Beiträge

Pflanzenheilkunde-Infotreff Winterthur: Heilpflanzen bei Blasenentzündung

Diesen Artikel teilen:
FacebookTwitterGoogle+ Share

Die Veranstaltungsreihe Pflanzenheilkunde-Infotreff bietet Kräuterkurse im Miniformat: An Abendveranstaltungen im Kulturzentrum „Alte Kaserne“ wird ein Thema aus der Pflanzenheilkunde vorgestellt. Der zweite Teil des Abends ist Reserviert für die Beantwortung von Fragen aus dem Publikum zu allen Bereichen von Pflanzenheilkunde / Phytotherapie / Naturheilkunde.

Am 29. September 2014 steht das Thema „Heilpflanzen bei Blasenentzündungen“ auf dem Programm. Dabei werden Möglichkeiten und Grenzen der Behandlung mit Heilpflanzen aufgezeigt.

Es geht also um Heilpflanzen wie Bärentraube, Preiselbeersaft, Meerretich.

Genauere Info dazu finden Sie hier.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe

Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse

Heilpflanzenexkursionen in den Bergen / Kräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital:

Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

 

Diesen Artikel teilen:

Phytotherapie bei Harnwegsinfekten

Diesen Artikel teilen:

Unter dem Titel „Heilpflanzenanwendungen: einfach und wirksam“ berichten Annina Buchli und Beatrice Trüb in der Zeitschrift „Krankenpflege“ (3 /  2011) über die Integration von Heilpflanzen-Anwendungen in die Pflege:

„Jede verhinderte Blasenentzündung erspart Leiden, Pflegezeit und Kosten. In der Spitex und im Alters- und Pflegeheim im Oberengadin erweitert Fachwissen über Heilpflanzenanwendungen den Handlungsspielraum der Pflegenden.“

Im Artikel geht es beispielsweise um Intimtoilette mit Lavendelöl, um Schwarztee-Kompressen, Bärentraubenblättertee und Preiselbeersaft.

Den vollständigen Text finden Sie hier:

http://www.phytotherapie-seminare.ch/docs_db/171140_Krankenpflege%203-2011.pdf

Empfehlenswert!

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Kräuterexkursionen in den Bergen / Heilkräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital:

Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

Diesen Artikel teilen:

Heilpflanzen bei Blasenentzündung, Reizblase & Co

Diesen Artikel teilen:

Mit diesem Thema befasste sich ein Beitrag in der Pharmaceutical Tribune mit Tipps und Infos von Mag. pharm. Ilona E. Leitner, Präsidentin der Wiener Apothekerkammer und Vizepräsidentin des Österreichischen Apothekerverbandes.

Oberstes Ziel bei sich ankündigenden Blasenkatarrhen sei die Linderung der Symptome und eine forcierte Ausschwemmung der Keime.

Als unterstützende Maßnahmen empfiehlt Mg. Leitner:

„Viel trinken, ausreichende Ruhe und bei Bedarf Wärmezufuhr im Unterbauchbereich…“, und sie verweist auf die guten Erfahrungen mit einem Blasentee, den das Arzneibuch seit dem 17. Jahrhundert in unveränderter Form vorschlägt:

„Er enthält diuretisch wirkende Birkenblätter, bakteriostatisch wirksame Bärentraubenblätter und spasmolytisch wirksames Bruchkraut.“

Neben der verstärkten Keimausschwemmung durch hohe Trinkmengen ist die Ansäuerung des Urins eine sehr wirksame Maßnahme: „Ein saurer Harn vermindert die Bakterien-Adhärenz am Urothel und ermöglicht eine Keimreduktion um bis zu 50 Prozent.“

Angesäuert werden kann der Urin mit L-Methionin, Ascorbinsäure oder Apfelessig. Fruchtsäfte sind ungeeignet, weil diese den ph-Wert des Harns in die falsche Richtung verschieben.
Cranberry und Kürbiskerne

Zur Prävention und unterstützenden Behandlung von Blasenentzündungen sind Preiselbeer-Präparate hervorragend geeignet, weil sie antiadhärent wirken – also die Anheftung der Keime an die Schleimhäute hemmen. Damit erleichtern sie die Ausschwemmung von Keimen.

