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Aloe vera bei Schuppenflechte?

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Lindert Aloe vera Beschwerden durch Psoriasis (Schuppenflechte)? Diese Frage hat das Portal Medizin-Transparent untersucht und ist dabei auf eine widersprüchliche Studienlage gestossen.

Immerhin finden sich einige Studien, die den Nutzen von Aloe vera bei Schuppenflechte (Psoriasis) untersucht haben. Diese Studien entsprechen laut der Beurteilung durch Medizin-Transparent zumindest den Grundanforderungen an aussagekräftige, wissenschaftliche Arbeiten.

Leider widersprechen sich aber deren Resultate stark. Deshalb lasse sich nicht sagen, ob Aloe vera tatsächlich etwas gegen Schuppenflechte ausrichten kann, schreibt Medizin-Transparent.

Forscher haben zum Thema „Aloe & Schuppenflechte“ insgesamt drei randomisiert-kontrollierte, klinische Studien gefunden, die die Wirksamkeit von Aloe vera als Einzelwirkstoff untersucht haben. Auch wenn darin jeweils nur zwischen 40 und 80 Testpersonen untersucht wurden, wären sie prinzipiell von ausreichender Qualität, um aussagekräftig zu sein. Die Resultate waren jedoch widersprüchlich. In einer der Studien wirkte Aloe vera besser als ein wirkstoffloses Gel, in einer anderen Studie war Aloe vera sogar gleich wirksam wie ein oft verwendetes, Kortison-ähnliches Mittel. In der dritten Untersuchung wirkte Aloe vera dagegen schlechter als ein wirkstoffloses Scheinpräparat. Für mehr Klarheit seien auf jeden Fall weitere Studien notwendig, schlussfolgert Medizin-Transparent.

Schuppenflechte betrifft zumeist Erwachsene und verläuft in Schüben. Das Hautbild kann sich spontan verbessern, jedoch auch plötzlich wieder verschlechtern.

Die Krankheit gilt bislang als nicht heilbar. Die Symptome werden dermatologisch im ersten Schritt mit feuchtigkeitsspendenden Salben bekämpft, dazu kommen Kortikoid-Präparate, Retionoid-Präparate und Vitamin-D-Präparate; wenn das nicht hilft, kann eine Kombination aus Lichttherapie und Badetherapie versucht werden.

Quelle:

http://www.medizin-transparent.at/wie-gut-ist-aloe-vera-fuer-die-haut

 

Kommentar & Ergänzung:

Der stark schubweise Verlauf der Schuppenflechte erschwert die Beurteilung von Therapieerfolgen im Einzelfall. Daher sind Studien zur Klärung der Wirksamkeit sehr wichtig. Schwierig ist dabei, dass Aloe-vera-Präparate in sehr unterschiedlicher Qualität produziert und verkauft werden. Wenn also drei Studien zusammenfassend beurteilt werden, können Widersprüche in den Resultaten auch durch Qualitätsunterschiede der Produkte verursacht sein.

Siehe auch:

Aloe vera als Wundheilmittel

Aloe vera verbessert Wundheilung nach Hämorrhoidenoperation

 

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe

Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse

Kräuterwanderungen in den Bergen / Kräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

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Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

 

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Saathafer – die Arzneipflanze des Jahres 2017

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Der Saathafer wurde vom Studienkreis „Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde“ an der Universität Würzburg zur Arzneipflanze des Jahres 2017 gewählt.

Der Saathafer (Avena sativa) ist ein Getreide und zählt zu den Süßgräsern (Poaceae oder Gramineae). Er bildet im Gegensatz zu Weizen, Roggen und Gerste seine Körner nicht in Ähren, sondern in vielfach verzweigten Rispen aus.

Die Haferkörner sind von Spelzen umschlossen, die durch einen speziellen Mahlgang entfernt werden müssen. Der Hafer liefert zwar tiefere Hektar-Erträge als Weizen, Roggen und Gerste, doch ist er diesen gegenüber beim Nährwert und nicht zuletzt beim Geschmack überlegen. Zudem ist Hafer weniger anspruchsvoll, denn er gedeiht auch auf kargen Böden und bei feuchter Witterung.

Drei Pflanzenteile des Saathafers stossen auf pharmazeutisches Interesse:

Haferstroh (Avenae stramentum) wird als Abkochung für Bäder bei Hautverletzungen und Juckreiz verwendet.

Für die Gewinnung von Haferkraut (Avenae herba) wird der Hafer vor seiner Blüte geerntet. Haferkraut ist reich an Flavonoiden, Saponinen und Mineralien (Kalium, Calcium, Magnesium), wobei den Flavonoiden entzündungshemmende und den Saponinen immunmodulierende Eigenschaften zugesprochen werden.

Haferkraut-Extrakte kommen daher bei trockener Haut und bei atopischer Dermatitis zur Anwendung.

In den Neunzigerjahren wurde in Frankreich durch Selektion eine Hafersorte mit einem besonders hohen Anteil an Flavonoiden und Saponinen gezüchtet, die schon sehr jung geerntet und durch ein besonderes Verfahren extrahiert wird. Der aufgereinigte Extrakt ist frei von Proteinen und wird für Hautpflegemittel wie Cremes, Körpermilch und Badezusätze eingesetzt, die für Allergiker speziell gut verträglich sein sollen. Seine Bedeutung für die Dermatologie wurde schon in neueren Fachpublikationen gezeigt. Haferkrautextrakt-Produkte werden aber auch zur Pflege von empfindlicher Haut (Babys, Senioren) und zur Behandlung von Wunden, Rosacea und nicht zuletzt von Psoriasis eingesetzt.

Das Haferkorn (Avenae fructus), aus dem die allseits bekannten Haferflocken hergestellt werden, ist reich an Ballaststoffen (Polysacchariden), von denen die löslichen β-Glucane etwa die Hälfte ausmachen.

In 100 Gramm Haferflocken sind etwa 4,5 Gramm β-Glucane enthalten, in der Haferkleie sind es sogar mehr als 8 Gramm pro 100 Gramm. Die β-Glucane geben dem Haferschleim seine Konsistenz. Indem sie die Verdauung und den Stoffwechsel beeinflussen, wirken sie sich günstig auf den Cholesterinspiegel und den Blutzuckerspiegel aus.

Die Fähigkeit der β-Glucane, Gallensäuren zu binden, führt wahrscheinlich zur Ausscheidung von Cholesterol und zur Reduktion des Gesamtcholesterol- und des LDL-Cholesterol-Spiegels, was einer Atherosklerose vorbeugen kann. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat im Jahr 2011 bestätigt, dass die Einnahme von Hafer-β-Glucanen zur Reduktion des Cholesterolspiegels beitragen kann.

Die unlöslichen Ballaststoffe regulierend ausserdem die Verdauungstätigkeit. Da sie die Aufnahme der Nährstoffe aus dem Darm in den Körper verzögern, steigt der Blutzuckerspiegel nach einer Mahlzeit zeitverzögert an, was eine geringere Ausschüttung von Insulin zur Folge hat. Schon vor 100 Jahren wurden daher diätetische „Hafertage“ für Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 eingeführt. Eine neuere Studie am Diabetologikum in Berlin hat gezeigt, dass die Insulindosis bei Patienten mit einem hohen Insulinbedarf nach zwei Hafertagen um bis zu 30 Prozent reduziert werden kann. Dieser günstige Effekt soll bis zu vier Wochen nachweisbar sein.

Haferflocken zeigen aber auch günstige Auswirkungen auf die Verdauungsorgane selbst. Die Darmwand wird durch die viskösen löslichen Ballaststoffe vor Reizen aus dem Darmlumen geschützt und ein empfindlicher Magen beruhigt.

Umstritten ist noch, ob Menschen mit Zöliakie zu Haferprodukten greifen können. Bei der Zöliakie entzündet sich die Schleimhaut des Darms nach dem Verzehr von Gluten, dem Kleber-Eiweiß in verschiedenen Getreidekörnern.

Gluten ist die dominierende Eiweissfraktion im Weizenkorn, Im Haferkorn herrscht dagegen das Globulin Avenalin mit 80% vor, während Gluten nur einen Anteil von 15 Prozent hat. Hirse, Mais und Reis gelten dagegen als glutenfrei.

Die Zusammensetzung des Glutens unterscheidet sich in den einzelnen Getreidearten und ihren Sorten. Allgemein besteht Gluten aus den Proteingemischen der Prolamine und Gluteline, die wegen ihres hohen Anteils an den Aminosäuren Prolin und Glutaminsäure so benannt worden sind.

