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Heilpflanzen in den Wechseljahren

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„Wechseljahre: Hormonersatz oder Heilpflanzen?“, so titelt der „Kurier“ und fährt fort: „Österreichische Apotheken setzen auf sanfte Hausmittel mit pflanzlichen Wirkstoffen“.

Im Artikel wird die Apothekerin Irina Schwabegger-Wager zitiert: „Etwa ein Drittel der rund eine Million Österreicherinnen in den Wechseljahren hat keine Probleme. Ein weiteres Drittel hat leichte Beschwerden, die oft mit pflanzlichen Wirkstoffen gut in den Griff zu bekommen sind. Johanniskraut-, Rotklee-, Salbei-, Traubensilberkerze-, Baldrian-, Mönchspfeffer-Präparate, Tees etc. stehen dabei zur Verfügung. Aber auch hier kommt es auf entsprechende Information und Vorsicht an.“

Quelle:

http://kurier.at/lebensart/gesundheit/wechseljahre-hormonersatz-oder-heilpflanzen/29.629.110

 

Kommentar & Ergänzung:

Johanniskraut-, Rotklee-, Salbei-, Traubensilberkerze-, Baldrian-, Mönchspfeffer-Präparate – das sind tatsächlich genau diejenigen Heilpflanzen, die zur Linderung von Wechseljahrbeschwerden am häufigsten eingesetzt werden. Und es stimmt natürlich auch, dass es hier auf entsprechende Information und Vorsicht ankommt.

Weil der Artikel im „Kurier“ für die Beratung in Apotheken Werbung macht, möchte ich dazu noch eine Ergänzung anfügen:

Ich würde mich, was „Information“ über Heilpflanzen-Präparate und andere Naturheilmittel anbelangt, nicht fraglos auf die Beratung von Apotheken oder Drogerien verlassen – und dies aus zwei Gründen:

1. Apotheken und Drogerien empfehlen oft nicht das, was am wirksamsten und qualitativ am besten ist, sondern das, was am besten ins Sortiment passt und Gewinn verspricht.

2. Die fachliche Qualität der Beratung in Apotheken und Drogerien zum Thema Naturheilmittel ist sehr unterschiedlich – und manchmal recht fragwürdig. Falsche Auskünfte sind häufig, werden von Kundinnen und Kunden aber in der Regel wegen fehlender Fachkenntnisse nicht bemerkt.

 

Anmerkung zu Punkt 1:

Schätzungsweise 90% der Naturheilmittel, Komplementärmedizin-Präparate und pflanzlichen Nahrungsergänzungsmittel, die in Apotheken und Drogerien verkauft und empfohlen werden, sind unnötig und haben über den Placebo-Effekt hinaus keine Wirkung (im Internethandel ist es aber noch schlimmer!)

Die meisten Mitarbeitenden in Apotheken und Drogerien stehen diesem Bereich ihres Sortimentes viel zu unkritisch gegenüber, weil sie schlicht ökonomisch davon leben und weil ein grosser Teil der Weiterbildung von den Herstellern der Präparate zur Verfügung gestellt wird, was kritischem In-Frage-stellen nicht förderlich ist.

Beispiel Rotklee gegen Hitzewallungen: Ob Rotklee-Präparate gegen Wallungen wirksam sind ist überhaupt nicht geklärt. Trotzdem werden sie oft in Apotheken und Drogerien so propagiert, als ob ihre Wirksamkeit fraglos vorhanden wäre.

Dazu im Pharmawiki:

„Die Rotklee-Phytoöstrogene haben oestrogene Eigenschaften. Sie binden hauptsächlich an den Oestrogen-Rezeptor ERβ, sind hingegen nur schwache Agonisten an ERα. Sie werden deshalb auch als natürliche SERMs bezeichnet. Zwar ist ihre Affinität zum Rezeptor geringer als diejenige von Estradiol, aber sie liegen in deutlich höheren Konzentrationen vor. Die klinische Wirksamkeit bei vasomotorischen Beschwerden wie Hitzewallungen oder anderen Beschwerden der Wechseljahre konnte bisher nicht nachgewiesen werden. Positive Effekte, zum Beispiel auf den Herz-Kreislauf und den Knochenmetabolismus, sind nicht auszuschliessen. Insgesamt ist Rotklee wissenschaftlich nicht ausreichend untersucht und klare Belege für die beanspruchten Anwendungsgebiete fehlen. Die Mehrheit der unabhängigen Experten, welche die wissenschaftliche Datenlage beurteilt haben, lehnen eine Anwendung deshalb und aufgrund der unbekannten Risiken, ab.“

Quelle:

http://www.pharmawiki.ch/wiki/index.php?wiki=Rotklee

Ich bin nicht dagegen, wenn Frauen Rotklee-Präparate gegen Hitzewallungen versuchen. Ich bin auch nicht grundsätzlich dagegen, wenn Apotheken und Drogerien Rotklee-Präparate verkaufen oder gar empfehlen. Ich finde nur, dass fachliche „Beratung“ – im Gegensatz zum reinen „Verkaufsgespräch“ – auch die Einschränkungen und offenen Fragen transparent auf den Tisch legen sollte. Nur so können sich Konsumentinnen und Konsumenten rundum informiert entscheiden. Wenn Ihnen also in einer Gesundheitszeitschrift, in einer Apotheke oder Drogerie Rotklee-Präparate als fraglos wirksame Therapie für Hitzewallungen empfohlen werden, dann ist die „Information“ einseitig und selektiv.

Eine seriöse Beratung müsste darauf hinweisen, dass für Rotklee bisher keine geklärten und belastbaren Hinweise auf eine Wirksamkeit vorliegen, allfällige Risiken bei Langzeiteinnahme nicht geklärt sind, bisher aber auch keine ernsthaften Zwischenfälle beobachtet wurden. Transparenz ist gefragt.

Allerdings – und das kompliziert die Situation – wollen viele Patientinnen das gar nicht hören. Sie erwarten einfach ein Mittel, das hilft. Punkt. Auf dieser Basis gibt es aber keine informierten Entscheidungen.

Ausserdem könnte eine Pro- und Kontra-Beratung den Placebo-Effekt reduzieren, der bei der Behandlung von Hitzewallungen immer eine wichtige Rolle spielt.

Allerdings: Ein Placebo wirkt auch dann, wenn der Patient oder die Patientin weiss, dass es ein Placebo ist.

Siehe:

Placebo wirkt, auch wenn man weiss, dass man ein Scheinmedikament nimmt

Placeboforschung: Tablettenschlucken bereits als Ritual wirksam bei Migräne 

Anmerkung zu Punkt 2:

Jüngstes Beispiel (von vielen): Eine Kollegin geht in die Apotheke und will Lavendelöl kaufen zur Behandlung von Fusspilz. Auskunft Apotheke: Lavendelöl wirkt nicht gegen Fusspilz, das tut nur Teebaumöl.

Die Auskunft ist falsch. Linalool als wichtiger Inhaltsstoff von Lavendelöl wirkt ziemlich gut antimykotisch (pilzhemmend).

Siehe:

Lavendelöl gegen Hautpilze

Fazit: Wer sich für Naturheilkunde interessiert tut gut daran, kritisch zu bleiben, sich selber schlau zu macht und nicht einfach blindlings Empfehlungen und Versprechungen zu folgen, selbst wenn diese von Fachleuten stammen.

 

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe

Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse

Heilpflanzenexkursionen in den Bergen / Kräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital:

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Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Phytoöstrogene: Soja und Rotklee ohne Wirkung bei Hitzewallungen?

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Weil die Östrogentherapie mit Risiken verbunden ist, setzen viele Frauen bei Wechseljahrbeschwerden auf Soja oder Rotkleeprodukte.

Können Phytoöstrogene aus Soja und Rotklee Hitzewallungen lindern?

Forschende der Cochrane-Collaboration fanden 43 randomisierte kontrollierte Studien mit insgesamt 4364 Patientinnen, die den Einfluss von Phytoöstrogenen auf Hitzewallungen und Nachtschweiss in der Peri- oder Postmenopause untersuchten.

Die vorgesehene Metaanalyse scheiterte an der Heterogenität der vorliegenden Studien. Einzeln betrachtet zeigten zwar einige Untersuchungen günstige Effekte auf Wechseljahrbeschwerden.

Aufgrund der methodischen Schwächen erkennt das Cochrane-Team um Anne Lethaby jedoch keine hinreichende Evidenz für eine Wirkung.

Als Vorteil der Phytoöstrogene aus Soja und Co. wird erwähnt, dass sie auch bei Dauereinnahme weder Endometrium noch Vaginalmukosa beeinflussen.

Quelle:

http://www.medical-tribune.ch/home/news/artikeldetail/phytos-machtlos-bei-hitzewallungen.html

Anne Lethaby et al., The Cochrane Library 2013; online first

Kommentar & Ergänzung:

Zur Wirksamkeit von Soja und Rotklee bei Hitzewallungen gibt es schon seit längerem mehr Fragezeichen als positive Befunde. Schade, dass die vorliegenden Studien aufgrund der Unterschiedlichkeit nicht ausreichen für eine Metaanalyse.

Interessant ist die Aussage, dass Phytoöstrogene aus Soja und Co. – also Isoflavone –  das Endometrium (Gebärmutterschleimhaut) und die Vaginalmukosa nicht beeinflussen. Wenn das so ist, geht von diesen Isoflavonen kein erhöhtes Risiko für Tumorerkrankungen in diesen Bereichen aus. Das liest man nicht immer mit dieser Deutlichkeit. Leider fehlt da eine Stellungnahme zum Brustgewebe.

Insgesamt sind die Aussagen und Studienresultate zu Soja und Wechseljahrbeschwerden sehr widersprüchlich:

Wechseljahrbeschwerden: Keine Linderung von Hitzewallungen durch Soja

Soja: Keine Wirkung gegen Hitzewallungen in den Wechseljahren

Prostatakrebs – Soja-Supplemente in Studien ohne Schutzwirkung

Zur „Karriere“ der Phytoöstrogene

Hier gibt es eine positive Metaanalyse:

Soja reduziert Hitzewallungen in den Wechseljahren

Phytoöstrogene und hormonrezeptorpositiver Brustkrebs

Studie empfiehlt Soja bei Brustkrebs

Neben den Isoflavonen gibt es noch andere Gruppen von Phytoöstrogenen, zum Beispiel in den Leinsamen die Lignane.

Forschung: Krebshemmende Wirkung von Phytoöstrogenen vom Typ der Lignane

In der Phytotherapie wird die Traubensilberkerze (Cimicifuga racemosa) als Heilpflanze gegen Hitzewallungen eingesetzt. Sie wurde früher ebenfalls zu den Phytoöstrogen-Pflanzen gerechnet. Neuere Forschungen deuten aber auf eine Wirksamkeit via Zentralnervensystem hin. Pharmakologische und phytochemische Untersuchungen deuten auf eine Interaktion (Wechselwirkungen) mit verschiedenen Rezeptoren im Zentralnervensystem hin.

Neben dopaminergen Wirkungen konnte eine positive Modulation am GABA-Rezeptor sowie eine Bindungsaktivität am Serotoninrezeptor festgestellt werden.

Traubensilberkerze (Cimicifuga racemosa) bei Wechseljahrsbeschwerden

Gegen das Schwitzen bei Hitzewallungen wird in der Phytotherapie auch die innerliche Anwendung von Salbei (Salvia officinalis) empfohlen – als Salbeitee oder Salbeitinktur. Diese Wirkung hat nichts mit Phytoöstrogenen zu tun.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Prostatakrebs: Soja-Supplemente in Studien ohne Schutzwirkung

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Männer in Ostasien sollen seltener an Prostatakrebs erkranken, weil ihre Nahrung reichlich Soja-Proteinen enthält. US-Patienten mit einem Prostatakrebs, die nach einer Operation befürchten müssen, dass ihr Krebs früher oder später zurückkehrt, hatten in einer randomisierten klinischen Studie allerdings keinen Nutzen von der täglichen Einnahme eines Soja-Supplements. Die Studie wurde im US-amerikanischen Ärzteblatt veröffentlicht (JAMA 2013; 310: 170-178).

Die Studie sei ein weiteres Beispiel dafür, dass sich die Resultate von Tierexperimenten und prospektiven Beobachtungsstudien nicht immer in eine sinnvolle Therapie umsetzen lassen, schreiben Maarten Bosland von der Universität von Illinois in Chicago und Mitarbeiter.

In Tierexperimenten hemmen die in Soja vorkommenden Isoflavone die Entwicklung des Prostatakrebses und in Beobachtungsstudien erkrankten Männer mit dem höchsten Anteil an Sojaprodukten in der Nahrung am seltensten am Prostatakarzinom. Dies muss jedoch nicht bedeuten, dass Soja-Konsum nach der Diagnose eines Prostatakrebs die Entwicklung noch umkehren kann.

An einer der ersten randomisierten klinischen Studien zu dieser Frage nahmen zwischen Juli 2007 und Mai 2010 an 7 US-Zentren 177 Männer teil, bei denen nach der operativen Entfernung eines lokalisierten Prostatakarzinoms im Stadium T1c oder T2 mit einem Rezidiv (Rückfall) gerechnet werden musste. Bei 27,2 Prozent der Teilnehmer kam es so innert zweier Jahre zu einem erneuten Anstieg des PSA-Wertes, obwohl sie sich täglich aus einem Supplement ein sojahaltiges Getränk gemixt hatten.

In der Kontrollgruppe, in der die Patienten ein Supplement mit Milcheiweiß bekommen hatten, war die Rate mit 29,5 Prozent nicht signifikant höher. Auch die leichten Vorteile bezüglich der Dauer bis zum Rezidiv (31,5 versus 44 Wochen) überzeugte das Team um Bosland nicht, sodass man daher die Studie vorzeitig abbrach. Die Resultate bedeuten nicht, dass eine sojareiche Kost keine vorbeugende Wirkung haben kann. Es gibt gemäss Bosland aber keine medizinische Evidenz für den Einsatz beim diagnostizierten Prostatakrebs.

Quelle:

http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/55123/Prostatakarzinom-Soja-Supplemente-in-Studie-ohne-protektive-Wirkung

http://jama.jamanetwork.com/article.aspx?articleid=1710457

Kommentar & Ergänzung:

Ähnlich stellt sich die Frage des Nutzens einer Soja-Zufuhr bei Brustkrebs-Patientinnen.

Es gibt dazu eine Studie, wonach regelmässiger Sojakonsum bei Frauen mit Brustkrebs das Rückfall- und Sterblichkeitsrisiko reduzieren kann.

Allerdings lässt sich mit diesem Typ von Studie nicht zweifelsfrei belegen, dass dieser günstige Effekt wirklich durch den Sojakonsum zustande kommt, und nicht etwas durch andere unbekannte Faktoren.

Siehe:

Studie empfiehl Soja bei Brustkrebs

Einen kleineren Hinweis auf Soja & Prostatakrebs gibt es hier:

Isoflavone aus Soja und Rotklee bei Wechseljahrsbeschwerden

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Schlaue Hummeln lernen von Artgenossen

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Hummeln können von ihren Artgenossen lernen, wo es ergiebige Blüten hat.
Diese Fähigkeit ist nützlich beim Nektar suchen. Biologen der Universität London haben ein Experiment mit Hummeln in einer Flugarena veranstaltet. Sie versahen künstliche Blüten mit einer Zuckerlösung und platzierten daneben Hummel-Attrappen. So sollten die Hummeln lernen, die Anwesenheit von Artgenossen mit Futter zu assoziieren.

Danach vertauschten die Biologen die Anordnung der Blumen und ließen die Hummeln erneut durch die Arena fliegen. Das Resultat: Die Tiere steuerten genau die Blüten an, auf denen vorher andere Hummeln – bzw. Hummel-Attrappen – saßen – egal, ob sich dort Zucker befand oder nicht.

Die Wissenschaftler berichten über ihre Resultate im Magazin Current Biology.

Quelle:

http://wissen.dradio.de/nachrichten.59.de.html?drn:news_id=208281

http://www.cell.com/current-biology/retrieve/pii/S0960982213003370

Kommentar & Ergänzung:

Hummeln sind in vielerlei Hinsicht faszinierende Insekten.

Hummeln spielen eine wichtige Rolle für die Bestäubung von mehreren hundert Pflanzenarten in Mitteleuropa (z. B. Rotklee, Taubnesseln, Salbei-, Eisenhut-, Storchschnabel- und Enzianarten, Akelei und zahlreiche mehr. Bedingt durch ihre Kältetoleranz sind hauptsächlich in Gebirgen viele Hummelarten zu finden. In Deutschland, Österreich und der Schweiz wurden bisher 48 Hummelarten nachgewiesen, 44 kommen aktuell vor. Da gibt es zum Beispiel Erdhummeln, Steinhummeln, Alpenhummeln, Wiesenhummeln, Baumhummeln, Waldhummeln, Ackerhummeln….

Siehe auch:

Hungersnot bei Hummeln im Sommer

Hummeln finden immer die kürzeste Flugroute

Augen auf – Hummelköniginnen unterwegs

Hummeln sind Transportkünstlerinnen

Pestizide schaden Hummeln

Nicht nur in einer „Hummel-Flugarena“, auch direkt in der Natur gibt es unzählige spannende Geschichten und kleine Wunder zu entdecken.

Schauen Sie sich im Kurskalender mal die Daten und Orte meiner Exkursionen an, wenn Sie Pflanzen und Tiere besser kennenlernen möchten.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

www.info-phytotherapie.ch/index.php/phytotherapie-infothek/was-ist-phytotherapie

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moodle.heilpflanzen-info.ch/course/view.php?id=6

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moodle.heilpflanzen-info.ch/course/view.php?id=15

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Sport gegen Hitzewallungen in den Wechseljahren

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Ein Teil der Frauen in den Wechseljahren leidet an Hitzewallungen. Wissenschaftler empfehlen hier sportliche Bewegung.

Übergewichtige Frauen mit wenig körperlicher Bewegung leiden in den Wechseljahren häufiger unter den Symptomen einer Hitzewallung, erklärt Steriani Elavsky von der Abteilung Kinesiologie der Universität Penn State. Darüber hinaus konnten die Forschenden durch ein neues Studiendesign unterscheiden zwischen objektiven und subjektiven Hitzewallungen.