In jedem Fall handelt es sich bei Preiselbeer-Präparaten um ein diätetisches Lebensmittel, das somit auch für Kinder und Schwangere geeignet ist.
Ebenfalls vorbeugend eingesetzt werden Kürbiskern-Präparate. Mag. Leitner dazu: „Deren regelmäßige, längerfristige Einnahme wird zur Vorbeugung der Entwicklung einer Reizblase empfohlen.“

Allgemein gilt: Wer länger als fünf Tage an Beschwerden beim Wasserlassen leidet, sollte den Arzt aufsuchen. Wichtige Warnsymptome, die eine ärztliche Abklärung benötigen, sind Fieber, allgemeine Schwäche und blutige Verfärbung des Urins.
http://www.pharmaceutical-tribune.at/dynasite.cfm?dsmid=100985&dspaid=833716

Kommentar & Ergänzung:

Bei beginnender Blasenentzündung würde ich anstelle der beschriebenen Blasentee-Mischung (Birkenblätter, Bärentraubenblätter, Bruchkraut) eher Bärentraubenblättertee allein empfehlen. Es braucht in diesen Fällen  den Bärentrauben-Wirkstoff Arbutin in ziemlich hohen Dosen, die mit der „Dreier-Mischung“ kaum zu erreichen sein dürften.

Cranberrysaft bzw. Preiselbeersaft / Preiselbeer-Präparate haben sich inzwischen vor allem in der Rückfallprophylaxe von Blasenentzündungen bewährt, und zwar auch in der Krankenpflege (Spitex, Pflegeheime, Kliniken).

Kürbiskerne bzw. Kürbissamen lindern die Beschwerden bei der gutartigen Prostatvergrösserung älterer Männer und sind in diesem Bereich verhältnismässig gut in ihrer Wirksamkeit dokumentiert. Die Anwendung bei Reizblase wird zwar immer wieder empfohlen, doch fehlen hier bislang gute Belege für einen Nutzen.

Kürbissamen sind aber auch einfach ein gesundes Nahrungsmittel und eignen sich gut als kleiner Snack zwischendurch, im Salat, im Müesli etc.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Kräuterexkursionen in den Bergen / Heilkräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital

Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

Diesen Artikel teilen:

Wie Cranberrysaft gegen Blasenentzündung hilft

Diesen Artikel teilen:

Cranberrysaft kann krankmachende Bakterien während mehreren Stunden an der Ansiedlung in den Harnwegen hindern. Zu diesem Resultat sind nun US-Experten gekommen.

Die zu den häufigsten Auslösern von Harnwegsinfektionen, Blaseninfektionen und Niereninfektionen zählenden E. coli-Bakterien haften unter dem Einfluss von Substanzen aus Cranberrysaft schlechter an Zellen der Schleimhäute. Außerdem können sich die krankmachenden Keime wegen der Inhaltsstoffe des Cranberrysaftes nur schwer zu Biofilmen zusammenschließen. So werden Bakterienverbunde bezeichnet, die ein stärkeres Wachstum der Keime fördern. Einzelne Bakterien, die nirgendwo andocken können, werden leicht mit dem Harn aus dem Organismus gespült. Laut einem Expertenbericht auf dem Jahrestreffen der Amerikanischen Chemischen Gesellschaft (ACS) besteht die Wirkung auf die Bindungsfähigkeit der Bakterien nach der Einnahme des Cranberrysaftes für bis zu acht Stunden.

Im Deutschen wird die Cranberry auch Großfrüchtige Moosbeere genannt. Hauptsächlich in den USA werden die Cranberry-Früchte zur Herstellung von Säften und anderen Lebensmitteln wie Brotaufstrichen verwendet. Die medizinische Wirkung der Beeren ist schon länger bekannt und wird seit einiger Zeit genauer erforscht.

Quelle:

http://de.news.yahoo.com

Kommentar & Ergänzung:

Das ist eine gute Zusammenfassung der Wirkungsweise von Cranberrysaft, die aber schon längere Zeit bekannt ist.

Interessant scheint mir der Hinweis, dass die Bindungsfähigkeit der Bakterien nach der Einnahme des Cranberrysaftes für bis zu acht Stunden vermindert wird.

Cranberrysaft und auch der Preiselbeersaft aus unserer einheimischen Preiselbeere haben zunehmende Bedeutung erlangt in der Vorbeugung und Behandlung einer Blasenentzündung.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Kräuterexkursionen in den Bergen / Heilkräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital

Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

Diesen Artikel teilen:

Ackerschachtelhalm bei Harnwegsentzündungen

Diesen Artikel teilen:

Der Ackerschachtelhalm (Equisetum arvense) zählt zu den Heilpflanzen, deren medizinische Wirkung hauptsächlich auf ihrem hohen Mineraliengehalt beruht. Das erklärt Johannes Gottfried Mayer von der Forschergruppe Klostermedizin der Universität Würzburg.

