Artikel mit Schlagwort ‘Tee’
Freitag, Mai 18th, 2012
So betitelt die „Mainpost“ einen kurzen Artikel zum Thema Lavendel.
Lavendelöl eigne sich bestens für Massagen oder zur Schmerzlinderung. Wer es selbst herstellen wolle, müsse dafür keinen großen Aufwand betreiben.
Für die Herstellung von Lavendelöl wird in dem Text empfohlen, „eine Handvoll am frühen Morgen gepflückte echte Lavendelblüten in eine Glasflasche mit weitem Hals zu stecken. Sie werden mit Mandel- oder einem anderen hochwertigen Pflanzenöl bedeckt. Die verschlossene Flasche sollte vier Wochen auf der Fensterbank stehen und immer wieder geschüttelt werden. Anschließend filtert man das Öl und verwendet es zum Beispiel für Massagen bei Rheumaschmerzen oder um bei Kopfschmerzen die Schläfen damit einzureiben.“
Lavendel sei eine Heilpflanze und gelte als beruhigend, entspannend, entkrampfend, wundheilend und schmerzlindernd. Aus den Blüten lasse sich auch ein Tee herstellen. Er eigne sich zum Beispiel gegen Magen-Darm-Beschwerden und lindere Blähungen, Übelkeit und Durchfall.
Quelle:
http://www.mainpost.de/ueberregional/journal/gesundheit/gesundheit/wellnessundfitness/art18065,6781455
Kommentar und Ergänzung:
Gute Idee. Das ätherische Lavendelöl aus den Lavendelblüten löst sich leicht in fetten Ölen wie zum Beispiel Mandelöl. Das Produkt ist dann ein Ölmazerat. Es eignet sich gut als Massageöl für beruhigende Massagen am Abend zur Linderung von Einschlafproblemen.
Ich würde allerdings diesem Lavendel-Ölmazerat nicht Lavendelöl sagen, weil mit „Lavendelöl“ normalerweise das ätherische Öl gemeint ist. Lavendel-Ölauszug wäre ein präziserer Ausdruck.
Die Wirkungen und Anwendungsmöglichkeiten von Lavendelöl sind in der folgenden Broschüre vertieft beschrieben:
Ätherische Öle in der Pflege
Grundlagenwissen über ätherische Öle
Wirkung und Anwendungsmöglichkeiten von Lavendelöl
Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde
Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz
Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Kräuterexkursionen in den Bergen / Heilkräuterkurse
www.phytotherapie-seminare.ch
Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital:
Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch
Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch
Tags: Abend, ätherisches Öl, beruhigend, Blähungen, Blüten, Durchfall, Einschlafprobleme, entspannend, Gesundheitsberufe, Grundlagenwissen, Heilkräuterkurse, Heilpflanze, Heilpflanzen-Seminar, Herstellung, Klinik, Kopfschmerzen, Krankenpflege, Kräuterexkursionen, Lavendel, Lavendel-Ölauszug, Lavendelblüten, Lavendelöl, Magen-Darm-Beschwerden, Mandel, Mandelöl, Massagen, Massageöl, Naturheilkunde, Ölmazerat, Palliative Care, Pflanzenöl, Pflege, Pflegeheim, Phytotherapie-Ausbildung, Psychiatrische Klinik, Rheumaschmerzen, Schläfen, Schmerzen, schmerzlindernd, Schmerzlinderung, Schweiz, selber herstellen, Spital, Spitex, Tee, Übelkeit, Weiterbildung, Winterthur, Wirkung, Wirkungen, wundheilend, Zürich
Posted in Phytotherapie | No Comments »
Montag, April 16th, 2012
Kümmel kann bei Völlegefühl, Blähungen und Magenkrämpfe Linderung verschaffen. Die kleinen Kümmelfrüchte sollten mit einem Mörser oder dem Rücken eines Esslöffels gequetscht und dann mit heißem Wasser zu einem Tee aufgegossen werden, empfiehlt Johannes Gottfried Mayer von der Forschergruppe Klostermedizin der Universität Würzburg.
Nur so könne das ätherische Öl aus dem Kümmel in das Teewasser übergehen und seine krampflösende und keimhemmende Wirkung entfalten.
Zur Linderung von Beschwerden bei Säuglingen oder Kleinkindern solle Kümmelöl zu zehn Prozent mit Olivenöl vermischt und vorsichtig in die Bauchhaut um den Nabel eingerieben werden, rät der Experte. Nebenwirkungen sind gemäss Mayer bei Kümmel nicht bekannt. Er empfiehlt zudem, immer genügend Zeit für eine Mahlzeit einzuplanen und das Essen langsam und gründlich zu kauen. Grob zerkleinerte Speisen würden schwerer verdaut, Gase könnten sich entwickeln und den Bauch aufblähen. Ursache für Magen-Darm-Beschwerden ohne organische Erkrankung seien häufig auch mangelnde Bewegung und schweres Essen.
Quelle:
http://www.infranken.de/nachrichten/ratgeber/Kuemmel-hilft-bei-Magenkraempfen-und-Blaehungen;art186,242568
Kommentar & Ergänzung:
Kümmelfrüchte kann man bei Völlegefühl nach den Mahlzeiten auch direkt kauen und schlucken. Ähnlich wie Kümmel wirken Fenchelfrüchte, Dillfrüchte und Anisfrüchte, aber auch Korianderfrüchte und Kardamomenfrüchte.
Kümmel ist wohl den meisten Menschen in Mitteleuropa als Gewürz bekannt. Dass man Kümmel als einheimische Heilpflanze vor allem in den Voralpen und Alpen auf Wiesen und Weiden oft in grosser Zahl antreffen kann, wissen aber längst nicht alle.
Falls Sie also die Kümmelpflanze in der Natur kennen lernen möchten, können Sie das gerne auf einer meiner Kräuterwanderungen (Termine und Orte hier). Kümmel ist da nicht gerade immer, aber sehr häufig anzutreffen.
Fenchel, Anis, Dill, Koriander und Kardamom sind dagegen keine einheimischen Wildpflanzen.
Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde
Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz
Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Kräuterexkursionen in den Bergen / Heilkräuterkurse
www.phytotherapie-seminare.ch
Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital
Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch
Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch
Tags: Alpen, Anis, Anisfrüchte, ätherisches Öl, aus, Bauch, Bauchhaut, Beschwerden, Bewegung, Blähungen, Dill, Dillfrüchte, einheimische Wildpflanzen, Erkrankung, Fenchel, Fenchelfrüchte, Forschergruppe Klostermedizin, Gesundheitsberufe, Gewürz, Heilkräuterkurse, Heilpflanze, Heilpflanzen-Seminar, in, Kardamom, Kardamomen, Kardamomenfrüchte, Kleinkinder, Klinik, Klostermedizin, Koriander, Korianderfrüchte, Krankenpflege, Kräuterexkursionen, Kräuterwanderungen, Kümmelfrüchte, Kümmelöl, Kümmelpflanze, Kümmeltee, Linderung, Magen-Darm-Beschwerden, Magenkrämpfe, Mahlzeit, Mitteleuropa, Mörser, Nabel, Natur, Naturheilkunde, Nebenwirkungen, nicht, nur, Olivenöl, organische Erkrankung, Palliative Care, Pflege, Pflegeheim, Phytotherapie-Ausbildung, Psychiatrische Klinik, Rücken, Säuglinge, Schmerzen, Schweiz, Speisen, Spital, Spitex, Tee, Teewasser, Termine, und, Universität, Ursache, Völlegefühl, Voralpen, Weiden, Weiterbildung, Wiesen, Wildpflanzen, Winterthur, Wirkung, Würzburg, Zürich
Posted in Phytotherapie | No Comments »
Dienstag, März 20th, 2012
In den vergangenen drei Jahren wurde die südwestchinesische Provinz Yunnan kontinuierlich von einer Dürre heimgesucht. In abgelegenen Dörfern leiden die Einwohner und ihr Vieh unter anhaltender Wasserknappheit. Jüngsten Statistiken zufolge sind etwa fünf Millionen Hektar Ackerland von der Dürre betroffen, darunter zwei Millionen Hektar schwer. Auf rund 320.000 Hektar Ackerland konnte gar keine Ernte eingefahren werden. Die direkten ökonomischen Verluste liegen bei mehr als 600 Millionen Yuan (72 Millionen Euro).
Das ausgetrocknete Ackerland führt auch zur schlechten Ernte von Pflanzen, die in der Traditionellen Chinesischen Medizin zur Anwendung kommen, wie beispielsweise die “Gastrodia elata”-Blume, Chinesischer Engelwurz (Angelica sinensis) und Notoginseng (Panax Pseudoginseng). Die Preise von über 200 Arten von Medizinkräutern wurden stark in die Höhe getrieben. Laut der Yunnaner Handelskommission für Heilmittel erhöhten sich die Preise der Traditionellen Chinesischen Medizin um durchschnittlich 80 Prozent.
Quelle:
http://german.china.org.cn/environment/txt/2012-02/20/content_24685004.htm
Kommentar & Ergänzung:
Yunnan ist ein wichtiges Anbaugebiet für TCM-Kräuter.
Die Dürre in Yunnan hält nun schon seit 2009 an. In Europa ist sie nur selten ein Thema in den Medien. Auf meinen Chinareisen war ich auch zweimal in Yunnan, allerdings nicht direkt in den stark betroffenen Dürreregionen. Im Yunnan-TV wurde aber jeden Tag mit eindrücklichen Bildern über die Dürre berichtet.
Yunnan ist einer der faszinierendsten Teile von China.
Hier ein paar ausgewählte Infos über Yunnan:
„Yúnnán…ist eine Provinz im Südwesten der Volksrepublik China. Mit 394.100 Quadratkilometern ist sie etwa so groß wie Deutschland und die Niederlande zusammen…..
Geografie
Yunnan ist diejenige Provinz, die die deutlichsten kulturellen und geographischen Unterschiede in China repräsentiert. Die Provinz zeichnet sich durch eine sehr große Biodiversität aus. In Yunnan leben die letzten 250 wilden Elefanten Chinas, die unter strengem Naturschutz stehen. Die Naturräume sind durch den Gegensatz von schneebedeckten Bergen mit Hochgebirgsvegetation bis hin zu Tälern mit subtropischer bis tropischer Vegetation geprägt……
Demografie
Yunnan ist die Provinz Chinas mit der höchsten ethnischen Diversität. Etwa 38 % der Bevölkerung dieses durch Gebirgskämme kleinräumig unterteilten Landes gehören ethnischen Minderheiten an. Dazu gehören folgende Völker und Volksgruppen: Yi, Bai, Hani, Dai, Miao, Lisu, Hui, Lahu, Va, Naxi, Mosuo, Yao, Tibeter, Jingpo, Blang, Primi, Nu, Achang, Jino, Mongolen, Derung, Mandschu, Sui, und Bouyei.
Noch bis zum Ende des 19. Jahrhunderts hatten Panthay bzw. Hui und andere muslimische Völker Chinas über 31 % der damaligen Bevölkerung (3,75 Mio. von 12 Mio. Einwohnern) ausgemacht, heute sind es nur noch 1,5 %.
Von den 55 in China offiziell anerkannten ethnischen Volksgruppen leben 36 in Yunnan…….
Kultur
Tee ist eines der bekanntesten produzierten Produkte. Der bekannte Pu-Erh-Tee erhielt seinen Namen nach der Stadt Pu’er. Schwarztees aus Yunnan gehen fast ausschließlich in den Export, erzielen aber auf den internationalen Märkten nicht so hohe Preise wie Tees aus der Nachbarprovinz Sichuan. Seit Ende des 19. Jahrhunderts wird auch Kaffee in Yunnan angebaut, die von Kaffee-Pflanzungen eingenommenen Anbauflächen erreichen fast 25.000 Hektar….
Tourismus
Touristische Zentren in Yunnan sind Dali, die Naxi-Stadt Lijiang, Shangri-La, Shilin und Jinghong in Xishuangbanna.
Die Altstadt von Lijiang (13. Jh.) ist ein UNESCO-Weltkulturerbe seit 1997.
Der Steinwald Shilin, 120 Kilometer südöstlich von Kunming, ist die größte Sehenswürdigkeit der Provinz. Die bizarre Karstlandschaft entstand durch tektonische Bewegungen und Erosion im Kalkgestein. Die Felsformationen, die bis zu 30 Meter hoch sind, ragen wie Türme in den Himmel.“
(Quelle: Wikipedia)
Mir haben die Gebirgsregionen um Lijiang und Shangri-La (Zhongdian) sehr gefallen. Und der Regenwald in Xishuangbanna.
Kunming als Hauptstadt der Provinz Yunnan ist zwar wie jede chinesische Grossstadt ein Riesenkoloss (2009: rund 7 Millionen Einwohner). Kunming liegt in einer Höhe von etwa 2000 m ü. M. und hat das ganze Jahr über ein relativ mildes Klima, weshalb es auch „Stadt des ewigen Frühlings“ genannt wird.
Besonders bekannt ist Kunming für seine Kamelien, Orchideen, Azaleen und Primeln.
Die Atmosphäre in Kunming habe ich als entspannt erlebt, was in chinesischen Grossstädten nicht selbstverständlich ist. Ausserdem gibt es im „Just hot“ ausgezeichneten Kaffee und perfekte Gipfeli (Croissants). Wenn ich mich dazu entschliessen würde, in China zu leben, dann wäre Kunming ein Favorit.
Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde
Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz
Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Kräuterexkursionen in den Bergen / Heilkräuterkurse
www.phytotherapie-seminare.ch
Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital
Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch
Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch
Tags: 1997, Achang, Ackerland, Angelica, Angelica sinensis, Azaleen, BAI, Bevölkerung, Biodiversität, Blang, Blume, Bouyei, China, Chinareisen, chinesischer Engelwurz, Croissants, Dai, Dali, Demografie, Derung, Deutschland, Dürre, Dürreregionen, Elefanten, Engelwurz, ethnische Minderheiten, Europa, Export, Gastrodia elata, Geografie, Gesundheitsberufe, Gipfeli, Hani, Heilkräuterkurse, Heilmittel, Heilpflanzen-Seminar, Hektar, Hochgebirgsvegetation, Hui, Jinghong, Jingpo, Jino, Kaffee, Kamelien, Karstlandschaft, Klinik, Krankenpflege, Kräuterexkursionen, Kultur, Kunming, Lahu, Lijiang, Lisu, Mandschu, Medizinkräuter, Miao, Mongolen, Mosuo, Naturheilkunde, Naturschutz, Naxi, Niederlande, Notoginseng, Nu, Orchideen, Palliative Care, Panax Pseudoginseng, Panthay, Pflege, Pflegeheim, Phytotherapie-Ausbildung, Primeln, Primi, Psychiatrische Klinik, Pu Erh Tee, Pu'er, Pu-Erh, Regenwald, Schmerzen, Schwarztee, Schweiz, Sehenswürdigkeit, Shangri-La, Shillin, Sichuan, Spital, Spitex, Steinwald, Sui, TCM, TCM-Kräuter, Tee, Tibeter, Tourismus, Traditionelle Chinesische medizin, tropische Vegetation, Unesco, Unesco-Weltkulturerbe, Va, Vegetation, Vieh, Weiterbildung, Wikipedia, Winterthur, Xishuangbanna, Yao, Yi, Yuan, Yunnan, Zhongdian, Zürich
Posted in Uncategorized | No Comments »
Donnerstag, März 15th, 2012
Gerbstoffe sind wichtige Wirkstoffe in der Phytotherapie. Sie bestimmen die Wirkung vieler Heilpflanzen.
Hier einige ausgewählte Infos über Gerbstoffe aus Wikipedia mit Kommentaren und Ergänzungen von mir.
„Ein Gerbstoff ist ein Stoff, der sich bei Kontakt mit Eiweiß (Protein) mit diesem verbindet. Die Eigenschaften der Proteine werden dadurch verändert.
Das in den Proteinen gebundene Wasser wird durch die Gerbstoffe verdrängt und es kommt zu einer Entwässerung.
Die Proteine können durch Mikroorganismen nicht mehr oder nur mehr sehr schwer abgebaut werden.
Das Quellvermögen in Wasser, Säuren und Laugen ist stark vermindert.
Die Temperaturbeständigkeit wird erhöht.
Biologisch aktive Eiweißstoffe werden durch Gerbstoffe denaturiert und sind nicht mehr biologisch aktiv.
Strukturierte Eiweißstoffe z. B. Kollagen der Haut, behalten ihre natürliche Struktur. Die Strukturen werden aber durch die Gerbstoffe mehr oder weniger stark vernetzt. Unstrukturierte Eiweißstoffe z. B. das Eiweiß eines Hühnereies, werden ausgefällt.
Diese Veränderungen können allgemein als Gerben bezeichnet werden. Eine abgezogene Tierhaut wird so in Leder umgewandelt, was z. B. die Fäulnis verhindert.
Es gibt in der Natur vorkommende Gerbstoffe und künstlich hergestellte Gerbstoffe.“
(Quelle: Wikipedia)
Das ist eine gute Beschreibung davon, wie Gerbstoffe auf Eiweisse einwirken. Um die adstringierenden (zusammenziehenden), entzündungshemmenden und antimikrobiellen Wirkungen gerbstoffreicher Heilpflanzen zu verstehen, sind diese Vorgänge wichtig.
Zum Vorkommen von Gerbstoffen in Pflanzen
„Gerbstoffe kommen häufig in Pflanzen vor…..Zum Beispiel in:
Blättern, Hölzern, Rinden, Früchten und Wurzeln von Kastanien, Eiche, Fichte, Mimosa, Quebracho, Tee, Kaffee.
Auch pflanzliche Abbauprodukte wie z. B. Torf enthalten Gerbstoffe. Weintrauben enthalten Gerbstoffe (Tannine) als Bestandteile aus Stielen, Kernen und Beerenhäuten, die zum Geschmack des Weines (insbesondere des Rotweines) beitragen. Der Tanningehalt stellt somit einen Qualitätsfaktor des Weines dar, sofern er in einem ausgewogenen Verhältnis zu den anderen Geschmackskomponenten (Säure, Restzucker) und Aromen steht.“
(Quelle: Wikipedia)
Zur Wirkung der Gerbstoffe in der Phytotherapie
„Die Gruppe der Gerbstoffe nimmt einen wichtigen Platz unter den therapeutisch wirksamen Bestandteilen von Heilpflanzen ein. Sie wirken zusammenziehend, entzündungshemmend, antibakteriell, antiviral und neutralisieren Gifte. In höherer Dosierung wirken sie jedoch oft selbst schädlich.“
(Quelle: Wikipedia)
Wichtig zu wissen ist aber, dass Gerbstoffe lokal wirken auf Haut und Schleimhäuten und im Verdauungstrakt. Sie werden aber kaum in den Körper aufgenommen und haben daher keine systemischen Fernwirkungen.
Beispiele von Heilpflanzen, die Gerbstoffe enthalten:
“Galläpfel (Gallae) aus Quercus infectoria
Hamamelisblätter (Hamamelidis folium) aus Hamamelis virginiana = Zaubernuss
Walnussblätter (Juglandis folium) aus Juglans regia
Eichenrinde (Quercus cortex) aus Quercus robur….
Ratanhiawurzel (Ratanhiae radix) aus Krameria lappacea
Blutwurzwurzel (Tormentillae rhizoma) aus Potentilla erecta
Heidelbeeren (Myrtilli fructus) aus Vaccinium myrtillus
Volksmedizinische Verwendung finden auch:
Catechu
Brombeerblätter von Rubus fruticosus
Gänsefingerkraut von Potentilla anserina
Erdbeerblätter von Fragaria vesca
Odermennigkraut Agrimonia eupatoria
Frauenmantelkraut von Alchemilla xanthochlora
Breitwegerichblätter von Plantago major
Spitzwegerichblätter von Plantago lanceolata
Rosenblüten von Rosa gallica
Wiesenknopfblätter von Sanguisorba officinalis“
(Quelle: Wikipedia)
Eine wichtige Heilpflanze mit hohem Gerbstoffgehalt fehlt hier:
Schwarztee / Grüntee.
Damit genügend Gerbstoff in den Tee übergeht, müssen Schwarztee und auch Grüntee allerdings lange ausziehen (etwa 8 Minuten).
Chemischer Aufbau der Gerbstoffe
„Auf Grund des chemischen Aufbaues, kann die pflanzlichen Gerbstoffe in folgende zwei Gruppen einteilen:
Hydrolysierbare Gerbstoffe, z. B. Gallotannine, Grundbausteine sind Gerbsäuren z. B: Gallus- oder Ellagsäure in Verbindung mit Glukosen
kondensierte Gerbstoffe, z. B. Pyrocatechine, Grundbausteine sind aromatische Polyhydroxiverbindunge wie z. B. Catechin“
(Quelle: Wikipedia)
Das ist insofern relevant, als hydrolisierbare Gerbstoffe ungeeignet sind zur Behandlung von Durchfall, weil sie nicht genug tief im Darm wirken.
Zur Wirkung der Gerbstoffe
„Medizinisch nutzbar sind Gerbstoffe durch den Prozess der Gerbung. Das Gewebe kann so oberflächlich verdichtet werden, und eine schützende Membran bildet sich aus, z. B. auf einer Schleimhaut. Die Gerbstoffe entziehen also durch ihre zusammenziehende (adstringierende) Wirkung Bakterien den Nährboden, die sich auf Haut und Schleimhaut angesiedelt haben. Schmerz und Wundsekretion werden vermindert, Entzündungen gehemmt, kapillare Blutung gestillt, Bakterien und Giftstoffe können nicht mehr tiefer eindringen.
Gerbstoffe haben antimikrobielle Eigenschaften und werden eingesetzt bei Magen- und Darmentzündungen, leichten Durchfällen, Entzündungen im Mund und Rachenraum, als blutstillendes Mittel, zur schnellen Wundheilung und bei leichten Verbrennungen und Frostschäden.“
(Quelle: Wikipedia)
Heikel finde ich die Empfehlung „zur schnellen Wundheilung“. Gerbstoffe können in der Wundbehandlung nur in ganz bestimmten Situationen eine Rolle spielen, zum Beispiel bei nässenden Wunden (Reinigungsphase) als Eichenrindenumschlag oder Eichenrindenbad. In der Granulationsphase der Wundheilung würde ich aber Gerbstoff-Anwendungen nicht empfehlen. Gerbstoffe können das Gewebe austrocknen und in der Granulationsphase muss die Wunde feucht bleiben.
Zu den wichtigsten Eigenschaften der Gerbstoffe
„Zusammenziehend, schmerzlindernd, stopfend bei Durchfall, blutstillend, sekretionshemmend, schleimhautschützend, keimhemmend, bakterizid, fungizid, entzündungshemmend, austrocknend, Gegengift bei Schwermetall- oder Alkaloidvergiftung“
(Quelle: Wikipedia)
Manche Gerbstoffe wirken auch gut lokal gegen Viren, zum Beispiel die Lamiaceen-Gerbstoffe aus der Melisse gegen Herpesviren (Fieberbläschen).
Nebenwirkungen der Gerbstoffe
„Bei Langzeitanwendung können Leberschäden entstehen. Bei zu hohen Dosen kann es zu Magenschleimhautentzündung oder Brechreiz kommen. Gerbstoffe vermindern die Resorption basischer Arzneimittel sowie mancher Mineralstoffe wie Eisen. Nicht bei Verstopfung, trockenen Ekzemen oder trockenen Schleimhäuten anwenden. Nicht länger als 5–10 Minuten köcheln. Es empfiehlt sich für die innere Anwendung, sie mit Schleimstoffen zu kombinieren.“
(Quelle: Wikipdedia)
Eine Heilpflanze, in der Gerbstoffe und Schleimstoffe schon kombiniert vorliegen, ist Malva silvestris / Malva neglecta, verwendet als Malvenblätter ( = Chäslichrut) zum Beispiel bei Mundschleimhautentzündung, zur Wundheilung und bei Furunkeln. Allerdings enthalten die Malvenblätter sowohl Gerbstoffe als auch Schleimstoffe eher in tiefer Konzentration.
Es gibt tatsächlich einzelne Berichte von Leberschäden durch Gerbstoffpflanzen bei sehr hohen Dosierungen über lange Zeit, zum Beispiel bei exzessivem Konsum von Schwarztee. Aber normalerweise werden Gerbstoffe ja nicht in relevanten Mengen resorbiert.
Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde
Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz
Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Kräuterexkursionen in den Bergen / Heilkräuterkurse
www.phytotherapie-seminare.ch
Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital
Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch
Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch
Tags: Agrimonia eupatoria, Alchemilla, Alchemilla xanthochlora, Alkaloidvergiftung, antibakteriell, antiviral, Aromen, Arzneimittel, Bakterien, Blätter, Blutung, Blutwurz, Blutwurzwurzel, Brechreiz, Breitwegerichblätter, Brombeerblätter, Catechin, Catechu, Chäslichrut, Darm, Darmentzündungen, Dosierung, Dosierungen, Durchfälle, Durchfall, Eiche, Eichenrinde, Eichenrindenbad, Eichenrindenumschlag, Eisen, Eiweiss, Eiweissstoffe, Ekzeme, Ellagsäure, Entwässerung, Entzündungen, Erdbeerblätter, Fäulnis, Fichte, Fieberbläschen, Fragaria vesca, Frauenmantel, Frauenmantelkraut, Frostschäden, Früchte, Furunkel, Gallae, Galläpfel, Gallotannine, Gallus, Gänsefingerkraut, Gegengift, Gerben, Gerbsäuren, Gerbstoffe, Gerbstoffgehalt, Gerbung, Gesundheitsberufe, Gifte, Giftstoffe, Glukose, Granulationsphase, Grüntee, Hamamelidis folium, Hamamelis, Hamamelis virginiana, Hamamelisblätter, Haut, Heidelbeeren, Heilkräuterkurse, Heilpflanzen-Seminar, Herpesviren, Hühnerei, Juglandis folium, Juglans regia, Kaffee, Kastanien, Klinik, Kollagen, Krameria lappacea, Krankenpflege, Kräuterexkursionen, Lamiaceen, Lamiaceen-Gerbstoff, Langzeitanwendung, Laugen, Leberschäden, Leder, Magen, Magenschleimhautentzündung, Malva neglecta, Malva silvestris, Malvenblätter, Melisse, Mikroorganismen, Mimosa, Mineralstoffe, Mund, Mundschleimhautentzündung, Myrtilli fructus, Nährboden, nässende Wunden, Natur, Naturheilkunde, Nebenwirkungen, Odermennigkraut, Palliative Care, Pflanzen, Pflege, Pflegeheim, Phytotherapie-Ausbildung, Plantago lanceolata, Plantago major, Potentilla anserina, Potentilla erecta, Protein, Proteine, Psychiatrische Klinik, Pyrocatechine, Quebracho, Quellvermögen, Quercus cortex, Quercus infectoria, Quercus robur, Rachenraum, Ratanhiae radix, Ratanhiawurzel, Reinigungsphase, Rinden, Rosa gallica, Rosenblüten, Rotwein, Rubus fructicosus, Sanguisorba officinalis, Säuren, Schleimhaut, Schleimhäute, Schleimstoffe, Schmerz, Schmerzen, Schwarztee, Schweiz, Schwermetall, Spital, Spitex, Spitzwegerichblätter, Tannine, Tanningehalt, Tee, Temperaturbeständigkeit, Tierhaut, Torf, Tormentillae rhizoma, trockene Ekzeme, Trockene Schleimhäute, Vaccinium myrtillus, Verbrennungen, Verdauungstrakt, Verstopfung, Viren, Volksmedizin, von, Walnuss, Walnussblätter, Wein, Weintrauben, Weiterbildung, Wiesenknopfblätter, WikipediaGerbstoff, Winterthur, Wirkstoffe, Wirkung, Wirkungen, Wundbehandlung, Wunden, Wundheilung, Wundsekretion, Wurzeln, Zaubernuss, Zürich
Posted in Phytotherapie | No Comments »
Samstag, März 10th, 2012
Lavendelöl zeigt eine gute Wirkung als Beruhigungsmittel und als Einschlafhilfe.
In einem Interview mit dem ORF macht die Ernährungswissenschaftlerin Veronika Somoza von der Universität Wien eine interessante Anmerkung zum Lavendel. Sie erwähnt dabei eine Untersuchung mit Ratten:
„Tiere, auf deren Käfige ein mit Lavendel getränktes Stück Stoff gelegt wurde, fraßen messbar weniger.“
Quelle: http://science.orf.at/stories/1695533/
Kommentar & Ergänzung:
Das ist zwar nur ein (wahrscheinlich verhältnismässig tierfreundlicher) Tierversuch. Dabei bleibt offen, ob eine ähnliche Wirkung auch beim Menschen zu erwarten ist. Obwohl der Hinweis kaum Infos enthält, ist er natürlich interessant und ich habe versucht, mehr über diese mögliche Lavendel-Wirkung herauszufinden.
In einem „Standard“-Interview vom Februar beschreibt Veronika Somoza den Versuch etwas genauer:
„Man konnte die Wirkung von Linalool, eine Verbindung, die im Lavendel, in schwarzem Pfeffer und Ingwer vorkommt, nachweisen, allerdings nur in Tierstudien. Ratten, denen über ein Monat täglich eine Viertelstunde ein mit Lavendelöl getränktes Stück Stoff auf den Käfig gelegt wurde, fraßen weniger als die Kontrollgruppe. Das heißt aber nicht, dass man das Schnuppern an einem Lavendeltaschentuch als neue Diätmaßnahme proklamieren kann, so weit sind wir noch nicht.“
Quelle: http://derstandard.at/1329703280417/Saettigungsgefuehle-Es-ist-die-Nadel-im-Heuhaufen-die-wir-suchen
Der Hinweis auf eine appetithemmende Wirkung des Lavendelöls findet sich auch in einem „Welt“-Artikel von 2008:
„Auch innerlich entfaltet das blaue Kraut seine wohltuende Wirkung. Als Tee hilft es gegen Blähungen und Magen-Darm-Beschwerden und soll – im Gegensatz zu Lavendelöl, dem man eine appetithemmende Wirkung zuspricht – den Appetit fördern. Abends vorm Schlafengehen ist ein heißer Lavendeltee mit Honig der optimale Schlummertrunk. Und selbst in der Küche kommt Lavendel zur Anwendung: es ist Bestandteil vieler Kräuter-der-Provence-Gewürzmischungen und auch Eintöpfe, Fischsuppen und Hammelfleischgerichte werden mit Lavendel gewürzt. Kreationen wie Lavendelkekse, -schokolade und -eis sind eher ein Phänomen jüngerer Zeit.“
Quelle: http://www.welt.de/lifestyle/article1530953/Was_gewoehnlicher_Lavendel_alles_kann.html
Der „Welt“-Text bringt aber auch gute Informationen zur äusserlichen Anwendung von Lavendel bzw. Lavendelöl:
„Lavendel ist eines der vielseitigsten ätherischen Öle, das bei kleinen Verbrennungen, Hautabschürfungen, Schnittwunden, Prellungen, Entzündungen oder Insektenstichen hilft. Auf die betroffene Stelle geträufelt sorgt Lavendel für eine schnelle Heilung. In der Duftlampe angewendet verbreitet das Lavendelöl einen Wohlfühlduft, der ausgleichend und stimmungsaufhellend wirkt. Gibt man einige Tropfen Lavendelöl aufs Kopfkissen, schläft man besser. Unter Fernreisenden, die sich an einen veränderten Tag-Nacht-Rhythmus gewöhnen müssen, gilt er als Geheimtipp. Und ein paar Lavendelblüten zwischen den Bettlaken sollen dafür sorgen, dass sich ein Paar nie streitet.“
Quelle: http://www.welt.de/lifestyle/article1530953/Was_gewoehnlicher_Lavendel_alles_kann.html
Ergänzend noch als Indikation für die äusserliche Anwendung von Lavendelöl: Fusspilz.
Und zum Lavendelbad:
„Ein Lavendelbad hilft gegen Erschöpfung, Nervosität und Muskelkater. Wer nicht auf einen der zahlreichen Badezusätze in Form von Öl, Milch, Sprudeltabletten oder Schaumbad zurückgreifen will, kann eine Tasse Lavendelblüten in einem Liter Wasser aufkochen, durchsieben und dem warmen Badewasser zugeben. Bei unreiner Haut kann eine selbst gemachte Lavendeltinktur klärend wirken. Dafür werden Lavendelblüten mit Alkohol angesetzt.“
Quelle: http://www.welt.de/lifestyle/article1530953/Was_gewoehnlicher_Lavendel_alles_kann.html
Lavendelöl eignet sich gut als Entpannungsbad und als Abendbad zur Schlafförderung. Am einfachsten mischt man dazu etwa 8 Tropfen Lavendelöl mit etwas Kaffeerahm oder mit einer Tasse Vollmilch. Die Mischung gibt man dann ins Badewasser.
Zu Lavendelöl siehe auch:
Lavendelöl: Grosse Qualitätsunterschiede
Orangenöl & Lavendelöl bei Zahnarztangst
Lavendelöl gegen Hautpilze
Lavendelöl reduziert Angst und bessert den Schlaf
Phytotherapie: Lavendelöl als Angstlöser
Phytotherapie: Lavendelöl gegen Unruhe
Lavendel belebt in der dunklen Jahreszeit
Lavendelöl zur Behandlung von Angststörungen
Lavendelöl-Bestandteil Linalool dämpft Stressreaktion
Wer sich vertieft für Wirkung und Anwendungsbereiche von Lavendelöl interessiert, findet dazu Informationen in meiner Broschüre „Ätherische Öle in der Pflege“.
Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde
Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz
Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Kräuterexkursionen in den Bergen / Heilkräuterkurse
www.phytotherapie-seminare.ch
Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital
Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch
Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch
Tags: Abendbad, Alkohol, Angst, Angstlöser, Angststörungen, Appetit, Appetithemmend, ätherisches Öl, Badewasser, Badezusätze, Beruhigungsmittel, Bettlaken, Blähungen, Diätmassnahme, Duftlampe, Einschlafhilfe, Entspannungsbad, Entzündungen, Erschöpfung, Februar, Fernreisen, Fischsuppe, Fusspilz, Geheimtipp, Gesundheitsberufe, Gewürzmischungen, Haut, Hautabschürfungen, Hautpilze, Heilkräuterkurse, Heilpflanzen-Seminar, Heilung, Honig, Indikation, Ingwer, Insektenstiche, Interview, Jahreszeit, Kaffeerahm, Käfig, Klinik, Kopfkissen, Krankenpflege, Kraut, Kräuter, Kräuterexkursionen, Küche, Lavendel, Lavendelbad, Lavendelblüten, Lavendelkekse, Lavendelöl, Lavendeltee, Lavendeltinktur, Linalool, Magen-Darm-Beschwerden, Milch, Muskelkater, Naturheilkunde, Nervosität, Öl, Orangenöl, ORF, Palliative Care, Pfeffer, Pflege, Pflegeheim, Phytotherapie-Ausbildung, Prellungen, Psychiatrische Klinik, Qualitätsunterschiede, Ratten, Schaumbad, Schlaf, Schlafengehen, Schlafförderung, Schlummertrunk, Schmerzen, Schnittwunden, Schokolade, Schwarzer Pfeffer, Schweiz, Spital, Spitex, Sprudeltabletten, Stressreaktion, Tag-Nacht-Rhythmus, Tee, Tiere, Tierstudien, Tierversuch, Universität, Unruhe, Verbrennungen, Veronika Somoza, Vollmilch, Weiterbildung, Wien, Winterthur, Wirkung, Zahnarztangst, Zürich
Posted in Gesundheitliches, Phytotherapie | No Comments »
Samstag, März 3rd, 2012
Lindenblütentee enthält Schleimstoffe und lindert dadurch trockenen Reizhusten. Die traditionelle Pflanzenheilkunde schreibt dem Lindenblütentee zudem eine schweisstreibende Wirkung, welche zur Fiebersenkung bei Grippe und Erkältungskrankheiten genutzt wird. Dieser Anwendungsbereich der Lindenblüte ist aber bis heute nicht belegt.
Manchmal hört man zudem, dass der Lindenblütentee als Beruhigungsmittel genutzt wird.
Eine mögliche Erklärung dafür findet sich hier:
„An Versuchstieren konnte eine Interaktion von Komponenten eines wäßrigen Extraktes mit GABA-Rezeptoren festgestellt werden. Dies könnte eine erste Erklärung für die diskutierte sedative Wirkung von Lindenblüten sein.“
(Quelle: http://www.kup.at/db/phytokodex/datenblatt/Lindenbluete.html)
Diskutiert wird aber auch – und das scheint mir plausibler – eine beruhigende Wirkung auf inhalativem Weg über Inhaltsstoffe des ätherischen Öls wie Linalool, Geraniol und Benzylalkohol (Max Wichtl, Teedrogen)
Das wäre dann eine Art von Aromatherapie via Tee und es wäre sinnvoll, zu diesem Zweck den Lindenblütentee langsam und schluckweise zu trinken, damit das ätherische Öl gut auf die Geruchsrezeptoren einwirken kann.
Wikipedia umschreibt die Anwendungsbereiche des Lindenblütentees so:
„Lindenblütentee wirkt bei Katarrhen der Atemwege aufgrund der Schleimstoffe hustenreizstillend und beruhigt Halsschmerzen. Die anderen Inhaltsstoffe wie die (Glykoside) geben der Lindenblüte eine krampflösende, schmerzstillende und entzündungshemmende Wirkung. Daher wird sie vorwiegend bei fieberhaften Erkrankungen, grippalen Infekten und Katarrhen der oberen Atemwege und in Erweiterung bei Rheuma, Nierenentzündung und Ischias eingesetzt.
Die Lindenblüte dient auch zur Behandlung von leichten Krämpfen, Migräne und Magenbeschwerden. Lindenblüten enthalten zudem beruhigend wirkende Stoffe und werden zur Linderung von Unruhezuständen verwendet.“
Die Empfehlung bei Rheuma, Nierenentzündung, Migräne und Ischias ist meines Erachtens überhaupt nicht nachvollziehbar.
Interessant ist folgender Hinweis:
„Nach Wasserdampfinhalation unter Lindenblütenzusatz zeigte sich bei unkomplizierten Erkältungskrankheiten eine Besserung der Beschwerdensymptomatik im Vergleich zur Kontrollgruppe (nur Wasserdampf)“
Quelle: Handbuch Phytotherapie, 2003, von Thomas Brendler, Jörg Grünwald, Christof Jänicke
Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde
Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz
Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Kräuterexkursionen in den Bergen / Heilkräuterkurse
www.phytotherapie-seminare.ch
Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital
Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch
Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch
Tags: 2003, Aromatherapie, Atemwege, ätherisches Öl, Benzylalkohol, Beruhigungsmittel, Erkältungskrankheiten, Fiebersenkung, GABA, GABA-Rezeptoren, Geraniol, Geruchsrezeptoren, Gesundheitsberufe, Glykoside, grippale Infekte, Grippe, Halsschmerzen, Heilkräuterkurse, Heilpflanzen-Seminar, Inhaltsstoffe, Interaktion, Ischias, Katarrhe, Klinik, Krämpfe, Krankenpflege, Kräuterexkursionen, Linalool, Lindenblüten, Lindenblütentee, Magenbeschwerden, Max Wichtl, Migräne, Naturheilkunde, Nierenentzündung, Palliative Care, Pflege, Pflegeheim, Phytotherapie-Ausbildung, Psychiatrische Klinik, Reizhusten, Rheuma, Schleimstoffe, Schmerzen, Schweiz, Spital, Spitex, Tee, Teedrogen, Unruhe, Unruhezustände, Versuchstiere, Wasserdampf, Wasserdampfdestillation, Weiterbildung, Wikipedia, Winterthur, Wirkung, Zürich
Posted in Phytotherapie | No Comments »
Freitag, Februar 24th, 2012
Die Bittermelone (= Bittergurke, Momordica charantia) stammt aus China und Indien und zählt zu den Kürbisgewächsen (Cucurbitaceae). Hauptsächlich in Indien wird sie als Gemüse genutzt, oft in gebratener Form, da so der bittere Geschmack vermindert werden kann. Neben der Nutzung als Lebensmittel wird die Bittermelone in der Volksmedizin seit langem bei verschiedenen Indikationen verwendet: sie soll gegen Verstopfung, Magenbeschwerden, Leberbeschwerden und virale Infekte wirken. Ein Presssaft aus den Blättern wird äusserlich gegen Insektenstiche, Sonnenbrand und kleinere Wunden eingesetzt. Im Amazonasgebiet wird ein Tee aus den Blättern der Bittermelone gegen Diabetes zur Anwendung.
Neuerdings werden auch in Europa Bittermelonen-Präparate als Alternative und Ergänzung zur herkömmlichen antidiabetischen Behandlung propagiert. Wissenschaftliche Untersuchungen schreiben die blutzuckersenkende Wirkung dem Phytosterolin Charantin zu, einem Gemisch aus zwei Glycosiden. In vier kleineren, nicht-randomisierten und nicht-doppelblinden Studien zeigte die Bittermelone eine moderate hypoglykämische Wirkung, sie senkte also den Blutzuckerspiegel. In vitro – also im Reaganzglas – wurden auch antivirale und antineoplastische Wirkungen nachgewiesen.
Als unerwünschte Wirkungen werden beschrieben: hypoglykämisches Koma, Konvulsionen und Kopfschmerzen. Die chronische Anwendung eines Fruchtextraktes war bei diabetischen Ratten tödlich, bei Mäusen führte ein Extrakt zu Fertilitätsstörungen.
Literatur:
_Schrott; Heilpflanzen der ayurvedischen und der westlichen Medizin; Springer Verlag 2012; p401
_Hanssen et al.; Biogene Nahrungsergänzungsmittel; Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH Stuttgart 2008; p47
Quelle:
http://www.pharmavista.net/content/default.aspx?http://www.pharmavista.net/content/NewsMaker.aspx?ID=2008&NMID=2008&LANGID=2
Kommentar & Ergänzung:
Die Bittermelone / Bittergurke kommt immer wieder ins Gespräch als Heilpflanze gegen Diabetes und es wäre sehr wünschenswert, wenn sich hier eine wirksame Option für die Phytotherapie bei Diabetes ergeben würde. Davon ist die Bittermelone aber noch weit entfernt.
Wenn eine Patientenstudie klein, nicht-randomisiert und nicht doppelblind ist, dann ist sie kaum etwas wert. Auch wenn es vier Studien auf diesem tiefen Qualitätsniveau gibt: daraus lassen sich keine verlässlichen Aussagen über die Wirksamkeit gewinnen.
Und in-vitro Untersuchungen sagen noch sehr wenig aus über eine Wirkung beim Menschen.
Siehe auch:
Bittermelone / Bittergurke gegen Diabetes?
Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde
Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz
Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Kräuterexkursionen in den Bergen / Heilkräuterkurse
www.phytotherapie-seminare.ch
Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital
Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch
Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch
Tags: 2008, 2012, Amazonasgebiet, Bittergurke, Bittermelone, Blutzuckerspiegel, Charantin, China, Cucurbitaceae, Diabetes, Europa, Fertilitätsstörungen, Gemüse, Gesundheitsberufe, Glycoside, Heilkräuterkurse, Heilpflanze, Heilpflanzen-Seminar, hypoglykämisches Koma, Indien, Indikationen, Infekte, Insektenstiche, Klinik, Koma, Konvulsionen, Kopfschmerzen, Krankenpflege, Kräuterexkursionen, Kürbisgewächse, lebensmittel, Leberbeschwerden, Magenbeschwerden, Mäuse, Medizin, Momordica charantia, Nahrungsergänzungsmittel, Naturheilkunde, Palliative Care, Pflege, Pflegeheim, Phytosterolin, Phytotherapie-Ausbildung, Psychiatrische Klinik, Ratten, Schmerzen, Schweiz, Sonnenbrand, Spital, Spitex, Springer Verlag, Studien, Stuttgart, Tee, Verstopfung, virale Infekte, Volksmedizin, Weiterbildung, Winterthur, Wirksamkeit, Wirkung, Wirkungen, Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Wunden, Zürich
Posted in Gesundheitliches, Phytotherapie | No Comments »
Donnerstag, Februar 23rd, 2012
Resultate der EPIC-Deutschland-Studie, an der mehr als 42.600 erwachsene Frauen und Männer aus Potsdam und Heidelberg teilnehmen, weisen darauf hin, dass Kaffeetrinken nicht das Risiko für Herz-Kreislauf- und Krebserkrankungen steigert, sondern sogar mit einem reduzierten Risiko für Typ-2-Diabetes verbunden ist. Personen, die täglich mehr als vier Tassen (über 600 ml) koffeinhaltigen Kaffee tranken, hatten verglichen mit Personen, die durchschnittlich weniger als eine Tasse konsumierten, ein um 23 Prozent tieferes Typ-2-Diabetes-Risiko. Ein ähnlicher Zusammenhang deutete sich in der Studie auch für den Konsum von entkoffeiniertem Kaffee an.
Die Forscher um Heiner Boeing und Anna Flögel, beide Ernährungs-Epidemiologen am Deutschen Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE), publizierten nun ihre Studiendaten in der Fachzeitschrift American Journal of Clinical Nutrition. Neben Mitarbeitern des DIfE arbeiteten auch Rudolf Kaaks und Birgit Teucher vom Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg und Tobias Pischon vom Max-Delbrück-Zentrum für Molekulare Medizin in Berlin-Buch an der Studie mit.
Kaffee ist weltweit eines der beliebtesten alkoholfreien Getränke und besteht aus einer Mixtur verschiedener Inhaltsstoffe. Zu diesen zählen Koffein, Chlorogensäure sowie weitere Polyphenole, Nikotinsäure und Mineralstoffe – also Substanzen, die den menschlichen Stoffwechsel durchaus beeinflussen und zum Teil mit positiven und teilweise mit negativen Gesundheitseffekten in Verbindung stehen. Die gesundheitlichen Wirkungen des Kaffeekonsums stehen deshalb immer wieder im Fokus wissenschaftlicher Untersuchungen, wobei in den meisten Studien häufig nur die Beziehung zwischen Kaffeegenuss und einer Erkrankungsart untersucht wurde. Das deutsche Wisssenschaftlerteam analysierte nun die Langzeiteffekte des Kaffeekonsums nicht nur bezüglich einer Erkrankung, sondern hinsichtlich mehrerer chronischer Erkrankungen gleichzeitig. Prospektive (= verausschauende) Langzeit-Bevölkerungsstudien wie die EPIC-Deutschland-Studie sind hierzu speziell gut geeignet.
Neben den Ernährungs- und Lebensstildaten erfassten und analysierten die Forscher auch die medizinischen Daten der Studienteilnehmer/innen. Während der durchschnittlichen Nachbeobachtungszeit von knapp neun Jahren erkrankten erstmals 1.432 Studienteilnehmer/innen an Typ-2-Diabetes, 394 erlitten einen Herzinfarkt, 310 erlitten einen Schlaganfall und 1.801 Teilnehmer erkrankten an Krebs. Verglichen die Wissenschaftler die Daten von Personen, die sehr viel Kaffee konsumierten, mit den Daten von Personen mit einem sehr geringen Konsum, so konnten sie keine Risikosteigerung für die in den westlichen Industrienationen häufig auftretenden chronischen Erkrankungen feststellen. Bei Personen, die viel Kaffee tranken, beobachteten sie sogar ein reduziertes Typ-2-Diabetes-Risiko.
„Unsere Studienergebnisse decken sich mit den Resultaten aktueller prospektiver Studien aus den USA“, erklärt Erstautorin Anna Flögel. Wer Kaffee also gut vertrage und ihn gerne trinkt, sollte dies somit auch weiterhin tun, sagt die Epidemiologin. Andersherum sollten sich Menschen jedoch aufgrund der Resultate nicht genötigt sehen, mit dem Kaffeetrinken zu beginnen. „Es ist wichtiger, darauf zu achten, ausreichend Vollkornprodukte, wenig Fleisch sowie viel Obst und Gemüse zu essen, nicht zu rauchen und sich ausreichend zu bewegen“, stellt Studienleiter Heiner Boeing fest. Für die Flüssigkeitszufuhr bieten sich neben dem Kaffee auch andere Getränke mit einem geringen Energiegehalt an, beispielsweise Tee und Wasser.
Quelle:
Deutsches Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke
Anna Floegel et al.; 2012, 95:1-8; doi:10.3945/ajcn.111.023648; Link zur Publikation: http://www.ajcn.org/content/early/2012/02/14/ajcn.111.023648.abstract
http://www.journalmed.de/newsview.php?id=36718
Kommentar & Ergänzung:
Kaffee hat in den letzten Jahren eine deutliche Imageaufbesserung erfahren, was seine Auswirkungen auf die Gesundheit angeht. Dass dürfte auch daran liegen, dass die Kaffeeindustrie Geld für die Forschung zu Verfügung stellt. Es gibt aber neben positiven Wirkungen auf die Gesundheit auch einige kritische Punkte.
Siehe auch:
Hohe Koffeinmengen im Espresso bergen Risiko in der Schwangerschaft
Beugt Kaffee Depressionen vor?
Kaffee: Schutz gegen Demenz durch Wachstumsfaktor gcsf
Parkinson: Koffein als Neuroprotektivum?
Kaffee & unerfüllter Kinderwunsch
Kaffee könnte Fruchtbarkeit bei Frauen reduzieren
Hepatitis C & Kaffee
Koffein gibt auch den Muskeln einen Kick
Studie: Koffein ungeeignet für Kinder
Kaffee kann Angst auslösen
Kopfschmerzen nach Koffeinentzug
Forscher warnen vor Koffein in der Schwangerschaft
Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde
Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz
Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Kräuterexkursionen in den Bergen / Heilkräuterkurse
www.phytotherapie-seminare.ch
Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital
Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch
Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch
Tags: Angst, Chlorogensäure, Demenz, Depressionen, Ernährungsforschung, Espresso, Fleisch, Fruchtbarkeit, Gemüse, Gesundheitsberufe, Heidelberg, Heilkräuterkurse, Heilpflanzen-Seminar, Hepatitis C, Herz, Herz-Kreislauf, Herzinfarkt, Inhaltsstoffe, Kaffee, Kaffeegenuss, Kaffekonsum, Kinder, Kinderwunsch, Klinik, Koffein, Koffeinentzug, Kopfschmerzen, Krankenpflege, Kräuterexkursionen, Krebs, Krebserkrankungen, Mineralstoffe, Molekulare Medizin, Muskeln, Naturheilkunde, Neuroprotektivum, Nikotinsäure, Obst, Palliative Care, Parkinson, Pflege, Pflegeheim, Phytotherapie-Ausbildung, Polyphenole, Potsdam, Psychiatrische Klinik, Risiko, Schlaganfall, Schmerzen, Schwangerschaft, Schweiz, Spital, Spitex, Stoffwechsel, Studie, Tee, Typ-2-Diabetes, unerfüllter Kinderwunsch, USA, Vollkornprodukte, Wachstumsfaktor, Wasser, Weiterbildung, Winterthur, Wirkungen, Zürich
Posted in Gesundheitliches | 1 Comment »