Sie beobachtete 92 menopausale Frauen für 15 Tage. Die Probandinnen, im Alter zwischen 40 – 59 Jahren und ohne aktueller Hormontherapie, bekamen einen Beschleunigungssensor zur Messung der körperlichen Aktivität. Außerdem wurden ihre Hautleitfähigkeit kontrolliert, um eine Hitzewallung zu objektivieren.

Die Annahme, dass Sport Hitzewallungen fördert, da es die Körperkerntemperatur steigert, konnte widerlegt werden. Die Untersuchungen  zeigten, dass Frauen nach sportlicher Bewegung weniger Hitzewallungen erlebten als ihre inaktiven Geschlechtsgenossinnen. Zudem zeigen die Untersuchungen, dass Übergewichtige häufiger unter den Beschwerden der Wechseljahre leiden.

Ob eine gezielte Gewichtsreduktion und regelmäßige körperliche Bewegung Symptome der Menopause lindern können, müsse nun in weiteren Studien überprüft werden, betonen die Wissenschaftler.

Quelle:

http://www.medical-tribune.de/home/news/artikeldetail/menopausale-hitzewallungen-einfach-wegtrainieren.html

Steriani Elavsky et al., Menopause 2012, 25 .Juni, online first

Kommentar & Ergänzung:

„Bewegung“ ist ein zentraler Bestandteil der klassischen Naturheilkunde, wie sie sich zum Beispiel darstellt in den fünf Säulen der Naturheilkunde nach Sebastian Kneipp:

Hydrotherapie, Heilpflanzen-Anwendungen, Ernährung, Bewegung, Lebensordnung.

Die Begriffe Naturheilkunde, Komplementärmedizin und Alternativmedizin werden heute oft irreführend durcheinander gemischt.

Naturheilkunde – was ist das?

Zum Thema Bewegung & Gesundheit sind in letzter Zeit zahlreiche interessante Studien publiziert worden.

Beispielsweise:

Wandern reduziert Depressionen

Gut dosierter Sport lindert Müdigkeit bei Krebs und Fibromyalgie

Regelmässiges Schwimmen hilft erhöhte Blutdruckwerte zu senken

Aktiver Lebensstil reduziert Alzheimer-Risiko

Zügig Gehen reduziert Darmkrebsrisiko

Walking und Jogging helfen gegen Migräne

Sport gegen Depressionen

Diabetes: Sport steigert Insulinproduktion

Sport vorbeugend gegen Menstruationsbeschwerden

Sport reduziert Angstsymptome

Bewegung beugt Depressionen vor

In der Phytotherapie steht bei Hitzewallungen in den Wechseljahren die Traubensilberkerze (Cimicifuga racemosa) im Vordergrund. Weniger gut geklärt sind Soja und Rotklee.

Traubensilberkerze (Cimicifuga racemosa) bei Wechseljahrsbeschwerden

Isoflavone aus Soja und Rotklee bei Wechseljahrsbeschwerden

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Isoflavone aus Soja und Rotklee bei Wechseljahrsbeschwerden

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Die Österreichische Apotheker-Zeitung (ÖAZ Nr. 12 / 2012) veröffentlichte einen fundierten Beitrag von Univ.-Prof. DDr. Johannes Huber zum Thema „Phytotherapie-Optionen in der Gynakologie“. Einleitend schreibt der Autor:

„Die Phytotherapie entspricht in hohem Maße der Geisteshaltung unserer Zeit, die man mit »zurück zur Natur« beschreiben könnte und die durch die Suche nach sanften, ursprünglichen Methoden gekennzeichnet ist. Gerade in der gynäkologischen Praxis hat die Nachfrage der Patientinnen nach natürlichen, geprüften Präparaten bei leichten bis mittelgradigen Beschwerden in den letzten Jahren stark zugenommen. Und tatsächlich gibt es eine Reihe von Pflanzen, die sich in typischen weiblichen Problemfeldern zu Recht einen guten Namen erworben haben.“

Dem kann man meines Erachtens nur beipflichten. Es gibt einige Heilpflanzen-Extrakte in der Gynäkologie, deren Wirksamkeit inzwischen gut erforscht und belegt ist. Andererseits gibt es auch eine ganze Reihe von traditionellen Frauenpflanzen, die noch sehr ungeklärt im Raum stehen, so zum Beispiel der Frauenmantel. Seine grosse Bedeutung in der traditionellen Pflanzenheilkunde lässt sich wohl nur kulturhistorisch erfassen (Freya-Pflanze, Muttergottes-Pflanze, silbrige Wassertropfen als Anregung für Gedankengänge in der Alchemie).

Gut dokumentiert sind dagegen Traubensilberkerzen-Extrakte bei Wechseljahrsbeschwerden wie zum Beispiel Hitzewallungen.

Siehe dazu:

Traubensilberkerze (Cimicifuga racemosa) bei Wechseljahrsbeschwerden

Als weitere Option bei Wechseljahrsbeschwerden werden die Isoflavone erforscht. Dabei handelt es sich um Phytoöstrogene, die zum Beispiel in der Sojabohne (Glycine max) und im Rotklee (Trifolium pratense) vorkommen.

Dazu ein Zitat aus dem Beitrag von Prof. Johannes Huber:

Isoflavone aus Trifolium pratense und Glycine max

Die auch als »Phytoöstrogene« oder »Phyto-SERMs« bezeichnete Gruppe der Isoflavone kommt hauptsächlich als Biochanin A und Formononetin in Rotklee (Trifolium pratense) sowie als Genistein, Daidzein und Glycitein in der Sojabohne (Glycine max) vor. Mit mehr als 5.000 wissenschaftlichen Publikationen gehören Isoflavone zu den am besten untersuchten sekundären Pflanzenstoffen. In der westlichen Ernährung beträgt die Zufuhr an Isoflavonen etwa 5 mg pro Tag, während in Asien lebende Frauen, die weitgehend frei von Wechselbeschwerden sind, durchschnittlich 50 mg (bis zu 200 mg) täglich durch ihre sojareiche Ernährung zu sich nehmen. Die Wirkungen der Isoflavone sind vielfältig: Neben einem sanften Ausgleich des Östrogenabfalls im Rahmen der Menopause und den aus dieser Substitution resultierenden positiven Effekten verdichten sich auch die Hinweise auf ein onkoprotektives Potenzial der Isoflavone, gut belegt in mehreren großen Studien. Betrachtet man die Wirkweise des Genistein und Daidzein, den beiden wichtigsten Isoflavonen, so kann ihre strukturelle Ähnlichkeit mit 17-Beta-Östradiol, ihre Affinität zum ER-β-Rezeptor und ihr schützender Einfluss auf den Hormonmetabolismus die antiproliferativen Effekte plausibel machen. Damit kommt den Isoflavonen sowohl in der Prävention wie auch in der Therapie ein besonderer Stellenwert für die Frauengesundheit zu.“

Kommentar & Ergänzung:

Isoflavone werden intensiv erforscht, doch sind die Resultate in vielen Punkten widersprüchlich.

Beim Hinweis auf ein „onkoprotektives Potenzial der Isoflavone, gut belegt in mehreren großen Studien“, stellt sich die Frage, welche Art von Studien gemeint ist.

Vergleicht man Gruppen von Europäerinnen und Asiantinnen in epidemiologischen Studien und stellt dann fest, dass Asiatinnen mit ihrem höheren Sojakonsum tiefere Brustkrebsraten haben, reicht das nicht als Beleg für eine ursächliche Schutzwirkung der Soja-Isoflavone gegen Krebs. Asiatinnen und Europäerinnen unterscheiden sich noch in anderen Punkten – beispielsweise werden unterschiedliche Krebsraten in der Grüntee-Literatur mit dem höheren Grüntee-Konsum in Asien erklärt. In klinischen Studien konnte jedenfalls eine Krebsvorbeugung durch Isoflavone bisher nicht eindeutig belegt werden.

Es gibt aber Hinweise auf eine Schutzwirkung gegen Brustkrebs beim Menschen, wenn die Isoflavone schon vor der Pubertät gegeben wurden (was in Japan üblicher ist als in Europa).

Die Schutzwirkung von Soja-Isoflavonen hinsichtlich Prostatakrebs konnte lediglich in Tiermodellen gezeigt werden. Die Gabe eines Sojaproteinisolats führte zu einem verzögerten Wachstum der Tumorzellen. Dies könnte erklären, warum bei asiatischen Männern aggressive Prostatatumore bei weitem seltener auftreten als bei Männern in westlichen Industrieländern.

Mitunter wird auch der Verdacht geäussert dass die Krebsentwicklung durch Isoflavone gefördert wird, wenn der (östrogenabhängige) Tumor schon vorhanden ist.

Eine Schutzwirkung von Soja-Isoflavonen gegen Prostatakrebs konnte nur in Tiermodellen gezeigt werden. Die Gabe eines Sojaproteinisolats führte zu einem verlangsamten Wachstum der Tumorzellen. Dies ist eine mögliche Erklärung dafür, warum bei asiatischen Männern aggressive Prostatatumore bei weitem seltener auftreten als bei Männern in westlichen Industrieländern.

Offenbar können Isoflavone das Wachstum von hormonabhängigen (androgenabhängigen) Prostatakrebszellen in frühen Stadien verlangsamen, während eine Schutzwirkung bei fortgeschrittenen und hormonunabhängigen (androgenunabhängigen) Tumoren auf der Basis der bisher vorliegenden Daten fraglich ist.

Die Wirkung von Soja gegen Hitzewallungen in den Wechseljahren ist nicht sehr überzeugend dokumentiert.

In der Mehrzahl der Studien (12 von 17) konnte mit der Einnahme von Soja-Isoflavonen keine oder zumindest keine signifikante Reduktion der charakteristischen Wechseljahresbeschwerden wie Hitzewallungen und Schweißausbrüche im Vergleich zu einer Placebo-Behandlung beobachtet werden. In wenigen Studien wurden die Beschwerden geringfügig vermindert.

Siehe auch:

Soja reduziert Hitzewallungen in den Wechseljahren

Weniger Arteriosklerose durch Sojaproteine

DFG unterstützt Forschung zu Soja-Isoflavonen

Wechseljahre – keine Linderung von Hitzewallungen durch Soja

Atemnot mit sojareicher Ernährung reduzieren

Phytoöstrogene aus Soja – Helfer bei Lungenkrebs?

Phytoöstrogene und hormonrezeptorpositiver Brustkrebs

Soja – keine Wirkung gegen Hitzewallungen in den Wechseljahren

Studie empfiehlt Soja bei Brustkrebs

Soja gut für die Lunge

Soja gegen Osteoporose

Viel Soja – wenig Spermien

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Heilpflanzen bei Wallungen im Klimakterium

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Die wichtigste Heilpflanze der Phytotherapie zur Linderung von Wallungen in den Wechseljahren (Klimakterium) ist die Traubensilberkerze (Cimicifuga racemosa).

Pharmawiki schreibt zur Traubensilberkerze:

„Cimicifuga (Traubensilberkerze) wird in der Phytotherapie häufig eingesetzt und in der Schweiz in dieser Indikation zugelassen. Es stehen Präparate zur Verfügung, die nur einmal täglich eingenommen werden müssen. Zu den möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Verdauungsbeschwerden und sehr selten Leberschädigungen. Bei Gelbfärbung der Haut oder anderen Symptomen, die auf eine Leberschädigung deuten, sollten die Mittel abgesetzt werden. Gemäss der rationalen Phytotherapie sollten standardisierte Extrakte eingesetzt werden. Die Wirksamkeit ist klinisch dokumentiert, aber nicht unbestritten.“

(Quelle: http://www.pharmawiki.ch/wiki/index.php?wiki=Wallungen)

Die Anwendung von Traubensilberkerzentee ist unüblich und die Wirksamkeit dieser Anwendungsform genauso wie bei der Traubensilberkerzentinktur nicht dokumentiert. Klinische Studien mit positivem Resultat gibt es nur für Traubensilberkerzen-Extrakte. Allerdings gibt es auch Studien mit negativem Resultat.

Schwierig für die Beurteilung ist, dass sowohl positive wie negative Studienresultate nur für den jeweils geprüften Extrakt gelten.

In der Schweiz sind auf der Basis von Traubensilberkerzen-Extrakt folgende Präparate im Handel:

Cimifemin, Climavita, Emoton, Femicin, Feminelle, Klimadynon, Sanafem

Als Nahrungsergänzungsmittel werden zur Linderung von Wallungen auch Produkte auf der Basis von Phytoöstrogenen angeboten. Deren Sicherheit und Wirksamkeit ist in der Regel weniger gut dokumentiert als bei den Cimicifuga-Extrakten, die als Arzneimittel zugelassen sind.

Pharmawiki schreibt zur Anwendung von Phytoöstrogenen bei Wallungen:

„Phytooestrogene wie die Lignane, Isoflavone und Cumestane sind sekundäre Pflanzenstoffe ohne steroidale Struktur mit schwacher östrogener Wirkung. Isoflavone kommen zum Beispiel im Rotklee oder in Soja vor. Die Wirksamkeit ist umstritten. Rotklee ist nicht als Arzneimittel, sondern als Nahrungsmittelergänzung im Handel. Aus unserer Sicht sollten sie nicht angewandt werden.“

(Quelle: http://www.pharmawiki.ch/wiki/index.php?wiki=Wallungen)

Isoflavone, die zum Beispiel in Soja und Rotklee vorkommen, stehen seit Jahren im Zentrum der Forschung rund um die Phytoöstrogene. In letzter Zeit wurde aber auch vermehrt über Forschungen mit Lignanen berichtet, für die Leinsamen eine wichtige Quelle sind.

Siehe auch:

Zur Karriere der Phytoöstrogene

Heilpflanzen bei Wechseljahrbeschwerden – sehr unterschiedliche Wirksamkeit

Traubensilberkerze bei Wechseljahrsbeschwerden

DFG unterstützt Forschung zu Soja-Isoflavonen

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DFG unterstützt Forschung zu Soja-Isoflavonen

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Soja-Isoflavone sind als Nahrungsergänzungsmittel im Handel und werden mit günstigen Effekten auf die Gesundheit beworben. Trotz intensiver Forschung in den letzten Jahren sind ihre Wirkungen bis heute aber unklar. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert nun vier eng aufeinander abgestimmte Forschungsvorhaben zu Soja-Isoflavonen mit total 1,2 Millionen Euro, um diese Wissenslücken zu füllen.
Ist es für die Wirkung der Isoflavone wichtig, ob sie in einer frühen oder späten Lebensphase aufgenommen werden? Welche Rolle spielen dabei westliche Lebensgewohnheiten, wie zum Beispiel ein hoher Anteil an Fett im Essen? Gibt es Wechselwirkungen zwischen Isoflavonen und den körpereigenen Östrogenen? Was muss bei der Übertragung von tierexperimentell gewonnenen Daten auf den Menschen beachtet werden? Beeinflussen Isoflavone epigenetische Mechanismen wie die Methylierung der DNA und verändern sie dadurch möglicherweise die Genexpression?
Solche und andere Fragen werden die Wissenschaftler, die alle über langjährige Erfahrungen auf diesem Gebiet verfügen, in den kommenden drei Jahren erforschen. Die am Forschungsprojekt beteiligten universitären und nicht-universitären Forschungseinrichtungen sind die Deutsche Sporthochschule Köln (Prof. Patrick Diel), die Technische Universität Dresden (Prof. Günter Vollmer), die Universität Würzburg (Prof. Leane Lehmann), das Deutsche Krebsforschungszentrum Heidelberg (Dr. Clarissa Gerhäuser und Prof. Christoph Plass) sowie das Max Rubner-Institut in Karlsruhe (Prof. Sabine Kulling zusammen mit Dr. Achim Bub und Prof. Bernhard Watzl).
Ihr interdisziplinäres und detailliert abgestimmtes Forschungskonzept soll es ermöglichen, die offenen Fragen aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln zu untersuchen, um so komplexe, bisher nicht beachtete Zusammenhänge verstehen zu können.
Die Senatskommission zur gesundheitlichen Beurteilung von Lebensmitteln (SKLM) der DFG verfolgt die Aktivität des Forschernetzwerkes mit großem Interesse und wird die Reslutate in ihre Beratungen einbeziehen.
Quellen:
Deutsche Sporthochschule Köln
http://www.journalmed.de/newsview.php?id=34822
Kommentar & Ergänzungen:
Dieses Forschungsprojekt ist sehr zu begrüssen, weil es tatsächlich viele offene Fragen rund um die Themen Soja und Isoflavone gibt. Interessant an dieser Ankündigung ist vor allem, dass sie einige der offenen Fragen anspricht.
Isoflavone kommen auch in anderen Pflanzen vor wie zum Beispiel im Rotklee oder im Hauhechel. Soja ist aber die wichtigste Quelle.
Siehe auch:
Falls Sie an sorgfältigem Wissen über Wirkung und Anwendung von Heilpflanzen interessiert sind, finden Sie dazu meine Kurse und Lehrgänge oben über den Menüpunkt „Kurse“.
Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde
Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

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Atemnot mit sojareicher Ernährung reduzieren

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Menschen, die sich sojareich ernähren, leiden seltener an Atemnot, weil sie eine bessere Lungenfunktion haben. Darauf weisen die Lungenärzte der Deutschen Lungenstiftung (DLS) in Hannover hin. „Wer viel und häufig Sojaprodukte wie Tofu, Natto (vergorene Sojabohnen), Miso-Suppe (vergorene Sojabohnenpaste), Sojasprossen oder Sojamilch konsumiert, weist bessere Lungenfunktionswerte auf“, erklärt Prof. Harald Morr, Vorstandsvorsitzender der DLS. „Das hat z.B. eine Studie in Japan ergeben, die den Einfluss der Ernährungsweise auf die Lungenfunktion von über 600 COPD-Patienten und Gesunden untersucht hat. Die besten Ergebnisse erzielten diejenigen Personen, die pro Tag mehr als 75 Gramm reinen Sojas aßen. Doch auch schon mit mindestens 50 Gramm Soja auf dem täglichen Speisezettel lässt sich den Forschern zufolge das Risiko für eine Erkrankung an COPD und das Erleiden von Atemnot verringern.“

COPD häufig durch Rauchen verursacht

Unter Atemnot haben hauptsächlich Patienten mit einer schweren chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) zu leiden. Das ist eine unheilbare entzündliche Erkrankung der Lunge, die unter anderem mit einem krankhaft beschleunigten Lungenfunktionsverlust einhergeht und zu 90 Prozent durch Rauchen ausgelöst wird. „Auf das Rauchen verzichten ist selbstverständlich der wichtigste Schritt, eine COPD zu vermeiden bzw. dem Fortschreiten dieser Erkrankung Einhalt zu bieten“, stellt Morr fest. „Darüber hinaus lässt sich offenbar aber auch mit einer sojareichen Ernährung der beschleunigte Verlust der Lungenfunktion abbremsen – und zwar auch bei Gesunden, deren Lungenfunktion altersbedingt ebenfalls (wenn auch sehr viel langsamer als bei COPD-Patienten) abnimmt. Bereits an COPD erkrankte Patienten sollten insofern weniger Atemnot erleiden, wenn sie sich sojareich ernähren. Gesunden bietet diese Ernährungsweise eine Möglichkeit, ihre Lungenfunktion länger zu erhalten, und damit eine Art Anti-Aging-Mittel.“

Welche Inhaltsstoffe Soja so gesund für die Lunge machen, ist noch nicht genau bekannt. Vermutet wird jedoch eine antientzündliche Wirkung der in Sojaprodukten enthaltenen Flavonoide (Isoflavone) und mehrfach ungesättigten Fettsäuren (Omega-3-Fettsäuren).

Quelle:

http://www.lungenaerzte-im-netz.de/lin/linaktuell/show.php3?id=2104&nodeid=18

Kommentar & Ergänzung:

Isoflavone gehören zu den Phytoöstrogenen und kommen nicht nur in Soja-Produkten vor.

Was sind Isoflavone und wo kommen sie in der Natur vor?

„Isoflavone, auch Isoflavonoide genannt, sind meist gelblich gefärbte Pflanzenfarbstoffe, die als Derivate des Isoflavons zur Klasse der Flavonoide zählen. Sie sind sekundäre Pflanzenstoffe, die u. a. eine Funktion für pflanzliche Abwehr von Pathogenen ausüben.

Der Grundkörper Isoflavon kommt in Kleearten vor. Einige bekanntere Isoflavone sind Daidzein, als Glucosid Daidzin in Sojamehl, Genistein aus Sojabohnen und Rotklee, Prunetin aus der Rinde von Pflaumenbäumen, Biochanin A aus Kichererbsen, Rotklee u. a. Kleearten, Orobol, Santal aus Sandelholz, Rotholz u. a. Hölzern, Pratensein aus frischem Rot- oder Wiesenklee und Iridin in einigen Schwertlilien.“

(Quelle: Wikipedia)

Und wie wirken Isoflavone?

„Wie auch die Lignane haben die Isoflavonoide wegen ihrer chemisch-strukturellen Ähnlichkeit zu den 17-Ketosteroiden (Östrogen, Androgene) in hohen Dosen eine schwache geschlechtshormonelle Wirkung auf den Menschen. Sie werden daher auch Phytoöstrogene genannt. In der Alternativmedizin wird der Verzehr von Flavonoiden bzw. Soja-Präparaten in den Wechseljahren empfohlen, allgemein gegen Altersbeschwerden, und auch zur Vorbeugung von hormonabhängigen Krebserkrankungen wie Brustkrebs und Prostatakrebs.

Aus diesem Grund werden sie in zahllosen Nahrungsergänzungsmitteln angeboten. Zugelassene Medikamente sind auf dem deutschen Arzneimittelmarkt jedoch nicht erhältlich, weil die Wirksamkeit bisher nicht bewiesen werden konnte. Manche Ärzte warnen im Gegenteil vor zu reichlichem Genuss von Sojaprodukten und Nahrungsergänzungsmitteln mit isolierten Isoflavonen, weil Flavonoide im Verdacht stehen, die Schilddrüsenhormonproduktion zu hemmen und Kröpfe auslösen zu können.

In einer Stellungnahme des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) wird darauf hingewiesen, dass die behaupteten positiven Wirkungen von Isoflavonen bei Wechseljahresbeschwerden nach derzeitigem Stand des Wissens wissenschaftlich nicht hinreichend gesichert sind und eine unerwünschte kanzerogene Wirkung von als Nahrungsmittelergänzung isolierten Isoflavonen nicht mit Sicherheit ausgeschlossen werden kann. Diese Warnung betrifft jedoch nicht Vollwertprodukte (wie Sojamilch, Tofu, Gerichte mit Sojavollbohnen), bei denen der ursprüngliche Lebensmittelverbund noch erhalten ist.

‚Dem BfR wurden bereits in der Vergangenheit verschiedene unerwünschte Wirkungen auf sojahaltige/rotkleehaltige Produkte gemeldet, die in der Bundesrepublik Deutschland als Lebensmittel in den Verkehr gebracht werden. Von 2002 bis zum 15. September 2006 wurden insgesamt 21 Meldungen registriert. […] Bis auf einen Fall, welcher sich auf eine Sojamilch bezieht, handelt es sich bei den verzehrten Produkten um als Nahrungsergänzungsmittel bezeichnete Erzeugnisse mit isolierten angereicherten Isoflavonen, bei denen der ursprüngliche Lebensmittelverbund nicht mehr vorhanden ist. […] Zwar war in Bevölkerungsstudien der Verzehr von Sojaprodukten mit verschiedenen gesundheitlichen Vorteilen verbunden. Insofern wird eine Ernährung, die Sojaprodukte, Getreide, Gemüse und Obst reichlich enthält, empfohlen. Von der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln, die sekundäre Pflanzenstoffe in konzentrierter Form enthalten, wird seitens der deutschen, österreichischen und schweizerischen Gesellschaften für Ernährung abgeraten, da nicht bekannt ist, welche sekundären Pflanzenstoffe im einzelnen und in welcher Menge präventiv wirken.’“

(Quelle: Wikipedia)

Zum Thema „Soja & Lungenerkrankungen“:

Phytoöstrogene aus Soja – Helfer bei Lungenkrebs?

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Heilpflanzen für die Wechseljahre

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Die Zeitschrift Ökotest hat Nahrungsergänzungsmittel gegen Wechseljahrsbeschwerden unter die Lupe genommen. Keines der Produkte war besser als „befriedigend“. Die als Arzneimittel zugelassenen Heilpflanzen-Präparate gegen Wechseljahrsbeschwerden schneiden wesentlich besser ab.

Die „Frankfurter Rundschau“ hat über die Resultate berichtet und schreibt einleitend:

„Am Anfang steht oft eine Odyssee von Wartezimmer zu Wartezimmer. Keine Diagnose hilft weiter. Symptome wie Glieder- und Muskelschmerzen, Schweißausbrüche und Depressionen werden dafür immer schlimmer. Die Patientin wird nach jedem wirkungslosen Medikament ratloser, und am Ende ist es eine Befreiung, wenn ein Arzt endlich darauf kommt: Ursache sind schlicht die Wechseljahre.

Selbst nach dieser Diagnose misstrauen viele Betroffene ihren behandelnden Medizinern. ‚Die Ärzte haben, trotz eines Wandels in der Einstellung zur Hormonersatztherapie, den Ruf, dass sie Frauen mit Wechseljahrsbeschwerden Hormone geben’, erläutert der stellvertretende Vorstandsvorsitzende des Berufsverbandes der Frauenärzte, Klaus König. Eine Studie der Women’s Health Initiative hat aber ergeben, dass bei langjähriger Anwendung einer Hormonersatztherapie Thrombosen, Herzinfarkte, Schlaganfälle oder Brustkrebs als Nebenwirkungen auftreten können.“

Zahlreiche Frauen seien daher misstrauisch und bevorzugten Arzneien mit Wirkstoffen aus der Traubensilberkerze (Cimicifuga) oder  Nahrungsergänzungsmitteln mit Soja und Rotklee. Solche Produkte versprechen, die schwierige Lebensphase auf natürlichem Wege zu erleichtern.

Das Magazin Ökotest hat 33 dieser pflanzlichen Mittel getestet, 14 Arzneimittel und 19 Nahrungsergänzungsmittel. Nachzulesen sind die Fast alle als Arzneimittel zugelassenen Präparate schneiden mit der Note „sehr gut“ ab. Schlechter sieht es bei den Nahrungsergänzungsmitteln aus. Hier schafft es kein einziges der geprüften Produkte über ein „befriedigend“ hinaus.

Arzneimittel auf Grundlage der Traubensilberkerze helfen hauptsächlich gegen Hitzewallungen und zur Verbesserung der Stimmungslage. Sie wirken günstig auf das Zentralnervensystem, ohne dabei der Gebärmutter zu schaden. Einer der wenigen Kritikpunkte von „Oekotest“:

„Etwa bei den Produkten „Remifemin“ (Tabletten) und „Remifemin Plus“ (Filmtabletten) fehlt im Beipackzettel ein wichtiger Warnhinweis: Bestimmte Formen von Brustkrebs sind östrogenabhängig. Es ist aber nicht bekannt, ob die von den Produkten verwendete Kombination von Cimicifuga und Wurzelstock östrogenabhängige Tumore befördern oder unbeeinflusst lassen. Eine Warnung ist deshalb wichtig.“

Auch die Verwendung von Hilfsstoffen wie Chinolingelb (E104) in „Femi Sanol“ und Azorubin (E122) in „Femi-Sabona Kapseln“ ist laut Ökotest unnötig. Für die Verwendung dieser Stoffe zog Ökotest dem jeweiligen Produkt einen ganzen Punkt ab.

Vorsicht mit Isoflavonen

Bei Nahrungsergänzungsmitteln sieht die Situation nach Ansicht von „Oekotest“ wesentlich kritischer aus. Sie enthalten als Wirkstoffe gegen Wechseljahrsbeschwerden meist Isoflavone aus Soja und Rotklee. Gemäss dem Bundesinstitut für Risikobewertung gibt es Hinweise darauf, dass hohe Dosierungen dieser Isoflavone die Funktion der Schilddrüse beeinträchtigen und das Brustdrüsengewebe verändern können. Weil die Forschungslage zu diesem Thema sehr kontrovers ist, gibt Ökotest keinem der Präparate eine bessere Note als „befriedigend“.

Zwar argumentieren die Produzenten dieser Präparate mit eigenen Studien, die die Unbedenklichkeit von Isoflavonen nachzuweisen scheinen. Für den Präsident der Pharmazeutischen Gesellschaft, Manfred Schubert-Zsilavecz, steht jedoch fest: „Eine abgeschlossene wissenschaftlich fundierte Erklärung ist nicht möglich.“ Eine kritische Grundhaltung gegenüber Isoflavone sei darum angebracht.

Auch die häufig zugesetzten Vitamine oder andere Inhaltstoffe aus Melisse, Salbei, Grüntee, Borretsch oder Nachtkerze haben Ökotest zufolge keinerlei günstigen Effekt.

Das Magazin rät trotz des Misstrauens vieler Patientinnen weiterhin die Beratung durch einen Frauenarzt. Wechseljahre seien keine Krankheit und müssten nicht in jedem Fall mit Medikamenten therapiert werden. Häufig genüge schon eine gute Aufklärung über den richtigen Umgang mit der schwierigen Zeit.

Quelle:

http://www.fr-online.de/wirtschaft/hilfe-fuer-die-wechseljahre/-/1472780/8252474/-/index.html

Kommentar & Ergänzung:

Das Resultat dieses Tests stimmt ziemlich mit dem Stand des Wissens in der Phytotherapie überein. Traubensilberkerze (Cimicifuga racemosa) ist bei Wechseljahrsbeschwerden (Hitzewallungen) besser dokumentiert und belegt im Vergleich zu Soja und Rotklee. Und aufgrund der vorliegenden Untersuchungen gibt es keine Hinweise darauf, dass Traubensilberkerze östrogenabhängige Tumore fördert. Allerdings fehlen dazu Langzeitstudien, weshalb manche Experten trotzdem zur Vorsicht raten.

Nonsense ist die Formulierung: „Es ist aber nicht bekannt, ob die von den Produkten verwendete Kombination von Cimicifuga und Wurzelstock östrogenabhängige Tumore befördern oder unbeeinflusst lassen.“

In den Extrakten wird der Wurzelstock von Cimicifuga racemosa verwendet. Wer von einer „Kombination von Cimicifuga und Wurzelstock“ spricht, kennt sich mit solchen Heilpflanzen-Präparaten wohl nicht besonders gut aus.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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