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Silibinin aus Mariendistel als Wirkstoff gegen Hirntumore erforscht

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Wissenschaftler aus München haben einen Wirkstoff entdeckt, der in Tiermodellen und in menschlichem Tumorgewebe bei der Behandlung von Morbus Cushing erfolgreich ist.

 

Morbus Cushing ist eine seltene, hormonelle Erkrankung, die durch einen Tumor in der Hirnanhangdrüse ausgelöst wird. Die Wissenschaftler haben ein Patent auf diese Anwendung des Wirkstoffs eingereicht und wollen nun Silibinin in einer klinischen Studie prüfen.

Sie hoffen, dass Patienten künftig dank der neuen Behandlungsmöglichkeit auf eine Hirn-Operation verzichten können.

 

Morbus Cushing, nicht zu verwechseln mit dem Cushing-Syndrom, wird ausgelöst durch einen Tumor in der Hirnanhangdrüse. Das Tumorgewebe stellt große Mengen des Stresshormons Adrenocorticotropin (ACTH) her, welches die Freisetzung von Cortisol aus der Nebennierenrinde bewirkt.

 

Durch die übermäßige Freisetzung von Cortisol kommt es zu rascher Gewichtszunahme, erhöhten Blutdruck und Muskelschwäche. Die Patienten haben ein grösseres Risiko für Osteoporose und Infektionskrankheiten und können kognitive Defizite erleiden oder sogar Depressionen entwickeln.

Bei 80 bis 85 Prozent der Patienten lässt sich der Tumor durch eine Hirn-Operation entfernen, aber bei den übrigen Betroffenen ist eine Operation nicht durchführbar. Generell fürchten sich viele Patienten vor dem Eingriff. Gegenwärtig ist als Alternative zur Operation nur ein Medikament zugelassen, welches allerdings bei über 20 Prozent der behandelten Patienten starke Nebenwirkungen wie Überzucker (Hyperglykämie) verursacht.

Erfolgreicher Wirkstoff Silibinin aus Mariendistel

Forscher des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie und des Helmholtz-Zentrums (beide in München) haben nun den pflanzlichen Wirkstoff Silibinin auf eine mögliche Wirksamkeit bei der Behandlung von Morbus Cushing untersucht.

Dabei zeigten sich in der Zellkultur, in Tiermodellen und in menschlichem Tumorgewebe Hinweise auf eine günstige Wirkung von Silibinin.

Der Wirkstoff Silibinin aus den Samen der Mariendistel ist für Menschen ausgesprochen gut verträglich und wird in der Medizin gegen Lebervergiftung durch den Knollenblätterpilz eingesetzt.

Nach der Behandlung mit Silibinin normalisierte sich die Produktion von ACTH durch die Tumorzellen, das Tumorwachstum verlangsamte sich und die für Morbus Cushing charakteristischen Symptome klangen bei Mäusen ab.

Nur 5,5 von 100.000 Menschen leiden an Morbus Cushing, aber bei Haustieren tritt die Krankheit sehr häufig auf (Hunde: 4 %, Pferde 7%).

Die Forscher wollen jetzt in klinischen Studien spezielle Rezepturen testen, aus denen Silibinin langsam freigesetzt wird.

Nach den Erkenntnissen der Wissenschaftler setzt die Wirkung von Silibinin am Glukokortikoidrezeptor an. Sie hoffen daher, dass Silibinin nicht nur eine nicht-invasive Therapie bei Morbus Cushing sein könnte, sondern auch günstige Wirkungen zeigen könnte bei anderen Krankheiten, bei denen die Glukokortikoidrezeptoren eine Rolle spielen, zum Beispiel bei Lungenkrebs, akuter lymphatischer Leukämie oder Multiplen Myelomen.

Quelle:

http://derstandard.at/2000011466463/Silibinin-Pflanzlicher-Wirkstoff-gegen-Hirntumore

Originalveröffentlichung:

A C–terminal HSP90 inhibitor restores glucocorticoid sensitivity and relieves a mouse allograft model of Cushing disease.

http://www.nature.com/nm/journal/vaop/ncurrent/full/nm.3776.html

Kommentar & Ergänzung:

Silibinin ist ein Hauptbestandteil des Flavonoid-Gemischs Silymarin (zusammen mit Silychristin und Silydianin).

Mit Silibinin laufen seit längerem Forschungen in verschiedenen Bereichen.

