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Bei Rhinosinusitis Nasenspülungen oder Dampfinhalationen?

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Bei chronischer oder wiederkehrender Rhinosinusitis (Nasenebenhöhlenentzündung) werden als Hausmittel oft Nasenspülungen mit Salzwasser oder Wasserdampfinhalationen empfohlen. Dampfinhalationen erwiesen sich in der Studie als weitgehend wirkungslos, während Nasenspülungen immerhin eine moderate Verbesserung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität bewirkten.

Die Studie war randomisiert, das heisst, die Probanden wurden per Zufallsentscheid auf vier Gruppen unterteilt (das ist ein Qualitätsmerkmal für Studien).

Es beteiligten sich 871 Erwachsene mit chronischer oder rezidivierender Rhinosinusitis und einem „mittelschweren bis schweren Einfluss von Sinussymptomen auf die Lebensqualität“.

Die teilnehmenden Personen wurden in ihrer Hausarztpraxis instruiert, sechs Monate lang täglich entweder die Nase mit 150 ml 2%iger Kochsalzlösung zu spülen (n = 219) oder fünf Minuten lang unter einem Handtuch Wasserdampf zu inhalieren (n =232) bzw. beide Maßnahmen durchzuführen(n=210). Die Kontrollgruppe (n = 210) bekam keine dieser Empfehlungen (n sagt aus, wieviele Probanden in dieser Gruppe sind).

Quelle:

http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/infektionskrankheiten/erkaeltungskrankheiten/article/917299/hausmittel-test-spuelungen-dampf-rhinosinusitis.html

CMAJ 2016, online 18. Juli

http://www.cmaj.ca/content/early/2016/07/18/cmaj.160362

 

Kommentar & Ergänzung:

Grundsätzlich ist es schon mal positiv zu werten, dass einfache Hausmittel wie Nasenspülungen und Dampfinhalationen in einer doch recht grossen Studie untersucht wurden. Weil sich an diesen Hausmitteln kaum etwas zu verdienen lässt, ist es in der Regel schwierig, solche Studien zu finanzieren.

Wie bei praktisch jeder Studie bleiben auch hier eine Reihe von Fragen offen.

Die Anleitung zur Nasenspülung erfolgte zum Beispiel nur über ein kurzes Video. Haben die Teilnehmenden diese Massnahmen wirklich konsequent über 6 Monate durchgeführt? Da habe ich doch ein bisschen Zweifel.

Interessant ist auch, dass mit 2%iger Kochsalzlösung gespült wurde (hypertone Lösung). Als Spüllösung werden sonst meistens isotone Salzlösungen verwendet (0,9% NaCl-Lösung, physiologische Kochsalzlösung) verwendet. (etwa neun Gramm Kochsalz = zwei gestrichene Teelöffel auf einen Liter Wasser.

Hier gibt es aber einen weiteren Bericht über eine positive Studie mit hypertoner Salzlösung:

Rhinosinusitis: Hypertone Salzlösung unterstützt Behandlung

Siehe ausserdem hier:

Nasenduschen mit Salzwasser günstig bei chronischen Rhinosinusititen

Hypertone Salzlösungen bei Schnupfen

Akuter Schnupfen bei Kindern: Nasenspülungen sind wirksam

 

 

Bei den Dampfinhalationen wurden in der Studie aus Southampton offenbar mit Wasserdampf inhaliert. Hier wäre interessant, ob die Inhalation mit Kochsalzlösung (isotonisch? hypertonisch?) allenfalls besseere Resultate gebracht hätte.

Siehe:

Inhalation mit Salzlösung – die ideale Begleittherapie bei Husten

http://heilpflanzen-info.ch/cms/blog/archive/2012/11/13/inhalation-mit-salzlosung-die-ideale-begleittherapie-bei-husten.html

Ausserdem lassen sich Dampfinhalationen mit Wasserdampf oder mit Kochsalzlösung zusätzlich mit Heilpflanzen anreichern. Man kann zum Beispiel eine Mischung von Kamillenblüten und Thymiankraut mit dem kochenden Wasser beziehungsweise Salzwasser übergiessen und damit inhalieren. Dabei wirkt Kamille mehr entzündungswidrig und Thymian mehr antimikrobiell.

Interessant ist zudem die Idee von Ingwer-Inhalationen. Siehe dazu:

Ingwer-Inhalationen gegen Schnupfen

Heiserkeit: Inhalieren mit Kamille und Salbei

 

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe

Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse

Kräuterwanderungen in den Bergen / Kräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital:

Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

 

 

 

 

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Kornelkirsche als Wildobst

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Die Kornelkirsche (Cornus mas) ist als Wildobst wenig bekannt.

Abbildungen auf Wikipedia hier und hier.

