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Alkohol als Desinfektionsmittel

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Ulrike Viegner hat in der „Pharmazeutischen Zeitung“ einen informativen Artikel publiziert über das „Multitalent Ethanol“. Neben dem Anwendungsbereich in der Arzneimittelherstellung – zum Beispiel für Pflanzentinkturen – kommt die Autorin auch auf die pharmazeutische Wirkung zu sprechen, die der Alkohol bzw. Ethanol selbst besitzt.

Seine antimikrobielle Wirkung mache Ethanol zu einem viel verwendeten Desinfektionsmittel, schreibt Viegner. Geeignet für diesen Zweck sei ein Gemisch aus 70 Teilen Ethanol und 30 Teilen Wasser.

„Mit einer 70-prozentigen Ethanol-Lösung werden Bakterien durch Eiweißdenaturierung zuverlässig abgetötet, wobei der Wasseranteil durch seine Quellwirkung wie ein Türöffner funktioniert. In 100-prozentigem Ethanol dagegen wird lediglich das Bakterienwachstum gehemmt.“

70-prozentiges Ethanol wirke nicht nur bakterizid (bakterientötend), sondern auch zuverlässig fungizid (pilztötend).

„Sporen von Pilzen und Bakterien lassen sich so allerdings nicht vernichten.“ Die viruzide (= virentötende) Wirkung von Ethanol sei ebenfalls gut, weise jedoch eine Lücke bei den nackten Spezies ohne Virushülle auf. Die mikrozide Wirkung von Ethanol trete innerhalb weniger Minuten ein. Für die Anwendung als Hautdesinfizienz sei auch von Vorteil, dass Ethanol kein allergenes Potenzial besitze. Von Nachteil sei dagegen das Brennen auf offenen Wunden.

Quelle:

http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=41009

Kommentar & Ergänzung:

Alkohol ist eine sehr simple Substanz, aber Einfachheit kann eben auch ein Vorteil sein.

Alkohol 70% zur Desinfektion kauft man in der Apotheke oder Drogerie. Er ist vergällt, enthält also einen Stoff mit schlechtem Geschmack, der verhindern soll, dass er innerlich verwendet, also getrunken wird. Darum ist er billig im Vergleich zum Trinksprit, der stark mit Steuern verteuert wird.

Für die Herstellung von Pflanzentinkturen, die äusserlich angewendet werden – zum Beispiel Ringelblumentinktur oder Kamillentinktur – kann auch der billigere Alkohol 70% verwendet werden. Für Pflanzentinkturen zu innerlichem Gebrauch wird dagegen der teurere Trinksprit eingesetzt.

 

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe

Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse

Kräuterwanderungen in den Bergen / Kräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital:

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Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Heilpflanzen von Maria Treben gegen Tumore?

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Ich werde immer wieder mal gefragt, was ich von den Heilkräutern halte, die Maria Treben gegen Tumore empfiehlt.

Daher soll es hier wieder einmal gesagt sein:

Die Empfehlungen von Maria Treben gegen Krebs entbehren jeder Grundlage.

Maria Treben (1907 – 1991) ging davon aus, dass sich jede Krankheit mit Heilpflanzen heilen lässt. Das ist ein fundamentaler Irrtum. Heilpflanzen haben eine ganze Palette von sinnvollen Anwendungsbereichen, doch haben sie auch ihre Grenzen. Wer diese Grenzen wie Maria Treben ausblendet, läuft in eine riskante Richtung und gefährdet das Leben von Patientinnen und Patienten.

Das Tumorzentrum der Universitätsklinik Freiburg schreibt mit gutem Grund:

„Treben behauptet, mit Hinweis auf Sebastian Kneipp, dass “das Zinnkraut jeden gut- oder bösartigen Tumor zum Stillstand bringt und ihn langsam auflöst”. Weitere “Wundermittel” sind Schwedenkräuter, intern oder als Umschlag angewendet, Spitz- oder Breitwegerichbrei, Ringelblumensalbe und vieles anderes. Gegenüber den “Ratschlägen und Erfahrungen mit Heilkräutern” der Maria Treben ist Skepsis und Zurückhaltung geboten. Einer vernünftigen zusätzlichen Anwendung solcher Präparate ist nichts entgegenzuhalten, zum Beispiel dem Einreiben einer Operationsnarbe nach Mastektomie mit Ringelblumensalbe. Gefährlich sind Ratschläge, primär gut operable und damit heilbare Tumoren zuerst versuchsweise mit Kräutern zu behandeln, z. B. Hodenkrebs mit Spitzwegerichumschlägen. Damit geht bei diesem heute heilbaren Tumor viel Zeit und möglicherweise die Heilungschance verloren.“

Quelle:

http://www.uniklinik-freiburg.de/fileadmin/mediapool/09_zentren/cccf/pdf/Broschüren/Final-Patientenratgeber_Komplementäre_Verfahren.pdf

Kommentar & Ergänzung:

Nicht alles glauben, was über Wirkungen von Heilpflanzen erzählt und geschrieben wird. Wie man kritisch nachfragt und Aussagen und Versprechungen auf ihren Gehalt hin prüft, können Sie in meinen Lehrgängen lernen (Heilpflanzen-Seminar, Phytotherapie-Ausbildung).

 

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Heilpflanzen-Anwendungen bei Hauterkrankungen und Wunden

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Am 23. April 2013 findet im Kulturzentrum Alte Kaserne in Winterthur ein Tagesseminar zum Thema „Heilpflanzen-Anwendungen bei Hauterkrankungen und Wunden statt.

Als Zielgruppe angesprochen sind vor allem Pflegefachleute aus Spitex, Pflegeheim, Palliative Care, Spital und Psychiatrischer Klinik. Das Seminar ist jedoch gut verständlich, so dass Personen ohne medizinische Vorkenntnisse genauso daraus Nutzen ziehen. Ebenso willkommen sind Teilnehmende aus Naturheilkunde, Medizin oder anderen Gesundheitsberufen.

Inhalt

Die Behandlung von Hautproblemen und Wunden – aber auch allgemeiner die Gesunderhaltung der Haut – ist ein zentrales Thema in der Krankenpflege. Heilpflanzen können dabei in zahlreichen Bereichen ausgesprochen wirksam sein. Zum Beispiel Ringelblume, Arnika, „Chäslichrut“, Beinwell, Hamamelis, Aloe, Kamille, Stiefmütterchen, Cardiospermum, Mahonia, Eichenrinde, Schwarztee, Nachtkerzenöl und Borretschöl, Teebaumöl und Lavendelöl. An diesem Seminartag lernen Sie präzis und gut verständlich Anwendungsmöglichkeiten dieser Pflanzen kennen. Es geht also zum Beispiel um Ekzeme, Allergien, Hautreizungen und Wunden aller Art.

Kursort

Das Kulturzentrum „Alte Kaserne“ in Winterthur liegt 15 Fussminuten vom Hauptbahnhof Winterthur entfernt.

Kursleitung: Martin Koradi

Kurskosten Fr. 120.-

Die Ausschreibung und den Anmeldetalon finden Sie hier.

http://www.phytotherapie-seminare.ch/index.php?lang=de&ses=2dfd624d9add&file=940

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Zitrusfrüchte gegen Schlaganfall

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Der Konsum von Zitrusfrüchten kann bei der Prävention von Schlaganfällen mitwirken. Das haben Forscher der Norwich Medical School an der University of East Anglia in Norwich, Großbritannien, entdeckt. Die in den Zitrusfrüchten vorkommenden Flavonoide reduzieren demnach das Schlaganfallrisiko um bis zu 19 Prozent.

Die britischen Forscher haben den Zusammenhang zwischen der Einnahme von hohen Mengen an Flavonoiden und dem Schlaganfallrisiko genauer untersucht. Die Studie stützte sich auf Daten der sogenannten Nurse’s Health Study, in der fast 70.000 Frauen über 14 Jahre lang beobachtet wurden. Die teilnehmenden Frauen wurden regelmäßig zu ihrem Obst- und Gemüseverzehr befragt. Dabei stellten die Wissenschaftler fest, dass Frauen, die eine große Menge Zitrusfrüchte wie etwa Orangen oder Grapefruits konsumierten, ein um 19 Prozent tieferes Risiko hatten, einen Schlaganfall zu erleiden.

Flavonoide sind Pflanzenstoffe, die nicht nur in Zitrusfrüchten enthalten sind, sondern auch in anderen Früchten, in Gemüse, dunkler Schokolade und Rotwein vorkommen. Frühere Studien hatten bereits gezeigt, dass ein hoher Verzehr von Obst und Gemüse sowie von Vitamin C mit einem reduzierten Schlaganfallrisiko verbunden ist. Für diesen Effekt werden hauptsächlich die Flavonoide verantwortlich gemacht, da sie die Blutgefäße schützen und eine Wirkung gegen Entzündungen entfalten.

Die britischen Wissenschaftler haben nun die einzelnen Flavonoide genauer unter die Lupe genommen. Die Gesamtmenge der konsumierten Flavonoide verminderte dabei das Schlaganfallrisiko nicht wesentlich. Allerdings reduzierte ein hoher Konsum von Flavanonen, einer Untergruppe der Flavonoide, das Schlaganfallrisiko bei den Frauen um 19 Prozent. In dieser Studie stammten die Flavanone vor allem aus Orangen und Orangensaft (82 Prozent) oder Grapefruits und Grapefruitsaft (14 Prozent). Die Wissenschaftler empfehlen dennoch, dass Verbraucher eher ihren Früchtekonsum steigern sollten, als dass sie zu Fruchtsäften greifen, da diese oft auch Zucker in allzu grossen Mengen enthalten. Generell seien jedoch noch weitere Studien nötig, um den Zusammenhang zwischen Früchtekonsum und vermindertem Schlaganfallrisiko zu bestätigen.

Quellen:

http://www.aponet.de/aktuelles/forschung/2012-02-orangen-gegen-schlaganfall.html

„Dietary Flavonoids and Risk of Stroke in Women“, Aedín Cassidy et al.; Stroke, DOI: 10.1161/STROKEAHA.111.637835

Kommentar & Ergänzung:

Flavonoide sind eine wichtige und interessante Wirkstoffgruppe in Heilpflanzen. Sie haben grosse Bedeutung in der Ernährung und in der Phytotherapie. Es handelt sich um sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe, zu denen ein grosser Teil der Blütenfarbstoffe gehört.

Zum Stellenwert der Flavonoide in der Ernährung schreibt Wikipedia:

„ Der Mensch nimmt Flavonoide mit der Nahrung in größeren Mengen auf. Rund zwei Drittel der rund ein Gramm umfassenden phenolischen Substanzen, die der Mensch zu sich nimmt, sind Flavonoide. ‚Es wird angenommen, das sie dank ihrer antioxidativen Wirkung, die in vitro z. T. stärker ist als diejenige von bekannten Antioxidanzien wie Vitamin E, einen signifikanten Einfluss auf die Gesundheit des Menschen haben.’

Epidemiologische Studien zeigten ein geringeres Risiko für verschiedene Krankheiten bei höherer Flavonoidaufnahme, darunter etwa Sterblichkeit durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Flavonoide wirken auf den Arachidonsäure-Stoffwechsel und damit auf die Blutgerinnung. Für Krebs zeigten die epidemiologischen Studien keinen Zusammenhang, mit Ausnahme von Lungenkrebs, dessen Risiko vor allem durch Flavonoidaufnahme über Äpfel verringert wird.

Für einige Verbindungen wurde in in vitro-Tests eine mutagene oder genotoxische Wirkung gezeigt. Es gibt aber keine Hinweise auf eine Toxizität beim Menschen, Tierversuche zeigten keine kanzerogene Wirkung von Flavonoiden. Bestimmte Flavonoide führen zu einer starken Hemmung der Cytochrom P450-abhängigen Monooxygenasen (Phase-I-Enzyme), andere wiederum zu einer Aktivierung. Es kann auch eine dosisabhängige Aktivierung von Phase-II-Enzymen kommen. All dies kann zu Wechselwirkungen mit Arzneistoffen führen, etwa bei Grapefruit.“

In Früchten wie beispielsweise im Apfel sind die Flavonoide vor allem in den Schalen konzentriert.

