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Anis (Pimpinella anisum) zur Heilpflanze des Jahres 2014 gekürt

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Zur Heilpflanze des Jahres 2014 wurde der Anis gekürt – und zwar im Rahmen des 10. Heilkräuter-Fachsymposiums im Kloster St. Marienstern in Panschwitz-Kuckau (Sachsen). Das gab der Naturheilverein NHV Theophrastus in einer Pressemitteilung bekannt. »Die reinigenden Tendenzen der Anisfrüchte – blähungstreibend, verdauungsfördernd und schleimlösend – können viele chronische Krankheiten positiv beeinflussen«, so begründete ein Jury-Mitglied die Entscheidung. Für stillende Mütter sei Anis Milchfluss anregend. Bekannt ist das markante Gewürz seit der Antike hauptsächlich in Backwaren, aber auch in alkoholischen Spezialitäten wie im griechischen Ouzo oder türkischen Raki. Der NHV kürt seit 2003 die Heilpflanze des Jahres mit dem Ziel, traditionelles Wissen aus der Naturheilkunde zu erhalten. Heilpflanze des Jahres 2013 war die Damaszener-Rose (Rosa damascena).

Quelle:

http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=46860&type=0

Kommentar & Ergänzung:

Anis ist eine gute Wahl für die Heilpflanze des Jahres 2014. Der Doldenblütler zeigt interessante Wirkungen.

Die Begrünungen des NHV sind allerdings nicht selten etwas fragwürdig. Die „reinigenden Tendenzen“ des Anis – das ist eine Wischiwaschi-Formulierung, die nichts aussagt. Und ja – Anis wird in Stilltees als milchflussförderndes Mittel eingesetzt. Ob Anis diese Wirkung tatsächlich auch zeigt, ist allerdings nicht geklärt.

Und auch die Aussage, dass Anis „viele chronische Krankheiten positiv beeinflussen“ kann, ist nicht gerade informativ.

Da sind die Begründungen der Arbeitsgruppe Klostermedizin am Institut für Medizingeschichte der Universität Würzburg, die jeweils eine Arzneipflanze des Jahres kürt, viel fundierter.

Die Anisfrüchte sind reich an ätherischem Öl mit dem Hauptbestandteil Anethol.

Anisöl wirkt antimikrobiell, krampflösend auf die Bronchien und auswurffördernd.

Als bestätigt gilt in der Phytotherapie daher die schleimlösende und auswurffördernde Wirkung bei produktivem Husten. Auch Verdauungsbeschwerden wie Blähungen werden durch Anisöl und Anisfrüchte gelindert.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Kräuterexkursionen in den Bergen / Heilkräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital:

Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

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Gewürzkunde: Grüner Pfeffer, weisser Pfeffer, schwarzer Pfeffer….

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Pfeffer gibt es als Gewürz in verschiedenen Sorten. Jede verleiht Gerichten ein anderes Aroma und passt daher auch zu verschiedenen Speisen.

Grüner Pfeffer verleiht süßen Speisen einen besonderen Pfiff.

Die grünen Körner werden unreif vom Pfefferstrauch geerntet und entweder haltbar gemacht, indem ihnen per Gefriertrocknung Wasser entzogen wird, oder durch sofortiges Einlegen in Lake (Lösung von Salz in Wasser).

Grüner Pfeffer hat grasige, leicht kräuterige Aromen und noch nicht die Schärfe von schwarzem oder weißem Pfeffer. Das passt beispielsweise gut zu Erdbeeren.

Auch schwarzer Pfeffer wird unreif gepflückt, bekommt jedoch durch normales Trocknen seine charakteristische dunkle Farbe und sein schärferes Aroma. Am besten schmeckt schwarzer Pfeffer frisch gemahlen.

Als höchste Qualitätsstufe bei schwarzem Pfeffer gilt Tellicherry-Pfeffer. Er darf am Strauch ausreifen und wird deshalb als «Spätlesepfeffer» bezeichnet. Immer dann, wenn eine würzige Schärfe erwünscht ist, passen diese bräunlich-roten Körner.

Weißer Pfeffer wird vollreif geerntet, anschliessend in Wasser eingeweicht, geschält und getrocknet. Dadurch gehen beinahe alle Aromastoffe verloren. Köche setzen den weissen Pfeffer daher gern ein für helle Soßen und immer dann, wenn keine anderen Geschmacksnuancen außer Schärfe an der Speise gewünscht sind.

Kubeben-Pfeffer ( = Schwanz-Pfeffer, Piper cubeba) wird wegen seinem Aussehen auch als Stielpfeffer bezeichnet und benötigt besonders kräftige Partner – beispielsweise Wurzelgemüse oder dunkles Fleisch. Zu Spargel passt Kubeben-Pfeffer nicht. Sein Aroma erinnert etwas an Menthol oder Eukalyptus. Manche Köche kombinierten ihn mit Schokolade, zum Beispiel in einer Soße zu einem Hasenbraten.

Langer Pfeffer (= Stangenpfeffer, Piper longum) gleicht vom Aussehen her kleinen Tannenzapfen und schmeckt kräuterig-ledrig. Er lässt sich ebenfalls einsetzen zu Wurzelgemüsen und Wild, eignet sich aber auch zu Käsegerichten. Im ersten Augenblick schmeckt er allerdings nicht sehr stark und zeigt erst im Abgang, was er kann. Langer Pfeffer ist unheimlich hart und kann selbst eine hochwertige Keramikmühle beschädigen, wenn man ihn darin mahlen will. Daher ist es besser, ihn im Mörser zu zerkleinern oder auf einer Muskatnussreibe zu reiben.

Quelle:

http://www.ksta.de/verbraucher/kleine-gewuerzkunde–welcher-pfeffer-wozu-passt,15938542,22614420.html

Kommentar & Ergänzung:

Zwischen Ernährung und Phytotherapie gibt es einige fliessende Übergänge. Viele Gewürze stehen an solchen Übergängen, sind einerseits wichtige Bestandteile der Kochkunst und zugleich Heilmittel.

Grüner Pfeffer, weisser Pfeffer und schwarzer Pfeffer stammen von der gleichen Pfefferart (Echter Pfeffer, Piper nigrum).

Der Echte Pfeffer enthält reizende Scharfstoffe, darunter vor allem das Alkaloid Piperin (5-8 %) und Derivate des Piperins wie Piperettin, Piperylin, Piperanin, Chavicin.

In weißem Pfeffer ist zudem etwa 2,5 Prozent ätherisches Öl, sogenanntes Pfefferöl enthalten, in grünem und schwarzem Pfeffer bis zu 4,8 Prozent. Es gibt dem Pfeffer sein Aroma und wird durch Wasserdampfdestillation gewonnen. Die Hauptbestandteile im ätherischen Öl sind Monoterpene wie Pinene, 3-Caren, Terpinene, Terpinolen und Limonen, sowie Sesquiterpene wie α- und β-Caryophyllen und β-Farnesen.

Der scharf brennende Geschmack des Pfeffers kommt durch die Erregung von Wärme- und Schmerzrezeptoren zustande. Reflektorisch werden dadurch Speichel- und Magensaftsekretion gesteigert, ebenso die Produktion von Verdauungsenzymen. Pfeffer hat deshalb eine deutlich appetitanregende und verdauungsfördernde Wirkung, die jedoch nur noch sollten in Arzneimitteln zur Anwendung kommt. Neben einer ganzen Reihe von anderen Heilpflanzen ist der Echte Pfeffer Bestandteil von Melisana Klosterfrau Melissengeist.

Äusserlich kann Pfeffer zur Durchblutungsförderung eingesetzt werden. Das gut hautverträgliche Pfefferöl soll kombiniert mit Ingweröl ein gutes Mittel zur Vorbeugung und Behandlung von Muskelkater sein (nach Dietrich Wabner / Christiane Baier, Aromatherapie, München 2009, S. 258)

Der Kubeben-Pfeffer ist eine andere Pfefferart, die als Kletterpflanze in Java und auf anderen Inseln Indonesien heimisch ist, aber auch in Sri Lanka angebaut wird.

Zur Heilanwendung schreibt Wikipedia:

„ Kubeben sind seit der Antike als Heilmittel verwendet worden und werden im Osten immer noch geschätzt. Sie wirken schleimlösend und werden in Mitteln gegen Atembeschwerden gebraucht. Kubeben haben auch antiseptische Eigenschaften. In der Volksheilkunde finden die getrockneten Früchte Verwendung bei entzündlichen und bakteriellen Erkrankungen der Harnwege, ebenfalls als Expektorans bei chronischer Bronchitis, unzerkleinert bei Kopfschmerzen (Schwindelkörner), Gedächtnisschwäche und zur Steigerung des Geschlechtstriebs.“

Die botanische Gattung Pfeffer ist jedenfalls vielseitig und mit interessanten Inhaltsstoffen und  Wirkungen.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Gewürze: Kardamom fördert Verdauung und aromatisiert den Kaffee

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Bohnenkaffee werde durch eine winzige Prise Kardamom verträglicher. Darüber hinaus sollen die Samen, die man wegen ihrer Empfindlichkeit immer in den Kapseln kaufen sollte, Appetit und Verdauung anregen. Kardamom eigne sich besonders zum Würzen von Gebäck, Kompott und Süßspeisen, aber auch für Blutwurst oder Kochschinken.

Quelle: http://derstandard.at/1350260941875/Gewuerze-und-ihre-Wirkung

Kommentar & Ergänzung:

Zwischen Gewürzen und Heilpflanzen gibt es oft fliessende Übergänge.

Kardamom (Elettaria cardamomum) gehört zur Familie der Zingiberaceae (Ingwergewächse).

Die Gewürzpflanze stammt ursprünglich aus Südindien, Sri Lanka, Irak und Thailand. Ein wichtiges Exportland ist heute auch Guatemala, weitere Anbauländer sind Tansania, Madagaskar, Papua-Neuguinea und Vietnam.

Hauptwirkstoff in den Kardamomsamen ist ein ätherisches Öl mit 1,8-Cineol (20-40 %), außerdem (+)-alpha-Terpineolacetat, Limonen (2-14 %) und Sabinen (3-5 %).

Ausserdem enthält der Samen Fettes Öl mit Linolensäure, Ölsäure, Palmitinsäure.
Weitere Inhaltsstoffe sind: Kohlenhydrate (Stärke 20-40 %, Zucker 5 %), Protein (etwa. 10 %), Gummi, reichlich Mangan und Eisen.

Zur Wirkung und Anwendung von Kardamomsamen bzw. Kardamomöl

Das Kardamom als Gewürz verdauungsfördernd wirkt, liegt irgendwie auf der Hand. Die Wirkung genauer zu fassen ist aber nicht so einfach.

Kardamom soll die Gallensekretion steigern. Das wurde jedoch mit relativ hohen Dosen eines acetonischen Extraktes bei Ratten festgestellt. Ob sich dieses Ergebnis auf den Menschen übertragen lässt, ist damit nicht belegt.

Wikipedia schreibt:

„ Ihr ätherisches Öl wirkt fördernd auf die Speichel-, Magen- und Gallensaftsekretion. In der Regel werden alkoholische Auszüge verwendet, bisweilen mit Kümmel und Fenchel kombiniert und in Fertigpräparaten gegen Verdauungsbeschwerden, Blähungen und zur Anregung des Appetits eingesetzt.“

Allerdings widerspricht dem, dass bei In-vivo-Versuchen an Kaninchen sowohl ein Wasser- als auch ein Methanolextrakt der Kardamomsamen die Säure- und Pepsinsekretion des Magens vermindert hat.

In arabischen Ländern wird dem Kardamom eine Wirkung als Aphrodisiakum nachgesagt, ohne dass diesbezüglich etwas geklärt wäre.

Kardamom als Gewürz

„Kardamomsamen sind ein verbreitetes Gewürz in der asiatischen und arabischen Küche. Sie sind ein Hauptbestandteil indischer Masalas, des bekannten Chai-Tee und des ihnen nachempfundenen Currypulvers. Das berühmte ayurvedische Konfekt Laddu, welches aus Ghee-Butter hergestellt wird, enthält auch Kardamom. In der europäischen Küche findet das Gewürz hauptsächlich Verwendung in Weihnachtsgebäck wie Lebkuchen und Spekulatius, aber auch in Wurstwaren, Likören, Schokolade und als Bestandteil von Gewürzmischungen. In Schweden ist Kardamom außerdem ein typischer Bestandteil süßer Backwaren (z. B. Kanelbulle) und im Glühwein (Glögg). Bei der Zubereitung von arabischem Mokka wird dem Kaffeemehl häufig Kardamom zugegeben. Trotz desselben Namens wird der sogenannte schwarze Kardamom (Amomum subulatum) ausschließlich für pikante Gerichte verwendet.“

(Quelle: Wikipedia)

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Phytotherapie: Zur Wirkung von Koriander / Korianderöl

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Koriander wird in erster Linie als Gewürz verwendet, man kann ihn aber durchaus auch zu den Heilpflanzen mit Wirkung im Verdauungstrakt zählen.

Der Echte Koriander (Coriandrum sativum) ist ein einjähriges Kraut aus der Familie der Doldenblütler (Apiaceae).

Weitere gebräuchliche Namen sind zum Beispiel Arabische Petersilie, Asiatische Petersilie, Chinesische Petersilie, Gartenkoriander, Gebauter Koriander, Gewürzkoriander, Indische Petersilie.

Die Koriander-Pflanze riecht stark nach Wanzen.

Der Geruch von Korianderblättern wurde im Mittelalter daher häufig mit dem Geruch von Bettwanzen verglichen. Chemische Analysen zeigen, dass das Korianderaroma durch diverse Aldehyde bestimmt wird, die so oder ähnlich auch in Seifen vorkommen. Auch verschiedene Insekten produzieren durch Zersetzung von Fettmolekülen ähnliche Gerüche, um andere Tiere anzulocken oder abzuschrecken. Man kann die Abneigung gegen Korianderblätter darum mit einem Schutzmechanismus erklären.

Bei Personen, die nicht mit diesem Aroma vertraut sind, erkennt das Gehirn unter Umständen die Ähnlichkeit mit Seife und der Körper reagiert mit starken instinktiven Abwehrreaktionen, die bis zum Erbrechen führen können. Darüber hinaus könnte die Abneigung gegen Korianderblätter möglicherweise auch eine genetische Komponente besitzen, zumindest bei einigen Menschen. Dies wurde von Charles J. Wysocki vom Monell Chemical Senses Center in Philadelphia in mehreren Studien erforscht. Tatsache ist jedoch auch, dass viele Menschen ihre anfängliche Abneigung gegen Korianderblätter nach wiederholtem Genuss überwunden haben.

Koriander enthält ätherisches Öl – das Korianderöl.  In der Frucht (Samen) sind als Hauptbestandteil des Korianderöls Linalool, Geraniol, α- und β-Pinen, Limonen, Geranylacetat, α- und γ-Terpinen, Borneol enthalten. Besonders die ersten Komponenten sorgen für den angenehmen Geruch der Samen und kommen erst nach der Trocknung zur Geltung.

Wozu wird Koriander als Heilpflanze eingesetzt?

„Koriander findet seit der Zeit des antiken Ägypten auch Verwendung in der Pflanzenheilkunde. Die ätherischen Öle wirken appetitanregend, verdauungsfördernd, krampflösend und lindernd bei Magen- und Darmleiden. Dementsprechend ist Koriander in vielen Medikamenten gegen Magen- und Darmstörungen enthalten. Koriander wirkt jedoch schwächer als Kümmel oder Fenchel. Dazu müssen die Samen gequetscht oder zerrieben werden, weil sonst die Öle nicht mit Wasser herausgelöst werden können. Auch bei Tieren kann Koriander gegen Blähungen eingesetzt werden. Die Statistik in der Schweiz zeigt, dass 15 % aller Allergiker empfindlich auf Koriander reagieren. Die Empfindlichkeit zählt zum Sellerie-Beifuß-Syndrom. Bei empfindlichen Menschen kann der Pflanzensaft unter Einwirkung von Sonnenlicht auch photoallergische Hautreaktionen bewirken.“

(Quelle: Wikipedia)

Neben den günstigen Wirkungen der Koriandersamen bei Verdauungsstörungen verdient vor allem das Korianderöl Beachtung. Es wirkt ausgezeichnet gegen Bakterien und Hautpilze.

Dazu zwei Zitate:

„Korianderöl hat eine gute antimikrobielle Wirkung: Das ätherische Öl zeigt im Agar-Diffusionstest eine antibakterielle Wirkung gegen zahlreiche Keime. Selbst die Dämpfe von Korianderöl sind noch wirksam. Korianderöl bewirkt außerdem eine vollständige Wachstumshemmung bei zahlreichen Pilzen.“

Quelle:

http://www.kup.at/db/phytokodex/datenblatt/Korianderfrucht.html

Detaillierter:

„In-vitro-Studien belegen die antimikrobielle Wirkung des Korianderöls und der Früchte. Maruzella zeigte 1959 die antibakterielle Wirkung der Korianderfrüchte gegen E. coli, Erwinia caratovora, Mycobacterium smegmatis, Streptomyces venezuelae, sowei die antifungale Wirkung gegen verschiedene Pilze, wie Epidermophyton interdigitale, Microsporum canis u.a.

Für Korianderöl ist ….eine antibakterielle Wirkung gegen verschiedene Keime , u.a. Pseudomonas aeruginosa bewiesen. Korianderöl-Dämpfe weisen eine antibakterielle Wirkung gegen Bacillus subtilis, Salmonella thyphosa und besonders Mycobacterium avivum auf.

Bei den Pilzen Aspergillus aegypticus, Penicillium cyclopium und Trichoderma viride wurde im Agar-Diffusionstest eine vollständige Wachstumshemmung beobachtet.

Im Vergleich verschiedener Pflanzenextrakte zeigte Korianderöl im Agar-Diffusionstest eine starke Hemmung des Wachstums von Listeria monozytogenes, Staphylococcus aureus, Yersinia enterocolica, Lactobacillus plantarum, Aspergillus niger, Geotrichum, Rhodotorula u.a. auf.“

(Quelle: Phytotherapie bei Hauterkrankungen, Matthias Augustin / Yvonne Hoch, Urban & Fischer 2004)

Korianderöl hat ein sehr geringes Allergisierungspotenzial. Für Externas, die bis zu 6% Korianderöl einhalten, gibt es gute klinische Erfahrung, vor allem bei superinfizierten Ekzemen. Auch eine Anwendung bzw. Wirksamkeit gegen Fusspilz ist plausibel.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Völlegefühl mit Heilpflanzen lindern

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Rechtzeitig auf die Festtage hin publiziert die Nachrichtenagentur dpa eine Meldung unter dem Titel

„Völlerei mit Heilpflanzen begegnen“.

Da möchte ich doch vorgängig noch den schüchternen Einwand erheben, dass Völlerei nicht so schicksalhaft mit Weihnachten verbunden ist, wie es manchmal aussehen mag. Auch dosierte „Futterzufuhr“ bringt Genuss und ist der nachträglichen „Pannenbehebung“ mit Heilpflanzen vorzuziehen.

Hier aber nun eine modifizierte Zusammenfassung der an sich durchaus sinnvollen Meldung:

Verdauungsproblemen durch fettreiche Mahrzeiten kann durch Heilpflanzen mit Bitterstoffen vorgebeugt werden. Die Bitterstoffe steigern die Säurebildung im Magen und regen den Appetit an.

Damit beispielsweise Tees oder Extrakte aus Enzianwurzel oder Löwenzahn gut wirken können, sollten sie eine halbe Stunde vor einer Mahlzeit eingenommen werden, empfiehlt Erika Fink, Präsidentin der Bundesapothekerkammer in Berlin.

Ein bitterer Tee soll laut Fink am besten einige Zeit im Mund belassen werden. Dadurch können die Geschmacksknospen auf der Zunge gut aktiviert werden. Wer unter Magenschmerzen durch zu viel Säure leidet, sollte allerdings Bitteres meiden und stattdessen zu synthetischen Säurebindern greifen.

Hilfreich bei Völlegefühl sind auch verschiedene Heilpflanzen mit ätherischen Ölen wie zum Beispiel Fenchelfrüchte. Sie können krampflösend oder verdauungsfördernd wirken und lindern dadurch die Beschwerden. Unmittelbar bevor man einen Tee aus Fenchelfrüchten zubereitet, sollten die Pflanzenteile leicht angequetscht werden, etwa in einem Mörser oder mit der Außenseite eines Löffels. Dadurch geben sie ihr ätherisches Öl besser in das Aufgusswasser ab.

Quelle:

http://de.news.yahoo.com/26/20101222/thl-vllerei-mit-heilpflanzen-begegnen-b930478.html

Kommentar & Ergänzung.

Das ätherische Öl aus den Fenchelfrüchten löst sich auch besser im Fencheltee, wenn ein Teil des Wassers durch Vollmilch ersetzt wird. Das ist allerdings geschmacklich für viele Leute etwas gewöhnungsbedürftig.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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