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Phytotherapie: Zur Studienlage bei gutartiger Prostatavergrösserung (BPH)

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Die Medizin-Zeitschrift „Ars Medici“ (Nr. 2 / 2012) publizierte ein längeres Interview mit dem Urologen Dr. med. Joël Patrick Gregorin zur medikamentösen Therapie der gutartigen Prostatavergrösserung (benigne Prostatahyperplasie, BPH). In einem Abschnitt des Gesprächs geht es um die Studienlage bezüglich der Phytopharmaka in diesem Bereich:

„ARS MEDICI: Wie sieht die Studienlage bei BPH-Medikamenten auf pflanzlicher Basis aus? Gibt es aussagekräftige Stu-

dien, bei denen Phytotherapeutika mit Alphablockern und 5-alpha-Reduktasehemmern verglichen wurden? Was für Er-

fahrungen machen Sie in der Praxis mit Phytotherapeutika?

Gregorin: Nicht falsch liegt man bei Sägepalmen- und Brennnesselextrakten oder einer Kombination aus beidem. Zu beiden

Präparaten liegen Studien vor, die einen positiven Effekt auch über mehrere Jahre belegen. Die Studie von U. Engelmann

beispielsweise, erschienen in «Arzneimittel-Forschung/Drug Research», weist in einer randomisierten Doppelblindstudie

bei Patienten mit LUTS infolge einer benignen Prostatahyperplasie nach, dass ein Kombinationspräparat aus Sabal-

früchten und Brennnesselwurzeln einer Therapie mit Tamsulosid ebenbürtig ist. Soekeland und Albrecht kamen in einer

einjährigen Studie im Vergleich mit Finasterid zum gleichen Resultat. In beiden Fällen nahm der IPSS ab und der Uroflow

zu. Was unter Phytotherapeutika nicht sicher nachgewiesen werden konnte, ist ein Stopp der Progression der BPH.“

„ARS MEDICI: Was für eine Rolle spielen Ihrer Erfahrung nach Phytotherapeutika in der Allgemeinpraxis (z.B. Sägepalmen-

extrakte)?

Gregorin: Gerade in der Hausarztpraxis, bei leichten Symptomen, jüngeren, kritischen Patienten, die ausdrücklich auf «Chemie»

verzichten wollen und keine medikamentösen  Nebenwirkungen in Kauf zu nehmen bereit sind, leisten  Phytotherapeutika gute

Dienste. Da der Wirkungseintritt verzögert eintritt, lohnt es sich, die Patienten von einer vorübergehenden Medikation mit

Alphablockern zu überzeugen. Unter einem Alphablocker plus einem hoch dosierten Phytotherapeutikum erlebt man innert

weniger Tage eine deutliche Wirkung. Nach einigen Tagen kann man den Alphablocker  wieder absetzen und mit dem

Phytotherapeutikum allein weiterfahren.“

Kommentar & Ergänzung:

Sägepalmenfrüchte-Extrakt und Brennnesselwurzel-Extrakt sind diejenigen Präparate, die in der Phytotherapie bei BPH am besten untersucht und dokumentiert sind. Wobei allerdings nicht für alle Zubereitungsformen positive Hinweise vorliegen.

Kürbissamen sind zur Vorbeugung von BPH beliebt, wobei dieser Effekt nicht belegt ist. Immerhin sind sie aber ein gesunder Nahrungsbestandteil, der sich gut in die tägliche Ernährung einbauen lässt.

Am schlechtesten untersucht und dokumentiert geben Prostatabeschwerden durch BPH ist das Weidenröschen, das in Form von Weidenröschentee angewendet wird.

Wenn durch Phytopharmaka eine Wirkung gegen die Beschwerden bei BPH zustande kommen soll, braucht es eine Langzeitanwendung über mehrere Monate, am besten mindestens über ein halbes Jahr.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Heilpflanzenexkursionen in den Bergen / Kräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital:

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Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

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Heilpflanzen gegen Prostatabeschwerden

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Zu Beginn eines Benignen Prostatasyndroms (BPS) genügen häufig Maßnahmen wie Blasentraining oder Abnehmen. Heilpflanzen-Präparate können unterstützend wirken.

Typisch für das Benigne Prostatasyndrom (BPS) ist eine Trias aus Prostatavergrößerung, Symptomen des unteren Harntrakts (LUTS) und Blasenauslass-Obstruktion. Zwischen ihnen bestehe kein fester Zusammenhang, erklärte Professor Klaus Höfner beim Uro Update in Düsseldorf.

So könne bei einem Patienten eine Veränderung allein auftreten, bei anderen zwei oder auch alle drei, wobei die Symptome von milde bis stark reichen.

Über die einzuleitenden Maßnahmen entscheiden Arzt und Patient gemeinsam, empfehlen Fachgesellschaften Deutscher Urologen in ihren Leitlinien zum BPS und stellen dafür einen Algorithmus bereit (Der Urologe A. 2009; 48: 1503). Als Hauptkriterien für die Behandlung haben sich herauskristallisiert: Wie stark ist die Blasenauslass-Obstruktion? Schreitet die Krankheit fort, und wie gross ist das Risiko von Komplikationen?

Für die Indikation zu einer Behandlung sei die individuelle Progression einzuschätzen, empfahl der Urologe aus Oberhausen. Im ersten Stadium sind Medikamente häufig nicht unbedingt nötig („Watchful Waiting“). Dabei ist es gut zu wissen, dass sich die Prognose der Prostata-Obstruktion sich durch dieses kontrollierte Zuwarten nicht verschlechert.

Es eignet sich für Patienten mit leichten Beschwerden, kaum eingeschränkter Lebensqualität, kleiner Prostata, niedrigem PSA, wenig Restharn und gutem Harnfluss. Regelmäßige ärztliche Kontrollen sind Bestandteil dieses Konzepts, genauso wie Änderungen des Lebensstils: Regulieren der Flüssigkeitszufuhr, wenig Alkohol und Kaffee, Blasentraining und für Übergewichtige Abnehmen, weil das die Beschwerden verringert.

Eine Option bei milden BPS-Symptomen sind pflanzliche Präparate (Phytopharmaka), in Deutschland hauptsächlich Extrakte aus Sägezahnpalmenfrüchten (Serenoa repens, Sabal serrulata), Brennnesselwurzeln (Urtica dioica), Kürbissamen (Cucurbita pepo), Roggenpollen (Secale cereale) sowie Phytosterole aus der afrikanischen Wurzel Hypoxis rooperi, aus Kiefer und Fichte (Pinus und Picea).

