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Gewichtsreduktion mit Bockshornklee – Studienlage ungenügend, aber was heisst das nun?

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Die Arzneimittelinformationsplattform „Gute Pillen, Schlechte Pillen“ (GPSP) hat die Studienlage zum Thema „Abnehmen mit Bockshornklee“ unter die Lupe genommen und die österreichische Tageszeitung „Der Standard“ berichtete darüber:

„Die aktuelle Forschungslage wurde geprüft. Bislang haben sich nur zwei wissenschaftliche Studien mit diesem Thema beschäftigt. Und auch die boten aufgrund ihrer geringen Zahl an Probanden keine vernünftige Bewertungsgrundlage.“

„Der Standard“ weißt zudem auf den Widerspruch hin, dass Bockshornklee auch gegen Appetitlosigkeit empfohlen wird:

„Auch Appetitlosigkeit ließe sich damit heilen. Wie paradox klingt es dann, dass Firmen damit werben, man könne mit ihren Produkten, die Bockshornklee enthalten, abnehmen.“

Quelle:

http://derstandard.at/2000053654073/Schmaeh-Abnehmen-mit-Bockshornklee

Kommentar & Ergänzung:

Bockshornkleesamen werden für alles Mögliche empfohlen – von Haarausfall bis Impotenz – und wie im „Standard“ erwähnt gegen Appetitlosigkeit und als Schlankheitsmittel. Solche „Indikationslyrik“ ist immer mehr oder weniger fragwürdig und ein Grund, genauer hinzuschauen.

Komplementärmedizin: Indikationslupe unter die Lupe nehmen!

Ich möchte hier allerdings zeigen, dass die Sachlage nicht so einfach und eindeutig ist, wie GPSP und der „Standard“ sie darstellen.

Die Einschätzung von GPSP trifft zu: Es gibt keine guten Studien, die eine Wirkung von Bockshornkleesamen zur Gewichtsreduktion beweisen.

Vor allem der „Standard“ lässt sich aber zu Aussagen hinreissen, die genauso fragwürdig sind:

„Schmäh: Abnehmen mit Bockshornklee.

Die unabhängige Plattform ‚Gute Pillen – schlechte Pillen’ entlarvt Bockshornklee als untauglich zur Gewichtsreduktion, es fehlt jeder Beweis. Es ist der alte Traum von Übergewichtigen: Wer sich zu dick fühlt, nimmt ein einen Wirkstoff aus der Natur und verliert Gewicht, weil auch der Hunger weg ist. Diese Illusionen werden mitunter auch ausgenutzt. So gibt es Produkte mit Bockshornkleesamen, die genau das versprechen.“

„Schmäh“, „entlarvt“ und „Illusionen werden ausgenutzt“ – das sind ziemlich unwissenschaftliche moralische Urteile. Gibt es dafür eine Basis? Meines Erachtens nein.

Die Tatsache, dass es keine guten, grossen Studien gibt, die eine Wirksamkeit von Bockshornklee zur Gewichtsabnahme belegen, bedeutet genau das und nur das: Es gibt für diese Wirkung keine Belege.

Das schliesst nicht aus, dass es trotzdem eine Wirkung geben könnte.

„Der Standard“ fordert:

„Weil Bockshornklee seit Jahrzehnten als heilsames Multitalent vermarktet wird, müssten endlich hochwertige Studien den Erfolg nachweisen – und somit für Verbraucherinnen und Verbraucher auch den Sinn der Geldausgabe rechtfertigen.“

Genau hier liegt aber ein Hund begraben und es wäre fair, wenn der „Standard“ das auch aufzeigen würde: Die Forderung nach hochwertigen Studien ist ziemlich naiv und kann wohl nur von jemandem stammen, der keine Ahnung hat von Forschung mit Heilpflanzen.

Hochwertige Studien sind sehr teuer. Bockshornkleesamen sind billig und nicht patentierbar. Kein Verkäufer von Bockhornkleesamen wird es sich leisten können, eine Million Franken in die Forschung zu stecken, damit ein paar grosse, hochwertige Studien durchgeführt werden können, die eine Grundlage bieten für eine gute Metastudie. Jeder Konkurrent, der ebenfalls Bockshornklee verkauft, könnte von dieser Forschung profitieren und seine Produkte ohne Forschungsaufwand viel billiger vermarkten. Die Chance, dass es zu Bockshornkleesamen jemals hochwertige Studien gibt, die den Ansprüchen der Evidence Based Medicine genügen, ist nahezu Null.

Gleichzeitig kritisiert GPSP aber natürlich zu Recht, wenn Bockshornkleesamen-Verkäufer grossartige Versprechungen betreffend Gewichtsreduktion machen, die durch keinerlei Belege plausibel gemacht werden können.

Die unabhängige Plattform „Medizin Transparent“ hat die Studienlage zur Wirksamkeit von Bockshornklee als Mittel zur Gewichtsreduktion ebenfalls untersucht und schreibt:

„Wir fanden nur eine einzige Untersuchung, in der die Teilnehmenden nach sechs Wochen kein Gewicht verloren hatten. Der Untersuchungszeitraum der Studie ist jedoch sehr kurz, die Teilnehmeranzahl gering und die Qualität mittelmäßig. Es bleibt daher unklar, ob Bockshornklee-Samen längerfristig helfen können, Gewicht zu verlieren.“

Quelle: http://www.medizin-transparent.at/bockshornklee-samen-abnehmen

Bockshornkleesamen als Mittel gegen Appetitlosigkeit?

Interessant ist der Hinweis von GPSP und „Standard“, dass Bockshornkleesamen eigenartigerweise auch gegen Appetitlosigkeit empfohlen werden.

Tatsächlich taucht die Indikation „Appetitlosigkeit“ auch in den Monografien der Qualitätssicherungsgremien „Kommission E“ und „ESCOP“ auf . Als wissenschaftlicher Beleg liegt dafür allerdings nur ein Tierversuch vor: Ein fett- und eiweissfreier Bockshornkleesamenextrakt führte bei Ratten zu einer signifikanten Steigerung der Fresslust und der Nahrungsaufnahme. Es gibt aber auch Erfahrungen aus der Tiermedizin mit der Anwendung von Bockshornkleepulver als Mittel zur Steigerung der Fresslust. Und in Nordafrika nehmen Frauen Bockshornkleesamen zu sich, wenn sie sich als zu mager empfinden und Gewicht zulegen möchten.

Quelle: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17333802

Die Empfehlung von Bockshornkleesamen gegen Appetitlosigkeit ist zwar auch nicht zweifelsfrei belegt. Insgesamt sprechen aber mehr Argumente für die Anwendung bei Appetitlosigkeit als für die Anwendung zur Gewichtsreduktion.

GPSP und der „Standard“ finden es „paradox“, dass Bockshornkleesamen sowohl gegen Appetitlosigkeit als auch zur Gewichtsreduktion empfohlen wird – und das ist es wahrscheinlich auch.

Aber auch hier muss man etwas tiefer in die Heilpflanzenkunde einsteigen:

Eine solche gegensätzliche Wirkung ist bei Heilpflanzen-Anwendungen nicht grundsätzlich ausgeschlossen. Heilpflanzen enthalten verschiedene Wirkstoffe. Je nach Art der Zubereitung und Dosierung können daraus auch unterschiedliche Wirkungen folgen. Beim Bockshornklee könnten beispielsweise Schleimstoffe ein Sättigungsgefühl auslösen und dadurch zur Gewichtsreduktion beitragen, während Bitterstoffe in moderater Dosis den Appetit anregen. Aber das ist jetzt wirklich reine Spekulation und nur als illustrierendes Beispiel gedacht, um zu zeigen, dass die Fragen manchmal komplizierter sind, als es auf den ersten Blick erscheinen mag.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe

Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse

Kräuterwanderungen in den Bergen / Kräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

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Vaginalcreme mit Fenchel gegen Scheidentrockenheit

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Eine Vaginalcreme mit Fenchel reduzierte in einer Studie die Symptome postmenopausaler Scheidentrockenheit.

Während der Wechseljahre wird die Östrogenproduktion im weiblichen Organismus vermindert. Dabei kommt es bei beinahe 40 % der Frauen zu Symptomen wie Brennen, Jucken, Scheidentrockenheit und Dyspareunie (Schmerzen während des Geschlechtsverkehrs). Der pH-Wert in der Vagina erhöht sich, was dazu führt, dass Krankheitserreger sich leichter ansiedeln und Entzündungen auslösen können. Sexuelle Aktivität kann dieser Entwicklung entgegen wirken, doch zahlreichen Frauen bleibt nur der Griff zu Cremes und Gleitmitteln.

Fenchelfrüchte aus Foeniculum vulgare werden sowohl in der traditionellen Medizin als auch in der modernen Phytotherapie eingesetzt. In einer Studie wurde untersucht, ob sich Scheidentrockenheit mit einer lokal anwendbaren Fenchelcreme lindern lässt.

Für die Studie wurde eine speziell hergestellte 5-prozentige Fenchelcreme an 30 postmenopausalen Frauen getestet. Die Probandinnen der Kontrollgruppe in dieser randomisierten Doppelblindstudie bekamen dagegen eine Placebo-Creme. Die Symptome Brennen, Jucken, Trockenheit, Färbung der Vagina und Dyspareunie wurden in ihrer Ausprägung vor Behandlungsbeginn sowie nach zwei, vier und acht Wochen erfasst.

Ein Abstrich diente der zytologischen Untersuchung und wurde beim Start und acht Wochen nach der Behandlung durchgeführt, ebenso wie eine Messung des pH-Wertes im Scheidenmilieu.

Im Vergleich zur Placebo-Creme führte die Fenchelcreme sowohl zu einer der Verbesserung zytologischen Parameter als auch zu einer signifikanten Verminderung der Symptome. Keine der 30 Frauen in der „Fenchelcreme-Gruppe“ litt nach der 8-wöchigen Behandlung unter Juckreiz oder Trockenheit, lediglich eine Probandin berichtete von leichtem Brennen und zwei von Schmerzen beim Geschlechtsverkehr. Der pH-Wert, der vor der Behandlung bei allen Frauen über pH 5 lag, war am Schluss der Behandlungsphase bei allen Frauen in der Fenchelcremegruppe tiefer als pH 5.

In der Kontrollgruppe dagegen erfuhren die Studienteilnehmerinnen nur eine leichte Besserung mancher Symptome, der pH-Wert und die zytologischen Werte veränderten sich im Vergleich zu den Ausgangswerten nur geringfügig.

In keiner der beiden Gruppen zeigten sich unerwünschte Nebenwirkungen durch die Anwendung der Cremes.

Quelle:

http://www.carstens-stiftung.de/artikel/fenchelcreme-gegen-scheidentrockenheit.html

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26617271

Kommentar & Ergänzung:

Diese Studie ist eine Überraschung, weil Fenchel in der Phytotherapie bisher hauptsächlich zur Linderung von Verdauungsstörungen und als schleimlösendes Mittel bei Husten eingesetzt wird. Im Zusammenhang mit Scheidentrockenheit taucht Fenchel bisher nicht auf. Allerdings zeigen Inhaltsstoffe des Fenchels im Labor östrogene Eigenschaften und das dürfte auch der Hintergrund dieser Studie sein.

Die untersuchte Fenchelcreme ist bisher nicht im Handel erhältlich und leider ist aus dem Abstract nicht ersichtlich, welche Art von Fenchelzubereitung genau verwendet wurde. Eigentlich müsste Fenchelöl in einer Basiscreme passen, da die östrogenen Inhaltsstoffe Bestandteil dieses ätherischen Öls sind. Zu klären wäre dann allerdings die adäquate Konzentration. Bis auf der Basis dieser Studie ein Präparat mit belegter Wirksamkeit und geprüfter Verträglichkeit vorliegt, dürfte es also noch einige Forschungsanstrengungen brauchen.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Alternative Krebstherapie mit Amygdalin (bittere Aprikosenkerne / „Vitamin B17“): unwirksam und toxisch

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Bittere Aprikosenkerne enthalten einen verhältnismässig hohen Anteil an Amygdalin. Das cyanogene Glycosid Amygdalin spaltet während der Verdauung hochgiftige Blausäure ab.

Bittere Aprikosenkerne werden insbesondere zur alternativen Krebsbehandlung angepriesen, wobei dieser Einsatz in keiner Weise wissenschaftlich belegt ist und Amygdalin für die Krebstherapie als toxische Substanz ohne Effekte einzustufen ist.

Vom europäischen EFSA, vom deutschen Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte BfArM und von Tox Info Suisse wurden schon mehrere Warnhinweise veröffentlicht.

Nach Angaben von Tox Info Suisse wird Verbrauchern dringend empfohlen, wenn überhaupt maximal ein bis zwei bittere Aprikosenkerne täglich zu essen oder besser ganz darauf zu verzichten.

Produkte mit Amygdalin oder seinen Abkömmlingen (Mandelonitril oder Amygdalonitril, Laetrile) haben in der Schweiz keine Zulassung und werden als bedenklich eingestuft. Dennoch werden sie seit einiger Zeit wieder verstärkt als alternatives Heilmittel für die Krebstherapie und zur Tumorprophylaxe beworben und eingesetzt – auch unter der irreführenden Bezeichnung „Vitamin B17“.

Literatur:

– EFSA: Aprikosenkerne bergen Risiko einer Cyanidvergiftung, 27.04.2016

– Tox Info Suisse: Gefahr durch bittere Aprikosenkerne: die Menge macht‘s, 12.02.2015

– BfArM Bulletin zur Arzneimittelsicherheit, Ausgabe 3 – September 2014

Quelle:

http://www.pharmavista.net/content/default.aspx?http://www.pharmavista.net/content/NewsMaker.aspx?ID=5098&NMID=5144&LANGID=2

Kommentar & Ergänzung:

Dass Krebskranke nach alternativen Behandlungsmethoden suchen ist gut nachvollziehbar. Dass sie dabei anfällig sind für Täuschungen, zeigt sich allerdings nur allzu oft. Das Internet überquellt von unseriösen Angeboten zur Krebsheilung, von denen jede garantierten Erfolg verspricht. Skepsis ist angebracht. Wenn die Versprechungen nur zu einem allerkleinsten Teil wahr wären, hätten wir keine Probleme mehr mit Krebserkrankungen.

Bittere Aprikosenkerne sind seit Jahren ein Renner in der alternativen Krebsheilerszene, obwohl es keinerlei fundierte Hinweise auf eine Wirksamkeit gibt. Man kann nur immer wieder dazu auffordern, nicht alles zu glauben, sondern Behauptungen kritisch zu prüfen – Fact checking heisst das ja neuerdings….

Rolf Thesen schreibt in der Pharmazeutischen Zeitung:

„Nach derzeitigem Kenntnisstand fehlen klinische Belege für die Wirksamkeit von Amygdalin in der Krebstherapie. Angebliche positive Belege von In-vitro-Zellexperimenten oder Tiermodellen sind für einen Wirksamkeitsnachweis nicht ausreichend, ebensowenig wie eine Vielzahl von Berichten über Einzelfälle und Fallserien mit angeblichen therapeutischen Erfolgen. Nur kontrollierte klinische Studien könnten diesen Nachweis erbringen. Die fehlen aber. Zudem gibt es eine Vielzahl von Berichten über erfolglose Behandlungen mit Amygdalin. Auch der häufig beworbene Nutzen von Amygdalin zur Krebsprophylaxe, etwa durch das Kauen von Aprikosenkernen, konnte nicht belegt werden.“

(http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=54542)

Eine gute Übersicht zum Stand des Wissens bietet ein Text im „Bulletin zur Arzneimittelsicherheit“ des Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM):

http://www.bfarm.de/SharedDocs/Downloads/DE/Arzneimittel/Pharmakovigilanz/Bulletin/2014/3-2014.pdf?__blob=publicationFile&v=2

Siehe auch:

Krebsmittel Amygdalin / „Vitamin B17″ – oft propagiert, aber unwirksam

Unsinnige Krebstherapie mit bitteren Aprikosenkernen

 

Zitat des Tages von Eckart von Hirschhausen

Eckart von Hirschhausen zur Frage: Sind Wunderheiler Scharlatane?

 

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Coffein und Thein – unterschiedlich oder dasselbe?

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Letzte Woche wurde ich an einem Seminar wieder einmal gefragt, was der Unterschied sei zwischen dem Thein im Schwarztee & Grüntee, und dem Coffein im Kaffee.

Coffein und Thein sind nur zwei verschiedene Bezeichnungen für die gleiche Substanz. Heute spricht man meistens auch bei Grüntee und Schwarztee von Coffein.

Die Substanz Coffein verhält sich allerdings anders im Tee und im Kaffee.

Im Kaffee ist Coffein an einen Chlorogensäure-Kalium-Komplex gebunden, wird nach dem Kontakt mit der Magensäure unmittelbar freigesetzt und wirkt daher rasch.

Im Schwarztee und Grüntee hingegen ist das Coffein an Polyphenole gebunden und wird erst im Darm freigesetzt, wodurch die Wirkung später eintritt und länger anhält.

Lässt man Schwarztee oder Grüntee nur kurz ziehen – zum Beispiel 2 Minuten – lösen sich nur geringe Mengen an Polyphenolen. Damit bleibt mehr Coffein ungebunden und bewirkt den anregenden Effekt.

Lässt man Schwarztee oder Grüntee länger ziehen – etwa 10 Minuten – lösen sich mehr Polyphenole. Coffein wird dadurch stärker gebunden und die anregende Wirkung wird abgeschwächt. Der Tee wird dadurch geschmacklich bitterer und seine Wirksamkeit gegen Durchfall und äusserlich gegen Hautentzündungen steigt.

Beim Kaffee hängt der Coffeingehalt entscheidend von der Zubereitungsart ab.

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Oeko-Test beurteilt Hustensäfte für Kinder

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Die Zeitschrift „Oeko-Test“ hat Hustensäfte für Kinder beurteilt. Dabei kamen auch Heilpflanzen-Präparate zu guten Bewertungen.

Bei den Schleimlösern (Expektorantien) schnitten unter den Thymian-Präparaten Aspecton Hustensaft und Abtei Bronchial Sirup mit „gut“ ab. Thymiverlan, Tussamag zuckerfrei und Bronchicum Elixier (Thymian/ Primel) bekamen wegen des Alkoholgehalts nur ein „ausreichend“. Mit „mangelhaft“ wurde Eucabal Hustensaft (Thymian / Spitzwegerich) bewertet.

Überzeugt haben auch die Efeu-Säfte Prospan, Hedelix, Bronchostad und Sinuc , sowie die ätherischen Öle in Gelomyrtol forte und Soledum Kapseln.

Untersucht wurden auch Hustenstiller (Antitussiva). Ein „sehr gut“ vergaben die Experten für Schoenenberger Heilpflanzensaft Spitzwegerich Bio.

Quelle:

http://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/panorama/nachricht-detail-panorama/oeko-test-punkte-abzug-fuer-alkohol-und-konservierungsmittel-in-hustensaeften-kinder/?tx_ttnews%5BsViewPointer%5D=1&cHash=f01ad2b9823c1f5225db568a9a9775cb

 

Kommentar & Ergänzung:

Punktabzug gab es für Alkoholgehalt und für den Zusatz von Konservierungsmitteln wie Propylparaben und Benzoesäure. Den beiden Konservierungsstoffe Propylparaben und Benzoesäure  werden schädliche Wirkungen zugeschrieben: Paraben soll hormonell wirksam und reproduktionstoxisch sein, Benzoesäure könne im Extremfall Gehirnschäden bewirken.

Nicht ersichtlich wird aus dem Bericht, wie die Wirksamkeit der Präparate beurteilt wurde.

Festzuhalten ist noch, dass die Beurteilung dieser Heilpflanzen-Präparate nicht auf andere Produkte mit den selben Bestandteilen übertragen werden kann. Thymian-Präparate zum Beispiel gibt es eine ganze Reihe und sie sich nur sehr eingeschränkt vergleichbar.

Die Präparate sind nur zum Teil in der Schweiz im Handel, zum Beispiel Prospan (Efeuextrakt) und Gelomyrtol (Gemisch aus ätherischen Ölen, vor allem Eukalyptusöl).

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Stollen, Glühwein, Zimtsterne: Schadet Zimt der Gesundheit?

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Das fragt Spiegel online reichlich spät am 24. Dezember. Jetzt sind sie doch zum grossen Teil schon gegessen, die Zimtsterne……

Aber tatsächlich: Warnungen, zu große Mengen an Zimt seien gefährlich, hört man immer wieder. Schauen wir uns mal genauer an, was es mit diesen Warnungen auf sich hat.

Als Lebensmittelkontrolleure 2006 zimthaltiges Gebäck untersuchten, schlugen sie Alarm, weil die Hersteller von Zimtsternen sich nicht einmal ansatzweise an die damaligen Cumarin-Höchstwerte hielten.

Kurz darauf warnte das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) Verbraucher vor einer zu hohen Belastung mit Cumarin, wenn sie viel Zimt zu sich nehmen. Die Verunsicherung aufgrund dieser Warnung hält zum Teil bis heute an, obwohl unklar ist, ob das Cumarin aus Weihnachtsgebäck der Allgemeinbevölkerung real schadet.

Nach dem Bericht auf Spiegel online wurde der Zusammenhang nämlich entdeckt „bei Patienten, die täglich cumarinhaltige Medikamente einnahmen, um ihre Blutgerinnung zu hemmen. Ärzte beobachteten bei sechs bis acht von hundert Patienten Anzeichen für Leberschäden. In seltenen Fällen versagte die Leber ganz.“

Diese Aussage ist meines Erachtens fragwürdig, weil hier zwei Stoffklassen durcheinander gebracht werden. Bei den blutgerinnungshemmenden Medikamenten (z. B. Phenprocoumon, Präp: Marcoumar / Marcumar) handelt es sich um dimere Cumarine, während im Zimt einfache Cumarine vorliegen (ohne blutgerinnungshemmende Wirkung).

Cumarin wurde erstmals 1922 aus Tonkabohnen isoliert und jahrzehntelang als Aromatikum mit Vanillin-ähnlichem Geschmack in der Lebensmittelindustrie eingesetzt. In den 1950er-Jahren wurde dieser Verwendungszweck zuerst in den USA und dann in vielen anderen Ländern wegen des Verdachts auf krebsfördernde und leberschädigende Wirkungen verboten, weil die Verabreichung von Cumarin in grossen Dosen an Ratten und Hunde solche Effekte zeigte. Heute weiss man allerdings, dass die Verstoffwechselung von Cumarin beim Menschen anders verläuft und Cumarin in der Regel sehr rasch wieder ausgeschieden wird.

Spiegel online macht noch einen zweiten fragwürdigen Versuch, das Phänomen genauer zu fassen:

„Wie genau Cumarin das Organ schädigt, ist allerdings unklar. Eine kleine Studie mit 114 Patienten aus dem Jahr 2003 legt nahe, dass wohl vor allem Menschen mit Vorerkrankungen der Leber empfindlich reagieren. Setzten die Patienten die Medikamente wieder ab, bildeten sich die Schäden in der Regel zurück.“

In dieser Studie wurde ein Arzneimitttel zur Linderung von Venenbeschwerden hinsichtlich seiner Sicherheit untersucht, das Cumarin und Troxerutin enthielt. Die Testpersonen bekommen über 16 Wochen 30 mg Cumarin und 180 mg Troxerutin pro Tag. Im Gegensatz zur Darstellung auf Spiegel online traten weder Leberschäden noch andere ernsthafte Arzneimittelnebenwirkungen auf.

Siehe: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12776809

Spiegel online fährt fort:

„Dagegen gibt es keinerlei Berichte, dass vorweihnachtliche Zimtsternorgien Leberschäden auslösen. Das allein ist natürlich kein Freifahrtschein für hemmungslosen Zimtgenuss. Erhält jemand ein cumarinhaltiges Medikament, überwacht der Arzt die Blutwerte und erkennt bedenkliche Reaktionen schnell. Bei Weihnachtsmarkt-Fans passiert dies nicht.“

Hier kommt sie noch einmal, diese Vermischung mit den blutgerinnungshemmenden dimeren Cumarinen vom Typ Phenprocoumon.

Dennoch kann Spiegel online „gute Nachrichten für Zimtliebhaber“ verkünden:

„2014 fand das Chemische Landes- und Staatliche Veterinäruntersuchungsamt unter 24 Gebäckproben keine Überschreitungen mehr.“

Das liege zum einen daran, dass 2011 der Cumarin-Grenzwert in Gebäck angehoben wurde:

„In den Achtzigern hatten Experten ihn an der Nachweisgrenze, also möglichst gering, festgelegt. Damals deuteten Tierversuche darauf hin, dass Cumarin schon in winzigen Mengen krebserregend sein könnte. Das hat sich für Menschen glücklicherweise nicht bestätigt.“ (aus den Fünfzigern stammen die Tierversuche mit hohen Dosen…..M.K.).

Ein anderer Grund für die positive Entwicklung sei, dass die Lebensmittelhersteller nach der Diskussion von 2006 offenbar den Cumarin-Gehalt in ihren Produkten gesenkt haben.

Und was heisst das nun für die Gegenwart:

Das BfR hat Cumarin in Zimt 2012 neu bewertet. Bei Erwachsenen hält die Behörde nun 24 kleine Zimtsterne (120 Gramm) pro Tag bei einem 60 Kilo schweren Erwachsenen für vertretbar, zumindest, wenn er ansonsten keinen Zimt verzehrt. Im Jahr 2006 waren es nur acht (ungefähr 40 Gramm).

Und diese Menge Zimtsterne könnte man theoretisch das ganze Jahr über jeden Tag verspeisen, ohne Gesundheitsschäden durch Cumarin befürchten zu müssen.

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (Efsa) liess zudem verlauten, dass man über einen Zeitraum von ein bis zwei Wochen die dreifache Menge Cumarin aufnehmen darf, ohne dass Gesundheitsschäden drohen. Damit dürfen auch Spitzenzeiten im Advent abgedeckt sein.

Bei kleinen Kindern hält das BfR maximal sechs kleine Zimtsterne (30 Gramm) oder 100 Gramm Lebkuchen pro Tag für garantiert unbedenklich. Auch in diesem Fall lag der Grenzwert 2006 noch tiefer, nämlich bei vier kleinen Zimtsternen (20 Gramm) oder 30 Gramm Lebkuchen.

Aber so ganz entwarnen wollen die Behörden dann doch nicht, insbesondere bei Langzeiteinnahme. Spiegel online formuliert das so:

„Wer jeden Morgen Zimt übers Müsli streut oder regelmäßig Milchreis unter einer dicken Zucker-Zimt-Haube isst, erreicht allerdings schnell die empfohlene Höchstmenge: Nicht mehr als ein kleiner, abgestrichener Teelöffel Zimt am Tag (2 Gramm) sollte ein 60 Kilogramm wiegender Erwachsener täglich konsumieren. Bei Kleinkindern sollte nach einem halben Gramm Schluss sein.“

Ganz am Schluss des Artikels und nach vielem hin und her kommt dann doch noch der erlösende Hinweis, dass es auf die Zimtsorte ankommt:

„Für den eigenen Haushalt gibt einen einfachen Trick. Während bei fertig gebackenen Lebensmitteln meist nicht deklariert wird, welche Zimtsorte verwendet wurde, kann man zu Hause auswählen: Cassia-Zimt enthält durchschnittlich 3000 Milligramm Cumarin pro Kilogramm, das entspricht 0,3 Prozent. Auf ihn beziehen sich auch die Richtwerte des BfR.

In Ceylon-Zimt kommt Cumarin dagegen nur in Spuren vor: Ungefähr acht Milligramm pro Kilogramm sind enthalten, das entspricht 0,0008 Prozent.“

Wer selbst gern mit Zimt koche oder backe, sei mit dem cumarinarmen Ceylon-Zimt auf der sicheren Seite.

Quelle:

http://www.spiegel.de/gesundheit/ernaehrung/zimt-ist-zu-viel-cumarin-gefaehrlich-mythos-oder-medizin-a-1126831.html

 

Kommentar & Ergänzung:

Keine Frage: Auch Pflanzen können schädliche Stoffe enthalten und es ist richtig, dass Behörden darauf ein wachsames Auge werfen.

Manchmal sieht es allerdings schon eigenartig aus, wenn jedes noch so theoretische Risiko ausgeschlossen werden soll, jahrelang darüber diskutiert wird und am Schluss dann Grenzwerte festgelegt werden, die in der Praxis sowieso kein vernünftiger Mensch überschreitet.

Hingegen ist der Hinweis durchaus nützlich, dass man falls möglich den cumarinarmen Ceylon-Zimt dem billigeren, aber cumarinreicheren Cassia-Zimt vorziehen soll.

In der Phytotherapie wird Zimt als verdauungsförderndes Gewürz empfohlen (Ceylon-Zimt) und kontrovers als unterstützendes Mittel bei Diabetes diskutiert. Bisher konnte ein ausreichender Wirksamkeitsnachweis in Studien zum Anwendungsbereich Diabetes nicht erbracht werden.

Siehe auch:

Zimt zur Senkung des Blutzuckers bei Diabetes

Zimt bei Diabetes: Zum aktuellen Stand des Wissens

Für Zimtsterne Ceylon-Zimt statt Cassia-Zimt verwenden

Zimt & Cumarin: Ceylon-Zimt unproblematischer als Cassia-Zimt

Cumaringehalt von Zimt schwankt stark

Pflanzenheilkunde: Zimt gegen Diabetes kontrovers beurteilt

Phytotherapie: Zimt regt den Magen an

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Bäder und Wickel als Hausmittel bei Bronchitis

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Ein Apotheken-Portal empfiehlt Bäder und Wickel als Hausmittel bei Bronchitis. Schauen wir uns die Empfehlungen mal genauer an.

Im Text wird einleitend darauf hingewiesen, dass Bäder und Wickel seit Jahrhunderten als wirksame Hausmittel gegen Bronchitis eingesetzt werden.

Die Wärme wirke entspannend auf die Bronchien und die beigesetzten Öle oder Substanzen könnten dabei helfen, den Schleim in den Bronchien zu lösen.

Konkret werden folgende Anwendungen empfohlen:

„Ansteigendes Fußbad mit Thymian und Schachtelhalm: Kochen Sie jeweils einen Liter Thymian- und Schachtelhalmtee, indem Sie je acht Teelöffel der beiden Kräuter mit einen Liter kochendem Wasser übergießen und zehn Minuten ziehen lassen. Diese beiden Tees schütten Sie mit etwas kaltem Wasser in eine Fußbadewanne, bis das Gemisch eine Temperatur von 33 Grad hat. Nachdem Sie die Füße in die Wanne gestellt haben, gießen Sie allmählich heißes Wasser hinzu, bis eine Temperatur von 42 Grad erreicht ist.“

Das „ansteigende Fussbad“ ist eine Wasseranwendung nach Kneipp. Über eine Wirksamkeit des „ansteigenden Fussbads“ bei Bronchitis gibt es meines Wissens keine gesicherten Belege. Zu den empfohlenen Zusätzen kann ich aber zumindestens etwas sagen:

Thymian enthält ätherisches Thymianöl, das grundsätzlich über die Haut aufgenommen werden kann und bei einem Fussbad auch inhalativ aufnehmbar ist.

Acht Teelöffel Thymiankraut werden aber wohl zuwenig Thymianöl freisetzen, um eine schleimlösende Wirkung in den Bronchien zu erzielen. Ein paar Tropfen reines Thymianöl emulgiert in Kaffeerahm (Sahne) oder Vollmilch wären mit Sicherheit effektiver.

Schachtelhalm als Zusatz überzeugt mich gar nicht. Er enthält weder passende Wirkstoffe, die über die Haut aufgenommen werden, noch flüchtiges ätherisches Öl, das inhalativ wirken könnte.

„Bienenwachswickel (aus der Apotheke): Erwärmen Sie das Wachstuch auf Körpertemperatur und legen Sie den warmen Wickel direkt auf die Brust. Den Wickel können Sie mit einem Unterhemd oder einem Wickeltuch fixieren und eine bis drei Stunden auf der Brust belassen.“

Der Bienenwachswickel ist eine reine Wärmeanwendung.

„Vollbad mit Teebaumöl: Lösen Sie fünf Tropfen Teebaumöl und fünf Tropfen Kamilleöl in einem Teelöffel 50-prozentigen Alkohol und geben Sie diese Mischung ins Badewasser.“

Ätherische Öle in einem Vollbad kommen vor allem inhalativ zur Wirkung. Kamillenöl wirkt entzündungswidrig und Teebaumöl antimikrobiell. Ob sie bei der Anwendung in einem Vollbad in den Bronchien eine genügend hohe Konzentration erreichen, um dort Wirksamkeit zu entfalten, bleibt aber offen. Ich würde statt Teebaumöl Eukalyptusöl oder Thymianöl vorziehen. Sie besitzen beide neben der antimikrobiellen Wirkung noch schleimlösende Eigenschaften und sind an diesem Punkt dem Teebaumöl überlegen.

Interessant ist die Empfehlung, die ätherischen Öle mit 50-prozentigem Alkohol zu mischen. Ich weiss nicht, wie gut das funktioniert. Meistens wird empfohlen, die ätherischen Öle vor der Zugabe ins Badewasser mit Kaffeerahm (Sahne) oder Vollmilch zu emulgieren.

Quelle der Zitate:

http://www.apotheke-adhoc.de/branchennews/alle-branchennews/branchennews-detail/blogads-welche-hausmittel-helfen-gegen-bronchitis/

 

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Erkältung: Welche Therapien wirklich helfen

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Das Angebot an konventionellen und alternativen Präparaten zur Behandlung von Erkältungskrankheiten ist sehr gross. Die Studien zur Wirksamkeit sind aber oft nicht sehr überzeugend.

Erwachsene machen pro Jahr zwei bis vier Erkältungsepisoden durch, Kinder sogar sechs bis acht. Entsprechend umfangreich ist der Umsatz an Präparaten, mit denen Ärzte oder die Patienten selbst versuchen, den Verlauf der meist viralen Infektionen abzuschwächen und zu verkürzen. Von welchen Behandlungen nach derzeitigem Wissensstand wirklich Hilfe zu erwarten ist und von welchen eher nicht, das haben Miriam Croessmann vom Sana Klinikum Offenbach und Professor Markus Rose von der Universität Frankfurt / Main in der Fachzeitschrift „Pneumologe“ zusammengefasst (Pneumologe 2016: 13: 262–273). Dabei steht die Anwendung bei Kindern im Zentrum.

Die „Ärzte Zeitung“ hat den Text zusammengefasst.

Ich greife nachfolgend die pflanzlichen Präparate als Zitate heraus und kommentiere sie stellenweise.

Zu den schleimlösenden Mitteln (Sekretolytika / Mukolytika) steht da:

„Sie sollen bei erkältungsbedingter Bronchitis den Schleim verflüssigen und das Abhusten erleichtern. Unter Acetylcystein kann ein erhöhtes Volumen von verflüssigtem Bronchialsekret auftreten, das unter anderem von jungen Kindern schlecht abgehustet werden kann. Von Efeupräparaten ist dies nicht zu befürchten. Sekretolytika / Mukolytika sollten vor allem bei Säuglingen und Kleinkindern eine strenge Indikationsstellung erfahren.“

Hier werden also das synthetische Acetylcystein und die pflanzlichen Efeupräparate erwähnt. Zur Wirksamkeit wird nichts gesagt, aber die Efeupräparate sind an einem Punkt verträglicher. Das am besten dokumentierte Efeupräparat ist Prospan® (zugelassen für Kinder ab zwei Jahren). Das beste Mukolytikum sei eine gute Befeuchtung der Atemwege und reichlich trinken, heisst es in dem Beitrag.

Dann geht es noch um ätherische Öle als Einreibemittel:

„ Vapor rub mit den Wirkkomponenten Kampfer, Menthol, Eukalytpusöl hat bei Kindern keine Wirkung auf Husten oder Schnupfen, aber Kind und Eltern schlafen besser. Eltern müssen aufgeklärt werden, dass Einreibemittel und Tropfen auf Basis ätherischer Öle zu Atemwegsreizungen bis zum Bronchospasmus führen können.“

Gemeint ist hier wohl „Wick Vaporub“ (D) bzw. „Vicks vaporub“ (CH). Menthol ist der Hauptbestandteil von Pfefferminzöl. Es löst auf der Haut und an der Nasenschleimhaut ein Kältegefühl aus, das nicht physikalisch durch tiefe Temperatur, sondern durch Bindung an einen Kälterezeptor ausgelöst wird. In der Nase wird dadurch der Luftstrom intensiver wahrgenommen, wodurch eine subjektive Empfindung des Besser-durchatmen-könnens entsteht. Sie lässt sich nicht objektivieren, das heisst, man kann nicht durch Messung nachweisen, dass mehr Luft durch die Nase geht. Aber immerhin wirkt das erleichternd auf die Beschwerden der verstopften Nase, so dass nachvollziehbar ist, dass erkältete Kinder besser schlafen. Dass auch die Eltern besser schlafen, ist wohl ein erwünschter Nebeneffekt.

Ich würde allerdings bei Säuglingen und Kleinkindern als Einreibemittel nur mentholfreie Produkte verwenden. Als Regel gilt zudem, dass bei Säuglingen und Kleinkindern ätherische Öle nicht konzentriert in der Nähe der Atemöffnungen eingesetzt werden sollten.

Interessanterweise ist die Wirksamkeit von Honig gegen Hustenreiz recht gut belegt:

„Honig: Bei Kindern im Alter über einem Jahr kann ein Löffel Honig am Abend Husten und Nachtschlaf günstig beeinflussen.“

Siehe:

Erkältungen: Honig hilft gegen Husten

Hausmittel: Heisse Milch mit Honig gegen Husten

Erkältungsmittel: Hustenstiller und Schleimlöser

Honig lindert Erkältungen bei Kleinkindern

 

Und dann kommt Knoblauch:

„Knoblauch: Laut einer Cochrane-Analyse können Knoblauchtabletten möglicherweise Erkältungen vorbeugen, haben aber keinen Einfluss auf die Dauer von Erkältungen.“

Diese Cochrane-Analyse ist sehr interessant. Sie basiert aber auf nur einer Studie.

Siehe:

Schützt Knoblauch vor Erkältungen?

 

Für Kinder dürfte Knoblauch zur Prophylaxe von Erkältungen geruchlich allerdings wohl etwas schwierig sein.

Dann der Klassiker der pflanzlichen Immunstimulantien: Echinacea / Sonnenhut:

„Echinacea: Es gibt keine überzeugenden Daten für den therapeutischen Einsatz von Echinacea bei Erkältungen, allenfalls für eine leichte prophylaktische Wirkung.“

Diese Einschätzung ist ziemlich ernüchternd. Sie beruht wohl auf dem Cochrane-Review von 2014:

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24554461

Meinem Eindruck nach gibt es schon Leute, die von einer Echinacea-Einnahme profitieren. Klar scheint mir aber auch, dass die Erwartungen, die von der Werbung geweckt werden, durch die Studienlage nicht gedeckt sind.

Und dann weiter zu „Umckaloabo“, der alten Zulu-Heilpflanze aus Südafrika:

„Umckaloabo: Der Extrakt aus Pelargonium sidoides soll immunstimulierend, hustenstillend und schleimlösend wirken. In RCTs ist die Wirksamkeit bei Erwachsenen mit Erkältung oder akuter Rhinosinusitis sowie bei Erwachsenen und Kindern mit akuter Bronchitis gezeigt worden. Die Qualität der Evidenz sei niedrig, so Croessmann und Rose.“

„Umckaloabo“ ist auch als „Kapland-Pelargonie“ im Handel. Die relevanten Studien wurden alle mit dem Extrakt bzw. Präparat „Umckaloabo®“ durchgeführt (in der Schweiz nach ärztlicher Verordnung kassenpflichtig als Kaloabo®). Die Ergebnisse können nicht auf andere Produkte mit Kapland-Pelargonie übertragen werden, die zum Beispiel als Hausspezialitäten in Apotheken und Drogerien angeboten werden.

Bei Kindern seien günstige Effekte auf nasale Symptome und auf den Verbrauch von Dekongestiva durch Meerwasser-Spülungen dokumentiert, heisst es im Beitrag weiter (Dekongestiva hier = Abschwellende Nasentropfen).

Ausserdem wird darauf hingewiesen, dass für Vitamin C keine eindeutigen therapeutischen Effekte bei Erkältungen belegt sind. Das konnte für die Normalbevölkerung schon durch eine ganze Reihe von Studien belegt werden. Eine Ausnahme scheinen Sportler darzustellen, bei Ihnen kann die vorbeugende Einnahme die Erkältungshäufigkeit auf rund die Hälfte reduzieren. Siehe dazu auf „Medizin transparent“:

Vitamin C beinahe nutzlos gegen Erkältungen

Zum Nutzen der Luftbefeuchtung seien die Studienergebnisse widersprüchlich, wird im Artikel vermerkt.

Die Originalpublikation in der Zeitschrift „Der Pulmologe“ fasst als Ergebnis für Kinder zusammen:

„Bei Kindern gibt es für häufig als Erkältungsmittel angewandte Substanzen wie Hustensäfte oder Echinaceapräparate keine konsistente Datenlage. Potenziell nützlich sind ätherische Einreibungen (Vapor rub, cave: Reizungen), Zink, Pelargonium sidoides und Honig.“

Quellen

http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/infektionskrankheiten/erkaeltungskrankheiten/article/922746/erkaeltung-helfen-diese-20-therapien-wirklich.html

Der Pneumologe, Juli 2016, Volume 13, Issue 4, pp 262–273

http://link.springer.com/article/10.1007/s10405-016-0052-3

 

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe

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Kräuterwanderungen in den Bergen / Kräuterkurse

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Aloe vera als Wundheilmittel

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In der Zeitschrift für Phytotherapie (2/2016) befasst sich Prof. Karin Kraft mit dem Thema „Phytotherapie in der Wundbehandlung“. Dabei geht es in einem Kapitel um Aloe-Gel als Wundheilmittel. Die Autorin Karin Kraft ist Professorin am Lehrstuhl für Naturheilkunde der Universität Rostock und eine ausgezeichnete Kennerin der Phytotherapie.

Nachfolgend eine Zusammenfassung dieses Abschnitts:

Aloe-Gel wird aus den Parenchymzellen der frischen oder lyophilisierten Blätter von Aloe barbadensis (Aloe vera, Aloe vulgaris) nach dem Entfernen der grünen Anteile gewonnen. Seine Hauptinhaltsstoffe sind Mucopolysaccharide, Enzyme, Anthranoide, Lignin, Saponine, Salizylsäure und Mineralstoffe.

Aloe-Gel beziehungsweise seine Inhaltsstoffe wirken in verschiedenen Untersuchungsmodellen bakterienhemmend, antioxidativ, schmerzstillend und entzündungshemmend. Das Gel stimuliert auch das Wachstum von basalen Keratinozyten im Reagenzglas. Hinweise auf eine lokale oder systemische Toxizität wurden bisher nicht gefunden

In Tierversuchen mit Mäusen zeigte eine Aloe-Behandlung wundheilende Effekte. Solche Experimente lassen sich aber nicht einfach so auf menschliche Wunden übertragen.

Der Wirksamkeitsnachweis von Aloezubereitungen durch Studien an Wunden bei Menschen ist noch nicht befriedigend gelungen.

Die Cochrane Collaboration fasste im Jahr 2012 in einem Review die Ergebnisse von 7 randomisierten und kontrollierten Therapiestudien mit Aloe-vera-Zubereitungen bei akuten und chronischen Wunden zusammen. Die Studien hatten eine sehr geringe Qualität. Eine randomisierte Studie bei Brustkrebspatientinnen mit Hautschäden nach Bestrahlung kam zum Schluss, dass nur neutraler Puder, nicht jedoch Aloe-Creme oder Basis-Creme wirksam waren.

Patienten mit Druckulcera, diabetischen oder venösen Ulcera wurden in einer randomisierten, doppelblinden Studie während 30 Tagen entweder mit einer Aloe vera/Olivenöl- oder mit einer Phenytoin-haltigen Creme behandelt. Dabei wirkte die Aloe vera/Olivenöl-Creme signifikant besser wundheilungsfördernd und analgetisch.

Die Autorin Prof. Karin Kraft zieht den Schluss: „Aloe-Spezies haben damit zwar ein Potenzial bei der Indikation ‚Unterstützung der Wundheilung’, weitere klinische Studien mit exakt definierten Zubereitungen sind jedoch erforderlich.“

Quelle: Zeitschrift für Phytotherapie Nr. 2 / 2016

https://www.thieme-connect.de/products/ejournals/html/10.1055/s-0042-105039#R10-1055-s-0042-105039-31 (Zugang nur für Abonnenten)

Kommentar & Ergänzung:

Mit Aloe vera gibt es einen völlig absurden Hype. Irgendwelche Beschwerden zu finden, gegen die Aloe vera nicht helfen soll, dürfte schwer fallen. Das ist typische Indikationslyrik.

Inzwischen gibt zudem schon Putz- und Waschmittel mit Aloe vera – oder Stumpfhosen für schöne Beine….

Das ist reines Marketing. Ein Produkt, auf dem steht: „Mit Aloe vera“, verkauft sich einfach besser. Ob Aloe vera darin überhaupt eine Wirksamkeit entfalten kann und in der nötigen Konzentration vorhanden ist, spielt keine Rolle.

Im Bereich der Wundheilung scheint Aloe vera jedoch tatsächlich eine günstige Wirkung zu haben, auch wenn die Belege aus Studien dazu noch mager sind.

Bei kleinen Verbrennungen und bei Sonnenbrand wird Aloe vera frisch aufgelegt oder als Gel eingesetzt – und viele Anwender machen damit gute Erfahrungen. Eine kühlende und entzündungswidrige Wirkung ist jedenfalls plausibel.

Bei schlecht heilenden Wunden wie beim Ulcus venosum (venöses Unterschenkelgeschwür) könnte auch der Gel aus den Blättern über eine Feuchthaltung der Wunde günstig wirken und die Granulation fördern.

Bei den Aloe-Gelen aus dem Handel gibt es grosse Qualitätsunterschiede. Sie sind nicht als Arzneimittel, sondern als Kosmetika im Markt. Dadurch müssen die Hersteller keine Wirksamkeit belegen, was die Motivation der Hersteller für die Finanzierung grosser Studien sehr reduziert.

Ursprünglich wurde Aloe vera in der Heilkunde vor allem als starkes Abführmittel eingesetzt. Dazu verwendet man den Zellsaft, der nach dem Abschneiden der Blätter austritt. Durch Eindampfen an der Sonne oder im Vakuum entsteht eine braune bis schwärzliche Substanz, die als Hauptwirkstoff das Anthranoid Aloin enthält. Die therapeutische Bedeutung von Aloe vera als Abführmittel ist stark zurückgegangen, da es deutlich verträglichere Wirkstoffe gibt.

 

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Lavendelöl-Präparat (Lasea®) bei Ängstlichkeit und Unruhe – jetzt auch in der Schweiz zugelassen

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Lasea® ist ein Phytopharmakon auf der Grundlage von Lavendelöl, welches bei Ängstlichkeit und Unruhe zur Behandlung von Erwachsenen angewendet wird.

Lasea® ist schon seit mehreren Jahren in Deutschland als Arzneimittel auf dem Markt und nun auch in der Schweiz zugelassen.

Angstlösende und beruhigende Eigenschaften konnten für das Lavendelöl-Präparat in zwei placebokontrollierten Studien nachgewiesen werden: Patienten, die Lasea® eingenommen hatten, erzielten im Vergleich zur Placebogruppe bessere Resultate in der Hamilton Anxiety Scale (HAMA) bezüglich Ängstlichkeit und Unruhe.

Lasea® löst keine Sedierung aus, ist gut verträglich und frei von Missbrauchspotential.

Literatur:

– Fachinformation Lasea®

– Deutsche Apotheker Zeitung, 2/2010

Quelle:

http://www.pharmavista.net/content/default.aspx?http://www.pharmavista.net/content/NewsMaker.aspx?ID=5416&NMID=5417&LANGID=2

 

Kommentar & Ergänzung:

Bei leichten generalisierten Angststörungen ist Lasea® eine gute Option. Hilft vielleicht nicht in jedem Fall, ist aber viel sicherer als Tranquillizer, die bei den Indikationen Ängstlichkeit und Unruhe zu häufig verschrieben werden und oft zu Abhängigkeit führen.

Siehe auch:

Studie bestätigt Wirksamkeit von Lavendelöl-Kapseln Lasea® bei Angststörungen

BfArM wehrt sich gegen Kritik an der Zulassung des Lavendelöl-Präparats Lasea®

Arznei-Telegramm kritisiert Lavendelöl-Präparat Lasea®

Lavendelöl-Kapseln gegen Angst und Depressionen

Lavendelöl-Präparat bei Angststörungen

Lavendelöl: Keine Interaktionen mir der „Pille“

 

Lavendelöl-Kapseln reduzieren Angst bei Depressionen (Fallstudie)

Studie: Lavendelöl lindert Angststörungen

Lavendelöl reduziert Angst und bessert den Schlaf

Phytotherapie: Lavendelöl als Angstlöser

 

 

 

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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