Artikel mit Schlagwort ‘Tee’
Sonntag, Januar 22nd, 2012
Wie kommen Patientinnen und Patienten, aber auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, gesund durch den Winter?
Tagesseminar in Winterthur:
Weiterbildung für Pflegende aus Spitex, Pflegeheim, Spital…..
und für andere Interessierte.
Inhalt
Sie lernen die Anwendung von Heilpflanzen (z.B. als Tee, Tinktur, Fertigpräparate) zur Vorbeugung und Behandlung von Husten, Halsweh, Heiserkeit, Schnupfen, Stirnhöhlenentzündungen, Fieber, Grippe kennen. Dabei werden Möglichkeiten und Grenzen der Pflanzenheilkunde aufgezeigt – auch im Unterschied zur Grippeimpfung oder als Ergänzung dazu. Dieser Tag enthält auch Anregungen für eine offene Auseinandersetzung mit dem kontroversen Thema Grippeimpfung- wozu unter anderem gehört, dass sowohl medizinische wie ethische Pro- und Kontra-Argumente eingezogen werden.
Kursdatum & detaillierte Informationen:
Tagesseminar Erkältungskrankheiten und grippale Infekte
Ausserdem:
Ausbildung / Lehrgang: Phytotherapie für Berufsleute aus der Krankenpflege
Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde
Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz
Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Kräuterexkursionen in den Bergen / Heilkräuterkurse
www.phytotherapie-seminare.ch
Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Klinik, Palliative Care
Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch
Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch
Tags: Ausbildung, Behandlung, Erkältungskrankheiten. Winter, Fertigpräparate, Fieber, Gesundheitsberufe, grippale Infekte, Grippe, Grippeimpfung, Heilkräuterkurse, Heilpflanzen-Seminar, Heiserkeit, Husten, Krankenpflege, Kräuterexkursionen, Lehrgang, Naturheilkunde, Palliative Care, Pflanzenheilkunde, Pflege, Pflegeheim, Pflegende, Phytotherapie, Phytotherapie-Ausbildung, Schmerzen, Schnupfen, Schweiz, Spital, Spitex, Stirnhöhlenentzündungen, Tagesseminar, Tee, Tinktur, Vorbeugung, Weiterbildung, Winterthur, Zürich
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Freitag, Januar 20th, 2012
Die „Welt online* stellt verschiedene Heilpflanzen vor:
„Fenchel gegen Husten: Vom Fenchel heißt es übersetzt: „Sein Same mit der Milch einer Mutterziege getrunken, lockre die Blähung des Magens und fördere lösend alsbald den zaudernden Gang der lange verstopften Verdauung.” Niemand trinkt heute noch Fenchel mit Ziegenmilch, trotzdem ist er als Heilpflanze heute genauso anerkannt wie damals – er hilft gegen Verstopfung, gegen Husten und Halsschmerzen. Man sollte die Körner frisch zerrieben als Tee trinken oder einige Tropfen Öl nach dem Essen schlucken. Als seltene Nebenwirkungen können allerdings allergische Reaktionen auftreten.“
Quelle:
http://www.welt.de/wissenschaft/article13771012/Weihrauch-ist-eine-Wissenschaft-fuer-sich.html
Kommentar & Ergänzung:
Fencheltee gehört zu den bekannteren Heilpflanzen gegen Verdauungsbeschwerden wie Völlegefühl und Blähungen. Seine Wirkung bei Husten ist dagegen weniger bekannt. Fencheltee und Fenchelöl wirken schleimlösend bei produktivem Husten.
Als eigentliches Abführmittel gegen Verstopfung gilt Fenchel nicht, doch gibt es Hinweise auf eine Anregung der Darmperistaltik, was in solchen Fällen günstig wirken könnte.
Interessant ist der Hinweis auf die Zubereitung mit Ziegenmilch. Durch ihren Fettanteil verbessert Milch nämlich die Löslichkeit der ätherischen Öle im Kräutertee.
Die Empfehlung, einige Tropfen Fenchelöl nach dem Essen zu schlucken, müsste noch präzisiert werden.
Einige Tropfen, das wären nach Angaben in der Phytotherapie-Fachliteratur 2 – 5 Tropen Fenchelöl auf einem Stück Zucker (oder etwas Brot). Gegen Husten könnte das Fenchelöl auch mit Honig gemischt und dann in einem Kräutertee aufgelöst werden.
Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde
Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz
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Sonntag, Januar 1st, 2012
Edzard Ernst hat als Professor für Alternativmedizin (Universität Exeter) 18 Jahre lang erforscht, welche alternativen Heilmethoden wirken. Nun geht er in Pension und beantwortete im Interview Fragen der „Sonntagszeitung“. Hier ein Ausschnitt aus dem Gespräch:
„Gibt es alternativmedizinische Behandlungen, die wirken?
Ja natürlich, vor allem im Bereich der Pflanzenheilkunde findet sich einiges: Rosskastanie bei
Venenleiden, Weissdorn bei Herzinsuffizienz, Teufelskralle gegen Schmerzen und vieles mehr.
Welche komplementärmedizinischen Behandlungen würden Sie bei sich anwenden?
