Artikel mit Schlagwort ‘Studien’
Samstag, Mai 19th, 2012
Fatigue ist eines der häufigsten und zugleich das am stärksten belastende Begleitsymptom von Krebserkrankungen und Krebstherapien. Viele Patienten leiden stärker unter der extremen Erschöpfung als unter Schmerzen. Dennoch bleibt die Fatigue oft unerkannt und untherapiert.
Fatigue zeigt sich als eine quälende Form der Erschöpfung bei Krebspatienten. Sie äussert sich durch außerordentliche Müdigkeit, mangelnde Energiereserven oder ein massiv erhöhtes Ruhebedürfnis, das in keinem Verhältnis steht zur vorausgegangenen Aktivität. Charakteristisch sind auch Leistungsschwäche und Depression. Die körperliche Erschöpfung macht die Betroffenen unfähig, ihren gewohnten täglichen Aktivitäten nachzugehen; durch die mentale Erschöpfung ist es ihnen fast unmöglich, sich zu konzentrieren und klar zu denken, und emotional fehlen Antrieb und Kreativität.
Im Gegensatz zur Erschöpfung nach einer körperlichen, geistigen oder seelischen Anstrengung beim gesunden Menschen kann selbst eine Erholungsphase oder ausreichender Schlaf diese quälenden Symptome nicht lindern.
Auch Patienten mit anderen Erkrankungen leiden an diesem Gefühl, unendlich müde zu sein. Ärzte reden dann meist von einem chronischen Erschöpfungssyndrom (engl. Chronic Fatigue Syndrome, CFS). Das ist ein eigenständiges Krankheitsbild, das von der Tumor-assoziierten Fatigue unterschieden werden muss.
Fatigue ist auch keine Depression, wobei die Abgrenzung bei chronischer tumorbedingter Erschöpfung teilweise schwierig sein kann.
Zeitweise leiden fast alle Krebspatienten unter einer Fatigue. Häufiger betroffen sind Menschen mit Leukämie, Magentumoren, Darmtumoren sowie Mammakarzinom (Brustkrebs). Während und nach einer Therapie steigt die Zahl der Betroffenen.
Hauptsächlich junge Menschen sind von Fatigue beeinträchtigt. Die Ursache dafür ist noch unklar. Möglicherweise nehmen jüngere Menschen den Unterschied zwischen ihren bisherigen Energiereserven und der durch die Krankheit verminderten Kraft deutlich stärker wahr als Ältere.
Vielfältige Triggerfaktoren
Trotz vieler Untersuchungen gibt es bislang offenbar noch kein überzeugendes pathophysiologisches Modell zur Erklärung der Fatigue. Unbestritten sei aber, dass es sich um ein multifaktorielles Geschehen handelt.
Zu den wichtigen Triggerfaktoren zählen hauptsächlich die Chemotherapie und die Bestrahlung. So können die Nebenwirkungen jeder Zytostatikatherapie eine allgemeine Schwäche begünstigen. Wichtige Einflussfaktoren sind Intensität und Dauer der Therapie. Bei einer Strahlentherapie beeinflussen die Strahlendosis, die Größe der bestrahlten Region und der Ort der Behandlung die Ausprägung einer Fatigue.
Für die Betroffenen ist die Information wichtig, dass es Fälle gibt, bei denen die Ursache der Fatigue ermittelt und kausal behandelt werden kann. Außerdem ist es wichtig zu wissen, dass die Symptome einer Fatigue in der Regel erst drei bis vier Tage nach Ende der Chemotherapie beginnen.
Das Fatigue-Syndrom braucht wegen seiner physischen, psychischen und sozialen Dimension einen multidisziplinären Behandlungsansatz. Wegen der schlechten Datenlage und der nicht geklärten Ursachen des Fatigue-Syndroms steht die nichtmedikamentöse Behandlung der Fatigue im Vordergrund.
Hauptsächlich die körperliche Aktivität der Patienten gilt heute als einer der wichtigsten Pfeiler der Behandlung. Viele Studien belegen die Wirksamkeit eines moderaten, dosierten, an das Krankheitsstadium angepasstes Ausdauertraining.
Untrainierte Menschen sollten immer mit leichter Aktivität anfangen.
Symptomatische Behandlung der Fatigue
Zur symptomatischen Therapie einer tumorassoziierten Fatigue gibt es derzeit keine Standardbehandlung und keine zugelassenen Arzneimittel. Zum Repertoire der oft diskutierten Behandlungsansätze zählen Psychostimulanzien wie Methylphenidat (Ritalin®), der Mikronährstoff L-Carnitin sowie Roter Ginseng. Aufgrund der Studienlage empfiehlt die Deutsche Fatigue Gesellschaft gegenwärtig lediglich den Einsatz von Methylphenidat und Rotem Ginseng.
Methylphenidat aus der Gruppe der Weckamine soll die Konzentration fördern und die Entscheidungs- und Leistungsbereitschaft steigern. Zudem soll Methylphenidat körperliche Abgeschlagenheit und Müdigkeit unterdrücken. Mehrere kleine Phase-II-Studien belegen günstige Effekte bei Patienten mit Fatigue. In einer auf dem Deutschen Krebskongress 2012 publizierten und von der Deutschen Fatigue Gesellschaft unterstützten Studie ergab sich allerdings kein signifikanter Unterschied zu Placebo. Trotzdem befürwortet die Fachgesellschaft weiterhin die Anwendung von Methylphenidat, weil einzelne Patienten-Gruppen davon profitieren könnten. Hierzu soll vor allem die Untergruppe der Patienten zählen, die seit mehr als drei Jahren unter Fatigue leiden.
Schwere Nebenwirkungen seien nicht beobachtet worden. Auch das Risiko einer Abhängigkeit schätzt die Fachgesellschaft als sehr gering ein. Hauptsächlich jedoch zeige sich schon nach sehr kurzer Zeit, ob ein Patient auf die Behandlung anspricht.
Das schnelle Ansprechen auf die Methylphenidat-Therapie sei sehr vorteilhaft. Dagegen müsse man bei einer Therapie mit Rotem Ginseng drei bis fünf Monate warten, bevor sich die ersten Effekte zeigen. In Untersuchungen bewirkte Panax ginseng eine Verbesserung der tumorassoziierten Fatigue bei sehr guter Verträglichkeit. Auch für Panax quinquefolius (Amerikanischer Ginseng) weisen Studien auf günstige Effekte bei Patienten mit unterschiedlichen Tumorerkrankungen und Fatigue-Symptomatik hin. So ergab zum Beispiel eine Studie mit 282 Patienten, dass 1000 mg und 2000 mg Ginsengwurzelextrakt pro Tag Müdigkeit und Erschöpfung deutlich bessern konnten. Für Krebspatientinnen und -patienten, die eine naturheilkundliche Behandlung bevorzugen, kann Roter Ginseng daher eine Alternative bieten.
Quelle:
http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=41683&type=0
(Dieser ausgesprochen ergiebige Artikel enthält noch zusätzliche Informationen)
Kommentar & Ergänzung:
Der Artikel in der Pharmazeutischen Zeitung enthält noch zusätzliche Informationen zu Diagnostik und Therapie der Fatique.
Roter Ginseng ist natürlich nur ein kleines Puzzleteil in einer umfassenden, multidisziplinären Behandlung der Fatigue.
Was genau ist Roter Ginseng?
Siehe dazu:
Zur Wirksamkeit von Ginseng: Weisser Ginseng oder Roter Ginseng?
Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde
Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz
Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Kräuterexkursionen in den Bergen / Heilkräuterkurse
www.phytotherapie-seminare.ch
Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital:
Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch
Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch
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Freitag, Mai 18th, 2012
Ein Pilotprojekt zum Einsatz von Naturheilverfahren in der stationären Langzeitpflege zeigt positive Resultate.
Naturheilverfahren werden erfolgreich in den Pflegealltag zur Gesundheitsprävention von Bewohnern in Seniorenwohnheimen integriert. Diese Verfahren haben das Potential, die Lebensqualität von Bewohnern sowie die Arbeitszufriedenheit der Pflegekräfte zu verbessern. So lautet die Schlussfolgerung eines Pilotprojekts der Charité – Universitätsmedizin Berlin in Kooperation mit der Universität Bern, dem Kneipp-Bund e.V. und der Stiftung Zentrum für Qualität in der Pflege.
Die Pilotstudie hatte zum Ziel, den Gesundheitszustand von pflegebedürftigen Bewohnern und Pflegekräften in vier zertifizierten Kneipp®-Senioreneinrichtungen zu untersuchen. Außerdem wurden die subjektiv wahrgenommenen Veränderungen durch den Einsatz von naturheilkundlichen Maßnahmen erfasst.
„Naturheilkundliche Verfahren führen zu mehr Zufriedenheit bei den Pflegekräften. Dieses Studienergebnis weist eine Chance: Denn Arbeitszufriedenheit und Gesunderhaltung werden immer wichtiger angesichts des zunehmenden Fachkräftemangels in der Pflege“, erklärt Dr. Ralf Suhr, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Zentrum für Qualität in der Pflege. Die Einzelresultate der Pilotstudien zeigen, dass die Einbindung naturheilkundlicher Maßnahmen in den Pflegealltag ein Zukunftsmodell für die Versorgung älterer und pflegebedürftiger Menschen sein kann: Gegenüber Vergleichspopulationen anderer Studien wiesen die pflegebedürftigen Bewohner in den Kneipp®-Senioreneinrichtungen einen überdurchschnittlich guten Gesundheitszustand auf. Zudem deuteten die Untersuchungen darauf hin, dass die Schmerz- und Beruhigungsmedikation nach Anwendung der Kneipp-Maßnahmen bei den pflegebedürftigen Bewohnern vermindert werden kann. Die eingesetzten Naturheilverfahren wurden von 89 Prozent der Bewohner als insgesamt positiv für das eigene Wohlbefinden bewertet.
Auch für die Pflegekräfte ergaben sich Vorteile aus der Integration der Naturheilkunde: 90 Prozent der Pflegefachleute gaben an, dass sich das Verhältnis zu den Bewohnern durch die therapeutischen Möglichkeiten verbessert habe; die Gesamtsituation sowie die Arbeitszufriedenheit wurde von den Pflegenden als insgesamt hoch beurteilt. Der emotionale Gewinn und die dadurch geringere psychische Arbeitsbelastung sei auch auf die zufriedeneren Bewohner und den größeren Handlungsspielraum zurückzuführen, gaben die Pflegenden an.
Quelle:
http://www.kneippbund.de/no_cache/aktuelles/eintrag/pflege-profitiert-von-naturheilverfahren/kneipp-bund-ev/
Kommentar & Ergänzung:
Die Carstens-Stiftung kommentiert die Studie so:
„Die positiven Ergebnisse dieses Pilotprojektes sollten ein Anreiz für Pflegeeinrichtungen sein, naturheilkundliche Maßnahmen stärker in den Pflegealltag zu integrieren.“
Eine fundierte Basis für die Integration von Naturheilkunde in die Pflege bietet die Phytotherapie-Ausbildung für Pflegepersonen in Winterthur.
Professionelle Heilpflanzen-Anwendungen haben sich bewährt in Spitex, Pflegeheim, Spital, Palliative Care und Psychiatrischer Klinik.
Im “Dokument Phytotherapie in der Pflege” finden Sie Argumente für die Integration von Heilpflanzen-Anwendungen in Pflegeinstitutionen.
Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde
Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz
Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Kräuterexkursionen in den Bergen / Heilkräuterkurse
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Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch
:
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Donnerstag, Mai 17th, 2012
Die Psyche wirkt nicht als Auslöser für eine Tumorerkrankung und psychologische Betreuung kann Krebs auch nicht heilen. Sie kann aber zu mehr Lebensqualität der Betroffenen beitragen, hieß es bei einem Hintergrundgespräch zum Thema “Psychoonkologie” in Wien.
Erste Hinweise, dass gewisse Persönlichkeitsmerkmale die Entstehung von Tumorerkrankungen begünstigen würden, haben sich laut dem Klinischen Psychologen Georg Fraberger, von der Universitätsklinik für Orthopädie der Medizinischen Universität in Wien nie bestätigen lassen. Die Existenz einer sogenannten Krebspersönlichkeit ist demnach nichts weiter als ein Mythos.
Zur Frage einer allfälligen Krebspersönlichkeit existieren inzwischen viele Studien. Die meisten davon wurden jedoch retrospektiv durchgeführt. Das heisst: Schon an Krebs Erkrankte wurden untersucht und anhand gefundener Persönlichkeitsmerkmale wurden Rückschlüsse gezogen, welche “Menschentypen” die Betroffenen schon vor ihrer Erkrankung waren. Das ist jedoch nicht zulässig, weil die Erfahrung einer lebensbedrohlichen Krankheit einen Einfluss auf die Persönlichkeit und Interpretation der eigenen Lebensgeschichte hat.
In den wenigen prospektiven Studien, die durchgeführt wurden, haben Forscher Personen über Jahre hinweg beobachtet und untersucht, ob bestimmte Persönlichkeitsmerkmale eine spätere Krebserkrankung prognostizierbar machen. Überzeugende Zusammenhänge fanden die Wissenschaftler dabei aber nicht. Vielmehr häufen sich inzwischen die Hinweise, dass die hohen Depressivitätsraten unter Krebskranken auch als Folge der Erkrankung und der Behandlung verstanden werden können und den Verlauf der Krebserkrankung möglicherweise beeinflussen.
Eine Krebsdiagnose verändert das Leben eines Menschen von einer Sekunde auf die andere fundamental.
Der Erkrankung ausgeliefert, wollen Patientinnen und Patienten das Unbegreifbare verstehen. Beim Krebs umso mehr, als seine Ursache anders als zum Beispiel bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen schwer fassbar ist. Auf der Suche nach einer Erklärung für das eigene Leid tauchen dabei oft Schuldfragen auf. Die Vermutung, dass gewisse Charakterzüge ursächlich für die Entstehung von Krebs verantwortlich sind, wird von zahlreichen betroffenen Menschen ganz spontan assoziiert. Solche Selbstanklagen erfüllen insofern ihren Zweck, als sie die Hoffnung mit sich bringen, dass durch Änderung bestimmter Wesenszüge die Genesung gefördert wird. Der Hämatologe und Psychoonkologe Alexander Gaiger von der Universitätsklinik für Innere Medizin I am AKH in Wien betrachtet die Auseinandersetzung mit dem Mythos Krebspersönlichkeit und dem vermeintlich schuldhaften Verhalten als vergeudete Energie.
Trauma keine Krebsursache
Nicht immer wird das seelische Ungleichgewicht als Auslöser einer Krebserkrankung mit einer eventuell vorhandenen Krebspersönlichkeit begründet. “Eine Überlegung, bezogen auf den Einfluss psychischer Faktoren, war auch, dass massive Traumata in der Vergangenheit zum Ausbruch einer Krebserkrankung führen könnten”, erklärt Gaiger. Eine Theorie, die der Psychoonkologe allerdings sofort widerlegt: “Das mittlere Alter von Krebspatienten liegt zwischen 57 und 60 Jahren. Und so traurig es ist, aber in diesem Alter hat bereits fast jeder eine traumatische Erfahrung hinter sich.”
Wäre die „Trauma-Theorie“ für die Krebsentstehung relevant, müsste nicht nur praktisch jeder 60-Jährige unter einer Krebserkrankung leiden, sondern auch sämtliche Menschen, die in Kriegsgebieten leben beziehungsweise Opfer von Naturkatastrophen sind. “Das ist aber keineswegs der Fall”, stellt Gaiger klar und bezeichnet Krebs nach dem heutigen Verständnis selbst als Naturkatastrophe.
Ebenso wie Tsunamis und Erdbeben werden nämlich auch Krebserkrankungen multifaktoriell verursacht. Typischerweise werde psychischen Faktoren, die für die Entstehung einer schweren Erkrankung eigentlich irrelevant seien, eine sehr große Bedeutung beigemessen, während hochrelevante Umstände für die Entstehung oder den Verlauf einer Krankheit völlig ignoriert würden, betont der Psychoonkologe und nimmt hier Bezug auf den sozioökonomischen Status und Lebensstil.
Armut, Bildungsmangel, hoher BMI, ungesunde Ernährung und wenig körperliche Bewegung macht der Experte im Wesentlichen für den Umgang und die Bewältigung einer Krebserkrankung verantwortlich. Geld ändere zwar nichts am menschlichen Leid, erleichtere aber den finanziellen Druck und sei neben einem Informationsmangel ein gravierender Faktor in der Entwicklung von Depressionen.
Zum Wert psychologischer Hilfe
Einstellungen, emotionale Faktoren und psychologische Hilfen beim Bewältigen einer solchen Krise können die Lebensqualität erhöhen. Sie machen zudem oft belastende Therapien besser ertragbar und somit wirksamer.
Das Ziel besteht darin, die Betroffenen möglichst unbeschadet über die einzelnen Phasen der psychischen Bewältigung der Krebserkrankung hinüber zu bringen: vom ersten Schock über die Abwehr beziehungsweise die Verdrängung hin zur Verarbeitung. Der Krebspatient soll dazu in die Lage versetzt werden, die Krankheit zu akzeptieren und das Leben fortführen zu können, ohne dauernd durch Gedanken an den Krebs gestört zu sein.
Quelle:
http://derstandard.at/1336563054564/Psychoonkologie-Die-Psyche-macht-keinen-Krebs
http://derstandard.at/1328507286338/Mythos-Krebspersoenlichkeit-Vermeintlich-schuld-am-Krebs
Kommentar & Ergänzung:
Eine interessante Frage ist in diesem Zusammenhang, weshalb die Theorie vom der Krebs auslösenden Psyche so gut ankommt. Meines Erachtens hängt das vor allem damit zusammen, dass diese „Psycho-Theorie der Krebsentstehung“ den Bedürfnissen und Ängsten vieler Menschen entgegen kommt.
Mit dem Mythos der “Krebspersönlichkeit” halten sich die (noch) nicht Betroffenen meines Erachtens den schwer zu ertragenden Gedanken vom Leibe, dass der Ausbruch dieser Krankheit vielleicht doch zu einem sehr grossen Teil zufälligen/ genetisch bedingten/ sonstigen nicht einfach so steuerbaren Faktoren zuzuschreiben ist. Die Annahme, dass Krebs in der Psyche entsteht, ermöglicht die angstvermindernde Illusion, dass Krebs durch Einfluss auf die Psyche vermeidbar oder heilbar ist. Das lindert Ohnmachtgefühle, aber wenn man es nicht schafft und trotzdem an Krebs erkrankt, ist man nach dieser Theorie selber schuld.
Das macht diese „Psycho-Theorie der Krebsentstehung“ so problematisch und führt nicht selten zu menschenverachtenden Schuldzuweisungen an Krebspatientinnen und –patienten.
Statt sich in Unverwundbarkeits-Fantasien zu flüchten wäre es meiner Ansicht nach sinnvoller, wenn wir die grundlegende Verletzlichkeit und Fragilität der menschlichen Existenz anerkennen würden. Wenn es jeden und jede treffen kann, ist das auch Basis für zwischenmenschliche Solidarität.
Siehe auch: www.patienten-seminare.ch
Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde
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Donnerstag, Mai 17th, 2012
Schon die Aussicht auf eine effektive Schmerzreduktion bewirkt eine messbare Schmerzabnahme bei abdominellen Schmerzen (Bauchschmerzen). Dies konnte die Arbeitsgruppe von Heisenberg-Professorin Sigrid Elsenbruch aus dem Institut für Medizinische Psychologie & Verhaltensimmunbiologie am Universitätsklinikum Essen in einer in der renommierten Fachzeitschrift Pain publizierten Studie zeigen.
Dazu bekamen 36 freiwillige, gesunde Versuchsteilnehmer experimentelle viszerale Schmerzreize (visceralis = „die Eingeweide betreffend“). Gleichzeitig wurde die Aktivierung einzelner Hirnregionen mittels funktioneller Magnetresonanztomographie untersucht. Die Placebo-Intervention erfolgte durch Instruktionen der Probanden in Bezug auf die Wahrscheinlichkeit der Verabreichung eines schmerzlindernden Medikaments. Eine diesbezüglich hohe Wahrscheinlichkeit bewirkte auch dann eine effektive Schmerzlinderung, wenn tatsächlich nur Kochsalzlösung (ein Placebo) verabreicht wurde.
Die Resultate dieser experimentellen Studie legen nahe, dass alleine die Erwartung einer effektiven Schmerzlinderung auch für viszerale Schmerzreize bei zumindest einem Teil der Teilnehmer zu einer effektiven und signifikanten Schmerzverminderung führt. Diese Placebo-Analgesie wird über das Zentralnervensystem gesteuert und bewirkt vor allem während der Schmerzantizipation durch vermehrte Aktivität in präfrontalen kortikalen Hirnregionen, aber auch in somatosensorischen Arealen sowie dem Thalamus die Verminderung der wahrgenommenen Schmerzintensität. Diese Ergebnisse bestätigen frühere Studien, welche somatische Schmerzreize (beispielsweise auf der Haut applizierte Hitzereize) als experimentelles Schmerzmodell eingesetzt haben und sind die Basis für Folgestudien zur Analyse von Schmerzverarbeitung und Placeboeffekten bei Patienten mit chronischen Bauchschmerzen.
Quellen:
http://idw-online.de/pages/de/news477992
Elsenbruch S, Kotsis V, Benson S, Rosenberger C, Reidick D, Schedlowski M, Bingel U, Theysohn N, Forsting M, Gizewski ER. Neural mechanisms mediating the effects of expectation in visceral placebo analgesia: An fMRI study in healthy placebo responders and nonresponders. Pain 153, 382-90. (2012).
Kommentar & Ergänzung:
Schmerz ist ein Phänomen mit vielfältigen Facetten: medizinischen, psychologischen, philosophischen, kulturgeschichtlichen……
Die Studie aus der Universtätsklinik Essen bestätigt einmal mehr, dass bereits die Erwartung einer Schmerzlinderung Schmerzlinderung bewirken kann. Allein damit lassen sich heftige Schmerzen nicht wegzaubern, doch sollte ein therapeutischer Umgang mit Schmerzen diese Einflüsse berücksichtigen und sie bewusst mit einbeziehen. Hier liegt auch eine Stärke vieler Methoden aus der Naturheilkunde.
Wickel und Kompressen, Einreibungen, Massage, ein Kräutertee, das sind alles auch Rituale, welche die Erwartung auf Schmerzlinderung in sich tragen, vor allem, wenn man diese Erfahrung schon in der Kindheit gemacht hat.
Es gehört quasi zu den Aufgaben der Naturheilkunde, diese Formen der Schmerzlinderung zu pflegen und zu erhalten.
Darüber hinaus sollte ein Kräutertee oder ein Wickel zusätzlich noch eine spezifische Wirkung haben aufgrund von Wirkstoffen oder von Wärme- bzw. Kältereizen.
Zum Phänomen Schmerz siehe auch:
Artikel von Martin Koradi in der Zeitschrift Reflexe zum Thema Phänomen Schmerz
Tagesseminar „Phänomen Schmerz“ auf www.patienten-seminare.ch
Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde
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Freitag, Mai 11th, 2012
Das fragte mich vor kurzem eine Zuhörerin an einem Vortrag. Gemeint hat sie damit: Kann man Glockenblumen als Heilpflanzen brauchen oder kann man sie essen?
In der heutigen Phytotherapie spielen Glockenblumen (Campanula) keine Rolle und auch in den alten Kräuterbüchern tauchen sie selten auf.
In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) wird eine Pflanze aus der Familie der Glockenblumengewächse (Campanulaceae) verwendet:
Die Ballonblume (Platycodon grandiflorus, Syn.: Campanula glauca, Campanula grandiflora, Platycodon glaucus, Platycodon grandiflorum), auch Großblütige Ballonblume oder Chinesische Glockenblume genannt.
Foto bei Wikipedia.
http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Kikyo_06c1347s.jpg&filetimestamp=20060704111637
Die Ballonblume wird verwendet bei Husten, Schmerzen, Entzündungen, Fieber, Nervenleiden, Krebs und zur Immunstimulation. Verwendet wird die Wurzel. Die Wurzeln werden zudem gegart in Suppen als kräftigendes Gemüse gegessen. Hauptsächlich in der Koreanischen Küche kommen die Wurzeln als „bellflower roots“ vor.
Die Wurzeln gelten aber auch als giftig.
Es gibt Laborexperimente und Tierversuche mit der Ballonblume:
„Im Tierversuch verstärken Extrakte aus der Pflanze die Aktivität von B-Zellen und die Zytokin-Produktion. Saponine aus der Wurzel (Platycodin A-E) zeigen im Labor entzündungshemmende Wirkung.“
(Quelle: Wikipedia)
Fundierte Studien mit Patienten, die relevanter für die Beurteilung einer allfälligen Wirksamkeit wären, liegen offenbar nicht vor.
Die Heimat der Ballonblume liegt in Nordostasien in China, in Ostsibirien, Mongolei, Korea und Japan. Sie wird auch als Zierpflanze angebaut.
Alle Campanula-Arten in Mitteleuropa sind essbar. Die Blüten werden unmittelbar nach dem Aufblühen als essbare Dekoration verwendet, die jungen Sprosse im Frühling zu Spargelgemüse, die Blätter im Frühjahr als Zugabe in Salaten.
Und natürlich gibt es eine Vielfalt an gärtnerischen Kulturformen der Glockenblumen.
Unsere einheimischen Glockenblumenarten sind auch für den Wildpflanzengarten zu empfehlen.
Die Rundblättrige Glockenblume (Campanula rotundifolia) beispielsweise ist Pollenspender für Wildbienen (Sandbienen, Scherenbienen, Glanzbienen, Sägehornbienen, Mauerbienen, Keulhornbienen, Maskenbienen, Furchenbienen, Blattschneiderbienen), Tagfalter und Hummeln.
So gibt es zum Beispiel die Glockenblumen-Scherenbiene (Chelostoma rapunculi), deren Weibchen beim Pollensammeln streng auf Campanula-Arten spezialisiert sind. Die Männchen übernachten oft in Glockenblumenblüten – schön trocken und windgeschützt – und sind damit praktischerweise schon an einem Ort mit hoher Weibchenfrequenz.
Wenn Sie Glockenblumen sowie viele andere Wildpflanzen und Heilkräuter in der Natur kennenlernen möchten, finden Sie hier die Daten und Orte meiner Alpenblumenkurse, Heilpflanzenexkursionen und Naturseminare.
http://heilpflanzen-info.ch/cms/kurse
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Dienstag, Mai 8th, 2012
„Schokolade macht schlank“. So oder ähnlich betitelten verschiedene Tageszeitungen und Wochenmagazine vor kurzem Berichte über eine einschlägige Studie der Universität von Kalifornien in San Diego / USA:
„Die Präventionsmedizinerin Beatrice Golomb hat gemeinsam mit Kollegen von der University of California in La Jolla mehr als tausend Erwachsene untersucht und nach ihren Schokoladen-Gewohnheiten gefragt. Dabei zeigte sich, dass jene Probanden, die häufiger Schokolade aßen, im Durchschnitt schlanker waren. Wer sogar mehrmals in der Woche zur süßen Tafel griff, so das überraschende Ergebnis, war und blieb dünner.
Die Forscher vermuten, dass sich Inhaltsstoffe der Kakaobohne positiv auf den Stoffwechsel auswirken und das Gewicht günstig beeinflussen.“
Quelle: http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/ernaehrung-schokolade-kann-schlank-machen-1.1318798
Nun kann allerdings eine solche Studie zwar mögliche Zusammenhänge aufzeigen (Korrelation: wer Schokolade isst, ist schlanker), nie aber einen ursächlichen Zusammenhang belegen (Kausalität: Schokolade macht schlank). Während solche Einschränkungen in den Studien selber in der Regel erwähnt werden, fehlen sie bei der Weiterverbreitung in den Medien sehr häufig.
Dass Korrelation nicht das Gleiche ist wie Kausalität, hat am Beispiel der erwähnten Studie eine Pressemitteilung der Aktion „Unstatistik des Monats“ anschaulich erläutert.
Während eine Korrelation nur eine Beziehung zwischen Merkmalen beschreibt, handelt es sich bei der Kausalität um einen ursächlichen Zusammenhang, also um Ursache und Wirkung. Zwei Merkmale nennt man dabei „positiv korreliert“, wenn sie sich mehr oder weniger systematisch in die selbe Richtung bewegen: Steigt die eine, steigt in der Regel auch die andere. Fällt die eine, fällt auch die andere. Ein Beispiel für eine positive Korrelation ist das Verhältnis von Körpergröße und Gewicht. Große Menschen wiegen im Allgemeinen mehr als kleine; nicht zwingend in jedem Einzelfall, jedoch im großen und ganzen schon. Eine negative Korrelation liegt dagegen immer dann vor, wenn hohe Werte des einen Merkmals mit tiefen des anderen zusammengehen und umgekehrt. So zeigt sich etwa bei Männern eine hohe negative Korrelation zwischen dem Einkommen und der Zahl der Haare auf dem Kopf: Je weniger Haare, desto mehr Geld.
Daraus folgt jedoch nicht, dass Männer durch Haarausfall ihr Einkommen steigern können, also ein kausaler Zusammenhang besteht. Diese negative Korrelation entsteht dadurch, dass bei Männern mit wachsendem Alter in der Regel das Einkommen steigt und die Haare ausfallen. Eine dritte Variable im Hintergrund, das Lebensalter, wirkt also ursächlich auf Einkommen und Haare ein. Zwischen den beiden Ausgangsvariablen selbst dagegen existiert keinerlei Kausalzusammenhang.
Ähnlich könnte es sich auch mit der Häufigkeit des Schokoladenkonsums und dem Gewicht verhalten. Möglicherweise belohnen sich manche Menschen für einen Verzicht auf eine Currywurst oder fette Schweinesteaks mit einem kleinen Bissen Schokolade? Auf diese und ähnliche Hintergrundvariablen, die eine solche negative Korrelation verursachen könnten, weisen die Autoren der Studie durchaus hin. Aber wie bei so vielen wissenschaftlichen Untersuchungen werden diese Zusatzinformationen in der medialen Aufarbeitung weggelassen.
Sollte tatsächlich eine Kausalbeziehung existieren, wäre die eher in umgekehrter Richtung zu vermuten: dicke Menschen versuchen, die Kalorienzufuhr da zu vermeiden, wo es ihnen eher leicht fällt, und essen darum weniger Schokolade.
Quelle:
http://www.rwi-essen.de/forschung-und-beratung/fdz-ruhr/unstatistik-des-monats/
Kommentar & Ergänzung:
Bei der Beurteilung der Aussagekraft von Studien ist es zentral zu unterscheiden, ob es sich um eine Beobachtungsstudie, die nur Korrelationen aufzeigen kann, oder um eine klinische Studie (Randomisiert, placebokontrolliert, doppelblind), die Kausalitäten aufzeigt.
Und was genau ist die Aktion „Unstatistik des Monats“?
„Der Berliner Psychologe Gerd Gigerenzer, der Bochumer Ökonom Thomas Bauer und der Dortmunder Statistiker Walter Krämer haben im Jahr 2012 die Aktion „Unstatistik des Monats“ ins Leben gerufen. Sie werden jeden Monat sowohl jüngst publizierten Zahlen als auch deren Interpretationen hinterfragen. Die Aktion will so dazu beitragen, mit Daten und Fakten vernünftig umzugehen, in Zahlen gefasste Abbilder der Wirklichkeit korrekt zu interpretieren und eine immer komplexere Welt und Umwelt sinnvoller zu beschreiben.“
Quelle: http://www.rwi-essen.de/forschung-und-beratung/fdz-ruhr/unstatistik-des-monats/
Allerdings scheint mir die Bezeichnung „Unstatistik“ für die beschriebene „Schokolade-Studie“ nicht passend. Aus der Pressemitteilung geht jedenfalls nichts hervor, was auf schlechte Statistik hindeuten würde. Problematisch ist hier die verkürzte Wiedergabe der Studie in den Medien.
Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde
Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz
Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Kräuterexkursionen in den Bergen / Heilkräuterkurse
www.phytotherapie-seminare.ch
Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital:
Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch
Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch
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Montag, Mai 7th, 2012
Rohes Geflügel kann Bakterien enthalten, die zu Magen-Darm-Erkrankungen führen: Amerikanische Wissenschaftler haben nun einen Naturstoff im Knoblauch entdeckt, der besser als übliche Antibiotika gegen das Lebensmittel-Bakterium Campylobacter wirkt. Die Knoblauch-Verbindung könnte Lebensmittel sicherer machen, hoffen die Wissenschaftler.
Campylobacter-Bakterium können Durchfall, Krämpfe, Fieber und Schmerzen verursachen.
Meist ist unzureichende Hygiene bei der Verarbeitung oder Zubereitung schuld daran, wenn sich jemand mit dem Erreger ansteckt. Der befindet sich häufig auf rohem Fleisch, hauptsächlich von Schweinen und Hühnern. Von dort können sie in den menschlichen Organismus gelangen, wenn das Fleisch nicht gut erhitzt oder beispielsweise durch kontaminiertes Küchengerät verschmutzt wird.
US-Forscher wollen nun einen neuen Weg gefunden haben, den Erregern zu Leibe zu rücken – und zwar mit Knoblauch.
Dr. Xiaonan Lu und seine Kollegen von der Washington State University in Washington, USA, untersuchten, inwieweit ein Inhaltsstoff von Knoblauch – das Diallyldisulfid – im Kampf gegen solche Darmbakterien helfen kann. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass der Knoblauch-Inhaltsstoff Bakterien selbst dann unschädlich machen kann, wenn sie sich in einem Biofilm befinden. Bei diesem Biofilm handelt es sich um eine Art Schleimschicht, in der die Bakterien leben und die sie hochwirksam vor Antibiotika schützt.
Nach Angaben der Wissenschaftler steigt die Antibiotikaresistenz im Biofilm um das Tausendfache im Vergleich zu freien Bakterienzellen.
Das Diallyldisulfid wirkt trotz Biofilm und zwar etwa 100-mal stärker als zwei der gängigen Antibiotika (Ciprofloxacin, Erythromycin) und häufig sogar in einem Bruchteil der Zeit. Ihre Resultate publizierten die Wissenschaftler in dem Fachblatt Journal of Antimicrobial Chemotherapy.
Die Autoren schränken aber ein, dass die Forschung in diesem Bereich noch in den Kinderschuhen steckt. Es handle sich noch immer um Grundlagenforschung, die von der Anwendung in der Praxis noch weit entfernt sei.
Während der Konsum von Knoblauch allgemein als gesundheitsförderlich gelte, sei es eher unwahrscheinlich, dass man damit einer durch Campylobacter ausgelösten Lebensmittelvergiftung vorbeugen könne. Allerdings könne die Schwefelverbindung dazu beitragen, die Bakterienmenge in der Umwelt und speziell bei der Herstellung von Nahrungsmitteln zu verringern.
Bakterien, der Gattung Campylobacter gehören mit zu den häufigsten Auslösern von Darm-Erkrankungen, die durch den Verzehr von Lebensmitteln entstehen. Darüber hinaus können die Bakterien Krankheiten wie das seltene Guillain-Barré-Syndrom verursachen. Am häufigsten infizieren sich Menschen den Wissenschaftlern zufolge durch den Konsum von rohem oder nicht vollständig durchgegartem Geflügel.
In früheren Studien hatten die Forscher das Diallyldisulfid bereits erfolgreich gegen andere Erreger getestet, unter anderem Listeria monocytogenes (Listerien) und das EHEC-Bakterium des Serotyps O157:H7.
Quelle:
http://www.aponet.de/aktuelles/forschung/2012-05-knoblauch-besser-als-antibiotika.html
http://jac.oxfordjournals.org/content/early/2012/04/27/jac.dks138.short?rss=1
http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/0,1518,830885,00.html
Kommentar & Ergänzung:
Knoblauch wird heute vor allem zur Vorbeugung und Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen empfohlen und eingesetzt.
Die Wirkung gegen verschiedenste Infektionskrankheiten ist aber schon seit langem bekannt.
Wahrscheinlich ist es auch kein Zufall, wenn in südlichen Regionen mit warmem Klima und dementsprechend hohem Risiko von Lebensmittelverderbnis viel mit Knoblauch gekocht wird.
Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde
Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz
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Montag, Mai 7th, 2012
Frauen, die rund um die Wechseljahre (Klimakterium) zweimal pro Tag Soja konsumieren, können damit offenbar die Häufigkeit und das Ausmaß der Hitzewallungen lindern. Zumindest um ein Viertel gehe das charakteristische Menopause-Symptom auf diese Weise zurück, berichten Wissenschaftler der University of Delaware in der Fachzeitschrift “Menopause”.
Die Wissenschaftler um Melissa Melby werteten 19 Studien mit total 1.200 Frauen aus, die bisher zur Auswirkung von Soja auf die Wechseljahre durchgeführt wurden. Kombiniere man alle bisherigen Untersuchungen, ergebe sich ein positiver Effekt, resümiert die Studienleiterin. Ein spezielles Augenmerk wurde auf die im Soja enthaltenen Isoflavone gelegt. Diese Pflanzenstoffe sollen eine milde, Östrogen-ähnliche Wirkung entfalten. In jedem Gramm Sojaprotein von Sojabohnen sowie auch zahlreicher Sojaprodukte sind 3,5 Milligramm Isoflavone enthalten. Daneben gibt es auch Nahrungsergänzungsmittel speziell mit dieser Substanz.
Bei Frauen, die über sechs Wochen oder länger täglich 54 Milligramm davon zu sich nahmen, zeigten sich um 20 Prozent weniger Hitzewallungen und ein Rückgang des Schweregrades um 26 Prozent. Da diese Resultate stets im Vergleich zu einem Placebo-Präparat gemessen wurde, dürfte der endgültige Effekt noch höher liegen.
Bei längerfristiger Einnahme zeigten die Soja-Isoflavone in den Studien noch eine deutlich stärkere Wirkung. Aufmerksam auf das Thema Soja und Isoflavone wurde die Forschung, weil Japanerinnen im Klimakterium kaum Hitzewallungen entwickeln: Sojaprodukte begleiten in Japan bereits im Mutterleib und über die gesamte Lebensspanne den Alltag. Wenn man mit 50 Jahren nie Soja gegessen habe, sei es jedoch noch nicht zu spät. Zwar steige die Wirkung der Isoflavone mit der Dauer ihrer Einnahme. Die Forscher sind aber überzeugt, dass sie auch bei spätem Beginn noch helfen.
Quelle:
http://www.journalmed.de/newsview.php?id=37190
http://www.udel.edu/udaily/2012/apr/melby-soy-menopause-040412.html
Kommentar & Ergänzung:
Zur Frage der Wirksamkeit von Sojaprodukten gegen Wallungen in den Wechseljahren gibt es verwirrend gegensätzliche Resultate und Stellungsnahmen.
Siehe auch:
Wechseljahre: keine Linderung von Hitzewallungen durch Soja
Soja: Keine Wirkung gegen Hitzewallungen in den Wechseljahren
Allerdings hat eine Metaanalyse, also die Auswertung aller geeigneten Studien zu einem bestimmten Thema, wie sie offenbar das Team der Universität Delaware gemacht hat, mehr Gewicht als eine Einzelstudie. Sofern sie gut gemacht wurde und die Studien, auf die sie sich stützt, von guter Qualität sind.
Interessant ist die Bemerkung, dass Japanerinnen, die von Kindheit an regelmässig Soja konsumieren, möglicherweise mehr profitieren als Frauen in Europa und Amerika, die erst in den Wechseljahren mit der Sojaeinnahme beginnen.
Ein Erklärungsversuch für dieses Phänomen würde mich interessieren.
Eine ähnliche Frage stellt sich bei der Brustkrebs-Prävention.
Japanerinnen erkranken offenbar seltener an Brustkrebs, wofür häufig der höhere Sojakonsum verantwortlich gemacht wird (Japanerinnen unterscheiden sich aber noch an vielen weiteren Punkten ihres Lebensstils von Europäerinnen!).
Falls Soja tatsächlich kausal für die tieferen Brustkrebsraten in Japan verantwortlich eine sollte, könnte es auch sein, dass dieser Schutzeffekt schon und vor allem in jungen Jahren relevant ist. Dann wäre es nicht mehr sinnvoll, wenn eine 50 jährige Sojaprodukte isst mit der Erwartung einer Brustkrebs-präventiven Wirkung.
Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde
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