[Buchtipp] „Wut“, von Julia Ebner

Diesen Artikel teilen:

Verlagsbeschreibung

Was Islamisten und Rechtsextreme mit uns machen

Der Extremismus ist auf dem Vormarsch in Europa und den USA. Lassen sich westliche Demokratien in eine Spirale der Wut ziehen, die sowohl Islamisten als auch Rechtsradikalen zugute kommt? Die Extremismusforscherin Julia Ebner beschäftigt sich länderübergreifend mit Gruppierungen unterschiedlicher Ausrichtung. Mit gezielten Undercover-Recherchen und Gesprächen mit Radikalen beider Seiten zeigt sie, wie sich die Strategien von Islamismus und Rechtsradikalismus wechselseitig ergänzen und verstärken. Mit hetzerischer Rhetorik – online wie offline – schüren sie Hass und treiben einen Keil in die Gesellschaft: die eigene Gruppe wird zum Opfer, die andere zum Feind. Wird dadurch der von beiden Seiten als „unvermeidbar“ propagierte Krieg zwischen dem Islam und dem Westen zur realen Gefahr? Die Autorin geht den Ursachen der wechselseitigen Radikalisierung auf den Grund und zeigt, wie Extremisten Angst, Verunsicherung und Wut instrumentalisieren.  Zum Shop

Zur Autorin Julia Ebner

Die gebürtige Wienerin Julia Ebner lebt heute in London, wo sie als Extremismus- und Terrorismusforscherin beim Institute for Strategic Dialogue (ISD) tätig ist. Sie arbeitete zwei Jahre für die weltweit erste Organisation zur Extremismusprävention Quilliam, die von ehemaligen Islamisten gegründet wurde. Für die Europäische Kommission und die Kofi Annan Foundation leitete sie Studien, sie schreibt regelmäßig für „The Guardian“ und „The Independent“, hält Workshops an Schulen und Universitäten und berät Regierungen und Tech-Firmen in Bezug auf Radikalisierungsprävention.

Kommentar von Martin Koradi

Man kann es nicht genug unterstreichen, dass Islamismus und Rechtspopulismus / Rechtsetremismus sich gegenseitig in die Hände arbeiten und sich sogar brauchen.

Julia Ebner zeigt diesen Zusammenhang eindrücklich. Sie hat detailliert dokumentiert, wie orchestriert und organisiert die Einschüchterungs- und Hasskampagnen an der extremistischen Rändern  aufgegleist werden.

Sie beschreibt aber auch, was ihrer Ansicht nach gegen diese besorgniserregenden Entwicklungen zu tun ist.

Ihr Plädoyer für die Mobilisierung der gesellschaftlichen Mitte scheint mir besonders beherzigenswert:

„Wie kann die politische Mitte ihre Aufmerksamkeit wieder darauf richten, konsequent ihre eigenen Regeln anzuwenden – Regeln, die auf der Achtung der fundamentalen Menschenrechte, von Demokratie und Pluralismus beruhen und die geschaffen wurden, um nach der Erfahrung zweier verheerender Weltkriege im letzten Jahrhundert Frieden zu garantieren?…..

Seit der Jahrtausendwende haben die Geschichten der Extremisten die politische Tagesordnung unserer Länder diktiert und die Verhaltensweisen unserer Gesellschaften bestimmt. Jetzt ist es an der Zeit, dass gemässigte Stimmen den Raum innerhalb und ausserhalb des Internets zurückerobern.“

Das Buch von Julia Ebner ist sehr lesenswert.

Übersicht meiner eigenen gesellschaftspolitischen Texte und Buchempfehlungen.

http://phytotherapie-seminare.ch/gesellschaftspolitik-texte-buchempfehlungen/

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde am Seminar für Integrative Phytotherapie in Winterthur (Schweiz) und Leiter von Kräuterwanderungen und Kräuterkursen.

Bewertungen in den Medien

„‚Wut‘ liest sich wie ein Roman, aber leider ist seine Geschichte wahr: Islamistische und rechtsradikale Hitzköpfe polarisieren unsere Gesellschaften, während die Moderaten in der Mitte Einfluss an Populisten verlieren, die Extremismus für ihre politischen Zwecke ausnützen.“

Alex P. Schmid, Chefredakteur ‚Perspectives on Terrorism‘

„Julia Ebner zeigt, wie Islamisten und Rechtsextremisten zwei Seiten derselben Medaille sind. Ihre Analyse ist überzeugend, aufschlussreich und äußerst lesenswert.“

Peter R. Neumann, Professor für Sicherheitspolitik, Kings College und Autor von ‚Die Neuen Dschihadisten‘ „Ein originelles und hoch-informatives Buch zu einem der Kernsicherheitsthemen unserer Zeit. ‚Wut‘ demonstriert überzeugend, wie zwei scheinbar gegensätzliche Formen des Extremismus sich gegenseitig nähren, und beleuchtet damit das Ausmaß der Probleme, denen wir uns gegenüber sehen. Eine unentbehrliche Lektüre.“

Paul Rogers, Emeritierter Professor der Friedensforschung, Bradford University and Autor von ‚Irregular War‘

„Ein exzellentes Debut: informiert, fundiert und bedacht. Ebner erforscht die zunehmend wichtige Interdependenz von rechtsradikalen und islamistischen Bewegungen und bietet menschliche, intelligente Wege aus der Sackgasse an.“

Jamie Bartlett, Autor von ‚The Dark Net und Radicals‘

„Das Buch lässt die Ursachen und Folgen von Rechtsradikalismus und islamistischem Extremismus lebendig werden. Diese beiden Formen des Fanatismus drohen unsere Gesellschaften auseinanderzureißen — Ebner entlarvt sie beide und ruft eindringlich dazu auf, liberale Toleranz zu verteidigen. ‚Wut‘ ist ein exzellenter Masterkurs für alle, die den Anstieg von Fanatismus verstehen wollen.“

Ed Husain, Autor von ‚The Islamist‘ „Julia Ebner hat ein ausgezeichnetes Buch geschrieben, das die trickreiche Thematik der ‚reziproken Radikalisierung‘ mit bewundernswertem ethnographischen Einfühlvermögen behandelt. Fesselnd geschrieben, ist ‚Wut‘ eine Reise durch die tonangebenden und often verflochtenen Formen des Extremismus heute: Dschihadisten und Rechtsradikale. Der Spiegeleffekt dieser gewaltsamen Rhetorik ist verblüffend und wird hier sowohl durch augenöffnende Charakterskizzen als auch durch weitreichende empirische Daten enthüllt. ‚Wut‘ ist zweifellos der bis dato wichtigste Beitrag zu diesem hochaktuellen Thema – eine sehr nützliche Lektüre für Wissenschaftler, Politiker aber auch die breitere Öffentlichkeit.“

Matthew Feldman, Professor der Zeitgeschichte, Teesside University

Diesen Artikel teilen:

[Buchtipp] „ Demokratie in der Krise “

Diesen Artikel teilen:

Verlagsbeschreibung

Alle Welt redet von Krise. Nun auch noch eine Demokratiekrise? Ist Demokratie Teil der Lösung oder Teil des Problems? Kranken die politischen Prozesse selbst oder leiden sie unter äusseren Einflüssen aus Wirtschaft und Gesellschaft? Ist unsere Demokratie reformfähig? Hat sie eine Zukunft?

Von ihrem Ideal her ist Demokratie unsere Hoffnung, all die anderen Krisen, in denen unsere Gesellschaft steckt, bewältigen zu können. Ideal und Realität unserer Demokratie bilden ein Spannungsfeld und klaffen zuweilen auseinander. Sie sollen es sogar. Aber wir müssen die Chance haben, unsere Ideale einen Schritt weit zu realisieren. Sonst verlieren wir den Glauben an sie. Deshalb ist es wichtig, die Realität einerseits kritisch zu analysieren, anderseits das Verbesserungspotenzial auszuloten. Analyse und Reformmöglichkeiten sind deshalb die zwei Dimensionen, in denen sich der Sammelband bewegt.

Mit Beiträgen von André Bächtiger, Jeannette Behringer, Daniel Binswanger, Joachim Blatter, Daniel Brühlmeier, Martina Caroni, Marc Chesney, Alex Demirovic, Christian Fallegger, Christian Felber, Markus Freitag, Volker Gerhardt, Friederike Habermann, Heinz Hauser, Otfried Höffe, Gebhard Kirchgässner, Hanspeter Kriesi, Ulrike Liebert, Wolf Linder, Philippe Mastronardi, Wolfgang Merkel, Jörg Paul Müller, Andreas Nölke, Jürgen Oelkers, Viktor Parma, Alois Riklin, Michael Schlattau, Thomas Steinfeld, Wolfgang Streeck, Peter Ulrich, Adrian Vatter, Werner Vontobel, Gerhard Wegner, Hans A. Wüthrich.  Zum Shop

Zu den Herausgebern Daniel Brühlmeier & Philippe Mastronardi

Daniel Brühlmeier, geboren 1951, Dr. oec. HSG und lic. ès lettres (Université de Genève), Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Staatskanzlei des Kantons Zürich und Dozent für Politikwissenschaft an den Universitäten Bern und St. Gallen.

Philippe Mastronardi, geb. 1946, promovierte in Bern auf dem Gebiet der Rechtswissenschaft und arbeitete 20 Jahre lang in den Parlamentsdiensten des Bundes, davon 16 Jahre als Sekretär der Geschäftsprüfungskommissionen der eidgenössischen Räte (parlamentarische Oberaufsicht über Regierung und Verwaltung). Nach seiner Habilitation für Staatstheorie, Staatsrecht und Verwaltungsrecht war er bis zu seiner Emeritierung im Jahre 2011 Ordinarius für Öffentliches Recht an der Universität St. Gallen. Seine Forschungsinteressen gelten den Übergängen zwischen Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. Seine wichtigsten Publikationen beschlagen das juristische Denken, die Verfassungslehre und die Rechtstheorie.

Kommentar von Martin Koradi

Die offen-liberalen, demokratischen Gesellschaftsmodelle westlicher Prägung sind durch mehrfache Herausforderungen gefährdet:

Populismus, Islamismus, Globalisierung, Digitalisierung und ein unübersehbarer Trend zu antidemokratischen, autoritären Führerfiguren à la Trump, Putin, Orbán und Erdogan setzen demokratische Gesellschaftsformen unter Druck oder greifen sie direkt an.

Man kann diese Angriffe direkt in den jeweiligen Themenfeldern parieren. Oder man kann auf eine Stärkung der Demokratie hinwirken, damit sie diesen Angriffen besser standhalten kann.

Das Buch „Demokratie in der Krise“  bietet dazu vielfältige Informationen und Diskussionsgundlagen. Es beschreibt die Stärken und Schwächen des direktdemokratischen und konkordanten Demokratiemodells der Schweiz.

Die fundierte Auseinandersetzung mit diesen Stärken und Schwächen ist eine Voraussetzung für die Weiterentwicklung des Demokratiemodells, wenn es gegen die Angriffe sturmfest gemacht werden soll.

Das Buch „Demokratie in der Krise“ ist eine Fundgrube und enthält Beiträge von profunden Kennern der Thematik. Thematisiert werden auch die wirtschaftlichen Einflüsse auf die Demokratie.

Mir selber haben die Beiträge von Hanspeter Kriesi, Wolfgang Streeck und Marc Chesney neue Erkenntnisse gebracht.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde am Seminar für Integrative Phytotherapie in Winterthur (Schweiz) und Leiter von Kräuterwanderungen und Kräuterkursen.

Übersicht meiner eigenen gesellschaftspolitischen Texte und Buchempfehlungen.

Inhaltsverzeichnis

  • Daniel Brühlmeier, Philippe Mastronardi: Vorwort: Ein Experiment in Sachen Demokratie

Teil 1: Demokratie in der Krise?

  • Philippe Mastronardi: Einleitung: Werte und Gefahren der schweizerischen Demokratie – Ergebnisse einer Umfrage
  • Hanspeter Kriesi: Der Zustand der schweizerischen Demokratie. Fakten und Probleme aus der Sicht der Politikwissenschaft
  • André Bächtiger: Warum die Schweiz mehr Deliberation gut brauchen könnte. Ein Plädoyer
  • Viktor Parma: Kritik an der demokratischen Praxis in der Schweiz
  • Joachim Blatter: Die Schweizer Demokratie(vorstellungen) vor den Herausforderungen der Globalisierung
  • Wolfgang Streeck: Die Demokratie in der Krise

Teil 2: Das Verhältnis von Demokratie und Kapitalismus

  • 2.1: Wer regiert – die Politik oder die Wirtschaft?
  • Daniel Brühlmeier: Einleitung
  • Wolfgang Merkel: Ist die Krise der Demokratie eine Erfindung?
  • Andreas Nölke: Finanzialisierung als Herausforderung der Demokratie in westlichen Industriegesellschaften
  • 2.2: Liberalismus – Lösung oder Teil des Problems?
  • Heinz Hauser: Ordoliberale Grundsätze für eine globalisierte Welt
  • Marc Chesney: Der Widerspruch zwischen Neoliberalismus und liberaler Demokratie am Beispiel des Finanzmarktes
  • Ulrike Liebert: Hat die marktwirtschaftliche Demokratie im 21. Jahrhundert noch eine Chance? Die Europäische Währungsunion in der Finanzkrise
  • 2.3: Braucht es Tugenden und/oder Institutionen?
  • Gerhard Wegner: Kapitalismus und Demokratie – Komplementarität oder Konflikt?
  • Peter Ulrich: Wie lässt sich die kapitalistische Marktwirtschaft zivilisieren? Zum Verhältnis von Systemlogik, Bürgerethos und Wirtschaftsbürgerrechten
  • Daniel Binswanger: Die Auflösung der Milieubindungen. Die Entwicklung von Kapitalismus und Demokratie am Beispiel der Schweiz
  • 2.4: Stehen Demokratie und Kapitalismus im Konflikt?
  • Philippe Mastronardi: Das Verhältnis von Demokratie und Kapitalismus: Zwischenbilanz und Thesen zum Gedankengang
  • 2.5: Wohin soll sich die Ökonomie entwickeln?
  • Gebhard Kirchgässner: Das zukünftige Verhältnis von Kapitalismus und Demokratie aus ökonomischer Sicht
  • Christian Felber: Die Gemeinwohlökonomie als Prozess einer neuen Ausrichtung der Wirtschaft
  • 2.6: Sind Kapitalismus und Demokratie in der Schweiz zu Reformen fähig?
  • Werner Vontobel: Warum Globalisierung nicht geht
  • Wolf Linder: Demokratie und Kapitalismus in der Schweiz. Rückblick und Ausblick
  • 2.7: Die Zukunftstauglichkeit der Demokratie
  • Otfried Höffe: Ist die Demokratie in Zeiten des Kapitalismus noch zukunftsfähig?

Teil 3: Die Zukunft der Demokratie

  • Daniel Brühlmeier: Einleitung
  • 3.1: Werte und Institutionen
  • Alois Riklin: Defizitäre Demokratien
  • Adrian Vatter: Zur Zukunftstauglichkeit demokratischer Institutionen in der Schweiz
  • Jörg Paul Müller: Die Zukunftstauglichkeit der Demokratie
  • Martina Caroni: Wer ist das Volk?
  • 3.2: Zivilgesellschaft und Wirtschaft
  • Markus Freitag: Sozialkapital und Demokratie. Von den zivilgesellschaftlichen Fundamenten des demokratischen Staatswesens in der Schweiz
  • Alex Demirović: Die Wirtschaft als Herausforderung der Demokratie. Zur Begründung der Wirtschaftsdemokratiedemokratie
  • Friederike Habermann: WirtschaftsBASISdemokratie nach den Prinzipien der Ecommony
  • Jeannette Behringer: Freiwilliges Engagement von Unternehmen. Corporate Citizenship als ein Beitrag zur Wirtschaftsdemokratie?
  • Hans Wüthrich, Michael Schlattau: Mehr Demokratie wagen – die Genossenschaft als Vorbild?
  • 3.3: Bildung und Medien
  • Jürgen Oelkers: Bildung und Demokratie
  • Christian Fallegger: Demokratiebildung an der Schule
  • Thomas Steinfeld: Die mediale Bedingtheit der Demokratie(reform)
  • 3.4: Demokratie als universales Konzept
  • Volker Gerhardt: Demokratie als die politische Form der Menschheit

Teil 4: Perspektiven der Herausgeber

  • Daniel Brühlmeier: Demokratie in der Krise. Reformbedarf
  • Philippe Mastronardi: Demokratie in der Krise. Konzept einer möglichen Reform
Diesen Artikel teilen:

Buchtipp: „Die grosse Gereiztheit“ von Bernhard Pörksen

Diesen Artikel teilen:

Verlagsbeschreibung

Wege aus der kollektiven Erregung

Terrorwarnungen, Gerüchte, die Fake-News-Panik, Skandale und Spektakel in Echtzeit – die vernetzte Welt existiert längst in einer Stimmung der Nervosität und Gereiztheit. Bernhard Pörksen analysiert die Erregungsmuster des digitalen Zeitalters und beschreibt das große Geschäft mit der Desinformation. Er führt vor, wie sich unsere Idee von Wahrheit, die Dynamik von Enthüllungen und der Charakter von Debatten verändern. Heute ist jeder zum Sender geworden, der Einfluss etablierter Medien schwindet. In dieser Situation gehört der kluge Umgang mit Informationen zur Allgemeinbildung und sollte in der Schule gelehrt werden. Medienmündigkeit ist zur Existenzfrage der Demokratie geworden. Zum Shop

Zum Autor Bernhard Pörksen

Bernhard Pörksen, Prof. Dr. phil., studierte Germanistik, Journalistik und Biologie, war als Journalist tätig und lehrt heute am Institut für Medienwissenschaft der Universität Tübingen.

Kommentar von Martin Koradi

Dieses Buch ist allen zu empfehlen, die sich für die gegenwärtigen politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen interessieren.

Pörksen beschreibt eine Wahrheitskrise, eine Diskurskrise, eine Autoritätskrise, eine Behaglichkeitskrise und eine Reputationskrise. Er plädiert aber bezüglich der Krisen der digitalen Öffentlichkeit weder für pauschale Euphorie noch für ebenso pauschalen Pessimismus, sondern sieht in der gegenwärtigen Situation vor allem eine Bildungsherausforderung.

Im letzten Kapitel seines Buches stellt er die Utopie einer redaktionellen Gesellschaft zur Diskussion, in der die Grundfragen des Journalismus nach der Glaubwürdigkeit und Relevanz von Information zu einem Element der Allgemeinbildung geworden sind.

Ausserdem:

Übersicht meiner eigenen gesellschaftspolitischen Texte und Buchempfehlungen.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde am Seminar für Integrative Phytotherapie in Winterthur (Schweiz) und Leiter von Kräuterwanderungen und Kräuterkursen.

Diesen Artikel teilen:

[Buchtipp] „Das System Putin“, von Igor Eidman

Diesen Artikel teilen:

System-PutinVerlagsbeschreibung

Wohin steuert das neue russische Reich?

Russlands neuer Zar?
Krieg und aggressive Interventionen nach außen, Unterdrückung und parafaschistische Kontrolle nach innen: Welche Ziele verfolgt Putin, und was treibt ihn an? Hat die Demokratie in Russland eine Chance?
Igor Eidman kennt das System aus eigener Erfahrung und weiß als früherer Direktor des größten russischen Meinungsforschungszentrums (WZIOM), was hinter den Kulissen abläuft. Scharfsinnig und ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen, beleuchtet er das Putin-Regime, das auch den Mord an seinem Cousin Boris Nemzow zu verantworten hat. Eine hochbrisante Streitschrift zur aktuellen Lage in Russland. Zum Shop

Zum Autor Igor Eidman

Igor Eidman wurde 1968 in Gorky, dem heutigen Nizhny Novgorod, als Sohn eines bekannten Physikers geboren. Er studierte Geschichtswissenschaft, arbeitete als Journalist und Berater für bekannte Politiker: Gouverneure, liberale Parteiführer, Abgeordnete der Duma, Regierungsvertreter, Oligarchen. Später wurde er Kommunikationsdirektor beim Allrussischen Meinungsforschungszentrum (WZIOM), wo er Korruption und Fälschung zugunsten des Kremls aufdeckte. Nach Übergabe von Beweisen an Journalisten der New Times wurde er bedroht. Um sich und seine Familie zu schützen, zog er 2011 nach Leipzig und arbeitet heute als Journalist. Er ist der Cousin des 2015 ermordeten russischen Oppositionellen Boris Nemzow.

Kommentar von Martin Koradi

Als früherer Leiter des grössten russischen Meinungsforschungsinstitutes ist Igor Eidman ein Insider.

Spätestens seit Beginn des Ukrainekrieges  ist der Westen mit einer intensiven Propagandaoffensive des Kremls konfrontiert, die mit Falschmeldungen Verwirrung und Misstrauen stiften will.

Diese Propaganda hat überall dort leichtes Spiel, wo es an Kenntnissen mangelt bezüglich der jüngeren Geschichte Osteuropas.

Das Buch von Igor Eidman vermittelt Informationen über Russland und  zeichnet ein umfassendes Bild von Putin und dem „Putinismus“, der von Autoritarismus, einer aggressiven Aussenpolitik, Propaganda und Korruption geprägt ist.

Igor Eidmans Buch „Das System Putin“ liefert das nötige Wissen gegen die aggressive Kreml-Propaganda. Empfehlenswert! Angaben zum Inhaltsverzeichnis weiter unten.

Übersicht meiner eigenen gesellschaftspolitischen Texte und Buchempfehlungen.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie am Seminar für Integrative Phytotherapie in Winterthur (Schweiz) und Leiter von Kräuterwanderungen und Kräuterkursen.

Aus dem Inhaltsverzeichnis

Vorwort von Schanna Nemzowa

Vorwort von Garri Kasparow

Einleitung

1.Vom Söldner zum Diktator

Wie man Putin an die Macht brachte

Der Mann in Grau – Putins soziopsychologische Züge

Putins Entwicklung vom Geheimagenten zum Präsidenten

Warum Putin Krieg führt

Putins Rolle in der neuesten Geschichte Russlands

2. Entstehung des Putinismus: Blick von innen Die »Abgeordnetenkrankheit«

Der Verfall der Demokratie und ihr Tod

Putins Propaganda

Die Scheinopposition

Gesellschaft ohne Meinung

Verrat und Tragödie der Intelligenzija

Warum Russland sich bis heute vor Voltaire fürchte

3. Faschismus im 21.Jahrhundert

Putinismus

Putinismus in der Praxis

Die Wurzeln des Putinismus

Negative Konvergenz

Die Rückkehr des Monsters

Alle Faschisten gehen den Weg…Mussolinis

Der neue Faschismus und der Krieg

4. Der »Super-Borgia« im Kreml

Wer hat meinen Cousin getötet?

Killeragentur »Putin, Kadyrow & Co.«

»Kadyrowisierung« des ganzen Landes

Die Fälle Kaschin und Nemzow

Die Mordfälle Litwinenko und Nemzow

Und was jetzt?

5. Wladimir Putins Krieg und »Frieden«

Putins nationale Revanche – kommt der Krieg von Osten?

Wer hat den Krieg auf der Krim ausgelöst?

Putins Kriegsmotor: »Dschihadisten« und Silowiki

Der Putinismus und die rechtskonservative russischeTradition

Das Finale des »Friedensstifters«

Religion des Kriegs

Geschäfte,Verhandlungen und der Krieg mit den »Molchen«

Putins »Ganoven« und die europäischen frajer

Die neue »heiße« Front im neuen kalten Krieg

Europa hat die Chance, den Krieg aufzuhalten

6. Deutschland und Putin

Müssen die Deutschen Putin fürchten?

»Russland verstehen«

Der falsche »Deutsche im Kreml«

Wie Putin versucht, Deutschland zu verändern

7. Russland nach Putin

Politische Internetrevolution in Russland

Putins Katastrophenspirale

Die demokratische Alternative

Und ich glaube trotzdem – statt eines Nachworts

Wie sich in Russland eine stabile demokratische Gesellschaft entwickelt

Postskriptum

Diesen Artikel teilen:

[Buchtipp] “ Fremd in ihrem Land „, von Arlie Russell Hochschild

Diesen Artikel teilen:

Fremd-Ihrem-LandVerlagsbeschreibung

Eine Reise ins Herz der amerikanischen Rechten

In vielen westlichen Ländern sind rechte, nationalistische Bewegungen auf dem Vormarsch. Wie ist es dazu gekommen? Arlie Russell Hochschild reiste ins Herz der amerikanischen Rechten, nach Louisiana, und suchte fünf Jahre lang das Gespräch mit ihren Landsleuten. Sie traf auf frustrierte Menschen, deren „Amerikanischer Traum“ geplatzt ist; Menschen, die sich abgehängt fühlen, den Staat hassen und sich der rechtspopulistischen Tea-Party-Bewegung angeschlossen haben. Hochschild zeigt eine beunruhigende Entwicklung auf, die auch in Europa längst begonnen hat. Hochschilds Reportage ist nicht nur eine erhellende Deutung einer gespaltenen Gesellschaft, sondern auch ein bewegendes Stück Literatur.

„Jeder, der das moderne Amerika verstehen möchte, sollte dieses faszinierende Buch lesen.“ Robert Reich

„Ein kluges, respektvolles und fesselndes Buch.“  New York Times Book Review

„Eine anrührende, warmherzige und souverän geschriebene, ungemein gut lesbare teilnehmende Beobachtung. … Wer ihr Buch liest, versteht die Wähler Trumps, weil sie auf Augenhöhe mit ihnen und nicht über sie spricht.“ FAZ   Zum Shop

Zur Autorin Arlie Russell Hochschild

Arlie Russell Hochschild ist Professorin für Soziologie und Direktorin des „Center for Working Families“ an der University of California, Berkeley, USA.

Kommentar von Martin Koradi

Soziologiebücher sind oft alles andere als einfach lesbar. Dieses Buch aber ist spannend und verpackt soziologische Erkenntnisse in einen gut verständlichen Reisebereicht. Die USA sind nicht erst seit Donald Trump ein tief gespaltenes Land. Trump ist die Folge dieser Spaltung oder ein Symptom dafür.

Arlie Russell Hochschild gelingt es, diese Entwicklung nachvollziehbar darzustellen. Das ist auch interessant für uns in Europa. Da uns ähnliche gesellschaftliche Spaltungen drohen, können wir unter anderem auch aus dem Buch von Arlie Russell Hochschild lernen, was dagegen vorbeugend getan werden kann und muss.

Die Autorin beschreibt ihre Reise aus ihrer liberalen Filterblase in die Filterblase der Tea-Party. Das ist ausserordentlich bemerkenswert.

Eigentlich bekommt, Donald Trump, der hochgradig gestörte Ober-Narzist im Weissen hau, viel zu viel Aufmerksamkeit. Wenn nur ein Bruchteil dieser Aufmerksamkeit stattdessen der jeweils andern Filterblase zukommen würde, wäre das ein Beitrag zur Überbrückung der Spaltung.

Wie weit Tea-Party-Mitglieder bereit sind, ihre Filterblase zu verlassen, und sie die liberale Filterblase anzuschauen, ist schwer einzuschätzen. Ich habe noch nie von entsprechenden Versuchen gehört. Vielleicht wäre die passendere Frage auch, unter welchen Voraussetzungen sie dazu bereit wären.

Es ist aber schon ein Fortschritt, wenn Liberale ihre Filterblase verlassen, um die Tea-Party-Filterblase zu erkunden. Das jedenfalls ist offenbar möglich, wie Arlie Russell Hochschild. Und wir leben ja alle mehr oder weniger in Filterblasen. Nicht nur politisch, sondern auch im persönlichen Bereich. Aus dem Buch von Arlie Russell Hochschild kann daher jeder und jede auch Erkenntnisse für den eigenen Alltag gewinnen. Auch dort ist der Umgang mit fremden Welten oft eine Herausforderung, die sich aber lohnen kann, wenn man sie annimmt.

Arlie Russell Hochschild geht aber auch einer ganz konkreten politischen Frage nach, die hoch interessant ist: In vielen Teilen Louisianas leiden die Bewohner unter massiver Umweltverschmutzung. Wie kommt es, dass sie trotzdem vor allem Politiker wählen, die für die Abschaffung von Umweltbehörden und Umweltschutz-Standards sind?

Übersicht meiner eigenen gesellschaftspolitischen Texte und Buchempfehlungen.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde am Seminar für Integrative Phytotherapie in Winterthur (Schweiz) und Leiter von Kräuterwanderungen und Kräuterkursen.