Für einige Phytotherapeutika (Harzol®, Azuprostat®, ProstaFink®, Permixon® und Prostagutt®) ergeben sich aus randomisierten Studien Hinweise auf Wirksamkeit.

Eine Übersicht der Cochrane Collaboration zu β-Sitosterol-haltigen Präparaten haltigen Präparaten zeigt: Sie werden gut vertragen, die Beschwerden bessern sich, der Harnstrahl wird kräftiger.

Seit 2004 müssen Patienten diese Phytotherapeutika in Deutschland selbst bezahlen. Die Konsultation in der Praxis ist jedoch über EBM abzurechnen.

Die Präparate bestehen aus einer Arzneipflanze oder aus mehreren. Die Hersteller verwenden unterschiedliche Extraktionsverfahren, so dass die Heilpflanzen-Präparate in ihrer Zusammensetzung variieren, selbst wenn sie aus derselben Pflanze stammen, erklärte Höfner. Resultate aus Grundlagenforschung und klinischen Studien zu Wirkung, Bioverfügbarkeit und Pharmakodynamik sind nicht von einem Präparat auf ein anderes übertragbar, auch wenn beide aus der gleichen Heilpflanze produziert werden.

Zudem sei noch nicht erforscht, ob die Heilpflanzen-Präparate langfristig wirken, ob sie das Fortschreiten der Krankheit verlangsamen und Harnverhalt oder Operation vorbeugen. Dennoch erscheine der Ansatz interessant und solle weiter beobachtet werden, sagte Höfner.

Er stellte eine neue Studie zu einer Serenoa-repens-Zubereitung vor: Im Tiermodell hemmte sie, additiv verstärkt durch Selen und das in Tomaten vorkommende Lycopin, die Entzündung und Hyperplasie, die mit der Obstruktion einhergehen (Urology 2011; 77: 248).

Ein Naturprodukt, das bereits bei Harnwegsinfekten getestet wurde, schlagen Wissenschaftler jetzt für die BPS-Behandlung vor: ein Pulver aus Cranberries. Teilnehmer einer Studie waren 42 Männer mit LUTS, erhöhtem PSA und chronischer, nicht-bakterieller Prostatitis. 21 nahmen sechs Monate täglich 1500 mg des Pulvers.

Danach hatten sich die Werte auf dem Internationalen Prostata Symptomen-Score IPSS, Lebensqualität, Uroflow und Restharn signifikant stärker gebessert als bei den 21 nicht-behandelten Prostata-Patienten (Br J Nutr 2010; 104: 1181).

Quellen:

http://journals.cambridge.org/action/displayAbstract?fromPage=online&aid=7912891&fulltextType=RA&fileId=S0007114510002059

http://www.aerztezeitung.de/medizin/article/656555/pflanzen-prostatabeschwerden.html

Kommentar & Ergänzung:

Im Gegensatz zu Deutschland gibt es in der Schweiz einige Phytopharmaka zur Linderung der Beschwerden bei Gutartiger Prostatavergrösserung (Benigne Prostatahyperplasie) die von den Krankenkassen via Grundversicherung bezahlt werden, wenn eine Ärztin oder ein Arzt sie verschreibt.

Wichtig ist bei allen Heilpflanzen-Präparaten in diesem Bereich, dass sie langfristig eingenommen werden sollten, idealerweise mindestens über sechs Monate.

Die erwähnte Anwendung von Cranberries bei Prostatabeschwerden (nicht-bakterielle Prostatitis) ist eine ziemlich neue Idee. Die beschriebene Studien ist zwar interessant, ihre Aussagekraft allerdings nur schon wegen der kleinen Zahl der Teilnehmer sehr begrenzt.

Ansonsten erwähnt der Bericht die wichtigsten Prostatapflanzen: Sabalfrüchte, Kürbissamen, Brennnesselwurzel, Roggenpollen.

Erstaunen mag, dass der in der traditionellen Pflanzenheilkunde  häufig angewendete Weidenröschentee nicht erwähnt wird. Das hat damit zu tun, dass zur Wirkung des „Kleinblütigen Weidenröschens“ gegen Prostatabeschwerden im Gegensatz zu den aufgeführten Heilpflanzen keine fundierte Dokumentation vorliegt.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Sabalfrüchte gegen Prostatabeschwerden

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Für Patienten mit milden Beschwerden eines benignen Prostatasyndroms sind Heilpflanze-Präparate eine Option. Für einige Phytotherapeutika gebe es aus randomisierten Studien Hinweise auf Wirksamkeit, darunter für Extrakte aus Sägezahnpalmenfrüchten (Serenoa repens, Sabal serrulata, Sägepalme), erklärte Professor Klaus Höfner beim Uro Update in Düsseldorf.

Dort stellte der Experte aus Oberhausen eine neue Studie zu einer Serenoa-repens-Zubereitung vor: Im Tiermodell hemmte das Präparat, additiv verstärkt durch Lycopin und Selen, die mit der Obstruktion einhergehende Entzündung und Hyperplasie (Urology 2011; 77: 248).

Quelle:

http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/urologische-krankheiten/prostata/article/652374/saegezahnpalmenfruechte-prostatasymptome.html?sh=8&h=-202169220

Kommentar & Ergänzung:

Trockenextrakte aus den Sabalfrüchten werden zur Linderung von milderen gutartigen Prostatabeschwerden schon seit längerem erforscht.

Tatsächlich gibt es Hinweise auf eine Wirksamkeit aus randomisierten klinischen Studien. Der Text  übergeht an diesen Punkt allerdings, dass es auch Studien gibt, in denen Sabalfrüchte keine Wirkung zeigten. Insofern ist die Darstellung einseitig.

Wichtig scheint mir in diesem Zusammenhang:

Alle positiven Hinweise aus Patienten-Studien basieren auf Langzeitanwendungen über drei bis (eher) sechs Monate. Kurzzeitige Anwendung über wenige Wochen sind daher  nicht sehr erfolgsversprechend.

Bei der erwähnten Untersuchung am „Tiermodell“ bleibt  völlig offen, ob daraus auch Schlüsse auf eine Wirkung auch beim Menschen gezogen werden kann.

Ernstnehmen kann man hier eigentlich nur klinische Studien mit Prostata-Patienten.

Weitere Informationen zu Lycopin:

Lycopin im Tomatensaft reduziert Knochenschwund

Tomatenmark schützt vor Sonnenschäden

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Schüssler-Salz Nr. 12, Calcium sulfuricum D6 – ein Wunderheiler?

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Das Schüssler-Salz Nr. 12,  Calcium sulfuricum D6, kann man nach den Angaben einer Schüsslersalz-Website für folgende Anwendungsgebiete einsetzen:

„Abduktionskontraktur, Abhängigkeit, Abszesse, Adduktionskontraktur, Adipositas, Akne, Altersflecken, Angina, Aphten, Badeotitis, Bedrückung, Benignes Prostatasyndrom, Beugekontraktur, Blasenentzündung, Blockierung, Blutgerinnung, Blutvergiftung, Brennen beim Wasserlassen, Bronchitis, Brustentzündung, Brüchige Fingernägel, Brüchige Haare, Cholesteatom, Chronische Bronchitis, Darmausgangs-Fisteln, Eierstocksabszess, Eifersucht, Ekzeme, Empfindsamkeit, Entscheidungsschwäche, Erwachsen werden, Feinsinnigkeit, Fette Haut, Fettsucht, Fisteln, Flexionskontraktur, Furunkel, Fussgelenks-Schmerzen, Gedächtnisschwäche, Gelenkkontraktur, Gelenkrheumatismus, Gelenkversteifung, Gicht, Giftstoffe-Abbau, Glanzlose Haare, Glomerulonephritis, Grind, Grosszehen-Schiefstand, Haar-Spliss, Hallux valgus, Harnbrennen, Herdbedingter Rheumatismus, Kater, Katzenjammer, Kieferhöhlen-Vereiterung, Kiefernhöhlenentzündung, Klarheit, Knorpel-Aufbau, Kontraktur, Kopfekzem, Kopfgrind, Kreativität, Krisenstimmung, Labilität, Laufnase, Lustlosigkeit, Lymphknoteneiterung, Lymphknotenentzündung, Magengeschwür, Mandelabszess, Mandelentzündung, Mandelvereiterung, Milchschorf, Milchstau, Mittelohr-Vereiterung, Mittelohrentzündung, Mumps, Muskelkontraktur, Muskelrheuma, Nasenlaufen, Nebenhöhlenentzündung, Nein-Sagen können, Nierenentzündung, Offene Eiterungen, Offenheit, Ohren-Ekzem, Ohrenekzem, Ohrknorpelentzündung, Ohrmuschelekzem, Ohrmuschelentzündung, Opferhaltung, Osteomyelitis, Otitis externa, Parotitis, Parotitis epidemica, Passivität, Perichondritis, Perlgeschwulst, Pickel, Prostataabszess, Prostataadenom, Prostatabeschwerden, Prostatahyperplasie, Prostatahypertrophie, Prostatavergrösserung, Pseudo-Krupp, Pusteln, Sanftmut, Schlaflosigkeit, Schnupfen, Schulter-Rheuma, Selbsteinschätzung, Selbsterkenntnis, Selbstversorgung, Selbstvertrauen, Sensibilität, Sinnsuche, Sorgen, Spastische Kontraktur, Speicheldrüsenentzündung, Spitzfuss, Stirnhöhlenentzündung, Stockschnupfen, Streckkontraktur, Stumpfe Haare,, Ständiger Harndrang, Surferohr, Taucherohr, Unentschlossenheit, Unfruchtbarkeit, Unglücklichsein, Unsicherheit, Verantwortung, Vitalisierung, Volkmann-Kontraktur, Wachstumsverzögerung, Wertschätzung, Willensschwäche, Wundsein, Zahn-Herde, Zahnungs-Verzögerung, Zahnwurzel-Abszess, Ziegenpeter, Zwanghaftigkeit, Zwänge, Zwölffingerdarmgeschwür, Zystitis, Übergewicht.“

Quelle: http://lexikon-der-schuessler-salze.de/mittel/calcium-sulfuricum.htm

Kommentar & Ergänzung:

1. Eine solche grenzenlose Aufzählung von Anwendungsbereichen ist eine Verarschung sondergleichen, doch was soll man dazu schon sagen, wenn so viele Leute sich offenbar verarschen lassen wollen und keinerlei Fragen stellen.

Dass so viele Leute keinerlei Fragen stellen ist allerdings ein spannendes Phänomen. Interessant ist genauer gesagt die Frage, welche Bedürfnisse durch solch absolut simple Wunderheiler gedeckt werden.

2. Wir haben es hier mit einem extremen Beispiel für Indikationslyrik zu tun. Ein Mittel, das für derart viele und unterschiedlichste Krankheiten helfen soll, hilft wohl vor allem gegen die Angst vor Krankheiten.

Nicht zuletzt bietet solche Indikationslyrik aber auch unbegrenzte Anwendungsbereiche und traumhafte Umsatzmöglichkeiten. Bestimmt finden Sie auf der obenstehenden Anwendungsliste ein paar Beschwerden, die auch für Sie relevant sind. Jede/r findet das. Also kann jeder/r Schüssler Salz Calcium sulfuricum D6 brauchen. Aber damit nicht genug: Das trifft auch auf alle anderen Schüssler-Salze zu. Fazit: Jede/r braucht alle Schüssler-Salze!

3. Es stehen reinste Behauptungen da, keinerlei Begründungen für irgendeine der versprochenen Heilwirkungen. Das braucht es auch nicht. Schüssler-Salz-AnhängerInnen verlangen offenbar keine Begründungen und stellen keine Fragen. Sie schlucken brav ihre Tabletten. Wo bitte bleibt da der mündige Patient oder die mündige Patientin? Ich dachte ursprünglich einmal – sehr lange ist es her – Komplementärmedizin strebe nach einem partnerschaftlicheren Verhältnis zwischen der kranken Person und der Fachperson für’s Heilen. Doch bei Schüssler-Salzen braucht es ja nicht einmal mehr eine Fachperson. Die simple Anleitung genügt und eine gläubige Beziehung zur Herstellerfirma. Höriger und „fast-food-mässiger“ geht’s kaum mehr. Alternatives Heilen muss schnell und leicht gehen, ohne Auseinandersetzung mit sich oder dem Heilmittel und vor allem ohne Nachdenken. Das passt optimal zum Zeitgeist.

4. Es soll mir bitte jemand genauer erklären, wie Calcium sulfuricum D6 gegen Rheumatismus, Katzenjammer, Kater, Eifersucht, Eierstockabszess und Willensschwäche wirkt. Nur diese sechs Beispiele mit Begründung. Wie genau wurden diese Heilwirkungen festgestellt? Wie kommt es zu dieser Wirkung?  Da stehen – wie auch in allen anderen Schüssler-Salz-Beschreibungen, die ich bisher gesehen habe – nur Behauptungen.

Und wie wär’s mit ein paar vollständig dokumentierten und in einer Fachzeitschrift publizierten Behandlungsverläufen? – Solchen Aufwand betreiben die Schüssler-Salz-Propagandisten nicht. Ist auch unnötig, solange die Tabletten-Schlucker keine Fragen stellen.

5. Calcium sulfuricum ist übrigens bekannter unter dem Trivialnamen Gips. In der Nahrungsmittelindustrie ist Calcium sulfuricum unter der Bezeichnung E 516 als Festigungsmittel, Säureregulator und Trägerstoff zugelassen. Unter anderem wird Calcium sulfuricum bei der Herstellung von Tofu eingesetzt.

Wollen wir wetten, dass viele Schüssler-Salz-Tabletten-Schlucker im Laden einen weiten Bogen macht um all die teuflischen E-Nummern? Ein Tipp für die sparsame Hausfrau, den sparsamen Hausmann: Calcium sulfuricum ist auch enthalten in Mineralwasser und Trinkwasser, viel billiger und auch in grösseren Mengen als im Schüssler-Salz Nr. 12, da Calcium sulfuricum dort ja 1 : 1 000 000 mal verdünnt wurde. Allerdings fehlt im Trinkwasser die Laktose (Milchzucker), aus der die Schüssler-Salze bekanntermassen bestehen. Laktose allein könnte man allerdings viel viel billiger kaufen als in Form von Schüssler-Tabletten.

Hier stellt sich vor allem die Frage: Wie unterscheidet der Organismus zwischen den heilenden Schüssler-Calciumsulfat-Ionen und dem gewöhnlichen Calciumsulfat aus Trinkwasser? Haben die Schüssler-Salz-Ionen eine rote Schlaufe?

6. Von Tabletten der herkömmlichen Pharmaindustrie werden meist drei pro Tag geschluckt und die Firmen entwickeln zunehmend Präparate zur Einmal-Einnahme. Von Produkten der Alternativ-Pharma schlucken viele Schüssler-Salz-Konsumenten 10, 20 oder mehr Tabletten pro Tag. Beispiel:

„Manche begeisterte Schüsslersalz-Anwender verwenden auch erheblich grössere Mengen der Schüssler-Salze. Dabei handelt es sich um die sogenannte Hochdosierung. Bei der Hochdosierung werden in kurzen Abständen bis zu 100 Tabletten am Tag im Munde zergehen lassen.“

Quelle: http://lexikon-der-schuessler-salze.de/anwendung

Das glauben Sie nicht?

Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) in Österreich überprüfte die Beratung bezüglich Schüssler Salze in Apotheken:

„Eine Testperson mit Reizmagen-, Reizdarm- bzw. Reizblasensyndrom suchte im Rahmen eines Praxistests sieben Apotheken auf und ließ sich bezüglich Schüssler-Salze beraten…… Im extremsten Fall wurde ….zur Einnahme von elf der zwölf möglichen Schüssler-Salze in Form von beachtlichen 140 Tabletten pro Tag geraten –  um einen Gesamtpreis von 190 Euro.“

Quelle: http://derstandard.at/1285042414537/Beratung-in-Apotheken-Schuessler-Salze-im-Test

Offenbar gilt hier das Motto: „Je mehr desto besser“ oder „nimm soviel du bekommen kannst“.

Auch diese Haltung passt so schön zum Zeitgeist. Fragt sich nur, was denn so alternativ sein soll an derartigen Tabletten-Orgien.

7. Auffallend bei Schüssler-Salzen ist die grosse Beliebigkeit. Es kommt sozusagen auf gar nichts drauf an:

„Von den Schüssler-Salzen können Sie mehrere verschiedene Mittel innerhalb eines Tages verwenden. Wieviele verschiedene Schüssler-Salze jedoch am besten sind, da gehen die Meinungen auseinander. Manch nehmen soviele Salzsorten, wie möglich. Alle Salze, die irgendwie passen, werden zur Behandlung eingesetzt. Andere bevorzugen nur drei Mittel auf einmal einzusetzen. Wenn mehr Mittel passen würden, werden die besten drei ausgewählt. Wieder andere setzen am liebsten nur ein Mittel gleichzeitig ein, das sind vor allem Menschen, die auch gerne mit homöopathischen Mitteln arbeiten. In diesem Fall sucht man sich das Mittel aus, das am besten passt. Wieviele Mittel Sie gleichzeitig einsetzen, bleibt Ihnen überlassen.“

Quelle: http://lexikon-der-schuessler-salze.de/anwendung

Auch diese Beliebigkeit und Gleich-Gültigkeit zeigte sich bei den Testkäufen des VKI in Wiener Apotheken:

„Der Test ergab eine Vielfalt an unterschiedlichen Zusammenstellungen von Schüßler Salzen, bei denen zum Teil weder Salze noch Dosierung übereinstimmten.“

Quelle: http://derstandard.at/1285042414537/Beratung-in-Apotheken-Schuessler-Salze-im-Test

Diese absolute Beliebigkeit ist meines Erachtens ein Symptom für hochgradige Scharlatanerie. Aber irgendwie ist es ja auch konsequent. Schliesslich bestehen alle Schüsslersalze aus dem gleichen Stoff: Milchzucker (oder eine andere Trägersubstanz). Die zugesetzten Salze sind soweit verdünnt, meist 1 : 1 000 000 oder 1 : 000 000 000 000, dass von Vorhandensein ernsthaft nicht mehr die Rede sein kann. Weshalb soll es da wichtig sein, welches Schüssler-Salz man schluckt?

Solche Beliebigkeit hat unbestreitbare Vorteile: Es braucht dazu keine Theorie, kein Wissen, kein Nachdenken und keinerlei ernsthaften Lernprozess – wenn es doch sowieso gleichgültig ist, was, wieviel und in welcher Kombination geschluckt wird.

Dieser Relativismus passt ebenfalls perfekt zu unsere Zeit.

8. Dass viele Apotheken und Drogerien so kräftig Schüssler-Salze propagieren und verkaufen, und damit ihren Kundinnen und Kunden vorgaukeln, dass es sich dabei um Medikamente handle, grenzt meines Erachtens an Betrug. Ich würde einen weiten Bogen um solche Geschäfte machen und sie betreffend Glaubwürdigkeit tiefer einstufen als einen Kiosk.

Zu Schüssler-Salzen siehe auch:

Schüsslersalze – Mineralwasser wirksamer, günstiger, zahnschonender?

