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Kräuterwanderung Sunnbüel bei Kandersteg (Berner Oberland) am 13. Juli 2014

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Schon der Anflug mit der Luftseilbahn auf Sunnbüel (1936 m ü. M.) ist ein besonderes Erlebnis. Wir machen eine Rundwanderung ohne grosse Höhendifferenz in diesem landschaftlich und botanisch wunderschönen Hochtal, das zum Gemmipass hinausführt, dem Übergang ins Wallis, und von dem aus man einen imposanten Blick ins Gasterntal hat. Hier wächst eine vielfältige Alpenflora und ein schöner Arvenwald. Sie können hier  viele Heilpflanzen und Alpenblumen kennenlernen und hören interessante Geschichten zu ihrer früheren Bedeutung im Volksglauben. Bei den Heilpflanzen erfahren Sie viel Wissenswertes zu ihren Wirkungen und ihren Erkennungsmerkmalen.

Nach unserem Rundgang bringt uns die Luftseilbahn zurück zum Talboden und wir setzen unsere Kräuterexkursion eine Etage tiefer entlang der Kander fort bis zum Bahnhof Kandersteg. Durch die verschiedenen Höhenstufen können wir eine grosse Vielfalt an Heilpflanzen, Wildblumen und Alpenblumen kennenlernen. Die Kräuterwanderung folgt durchgängig guten Wegen und es gibt keine grossen Steigungen oder Abstiege.

Die Details dazu finden Sie in der Rubrik „Kurse„.

Weitere Kräuterwanderungen in der Region Bern finden in Mürren und Lenk statt.

Im Sommer 2014 gibt es zudem Kräuterwanderungen in den Regionen Luzern (Rigi), Obwalden (Engelberg), Basel (Petite Camargue), Zürich (Thurauen), Glarus (Braunwald), St. Gallen (Amden, Quinten), Schaffhausen (Randen: Hemmental – Merishausen), Graubünden (Flims / Trin, Feldis) und Wallis (Lötschental, Jeizinen – Leuk).

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Heilpflanzenexkursionen in den Bergen / Kräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital:

Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

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Ausbildung zum Geistheiler mit Diplom

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Vor kurzem bin ich auf eine Ausbildung zum Geistheiler mit Diplom gestossen.

Den Markennamen lasse ich weg, weil ich für diesen Schwachsinn nicht noch Werbung machen möchte. Jedenfalls handelt es sich um ein geschütztes, eingetragenes Markenzeichen ®, nennen wir die Methode Mystery®.

Diese Ausbildung „diplomierter Geistheiler Mystery®“ scheint mir sehr fragwürdig.

Erstens:

Diplomierter Geistheiler Mystery® können Sie werden in nur 18 Tagen. Ein Grundkurs von fünf Tagen, zwei Aufbaublöcke von acht und fünf Tagen. Fix geht das. In dieser Zeit haben Sie nicht nur Ihre eigenen Blockierungen und Charakterschwächen gelöscht – so steht es in der Ausschreibung. Sie sind nun auch in der Lage, diese tiefgreifenden Heilungsprozesse bei Ihren Kundinnen und Kunden durchzuführen.

Ich gehe nicht davon aus, dass diese grandiosen Versprechungen wahr sind. Aber nehmen wir mal quasi übungshalber an, das wäre tatsächlich der Fall. Dann würden Sie innert sehr kurzer Zeit einen radikalen Umbau Ihrer Persönlichkeit durchmachen – dank Löschung von Blockierungen und Charakterschwächen. Da stellen sich einige Fragen:

– Wer entscheidet aufgrund welcher Kriterien, welche „Blockierungen“ und „Charakterschwächen“ zu löschen sind?

– Was als „Blockierung“ oder „Charakterschwäche“ bezeichnet wird, hat oftmals nicht nur negative Auswirkungen, sondern nicht selten zugleich in gewissen Bereichen eine positive Funktion. Kann eine solche Löschung nicht zu unerwünschten Nebenwirkungen führen?

–  Was bedeutet es für Ihre langjährigen Beziehungen, Ihre Freundschaften und Ihr Arbeitsumfeld, wenn Sie sich in so kurzer Zeit derart fundamental verändern? Kommen Ihre Mitmenschen da noch mit oder kommt es zum Bruch?

Zweitens:

Wer von Geistheilung redet, müsste zuerst einmal auf den Tisch legen, was er oder sie unter „Geist“ versteht, weil wir es hier mit einem sehr vieldeutigen Begriff zu tun haben.

Gemäss dem „Lexikon der philosophischen Begriffe“ (Alexander Ulfig, Fourier Verlag 1999) kann der Begriff „Geist“ bedeuten:

„  1.) Gegensatz zu Materie und Körper (ähnlich wie Seele);

2.) Vernunft, Verstand als Erkenntnisvermögen;

3.) Göttliches Prinzip („Heiliger Geist“);

4.) Geistige Lebenseinstellung (geistiger Mensch, geistige Entfaltung; Gegensatz: Banause);

5.) Inbegriff der in einer Epoche bzw. Zeit oder einer Gruppe bzw. Gemeinschaft herrschenden Ideen, Gesinnungen, Wertmassstäbe usw. („Zeitgeist“);

6.) Geistige Begabung, Intelligenz („geistreich“);

7.) Numinoses Wesen in primitiven Religionen und im Volksglauben.“

Die Punkte 2, 4, 5, 6 und 7 scheinen mir für „Geistheilung“ nicht zu passen.

Bleiben also die Punkte 1 und 3.

Punkt 1: Geist als Gegensatz zu Materie und Körper (ähnlich wie Seele).

Da sind wir also im Leib-Seele-Geist-Problem gelandet, eine philosophisch hoch komplexe Diskussion seit mehreren tausend Jahren.

Da stellt sich grundsätzlich die Frage, ob man das monistisch, dualistisch oder gar trialistisch sieht. Also ob das alles ein Bereich, zwei oder gar drei getrennte Bereiche sind. Geist – Seele – Körper.

Schon der Begriff „Geistheilung“ isoliert Geist als Methode des Heilens. Das legt ein dualistische oder trialistisches  Verständnis nahe. Geist / Seele steht Körper / Materie gegenüber.

Dann stellt sich sehr zentral die Frage, wie genau „Geist“ auf „Körper“ wirkt, wenn es um Heilung geht. Oder wird der Körper ganz ausgeklammert und hat gar keine Bedeutung?

Fragen Sie doch Ihren Geistheiler, Ihre Geistheilerin vor der nächsten Behandlung. Es geht schliesslich um den Informed Consent, die informierte Einwilligung vor einem Eingriff.

Vielleicht geht es bei der Ausbildung zum diplomierten Geistheiler Mystery® (oder bei der praktizierten Geistheilerei Mystery®) eher um

Punkt 3: Geist als göttliches Prinzip („Heiliger Geist“);

Dann handelt es sich bei dieser 18-Tage-Geistheiler-mit-Diplom-Ausbildung® vielleicht um so etwas wie eine stark abgekürzte Priesterausbildung – ein Turbo-Priesterseminar quasi? In unserer Fast-Food- und Instant-Epoche allerdings sehr zeitgemäss.

Auch in diesem Fall müsste nun genauer geklärt werden, welche Vorstellung von „Geist“ und welche Vorstellung von „Heilen“ dem „Geistheilen“ zugrunde liegen. Nur schon die Vorstellungen von „Geist“ unterscheiden sich doch erheblich in Christentum, Islam und Buddhismus. Und in jeder dieser Religionen gibt es darüber hinaus noch einige Dutzend Varianten von „Geist-Vorstellungen“.

Wenn Ihr Geistheiler oder Ihre Geistheilerin zu diesem religiösen Konzept neigt, dann fragen Sie ihn oder sie doch nach den zugrundeliegenden Überzeugungen.

Drittens:

Wenn Sie ein Medikament einnehmen, lesen Sie ja hoffentlich auch den Beipackzettel zu Risiken und Nebenwirkung. Wie bei jedem angepriesenen Heilmittel, müsste eigentlich auch bei der Geistheilung ein Beipackzettel vorliegen:

„Zu Risiken und Nebenwirkungen:

Geistheilung kann zu psychischer Abhängigkeit führen. Es besteht die Gefahr, dass notwendige psychotherapeutische oder medizinische Abklärungen und Behandlungen verpasst werden. Wiederholte Inanspruchnahme von Geistheilung kann zudem den Kontostand negativ beeinflussen.“

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Heilpflanzenexkursionen in den Bergen / Kräuterkurse

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Kräuterexkursion 15. – 17. Juni 2012: Heilpflanzen und Wildblumen kennen lernen auf der Rigi

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Noch nichts vor nächstes Wochenende?

Am 15. – 17. Juni findet auf der Rigi ein Wochenendkurs zum Kennenlernen von Heilpflanzen und Wildblumen statt. Der Wetterbericht verspricht ideale Bedingungen und beste Aussicht auf den Vierwaldstättersee und die Alpenkette.

Hier die wichtigsten Infos:

Hoch über dem Vierwaldstättersee und gegenüber der Alpenkette ist der Rigi-Südhang ein ganz spezieller Ort für unsere botanischen Streifzüge. Wir starten am Freitag mit dem Abendessen und nutzen die Zeit bis zur Dämmerung für erste Entdeckungen in der Pflanzenwelt. Für Samstag und Sonntag sind zwei Tageswanderungen am Rigi-Südhang vorgesehen. Wir entdecken dabei zauberhafte Orte und Wege, die vom Touristenstrom unberührt sind. Sie lernen dabei zahlreiche Heilkräuter, Wildblumen und Alpenpflanzen kennen, hören unterwegs spannende Geschichten über ihre Bedeutung im Volksglauben und Aberglauben sowie Wissenswertes über ihre Lebensweise.

Bei den Heilpflanzen erfahren Sie zudem ihre Wirkungen entsprechend dem gegenwärtigen Stand des Wissens.

Kursleiter:

Martin Koradi, Winterthur, Schweiz

ursprünglich dipl. Drogist, seit 1983 Lehrer für Heilpflanzenkunde und Dozent für Phytotherapie, leitet Heilkräuterexkursionen seit 1986 und bildet am „Seminar für Integrative Phytotherapie“ Pflegefachleute aus für Heilpflanzen-Anwendungen in Pflegeheimen, Spitex, Palliative Care und Kliniken.

Unterkunft / Verpflegung:

Hotel Edelweiss, Rigi Staffelhöhe

Das Hotel Edelweiss, ein traditionsreicher Familienbetrieb, der mit frischem Wind geführt wird, passt perfekt zu unserem Kräuterkurs. Und die Staffelhöhe ist einer der schönsten Plätze auf der faszinierenden Rigi.

Mitnehmen: Regenschutz, Sonnenschutz, hohe Wanderschuhe, Tagesrucksack, Feldflasche, Notizblöckchen.

Falls vorhanden: Lupe, Feldstecher, Pflanzenbestimmungsbücher.

Voraussetzungen: Bergwanderfähigkeit, normale Trittsicherheit.

Anzahl Teilnehmer/innen: Maximal 16 Personen.

Kurskosten: Fr. 250.-

Kosten für Unterkunft & Verpflegung (Halbpension) im Hotel Edelweiss:

Im Doppelzimmer Fr. 200.- / Person

Doppelzimmer von einer Person genutzt: Fr. 300.-

Dieser Preis beinhaltet:

– Zwei Übernachtungen im Hotel Edelweiss

– Grosses Frühstücksbuffet

– Halbpension (4-Gang) an beiden Abenden.

Auf Wunsch gibt das Hotel Edelweiss für das Mittagessen unterwegs Lunchpakete mit, die separat verrechnet werden.

Kursbeginn: Freitag 15. Juni 2012, 18.30 im Hotel Edelweiss, Rigi Staffelhöhe

Kursende: Sonntag, 17. Juni, etwa 17.00 Uhr.

Anmeldung: Hotel Edelweiss, Staffelhöhe, Rigi Kaltbad, http://www.edelweiss-rigi.ch/, Tel. 041 399 88 00.

Weitere Daten und Orte meiner Alpenblumenkurse, Heilkräuterexkursionen und Naturseminare finden Sie hier.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

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Artischockenextrakt bei Verdauungsbeschwerden von Schichtarbeitern

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Menschen, die sehr spät oder unregelmäßig essen, haben oft Magen-Darm-Probleme. Ein Spezialextrakt aus Artischocken kann ihre Verdauungsbeschwerden deutlich lindern. Dies zeigte eine nicht interventionelle Studie in Berliner Arztpraxen, die der Berliner Allgemeinarzt Dr. Dirk Laudahn bei einer Pressekonferenz des Komitee Forschung Naturmedizin (KFN) in München präsentierte. Daran teilgenommen hatten 105 Patienten, knapp die Hälfte arbeitete im Schichtdienst. Alle Probanden litten unter Verdauungsbeschwerden wie schnellem Sättigungsgefühl, Völlegefühl, Blähungen und Flatulenz sowie unter Sekundärsymptomen wie Schlafstörungen, Erschöpfung und Antriebslosigkeit.

Die Patienten bekamen sechs Wochen lang zweimal täglich zwei Kapseln à 320 mg Artischockenextrakt LI 220 (Hepar SL® forte von Cassella-med, in der Schweiz: Hepa-S). Der Artischocken-Extrakt wird aus einer speziellen Kultursorte von Cynara scolymus, der sogenannten Königsartischocke, gewonnen. Sowohl die Verdauungssymptome als auch die Begleitsymptome besserten sich deutlich unter der Behandlung. 86 Prozent der Studienteilnehmer äusserten, dass sich ihre Lebensqualität verbessert habe. Speziell gut profitierten Patienten, die im Schichtdienst arbeiteten, berichtete Laudahn. Obwohl zahlreiche Schichtarbeiter berufsbedingt dauernd unter Gesundheitsproblemen wie Verdauungsbeschwerden oder Schlafstörungen leiden, stehe er einer Dauertherapie kritisch gegenüber.

Quelle:

http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=nachrichten&Nachricht_ID=40301&Nachricht_Title=Nachrichten_Artischockenextrakt+f%FCr+Schichtarbeiter&type=0

Kommentar & Ergänzung:

Die Artischocke ist zweifellos eine der wichtigsten Heilpflanzen zur Linderung von Verdauungsbeschwerden. Interessant ist hier der Hinweis auf die Linderung von Verdauungsbeschwerden speziell bei Schichtarbeit.

Bei dieser Studie fehlt allerdings eine Kontrollgruppe mit Placebotherapie. Ohne Kontrollgruppe lässt sich nicht beurteilen, welchen Anteil an der Besserung Placeboeffekte sowie der natürliche Verlauf der Beschwerden haben.

Unklar bleibt auch, ob diese Studie in einer Fachzeitschrift publiziert wurde. Die Publikation in einer Fachzeitschrift mit Peer-review-Verfahren wäre eine gewisse Qualitätskontrolle, was man von der Präsentation an einer Pressekonferenz nicht sagen kann.

Hier ein paar zusätzliche Informationen zur Wirkung von Artischocke als Heilpflanze:

Die wichtigsten Inhaltsstoffe:

„Inhaltsstoffe:
Phenolcarbonsäuren: 2,4-6 % Caffeoylchinasäurederivate („Ccs“), z. B. Chlorogensäure und 1,5-O-Dicaffeoylchinasäure; Cynarin nur in Spuren.
Flavonoide: bis 1 %, Rutin, Luteolin.
Bitterstoffe: bis 5 % Sesquiterpenlaktone, hauptsächlich Cynaropikrin (Bitterwert 400.000).
Die wirksamkeitsbestimmenden Inhaltsstoffe (Ccs, Flavonoide) liegen im Frischpflanzenpreßsaft in höherer Konzentration als in einem ethanolisch-wäßrigen Extrakt vor. Bei der Heißwasserextraktion entsteht durch Umesterung von 1,5-O-Dicaffeoylchinasäure Cynarin, das früher als Hauptwirkstoff angesehen wurde.“

Quelle: http://www.kup.at/db/phytokodex/datenblatt/Artischockenblatt.html

Interessant ist hier vor allem der Hinweis auf den höheren Gehalt an Wirkstoffen im Frischpflanzenpresssaft.

Neben der Wirkung bei Verdauungsbeschwerden wirkt Artischocke auch günstig auf den Cholesterinspiegel:

„Lipidsenkende Wirkung: Extrakte aus der Artischocke senken hochsignifikant sowohl den Triglyceridgehalt als auch den Gesamtcholesterinspiegel im Blut. Cynarin ist ein Lipolysehemmstoff ähnlich Nikotinsäure, ist aber wesentlich besser verträglich. Luteolin hemmt die Cholesterinsynthese.“

Quelle: http://www.kup.at/db/phytokodex/datenblatt/Artischockenblatt.html

Ausserdem entfaltet Artischockenextrakt eine gewisse Leberschutzwirkung:

„Wirkung auf die Leber: Artischockenextrakte wirken protektiv auf die Leber aufgrund entgiftender, antioxidativer und regenerationsfördernder Eigenschaften. Nach partieller Hepatektomie konnte an Versuchstieren eine Stimulierung der Leberregeneration beobachtet werden.“

Quelle: http://www.kup.at/db/phytokodex/datenblatt/Artischockenblatt.html

Wikipedia beschreibt die spannende Geschichte der Artischocke als Kulturpflanze:

„ Die frostempfindliche Artischocke stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum; vom östlichen Mittelmeer (Kilikien) über Persien bis nach Nordafrika, westlich bis Spanien und ebenso auf den Kanarischen Inseln. Erste Berichte über die Artischocke gibt es bei Plinius und Columella, wobei die Zuordnung der dort erwähnten Pflanzen unsicher ist. So könnte das altgriechische scolymos, das sich auf die Stacheln bezieht, auch andere Disteln meinen. Etwa im ersten Jahrhundert nach Christus scheint der Beginn der Kultivierung der Artischocke zu liegen. Die Araber verbreiteten die Artischocke im südlichen Mittelmeergebiet. Die Bezeichnung der Pflanze in den europäischen Sprachen leitet sich von der iberisch-arabischen Bezeichnung al-haršuf ab, so das spanische Wort alcachofa wie auch das italienische carciofo. Die deutsche Bezeichnung Artischocke wie auch englisch artichoke geht über die im norditalienischen verbreitete Nebenform articiocco ebenfalls auf dieses arabische Wort zurück. Selten findet sich auch die Eindeutschung Erdschocke.  Auch in anderen Sprachen wurde das fremdartig erscheinende Wort durch derartige Volksetymologien beeinflusst. So findet sich in älteren englischen Texten gelegentlich die Schreibung hartichoke, die offenbar auf den Volksglauben zurückgeht, das Herz (heart) der Artischocke sei ungenießbar und führe zum Tod durch Ersticken (choke).

Nachdem die Pflanze durch den neapolitanischen Händler Filippo Strozzi Anfang des 15. Jahrhunderts aus Sizilien importiert wurde, trat sie ihren Siegeszug nach Frankreich und Großbritannien an und etwa 400 Jahre später wurde sie auch in den USA eingeführt. Bis zur französischen Revolution war die Artischocke in den Gärten des französischen Landadels ein Zeichen von Reichtum und vornehmer Lebensart.“

Quelle: Wikipedia

Falls Sie an sorgfältigem Wissen über Wirkung und Anwendung von Heilpflanzen interessiert sind, finden Sie dazu meine Kurse und Lehrgänge oben über den Menüpunkt „Kurse“.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildungen / Heilpflanzen-Kurse & Heilkräuter-Exkursionen / Weiterbildung Pflanzenheilkunde / Kräuterwanderungen:

Infos auf www.phytotherapie-seminare.ch

Info-Treff Pflanzenheilkunde

Besuchen Sie auch unseren „Info-Treff Pflanzenheilkunde“ für Information und Erfahrungsaustausch in den Bereichen

Phytotherapie / Pflanzenheilkunde / Naturheilkunde:

moodle.heilpflanzen-info.ch/

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Heilpflanzen & Alpenblumen entdecken an der Lenk

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Haben Sie Lust auf eine Entdeckungsreise zu Heilpflanzen und Alpenblumen an der Lenk im Simmental?
Seit 1986 führe ich dort jeden Sommer naturliebende Gäste in die Zauberwelt der Alpenblumen ein. Neben dem Erkennen der Pflanzen geht es dabei auch um ihre traditionelle Bedeutung im Volksglauben, um Heilwirkungen und um Spannendes über ihre Lebensweise. Kräuterwanderungen wecken die Entdeckerfreude und schärfen die Wahrnehmung. Wer eine Pflanze einmal genau angeschaut hat, trifft sie plötzlich an anderen Orten wieder. Das bereichert immer wieder die Welt, in der wir uns bewegen.

Alpenblumen sind für unsere Sinne besonders attraktiv: Der hohen UV-Strahlung verdanken sie ihre intensiv leuchtenden Farben. Im Gebirge sind die bestäubenden Insekten oft rar. Gut ausssehen oder fein riechen ist hier jedenfalls ein entscheidender Vorteil – und freut ganz nebenbei auch die menschlichen Besucher. Alpenblumen sind in jeder Hinsicht Könner, denn wer als Pflanze in diesen Regionen überleben will, muss sich perfekt anpassen.

Die Lenk im Simmental ist bekannt als Wintersportort. Dass sie im Sommer als Alpenblumen-Paradies und Wanderdestination mindestens ebensoviel zu bieten hat, ist dagegen immer noch fast ein Geheimtipp. Die Iffigenalp, die Kraterlandschaft Stübleni, die Moorlandschaft Haslerberg, die Langermatte, die Region Metsch – landschaftlich und botanisch ist die Lenk quasi umzingelt von Naturschönheiten. Zu bewundern ist hier zudem einer der schönsten Talabschlüsse im Alpenraum, die Simmenquelle “Siebebrünne” und die imposanten Simmenfälle. Auf www.phytotherapie-seminare.ch finden Sie im Kurskalender weitere Informationen zu Heilpflanzen- und Alpenblumen-Kursen und in der Bildergalerie Fotos der schönsten Landschaften und Alpenblumen an der Lenk. Es braucht für diese Exkursions-Kurse übrigens keine Vorkenntnisse.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde
Phytotherapie-Ausbildungen / Heilpflanzen-Kurse & Heilkräuter-Exkursionen

P.S.: Nachfolgend einige Beispiele für die überaus vielfältige Pflanzenwelt, die wir in den Heilpflanzen- und Alpenblumen-Kursen an der Lenk antreffen.

Zahlreiche Orchideen-Arten, wie zum Beispiel:
Fuchs‘ Knabenkraut (Dactylorhiza fuchsii)
Mücken-Handwurz (Langspornige Handwurz, Gymnadenia conopsea)
Kugelorchis (Traunsteinera globosa)
Zwergknabenkraut (Zwergorchis, Chamorchis alpina)
Zweiblättrige Waldhyazinthe (Platanthera bifolia, Zweiblättriges Breitkölbchen)
Brand-Orchis (Angebranntes Knabenkraut, Orchis ustulata)
Fliegen-Ragwurz (Ophrys insectifera)
Männertreu (heisst botanisch eigentlich „Schwarzes Kohlröschen“, Nigritella nigra)
Rotes Waldvögelein (Cephalanthera rubra)
Braunrote Sumpfwurz ( Epipactis atrorubens)
Weisse Sumpfwurz (Epipactis palustris)
Grüne Hohlzunge (Coeloglossum viride)
Nestwurz (Neottia nidus-avis)
Widerbart (Epipogium aphyllum, mit einer guten Portion Glück, weil nur alle paar Jahre ein paar Tage lang blühend)
Grosses Zweiblatt (Listera ovata)
Kleines Zweiblatt (Listera cordata)
Weisszunge (Pseudorchis albida)
Breitblättriges Knabenkraut (Dactylorhiza majalis)
Fleischrotes Knabenkraut (Dactylorhiza incarnata)
Männliches Knabenkraut (Orchis mascula)

Aus der grossen Vielfalt an Alpenpflanzen beispielsweise:
Alpen-Aster (Aster alpinus)
Bärtige Glockenblume (Campanula barbata)
Niedliche Glockenblume (Campanula cochleariifolia)
Straussblütige Glockenblume (Campanula thyrsoides)
Scheuchzers Glockenblume (Campanula scheuchzeri)
Gemeine Mondraute (Botrychium lunaria)
Trollblume (Trollius europaeus)
Alpen-Akelei (Aquilegia alpina)
Dunkle Akelei (Aquilegia atrata)
Gelber Eisenhut (Aconitum vulparia, starke Giftpflanze!)
Blauer Eisenhut (Aconitum napellus, starke Giftpflanze!)
Narzissenblütige Anemone (Anemone narcissiflora)
Alpen-Anemone ( Pulsatilla alpina)
Alpen-Hahnenfuss (Ranunculus alpestris)
Akeleiblättrige Wiesenraute (Thalictrum aquilegiifolium)
Gemeines Sonnenröschen (Helianthemum nummularium)
Alpen-Sonnenröschen (Helianthemum alpestre)
Gelbes Bergveilchen (Viola biflora, Zweiblütiges Veilchen)
Langsporniges Stiefmütterchen (Viola calcarata)
Alpen-Gemskresse (Pritzelago alpina)
Rundblättriges Täschelkraut (Thlapsi rotundifolia)
Alpenazalee (Loiseleuria procumbens)
Bewimperte Alpenrose (Rhododendron hirsutum)
Rostblättrige Alpenrose (Rhododendron ferrugineum)
Moosauge (Moneses uniflora)
Flühblümchen (Primula auricula, Aurikel)
Bewimperter Mannsschild (Androsace chamaejasme, Zwerg-Mannsschild)
Grosses Alpenglöckchen (Soldanella alpina, Soldanelle)
Weisser Mauerpfeffer (Sedum album, Futterpflanze der Raupe des Grossen Apollo-Falters)
Dunkler Mauerpfeffer (Sedum atratum)
Trauben-Steinbrech (Saxifraga paniculata)
Blaugrüner Steinbrech (Saxifraga caesia)
Sternblütiger Steinbrech (Saxifraga stellaris)
Bewimperter Steinbrech (Saxifraga aizoides)
Rundblättriger Steinbrech (Saxifraga rotundifolia)
Silberwurz (Dryas octapetala)
Gletscherlinse (Astragulus frigidus)
Alpen-Spitzkiel (Oxytropis campestris)
Berg-Spitzkiel (Oxytropis jacquini)
Grosse Sterndolde (Astrantia major)
Hahnenfussartiges Hasenohr (Bupleurum ranunculoides)
Augenwurz (Athamanta cretensis)
Alpen-Liebstock (Ligusticum mutellina)
Moorenzian (Swertia perennis)
Purpur-Enzian (Gentiana purpurea)
Clusius‘ Enzian (Gentiana clusii)
Koch‘scher Enzian (Gentiana acaulis)
Frühlings-Enzian (Gentiana verna)
Bayrischer Enzian (Gentiana bavarica)
Schnee-Enzian (Gentiana nivalis)
Feld-Enzian (Gentiana campestris)
Alpen-Leinkraut (Linaria alpina)
Quirlblättriges Läusekraut (Pedicularis verticillata)
Blattreiches Läusekraut (Pedicularis foliosa)
Zwerg-Augentrost (Euphrasia minima)
Berg-Augentrost (Euphrasia montana)
Gemeines Fettblatt (Pinguicula vulgaris, Gemeines Fettkraut, insektenfressend)
Alpen-Fettblatt (Pinguicula alpina, Alpen-Fettkraut, insekenfressend)
Herzblättrige Kugelblume (Globularia cordifolia)
Berg-Baldrian (Valeriana monatana)
Dreiblatt-Baldrian (Valeriana tripteris)
Alpen-Goldrute (Solidago alpestris)
Edelweiss (Leontopodium alpinum)
Gemeines Katzenpfötchen (Antennaria dioica)
Norwegisches Ruhrkraut (Gnaphalium norvegicum)
Hallers Schafgarbe (Achillea atrata)
Echte Edelraute (Artemisia umbelliformis)
Alpen-Pestwurz (Petasites paradoxus)
Grossköpfige Gemswurz (Doronicum grandiflorum)
Orangerotes Habichtskraut (Hieracium aurantiacum)
Weisser Germer (Veratrum album)
Türkenbund (Lilium bulbiferum)
Weisse Trichterlilie (Paradisea liliastrum, Paradieslilie)
Kelch-Liliensimse (Tofieldia calyculata)
Allermannsharnisch (Allium victorialis)
..und andere mehr.

Aus der grossen Vielfalt an Heilpflanzen beispielsweise:
Schöllkraut (Chelidonium majus)
Gemeines Johanniskraut (Hypericum perforatum)
Geflecktes Johanniskraut (Hypericum maculatum)
Echtes Stiefmütterchen (Viola tricolor)
Gemeines Hirtentäschel (Capsella bursa-pastoris)
Immergrüne Bärentraube (Arctostaphylos uva-ursi)
Heidelbeere (Vaccinium myrtillus)
Preiselbeere (Vaccinium vitis-idaea)
Frühlings-Schlüsselblume (Primula veris)
Moor-Geissbart (Filipendula ulmaria, Spierstaude, Mädesüss)
Gänse-Fingerkraut (Potentilla anserina)
Blutwurz (Potentilla erecta, Tormentill, Aufrechtes Fingerkraut)
Frauenmantel (Alchemilla vulgaris)
Silbermantel (Alchemilla alpina)
Zweigriffliger Weissdorn (Crataegus laeviga)
Gebräuchlicher Honigklee (Melilotus officinalis, Echter Honigklee, Steinklee)
Gemeiner Wundklee (Anthyllis vulneraria)
Kümmel (Carum carvi)
Grosse Bibernelle (Pimpinella major)
Brustwurz (Angelica silvestris)
Meisterwurz (Peucedanum ostruthium)
Gelber Enzian (Gentiana lutea, tausende!)
Echte Wallwurz (Symphytum officinale, Beinwell)
Feld-Thymian (Thymus serphyllum)
Gebräuchlicher Augentrost (Euphrasia rostkoviana)
Gebräuchlicher Baldrian (Valeriana officinalis)
Echte Goldrute (Solidago virgaurea)
Gemeine Schafgarbe (Achillea millefolium)
Gemeine Pestwurz (Petasites hybridus)
Huflattich (Tussilago farfara)
Arnika (Arnica montana)
Schnittlauch (Allium schoenoprasum)
…und andere mehr.

Presseartikel von den Heilpflanzen- und Alpenblumenkursen an der Lenk:

Radiosendung Espresso „Kräuterwandern“

Gegen Kräuter-Koradi ist kein Kraut gewachsen / Berner Zeitung

Zauberhafter Bergsommer – Kräuterwanderungen an der Lenk / Modeblatt

Mit Kräuterexperte Koradi die Alpenflora entdecken / Berner Zeitung

Von schönen Blumen, heilenden Pflanzen und Volksglauben
/ Der Bund

Was blüht denn da? Kräuterwanderkurse an der Lenk / Schweizer Familie

Unterwegs mit dem Kräuterfachmann – Kräuterwanderungen an der Lenk / Wanderrevue

In Kursen Kräuter erkennen lernen – Kräuterwanderungen an der Lenk / Berner Zeitung

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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