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Kräuterwanderungen – Häufige Fragen und Antworten (FAQ)

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Hier finden Sie Antworten auf Fragen, die zu meinen Kräuterwanderungen oft gestellt werden. also die sogenannten „Frequently Asked Questions“ (FAQ):

Werden die Kräuterwanderungen bei jedem Wetter durchgeführt?

Ja. Ich behalte mir aber vor, die Route der Witterung anzupassen, insbesondere wenn die Sicherheit es erfordert. Nehmen Sie daher wetterfeste Kleidung mit.

Es wäre organisatorisch kaum möglich, kurzfristig eine solche Veranstaltung abzusagen und längerfristig sind die Prognosen zu ungenau.

Darüber hinaus bin ich auch der Meinung, dass das Wetter zur Natur gehört. Uns heutigen Menschen ist die Auseinandersetzung mit dem Wetter grossenteils abhanden gekommen. Ich selber bin natürlich gerne bei schönem Wetter unterwegs. Die Stimmungen in der Natur sind bei wechselhaftem Wetter aber oft eindrücklicher. Zudem kommt es nur selten vor, dass ein Tag durchgängig nass ist und oft ist das Wetter vor Ort besser, als es vom Wetterbericht her zu erwarten war. Nur weil die Wetterprognose ein Wölkchen zeigt, muss der Tag noch nicht schlecht werden – so ist jedenfalls meine Erfahrung.

Wie fit muss ich körperlich sein?

Das ist unterschiedlich bei den verschiedenen Touren. Klar ist, das wir in der Regel den ganzen Tag wandernd unterwegs sind, allerdings mit Unterbrüchen, weil wir ja immer wieder Pflanzen anschauen.

Es gibt flachere Touren und solche mit Auf- und/oder Abstiegen. Wenn Ihnen das aus der Kursbeschreibung zu wenig klar wird und sie unsicher sind, ob Sie der Tour körperlich gewachsen sind, dann rufen Sie mich am besten vor der Anmeldung an. Am Telefon lassen sich diese Fragen am besten klären (052 202 20 29).

Als grobe Richtlinie könnte man noch sagen: Wenn in der Kursausschreibung „Wanderfähigkeit“ vorausgesetzt wird, sollten Sie in der Lage sein, eine Strecke etwa in derjenigen Zeit zu wandern, die auf den gelben Wanderwegweisern angegeben ist. Wenn in der Kursausschreibung „Bergwanderfähigkeit“ vorausgesetzt wird, sollten Sie in der Lage sein, eine Strecke etwa in der Zeit zu wandern, die auf den weiss-rot-weiss markierten Wanderwegweisern angegeben ist. Bergwanderfähigkeit setzt zudem eine normale Trittsicherheit voraus,

Braucht es botanische oder phytotherapeutische Vorkenntnisse?

Nein, botanische oder phytotherapeutische Vorkenntnisse sind nicht nötig, aber auch kein Hindernis.

Sammeln wir auch Pflanzen auf den Kräuterwanderungen?

Nein, wir sammeln keine Pflanzen. Ich halte es für unsinnig, mit einer ganzen Gruppe Heilkräuter zu sammeln. Dadurch wird an einem Ort oft viel zu viel gepflückt, was den Beständen schaden könnte. Sie können auf meinen Kräuterwanderungen Erkennungsmerkmale und Verwechslungsmöglichkeiten kennenlernen – und danach selber mit dem nötigen Respekt sammeln, was Sie brauchen können.

Was kann ich genau lernen auf den Kräuterwanderungen?

Im Zentrum der Kräuterwanderungen stehen natürlich die Heilpflanzen und da geht es in erster Linie um das genaue Wahrnehmen. Wir laufen ja oft ziemlich blind durch die Welt, auch wenn unsere Augen vollkommen intakt sind. Nicht selten sagen mir Teilnehmende nach dem Kurs, dass sie nun viel mehr Blumen sehen. Dann ist ein Ziel erreicht, denn die (wahrgenommene) Welt wird so bunter, lebendiger und reichhaltiger. Ich erzähle auf den Kräuterwanderungen aber auch gerne Geschichten zu den Heilpflanzen, über ihre Wirkungen, Erkennungsmerkmale, Lebensweisen und über ihre frühere Bedeutung im Volks- und Aberglauben.

Ich finde es allerdings nicht sehr sinnvoll, auf einer Kräuterwanderung nur Pflanzen zu beachten, die uns unmittelbaren Nutzen bringen, also als Heilpflanzen oder als Wildgemüse gebraucht werden können. Wir werden darum auch Pflanzen anschauen und kennenlernen, die „nur“ das Auge oder das Herz erfreuen. Und ich werde gerne vielleicht auch einmal etwas sagen, wenn ein interessanter Vogel zu hören ist oder ein schöner Schmetterling vorbeigaukelt. Wir versuchen also, neben den Heilkräutern auch die Natur als Ganzes wahrzunehmen und ich habe mir seit den ersten geleiteten Exkursionen im Jahr 1986 ein vielfältiges Wissen erwerben können.

Kann ich meinen Hund mitnehmen?

Nein, ich habe entschieden, keine Hunde mitlaufen zu lassen. Wir machen nicht einfach eine Wanderung. Es gibt dazwischen immer wieder Unterrichtssequenzen. Und im Unterricht – so meine Erfahrung – hat auch ein ganz netter Hund durchaus Störungspotential. Das ist nicht hundefeindlich gemeint.

Ab welchem Alter können Kinder mitkommen?

Meine Kurse richten sich von Stil und Inhalt her an Erwachsene. Kindern müsste man didaktisch etwas ganz anderes anbieten. Für Kinder sind meine Kräuterwanderungen daher ungeeignet. Gute Erfahrungen habe ich aber schon mit Jugendlichen gemacht, falls sie speziell an Biologie und Botanik interessiert sind. Fragen Sie mich im Zweifelsfall.

Gibt es Geschenkgutscheine?

Wir haben keine vorgedruckten Geschenkgutscheine, finden es aber eine gute Idee, Kräuterwanderungen zu verschenken an Leute, die an Pflanzen interessiert sind und sich gerne in der Natur bewegen. Ich würde allerdings empfehlen, ein solches Geschenk nicht „blind“ zu machen, sondern mit der beschenkten Person zusammen entscheiden, für welche Tour und welches Datum sie sich am meisten interessiert.

Es ist auch unumgänglich, dass die beschenkte Person vor der Anmeldung die Kursausschreibung gelesen, hat, damit sie die körperlichen Voraussetzungen kennt und einschätzen kann, ob die Tour für sie geeignet ist.

Bei der Anmeldung können Sie meiner Mitarbeiterin mitteilen, wem die Rechnung und wem die Kursinformationen zu schicken sind.

Habe ich Zeit zum Fotografieren auf den Kräuterwanderungen?

Grundsätzlich schon. Ich habe immer wieder Teilnehmende auf Kräuterwanderungen, die tolle Fotos machen (und sie mir manchmal für die Flickr-Fotoplattform zur Verfügung stellen). Sie müssen sich beim Fotografieren allerdings dem Tempo der Gruppe anpassen. Die Wanderungen sind in der Regel zeitlich so berechnet, dass wir zu einer bestimmten Zeit zum Beispiel an einer Busstation sein müssen. Wir können also nur sehr ausnahmsweise warten, bis die Sonne optimal steht……

Was heisst „hohe Wanderschuhe“?

Bei manchen Kräuterwanderungen steht unter „Mitnehmen“: Hohe Wanderschuhe.

Das bedeutet: Über den Knöchel reichend und mit Profilgummisohle.

Wenn ich schreibe „Mitnehmen: Hohe Wanderschuhe“, dann ist das nicht nur eine Empfehlung – dann meine ich das auch so – und behalte mir vor, Leute mit ungenügendem Schuhwerk nicht mitzunehmen. Das ist eine Sicherheits- und Haftungsfrage, die nicht verhandelbar ist. Steht nur „Wanderschuhe“, dann empfehle ich zwar ebenfalls hohe Wanderschuhe, doch können sie auch mit anderen wandertauglichen Schuhen teilnehmen.

Trifft man auf den verschiedenen Kräuterwanderungen unterschiedliche Pflanzen oder dieselben?

Es gibt Pflanzen, die kommen sehr weit verbreitet vor, und die trifft man daher fast auf jeder Kräuterwanderung. Dann gibt es aber immer auch Unterschiede zwischen den einzelnen Kräuterwanderungen. Das hängt vom Boden ab (trocken oder feucht, sauer oder basisch), von der Lage (schattig oder sonnig), von der Höhe über Meer (Flachland oder Alpenregion) und von der Jahreszeit (Frühling oder Sommer).

Wenn Sie möglichst verschiedene Pflanzen kennenlernen möchten, empfehle ich die Exkursionen zu variieren bezüglich Jahreszeit, Region und Höhenlage. Manchmal lassen sich auch aus der Ausschreibung Unterschiede herauslesen. Eine Exkursion im Auenwald im Flachland (zum Beispiel „Petite Camargue“) bietet andere Pflanzen als eine Exkursion an einem trockenen Südhang in höheren Lagen (z, B. Rigi).

Unterstreichen möchte ich aber, dass es beim Kennenlernen von Pflanzen auch wichtig ist, dieselbe Pflanze mehrfach anzuschauen. Wiederholung macht auch hier den Meister oder die Meisterin. Sie können mit mir also quasi Lehr-Gänge machen, wenn Sie über einen gewissen Zeitraum immer wieder einmal eine Kräuterwanderung mitmachen – und dabei Schritt für Schritt vertrauter werden mit der Pflanzenwelt und mit der Natur überhaupt.

Sind die Kräuterwanderungen EMR-anerkannt?

Keine Ausbildungsinstitution hat vom EMR eine schriftliche Anerkennung. Schon seit vielen Jahren reichen aber Naturheilpraktikerinnen und Naturheilpraktiker Teilnahmebescheinigungen meiner Weiterbildungskurse und Lehrgänge beim EMR ein. Dass dabei Schwierigkeiten aufgetreten wären, ist mir nicht bekannt. So gehe ich davon aus, dass das auch in Zukunft klappen sollte. Für einen Tag Kräuterwanderung können Sie mit der Bescheinigung von 6 mal 60 Minuten rechnen.

(Erklärung für „Uneingeweihte“: Das EMR = Erfahrungsmedizinische Register ist einer Firma, die Entscheidet, wer als Naturheilpraktiker / Naturheilpraktikerin über Zusatzversicherungen abrechnen darf. Dazu zählt das EMR eingerechte Ausbildungsstunden und Weiterbildungsstunden zusammen).

Gibt es eine maximale Zahl an Teilnehmenden?

Ja, pro Kräuterwanderung hat es maximal 16 Plätze.

 

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe

Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse

Kräuterwanderungen in den Bergen / Kräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital:

Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

 

 

 

 

 

 

 

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Pflanzenkunde: Löwenzahn (Taraxacum) ist nicht gleich Löwenzahn (Leontodon)

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Löwenzahn (Taraxacum officinale) ist in der Phytotherapie als Bitterstoffpflanze bekannt und wird vor allem zur Förderung der Verdauung angewendet, zum Beispiel in Leber-Galle-Tees. Reinhard Länger hat die traditionelle Heilpflanze in „Phytotherapie Austria“ (Nr. 3 / 2014) vorgestellt, der Zeitschrift der Österreichischen Gesellschaft für Phytotherapie.

Löwenzahn zeichnet sich durch grossen Formenreichtum aus.

Reinhard Länger erklärt, weshalb das so ist:

„Der Löwenzahn wird in die Familie der Korbblütler gestellt. Dies deshalb, weil der attraktive gelb leuchtende Blütenstand aus sehr vielen Einzelblüten besteht, in diesem Fall werden ausschließlich sogenannte Zungenblüten ausgebildet. So wichtig die Blüten als Nahrung für Insekten sind, so wenig bedeutsam ist der Insektenbesuch für die Vermehrung des Löwenzahns: die Früchte entstehen ohne Bestäubung (Apomixis). Dies erklärt auch die enorme Formenvielfalt unter den ‚Löwenzähnen‘.“

 

Dieses interessante Phänomen der Apomixis bewirkt, dass jede Mutation sich 1:1 weitervererbt, da keine Chromosomen mit anderen „Löwenzähnern“ ausgetauscht werden. Das gleiche Phänomen ist im Übrigen auch beim Frauenmantel (Alchemilla spec.) zu beobachten.

 

Der Autor verweist auf eine Verwechslungsmöglichkeit mit der arzneilich nicht verwendeten Gattung Leontodon, die ebenfalls gelbblühende Asteraceen (Korbblütler) sind, und erläutert das wichtigste Unterscheidungsmerkmal:

„Wenn Sie selbst sammeln wollen, sollten Sie nur auf die mögliche Verwechslung mit der Gattung Leontodon (wörtlich übersetzt ebenfalls Löwenzahn, um den Unterschied deutlich zu machen auch Leuenzahn) achten. Taraxacum blüht zeitig im Frühjahr, meist im April, Leontodon blüht später, ab Mai bis in den Sommer. Ein untrügliches Erkennungsmerkmal für die ‚gewöhnlichen‘ Taraxacum-Sippen ist, dass die grünen Hüllblätter, die den Blütenstand umgeben, nach unten umgebogen sind.“

 

Quelle:

http://www.phytotherapie.co.at/pdf/PT0314.pdf

Kommentar & Ergänzung:

Es gibt rund 50 Leontodonarten.

Die Gattung Leontodon kommt bei uns vor allem in den Bergregionen vor.

Beispielsweise:

Alpen-Löwenzahn (= Leontodon montanus, Berg-Löwenzahn)

Herbst-Löwenzahn (= Leontodon autumnalis, Herbst-Milchkraut)

Gemeiner Löwenzahn (= Leontodon hispidus, Steifhaariges Milchkraut)

Pyrenäen-Löwenzahn (= Leontodon helveticus, Schweizer Milchkraut).

 

Wenn Sie Heilpflanzen, Wildkräuter und Alpenblumen in der Natur kennenlernen möchten, dann schauen Sie doch immer mal wieder in mein Kursprogramm. Dort werden jetzt laufend schon neue Daten für die Kräuterwanderungen 2015 publiziert.

 

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe

Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse

Heilpflanzenexkursionen in den Bergen / Kräuterkurse

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Kräuterwanderungen als Naturerlebnis

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Mir ist es wichtig, dass wir auf Kräuterwanderungen nicht nur fixiert sind auf Pflanzen, die essbar sind oder zu Heilzwecken genutzt werden können. Wer nur interessiert ist an dem, was nutzbar ist, wer also mit einem Nützlichkeitsfilter durch die Gegend läuft, der vermindert das ästhetische Erlebnis. Schön ist, was interesselos gefällt (nach Immanuel Kant). Also geht es auf Kräuterwanderungen immer auch darum, einen Lebensraum zu erleben, eine Landschaft, das Wetter, die Wege, Tiere und Pflanzen, denen wir begegnen.

Und selbstverständlich: Auf Kräuterwanderungen sind auch die Wirkungen und Erkennungsmerkmale der Heilpflanzen ein wichtiges Thema – aber nicht nur sie.

Wer sich ohne Nützlichkeitsfilter in der Natur bewegt, wird vielfältigere und vor allem ganz andere Entdeckungen machen. Kräuterwanderungen ohne Nützlichkeitsfilter verändern viel stärker die Wahrnehmung als „utilitaristische“ Exkursionen.

Teilnehmende berichten mir immer wieder, dass sie nun Pflanzen und Tiere bemerken, die sie vorher übersehen haben.  Zu einem guten Stück sieht man halt wirklich nur, was man schon kennt.

Gehört eine Pflanze zum „Bekanntenkreis“, trifft man sie plötzlich immer wieder an.

Die Erweiterung des „vegetabilen Bekanntenkreises“ und die damit verbundene Aktivierung der Aufmerksamkeit gehört zu den beabsichtigen Wirkungen meiner Kräuterwanderungen.

Schauen Sie sich einmal die Daten und Orte für den Sommer 2014 in meinem Kursprogramm an, falls Sie an solchen Entdeckungsreisen interessiert sind.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
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Sommerferien 2014: Lust auf Kräuterwanderungen im Berner Oberland?

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Im Sommer 2014 führe ich wieder Kräuterwanderungen im Berner Oberland durch. Wer sich für Heilpflanzen und Alpenblumen interessiert und wandernd faszinierende Berglandschaften erleben möchte,  sollte sich diese Angebote genauer anschauen.

28. Juni – 3. Juli 2014: Kräuterwanderungen in Lenk im Simmental

Die Lenk bietet eine überaus reiche Pflanzenwelt und eine faszinierende Landschaft mit vielen Wasserfällen, Bergbächen und Bergseen. Diese Vielfalt hat dazu geführt, dass ich seit 1986 jeden Sommer Kräuterwanderungen an der Lenk durchführe.

5. – 10. Juli 2014: Kräuterwanderungen in Mürren

Mürren liegt auf einer Sonnenterrasse hoch über dem Lauterbrunnental. Wir erkunden die Pflanzenwelt unterhalb des Schilthorns, das Naturschutzgebiet im Hinteren Lauterbrunnental, das Sefinental und die Region um die Lobhornhütte. Eiger, Mönch, Jungfrau, Breithorn, Grosshorn, Mittagshorn….die imposanten Berggipfel des Berner Oberlandes mit vielen Gletschern und Wasserfällen bieten eine grossartige Aussicht.

Detaillierte Informationen zu den Kräuterwanderungen im Berner Oberland finden Sie in der Rubrik „Kurse“ im Heilpflanzen-Info-Portal.

Dort werden auch Ausschreibungen veröffentlicht über weitere Kräuterkurse und Kräuterwanderungen, sowie über die Ausbildungen in Phytotherapie.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

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Tipps zur Naturverträglichkeit von Skitouren und Snowboarden

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Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) in Deutschland informiert mit dem Onlineportal „NaturSportInfo“ über Auswirkungen von Natursport auf die Tier- und Pflanzenwelt und deren Lebensräume

Das Portal wurde gerade komplett modernisiert. Wer Sport in der Natur betreibt, kann sich hier kundig machen, wie sich sportliche Aktivitäten möglichst naturverträglich gestalten lassen.

Das Internetportal informiert umfassend über die Folgen von Natursportaktivitäten auf Naturlebensräume und zeigt, wie Natursportarten naturverträglich ausgeübt und Konflikte vermieden werden können.
Die möglichen Auswirkungen des Skisports auf die Natur sind häufig nicht genügend bekannt. Skifahrern ist oft nicht bewusst, wenn sie sich in weitgehend störungsfreien und unerschlossenen Gebirgsregionen bewegen, die auch sensibler Lebensraum von Wildtieren wie Auerhuhn, Birkhuhn und Schneehuhn sind. Diese Tiere sind ausgesprochen störungsempfindlich. Das Auerhuhn beispielsweise zeigt auch bei häufigen Begegnungen kaum eine Gewöhnung an den Menschen und hat eine Fluchtdistanz von bis zu 500 Metern.

Auch die dünne Vegetationsdecke im Gebirge ist an manchen Stellen gefährdet und  kann durch das Skifahren verletzt werden, was oftmals großflächige Erosion zur Folge hat. Das Onlineportal NaturSportInfo zeigt hier Möglichkeiten auf, wie Wintersport auf eine für die Natur verträgliche Weise betrieben werden kann.

Schutz- und Schongebiete für Pflanzen und Tiere sollten selbstverständlich respektiert und entsprechend gemieden werden. Es wird empfohlen, sich an ausgewiesene Wege, Pisten und Loipen sowie gekennzeichnete naturverträgliche Skirouten zu halten.

Die Datenbank Onlineportal „NaturSportInfo“  umfasst Beschreibungen von aktuell 30 Natursportarten und deren Auswirkungen auf den Naturraum. Verknüpft damit ist eine Auflistung der betroffenen Lebensräume und der dort vertretenen Tier- und Pflanzenarten. Fachinformationen für Akteure aus Natursport und Naturschutz sowie für speziell Interessierte bieten die Rubriken Fachliteratur und Konfliktlösungen. Das Angebot wird laufend erweitert und aktualisiert.

Das Portal ist erreichbar via www.natursportinfo.de.

Quelle:

http://idw-online.de/pages/de/news568292

Kommentar & Ergänzung:

Für die Tier- und Pflanzenwelt vor allem der Alpen ist es wichtig, dass solche Informationen angeboten und von den Natursportlern auch aufgenommen werden.

Seit Jahren werden die Alpen mehr und mehr zum Sportgerät und damit stark instrumentalisiert. Sie bekommen so einen ähnlichen Status wie eine Maschine im Fitnesscenter oder ein Bock in der Turnhalle. Dabei geht es immer weniger um eine Begegnung mit einem Lebensraum und seinen menschlichen, tierischen und pflanzlichen Bewohnerinnen und Bewohnern. Der Lebensraum ist nur noch die Folie, auf der eine sportliche Leitung erbracht wird. Die Sensibilität für den Lebensraum verschwindet bei einem zunehmenden Teil der Nutzerinnen und Nutzer.

Das ist heikel im Sommer, vor allem aber auch im Winter. Vögel, Gämsen, Steinböcke, Rehe und Hirsche haben in den Bergen im Winter ein Energieproblem. Jede zusätzliche Flucht kostet viel Kraft.

Bis zu einem gewissen Grad gewöhnen sich die Tiere in den Alpen an Menschen, sofern diese sich an die gleichen Wege und Pisten halten.

Schneesportler, welche die grenzenlose Freiheit suchen, und jenseits der Pisten Ski fahren und Snowboarden oder mit den Schneeschuhen quer durch die Landschaft laufen, versetzten dagegen die Tierwelt durch ihr überraschendes Auftauchen in helle Aufregung.

P.S.: Für den Winter habe ich keine Naturkurse anzubieten – aber wenn Sie im Frühling und Sommer auf naturverträgliche Art faszinierende Lebensräume in den Bergen und im Flachland kennenlernen möchten, dann schauen Sie sich einmal in meinem Kursprogramm die Exkursionsangebote an.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Orchidee des Jahres 2014: Blattloser Widerbart

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Der „Blattlose Widerbart“ (Epipogium aphyllum) ist zur Orchidee des Jahres 2014 gekürt worden.

Foto auf Wikipedia

Die Vorstände des Arbeitskreises Heimische Orchideen (AHO) der Bundesländer wählten die seltene Pflanze bei einer Tagung im thüringischen Arnstadt.