Schüsslersalze wirksam?

Das Schalatan-O-Meter

Schüssler-Salz Kalium chloratum D6 – ein Wunderheiler?

Schüssler-Salz Nr. 2, Calcium phosphoricum D6 – ein Wunderheiler?

Schüssler-Salz Nr. 7, Magnesium phosphoricum D6 – ein Wunderheiler?

Schüssler-Salz Nr. 8, Natrium chloratum D6 – ein Wunderheiler?

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Kräuterexkursionen in den Bergen / Heilkräuterkurse

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Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

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Schüssler-Salz Kalium chloratum D6 – ein Wunderheiler?

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Das Schüssler-Salz Nr. 4,  Kalium chloratum, kann man nach den Angaben einer Schüsslersalz-Website für folgende Anwendungsgebiete einsetzen:

Adenoide Vegetationen, Adipositas, Adnexitis, Akne, Angina, Apoplex, Appendicitis chronica, Asthma, Atemnot, Augenentzündung, Ausleitung, Badeotitis, Bauchspeicheldrüsen-Entzündung, Benignes Prostatasyndrom, Besenreiser, Blasenentzündung, Bronchialasthma, Bronchitis, Brustfellentzündung, COPD, Candida, Cerumen obturans, Cholangitis, Cholezystitis, Chronische Blinddarmentzündung, Chronische Bronchitis, Chronische Gaumenmandel-Entzündung, Chronische Hepatitis, Chronische Leberentzündung, Couperose, Darm-Soor, Darmentzündung, Dickdarmentzündung, Drüsenschwellung, Dünndarmentzündung, Eierstockentzündung, Eileiterentzündung, Eileiterentzündung,

Embolie, Emphysem, Entzündungen, Epilepsie, Fatigue-Syndrom, Fettsucht, Fibromyalgie, Fliess-Schnupfen, Flugangst, Frostbeulen, Fusspilz, Gallenblasenentzündung, Gallenwegsentzündung, Ganglion, Gehörgangsentzündungen, Gelbsucht, Gelenkentzündung, Gelenkrheumatismus, Geschwulst, Gicht, Giftstoffe-Abbau, Gingivitis, Glomerulonephritis, Grind, Halsschmerzen, Hautausschlag, Hautauswüchse, Hautfalten-Entzündung, Hautgriess, Hautmykose, Hautpilz, Hautwucherungen, Hefepilz-Befall, Heiserkeit, Heisshunger, Hepatitis, Herpes, Heuschnupfen, Hodgkin-Lymphom, Husten, Hypochondrie, Hämorrhoiden, Hühneraugen, Ikterus, Impffolgen, Infektiöse Mononukleose, Kandida, Kapillar-Verkrampfung, Kehlkopfentzündung, Keuchhusten, Klarheit, Kleieflechte, Kleiepilz, Kniegelenksentzündung, Kopfekzem, Kopfgrind, Kopfschuppen, Krampfadern, Kreislaufschwäche, Krupp, Laryngitis, Lauf-Schnupfen, Laufnase, Leberentzündung, Leberflecken, Lidrandentzündung, Lungenentzündung,

Lymphangitis, Lymphdrüsenschwellung, Lymphgefässentzündung, Lymphknoteneiterung, Lymphknotenentzündung, Lymphknotenkrebs, Lymphknotenschwellungen, Lymphogranulomatose, Lymphom, Magenbrennen, Mandelentzündung, Mandelschwellung, Mandelvereiterung, Mandelvergrösserung, Milchschorf, Mittelohr-Vereiterung, Mittelohrentzündung, Morbus Bechterew, Morbus Crohn, Morbus Hodgkin, Mumps, Mund-Soor, Muskelrheuma, Mykose, Myogelose, Myom, Myringitis, Müdigkeits-Syndrom, Nagelpilz, Narbenpflege, Nasenlaufen, Nasenpolypen, Nebenhöhlenentzündung, Neurodermitis, Nierenbeckenentzündung, Nierenentzündung, Nierenstauung, Offenheit, Ohrenausfluss, Ohrenekzem, Ohrenentzündung, Ohrenlaufen, Ohrenschmalz, Ohrenschmalzpfropf, Ohrenschmerzen, Ohrknorpelentzündung, Ohrmuschelekzem, Ohrmuschelentzündung, Oophoritis, Operationsvorbereitung,

Otitis, Otitis externa, Parotitis, Parotitis epidemica, Periarthropathie, Perichondritis, Pfeiffersches Drüsenfieber, Pharyngitis, Phlebitis, Pickel, Pityriasis versicolor, Platzangst, Pockenimpfung-Nachbehandlung, Polyarthritis, Polypen, Prostataadenom, Prostatabeschwerden, Prostatahyperplasie, Prostatahypertrophie,

Prostatavergrösserung, Pseudo-Krupp, Psoriasis, Pusteln, Pyelonephritis, Rachengeschwür, Rachenmandel-Vergrösserung, Rheuma, Rhinitis, SMS-Daumen,

Salpingitis, Schlaganfall, Schleimbeutelentzündung, Schleimhaut-Pilze, Schleudertrauma, Schluckschmerzen, Schuppenflechte, Schwerhörigkeit, Seborrhoisches Ekzem, Sehnenscheidenentzündung, Sensibilität, Sinusitis, Soor,

Sorgen, Souveränität, Speicheldrüsenentzündung, Stockschnupfen, Surferohr, Taucherohr, Thrombophlebitis, Thrombose, Traumatische Arthritis, Trommelfellentzündung, Tumor, Vergrösserte Mandeln, Warzen, Weichteilrheumatismus, Weissfluss, Wucherungen, Zahnfleischentzündung, Zeruminalpfropf, Ziegenpeter, Zungenbelag, Zwanghaftigkeit, Zwänge, Zyste, Zystitis, Zöliakie.

Quelle: http://lexikon-der-schuessler-salze.de/mittel/kalium-chloratum.htm

Kommentar & Ergänzung:

1. Das ist eine Verarschung sondergleichen, doch was soll man dazu schon sagen, wenn so viele Leute sich offenbar verarschen lassen wollen und keinerlei Fragen stellen.

Dass so viele Leute keinerlei Fragen stellen ist allerdings ein spannendes Phänomen. Interessant ist genauer gesagt die Frage, welche Bedürfnisse durch solch absolut simple Wunderheiler gedeckt werden.