Siehe:

Silibinin aus Mariendistel unterstützt Standardtherapie bei chronischer Hepatitis C

Silymarin aus Mariendistel bei chronischer therapieresistenter Hepatitis C ohne Wirkung 

Silibin / Legalon jetzt zur Hepatitis-C-Therapie 

Mariendistel hat auch antivirale Wirkung

Silibin in in eine Form zu bringen, aus der es nur langsam freigesetzt wird, dürfte eine gute Strategie sein. Diese Flavonoide werden nämlich in der Regel sehr schnell wieder ausgeschieden (was aber auch zu ihrer guten Verträglichkeit beiträgt).

Wie so oft muss aber auch zu diesen Forschungen zur Anwendung von Silibinin bei Morbus Cushing gesagt werden, dass Ergebnisse aus Zellkulturen, Tiermodellen und menschlichem Tumorgewebe sich nicht so einfach auf die Behandlungssituation beim erkrankten Menschen übertragen lassen. Was in diesen experimentellen Kontexten eindrückliche Ergebnisse zeigt, kann bei Patienten vollkommen versagen.

Darum ist es in der Regel noch ein weiter Weg, bis aus solchen Forschungsresultaten tatsächlich eine fundierte Therapie entsteht (falls überhaupt). Aber nichtsdestotrotz: Silibinin & Silymarin aus der Mariendistel sind interessante Pflanzeninhaltsstoffe.

In der Phytotherapie wird nicht isoliertes Silibinin, sondern das Flavonoid-Gemisch Silymarin verwendet.

Silymarin ist Bestandteil von Trockenextrakten aus Mariendistelfrüchten. Es gibt aber auch Präparate mit dem reinen Silymarin.

Silymarin wird als Leberschutz eingesetzt und als Begleittherapie bei verschiedenen Lebererkrankungen.

Mariendisteltee ist allerdings keine geeignete Zubereitungsform, da Silymarin schlecht wasserlöslich ist. Und in einer Mariendisteltinktur dürfte der Silymaringehalt vernachlässigbar sein.

Daher braucht es Trockenextrakte oder das reine Silymarin-Gemisch als sinnvolle Zubereitungsform.

Siehe auch:

Leberentgiftung unmöglich

Phytotherapie: Mariendistel unterstützend bei Lebererkrankungen

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe

Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse

Kräuterwanderungen in den Bergen / Kräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

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Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Psychiater warnen vor Suizidbeihilfe bei Depressionen

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Psychiater warnen vor einem zu liberalen Kurs in der Frage um ärztliche Beihilfe zum Suizid. Denn auch Menschen mit schweren Depressionen wollen ihr Leben manchmal mit ärztlicher Hilfe beenden. Suizid sei häufig Folge einer psychiatrischen Erkrankung, sagte Prof. Wolfgang Maier, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie (DGPPN), der Nachrichtenagentur dpa in Berlin.

Viele Menschen, die in der Krankheit einen Suizid ausführen wollten und dann davon abgehalten wurden, verwerfen diesen Todeswunsch nach der Gesundung, erklärt Maier.

Das Selbsterleben von Menschen in einer Depression oder schweren Psychose sei sehr eingegrenzt, hoffnungslos und nihilistisch. Aber der Erkrankte erlebe das als Realität und nicht im Bewusstsein, dass dies die Krankheit mit ihm mache. Deshalb müssten Dämme gebaut und assistierte Suizidsituationen bei Menschen, die psychisch krank sind, abgewendet werden, unterstreicht Maier.

Anders sei die Situation bei unheilbaren, in naher Zukunft unabwendbar zum Tode führenden Krankheiten, die mit starken körperlichen Leiden einhergehen. Es sei aber dennoch unsere gesellschaftliche Aufgabe, dass wir die Vorstellung, die Menschen von einem Leben jenseits ihrer derzeitigen Lebensrealität haben, nicht vorschnell als würdelos verurteilen. Studien zu Demenz etwa hätten ergeben, dass auch Menschen, die zuvor in Patientenverfügungen festgelegt hätten, dass sie in Abhängigkeit und bei Verlust der kognitiven Leistungen nicht weiterleben wollten, in der Demenz ihr Tun und ihre erlebte Freude nicht mehr als würdelos empfanden.

Angesichts einer alternden Gesellschaft werde das Thema noch an Gewicht gewinnen, betont Maier: Herzinfarkte und andere rasch zum Tod führende Erkrankungen werden seltener. Das Leben am Lebensende werde künftig also mit einer längeren Zeit der Abhängigkeit verbunden sein.