Die größten Anteile an den Mineralien im Schachtelhalm haben Kieselsäure und Kaliumsalz. Innerlich als Tee angewendet, dient die Heilpflanze zum Durchspülen bei bakteriellen und entzündlichen Erkrankungen der ableitenden Harnwege. Auch bei Nierengrieß, Gichtattacken und Ödemen kommt Schachtelhalm als Tee zur Anwendung. Äußerlich wird der Ackerschachtelhalm eingesetzt, um schlecht heilende Wunden zu behandeln – er beeinflusst die Gewebeversorgung günstig, erklärt Mayer.

Der Schachtelhalm gehört als naher Verwandter der Farne zu den ältesten noch lebenden Pflanzenarten. Optisch gleicht er entfernt einer Flaschenbürste. Für Heilzwecke genutzt werden seine oberirdischen Teile, das «Kraut».

Quelle:
http://de.news.yahoo.com

Kommentar & Ergänzung:

– Schachtelhalm ist auch bekannt unter den Namen Zinnkraut oder Katzenschwanz.

– Ackerschachtelhalm kann auch selbst gesammelt werden. Allerdings sollte man ihn so gut kennen, dass Verwechslungen mit dem potenziell giftigen Sumpfschachtelhalm (Equisetum palustre) ausgeschlossen sind. Vom Sumpfschachtelhalm liegen Berichte von Tiervergiftungen vor. Er enthält Thiaminase, welche Thiamin (Vitamin B1) abbaut. Vergiftungserscheinungen stimmen daher weitgehend mit denjenigen eines Vitamin-B1-Mangels überein.
Die Unterscheidungsmerkmale von Ackerschachtelhalm und Sumpfschachtelhalm (sowie weiterer Schachtelhalmarten) lernt man am besten direkt in der Natur kennen. Wer diese und andere Heilpflanzen sicher erkennen will, kann dies in meinen Heilkräuter-Exkursionen. Infos im
Kurskalender: www.phytotherapie-seminare.ch/index.php).

– Für die leicht harntreibende Wirkung könnten Flavonoide verantwortlich sein.

– Die Schachtelhalme existierten bereits im Karbon und erreichten damals offenbar eine Höhe von 30 m und bis zu einem Meter Stammdurchmesser.

– Die Angabe von “Oedemen” als Indikation für Heilpflanzen ist meines Erachtens immer zu unpräzis und daher fragwürdig. Es gibt Oedeme mit ganz unterschiedlichem Hintergrund. Bei Oedemen, die durch Erkrankungen der Venen, des Herzens, der Nieren oder der Leber ausgelöst werden, ist ein Nutzen von Schachtelhalmtee nicht erkennbar. Empfohlen wird Schachtelhalm auch in der Phytotherapie-Fachliteratur manchmal bei posttraumatischen Ödemen, doch fehlen selbst hier überzeugende Belege. Ich würde diese vage und eher irreführende Indikation weglassen.

– Für eine Durchspülungstee-Kur bei Harnwegsinfekten wie zum Beispiel einer Blasenentzündung scheinen mir Goldrute (Solidago virgaurea) oder Birkenblätter geeigneter. Und zudem müssten bei einer Blasenentzündung nicht nur Durchspülungspflanzen (Aquaretika) angewendet, sondern auch antimikrobielle Heilpflanzen eingesetzt werden. Beispielsweise Bärentraubenblätter, Preiselbeersaft, Meerrettich. Solche Empfehlungen aus dem Bereich Pflanzenheilkunde / Phytotherapie sind nur bei leichteren Harnwegsentzündungen ausreichen wirksam. Bei Blasenentzündung sind Antibiotika oft eine sinnvolle und manchmal sogar eine notwendige Medikation, auch wenn das “Heilkräuter-Fundis” vielleicht nicht gerne hören.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Kräuterexkursionen in den Bergen / Heilkräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital

Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

Diesen Artikel teilen:

Phytotherapie – wo sie helfen kann

Diesen Artikel teilen:

Die Grundlage unseres gegenwärtigen Wissensstandes über die Anwendung von Heilpflanzen ist die
oft Jahrhunderte lange traditionelle Anwendung von Pflanzen in der Volksmedizin.