Die roten kirschähnlichen Kornelkirschen haben einen feinherb-säuerlichen Geschmack und werden deshalb meist verarbeitet gegessen. Sie sind schmackhaft im Kompott und Gebäck, im Saft und Likör. Für eine Konfitüre kann die Kornelkirsche mit säurearmen Früchten wie Birne, Apfel und Holunder kombiniert werden, Kornelkirsche passt als Wildobst süßsauer eingelegt auch zu Wild. Aus noch unreifen orangefarbenen Kornelkirschen können „falsche Oliven“ hergestellt werden: Sie verlieren ihre Bitterstoffe und werden weich, wenn sie in Salzwasser eingelegt und mit Lorbeerblättern und Fenchelsamen gewürzt werden.
Die Kornelkirsche wird auch Herlitze oder Gelber Hartriegel genannt. Sie ist in Mittel- und Südeuropa sowie in Westasien beheimatet, ist ein Hartriegelgewächs und nicht mit der Kirsche verwandt.

Für Insekten ist der Baum als Nahrungsquelle wichtig, weil er sehr früh im Jahr blüht. Die roten ovalen Früchte reifen ab September und werden gerne von Vögeln gefressen, die ihre Steinkerne so auch weiter verbreiten.

Das Fruchtfleisch der Kornelkirsche enthält zahlreiche günstige Inhaltsstoffe – darunter reichlich Kalium und Vitamin C, aber auch B-Vitamine, Kalzium, Phosphor, Magnesium und Eisen.

Die Früchte der Kornelkirsche reifen in der Regel über einen Zeitraum von vier bis fünf Wochen. Darum wird empfohlen, den Baum in regelmäßigen Abständen zu schütteln und die reifen Früchte aufzulesen.

Noch nicht ganz reif gepflückte Früchte kann man ein bis zwei Tage bei Zimmertemperatur nachreifen lassen. Rohe Kornelkirschen lassen sich nur schwer entsteinen. Kocht man die Kerne mit, lassen sie sich leichter ablösen.

Quelle:

http://www.aid.de/presse/aktuell.php?mode=beitrag&id=6627

Kommentar & Ergänzung:

Aus ökologischen Gründen ist die Anpflanzung der Kornelkirsche empfehlenswert, weil sie im Gegensatz zu der aus China stammenden und als Vorfrühlingsblüher oft angepflanzten Forsythie wertvolle Nahrung für Insekten bietet. Die Kornelkirsche ist eine gute Bienentrachtpflanze im Frühling.

Die Kornelkirsche wird immer wieder als Heilpflanze in Büchern der Hildegard-Medizin empfohlen. Keine der Empfehlungen ist aber nachvollziehbar oder gar belegt.

Das Holz der Kornelkirsche war früher wegen seiner Festigkeit und Zähigkeit begehrt.

Beispiel:

„Im Altertum erhielt das Holz der Kornelkirsche militärtechnische und letztlich historische Bedeutung, als König Philipp II. die Phalanx als neue Schlachtordnung der makedonischen Infanterie etablierte. Deren bis zu sechs Meter lange Lanzen (Sarissen) konnten nur aus diesem speziellen Holz gefertigt werden; der erfolgreiche Einsatz der Phalangen gegen die persische Kavallerie wurde zu einem wesentlichen Faktor, der Philipps Sohn, Alexander dem Großen, seine Eroberungen ermöglichte.

Wegen seiner Festigkeit und Zähigkeit war das Holz des Kornelbaums wie kaum ein anderes (Eibe) zur Herstellung von Speeren und Lanzen geeignet.“

(Quelle: Wikipedia)

„Große Popularität hat das Holz der Kornelkirsche in Deutschland durch einen Spazierstock gefunden, den sogenannten Ziegenhainer. Da ihr Holz so fest ist, stellten die Bauern des Dorfes Ziegenhain südöstlich der Universitätsstadt Jena aus den geschälten Ästen besonders haltbare Knotenstöcke her. Sie wurden zunächst von den Jenaer Studenten getragen, kamen dann sehr in Mode und wurden etwa zum Ausgang des 19. Jahrhunderts in ganz Deutschland bekannt. Daneben gab es noch andere, preisgünstigere, die aus dem weniger harten und weit häufigeren Weißdorn gefertigt wurden. Der von den Studenten getragene Stock, damals Stenz genannt, hatte eine zweifache Verwendung: Einmal als Spazier- und Wanderstock, dann als Bestandteil der damals häufigen studentischen Duelle, und zwar in Händen der Sekundanten.“

(Quelle: Wikipedia)

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

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Nasenduschen mit Salzwasser günstig bei chronischen Rhinosinusitiden

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Als  Rhinosinusitis bezeichnet wird eine gleichzeitige Entzündung der Nasenschleimhaut („Rhinitis“) und eine Entzündung der Schleimhaut der Nasennebenhöhlen („Sinusitis“). Unterschieden wird dabei zwischen  der akuten Rhinosinusitis und der chronischen Rhinosinusitis (CRS).

Vor allem bei chronischen Rhinosinusitiden sind Nasenduschen mit Salzwasser eine sinnvolle Ergänzung der symptomatischen Behandlung. Zu diesem Schluss kommen Experten der Universität Köln. Weniger überzeugend ist das Giesskännchen bei der akuten „Triefnase“

Viele Anhänger fernöstlicher Yoga-Traditionen verwenden den Neti Pot (der Sanskrit-Ausdruck „Jala Neti“ steht für „Nasendusche mit Salzwasser“) zur täglichen Körperhygiene. Die Wirkung der Salzwasserdusche (SNI = saline nasal irrigation) auf akute und chronische Rhinosinusitiden wurde in vielen Studien untersucht, mit teilweise widersprüchlichen Resultaten. Trotzdem sehen mittlerweile auch Experten in der Verwendung der Gießkännchen für die Nase einen Nutzen, wenn auch kaum für den Alltagsgebrauch.

Der HNO-Facharzt und Medizininformatiker Dr. Ralph Mösges und sein Kollege Dr. Nils Achilles vom Universitätsklinikum Köln haben die internationale Fachliteratur zum Thema durchforstet und ausgewertet. Demnach empfiehlt sich die Verwendung der Nasendusche hauptsächlich bei chronischer Rhinosinusitis (CRS). Die Kölner Experten begründen ihre Empfehlung vor allem mit drei Quellen:

– Eine Metaanalyse des Cochrane-Instituts aus dem Jahr 2007, in der von einem Nutzen für die Mehrheit der (CRS-)Patienten die Rede ist, trotz „selten beobachteter Nebenwirkungen“;

-Ein Europäisches Positionspapier zur Rhinosinusitis und nasalen Polyposis aus dem Jahr 2012 (EPOS);

– Die S2-Leitlinie „Rhinosinusitis“ der Deutschen Gesellschaft für Otorhinolaryngologie aus dem Jahr 2011.

Wie die Leitlinienautoren zusammenfassen, führen Nasenduschen oder Sprays mit hypertonen gepufferten Kochsalzlösungen bei dieser Indikation „zumindest zu einer symptomatischen Besserung“. Die SNI, darin sind sich alle europäischen Fachgesellschaften einig, sei „eine nützliche Ergänzung in der symptomatischen Behandlung der CRS“. Im Gegensatz zu den akuten Rhinosinusitiden: Hier sei die Datenlage nicht einheitlich und die Experten sprechen der Nasenspülung bei dieser Indikation allenfalls eine begrenzte Wirksamkeit zu.

Quelle:

Ärzte Zeitung

http://www.springer-gup.de/de/gesundheit/news/7372-Salzwasser_gegen_verstopfte_Nasen/

Kommentar & Ergänzung:

Wir haben es hier jedenfalls mit einer ausgesprochen kostengünstigen und in der Regel gut verträglichen Therapie zu tun, auch wenn das Nasenduschen für manche Menschen schon etwas gewöhnungsbedürftig ist.

Es gibt auch Hinweise auf einen vorbeugenden Effekt gegen Erkältungen, wobei auch Inhalationen angewendet werden:

Hypertone Salzlösungen bei Schnupfen

Inhalation mit Salzlösung – die ideale Begleittherapie bei Husten

Salzwasser-Inhalationen als Mittel gegen Erkältungen, Schweinegrippe & Co.

Akuter Schnupfen bei Kindern: Nasenspülungen sind wirksam

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Mütze tragen schützt Ohren und Nasennebenhöhlen gegen Infektionen

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Bei kalten Temperaturen kann hauptsächlich der Kopf schnell auskühlen, was zu einer Mittelohrentzündung oder Nasennebenhöhlenentzündung führen kann. Bei Wind oder tiefen Temperaturen sei es unbedingt ratsam, eine Kopfbedeckung zu tragen. Sie schütze davor, dass die Stirnhöhle oder die Ohren auskühlen und empfindlicher für Krankheitserreger werden,  erklärt Dr. Matthias Lohaus, Landesverbandsvorsitzender Berlin vom Deutschen Berufsverband der Hals-Nasen-Ohrenärzte. Kälte verenge die Blutgefäße und verlangsame den Blutfluss.

Die Schleimhäute der Atemwege und der Ohren seien dann schlechter durchblutet und verfügten entsprechend über weniger Abwehrstoffe. Das ermögliche Bakterien und Viren leichter in den Körper einzudringen und Entzündungsreaktionen auszulösen, sagt der niedergelassene HNO-Arzt aus Berlin. Hauptsächlich Patienten mit Nasennebenhöhlenentzündungen und Mittelohrentzündungen sollten sich warm einpacken, um einer Infektion vorzubeugen.

Neben der warmen Verpackung sei es sinnvoll, dass Immunsystem mit ausgewogener, fettarmer Ernährung, ausreichend Bewegung und viel Schlaf zu stärken. Für die Schleimhäute in Nase, Nasennebenhöhlen und Ohren sei es zudem wichtig, viel zu trinken. Am besten eigne sich Wasser, Tee oder Saftschorle. Eine genügende Flüssigkeitsaufnahme von etwa 1,5 Litern täglich halte die Schleimhäute feucht, den Nasenschleim dünnflüssig und schütze dadurch vor Infektionen. Vor allem bei trockener Heizungsluft sollte man ausserdem viel trinken! Auch eine Anfeuchtung des Raumklimas könne helfen, genauso wie meersalzhaltige Nasensprays oder Dampfinhalationen mit ätherischen Ölen bzw. Nasenduschen mit Salzlösung, empfiehlt Dr. Lohaus.

Quelle:

http://www.hno-aerzte-im-netz.de/news/hno-news/muetze_schuetzt_ohren_und_nasennebenhoehlen_vor_infektionen.html

Kommentar & Ergänzung:

Den Nutzen einer Mütze zur Vorbeugung von Nasennebenhöhlenentzündungen kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen. Simples, fast kostenfreies Mittel, nur dran denken muss man….

Zu den Kochsalz-Spülungen siehe auch:

Hypertone Salzlösungen bei Schnupfen

Inhalation mit Salzlösung – die ideale Begleittherapie bei Husten

Salzwasser-Inhalationen als Mittel gegen Erkältungen, Schweinegrippe & Co.

Akuter Schnupfen: Bei Kindern Nasenspülungen sind wirksam

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Hausmittel gegen Erkältung: Halsschmerzen

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Hauptsächlich bei Infekten der oberen Atemwege, einer Erkältung oder auch bei einer Mandelentzündung schmerzt der Hals. Meistens sind dafür Viren verantwortlich, manchmal auch Bakterien. Die Schleimhäute werden dadurch gereizt und entzünden sich: Der Hals wird rot, schwillt an und schmerzt.

In solchen Fällen muss man aber nicht gleich teure Medikamente schlucken, auch alte Hausmittel wie etwa Quarkwickel oder Inhalieren haben sich bewährt.

Dauern die Beschwerden jedoch länger als drei, vier Tage an oder werden sie sogar schlimmer, sollten man besser zum Arzt gehen.

„Viel Kräutertee trinken“, empfiehlt die „BZ“ ihren Leserinnen und Lesern:

„Möglichst viel trinken. Das hält die Schleimhäute feucht, Erkältungsviren können sich nicht so gut vermehren. Heilpflanzen wirken keimhemmend, entzündungsdämmend, abschwellend und eigen sich deshalb besonders gut als Tee. Gut sind Salbei, Thymian, Kamille oder eine „heiße Zitrone“. Ob die Getränke aber heiß oder kalt sind, ist nicht entscheidend. Wichtig ist die Menge: mindestens zwei Liter am Tag.“

„Mit warmer Kamille gurgeln“, lautet der zweite Rat:

„Gurgeln Sie mehrmals täglich. Dadurch werden Krankheitserreger im Rachen weggespült. Gut bei Halsschmerzen ist Kamillentee (lang gezogen). Die Heilpflanze hat eine entzündungshemmende Wirkung und lindert Schmerzen. Der Tee sollte lauwarm sein. Achtung: Nicht mit hochprozentigem Schnaps gurgeln. Dadurch werden die entzündeten Schleimhäute zusätzlich gereizt.“

Bei Halsschmerzen würde ich allerdings zum Gurgeln anstelle von Kamillentee den Salbeitee vorziehen. Salbei enthält neben antimikrobiell wirkenden ätherischen Ölen (gegen Viren, Bakterien, Pilze) noch Lamiaceen-Gerbstoff (Rosmarinsäure), der gut entzündungswidrig wirkt.

„Mit Salzwasser inhalieren“, lautet der dritte Rat:

„Um den Schleim in der Nase und den Nebenhöhlen zu lösen, ist das Inhalieren von Salzwasser besonders wirksam. Die Dämpfe erreichen auch den Kehlkopf gut und lindern Heiserkeit. Einfach einen Liter Wasser erhitzen, drei Teelöffel Salz dazu geben und den aufsteigenden Wasserdampf unter einem Handtuch durch die Nase einatmen.“

Inhalieren mit Salzwasser ist tatsächlich ein einfaches, aber oft wirksames Hausmittel.

Schliesslich empfiehlt die „BZ“ noch den Halswickel:

„Bei Dauerkratzen kann auch ein Halswickel helfen. Dazu wird ein Küchenhandtuch mit kühlen bis warmem (je nach Bedürfnis) Wasser getränkt, ausgewrungen und um den Hals gelegt. Darüber ein trockenes Tuch oder einen Wollschal wickeln. Zwischen 20 und 30 Minuten sollte der Wickel einwirken. Oder: Quark auf das Handtuch streichen und um den Hals legen.“

Insbesondere der Quarkwickel hat eine kühlende und dadurch abschwellende Wirkung. Völlig unsinnig sind allerdings immer noch herumgeisternde Geschichten, wonach der Quarkwickel „Giftstoffe“ herausziehen soll.

Niemand kann nämlich genau erklären, um was für „Giftstoffe“ es sind da handeln soll. Viren und Bakterien jedenfalls zieht man nicht einfach so durch die Haut. Ausserdem ist völlig unklar, wie der Quark wissen kann, welche Stoffe er als Giftstoffe herausziehen muss, und welche Stoffe unbedingt drin bleiben müssen. Und wenn man dann noch hört, der Quarkwickel ziehe die „Giftstoffe“ „osmotisch“ heraus, dann bleibt nur noch das grosse Staunen. Osmose funktioniert nämlich nur über eine halbdurchlässige Membran. Wäre die Haut eine solche halbdurchlässige (semipermeable) Membran, dann würde ich in der Badewanne aufgehen wie ein Kuchen im Backofen und schliesslich wohl platzen.

Das ist aber – damit wir uns nicht missverstehen – kein Quarkwickel-feindliches Statement. Quarkwickel sind oft sehr wirksam, wohl einfach aufgrund der intensiven, langanhaltenden Kühlwirkung. Dafür gebührt dem Quarkwickel meine Anerkennung. Ich bin nur gegen abstruse Konstrukte wie die „Giftstoff-herauszieh-Theorie“ (GHT).

Quelle der „BZ“-Zitate:

http://www.bz-berlin.de/ratgeber/gesundheit/die-besten-hausmittel-gegen-erkaeltung-article1342725.html#bzRSS

Falls Sie an sorgfältigem Wissen über Wirkung und Anwendung von Heilpflanzen interessiert sind, finden Sie dazu meine Kurse und Lehrgänge oben über den Menüpunkt „Kurse“.

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Tägliche Inhalation mit Salzwasser beugt Erkältungen vor

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Im Winterhalbjahr bewegen sich hierzulande die meisten Menschen den Großteil des Tages in Innenräumen und kommen dadurch nur wenig an die frische Luft. Als Folge davon steigt auch die Anfälligkeit für Infektionen, weil die Luftqualität in den Innenräumen wegen der unzureichender Lüftung und viel zu trockener Heizungsluft deutlich schlechter wird. Zur Vorbeugung von Atemwegsinfekten und zur Pflege der Atemwege im Allgemeinen raten die Lungenfachärzte der Deutschen Lungenstiftung e.V. (DLS) zur täglichen Inhalation von Salzwasser (Sole). „Trockene Schleimhäute in Nase, Mund, Hals und Rachen, die zum  Beispiel durch Heizungsluft entstehen, können nicht ihre volle Schutzfunktion entfalten und werden leichter von Erkältungsviren befallen“, erklärt Prof. Harald Morr, Vorstandsvorsitzender der DLS. „Neben  ausreichender Flüssigkeitszufuhr zum Beispiel in Form verschiedenster Kräutertees und regelmäßigem Lüften der Wohn- und Arbeitsräume helfen Inhalationen von Sole (d.h. einer Salzlösung), die Schleimhäute feucht und funktionstüchtig zu halten und damit sowohl Infekten vorzubeugen, als auch eine stärkere Verschleimung aufgrund einer Erkältung oder anderer Erkrankungen zu lindern. Soleinhalation ist also nicht nur für Patienten mit Atemwegserkrankungen zu empfehlen, sondern ausdrücklich auch für Gesunde zur Krankheitsvorbeugung und Pflege ihrer Atemwege. Jeder weiß, dass wir uns mit regelmäßigen körperlichen Aktivitäten vor vielen Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützen können. Allzuleicht vergessen wir aber, dass ein zweites, extrem wichtiges und lebenserhaltenes System, nämlich unsere Atmung durch unsere Umwelt in vielfältiger Weise gefährdet ist und wir zwingend darauf aufzupassen haben.“

Inhalation hat vielerlei günstige Effekte

Durch das Anfeuchten der Schleimhäute in den Atemwegen wird vor allem erreicht, dass die dort zu abertausend sitzenden, kleinen Flimmerhärchen nicht miteinander verkleben. Deren Aufgabe besteht darin, eingeatmete Fremdstoffe wie auf einem Förderband wieder aus den Atemwegen heraus zu transportieren. „Angefeuchtet können die Flimmerhärchen effektiver und häufiger schlagen, und zwar ähnlich stabil wie ein Kornfeld im Wind“, erklärt Morr. Außerdem verändere die Sole den Schleim in seinen Eigenschaften: Dieser sei nicht mehr klebstoffartig zäh, sondern flüssiger und könne somit auf dem Transportband besser gleiten.

Salzinhalation hemmt die Anheftung von Bakterien und Viren an der Schleimhaut

Eine bestimmte Konzentration an Salz in der Lösung kann das Anhaften von Bakterien und Viren in der Atemwegsschleimhaut erschweren. Dadurch breiten Infekte sich nicht in dem Maße aus,  wie das ohne Inhalation der Fall wäre. Auch bei Pollenasthmatikern führen Sole-Inhalationen zu einer reduzierten Anhaftung von Pollen an der Schleimhaut, so dass solche  Allergene den Körper wieder rascher verlassen und allergische Reaktionen in den Atemwegen sich weniger intensiv abspielen.

Es gibt diverse Möglichkeiten, Sole zu inhalieren: Neben den klassischen Methoden – Wasserdampf aus einer Schüssel einatmen, eine Maske benutzen oder über ein Mundstück inhalieren – braucht man bei der so genannten Sole-Rauminhalation keine zusätzlichen Hilfsmittel. Hierbei wird die uns helfende Solelösung über ein Gerät in die Raumluft abgegeben – die Inhalation geschieht also ganz einfach über die Raumluft selbst und die natürliche Mund- und Nasenatmung.  Ein zeitlicher Aufwand ist damit nicht verbunden, und die Wirkung ähnlich wohltuend wie bei einem Spaziergang am offenen Meer. Die Schleimhäute werden durch die Inhalation feucht gehalten und bleiben so voll funktionsfähig. Auf diese Weise kann man quasi nebenbei ohne Extra-Aufwand – beispielsweise beim Zeitungslesen oder Fernsehen, während der Arbeit und sogar im Schlaf – etwas für die Gesundheit tun. Geräte zur Rauminhalation sind im Gegensatz zu Luftbefeuchtern hygienisch unbedenklich, weil sie eine voll gesättigte Salzlösung enthalten, in der Bakterien, Viren und Schimmelpilze sich nicht entwickeln können.

Quelle:

http://www.lungenaerzte-im-netz.de/lin/linaktuell/show.php3?id=2149&nodeid=18

Kommentar & Ergänzung:

Egal, wie diese Salzinhalation nun im Detail durchgeführt wird:  Schön daran ist, dass es sich um eine billige, einfache und zugleich wirksame Massnahme handelt.

Siehe auch:

Salzwasser-Inhalation als Mittel gegen Erkältungen und Schweinegrippe

Akuter Schupfen bei Kindern: Nasenspülungen sind wirksam

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Brennnessel für Feinschmecker

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Brennnesseln wachsen am Straßenrand, im Blumenbeet und auf der Wiese. Sie sind verschrienen als Unkraut und wer barfuß auf sie tritt, bekommt dies schmerzhaft zu spüren.

Doch aus dem gemeinen Unkraut lassen sich auch allerlei Köstlichkeiten für Feinschmecker zaubern, schreibt der aid-infodienst. Vor allem die jungen Blätter mit ihrem fein-säuerlichen Aroma lassen sich in der Küche vielseitig verwenden. Zusammen mit Löwenzahn, Sauerampfer oder Bärlauch ergibt sich ein wohlschmeckender Wildkräutersalat. Brennnesseln lassen sich aber auch als Suppe, im Pfannkuchen oder als Rührei zubereiten. Die Kräuterbutter lasse sich ebenfalls mit Brennnesseln abschmecken.

Die Zubereitung als Gemüse ist laut dem aid sehr einfach: Ähnlich wie Spinat werden die Brennnesselblätter zunächst in kochendem Salzwasser blanchiert. Abtropfen lassen, anschliessend kleinhacken und mit gedünsteten Zwiebeln kurz erhitzen. Die Brennnesseln danach mit Salz, Pfeffer, Muskat und bei Bedarf einem Spritzer Zitronensaft abschmecken. Ein Schuss Sahne verleiht dem Gemüse eine feine Note.

Damit das Pflücken der Brennnesseln ganz ohne Pusteln abläuft, ist es empfehlenswert Handschuhe zu tragen. Besonders zart und aromatisch seien die jungen, etwa 20 Zentimeter hohen Pflanzen, schreibt der aid-Infodienst. Von Mai bis Juli können die Brennnesseln gepflückt werden – vorzugsweise an geschützten Standorten wie dem eigenen Garten oder am Waldrand.

Quelle:

http://www.fr-online.de/ratgeber/verbraucher/brennnesseln-fuer-feinschmecker/-/1473052/8429884/-/index.html

Kommentar & Ergänzung:

Die Brennnessel gehört natürlich auch zu den Heilpflanzen.

Brennnesselblätter werden verwendet zur Durchspülungstherapie Harnwegsinfekten, allerdings meist gemischt mit anderen Heilpflanzen (Goldrute, Bärentraube. Birkenblätter, Schachtelhalm).

Interessanter ist aber die entzündungswidrige Wirkung bei Rheuma / Arthritis.

Siehe dazu:

Brennnessel-Kur gegen Rheuma

Unsinnig ist die Propagierung der Brennnessel als „Blutreinigungstee“ oder „Entschlackungsmittel“ bzw. „Entschlackungskur“.

Es gibt im menschlichen Organismus keine Schlacken, die auf solche Weise entfernt werden könnten. Entschlackung ist daher unnötig.

Während viele Blutreinigungstees und Entschlackungsmittel stark abführende Heilpflanzen enthalten (z. B. Sennesblätter), ist die Brennnessel in dieser Hinsicht neutral und damit zumindestens unschädlich.

Siehe dazu:

Naturheilmittel: Ärgernis Blutreinigungstee

Entschlackung – was ist das?

Fasten & Entschlacken

Entschlackung – unnötig und ungesund

Schlackenstoffe – ein Phantom macht Karriere

Entschlackung – illusionäre Hoffnung auf Gewichtsreduktion

Die Brennnesselwurzel lindert Beschwerden bei der gutartigen Prostatavergrösserung älterer Männer (Benigne Prostatahyperplasie, BPH), wobei sie zu diesem Zweck oft kombiniert wird mit Sägepalmenfrüchten von Sabal serrulata (Serenoa repens), oder mit Kürbeissamen.

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Naturheilmittel bei Halsschmerzen

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Die „Bild“-Zeitung publizierte Naturheilkunde-Tipps, basierend auf Empfehlungen der „TV-Ärztin“ Franziska Rubin. Hier der Abschnitt zum Thema Halsschmerzen mit anschliessendem Kommentar.

„Salzwasser: Gurgeln Sie mehrmals täglich mit einer Salzwasserlösung – ein Esslöffel in einem Liter Wasser auflösen. Das lindert die Schmerzen. Achtung: Mit Salbeitee gurgeln geht auch – wirkt entzündungshemmend.“

Beim Gurgeln mit Salbeitee gilt gegen Halsschmerzen der Grundsatz: Lang gurgeln (mindestens jeweils 2 Minuten) und oft gurgeln (etwa alle zwei Stunden). Salbei ist der „Klassiker“ gegen Halsschmerzen. Salbeitee enthält ätherisches Öl und Gerbstoffe, die beide zur antimikrobiellen und entzündungswidrigen Wirkung beitragen.

„Gewürznelken: Kauen Sie zwischendurch Gewürznelken oder nehmen Sie entsprechende ätherische Öle (z. B. Eugenol-Tropfen aus der Apotheke).“

Nelkenöl (Gewürznelkenöl) kann allerdings auf Haut und Schleimhäuten stark hautreizend wirken. Gegen Halsschmerzen keinesfalls unverdünnt anwenden.

Nelkenöl bzw. Gewürznelkenöl wirkt stark antimikrobiell und lokal schmerzlindernd.

„Manukahonig: Nehmen Sie dreimal täglich einen TL neuseeländischen Manukahonig (Reformhaus). Zergehen lassen, wirkt desinfizierend. Nicht für Kleinkinder unter einem Jahr.“

Und am Schluss die Warnung:

„Achtung: Suchen Sie einen Arzt auf, wenn sich die Beschwerden nicht nach drei Tagen gebessert haben oder Fieber hinzukommt.“

Quelle:

http://www.bild.de/BILD/ratgeber/gesund-fit/2011/01/28/die-besten-hausmittel/ohne-medikamente-gesund-werden.html

Falls Sie sich Kompetenz im Bereich der Selbstbehandlung von Erkältungskrankheiten mit Heilpflanzen erwerben möchten:

Einen guten Überblick über die Behandlung von Erkältungskrankheiten mit Heilpflanzen bietet das Tagesseminar zu diesem Thema.

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Heilpflanzen-Extrakte lindern Halsschmerzen

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Die Bundesapothekerkammer in Berlin empfiehl Heilpflanzen-Präparate bei Halsschmerzen.

Kratzen im Hals oder Schmerzen beim Schlucken seien typische Symptome einer Erkältung. «Gegen Halsschmerzen helfen pflanzliche Arzneimittel oft sehr gut», stellt Erika Fink fest, die Präsidentin der Bundesapothekerkammer in Berlin.

Eingesetzt werden beispielsweise Extrakte aus Kamillenblüten oder Lindenblüten, aus Blättern von Salbei, Thymian oder Spitzwegerich und die Heilpflanze Isländisch Moos. Die Extrakte entfalten je nach enthaltener Heilpflanze eine entzündungshemmende und / oder zusammenziehende Wirkung – oder sie bilden eine Schutzschicht auf der gereizten Schleimhaut. Hochkonzentrierte Heilpflanzen-Extrakte sind entweder flüssig oder zu Arzneimitteln wie Dragees weiterverarbeitet. Für Kinder sind auch Präparate ohne Alkohol im Handel.

Wenn Heilpflanzen-Präparate nicht ausreichen, können Schmerztabletten helfen. Schmerzmittel sollten jedoch grundsätzlich nicht länger als drei Tage hintereinander eingenommen werden. Speziell bei Paracetamol sollten Patienten darauf achten, die Tageshöchstmenge nicht zu überschreiten. Sonst besteht die Gefahr von Leberschäden. Bei Erwachsenen liegt diese Grenze bei vier Gramm täglich. Bei Kindern hängt die Höchstdosis vom Körpergewicht ab. Dauern die Halsschmerzen länger als eine Woche, tritt Luftnot auf oder sind die Beschwerden sehr stark, raten Apotheker zum Arztbesuch.

«Auch Hausmittel können gegen Halsschmerzen helfen. Sie können die medikamentöse Behandlung unterstützen, sollten sie aber nicht ersetzen», erklärt die Apothekerin. Oft empfohlen wird das Gurgeln mit Salbeitee oder Kamillentee. Wer mit Salzwasser gurgeln möchte, kann einen viertel Teelöffel Kochsalz in einem Glas kalten oder warmen Wasser auflösen. Auch das Lutschen von Bonbons lindert Halsschmerzen. Unterstützend wird Betroffenen empfohlen, viel zu trinken, die Raumluft zu befeuchten und nicht zu rauchen.

http://de.news.yahoo.com/26/20110126/thl-pflanzenextrakte-lindern-halsschmerz-b930478.html

Kommentar & Ergänzung:

Tatsächlich gibt es viele Heilpflanzen-Präparate, die sich gut gegen Halsschmerzen bewährt haben. Wobei im Einzelfall immer sehr schwierig zu beurteilen ist, ob die Besserung tatsächlich vom eingesetzten Produkt her rührt. Schliesslich bessert Halsweh auch von selbst in der Regel nach spätestens ein paar Tagen.

Wer Heilpflanzen-Präparate in der Apotheke oder Drogerie kaufen will, sollte aber auf einem definierten und garantierten Wirkstoffgehalt bestehen. Nicht wenige Apotheken oder Drogerien verkaufen nämlich – wenn „etwas Pflanzliches“ gewünscht wird – Produkte mit bestenfalls symbolischem Wirkstoffgehalt oder gar ohne jeden Wirkstoffgehalt . Was manchmal meines Erachtens einer Täuschung der Kundin oder des Kunden gleich kommt.