Hätte ich Depressionen, würde ich Johanniskraut-Extrakt einnehmen. Noch besser gegen
depressive Verstimmungen hilft aber körperliche Aktivität. Ich selbst nehme täglich eine Kapsel Omega-3-Fettsäuren ein, weil da die Wirksamkeit sehr gut ist, um kardiovaskulären Erkrankungen vorzubeugen.“
Quelle:
http://www.sonntagszeitung.ch/wissen/artikel-detailseite/?newsid=199734
Kommentar & Ergänzung:
Prof. Edzard Ernst hat sich immer interessiert, aber auch kritisch mit den verschiedensten Methoden der Komplementärmedizin auseinandergesetzt. Er ist dafür aus Kreisen der Komplementärmedizin bzw. Alternativmedizin oft angefeindet worden. Und das wie es in dieser „Szene“ leider häufig vorkommt, vor allem durch Diffamierungsversuche auf der persönlichen Ebene, kaum je durch Argumente.
Ich möchte hier daher eine Lanze brechen für den kritischen Ansatz von Edzard Ernst. Es gibt einen unüberschaubaren Dschungel an Produkten und Versprechungen im Bereich Komplementärmedizin / Alternativmedizin, darunter auch eine sehr grosse Zahl von Hirngespinsten, die zwar den Bedürfnissen, Ängsten und Hoffnungen der Menschen entgegen kommen, aber keinerlei reale Basis haben. Es braucht nur schon aus Gründen des Konsumentenschutzes qualifizierte Instanzen, die solche Heilungsversprechen auf ihren Wahrheitsgehalt hin abklopfen.
Die staatlichen Arzneimittelbehörden haben sich aufgrund von politischen Vorgaben aus diesem Bereich zurückgezogen. Ganze Branchen sind kollektiv von der sonst üblichen Pflicht zum Wirksamkeitsnachweis befreit, zum Beispiel Präparate der Richtungen Homöopathie und Anthroposophische Medizin. Eine Firma wie „Similasan“ kann praktisch beliebig Produkte als Arzneimittel auf den Markt bringen, ohne relevanten Forschung- und Entwicklungsaufwand und ohne den Nutzen für die Konsumentinnen dokumentieren zu müssen. Für die Konsumentinnen und Konsumenten fehlt hier jede Transparenz.
Um so wichtiger sind unabhängige „Instanzen“ wie Edzard Ernst. Leider werden zunehmend Lehrstühle für komplementärmedizinische Forschung an Universitäten eingerichtet, die von der komplementärmedizinischen Pharmaindustrie finanziert werden. Solche Verflechtungen machen unabhängig-kritische Forschung nicht leichter.
Natürlich freut es mich, dass Prof. Edzard Ernst mit Weissdorn, Teufelskralle, Rosskastanie und Johanniskraut nach 18 Jahren Forschung vor allem Anwendungen aus der Phytotherapie Wirksamkeit bescheinigt. Dazu braucht es aber noch ein paar Ergänzungen:
1. Solche Bestätigungen sind schön, doch darf darüber nicht vergessen werden, dass es immer wieder auch negative Forschungsresultate gibt, also Studien, in denen Heilpflanzen-Extrakte die Wirkungen, die man sich erhoffte, nicht gezeigt haben. Es ist nämlich eine verbreitete „Seuche“ vor allem im Bereich Komplementärmedizin / Alternativmedizin, quasi mit der Lupe hoch motiviert nach Bestätigung zu suchen, negative Ergebnisse aber auszublenden oder schönzureden. Das ist eine komplett einseitige Buchhaltung, die nicht gerade vertrauenserweckend wirkt. Auch wenn’s dem Herzen manchmal weh tut: Beide Seiten müssen gleichwertig beachtet werden.
2. Genau genommen kann man in der Phytotherapie nicht sagen, Weissdorn wirkt bei Herzinsuffizienz, Teufelskralle gegen Schmerzen, Rosskastanie bei Venenleiden, Johanniskraut gegen Depressionen. Man müsst immer noch präzisieren, in welcher Arzneiform die betreffende Heilpflanze zu Wirkung kommen kann, zum Beispiel als Tee, Tinktur oder Extrakt.
3. Im Gespräch mit der Sonntagszeitung geht eine wichtige Differenzierung verloren. Ernst wird gefragt, ob es alternativmedizinische Behandlungen gibt, die wirken, und welche komplementärmedizinischen Behandlungen er bei sich selber anwenden würde. Auf beide Fragen antwortet er mit phytotherapeutischen Optionen.
Meines Erachtens gibt es aber kein auch nur einigermassen plausibles Argument, weshalb Phytotherapie zur Alternativmedizin oder zur Komplementärmedizin gezählt werden sollte.
Siehe dazu:
Gehört Phytotherapie zur Komplementärmedizin?
Wenn man die Phytotherapie irgendwo einordnen will, dann gehört sie zur Naturheilkunde und diese ist ein randständiger Bereich der Medizin.
Siehe:
Naturheilkunde – was ist das?
Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde
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Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
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Sonntag, Dezember 25th, 2011
Oft hört man noch die Vorstellung, beim anregenden Bestandteil im Kaffee handle es sich um Coffein, im Grüntee und Schwarztee dagegen um Thein (auch: Tein, Teein).
Und die Meinung ist dann, dass es sich um zwei unterschiedliche Substanzen handle. Das ist aber falsch. Es handelt sich auch in Güntee, Schwarztee (und Matetee) um Coffein.
Eine gute Erklärung dazu liefert Wikipedia:
„Der in Grüntee und Schwarztee enthaltene Wirkstoff, in der Umgangssprache oft als „Tein“, „Thein“ oder „Teein“ bezeichnet, ist ebenfalls Coffein. Diese früher übliche Unterscheidung zwischen Coffein aus Kaffee und Tein aus Tee beruht auf der unterschiedlichen Freisetzung des Alkaloids: Coffein aus Kaffee ist an einen Chlorogensäure-Kalium-Komplex gebunden, der nach der Röstung und Kontakt mit der Magensäure sofort Coffein freisetzt und damit schnell wirkt. Coffein aus Tee hingegen ist an Polyphenole gebunden, wobei das Alkaloid erst im Darm freigesetzt wird. Die Wirkung tritt dann später ein und hält länger an.”
Quelle:
http://de.wikipedia.org/wiki/Coffein
Falls Sie an sorgfältigem Wissen über Wirkung und Anwendung von Heilpflanzen interessiert sind, finden Sie dazu meine Kurse und Lehrgänge oben über den Menüpunkt „Kurse“.
Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde
Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz
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Donnerstag, Dezember 22nd, 2011
Im „Phyto-Forum“ der „Aerzte-Zeitung“ wurde vor kurzem folgende Frage gestellt: „Welche Möglichkeiten gibt es, bei einem Kontaktekzem mit pflanzlichen Wirkstoffen etwas auszurichten?“
Beantwortet hat die Frage Professor Jürgen Reichling. Er führte zuerst aus, dass Kontaktekzeme durch Allergene (allergisches Kontaktekzem) oder durch Haut irritierende Stoffe (toxisches Kontaktekzem) hervorgerufen werden. Im Vordergrund stehe daher zunächst die Erkennung und Meidung der infrage kommenden Allergene oder irritierenden Stoffe.
Phyto-Dermatika zur äußeren Anwendung können durchaus eine sinnvolle Ergänzung zu einer Therapie mit Glukokortikoiden sein, schreibt Reichling. Die Therapie richte sich dabei nicht nach den Ursachen des Ekzems, sondern im Wesentlichen nach der Verlaufsform oder nach den symptomatischen Beschwerden.
„Da die Behandlung des Ekzems stadiengerecht erfolgen sollte, kommt der jeweiligen Darreichungsform große Bedeutung zu. Hier ist der Rat eines erfahrenen Dermatologen oder Apothekers unerlässlich.
Wässrige und wässrig-alkoholische Zubereitungen aus Heilpflanzen werden bevorzugt in Form von Bädern, Teilbädern, Umschlägen, Salben, Cremes und Pasten eingesetzt. Die infrage kommenden Heilpflanzen zeichnen sich durch ein breites Wirkungsprofil aus.“
Kommentar M.K.: Im Bereich der „Phyto-Dermatologie“ ist es tatsächlich entscheidend, dass die Behandlung dem jeweiligen Ekzemstadium angepasst wird. Dabei kommt es nicht nur auf die Auswahl einer geeigneten Heilpflanze an. Genauso wichtig ist die passende Darreichungsform. Konkret: Akute, nässende Ekzeme werden nass behandelt (Wässrige Umschläge oder Teilbäder zum Beispiel mit Eichenrinde), je chronisch-trockener das Ekzem ist, desto fetter die Darreichungsform.
„Sie besitzen zumeist entzündungshemmende, juckreizstillende, antimikrobielle, granulations- und wundheilungsfördernde sowie sekretionshemmende Eigenschaften. Gerbstoffhaltige Pflanzendrogen werden hierbei bevorzugt eingesetzt, wie zum Beispiel Zubereitungen aus Eichenrinde, Odermennigkraut, schwarzen und grünen Teeblättern, Walnussblättern sowie Hamamelisrinde und Hamamelisblättern.“
Kommentar M.K.:
Das Wort „Pflanzendrogen“ ist etwas irreführend. Unter „Drogen“ versteht man in der Phytotherapie „getrocknete Heilpflanze“.
Gerbstoffreiche Heilpflanzen werden vor allem bei nässenden Ekzemen als Umschläge oder Teilbäder eingesetzt. Einen sehr hohen Gerbstoffanteil hat die Eichenrinde. Aber auch Grüntee oder Schwarztee können äusserlich als Gerbstoff-Anwendung eingesetzt werden, sofern man den Tee lange ziehen lässt.
„Bewährt haben sich auch Zubereitungen aus Spitzwegerichkraut, die eine entzündungshemmende Wirkung aufweisen sowie Zubereitungen aus Kamillenblüten, die sowohl entzündungshemmende, juckreizstillende, antimikrobielle als auch granulations- und wundheilungsfördernde Eigenschaften besitzen.“
Kommentar M.K.: Spitzwegerichkraut ist für die Ekzembehandlung eher unüblich. Die Tradition spicht dem Spitzwegerich eher wundheilende und entzündungswidrige Wirkung zu. Ausserdem enthält der Spitzwegerich antimikrobielle Wirkstoffe.
„Von Hamamelisrinde und -blättern sowie Kamillenblüten gibt es Fertigarzneimittel in Form von Cremes und Salben sowie von Extrakten für Bäder, Teilbäder und Umschläge. Vom Ballonrebenkraut sind Salben und Cremes verfügbar, die eine 10-prozentige homöopathische Urtinktur als Wirkstoff enthalten.
In klinischen Beobachtungsstudien konnte eine gute Verträglichkeit und eine entzündungshemmende Wirkung nachgewiesen werden.“
Kommentar M.K.:
Bei Hamamelis (Zaubernuss) ist das im Vergleich zu Kamille sehr geringe Allergiepotenzial bemerkenswert.
Ballonrebe (Cardiospermum) gehört zu den vergleichsweise wenigen Heilpflanzen der Phytotherapie, die aus Afrika stammen. Weitere Beispiele sind Teufelskralle und Umckaloabo (Kapland-Perargonie).
Quelle der Zitate:
http://www.aerztezeitung.de/medizin/article/683811/welche-phyto-dermatika-helfen-kontaktekzemen.html
Vertiefte Informationen im Tagesseminar „Heilpflanzen bei Hauterkrankungen und Wunden“.
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Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde
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Mittwoch, Dezember 21st, 2011
„Die Kleine Zeitung“ veröffentlichte eine Zusammenstellung von Kräutern und ihren Wirkungen.
Zur Stockrose steht dort:
„Chinesische Stockrose (Alcea rosea)
Die getrockneten Blüten der chinesischen Stockrose, die auch unter dem Namen “Bauernrose” bekannt ist, werden in der Heilkunde als Tee gegen Husten, sowie Rachen- und Halsentzündungen eingesetzt. Besondere Heilkraft hat die Sorte “Nigra”, die beinahe schwarze Blüten trägt. Halb- und dichtgefüllte Sorten eignen sich nur als Gartenzierde oder zum Garnieren von Süßspeisen.“
Quelle:
http://www.kleinezeitung.at/allgemein/bauenwohnen/garten/multimedia.do?action=showEntry_detail&project=26860&_vl_backlink=/magazin/wellness/2750944/arzneitees-dem-garten.story
Kommentar & Ergänzung:
Die Stockrose (Alcea rosea, Syn.: Althaea rosea (L.) Cav., A. sinensis Cav.), die auch als Stockmalve, Pappelrose oder Garten-Stockrose bezeichnet wird, ist eine Pflanzenart aus der Familie der Malvengewächse (Malvaceae).
Die Stockrose stammt möglicherweise aus dem Balkan oder aus Süditalien. Sie ist wahrscheinlich eine Kulturhybride.
Wie wird die Stockrose genutzt?
Es gibt viele Sorten der Stockrose mit einfachen und gefüllten Blüten in unterschiedlichen Farben. Die Stockrose wird verbreitet als Zierpflanze für Staudenbeete und Bauerngärten genutzt.
Selten wird sie auch als Heil- und Färbepflanze kultivert. Für die Gewinnung von Farbstoffen werden nur schwarz-rote Varianten genutzt, da deren Kronblätter Anthocyan (Malvidin) in großen Mengen enthalten. Früher wurden mit diesem Farbstoff zum Beispiel Wein oder Süßspeisen gefärbt, heute hat diese Verwendung ihre Bedeutung verloren. Aufgrund der in der Stockrose enthaltenen Gerb- und Schleimstoffe ist sie in Vielen Hustentee-Mischungen enthalten.
(Quelle: Wikipedia)
Kommentar & Ergänzung:
Ich werde an Kräuterkursen immer wieder einmal gefragt, ob man die Stockrose bzw. Stockmalve auch als Heilpflanze verwenden könnte.
In Apotheken und Drogerien werden aus der Familie der Malvengewächse gegen trockenen Reizhusten die Malvenblüten aus Malva silvestris (Wilde Malve, Grosses Chäslichrut) verkauft. Über die Wirkung von Stockrosenblüten liegen keine gesicherten Angaben vor. Da sie aber wie die Malvenblüten aus der Wilden Malve Schleimstoffe enthalten, ist eine Anwendung bei trockenem Reizhusten plausibel. Auch für Spülungen bei Mundschleimhautentzündung könnte die Stockmalve verwendet werden. Manchmal dient sie auch zur Verschönerung von Teemischungen.
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Sonntag, Dezember 18th, 2011
Die ZDF-Sendung „Volle Kanne“ kümmerte sich vor einiger Zeit um menschliche Verdauungsprobleme:
„Vor allem über die Festtage kann der reguläre Essensrhythmus schnell aus dem Tritt geraten. Völlegefühl, Magendrücken und allgemeines Unwohlsein sind meist die Folge. Ein Schnäpschen nach dem Essen ist aber nicht die beste Möglichkeit, sich Erleichterung zu verschaffen.“
Das wohlige Brennen in der Kehle und die Wärme komme nur von der besseren Durchblutung des Magens nach dem Schnapsgenuss, erklärte die Ernährungsexpertin Dr. Brigitte Bäuerlein.
„Tatsächlich reize der Alkohol die Magenschleimhaut, hemme den Stoffwechsel und setze den Körper einem zusätzlichen Verdauungsstress aus. ‚Besser ist es, vor dem Essen einen Kräuter-Aperitif zu sich zu nehmen. Der bereitet die Verdauung vor und regt die Produktion der Gallensalze und Magensäure an.’
Auch ein Espresso, Mokka oder Kaffee nach dem Essen kann eine Wohltat sein. Kaffee wirkt in der Tat leicht abführend. Gibt man noch etwas Kardamom hinzu, regt er sogar die Fettverdauung an und wirkt entkrampfend. Noch besser eignen sich Kräuter zur Verdauung: Muskat, Ingwer, Anis, Gewürznelken, Zitronenmelisse, Kardamom, Thymian, Kümmel, Fenchel. Gibt man sie den Speisen hinzu, wird die Verdauung schon beim Verzehr positiv beeinflusst. So kann man etwa Fleisch mit einem Thymianzweig anbraten oder Fenchelgemüse als Beilage servieren. Zitronenmelisse eignet sich hervorragend als Dessert-Garnitur oder aufgebrüht als verdauungsfördernder Tee.“
Quelle:
http://vollekanne.zdf.de/ZDFde/inhalt/23/0,1872,8169111,00.html?dr=1
Kommentar & Ergänzung:
Das sind durchwegs vernünftige Tipps. Viele Gewürze wirken gegen Verdauungsbeschwerden.
Interessant finde ich in dieser Aufzählung der Gewürze den Kardamom:
„Kardamomsamen sind ein verbreitetes Gewürz in der asiatischen und arabischen Küche. Sie sind ein Hauptbestandteil indischer Masalas, des bekannten Chai-Tee und des ihnen nachempfundenen Currypulvers. Das berühmte ayurvedische Konfekt Laddu, welches aus Ghee-Butter hergestellt wird, enthält auch Kardamom. In der europäischen Küche findet das Gewürz hauptsächlich Verwendung in Weihnachtsgebäck wie Lebkuchen und Spekulatius, aber auch in Wurstwaren, Likören, Schokolade und als Bestandteil von Gewürzmischungen. Kardamom ist außerdem ein typischer Bestandteil süßer schwedischer Backwaren (z. B. Kanelbulle) und des schwedischen Glühweines (Glögg). Bei der Zubereitung von arabischem Mokka wird dem Kaffeemehl häufig Kardamom zugegeben. Trotz des selben Namens wird der sogenannte schwarze Kardamom (Amomum subulatum) ausschließlich für pikante Gerichte verwendet.“
(Quelle: Wikipedia)
Und zum Kardamom in Medizin und Volksmedizin:
„Kardamom wirkt verdauungsfördernd, krampflösend und blähungstreibend. Er ist außerdem Bestandteil einiger Arzneimittel aus der Gruppe der Magen-Darm-Mittel. Des Weiteren gilt er als allgemeines Anregungsmittel (Aphrodisiakum) für Körper und Geist. Das Kardamomöl hat geringes Allergiepotenzial. Besonders in den arabischen und asiatischen Kulturen erfährt Kardamom eine hohe Wertschätzung.“
(Quelle: Wikipedia)
Woher stammt der Kardamom?
„Kardamom stammt ursprünglich aus Südindien, Sri Lanka, Irak und Thailand. Ein großes Exportland ist heute auch Guatemala, weitere Anbauländer sind Tansania, Madagaskar, Papua-Neuguinea und Vietnam.“
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Samstag, Dezember 17th, 2011
Hauptsächlich bei Infekten der oberen Atemwege, einer Erkältung oder auch bei einer Mandelentzündung schmerzt der Hals. Meistens sind dafür Viren verantwortlich, manchmal auch Bakterien. Die Schleimhäute werden dadurch gereizt und entzünden sich: Der Hals wird rot, schwillt an und schmerzt.
In solchen Fällen muss man aber nicht gleich teure Medikamente schlucken, auch alte Hausmittel wie etwa Quarkwickel oder Inhalieren haben sich bewährt.
Dauern die Beschwerden jedoch länger als drei, vier Tage an oder werden sie sogar schlimmer, sollten man besser zum Arzt gehen.
„Viel Kräutertee trinken“, empfiehlt die „BZ“ ihren Leserinnen und Lesern:
„Möglichst viel trinken. Das hält die Schleimhäute feucht, Erkältungsviren können sich nicht so gut vermehren. Heilpflanzen wirken keimhemmend, entzündungsdämmend, abschwellend und eigen sich deshalb besonders gut als Tee. Gut sind Salbei, Thymian, Kamille oder eine „heiße Zitrone“. Ob die Getränke aber heiß oder kalt sind, ist nicht entscheidend. Wichtig ist die Menge: mindestens zwei Liter am Tag.“
„Mit warmer Kamille gurgeln“, lautet der zweite Rat:
„Gurgeln Sie mehrmals täglich. Dadurch werden Krankheitserreger im Rachen weggespült. Gut bei Halsschmerzen ist Kamillentee (lang gezogen). Die Heilpflanze hat eine entzündungshemmende Wirkung und lindert Schmerzen. Der Tee sollte lauwarm sein. Achtung: Nicht mit hochprozentigem Schnaps gurgeln. Dadurch werden die entzündeten Schleimhäute zusätzlich gereizt.“
Bei Halsschmerzen würde ich allerdings zum Gurgeln anstelle von Kamillentee den Salbeitee vorziehen. Salbei enthält neben antimikrobiell wirkenden ätherischen Ölen (gegen Viren, Bakterien, Pilze) noch Lamiaceen-Gerbstoff (Rosmarinsäure), der gut entzündungswidrig wirkt.
„Mit Salzwasser inhalieren“, lautet der dritte Rat:
„Um den Schleim in der Nase und den Nebenhöhlen zu lösen, ist das Inhalieren von Salzwasser besonders wirksam. Die Dämpfe erreichen auch den Kehlkopf gut und lindern Heiserkeit. Einfach einen Liter Wasser erhitzen, drei Teelöffel Salz dazu geben und den aufsteigenden Wasserdampf unter einem Handtuch durch die Nase einatmen.“
Inhalieren mit Salzwasser ist tatsächlich ein einfaches, aber oft wirksames Hausmittel.
Schliesslich empfiehlt die „BZ“ noch den Halswickel:
„Bei Dauerkratzen kann auch ein Halswickel helfen. Dazu wird ein Küchenhandtuch mit kühlen bis warmem (je nach Bedürfnis) Wasser getränkt, ausgewrungen und um den Hals gelegt. Darüber ein trockenes Tuch oder einen Wollschal wickeln. Zwischen 20 und 30 Minuten sollte der Wickel einwirken. Oder: Quark auf das Handtuch streichen und um den Hals legen.“
Insbesondere der Quarkwickel hat eine kühlende und dadurch abschwellende Wirkung. Völlig unsinnig sind allerdings immer noch herumgeisternde Geschichten, wonach der Quarkwickel „Giftstoffe“ herausziehen soll.
Niemand kann nämlich genau erklären, um was für „Giftstoffe“ es sind da handeln soll. Viren und Bakterien jedenfalls zieht man nicht einfach so durch die Haut. Ausserdem ist völlig unklar, wie der Quark wissen kann, welche Stoffe er als Giftstoffe herausziehen muss, und welche Stoffe unbedingt drin bleiben müssen. Und wenn man dann noch hört, der Quarkwickel ziehe die „Giftstoffe“ „osmotisch“ heraus, dann bleibt nur noch das grosse Staunen. Osmose funktioniert nämlich nur über eine halbdurchlässige Membran. Wäre die Haut eine solche halbdurchlässige (semipermeable) Membran, dann würde ich in der Badewanne aufgehen wie ein Kuchen im Backofen und schliesslich wohl platzen.
Das ist aber – damit wir uns nicht missverstehen – kein Quarkwickel-feindliches Statement. Quarkwickel sind oft sehr wirksam, wohl einfach aufgrund der intensiven, langanhaltenden Kühlwirkung. Dafür gebührt dem Quarkwickel meine Anerkennung. Ich bin nur gegen abstruse Konstrukte wie die „Giftstoff-herauszieh-Theorie“ (GHT).
Quelle der „BZ“-Zitate:
http://www.bz-berlin.de/ratgeber/gesundheit/die-besten-hausmittel-gegen-erkaeltung-article1342725.html#bzRSS
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Sonntag, Dezember 11th, 2011
Bockshornklee ist eine spannende Pflanze mit einer interessanten Geschichte. Verwendung findet der Bockshornklee als Gewürz in der indischen Küche (z. B. in Curry-Mischungen) und als Heilpflanze.
Bockshornklee (Trigonella foenum-graecum) zählt zur Unterfamilie Schmetterlingsblütler (Faboideae) innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae). Der Bockshornklee ist ein naher Verwandter des Schabzigerklees (Trigonella caerulea).
Bockshornklee bevorzugt Standorte mit viel Sonnenlicht und eher lehmigem Boden.
Woher kommt der Name Bockshornklee?
Die Übersetzung von „foenum-graecum“ lautet „griechisches Heu“. Als weitere deutsche Trivialnamen sind bekannt: Kuhhornklee, Ziegenhorn, Hirschwundkraut, Rehkörner, feine Grete, Filigrazie, Schöne Margreth, Siebenzeiten, Stundenkraut, Methika und Philosophenklee. In der Bodybuilding-Szene ist Bockshornklee unter seinem englischen Trivialnamen Fenugreek bekannt.
Der arabische Name hulbah / حلبه und sein hebräisches Pendent hilbeh [חילבה] sind vermutlich nativ semitisch und leiten sich wohl von der Wurzel ḤLB „Milch“ ab, die auch dem Namen der Mahaleb-Kirsche zu Grunde liegt. Das Benennungsmotiv wäre dann die in der Volksmedizin vielfach genutzte Milch treibende (galaktogoge) Wirkung. Spanisch alholva ist, wie zahlreiche Pflanzennamen der iberischen Halbinsel (siehe auch Kaper), eine Entlehnung aus dem Arabischen: al-hulbah / الحلبه /‚der Bockshornklee‘. Sein Name auf Persisch ist Shanbalile شَنبَلیله , auf Hindi heißt er Methi und auf Amharisch (Äthiopien) heißt er Abisch.
Geschichte des Bockshornklees
Der Bockshornklee wurde schon im Chalkolithikum domestiziert, verkohlte Samen stammen etwa aus Tell Halaf. Ein Nachweis aus der Eisenzeit gelang im Tell von Deir Alla im Jordantal. Bockshornklee wurde auch im alten Ägypten verwendet, wo er sowohl in Pflanzenheilkunde und Geburtshilfe als auch in religiösen Handlungen eine Rolle spielte. Arabische Ärzte lehrten, dass sich nach einer Anwendung von abgekochten Bockshornkleesamen Schuppen und Haarausfall vermindern und die Haare gelockter werden.
In Indien wird der Bockshornkleesamen als Aromatikum, Carminativum, Tonikum und Aphrodisiakum und ein Aufguss bei Pocken zur Kühlung angewendet. Der Bockshornklee fand jedoch auch frühzeitig in der Gartenkunst im Kaiserreich China Verwendung.
Nördlich der Alpen bemühten sich Benediktinermönche, Bockshornklee in den Klostergärten zu akklimatisieren und er wird im „Capitulare de villis“ (verfasst zirka 795) von Karl dem Großen zum Anbau angeordnet. Hildegard von Bingen nennt Bockshornklee als Heilmittel gegen Hautkrankheiten. Durch Pfarrer Sebastian Kneipp wurde die Verwendung des Bockshornklees in der Volksheilkunde wieder neu belebt. Die grosse Nachfrage führte dazu, dass der Bockshornklee wieder angebaut wurde. Sebastian Kneipp lobte diese Heilpflanze bei jeder Gelegenheit und setzte sich für ihren Anbau ein. Foenum graecum sei das beste von allen ihm bekannten Heilmitteln zum Auflösen von Geschwülsten und Geschwüren, schrieb Kneipp.
Vom Propheten Mohammad soll die Aussage stammen: „Wenn meine Leute wüssten, wieviel Heilkraft im Bockshornklee enthalten ist, dann würden sie ihn kaufen und sein Gewicht in Gold aufwiegen“. In einer anderen Überlieferung des Propheten erklärt er sinngemäß „mische Bockshornklee in deine Arzneien“. Im muslimischen Kulturkreis finden sich demnach außer den oben genannten medizinischen Anwendungen zahlreiche weitere, unter anderem als Bockshornkleesprossen gegen Haarausfall bei Männern, den Samen zur Behandlung von Diabetes mellitus oder bei Menstruationsbeschwerden.
Zum Vorkommen des Bockhornklees
Bockshornklee ist über das südliche Europa, Afrika, den Nahen Osten, Indien, China und Australien verbreitet. Hauptanbauländer sind Marokko und Indien. Kleinere Mengen werden auch für Stilltees und andere Zwecke noch in Deutschland (100ha) und Frankreich (500ha) kultiviert.
Verwendung des Bockshornklees
In trockenen Ländern im Nahen Osten, in Nordafrika und in Spanien wird Bockshornklee als Nahrungsmittel oder Futterpflanze kultiviert und geröstet, gekocht oder frisch verzehrt. Er verträgt auch einen hohen Bodenversalzungsgrad. Darüber hinaus wird Bockshornklee als Gewürz verwendet und ist zum Beispiel ein wesentlicher Bestandteil von Currypulver. Ebenso werden die Bockshornsamen – wie auch Schabzigerklee – beispielsweise in Südtirol als Brot- oder Käsegewürz verwendet. Bockshornklee ist Bestandteil einer Gewürzmischung zur Produktion der türkischen Trockenfleischspezialität Pastırma.
Bockshornkleesamen, der von Ägypten nach Europa importiert und dort zu Sprossengemüse verarbeitet wurde, hat mit grosser Wahrscheinlichkeit die HUS-Epidemie 2011 verursacht.
Aus den Samen des Bockshornklees lässt sich ein fettes Öl mit Triglyceriden der Linolensäure, Palmitinsäure, Linolsäure und Ölsäure gewinnen. Sie enthalten Lecithin und Phytosterin, Schleimstoffe, Saponine und Sapogenine, die Vitamine A und D, Phosphor und Cholin, das angeblich einer Verfettung der Leber entgegenwirkt, den Stoffwechsel günstig beeinflussen und einer Arteriosklerose vorbeugen soll.
Darüber hinaus enthält Bockshornklee die Aminosäure Histidin, die angeblich Leberschädigungen entgegenwirken soll. Als Tee ist er hauptsächlich in China, Indien und Tibet bekannt. Er wird dort als Hustenmittel und zur Reinigung der Atemwege verwendet. Weiterhin enthält Bockshornklee Diosgenin (ein Wirkstoff der möglicherweise gegen Dickdarmkrebs eingesetzt werden kann und vor allem aus Dioscorea villosa (Yams) bekannt ist.
Bockshornkleesamen werden in der Pflanzenheilkunde bei leichterem oder als Begleitmedikation auch bei schwererem Diabetes mellitus angewendet (ähnlich einem oralen Antidiabetikum). Sie führen nachweislich zur Senkung des Blutzuckers und des LDL-Cholesterins. Eine übliche Dosis sind etwa 25 Gramm Samenpulver pro Tag. Die äußerliche Anwendung als Auflage oder Wickel hemmt Entzündungen und lindert Nasennebenhöhlenentzündungen, Atemwegsbeschwerden oder Rheuma, ausserdem auch Hauteiterungen oder Ekzeme. Zu diesem Zweck werden 50 Gramm Samen gemahlen und mit 250 Milliliter Wasser zu einem Brei verkocht. Von stillenden Frauen wird Bockshornklee als milchbildendes Mittel (Galaktagogum) genutzt.
Bockshornkleesamen sind als Tee, als Pulver oder als fertige Auflagen im Handel. Des Weiteren sind Nahrungsergänzungsmittel mit Bockshornsamenpulver oder Bockshornsamenkonzentrat erhältlich.
Quelle: Wikipedia
Kommentar und Ergänzung:
Aus meiner früheren Zeit als Drogist kenne ich Bockshornkleesamenpulver als Fresslustpulver in der Veterinärmedizin und als Kataplasma (Breiumschlag) bei Furunkel und Stirnhöhlenentzündung.
Auf neueren Erkenntnissen beruht die Anwendung bei Diabetes mellitus zur Senkung des Blutzuckers sowie zur Senkung des LDL-Cholesterins. In diesen Bereichen wirkt der Bockshornklee in der gleichen Art wie Haferkleie, Guarmehl, Flohsamen, Pektin, Johannisbrotkernmehl.
Interessant ist auch der mit dem Bockshornklee verwandte Schabzigerklee. Er dient ausschließlich getrocknet zum Würzen. In der Schweiz wird Schabzigerklee, der etwas milder als der Bockshornklee ist und stark würzig nach frischem Heu riecht und eigenartig bitter schmeckt, zur Produktion des Schabzigers verwendet. Das ist ein sehr aromatischer, nahezu fettfreier Käse (“Glarner Schabziger”).
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Donnerstag, Dezember 1st, 2011
Espresso kann hohe Koffein-Mengen enthalten, was vor allem in der Schwangerschaft problematisch werden kann.
Das berichten schottische Wissenschaftler.
Sie haben das Heißgetränk in 20 Cafés untersucht und pro Tasse Koffein-Mengen von 50 bis über 300 mg gefunden (Food & Function 2011, online 30. November).
Hoher Kaffeekonsum in der Schwangerschaft steigert nach Studiendaten das Risiko für Fehlgeburten und niedriges Geburtsgewicht, so die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE).
Die DGE empfiehlt Schwangeren, nicht mehr als 300 mg Koffein pro Tag zu sich zu nehmen, was zirka drei mittleren Tassen normalen Filterkaffees entspricht.
Quellen:
http://pubs.rsc.org/en/content/articlelanding/2012/fo/c1fo10240k
http://www.aerztezeitung.de/panorama/article/681659/koffein-espresso-kann-schwangere-gefaehrden.html?sh=5&h=1820816682
Kommentar & Ergänzung:
Nicht vergessen werden sollte in diesem Zusammenhang, dass Koffein nicht nur im Kaffee vorkommt, sondern auch ein Bestandteil ist von Grüntee, Schwarztee, Cola, Mate, Guaraná, Energy-Drinks und (in geringeren Mengen) von Kakao.
Hier eine Aufstellung zum Koffein-Gehalt verschiedener Getränke aus Wikipedia:
„Gehalte in Lebens- und Genussmitteln sowie Medikamenten
Produkte mit natürlichem Coffeingehalt:
Eine Tasse Kaffee (150 ml aus 4 g Kaffeebohnen) enthält etwa 40 bis 120 mg.
Eine kleine Tasse Espresso (30 ml) etwa 40 mg Coffein.
Eine Tasse Schwarztee kann je nach Zubereitungsart bis zu 50 mg enthalten, im Normalfall enthält eine Tasse Tee aus 1 g Teeblättern 20–40 mg. In 100 g trockenen Teeblättern ist mehr Coffein enthalten als in der gleichen Menge gerösteter Kaffeebohnen.
Guaraná enthält 40 bis 90 mg Coffein pro 1 g in der Trockenmasse.
Selbst Kakao enthält mit ungefähr 6 mg pro Tasse ein wenig Coffein, aber hauptsächlich Theobromin.
In Schokolade findet sich Coffein (Vollmilchschokolade etwa 15 mg/100 g, Bitterschokolade bis zu 90 mg/100 g) neben Theobromin und anderen anregenden Substanzen.
Den folgenden Produkten wird üblicherweise synthetisch erzeugtes Coffein beigemischt. Teilweise wird aber auch natürliches Coffein, gewonnen bei der Kaffee-Entkoffeinierung, verwendet. Besonders sogenannten Wellness-Produkten wird häufig natürliches Coffein als Guaraná-Extrakt zugesetzt.
Energy-Drinks wie „Red Bull“ (etwa 32 mg/100 ml), Lipovitan (etwa 50 mg/100 ml), Powersirup (etwa 68 mg/100 ml) oder Relentless Energy Shot (160 mg/100 ml).
„Club-Mate“ (20 mg/100 ml)
„1337mate“ (25 mg/100 ml)
Cola-Getränke (früher mit natürlichem Coffein aus der Kolanuss) „Coca Cola“ und „Pepsi Cola“: 10 mg/100 ml, „Afri-Cola“, „fritz-kola“ u. ä.: 25 mg/100 ml.
Kaffee-Bonbons (etwa 80 bis 500 mg Coffein pro 100 g, etwa 3,3 bis 8 mg Coffein pro Bonbon).
Coffeinhaltige Schmerzmittel mit Acetylsalicylsäure oder Paracetamol oder beiden enthalten jeweils 50 mg Coffein pro Einzeldosis.
Coffeintabletten zur kurzfristigen Beseitigung von Ermüdungserscheinungen enthalten 50 bis 200 mg Coffein
„Scho-Ka-Kola“ enthält 200 mg/100 g natürliches Coffein aus Kakao, Kaffee und Kolanuss-Extrakt.“
(Quelle: Wikipedia)
Siehe auch:
Forscher warnen vor Koffein in der Schwangerschaft
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http://moodle.heilpflanzen-info.ch/course/view.php?id=15
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