Beiträge

Kräuterwanderungen – Häufige Fragen und Antworten (FAQ)

Diesen Artikel teilen:
FacebookTwitterGoogle+ Share

Hier finden Sie Antworten auf Fragen, die zu meinen Kräuterwanderungen oft gestellt werden. also die sogenannten „Frequently Asked Questions“ (FAQ):

Werden die Kräuterwanderungen bei jedem Wetter durchgeführt?

Ja. Ich behalte mir aber vor, die Route der Witterung anzupassen, insbesondere wenn die Sicherheit es erfordert. Nehmen Sie daher wetterfeste Kleidung mit.

Es wäre organisatorisch kaum möglich, kurzfristig eine solche Veranstaltung abzusagen und längerfristig sind die Prognosen zu ungenau.

Darüber hinaus bin ich auch der Meinung, dass das Wetter zur Natur gehört. Uns heutigen Menschen ist die Auseinandersetzung mit dem Wetter grossenteils abhanden gekommen. Ich selber bin natürlich gerne bei schönem Wetter unterwegs. Die Stimmungen in der Natur sind bei wechselhaftem Wetter aber oft eindrücklicher. Zudem kommt es nur selten vor, dass ein Tag durchgängig nass ist und oft ist das Wetter vor Ort besser, als es vom Wetterbericht her zu erwarten war. Nur weil die Wetterprognose ein Wölkchen zeigt, muss der Tag noch nicht schlecht werden – so ist jedenfalls meine Erfahrung.

Wie fit muss ich körperlich sein?

Das ist unterschiedlich bei den verschiedenen Touren. Klar ist, das wir in der Regel den ganzen Tag wandernd unterwegs sind, allerdings mit Unterbrüchen, weil wir ja immer wieder Pflanzen anschauen.

Es gibt flachere Touren und solche mit Auf- und/oder Abstiegen. Wenn Ihnen das aus der Kursbeschreibung zu wenig klar wird und sie unsicher sind, ob Sie der Tour körperlich gewachsen sind, dann rufen Sie mich am besten vor der Anmeldung an. Am Telefon lassen sich diese Fragen am besten klären (052 202 20 29).

Als grobe Richtlinie könnte man noch sagen: Wenn in der Kursausschreibung „Wanderfähigkeit“ vorausgesetzt wird, sollten Sie in der Lage sein, eine Strecke etwa in derjenigen Zeit zu wandern, die auf den gelben Wanderwegweisern angegeben ist. Wenn in der Kursausschreibung „Bergwanderfähigkeit“ vorausgesetzt wird, sollten Sie in der Lage sein, eine Strecke etwa in der Zeit zu wandern, die auf den weiss-rot-weiss markierten Wanderwegweisern angegeben ist. Bergwanderfähigkeit setzt zudem eine normale Trittsicherheit voraus,

Braucht es botanische oder phytotherapeutische Vorkenntnisse?

Nein, botanische oder phytotherapeutische Vorkenntnisse sind nicht nötig, aber auch kein Hindernis.

Sammeln wir auch Pflanzen auf den Kräuterwanderungen?

Nein, wir sammeln keine Pflanzen. Ich halte es für unsinnig, mit einer ganzen Gruppe Heilkräuter zu sammeln. Dadurch wird an einem Ort oft viel zu viel gepflückt, was den Beständen schaden könnte. Sie können auf meinen Kräuterwanderungen Erkennungsmerkmale und Verwechslungsmöglichkeiten kennenlernen – und danach selber mit dem nötigen Respekt sammeln, was Sie brauchen können.

Was kann ich genau lernen auf den Kräuterwanderungen?

Im Zentrum der Kräuterwanderungen stehen natürlich die Heilpflanzen und da geht es in erster Linie um das genaue Wahrnehmen. Wir laufen ja oft ziemlich blind durch die Welt, auch wenn unsere Augen vollkommen intakt sind. Nicht selten sagen mir Teilnehmende nach dem Kurs, dass sie nun viel mehr Blumen sehen. Dann ist ein Ziel erreicht, denn die (wahrgenommene) Welt wird so bunter, lebendiger und reichhaltiger. Ich erzähle auf den Kräuterwanderungen aber auch gerne Geschichten zu den Heilpflanzen, über ihre Wirkungen, Erkennungsmerkmale, Lebensweisen und über ihre frühere Bedeutung im Volks- und Aberglauben.