Quelle:

http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=55335

 

Kommentar & Ergänzung:

Ein komplexes Thema. Psychisch kranke Menschen wenden manchmal ein, dass sie gegenüber körperlich kranken benachteiligt werden, wenn sie die Möglichkeit ärztlicher Beihilfe zum Suizid nicht auch in Anspruch nehmen können. Und es ist zu mindestens nachvollziehbar, dass Betroffene das so sehen können. Aber es ist eben auch nicht von der Hand zu weisen, wovor Prof. Wolfgang Maier warnt: Bei Depressionen kann ein starker Suizidwunsch als Teil der Krankheit auftreten und dann wäre es verheerend, mit assistiertem Suizid „nachzuhelfen“. Denn meistens ist der Suizidwunsch weg, wenn die Depression überwunden ist.

Wichtig ist aber auch das Thema, das Wolfgang Maier am Schluss anschneidet: Wie gehen wir – als Einzelne und als Gesellschaft – mit Abhängigkeit um.

Und wie lassen sich Bedingungen sichern, die ein menschenwürdiges Altwerden gestatten. Wenn ältere Menschen sich Gedanken machen, ob sie ihrem Leben mit assistiertem Suizid ein Ende setzen sollen, weil sie niemandem zur Last fallen wollen, dann muss das sehr zu denken geben. Ein ökonomischer Druck hin zu assistiertem Suizid ist nicht hinnehmbar.

Und es braucht selbstverständlich ein gutes Angebot im Bereich Palliative Care als Alternative zum assistierten Suizid.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Lavendelöl-Kapseln reduzieren Angst bei Depressionen (Fallstudie)

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Lavendelöl-Kapseln vermindern Angst, Erregung und Schlaflosigkeit bei schwer depressiven Patienten. Zu diesem Schluss kommt nun eine aktuelle Fallstudie mit acht Patienten, die sich in psychiatrischer Behandlung befanden.

Patienten mit schwerer Depression leiden häufig auch unter Angst, Erregung und Schlaflosigkeit.

Diese Symptome können schwere Agonie und Leid auslösen und sind oft mit Suizidgedanken verbunden. Ein Teil dieser Patienten befürchtet aber Nebenwirkungen einer umfassenden Pharmakotherapie, hat in der Vorgeschichte bereits Abhängigkeiten von Sedativa oder wünscht gezielt pflanzliche Arzneimitteln.

In solchen Situationen könnten Lavendelöl-Kapseln (Lasea®) eine therapeutische Alternative zu Benzodiazepinen sein. Das Präparat zeigte in Studien eine vergleichbare angstlösende Wirkung wie Lorazepam (z. B. „Temesta®“, diverse Generika).

Nun wurden Falldaten von acht Patienten, die in der Psychiatrie der Charité Berlin wegen schwerer Depressionen behandelt wurden, rückblickend ausgewertet. Die Patienten bekamen zusätzlich zu Antidepressiva pro Tag 80 mg des Lavendelöl-Präparates in den drei Wochen der Akuttherapie.

Der Erfolg der Behandlung wurde mit der Hamilton-Depressionsskala (HAMD-17) gemessen. Die Resultate der Fallstudie: Bei sechs der acht Patienten reduzierte sich die Schwere der Depression deutlich. Bei sechs Patienten sanken die Symptome von Unruhe und Erregung während der Akuttherapie. Darüber hinaus reduzierten sich bei fünf Patienten die psychischen und bei vier Patienten die körperlichen Angstsymptome.

Bei drei der Patienten besserte sich zudem das Einschlafen und das Durchschlafen. Die Autoren ziehen den Schluss, dass das Lavendelöl-Präparat eine vielversprechende – zusätzliche – Behandlungsoption bei schwer Depressiven mit Angst- und Unruhezuständen ist. Das gelte hauptsächlich für Situationen, wenn Patienten eine Behandlung mit Benzodiazepinen ablehnen oder Abhängigkeiten in der Vorgeschichte vorhanden sind.

Quelle:

http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/neuro-psychiatrische_krankheiten/depressionen/article/868278/depression-lavendeloel-mindert-angst.html?sh=13&h=945182341

(Complement Ther Med. 2014; 22: 63-69)

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/?term=quante+a+[au]+fißler+[au]

 

Kommentar & Ergänzung:

Lavendelöl kommt in Aromatherapie und Phytotherapie inhalativ zur Anwendung. In der Phytoherapie gibt es zusätzlich die Anwendung peroral, also via Verdauungstrakt.

Lavendelöl-Kaseln zur Linderung von leichteren generalisierten Angststörungen sind schon in Doppelblindstudien untersucht worden.

Siehe beispielsweise hier:

Studie bestätigt Wirksamkeit, von Lavendelöl-Kapseln (Lasea) bei Angststörungen

Dass Lavendelöl-Kapseln nun auch bei Angst im Kontext einer Depression untersucht wird, ist ein interessanter Ansatz. Allerdings ist eine Fallstudie, wie sie hier berichtet wird, nicht annähernd so aussagestark wie eine Doppelblindstudie.

Ohne Kontrollgruppe (Placebo-Gruppe) ist nie zweifelsfrei klar, ob eine Besserung wirklich vom untersuchten Präparat ausgelöst wurde. Es könnte sich bei der beobachteten Besserung auch um einen natürlichen Krankheitsverlauf handeln oder um Einflüsse der Begleitmedikation oder der Lebensumstände.

So interessant diese Ergebnisse aus der Charité Berlin also auch sind. Über die Wirksamkeit von Lasea zur Angstlinderung bei Depressionen sagen sie noch wenig Greifbares aus.

 

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

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Heilpflanzen-Anwendungen in der Pflege

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Fundierte, professionelle Heilpflanzen-Anwendungen bieten eine ganze Reihe von Chancen für die Pflege. In Pflegeheimen, in der Spitex, der Palliative Care, im Spital, in Kinderpflege und Psychiatrie – gibt es seit einigen Jahren erfolgreiche Schritte zur Integration von Heilpflanzen-Anwendungen.

Sie arbeiten in der Pflege und interessieren sich für Heilpflanzen und Naturheilkunde?

Dann beteiligen Sie sich an dieser innovativen Entwicklung. Informieren Sie sich hier!

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde, Winterthur

Tagesseminare zur Einführung:

2. Februar 2017: Tagesseminar Heilpflanzen-Anwendungen bei Hauterkrankungen und Wunden

29. März 2017: Tagesseminar Heilpflanzen-Anwendungen bei Schlafstörungen, Angst, Depression

2. Mai 2017: Tagesseminar Heilpflanzen-Anwendungen in Palliative Care und Onkologiepflege

 

Die umfassende Phytotherapie-Ausbildung für Pflegende:

Lehrgang Phytotherapie (Pflanzenheilkunde) für Pflegende ab 22. / 23. Mai 2017.

Weitere Informationen zu Phytotherapie / Pflanzenheilkunde in der Pflege:

Was ist Phytotherapie? – Kurztext

Phytotherapie in der Pflege – Kurztext

Phytotherapie in der Pflege – Langtext mit Argumenten für Heilpflanzen-Anwendungen in der Pflege, auch für Gespräche mit der Pflegedienstleitung, wenn es um eine Beteiligung der Institution an den Ausbildungskosten geht.

Phytotherapie in der Palliative Care – Ausführlicher Artikel von Martin Koradi in der Fachzeitschrift Palliative.ch

Phytotherapie für Ärztinnen und Ärzte

Presseberichte zu Phytotherapie in der Pflege

Teamweiterbildungen für Phytotherapie in der Pflege (Interessengemeinschaft Phytotherapie in der Pflege)

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Und zum Schluss: Interessiert an Kräuterkunde in der Natur?

Daten und Orte der Kräuterwanderungen finden Sie im Kursprogramm.

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Kräuterkurse im Herbst 2013 in Winterthur (Schweiz)

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Im Herbst 2013 stehen in Winterthur (Schweiz)  folgende Kräuterkurse auf dem Programm:

Heilpflanzen-Anwendungen in Onkologie und Palliative Care am 23. Oktober 2013

Dieses Tagesseminar richtet sich vor allem an Pflegende, ist jedoch gut verständlich und steht daher auch für andere am Thema Interessierte offen, zum Beispiel für Angehörige von Krebspatienten.

Heilpflanzen-Anwendungen bei Erkältungen und grippalen Infekten am 5. November 2013:

Angesprochen sind mit diesem Tagesseminar hauptsächlich Pflegende aus Spitex, Pflegeheim, Palliative Care, Spital und Psychiatrie, aber auch hier sind andere am Thema Interessierte ebenfalls eingeladen.

Ein weiterer Lehrgang des Heilpflanzen-Seminars startet am 30. November 2013 Dieser vertiefende Kräuterkurs geht über 6 Wochenenden und vermittelt fundiertes Wissen über Pflanzenheilkunde, vor allem für den privaten Bereich (Selbstmedikation in der Familie), aber auch für weitere Interessierte beispielsweise aus Schule, Gärtnerei  oder Landwirtschaft.

Ein weiterer Lehrgang der Phytotherapie-Ausbildung beginnt am 5. / 6. Dezember 2013.

Er richtet sich in erster Linie an Berufsleute aus der Krankenpflege (Spitex, Palliative Care, Spital, Pflegeheim, Psychiatrie), aus Medizin, Pharmazie und Naturheilkunde. Einzelne Ausbildungsplätze sind allerdings auch frei für Teilnehmende ohne medizinische Grundlagen (nach Absprache).

Detaillierte Informationen zu den einzelnen Kursen finden Sie hier.

Die Kräuterkurse und Ausbildungen werden von mir geleitet.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Ungesunder Trend zur Körperoptimierung

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„Wir sind auf dem besten Weg zu verlernen, was es bedeutet, in Würde zu altern“, sagt der Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universität München, Peter Falkai, in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“.

Altersflecken, Falten, Tränensäcke oder Besenreiser würden nicht mehr akzeptiert, sondern von vielen als sehr störend empfunden.

Dieser Trend zur Körperoptimierung bereite ihm Sorgen. Gegen fast alles gebe es eine Spritze. Zwar bräuchten beruflich erfolgreiche Menschen eine gewisse Eitelkeit, sagt der Psychiater. Gefährlich werde es jedoch, wenn diese Eitelkeit mit mangelndem Selbstbewusstsein gepaart sei. Wer sein Äußeres immer weiter optimieren wolle und mit dem Resultat nie zufrieden sei, benötige psychologische Hilfe.

Quelle:

http://wissen.dradio.de/nachrichten.59.de.html?drn:news_id=177789

Kommentar & Ergänzung:

Neben diesem Trend zur Körperoptimierung gibt es noch den genauso fragwürdigen Trend zur Pathologisierung und Medikalisierung aller Lebenslagen.

Älterwerden beispielsweise wird zunehmend von einer Lebensphase zu einem behandlungsbedürftigen Vorgang – unabhängig davon, ob Beschwerden vorliegen oder nicht.

Was wird uns doch nicht alles dringend empfohlen für’s  gesunde Aelterwerden: Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und andere Nahrungsergänzung, auch Pflanzenpräparate in jeder Form.

Es gibt in diesem Bereich aber nur wenige sinnvolle Produkte individuell passend für ganz bestimmte Menschen bzw. Situationen – und sehr viel überflüssigen Schrott, bei dem uns die Werbung nur einredet, wie dringend wir dies und das brauchen.

Uns werden ständig Versorgungsdefizite untergejubelt und dann stehen – oh Wunder – schon 50 Firmen bereit, um uns für diese Lücken Nahrungsergänzung zu verkaufen.

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Omega-3-Fettsäuren / Fischöl-Kapseln bei multipler Sklerose unwirksam

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Die Einnahme vom Fischöl-Kapseln (Omega-3-Fettsäuren) hat sich in einer randomisierten klinischen Studie bei multipler Sklerose als unwirksam erwiesen. Publiziert wurde die Studie in den Archives of Neurology (2012; doi: 10.1001/archneurol.2012.283). Laut einer Umfrage unter Mitgliedern der Deutschen Multiple Sklerose-Gesellschaft war die Einnahme von Fischöl-Kapseln mit Omega-3-Fettsäuren nach einer Umstellung der Ernährung die am zweithäufigsten angewandte Variante der Komplementärmedizin.

Omega-3-Fettsäuren sollen einen günstigen Einfluss auf Entzündungsvorgänge haben und auf die Immunprozesse bei der multiplen Sklerose.  Jeder dritte Multiple-Sklerose-Patient hatte diese Präparate schon einmal eingesetzt (Mult Scler 2008; 14: 1113-1119).

Im Internet finden sich zahlreiche Hinweise auf die Fischöl-Behandlung. Als Beleg für die Wirksamkeit wird eine offene Studie aus Norwegen aufgeführt, in der es über 2 Jahre zu einer Besserung gekommen war. Weil in dieser Studie aber eine Vergleichsgruppe fehlte, kann mit ihr die Wirksamkeit nicht belegt werden. (Acta Neurol Scand 2000; 102: 143-9).

Die Wissenschaftler führten darum eine randomisierte Doppelblindstudie durch. Zur Anwendung kam das Fischöl-Präparat eines norwegischen Herstellers (mit 1350 mg Eicosapentaensäure und 850 mg Docosahexaensäure). Im ersten halben Jahr wurden die Fischöl-Kapseln als Monotherapie mit Placebo verglichen.

Danach bekamen alle Probanden (also auch im Placebo-Arm) zusätzlich Interferon beta-1a. Primärer Endpunkt der Studie waren die Veränderungen in den T1-gewichteten Gadolinium-anreichernden Läsionen bei der Kernspintomografie. Zu den sekundären Endpunkten zählten neben der Krankheitsaktivität in der Kernspintomografie nach 9 Monaten und zwei Jahren auch klinische Parameter wie die Schubrate, das Fortschreiten der Behinderungen, die „Fatigue“ sowie Lebensqualität und Sicherheit.