Allerdings hat die traditionelle Pflanzenheilkunde nicht nur viele wertvolle Erkenntnisse auf der Grundlage von Erfahrungen gewonnen. Sie hat sich auch an zahlreichen Punkten über Jahrhunderte gründlich geirrt, weil wir Menschen mit unseren Erfahrungen einer ganzen Reihe von Täuschungsmöglichkeiten ausgesetzt sind.

Deshalb versucht eine neuere Phytotherapie die alten Erfahrungen aufzugreifen und sie mit wissenschaftlichen Methoden zu bestätigen oder zu widerlegen. Diese Arzneipflanzenforschung ist bestrebt, von modellhaften Labortests bis hin zu klinischen Studien an
Patienten Fakten für den therapeutischen Wert und die Unbedenklichkeit von Heilpflanzen-Präparaten (Phytopharmaka) zu liefern.

In folgenden Anwendungsbereichen hat sich die Phytotherapie alleine oder kombiniert mit anderen therapeutischen Maßnahmen bewährt:

(Die aufgeführten Arzneipflanzen stellen nur eine kleine Auswahl dar. Weil die Heilpflanzen bei Präparaten meist mit dem lateinischen Namen aufgeführt sind, ist auch dieser angegeben:

– Vorbeugung von Krankheiten:

Stärkung des Immunsystems, sogenannte Immunstimulation:
Roter Sonnenhut, Echinacea purpurea

Schwitzkuren bei Erkältungen bzw. beginnenden grippalen Infekten:

Holunderblüten, Sambucus nigra
Lindenblüten, Tilia – Arten, z. B. Tilia cordata (Winterlinde) und Tilia platyphyllos (Sommerlinde)

– Befindlichkeitsstörungen im Verdauungstrakt:

Entzündungen im Bereich der Mundhöhle (z. B. Mundschleimhautentzündung, Aphthen):
Salbei, Salvia officinalis
Blutwurz, Tormentill, Potentilla erecta

Blähungen, Krämpfe im Verdauungstrakt:
Kamille, Matricaria recutita
Kümmel, Carum carvi
Fenchel, Foeniculum vulgare
Pfefferminze, Mentha piperita

Appetitlosigkeit:
Arzneipflanzen mit Bitterstoffen:
Gelber Enzian, Gentiana-Arten
Tausendguldenkraut, Centaurium erythraea
Fieberklee, Bitterklee, Menyanthes trifoliata

Arzneipflanzen mit aromatisch-bitterem Geschmack:
Wermut, Artemisia absinthium
Schafgarbe, Achillea millefolium

Magenübersäuerung, Hyperacidität:
Käsepappel, Chäslichrut, Malva – Arten, vor allem Malva silvestris und Malva neglecta

Lebererkrankungen, Leberschutz:
Mariendistel, Silybum marianum

Erkrankungen der Galle:
Artischocke, Cynara scolymus
Löwenzahn, Taraxacum officinale

Durchfallerkrankungen:
Tormentill, Blutwurz, Potentilla erecta
Heidelbeeren (getrocknet!), Vaccinium myrtillus

Verstopfung:
Faulbaum, Frangula alnus
Senna, Cassia – Arten
Rhabarber, Rheum palmatum
Leinsamen, Linum usitatissimum
Flohsamen, Plantago ovata
Rizinus (als Rizinusöl), Ricinus communis

– Erkrankungen im Bereich der Atemwege:

Reizhusten – Tees mit schleimhaltigen Heilpflanzen:
Eibisch, Althaea officinalis
Isländisches Moos, Cetraria islandica
Wald-Malve, Wilde Malve, Malva silvestris
Spitzwegerich, Plantago lanceolata

Auswurffördernde Hustenmittel:

a) Arzneipflanzen mit ätherischem Öl:
Thymian, Thymus vulgaris
Anis, Pimpinella anisum
Eukalyptus, Eucalyptus globulus
Latschenkiefer, Pinus mugo

b) Arzneipflanzen mit Saponinen:
Schlüsselblume, Primula veris
Efeu, Hedera helix

c) Arzneipflanzen mit anderen Wirkstoffen:
Sonnentau, Drosera rotundifolia

– Erkrankungen im Urogenitaltrakt

Erhöhung der Harnmenge,
besonders bei Steinleiden oder
Entzündungen der ableitenden
Harnwege, z. B. Blasenentzündung (Cystitis)

