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Bäder und Wickel als Hausmittel bei Bronchitis

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Ein Apotheken-Portal empfiehlt Bäder und Wickel als Hausmittel bei Bronchitis. Schauen wir uns die Empfehlungen mal genauer an.

Im Text wird einleitend darauf hingewiesen, dass Bäder und Wickel seit Jahrhunderten als wirksame Hausmittel gegen Bronchitis eingesetzt werden.

Die Wärme wirke entspannend auf die Bronchien und die beigesetzten Öle oder Substanzen könnten dabei helfen, den Schleim in den Bronchien zu lösen.

Konkret werden folgende Anwendungen empfohlen:

„Ansteigendes Fußbad mit Thymian und Schachtelhalm: Kochen Sie jeweils einen Liter Thymian- und Schachtelhalmtee, indem Sie je acht Teelöffel der beiden Kräuter mit einen Liter kochendem Wasser übergießen und zehn Minuten ziehen lassen. Diese beiden Tees schütten Sie mit etwas kaltem Wasser in eine Fußbadewanne, bis das Gemisch eine Temperatur von 33 Grad hat. Nachdem Sie die Füße in die Wanne gestellt haben, gießen Sie allmählich heißes Wasser hinzu, bis eine Temperatur von 42 Grad erreicht ist.“

Das „ansteigende Fussbad“ ist eine Wasseranwendung nach Kneipp. Über eine Wirksamkeit des „ansteigenden Fussbads“ bei Bronchitis gibt es meines Wissens keine gesicherten Belege. Zu den empfohlenen Zusätzen kann ich aber zumindestens etwas sagen:

Thymian enthält ätherisches Thymianöl, das grundsätzlich über die Haut aufgenommen werden kann und bei einem Fussbad auch inhalativ aufnehmbar ist.

Acht Teelöffel Thymiankraut werden aber wohl zuwenig Thymianöl freisetzen, um eine schleimlösende Wirkung in den Bronchien zu erzielen. Ein paar Tropfen reines Thymianöl emulgiert in Kaffeerahm (Sahne) oder Vollmilch wären mit Sicherheit effektiver.

Schachtelhalm als Zusatz überzeugt mich gar nicht. Er enthält weder passende Wirkstoffe, die über die Haut aufgenommen werden, noch flüchtiges ätherisches Öl, das inhalativ wirken könnte.

„Bienenwachswickel (aus der Apotheke): Erwärmen Sie das Wachstuch auf Körpertemperatur und legen Sie den warmen Wickel direkt auf die Brust. Den Wickel können Sie mit einem Unterhemd oder einem Wickeltuch fixieren und eine bis drei Stunden auf der Brust belassen.“

Der Bienenwachswickel ist eine reine Wärmeanwendung.

„Vollbad mit Teebaumöl: Lösen Sie fünf Tropfen Teebaumöl und fünf Tropfen Kamilleöl in einem Teelöffel 50-prozentigen Alkohol und geben Sie diese Mischung ins Badewasser.“

Ätherische Öle in einem Vollbad kommen vor allem inhalativ zur Wirkung. Kamillenöl wirkt entzündungswidrig und Teebaumöl antimikrobiell. Ob sie bei der Anwendung in einem Vollbad in den Bronchien eine genügend hohe Konzentration erreichen, um dort Wirksamkeit zu entfalten, bleibt aber offen. Ich würde statt Teebaumöl Eukalyptusöl oder Thymianöl vorziehen. Sie besitzen beide neben der antimikrobiellen Wirkung noch schleimlösende Eigenschaften und sind an diesem Punkt dem Teebaumöl überlegen.

Interessant ist die Empfehlung, die ätherischen Öle mit 50-prozentigem Alkohol zu mischen. Ich weiss nicht, wie gut das funktioniert. Meistens wird empfohlen, die ätherischen Öle vor der Zugabe ins Badewasser mit Kaffeerahm (Sahne) oder Vollmilch zu emulgieren.

Quelle der Zitate:

http://www.apotheke-adhoc.de/branchennews/alle-branchennews/branchennews-detail/blogads-welche-hausmittel-helfen-gegen-bronchitis/

 

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe

Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse

Kräuterwanderungen in den Bergen / Kräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital:

Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

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Lymphe reinigen mit Schachtelhalm?

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Kürzlich wurde ich gefragt, ob es stimme, dass man mit Schachtelhalm die Lymphe reinigen könne. Auf meine Gegenfrage, woher sie diese Idee habe, sagte die Person nur, sie habe das so in ihrer Naturheilpraktiker-Ausbildung gelernt.

In der Phytotherapie-Fachliteratur, die sich auf Studien und dokumentierte Erfahrungen stützt taucht bei Schachtelhalm nirgends eine Wirksamkeit zur Reinigung der Lymphe auf. Im Internet findet man diese Angabe aber nicht selten, allerdings immer ohne nähere Erklärung dazu, wie dieser Effekt zustande kommen soll – und ohne eine auch nur einigermassen plausible Begründung.

Um die Glaubwürdigkeit einer solchen Behauptung beurteilen zu können, müsste ich den Weg wissen, wie sie zustande gekommen ist. Wer hat eine solche Wirkung von Schachtelhalm auf die Lymphe festgestellt? Mit welchen Methoden? Wie soll die Wirkung zustande kommen? Von welchen Schadstoffen soll der Schachtelhalm die Lymphe reinigen? Welche Wirkstoffe sollen an dieser Wirkung beteiligt sein?

Mit solchen Fragen läuft man beim Thema „Lymphe reinigen mit Schachtelhalm“ völlig ins Leere.

Die Phytotherapie-Fachliteratur schreibt dem Schachtelhalm eine leicht harntreibende Wirkung zu (genauer: Die Ausscheidung von Wasser steigt). Darüber hinaus ist ein hoher Gehalt an Kieselsäure für den Schachtelhalm charakteristisch. Der Kieselsäure wird eine stärkende Wirkung auf Bindegewebe zugeschrieben, was aber fraglich ist. Überzeugende Argumente dafür fehlen jedenfalls. Eine Reinigung der Lymphe lässt sich damit nicht begründen.

Das ist zusammengefasst ziemlich unspektakulär und bescheiden. Da tönt es schon viel bedeutender, wenn gesagt wird, dass Schachtelhalm die Lymphe reinigt.

Aber darf man einfach ungeprüft etwas erzählen, nur damit Bedeutsamkeit erreicht wird? Darf eine Heilpflanze nicht auch unspektakulär und bescheiden daher kommen? Muss alles super toll sein?