Der Widerbart wächst in schattigen Laubwäldern und bevorzugt Kalkboden. Er erscheint manchmal Jahre bis Jahrzehnte nicht oberirdisch und blüht dann nur sehr kurz.

Der Widerbart enthält kein Blattgrün (Chlorophyll). Er braucht für seine Ernährung Bodenpilze, mit deren Hilfe er abgestorbene organische Bodensubstanzen aufnimmt. Diese Ernährung ermöglicht dem „Blattlosen Widerbart“ die Besiedlung von dunklen Lebensräumen, in denen die meisten Pflanzen schon nicht mehr existieren können.

Allerdings sind die dunklen und feuchten Mischwälder mit altem Baumbestand und dichtem Blätterdach, in denen sich der „Blattlose Widerbart“ wohlfühlt, den Orchideenfreunden des AHO zufolge zufolge in Deutschland rar geworden. Die Kür zur Orchidee des Jahres 2014 soll deshalb nicht nur für den Schutz der seltenen Pflanze, sondern auch für die Erhaltung ihrer Lebensräume werben.

Seit dem Jahr 1988 wird jährlich eine besonders gefährdete Art als Orchidee des Jahres gekürt, um für einen besseren Schutz der rund 60 in Deutschland vorkommenden Arten zu werben. gegenwärtig trägt das „Purpurne Knabenkraut“ den Titel.

Quelle:

http://www.n-tv.de/wissen/Der-Blattlose-Widerbart-holt-den-Titel-article11571841.html

Kommentar & Ergänzung

Der Widerbart ist eine faszinierende Pflanze. Weil er nur selten und kurz blüht, ist es jedesmal ein Glücksfall, ihn zu treffen.

Ich bin seit 1986 jeden Sommer mit Kräuterwanderungen unterwegs. Den Widerbart habe ich nur wenige Male blühend gesehen, zum Beispiel in Mürren (im Sefinental und im Hinteren Lauterbrunnental) und an der Lenk im Simmental (in der Wallbachschlucht). Von allen Orchideen, die ich auf meinen Kräuterwanderungen antreffe, ist der Widerbart mit Abstand am seltensten.

Kommen Sie einmal mit auf eine Kräuterwanderung, wenn Sie an Heilpflanzen, Alpenblumen und Orchideen interessiert sind.

Den Widerbart allerdings kann ich nicht garantieren…

Aber es ist ja auch schön, dass nicht alles planbar ist und immer wieder Überraschungen möglich sind.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Heilpflanzenexkursion auf dem Flimserstein (Graubünden)

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Am Sonntag 28. Juli 2013 findet die Kräuterexkursion auf den Flimserstein statt – zum Kennenlernen von Heilpflanzen und Alpenblumen. Das ist für den Sommer 2013 die letzte Tour in die Alpenflora, die ich anbiete. Der Flimserstein ist ein faszinierendes Erlebnis.

Die Luftseilbahn bringt uns auf den Cassons (2700 m  ü. M.). Dort erwartet uns nicht nur ein eindrückliches Panorama und die geologisch interessante „Glarner Überschiebung“, sondern auch eine Vielfalt an hochalpinen Polsterpflanzen – den Ueberlebenskünstlern der Bergwelt. Danach verwöhnt uns der „Flimserstein“ mit einem grossartigen Bouquet von Alpenblumen und Bergkräutern.

Anschliessend bringt uns die Bergbahn zurück nach Naraus und erspart uns so den grossen Abstieg. Von Naraus wandern wir auf gutem Weg botanisierend nach Foppa. Für den letzten Abschnitt nutzen wir wieder die Sesselbahn nach Flims.

Auf dieser Tagesexkursion können wir so eine grosse Pflanzenvielfalt aus ganz unterschiedlichen Höhenstufen kennenlernen, und das ohne grosse körperliche Anstrengung, also mit nur wenig Aufstieg und moderatem Abstieg. Wanderfähigkeit setzt diese Tour jedoch schon voraus und Ihr Kreislauf sollte 2700 m ü. Meer tolerieren.

Sie finden die Details zu diesem Kurs via Kurskalender.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Venenerkrankungen: Wirksamkeit von Rosskastanienextrakt erneut bestätigt

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Venenleiden sind verbreitet auftretende Gesundheitsprobleme. Die Häufigkeit und der Schweregrad steigen mit zunehmendem Alter. Als zentrale Massnahme gilt in der Behandlung die Kompressionstherapie mit individuell angepassten medizinischen Kompressionsstrümpfen. Eine aktuelle Cochrane-Dokumentation zeigt nun jedoch erneut, dass auch die Einnahme eines Extrakts der Rosskastanie (Aesculus Hippocastanum L.) eine wirksame Behandlungsmöglichkeit bietet.

Nach Erhebungen der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie leiden
30 Prozent der Bevölkerung unter Symptomen wie Krampfadern, Ödeme oder offene Beine. Die schlechte Durchblutung der Beinvenen bei chronischer Veneninsuffizienz (CVI) führt oft zu Schmerzen, Schwellungen, Juckreiz, Müdigkeit und zu einer zunehmenden Verhärtung der Haut. Die Kompressionstherapie, die besonders wirksam den Abfluss des venösen Blutes anregt, ist jedoch in der Handhabung schwierig und führt im Sommer zu unangenehmen Wärmestaus. Zahlreiche Betroffene lehnen sie darum ab.

Als wirksame Alternative kommt in der Phytotherapie schon seit langem die Einnahme eines Extrakts aus Rosskastaniensamen zur Anwendung. Die Wirksamkeit und Verträglichkeit dieses Naturheilmittels wurde vor kurzem erneut bestätigt (Cochrane Database of Systematic Reviews 2012, Issue 11. Art. No.: CD003230. DOI: 10.1002/14651858.CD003230.pub4). Zur Auffrischung bereits vorliegender Erkenntnisse untersuchten die Wissenschaftler die verfügbare Fachliteratur aus den Jahren 2002 bis 2008 und forderten bei den Herstellern von Rosskastanienextrakten bereits veröffentlichtes und auch noch nicht publiziertes Material an. In die Analyse wurden so die Daten von total 17 randomisierten kontrollierten Studien einbezogen.

Die wichtigsten Resultate:

– Insgesamt erwiesen sich die Extrakte aus Rosskastaniensamen als wirksam in der Linderung von subjektiven Beschwerden und  objektiven Symptomen einer chronischen Veneninsuffizienz.

– In sechs von sieben Studien zeigten Messungen eine Reduktion des Beinumfangs verglichen mit Placebo.

– Ähnliche Resultate fanden die Forscher beim Symptom Juckreiz.

– Eine weitere Studie ergab sogar gleichwertige Effekte durch Rosskastanienextrakt wie die zum Vergleich ausgeführte Kompressionstherapie.

Vor allem im Sommer stellen deshalb gut dokumentierte Extrakte aus Rosskastaniensamen für die Behandlung von Venenproblemen eine wirksame Alternative dar.

Quelle:

http://www.phytotherapie-komitee.de/#Publish_PIR::Press_Release/show/press_release_id=100

Kommentar & Ergänzung:

Die Wirksamkeit von Rosskastanienextrakt bei venösen Ödemen ist tatsächlich schon seit langem ziemlich gut belegt.

Folgende Punkte würde ich aber noch festhalten:

– Bei allen Studien wurden Rosskastanienextrakte. Zur Wirksamkeit von Rosskastanientinktur fehlen entsprechende Studien.

– Die Wirksamkeit von Rosskastaniensalbe und Rosskastanienbädern ist fraglich. Studien dazu fehlen und es ist überhaupt nicht geklärt, ob der wichtigste Inhaltsstoff der Rosskastaniensamen – das Aescin – überhaupt in relevanten Mengen durch die Haut geht.

– Dokumentiert ist nur die ödemhemmende Wirkung, nicht aber eine vorbeugende Wirkung auf Krampfadern.

– Es ist nicht sehr angemessen, mit Rosskastanienextrakt gegen Kompressionstherapie zu argumentieren. In Ausnahmefällen mag Rosskastanienextrakt eine sinnvolle Alternative sein.  Im allgemeinen würde ich die beiden Ansätze aber lieber kombinieren.

– Die Verträglichkeit von Rosskastanienextrakt ist in der Regel sehr gut. Er eignet sich auch zur Anwendung über längere Zeiträume.

– Es gibt Rosskastanienpräparate, die von der Grundversicherung bezahlt werden, wenn ein Arzt oder eine Ärztin sie verschreibt.

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Schlaue Hummeln lernen von Artgenossen

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Hummeln können von ihren Artgenossen lernen, wo es ergiebige Blüten hat.
Diese Fähigkeit ist nützlich beim Nektar suchen. Biologen der Universität London haben ein Experiment mit Hummeln in einer Flugarena veranstaltet. Sie versahen künstliche Blüten mit einer Zuckerlösung und platzierten daneben Hummel-Attrappen. So sollten die Hummeln lernen, die Anwesenheit von Artgenossen mit Futter zu assoziieren.

Danach vertauschten die Biologen die Anordnung der Blumen und ließen die Hummeln erneut durch die Arena fliegen. Das Resultat: Die Tiere steuerten genau die Blüten an, auf denen vorher andere Hummeln – bzw. Hummel-Attrappen – saßen – egal, ob sich dort Zucker befand oder nicht.

Die Wissenschaftler berichten über ihre Resultate im Magazin Current Biology.

Quelle:

http://wissen.dradio.de/nachrichten.59.de.html?drn:news_id=208281

http://www.cell.com/current-biology/retrieve/pii/S0960982213003370

Kommentar & Ergänzung:

Hummeln sind in vielerlei Hinsicht faszinierende Insekten.

Hummeln spielen eine wichtige Rolle für die Bestäubung von mehreren hundert Pflanzenarten in Mitteleuropa (z. B. Rotklee, Taubnesseln, Salbei-, Eisenhut-, Storchschnabel- und Enzianarten, Akelei und zahlreiche mehr. Bedingt durch ihre Kältetoleranz sind hauptsächlich in Gebirgen viele Hummelarten zu finden. In Deutschland, Österreich und der Schweiz wurden bisher 48 Hummelarten nachgewiesen, 44 kommen aktuell vor. Da gibt es zum Beispiel Erdhummeln, Steinhummeln, Alpenhummeln, Wiesenhummeln, Baumhummeln, Waldhummeln, Ackerhummeln….

Siehe auch:

Hungersnot bei Hummeln im Sommer

Hummeln finden immer die kürzeste Flugroute

Augen auf – Hummelköniginnen unterwegs

Hummeln sind Transportkünstlerinnen

Pestizide schaden Hummeln

Nicht nur in einer „Hummel-Flugarena“, auch direkt in der Natur gibt es unzählige spannende Geschichten und kleine Wunder zu entdecken.

Schauen Sie sich im Kurskalender mal die Daten und Orte meiner Exkursionen an, wenn Sie Pflanzen und Tiere besser kennenlernen möchten.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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www.info-phytotherapie.ch/index.php/phytotherapie-infothek/was-ist-phytotherapie

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moodle.heilpflanzen-info.ch/course/view.php?id=6

Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

moodle.heilpflanzen-info.ch/course/view.php?id=15

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Hummeln sind Transportkünstlerinnen

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Hummeln besitzen ein Flügelgelenk, das ihre Tragfähigkeit enorm vergrössert. Dadurch kann eine Hummel das Zweifache ihres Körpergewichts nicht nur stemmen, sondern damit auch nach Hause in den Stock fliegen.

Und dies obwohl ihre Flügel bezogen auf das Körpervolumen verhältnismässig klein sind.

Der US-amerikanische Forscher Andrew Mountcastle hat nun die Flügel der Hummeln im Detail untersucht und ist dabei auf eine anatomische Besonderheit gestoßen, die die ausserordentliche Transportleistung dieser Insekten erklären könnte. Bei seinen Untersuchungen unter dem Mikroskop entdeckte er eine bislang unbekannte Art von Gelenk, das bei allen Hummeln vorkommt.

Quelle:

http://wissen.dradio.de/entomologie-hummeln-sind-fliegende-packesel.35.de.html?dram:article_id=231683

Kommentar & Ergänzung:

Hummeln sind sehr faszinierende Tiere. Jetzt kommt dann die Jahreszeit, in der man Hummelköniginnen auf ihrem Erkundungsflug beobachten kann.

Siehe dazu:

Augen auf: Hummelköniginnen unterwegs

Und weitere Infos über Hummeln:

Pestizide schaden Hummeln

Radarüberwachung von Hummeln erforscht Lösungsstrategien für Transportprobleme

Hungersnot bei Hummeln im Sommer

Hummeln finden immer die kürzeste Flugroute

In obenstehendem Beitrag finden Sie auch eine Auflösung des sogenannten „Hummel-Paradoxons“, wonach Hummeln nach den Gesetzen der Aerodynamik gar nicht fliegen könnten, aber glücklicherweise davon nichts wissen……

Übrigens:

Auf meinen Kräuterexkursionen achten wir auch auf die übrige Natur, beispielsweise eben auf herumfliegende Hummelköniginnen. Wer sich in der Natur bewegt und nur beachtenswert findet, was uns etwas nützt – also was essbar ist oder Heilkräfte hat – der verpasst viele kleine Wunder am Wegrand,  die vielleicht einfach „nur“ schön und faszinierend sind.

Wer Lust auf Naturentdeckungen hat, findet dazu Daten und Orte unter „Kurse“.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Kräuterexkursionen in den Bergen / Heilkräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

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