Birke, Betula pendula
Hauhechel, Ononis spinosa
Schachtelhalm, Equisetum arvense
Wacholder, Juniperus communis
Goldrute, Solidago virgaurea

Antimikrobiell wirkend bei Blasenentzündung:
Bärentraube, Arctostaphylos uva-ursi
Preiselbeersaft

Unterstützung bei gutartiger
Prostatavergrösserung (Prostatahyperplasie, BPH):

Weidenröschen, Epilobium angustifolium (eher volksheilkundlich)
Sägepalme, Serenoa repens, Sabal serrulata
Kürbissamen, Cucurbita pepo

– Herz-Kreislaufbeschwerden:

Leichte Herzmuskelschwäche, “Altersherz”:
Weißdorn, Crataegus-Arten, v. a. Crataegus monogyna und Crataegus laevigata (= Crataegus oxyacantha)

Krampfadern, chronisch-venöse Insuffizinez, venöse Stauungen in den Beinen:
Rosskastanie, Aesculus hippocastanum

Durchblutungsstörungen:
Ginkgo, Ginkgo biloba
Vorbeugung gegen Arteriosklerose (= “Verkalkung”):
Knoblauch, Allium sativum
Artischocke, Cynara scolymus

– Nervöse Störungen:

Leichte und mittelschwere
Depressionen:

Johanniskraut, Hypericum perforatum

Einschlafstörungen:
Baldrian, Valeriana officinalis
Melisse, Melissa officinalis
Hopfen, Humulus lupulus
Lavendel, Lavandula angustifolia

– Erkrankungen aus Gynäkologie / Frauenheilkunde

Prämenstruelles Syndrom, Beschwerden im Klimakterium (Wechseljahrbeschwerden):
Mönchspfeffer, Keuschlamm, Vitex agnus-castus
Nordamerikanisches Wanzenkraut, Traubensilberkerze, Cimicifuga racemosa

– Hauterkrankungen:

Ringelblume, Calendula officinalis
Arnika, Arnica montana
Hamamelis, Zaubernuss, Hamamelis virginiana
Ballonrebe, Cardiospermum halicacabum
Mahonie, Zierberberitze, Mahonia aquifolia
Nachtkerze, Oenothera biennis
Kamille, Matricaria recutita

Wichtig ist aber im Bereich Phytotherapie / Pflanzenheilkunde immer:
Es kommt nicht nur darauf an, welche Heilpflanzen bei welchen Beschwerden eingesetzt werden können.
Genauso viel Sorgfalt verlangt die Frage, in welcher Form eine bestimmte Heilpflanze angewendet werden soll, zum Beispiel als Tee, Tinktur, Extrakt, ätherisches Öl, Inhalation, Bad, Salbe etc.
Zudem gibt es grosse Unterschiede beispielsweise bezüglich der Qualität von Tinkturen, Extrakten etc.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Kräuterexkursionen in den Bergen / Heilkräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Klinik, Palliative Care
Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

Diesen Artikel teilen:

Jedes dritte Antibiotikum unnötig verordnet

Diesen Artikel teilen:

Ärzte verordnen Antibiotika häufig nicht korrekt. Eine Untersuchung an drei Walliser Spitälern fand über einen Drittel unnötige Verschreibungen. Und war eine Antibiotikatherapie sinnvoll, verschrieb sie der Arzt in fast der Hälfte aller Fälle nicht korrekt.

Die Forscher um Nicolas Troillet vom Zentralinstitut der Walliser Spitäler untersuchten die Krankenakten von total 600 Patienten, denen zwischen November 2002 und April 2003 ein Antibiotikum verordnet worden war. Sie kamen zum Resultat, dass ein Antibiotikum nur in 62,9 Prozent der Fälle das Mittel der Wahl war.

Viele unnötige Verschreibungn gab es bei Patienten mit akuter Bronchitis, wie die Forscher im Fachmagazin „Journal of Hospital Infection“ berichten. Auch bei – zumeist älteren – Patienten mit Bakterien im Urin, jedoch ohne Infektionssymptome, griffen die Ärzte häufig auf Antibiotika zurück.

War eine Antibiotikabehandlung angezeigt, bekamen die Patienten nur in 55,1 Prozent das richtige Antibiotikum in der richtigen Dosierung und für die richtige Dauer. Zudem entschieden sich die Mediziner oft fälschlich für Tabletten statt für eine Injektion.

Die Wissenschaftler stellten fest, dass in der Studie die unnötig verordneten Antibiotika 20 Prozent der Gesamtkosten ausmachten. Diese Ausgaben könnten vollständig vermieden werden. Sie fanden jedoch auch, dass die unnötigen Medikamente deutlich günstiger waren als die ungeeigneten – wahrscheinlich, weil sie häufiger oral verabreicht werden.

Beim Vergleich zwischen den ungeeigneten und den richtigen Antibiotika ergibt sich ein weniger deutliches Bild: ungeeignete waren im Durchschnitt teurer, der Unterschied jedoch nicht signifikant. Trotzdem: Für die Wissenschaftler ist dies ein guter Grund, um Massnahmen für eine höhere Verschreibungsqualität voranzutreiben.

http://www.medical-tribune.ch/deutsch/news/news.php, 13. 2. 2009

Kommentar:

Die Resultate dieser Studie sind eindrücklich. Angesichts der weltweit zunehmenden Resistenzprobleme mit Antibiotika stellt sich die Frage, ob die Qualitätssicherung der Ärztegesellschaften hier versagt hat und ob die Weiterbildung den fachlichen Ansprüchen genügt.
Die Resistenzprobleme sind schon seit Jahren ein Thema. Meines Erachtens müsste ein solch niederschmetterndes Studienresultat Konsequenzen haben. Und das nicht nur im Wallis.
Dabei ist es mir wichtig festzuhalten, dass ich dies nicht aus einer Feindbildhaltung gegenüber der “Schulmedizin” heraus schreibe, wie sie leider in der Naturheilkunde-Szene weit verbreitet ist. Ich bin überzeugt davon, dass Antibiotika in vielen Fällen wichtige und lebensrettende Medikamente sind.
Im Übrigen könnte die Phytotherapie an manchen Punkten eine sinnvolle Alternative zu unnötigen Antibiotika-Behandlungen bieten. Zum Beispiel bei zwei Problempunkten, welche die Studie anspricht:
Bei akuter Bronchitis könnte beispielsweise Umckaloabo oder Meerrettichwurzel in Frage kommen.
Bei Bakterien im Urin und bei leichteren Fällen von Blasenentzündung (Zystitis) zeigt Preiselbeersaft eine gute Wirkung, und ebenfalls die Meerrettichwurzel.

Es wäre Zeit, an solchen Punkten über seriöse Alternativen aus der Phytotherapie ernsthaft nachzudenken. Das kann man nämlich, ohne dabei in eine extreme “Antibiotika-nie!”-Haltung zu fallen. Differenziertes Denken ist gefragt – und zwar auf Seiten von Medizin und Naturheilkunde.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Kräuterexkursionen in den Bergen / Heilkräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Klinik, Palliative Care

Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

Diesen Artikel teilen:

Infotexte Phytotherapie & Gynäkologie

Diesen Artikel teilen:

Zum Thema Phytotherapie & Gynäkologie möchte ich auf Fachartikel der Gynäkologin Regina Widmer aufmerksam machen. Regina Widmer ist eine engagierte und sehr kompetente Fachfrau im Bereich Phytotherapie & Gynäkologie / Frauenheilkunde. Sie hat die Phytotherapie-Ausbildung bei mir absolviert und ist auch Mitglied der SMGP (Schweizerische Medizinische Gesellschaft für Phytotherapie).
Regina Widmer hat eine Reihe von informativen Texten in Fachzeitschriften publiziert. Diese Artikel können Sie auf www.frauenpraxis-runa.ch herunterladen (unter: Frauengesundheits-Themen). Die Texte richten sich hauptsächlich an Medizinerinnen und Mediziner, die sich für Phytotherapie interessieren, was aber nicht ausschliesst, dass auch Laien nützliche Informationen daraus gewinnen können.

Hier folgt eine kurze Umschreibung der Texte:

Text 1: Phytotherapie bei Wechseljahrbeschwerden

Dieser Text beschreibt sehr differenziert die Behandlungsmöglichkeiten von Wechseljahrbeschwerden mit Heilpflanzen.

Hauptsächlich beschriebene Heilpflanzen:

Mönchspfeffer (Agnus castus)
Cimicifuga racemosa (Traubensilberkerze)
Discorea villosa (Yamswurzel)

Erwähnte Heilpflanzen:

Rotklee, Soja, Yams, Nachtkerze (Oenothera biennis),
Traubensilberkerze (Cimicifuga racemosa),
Mönchspfeffer (Vitex agnus-castus),
Johanniskraut (Hypericum perforatum),
Baldrian (Valeriana), Hopfen (Humulus),
Frauenmantel (Alchemilla), Schafgarben (Achillea millefolium), Weidenrinde, Hirtentäschel (Bursa-pastoris),
Artischocke (Cynara), Sägepalme (Sabal), Preiselbeere, Kapuzinerkresse, Lavendel, Thymian, Teebaum, Eichenrinde, Malve (Chäslichrut).

Weitere Schlüsselwörter, zum Beispiel erwähnte Beschwerden oder Heilpflanzen-Präparate:

Phytotherapie, Wechseljahrbeschwerden, Östrogenrückgang, Wallungen, Prämenstruelles Syndrom, PMS, Gelbkörperinsuffizienz, Menstruation, Zyklen, Schwitzen, Prämenopause, Wechseljahre, Schlafstörungen, Herzklopfen, Corpus-luteum-Insuffizienz, Menstruationsblutung, Hyperöstrogenismus, Hypermenorrhoe, Myome, Klimakterium, Gestagenschwäche, Östrogendominanz, Stimmungstiefs, Gereiztheit, Übersensibilität, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Gestagen, Östrogen, Dopaminrezeptoren, Östrogenrezeptoren, Prolaktinspiegel, Hyperprolaktinämie, Sterilität, Dopamin, Serotonin, Dysmenorrhö, Ovulationshemmer, Menstruationsblutung, Mastodynie, Völlegefühl, Phytoöstrogen Isoflavon, Hormonersatztherapie,
Diosgenin, Neurodermitis, Tormentill-Tinktur, Rosengeranien-Öl, Völlegefühl, Blähungen, Reizblase, Dyspareurie, Urethralsyndrom, Pruritus, Soor, Vaginose, Ätherische Öle, Gerbstoffe, Essigwasser, Joghurt, Rosenöl, Infektion, Antimykotika, Urethritis, Zystitis, Antibiotika.
Heilpflanzen-Präparate wie Cimifemin, Climavita, Femicin, Agnolyt, Premens, Opran, Emoton, Assalix.

Text 2: Phytotherapie bei Vulvo-Vaginalbeschwerden

Dieser Text beschreibt Behandlungsmöglichkeiten mit ätherischen Ölen und mit altbewährten Hausmitteln wie Essigspülungen oder Joghurt.

Hauptsächlich beschriebene Heilpflanzen:

Knoblauch, Lavendelöl, Teebaumöl, Niaouli, Thymianöl, Schwarztee, Eichenrinde, im Vordergrund steht aber die präzise Anwendung der Hausmittel.

Weitere Schlüsselwörter:

Vulvo-Vaginalaffektionen, Essigspülungen, Lavendelessenz, Teebaumessenz, Knoblauchkur, Joghurttampons, Teebaumöl-Spülungen, Thymian-Ovula, Brennen, Beissen, Ausfluss, Juckreiz, Soor, Bakterielle Vaginose, Gardnerella vaginalis, Mykose, Candida albicans, Pruritus, Fluor, Candida-Infektionen, Herpes, Human-Papilloma-Virus, Pilzinfektion, Majoran, Niaouli, Vaginalmykosen, HPV-Infekt, Kamille,
ätherische Öle aus Melaleuca alternifolia und Melaleuca quinquinerva.

Text 3: Urethra, Blase und das Intimleben der Frau

Der Artikel beschreibt Diagnostik und Therapie der Beschwerden im Bereich von Blase und Harnröhre.

Erwähnte Heilpflanzen:
Ingwer, Bärentraube, Birkenblätter, Brennnesselkraut, Preiselbeersaft,

Weitere Schlüsselwörter:
Blasenbeschwerden, postkoitales Urethralsyndrom, Blasenentzündung, Reizblase, Harnwegsinfekt, Inkontinenz, Flitterwochenzystitis, Klimakterium, Postmenopause, Urethritis, Geschlechtsverkehr, Zystitis, Sexualberatung, Soor, Herpes genitalis, Antibiotika-Prophylaxe, Ringelblumensalbe, Wildrosenöl, Ingwerwickel, Phytotherapie, Harnwegsbeschwerden

Text 4: Wechseljahr-Heilpflanzen

Dieser Text beschreibt die differenzierte Behandlung von Wechseljahrbeschwerden mit Heilpflanzen-Präparaten.

Erwähnte Heilpflanzen:
Mönchspfeffer (Vitex agnus-castus),
Yamswurzel (Dioscorea villosa)
Nachtkerze (Oenothera biennis)
Traubensilberkerze (Cimicifuga racemosa)
Johanniskraut (Hypericum perforatum)
Rotklee
Leinsamen (Linum usitatissimum)

Weitere Schlüsselwörter:
Wechseljahre, Wallungen, Prämenstruelles Syndrom (PMS), Schweissausbrüche, Schlafstörungen, Herzklopfen, Atrophie der Schleimhäute, Hypermenorrhoe, Klimakterium, Gereiztheit, Kopfschmerzen Mastodynie, Menstruationsblutung, Dysmenorrhö, Vaginaltrockenheit.

Text 5: Mönchspfeffer beim prämenstruellen Syndrom (PMS)

Dieser Text beschreibt die Behandlung von PMS-Beschwerden mit Heilpflanzen-Präparaten.

Erwähnte Heilpflanzen:

Mönchspfeffer (Vitex agnus-castus)
Yamswurzel ( Dioscorea villosa)
Nachtkerze (Oenothera biennis)

Weitere Schlüsselwörter:
Brustspannen, Kopfschmerzen, Reizbarkeit, depressive Verstimmungen, Menstruation, Dysmenorrhö, Corpus-luteum-Insuffizienz, Mastodynie, Diosgenin.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Kräuterexkursionen in den Bergen / Heilkräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Klinik, Palliative Care

Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

Diesen Artikel teilen:

Pflanzenheilkunde: Preiselbeersaft wirkt gegen Blasenentzündung

Diesen Artikel teilen:

Blasenentzündungen sind ein typisches Frauenleiden. Sie treten auf, wenn Bakterien, Pilze und immer häufiger auch Viren durch die Harnröhre aufsteigen und sich in der Blase vermehren. Zwar reagieren die meisten Blasenentzündungen prompt auf eine ärztlich verordnete antibiotische Behandlung. Doch oft ist die Ruhe nur von kurzer Dauer. Viele Frauen leiden an wiederkehrenden Blaseninfekten. Wer davon betroffen ist, sollte dieses Problem ernst nehmen. Denn bei mehr als drei Blaseninfekten pro Jahr besteht langfristig die Gefahr, dass das Leiden chronisch wird. In solchen Fällen kann Preiselbeersaft sehr nützlich sein. Er enthält Proanthocyanidine. Diese Substanzen sind zum einen für die Farbe und zum anderen für die therapeutische Wirksamkeit der Preiselbeere verantwortlich. Sie hemmen die Anheftung der Krankheitserreger an den Schleimhäuten des Harntraktes. Dadurch können sich die Bakterien viel schlechter in Blase und Niere festsetzen und werden mit dem Urin ausgeschwemmt. Eine sich anbahnende Infektion wird so oft schon im Vorfeld verhindert. Mehrere Studien haben gezeigt, dass sich die Rückfallquote nach einer Blasenentzündung durch Einnahme von Preiselbeersaft deutlich senken lässt. Das haben inzwischen auch viele Spitäler und Pflegeheime erkannt. Sie bieten gefährdeten Patientinnen den Preiselbeersaft zur Vorbeugung an. Die Anwendung von Preiselbeersaft ist ein gutes Beispiel für Nutzen und Wirksamkeit der Phytotherapie / Pflanzenheilkunde. Eine tiefere Rückfallquote verringert nicht nur Schmerzen, sie spart auch Kosten und reduziert den Verbrauch von Antibiotika.
Wichtig ist allerdings zu wissen, dass es Preiselbeer-Präparate in sehr unterschiedlicher Qualität im Handel gibt, und dass auch gewisse Anwendungsrichtlinien zu beachten sind. In diesem Sinne braucht der wirksame Einsatz von Preiselbeersaft auch Fachwissen.

Siehe auch:

Test: Cranberry-Produkte oft unterdosiert

Phytotherapie: Canberry-Saft wirkt wie Teflon

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Kräuterexkursionen in den Bergen / Heilkräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Klinik, Palliative Care

Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

Diesen Artikel teilen: