diese Behandlung bei den Jugendlichen dann zunächst erfolgreich: Sie folgen dem Unterricht aufmerksam, sind weniger hyperaktiv und lernen besser, erklären die Forscher.

 

Tests des Arbeitsgedächtnisses und der Flexibilität des Verhaltens dieser Kinder könnten aber subtile Defizite zeigen, die ihr gesamtes weiteres Leben beeinträchtigen. Denn bereits bei so simplen Fertigkeiten wie dem Autofahren oder im Sozialverhalten sei es wichtig, flexibel reagieren zu können, sagen Urban und Gao.

 

Nach Ansicht der Forscher sind dringend weitere Studien zur Wirkung dieser Mittel bei jungen Menschen nötig. Schon jetzt gebe es eine hohe Nachfrage für Methylphenidat an Schulen und Universitäten, deshalb seien viele junge Erwachsene der unkontrollierten Einnahme dieser Substanz ausgesetzt, warnen sie. Um den Risiken des Hirndopings besser vorbeugen zu können, brauche es mehr Verständnis dafür, welche Veränderungen im Gehirn stattfinden und wie sie das Verhalten und die Hirnplastizität beeinflussen.

Quelle:

http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-17553-2014-05-14.html

http://journal.frontiersin.org/Journal/10.3389/fnsys.2014.00038/abstract

(Frontiers in Systems Neuroscience, 2014; doi: 10.3389/fnsys.2014.000

 

Kommentar & Ergänzung:

 

Dass Hirndoping nicht ohne Risiken zu haben ist, zeichnet sich immer deutlicher ab.

Siehe auch:

Hirndoping an Universitäten verbreitet 

Warnung vor Hirndoping 

Das Thema „Hirndoping“ wirft aber auch zahlreiche grundsätzliche Fragen auf.

Sollte tatsächlich einmal eine wirksame „Hirnpille“ ohne gravierende Nebenwirkungen entwickelt werden und sollte sich diese durchsetzten, so kämen möglicherweise „Nicht-Anwender“ zunehmend unter Druck.

Und was soll nun genau mit „Hirndoping“ optimiert werden? Die Verarbeitungsgeschwindigkeit im Gehirn? Die Merkfähigkeit? Die Müdigkeitsresistenz?

Sind das nicht ziemlich quantitative Aspekte? Und wäre es nicht sinnvoller, die Qualität von Denkprozessen weiterzuentwickeln? Das könnte zum beispielsweise bedeuten: wir streben nach möglichst sorgfältiger Urteilsbildung und Entscheidungsfindung, nach präzisem, differenziertem Denken…….

Und dazu braucht es meinem Eindruck nach Übung und allenfalls ein Stück Anleitung – aber wohl kaum Medikamente.

Es gibt auch Heilpflanzen-Präparate, die im Gehirn eine Leistungssteigerung bewirken sollen. Im Vordergrund stehen dabei Ginkgo biloba, Rosenwurz (Rhodiola rosea) und Ginsengwurzel (Panax ginseng). Diese Heilpflanzen entfalten ihre Wirkung langsam, was unter anderem auch dazu beiträgt, dass kein Abhängigkeitsrisiko besteht.

Ob und wie stark ein gesundes Hirn von Heilpflanzen wie Ginseng, Rosenwurz und Ginkgo profitieren kann, ist allerdings trotz entsprechender Studien nicht eindeutig geklärt.

Zu Rosenwurz siehe:

Rosenwurz (Rhodiola rosea / Orpin rose) gegen Stress & Müdigkeit

Ein ganz anderes Thema wie „Hirndoping“ ist die therapeutische Anwendung von Ritalin bei ADHS. Darüber herrscht eine heftige Auseinandersetzung.

Meinem Eindruck nach gibt es Situationen, in denen die Anwendung von Ritalin sinnvoll und wirksam ist. Aber dass man mit diesem Mittel vorsichtig und sorgfältig umgehen muss, und es nicht unnötigerweise einsetzen darf, scheint mir ebenso gewiss.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Forschung zu Johanniskraut-Wirkung bei Alzheimer

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„Alzheimer: Johanniskraut könnte Gedächtnis von Patienten unterstützen“, so titelt dradiowissen.de vielleicht etwas vorschnell. Denn die durchaus interessanten Forschungsresultate stammen aus Experimenten mit Mäusen.

Und wenn da steht: „Johanniskrautextrakte können Alzheimer-Patienten neue Hoffnung geben“, dann wäre schon noch zu erwähnen, dass es wohl voraussichtlich noch einige Jahre dauern wird, bis zu diesem Thema die entscheidenden Fragen geklärt sind.

