Tierspuren im Schnee – die Wintersafari vor der Hautür

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Gerade in der kalten Jahreszeit leben viele unserer Wildtiere zurückgezogen. Man könnte fast meinen, sie seien verschwunden. Das stimmt aber nur zum Teil. Wer im Schnee mit offenen Augen nach Tierspuren sucht, findet oft vielfältige Hinweise auf die Aktivitäten von Säugetieren und Vögeln in der Natur. Die Schneedecke bietet damit spannende Gelegenheiten zu Entdeckungsreisen – gerade auch mit Kindern.
Fussspuren von Hasen, Füchsen und Rehen sind in vielen Gegenden recht häufig. Ziemlich viel Glück braucht es, um eine Dachsspur zu entdecken. Der Dachs bleibt im Winter gerne in seinem Bau und bewegt sich wenig im Freien. In höheren Regionen findet man die Spuren von Gemsen oder Hirschen. Wer genauer hinschaut, entdeckt aber auch fast in allen Gegenden kleinere Fussspuren wie beispielsweise von Mäusen oder Eichhörnchen. In sehr dicht besiedelten Gebieten kann es sogar spannend sein, sich die Spuren von Katzen und Hunden genauer anzuschauen. Immer verrät uns nämlich die Spur auch etwas über das Verhalten des Tieres.
Wer sich für Tierspuren interessiert, schult dadurch seine Wahrnehmung für die Phänomene der Natur und für die Umgebung ganz allgemein. Durch diese Verfeinerung der Wahrnehmung wird die Welt für uns reichhaltiger. Das ist eine wertvolle Ressource für Kinder und Erwachsene.
Eine ähnliche Wirkung kann man bei Leuten beobachten, die sich für Heilpflanzen zu interessieren beginnen. Auch dieses Interesse kann ein Einstieg sein für eine genauere Wahrnehmung der Natur als Ganzem. Allerdings braucht es jetzt noch ein paar Wochen, bis die Heilkräuter wieder spriessen.

Da sind doch Tierspuren im Schnee eine gute Alternative, um die eigene Entdeckungslust nicht brach liegen zu lassen.

Und wie wär‘s im Sommer mit einer Heilpflanzen- und Wildblumenexkursion?

Tipp: Wer ein gutes Buch sucht zum Kennenlernen von Tierspuren im Schnee, aber auch von Tierspuren generell (z. B. Frassspuren, Kotspuren etc.), dem sei der Klassiker von Bang / Dahlström empfohlen. Infos dazu hier im Buchshop

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Kräuterexkursionen in den Bergen / Heilkräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Klinik, Palliative Care

Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

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Modedroge Spice: Hauptwirkstoff der Kräutermischung gefunden

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Forscher der Freiburger Universität konnten den mutmasslichen Hauptwirkstoff der Modedroge Spice identifizieren. Spice, bisher als Kräutermischung oder Räucherwerk verkauft, enthalte eine leicht veränderte Variante des synthetischen Cannabinoids CP-47,497. Seine Struktur ähnele dem Hauptwirkstoff der Cannabispflanze, sagte Volker Auwärter. Er leitet seit Oktober vergangenen Jahres ein Projekt am rechtsmedizinischen Institut der Universität Freiburg (Deutschland) zur Untersuchung der Modedroge. Der nun entdeckte Wirkstoff sei sowohl bezüglich Wirksamkeit wie auch bezüglich Wirkdauer wesentlich aggressiver als der im Dezember von dem Frankfurter Pharmaunternehmen THC-Pharm in Spice gefundene Wirkstoff JWH-018. Volker Auwärter glaubt, dass die Frankfurter Forscher den nun in Freiburg identifizierten Hauptwirkstoff als Aromakomponente von Spice missverstanden haben.

Das rechtsmedizinische Institut warnte zusammen mit dem Bundeskriminalamt (BKA) «eindringlich» vor dem Konsum von Spice und vergleichbaren Produkten. Sie sehen darin eine grosse Suchtgefahr. Außerdem könnten sich beim Rauchen von Spice krebserregende Stoffe entwickeln. Für Konsumenten und Konsumenten sei nicht erkennbar, ob den Kräutermischungen synthetische, hochwirksame Wirkstoffe zugesetzt wurden. Die Wissenschaftler hatten den Wirkstoff CP-47,497 mit Hilfe chemischer Untersuchungen an rund 30 Proben von Spice und ähnlichen Produkten identifiziert. Er sei in deutlich höheren Konzentrationen in der Modedroge vorhanden als JWH-018. Manche Spice-Proben waren sogar frei von JWH-018.

Quelle: www.pharmazeutische-zeitung.de / 19.01.2009 l dpa

Kommentar:
Die Kräutermischung Spice gehört zwar nicht zur Pflanzenheilkunde. Trotzdem ist sie ein gutes Beispiel dafür, dass nicht alles, was als pure Natur daher kommt, auch pure Natur enthält. Immer wieder werden vor allem in Heilpflanzen-Präparaten aus dem asiatischen Raum, die via Internet bezogen werden, synthetische Zusätze entdeckt. Das ist nicht immer harmlos und zudem Betrug, wenn der Käufer oder die Käuferin im Glauben gelassen wird, es handle sich um ein Naturprodukt.
Kaufen Sie keine Naturprodukte aus dubiosen Quellen. Wer sicher gehen will hält sich für Heilpflanzen-Präparate an Apotheken und Drogerien. Zwar ist es meiner Ansicht nach ein grosses Problem, dass ein bedeutender Teil der in Apotheken und Drogerien verkauften Naturprodukte bezüglich Wirksamkeit von ausgesprochen fragwürdiger Qualität sind. Das Risiko aber, mit gefährlichen Präparaten eingedeckt zu werden, ist in Apotheken und Drogerien sehr gering.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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„Antenna“ erforscht traditionelles Heilpflanzen-Wissen

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Ein Grossteil der Bevölkerung der Länder des Südens nutzt bei der Behandlung von Krankheiten traditionelle Heilmittel. Diese Tatsache veranlasste die Nichtregierungsorganisation “Antenna Technologies” ihre wissenschaftliche Vorgehensweise in den Dienst solcher traditioneller Praktiken zu stellen. So untersuchte sie beispielsweise Malaria-Behandlungsmethoden in abgelegenen Regionen von Afrika, in denen keine medikamentösen Behandlungen erhältlich sind. Die ForscherInnen von Antenna erfassten in einem isolierten Dorf in Mali gängige Heilpflanzen-Rezepturen, welche sich bereits bei Malaria-Erkrankungen bewährt haben. Das Ziel dieser Arbeit war es, die Rezepte mit wissenschaftlichen Methoden zu bestätigen und verbesserte Rezepte zu entwickeln, welche von der Dorfbevölkerung auf einfache Art genutzt werden können.
Aus hunderten solcher Rezepte konnten sechs Pflanzen identifiziert werden, deren Eigenschaften am Schweizerischen Tropeninstitut in Basel in Kooperation mit dem Gesundheitsministerium in Mali genauer untersucht wurden. Mittels verschiedener Anwendungskriterien (Verfügbarkeit, geringes Verwechslungsrisiko mit gefährlichen Pflanzen) wurde die Pflanze Argemone mexicana ausgewählt – ein Unkraut, das mit dem Mais aus Amerika eingeführt wurde und in allen tropischen Gegenden wächst. Die vor Ort durchgeführten klinischen Studien konnten zeigen, dass in isolierten Gegenden Westafrikas mit hohen Malaria-Übertragungsraten Kräutertees auf der Grundlage von Argemone eine gute Erstlinienbehandlung gegen eine einfache Form der Malaria darstellen. Auf der Basis dieser Arbeiten konnte das Gesundheitsministerium von Mali ein in den Städten verfügbares “verbessertes traditionelles Arzneimittel” entwickeln und in den Dörfern die Anwendung von Kräutertees fördern. In einer nächsten Phase will Antenna untersuchen, ob die Wirkstoffe der Heilpflanze auch in anderen Pflanzenarten und in anderen Gegenden zu finden sind, in denen die Malaria grassiert.

Quelle: EvB Dokumentation 01/2009 (Erklärung von Bern), www.evb.ch
www.antenna.ch

Kommentar:
Die Erforschung traditioneller Heilpflanzen und traditionellen Heilwissens aus verschiedensten Regionen der Welt ist eine hoch interessante Angelegenheit.
Drei Punkte müssen dabei aber berücksichtigt werden:

1. Es darf nicht nur um die Ausbeutung von traditionellem Wissen gehen, das anschliessend von Grosskonzernen patentiert und exklusiv vermarktet wird. Das wäre eine Form von Diebstahl und wird heute als “Biopiraterie” bezeichnet. Wird traditionelles Wissen genutzt, muss eine angemessene Entschädigung an die ursprünglichen TrägerInnen dieses Wissens zurückfliessen.

2. Das Sammeln oder der Anbau solcher Heilpflanzen muss die Kriterien der Nachhaltigkeit berücksichtigen. Es darf nicht zur Gefährdung oder gar Ausrottung von Arten kommen.

3. Die Wirksamkeit traditioneller Heilpflanzen-Rezepte muss mit angemessenen wissenschaftlichen Methoden glaubwürdig gemacht werden. In vielen traditionellen Rezepten halten sich Irrtümer über Jahrhunderte. Es ist sehr naiv anzunehmen, in jedem althergebrachten Heilpflanzen-Rezept stecke die unantastbare Weisheit. Allzu oft wird sehr unkritisch alles als Ausdruck tiefster Wahrheit aufgefasst, was traditionell ist und einen gewissen “Exotik-Touch” aufweist. Es gibt “Perlen” im traditionellen Wissen, sie müssen aber zuerst gefunden werden unter einer grossen Masse von mittelmässig bis gar nicht wirksamen Rezepten.

Bei dem beschriebenen Projekt in Mali scheinen diese drei Kriterien jedenfalls erfüllt zu sein. Optimal ist es jedenfalls, wenn die Erkenntnisse direkt an die lokale Bevölkerung zurückfliessen.

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Übersichts-Studie zu Umckaloabo zieht positives Fazit

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Extrakte aus Umckaloabo, der Kapland-Pelargonie, werden seit einiger Zeit erforscht und eingesetzt gegen akute Infektionen der Atemwege. Die Cochrane Collaboration publizierte eine Übersichts-Studie zur Wirksamkeit von Umckaloabo (Pelargonium sidoides). Die 6 Autoren ziehen daraus folgende Schlüsse:

“Wir haben 8 randomisierte klinische Studien untersucht mit akzeptierter Methodik. Zwei Studien zeigten, dass P. sidoides effektiv alle Symptome, insbesondere Husten und Auswurf bei Erwachsenen mit akuter Bronchitis lindert. Eine 3. Studie zeigte hingegen lediglich eine effektive Verbesserung des Auswurfes. In ähnlicher Weise beseitigte P. sidoides in 2 von 3 Studien bei Kindern und Jugendlichen die Symptome einer akuten Bronchitis.

Bei akuter Sinusitis und Erkältung konnte P. sidoides effektiv alle Symptome, einschliesslich Kopfschmerzen und Schnupfen bei Erwachsenen beseitigen, wenn es über einen längeren Zeitraum genommen wurde. Unerwünschte Ereignisse traten unter P. sidoides häufiger auf, aber keines war schwer. Es existiert begrenzte Evidenz für die Wirksamkeit von P. sidoides in der Behandlung von Infektionen der oberen Atemwege. Die pflanzliche Zubereitung kann effektiv sein in der Linderung der Symptome der akuten Bronchitis bei Erwachsenen und Kindern und der Sinusitis bei Erwachsenen.”

Zum Anwendungsbereich von Umckaloabo schreiben die Autoren:

„Der Extrakt wird zur Behandlung von akuten Atemwegsinfektionen verwendet, bei denen Antibiotika nicht notwendig sind. Im Licht des unsachgemässen Einsatzes von Antibiotika und steigender Resistenzraten weltweit ist eine wirksame therapeutische Alternative für diese Krankheitszustände absolut notwendig.“

Quelle: Zeitschrift für Phytotherapie Nr. 6/2008

Originalveröffentlichung:
Timmer A, Günther J, Motschall E, Antes G, Kern WV, Pelargonium sidoides extract for acute respiratory tract infections. Cochrane Database of Systematic Reviews 2008, Issue 3. Art. No. CD006323. DOI: 10.1002/14651858.CD006323.pub2

Kommentar:
Wie bei anderen Heilpflanzen auch, gibt es bei Umckaloabo-Präparaten sehr grosse Qualitätsunterschiede. Die positiven Schlussfolgerungen aus dieser Übersichts-Studie gelten daher nur für diejenigen Extrakte, welche in den verschiedenen Untersuchungen verwendet wurden.
Das gilt generell für Aussagen im Bereich Phytotherapie / Pflanzenheilkunde.
Genau genommen kann man nicht einfach sagen:
Umckaloabo wirkt gegen Bronchitis und Stirnhöhlenentzündung;
Johanniskraut wirkt gegen Depressionen;
Weissdorn stärkt das Herz;
Bärentraube bekämpft Blasenentzündungen;
Baldrian hilft gegen Schlafstörungen etc. etc.

Genauso wichtig ist die Frage, in welcher Form die jeweilige Pflanze wirksam ist:
Als Tee? Mit welcher Art von Teezubereitung?
Als Tinktur? Welche Art von Tinktur? Welche Dosierung?
Als Extrakt? Welche Art von Extrakt?

Es gibt sehr viele pflanzliche Produkte mit fragwürdiger Wirksamkeit und eine Minderzahl von hochwertigen Präparaten. Doch wie unterscheidet man zwischen Fragwürdigem und Hochwertigem?
Kriterien für diese wichtige Unterscheidung können Sie in meinen Heilpflanzen-Kursen und in der Phytotherapie-Ausbildung lernen.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Naturheilkunde und Medizin – kein Entweder-Oder!

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In meiner über 25jährigen Lehrtätigkeit im Umfeld der Naturheilkunde bin ich deutlich skeptischer geworden gegenüber diesem Bereich. Der Hauptgrund dafür: Ich habe eindeutig zu viele Leute getroffen, die sehr einseitig unkritisch alles toll fanden, was als natürlich daher kommt, und alles “medizinische” als schlecht oder gar böse. Diese Schlagseite scheint mir sehr problematisch. Vorzuziehen wäre eine optionale Haltung, welche Wahlmöglichkeiten anbietet: Je nach Situation kann eine medizinische oder naturheilkundliche Behandlung angemessener sein.

Von Nietzsche (1844 – 1900) gibt es ein Zitat, das mir zu diesem Thema passend scheint:

“Gewöhnlich strebt man darnach, für alle Lebenslagen und Ereignisse eine Haltung des Gemüts, eine Gattung von Ansichten zu erwerben, das nennt man vornehmlich philosophisch gesinnt sein. Aber für die Bereicherung der Erkenntnis mag es höheren Wert haben, nicht in dieser Weise sich zu uniformieren, sondern auf die leise Stimme der verschiedenen Lebenslagen zu hören; diese bringen ihre eigenen Ansichten mit sich. So nimmt man erkennenden Anteil am Leben und Wesen vieler, in dem man sich selber nicht als starres beständiges eines Individuum behandelt.”

(Friedrich Nietzsche, Werke I, Ullstein Verlag, Frankfurt am Main, 1979, Menschliches, Allzumenschliches, Nr. 618, S. 719)

Mir gibt es in der Naturheilkunde entschieden zu viele Leute, die nicht auf die leise Stimme der verschiedenen Lebenslagen hören, sondern apodiktische Urteile fällen wie: Niemals Cortison! Auf keinen Fall Antibiotika! Keine Chemotherapie! – Das halte ich in vielen Fällen für grob fahrlässig und solche “Heilerinnen” oder “Heiler” verursachen zum Teil schwere Erkrankungen oder Todesfälle. Blinde Verteidiger der Naturheilkunde werden darauf erwidern: Und die Probleme mit Antibiotika und Cortison? Die Nebenwirkungen der Chemotherapie? Die Todesfälle durch Fehler der Medizin? – Mag schon sein und ich propagiere ganz und gar nicht Kritiklosigkeit gegenüber Auswüchsen und Risiken der Medizin. Aber rechtfertigen sich dadurch die Probleme der Naturheilkunde? Etwa nach dem Motto kleiner Kinder: Ich nicht, aber er auch!

Meiner Meinung nach muss die Naturheilkunde mit Nachdruck vor der eigenen Türe wischen. Dazu braucht es eine interne Kritikkultur, die einseitige und grössenwahnsinnige Haltungen und Dogmen in der eigenen “Szene” verstärkt in Frage stellt. Diese kritische Auseinandersetzung ist vor allem auch deshalb so notwendig, weil es in den Bereichen Naturheilkunde / Komplementärmedizin ganz fundamental an Qualitätssicherung und Qualitätskontrolle mangelt.
Eine optionale Grundhaltung und die kritische Auseinandersetzung im eigenen “Lager” sind meines Erachtens die unabdingbare Basis für eine positive Entwicklung von Naturheilkunde bzw. Komplementärmedizin.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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