Interessant sind die Schachtelhalme durch ihre wichtige Rolle in der Entwicklung der Pflanzenwelt. Sie schafften es zusammen mit Farnen und Bärlappgewächsen, in grossem Stil die Landmassen der Erde zu besiedeln und damit der Pflanzenwelt den Sprung vom Meer aufs Land zu ermöglichen. Vor etwa 300 Millionen Jahren in der „Karbon-Zeit“ gab es Schachtelhalme und Farne mit 30 Metern Höhe und 1 m Stammdurchmesser. Aus den Überresten dieser Wälder entstanden Steinkohlelager (Daher: Karbon-Zeit). Wie die Farne und die Bärlappe bilden die Schachtelhalme keine Blüten und Samen, was auf ihr hohes entwicklungsgeschichtliches Alter hinweist. Erst die später folgenden Nadelhölzer entwickelten Blüten & Samen.

Der Kieselsäuregehalt der Schachtelhalme hat zur Folge, dass man sie als milde Scheuermittel verwenden kann, zum Beispiel zur Reinigung von Pfannen – daher kommt der Volksname Zinnkraut für den Schachtelhalm.

Als Heilpflanzen wir übrigens nur der Acker-Schachtelhalm (Equisetum arvense) verwendet.

An feuchteren Stellen trifft man den Sumpf-Schachtelhalm an (= Equisetum palustris), der für Weidevieh giftig ist. Wikipedia schreibt dazu:

„Der Sumpf-Schachtelhalm ist aufgrund seiner Inhaltsstoffe für Weidevieh giftig. Für die Giftwirkung sind hauptsächlich zwei Stoffe verantwortlich: Erstens eine Thiaminase, die das Vitamin B1 zerstört und vor allem auf Pferde giftig wirkt und ein Taumeln der Tiere auslöst. Zweitens das Piperidin-Alkaloid Palustrin (0,01–0,3 %), das auch im Heu über Jahre hinweg erhalten bleibt und das bei Rindern zur Abnahme des Milchertrags und zu Lähmungserscheinungen führt.

Beim Menschen sind keine Vergiftungen bekannt; trotzdem sollte der Sumpf-Schachtelhalm nicht in Tee-Mischungen enthalten sein.“

Hübsch anzusehen ist der Riesen-Schachtelhalm (Equisetum maximum, Equisetum telmateia). Mit einer Grösse von bis zu 150 cm ist er die grösste in Mitteleuropa heimische Schachtelhalm-Art.

P.S. Wenn Sie diese Schachtelhalmarten unterscheiden lernen wollen, dann zeige ich Ihnen die Erkennungsmerkmale gerne auf einer Kräuterwanderung.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Zur Phytotherapie bei Harnwegsinfektionen / Blasenentzündung

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Bei Harnwegsinfektionen – insbesondere bei Blasenentzündungen – fragen Betroffene häufig nach einem pflanzlichen Präparat. Nützliche Tipps für die Beratung in der Apotheke gab es im POP-Symposium „Pharmakotherapie von Harnwegsinfektionen“ auf der INTERPHARM.

Apothekerin Dr. Kirsten Dahse aus Gröbenzell und Dr. med. Johanna Lerner aus München zeigten dabei auf, wann eine Selbstbehandlung nicht angebracht und eine ärztliche Konsultation nötig ist:

– Bei Risikofaktoren wie Schwangerschaft, Diabetes mellitus, Niereninsuffizienz oder Immunsuppression.

– Außerdem bei Fieber, Schmerzen in der Nierengegend, Blut im Urin, zunehmenden Beschwerden sowie Symptomen, die länger als fünf Tage andauern.

Schmerzmittel sollten mit Vorsicht eingesetzt werden, weil damit eine beginnende Pyelonephritis (Nierenbeckenentzündung), die meist mit Fieber und Schmerzen einhergeht, verschleiert werden kann.

Die Referentinnen stellten für die Phytotherapie bei Harnwegsinfektionen eine ganze Reihe von Präparaten vor, bei denen jedoch auch Nebenwirkungen und Kontraindikationen zu beachten sind:

☛ Bei Bärentraubenblättern und Bärentraubenextrakten resultiert die Anwendungsbeschränkung „nicht häufiger als fünfmal pro Jahr und jeweils nicht länger als ein Woche“ aus einem potenziellen kanzerogenen Risikos des Hydrochinons. Dieses sei aber wahrscheinlich sehr gering, zumal die Verbindung rasch konjugiert und abgebaut werde.

Meerrettichwurzel und Kapuzinerkressekraut enthalten Senfölglykoside und die Referentinnen wiesen darauf hin, dass sie bei Personen mit Nierenfunktionsstörungen und Magengeschwüren nicht empfohlen werden sollten. Kapuzinerkressekraut sei zudem wegen des Gehalts an Vitamin K für Patienten unter Phenprocoumon nicht geeignet.

Tausendgüldenkraut, Rosmarinblätter und Liebstöckelwurzel werden erwähnt als Mittel, die zur Durchspülungstherapie zugelassen sind. Zurückhaltung sei dabei jedoch geboten bei Patienten mit Herz- und Niereninsuffizienz wegen der hierfür notwendigen größeren Trinkmengen. Die Cumarine im Liebstöckelkraut können eine Photosensibilisierung bewirken.

☛ Nach Nieren- und Blasentees zur Durchspülungstherapie werde in der Apotheke häufig gefragt, um damit pathogene Keime aus den Harnwegen auszuschwemmen. Neben Bärentraubenblättern enthalten solche Teemischungen in verschiedenen Kombinationen insbesondere Birkenblätter, Echtes Goldrutenkraut, Orthosiphonblätter, Hauhechelwurzel oder Ackerschachtelhalmkraut. Vor einer Empfehlung von Tees mit Birkenblättern sollte die Kundin oder der Kunde nach einer Birkenpollenallergie gefragt werden.

☛ Zubereitungen aus der Großfrüchtigen Moosbere, besser bekannt als Cranberry, werden seit einigen Jahren sowohl zur Vorbeugung als auch zur Therapie von wiederkehrenden Infektionen der Harnwege empfohlen. Allerdings konnte in einem Cochrane-Review (Metaanalyse) bezüglich der Vorbeugung keine statistisch signifikante Überlegenheit gegenüber Placebo gezeigt werden.

Quelle:

https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2016/03/21/wann-selbstmedikation-wann-zum-arzt

Kommentar & Ergänzung:

Die beschriebenen Grenzen der Selbstbehandlung bei Blasenentzündungen kann man nur unterstreichen. Steigt eine Blasenentzündung in die Nieren auf, kann die Infektion sich rasch gefährlich entwickeln. In solchen Fällen braucht es ärztliche Behandlung und in der Regel ein Antibiotikum.

Zu den empfohlenen Heilpflanzen gibt es einiges zu ergänzen:.

1. Zu den Bärentraubenblättern: Teezubereitung als Kaltauszug ist magenverträglicher und geschmacklich akzeptabler (tieferer Gerbstoffgehalt). Auf ausreichende Dosierung achten: 10 g Bärentraubenblätter (= 4 – 5 Teebeutel pro Tag) als Bärentraubenblättertee. Pulverisierte Form (z. B. als Beuteltee) ist wirksamer als geschnittene Bärentraubenblätter (Wirkstoffe werden besser gelöst, wenn die Pflanzenteile kleiner sind).

2. Zu Meerrettichwurzel und Kapuzinerkressekraut: Die Referentinnen beziehen sich hier wohl auf Angocin® – das sind Filmtabletten mit Meerrettichwurzel und Kapuzinerkressenkraut. Wer Meerrettich liebt, kann auch die frisch geraffelte Wurzel gemischt mit Joghurt, Quark, geraffeltem Apfel etc. essen und kommt so rasch auf höhere Senfölglykosid-Mengen, als es mit Angocin® der Fall ist. Als Tagesdosis werden 10 – 20 g geraffelte Merrrettichwurzel empfohlen, verteilt auf 4 – 5 Portionen über den Tag hinweg.

3. Der Empfehlung von Tausendgüldenkraut, Rosmarinblätter und Liebstöckelwurzel liegt wohl ein Präparat zugrunde, das nur in Deutschland auf dem Markt ist und genau diese drei Heilpflanzen enthält (CANEPHRON N Dragees). Dieses Präparat überzeugt mich nicht. Nur der Liebstöckelwurzel schreibt die Phytotherapie eine leicht harntreibende Wirkung zu. Tausengüldenkraut ist eine Bitterstoffpflanze, deren Nutzen im Harntrakt ungeklärt ist. Und in Rosmarinblättern ist zwar entzündungswidrige Rosmarinsäure enthalten. Ob davon aber in den Harnwegen eine wirksame Menge ankommt, ist sehr fraglich, zumal das Präparat nur je 18mg von den drei Heilpflanzen in Pulverform enthält. Das ist ausgesprochen (!) wenig, wenn man zum Beispiel vergleicht mit einem Teebeutel, der normalerweise etwa 2000 mg pulverisierte Heilpflanze enthält (als 2g). Zwar geht bei der Teezubereitung der Wirkstoff nicht vollständig ins Teewasser über, aber der Unterschied zu diesen 18 mg im Dragee ist doch riesig. Ein Tee wäre wohl überlegen.

4. Bei den häufig verwendeten Nieren- und Blasentees zur Durchspülungstherapie sind die Mischungen oft fragwürdig, zum Beispiel wenn Bärentraubenblätter mit harntreibenden Heilpflanzen wie Birkenblätter, Echtes Goldrutenkraut, Orthosiphonblätter, Hauhechelwurzel oder Ackerschachtelhalmkraut kombiniert sind. Bei einer akuten Blasenentzündung sind die Bärentraubenblätter in solchen Mischungen oft zu tief dosiert. Es braucht dann Bärentraubenblättertee pur in einer Menge von 4 – 5 Tassen täglich, um auf eine wirksame Dosis zu kommen. Dagegen ist in einem Durchspülungstees zur Rückfallprophylaxe die Bärentraube unpassend, weil es dann um eine längerfristige Anwendung geht und wahrscheinlich auch über lange Zeiträume gar keine Bakterien verhanden sind, die bekämpft werden müssten.

5. Bei Cranberry ist die Datenlage tatsächlich nicht so positiv, wie sie oft dargestellt wird. Die erwähnte Cochrane-Metaanalyse ist sogar klar negativ. Allerdings muss man dazu folgendes wissen: Cranberry- wie auch Preiselbeer-Präparate gibt es in sehr unterschiedlichen Zubereitungen mit grossen Unterschieden in der Wirkstoffkonzentration. Diese sehr heterogene Ausgangslage macht es schwierig, eine Metaanalyse zu erstellen, die dann auch für alle geprüften Präparate gültige Aussagen machten kann. Die „Zeitschrift für Phytotherapie“ (Nr. 4 / 2015) schreibt dazu:

„Selbst im neuen Cochrane-Review wurde nur für 3 der 24 eingeschlossenen Studien ein für sinnvoll erachteter PAC-Gehalt > 36 mg/d oder die Angabe des Typ-APAC-Gehalts erfüllt.“

Die Autoren weisen darauf hin, dass man das nicht den Cochrane-Autoren anlasten könne, sondern der oft ungenügenden Publikationskultur phytotherapeutischer Studien.

Wer als Konsumentin oder Konsument Cranberry- oder Preiselbeerpräparate anwenden möchte, sollte auf eine Mindestzufuhr von 36 mg Proanthocyanidinen (PAC) pro Tag achten.

 

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Blick ins Pflanzenlexikon: Schachtelhalm

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Die Schachtelhalme gehören botanisch zu den Farnen.

Ein Charakteristikum der Schachtelhalme ist die Einlagerung von Silizium (als Ligninersatz) in die Zellwand. Schachtelhalme enthalten bis zu 7 % Kieselsäure.

Diese Kieselsäure-Einlagerungen machen Schachtelhalme zu einem sanften Scheuermittel (Zinnkraut).

Interessant ist die Paläobotanik der Schachtelhalme:

„Die heutigen Schachtelhalme sind die letzten Überlebenden einer ehemals artenreichen Gruppe innerhalb der Gefäßsporenpflanzen (Pteridophyta), der Equisetopsida. Zu diesem Taxon gehörten die Calamiten (Calamitaceae), die durch Fossilien aus dem Perm und Karbon bekannt sind. Sie waren verholzt, erreichten Wuchshöhen von bis zu 30 Metern und 1 Meter Stammdurchmesser und bildeten einen wichtigen Bestandteil der Steinkohlenwälder. Die ersten Schachtelhalme traten im oberen Devon vor etwa 375 Mio. Jahren auf (Pseudobornia bronni). Die Schachtelhalme können deshalb als ‚lebende Fossilien’ bezeichnet werden.“

(Quelle: Wikipedia)

Aus Farnen und Schachtelhalmen bildete sich also später die Steinkohle. Die erdgeschichtliche Epoche vor etwa 300 Millionen Jahren, in welcher Farne und Schachtelhalme dominierten, heisst daher Karbonzeit.