Krankheitsauslösend sind bei der Zöliakie die Prolamine, allerdings mit unterschiedlicher Intensität. Für zahlreiche Zöliakie-Patienten ist zwar das Weizen-Prolamin Gliadin, nicht jedoch das Hafer-Prolamin Avenin unverträglich. Und die relative Unverträglichkeit des Avenins hängt zudem noch von der Hafersorte ab; es gibt Hafersorten, die sogar für eine glutenfreie Ernährung infrage kommen.

Mehrere Studien zur Verträglichkeit des Hafers bei Zöliakie-Patienten haben gezeigt, dass kleinere Mengen Hafer im allgemeinen gut vertragen werden. In Schweden und Finnland gilt die Aufnahme von bis zu 50 g Hafer pro Tag als unbedenklich. Es muss sich dabei jedoch um „nicht-kontaminierten Hafer“ handeln, der nicht mit anderem Getreide verunreinigt sein darf und speziell für diesen Zweck angebaut wird.

Der Studienkreis „Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde“ ist überzeugt davon, dass das diätetische und therapeutische Potenzial des Hafers noch nicht ausgeschöpft ist und hofft, dass die Arzneipflanze des Jahres 2017 Gegenstand weiterer Forschungen sein wird.

Quelle:

https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2016/10/28/noch-viel-potenzial-bei-hautkrankheiten-und-zoeliakie

Kommentar & Ergänzung:

Das ist eine ungewöhnliche Wahl, zählt doch der Hafer seit je her zu den Nahrungsmitteln und nicht zu den typischen Heilpflanzen. Nimmt man ihn aber aus der Perspektive der Heilwirkungen in den Blick, steht er in einem Übergangsbereich zwischen Phytotherapie und Ernährungstherapie. Und dieser Übergangsbereich ist durchaus interessant.

Wie gewohnt begründet der Studienkreis „Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde“ seine Wahl der Arzneipflanze des Jahres 2017 auch dieses Mal fundiert.

2016 war der Kümmel Arzneipflanze des Jahres, 2015 das Johanniskraut, 20114 der Spitzwegerich, 2013 die Kapuzinerkresse und 2012 das Süssholz.

Hier geht’s zur Website des Studienkreises:

http://www.welterbe-klostermedizin.de/index.php

 

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Heilpflanzen bei Psoriasis

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Im Phyto-Forum der Ärztezeitung wurde die Frage gestellt, ob es pflanzliche Alternativen zur Therapie der Psoriasis gebe.

Die Schuppenflechte oder Psoriasis (Psoriasis vulgaris) sei eine schubweise verlaufende, entzündliche und chronische Hauterkrankung mit Hyperproliferation der Epidermis, schreibt dazu Professor Jürgen Reichling.

„Nach derzeitigem Erkenntnisstand können zur Behandlung bei Psoriasis Phytopharmaka (Phyto-Dermatika) nur bei leichten Formen adjuvant eingesetzt werden.“

Bei schweren Verlaufsformen gebe es bisher weder überzeugende Studien noch entsprechende Erfahrungswerte.

Sinnvoll erscheine eine Kombinationstherapie bestehend aus äußerlich anwendbaren Phyto-Dermatika zusammen mit systemisch wirksamen Arzneimitteln wie zum Beispiel Retinoiden, Ciclosporin, Methotrexat.

Und welche Pflanzenpräparate empfiehlt Reichling konkret?

„Bei den Phyto-Dermatika haben sich zur äußerlichen Anwendung Zubereitungen aus Birkenrinde (etwa Trockenextrakt mit 80 Prozent Betulin), Mahonienrinde sowie Pflanzenteere (zum Beispiel Birkenholzteer) bewährt.“

Eine Kombination aus Pflanzenteer und Johanniskrautöl eingearbeitet in Zinkpaste werde ebenfalls als sehr hilfreich beschrieben.

Quelle:

http://www.aerztezeitung.de/medizin/fachbereiche/sonstige_fachbereiche/phytotherapie/article/814714/akute-sinusitis-phytopharmaka-verhindern-sekretstau.html?sh=14&h=-1654080400

Kommentar & Ergänzung:

Am häufigsten im Bereich Psoriasis wird als Begleittherapie die Mahonia-Salbe angewendet (Rubisan-Salbe / Rubiderm-Salbe).

Die Gewöhnliche Mahonie (Zierberberitze, Mahonia aquifolium) gehört in die Familie der Berberitzengewäche (Berberidaceae).

Die Pflanze ist bei uns wenig bekannt, obwohl sie zum Beispiel in Parkanlagen häufig anzutreffen ist. Darum hier ein paar Informationen zur Mahonia (Foto auf Wikipedia)

Wo kommt die Mahonia ursprünglich her?

„ Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet der Gewöhnlichen Mahonie liegt im westlichen Nordamerika von Britisch-Kolumbien in Kanada bis zum US-Bundesstaat Oregon. Dort ist die Gewöhnliche Mahonie die offizielle Staatsblume („Oregon grape“). Heute findet man sie auch kultiviert und verwildert in Mitteleuropa; besonders in Frankreich ist sie als Neophyt weit verbreitet. Die Gewöhnliche Mahonie wächst sowohl in sonnigen als auch in halbschattigen Lagen, hauptsächlich in städtischen Garten- und Parklandschaften.“

(Quelle: Wikipedia)

Und zur Nutzung der Mahonia:

„ Die Pflanze ist nicht ohne Weiteres zu verwerten, da die meisten Pflanzenteile giftig sind. Die Wurzeln enthalten bis zu 1,5 % Berberin sowie diverse weitere Alkaloide. Der Alkaloid-Gehalt der Beeren liegt bei etwa 0,05 %; sie sind essbar und werden z. B. für die Herstellung von Marmeladen und Fruchtweinen verwendet.

In der Literatur finden sich Hinweise auf die medizinische Verwendung von Pflanzenextrakten, insbesondere des darin enthaltenen Berberins zur Bekämpfung von Haarschuppen und Schuppenflechte, möglicherweise auch Akne. Der Extrakt aus Rinde und Wurzel wird in der traditionellen Literatur und in der Homöopathie bei Hautausschlag empfohlen. Studien belegen einen positiven Effekt. Die Pflanze blüht schon zeitig im Frühjahr (ab März) und stellt damit eine frühe Nektar- und Pollentracht für Bienen und Hummeln dar.“

(Quelle: Wikipedia)

Der Hinweis auf die Anwendung von Mahonia-Extrakten in der Homöopathie bei Hautausschlag, bei welcher positive Studienresultate vorliegen sollen, ist etwas irreführend, weil es sich dabei um Salben auf der Basis von homöopathischen Urtinkturen handelt. Weil die Urtinktur noch nicht verschüttelt und verdünnt wurde, handelt es sich eigentlich um eine phytotherapeutische Anwendung.

Einen Überblick über Heilpflanzen-Anwendungen bei Hauterkrankungen finden Sie hier:

Phytotherapie im Überblick: Dermatologie

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Zur Wirkung von Glaubersalz (Natriumsulfat / Natrium sulfuricum)

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Glaubersalz (Natriumsulfat, Natrium sulfuricum, Na2SO4 ) wurde 1625 von dem Chemiker und Apotheker Johann Rudolph Glauber als Bestandteil von Mineralwasser entdeckt und beschrieben.

Glaubersalz ist ein salinisches Abführmittel.

Es hält osmotisch Wasser im Darm zurück und steigert so den Flüssigkeitsanteil im Stuhl. Durch das vergrösserte Volumen wird der Entleerungsreiz ausgelöst.

Medizinisch wird Glaubersalz nur noch selten angewendet, doch ist es durchaus effektiv zur kurzfristigen Anwendung bei Verstopfung und zur kompletten Darmentleerung vor chirurgischen und diagnostischen Eingriffen.

In der Alternativmedizin kommt Glaubersalz oft beim sogenannten Heilfasten zur Anwendung und soll zur Entschlackung beitragen.

Diese Vorstellung ist allerdings irreführend. Der Begriff Schlacke beschreibt einen Verbrennungsrückstand. Solche Rückstände im menschlichen Körper nicht an. Schlacke ist ein Abfallprodukt der Erzverhüttung. Im menschlichen Organismus entgiften Leber und Nieren die im Rahmen der Stoffwechselvorgänge anfallenden Substanzen. Eine Ablagerung von Schlacken ist im menschlichen Körper nicht nachweisbar und niemand hat bisher konkret sagen und zeigen können, woraus diese Schlacken bestehen sollen.

Siehe dazu:

Schlackenstoffe – ein Phantom macht Karriere

„Karriere“ gemacht hat Glaubersalz in letzter Zeit allerdings vor allem als Schüssler Salz Nr. 10 Natrium sulfuricum. Wie bei Schüssler Salzen üblich wird Glaubersalz unter ritueller Verreibung 1 : 1 Million mal gestreckt mit einer Trägersubstanz und dann für eine grosse Zahl von Krankheiten empfohlen.