Weitere Bewertungen & Kommentare

– „Arlie Russell Hochschild hört hin, wenn die Abgehängten der USA schimpfen und klagen. […] Sie ist von Empathie geleitet, sie will verstehen, abwägen, begreifen, was schiefgelaufen ist.“ Rüdiger Schaper (Der Tagesspiegel, 07.09.2017)

– „Was das Buch auszeichnet, ist der Ton: neugierig, beobachtend, unmittelbar und mitfühlend, aber niemals herablassend. Vor allem kommt das Buch ganz ohne strenge Belehrungen aus. Auch das macht es so lesenswert, besonders in Deutschland.“ Katja Ridderbusch (Deutschlandfunk Andruck, 11.09.2017)

– „Mit ihrem Buch gelingt Arlie Hochschild ein verständnisvolles und zugleich kritisches Psychogramm einer Welt im permanenten Widerspruch, und wer es liest, wird die Wähler Trumps ein wenig besser verstehen, unter anderem auch, weil sie auf Augenhöhe mit ihnen und nicht nur über sie spricht.“ Daniel Windheuser (der Freitag, 07.09.2017)

– „Ein Buch, das sich […] leicht liest und spannend ist wie ein Krimi.“ Susanne Mayer (DIE ZEIT, 21.09.2017)

– „Es sind diese paradoxen Geschichten, die Widersprüche, die Hochschild aufspürt. Sie begegnet ihren Gesprächspartnern auf Augenhöhe, redet mit ihnen, nicht über sie. Sie will verstehen, nicht bewerten. Sie will begreifen und nicht belehren.“ Gabi Biesinger (NDR Info, 20.09.2017)
– „Die Leute folgten einer, wie Hochschild es nennt, Tiefengeschichte. Sie liefert die Muster für ihre Deutung der Informationen und Ereignisse. Nicht Interessen und Argumente begründeten ihre Urteilsfindung, sondern ein Wahrheitsgefühl.“ Nils Minkmar (Der Spiegel, 23.09.2017)
– „[Hochschild] gelingt die ‚Skizzierung einer emotionalen Landkarte‘ in einer gespaltenen Gesellschaft und ein erster Schritt, die Mauern, die den politischen Diskurs in den USA bestimmen, zu überwinden.“ (Buchreport, 28.09.2017)

Inhaltsverzeichnis „Fremd in ihrem Land“

Inhalt
Vorwort
Teil I: Das große Paradox
Reise ins Herz
„Immerhin etwas Gutes“
Die Erinnererk
Die Kandidaten
Die „am wenigsten widerstandsbereite Persönlichkeit“
Teil II: Das gesellschaftliche Umfeld
Industrie: „Die Schnalle an Amerikas Energiegürtel“
Der Staat: Marktregulierung 1200 Meter unter der -Erdoberfläche
Kanzel und Presse: „Das Thema kommt nicht zur Sprache“
Teil III: Die Tiefen-geschichte und die Menschen darin
Die Tiefengeschichte
Die Teamplayer: Loyalität über alles
Die Gläubigen: Stiller Verzicht
Die Cowboys: Stoizismus
Die Rebellen: Loyale Teamplayer für ein neues Anliegen
Teil IV: Die nationale Ebene
Die Feuer der Geschichte: Die 1860er und die 1960er Jahre
Nicht länger fremd: Die Macht der Verheißung
„Es heißt, da gibt es herrliche Bäume.“
Nachwort zur deutschen Ausgabe
Danksagung
Anhang A: Zur Forschungsmethode
Anhang B: Politik und Umweltverschmutzung:
Erkenntnisse aus der landesweiten ToxMap?344
Anhang C: Faktencheck zu gängigen Ansichten
Anmerkungen
Literatur

Diesen Artikel teilen:

[Buchtipp] „ Putins Welt “, von Katja Gloger

Diesen Artikel teilen:

Putins-WeltVerlagsbeschreibung

Das neue Russland, die Ukraine und der Westen

Der Krieg ist nach Europa zurückgekehrt. Mit der Ukrainekrise hat 25 Jahre nach dem Fall der Mauer ein neuer Ost-West-Konflikt begonnen, womöglich ein neuer Kalter Krieg. Katja Gloger begibt sich auf eine Expedition in das neue Russland, ein stolzes, gekränktes und zorniges Land. Sie hat den Aufstieg Wladmir Putins erlebt, als erste Journalistin aus dem Westen konnte sie ihn über Monate begleiten. Sie erklärt das „System Putin“, das komplizierte Machtgeflecht im Kreml, die Interessen der Oligarchen. Sie analysiert die imperiale Ideologie des „russischen Weges“ und die strategischen Fehler des Westens. Sie beschreibt die verführerische Macht der Propaganda, das gefährliche Leben der Kreml-Kritiker und den mühsamen Alltag der Menschen, ihre Sicht auf Europa und den Westen. Wirtschaftlich schwach, scheint das größte Land der Erde immer mehr ein Koloss auf tönernen Füßen. Gibt es noch Chancen, neues Vertrauen aufzubauen, gar Gemeinsamkeiten zu finden? Ob dies gelingt, hängt vor allem von den Deutschen ab. Es ist eine historische Aufgabe, die Aufgabe einer ganzen Generation. Zum Shop

Zur Autorin Katja Gloger

Katja Gloger, geboren 1960, beschäftigt sich seit fast 30 Jahren mit Russland. Sie studierte Russische Geschichte, Politik und Slawistik in Hamburg und Moskau und ging Anfang der neunziger Jahre als Korrespondentin für den „Stern“ nach Moskau. Dort erlebte sie den Zusammenbruch der Sowjetunion. Sie interviewte Michail Gorbatschow ebenso wie Boris Jelzin und Wladimir Putin. Sie war „Stern“-Korrespondentin in den USA, arbeitet heute als Autorin des „Stern“ mit den Schwerpunkten Russland, Internationale Politik und Sicherheitspolitik. 2010 erhielt sie den Henri-Nannen-Preis, 2014 wurde sie als politische „Journalistin des Jahres“ ausgezeichnet. Katja Gloger lebt in Hamburg.

Kommentar von Martin Koradi

Katja Gloger ist eine ausgewiesene Russland-Kennerin.

Spätestens seit Beginn des Ukrainekrieges  ist der Westen mit einer intensiven Propagandaoffensive des Kremls konfrontiert, die mit Falschmeldungen Verwirrung und Misstrauen stiften will.

Diese Propaganda hat überall dort leichtes Spiel, wo es an Kenntnissen mangelt bezüglich der jüngeren Geschichte Osteuropas.

Das Buch von Katja Gloger vermittelt Wissen über die Sowjetunion und die Nachfolge-Staaten Russland und Ukraine, aber auch über den Prozess der Osterweiterung  von EU und Nato sowie der Wiedervereinigung Deutschlands. Das Inhaltsverzeichnis finden Sie unten.

Fundiertes Wissen gegen Propaganda. Empfehlenswert.

Übersicht meiner eigenen gesellschaftspolitischen Texte und Buchempfehlungen

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie am Seminar für Integrative Phytotherapie in Winterthur (Schweiz) und Leiter von Kräuterkursen und Kräuterwanderungen.

Inhaltsverzeichnis:

Das System – Putin verstehen

Wirtschaft – In der Falle

Ideologie – In historischer Mission

Propaganda – Informationskrieger

Zivilgesellschaft – Macht und Ohnmacht der Opposition

Aussenpolitik – Putins Welt

Die Ukraine, Russland und der Westen – An die Grenzen

Die Nato und die deutsche Wiedervereinigung – „….nicht einen Zentimeter….“

Deutschland und Russland – Enttäuschte Erwartungen

 

Diesen Artikel teilen:

Nicht verpennen: NEIN zu No Billag stimmen!

Diesen Artikel teilen:

Die No-Billag-Initiative ist ein Angriff auf die Medienvielfalt und auf die Grundlagen der schweizerischen Demokratie.

Im Video der Operation Libero wird das gut erklärt.

Auf meiner Website  https://nobillagno.wordpress.com/ finden Sie 130 Stellungnahmen von Verbänden und Organisationen der Schweiz gegen No Billag. Und hier weitere Argumente, Videos, News zu No Billag.

 

Diesen Artikel teilen:

[Buchtipp] „ Verschwörungstheorien “, von Karl Hepfer

Diesen Artikel teilen:

VerschwoerungstheorienVerlagsbesprechung

Edition Moderne Postmoderne. Eine philosophische Kritik der Unvernunft

Ob Mondlandung, Illuminati und 9/11, ob Bielefeld-Verschwörung oder Kennedy-Attentat – wie funktionieren Verschwörungstheorien?
Karl Hepfers Analyse legt zum ersten Mal die Strukturmerkmale des Verschwörungsdenkens frei. Mit den Mitteln der Erkenntnistheorie und anhand zahlreicher Beispiele erhellt sie, was Verschwörungstheorien von unseren „normalen“ Theorien unterscheidet und wie es ihnen oft meisterhaft gelingt, alle unsere Filter für unsinnige Erklärungen zu umgehen. Dabei zeigt das Buch, warum Verschwörungstheorien gerade heute hoch im Kurs stehen, und schärft zugleich den Blick für Argumentationsformen, die uns im Alltag auch an vielen anderen Stellen begegnen. Zum Shop

 

Zum Autor Karl Hepfer

Dr. Karl Hepfer ist Wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für praktische Philosophie der Universität Erfurt.

Kommentar von Martin Koradi

Verschwörungen, Verschwörungstheorien und Verschwörungswahn gab es schon immer. Nur bietet heute das Internet einen Supermarkt der Verschwörungstheorien an. Wer sich im Internet bewegt, wird immer wieder mit solchen Konstrukten konfrontiert und jeder findet für seine Verschwörungstheorie im Netz Leute, die an die selbe Version glauben. So verstärken sich die Vorstellungen gegenseitig.

Zwar unterscheidem sich Verschwörungstheorien, sofern man nur ihre Oberfläche betrachtet, erheblich voneinander, schreibt Hepfer. Doch sie teilen auf einer tieferen Ebene ein wichtiges Strukturmerkmal: sie reagieren alle mit radikaler Vereinfachung und den Versprechen absoluter Gewissheiten auf die existenzielle Verunsicherung des modernen Individuums.

Hepfer erklärt dieses Phänomen sehr nachvollziebar.

Wer tief in verschwörungstheoretischem Denken steckt ist durch Gegenargumente kaum mehr erreichbar. Hier bietet das Buch denn auch keinen schnellen Leitfaden, wie Verschwörungstheoretiker „zu knacken“ sind.

Aber es erklärt gut, wie Verschwörungstheorien entstehen und was ihnen ihre Überzeugungskraft verleiht.  Dabei bietet es immer wieder Aha-Erlebnisse.

Interessant finde ich zum Beispiel die von Hepfer empfohlene Faustregel:

„Vorsicht vor allen Ideen, die zu viel erklären.“

Karl Hepfer geht auch auf die politischen Risiken ein, die mit Verschwörungstheorien verbunden sein können.

Er erwähnt dabei die „McCarthy-Ära in den USA mit ihrem hysterischen Glauben an eine kommunistische Verschwörung“,  den nationalsozialistischen Glauben an eine „jüdische Weltverschwörung“ und den stalinistischen  Verschwörungswahn.

Diese Beispiele zeigen deutlich, wie verschwörungstheoretische Denken Grundlage und Legitimationsquelle für grösste Verbrechen werden kann.

Dass gerade mit Donald Trump ein Mann im Weissen Haus sitzt, dessen Denken von Verschwörungstheorien durchdrungen ist, dass in Österreich mit Strache und Hofer zwei verschwörungstheoretisch aufgeladene Herren in der Regierung sitzen ist mindestens sehr unbehaglich. Sehr deutlich sieht man gegenwärtig aber den Missbrauch persönlicher Verschwörungstheorien zu Gewalt und Unterdrückung in der Türkei bei Erdogan.

Es lohnt sich jedenfalls, wenn wir  mit diesem Buch den Blick schärfen für diese Phänomene  und möglichst keine Politiker wählen, die Politik betreiben auf der Grundlage ihrer Verschwörungtheorien. Das kommt nämlich kaum je gut heraus.

Übersicht meiner eigenen gesellschaftspolitischen Texte und Buchempfehlungen.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde am Seminar für Integrative Phytotherapie in Winterthur (Schweiz)

Aus verschiedenen Buchbesprechungen:

„Das Buch ist äußerst unterhaltsam.“Felix Gerlsbeck, Neue Politische Literatur, 61 (2016)

„Ein überaus lesenswertes Buch zu der Thematik.“ Christoph Lammers, MIZ, 4 (2016)

„Dieses Buch [liefert] einen sehr seriösen, differenzierten und konstruktiven Ansatz für das Erkennen von Verschwörungstheorien und schärft den Sinn für kritisches Denken in einer Zeit, in der es durch die Flut an verfügbaren Informationen in der Tat wirklich immer schwieriger wird, den Über- und Durchblick zu bewahren.“ www.amazon.de

„Musste der einzelne Verschwörungstheoretiker früher den Preis weitgehender sozialer Isoliertheit zahlen, bedarf es heute nur weniger Klicks, um auch für die abstrusesten Überzeugungen eine beträchtliche Zahl Gleichgesinnter zu finden. Mit dieser Erklärung möchte Hepfer sich jedoch nicht begnügen. Seines Erachtens entspringt der Glaube an verschwörungstheoretische Erklärungen der Unfähigkeit, sich der genuin modernen Einsicht zu stellen, dass das Leben keine über seinen Vollzug hinausweisende Bedeutung habe.“ Michael Pawlik, Die Welt, 06.02.2016

„Wunderbar klar formulierte Studie.“ Ronald Düker, Philosophie Magazin, 2 (2016)

„Die Studie [bietet] unterhaltsame und leicht verständliche Einblicke in die prägenden Verschwörungstheorien der Jetztzeit und ist in ihrer Auswahl hochaktuell.“ POLITIKUM, 3 (2017)

 

Diesen Artikel teilen:

[Buchtipp] „ Mein Russland “, von Carola Schneider

Diesen Artikel teilen:

Mein-RusslandVerlagsbeschreibung

Begegnungen in einem widersprüchlichen Land

Russland: Land der Mythen, Projektionsfläche, Sehnsuchtsort und immer wieder auch Feindbild. Weltpolitisch stellten in den letzten Jahren die Annexion der Krim sowie Putins Eingreifen in der Syrienkrise auf Seiten Assads das internationale Machtgefüge auf die Probe, innenpolitisch herrschen Repression und eine anhaltende Wirtschaftskrise. Doch was bedeutet das für die Bevölkerung Russlands, die in Putins „gelenkter Demokratie“ lebt? Formiert sich politischer Widerstand, oder nimmt man den Status quo als gegeben hin? Wie unterschiedlich erleben Bewohner des städtischen und ländlichen Raums, im europäischen und im asiatischen Teil Russlands die Situation?
Carola Schneider, seit 2011 Auslandskorrespondentin des ORF in Moskau, zeigt in berührenden Porträts Innenansichten eines faszinierenden und zugleich widersprüchlichen Landes, das dem Westen immer noch fremd ist. Sie spricht mit Menschenrechtsaktivisten, Künstlern und kritischen Journalisten ebenso wie mit innovativen Käsebauern, Putin-treuen Jugendlichen und Befürwortern der Krim-Annexion. Schneiders Reportagen ergeben ein vielstimmiges, fein nuanciertes Bild Russlands, das von Widerstand und Resignation, Aufbruchstimmung und Regierungstreue erzählt. Zum Shop

Zur Autorin Carola Schneider

In Bludenz / Vorarlberg geboren, schloss Carola Schneider 1996 ihr Dolmetsch- und Übersetzerstudium für die Sprachen Französisch und Russisch ab. Bis 2001 arbeitete sie in der Politikredaktion des ORF-Landesstudios Vorarlberg. Nach Stationen als Korrespondentin in Paris und Zürich wurde sie 2011 zur Leiterin des ORF -Korrespondentenbüros in Moskau bestellt. Neben der Tätigkeit für den ORF schreibt Carola Schneider als freie Autorin für mehrere Tageszeitungen, unter anderem für die Neue Zürcher Zeitung.

Kommentar von Martin Koradi

Über weite Strecken fehlt in Mitteleuropa ein differenziertes Wissen über die Menschen und die Gesellschaft in Russland. Carola Schneider bietet mit ihren Portraits interessante Einblicke.

Sie stellt unter anderen folgende Menschen vor (aus dem Inhaltsverzeichnis):

– Ljudmila Alexejewa, Grand Dame der russischen Menschenrechtsbewegung, Moskau.

Zitat: „Eines Tages wird Russland ein demokratischer Rechtsstaat und zur europäischen Völkerfamilie gehören.“

– Wassilij Slonow, Künstler, Krasnojarsk, Sibirien.               

Zitat: „Eine solche Konzentration an Ungerechtigkeit, Unglück und Lüge, wie es sie in Russland gibt, ist ohne Ironie und Selbstironie nicht zu ertragen.“

– Margarita Siangirowa, Journalistin, Omsk, Sibirien.

Zitat: „Russland ist anders. Hier hat es immer die Peitsche gegeben und das wird weiterhin so sein.“

– Alla und Alexander Rojenko, Bauern in Sibirien.

Zitat: „Es ist schon gut so, wie es ist.“

– Julia und Iwan Marjucha, junges Unternehmerpaar, Moskau.

Zitat: „In unserer Gesellschaft wird schon Kindern abgewöhnt, eine eigene Meinung zu haben.“

– Renat Dawletgildejew, Journalist, Moskau.

Zitat: „Ich möchte eines Tages in einem freien, vielfältigen und strahlenden Russland leben.“

– Makar Wichljanzew, Pro-Putin-Propagandabewegung, Moskau.

Zitat: „Alle haben auf Russland herabgesehen. Dann ist Putin gekommen und hat gesagt: Hier sind wir. Mit uns muss man wieder rechnen.“

– Jewgenij Repenkow, prorussischer Fussball-Manager, Krim.

Zitat: „Die Welt muss den Willen der Krim-Bevölkerung anerkennen. Punkt.“

– Sarina Ametowa, Krimtatarin, Menschenrechtlerin, Krim.

Zitat: „Man darf nicht einfach etwas wegnehmen, das einem nicht gehört. Die Krim gehört weder Russland noch der Ukraine, sondern uns, den Krimtataren.“

– Pavel Schelkow, Putin-Kritiker und Kämpfer gegen Willkür und Gesetzlosigkeit durch Beamte und Politiker, Moskau.

Zitat: „Für die Mächtigen sind wir, das Volk, wie ein Schwarm lästiger Insekten, die man vertreiben muss.“

– Jurij Fidelgolz, Pensionist und ehemaliger Gulag-Häftling.

Zitat: „Nationale Fragen sind bei uns wichtiger als alles andere. Etwas Gutes, Menschliches oder echte Hilfe für die Bevölkerung gibt es nicht.“

Das Buch „Mein Russland“ enthält mehr als diese 11 Stimmen. Mich selber haben die Aussagen der Krimtataren besonders interessiert. Die Krimtataren sind die indigene Bevölkerung auf der Krim. Allein schon ihre Existenz widerlegt die Kreml-Propaganda, wonach die Krim schon immer zu Russland gehört habe.

Carola Schneider schreibt souverän und differenziert. Das lässt sich auch gut beobachten in einem öffentlichen Gespräch, das Sie auf YouTube anschauen können.

Übersicht meiner eigenen gesellschaftspolitischen Texte und Buchempfehlungen.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde am Seminar für Integrative Phytotherapie in Winterthur (Schweiz) und Leiter von Kräuterwanderungen und Kräuterkursen.

 

Diesen Artikel teilen:

[Buchtipp] “ Stille Machtergreifung “ , von Hans-Henning Scharsach,

Diesen Artikel teilen:

Stille-Macht-ErgreifungVerlagsbeschreibung

Hofer, Strache und die Burschenschaften

Norbert Hofers Präsidentschaftswahlkampf war ein Lehrstück einer von Burschenschaften konzipierten populistischen Kampagne. Mit eisernem Lächeln täuschte er erfolgreich über die von ihm vertretenen rechtsextremen Standpunkte hinweg. Doch das ist nur die Speerspitze einer Entwicklung, die fast unbemerkt von der österreichischen Öffentlichkeit vor sich geht: Ein kleiner, verschworener Kreis hat die FPÖ in Besitz genommen, zentrale Funktionen in Bundespartei, Parlament und Landesverbänden sind fest in den Händen von Burschenschaftern.
Hans-Henning Scharsach untersucht die engen Verflechtungen Norbert Hofers, Heinz-Christian Straches und ihrer Weggefährten mit den Burschenschaften. Seine akribische Recherche taucht tief in deren antisemitische und nationalsozialistisch geprägte Geschichte ein. Er analysiert ihr politisches Instrumentarium, das sich mit Hasskampagnen und systematischer Verbreitung von Unwahrheiten über alle Regeln der Fairness hinwegsetzt. Anhand belegbarer Zahlen, Daten und Fakten zeigt Scharsach auf, was Österreich droht, wenn deutschnationale, schlagende Burschenschafter an die Macht kämen. Zum Shop

Zum Autor Hans-Henning Scharsach

Hans-Henning Scharsach, langjähriger Leiter der Auslandsressorts von „Kurier“ und „News“, ist Publizist und Autor politischer Sachbücher. Der Experte für Rechtspopulismus, Rechtsextremismus und Neonazismus moderierte 15 Jahre die Zeitzeugengespräche zum Jahrestag des Novemberpogroms im Wiener Volkstheater. Zu seinen Büchern zählen die Bestseller „Haiders Kampf“, „Haiders Clan“, „Europas Populisten“ und „Die Ärzte der Nazis“.

Kommentar von Martin Koradi

Hans-Henning Scharsach zeigt auf,  „was Österreich droht, wenn deutschnationale, schlagende Burschenschafter an die Macht kämen“, steht in der Verlagsbeschreibung…..

Nun sitzen also diese Burschenschafter wie Heinz-Christian Straches, Norbert Hofers & Co. inzwischen in der Regierung und  an den Schalthebeln der Macht.

Wer das Buch von Hans-Henning Scharsach gelesen hat, wird nicht in Versuchung kommen, diese Machtergreifung zu verharmlosen.

Hans-Henning Scharsach zeigt detailliert und gut belegt, mit welch fragwürdigen Figuren und menschenverachtender Ideologie wir es hier zu tun haben.

Es ist eindrücklich zu lesen, mit welcher Kaltschnäuzigkeit und Konsequenz hier Unwahrheiten und Hass als politische Instrumente eingesetzt werden.

Die gesammelten Lügen des Heinz-Christian Straches – in der Zwischenzeit zum Vizekanzler und Bundesminister für Beamte und Sport der Republik Österreich ernannt –  kann man auf der Website FPÖ-Watch nachlesen (samt Widerlegung).

Eindrücklich zeigt das Buch von Hans-Henning Scharsach auch, wie konsequent die FPÖ alle Medien, die ihre Lügen in Frage stellen, mit „Lügenpresse“-Vorwürfen zu diffamieren suchen. In dieser Hinsicht fährt die FPÖ die gleiche Strategie wie der Oberlügner Donald Trump in den USA.

Es muss sehr zu denken geben und sagt viel über eine Gesellschaft aus, wenn solch zwielichtige Figuren trotz ihrer offensichlichen Lügen gewählt werden.

Wer noch nicht davon überzeugt ist, dass Österreich eine starke zivilgesellschaftliche Reaktion auf diesen rechtsextremen Burschenschafter-Sumpf braucht, sollte diese Buch lesen – und wer davon schon überzeugt es auch.

Vernetzen Sie sich mit zivilgesellschaftlich aktiven Gruppen, zum Beispiel https://www.aufstehn.at oder bei Mitgliedern des Solidaritätspakts der Zivilgesellschaft.

Hans-Henning Scharsach liefert auch eine detaillierte Aufstellung dazu, welche FPÖ-Politiker in welchen Burschenschaften aktiv sind. Selten ein so gut recherchiertes Buch gelesen. Stichworte aus dem Inhaltsverzeichnes unten.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie am Seminar für Integrative Phytotherapie in Winterthur (Schweiz) und leiter von Kräuterwanderungen und Kräuterkursen.

Aus dem Inhaltsverzeichnis

Die stille Machtübernahme: FPÖ im Besitz der Burschenschaften

Geheimhaltung: Wir sollen nicht wissen, wen wir wählen

Traditionen des Nationalsozialismus

Hofers Marko-Germania: Verräterische Festschrift

Deutsches Vaterland: Der Kampf gegen die österreichische Nation

Gegen Gleichheit und Pluralismus

Antisemitismus in den Burschenschaften

Das antisemitische Nazi-Symbol der Kornblume

Feindbild-Austausch: Muslime statt Juden

Antisemitismus-Verleugnung: Hofer und Strache als Judenfreunde

Burschenschaften und Nationalsozialismus

Bücherverbrennung 1933: Burschenschaften und der Anschluss

„Ehrendes Andenken“ für die Massenmörder der Nazis

Hofer und die NS-Traditionen

Gegen NS-Verbot und „Menschenhatz der Linken“

Täter-Opfer-Umkehr: Schlag nach bei Goebbels

Am Beispiel Norbert Hofer: Stille Machtergreifung

Hofers rechtsextreme Weggefährten, Freunde und Mitarbeiter

Väterliche Förderer und junge Geförderte

Hitlers Legitimationstheoretiker als „Vorbild“

Geschönte Biografie für die politische Mitte

Ein Künstler zur ideologischen Standortbestimmung

Ideologische Standortbestimmungen

Rechtsextreme Inhalte im FPÖ-Handbuch

Plebiszit als Waffe gegen Verfassung und Demokratie

Ausschaltung ganzer Wählergruppen durch Ende der Briefwahl?

Ein Handbuch als Kriegserklärung an die Verfassung

Von Wespenlarven, Brutpflegetrieb und militärischen Tugenden

Von der Verachtung für „Eliten“ und den Sorgen des kleinen Mannes

Faktencheck: Das Märchen von der „sozialen Heimatpartei“

„Mut zur Wahrheit“: Einblick in die blaue Sozialpolitik

Kampf gegen Kammern und Interessenverbände

Personen als Programm: Barbara Kolm, Olaf Henkel und Dieter Hundt

Männliche Weltordnung: Frauen als Opfer der „Burschenpartei“

Der Mann auf der Jagd, die Frau im Heim

Ausgeladen: Frauen, die weder schön noch still sind

Identitäre: Eine PR-Aktion rechtsextremer Burschen

Identitäre, Burschenschafter und FPÖ

Rechtsextreme Inhalte in jugendlicher Verpackung

Wahlkampf: Lügen, Hass und Nächstenliebe

Der Wahlkampf der Burschenschafter im Netz

Wie Fake News und Lügen verbreitet werden

Die grausamen Fratzen des Hasses

Überforderte Gerichte, hilfloser Rechtsstaat

Die mediale Parallelwelt der Burschenschafter

Das Zusammenspiel mit der Krone

Strache: Fake News und falsche Fakten

Der Kampf gegen die „Lügenpresse“

Kampf gegen demokratische Grundrechte

Die Printmedien der Burschenschaften

Der Rechtsstaat als Feindbild

Das Spiel mit Gewalt und Bürgerkrieg

Gewalt als Wesensmerkmal der Burschenschaften

Die Anti-Ausländer-Wahlkämpfe der FPÖ

Waffenfreunde: Schon Kinder sollen schießen lernen 162

Die burschenschaftliche Verwurzelung in NS-Traditionen

Strache und die braune Gewaltszene

Am Beispiel Olympia: Bewahrer brauner Traditionen

Sommerlager nach dem Vorbild der Reichsführerschulen

Neonazistische Redner bei Olympia-Veranstaltungen

Arminia Czernowitz: Werbung mit NSDAP-Plakat

Libertas: Ein Preis für junge Neonazis

Cimbria: Gemeinsam mit Nazis gegen die Wehrmachtsausstellung

Silesia im Rotlichtbezirk: Straches Sekretärin holt Gottfried Küssel

Teutonia: Nazi-Schulung „im Einklang mit der Bundlinie“

Wenn Burschenschafter und Neonazis gemeinsame Sache machen

Ein rechtsextremes Milieu und sein freundlicher Darsteller

Wo steht Norbert Hofer politisch?

Ist Norbert Hofer rechtsextrem?

Ist Norbert Hofer Neonazi?

Die Taktik des Populismus: Auf beiden Seiten dabei

Was droht unter einer FPÖ-Regierung?

Diesen Artikel teilen: