[Buchtipp] Homöopathie neu gedacht von Natalie Grams

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homoeopathie-neu-gedacht

Verlagsbeschreibung

Die Homöopathie ist über 200 Jahre alt und erfährt auch heute noch einen ungebrochenen Zustrom. Viele Patienten und Therapeuten schwören auf die alternative Heilmethode, die mittlerweile auch von vielen Krankenkassen erstattet wird. Kritikern erscheint dies völlig unverständlich ist für sie doch längst klar, dass die Homöopathie hoffnungslos unwissenschaftlich ist und allenfalls einen Placebo-Effekt zu bieten hat. Schon seit ihrer Geburtsstunde sieht sich die Homöopathie äusserst kontroversen Diskussionen ausgesetzt. Die Positionen von Befürwortern und Gegnern scheinen dabei ebenso unverrückbar wie unvereinbar. Natalie Grams zugleich naturwissenschaftliche Ärztin und offene Homöopathin geht in diesem authentischen Buch über das bisher Gesagte hinaus. Sie beantwortet spannende Fragen: Was bleibt in einer Medizin des 21. Jahrhunderts übrig von dem Gedankengebäude der Homöopathie? Wie wirkt sie wirklich? Welche Teile von Hahnemanns Theorien können wir auch heute noch guten Gewissens anwenden und zum Nutzen von Patienten und Gesundheitssystem einsetzen? Wo aber hat die Homöopathie Grenzen und muss in der Tat kritisch betrachtet und bewertet werden? Die Autorin hat sich über Jahre mit den Kritikpunkten an der Homoöpathie auseinandergesetzt, nimmt aber gleichzeitig auch die Wünsche und Sorgen ihrer Patienten ernst, die sich in der konventionellen Medizin oft nur unzureichend versorgt fühlen. Ihr Buch versucht einen (überfalligen) Brückenschlag zwischen den zwei traditionell verfeindeten Lagern.

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Zur Autorin Natalie Grams

Die Ärztin Dr. med. Natalie Grams, Jahrgang 1978, führte eine erfolgreiche homöopathische Privatpraxis in Heidelberg. Im Laufe ihrer Tätigkeit kamen ihr als Naturwissenschaftlerin jedoch Zweifel darüber, wie die Homöopathie auch heute noch guten Gewissens angewendet werden kann. Ihr Medizinstudium hat Grams in München begonnen und in Heidelberg beendet, wo sie seither mit ihrem Mann und drei Kindern lebt.

Inhaltsverzeichnis des Buches „Homöopathie neu gedacht“:

Vorwort.

1. Wie und auf welcher Grundlage behandelt die Homöopathie?

2. Wovon ist die Rede, wenn wir von Homöopathie sprechen?- Gibt es die Homöopathie?- Samuel Hahnemann, Begründer der Homöopathie.- In welcher Zeit entstand die Homöopathie?- Die homöopathische Methode – was ist anders?- Die homöopathischen Repertorien und die Materia medica.- Die homöopathische Anamnese.- Die homöopathischen Medikamente (Potenzierung).- Die homöopathische Diagnose, das Prinzip Ähnlichkeit und die homöopathische Arzneimittel-Prüfung.- Die Empfindungsmethode in der Homöopathie.

3. Ist die Homöopathie Teil der heutigen Medizin?- Wozu brauchen wir die Wissenschaft überhaupt?- Zur persönlichen Situation: Im Konflikt mit der Naturwissenschaft.- Geistartige Energie und fehlender Wirkstoff – das Problem der potenzierten Medikamente in der Homöopathie.- Der problematische Begriff Lebenskraft.- Die homöopathische Arzneimittelprüfung.- Ist die Homöopathie Medizin?

4. Warum wenden sich Patienten der Homöopathie zu?…

Kommentar von Martin Koradi

Das Buch „Homöopathie neu gedacht“ von Natalie Grams ist sehr lesenswert für alle, die sich für Homöopathie im speziellen oder für Komplementärmedizin im weiteren Sinn interessieren. Doch auch wer wissenschaftlich-medizinisch denkt, wird aus dem Buch interessante Anregungen mitnehmen können. Denn die Frage, der Natalie Grams auf den Grund geht, ist sehr relevant: Wenn homöopathische Globuli keine spezifische arzneiliche Wirkung haben – und dafür sprechen die vorliegenden Erkenntnisse aus Studien mit sehr grosser Wahrscheinlichkeit – wie kommt es dann, dass viele Menschen bei verschiedensten Beschwerden durch Homöopathie Linderung erfahren? – Die Antworten auf diese Frage sind auch lehrreich für andere therapeutische Methoden und für die Medizin. Kritiker und Anhänger der Homöopathie können aus „Homöopathie neu gedacht“ interessante Erkenntnisse gewinnen.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde am Seminar für Integrative Phytotherapie in Winterthur (Schweiz) und Leiter von Kräuterwanderungen und Kräuterkursen.

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Ist Orangensaft gesund?

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Diese Frage stellt die NZZ am Sonntag (8. 10. 2017) dem Ernährungswissenschaftler Walter Willett. Antwort:

„Mit dem Orangensaft verhält es sich sehr viel komplizierter als mit den Süssgetränken, denn diese enthalten gar keine Nährstoffe. Orangensaft eignet sich gut, um sich mit Vitamin C zu versorgen. Aber er erhöht das Diabetesrisiko leicht, und tatsächlich enthält Orangensaft etwa so viel Zucker wie eine Cola. In einer idealen Welt würde man jeden Tag einige Orangen essen, anstatt Orangensaft zu trinken, aber das wird nicht passieren, weil es teurer und komplizierter ist. Es ist also vertretbar, täglich ein Glas Orangensaft zu trinken, am besten morgens, weil man sich danach bewegt. Es ist aber keine gute Idee, mehr als ein Glas zu trinken.“

Kommentar & Ergänzung:

Sinnvoll wäre es wohl auch, Fruchtsäfte 1:1 verdünnt mit Wasser zu trinken.

Ausserdem würde ich Orangensaft nicht aussschliesslich unter dem Kriterium der Vitamin-C-Zufuhr betrachten.

Orangen enthalten auch Carotinoide als orange Farbstoffe (z. B. Cryptoxanthin, Luteoxanthin).

Interessanterweise hat eine Untersuchung am Lehrstuhl Technologie und Analytik pflanzlicher Lebensmittel der Universität Hohenheim ergeben, dass aus pasteurisiertem Orangensaft ungefähr doppelt so viele Carotinoide aufgenommen werden wie aus einer handelsüblichen Orange.

Carotinoide zählen zu den so genannten sekundären Pflanzenstoffen, die für Menschen nicht zwingend nötig, aber gesundheitsfördernd sind. Sie schützen laut die Körperzellen vor schädlichen Umwelteinflüssen und spielen wegen ihrer Provitamin-A-Aktivität eine wichtige Rolle in der Ernährung.

Dass der menschliche Organismus aus dem pasteurisierten Orangensaft so deutlich mehr Carotinoide gewinnen kann als beim Verzehr der Orangenfrucht, liegt an der Herstellung des Saftes. Bei der Produktion des Orangensaftes werden Ballaststoffe wie Pektin oder auch Cellulose teilweise abgetrennt. Diese Ballaststoffe hemmen die Absorption von Carotinoiden während der Verdauung. Da in der Orange mehr unverdauliche Ballaststoffe enthalten sind als im Saft, ist die Aufnahme der Carotinoide aus der Frucht stark vermindert.

Ihre Resultate haben die Wissenschaftler im Fachjournal „Molecular Nutrition and Food Research“ publiziert.

Quelle:

https://www.welt.de/gesundheit/article148333801/Orangensaft-ist-gesuender-als-die-frische-Orange.html

http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/mnfr.201500327/abstract

Als Zwischenbemerkung (M.K.): Wenn in der Orangenfrucht mehr Ballaststoffe vorkommen und dadurch die Aufnahme der Carotinoide verlangsamt wird, könnte es auch sein, dass Zucker verlangsamt aufgenommen wird. Pektin hat jedenfalls diese positive verzögernde Wirkung.

Orange enthaltenen zudem Flavonoide. Das sind wirkungsvolle Antioxidantien. Sie verbessern die Aufnahme von Vitamin C, schützen es vor Oxidation und steigern die Bioverfügbarkeit. Flavonoide entfalten sehr wahrscheinlich im Organismus eine Reihe von positiven Wirkungen, zum Beispiel im Herz-Kreislaufsystem und im Immunsystem.

Die Konzentration an Flavonoiden wird bei der Saftherstellung deutlich reduziert, allerdings werden die im Saft gelösten Flavonoide deutlich besser aufgenommen als diejenigen in frischen Orangen, in denen sie zu 90 Prozent als schwerverdauliche ungelöste Feststoffe vorliegen.

Quelle: http://derstandard.at/2000024807511/Orangensaft-gesuender-als-sein-Ruf

Beim Orangensaft ist noch zu ergänzen, dass die Produktionsbedingungen oft ausbeuterisch sind.

Siehe dazu:

Orangensaft gesund für alle?

 

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe

Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse

Kräuterwanderungen in den Bergen / Kräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital:

Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Vitamin C gegen Erkältungen nutzlos

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Das Magazin „focus“ gibt uns wie jeden Herbst gute Ratschläge zur Vorbeugung und Behandlung von Erkältungen.

Da kann auch der alte Klassiker nicht fehlen:

„Rechtzeitig zur Erkältungssaison sollten Sie sich ein paar Medikamente für die Hausapotheke zulegen. Wichtig sind Vitamin-C-Tabletten.“

Quelle:

http://www.focus.de/gesundheit/videos/schnell-wieder-gesund-werden-die-erkaeltungszeit-beginnt-fuenf-mittel-sollten-sie-jetzt-zuhause-haben_id_7684238.html

 

Kommentar & Ergänzung:

Die Empfehlung von Vitamin C gegen Erkältungen geistert schon seit Jahrzehnten herum, obwohl sie schon lange widerlegt ist. Studien zeigen nur an einem sehr eingeschränkten Punkt einen gewissen Nutzen. In der Regel profitieren nur die Hersteller und Verkäufer der Vitamin-C-Präparate, und das auf ihrem Kontostand.

Die Plattform Medizin transparent hat den Wissensstand zusammengestellt.

– Die angebliche Wirksamkeit der Vitamin-C-Präparate wird durch die bisherigen Studien ins Reich der Mythen verwiesen: Die tägliche, vorbeugenden Einnahme selbst hoher Dosen kann eine Erkältung nicht verhindern, doch lässt sich damit die Krankheitsdauer geringfügig verkürzen. Der erreichbare Effekt ist jedoch nicht sehr groß. Eine Erkältung würde demnach bei Erwachsenen, die Tag für Tag über lange Zeit Vitamin C eingenommen haben, sechseinhalb statt sieben Tage dauern. Bei Kindern würde sich die Erkältung um einen ganzen Tag verkürzen, statt sieben Tage wären sie somit nur sechs krank. Für diese Wirkung mussten die Studien-Teilnehmenden die Vitaminpräparate teilweise jedoch mehrere Jahre lang regelmäßig einnehmen.

– Extremsportler scheinen eine Ausnahme zu sein. Bei dieser Gruppe könnte die vorbeugende Einnahme von Vitamin C tatsächlich vor Erkältungen schützen. Solche Effekte zeigten sich jedenfalls in einzelnen Studien an Marathonläufern oder Soldaten, die Winterübungen im Gebirge machten. Hatten Versuchspersonen zwei bis drei Wochen vor Beginn der körperlichen Extrembelastung mit der Vitamineinnahme begonnen, erkrankten sie nur halb so häufig an einer Erkältung.

– Die Kurzfristige Behandlung bei beginnender Erkältung blieb ohne Effekt. Die Empfehlung, Vitamin C in hochdosierter Form einzunehmen, sobald man die ersten Anzeichen einer Erkältung spürt, kann durch Studien jedenfalls nicht bestätigt werden. Sind Husten, Schnupfen oder Halsschmerzen einmal ausgebrochen, scheint die Einnahme von Vitamin C gar keinen nachweisbaren Effekt zu haben. Die zusammengefassten Resultate bisheriger Studien geben jedenfalls keinen Hinweis darauf, dass Präparate mit Vitamin C Erkältungssymptome lindern können. Auch die Dauer der Erkrankung scheinen sie bei kurzfristiger Behandlung nicht zu verkürzen.

Tagesbedarf und Tagesdosen

Den Tagesbedarf für Vitamin C setzt die Ernährungswissenschaft bei rund 100 Miligramm an, wobei die Empfehlungen leicht schwanken. In Mitteleuropa sind die Menschen über die Ernährung mit Vitamin C in der Regel ausreichend versorgt.

In den meisten Studien zu Erkältung schluckten die teilnehmende Männer, Frauen und Kinder hohe Dosen von 1000 Miligramm Vitamin C und mehr pro Tag ein, also mindestens zehnmal so viel, wie Ernährungswissenschaftler empfehlen.

Da Vitamin C wasserlöslich ist, scheidet der Körper überschüssige Mengen über den Urin aus, so dass schwerwiegende Nebenwirkungen selbst bei hohen Dosen selten sind. Bei großen Mengen könnten als Nebenwirkungen Durchfall, Bauchschmerzen oder Übelkeit auftreten. Die Einnahme hoher Dosen über viele Jahre könnte möglicherweise die Wahrscheinlichkeit für die Entstehung von Nierensteinen erhöhen.

Quelle: https://www.medizin-transparent.at/vitamin-c-beinahe-nutzlos-gegen-erkaltungen

Die Geschichte des synthetisierten Vitamin C ist im übrigen sehr interessant und eng mit der Geschichte des Pharmakonzerns Roche verknüpft:

„Die industrielle Herstellung von Vitamin C begann 1934 durch Roche in der Schweiz. Die Nachfrage danach blieb anfangs gering……..

In der Zeit des Nationalsozialismus (1933–45) förderten die Machthaber in Deutschland die Versorgung der Bevölkerung mit den damals gerade erst entdeckten Vitaminen sehr aktiv. Sie wollten so den „Volkskörper von innen stärken“, weil sie davon überzeugt waren, dass Deutschland den Ersten Weltkrieg auch als Folge von Mangelernährung verloren hatte. In Vitamin-Aktionen wurden Kinder, Mütter, Schwerstarbeiter und Soldaten mit Vitaminen versorgt, insbesondere mit Vitamin C. Nationalsozialistische Massenorganisationen wie die Deutsche Arbeitsfront und die Reichsarbeitsgemeinschaft für Volksernährung organisierten die Produktion und Verteilung von Vitamin-C-Präparaten. Hausfrauen wurden dazu aufgerufen, Hagebutten und Sanddorn zu sammeln, aus denen Brotaufstriche und andere Vitaminpräparate für die Wehrmacht hergestellt wurden. Noch 1944 bestellte die Wehrmacht 200 Tonnen Vitamin C, unter anderem bei Roche.“

Quelle: Wikipedia

Dem Vitamin C kam insbesondere im Nationalsozialismus eine zentrale Funktion bei der Leistungssteigerung und bevölkerungspolitischen Regulierung des „Volkskörpers“ zu.

Für Roche war das ein Glücksfall:

„Noch 1936 berichteten Roche-Mitarbeiter, dass die Spezialisten unter den Ärzten die Vitamin-Therapie schlicht ablehnten, 80 Prozent würden über den ‚Vitamin-Fimmel’ sogar lachen. In einem firmeninternen Schreiben hieß es damals, dass zunächst ‚überhaupt erst das Bedürfnis’ nach Vitaminen geschaffen werden müsse. Regelmäßig werde Vitamin C nur eingenommen, ‚wenn etwas Hokuspokus gemacht’ werde. Zum Glück für Roche waren in Deutschland die Nazis an der Macht – die auf genau diesen Hokuspokus abfuhren.“

Quelle: http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/nationalsozialismus-vitaminschub-fuer-den-volkskoerper-a-809998.html

Vitamin C wirkt gut gegen die Vitamin-C-Mangelkrankheit Skorbut – aber das ist kein Geschäft!

Der Historiker Beat Bächli geht in seinem Buch „Vitamin C für alle!“ der Frage nach, wie Vitamin C schon in den 30er-Jahren zu einer regelrechten „Volksdroge“ wurde, wie es der Roche-Propaganda gelang, den Grenzbereich zwischen Krankheit und Gesundheit mit ihrem Vitaminprodukt zu besetzen und eine neue Medizinische Indikation zu schaffen, die C-Hypovitaminose.

Quelle: http://www.hsozkult.de/publicationreview/id/rezbuecher-12646

Es gibt natürlich auch sehr viele gute natürliche Vitamin-C-Quelle wie Sanddorn (450mg Vitamin C pro 100g Sanddornbeeren) und Schwarze Johannisbeere (177mg Vitamin C pro 100g Schwarze Johannisbeeren, Cassis). Überragend im Gehalt ist aber die Hagebutte mit 1250mg Vitamin C pro 100g Hagebutten.

Siehe:

Die Zehn Früchte mit dem höchsten Vitamin-C-Gehalt

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe

Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse

Kräuterwanderungen in den Bergen / Kräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital:

Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

 

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[Buchtipp] Arzneipflanzen – Arzneidrogen, Botanik – Eigenschaften – Anwendung von Bettina Lube-Diedrich

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Arzneipflanzen-ArzneidrogenVerlagsbeschreibung

Dieses Lehrbuch vermittelt praxisnah die botanischen Grundlagen für die Identifizierung relevanter Arzneipflanzen und porträtiert die wichtigsten Drogen.
Im ersten Teil werden die notwendigen Kenntnisse für makroskopische und mikroskopische Identitätsprüfungen von Drogen aufbereitet. Zahlreiche schematische und mikroskopische Aufnahmen sowie Merksätze helfen, sich den Lehrstoff anzueignen.
Die Drogen werden nach Indikationsgebieten sortiert vorgestellt. Die Monographien definieren die Drogen, stellen deren Eigenschaften, Anwendungsgebiete, Wirkungen und mögliche Dosierungen vor. Farbbilder der arzneilich verwenden Droge erleichtern die Identifizierung in der Praxis. Inhaltsstoffe können zusätzlich in einer Tabelle nachgeschlagen werden. Patientenhinweise, Beispiele für Fertigarzneimittel und sinnvolle Teemischungen ergänzen die Monographien.
An alle Bereiche schließen sich prüfungsrelevante Aufgaben für PTA und Pharmaziestudenten an (mit Lösungen am Ende des Buches).
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Kommentar von Martin Koradi

Um Missverständnissen vorzubeugen: Wenn in der Verlagsbeschreibung von „Drogen“ oder „Arzneidrogen“ die Rede ist, dann sind damit „getrocknete Arzneipflanzen“ gemeint. In dieser Bedeutung wird das Wort „Droge“ in der Phytotherapie eingesetzt.

Das Buch „Arzneipflanzen – Arzneidrogen“ von Bettina Lube-Diedrich wendet sich in erster Linie an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Apotheke. Das zeigt sich zum Beispiel an den Abschnitten zur Identifikation von Arzneidrogen und an den Fotos getrockneter Arzneipflanzen, wie sie in der Apotheke vorrätig sind und verkauft werden.

Das Buch eignet sich aber gut für weitere interessierte Kreise über die Apotheke hinaus.

Es ist klar geschrieben und fachlich auf dem aktuellen Stand. Meinem Eindruck nach wurden medizinische Fachausdrücke sparsam verwendet, so dass auch interesserte medizinische Laien von dem Buch profitieren können.

Speziell für ein Phytotherapie-Fachbuch ist das ausgedehnte Botanik-Kapital, das auf rund 90 Seiten die botanischen Grundlagen der Arzneipflanzenkunde vermittelt.

Die wichtigen Heilpflanzen werden anschliessend mit ihren Wirkstoffen, Wirkungen, Anwendungsbereichen, Nebenwirkungen, Kontraindikationen und Dosierungen im Detail vorgestellt. Die Hinweise zur Patientenberatung in der Apotheke sind auch für Leserinnen und Leser nützlich.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde am Seminar für Integrative Phytotherapie in Winterthur (Schweiz) und Leiter von Kräuterwanderungen.

 

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[Buchtipp] Phytotherapie, Arzneidrogen – Phytopharmaka – Anwendung von Margret Wenigmann

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PhytotherapieVerlagsbeschreibung

Phytotherapie verstehen und therapeutisch sicher anwenden
Die Nachfrage nach pflanzlichen Arzneimitteln steigt seit Jahren, gerade aufgrund guter Verträglichkeit und geringer Nebenwirkungen. Ob man als Arzt, Apotheker oder Heilpraktiker mit Phytotherapie behandelt oder berät: Mit „Phytotherapie“ erwirbt der Leser die notwendige phytotherapeutische Fachkompetenz!
Wissenschaftlich fundiert (entsprechend der HMPC-Monografien) und in täglicher Praxis erprobt, findet man hier:
– Detailliertes Wissen zu Pflanzeninhaltsstoffen, Drogenextrakten und Arzneitees
– 126 Steckbriefe der wichtigsten Arzneidrogen
– 250 hochwertige Farbfotos von Arzneidrogen und den dazugehörigen Pflanzen
– Praxistaugliche Behandlungskonzepte zu den wichtigsten Krankheitsbildern inkl. Ätiologie und Pathophysiologie
Hinzu kommen arzneimittelrechtliche Aspekte sowie die Abgrenzung von Phytopharmaka zu Nahrungsergänzungsmitteln.
Benutzerfreundlich und didaktisch hochwertig aufbereitet mit übersichtlichen Grafiken und Mindmaps, dient „Phytotherapie“ als ideales Lehrbuch und Nachschlagewerk.

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Inhaltsverzeichnis des Buches „Phytotherapie“:

1 Grundlagen der Phytotherapie
2 Arzneimittelrechtliche Bestimmungen
3 Arzneipflanzen und Arzneidrogen
4 Inhaltsstoffe der Arzneipflanzen
5 Drogenportraits
6 Herz-Kreislauf- und Gefäßerkrankungen
7 Atemwegserkrankungen
8 Erkrankungen des Verdauungstrakts
9 Stoffwechselerkrankungen
10 Erkrankungen des Urogenitaltrakts
11 Gynäkologische Erkrankungen
12 Neurologische Erkrankungen
13 Psychische Erkrankungen
14 Schmerzen und Entzündungen
15 Dermatologie
16 Steigerung der Abwehrkräfte

Die Autorin Margret Wenigmann

Margret Wenigmann ist Apothekerin, Autorin und Dozentin in der Weiterbildung Phytotherapie für Ärzte und Apotheker. Sie stammt aus einer Familie, in der der Beruf des Apothekers und die Beschäftigung mit Arzneipflanzen seit Generationen fest verankert sind. So liegt es nahe, dass die Phytotherapie zum erfüllenden Lebensthema wurde. In ihren Publikationen verbindet sie wissenschaftliche Erkenntnisse mit eigenen Erfahrungen aus langjähriger Dozenten- sowie täglicher Beratungstätigkeit in der Apotheke.

Kommentar von Martin Koradi

Das Buch „Phytotherapie“ von Margret Wenigmann richtet sich zwar an Fachleute, ist aber sehr klar geschrieben und dürfte daher auch interessierten Laien Nutzen bringen, wenn sie bereit sind, einzelne Fachwörter nachzuschlagen. Es werden 126 Heilpflanzen in Monografien vorgestellt.  Wichtiger scheinen mir aber noch die Kapitel, in denen die einzelnen Organsysteme und die darin eingesetzen Heilpflanzen vorgestellt werden.  Dazu liefert die Autorin in kompakter Form zum Verständnis wichtiges medizinisches Fachwissen.

Das Buch enthält Teerezepturen, informative Mindmaps und jeweils ausführliche Hinweise auf Fertigpräparate (Phytophamaka) aus den beschriebenen Heilpflanzen. Dabei handelt es sich um Fertigpräparate, die in Deutschland im Handel. Nur ein Teil davon ist auch in der Schweiz als Arzneimittel im Handel, doch können die Apotheken in der Schweiz Präparate aus Deutschland auf Verlangen besorgen.

Als Hinweis: In der Verlagsbeschreibung zum Buch taucht die Bezeichnung „Arzneidroge“ auf. Damit keine Missverständnisse aufkommen: Mit „Droge“ ist in der Phytotherapie die getrocknete Heilpflanze gemeint.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde am Seminar für Integrative Phytotherapie  in Winterthur (Schweiz) und Leiter von Kräuterwanderungen.

 

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