Farne und Schachtelhalme waren wichtig bei der Besiedelung des Festlandes durch die Pflanzenwelt.

Einige wichtige Schachtelhalm-Arten:

Acker-Schachtelhalm (Equisetum arvense), auch Zinnkraut oder Katzenschwanz genannt, wird als einzige Schachtelhalmart als Heilpflanze verwendet. Wirkt harntreibend und wird zum Beispiel zur Durchspülungstherapie bei Harnwegsinfekten empfohlen.

Foto auf Wikipedia

Sumpf-Schachtelhalm (Equisetum palustre)

Sumpf-Schachtelhalm ist wegen seiner Inhaltsstoffe für Weidevieh giftig. Für die Giftwirkung sind vor allem zwei Stoffe verantwortlich: Erstens eine Thiaminase, die das Vitamin B1 zerstört und hauptsächlich auf Pferde giftig wirkt und ein Taumeln der Tiere auslöst. Zweitens das Piperidin-Alkaloid Palustrin (0,01-0,3 %), das auch im Heu über Jahre hinweg erhalten bleibt und das bei Rindern zur Verminderung des Milchertrags und zu Lähmungserscheinungen führt.

Beim Menschen sind keine Vergiftungen durch Sumpf-Schachtelhalm bekannt; trotzdem sollte  diese Pflanze nicht in Tee-Mischungen enthalten sein. Auch das Alkaloid Nikotin ist im Sumpf-Schachtelhalm enthalten.

Riesen-Schachtelhalm (Equisetum telmateia). Größte einheimische Schachtelhalm-Art.

Foto auf Wikipedia

Vor allem der Acker-Schachtelhalm kommt gerne in Gärten vor und ist dort nur noch schwer zu vertreiben.

Die Zeitschrift „Bioterra“ hat vor einiger Zeit vier Ansätze zusammengefasst, wie man den Schachtelhalm wieder los wird:

„- Jäten und nochmals jäten. Möglichst tief graben und alle Wurzelstücke sauber entfernen. Kleine Pflänzchen gar nicht erst hoch kommen lassen.

– Abgraben der Kulturerde auf mindestens 50 cm Tiefe. Abführen der Erde oder in einer Gartenecke deponieren, wo sich der Schachtelhalm aufhalten darf. Einlegen eines Trennflieses über dem Unterboden. Einbringen von Kies (Wandkies oder Kiesschotter), Schichtdicke 50 cm. Vereinzelt können immer noch Pflanzen spriessen, diese ausjäten.

– Die Fläche umgraben und möglichst viele Wurzelteile herauslesen. Abdecken der Fläche für ein Jahr mit einer regendurchlässigen schwarzen PE-Folie. Durch die Hitzeeinwirkung trocknen die verbliebenen Wurzelstücke aus. Im zweiten Jahr die Fläche mit einer gut deckenden Pflanze bestellen, z.B. Kartoffeln dicht gepflanzt, Roggen oder Phacelia-Einsaat (hilft auch gegen andere Wurzel-Kräuter wie Schnürgras oder Sonchus-Arten).

– Eine Drainschicht (Kies) einbauen und die Humusschicht verbessern (Humus und Kompost). Dann den Boden mit rasch wachsenden Kleinsträuchern und Stauden bepflanzen.“

Quelle:

http://www.bioterra.ch/site/index.php?option=com_content&view=article&id=170:umgang-mit..

Kommentar & Ergänzung:

Wer Schachtelhalm als Heilpflanze verwenden will, sollte vor allem den Acker-Schachtelhalm vom Sumpf-Schachtelhalm unterscheiden können.

Solche Unterschiede zwischen verwechselbaren Pflanzenarten kann man am besten auf Kräuterexkursionen kennen lernen. Die aktuellen Daten und Orte finden Sie im Kurskalender.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Brennnessel für Feinschmecker

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Brennnesseln wachsen am Straßenrand, im Blumenbeet und auf der Wiese. Sie sind verschrienen als Unkraut und wer barfuß auf sie tritt, bekommt dies schmerzhaft zu spüren.

Doch aus dem gemeinen Unkraut lassen sich auch allerlei Köstlichkeiten für Feinschmecker zaubern, schreibt der aid-infodienst. Vor allem die jungen Blätter mit ihrem fein-säuerlichen Aroma lassen sich in der Küche vielseitig verwenden. Zusammen mit Löwenzahn, Sauerampfer oder Bärlauch ergibt sich ein wohlschmeckender Wildkräutersalat. Brennnesseln lassen sich aber auch als Suppe, im Pfannkuchen oder als Rührei zubereiten. Die Kräuterbutter lasse sich ebenfalls mit Brennnesseln abschmecken.

Die Zubereitung als Gemüse ist laut dem aid sehr einfach: Ähnlich wie Spinat werden die Brennnesselblätter zunächst in kochendem Salzwasser blanchiert. Abtropfen lassen, anschliessend kleinhacken und mit gedünsteten Zwiebeln kurz erhitzen. Die Brennnesseln danach mit Salz, Pfeffer, Muskat und bei Bedarf einem Spritzer Zitronensaft abschmecken. Ein Schuss Sahne verleiht dem Gemüse eine feine Note.

Damit das Pflücken der Brennnesseln ganz ohne Pusteln abläuft, ist es empfehlenswert Handschuhe zu tragen. Besonders zart und aromatisch seien die jungen, etwa 20 Zentimeter hohen Pflanzen, schreibt der aid-Infodienst. Von Mai bis Juli können die Brennnesseln gepflückt werden – vorzugsweise an geschützten Standorten wie dem eigenen Garten oder am Waldrand.

Quelle:

http://www.fr-online.de/ratgeber/verbraucher/brennnesseln-fuer-feinschmecker/-/1473052/8429884/-/index.html

Kommentar & Ergänzung:

Die Brennnessel gehört natürlich auch zu den Heilpflanzen.

Brennnesselblätter werden verwendet zur Durchspülungstherapie Harnwegsinfekten, allerdings meist gemischt mit anderen Heilpflanzen (Goldrute, Bärentraube. Birkenblätter, Schachtelhalm).

Interessanter ist aber die entzündungswidrige Wirkung bei Rheuma / Arthritis.

Siehe dazu:

Brennnessel-Kur gegen Rheuma

Unsinnig ist die Propagierung der Brennnessel als „Blutreinigungstee“ oder „Entschlackungsmittel“ bzw. „Entschlackungskur“.

Es gibt im menschlichen Organismus keine Schlacken, die auf solche Weise entfernt werden könnten. Entschlackung ist daher unnötig.

Während viele Blutreinigungstees und Entschlackungsmittel stark abführende Heilpflanzen enthalten (z. B. Sennesblätter), ist die Brennnessel in dieser Hinsicht neutral und damit zumindestens unschädlich.

Siehe dazu:

Naturheilmittel: Ärgernis Blutreinigungstee

Entschlackung – was ist das?

Fasten & Entschlacken

Entschlackung – unnötig und ungesund

Schlackenstoffe – ein Phantom macht Karriere

Entschlackung – illusionäre Hoffnung auf Gewichtsreduktion

Die Brennnesselwurzel lindert Beschwerden bei der gutartigen Prostatavergrösserung älterer Männer (Benigne Prostatahyperplasie, BPH), wobei sie zu diesem Zweck oft kombiniert wird mit Sägepalmenfrüchten von Sabal serrulata (Serenoa repens), oder mit Kürbeissamen.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Phytotherapie-Ausbildungen / Heilpflanzen-Kurse & Heilkräuter-Exkursionen / Weiterbildung Pflanzenheilkunde / Kräuterwanderungen / Natur-Seminare:

Infos auf www.phytotherapie-seminare.ch

Info-Treff Pflanzenheilkunde

Besuchen Sie auch unseren „Info-Treff Pflanzenheilkunde“ für Information und Erfahrungsaustausch in den Bereichen

Phytotherapie / Pflanzenheilkunde / Naturheilkunde:

moodle.heilpflanzen-info.ch/

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Phytotherapie: Blasenentzündung & Cranberry-Saft

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Bei einer beginnenden Blasenentzündung (Zystitis) kann die Empfehlung, viel zu trinken, Schlimmerem vorbeugen. Kräutertees und Cranberry-Saft sind dazu eine gute Option.

Blasentees enthalten meist Heilpflanzen wie Birkenblätter und Bärentraubenblätter, Brennnessel und Goldrutenkraut, Orthosiphonblätter, Schachtelhalm und Wacholderbeeren, welche die Harnbildung und Harnausscheidung fördern. Goldrutenkraut und Orthosiphonblätter zeigen zudem eine entkrampfende und entzündungshemmende Wirkung.

Empfehlenswert sind Heilpflanzen-Präparate aus der Apotheke, denn sie enthalten die pflanzlichen Bestandteile in ausgewogenen Mischungen und in Arzneibuchqualität. Ala Alternative zu den Fertigtees kann den Patienten auch eine Teemischung auf einem Privatrezept aufgeschrieben werden, zum Beispiel aus 40 g Bärentraubenblättern und je 30 g Goldrutenkraut und Wacholderfrüchten.

Noch einem weiteren Getränk wird eine vorbeugende Wirkung bei Harnwegsinfektionen nachgesagt: Preiselbeer-Saft, und mehr noch dem Cranberry-Saft aufgrund der darin enthaltenen Proanthocyanidine.

So hat eine Analyse von zehn kontrollierten Studien mit über 1000 Teilnehmern gezeigt, dass Cranberries als Fruchtsaft getrunken oder als Extrakt in Kapsel- oder Tablettenform eingenommen die jährliche Inzidenz von Infektionen des Harntrakts um insgesamt 35 Prozent reduzieren (Cochrane Database Syst http://www2.cochrane.org/reviews/en/ab001321.htmlRev 2008, Ausgabe 1).

Am stärksten profitieren Frauen mit wiederkehrenden Harnwegsinfektionen. Hier wurde eine signifikante Reduktion der Infektrate um 39 Prozent ermittelt. Cranberry-Saft/Tabletten werden auch als Möglichkeit zur Rückfallprophylaxe in der Leitlinie Harnwegsinfekt der Frau aufgeführt.

Quelle:

http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/urologische-krankheiten/article/652285/tees-beeren-zaehmen-zystitis.html?sh=9&h=68944998

http://www2.cochrane.org/reviews/en/ab001321.html

http://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/015-009.html

Kommentar & Ergänzung:

Cranberrysaft oder Preiselbeersaft hat sich in den letzten Jahren zunehmend durchgesetzt zur Rückfallprophylaxe bei Blasenentzündung (Zystitis).

Das positive Resultat der Cochrane-Metastudie ist erfreulich.

Allerdings zeigt sich einmal mehr, dass auch Studien sehr oft nicht endgültige, in Stein gemeisselte, für immer über jeden Zweifel erhabene Erkenntnisse liefern – sondern dass der Diskussionsprozess namens Forschung in der Regel weiter läuft.

Da kommt doch nun tatsächlich eine neuere Studie aus Amerika, die dem Cranberry-Saft keine Wirkung über den Placeboeffekt hinaus zubilligt.

„Glaubt man den Resultaten einer aktuellen prospektiven, randomisierten placebokontrollierten Studie mit 319 College-Studentinnen, dann scheint Cranberry-Saft nicht wirksamer zu sein als andere Vitamin-C-haltigen Säfte.

Die Teilnehmerinnen, alle mit einem akuten Infekt der unteren Harnwege,  tranken zweimal pro Tag über einen Zeitraum von sechs Monaten oder bis zum Rezidiv  (Rückfall) entweder 8 oz (etwa 230 ml) Cranberry-Saft oder ein Placebo. Von den Frauen, die den Cranberry-Saft tranken, erlitten 20% einen Rückfall, in der Placebogruppe waren es 14 %.“

Mit anderen Worten: In der Cranberry-Gruppe war die Rückfallrate höher als in der Placebogruppe, was ziemlich irritierend ist.

Über mögliche Gründe für das gute Abschneiden der Placebogruppe machte sich die Studienautorin Gedanken:

„Wir hatten eigentlich in der Placebogruppe eine Rezidivrate von etwa 30% erwartet“, erklärt Betsy Foxman von der University of Michigan School of Public Health in Ann Arbor. „Eventuell enthielt der Placebo-Saft ungewollt Stoffe, die ebenfalls das Risiko für einen Harnwegsinfekt senken, denn beide Säfte enthielten Vitamin C.“ Eine andere Erklärung für das gute Abschneiden der Placebogruppe sehen die Autoren in der Tatsache, dass die Teilnehmerinnen mehr tranken als sonst und darum öfters zur Toilette mussten. Das vermindert das Bakterienwachstum und die Symptomatik.

Quelle: SpringerMedizin.de basierend auf: Barbosa- Cesnik et al. Cranberry Juice Fails to Prevent Recurrent Urinary Tract Infection: Results From a Randomized Placebo-Controlled Trial. Clin Infect Dis (2011) 52 (1): 23-30. doi: 10.1093/cid/ciq073

http://www.springermedizin.de/cranberry-saft-bei-harnwegsinfekte-wirkungslos/318888.html

Kommentar & Ergänzung:

Sehr eigenartig, dass das Placebo Vitamin C enthielt, welches den Urin ansäuert und damit eine pharmakologische Wirkung bei Blasenentzündung entfalten kann.

Placebos müssen pharmakologisch inaktiv sein, wenn sie ihre Funktion erfüllen sollen.

Ohne die Studie damit einfach vom Tisch wischen zu wollen, ist das ein kritischer Punkt

Cranberrysaft ist damit jedenfalls nicht erledigt.

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Hausmittel gegen Insektenstiche, Prellungen und Juckreiz

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Ob Insektenstiche, Prellungen oder Juckreiz, zahlreiche Patienten möchten ihre Hautprobleme am liebsten mit Heilpflanzen behandeln. Und die Natur hat tatsächlich auch einiges zu bieten.

Kamille und Ringelblume als pflanzliche Antiphlogistika (Entzündungshemmer) sind vielen Menschen bekannt. Aber auch Cardiospermum halicacabum (Ballonrebe), Solanum dulcamara (Bittersüß) und Hamamelis virginiana (Zaubernuss) werden oft eingesetzt. Allerdings handelt es sich bei diesen Heilpflanzen um sehr mild wirksame Therapeutika. Ihr entzündungshemmender Effekt ist deutlich schwächer als von 0,5%igem Hydrocortison und erst recht von starken Kortikoiden, erklärte der in Bonn niedergelassene Allgemeinarzt Dr. Detmar Jobst in einem Seminar der practica.

Die Blüten der Kamille (Chamomilla recutita, Matricaria recutita) werden bei den verschiedensten entzündlichen Hauterscheinungen eingesetzt. Hauptwirkstoffe der Kamillenblüten sind Chamazulen und Bisabolol.

Schachtelhalm & Arnika

Eine weitere Möglichkeit ist die Schachtelhalm-Kompresse: Je vier Esslöffel Arnikablüten, Kamillenblüten und Ringelblumenblüten sowie die gleiche Menge Johanniskraut und Ackerschachtelhalm mit acht Esslöffeln Leinsamen mischen, dann in Leinensäckchen oder Filtertüten füllen und diese zunähen. Danach werden die kleinen Säcke 20 Sekunden in heißes Wasser getaucht und nach dem Abkühlen fünf bis zehn Minuten auf die Entzündung aufgelegt. Die Kräuter-Säckchen eignen sich auch zur Behandlung von Insektenstichen und zur Wundreinigung.

Ebenfalls gern bei Insektenstichen und anderen Schwellungen angewendet werden Arnikablüten. Nur bei Kindern sollte man darauf verzichten, empfiehlt der Mediziner, denn sie entwickeln im Zusammenhang mit Stichen oft eine Korbblütlerallergie.

Der Beinwell ( = Wallwurz, Symphytum officinale)  bewährt sich als Salbe oder Umschlag bei Prellungen, Ergüssen und Furunkeln.

Bei Windeldermatitis, Hämorrhoidalbeschwerden und nässenden Ekzemen riet der Referent zu Hamamelis. Als Alternative kommt auch ein Sitzbad mit Eichenrinde in Betracht. Die Hülle der Frühjahrszweige lindert den Juckreiz und wirkt adstringierend ( = zusammenziehend).

Das bei zahlreichen Patienten beliebte Teebaumöl wirkt desinfizierend und tötet Hautpilze ab, sollte jedoch auf keinen Fall länger stehen. Denn das ranzige Öl führt leicht zu Allergien, ergänzte Professor Dr. Peter Gündling, Allgemeinarzt in Bad Camberg.

Ein wirksames Mittel gegen Juckreiz und Schmerzen hat die Natur mit Chilischoten zu bieten. Das aus Chilischoten gewonnene Alkaloid Capsaicin unterbricht die Schmerzweiterleitung. Capsaicin kann auch bei Prurigo (eine stark juckende Hauterkrankung) angewendet werden.

Quelle:

Medical Tribune, Ausgabe 50 / 2010 S.22,

http://www.medical-tribune.de/patienten/magazin/27042/

Kommentar & Ergänzung:

Der Beitrag in der Medical Tribune gibt gute Hinweise auf Möglichkeiten der Phytotherapie für die Behandlung von Insektenstichen, Prellungen und Juckreiz.

Neben dem Teebaumöl würde ich einfach noch das Lavendelöl erwähnen gegen Hautpilze und bei Insektenstichen. Ebenso als Juckreizstller das Pfefferminzöl gegen Insektenstiche.

Interessant ist für mich die beschriebene Schachtelhalm-Kompresse, weil ich die nicht kenne.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Kräuterexkursionen in den Bergen / Heilkräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital:

Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

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Phytotherapie: wo sie helfen kann….

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Die Grundlage unseres gegenwärtigen Wissensstandes über die Anwendung pflanzlicher Arzneimittel ist die oft Jahrhunderte lange traditionelle Anwendung von Heilpflanzen in der Volksmedizin. In einer modernen, wissenschaftlich orientierten Therapieform reicht dies jedoch nicht als Wirksamkeitsbeweis. Darum strebt die Arzneipflanzenforschung danach, von modellhaften Labortests bis hin zu klinischen Studien an Patienten Fakten für den therapeutischen Wert und die Unbedenklichkeit von Phytopharmaka zu liefern.

Im „Kleinen Wörterbuch der Pflanzenmedizin“ wird aufgeführt, in welchen Einsatzbereichen sich die Phytotherapie, alleine oder in Kombination mit anderen therapeutischen Maßnahmen bewährt. Hier eine modifizierte Übersicht auf der Basis dieser Publikation:

1. Vorbeugung von Krankheiten

– Stärkung des Immunsystems:

Roter Sonnenhut, Echinacea purpurea

– Schwitzkuren bei beginnenden grippalen Infekten:

Holunderblüten, Sambucus nigra

Lindenblüten, Tilia – Arten (Tilia cordata, Tilia platyphyllos)

2. Befindlichkeitsstörungen im Verdauungstrakt

– Entzündungen im Bereich der Mundhöhle:

Salbei, Salvia officinalis

– Blähungstreibend, krampflösend:

Kamille, Matricaria recutita

Kümmel, Carum carvi

Fenchel, Foeniculum vulgare

Pfefferminze, Mentha piperita

– Appetitanregend:

Arzneipflanzen mit Bitterstoffen:

Enzian, Gentiana-Arten, vor allem Gelber Enzian, Gentiana lutea

Tausendguldenkraut, Centaurium erythraea

Fieberklee, Menyanthes trifoliata

Arzneipflanzen mit aromatisch-

bitterem Geschmack:

Wermut, Artemisia absinthium

Schafgarbe, Achillea millefolium

– Übersäuerung des Magens:

Käsepappel, Malva – Arten (Chäslichrut, Malva silvestris, Malva neglecta)

– Lebererkrankungen:

Mariendistel, Silybum marianum

– Erkrankungen der Galle:

Artischocke, Cynara scolymus

Löwenzahn, Taraxacum officinale

– Durchfallerkrankungen:

Tormentillwurzel, Potentilla erecta

Heidelbeeren (getrocknet!), Vaccinium myrtillus

– Verstopfung:

Faulbaum, Frangula alnus

Senna, Cassia – Arten

Rhabarber, Rheum palmatum

Leinsamen, Linum usitatissimum

Flohsamen, Plantago ovata

3. Erkrankungen im Bereich der Atemwege:

– Reizhusten: Tees mit schleimhaltigen Heilpflanzen:

Eibisch, Althaea officinalis

Isländische Flechte (Isländisches Moos), Cetraria islandica

– Auswurffördernde Hustenmittel:

Arzneipflanzen mit ätherischem Öl:

Thymian, Thymus vulgaris

Anis, Pimpinella anisum

Eukalyptus, Eucalyptus globulus

Latschenkiefer, Pinus mugo

Arzneipflanzen mit Saponinen:

Schlüsselblume, Primula veris

Efeu, Hedera helix

– Arzneipflanzen mit anderen Wirkstoffen:

Sonnentau, Drosera rotundifolia

4. Erkrankungen im Urogenitaltrakt:

– Erhöhung der Harnmenge, besonders bei Steinleiden oder Entzündungen der ableitenden Harnwege:

Birke, Betula pendula

Hauhechel, Ononis spinosa

Schachtelhalm, Equisetum arvense

Wacholder, Juniperus communis

– Unterstützung bei gutartiger Vergrößerung der Prostata (Prostatahyperplasie):

Weidenröschen, Epilobium angustifolium

Sägepalme, Serenoa repens (Sabal serrulata)

5. Herz- Kreislaufbeschwerden

– Leichte Herzmuskelschwäche, „Altersherz“:

Weißdorn, Crataegus-Arten, vor allem Crataegus oxyacantha und Crataegus monogyna)

– Krampfadern:

Rosskastanie, Aesculus hippocastanum

– Durchblutungsstörungen:

Ginkgo, Ginkgo biloba

– Vorbeugung gegen Arteriosklerose (= „Verkalkung“):

Knoblauch, Allium sativum

6. Nervöse Störungen

– Leichte und mittelschwere Depressionen:

Johanniskraut, Hypericum perforatum

– Einschlafstörungen:

Baldrian, Valeriana officinalis

Melisse, Melissa officinalis

Hopfen, Humulus lupulus

Lavendel, Lavandula angustifolia

7. Gynäkologische Erkrankungen

– Prämenstruelles Syndrom (PMS), klimakterische Beschwerden (z. B. Wallungen):

Mönchspfeffer, Vitex agnus-castus

Nordamerikanisches Wanzenkraut ( = Traubensilberkerze), Cimicifuga racemosa

8. Hauterkrankungen / Wunden:

Ringelblume, Calendula officinalis

Arnika, Arnica montana

Quelle:

Kleines Wörterbuch der Pflanzenmedizin,

herausgegeben von Pharmig, der Vereinigung pharmazeutischer Unternehmen, Wien

in Zusammenarbeit mit dem Institut für Pharmakognosie der Universität Wien

www.pharmig.at

Kommentar & Ergänzung:

Die Aufstellung im „Kleinen Wörterbuch der Pflanzenmedizin“ gibt einen guten Überblick, führt aber natürlich längst nicht alle wichtigen Heilpflanzen der Phytotherapie auf.

Wichtig zu wissen ist aber auch, dass es nicht nur darauf ankommt, welche Heilpflanze bei welcher Krankheit eingesetzt werden kann. Mindestens so entscheidend ist auch die Frage, in welcher Arzneiform die jeweilige Heilpflanze optimal zur Wirkung kommt, zum Beispiel als Tee, Tinktur, Extrakt, Frischpflanzenpresssaft etc.

Vollständig vergessen ging in der Übersicht der Bereich Rheuma / Arthrose. Hier gibt es interessante und bewährte Heilpflanzen, die auch mit Patientenstudien erforscht werden, zum Beispiel Teufelskralle (Harpagophytum procumbens), Weidenrinde (Salix-Arten), Weihrauch (Olibanum), Paprika (Capsaicin), Hagebutte.

Interessant ist, dass die Publikation von Pharmig herausgegeben wird, der Vereinigung pharmazeutischer Unternehmen. Es gibt in der Komplementärmedizin ein weit verbreitetes Feindbild, wonach die „Pharmaindustrie“ die Naturheilmittel kaputt machen will. Das ist ziemlich naiv, weil die Hersteller komplementärmedizinischer und phytotherapeutischer Präparate längst ein Teil der Pharmaindustrie sind. Sie sind bestens in die entsprechenden Branchenverbände eingebettet. Das pauschale Feinbild „Pharmaindustrie“ ist zwar unsinnig, doch soll die Absage an pauschale Feindbilder nicht davon abhalten, konkrete Pharmafirmen für konkrete Missstände zu kritisieren, wo dies nötig ist.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Ackerschachtelhalm bei Harnwegsentzündungen

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Der Ackerschachtelhalm (Equisetum arvense) zählt zu den Heilpflanzen, deren medizinische Wirkung hauptsächlich auf ihrem hohen Mineraliengehalt beruht. Das erklärt Johannes Gottfried Mayer von der Forschergruppe Klostermedizin der Universität Würzburg.