Die immer noch verbreitete Vorstellung, Apotheken und Drogerien verkauften nur Heilmittel mit dokumentierter Wirksamkeit, ist eine Illusion. Den Konsumentinnen und Konsumenten kann man nur raten, sich selber schlau zu machen, damit sie Qualitätsunterschiede erkennen können. Dabei fachliche Unterstützung anzubieten ist ein Hauptanliegen meiner Kurse und Ausbildungen im Bereich Pflanzenheilkunde / Phytotherapie.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Kräuterexkursionen in den Bergen / Heilkräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital:

Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

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Erkältungen natürlich behandeln

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Infektionen der oberen Atemwege haben nun Hochsaison. Fachleute empfehlen, solche hauptsächlich durch Viren ausgelöste Erkrankungen mit natürlichen Mitteln zu behandeln. Auf eine Antibiotika-Therapie sprechen Patienten, welche an Schnupfen und Husten bis hin zu Bronchitis laborieren, nämlich gar nicht an.

Durch falsche bzw. unnötige Anwendung werden jedoch Resistenzen gegen die oft lebensrettenden Antibiotika weltweit gefördert – wodurch diese wichtigen Medikamente zunehmend unwirksam werden. Auf diese Problematik wiesen Fachleute im Vorfeld des Europäischen Antibiotikatages (18. November) hin.

„Eine akute Bronchitis mit Antibiotika zu behandeln ist ein Kunstfehler und sollte bestraft werden“, erklärte Christoph Wenisch, Vorstand an der Abteilung für Infektions- und Tropenmedizin am Wiener SMZ Süd, bei einer Pressekonferenz in Wien. „Die meisten Atemwegsinfektionen – bis zu 90 Prozent – sind von Viren (meist Rhinoviren, Anm.) verursacht“, hielt Christian Plaue fest, der Leiter des Referats für Komplementärmedizin der Wiener Ärztekammer. „Antibiotika haben dagegen keinen Effekt.“ Auch bei akuter Bronchitis habe der Antibiotika-Einsatz keine wesentliche Verbesserung gebracht: Die Patienten waren im Durchschnitt nur einen halben Tag von total drei Wochen weniger lang krank.

Der Schaden in Rachen und Darm bleibe auch bei kurzzeitiger antibiotischer Therapie bis zu vier Jahre bestehen, erklärte Wenisch. Und das mache den Patienten wieder anfälliger für erneute Infektionen. Bei Kindern führe die häufige Gabe darüber hinaus „zu einem erhöhten Asthma- und Allergierisiko. Zudem steigt die Wahrscheinlichkeit, an Neurodermitis zu erkranken“, erklärte die auf Heilpflanzenkunde spezialisierte Ärztin Petra Zizenbacher.

Ursachen für die Zunahme von Atemwegserkrankungen seien die belastete Luft in den Städten, überhitzte Innenräume, wenig Bewegung an der frischen Luft, einseitige Ernährung und fehlende Abhärtung, sagte Zizenbacher. Als Gegenstrategie empfahlt sie: gesünder essen und ausreichend trinken, das Immunsystem durch Abhärtung stärken und viel Bewegung im Freien. Erwachsene und Kinder gehören hinaus – bei jedem Wetter, empfahl Zizenbacher.

Im Krankheitsfall können Hausmittel angewendet werden: Bei Husten helfe Thymian, Spitzwegerich oder Efeu, gegen Halsschmerzen Gurgeln mit Salzwasser. Durch Inhalieren mit Kamillen- oder Salbeisud lasse sich die Nase freibekommen, erklärte Zizenbacher. Sie empfiehlt hauptsächlich „Bettruhe und Entschleunigung des Lebens“.

„Pflanzliche Arzneimittel sind für die Behandlung von Atemwegserkrankungen besonders geeignet“, stellte Wolfang Kubelka fest, der Vizepräsident der Österreichischen Gesellschaft für Phytotherapie. „Die Inhaltsstoffe wirken nicht wie eine Einzelsubstanz wie z.B. Aspirin, sondern in ihrer Mischung wie ein Arzneistoff-Cocktail.“ Neu in den Apotheken sei ein Extrakt aus den Wurzeln der Kapland-Pelargonie, die Wirksamkeit sei in Studien mit 10.000 Erwachsenen und 4.000 Kindern belegt worden.

Quelle:

http://relevant.at/life/gesundheit/53655/schnupfenzeit-erkaeltungen-natuerlich-behandeln.story

Kommentar & Ergänzung:

Das Thema Antibiotika verlangt nach differenziertem Denken. Es gibt Situationen, in denen Antibiotika nötig und sinnvoll sind. Und es gibt Situationen, in denen Antibiotika schädlich und unsinnig sind. Die Verteufelung von Antibiotika ist daher genauso fragwürdig wie die unkritische und unnötige Verwendung.

In Situationen, in denen Antibiotika zur Behandlung von Erkältungskrankheiten unnötig sind, können Heilpflanzen-Präparate eine gute Alternative sein.

Falls Sie sich Kompetenz im Bereich der Selbstbehandlung von Erkältungskrankheiten mit Heilpflanzen erwerben möchten:

Einen guten Überblick über die Behandlung von Erkältungskrankheiten mit Heilpflanzen bietet das Tagesseminar zu diesem Thema.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

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