In keinem der Endpunkte kam es zu einer Verbesserung, schreiben Øivind Torkildsen von der Haukeland Universitätsklinik in Bergen und Mitarbeiter in ihrer Publikation. Die Zahl der Läsionen stieg im Verlauf der Studie unter der Fischöl-Behandlung sogar tendenziell an. Die Differenzen waren allerdings nicht signifikant, so dass die Wissenschaftler keinen Anhaltspunkt für eine Störung der Interferon-Therapie durch die Omega-3-Fettsäuren sehen. Unter der Fischöl-Behandlung kam es zu keinen relevanten Nebenwirkungen, so dass den Patienten auch nicht unbedingt davon abgeraten werden muss.

Quelle:

http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/49876/Omega-3-Fettsaeuren-bei-multipler-Sklerose-ineffektiv

http://archneur.ama-assn.org/cgi/content/short/archneurol.2012.283

Kommentar & Ergänzung.

Die Studie war nicht sehr gross (total 92 Probanden, 46 in der Fischöl-Gruppe, 46 in der Placebo-Gruppe).

Omega-3-Fettsäuren / Fischöl-Kapseln werden vor allem vorbeugend gegen eine Vielzahl von Krankheiten empfohlen, hauptsächlich im Bereich Herz-Kreislauf und im Bereich Psychiatrie / Neurologie (Depression, Schizophrenie, Schlaganfall, Alzheimer,  Borderline-Persönlichkeit, ADHS). Die Studienergebnisse sind aber in vielen Bereichen widersprüchlich und lassen endgültige Beurteilungen bezüglich Wirksamkeit nur sehr eingeschränkt zu.

Ein generelles Problem von Doppelblindstudien mit Fischöl – und damit der potenziell aussagekräftigsten Studien – ist das häufig auftretende fischige Aufstossen.  Dadurch könnte den Probanden ziemlich rasch klar werden, ob sie zur Fischöl- oder zur Placebogruppe gehören. Eine wirksame Verblindung ist dadurch in Frage gestellt. Verblindung bedeutet, dass das Placebo und das zu testende Medikament (Verum) für die Probanden nicht unterscheidbar sein dürfen. Merkt der Proband, ob er ein Pacebo oder ein Verum bekommt, kann das die Resultate der Studie verfälschen.

Siehe auch:

Metastudie: Fischöl-Kapseln nutzlos für Herzpatienten

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Medikalisierung der Trauer

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Früher auf dem Dorf wurde von einer Witwe erwartet, dass sie für mindestens ein Jahr schwarze Kleidung trug.

Inzwischen hat sich diese Konvention stark gelockert, doch wie lange dauert eine Trauerzeit jenseits der Konvention?

Wann wird aus einer Trauer, die zum Leben gehört, eine Depression, die ärztlicher Behandlung bedarf?

Um diese Fragen wird in den USA eine heftige Debatte geführt.

Auslöser ist die Neufassung des Krankheitskataloges der American Psychiatric Association, der ab dem nächsten Jahr in Kraft treten soll. Gemäss diesem Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders, kurz DSM 5, ist bereits nach zwei Trauerwochen eine Grenze erreicht, bei der man an eine Depression denken muss : Wenn Traurigkeit, Apathie, Konzentrationsstörungen, Schlaflosigkeit und Appetitmangel dann noch andauern, könnten sie Symptome einer Depression sein. Der Vorläufer, das DSM 4, gab den Trauernden nach dem Tod eines nahen Angehörigen noch mindestens zwei Monate Zeit. In der vorangegangenen Fassung war es sogar ein ganzes Trauerjahr. In der medizinischen Fachzeitchrift „Lancet“ wurden angesichts der nochmals verkürzten Zeitspanne Einwände geäussert: „Trauer ist keine Krankheit; sie sollte als Teil des menschlichen Leben und als normale Antwort auf den Tod eines geliebten Menschen betrachtet werden“. Für diese natürliche Reaktion enge zeitliche Grenzziehungen vorzusehen sei unangemessen, heisst es in „Lancet“: „Die meisten, die einen Menschen verlieren, den sie lieben, brauchen keine Behandlung durch einen Psychiater oder einen anderen Arzt.“ Eine echte Hilfe in solchen Situationen sei mitmenschliche Empathie, nicht Pillen.

Parallel zu der Neufassung des DSM überlegen sich auch Fachleute bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO), die International Classification of Disorders ICD 11 um eine Störung mit der Bezeichnung „verlängerte Trauer“ zu erweitern.

Der Psychiater Allen Frances von der amerikanischen Duke University warnte auf der Tagung „Graduelle Annäherungen an Gesundheit und Krankheit“ in Berlin vor derart tief angesetzten Krankheitsschwellen: Werde Trauer zu schnell pathologisiert, dann sei das „ein Angriff auf die Würde von etwas, das zur Liebe gehört“. Das gelte auch für andere schwerwiegende Lebensereignisse wie eine Trennung oder den Verlust des langjährigen Arbeitsplatzes, hielt der Psychiater fest und kritisierte die neuen Grenzziehungen in dem Bewusstsein, dass Grenzen zwischen gesund und krank in zahlreichen Fällen schwer zu ziehen sind – nicht nur in der Psychiatrie.

Quelle:

http://www.tagesspiegel.de/wissen/medizin-eine-krankheit-namens-diagnose/6444260.html

Kommentar & Ergänzung:

Die zunehmende Pathologisierung der Trauer ist ausgesprochen fragwürdig und ich teile die Einwände aus „Lancet“ und von dieser Tagung in Berlin voll und ganz. Das heisst nicht, dass es in Trauerphasen nicht auch Situationen geben kann, in denen ärztliche Behandlung und gegebenenfalls medikamentöse Therapie angemessen ist. Das sollte aber nicht zum Standard werden.

Trauer ist in erster Linie eine menschliche Reaktion, die Zeit braucht und mitmenschliche Unterstützung.

Das hat auch Konsequenzen für die Behandlung mit Johanniskraut. Die vorschnelle Empfehlung von Johanniskrautextrakt in Trauerphasen halte ich nicht für angebracht. Auch bei temporären, kürzeren Verstimmungen braucht es wohl in den seltensten Fällen schon ein Johanniskraut-Präparat oder ein synthetisches Antidepressivum.

Die Anwendung von Johanniskraut bei temporären, kürzeren Verstimmungen ist auch deshalb unsinnig, weil es bis zum Wirkungseintritt etwas 14 Tage dauert.

Es gehört auch zum Leben, dass man gelegentlich für ein paar Tage nicht so gut „drauf“ ist. Für solche Situationen ist es sinnvoll, wenn man ein paar passende nichtmedikamentöse Bewältigungsstrategien zur Verfügung hat (Spazierengehen, eine Massage, ein Gespräch…).

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Phytotherapie-Ausbildung für Pflegeberufe

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Heilpflanzen-Anwendungen bewähren sich in vielen Bereichen der Pflege.

Vor allem in Spitex, Pflegeheim, Palliativ-Pflege und Psychiatrischer Klinik schätzen Patientinnen und Patienten genauso wie Pflegefachleute die erweiterten Möglichkeiten aus der Naturheilkunde. Phytotherapie verbindet die Erfahrungen der traditionellen Pflanzenheilkunde mit den Erkenntnissen moderner Arzneipflanzenforschung.

Sie nimmt also Erfahrungen auf, die in der Bevölkerung gerade bei älteren Personen zum Teil noch vorhanden sind. Und sie bringt diese traditionellen Heilkräuter-Erfahrungen in eine medizinkompatible, fundierte, auch wissenschaftlich begründbare Form.

Phytotherapie in der Pflege nimmt das Bedürfnis nach Ergänzungen aus Komplementärmedizin & Naturheilkunde auf und beantwortet es mit einem professionellen, seriösen Angebot. Sie bietet eine ideale Brücke zwischen Medizin und Naturheilkunde / Komplementärmedizin / Komplementäre Pflege.

Auf www.igpp.ch (Interessengemeinschaft Phytotherapie & Pflege) und im „Dokument Phytotherapie & Pflege“ finden Sie Beispiele von Pflegeinstitutionen, die Heilpflanzen-Anwendungen in die Pflege integriert haben, und zwar aus Spitex, Pflegeheim, Palliative-Pflege, Psychiatrie. Aber selbst in der Intensivpflege bzw. auf der Intensivstation können Heilpflanzen-Anwendungen sinnvoll angewendet werden.

Die nächste Phytotherapie-Ausbildung speziell für Pflegeberufe startet am 14. Mai 2012.

(eine beschränkte Anzahl der Ausbildungsplätze ist für andere Gesundheitsberufe offen)

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Sport gegen Depression

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Bei der Behandlung von Depressionen ist Sport eine von drei therapeutischen Säulen.

Die Therapietreue der Patienten verbessert sich, wenn sie in die Therapieentscheidung einbezogen werden.

Das sind zwei zentrale Resultate des 10. Lundbeck Dialogs ZNS.

Joggen, Radfahren, Walken, Schwimmen seien gut für die Gesundheit – auch für die seelische Gesundheit.

Diese Ansicht vertritt der Neurologe und Psychiater Dr. Ralf Künzel aus dem hessischen Bruchköbel. Regelmäßiger Ausdauersport habe einen „1A-Evidenzgrad für Depression“, erklärt Künzel.

Der Facharzt verwies auf mehrere randomisierte Kontrollstudien, die eine Linderung der Symptome bei regelmäßigem sportlichem Training belegen. Sport sagt er, sei einer von drei Therapiebausteinen für depressive Patienten, neben Psychotherapie und Medikamententherapie.

Die molekularen Mechanismen, die durch Sport in Gang kommen, seien vergleichbar mit denen von Antidepressiva, erläutert Künzel.

Bei der Behandlung seiner ambulanten Patienten knüpft er an das noch vorhandene Aktivitätsniveau an. Wenn der Patient es schaffe, die Laufschuhe anzuziehen und zumindest einmal um den Block zu laufen, dann gehe es ambulant. Patienten, bei denen das nicht mehr möglich ist, gehören aus seiner Sicht in die Klinik.

Eine gute neurologische Klinik zeichne sich dadurch aus, dass sie ihre Patienten morgens in die Laufschuhe stelle.

Wichtige Mitwirkung des Patienten an Therapie

Patienten zur Mitwirkung an der Behandlung zu bewegen, gelingt besser, wenn man sie in die Therapieentscheidung einbezieht, betonte der Psychotherapeut Dr. Andreas Loh aus Freiburg.

Als Hindernisse in der Versorgung von depressiven und manisch-depressiven Patienten sieht Loh unter anderem ein unzureichendes Verständnis von Erkrankung und Therapie, unzureichende Einsicht in den Behandlungsbedarf und dysfunktionale Einstellungen bei den Beteiligten.

Oft sehen gerade depressive Patienten oder Patienten mit bipolaren Störungen nicht ein, warum sie ihre Medikamente auch dann nehmen sollten, wenn es ihnen gerade vermeintlich gut geht.

Rücksicht nehmen auf individuelle Werte und Einstellungen des Patienten

Vielen Ärzten ist zwar dieses Problem der Non-Compliance bekannt, sie unterschätzen aber oft das Ausmass, meint Loh. Um die Compliance zu verbessern, müssen Ärzte ihre Patienten zur Behandlung motivieren. Reine Information sei dafür nur die Basis.

Auch individuelle Werte und Einstellungen des Patienten müssen bei der Therapieentscheidung berücksichtigt werden, verlangt Loh.

Er setzt daher auf das sogenannte Shared Decision Making und zeigte sich überzeugt, dass damit ein besserer Therapie-Outcome erzielt wird.

Das gilt gemäss Loh auch für Patienten mit Depression, die Studien zufolge ebenso in Therapieentscheidungen einbezogen werden wollen wie somatisch erkrankte Patienten.

Quelle:

http://www.aerztezeitung.de/panorama/article/679029/depressionen-davon-laufen.html?sh=7&h=-629385950

Kommentar & Ergänzung:

– Bewegung ist eine der Grundsäulen der Naturheilkunde.

Siehe dazu: Naturheilkunde – was ist das?

– Patientinnen und Patienten sollen in Therapieentscheidungen einbezogen werden, weil sich dadurch die Compliance entscheidend verbessert. Und die individuellen Werte und Einstellungen der Patienten sollen bei der Therapieentscheidung berücksichtigt werden.

In beiden Bereichen bietet die Phytotherapie interessante Optionen:

Heilpflanzen-Anwendungen ermöglichen oft diese Mitentscheidung und Mitwirkung. Sie kommen zudem den individuellen Werten und Einstellungen von Menschen entgegen, die „sanftere“ Alternativen suchen, ohne dass dabei der Boden einer auch rational begründbaren Therapie verlassen werden muss.

Gerade in der Psychiatrie – aber nicht nur dort – sind das wichtige Pluspunkte.

Siehe auch:

Starke Argumente für Phytotherapie in der Psychiatrie

Falls Sie an sorgfältigem Wissen über Wirkung und Anwendung von Heilpflanzen interessiert sind, finden Sie dazu meine Kurse und Lehrgänge oben über den Menüpunkt „Kurse“.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

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Infos auf www.phytotherapie-seminare.ch

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Phytotherapie / Pflanzenheilkunde / Naturheilkunde:

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