2. Wir haben es hier mit einem extremen Beispiel für Indikationslyrik zu tun. Ein Mittel, das für derart viele und unterschiedlichste Krankheiten helfen soll, hilft wohl vor allem gegen die Angst vor Krankheiten.

Nicht zuletzt bietet solche Indikationslyrik aber auch unbegrenzte Anwendungsbereiche und traumhafte Umsatzmöglichkeiten. Bestimmt finden Sie auf der obenstehenden Anwendungsliste ein paar Beschwerden, die auch für Sie relevant sind. Jede/r findet das. Also kann jeder/r Schüssler Salz Kalium chloratum D6 brauchen. Aber damit nicht genug: Das trifft auch auf alle anderen Schüssler-Salze zu. Fazit: Jede/r braucht alle Schüssler-Salze!

3. Es stehen reinste Behauptungen da, keinerlei Begründungen für irgendeine der Heilwirkungen. Das braucht es auch nicht. Schüssler-Salz-AnhängerInnen verlangen offenbar keine Begründungen und stellen keine Fragen. Sie schlucken brav ihre Tabletten. Wo bitte bleibt da der mündige Patient oder die mündige Patientin? Ich dachte ursprünglich einmal – sehr lange ist es her – Komplementärmedizin strebe nach einem partnerschaftlicheren Verhältnis zwischen der kranken Person und der Fachperson für’s Heilen. Doch bei Schüssler-Salzen braucht es ja nicht einmal mehr eine Fachperson. Die simple Anleitung genügt und eine gläubige Beziehung zur Herstellerfirma. Höriger und „fast-food-mässiger“ geht’s kaum mehr. Alternatives Heilen muss schnell und leicht gehen, ohne Auseinandersetzung mit sich oder dem Heilmittel und vor allem ohne Nachdenken. Das passt optimal zum Zeitgeist.

4. Es soll mir bitte jemand genauer erklären, wie Kalium chloratum D6 gegen Krebs, Sinusitis, Pfeifersches Drüsenfieber, Morbus Crohn, Platzangst und Hüheraugen wirkt. Nur diese sechs Beispiele. Was genau bewirkt Kalium chloratum bei Pfeifferschem Drüsenfieber?

Und wie wär’s mit ein paar vollständig dokumentierten Behandlungsverläufen? – Solchen Aufwand betreiben die Schüssler-Salz-Propagandisten nicht. Ist auch unnötig, solange die Tabletten-Schlucker keine Fragen stellen.

5. Kalium chloratum ist übrigens als Geschmacksverstärker unter der Bezeichnung E 508 im Handel. Wollen wir wetten, dass der grösste Teil der Schüssler-Salz-Tabletten-Schlucker im Laden einen weiten Bogen macht um all die teuflischen E-Nummern? Ein Tipp für die sparsame Hausfrau: E 508 und damit auch Kalium chloratum ist enthalten in Fertiggerichten, Würzmitteln und diätetischen Lebensmitteln – viel billiger und auch in grösseren Mengen als im Schüssler-Salz Nr. 4, da Kalium chloratum dort ja 1 : 1 000 000 mal verdünnt wurde. Allerdings fehlt im Diätsalz die Laktose (Milchzucker), aus der die Schüssler-Salze bekanntermassen bestehen. Aber es ist immer noch viel billiger, die Laktose separat zu kaufen, wenn man schon Laktose schlucken will.

6. Von Tabletten der herkömmlichen Pharmaindustrie werden meist drei pro Tag geschluckt und die Firmen entwickeln zunehmend Präparate zur Einmal-Einnahme. Von Produkten der Alternativ-Pharma schlucken viele Schüssler-Salz-Konsumenten 10, 20 oder mehr Tabletten pro Tag. Beispiel:

„Manche begeisterte Schüsslersalz-Anwender verwenden auch erheblich grössere Mengen der Schüssler-Salze. Dabei handelt es sich um die sogenannte Hochdosierung. Bei der Hochdosierung werden in kurzen Abständen bis zu 100 Tabletten am Tag im Munde zergehen lassen.“

Quelle: http://lexikon-der-schuessler-salze.de/anwendung

Das glauben Sie nicht?

Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) in Österreich überprüfte die Beratung bezüglich Schüssler Salze in Apotheken:

„Eine Testperson mit Reizmagen-, Reizdarm- bzw. Reizblasensyndrom suchte im Rahmen eines Praxistests sieben Apotheken auf und ließ sich bezüglich Schüssler-Salze beraten…… Im extremsten Fall wurde ….zur Einnahme von elf der zwölf möglichen Schüssler-Salze in Form von beachtlichen 140 Tabletten pro Tag geraten –  um einen Gesamtpreis von 190 Euro.“

Quelle: http://derstandard.at/1285042414537/Beratung-in-Apotheken-Schuessler-Salze-im-Test

Offenbar gilt hier das Motto: „Je mehr desto besser“ oder „nimm soviel du bekommen kannst“.

Auch diese Haltung passt so schön zum Zeitgeist. Fragt sich nur, was denn so alternativ sein soll an derartigen Tabletten-Orgien.

7. Auffallend bei Schüssler-Salzen ist die grosse Beliebigkeit. Es kommt sozusagen auf gar nichts drauf an:

„Von den Schüssler-Salzen können Sie mehrere verschiedene Mittel innerhalb eines Tages verwenden. Wieviele verschiedene Schüssler-Salze jedoch am besten sind, da gehen die Meinungen auseinander. Manch nehmen soviele Salzsorten, wie möglich. Alle Salze, die irgendwie passen, werden zur Behandlung eingesetzt. Andere bevorzugen nur drei Mittel auf einmal einzusetzen. Wenn mehr Mittel passen würden, werden die besten drei ausgewählt. Wieder andere setzen am liebsten nur ein Mittel gleichzeitig ein, das sind vor allem Menschen, die auch gerne mit homöopathischen Mitteln arbeiten. In diesem Fall sucht man sich das Mittel aus, das am besten passt. Wieviele Mittel Sie gleichzeitig einsetzen, bleibt Ihnen überlassen.“

Quelle: http://lexikon-der-schuessler-salze.de/anwendung

Auch diese Beliebigkeit und Gleich-Gültigkeit zeigte sich bei den Testkäufen des VKI in Wiener Apotheken:

„Der Test ergab eine Vielfalt an unterschiedlichen Zusammenstellungen von Schüßler Salzen, bei denen zum Teil weder Salze noch Dosierung übereinstimmten.“

Quelle: http://derstandard.at/1285042414537/Beratung-in-Apotheken-Schuessler-Salze-im-Test

Diese absolute Beliebigkeit ist meines Erachtens ein Symptom für hochgradige Scharlatanerie. Aber irgendwie ist es ja auch konsequent. Schliesslich bestehen alle Schüsslersalze aus dem gleichen Stoff: Milchzucker (oder eine andere Trägersubstanz). Die zugesetzten Salze sind soweit verdünnt, meist 1 : 1 000 000 oder 1 : 000 000 000 000, dass von Vorhandensein ernsthaft nicht mehr die Rede sein kann. Weshalb soll es da wichtig sein, welches Schüssler-Salz man schluckt?

Solche Beliebigkeit hat unbestreitbare Vorteile: Es braucht dazu keine Theorie, kein Wissen, kein Nachdenken und keinerlei ernsthaften Lernprozess – wenn es doch sowieso gleichgültig ist, was, wieviel und in welcher Kombination geschluckt wird.

Dieser Relativismus passt ebenfalls perfekt zu unsere Zeit.

8. Dass viele Apotheken und Drogerien so kräftig Schüssler-Salze propagieren und verkaufen, und damit ihren Kundinnen und Kunden vorgaukeln, dass es sich dabei um Medikamente handle, grenzt meines Erachtens an Betrug. Ich würde einen weiten Bogen um solche Geschäfte machen und sie betreffend Glaubwürdigkeit tiefer einstufen als einen Kiosk.

Zu Schüssler-Salzen siehe auch:

Schüssler-Salze: Mineralwasser wirksamer, günstiger, zahnschonender

Schüssler-Salze wirksam?

Das Scharlatan-O-Meter

Schüssler-Salz Calcium phosphoricum D6 – ein Wunderheiler?

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Kräuterexkursionen in den Bergen / Heilkräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital:

Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

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Kürbissamen helfen bei Reizblase und Prostataproblemen

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Auf www.netdoktor.de wurde vor ein paar Tagen ein Text publiziert zum Thema Phytotherapie bei Reizblase und Prostataproblemen – sowie zur Wirkung von Kürbissamen.
Hier eine bearbeitete Zusammenfassung:

In Zeitschriften, im Fernsehen oder im Internet wird mit pflanzlicher Medizin geworben. Heilpflanzen und Wirkstoffe aus der Natur sind «in». Doch helfen sie auch bei Blasenbeschwerden? «Ja», sagt Michael Rug, Karlsruher Urologe und Vorsitzender des Landesverbands Baden. Wer unter Störungen der Blasenfunktion wie Reizblase und Blasenschwäche leide, könne mit pflanzlichen Präparaten gute Erfolge erzielen, erklärt der Experte. «Es gibt Studien, die die Wirksamkeit von Phytotherapeutika, also pflanzlichen Heilmitteln, bei der Behandlung von Blasen- und Prostataleiden belegen.»
Naturheilverfahren stellen seiner Meinung nach in der Urologie eine echte Alternative zur klassischen Schulmedizin dar. Vor einer naturheilkundlichen Behandlung sollten aber zunächst die Beschwerden vom Urologen abgeklärt werden. Je nach Diagnose entscheidet er, ob eine Behandlung mit pflanzlichen Präparaten noch ausreichend ist.
Dies sei bei milderen Blasenentleerungsproblemen der Fall, erklärt Michael Rug. So wirken sich Kürbissamen besonders positiv auf Beschwerden beim Wasserlassen aus. Sie erhöhen die Spannung der Blasenmuskulatur und entspannen gleichzeitig den Schließmuskel. Andere Heilpflanzen verbessern die Beschwerden der Reizblase. Daher empfiehlt der Urologe auch Frauen, die unter einer schwachen Blase leiden, die Naturmedizin.

Quelle:
http://www.netdoktor.de

Kommentar & Ergänzung:
Die Phytotherapie bzw, Pflanzenheilkunde kennt im Bereich Prostatabeschwerden einige Heilpflanzen mit gut dokumentierter Wirkung. Neben den Kürbissamen stehen dabei Sabalfrüchte und Brennnesselwurzel im Vordergrund. Für die Behandlung der Beschwerden bei gutartiger Prostatavergrösserung (benigne Prostatahyperplasie, BPH) müssen Heilpflanzen-Präparate allerdings über einige Monate angewendet werden, damit sie eine optimale Wirkung entfalten. Ein Vorteil der Kürbissamen liegt darin, dass sie sich auch ausgezeichnet als gesunde Zugabe zur täglichen Ernährung eignen.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Pflanzenheilkunde: Weidenröschen bei Prostatabeschwerden?

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Weidenröschentee hat einen Ruf als Mittel gegen Prostatabeschwerden bei gutartiger Prostatavergrösserung.

Das Weidenröschen gehört allerdings zu denjenigen Heilpflanzen, von denen noch ungeklärt ist, ob die vermuteten oder behaupteten Heilwirkungen auch tatsächlich vorhanden sind.

Zum Stand der pharmakologischen Forschung berichtete Prof. Mag. Dr. Max Wichtl in der Fachzeitschrift “PHYTO Therapie Austria 6|2008” :

“Das kleinblütige Weidenröschen (Epilobium parviflorum)
wurde in den 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts von
Maria Treben in ihrer umstrittenen Schrift “Gesundheit aus
der Apotheke Gottes” bei Prostatabeschwerden empfohlen.
Als sich die Wissenschaftler mit dieser Droge beschäftigten,
wurde das Flavonoid Myricetin-3-O-glucuronid entdeckt,
das sich als außerordentlich stark entzündungshemmend
erwies (im Tierversuch 500mal stärker als Indometacin1).”

Die Entdeckung dieses Flavonoids und seiner entzündungshemmenden Wirkung ist interessant, doch werden damit wie so oft mehr neue Fragen aufgeworfen als alte beantwortet. Bei Tierversuchen stellt sich immer die Frage, ob die Ergebnisse auf den Menschen übertragbar sind. Nehmen wir einmal an, das sei bei Entzündungsprozessen und ihrer Hemmung so. Dann stellen sich immer noch Fragen:
Wie hoch ist der Gehalt an diesem Flavonoid Myricetin-3-O-glucuronid im Weidenröschen? Und lässt sich via Weidenröschentee überhaupt eine ausreichende Menge zuführen? Solche Fragen muss ein Tierversuch mit isoliertem Flavonoid nicht beantworten…

“1996 gelang es, makrocyclische Ellagitannine2) (Oenothein
B, neben etwas Oenothein A) nachzuweisen, für die wenig
später eine Hemmung der Aromatase und der 5?-Reduktase
festgestellt wurde.”

