Beiträge

Flohsamen gegen Verstopfung

Diesen Artikel teilen:

Das Magazin „Focus“ empfiehlt eine Reihe von Hausmitteln gegen Verstopfung. Aus phytotherapeutischer Sicht ist darunter der Tipp mit dem Flohsamen am wichtigsten:

„Flohsamen, am besten Flohsamenschalen geschrotet, in ein Glas Wasser geben und morgens sowie abends zu den Mahlzeiten trinken. Flohsamenschalen lassen sich auch in Joghurt und Müsli einrühren. Flohsamen enthalten wertvolle Ballast- und Schleimstoffe, die den Darm pflegen und den Stuhlgang fördern. Positive Nebenwirkung: Wer regelmäßig Flohsamen zu sich nimmt, senkt damit auch seinen Cholesterinspiegel und unterstützt das Abnehmen. Wenn Sie Flohsamen anwenden, sollten Sie jedoch immer viel dazu trinken, als Faustregel gilt: Ein Teelöffel Flohsamen, 250 Milliliter Wasser, sonst löst sich das natürliche Abführmittel nicht richtig auf und bewirkt das Gegenteil.“

Quelle:

https://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/verdauung/es-klappt-auch-ohne-abfuehrmittel-verstopfung-die-9-besten-hausmittel_id_8746633.html

 

Kommentar & Ergänzung:

Flohsamen enthalten Schleimstoffe und gehören daher zu den Quellmitteln. Mit ausreichend Wasser eingenommen vergrössern Flohsamen ihr Volumen, lösen damit einen Dehnungsreiz auf die Darmwand aus und wirken so nach ein paar Tagen Einnahme mild abführend. Flohsamen quellen mit Wasser etwa auf das 10 – 12-fache, Flohsamenschalen etwa auf das 40-fache. Flohsamenschalen sind daher wirksamer, sie zu schroten ist meines Erachtens aber nicht nötig. Leinsamen funktionieren übrigens nach demselben Prinzip, quellen aber nur etwa auf das 4-fache.

Flohsamen und Flohsamenschalen eignen sich auch gut als Regulans bei Reizdarm mit Verstopfung und/oder Durchfall. Bei Verstopfung nimmt man sie dann mit viel Wasser, bei Durchfall mit wenig Wasser, weil sie dann das überschüssige Wasser im Darm binden.

Wichtig bei allen Quellmitteln: Sie können die Aufnahme von gleichzeitig eingenommenen Arzneimitteln vermindern.

Siehe auch:

Flohsamen bei Durchfall

Ballaststoffe bei chronischer Verstopfung: Flohsamenschalen verträglicher als Leinsamen

Verstopfung: Anwendungshinweise für Leinsamen und Flohsamen

Phytotherapie: Was sind Flohsamenschalen?

Reizdarmsyndrom: Flohsamen und Pfefferminzöl top – Kleie Flop

 

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe

Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse

Kräuterwanderungen in den Bergen / Kräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital:

Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

Diesen Artikel teilen:

Stören Lavendelöl und Teebaumöl den Hormonhaushalt?

Diesen Artikel teilen:

Eine US-Studie kommt zu dem Schluss, dass Lavendelöl und Teebaumöl den Hormonhaushalt stören können – sie wirken wie das weibliche Sexualhormon Östrogen.

Lavendelöl und Teebaumöl duften nicht nur, den ätherischen Ölen wird auch eine beruhigende bzw. entzündungshemmende Wirkung nachgesagt. Darum sind sie auch Bestandteil zahlreicher kosmetischer Produkte, wie Hautcremen, Seifen oder Raumdüften. Eine Untersuchung an menschlichen Zellen zeigte allerdings, dass einige Bestandteile dieser ätherischen Öle hormonell wirksam sein können. Im Labor zeigten sie Wirkungen wie das weibliche Sexualhormon Östrogen und hemmten die Aktivität des männlichen Sexualhormons Testosteron.

Insgesamt acht hormonell wirksame Bestandteile der beiden ätherischen Öle konnten die Forscher identifizieren, darunter Eucalyptol und Limonen. Dass Kosmetika sogenannte Endokrine Disruptoren enthalten können, sei schon länger bekannt, erklärt der Umweltmediziner Hans-Peter Hutter von der Medizinischen Universität Wien. Bisher wurden allerdings hauptsächlich synthetisch hergestellte Substanzen untersucht.

Kommt man mit solchen hormonaktiven Substanzen regelmäßig in Kontakt, zum Beispiel über die Haut oder die Atemwege, dann kann das gesundheitliche Folgen haben. „Hormonaktive Stoffe können das menschliche Hormonsystem bewiesenermaßen durcheinander bringen“, sagt der Umweltmediziner Hutter. Das könne vom verfrühten Einsetzen der Pubertät über Einschränkungen der Fruchtbarkeit bis zu einem erhöhten Krebsrisiko gehen. Er hält es daher für wichtig, „dass wir Bestandteile von Kosmetika auf beiden Seiten des Spektrums untersuchen, also natürliche wie synthetisch hergestellte.“

Die US-Mediziner haben die ätherischn Öle untersucht, weil Beobachtungen erste Hinweise auf eine hormonelle Wirksamkeit geliefert hatten. Bei drei Buben, die regelmäßig Teebaumöl-Produkte verwendet haben, wurde vor der Pubertät ein anormales Brustwachstum festgestellt, eine sogenannte Gynäkomastie. Wurden die Teebaumöl-Produkte nicht mehr verwendet, bildete sich die Brust zurück.

Umweltmediziner Hutter sagt, dass man diesen Zusammenhang auf jeden Fall noch genauer untersuchen müsse. Werde die hormonelle Wirksamkeit des Teebaumöls und des Lavendelöls durch mehrere Studien bestätigt, müsse die Zulassung für Kosmetikprodukte anders reguliert werden.

Die US-Wissenschaftler wollen nun auch andere ätherische Öle auf eine mögliche hormonelle Wirksamkeit untersuchen. Denn die Inhaltsstoffe, die sie identifiziert haben, findet man auch in mindestens 65 weiteren ätherischen Ölen. Umweltmediziner Hutter rät, kosmetische Produkte insgesamt sparsamer zu verwenden – denn es gebe auch zahlreiche andere Inhaltsstoffe, die noch nicht ausreichend erforscht sind.

Quelle:

http://science.orf.at/stories/2904066/

https://www.endocrine.org/news-room/2018/chemicals-in-lavender-and-tea-tree-oil-appear-to-be-hormone-disruptors

 

Kommentar & Ergänzung:

Die Geschichte ist eigentlich schon ziemlich alt. Sie wurde im Fachmagazin New England Journal of Medicine bereits im Jahr 2007 publiziert:

http://www.nejm.org/doi/full/10.1056/nejmoa064725

Die „Süddeutsche“ berichtete dann im Mai 2010 darüber.

http://www.sueddeutsche.de/leben/wie-oestrogen-lavendel-oel-laesst-jungen-brueste-wachsen-1.109345

Der Bericht auf endocrine.org stammt vom 17. März 2018 und Ende März folgen nun Artikel auf 20min.ch und auf science.orf.

Es macht den Eindruck, als werde da immer wieder dieselbe Sau durchs Dorf gejagt….

Klar ist, dass auch Naturprodukte wie ätherische Öle unerwünschte Nebenwirkungen und Risiken haben können.

Beim vorliegenden Thema der allfälligen Hormonaktivität von Lavendelöl und Teebaumöl sind allerdings noch eine ganze Reihe von Fragen offen.

So lässt sich aus Einzelfallbeobachtungen nie sicher ein ursächlicher Zusammenhang belegen. Die drei Fälle mit den präpubertären Buben sind im New England Journal of Medicine detailliert beschrieben.

Patient 1 verwendete einen „healing balm“ mit Lavendelöl, Patient 2 einen Haargel und ein Shampoo mit Lavendelöl und Teebaumöl, Patient 3 eine Seife mit Lavendelöl.

In allen drei Fällen können andere auslösende Faktioren nicht ausgeschlossen werden. Auch dass sich in allen drei Fällen die Gynäkomastie einige Monate nach dem Absetzen der Produkte zurückbildete, sagt nichts Definitives aus. Das kann auch der natürliche Verlauf gewesen sein und zum Beispiel durch eine veränderte Hormonlage bewirkt worden sein.

Und Untersuchungen im Labor an menschlichen Zellen sagen nichts Definitives darüber aus, die die Substanzen im lebenden Organismus wirken.

Das ist alles sehr vage und wenn 20min.ch mit der Schlagzeile daher kommt: „Männer bekommen Brüste wegen Shampoo und Seife“, dann steht diese Behauptung auf wackeligen Beinen. Aber es tönt halt interessanter als „Teebaumöl und Lavendelöl zeigen Hormonwirkung im Reagenzglas“.

Den grundsätzlichen Rat von Umweltmediziner Hutter, kosmetische Produkte insgesamt sparsamer zu verwenden, würde ich aber unterschreiben – auch in Bezug auf Lavendelöl und Teebaumöl.

Teebaumöl wird antimikrobiell gegen Bakterien, Pilze und Viren. Lavendelöl wird antimikrobiell gegen Bakterien und Pilze sowie beruhigend zum Beispiel bei Schlafstörungen.

Es ist nicht einzusehen, weshalb ein Haargel und ein Shampoo für einen präpubertären Jungen Teebaumöl und Lavendelöl enthalten sollte. Es ist auch für Erwachsene nicht einzusehen. Auch ein „healing balm“ und eine Seife mit Lavendelöl sind in diesem Kontext durchaus fragwürdig.

Aus phytotherapeutischer Sicht sind ätherische Öle Arzneimittel, die bei einer bestimmten Indikation angewendet werden können. Die tägliche Anwendung in Kosmetika oder als „Wellness“-Produkte ist in den meisten Fällen nicht zu empfehlen.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe

Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse

Kräuterwanderungen in den Bergen / Kräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital:

Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

Diesen Artikel teilen:

Bei chronischer Verstopfung erst im zweiten Schritt Abführmittel anwenden

Diesen Artikel teilen:

Chronische Verstopfung sollte nicht sogleich mit Abführmitteln behandelt werden. Empfehlenswert als erster Behandlungsschritt sei eine ballaststoffreiche Ernährung, bis zu zwei Liter Flüssigkeitszufuhr pro Tag und regelmäßige Bewegung.

Wichtig bei Verstopfungen sei zunächst eine Umstellung des Speiseplans. Flohsamenschalen und Weizenkleie könnten Betroffene zur Ergänzung ausprobieren. Darauf haben die Deutsche Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) und die Deutschen Gesellschaft für Neurogastroenterologie und Motilität (DGNM) hingewiesen. Sie haben gemeinsam eine Leitlinie zur Behandlung der sogenannten chronischen Obstipation publiziert.

Erst wenn diese Massnahmen keine Besserung bringen, sollten Arzneimittel zum Einsatz kommen. Klassische Abführmittel sind der Leitlinie zufolge angezeigt, wenn die Beschwerden durch eine Darm-Transportstörung verursacht werden. Dabei passiert der Stuhl den Dickdarm verzögert. Die Medikamente können dann den Stuhl verflüssigen und die Darmtätigkeit anregen. Eine andere Möglichkeit sind bestimmte Zuckerstoffe. Helfen solche Präparate nicht, kommen Prokinetika infrage, die das Darmnervensystem stimulieren. Weniger empfehlenswert seien Mittel, die auf Salz oder Ölen basieren, erklären die Fachleute.

Bei Beschwerden, die auf einer sogenannten Entleerungsstörung beruhen, können Abführzäpfchen oder Einläufe als unterstützende Maßnahmen zur Anwendung kommen. Bei einer Entleerungsstörung funktioniert der Transport bis in den Enddarm, doch fällt den Patienten die Entleerung schwer.

Als chronisch gilt eine Verstopfung, wenn sie mindestens zwölf Wochen andauert und der Patient über zwei weitere Symptome wie «starkes Pressen», «klumpiger harter Stuhl» oder «subjektiv unvollständige Entleerung» klagt.

Quelle:

http://www.ksta.de/gesundheit/bei-chronische-verstopfung-erst-im-zweiten-schritt-abfuehrmittel,15938564,24000956.html

 

Kommentar & Ergänzung:

 

Die hier empfohlenen Flohsamen bzw. Flohsamenschalen gehören zu den wichtigen Heilpflanzen in der Phytotherapie.

Als Quellmittel können sie als Regulans eingesetzt werden – mit viel Wasser eingenommen, gegen Verstopfung, mit wenig Wasser gegen chronische Durchfälle, zum Beispiel bei Reizdarm.

 

Siehe auch:

Flohsamen bei Durchfall

Ballaststoffe bei chronischer Verstopfung: Flohsamenschalen verträglicher als Leinsamen

Verstopfung: Anwendungshinweise für Leinsamen und Flohsamen

Phytotherapie: Was sind Flohsamenschalen?

 

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe

Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse

Heilpflanzenexkursionen in den Bergen / Kräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital:

Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

Diesen Artikel teilen:

Fatigue bei Krebserkrankungen

Diesen Artikel teilen:

Martina Schmidt und Karen Steindorf haben gerade in der „Pharmazeutischen Zeitung“ einen sehr informativen Artikel veröffentlicht zum Thema Fatigue bei Krebserkrankungen. Sie empfehlen vor allem Sport und psychologische Interventionen, gehen aber in einem Abschnitt auch auf phytotherapeutische Möglichkeiten ein.

Zahlreiche Krebspatienten leiden während der Behandlung unter Fatigue, einer extremen Erschöpfung, die die Lebensqualität massiv einschränkt. Bei rund einem Drittel der Betroffenen hält dieser belastende Zustand Monate oder gar Jahre nach Ende der Krebstherapie an. Die Fatigue ist eine der häufigsten Komplikationen während und nach einer Krebserkrankung und -therapie. Sie wird oft unzureichend behandelt und beeinträchtigt die Lebensqualität des Patienten und das soziale Umfeld (Partnerschaft, Familie, Freunde) stark.

Die Erkenntnisse zu Ursachen und Pathophysiologie von Fatigue sind insgesamt noch sehr diffus und unzureichend.

Um einer Chronifizierung vorzubeugen, sollte die Fatigue so früh wie möglich verhindert sowie therapiert werden, in der Regel meist schon während der Krebsbehandlung.

Die Autorinnen weisen darauf hin, dass nach dem gegenwärtigen Stand der Empfehlungen sind nicht-pharmakologische Verfahren aufgrund ihrer nachgewiesenen Wirksamkeit in den Vordergrund zu stellen sind. In begründeten Einzelfällen können sie durch eine pharmakologische Behandlung ergänzt werden.

Als derzeit vielversprechendste nicht-pharmakologische Therapieansätze gelten Sport und Bewegungstherapien sowie psychologische Interventionen. Eine aktuelle Metaanalyse über 113 randomisiert-kontrollierte Interventionsstudien zeigte signifikant bessere Effekte von Sport sowie psychologischen Interventionen im Vergleich zu Medikamenten.

In einen kleinen Abschnitt gehen die Autorinnen auch auf phytotherapeutische Möglichkeiten ein:

„Zu Nahrungsergänzungsmitteln, Vitaminen, Phytotherapeutika oder anderen Arzneimitteln der besonderen Therapierichtungen gibt es wenig klare Evidenz. Nur für Ginseng gibt es einige Hinweise auf eine mögliche Wirksamkeit. Amerikanischer Ginseng (Panax quinquefolius) verbesserte in einer großen doppelblinden randomisiert-kontrollierten Studie die Fatigue. Auch der asiatische Ginseng (Panax ginseng), der in Deutschland als Arzneimittel gegen Erschöpfung zugelassen ist, reduzierte signifikant die Beschwerden. Ein aktueller Review schätzte die Evidenz für eine positive Wirkung von Panax ginseng als gut ein. Darüber hinaus gibt es Hinweise auf mögliche positive Effekte von Guaranà (Paullinia cupana).“

Quelle:

https://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=75039

 

Kommentar & Ergänzung:

Der Artikel ist insgesamt sehr lesenswert, insbesondere natürlich für Menschen, die mit Fatigue zu tun haben, als Betroffene, als Angehörige von Betroffenen oder als medizinische oder pflegerische Fachleute.

Siehe auch:

Krebstherapie: Sport und Phytotherapie bei Fatigue

Onkologie: Johanniskraut beim Chronischen Fatigue-Syndrom

Krafttraining bessert krebsbedingte Erschöpfung (Fatigue)

Onkologie / Palliative Care: Was hilft bei Fatigue?

Onkologie: Roter Ginseng bei Fatigue

Ginseng lindert Fatigue bei Krebskranken

Bei der Anwendung von Ginseng ist zu beachten, dass es bei den im Handel erhältlichen Ginsengpräparaten grosse Qualitätsunterschiede gibt. Empfehlenswert sind auf einen bestimmten Gehalt an Ginsenosiden standardisierte Ginsengextrakte (z. B. der G115-Extrakt von Ginsana).

Bei Guaranà dürfte die Wirkung vor allem auf dem Gehalt an Koffein basieren.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe

Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse

Heilpflanzenexkursionen in den Bergen / Kräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital:

Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

Diesen Artikel teilen:

Ingwer unterstützt Heilungsprozess bei Mandel-Operation

Diesen Artikel teilen:

Die Einnahme von Ingwer-Pulver nach einer Entfernung der Gaumenmandeln kann im Vergleich zu Placebo den Schmerz signifikant lindern und die Epithelisierung im Wundbereich beschleunigen. Das ist das Resultat einer kleinen Studie, die kürzlich im Fachmagazin «Clinical and Experimental Otorhinolaryngology» publiziert wurde.

An der prospektiven Studie beteiligten sich 49 Patienten im Alter von 18 bis 45 Jahren. Nach dem Eingriff bekamen sie alle standardmäßig eine antibiotische Behandlung bestehend aus Amoxicillin und Clavulansäure (zweimal täglich 1000 mg) sowie dreimal pro Tag 500 mg Paracetamol zur Schmerzlinderung. 29 Patienten erhielten zusätzlich über sieben Tage zweimal täglich Ingwerwurzel in Kapselform (500 mg Ginger Root, Solgar). Ein Facharzt begutachtete und dokumentierte den Heilungsprozess jeweils nach 1, 4, 7 und 10 Tagen. An denselben Tagen wurde das Schmerzempfinden mittels einer visuellen Analogskala erfasst. Das Schmerzempfinden war unter der Ingwer-Gabe an allen Untersuchungszeitpunkten signifikant geringer als in der Vergleichsgruppe. Ausserdem war die Epithelisierung (Wundheilung) nach 7 beziehungsweise 10 Tagen in der Ingwer-Gruppe deutlich weiter fortgeschritten als unter der alleinigen Standardbehandlung: Bei 74 Prozent der Patienten mit der Ingwer-Zusatzbehandlung war die Wundfläche schon zu mehr als 75 Prozent mit Epithel bedeckt. In der Vergleichsgruppe war dies nur bei 24 Prozent der Fall war. Auch die Nahrungsaufnahme konnte in der Ingwer-Gruppe deutlich früher wieder einsetzen. Bei der Häufigkeit postoperativer Übelkeit und Erbrechen sowie von Blutungen waren zwischen den beiden Gruppen keine relevanten Unterschiede feststellbar.

Die Autoren um Dr. İlker Koçak von der Koç Universität in Instanbul führen die Resultate auf spezifische Wirkungen des Ingwers zurück, insbesondere auf entzündungswidrige und wundheilungsverbessernde Eigenschaften, die bereits experimentell in Studien gezeigt werden konnten. Größere Untersuchungen seien jedoch notwendig, um den Effekt zu bestätigen.

Quelle:

https://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=73567

https://www.e-ceo.org/journal/view.php?doi=10.21053/ceo.2017.00374

DOI: 10.21053/ceo.2017.00374

Kommentar & Ergänzung:

Das Thema dieser Studie ist für die Phytotherapie sehr interessant.

Wenn es tatsächlich so ist, dass Ingwer in einer Dosis von 1 g / Tag in einer akuten Situation schmerzlindernd wirkt und vor allem auch noch die Wundheilung verbessert, dann ist das sehr bemerkenswert.

Ich habe mir die Originalstudie kurz angeschaut.

Die Patienten wurden randomisiert, das heisst per Zufall auf die zwei Gruppen verteilt. Das ist wichtig, weil es Manipulationsmöglichkeiten reduziert. Die Patienten wussten nicht, dass die Ingwer-Kapsel auf schmerzlindernde Wirkung getestet werden sollte und der Befund-erhebende Hals-Nasen-Ohren-Arzt wurde im unklaren darüber gelassen, zu welcher Gruppe der jeweils untersuchte Patient gehört. Das sind Qualitätsmerkmale für eine Studie. Die Zahl der Studienteilnehmer ist aber sehr klein und reicht nicht, um eine Wirksamkeit einwandfrei zu belegen. Und die Qualität der statistischen Berechnungen kannich nicht beurteilen.

Im Artikel der „Pharmazeutischen Zeitung“ ist die Rede von standardisiertem Ingwer-Extrakt. Das stimmt nicht. In der Originalarbeit ist von Ingwerpulver die Rede. Das untersuchte Produkt ist ein schlichtes Nahrungsergänzungsmittel. Damit ist es nicht patentierbar und braucht für die Zulassung am Markt auch keine Wirksamkeitbelege zu liefern, wie das bei eiinem Arzneimittel der Fall wäre. Aus diesen zwei Gründen werden wohl die grösseren Untersuchungen, die von den Studienautoren angeregt werden, kaum zustande kommen.

1000 mg Ingwerwurzelpulver entspricht inm Bereich der Phytopharmaka, also der pflanzlichen Arzneimittel, vier Kapseln Zintona pro Tag.

Dass Ingwer entzündungswidrig wirken kann, dafür gibt es schon seit einiger Zeit experimentelle Hinweise aus dem Labor, aber nur wenige konkrete Erkenntnisse bei Patienten. Und in der Ayurvedischen Medizin wird Ingwer mit Erfolg in der Behandlung von Migräne eingesetzt. Das kommt dem Thema Schmerzreduktion zumindestens nahe.

Ingwertherapie zeigte in einer Metaanalyse eine signifikante Schmerzreduktion gegenüber Placebo bei Arthrose. Dabei variierte die Behandlungsdauer aber zwischen drei und zwölf Wochen, während an der besprochen Studie nach Mandel-OP die schon kurzfristig auftretende Wirkung auffällt.

Neu für die Phytotherapie-Fachliteratur ist die mögliche Förderung der Wundheilung durch Ingwer bei peroraler Anwendung. Wenn das bestätigt werden könnte, wäre das sehr interessant. Dann könnte man darüber nachdenken, bei welchen Wunden das sonst noch Sinn macht und das gäbe eine ganze Palette von Einsatzmöglichkeiten. Aber eben: Da hat es noch einige ‚wenn’ und ‚könnte’….

Bemerkenswert ist auch, dass sich keine Abnahme bei der Häufigkeit von postoperativer Übelkeit und Erbrechen zeigte. Ingwer wurde mehrfach zur Linderung von Übelkeit nach Operationen bzw. Narkosen untersucht und zeigte dabei widersprüchliche Ergebnisse. Das Fachbuch „Teedrogen und Phytopharmaka“ schreibt dazu:

„Nach einem überblick über die publizierten Doppelblindstudien zur Verhinderung von postoperativer Übelkeit und Erbrechen besteht zwischen Ingwer und Placebo kein Unterschied, jedoch ein Effekt bei Schwangerschaftserbrechen und der Reisekrankheit. Dennoch wird von verschiedenen Seiten die Anwendung bei Schwangeren wegen fehlender umfangreicher Daten und der unklaren Thromboxan-Synthesehemmung durch Ingwer nicht empfohlen.“

Siehe auch:

Öko-Test: Ingwer gegen Reisekrankheit als ‚Gut‘ bewertet

Metaanalyse: Ingwer reduziert Menstruationsschmerzen

Metaanalyse: Ingwer lindert Schmerzen bei Arthrose

 

Ingwer bei Übelkeit und Erbrechen in der Schwangerschaft

Ingwer lindert akuten Kopfschmerz bei Migräne

Onkologie / Palliative Care: Ingwer gegen Erbrechen bei Chemotherapie

Forschung zum Wirkungsmechanismus von Ingwer gegen Übelkeit bei Chemotherapie

Ingwer als Hausmittel gegen Verdauungsbeschwerden

Ingwer bei Erkältungen

 

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe

Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse

Kräuterwanderungen in den Bergen / Kräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital:

Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

 

Diesen Artikel teilen:

Kinderheilkunde: Fencheltee bei „Dreimonatskoliken“

Diesen Artikel teilen:

In der Zeitschrift der österreichischen Gesellschaft für Phytotherapie (Nr. 5 / 2017) berichtet Univ.-Doz. DDr. Ulrike Kastner über die Behandlung von Magen-Darmbeschwerden bei Kindern. Dabei kommt auch das Thema „Dreimonatskoliken “ und Fencheltee zur Sprache:

„Die typischen sogenannten ‚Dreimonatskoliken‘, pathogenetisch nicht immer nur auf schmerzhafte Meteorismen zurückzuführen, sind nach wie vor Domäne der Phytotherapie. Zwar haben pharmakologische Studien bezüglich Toxizität von Bestandteilen des ätherischen Öls als Reinsubstanzen (Estragol) Aufsehen erregt und viel Verunsicherung hervorgerufen, doch kann nach dem derzeitigen Wissensstand davon ausgegangen werden, dass bei bestimmungsgemäßem Gebrauch Fencheltee auch im sehr frühen Säuglingsalter bedenkenlos eingesetzt werden kann.“

Quelle:

http://www.phytotherapie.co.at/pdf/PT0517.pdf

Kommentar & Ergänzung:

Fencheltee ist vor allem in der Kinderheilkunde ein altbewährtes Mittel gegen Blähungen und Darmkrämpfe. Das Zitat spielt auf eine Diskussion vor einigen Jahren an. Das ätherische Fenchelöl enthält Estragol. In Tierexperimenten mit Mäusen zeigte sich damals, dass Estragol krebsfördernde Eigenschaften haben kann. Das führte zu Warnungen vor der Einnahme von Fencheltee, die bis heute herumgeistern. Das Fachbuch „Teedrogen und Phytopharma“ schreibt dazu:

„In Tierstudien (Mäuse) über 12 Monate mit reinem Estragol (Methylchavicol) waren Lebertumoren beobachtet worden. Diese Ergebnisse können jedoch nicht auf dieVerabreichung von Fenchelfrüchten bzw. Fenchelöl übertragen werden.“

Und im Fachbuch „Phytopharmakognosie/Phytopharmazie„: „Die bei den entsprechenden Untersuchungen an Nagern verwendete Dosis betrug die 100 – 1000-Fache der beim Menschen als Gewürz oder Arzneimittel infrage kommenden Dosis. Zudem unterscheidet sich der Phenylpropanstoffwechsel beim Menschen zumindest in quantitativer Hinsicht ganz erheblich von dem der Nager. Aufgrund eingehender Studien kam die European Medicines Agency (EMA) zum Schluss, dass die Verwendung von estragolhaltigen phytotherapeutischen Produkten bei angemessener Dosierung und Einnahmedauer beim Menschen kein signifikantes Krebsrisiko darstellt.“

Natürlich ist die Natur nicht immer gesund. Es gibt schliesslich auf Giftpflanzen. Aber manchmal wird durch sehr unrealistische Untersuchungen manchmal schon vor Risiken gewarnt, die sich bei sorgfältiger Betrachtung dann als gegenstandslos erweisen. So kommt es dann unnötigerweise zu Verunsicherung.

Mehr dazu hier:

Phytotherapie: Fencheltee weiterhin empfehlenswert

Mein Rat: Fencheltee bei Säuglingen nicht einfach zur Flüssigkeitszufuhr einnehmen, sondern nur wenn Beschwerden wie Blähungen und Darmkrämpfe vorhanden sind.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe

Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse

Kräuterwanderungen in den Bergen / Kräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital:

Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

 

Diesen Artikel teilen:

Öko-Test beurteilt Schleimlöser bei Husten: Heilpflanzen-Präparate top

Diesen Artikel teilen:

Öko-Test hat 24 frei verkäufliche Arzneimittel gegen Husten unter die Lupe genommen, davon 9 Hustenreizdämpfer und 15 Schleimlöser.

Die Fachleute halten nur für wenige Produkte eine lindernde Wirkung aus wissenschaftlicher Sicht hinreichend belegt. Darum schneidet die Mehrzahl der Hustenmittel im Test auch nur „ausreichend“ und schlechter ab.

Auffallend und erfreulich ist aber, dass bei den Schleimlösern Heilpflanzen-Präparate (Phytopharmaka) am besten abschneiden:

«Bei den Schleimlösern ist die Auswahl an sehr guten Produkten schon etwas größer: „Bronchipret TP, Filmtabletten“ (9,90 Euro/20 Stück), „GeloMyrtol Forte, Weichkapseln“ (10,19 Euro/20 Stück), „Soledum Kapseln Forte“ (9,90 Euro/20 Stück). Für die „Umckaloabo-Tropfen hat es immerhin noch für ein „gut“ gereicht (10,20 Euro/20 ml).»

Quelle:

https://www.n-tv.de/ratgeber/Diese-Mittel-helfen-bei-Husten-article20206388.html

Kommentar & Ergänzung:

Wir haben es hier mit ganz unterschiedlichen Phytopharmaka zu tun, die aber alle gut durch Studien in ihrer Wirksamkeit belegt sind.

– Bronchpret Filmtabletten enthalten Thymiankraut-Trockenextrakt und Primelwurzel-Trockenextrakt.

– GeloMyrtol Forte enthält ein ein Destillat aus einer Mischung von Eukalyptusöl, Süssorangenöl, Myrtenöl und Zitronenöl enthält. In der Schweiz gibt es dazu eine kassenzulässige Variante: GeloDurat (wird von der Grundversicherung bezahlt, wenn ärztlich verschrieben).

– Soledum Kapseln Forte besteht zu 100% aus Cineol, dem Hauptbestandteil von Eukalyptusöl. Dieses Präparat ist in Deutschland auf dem Markt, nicht jedoch in der Schweiz.

– Umckaloabo (flüssig) ist da einzige mit Studien belegte Präparat aus Kapland-Pelargonie. In der Schweiz gibt es dazu eine kassenzulässige Variante: Kaloabo (wird von der Grundversicherung bezahlt, wenn ärztlich verschrieben).

„Mangelhaft“ abgeschnitten haben synthetische Schleimlöser auf der Basis von ACC bzw. NAC (Acetylcystein) – nicht ganz unerwartet, weil ihre Wirksamkeit nur mangelhaft belegt ist.

Wikipedia schreibt zu ACC:

„Die Wirksamkeit hinsichtlich einer schleimverflüssigenden Wirkung von Acetylcystein ist für einfache Atemwegsinfekte nicht belegt. Die therapeutische Wirksamkeit bei Bronchitis ist umstritten, da die aus den 1980er Jahren stammenden Studien heutigen Ansprüchen an ein Studiendesign nicht standhalten. Dementsprechend gibt es nach der DEGAM-Leitlinie auch keine Empfehlung für ACC bei der Behandlung eines grippalen Infektes oder einer akuten Bronchitis, da in randomisierten doppelblinden placebokontrollierten Studien keine signifikanten Effekte auf Lungenfunktion, Bronchialschleim, systemische Oxygenierung und/oder Beatmungsnotwendigkeit nachgewiesen werden konnten. Der Einsatz von ACC als Schleimlöser wird aus medizinischer Sicht deshalb kritisch hinterfragt.“

Das ist bemerkenswert, weil ACC-Präparate sehr oft gegen Husten verkauft werden. Wikipedia führt als Präparate auf:

Monopräparate

ACC (D, A, CH), Acemuc (D), Acemucol (CH), Acetyst (D), Aeromuc (A), Dynamucil (CH), Ecomucyl (CH), Fluimucil (D, A, CH), Helvetussin (CH), Mucobene (A), Mucofluid (CH), Myxofat (D), NAC (D), Secresol (CH), Solmucol (CH), diverse Generika (D, CH)

Kombinationspräparate

Alvesin (D), Aminopäd (D), Aminoplasmal (D), Deltamin (D), Infesol (D), Nephrotec (D), Periplasmal (D, A), Pädamin (A), Rinofluimucil (CH), Salviamin (D), Solmucalm (CH)

 

Bei den Schleimlösern wird also den Phytopharmaka von „Öko-Test“ eine besser belegte Wirksamkeit attestiert als den synthetischen Präparaten. Diese Beurteilungen und Belege gelten allerdings nur für die entsprechenden Produkte und können nicht auf andere Heilpflanzen-Anwendungen übertragen werden.

 

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe

Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse

Kräuterwanderungen in den Bergen / Kräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital:

Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

 

 

Diesen Artikel teilen:

Nelkenöl lindert Zahnschmerzen

Diesen Artikel teilen:

Das Magazin „Stern“ berichtet über die schmerzlindernde Wirkung von Gewürznelken bzw. von Nelkenöl.

In einer kleinen Studie verglichen Wissenschaftler die Wirkung von Gewürznelken mit der eines lokalen Betäubungsmittels, das direkt im Mund angewendet wird und gaben den Patienten im Anschluss zwei Spritzen. Tatsächlich empfanden die Versuchspersonen die Nadelstiche als weniger schmerzhaft. Die „echte“ Betäubung und das Nelkenöl zeigten in etwa den gleichen Effekt; die in der Studie verwendeten Placebos bewirkten dagegen nichts. Die Fachleute der Kommission E schreiben der Gewürznelke eine lokal betäubende Wirkung zu, die akute Zahnschmerzen lindern kann. Nelkenöl wirkt außerdem antiseptisch: Es tötet Bakterien, Pilze und Viren ab.

Der „Stern“ empfiehlt folgende Anwendungsformen:

„Einen Nelkenstängel auf den schmerzenden Zahn legen und warten, bis die Symptome nachlassen.

Ätherisches Nelkenöl wirkt ebenfalls schmerzstillend: Dafür ein paar Tropfen auf einen kleinen Wattebausch tröpfeln und auf den Zahn legen.“

Die Behandlung mit Nelken sei lediglich eine Erste-Hilfe-Maßnahme. Bei Schmerzen soll die betroffene Person besser so bald wie möglich zum Zahnarzt gehen, damit die Ursache des Problems behoben werden.“

Quelle:

http://www.stern.de/gesundheit/grippe/erkaeltung–ohrenschmerzen–halsschmerzen–diese-hausmittel-helfen-6565438.html#mg-1_1507550313623

 

Kommentar & Ergänzung:

Nelkenöl besteht zu etwa 85 – 95% aus Eugenol und wirkt gut antimikrobiell und lokal schmerzstillend.

Es eignet sich auch zur Linderung des Juckreizes bei Insektenstichen (Laut dem Fachbuch „Leitfaden Phytotherapie„: pur oder in 10%iger alkoholischer Lösung, Alkohol 70% verwenden).

In konzentrierter Form kann Nelkenöl aber auch gewebereizend wirken.

Früher wurde Nelkenöl bzw. Eugenol auch in der Zahnmedizin angewendet. Das Fachbuch „Biogene Arzneimitel“ schreibt dazu:

„Eugenol…und Nelkenöl wurden wegen der antiseptischen, leicht ätzenden und anästhetischen Eigenschaften früher in grossem Umfang in der Stomatologie als Zusatz zu Wurzelkanalfüllmaterialien eingesetzt (mit ZnO zu festem Zinkeugenolat erhärtend). Die Verwendung zu diesem Zweck wird heute wegen möglichem Eindringen in periapikale Gewebe und dadurch bedingte Entzündung und mögliche Sensibilisierung kritisch betrachtet.“

Siehe ausserdem:

Nelkenöl gegen Zahnschmerzen

Eugenol – der Hauptbestandteil im Nelkenöl

Gewürznelken – Nelkenöl

Gewürznelke lindert Schmerzen

 

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe

Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse

Kräuterwanderungen in den Bergen / Kräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital:

Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

Diesen Artikel teilen:

Quittensirup bei Schwangerschaftsübelkeit?

Diesen Artikel teilen:

Die Carstens-Stiftung beschreibt eine iranische Studie, wonach Quittensirup schwangerschaftsinduzierte Übelkeit besser reduziert als standardmäßig verabreichtes Vitamin B6. Das ist interessant, wirft aber auch einige Fragen auf.

Acht von zehn Schwangeren leiden an Übelkeit und Erbrechen und bei besonders stark ausgeprägtem Verlauf spricht man von Hyperemesis gravidarum. Der anhaltende Brechreiz kann mehrmals täglich zur Erbrechen und infolgedessen zu teils gravierendem Flüssigkeits- und Nährstoffverlust führen. Eine Anpassung der Ernährung, der Ausgleich des entstehenden Flüssigkeits- und Nährstoffmangels und die Behandlung der Symptome mittels medikamentöser Verfahren sowie eine Vitamin B6-Supplementierung (Pyridoxin) zählen zur Standardbehandlung der Hyperemesis gravidarum. Da vor allem in der frühen Schwangerschaftsphase wegen möglicher Komplikationen und Schädigungen des ungeborenen Kindes auf synthetische Arzneimittel möglichst verzichtet werden sollte, wird zunehmend auf pflanzliche Mittel wie z.B. Pfefferminze und Ingwer zurückgegriffen, um die Schwangerschaftsübelkeit zu reduzieren

Unbekannt ist bei uns bisher die Anwendung von Quittensirup.

In der Traditionellen Iranischen Medizin wird die Quitte unter anderem als Magentonikum zur Linderung von Übelkeit und Erbrechen sowie als Mittel zur Appetitanregung empfohlen. Auf dieser Basis führten iranische Wissenschaftler eine Studie durch, um die Wirkung von Quittensirup im Vergleich mit Vitamin B6 bei Frauen mit Schwangerschaftsübelkeit zu untersuchen. Die Studie wurde an fünf klinischen Zentren in Teheran und Qom durchgeführt. Aufgenommen wurden 90 Frauen in der Gestationsphase zwischen der 6. bis 14. Woche und einer therapiebedürftigen, schwangerschaftsinduzierten Übelkeit von 3 bis 12 Punkten auf der PUQE-Skala (PUQE = Pregnancy-Unique Quantification of Emesis) mit und ohne Erbrechen. Per Zufallsprinzip wurden die Studienteilnehmerinnen in eingeteilt und bekamen über die Therapiephase von einer Woche dreimal täglich jeweils vor den Mahlzeiten entweder einen Esslöffel des eigens für die Studie hergestellten Quittensirups oder aber eine Tablette mit einem Gehalt von 20 mg Vitamin B6 pro Einheit.

Die Einnahme zusätzlicher Arzneimittel war nicht gestattet. Darüber hinaus wurden die Probandinnen zu einer Vermeidung von fettem Essen und dem Verzehr regelmäßiger kleiner Mahlzeiten angehalten. Während der einwöchigen Therapiephase und der nachfolgenden, ebenfalls siebentägigen Nachbeobachtungszeit dokumentierten die teilnehmenden Frauen mittels PUQE-24-Fragebogen die Dauer, Häufigkeit und Intensität ihrer Übelkeit und des auftretenden Erbrechens. Ausserdem wurden die Probandinnen zur Erfassung auftretender Nebenwirkungen angehalten.

In die Auswertung flossen Daten von 76 Patientinnen ein. In der Quittensirup-Gruppe konnte im Vergleich mit der Vitamin B-Gruppe nach 7 Tagen schon eine klinisch signifikante Besserung um rund 4,3 Punkte auf der PUQE-Skala festgestellt werden, die noch eine Woche nach Beendigung der Behandlung anhielt. In der Vitamin B6-Gruppe betrug die Punktedifferenz nach 7 Tagen lediglich 1,1 Punkte – mit sinkender Tendenz nach 14 Tagen. Zudem wiesen die Probandinnen der Quittensirup-Gruppe zu Studienbeginn eine höhere Punktezahl auf der PUQE-Skala auf (9.55, Standardabweichung 2.05) als die Frauen in der Vitamin B-Gruppe (8.44, Standardabweichung 1.87). Die Forscher ziehen daraus den Schluss, dass die Quittensirup-Intervention sich auch bei schwereren Verläufen erfolgreich ist. Keine der teilnehmenden Frauen klagte über das Auftreten von Nebenwirkungen.

Quelle:

https://www.carstens-stiftung.de/artikel/gar-nicht-uebel-quittensirup-bei-schwangerschaftsuebelkeit.html

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28631509

 

Kommentar & Ergänzung:

Da Schwangerschaftsübelkeit für die betroffenen Frauen oft eine starke Belastung ist und Quittensirup ein billiges und darüber hinaus gesundes Mittel, kann diese Studien aus dem Iran berechtigtes Interesse wecken. Jedenfalls sind mir keine Gründe bekannt, die gegen einen Versuch mit Quittensirup sprechen würden.

Die Studie ist allerdings mit 90 teilnehmenden Frauen ziemlich klein, was ihre Aussagekraft einschränkt. Wir treffen hier auf ein Problem, das in der Forschung mit Naturheilmitteln oft vorkommt:

Für eine grosse, beweisende Studie, die entsprechend teuer und aufwendig ist, wird sich kaum ein Sponsor finden, wenn das untersuchte Produkt nicht patentierbar sondern billig im Haushalt herzustellen ist. Bei solchen Hausmitteln fehlt einfach oft (und ökonomisch nachvollziehbar) das kommerzielle Interesse für Investitionen in die Forschung.

Fragen wirft auch der Vergleich von Quittensirup versus Vitamin B6-Gabe auf.

Die Wirksamkeit von Vitamin B6 bei Schwangerschaftsübelkeit ist selber nicht zweifelsfrei geklärt. Pharmawiki schreibt dazu:

„Die Verwendung von Pyridoxin gegen Übelkeit geht vermutlich auf kleine, unkontrollierte Studien aus den 1940er Jahren zurück (z.B. Willis et al., 1942). Moderne Zulassungsstudien sind nicht verfügbar. Wir haben in der neueren wissenschaftlichen Literatur lediglich zwei kleine randomisierte und placebokontrollierte klinische Studien aus den 1990er Jahren identifiziert, ausschliesslich in der Indikation Schwangerschaftserbrechen (Sahakian, 1991; Vutyavanich, 1995). Aus unserer Sicht gibt es Hinweise für eine mögliche Wirksamkeit, sauber wissenschaftlich nachgewiesen ist sie bisher jedoch nicht. Ein Therapieversuch ist aufgrund der guten Verträglichkeit möglich.“

Quelle:

http://www.pharmawiki.ch/wiki/index.php?wiki=Pyridoxin%20gegen%20Übelkeit

 

Und die Pharmazeutische Zeitung verweist auf eine Cochrane-Metaanalyse:

„Forscher der Cochrane Collaboration haben in einer aktuellen Übersichtsarbeit Studien zu Arzneimitteln zusammengefasst, die bei Übelkeit und Erbrechen in der Schwangerschaft empfohlen werden. Ihr Fazit: In Anbetracht der hohen Prävalenz der Beschwerden ist die Studienlage erstaunlich schlecht. So fanden sich beispielsweise für die vielfach empfohlenen Ingwer- oder Pyridoxinpräparate nur sehr wenige Daten aus qualitativ hochwertigen klinischen Studien. Ingwer und Pyridoxin (Vitamin B6) scheinen aber besser als Placebo morgendliche Übelkeit zu lindern. Bei der Reduktion von Erbrechen zeigte nur Ingwer einen leichten Nutzen, während sich die Symptome mit Vitamin B6 nicht eindeutig verbesserten.“

Quelle:

https://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=36523

Wenn für die Vergleichsgruppe mit der Vitamin B6-Gabe eine Intervention gewählt wird, die selber nicht eindeutig in ihrer Wirksamkeit ist, dann kann der Quittensirup diese Vergleichgruppe verhältnismässig leicht übertreffen. Aussagekräftig wäre zudem eine dritte Gruppe gewesen, die ein Placebo bekommen hätte.

Aber eben, das ist alles auch eine Frage der Ressourcen.

Interessant schein mir noch die überlegung, welcher Wirkungsvorgang der Anwendung von Quittensirup bei Schwangerschaftsbelkeit zugrunde liegen könnte.

Die Quittenfrucht enthält „viel Vitamin C, Kalium, Natrium, Zink, Eisen, Kupfer, Mangan und Fluor, Tannine (Catechin und Epicatechin), Gerbsäure, organische Säuren, viel Pektin und Schleimstoffe.“ (Quelle: Wikipedia)

Am interessantesten scheinen mit hier Pektin und Schleimstoffe zu sein. Sie könnten möglicherweise über eine Eindickung der Nahrung dem Erbrechen entgegenwirken. Das kennt man auch von Johannisbrotkernmehl (z. B. als Nestargel) gegen Erbrechen bei Säuglingen.

In der traditionellen Pflanzenheilkunde werden eher die reifen Quittensamen verwendet. Unzerkleinerte Quittensamen nutzt man für die Zubereitung eines Schleims, der gegen Hustenreiz, als mildes Abführmittel und gegen Entzündungen von Haut und Schleimhäuten eingesetzt wird.

Quittensirup gibt es meines Wissens nicht als Fertigprodukt zu kaufen, doch existieren viele Rezepte zur Zubereitung.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe

Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse

Kräuterwanderungen in den Bergen / Kräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital:

Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

Diesen Artikel teilen:

Ginkgo-Extrakt: Unerwünschte Nebenwirkungen auf Placebo-Niveau

Diesen Artikel teilen:

Ob Patienten mit dem Ginkgo-biloba-Spezialextrakt EGb 761® (Tebonin®) behandelt werden oder mit einem Scheinmedikament (Placebo) macht keinen Unterschied, was die Häufigkeit von Nebenwirkungen anbelangt. Zu diesem Resultat kommt eine Metaanalyse von 44 placebokontrollierten Studien, die kürzlich im Rahmen einer Poster-Präsentation auf dem Symposium der Europäischen Gesellschaft für Klinische Pharmazie (ESCP) in Heidelberg präsentiert wurde. In der Fachinformation des Ginkgo-Präparats Tebonin sind als potenziell auftretende unerwünschte Ereignisse Blutungen an einzelnen Organen, schwere Überempfindlichkeitsreaktionen, leichte Magen-Darm-Beschwerden sowie Kopfschmerzen und Schwindel aufgeführt. Wie oft diese Nebenwirkungen unter Tebonin im Vergleich zu Placebo auftreten, untersuchten zwei Mitarbeiter der Herstellerfirma Willmar Schwabe unter der Leitung von Professor Dr. Martin Schulz von der Freien Universität Berlin. Total werteten sie 44 randomisierte klinische Studien aus, in denen insgesamt 6415 Patienten entweder EGb 761 oder Placebo bekommen hatten. Für keine der aufgeführten Nebenwirkungen ergab sich in der Gesamtschau ein statistisch signifikanter Unterschied zwischen Placebo und EGb 761.

Die Autoren ziehen den Schluss, dass sich unter der Behandlung mit Tebonin sowohl unerwünschte Wirkungen als auch vermutete unerwünschte Arzneimittelreaktionen auf Placebo-Niveau bewegen. Die bisherige Bewertung potenzieller Nebenwirkungen sei womöglich verzerrt worden, weil zu wenige placebokontrollierte Studien betrachtet wurden.

Quelle:

https://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=72616

Kommentar & Ergänzung:

Das ist ein positives Ergebnis für den Ginkgo-biloba-Spezialextrakt EGb 761® (Tebonin®, in der Schweiz als „Tebofortin“ bzw. kassenzulässig bei ärztlicher Verordnung als „Tebokan“). Diese Aussagen lassen sich aber nicht einfach auf andere Ginkgo-Zubereitungen übertragen, insbesondere nicht auf Ginkgotee, der unterschiedliche Mengen von Ginkgolsäuren enthalten kann, die ein hohes allergenes Potenzial besitzen und in pharmakologisch-toxikologischen Untersuchungen auch cytotoxische, neurotoxische und mutagene Wirkungen zeigen.

Siehe dazu:

Ginkgotee nicht ohne Risiko

 

Einschränkend muss man sagen, dass die Untersuchung weitgehend vom Hersteller abhängig war und dass eine Poster-Präsentation an einem Kongress nicht gleich viel wert ist wie eine Publikation in einer Fachzeitschrift.

Das Thema ist aber grundsätzlich sehr interessant: Gibt man ein wirkstofffreies Scheinpräparat (Placebo), so sind vergleichbare Nebenwirkungen zu beobachten wie bei dem echten Arzneimittel, hier einem Ginkgo-Präparat.

Das heisst natürlich – und das wollen die Autoren auch sagen – dass das Ginkgo-Präparat gut verträglich ist.

Aber es heisst auch, dass bei der Anwendung eines wirkstofffreien Scheinpräparats Nebenwirkungen beobachtet werden können. Das ist auf den ersten Blick doch sehr erstaunlich.

Wie kommen solche unerwünschten Nebenwirkungen zustande?

Erstens können wirkstofffreie Scheinpräparate (Placebo) eine Erwartungshaltung erzeugen, die zu unerwünschten Nebenwirkungen führt. Das nennt man Nocebo-Effekt.

Siehe dazu:

Interessantes zum Nocebo-Effekt

Zweitens kann es sein, dass während der Einnahme eines Arzneimittels zufällig bestimmte Beschwerden auftreten, die dann fälschlicherweise dem Arzneimittel zugeschrieben werden.

Wenn ich über drei Monate ein Medikament X einnehme und während dieser Zeit zwei Tage Kopfschmerzen habe, kann ich den Schluss ziehen, dass es sich bei diesen Kopfschmerzen um eine Nebenwirkung von Medikament X handelt. Die Ursache für die Kopfschmerzen sehe ich bei Medikament X, obwohl die Kopfschmerzen und die Einnahme von X unabhängig voneinander sind. In diesem Fall spricht man von einem Post-hoc-ergo-propter-hoc-Fehlschluss.

Das tönt komplizierter als es ist. Mehr dazu hier:

Komplementärmedizin: Der Post-hoc-ergo-propter-hoc-Fehlschluss als häufige Irrtumsquelle

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe

Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse

Kräuterwanderungen in den Bergen / Kräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital:

Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

Diesen Artikel teilen: