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Zitronengrasöl wirksam gegen Hautpilz

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Die Kleienpilzflechte (Pityriasis versicolor) wird durch Malassezia-Hefen ausgelöst. Die Erkrankung verursacht zwar keine gravierenden Beschwerden, doch der Leidensdruck bei Betroffenen ist trotzdem hoch.

Forscher untersuchten daher in einer Studie, ob sich die Pilzinfektion durch eine spezielle Zubereitung aus Zitronengras (Cymbopogon citratus) lindern lässt. Patienten, die Shampoos und Cremes mit Zusatz von Zitronengrasöl auf der betroffenen Kopfhaut verwendeten, profitierten von der pflanzlichen Behandlung ebensosehr wie Patienten in der Kontrollgruppe, die ein herkömmliches Antipilzmittel (Ketoconazol) einsetzten.

Besonders für Menschen mit Unverträglichkeiten der üblich eingesetzten antimykotischen Präparate biete sich ein Versuch mit dem gut verträglichen Zitronengrasöl in äußerlicher Anwendung an.

Quelle:

http://www.carstens-stiftung.de/artikel/zitronengras-lindert-hautpilz.html

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23793205

Carmo ES, Cavalcante NM, Oliveira Lima E de, Oliveira Pereira F de, Gayoso CW. Treatment of pityriasis versicolor with topical application of essential oil of Cymbopogon citratus (DC) Stapf – therapeutic pilot study. An Bras Dermatol 2013; 88(3): 381-385

 

Kommentar & Ergänzung:

Zitronengras ( = Lemongras) stammt vermutlich aus Südindien und Sri Lanka und wird inzwischen in vielen Teilen der Welt angebaut. Aus der orientalischen Küche ist es nicht wegzudenken (Indien, Thailand). Lemongrasöl enthält grosse Mengen am Citral (Geranial, Neral) und viele weitere Monoterpene. Lipophile Monoterpene interagieren mit zellulären Biomembranen und können die Aktivität von Membranproteinen modifizieren, vor allem von Ionenkanälen und Rezeptoren. Diese Eigenschaften könnten antimikrobielle Wirkungen des Zitronengrasöls erklären. Eine antimykotische (= pilzhemmende) Wirkung ist deshalb plausibel. Allerdings zeigen viele ätherische Öle antimikrobielle Wirkungen (z. B. Lavendelöl, Korianderöl, Teebaumöl, Thymianöl, Eukalyptusöl, Kümmelöl).

Bei der Anwendung auf der Haut spielt neben der Stärke der antimikrobiellen Wirkung auch die Verträglichkeit eine Rolle. In dieser Hinsicht sind Lavendelöl und Korianderöl meine Favoriten.

Siehe auch:

Ätherische Öle bei Mykosen / Pilzinfektionen

Zur Wirkung von Korianderöl

Aromatherapie / Phytotherapie: Zur Wirkung von Teebaumöl 

Phytotherapie bei Hautpilzen

Jasminöl, Teebaumöl und Minzöl gegen Scheidenpilz untersucht

Lavendelöl wirksam gegen Hautpilze

 

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe

Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse

Heilpflanzenexkursionen in den Bergen / Kräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

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Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

 

 

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Welt-Elefanten-Tag: „Traffic“ verlangt von Thailand Verbot von Elfenbein-Handel

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Dem Elfenbein ist nicht anzusehen, ob es von einem Elefanten aus Afrika oder von einem aus Thailand stammt.

Dieses Schlupfloch nutzen Schmuggler aus, stellt die Tierschutz-Organisation „Traffic“ fest. Denn der internationale Elfenbein-Handel ist zwar untersagt, in Thailand darf jedoch einheimisches Elfenbein verkauft werden, solange es nicht von Wildtieren stammt. Dadurch werde Thailand zur Drehscheibe des weltweiten illegalen Handels, indem die Schmuggler afrikanisches Elfenbein umdeklarieren, warnt „Traffic“. Die Organisation verlangt von der thailändischen Regierung zum heutigen Welt-Elefanten-Tag, dass sie dieses Schlupfloch stopft. Das hatte Regierungschefin Yingluck Shinawatra auch im Frühling bei einer Artenschutz-Tagung angekündigt. Details zur Umsetzung lassen jedoch noch auf sich warten.
„Traffic“ erklärt, dass jedes Jahr Tausende Elefanten wegen ihres Elfenbeins getötet werden.

Quelle:

http://www.dradiowissen.de/nachrichten.59.de.html?drn:news_id=252876

Kommentar & Ergänzung:

Der illegale Elfenbein-Handel boomt vor allem in China, wo Elfenbein zum Teil als Wertanlage betrachtet und gekauft wird. Inzwischen gibt es allerdings auch gross angelegte Medienkampagnen in China, die sich gegen den Elfenbein-Handel stellen.

Auch Vietnam trägt zur Steigerung im Elfenbein-Handel bei.

Es braucht internationalen Druck, damit Elefanten gegen Wilderei besser geschützt werden.

Was ist „Traffic“?

„ TRAFFIC ist eine internationale Artenschutzorganisation, die den Handel mit gefährdeten Tier- und Pflanzenarten aus der Wildnis überwacht und sich dafür einsetzt, dass der Erhalt der Natur davon nicht bedroht wird. Der Name steht für „Trade Records Analysis of Flora and Fauna in Commerce“.

TRAFFIC ist ein gemeinsames Programm des World Wide Fund For Nature (WWF) und der Weltnaturschutzunion (IUCN). Außerdem arbeitet TRAFFIC eng mit dem Sekretariat der Artenschutzkonferenz (CITES) zusammen. Das 1976 gegründete Artenschutzprogramm hat seinen Hauptsitz in Cambridge, Großbritannien und Büros in Afrika, Asien, Nord-, Süd- und Mittelamerika, sowie Europa und Ozeanien.

Seit der Gründung hat TRAFFIC einen Ruf als verlässliche und unabhängige Organisation im Artenschutz aufbauen können. Das weltweite Netzwerk beruht auf Erforschung des Handels mit wilden Tier- und Pflanzenarten und sucht innovative und praktikable Lösungen, die mithilfe der neusten Information geeignete Regelungen für Mensch und Arten anbieten.“

(Quelle: Wikipedia)

Was ist Elfenbein?

Fundierte Informationen auf www.materialarchiv.ch

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Gewürze: Kardamom fördert Verdauung und aromatisiert den Kaffee

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Bohnenkaffee werde durch eine winzige Prise Kardamom verträglicher. Darüber hinaus sollen die Samen, die man wegen ihrer Empfindlichkeit immer in den Kapseln kaufen sollte, Appetit und Verdauung anregen. Kardamom eigne sich besonders zum Würzen von Gebäck, Kompott und Süßspeisen, aber auch für Blutwurst oder Kochschinken.

Quelle: http://derstandard.at/1350260941875/Gewuerze-und-ihre-Wirkung

Kommentar & Ergänzung:

Zwischen Gewürzen und Heilpflanzen gibt es oft fliessende Übergänge.

Kardamom (Elettaria cardamomum) gehört zur Familie der Zingiberaceae (Ingwergewächse).

Die Gewürzpflanze stammt ursprünglich aus Südindien, Sri Lanka, Irak und Thailand. Ein wichtiges Exportland ist heute auch Guatemala, weitere Anbauländer sind Tansania, Madagaskar, Papua-Neuguinea und Vietnam.

Hauptwirkstoff in den Kardamomsamen ist ein ätherisches Öl mit 1,8-Cineol (20-40 %), außerdem (+)-alpha-Terpineolacetat, Limonen (2-14 %) und Sabinen (3-5 %).

Ausserdem enthält der Samen Fettes Öl mit Linolensäure, Ölsäure, Palmitinsäure.
Weitere Inhaltsstoffe sind: Kohlenhydrate (Stärke 20-40 %, Zucker 5 %), Protein (etwa. 10 %), Gummi, reichlich Mangan und Eisen.

Zur Wirkung und Anwendung von Kardamomsamen bzw. Kardamomöl

Das Kardamom als Gewürz verdauungsfördernd wirkt, liegt irgendwie auf der Hand. Die Wirkung genauer zu fassen ist aber nicht so einfach.

Kardamom soll die Gallensekretion steigern. Das wurde jedoch mit relativ hohen Dosen eines acetonischen Extraktes bei Ratten festgestellt. Ob sich dieses Ergebnis auf den Menschen übertragen lässt, ist damit nicht belegt.

Wikipedia schreibt:

„ Ihr ätherisches Öl wirkt fördernd auf die Speichel-, Magen- und Gallensaftsekretion. In der Regel werden alkoholische Auszüge verwendet, bisweilen mit Kümmel und Fenchel kombiniert und in Fertigpräparaten gegen Verdauungsbeschwerden, Blähungen und zur Anregung des Appetits eingesetzt.“

Allerdings widerspricht dem, dass bei In-vivo-Versuchen an Kaninchen sowohl ein Wasser- als auch ein Methanolextrakt der Kardamomsamen die Säure- und Pepsinsekretion des Magens vermindert hat.

In arabischen Ländern wird dem Kardamom eine Wirkung als Aphrodisiakum nachgesagt, ohne dass diesbezüglich etwas geklärt wäre.

Kardamom als Gewürz

„Kardamomsamen sind ein verbreitetes Gewürz in der asiatischen und arabischen Küche. Sie sind ein Hauptbestandteil indischer Masalas, des bekannten Chai-Tee und des ihnen nachempfundenen Currypulvers. Das berühmte ayurvedische Konfekt Laddu, welches aus Ghee-Butter hergestellt wird, enthält auch Kardamom. In der europäischen Küche findet das Gewürz hauptsächlich Verwendung in Weihnachtsgebäck wie Lebkuchen und Spekulatius, aber auch in Wurstwaren, Likören, Schokolade und als Bestandteil von Gewürzmischungen. In Schweden ist Kardamom außerdem ein typischer Bestandteil süßer Backwaren (z. B. Kanelbulle) und im Glühwein (Glögg). Bei der Zubereitung von arabischem Mokka wird dem Kaffeemehl häufig Kardamom zugegeben. Trotz desselben Namens wird der sogenannte schwarze Kardamom (Amomum subulatum) ausschließlich für pikante Gerichte verwendet.“

(Quelle: Wikipedia)

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Zur Diskussionskultur bei Elefanten…….

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Wenn sich eine Elefantenherde in Bewegung setzt, dann geschieht das nicht spontan, wie Verhaltensforscher nun herausgefunden haben. Die dominanten Elefanten aus der Herde bilden ein Komitee – und beraten die Entscheidung.

Ein entsprechendes Tondokument haben nun Wissenschaftler um Caitlin O’Connell-Rodwell präsentiert. Wie die Forscher im Fachblatt „Bioacoustics“ berichten, produzieren Afrikanische Elefanten im Debattenmodus tiefe, gurgelnde Töne, die in anderen Situationen nicht vorkommen.

Den Auftakt macht das dominante Tier, dann stimmen die nächsten ein bis zwei Ranghöchsten in die minutenlange Konversation ein.

Auf der Website von „Science Now“ können Sie nun einen Ausschnitt aus einer solchen Debatte hören. Sie kreise um die Frage, ob nun die Wasserstelle verlassen werden soll oder nicht – und ende mit dem einstimmigen Beschluss: Wir gehen!

Quelle:

http://science.orf.at/stories/1706097/

„Antiphonal vocal bouts associated with departures in free-ranging African elephant family groups“, Bioacoustics (DOI:10.1080/09524622.2012.686166).

Kommentar & Ergänzung:

Naja, so einfach wird die Übersetzung aus der Elefantensprache in die Menschensprache wohl nicht sein.

Ob es wohl bei den Elefanten auch – nach Friedemann Schulz von Thun – in jeder Kommunikation eine Beziehungsebene, eine Sachebene, eine Appellebene und eine Selbstoffenbarungsebene gibt?

Und entsprechend ein Sachohr, Beziehungsohr, Appellohr und Selbstoffenbarungsohr?

Gewiss ist allerdings auch aus anderen Studien, dass Elefanten eine differenzierte Kommunikation und ein faszinierendes Sozialleben haben.

Hier noch ein paar interessante Informationen über Elefanten:

Die Bedeutung der Elefanten in Mythologie und Symbolik

„Der Elefant gilt als weise, stark und keusch, aber auch als nachtragend. Er ist das Wappentier mehrerer asiatischer und afrikanischer Staaten sowie das politische Wappentier der Republikaner in den USA. Der höchste dänische Orden heißt Elefantenorden. Die Seekriegsflagge Thailands ziert ein weißer Elefant, der dort als Zeichen von Macht verehrt wird.

In der indischen Mythologie ist Airavata der erste Elefant. Gott Ganesha erscheint mit dem Kopf eines Elefanten. Er ist eine der beliebtesten Gottheiten des Hinduismus und gilt als Verkörperung von Weisheit und Wohlstand und als Helfer in schwierigen Lebenssituationen. Die buddhistische Überlieferung kennt eine Legende, nach der Mahamaya, der Mutter Siddhartha Gautamas, vor dessen Geburt ein weißer Elefant erschien.

Im Gleichnis ‚Die blinden Männer und der Elefant‘, das im Sufismus, Jainismus, Buddhismus und Hinduismus erzählt wird, geht es um die begrenzte Fähigkeit des Menschen, die Realität – symbolisch durch den Elefanten dargestellt – so zu erkennen und zu verstehen, wie sie wirklich ist.

In China erscheint ein weißer elefantenköpfiger Gott, der eine jungfräuliche Göttin, Moye, schwängert. Moye gebiert den Helden Fu-Hi. In China gelten Elefanten noch heute als Symbol für männliche Potenz. Im Judentum bzw. Christentum taucht der elefantenköpfige Dämon Behemoth auf, und auch er symbolisiert die „Fleischlichkeit“, d. h. die sexuelle Energie. Die Verbindung zwischen Elefanten und sexueller Energie existierte auch in Heldenepen des europäischen Mittelalters, in denen „Hörner aus Elfenbein“ eine wichtige Rolle spielten (z. B. das Horn Olifant im Rolandslied). Gemahlenes Elfenbein gilt noch heute bei einigen asiatischen Völkern als Potenzmittel. In eine andere Richtung deutet dagegen die Legende vom Elefantenfriedhof.

Seit dem indischen Chaturanga bestand in vielen historischen Schachformen eine Elefantenfigur.

Schließlich ist der Begriff des Elefanten teilweise auch negativ besetzt. So knüpft die Redensart „wie ein Elefant im Porzellanladen“ an die Vorstellung an, Elefanten seien ungeschickt.“

(Quelle: Wikipedia)

Zum Amboseli Elephant Research Project

„Das Amboseli Elephant Research Project ist ein Projekt der Non-Profit-Organisation Amboseli Trust for Elephants. Es ist das detaillierteste und langfristigste Projekt zur Erforschung der Afrikanischen Elefanten. Ziel des Forschungsprojekts ist das Studium des Sozialverhaltens, der Altersstruktur und der Populationsdynamik Afrikanischer Elefanten.

Das Forschungsprojekt wurde 1972 von Cynthia Moss und Harvey Croze in dem im Süden Kenias liegenden Amboseli-Nationalpark initiiert. Der Amboseli-Park zeichnet sich dadurch aus, dass in dem rund 390 Quadratkilometer großen Park nur wenig Wilderer aktiv waren. Das ist insbesondere dem Volk der Massai, den Besitzern des umliegenden Landes, sowie der ständigen Anwesenheit von Touristen und Forschern zu verdanken. Damit gehört Amboseli zu den wenigen Regionen in Afrika, in denen die Altersstruktur der Elefanten unverzerrt geblieben ist. In dem Areal, das von Wildhütern und Wissenschaftern ganzjährig überwacht wird, werden vor allem die Interaktionen der Elefanten und ihr Netzwerk von Familien, Familiengruppen, Sippen und Populationen beobachtet.

Zwischen September 2007 und Mai 2008 wurde von Animal Planet eine 13-teilige Dokumentation über die Elefanten im Amboseli-Nationalpark und die Arbeit des Amboseli Trust for Elephants gefilmt.“

(Quelle: Wikipedia)

Website (englisch): http://www.elephanttrust.org/node/268

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Heilkräuter gegen Verdauungsprobleme

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Die ZDF-Sendung „Volle Kanne“ kümmerte sich vor einiger Zeit um menschliche Verdauungsprobleme:

„Vor allem über die Festtage kann der reguläre Essensrhythmus schnell aus dem Tritt geraten. Völlegefühl, Magendrücken und allgemeines Unwohlsein sind meist die Folge. Ein Schnäpschen nach dem Essen ist aber nicht die beste Möglichkeit, sich Erleichterung zu verschaffen.“

Das wohlige Brennen in der Kehle und die Wärme komme nur von der besseren Durchblutung des Magens nach dem Schnapsgenuss, erklärte die Ernährungsexpertin Dr. Brigitte Bäuerlein.

„Tatsächlich reize der Alkohol die Magenschleimhaut, hemme den Stoffwechsel und setze den Körper einem zusätzlichen Verdauungsstress aus. ‚Besser ist es, vor dem Essen einen Kräuter-Aperitif zu sich zu nehmen. Der bereitet die Verdauung vor und regt die Produktion der Gallensalze und Magensäure an.’

Auch ein Espresso, Mokka oder Kaffee nach dem Essen kann eine Wohltat sein. Kaffee wirkt in der Tat leicht abführend. Gibt man noch etwas Kardamom hinzu, regt er sogar die Fettverdauung an und wirkt entkrampfend. Noch besser eignen sich Kräuter zur Verdauung: Muskat, Ingwer, Anis, Gewürznelken, Zitronenmelisse, Kardamom, Thymian, Kümmel, Fenchel. Gibt man sie den Speisen hinzu, wird die Verdauung schon beim Verzehr positiv beeinflusst. So kann man etwa Fleisch mit einem Thymianzweig anbraten oder Fenchelgemüse als Beilage servieren. Zitronenmelisse eignet sich hervorragend als Dessert-Garnitur oder aufgebrüht als verdauungsfördernder Tee.“

Quelle:

http://vollekanne.zdf.de/ZDFde/inhalt/23/0,1872,8169111,00.html?dr=1

Kommentar & Ergänzung:

Das sind durchwegs vernünftige Tipps. Viele Gewürze wirken gegen Verdauungsbeschwerden.

Interessant finde ich in dieser Aufzählung der Gewürze den Kardamom:

„Kardamomsamen sind ein verbreitetes Gewürz in der asiatischen und arabischen Küche. Sie sind ein Hauptbestandteil indischer Masalas, des bekannten Chai-Tee und des ihnen nachempfundenen Currypulvers. Das berühmte ayurvedische Konfekt Laddu, welches aus Ghee-Butter hergestellt wird, enthält auch Kardamom. In der europäischen Küche findet das Gewürz hauptsächlich Verwendung in Weihnachtsgebäck wie Lebkuchen und Spekulatius, aber auch in Wurstwaren, Likören, Schokolade und als Bestandteil von Gewürzmischungen. Kardamom ist außerdem ein typischer Bestandteil süßer schwedischer Backwaren (z. B. Kanelbulle) und des schwedischen Glühweines (Glögg). Bei der Zubereitung von arabischem Mokka wird dem Kaffeemehl häufig Kardamom zugegeben. Trotz des selben Namens wird der sogenannte schwarze Kardamom (Amomum subulatum) ausschließlich für pikante Gerichte verwendet.“

(Quelle: Wikipedia)

Und zum Kardamom in Medizin und Volksmedizin:

„Kardamom wirkt verdauungsfördernd, krampflösend und blähungstreibend. Er ist außerdem Bestandteil einiger Arzneimittel aus der Gruppe der Magen-Darm-Mittel. Des Weiteren gilt er als allgemeines Anregungsmittel (Aphrodisiakum) für Körper und Geist. Das Kardamomöl hat geringes Allergiepotenzial. Besonders in den arabischen und asiatischen Kulturen erfährt Kardamom eine hohe Wertschätzung.“

(Quelle: Wikipedia)

Woher stammt der Kardamom?

„Kardamom stammt ursprünglich aus Südindien, Sri Lanka, Irak und Thailand. Ein großes Exportland ist heute auch Guatemala, weitere Anbauländer sind Tansania, Madagaskar, Papua-Neuguinea und Vietnam.“

Falls Sie an sorgfältigem Wissen über Wirkung und Anwendung von Heilpflanzen interessiert sind, finden Sie dazu meine Kurse und Lehrgänge oben über den Menüpunkt „Kurse“.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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WWF warnt vor Ausrottung der Irawadi-Delphine im Mekong-Delta

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Wie viele der bedrohten Irawadi-Delphine leben noch im Mekong-Delta in Südostasien?

Die Umweltstiftung WWF kommt aufgrund von Fotos der Rückenflossen der Delphine auf eine Zahl von 85. Laut dem WWF-Bericht wächst die Delphin-Population nicht mehr, weil zu wenig Jungtiere überleben. Grund dafür seien schlechte Umweltbedingungen und die Fischerei mit Treibnetzen, in denen sich Delphine verfangen. Daher verlangt der WWF von der Regierung in Kambodscha bessere Schutzrechte für die Tierart.

Die Zahlen der Umweltstiftung wurden schon in der Vergangenheit immer wieder angezweifelt. Eine Regierungskommission für den Schutz des Mekongs und den Ökotourismus gibt die Anzahl der Irawadi-Delphine mit mehr als 150 Exemplaren an.

Die Fischerei im Mekong ist eine bedeutende Nahrungsquelle für die Anwohner des Flusses.

Quelle:

http://wissen.dradio.de/nachrichten.59.de.html?drn:news_id=49034&drn:date=1313575200

http://wwf.panda.org/?201283/Urgent-action-needed-to-avoid-extinction-of-Mekong-dolphins

Kommentar & Ergänzung:

Auch wenn es noch 150 Delphine sein sollten, scheint mir das wenig und die Warnung nachvollziehbar. Isolierte, kleine Populationen sind immer gefährdet.

Hier noch ein paar Zusatzinformationen aus Wikipedia zum Irawadi-Delphin:

„Der Irawadidelfin (Orcaella brevirostris) ist ein in asiatischen Küstenregionen lebender kleiner Wal, über dessen Zuordnung lange Zeit Uneinigkeit herrschte; er wird heute meistens den Delfinen zugeordnet…..

Die Länge dieses Delfins liegt bei 2,30 Meter, mit bis zu 2,75 Meter. Das Gewicht reicht bis zu 150 Kilogramm…..

Verbreitung:

Obwohl dieser Delfin nach einem Fluss, dem Irawadi, benannt ist, handelt es sich bei ihm um keinen echten Flussdelfin. Die meisten Populationen leben nahe der Küsten in Buchten und Flussdeltas, wobei sie gelegentlich einen Fluss aufwärts schwimmen. Andere Populationen leben aber auch dauerhaft in Flüssen, beispielsweise im Mekong. Beheimatet ist der Irawadidelfin an den Küsten von Bangladesch, Myanmar, Thailand, Kambodscha, Vietnam, Malaysia, Indonesien, Palawan, Neuguinea und Nordaustralien. Die Populationsgruppe im Mekong erreicht von Kambodscha aus auch noch den laotischen Flussabschnitt…….

Lebensweise:

Irawadidelfine haben keine langen Tauchzeiten. Sie kommen etwa einmal je Minute zum Luftholen an die Oberfläche, wobei sich nur ihr Kopf und Rücken zeigt. Sie springen nie, folgen aber gelegentlich Booten. Ihre Nahrung besteht aus Krebstieren, die aus dem Bodenschlamm gewühlt werden. Daneben werden auch Fische und Kopffüßer gefressen. Wie andere Delfine auch leben Irawadidelfine in Schulen, die aus bis zu sechs Tieren bestehen, vereinzelt wurden auch Schulen mit 15 Tieren beobachtet. Gelegentlich werden aber auch einzelne Tiere gesehen, vor allem in den Flussläufen.

Die Irawadidelfine haben durchschnittlich alle zwei Jahre ein Junges. Die Tiere kann man als endemisch bezeichnen…..

Gefährdung:

Über die Populationsszahlen des Irawadidelfins ist wenig bekannt. In den meisten Ländern seines Verbreitungsgebiets steht er unter Schutz. Allerdings verfängt er sich häufig in Fischernetzen und erstickt. In manchen Gegenden wurde er hierdurch fast ausgerottet, so im Mekongdelta. Auch die geographisch isolierte Population Palawans wird von der IUCN als gefährdet („vulnerable“) eingestuft. Sedimentation, starker Schiffsverkehr sowie umweltschädliche Fangmethoden sind einige Gründe, warum die Population beständig abnimmt.“

(Quelle: Wikipedia)

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Phytotherapie & Arzneipflanzenforschung

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Phytotherapie verbindet die Erfahrungen traditioneller Pflanzenheilkunde mit den Ergebnissen moderner Arzneipflanzenforschung. Dieser weite Bogen macht Phytotherapie herausfordernd und interessant.

Beide Bereiche – die Tradition und die wissenschaftliche Forschung – verlangen aber eine sorgfältige Auseinandersetzung.

Tradition hat nicht immer fraglos Recht.

Siehe dazu:

Komplementärmedizin – hat Tradition Recht?

Und wissenschaftliche Forschung sagt nicht einfach, wie es ist. Sie muss eingeordnet und sorgfältig in ihren Aussagen interpretiert werden.

Hier ein Zitat zur Bedeutung der wissenschaftlichen Arzneipflanzenforschung für Medizin und Pharmazie:

„Die Erforschung der Pflanzen traditioneller Heilsysteme hat sich als eine lohnende Strategie in der phytomedizinischen Forschung erwiesen. Gerade vor dem Hintergrund ethnomedizinischer Berichte über exotische pflanzliche Heilmittel sind Medizinalpflanzen fremder Kulturen und ferner Länder eine wahre Schatztruhe für die Auffindung neuer Naturstoffe mit neuen innovativen Strukturen und pharmakologisch interessanten Wirkungen. Doch auch altbewährte Arzneipflanzen haben in den letzten Jahren durch eine Neubewertung nach streng wissenschaftlichen Kriterien wesentliche Impulse für die moderne Arzneipflanzenforschung geliefert. Zu etwa einem Drittel sind moderne Arzneimittel pflanzlicher Herkunft oder nach dem Vorbild pflanzlicher Inhaltsstoffe (Artemisinin, Chinin, Morphin, Taxol, Vinblastin, Vincristin etc) hergestellt. Phytopharmaka sind auch in der modernen Medizin unverzichtbar. Denn trotz aller Fortschritte der synthetischen Chemie sind hier auch heute noch Grenzen offenkundig. Auf der anderen Seite ist für die Wirksamkeit pflanzlicher Arzneimittel typischerweise das Zusammenwirken mehrerer Inhaltsstoffe verantwortlich. Diese Tatsache reflektiert ein generelles Problem für die Entwicklung rationaler Phytopharmaka.“

Quelle:

Pharmazeutische Biologie, Prof. Dr. H. Kolodziej

Freie Universität Berlin

http://www.pharmazie.fu-berlin.de/index.html

Kommentar & Ergänzung:

Von den erwähnten Wirkstoffen  Artemisinin, Chinin, Morphin, Taxol, Vinblastin und Vincristin hier ein paar Zusatzinformationen über Arteminisin und Taxol, die beide intensiv erforscht und therapeutisch genutzt werden.

Zum Arteminisin, das in der Malariabehandlung angewendet wird:

Artemisinin ist ein sekundärer Pflanzenstoff, chemisch ein Sesquiterpen, der in den Blättern und Blüten des Einjährigen Beifußes (Artemisia annua) vorkommt. Charakteristika der Artemisininstruktur sind ein Trioxanringsystem und eine Peroxidbrücke. Es wird weltweit zur Behandlung von Infektionen mit multiresistenten Stämmen von Plasmodium falciparum, dem Erreger der Malaria tropica, eingesetzt. Im Juni 2009 wurden vom Tropeninstitut der Mahidol-Universität (Bangkok, Thailand) deutliche Anzeichen für erste Resistenzen gegenüber Artesunat (ein Derivat von Artemisinin) gemeldet, die Forscher des Instituts in Pailin (Westkambodscha) festgestellt hatten.

Artemisinin besitzt, eine Peroxidstruktur; bei hoher Konzentrationen an Eisenionen wird dieses Peroxid instabil und zerfällt in freie Radikale. Solche hohen Konzentrationen werden in Erythrozyten, aber auch in Plasmodien gefunden, die Eisen akkumulieren. Gelangt Artemisinin in mit Plasmodien infizierte Erythrozyten, zerstören die gebildeten Radikale möglicherweise den Parasiten. Jedoch gibt es Hinweise, dass Artemisinin-Derivate spezifischer wirken, indem sie beispielsweise pfATP6, eine Ca-ATPase hemmen.

(Quelle: Wikipedia)

Zum Taxol ( = Paclitaxel, Abraxane)

Paclitaxel ist eine in der Pazifischen Eibe (Taxus brevifolia) vorkommende Substanz aus der Gruppe der Taxane. Paclitaxel wird als Arzneistoff in der Medizin zur Behandlung verschiedener Krebsarten (z. B. Brustkrebs) eingesetzt.

Paclitaxel wird in der Therapie maligner Tumore (Chemotherapie) eingesetzt. Zu seinen Anwendungsgebieten gehören u. a. Ovarialkarzinome (in Kombination mit Cisplatin), Mammakarzinome (ggf. in Kombination mit Trastuzumab) und das nicht-kleinzellige Bronchialkarzinom (in Kombination mit Cisplatin oder Carboplatin) sowie das Prostatakarzinom (hier vor allem die synthetische Variante Docetaxel). Ferner wird es neben Sirolimus bei der Herzkatheterisierung (perkutane transluminale Koronarangioplastie, PTCA) zur Beschichtung von Stents („drug-eluting stents“) und Medikament-freisetzender Ballonkatheter (Drug-Eluting Ballons) verwendet, wodurch das Risiko eines erneuten Verschlusses der Koronararterie vermindert werden soll.“

(Quelle: Wikipedia)

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Phytotherapie: Appetitmangel bei Chemotherapie

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Ein Problem von Krebspatienten mit Chemotherapie ist der Appetitmangel.

Im „Phytoforum“ der „Ärztezeitung“ wurde die Frage gestellt, ob es Phytopharmaka gebe, die appetitanregend wirken.

Professor Karin Kraft, Lehrstuhl für Naturheilkunde Universität Rostock, antwortet darauf:

„Es gibt eine Vielzahl von Phytopharmaka, die aufgrund ihres Bitterstoffgehaltes appetitanregend wirken. Bei Malignomen eignen sich besonders Galgantwurzelstock oder Kalmuswurzelstock, die besonders wohlschmeckend sind.“

Kraft empfiehlt die Anwendung von Tinkturen, die in der Apotheke erhältlich sind:

„Bei Galgantwurzelstock 3x tgl. 10 Tropfen in etwas angewärmtem Wasser 15 Minuten vor den Mahlzeiten, bei Kalmuswurzelstock 3x tgl. 20-30 Tropfen in einem Glas Wasser vor den Mahlzeiten. Man sollte, wenn der Patient auf die eine Tinktur nicht mehr anspricht, jeweils auf die andere wechseln.“

Quelle:

http://www.aerztezeitung.de/medizin/article/647657/phyto-forum-pflanzlich-appetitmangel-chemotherapie.html

Kommentar & Ergänzung:

Was genau ist Galgant?

„Der Echte Galgant (Alpinia officinarum), auch Galgantwurzel, Kleiner Galgant, Galgant oder Siam-Galgant genannt, ist eine Pflanzenart, die zur Familie der Ingwergewächse (Zingiberaceae) gehört. Er wird als Gewürz- und Heilpflanze verwendet.“

(Quelle: Wikipedia)

Galgant ist auf Hainan (China) heimisch und wird dort sowie in Thailand und ganz Südostasien angebaut.

Und wozu wird Galgant verwendet?

„Das bis zu einem Meter lange Rhizom wird als Speisegewürz verwendet. Es riecht würzig und schmeckt bitter aromatisch sowie schwach brennend, erinnert etwas an Ingwer. Galgant ist Bestandteil von Gewürzmischungen (zum Beispiel Curry oder Leberwurstgewürz) und wird auch bei der Herstellung von Kräuterlikören geschätzt.

Die Pflanzenheilkunde verwendet das im Rhizom vorhandene ätherische Öl mit Gingerolen, Galangol, Flavonoiden und Gerbstoff. Neben der Anregung der Verdauung wirken die Inhaltsstoffe krampflösend sowie bakterien- und entzündungshemmend. Dadurch bietet sich eine Verwendung bei Appetitlosigkeit, Verdauungsbeschwerden wie Blähungen und Völlegefühl sowie bei leichten krampfartigen Beschwerden im Magendarmbereich an.“

(Quelle: Wikipedia)

Kommentar und Ergänzung:

Galgant wird schon im 9. Jahrhundert erwähnt als kostbare Heilpflanze, sich hohe geistliche und weltliche Würdenträger gegenseitig zum Geschenk machten.

Hildegard von Bingen widmet dem Galgant ein umfangreiches Kapitel. Sie empfiehlt die Heilpflanze bei Fieber, Rückenschmerzen, Seitenschmerzen, Herzleiden, üblem Mundgeruch, Heiserkeit, Krankheiten der Eingeweiden, Milzleiden, Gehörstörungen, nachlassende Geistes- und Sinnenkraft.

Heute gilt  Galgant dagegen hauptsächlich aufgrund der scharf-aromatischen Inhaltsstoffe als appetitanregendes , die Magensaftsekretion und Verdauung günstig beeinflussendes Mittel.

Und was ist Kalmus?

„Der (Indische) Kalmus (Acorus calamus) ist eine Sumpfpflanzenart aus der Gattung Kalmus (Acorus). Die Art stammt ursprünglich aus Asien und wurde etwa im 16. Jahrhundert in Mitteleuropa eingebürgert. Heute ist sie auf der gesamten Nordhalbkugel verbreitet.“

(Quelle: Wikipedia)

Die Inhaltsstoffe von Kalmus:

„Die Blätter enthalten bis zu 20 % Stärke, hinzu kommen 1,5–3,5 % Ätherisches Öl, unter anderem Asaron und Eugenol, sowie verschiedene Gerb- und Bitterstoffe, unter anderem Acoron.“

(Quelle: Wikipedia)

Zur Verwendung von Kalmus:

„Kalmus ist eine traditionelle Medizinpflanze der asiatischen Medizin. Auch von indigenen Völkern Nordamerikas wird Kalmus für medizinische Bäder, Räucherungen sowie für Teezubereitung und als Gewürz verwendet.

Vom Kalmus wird der Wurzelstock (Calami rhizoma) verwendet, der im September und Oktober geerntet wird. Aus den Rhizomen wird das Kalmusöl gewonnen, das in der Heilkunde und bei der Parfüm- und Likörherstellung (hier hauptsächlich für Magenbitter) verwendet wird. Kalmus gilt als kräftigend und appetitanregend. Wie der echte Ingwer kandiert, wird die Wurzel auch als „Deutscher Ingwer“ gegessen. Eine Kalmus-Tinktur ist auch in dem Getränk Coca-Cola enthalten.

Das Kauen der Wurzel kann stimmungsaufhellend sein und in höherer Dosis leichte Halluzinationen verursachen. Verantwortlich hierfür sind die enthaltenen Asarone. Diese besitzen eine dem Meskalin ähnliche Struktur. Der Wurzel und dem Inhaltsstoff Asaron werden aphrodisierende Eigenschaften zugeschrieben. Der Wirkstoff ist allerdings giftig und die Wirkung ist wissenschaftlich nicht gesichert.“

(Quelle: Wikipedia)

Kommentar & Ergänzung:

Fragezeichen würde ich setzten bezüglich dem Auslösen von leichten Halluzinationen und bezüglich einer Wirkung als Aphrodisiakum.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

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