Die größten Anteile an den Mineralien im Schachtelhalm haben Kieselsäure und Kaliumsalz. Innerlich als Tee angewendet, dient die Heilpflanze zum Durchspülen bei bakteriellen und entzündlichen Erkrankungen der ableitenden Harnwege. Auch bei Nierengrieß, Gichtattacken und Ödemen kommt Schachtelhalm als Tee zur Anwendung. Äußerlich wird der Ackerschachtelhalm eingesetzt, um schlecht heilende Wunden zu behandeln – er beeinflusst die Gewebeversorgung günstig, erklärt Mayer.

Der Schachtelhalm gehört als naher Verwandter der Farne zu den ältesten noch lebenden Pflanzenarten. Optisch gleicht er entfernt einer Flaschenbürste. Für Heilzwecke genutzt werden seine oberirdischen Teile, das «Kraut».

Quelle:
http://de.news.yahoo.com

Kommentar & Ergänzung:

– Schachtelhalm ist auch bekannt unter den Namen Zinnkraut oder Katzenschwanz.

– Ackerschachtelhalm kann auch selbst gesammelt werden. Allerdings sollte man ihn so gut kennen, dass Verwechslungen mit dem potenziell giftigen Sumpfschachtelhalm (Equisetum palustre) ausgeschlossen sind. Vom Sumpfschachtelhalm liegen Berichte von Tiervergiftungen vor. Er enthält Thiaminase, welche Thiamin (Vitamin B1) abbaut. Vergiftungserscheinungen stimmen daher weitgehend mit denjenigen eines Vitamin-B1-Mangels überein.
Die Unterscheidungsmerkmale von Ackerschachtelhalm und Sumpfschachtelhalm (sowie weiterer Schachtelhalmarten) lernt man am besten direkt in der Natur kennen. Wer diese und andere Heilpflanzen sicher erkennen will, kann dies in meinen Heilkräuter-Exkursionen. Infos im
Kurskalender: www.phytotherapie-seminare.ch/index.php).

– Für die leicht harntreibende Wirkung könnten Flavonoide verantwortlich sein.

– Die Schachtelhalme existierten bereits im Karbon und erreichten damals offenbar eine Höhe von 30 m und bis zu einem Meter Stammdurchmesser.

– Die Angabe von “Oedemen” als Indikation für Heilpflanzen ist meines Erachtens immer zu unpräzis und daher fragwürdig. Es gibt Oedeme mit ganz unterschiedlichem Hintergrund. Bei Oedemen, die durch Erkrankungen der Venen, des Herzens, der Nieren oder der Leber ausgelöst werden, ist ein Nutzen von Schachtelhalmtee nicht erkennbar. Empfohlen wird Schachtelhalm auch in der Phytotherapie-Fachliteratur manchmal bei posttraumatischen Ödemen, doch fehlen selbst hier überzeugende Belege. Ich würde diese vage und eher irreführende Indikation weglassen.

– Für eine Durchspülungstee-Kur bei Harnwegsinfekten wie zum Beispiel einer Blasenentzündung scheinen mir Goldrute (Solidago virgaurea) oder Birkenblätter geeigneter. Und zudem müssten bei einer Blasenentzündung nicht nur Durchspülungspflanzen (Aquaretika) angewendet, sondern auch antimikrobielle Heilpflanzen eingesetzt werden. Beispielsweise Bärentraubenblätter, Preiselbeersaft, Meerrettich. Solche Empfehlungen aus dem Bereich Pflanzenheilkunde / Phytotherapie sind nur bei leichteren Harnwegsentzündungen ausreichen wirksam. Bei Blasenentzündung sind Antibiotika oft eine sinnvolle und manchmal sogar eine notwendige Medikation, auch wenn das “Heilkräuter-Fundis” vielleicht nicht gerne hören.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Kräutertee auf der Haut lindert Akne

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Tipp: Akne-Patienten sind meist froh, wenn sie ihre strapazierte Haut auf milde Art beruhigen können. Unterstützend zu einer Behandlung können Sie ihnen beispielsweise die tägliche äußerliche Anwendung von Kräutertee-Auszügen empfehlen.

Durch ihre entzündungswidrige und bakterienhemmende Wirkung eignen sich dazu nach Angaben von Dr. Ella Stancu von der Hautklinik Freiburg etwa Kamille, Rosmarin oder Thymian. Gut soll auch eine Mischung wirken aus je drei Teilen Kamille und Thymian und je zwei Teilen Salbei, Rosmarin und Schachtelhalm.
Speziell mild sei zudem Malve. Die Kräutertee-Auszüge werden hergestellt, indem ein Eßlöffel Kraut oder Teemischung mit einem viertel Liter heißen Wassers übergossen wird. Der Aufguß soll zehn Minuten ziehen. Danach wird ein Baumwolltuch – etwa ein Taschentuch – mit dem lauwarmen Kräutertee getränkt und zehn Minuten auf die von Akne betroffenen Hautareale gelegt.

Quelle: www.aerztezeitung.de

Kommentar & Ergänzung:
Netter Tipp aus der Ärztezeitung!
Kamille, Thymian, Salbei und Rosmarin wirken tatsächlich bakterienhemmend (Ätherische Öle) und entzündungswidrig (Lamiaceengerbstoff).

Die Teemischung scheint mit etwas zu kompliziert. Ich würde Thymian / Kamille zu gleichen Teilen mischen oder Rosmarin / Kamille oder Salbei / Kamille.
Diese zwei „Partner“ ergänzen sich jeweils gut.

Schachtelhalm fällt hier etwas aus dem Rahmen. Er enthält zwar Kieselsäure, deren Nutzen bei Akne ist aber alles andere als belegt.
Schachtelhalm wird wohl weder baktierienhemmend noch entzündungswidrig wirken.

Malve enthält viel Schleimstoffe, die reizlindernd und schützend auf Haut und Schleimhäute wirken. Antibakteriell wirkt sie aber nicht und entzündungswidrig wohl nur indirekt über den reizlindernden Effekt.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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