Zu den Wechselwirkungen von Grapefruitsaft mit Medikamenten siehe:

Grapefruitsaft und andere Fruchtsäfte können Medikamenten-Wirkungen beeinflussen

Zur medizinischen Wirkung der Flavonoide:

„Etliche flavonoidhaltige Arzneidrogen werden therapeutisch genutzt, daneben auch einige Reinstoffe. Sie werden als Venenmittel eingesetzt aufgrund ihrer gefäßschützenden, ödemprotektiven Wirkung, als Herz-Kreislaufmittel wegen ihrer positiv inotropen, antihypertensiven Wirkung, als Diuretika, als Spasmolytika bei Magen-Darm-Beschwerden sowie als Lebertherapeutika. Ihre Wirkung wird hauptsächlich auf ihre antioxidativen Eigenschaften sowie die Hemmung von Enzymen zurückgeführt.

Epidemiologische, wie auch die meisten in vivo-Studien deuten an, dass Flavonoide einen positiven Einfluss auf verschiedene Herz-Kreislauferkrankungen haben. Traditionell wurden diese Effekte nur ihren antioxidativen Aktivitäten zugeschrieben. Jedoch gibt es neben der unmittelbaren Bindung Reaktiver Sauerstoffspezies (ROS) eine Vielzahl anderer Effekte, die in pharmakologisch erreichbaren Konzentrationen auch für den positiven kardiovaskulären Einfluss der Flavonoide wie z.B. Taxifolin verantwortlich sein kann. Dazu gehören insbesondere die Hemmung der ROS-bildenden Enzyme, Hemmung der Thrombozytenfunktion, Hemmung der Leukozyten-Aktivierung und gefäßerweiternde Eigenschaften.

Unter den zahlreichen Wirkungen von Flavonoiden, die in in vitro- und in vivo-Versuchen nachgewiesen wurden, sind die wichtigsten:

antiallergische und antiphlogistische Wirkung

antivirale und antimikrobielle Wirkung

antioxidative Wirkung

antiproliferative und antikanzerogene Wirkung

Flavonoide wirken über mehrere Wirkungsmechanismen. Im Vordergrund stehen dabei die Interaktion mit DNA und Enzymen, die Aktivierung von Zellen, ihre Eigenschaft als Radikalfänger, sowie die Beeinflussung von verschiedenen Signaltransduktionswegen in den Zellen (NF-κB, MAPK). Flavonoide hemmen über dreißig Enzyme im menschlichen Körper. Sie aktivieren verschiedenste Zelltypen des Immunsystems. Die beiden letzten Eigenschaften sind etwa für die entzündungshemmende Wirkung von Flavonoiden verantwortlich.

Folgende Flavonoide werden als Reinstoffe als Venenmittel genutzt:

Citrusbioflavonoide, Hesperidin

Diosmin

Rutin und Hydroxymethylrutinoside

Unter den Arzneidrogen überwiegen solche, die Flavonolglykoside und Glykosylflavone enthalten. Wichtige Arzneidrogen, die größere Mengen an Flavonoiden enthalten, sind:

Arnikablüten (Arnika)

Birkenblätter (Hänge-Birke, Moor-Birke)

Buchweizenkraut (Fagopyrum esculentum)

Ginkgoblätter (Ginkgo)

Goldrutenkraut (aus Solidago virgaurea, Solidago gigantea und Solidago canadensis)

Holunderblüten (Schwarzer Holunder)

Hopfenzapfen (Echter Hopfen)

Kamillenblüten (Kamille)

Katzenpfötchenblüten (Gewöhnliches Katzenpfötchen)

Lärchenextrakt (Taxifolin)

Mädesüßkraut und -blüten (Mädesüß)

Mariendistelfrüchte (Mariendistel)

Passionsblumenkraut (aus Passiflora incarnata)

Bitterorangenschale (Bitterorange)

Ringelblumenblüten (Ringelblume)

Römische Kamille

Rotes Weinlaub (Vitis vinifera)

Saflorblüten (Saflor)

Stiefmütterchenkraut (Viola arvensis und Viola tricolor)

Süßholzwurzel (Süßholz)

Weißdornblätter mit Blüten (mehrere Weißdorn-Arten)“

Quelle: Wikipedia

Wenn Wikipedia von „Arzneidrogen“ schreibt, sind damit getrocknete Heilpflanzen gemeint. Der Begriff „Droge“ bezieht sich also in der Pflanzenheilkunde nicht auf Drogen im Sinne von Betäubungsmitteln.

Flavonoide sind in der Regel gut verträgliche Wirkstoffe, die sich auch für längere Anwendung eignen. Es muss aber auf ausreichende Dosierungen geachtet werden, was insbesondere bei Pflanzentinkturen aus Frischpflanzen (Urtinkturen) oft nicht gewährleistet ist, wenn zum Beispiel von Weissdorntinktur oder Mariendisteltinktur nur 3 mal täglich 3 – 5 Tropfen empfohlen werden.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Weiterbildung für Spitex & Pflegeheim: Wundbehandlung mit Heilpflanzen

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Die Behandlung von Hautproblemen und Wunden – aber auch generell die Gesunderhaltung der Haut – ist ein zentrales Thema in der Krankenpflege. Heilpflanzen können dabei in vielen Bereichen ausgesprochen wirksam sein. Zum Beispiel Ringelblume, Arnika, „Chäslichrut“, Beinwell, Hamamelis, Aloe, Kamille, Stiefmütterchen, Cardiospermum, Mahonia, Eichenrinde, Schwarztee, Nachtkerzenöl und Borretschöl, Teebaumöl und Lavendelöl.

An diesem Seminartag am 14. März 2012 lernen Teilnehmende aus Pflegeberufen präzis und gut verständlich Anwendungsmöglichkeiten dieser Heilpflanzen kennen. Es geht also beispielsweise um Ekzeme, Allergien, Hautreizungen und Wunden aller Art.

Kursleitung:

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie

Kursort

Kulturzentrum „Alte Kaserne“ in Winterthur. Die „Alte Kaserne“ liegt 15 Fussminunten vom HB Winterthur.

Kurszeiten

10.00 – 12.30 Uhr und 13.40 -17.10 Uhr, die Kurszeiten sind abgestimmt auf die Zugverbindungen von Zürich, Basel, Bern, Luzern, St. Gallen

Kurskosten Fr. 120.-

Detailangaben zu diesem Weiterbildungsangebot für Pflegepersonen aus Spitex, Pflegeheim, Klinik:

Tagesseminar Wundbehandlung mit Heilpflanzen

Ausserdem:

Interessiert an fundierten Heilpflanzen-Anwendungen für Spitex, Pflegeheim, Klinik?

Professionelle Phytotherapie-Ausbildung  für Pflegepersonen in Winterthur (Kanton Zürich, Schweiz).

Infos: Seminar für Integrative Phytotherapie

Interessengemeinschaft Phytotherapie & Pflege: www.ig-pp.c

Dokument Phytotherapie in der Pflege

(Argumente und Beispiele für Phytotherapie in der Krankenpflege)

Teamweiterbildungen für Spitex, Pflegeheim, Klinik:

Martin Koradi, Tel. 052 202 20 29, www.phytotherapie-seminare.ch

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Wirkstoffe der Heilpflanzen: Glykoside

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„Das vielleicht bekannteste Glykosid ist das Gift des Roten Fingerhuts, das – entsprechend niedrig dosiert – als Herzmittel eingesetzt wird. Je nach chemischer Zusammensetzung können die Verbindungen aus einem Zucker und einem Nichtzucker jedoch ganz unterschiedliche Wirkungen entfalten.

Die in Seifenkraut, Ringelblume, Linde, Taubnessel und Efeu enthaltenen Saponine beispielsweise sind eher seifenähnlich und wirken reizend auf Schleimhäute. Damit beschleunigen sie einerseits die Aufnahme anderer Wirkstoffe, dienen aber andererseits als Hustenmittel oder als Brechmittel. Sie wirken zudem entzündungshemmend und pilztötend.

Flavonoide ist die Bezeichnung für eine Gruppe meist gelb gefärbter Pflanzenstoffe, die beispielsweise in Ginkgoblättern, Birkenblättern, Holunderblüten und Lindenblüten enthalten sind. Sie wirken unter anderem erweiternd auf die Nierengefäße und steigern damit die Harnausscheidung. Cumarine sind Riechstoffe aus zahlreichen Pflanzen wie beispielsweise des Waldmeisters. Sie wirken gerinnungs- und entzündungshemmend. In zu hoher Dosierung können sie zu Kopfschmerzen, Schwindel, Bewusstlosigkeit und Atemlähmung führen.“

Quelle:

http://www.scinexx.de/dossier-detail-340-8.html

Kommentar & Ergänzung:

Die Wirkstoffgruppe der Glykoside ist sehr heterogen – und dies sowohl von der Toxikologie als auch von den Anwendungsgebieten her.

Im Bereich der Toxikologie finden wir hier zum Beispiel die sehr giftigen Herzglykoside (Digoxin, Digitoxin, Strophanthin…), aber auch ausgesprochen verträgliche Flavonoide wie Silymarin (aus Mariendistel), Quercetin (in vielen Heilpflanzen und Lebensmitteln), Rutin (aus Buchweizenkraut).

Von den Anwendungsbereichen gibt es wohl kaum eine vielfältigere Wirkstoffgruppe.

Beispielsweise:

Herz: Herzglykoside Digitoxin, Digitoxin (rezeptpflichtig), Flavonoide aus Weissdorn;

Niere:. Flavonoide aus Goldrute, Birkenblätter als „Entwässerungstee“;

Leber: Silymarin aus Mariendistel;

Venenschwäche: Rutin aus Buchweizenkraut, Aescin aus Rosskastanie;

Arterielle Durchblutung: Flavonoide aus Ginkgo biloba;

Schmerz / Rheuma: Salicin aus der Weidenrinde

Verstopfung: Anthranoide aus Sennesblättern, Faulbaumrinde;

Blasenentzündung: Senfölglykoside aus Meerrettich; Arbutin aus Bärentraubenblätter.

Falls Sie an sorgfältigem Wissen über Wirkung und Anwendung von Heilpflanzen interessiert sind, finden Sie dazu meine Kurse und Lehrgänge oben über den Menüpunkt „Kurse“.

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Kräuter und ihre Wirkung: Ringelblume (Calendula officinalis)

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„Die Kleine Zeitung“ veröffentlichte eine Zusammenstellung von Kräutern und ihren Wirkungen.

Zur Ringelblume steht dort:

„Ein Alleskönner ist die Ringelblume. Blutreinigend und leicht krampflösend wirkt der Tee aus ihren Blüten. Salbe, Tinktur und Umschläge eignen sich zur Behandlung von Wunden, Entzündungen, Sonnenbrand und Quetschungen. In der Küche überzeugen die Blüten der „Sonnwendblume“ als Safranersatz in Fisch- und Geflügelgerichten. Als Gesichtsdampfbad hilft die Ringelblume gegen unreine Haut, als Spülung gegen glanzlose und fettige Haare. Vorsicht: In der Schwangerschaft nicht innerlich anwenden!“

Quelle:

http://www.kleinezeitung.at/allgemein/bauenwohnen/garten/multimedia.do?action=showEntry_detail&project=26860&_vl_backlink=/magazin/wellness/2750944/arzneitees-dem-garten.story

Kommentar & Ergänzung:

Die Anwendung von Ringelblume bei Wunden, Entzündungen und Sonnenbrand gilt in der Phytotherapie als wirksam – in Form von Ringelblumensalbe, Ringelblumentinktur oder Ringelblumentee.

Von einer blutreinigenden Wirkung zu schreiben ist allerdings fragwürdig. Niemand konnte bisher auch nur einigermassen plausibel erklären, wovon denn das Blut genau gereinigt werden soll.

Unklar ist der Warnhinweis: „In der Schwangerschaft nicht innerlich anwenden.“ Die Phytotherapie-Fachliteratur kennt diese Kontraindikation nicht.

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Ringelblumensalbe / Ringelblumentinktur zur Wundheilung

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Ringelblume ist ein altes Hausmittel bei Wunden und Verletzungen.

Hier eine kurze Beschreibung der wundheilenden Wirkung von Ringelblumensalbe (Calendulasalbe) und Ringelblumentinktur (Calendulatinktur):

„Wundheilende Wirkung: Eine Salbe mit 5 % Calendulaextrakt förderte im Tierversuch die physiologische Regeneration und Epithelisierung von Wunden. Ringelblumensalbe bewirkt eine Steigerung der Phagozytoseaktivität, Differenzierung der Makrophagen und eine Verstärkung der Fibrinbildung (rascherer Wundverschluß und gute Granulatbildung). Außerdem sollen Calendulaextrakte das zelluläre Hydratationsgleichgewicht der Haut verbessern, Granulation und Epithelisierung fördern, die Zellneubildung stimulieren sowie Blutzirkulation und Hauttonus verbessern. Bei infizierten Wunden war Calendula-Salbe anderen Therapien überlegen. Calendula-Gel erwies sich als wirksam und gut verträglich bei Verbrennungen ersten und zweiten Grades.“

(Quelle: http://www.kup.at/db/phytokodex/datenblatt/Ringelblume.html)

Ringelblumensalbe & Maria Treben

Ringelblumensalbe wurde stark propagiert durch die österreichische Kräuterfrau Maria Treben (1907 – 1991). Sie war überzeugt, dass sich durch Heilkräuter alle Krankheiten heilen lassen. Das ist allerdings eine sehr fragwürdige Vorstellung. Sie blendet ganz einfach Grenzen des Möglichen aus und kann riskant werden.

So empfahl Maria Treben beispielsweise Ringelblumensalbe auch gegen Krebs. Diese „Kräuter-heilen-alles“-Pose weckt nicht nur unerfüllbare Hoffnungen, so kann auch dazu führen, dass Patientinnen oder Patienten dringend nötige wirksame Behandlungen verpassen. Die Ringelblume gehört zu den interessanten und wirksamen Heilpflanzen, doch muss man in der Phytotherapie immer die Möglichkeiten und Grenzen einer Heilpflanze ernst nehmen.

Maria Treben empfahl für die Herstellung von Ringelblumensalbe ein Rezept mit Schweineschmalz als Basis. Schweineschmalz hat aber eine geringe Haltbarkeit. Durch oxidativ veränderte Fettsäuren kann es zu Hautreizungen kommen (v.a. bei Neurodermitis-Patienten). Eine gute Alternative ist Kokosfett.

Die Wundbehandlung mit Salben wird allerdings schon seit längerem generell eher negativ beurteilt.

Wird Ringelblume in der Wundbehandlung eingesetzt, spricht viel dafür, die Ringelblumentinktur gegenüber der Ringelblumensalbe vorzuziehen.

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Bewährte Heilpflanze für die Haut: Hamamelis – die Zaubernuss

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Die Pharmaceutical Tribune publizierte einen Text über Wirkung und Anwendungsmöglichkeiten von Hamamelis / Zaubernuss (Hamamelis virginiana).

Hier ein paar interessante Zitate mit anschliessendem Kommentar:

Zu den Wirkstoffen in Hamamelisblatt bzw, Hamamelisrinde:

„Wirksames Prinzip sind die enthaltenen Gerbstoffe, die im Arzneibuch mit einem Mindestgehalt von 3 % als Qualitätsanforderung für die Blattdroge gelten. Ein Gesamtgehalt von über 10 % in der Rinde ist möglich. In den Blättern liegen Katechingerbstoffe, Gallotannine und Procyanidine vor. Die Rinde enthält vorwiegend Katechine und Hamamelitannine. Weiters finden sich noch freie phenolische Säuren (z.B. Gallussäure), Flavonoide und wenig ätherisches Öl. Aqua Hamamelidis, gewonnen durch wässrige Destillation der frischen Zweige, und Tinctura Hamamelidis, ein alkoholischer Auszug, werden in der Dermatologie häufig eingesetzt.“

Kommentar:

Hamamelis gilt als Gerbstoffpflanze. Zu beachten ist aber, dass in den meisten Präparaten Hamamelis-Destillat verwendet wird. Im Destillat sind aber die Gerbstoffe nicht vorhanden.

Zur Wirkung von Hamamelis / Zaubernuss:

„Die Wirkung ist adstringierend, blutstillend und entzündungshemmend. Die gefäßprotektive und antihämorrhagische Wirkung von Auszügen aus Hamamelis durch Hemmung des Tumornekrosefaktors TNF-α wurden bereits nachgewiesen. Es kommt zur Verminderung der Entzündungsmediatoren im Arachidonsäurestoffwechsel. Für Rindenextrakte aus Hamamelis virginiana konnte eine positive Wirkung auf die Proliferation von Keratinozyten und die gesteigerte Regeneration geschädigter Hautareale bestätigt werden. Die antimikrobielle Wirkung wird den in der Droge enthaltenen Lignanen zugesprochen.

Kommentar:

In Vordergrund steht eine entzündungswidrige und wundheilende Wirkung.

„Hamameliswasser eignet sich als Bestandteil von Gesichtswässern bei lokalen Entzündungen der Haut. Es wirkt verfeinernd auf vergrößerte Poren, entfettend und ist als Bestandteil kosmetischer Gesichtstonika gegen Hautunreinheiten oder Akne geeignet. Pinselungen mit der Tinktur oder Spülungen mit wässrigen Extrakten der Blattdroge werden bei Schleimhautläsionen im Mundbereich und bei Parodontitis empfohlen.“

Kommentar:

Hamameliswasser wäre dann also genau diese gerbstofffreie Zubereitung. Das mag den Vorteil haben, dass der austrocknende Effekt der Gerbstoffe fehlt. Unklar bleibt aber, welche relevanten Inhaltsstoffe vorhanden sind.

„Als Sitzbad bei Hämorrhoiden empfiehlt sich das Wurzelextrakt als Badezusatz. Bei Neurodermitispatienten hat die Anwendung von Cremen und Lotionen mit Hamamelisextrakt einen positiven Effekt auf die Symptomatik. Die Arzneidroge Hamamelidis folium weist kein allergenes Potenzial auf und kann als Bestandteil topischer Arzneimittel für sensible Haut empfohlen werden. Fertigpräparate mit Extrakten sind im Handel erhältlich.“

Kommentar:

Bei entzündeten Hämorrhoiden, Perianalekzem, Analfissuren etc. würde ich eine gerbstoffreiche Zubereitung vorziehen und eher auf ein Eichenrinden-Sitzbad setzen.

Bei Neurodermitis haben sich Salben mit Hamamelis-Destillat bewährt.

Der Hinweis auf das fehlende allergene Potenzial von Hamamelis scheint mir wichtig. Zwar ist nicht mit Sicherheit auszuschliessen, dass es auch auf Hamamelis Allergien geben kann.

Das müsste aber ein sehr seltenes Geschehen sein, von dem ich bisher weder gehört noch in der Fachliteratur gelesen habe, während beispielsweise Allergien auf Kamille, Ringelblume oder Arnika gut bekannt sind.

Quelle:

http://www.pharmaceutical-tribune.at/dynasite.cfm?dsmid=109287&dspaid=942742

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Heilpflanzen-Anwendungen bei Hautkrankheiten

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Die „Bild“-Zeitung veröffentlichte Naturheilkunde-Tipps gegen Hautkrankheiten, basierend auf Empfehlungen der „TV-Ärztin“ Franziska Rubin:

„• Pfefferminzöl: Täglich 20 Tropfen Pfefferminzöl (in der Apotheke 5–10%-Lösung in Pflanzenöl mischen lassen) auf juckende Hautstellen einreiben. Beruhigt die Haut.

• Ballonrebenkraut: Halicarsäure, Phytosterole und Tannine wirken bei Juckreiz entzündungshemmend und spenden Feuchtigkeit. Gibt es als fertige Salbe in der Apotheke.

Achtung: Falls Sie häufiger unter Hautproblemen leiden, sollten Sie einen Facharzt aufsuchen.“

Quelle:

http://www.bild.de/BILD/ratgeber/gesund-fit/2011/01/29/die-besten-hausmittel-teil-2/ohne-medikamente-gesund-werden.html

Kommentar & Ergänzung:

Die Wirkung von Pfefferminzöl gegen Juckreiz ist in der Phytotherapie gut dokumentiert.

Ballonrebe (Cardiospermum halicacabum) ist eine afrikanische Heilpflanze, die eine entzündungswidrige Wirkung hat.

Weitere wichtige Heilpflanzen der Phytotherapie bei Hautkrankheiten sind beispielsweise:

– Nachtkerzenöl / Borretschsamenöl bei Neurodermitis / Atopischer Dermatitis;

– Hamamelis (Zaubernuss) bei Neurodermitis und zur Wundbehandlung (z. B. Hametum®) sowie generell bei Ekzemen;

– Ringelblume und Kamillenblüten zur Wundbehandlung;

– Gerbstoffhaltige Heilpflanzen bei nässenden Ekzemen: Eichenrinde, Schwarztee, Ratanhia, Tormentill.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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