Ob das für Alzheimer-Patienten noch reicht, ist sehr fraglich. Leider.

Worum geht es?

Forscher der Universität Magdeburg und dem Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen entdeckten in Tierversuchen mit Mäusen, dass Johanniskraut gleich mehrere günstige Effekte hat. In den Untersuchungen konnten die Johanniskrautextrakte das Alzheimerprotein beta-Amyloid bis zu 50 Prozent vermindern. Ausserdem vermehrten sich gleichzeitig die Nervenzellen – und zwar erhöhte sich die Anzahl auf das Niveau von gesunden Mäusen. Dadurch verbesserte sich das Gedächtnis und die Orientierung.

Johanniskraut (Hypericum perforatum) wird bis jetzt gegen depressive Verstimmungen eingesetzt, die oft bei Demenzpatienten auftreten. Darum sehen die Wissenschaftler ein doppeltes Interesse, den Johanniskrautextrakt gegen Depressionen und Gedächtnisverlust gleichzeitig einzusetzen.

Quelle:

http://www.dradiowissen.de/nachrichten.59.de.html?drn:news_id=297093

http://www.eurekaselect.com/116826/article].

Kommentar & Ergänzung:

Phytotherapie als Wissensgebiet ist unter anderem deshalb interessant, weil es nicht statisch bleibt, sondern immer wieder neue Überraschungen bereit hält. So können sich plötzlich ganz neue potenzielle Anwendungsbereiche für Heilpflanzen öffnen.

Johanniskraut bei Alzheimer, das ist eine solche Überraschung. Wobei aber die Medien solche Meldungen fast immer zu forsch und vorauseilend formulieren.

Ob sich aus diesen Mäuseexperimenten eine positive Wirkung beim Menschen ableiten lässt, ist noch völlig offen. Dazu braucht es letztlich klinische Studien bei Alzheimer-Kranken.

In der Phytotherapie steht beim Thema Demenz / Alzheimer normalerweise Ginkgo biloba bzw. Ginkgoextrakt im Zentrum.

Siehe:

Demenz: Ginkgoextrakt bessert Kognition und Verhalten

Ginkgo lindert Begleitsymptome bei Demenz

Metastudie zeigt: Alzheimer-Kranke können von Ginkgo-Extrakt profitieren

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Heilpflanzenexkursionen in den Bergen / Kräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital:

Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

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Phytotherapie: Wirkungsmechanismus von Ginkgo biloba

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In der Zeitschrift der Österreichischen Gesellschaft für Phytotherapie (Nr. 5 / 2012) veröffentliche Prof. Dr. Kristina Leuner (Universität Erlangen-Nürnberg) Angaben zum Wirkungsmechanismus von Ginkgo biloba:

„Für Ginkgo biloba Extrakt haben sich in den letzten Jahren die Mitochondrien und die Stabilisierung der mitochondrialen Dysfunktion bei der Alzheimer Demenz als möglicher interessanter Wirkmechanismus herauskristallisiert. Mitochondrien sind die Kraftwerke unserer Zellen, welche die Energie für die unterschiedlichsten Prozesse wie z. B. Neurotransmitter-Freisetzung in unseren Zellen liefern. Es konnte von unterschiedlichen Arbeitsgruppen gezeigt werden, dass die mitochondriale Dysfunktion ein sehr frühes pathologisches Ereignis bei der Alzheimer Erkrankung darstellt. Hierdurch ist die Versorgung der Neuronen mit Energie empfindlich gestört. Diese Fehlfunktion führt zu einem Circulus vitiosus, der z.B. die Proteinablagerung von Amyloid-beta initiiert und verstärkt. Ginkgo biloba Extrakt stabilisiert die mitochondriale Funktion in unterschiedlichsten Alzheimer Modellen und kann somit wahrscheinlich die neuronale Funktion verbessern. In einer aktuellen klinischen Studie zeichnet sich zum ersten Mal eine positive protektive Wirkung von Ginkgo biloba bei älteren Patienten ab, so dass die klinische Anwendung durch diese neuen klinischen Daten unterstützt wird.“

Kommentar & Ergänzung:

Dieses Zitat ist ohne Fachkenntnisse wohl nicht einfach zu verstehen.

Aber Ginkgo biloba ist eine Heilpflanze, die intensiv erforscht wird, und über die es viele Erkenntnisse gibt. Im Zentrum stehen dabei standardisierte Ginkgoextrakte – Ginkgotee oder Ginkgotinktur sind dagegen ungeeignet.