Für Schüssler Salz Nr. 10 Natrium sulfuricum wird zum Beispiel genannt:

Abstillen, Akne, Angespanntheit, Appendicitis chronica, Aszites, Aufgedunsenes, Gesicht, Aufgeschwemmtheit, Ausdauer, Ausleitung, Ausscheidungsgastritis, Authentizität, Beharrlichkeit, Belastungs-Inkontinenz, Beliebtheit, Besserwisserei, Bewegungsmangel, Blasenschwäche, Blockierung, Brechdurchfall, Cellulite, Cholangitis, Cholelithiasis, Cholezystitis, Chronische Blinddarmentzündung, Chronische Hepatitis, Chronische Leberentzündung, Cluster-Kopfschmerz, Commotio, Darmträgheit, Denkblockade, Desinteresse, Diabetes, Diabetischer Fuss, Diarrhoe, Dogmatismus, Drehschwindel, Drüsenschwellung, Durchfall, Durstmangel, Dyspepsie, Eigenverantwortung, Eitriger Hautausschlag, Eklampsie, Emphysem, Entscheidungsschwäche, Erbrechen, Erfrierung, Ernährungsfehler, Fanatismus, Fersenschmerz, Fettleber, Fettstoffwechselstörung, Fokalgeschehen, Gallenblasenentzündung, Gallengriess, Gallenschwäche, Gallenstauung, Gallenstauung, Gallensteine, Gallenwegsentzündung, Gebärmutterrückbildung nach der Geburt, Gehirnerschütterung, Gelbsucht, Gelenk-Knacken, Gerechtigkeitssinn, Geschwollene Füsse, Geschwollene Hände, Geschwulst, Glaukom, Gleichgewichtsstörungen, Grippe, Grüner Star, Harninkontinenz, Harnträufeln, Harnverhaltung, Hautauswüchse, Hautjucken, Hautwucherungen, Hepatitis, Herd-Entzündungen, Herzensgüte, Herzlichkeit, Heuschnupfen, Hohe Cholesterinwerte, Hyperhidrosis, Hühneraugen, Ikterus, Infektiöse Mononukleose, Inkontinenz, Juckreiz, Knieschmerzen, Kollaps, Kopfschuppen, Kreislaufkollaps, Lebenskraft, Leberentzündung, Leberflecken, Leberschwäche, Leukämie, Lippen-Herpes, Lippenbläschen, Lymphangitis, Lymphgefässentzündung, Magen-Darm-Grippe, Mallorca-Akne, Mattigkeit, Meniskus-Schwäche, Missmut, Missstimmung, Morbus Meniere, Nasenröte, Nebenniereninsuffizienz, Neurodermitis, Nieren-Kopfschmerzen, Nierenbeckenentzündung, Nierengriess, Nierenschwäche, Norovirus-Infektion, Obstipation, Pfeiffersches Drüsenfieber, Pfortaderstauung, Phlebitis, Pickel, Pigmentflecke, Polyarthritis, Portale Hypertension, Pruritus, Psoriasis, Pusteln, Pyelonephritis, Rechthaberei, Rheuma, Roemheld-Syndrom, Rote Nase, Salmonellen-Infektion, Sauerstoffmangel, Schlecht heilende Wunden, Schnupfen, Schuppenflechte, Schwangerschaftskopfschmerzen, Schweissausbrüche, Schweisshände, Schwindel, Schwitzen, Schädel-Hirn-Trauma, Selbstversorgung, Sodbrennen, Sonnen-Empfindlichkeit, Sonnenallergie, Spröde Haare, Stabilität, Stauungsgastritis, Stauungsleber, Steinleiden, Stoffwechselschwäche, Thrombophlebitis, Trägheit, Tränende Augen, Tränenfluss, Tumor, Ulcus cruris, Unterschenkelgeschwür, Verdauungsbeschwerden, Verdriesslichkeit, Verstopfung, Wachsamkeit, Wasserbauch, Wassereinlagerungen, Wucherungen, Xanthelasmen, Zuckerkrankheit, Zuckerstoffwechsel, Zurückhaltung, Zusammenbruch, Ödeme, Übelkeit, Überdruss, Übergewicht, Überheblichkeit.

Quelle: http://lexikon-der-schuessler-salze.de/mittel/natrium-sulfuricum.htm

Diese sehr umfangreiche und heterogene Liste zeigt sehr schön, wie ein ausgesprochen einfaches, billiges Mittel wie Natriumsulfat mit Heilungsvorstellungen aufgeladen wird.

Für keine dieser Heilungsversprechungen gibt es auch nur den Hauch eines Beleges. Wir haben es mit reinen Behauptungen zu tun.

Die Liste zeigt auch eine Stärke von Komplementärmedizin und Alternativmedizin, die für wirklich jede psychische oder körperliche Lebenslage eine ganze Auswahl an Heilmitteln anbieten. Von Missmut über Schweissausbrüche bis zum Zusammenbruch und zum Tumor. Das nennt sich dann Ganzheitlichkeit – ist aber in Wirklichkeit eine Medikalisierung aller Lebenslagen.

Siehe auch:

Fragwürdige Ganzheitliche Medizin

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Peter Singer: Dicke sollen für Extrakilos zahlen

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Im Flugzeug verbrauchen Übergewichtige mehr Platz und Treibstoff als dünne Reisende und es wäre daher nur fair, sie dafür zur Kasse zu bitten. Das schreibt der Bioethiker Peter Singer:

„Ist das Gewicht einer Person deren Privatangelegenheit? Sollten wir einfach toleranter sein in Bezug auf unterschiedliche Körperformen? Meiner Meinung nach nicht. Fettleibigkeit ist ein ethisches Thema, denn die Gewichtszunahme der einen bedeutet höhere Kosten für andere.“

Singer beschreibt dann verschiedene Varianten, wie man Übergewichtigen ihre zusätzlichen Kilos auf Flugreisen verrechnen könnte.

Freunde, mit denen er diesen Vorschlag diskutiere, würden oft sagen, dass viele übergewichtige Menschen keinen Einfluss auf ihr Gewicht hätten – sie hätten einfach einen anderen Stoffwechsel als die anderen, schreibt Singer Aber der Zweck einer Gebühr für Übergewicht sei ja nicht, eine Sünde zu bestrafen, sei es wegen zu viel Gepäck oder zu viel Körpergewicht. Es gehe darum, dass jeder Einzelne das zahle, was es koste, ihn oder sie ans Ziel zu fliegen. Fliegen sei etwas anderes als zum Beispiel das Gesundheitswesen. Fliegen sei kein Menschenrecht.

Das tönt so, als wolle Singer diese „Übergewichts-Kompensationszahlungen“ auf die Flugpreise begrenzen und nicht auf alle Bereiche ausweiten. Doch dann erweitert er die Thematik genau auf heikle Gebiete wie das Gesundheitswesen:

„Wenn die Menschen größer und schwerer werden, passen weniger in einen Bus oder einen Zug, was die Kosten für den öffentlichen Transport in die Höhe treibt. Krankenhäuser müssen jetzt stärkere Betten und OP-Tische bestellen, extra große Toiletten bauen und sogar extra große Kühlfächer in ihren Leichenhallen installieren – all dies sind zusätzliche Kosten für sie. Das bedeutet für Steuerzahler und privat Versicherte zusätzliche Gesundheitsausgaben….“

Diese Tatsachen reichen nach Ansicht von Peter Singer, um eine Politik zu rechtfertigen, die einer Gewichtszunahme entgegenwirkt: „Helfen würde eine Besteuerung von Lebensmitteln, die disproportional für Fettleibigkeit indiziert sind – besonders Lebensmittel ohne Nährwert, wie süße Getränke.

Diese Mittel könnten dann dazu verwendet werden, die zusätzlichen Kosten auszugleichen, die fettleibige Menschen anderen verursachen. Die Verteuerung dieser Lebensmittel würde auch ihren Konsum durch Menschen, die das Risiko der Fettleibigkeit haben, verringern.“

Quelle:

http://www.welt.de/debatte/die-welt-in-worten/article13927646/Die-Dicken-sollten-fuer-ihre-Extrakilos-zahlen.html

Kommentar & Ergänzung:

Das Verursacherprinzip ist mir in manchen Bereichen durchaus sympathisch.

Die Forderungen Peter Singer’s werfen aber einige Fragen auf:

Adipositas ist nicht immer selbstverschuldet.

Es gibt zum Beispiel deutliche Hinweise dafür, dass Adipositas teilweise genetisch bedingt ist:

„ Zwillingsstudien deuten darauf hin, dass Übergewicht auch eine genetische Komponente hat. Sie wird in dieser Betrachtung mit 70 % angegeben. Außerdem fand man bei Adoptivkindern einen starken Zusammenhang zwischen ihrem BMI und dem ihrer leiblichen Eltern, aber keinen Zusammenhang zwischen ihrem Gewicht und dem ihrer Adoptiveltern.“

(Quelle: Wikipedia)

Nicht direkt mit Genetik erklären lässt sich allerdings die Zunahme der Adipositas in den letzen Jahrzehnten. Indirekt besteht möglicherweise aber ein Zusammenhang: Unsere genetische Ausstattung ist wohl nicht eingestellt auf einen solchen Überfluss an Nahrung kombiniert mit so wenig Bewegung. Das gab es im Verlaufe der menschlichen Evolution nur ausnahmsweise.

Es gibt auch Stoffwechselerkrankungen, die Adipositas verursachen können, beispielsweise Schilddrüsenunterfunktion (z. B. Hashimoto-Thyreoiditis), Störungen des Kortisolhaushaltes (Cushing-Syndrom) oder Glucosestoffwechselstörungen mit Hyperinsulinismus.

Und es gibt sozio-kulturelle Einflüsse:

Je niedriger der soziale Status (bestimmt durch die drei Faktoren Höhe der Ausbildung, Haushaltseinkommen und berufliche Stellung), desto häufiger trifft man auf das Problem Übergewicht: Je höher der Schulabschluss, desto tiefer – und damit günstiger – liegt der Body-Mass-Index.

Ausgehend von diesen verschiedenen Einflüssen dürfte klar werden, dass das Mass an Eigenverantwortung für eine Adipositas von Mensch zu Mensch durchaus unterschiedlich ist. Peter Singer macht aber nicht den Eindruck, dass er bei seinen „Übergewichts-Kompensationszahlungen“ einen Unterschied macht zwischen selbstverschuldeter und unverschuldeter Adipositas (abgesehen davon, dass diese Differenzierung sehr schwierig sein dürfte).

Es würde also auch eine wesentlich genetisch oder durch eine Stoffwechselkrankheit bedingte Adipositas mit einer Strafzahlung belegt.

Dann fragt sich allerdings, weshalb ausgerechnet und nur die Übergewichtigen zur Kasse gebeten werden sollen. Wenn das Verursacherprinzip auf die Genetik ausgeweitet wird – wenn ich also für Kosten, die aus meiner Genetik entstehen, haftbar gemacht werde, dann stehen wir vor einer brisanten Entwicklung.

Wikipedia führt als Krankheiten mit genetisch bedingter Disposition auf:

Adipositas

Allergien, diverse

Alzheimer-Krankheit

Autoimmunerkrankungen

Bluthochdruck

Creutzfeldt-Jakob-Krankheit

Depression

Diabetes mellitus

Großzehenabweichung (Hallux valgus)

Haarausfall

Herzfehler

Herzinfarkt

Krebserkrankungen diverse

Laktoseintoleranz

maligne Hyperthermie

Migräne

Multiple Sklerose (MS)

Osteoporose

Parkinson-Krankheit

Psoriasis

Rheuma

Schizophrenie

Schlaganfall

Taubheit

Formen der Trisomie

Vitiligo

Machen wir diese Patienten auch verantwortlich für Kosten, die der Allgemeinheit aufgrund ihrer genetischen Disposition entstehen? So wie es Peter Singer für Übergewichtige (auch) mit genetischer Disposition fordert?

Wo hört das auf?

Und auch wenn man kontrafaktisch davon ausgeht, dass Übergewicht in jedem Fall zu 100% selbstverschuldet ist, stellen sich brisante Fragen:

Herz-Kreislauferkrankungen verursachen viele Gesundheitskosten. Wer sich wenig bewegt, leidet eher an Herz-Kreislauferkrankungen. Warum nicht ein Strafzuschlag für Leute, die sich zuwenig bewegen? Das wäre doch motivierend….

Zuviel oder falsche Bewegung ist aber auch nicht optimal. Sportunfälle sind schliesslich oft sehr kostspielig.

Wenn wir also das Verursacherprinzip generell anwenden, und nicht nur bei den Übergewichtigen, dann sehe ich nicht ein, weshalb ich für die tausenden von Beinbrüchen, die jeden Winter beim Skifahren passieren, mit bezahlen soll. Skifahren ist schliesslich genauso wie Fliegen kein Menschenrecht. Entsprechend dem Vorschlag von Peter Singer zur Besteuerung von Adipositas-fördernden Nahrungsmitteln könnte man ja die Kosten der Skiunfälle auf die Tickets der Bergbahnen und Skilifte draufschlagen. Allerdings bestraft man dann auch die sorgfältigen Skifahrer, die keine Unfälle bauen.

Genauso bestraft Peter Singer mit seinem Vorschlag, Adipositas-fördernde Nahrungmittel zu besteuern auch diejenigen, die solche Nahrungsmittel in vernünftigem Mass essen und damit nicht dick werden. Teurer wird dann auch mein Vermicelle (Foto auf Wikipedia), womit ich meines Erachtens unverdienterweise eine „Busse“ bezahlen muss.

Und wenn das Vermicelle einen Franken teurer wird, tut das der Verkäuferin aus dem Supermarkt mehr weh als dem Rechtsanwalt oder dem Banker. Ist das gerecht?

Nicht ganz einfach wäre wohl auch die Entscheidung, welche Nahrungsmittel nun konkret als Dickmacher besteuert werden sollen. Schliesslich kann ich von fast allem dick werden, wenn ich genug davon esse.

Und wenn wir schon vom Verursacherprinzip reden: Gemäss US-Studien verlieren adipöse Personen 6-7 Lebensjahre, extrem Fettleibige (BMI ab 40) sogar 5 bis 20 Jahre. Sollte man also bei adipösen Menschen nicht die Rente erhöhen? Sie beziehen ja weniger lange Geld.

Bei Herz-Kreislauferkrankungen spielt zudem nicht nur das Gewicht, sondern auch die Fettverteilung im Körper eine wichtige Rolle („inneres Bauchfett“). Sollte man – wenn man gen Ansatz von Peter Singer verfolgt, dieses unterschiedliche Risiko nicht berücksichtigen?

Ich halte den Vorschlag von Peter Singer für populistisch. Er nutzt Ressentiments gegen die „Dicken“ aus, bietet einfache Scheinlösungen und unterschlägt die komplexen Fragen, die mit dem Verursacherprinzip im Zusammenhang mit Gesundheit und Krankheit verbunden sind.

Damit will ich keineswegs negieren, dass die Zunahme der Adipositas in unserer Gesellschaft ein Problem darstellt.

Und die Gesundheitsbehörden sollen sich durchaus Gedanken machen, wie man dieser Entwicklung entgegen steuern kann.

Einfache Lösungen wird es für dieses Problem aber nicht geben.

Genauso wenig wie für die Zunahme der Kosten im Gesundheitswesen. Nur gerade auf die „Dicken“ einzuhacken, ist mir etwas zu billig.

Bezüglich Adipositas halte ich nichtdiskriminierendes Vorgehen für adäquater. Ein guter Beitrag zu einer sinnvollen Prävention wäre zum Beispiel fundierte Bildung im Bereich Ernährungslehre / Kochen. Damit läst sich eine allfällige genetische Disposition nicht wegzaubern, aber der Umgang mit ihr kann möglicherweise optimiert werden.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Weihrauch als Heilpflanze bei Rheuma und Darmentzündungen

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Die „Welt“ publizierte einen informativen Beitrag über Weihrauch.

Dabei kam auch die medizinische Wirkung zur Sprache:

„Sogar eine kleine medizinische Renaissance könnte das Weihrauchharz erleben, nachdem es als Arzneimittel weitgehend durch wirksamere synthetische Stoffe ersetzt worden war. In den 90er-Jahren fanden Pharmakologen im Harz eine Reihe von Substanzen, unter anderem die Boswellia-Säuren, die eine entzündungshemmende Wirkung haben sollen. So könnten sie möglicherweise Rheuma, chronische Darmentzündungen, Multiple Sklerose, Schuppenflechte, Asthma und die Beschwerden von Hirntumoren lindern

Die Forschung, in Deutschland vor allem an den Unis in Tübingen und Saarland, ist aber noch nicht abgeschlossen, es gibt erst wenige Studien mit Patienten. Eine Arzneimittelzulassung gibt es nicht.“

Quelle:

http://www.welt.de/wissenschaft/article13771012/Weihrauch-ist-eine-Wissenschaft-fuer-sich.html

Kommentar & Ergänzung:

In der Schweiz ist ein Weihrauchpräparat (H 15 Gufic) im Kanton Appenzell als Heilmittel zugelassen. Bei Rheuma (Arthritis) und Darmentzündungen (Colitis ulcerosa, Morbus Crohn) kommt Weihrauch in Tablettenform innerlich zur Anwendung. Weihrauchsalben, die seit einiger Zeit ebenfalls im Handel sind, eignen sich allenfalls bei Hautentzündungen (Neurodermitis, Psoriasis), aber nicht bei Rheuma. Es ist nämlich völlig ungeklärt, ob die Wirkstoffe durch die Haut aufgenommen werden können und auf diesem Weg eine Wirkung entfalten.

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Garten: Weissdorn, Holunder, Wacholder statt Mahonie, Cotoneaster & Co.

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Einheimische Sträucher im Garten vorziehen

Wer in seinen Garten Tiere locken und sie beobachten möchte, sollte auf jeden Fall auch einheimische Sträucher pflanzen. Oft werden bevorzugt fremdländische Ziergehölze und Nadelbäume gepflanzt, die für die einheimische Tierwelt nur von bescheidenem ökologischem Nutzen sind. Zwar werden zum Beispiel auch die Blüten der Zwergmispel (Cotoneaster) von Bienen umschwärmt und die Beeren der Mahonie von Amseln gefressen. Das ist aber kein Vergleich zu dem überaus reichen Tierleben in einer Hecke aus heimischen Wildsträuchern.

Sie bieten unseren Wildvögeln einen wichtigen Lebensraum.

Die Früchte des heimischen Weißdorns (Crataegus spec.) werden zum Beispiel von 32 Vogelarten gefressen, die des nahverwandten nordamerikanischen Scharlachdorns dagegen nur von zwei Arten. Der heimische Wacholder ernährt sogar 43 Vogelarten, der oft in Gärten gepflanzte Chinesische Wacholder jedoch nur eine einzige Art.

Ähnlich verhält es sich mit Insekten, deren Larven oftmals auf wenige oder gar nur eine einzige Nahrungspflanze spezialisiert sind. Während heimische Wildsträucher ein schier unerschöpfliches Nahrungsangebot für viele Insekten in allen Entwicklungsstadien bieten, wird man an exotischen Gehölzen in unseren Gärten kaum jemals Fraßspuren von Raupen entdecken. Ein gutes Beispiel hierfür ist der beliebte, aber nichtheimische Sommerflieder (Buddleja) oder Schmetterlingsstrauch – für erwachsene Falter zwar eine sehr begehrte Nektarquelle, als Raupenfutterpflanze jedoch absolut wertlos. Ohne Raupen fehlt aber die Nahrungsgrundlage für Meisen und andere Vögel. Auch ein wohlmeinend aufgehängter Nistkasten nützt dann nicht mehr viel.

Dagegen nisten im schützenden Dickicht von Sträuchern wie Holunder, Weißdorn oder Pfaffenhütchen gerne zahlreiche Vögel wie Heckenbraunelle und Nachtigall. Im Herbst bieten die bunten Beeren den Vögeln einen reich gedeckten Tisch: Von Vogelbeere und Schwarzem Holunder ernähren sich zum Beispiel jeweils über 60 Vogelarten. Aber auch zahlreiche Säugetiere wie Mäuse und selbst Fleischfresser wie Fuchs und Marder naschen gerne an den leckeren Früchten.
Zahlreiche gute Gründe also, im Herbst einige einzelne Sträucher zu setzen oder eine ganze Hecke aus mehreren Arten anzulegen. Im übrigen sind einheimische Sträucher anspruchsloser und widerstandsfähiger, auch gegen witterungsbedingte Einflüsse und gegen Schädlinge. Zudem ist für jeden Gartenstandort etwas dabei: Weißdorn und Wildrosen lieben es sonnig, Haselnuss und Pfaffenhütchen genügt ein halbschattiger Standort und die Heckenkirsche gibt sich sogar mit einem schattigen Plätzchen zufrieden. Einheimische Sträucher sind jedoch nicht nur nützlich, sondern sehen auch hübsch aus. Und sie bieten zahlreiche Möglichkeiten zur Naturbeobachtung.
Quelle:

http://hamburg.nabu.de/projekte/garten/gartentipps/05228.html

www.nabu.de

Kommentar & Ergänzung:

Für Naturbeobachtungen empfehle ich Ihnen meine Naturseminare

– Weissdorn, Holunder und Wacholder sind im Übrigen auch wichtige Heilpflanzen:

Weissdorn ist die wichtigste Herzpflanze der Phytotherapie, Schwarzer Holunder wirkt gegen Erkältungskrankheiten und Wacholderbeeren lindern Verdauungsbeschwerden wie Blähungen oder Völlegefühl.

– Aus der Mahonie (Mahonia aquifolium, Zierberberitze) werden Salben hergestellt, die unterstützend eingesetzt werden bei Psoriasis, also bei Schuppenflechte.

– Beim Weissdorn-Strauch ist ein Problem im Auge zu behalten: Weissdorn überträgt – wie z. B. Cotoneaster, Loorbeermispel (Photinia davidiana), Vogelbeere – die Pflanzenkrankheit Feuerbrand, die durch Bakterien (Erwinia amylovora) verursacht wird.

Falls Sie an sorgfältigem Wissen über Wirkung und Anwendung von Heilpflanzen interessiert sind, finden Sie dazu meine Kurse und Lehrgänge oben über den Menüpunkt „Kurse“.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildungen / Heilpflanzen-Kurse & Heilkräuter-Exkursionen / Weiterbildung Pflanzenheilkunde / Kräuterwanderungen:

Infos auf www.phytotherapie-seminare.ch

Info-Treff Pflanzenheilkunde

Besuchen Sie auch unseren „Info-Treff Pflanzenheilkunde“ für Information und Erfahrungsaustausch in den Bereichen

Phytotherapie / Pflanzenheilkunde / Naturheilkunde:

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Ätherische Öle: Hilfsstoffe und Dosierung

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Reines ätherisches Öl lässt sich nicht mit Wasser mischen. Daher macht beispielsweise die Herstellung eines Bades mit ätherischen Ölen den Einsatz eines geeigneten Emulgators (z.B. Disper, Labrafil, Labrasol) in einer vierfach grösseren Menge nötig.

Ein aromatisches Bad enthält maximal 10 Tropfen ätherisches Öl auf 100 Liter Wasser. Ohne Zusatz eines Emulgators schwimmt das ätherische Öl auf dem 40°C warmen Wasser und könnte bei direktem Hautkontakt Reizungen auslösen – vor allem wenn es sich um hautätzende ätherische Öle wie beispielsweise Zimtöl handelt.

Oral können ätherische Öle gemischt mit Honig eingenommen werden: Zu diesem Zweck werden 2-3 Tropfen ätherisches Öl auf einen Kaffeelöffel Honig gegeben. Ahornsirup oder ein Stück Rohrzucker sind ebenso geeignet. Ätherische Öle lassen sich auch mit pflanzlichen Urtinkturen verdünnen, deren Eigenschaften die Wirkung der ätherischen Öle ergänzen.

Für den äusserlichen Einsatz der ätherischen Öle sind pflanzliche Öle als Hilfsstoffe ideal. Die Auswahl des passenden Öls richtet sich nach der gewünschten therapeutischen Wirkung: eher visköses Öl wie Avocadoöl oder Olivenöl eignet sich zur Behandlung einer in der verhornten Schicht der Epidermis lokalisierten Mykose (Pilzerkrankung). Weizenkeimöl oder Jojobaöl dienen zur Wirkung auf Stufe der Epidermis, beispielsweise um eine Psoriasis (Schuppenflechte) oder ein Ekzem zu behandeln; um Beschwerden in der Dermis zu lindern, einen Juckreiz oder einen Ausschlag beispiesweise, wird Haselnussöl oder Mandelöl gewählt. Soll schliesslich die Unterhaut, die Synovia oder die Muskulatur erreicht werden, fällt die Wahl auf Sesamöl oder Haselnussöl.

Beachtet werden sollte unbedingt, dass Phenol- oder Aldehyd-haltige ätherische Öle oftmals aggressiv auf die Haut wirken und daher immer mindestens 5-fach verdünnt werden sollten.

Crèmes können ätherische Öle in Konzentrationen von 1-30% aufnehmen. Bei der Herstellung von Gelen (Carbopol oder Methylcellulose) sollte eine Konzentration von 10-12% nicht überschritten werden.

Je nach Grösse können Zäpfchen und Ovula, hergestellt auf der Basis von speziell konzipierten Wachsen, folgende Mengen ätherischer Öle enthalten:

1-2 Tropfen für ein Zäpfchen von 1 g für Säuglinge

2-3 Tropfen für ein Zäpfchen von 2 g für Kinder

3-4 Tropfen für ein Zäpfchen von 2 g für Erwachsene

6-10 Tropfen für ein Ovule von 4 g

Wichtig ist zudem, dass ätherische Öle keinesfalls unverdünnt in die Nase, das Ohr oder auf ano-genitale Schleimhäute appliziert werden sollten: eine Verdünnung von 5% in Haselnussöl oder Sesamöl gerstattet die Anwendung auf den sensiblen Schleimhäuten.

Lit.:

L’aromathérapie, D. Baudoux, Editions Amyris, 2e édition 2008, p31

Quelle:

http://www.pharmavista.net/content/default.aspx?http://www.pharmavista.net/content/NewsMaker.aspx?ID=4416&NMID=1400&LANGID=2

Kommentar & Ergänzung:

Ätherische Öle werden sowohl in der Phytotherapie also auch in der Aromatherapie eingesetzt. Die richtige Dosierung und die passende Anwendungsform sind dabei zentral.

Interessant an diesen Informationen sind meines Erachtens vor allem die differenzierten  Vorschläge zu Wahl der fetten Öle, je nach zu behandelnder Krankheit.

Für Bäder mit ätherischen Ölen eignen sich als Emulgator auch Kaffeerahm (Kaffeesahne) und Vollmilch.

Für die Herstellung von Zäpfchen (Suppositorien) und Ovula sind Apotheken oder Pharmabetriebe zuständig.

Falls Sie an sorgfältigem Wissen über Wirkung und Anwendung von Heilpflanzen interessiert sind, finden Sie dazu meine Kurse und Lehrgänge oben über den Menüpunkt „Kurse“.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

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Infos auf www.phytotherapie-seminare.ch

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Lungenkrebs: Haifischknorpel-Extrakt ohne Wirkung

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Ein Extrakt aus Haifischknorpel hat in der Therapie des fortgeschrittenen nichtkleinzelligen Bronchialkarzinoms (NSCLC) enttäuscht. Die Kombination von Haifischknorpel mit einer konventionellen Chemoradiotherapie hat in einer Phase-III-Studie im Journal of the National Cancer Institute (2010; doi:10.1093/jnci/djq179) die Prognose der Patienten nicht verbessert. Die Resultate wurde auch auf der Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology in Chicago präsentiert.

Haifischknorpel geniesst in weiten Kreisen der Bevölkerung seit längerem den Ruf, bei Krebserkrankungen wahre Wunder zu wirken. Die entwicklungsgeschichtlich sehr alten Fische würden niemals an Krebs erkranken, wird immer wieder behauptet, und diese Eigenschaften könnten durch die Einnahme der Haifisch-Kapseln auf den Krebspatienten übergehen. Auch Forscher konnten sich für den Gedanken erwärmen, dass Extrakte des nicht durchbluteten Gewebes eine anti-angiogenetische Wirkung haben könnten – also die Neubildung von Gefässen im Tumorgewebe hemmen könnten, vergleichbar mit Bevacizumab oder anderer moderner Krebsmedikamenten. Der kanadischen Firma Aeterna Zentaris kommt laut einer Pressemitteilung des M. D. Anderson Cancer Center das Verdienst zu, ihr Haifischknorpel-Präparat Neovastat® nicht einfach wie andere Hersteller über Drogerien zu vertreiben, sondern in klinischen Studien zu prüfen.

Den Abschluss dieser Forschungen für Neovastat® bildete eine Studie an 379 Patienten mit neu diagnostiziertem NSCLC im Stadium III. Die vom US-National Cancer Center unterstützten Studie wurde an 53 Zentren in den USA und in Kanada durchgeführt.
Alle Patienten bekamen eine Standardtherapie bestehend aus einer Induktionschemotherapie gefolgt von einer Chemo-Radiatio. Zusätzlich wurden die Patienten auf die Einnahme von Neovastat® oder Placebo randomisiert ( = durch Zufallentscheid verteilt).

Primärer Endpunkt war das Gesamtüberleben der Patienten. Es war in beiden Gruppen identisch. Im Neovastat-Arm überlebten die Krebspatienten im Mittel 14,4 Monate, im Placebo-Arm dagegen 15,6 Monate. Auch im progressionsfreien Überleben (11,3 vs. 10,7 Monate) gab es keine signifikanten Differenzen. Für Charles Lu vom M. D. Anderson Cancer Center in Houston und Mitarbeitern gibt es keine Hinweise, dass Neovastat oder die zahlreichen anderen wissenschaftlich nicht untersuchten Haifischknorpelextrakte eine Wirkung besitzen.

Der Editorialist Jeffrey White vom National Cancer Institute in Bethesda äussert sich etwas milder (JNCI 2010; doi: 10.10J9N3/jCncIi/dJjqo1u96). Er hält die unter Neovastat etwas, wenn auch statistisch nicht signifikante reduzierte Toxizität für einen Ansatzpunkt für weitere Studien.

Quelle:

http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/41377/Lungenkrebs_Haifischknorpel_ohne_Wirkung.htm

http://jnci.oxfordjournals.org/content/102/12/859.abstract

Kommentar & Ergänzung:

Auch Dr. Jutta Hübner, Sprecherin des Arbeitskreises komplementäre onkologische Medizin in der Deutschen Krebsgesellschaft und Leiterin der Komplementären Onkologie an der Universitätsklinik Frankfurt, rät von der Einnahme des Haifischknorpelextraktes ab

(in ihrem Buch: Aloe, Ginkgo, Mistel & Co. Ergänzende Wirkstoffe in der Krebsbehandlung)

Hier ausgewählte weitere Informationen zum Thema Haifischknorpel (Quelle: Wikipedia):

Was ist Haifischknorpel?

„Bei Haifischknorpel handelt es sich um Knorpel von Haien, der in getrockneter und pulverisierter Form als Nahrungsergänzungsmittel im Handel erhältlich ist. Die Präparate werden als Mittel zur „Stärkung der Gelenke“ für Menschen mit Verschleißerscheinungen der Gelenke, Osteoporose und Arthritis beworben. Da sie nicht als Arzneimittel zugelassen sind, dürfen von den Herstellern keine Heilungsversprechen gemacht werden. Seit den 1980er Jahren wird in Publikationen jedoch auch behauptet, Präparate mit Haifischknorpel seien geeignet, Krebs vorzubeugen oder sogar zu heilen. Das bekannteste Mittel dieser Art in Deutschland und in der Schweiz heißt Haifit.“

(Quelle: Wikipedia)

Herstellung von Haifischknorpel

„Um ein Kilogramm Haiextrakt herzustellen, werden 50 Kilogramm Hai benötigt. Verwendet werden alle Teile des Tieres. Der weltweit größte Lieferant von Haiknorpel ist die Firma Shark Technology in Costa Rica, die von William Lane gegründet wurde. In den 1990er Jahren verarbeitete sie nach eigenen Angaben täglich 200 Tiere. Aus Costa Rica wird das Pulver in die USA exportiert und dort für den europäischen Markt verarbeitet. Haiextrakt wird auch Kosmetika zugesetzt. Die Hersteller der Haiknorpel-Präparate erklären, dass für die Produkte nicht eigens Haie gefangen werden, sondern es handele sich um „Beifang“, beispielsweise aus der Tunfisch-Fischerei.“

(Quelle: Wikipedia)

Forschung und Publikationen zu Haifischknorpel

„ 1983 stellten zwei Forscher in Massachusetts bei Laborversuchen fest, dass Knorpelextrakte von Kälbern und auch von Haien in vitro das Wachstum von neuen Blutgefäßen verhindern. Bei Mäusen und Ratten ließ sich durch das Einpflanzen von Haiknorpel das Wachstum von Tumorzellen nicht verhindern, aber verlangsamen. Tumore benötigen ein eigenes Netz von Blutgefäßen, um zu wachsen. Eine abtötende Wirkung auf bereits vorhandene Tumorzellen hatte der Extrakt bei diesen Versuchen nicht. Welche Substanz im Haiknorpel für den beobachteten Effekt verantwortlich ist, ist bislang unbekannt.

Nach der Publikation dieser Ergebnisse begann der Biochemiker William Lane, damals Präsident der amerikanischen Fishmeal Trade Association, sich für die Erforschung von Haiknorpel und deren Nutzung zu interessieren. Als Regierungsbeauftragter der US-Regierung war es seine Aufgabe, nach neuen Investitionsmöglichkeiten für die Fischindustrie zu suchen.

1992 veröffentlichte Lane ein Buch unter dem Titel Sharks don’t get cancer, das 1994 mit dem Titel Warum Haie gegen Krebs immun sind auf Deutsch erschien. Darin verweist er vor allem auf die Ergebnisse aus Massachusetts; unabhängige klinische Studien liegen nicht vor. Lane empfiehlt Haiknorpel jedoch auch bei Psoriasis, diabetischer Retinopathie, Glaukom, Enteritis und Arthritis.

Lane nennt als tägliche Dosis für einen Erwachsenen 80 Gramm Pulver, wenn es oral eingenommen wird. Er empfiehlt jedoch die rectale Aufnahme als Einlauf; dafür seien 20 Gramm ausreichend.“

(Quelle: Wikipedia)

Prozesse rund um Haifischknorpel

„Ende 1999 klagte die amerikanische Food and Drug administration (FDA) als Kontrollbehörde für Arzneimittel gegen die Konzerne Lane Labs und Cartilage Consultants wegen unlauterer Werbung mit falschen Aussagen für das Haiknorpelpräparat BeneFin und eine Sonnencreme. Eigentümer von Cartilage ist William Lane, Präsident von Lane Labs sein Sohn Andrew Lane. Am 30. Juni 2000 untersagte die zuständige amerikanische Handelskommission FTC die Werbeaussage, es handele sich um „klinisch getestete“ Krebsmittel und verurteilte Lane Labs zur Zahlung von 1 Million US-Dollar als Strafe.

1994 verklagte der Haifit-Hersteller Medisana den Marburger Apotheker Gregor Huesmann, weil dieser das Präparat im Schaufenster als „Scheiß des Monats“ angeprangert und als unwirksam und völlig überteuert bezeichnet hatte. Nach Medienberichten über die Aktion war der Umsatz des Präparats deutlich zurückgegangen. Medisana klagte auf Unterlassung und 300.000 Mark Schadenersatz. 1998 untersagte das Oberlandesgericht München als letzte Instanz Huesmann zwar einige Formulierungen. Er durfte jedoch weiterhin behaupten, den Verbrauchern sei durch entsprechende Form“

(Quelle: Wikipedia)

Bewertung von und Kritik an Haifischknorpel

„- Die Behauptung, dass Haie keinen Krebs bekommen, ist falsch. In einem Tumorregister der amerikanischen George Washington University und in wissenschaftlichen Publikationen sind über 20 Krebsarten bei Haien registriert worden.

– Es gibt keine unabhängige wissenschaftliche Studie, die eine Wirkung von Haiknorpel bei menschlichen Krebserkrankungen belegt. Im Gegenteil: Wissenschaftler der Mayo-Klinik konnten in einer Studie keine positiven Effekte von Haiextrakt bei Brustkrebs und bei Darmkrebs feststellen. Ein Großteil der ausgewählten Patienten brach die Teilnahme an der Studie ab. Der physische und psychische Zustand der Patienten der Haiknorpelgruppe verschlechterte sich signifikant im Unterschied zur Placebo-Gruppe. Es wird von gastrointestinalen Nebenwirkungen berichtet.

– Die Einnahme von Haiknorpel wird von mehreren Wissenschaftlern als völlig wirkungslos bezeichnet, da er im Magen von der Magensäure zersetzt werde und mögliche Wirksubstanzen bei der Verdauung zerstört würden.

– Das Deutsche Krebsforschungszentrum sieht nach derzeitigem Forschungsstand keine Belege für eine tumorspezifische Wirkung von Haiknorpel.

– Dr. Gerd Büschel von der Arbeitsgruppe Biologische Krebstherapie am Institut für Medizinische Onkologie in Nürnberg hat erklärt: ‚Was behauptet wird und was wirklich nachgewiesen ist, klafft weit auseinander. Es handelt sich hier einfach um überzogene Interpretationen.’“

(Quelle: Wikipedia, Literaturangaben siehe dort)

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Kräuterexkursionen in den Bergen / Heilkräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital:

Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

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Schüssler-Salz Kalium chloratum D6 – ein Wunderheiler?

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Das Schüssler-Salz Nr. 4,  Kalium chloratum, kann man nach den Angaben einer Schüsslersalz-Website für folgende Anwendungsgebiete einsetzen:

Adenoide Vegetationen, Adipositas, Adnexitis, Akne, Angina, Apoplex, Appendicitis chronica, Asthma, Atemnot, Augenentzündung, Ausleitung, Badeotitis, Bauchspeicheldrüsen-Entzündung, Benignes Prostatasyndrom, Besenreiser, Blasenentzündung, Bronchialasthma, Bronchitis, Brustfellentzündung, COPD, Candida, Cerumen obturans, Cholangitis, Cholezystitis, Chronische Blinddarmentzündung, Chronische Bronchitis, Chronische Gaumenmandel-Entzündung, Chronische Hepatitis, Chronische Leberentzündung, Couperose, Darm-Soor, Darmentzündung, Dickdarmentzündung, Drüsenschwellung, Dünndarmentzündung, Eierstockentzündung, Eileiterentzündung, Eileiterentzündung,

Embolie, Emphysem, Entzündungen, Epilepsie, Fatigue-Syndrom, Fettsucht, Fibromyalgie, Fliess-Schnupfen, Flugangst, Frostbeulen, Fusspilz, Gallenblasenentzündung, Gallenwegsentzündung, Ganglion, Gehörgangsentzündungen, Gelbsucht, Gelenkentzündung, Gelenkrheumatismus, Geschwulst, Gicht, Giftstoffe-Abbau, Gingivitis, Glomerulonephritis, Grind, Halsschmerzen, Hautausschlag, Hautauswüchse, Hautfalten-Entzündung, Hautgriess, Hautmykose, Hautpilz, Hautwucherungen, Hefepilz-Befall, Heiserkeit, Heisshunger, Hepatitis, Herpes, Heuschnupfen, Hodgkin-Lymphom, Husten, Hypochondrie, Hämorrhoiden, Hühneraugen, Ikterus, Impffolgen, Infektiöse Mononukleose, Kandida, Kapillar-Verkrampfung, Kehlkopfentzündung, Keuchhusten, Klarheit, Kleieflechte, Kleiepilz, Kniegelenksentzündung, Kopfekzem, Kopfgrind, Kopfschuppen, Krampfadern, Kreislaufschwäche, Krupp, Laryngitis, Lauf-Schnupfen, Laufnase, Leberentzündung, Leberflecken, Lidrandentzündung, Lungenentzündung,

Lymphangitis, Lymphdrüsenschwellung, Lymphgefässentzündung, Lymphknoteneiterung, Lymphknotenentzündung, Lymphknotenkrebs, Lymphknotenschwellungen, Lymphogranulomatose, Lymphom, Magenbrennen, Mandelentzündung, Mandelschwellung, Mandelvereiterung, Mandelvergrösserung, Milchschorf, Mittelohr-Vereiterung, Mittelohrentzündung, Morbus Bechterew, Morbus Crohn, Morbus Hodgkin, Mumps, Mund-Soor, Muskelrheuma, Mykose, Myogelose, Myom, Myringitis, Müdigkeits-Syndrom, Nagelpilz, Narbenpflege, Nasenlaufen, Nasenpolypen, Nebenhöhlenentzündung, Neurodermitis, Nierenbeckenentzündung, Nierenentzündung, Nierenstauung, Offenheit, Ohrenausfluss, Ohrenekzem, Ohrenentzündung, Ohrenlaufen, Ohrenschmalz, Ohrenschmalzpfropf, Ohrenschmerzen, Ohrknorpelentzündung, Ohrmuschelekzem, Ohrmuschelentzündung, Oophoritis, Operationsvorbereitung,

Otitis, Otitis externa, Parotitis, Parotitis epidemica, Periarthropathie, Perichondritis, Pfeiffersches Drüsenfieber, Pharyngitis, Phlebitis, Pickel, Pityriasis versicolor, Platzangst, Pockenimpfung-Nachbehandlung, Polyarthritis, Polypen, Prostataadenom, Prostatabeschwerden, Prostatahyperplasie, Prostatahypertrophie,

Prostatavergrösserung, Pseudo-Krupp, Psoriasis, Pusteln, Pyelonephritis, Rachengeschwür, Rachenmandel-Vergrösserung, Rheuma, Rhinitis, SMS-Daumen,

Salpingitis, Schlaganfall, Schleimbeutelentzündung, Schleimhaut-Pilze, Schleudertrauma, Schluckschmerzen, Schuppenflechte, Schwerhörigkeit, Seborrhoisches Ekzem, Sehnenscheidenentzündung, Sensibilität, Sinusitis, Soor,

Sorgen, Souveränität, Speicheldrüsenentzündung, Stockschnupfen, Surferohr, Taucherohr, Thrombophlebitis, Thrombose, Traumatische Arthritis, Trommelfellentzündung, Tumor, Vergrösserte Mandeln, Warzen, Weichteilrheumatismus, Weissfluss, Wucherungen, Zahnfleischentzündung, Zeruminalpfropf, Ziegenpeter, Zungenbelag, Zwanghaftigkeit, Zwänge, Zyste, Zystitis, Zöliakie.

Quelle: http://lexikon-der-schuessler-salze.de/mittel/kalium-chloratum.htm

Kommentar & Ergänzung:

1. Das ist eine Verarschung sondergleichen, doch was soll man dazu schon sagen, wenn so viele Leute sich offenbar verarschen lassen wollen und keinerlei Fragen stellen.

Dass so viele Leute keinerlei Fragen stellen ist allerdings ein spannendes Phänomen. Interessant ist genauer gesagt die Frage, welche Bedürfnisse durch solch absolut simple Wunderheiler gedeckt werden.

2. Wir haben es hier mit einem extremen Beispiel für Indikationslyrik zu tun. Ein Mittel, das für derart viele und unterschiedlichste Krankheiten helfen soll, hilft wohl vor allem gegen die Angst vor Krankheiten.

Nicht zuletzt bietet solche Indikationslyrik aber auch unbegrenzte Anwendungsbereiche und traumhafte Umsatzmöglichkeiten. Bestimmt finden Sie auf der obenstehenden Anwendungsliste ein paar Beschwerden, die auch für Sie relevant sind. Jede/r findet das. Also kann jeder/r Schüssler Salz Kalium chloratum D6 brauchen. Aber damit nicht genug: Das trifft auch auf alle anderen Schüssler-Salze zu. Fazit: Jede/r braucht alle Schüssler-Salze!

3. Es stehen reinste Behauptungen da, keinerlei Begründungen für irgendeine der Heilwirkungen. Das braucht es auch nicht. Schüssler-Salz-AnhängerInnen verlangen offenbar keine Begründungen und stellen keine Fragen. Sie schlucken brav ihre Tabletten. Wo bitte bleibt da der mündige Patient oder die mündige Patientin? Ich dachte ursprünglich einmal – sehr lange ist es her – Komplementärmedizin strebe nach einem partnerschaftlicheren Verhältnis zwischen der kranken Person und der Fachperson für’s Heilen. Doch bei Schüssler-Salzen braucht es ja nicht einmal mehr eine Fachperson. Die simple Anleitung genügt und eine gläubige Beziehung zur Herstellerfirma. Höriger und „fast-food-mässiger“ geht’s kaum mehr. Alternatives Heilen muss schnell und leicht gehen, ohne Auseinandersetzung mit sich oder dem Heilmittel und vor allem ohne Nachdenken. Das passt optimal zum Zeitgeist.

4. Es soll mir bitte jemand genauer erklären, wie Kalium chloratum D6 gegen Krebs, Sinusitis, Pfeifersches Drüsenfieber, Morbus Crohn, Platzangst und Hüheraugen wirkt. Nur diese sechs Beispiele. Was genau bewirkt Kalium chloratum bei Pfeifferschem Drüsenfieber?

Und wie wär’s mit ein paar vollständig dokumentierten Behandlungsverläufen? – Solchen Aufwand betreiben die Schüssler-Salz-Propagandisten nicht. Ist auch unnötig, solange die Tabletten-Schlucker keine Fragen stellen.

5. Kalium chloratum ist übrigens als Geschmacksverstärker unter der Bezeichnung E 508 im Handel. Wollen wir wetten, dass der grösste Teil der Schüssler-Salz-Tabletten-Schlucker im Laden einen weiten Bogen macht um all die teuflischen E-Nummern? Ein Tipp für die sparsame Hausfrau: E 508 und damit auch Kalium chloratum ist enthalten in Fertiggerichten, Würzmitteln und diätetischen Lebensmitteln – viel billiger und auch in grösseren Mengen als im Schüssler-Salz Nr. 4, da Kalium chloratum dort ja 1 : 1 000 000 mal verdünnt wurde. Allerdings fehlt im Diätsalz die Laktose (Milchzucker), aus der die Schüssler-Salze bekanntermassen bestehen. Aber es ist immer noch viel billiger, die Laktose separat zu kaufen, wenn man schon Laktose schlucken will.

6. Von Tabletten der herkömmlichen Pharmaindustrie werden meist drei pro Tag geschluckt und die Firmen entwickeln zunehmend Präparate zur Einmal-Einnahme. Von Produkten der Alternativ-Pharma schlucken viele Schüssler-Salz-Konsumenten 10, 20 oder mehr Tabletten pro Tag. Beispiel:

„Manche begeisterte Schüsslersalz-Anwender verwenden auch erheblich grössere Mengen der Schüssler-Salze. Dabei handelt es sich um die sogenannte Hochdosierung. Bei der Hochdosierung werden in kurzen Abständen bis zu 100 Tabletten am Tag im Munde zergehen lassen.“

Quelle: http://lexikon-der-schuessler-salze.de/anwendung

Das glauben Sie nicht?

Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) in Österreich überprüfte die Beratung bezüglich Schüssler Salze in Apotheken:

„Eine Testperson mit Reizmagen-, Reizdarm- bzw. Reizblasensyndrom suchte im Rahmen eines Praxistests sieben Apotheken auf und ließ sich bezüglich Schüssler-Salze beraten…… Im extremsten Fall wurde ….zur Einnahme von elf der zwölf möglichen Schüssler-Salze in Form von beachtlichen 140 Tabletten pro Tag geraten –  um einen Gesamtpreis von 190 Euro.“

Quelle: http://derstandard.at/1285042414537/Beratung-in-Apotheken-Schuessler-Salze-im-Test

Offenbar gilt hier das Motto: „Je mehr desto besser“ oder „nimm soviel du bekommen kannst“.

Auch diese Haltung passt so schön zum Zeitgeist. Fragt sich nur, was denn so alternativ sein soll an derartigen Tabletten-Orgien.

7. Auffallend bei Schüssler-Salzen ist die grosse Beliebigkeit. Es kommt sozusagen auf gar nichts drauf an:

„Von den Schüssler-Salzen können Sie mehrere verschiedene Mittel innerhalb eines Tages verwenden. Wieviele verschiedene Schüssler-Salze jedoch am besten sind, da gehen die Meinungen auseinander. Manch nehmen soviele Salzsorten, wie möglich. Alle Salze, die irgendwie passen, werden zur Behandlung eingesetzt. Andere bevorzugen nur drei Mittel auf einmal einzusetzen. Wenn mehr Mittel passen würden, werden die besten drei ausgewählt. Wieder andere setzen am liebsten nur ein Mittel gleichzeitig ein, das sind vor allem Menschen, die auch gerne mit homöopathischen Mitteln arbeiten. In diesem Fall sucht man sich das Mittel aus, das am besten passt. Wieviele Mittel Sie gleichzeitig einsetzen, bleibt Ihnen überlassen.“

Quelle: http://lexikon-der-schuessler-salze.de/anwendung

Auch diese Beliebigkeit und Gleich-Gültigkeit zeigte sich bei den Testkäufen des VKI in Wiener Apotheken:

„Der Test ergab eine Vielfalt an unterschiedlichen Zusammenstellungen von Schüßler Salzen, bei denen zum Teil weder Salze noch Dosierung übereinstimmten.“

Quelle: http://derstandard.at/1285042414537/Beratung-in-Apotheken-Schuessler-Salze-im-Test

Diese absolute Beliebigkeit ist meines Erachtens ein Symptom für hochgradige Scharlatanerie. Aber irgendwie ist es ja auch konsequent. Schliesslich bestehen alle Schüsslersalze aus dem gleichen Stoff: Milchzucker (oder eine andere Trägersubstanz). Die zugesetzten Salze sind soweit verdünnt, meist 1 : 1 000 000 oder 1 : 000 000 000 000, dass von Vorhandensein ernsthaft nicht mehr die Rede sein kann. Weshalb soll es da wichtig sein, welches Schüssler-Salz man schluckt?

Solche Beliebigkeit hat unbestreitbare Vorteile: Es braucht dazu keine Theorie, kein Wissen, kein Nachdenken und keinerlei ernsthaften Lernprozess – wenn es doch sowieso gleichgültig ist, was, wieviel und in welcher Kombination geschluckt wird.

Dieser Relativismus passt ebenfalls perfekt zu unsere Zeit.

8. Dass viele Apotheken und Drogerien so kräftig Schüssler-Salze propagieren und verkaufen, und damit ihren Kundinnen und Kunden vorgaukeln, dass es sich dabei um Medikamente handle, grenzt meines Erachtens an Betrug. Ich würde einen weiten Bogen um solche Geschäfte machen und sie betreffend Glaubwürdigkeit tiefer einstufen als einen Kiosk.

Zu Schüssler-Salzen siehe auch:

Schüssler-Salze: Mineralwasser wirksamer, günstiger, zahnschonender

Schüssler-Salze wirksam?

Das Scharlatan-O-Meter

Schüssler-Salz Calcium phosphoricum D6 – ein Wunderheiler?

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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