Die Hemmung von Aromatase und 5?-Reduktase wird in der Phytotherapie-Forschung diskutiert als mögliches Wirkungsprinzip bei verschiedenen Heilpflanzen, die zur Linderung von Prostatabeschwerden empfohlen werden. Aber auch hier stellt sich die Frage, ob diese Laborergebnisse auch für eine Prostata in einem lebenden Menschen relevant sind.
Beispielsweise ist die 5?-Reduktase-Hemmung auch bei Sabal (Sägepalme) ein Forschungsthema. Dort gibt es aber für einige Sabal-Präparate im Gegensatz zum Weidenröschen auch Studien mit Patienten, die einen Effekt auf die Beschwerden der gutartigen Prostatavergrösserung gezeigt haben.

“2003 konnte man überdies nachweisen, dass besonders
Oenothein B die Proliferation von Prostatazellen durch di-
rekten Eingriff in deren DNA-Biosynthese hemmt. Damit
hat die empirisch festgestellte Wirksamkeit von Weidenrös-
chentee eine rationale Erklärung gefunden. Leider fehlen
noch klinische Untersuchungen, um dieser Droge auch von
ärztlicher Seite volle Anerkennung zu verschaffen.”

Auch die Hemmung der Proliferation von Prostatazellen ist ein interessantes Ergebnis. Aber auch hier ist zu sagen, dass ein solches Laborresultat noch keine Aussage erlaubt bezüglich einem solchen Effekt am Menschen. Bei aller Begeisterung über die Möglichkeiten der Pflanzenmedizin muss man hier meines Erachtens sorgfältig sein mit den Schlussfolgerungen und Aussagen.

Quelle: http://www.phytotherapie.co.at/PHYTO%20Therapie_6-08.pdf

Fazit zum Thema Weidenröschen gegen Prostatabeschwerden:
Ernsthafte Einwände gegen das Trinken von Weidenröschentee sehe ich keine. Auch wenn inzwischen interessante Laborergebnisse vorliegen, ist die Wirksamkeit gegen Prostatabeschwerden am Menschen allerdings immer noch nicht ausreichend dokumentiert. Besser belegt sind Sabal (Sägepalme) und Brennesselwurzel, allerdings bestehen hier grosse Unterschiede in der Qualität der erhältlichen Heilpflanzen-Präparate.

Der oben zitierte Prof. Max Wichtl ist im übrigen Autor des Phytotherapie-Fachbuches “Teedrogen”, das Sie im Buchshop anschauen und bestellen können.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Kürbis – Symbol, Heilpflanze, Nahrungsmittel

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In dieser Jahreszeit sieht man Kürbisse wieder in verschiedensten Farben und Formen.
Die Kürbis-Pflanzen stammen ursprünglich aus Amerika. Angebaut werden die domestizierten Arten heute aber weltweit in den warmen Gebieten.
Die verschiedenen Kürbis-Arten wurden großteils unabhängig voneinander für die gleiche Verwendung domestiziert. Die Kürbis-Kultivierung hat eine lange Geschichte.

Neuere Funde von Kürbisamen, die von domestizierten Pflanzen stammen, sind auf 8.000 bis 10.000 v. u. Z. zu datieren. Der Garten-Kürbis wurde in Mexiko und im Süden der USA domestiziert, der Moschus-Kürbis in Zentral-Amerika, der Riesen-Kürbis in Südamerika. Es wird vermutet, dass ursprünglich die nahrhaften Samen genutzt wurden, da diese frei von Bitterstoffen sind, während alle Wildformen bittere Früchte besitzen. Die Auslese nichtbitterer Formen ermöglichte auch die Nutzung als Gemüse. Schon in präkolumbischer Zeit gab es eine große Sortenvielfalt. Bereits früh kamen Kürbissamen auch nach Europa, wo die Kürbisse gerne kultiviert wurden.

Kürbis als Symbol

Als exotisches Gewächs wurde dem Kürbis reichlich Beachtung geschenkt und er kam zu verschiedenen symbolischen Bedeutungen in der abendländischen Kulturgeschichte.
Seit Urzeiten nutzte man Kürbisse als Gefässe für Wasser, Wein oder Salz. Sie dienten auch Wanderern oft als Wasserbehälter. Aus diesem Grund wurde der Kürbis in der Malerei als Attribut für Wallfahrer und heilige Pilger verwendet.
Der Kürbis diente aber auch als Symbol für das Kurze Glück. Cesare Ripa (um 1555 – 1622) ein italienischer Koch, Schriftsteller und Gelehrter, schreibt dazu in seinem Werk “Iconologia”, der Kürbis schiesse rasch in die Höhe, verliere aber ebenso schnell wieder an Kraft und falle zu Boden.
Kürbis-Abbildungen aus der Malerei und weitere Hinweise auf die Kürbissymbole sind zu finden im Buch “Die Natur und ihre Symbole” im Buchshop in Abschnitt zur Kulturgeschichte der Pflanzen.

Kürbissamen in der Phytotherapie bei Prostatabeschwerden

Neben Sabal (Sägepalme) und Brennesselwurzel gehören die Kürbissamen zu den zentralen Heilpflanzen zur Behandlung von Prostatabeschwerden aufgrund gutartiger Prostatavergrösserung. Auch bei Reizblase werden sie eingenommen. Entscheidend bei diesen Anwendungen von Kürbissamen im Bereich Phytotherapie / Pflanzenheilkunde eine ausreichende Dosierung und eine lange Anwendungsdauer. Das gilt für alle Heilpflanzen-Präparate zur Linderung von Prostatabeschwerden.

Kürbis als Gemüse

Als Gemüse ist der Kürbis mit gerade mal 27 Kalorien auf 100 Gramm Fruchtfleisch ein wirklich gesunder Sattmacher. Kürbisfleisch besteht nämlich zu 93 % aus Wasser. Es liefert aber auch verschiedene wertvolle Vitamine wie Vitamin C, Vitamin E und Beta-Carotin (Vorstufe von Vitamin A)., ausserdem wichtige Mineralstoffe wie beispielsweise Kalium, Kalzium und Phosphor Weiter enthält der Kürbis Nahrungsfasern, die sich als unverdauliche Inhaltsstoffe günstig auf die Verdauung auswirken und ein gutes Sättigungsgefühl bewirken.

Der Kürbis hat also eine ausgesprochen interessante Kulturgeschichte, er gilt zu Recht als eine der wirksamen Heilpflanzen und wird als wertvolles Nahrungsmittel genutzt.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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