Durch Studien lässt sich zeigen, dass Ginkgoextrakte bei milden Demenzformen das Lernvermögen und die Gedächtnisleistung fördern können. Sie lindern bei degenerativ oder vaskulär bedingter Demenz Symptome wie Gedächtnisstörungen, Konzentrationsstörungen, depressive Vertimmung, Schwindel, Ohrensausen oder Kopfschmerz.

In der Schweiz ist der am besten untersuchte Ginkgoextrakt unter der Bezeichnung Tebokan / Tebofortin im Handel. Tebokan ist die kassenzulässige Form, wenn es ärztlich verschieben wird.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Zur Wirkung von Chinakraut / Wilfords Dreiflügelfrucht bei Rheumatoider Arthritis

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Chinakraut (Tripterygium wilfordii) wird in der Traditionellen Chinesischen Medizin zur Behandlung diverser Autoimmunerkrankungen eingesetzt.

Extrakte der Wurzeln, nicht der Frucht, zeigen entzündungshemmende und immunsuppressive Effekte.

In vitro – also im Reagenzglas – hemmen Extrakte der Pflanze die Freisetzung von TNFα, IL-2, und INFγ. Sie blockieren die Prostaglandin-Bildung durch Hemmung der COX-2.

Auch suppressive Wirkungen auf Adhäsionsmoleküle wie E-Selectin und Interzelluläres Adhäsions-Molekül (ICAM) wurden beschrieben. Weit mehr als 100 Inhaltsstoffe wurden bisher isoliert und zum Teil charakterisiert.

Für die in vitro belegten Glucocorticoid-ähnlichen Wirkungen werden hauptsächlich die Diterpenoide Triptolid und Tripdiolid sowie das sehr potente Chinontriterpen Celastrol verantwortlich gemacht.

In insgesamt sieben, teilweise auch Sulfasalazin-kontrollierten Studien mit bis zu 121 Patienten wurde über eine signifikante Verbesserung von Gelenkschwellungen, Schmerz, Morgensteifigkeit und Funktionseinschränkungen vor allem bei Rheumatoider Arthritis berichtet.

China-Kraut bzw. Wilfords Dreiflügelfrucht enthält mit Triptolid und Celastrol pharmakologisch hochwirksame Inhaltsstoffe. Es handelt sich um ein klinisch wirksames Antiphlogistikum (Entzündungshemmer) mit Glucocorticoid-ähnlicher immunsuppressiver Wirkung, das mit zahlreichen Zytokinen. China-Kraut weist allerdings ein relativ hohes Nebenwirkungspotential auf.

Relativ oft traten dabei jedenfalls Nebenwirkungen auf wie Durchfälle, Übelkeit, Dyspepsie und abdominale Schmerzen, Amenorrhoe, Osteoporose und Reizungen der Schleimhäute.

Quelle:

http://www.pharmazeutische-zeitung.de/?type=0&id=40814

Kommentar & Ergänzung:

China-Kraut ist also ein Entzündungshemmer mit Glucocortikoid-ähnlicher Wirkung, hat aber auch ein hohes Risiko für Nebenwirkungen. So die Meldung.

Das mit dem Nebenwirkungsrisiko ist nicht überraschend. Schliesslich kann man davon ausgehen:

Keine Wirkung – keine unerwünschten Nebenwirkungen;

Milde Wirkung – geringes Risiko für ernste Nebenwirkungen;

Starke Wirkung – deutliches Risiko für ernsthafte Nebenwirkung.

Mag sein, dass es von dieser Regel auch Ausnahmen gibt, aber überwiegend dürfte sie zutreffen. Wenn eine Arznei eben beispielsweise ähnliche Effekte hat wie Kortison, muss auch potenziell mit unerwünschten Nebenwirkungen ähnlicher Art gerechnet werden.

Das Beispiel Chinakraut zeigt aber auch: Nicht alles, was eine Tradition von hunderten von Jahren beansprucht, ist sanft und harmlos. Es ist nämlich kaum anzunehmen, dass in der langen (und heterogenen) Tradition  in China systematisch nach Nebenwirkungen gesucht worden wäre. Systematische Pharmakovigilanz ist eine ziemlich neue Entwicklung.

Es gibt wertvolle Heilpflanzen im der chinesischen  Arzneikunde, aber auch viele unwirksame und risikobehaftete Kräuter. Und über den grössten Teil der chinesischen Heilkräuter fehlen ganz einfach gesicherte Erkenntnisse. Von tierischen Heilmitteln wie Nashorn-Horn, getrocknete Ameisen, Saiga-Antilopen-Horn oder Bärengalle einmal ganz abgesehen.

Siehe:

China: Widerstand gegen Entnahme von Bärengalle steigt

Saiga-Antilope durch TCM-Heilmittel bedroht

Traditionelle Medizin bedroht Nashörner

Tradition allein ist noch keine Bestätigung, weil Tradition sich sehr häufig auch irrt.

Siehe:

Komplementärmedizin – hat Tradition recht?

Es braucht sorgfältige Auseinandersetzung mit traditionellen Heilmethoden, damit sich klären lässt, welche Empfehlungen sinnvoll sind und welche nicht.

Und es ist oft sehr anspruchsvoll, Überlieferungen aus Kulturkreisen, die uns wie der chinesische sehr fremd sind, zu übersetzen und zu deuten. Wenn beispielsweise in dieser Meldung steht, dass Wilfords Dreiflügelfrucht in der Traditionellen Chinesischen Medizin gegen Autoimmunerkrankungen eingesetzt wird, dann ist das zumindestens fragwürdig. Es spricht nämlich sehr viel dafür, dass die Traditionelle Chinesische Medizin das Konzept der Autoimmunkrankheiten, so wie es heute definiert ist, nicht gekannt hat. Wir unterstellen hier rasch Ähnlichkeiten, die nur in unserem Kopf existieren.

Die Phytotherapie nimmt auch traditionelle Heilpflanzen aus allen Weltgegenden auf, sofern die Wirksamkeit und Sicherheit ausreichend dokumentiert ist. Beispiele sind Ginkgo biloba (Asien), Teufelskralle (Afrika) oder Hamamelis (Nordamerika).

Bevor Chinakraut (möglicherweise) in die westliche Phytotherapie integriert werden kann, braucht es noch vertiefte Studien und viel Forschungs- und Entwicklungsarbeit. Es braucht beispielsweise standardisierte Extrakte mit gleichbleibendem Wirkstoffgehalt und einen Prozess der Dosisfindung.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Demenz: Ginkgo-Extrakt bessert Kognition und Verhalten

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Ein Extrakt aus Ginkgo biloba verbessert bei Demenz nicht nur die Kognition, sondern auch das Verhalten. Darauf deuten die Ergebnisse einer Studie hin, an der 410 Patienten mit leichter bis mittelschwerer Alzheimerdemenz oder vaskulärer Demenz teilnahmen.

Die Probanden bekamen 24 Wochen lang entweder den Extrakt EGb 761® (Tebonin®) oder Placebo (J Psych Res 2012; 46:716-723).

Mit dem Ginkgo-Extrakt verbesserte sich die Kognition, erfasst mit dem Syndrom-Kurztest (SKT), signifikant während der knapp halbjährigen Therapie, und zwar im Schnitt um 2,2 versus 0,3 Punkte unter Placebo.

Zudem liess sich eine Reduktion von Verhaltensstörungen feststellen: Der Wert beim Neuropsychiatric Inventory (NPI) verbesserte sich um 4,6 gegenüber 2,1 Punkte unter Placebo.

Patienten mit Alzheimerdemenz oder vaskulärer Demenz profitierten gleichermaßen von der Ginkgo-Behandlung.

Quelle:

http://www.aerztezeitung.de/fortbildung_cme/akademie/demenz_akademie/article/818288/ginkgo-staerkt-kognition-bessert-verhalten.html?sh=1&h=-1037457626

http://linkinghub.elsevier.com/retrieve/pii/S0022395612000854?via=sd

Kommentar & Ergänzung:

In der Schweiz ist der Ginkgo-Extrakt EGb 761® im Handel unter den Bezeichnungen Tebofortin (wenn man das Präparat selber zahlt) und Tebokan (wenn ein ärztliches Rezept vorliegt und das Medikament über die Grundversicherung abgerechnet wird).

Es gibt einige Hinweise aus Studien, dass Ginkgo-Extrakt in frühen Stadien der Demenz nützlich sein könnte.

Unbelegt ist bisher ein präventiver Effekt, also eine von vielen Anwenderinnen und Anwendern erhoffte vorbeugende Schutzwirkung gegen die Entwicklung einer Demenzerkrankung.

Wenn es um die Behandlung einer Demenzerkrankung geht, sind Ginkgotee und Ginkgotinktur ungeeignete Anwendungsformen.

Siehe auch:

Ginkgo-Tee nicht ohne Risiko

Bei Ginkgotinktur ist die Wirkstoffkonzentration ungenügend.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

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Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital:

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