Ich finde es allerdings nicht sehr sinnvoll, auf einer Kräuterwanderung nur Pflanzen zu beachten, die uns unmittelbaren Nutzen bringen, also als Heilpflanzen oder als Wildgemüse gebraucht werden können. Wir werden darum auch Pflanzen anschauen und kennenlernen, die „nur“ das Auge oder das Herz erfreuen. Und ich werde gerne vielleicht auch einmal etwas sagen, wenn ein interessanter Vogel zu hören ist oder ein schöner Schmetterling vorbeigaukelt. Wir versuchen also, neben den Heilkräutern auch die Natur als Ganzes wahrzunehmen und ich habe mir seit den ersten geleiteten Exkursionen im Jahr 1986 ein vielfältiges Wissen erwerben können.

Kann ich meinen Hund mitnehmen?

Nein, ich habe entschieden, keine Hunde mitlaufen zu lassen. Wir machen nicht einfach eine Wanderung. Es gibt dazwischen immer wieder Unterrichtssequenzen. Und im Unterricht – so meine Erfahrung – hat auch ein ganz netter Hund durchaus Störungspotential. Das ist nicht hundefeindlich gemeint.

Ab welchem Alter können Kinder mitkommen?

Meine Kurse richten sich von Stil und Inhalt her an Erwachsene. Kindern müsste man didaktisch etwas ganz anderes anbieten. Für Kinder sind meine Kräuterwanderungen daher ungeeignet. Gute Erfahrungen habe ich aber schon mit Jugendlichen gemacht, falls sie speziell an Biologie und Botanik interessiert sind. Fragen Sie mich im Zweifelsfall.

Gibt es Geschenkgutscheine?

Wir haben keine vorgedruckten Geschenkgutscheine, finden es aber eine gute Idee, Kräuterwanderungen zu verschenken an Leute, die an Pflanzen interessiert sind und sich gerne in der Natur bewegen. Ich würde allerdings empfehlen, ein solches Geschenk nicht „blind“ zu machen, sondern mit der beschenkten Person zusammen entscheiden, für welche Tour und welches Datum sie sich am meisten interessiert.

Es ist auch unumgänglich, dass die beschenkte Person vor der Anmeldung die Kursausschreibung gelesen, hat, damit sie die körperlichen Voraussetzungen kennt und einschätzen kann, ob die Tour für sie geeignet ist.

Bei der Anmeldung können Sie meiner Mitarbeiterin mitteilen, wem die Rechnung und wem die Kursinformationen zu schicken sind.

Habe ich Zeit zum Fotografieren auf den Kräuterwanderungen?

Grundsätzlich schon. Ich habe immer wieder Teilnehmende auf Kräuterwanderungen, die tolle Fotos machen (und sie mir manchmal für die Flickr-Fotoplattform zur Verfügung stellen). Sie müssen sich beim Fotografieren allerdings dem Tempo der Gruppe anpassen. Die Wanderungen sind in der Regel zeitlich so berechnet, dass wir zu einer bestimmten Zeit zum Beispiel an einer Busstation sein müssen. Wir können also nur sehr ausnahmsweise warten, bis die Sonne optimal steht……

Was heisst „hohe Wanderschuhe“?

Bei manchen Kräuterwanderungen steht unter „Mitnehmen“: Hohe Wanderschuhe.

Das bedeutet: Über den Knöchel reichend und mit Profilgummisohle.

Wenn ich schreibe „Mitnehmen: Hohe Wanderschuhe“, dann ist das nicht nur eine Empfehlung – dann meine ich das auch so – und behalte mir vor, Leute mit ungenügendem Schuhwerk nicht mitzunehmen. Das ist eine Sicherheits- und Haftungsfrage, die nicht verhandelbar ist. Steht nur „Wanderschuhe“, dann empfehle ich zwar ebenfalls hohe Wanderschuhe, doch können sie auch mit anderen wandertauglichen Schuhen teilnehmen.

Trifft man auf den verschiedenen Kräuterwanderungen unterschiedliche Pflanzen oder dieselben?

Es gibt Pflanzen, die kommen sehr weit verbreitet vor, und die trifft man daher fast auf jeder Kräuterwanderung. Dann gibt es aber immer auch Unterschiede zwischen den einzelnen Kräuterwanderungen. Das hängt vom Boden ab (trocken oder feucht, sauer oder basisch), von der Lage (schattig oder sonnig), von der Höhe über Meer (Flachland oder Alpenregion) und von der Jahreszeit (Frühling oder Sommer).

Wenn Sie möglichst verschiedene Pflanzen kennenlernen möchten, empfehle ich die Exkursionen zu variieren bezüglich Jahreszeit, Region und Höhenlage. Manchmal lassen sich auch aus der Ausschreibung Unterschiede herauslesen. Eine Exkursion im Auenwald im Flachland (zum Beispiel „Petite Camargue“) bietet andere Pflanzen als eine Exkursion an einem trockenen Südhang in höheren Lagen (z, B. Rigi).

Unterstreichen möchte ich aber, dass es beim Kennenlernen von Pflanzen auch wichtig ist, dieselbe Pflanze mehrfach anzuschauen. Wiederholung macht auch hier den Meister oder die Meisterin. Sie können mit mir also quasi Lehr-Gänge machen, wenn Sie über einen gewissen Zeitraum immer wieder einmal eine Kräuterwanderung mitmachen – und dabei Schritt für Schritt vertrauter werden mit der Pflanzenwelt und mit der Natur überhaupt.

Sind die Kräuterwanderungen EMR-anerkannt?

Keine Ausbildungsinstitution hat vom EMR eine schriftliche Anerkennung. Schon seit vielen Jahren reichen aber Naturheilpraktikerinnen und Naturheilpraktiker Teilnahmebescheinigungen meiner Weiterbildungskurse und Lehrgänge beim EMR ein. Dass dabei Schwierigkeiten aufgetreten wären, ist mir nicht bekannt. So gehe ich davon aus, dass das auch in Zukunft klappen sollte. Für einen Tag Kräuterwanderung können Sie mit der Bescheinigung von 6 mal 60 Minuten rechnen.

(Erklärung für „Uneingeweihte“: Das EMR = Erfahrungsmedizinische Register ist einer Firma, die Entscheidet, wer als Naturheilpraktiker / Naturheilpraktikerin über Zusatzversicherungen abrechnen darf. Dazu zählt das EMR eingerechte Ausbildungsstunden und Weiterbildungsstunden zusammen).

Gibt es eine maximale Zahl an Teilnehmenden?

Ja, pro Kräuterwanderung hat es maximal 16 Plätze.

 

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe

Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse

Kräuterwanderungen in den Bergen / Kräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital:

Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

 

 

 

 

 

 

 

Diesen Artikel teilen:

Walfang: Japan missachtet wiederum Moratorium

Diesen Artikel teilen:

Eine japanische Walfangflotte ist ungeachtet internationaler Proteste wieder ausgelaufen, um in der Antarktis Jagd auf Wale zu machen.
Die Nachrichtenagentur Kyodo berichtet, dass drei Schiffe im westjapanischen Shimonoseki abgelegt haben. Die Flotte will bis März knapp eintausend Zwergwale und 50 Finnwale erlegen. Der Walfang geschehe aus wissenschaftlichen Gründen.

Diese Begründung nutzt Japan als Schlupfloch, um das seit Jahren bestehende Moratorium für kommerziellen Walfang zu umgehen.

Dass das Walfleisch nach den „Untersuchungen“ verkauft und gegessen wird, stellt keinen Verstoß gegen das Moratorium dar.

Kritiker sehen darin jedoch nur einen Vorwand.

Zu der ausgelaufenen Walfängerflotte zählt auch ein Patroullienschiff, dass Störaktionen der Umweltorganisation „Sea Shepherd“ verhindern soll. In der vergangenen Walfang-Saison hatte Japan 103 Zwergwale getötet. Es war das kleinste Fangergebnis seit Beginn des so genannten wissenschaftlichen Walfangs. Als Gründe für die geringe Beute gaben die Walfänger schlechtes Wetter und Störungen durch die „Sea Shepherd“ an.

Quelle:

http://www.dradiowissen.de/nachrichten.58.de.html?drn:news_id=296698

Kommentar & Ergänzung:

Gäbe es einen Preis für die dümmste Ausrede, wäre Japan mit seinem „Walfang aus wissenschaftlichen Gründen“ ein valabler Kandidat.

Diese seit Jahren aufgetischte faule Ausrede ist eine Beleidigung der Weltöffentlichkeit.

Ich würde es jedenfalls vorziehen, wenn Japan offen sagen würde: Wir halten uns nicht an dieses Moratorium.

Gut – aber möglicherweise gibt es da kulturelle Unterschiede zwischen Europa und Asien und die Japaner glauben vielleicht, mit einer solchen Begründung könnten sie einem Konflikt aus dem Weg gehen und die Harmonie in den internationalen Beziehungen aufrecht erhalten.

Das scheint mir aber eine Täuschung. Mit solch dummen, leicht durchschaubaren Ausreden macht man sich wohl eher lächerlich.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Heilpflanzenexkursionen in den Bergen / Kräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital:

Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

Diesen Artikel teilen:

Regenerationsprojekt im Hochmoor von Rothenthurm

Diesen Artikel teilen:

Moore könnten nur erhalten bleiben, wenn die künstliche Entwässerung oder der Eintrag von Nährstoffen eingedämmt werde, erklärt Pro Natura in einer Medienmitteilung. Um das Hochmoorwachstum in den Bannzöpfen in Rothenthurm wieder in Gang zu setzen, wird nun ein Regenerationsprojekt gestartet.

Damit wird beabsichtigt, die ursprüngliche Fliessrichtung des Moorwassers wieder herzustellen. Das saure Moorwasser soll mit Spundwänden und kleinen Torfdämmen besser zurückgehalten werden. So könne sich die moortypische Fauna und Flora wieder ausbreiten.

Die Arbeiten sind vom Kanton Schwyz und von der Gemeinde Rothenthurm bewilligten worden. Sie starten in der kommenden Woche und dauern je nach Wetter bis Ende September oder Ende Oktober. Um das Moor zu schonen, bewegen sich die Baumaschinen in den nassen Flächen auf so genannten Holzmatrazen.

Quelle:

Bote der Urschweiz

http://www.suedostschweiz.ch/vermischtes/rothenthurmer-hochmoor-soll-wieder-auf-touren-kommen

Kommentar & Ergänzung:

Was ist überhaupt ein Moor?

Moorbiotope entstehen über wenig wasserdurchlässigem Untergrund und zeichnen sich durch grosse ständige Feuchtigkeit aus, was zu einem unvollständigen Abbau der pflanzlichen Reste und zu Torfbildung führt.

Man unterscheidet zwischen Hochmooren und Flachmooren. Der Unterschied besteht aber nicht etwa in der Höhenlage, sondern in der Dicke des torfhaltigen Untergrunds: Hochmoore entstanden vor Tausenden von Jahren und weisen häufig meterhohe Torfschichten auf, ihre Feuchtigkeit stammt vollständig aus (nährstoffarmem) Regenwasser. Flachmoore („Sümpfe“) sind jünger, ihre Feuchtigkeit stammt zu einem bedeutenden Teil aus (nährstoffreicherem) Grundwasser.

Mit „Moorlandschaft“ wird ein Landschaftsgebiet bezeichnet, das mehrheitlich, aber nicht ausschliesslich, aus einzelnen Elementen von Moorbiotopen besteht.

Die Auseinandersetzung um die wenigen verbliebenen Moor-Biotope in der Schweiz entbrannte in voller Stärke 1987, als gegen ein Projekt des damaligen Eidgenössischen Militärdepartements EMD, im Hochmoor bei Rothenthurm im Kanton Schwyz einen Waffenplatz zu bauen, eine Volksinitiative lanciert wurde. Die Hochmoore zählen in der Schweiz zu den seltensten Lebensräumen überhaupt.

Die Initiative wurde in der Volksabstimmung vom 6.Dezember 1987 überraschend deutlich angenommen.

Die Armee hatte 1987 noch einen Status, der kaum antastbar war. Der Erfolg der Moorinitiative war deshalb nicht selbstverständlich.

Seit diesem Abstimmungserfolg gilt „Rothenthurm“ als Symbol für den Willen des Schweizer Volkes, wertvolle Lebensräume und die Artenvielfalt in der Schweiz zu schützen.

Die Revitalisierungsmassnahmen im Hochmoor von Rothenthurm sind übrigens ein Beispiel dafür, dass Naturschutz oft nicht einfach darin bestehen kann, die Natur quasi einfach in Ruhe zu lassen.

Viele Naturschutzgebiete brauchen intensive Pflege, damit die Artenvielfalt erhalten bleibt.

Hochmoore sind aber nicht nur wichtig für viele Pflanzenarten, die sich auf diese speziell nährstoffarmen Standorte spezialisiert haben. Moore sind auch ein ästhetisch faszinierender Landschaftstyp.

Im Hochmoor wachsen auch spezielle Heilpflanzen, vor allem der insektenfressende Sonnentau (Drosera rotundifolia), eine Hustenpflanze, die man aber selbstverständlich aus Gründen des Naturschutzes nicht selbst sammeln sollte.

Siehe:

Rundblättriger Sonnentau – eine faszinierende Heilpflanze

Interessiert an einem Moorerlebnis? Dann schauen Sie doch ab und zu in mein Kursprogramm. Im Sommerhalbjahr gibt dort immer wieder einmal auch Kräuterwanderungen in Moorlandschaften.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Kräuterexkursionen in den Bergen / Heilkräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital:

Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

Diesen Artikel teilen:

Baum des Jahres 2012: Die Lärche

Diesen Artikel teilen:

Die Lärche (Larix decidua) ist nicht nur der einzige einheimische Nadelbaum, der im Herbst seine Nadeln verliert, sondern auch ein Baum, der die Luft in Städten sauber hält. Nun wurde die Lärche als Baum des Jahres 2012 ausgerufen.

Sie ist im Hochgebirge beheimatet, in über 2000 Metern Höhe kann sie an der Baumgrenze Lawinen trotzen: Die Europäische Lärche wurde zum „Baum des Jahres 2012″ gewählt. Das gab vor kurzem Silvius Wodarz, Präsident der „Baum des Jahres Stiftung“, im Zoologischen Garten Berlin bekannt.

Die Europäische Lärche gibt der Forschung bis heute Rätsel auf: Als einziger heimischer Nadelbaum wirft sie die Nadeln im Herbst ab und grünt erst im Frühjahr wieder – genauso wie ein Laubbaum. Warum das so geschieht, ist nach Angaben der „Baum des Jahres Stiftung“ bis heute nicht vollständig geklärt. Möglicherweise erleichtern die kahlen Äste das Überwintern, Lärchen überstehen Frost bis -40 Grad ohne Schaden zu nehmen. Im Hochgebirge kommen solche Temperaturen oft vor.

Anspruchslose Lärche

Nicht nur ans Wetter hat die Europäische Lärche keine speziellen Ansprüche. Als sogenannte „Pionierbaumart“ zählt sie zu den ersten Bäumen, die Kahlflächen und unwirtliche Rohböden besiedeln. Dafür benötigt sie jedoch viel Licht – Baumarten, die mehr Schatten vertragen, gelingt es leicht,  die Lärche zu verdrängen.

Dem Mensch nutzt die Lärche auf ganz verschiedene Art: Ihr Holz hat einen hohen Harzgehalt und ist dadurch besonders hart und schwer – Lärchenholz, das im Außenbereich verbaut wird, braucht keine Imprägnierung. Außerdem ist die Lärche nach neuesten Untersuchungen diejenige Baumart, mit der sich am besten die Luftqualität in Städten verbessern lässt, schreibt die Stiftung. Sie macht mit der Wahl eines Baumes seit 1989 jedes Jahr auf eine einheimische Baumart aufmerksam. Als „Baum des Jahres 2011″ „amtete“ die Elsbeere (Sorbus torminalis).

Quelle:

http://www.n-tv.de/wissen/Die-Laerche-macht-die-Luft-sauber-article4572906.html

Kommentar & Ergänzung:

In der „Volksmedizin“ wird „Lärchenharz“ als lokales Antiseptikum in Salben („Zugsalbe“) und Pflastern angewendet zur Bekämpfung von Eiterungen, Entzündungen, Furunkeln u. ä.

Verwendet wird auch Lärchenterpentin, der durch Anbohren der Stämme von Larix decidua gewonnene Balsam. Lärchenterpentin zeigt durchblutungsfördernde, antiseptische und auswurffördernde Wirkungen. Es wird bei Husten als Inhalation eingesetzt und äusserlich als wärmendes Rheumamittel in flüssigen oder halbfesten Zubereitungen (10 – 20%ig). Als unerwünschte Nebenwirkung kann es bei äussserlicher Anwendung zu Hautreizungen kommen und bei Inhalation zu entzündlichen Reaktionen in den Atemwegen. Wer Lärchenterpentin anwenden will, soll vor allem beim ersten Mal die Verträglichkeit vorsichtig testen und nicht gleich voll damit „einfahren“.

In der Holzbehandlung wird „Lärchenöl“ verwendet als Schutz- und Pflegemittel für Lärchenholz, andere einheimische Holzarten sowie Edelhölzer wie Teak, Bangkirai, Iroko, Zeder oder Massaranduba. Hier haben wir es also nicht mit einem Öl aus der Lärche zu tun – wie man leicht denken könnte -sondern um ein Pflegeprodukt für Lärchenholz.

Im System von Edward Bach kommt die Lärche als Bach-Blütentropfen unter der Bezeichnung „Larch“ zur Anwendung. Larch wird unter anderem empfohlen bei / für:

Diesen Artikel teilen:

Internationaler Zugvogeltag: 60 000 Zugvögel beobachtet

Diesen Artikel teilen:

So viele Anlässe wie noch nie erwarteten am vergangenen Wochenende die interessierten Besucher am Internationalen Zugvogeltag EuroBirdwatch 2011. Das Angebot der lokalen Sektionen des Schweizer Vogelschutzes SVS / BirdLife Schweiz wurde ausgiebig genutzt: An den insgesamt 65 Beobachtungs- und Informationsständen in der ganzen Schweiz fanden sich insgesamt 5’382 Personen ein, um sich vom Phänomen Vogelzug begeistern zu lassen.

Die Fachleute der lokalen Sektionen des SVS / BirdLife Schweiz zählten am Wochenende insgesamt 59’555 Zugvögel, darunter zahlreiche Schwarmzieher wie der Buchfink oder der Star (20’328 bzw. 4’817 beobachtete Vögel). Aber auch Einzelzieher wie der Gartenrotschwanz wurden beobachtet. Er zählt zu den Vogelarten, die vom SVS / BirdLife Schweiz mit spezifischen Projekten gefördert werden. Sein Bestandesrückgang seit Anfang des letzten Jahrhunderts steht symbolhaft für den anhaltenden Biodiversitätsverlust in der Schweiz.

Die Anlässe in der Schweiz sind Teil des in ganz Europa und neu auch in Zentralasien durchgeführten EuroBirdwatch, an dem sich dieses Jahr BirdLife-Organisationen aus total 38 Ländern beteiligten. Sie schufen für diesen Anlass ein beeindruckendes Netz von über 1’000 Beobachtungs- und Informationsständen. Zehntausende teilnehmende Personen beobachteten mehr als eine Million Zugvögel. Der SVS / BirdLife Schweiz fungierte dieses Jahr als Europa-Zentrale, in der die Daten aller Anlässe zusammengetragen wurden. „Der EuroBirdwatch ist ein gemeinsamer Appell der BirdLife-Organistionen aus Europa und Zentralasien für sichere Zugwege und für einen Stopp des Biodiversitätsverlustes“, sagt Fritz Hirt, Koordinator des EuroBirdwatch.

Die Zugvögel sind neben dem Lebensraumverlust in den Brutgebieten auch auf dem Zug stark gefährdet. Zu schaffen machen ihnen vor allem Trockenlegungen von Feuchtgebieten, Stromleitungen, Windräder, starke Nachtbeleuchtung sowie illegale Jagd. In den Überwinterungsgebieten in Afrika liegt ein grosses Gefährdungspotenzial beim Einsatz von Schädlingsbekämpfungsmitteln sowie beim Verlust von Rastplätzen und Winterquartieren.

Der SVS / BirdLife Schweiz setzt sich für die Zugvögel in den Brutgebieten, auf dem Zugweg und in den Winterquartieren in Afrika ein.

Quelle: SVS / BirdLife Schweiz, www.birdlife.ch

Kommentar & Ergänzung:

Der Internationale Zugvogeltag gilt auch als „grösste Flugschau Europas“.

Wobei die Zugvögel es aber wirklich nicht leicht haben.

Zu den Zugvögeln werden Vogelarten gezählt, die verschiedene Jahreszeiten an unterschiedlichen Orten verbringen. Dabei legen die Vögel zum Teil beeindruckende Strecken zurück.

Hier ein paar weitere Informationen zu diesem faszinierenden Phänomen.

Naturerscheinungen waren und sind für Menschen aller Kulturkreise stets eine Herausforderung. Das Verschwinden der Vögel im Herbst und ihr Auftauchen im Frühling war besonders auffällig. Die Verbindung mit dem Frühling weckte positive Gefühle. Die Auguren (Vogelschauer) der Antike haben aus dem Flug der Vögel die Zukunft herausgelesen. Masseneinflüge, sogenannte Invasionen gewisser Vogelarten, wurden im Mittelalter als Vorzeichen für Krieg oder Pest gedeutet. Noch im 18. Jahrhundert glaubte mit andern Wissenschaftern auch Carl von Linne, dass Schwalben den Winter im Schlamm von Weihern und Seen verbrächten. Noch bis zur Mitte unseres Jahrhunderts wurde im Volksmund weitergegeben, dass sich der Kuckuck im Herbst in einen Sperber verwandle.“

Man unterscheidet Kurzstreckenzieher, Langstreckenzieher und Teilzieher.

Kurzstreckenzieher:

„ Im Gegensatz zu den Langstreckenziehern überwintern die Kurzstreckenzieher in einer Klimazone, die jener ähnlich ist, in der sie brüten.

In Europa sind dies für viele Arten das südliche Mitteleuropa und der Mittelmeerraum. Natürlich gibt es viele Übergänge zwischen Kurz- und Langstreckenziehern; so sind in Asien viele Arten Langstreckenzieher, die in Europa nur bis nach Südfrankreich ziehen. Viele Kurzstreckenzieher gehören auch zu den Teilziehern. Die meisten Kurzstreckenzieher wandern nach Südwesten in milde, vom Golfstrom beeinflusste Gebiete. Andere, wie der Hausrotschwanz und die Mönchsgrasmücke, suchen Winterquartiere sowohl im Südwesten als auch im Südosten auf. Viele Arten ziehen am Morgen, wie z. B. die Finken, andere, wie Rotkehlchen und Singdrossel, vornehmlich nachts oder, wie die Feldlerche, tags und nachts. In der Regel brechen die Kurzstreckenzieher im Herbst später nach Süden auf und kehren im Frühling früher zurück als die Langstreckenzieher. Manche Arten ziehen sogar erst dann weg, wenn sie durch Schnee dazu gezwungen werden.“

Langstreckenzieher:

„ Die Langstreckenzieher räumen im Herbst ihr Brutgebiet vollständig und überwintern in einer gänzlich anderen Klimazone der Erde.

Die meisten Langstreckenzieher wechseln von Europa in die Tropen Afrikas südlich der Sahara. Nur einzelne Arten Osteuropas überwintern im tropischen und subtropischen Asien, z.B. Rosenstar, Karmingimpel, Waldammer und Kappenammer. Die Langstreckenzieher leben somit das ganze Jahr in warmen Klimaten und kennen keinen Winter in unserem Sinne. Die meisten Insektenfresser gehören zu den Langstreckenziehern, da im Winter bei uns in Europa diese Nahrung nicht mehr ausreichend vorhanden ist. Langstreckenzieher verlassen das Sommerquartier im allgemeinen kurz nach Beendigung des Brutgeschäftes im Spätsommer, wenn Wetter und Nahrungsangebot noch günstig sind. Die meisten wandern nachts und innerhalb Europas in südwestlicher Richtung (s. Gartenrotschwanz). Damit die Vögel ihre Winterquartiere in Afrika erreichen, müssen sie die Zugrichtung im Mittelmeerraum nach Süden oder Südosten drehen. Eine ganz andere Zugrichtung schlagen der Neuntöter, der Sumpfrohrsänger und die Klappergrasmücke ein. Sie ziehen in östlicher oder südöstlicher Richtung nach Griechenland oder in den Nahen Osten, um auf diesem Weg die ostafrikanischen Winterquartiere zu erreichen. Schwalben und Segler ziehen hauptsächlich tagsüber. Diese Flugjäger fressen oft während des Zuges.

Die Langstreckenzieher ziehen aber auch in Afrika umher, was erst in den letzten Jahren entdeckt wurde. So wurde in Kenia in den Monaten November und Dezember ein starker Zug gewisser Arten nach Süden beobachtet. Es scheint, dass diese Arten nach der Überquerung der Sahara zuerst einige Wochen im Sudan und in Äthiopien verbringen, bevor sie noch weiter nach Süden ziehen. Vieles über die Wanderungen der Zugvögel aus Europa und Asien innerhalb Afrikas ist aber noch unbekannt.“

Teilzieher:

„ Unter dem Begriff Teilzug werden ganz verschiedene Erscheinungen zusammengefasst.

– Bei vielen Kurzstreckenziehern räumen die im Norden beheimateten Populationen im Winter das Brutgebiet vollständig und ziehen nach Südeuropa, während mitteleuropäische Vögel teils ziehen, teils Standvögel sind und südeuropäische Artgenossen im Brutgebiet überwintern. Beispiele dafür sind Rotkehlchen und Buchfink. Es können im Winterquartier somit verschiedene Populationen zusammen überwintern, oder die nördlichen Artgenossen überfliegen die Winterquartiere der südlichen Populationen.

– Bei vielen Teilziehern überwintert der Grossteil der Altvögel im Brutgebiet, während die Jungvögel meist nach Süden ziehen (z.B. Amsel).

– Bei Grossvögeln, die frühestens am Ende des 2. Lebensjahres brüten, können die Jungvögel die Zeit bis zur Brutreife im Winterquartier oder südlich des Brutgebietes verbringen (z.B. Fischadler, Weissstorch).

– Bei manchen Arten sind in derselben Population Zug- und Standvögel vorhanden. Wie in den letzten Jahren nachgewiesen wurde, können sogar in derselben Brut ein Teil der Geschwister Zugvögel, der andere Teil Standvögel sein (z.B. Amsel, Mönchsgrasmücke, Rotkehlchen), wenn die Eltern entsprechend verschiedenes Erbgut an ihre Nachkommen weitergegeben haben.

Das Teilzugverhalten, so kompliziert es uns im einzelnen auch erscheint, kann folgendermassen verstanden werden: Wenn ein strenger Winter vielen der im Brutgebiet verbleibenden Individuen das Leben kostet, sind die ziehenden Artgenossen im Vorteil. Wenn der Winter mild ist, überleben die Standvögel besser und haben bei Ankunft der Zugvögel die besten Territorien schon besetzt; in diesem Fall sind die Standvögel im Vorteil. Mit dem Teilzugverhalten reagieren die Vögel somit nicht nur auf die jahreszeitlich wechselnden Lebensbedingungen, wie die typischen Zugvögel, sondern auch auf die von Jahr zu Jahr unterschiedlichen Überwinterungsbedingungen – eine ganz erstaunliche und fein differenzierte Anpassung an die wechselnden Bedingungen in den gemässigten Klimazonen.“

(Quelle: www.vogelwarte.ch)

Falls Sie mehr über die Natur erfahren möchten, schauen Sie sich doch mal die Termine meiner Natur-Seminare an.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildungen / Heilpflanzen-Kurse & Heilkräuter-Exkursionen / Weiterbildung Pflanzenheilkunde / Kräuterwanderungen:

Infos auf www.phytotherapie-seminare.ch

Info-Treff Pflanzenheilkunde

Besuchen Sie auch unseren „Info-Treff Pflanzenheilkunde“ für Information und Erfahrungsaustausch in den Bereichen

Phytotherapie / Pflanzenheilkunde / Naturheilkunde:

moodle.heilpflanzen-info.ch/

Diesen Artikel teilen: