Beiträge

Heilpflanzen-Anwendungen in der Pflege

Diesen Artikel teilen:
FacebookTwitterGoogle+ Share

Fundierte, professionelle Heilpflanzen-Anwendungen bieten eine ganze Reihe von Chancen für die Pflege. In Pflegeheimen, in der Spitex, der Palliative Care, im Spital, in Kinderpflege und Psychiatrie – gibt es seit einigen Jahren erfolgreiche Schritte zur Integration von Heilpflanzen-Anwendungen.

Sie arbeiten in der Pflege und interessieren sich für Heilpflanzen und Naturheilkunde?

Dann beteiligen Sie sich an dieser innovativen Entwicklung. Informieren Sie sich hier!

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde, Winterthur

Tagesseminare zur Einführung:

2. Februar 2017: Tagesseminar Heilpflanzen-Anwendungen bei Hauterkrankungen und Wunden

29. März 2017: Tagesseminar Heilpflanzen-Anwendungen bei Schlafstörungen, Angst, Depression

2. Mai 2017: Tagesseminar Heilpflanzen-Anwendungen in Palliative Care und Onkologiepflege

 

Die umfassende Phytotherapie-Ausbildung für Pflegende:

Lehrgang Phytotherapie (Pflanzenheilkunde) für Pflegende ab 22. / 23. Mai 2017.

Weitere Informationen zu Phytotherapie / Pflanzenheilkunde in der Pflege:

Was ist Phytotherapie? – Kurztext

Phytotherapie in der Pflege – Kurztext

Phytotherapie in der Pflege – Langtext mit Argumenten für Heilpflanzen-Anwendungen in der Pflege, auch für Gespräche mit der Pflegedienstleitung, wenn es um eine Beteiligung der Institution an den Ausbildungskosten geht.

Phytotherapie in der Palliative Care – Ausführlicher Artikel von Martin Koradi in der Fachzeitschrift Palliative.ch

Phytotherapie für Ärztinnen und Ärzte

Presseberichte zu Phytotherapie in der Pflege

Teamweiterbildungen für Phytotherapie in der Pflege (Interessengemeinschaft Phytotherapie in der Pflege)

Newsletter abonnieren

Und zum Schluss: Interessiert an Kräuterkunde in der Natur?

Daten und Orte der Kräuterwanderungen finden Sie im Kursprogramm.

Diesen Artikel teilen:

Schlafmittel: Sturzrisiko auch mit Nicht-Benzodiazepinen

Diesen Artikel teilen:

Auch nicht benzodiazepinhaltige Hypnotika (Schlafmittel) scheinen das Sturz- und Frakturrisiko bei Pflegeheimbewohnern zu steigern. Eine aktuelle Studie bestätigt nun den bereits seit längerer Zeit gehegten Verdacht.

Der Einsatz von Benzodiazepinen gilt wegen des hohen Sturzrisikos in Pflegeheimen schon länger als riskant. Doch auch die Nachfolge-Medikamente der Benzodiazepine gerieten in die Kritik, nachdem unter diesen Hypnotika zum Teil vermehrt Frakturen beobachtet wurden. Amerikanische Wissenschaftler untersuchten nun, ob es tatsächlich an den Medikamenten liegt, denn theoretisch könnten auch die Schlafstörungen selbst verantwortlich sein.

Die Forscher untersuchten dazu die Daten von rund 15 000 Pflegeheimbewohnern mit einer Hüftfraktur.1

11 % dieser Patienten waren zuvor mit einem nicht benzodiazepinhaltigen Schlafmittel behandelt worden. Tatsächlich war das Risiko, innerhalb der ersten 30 Tage nach Einnahme zu stürzen und eine Hüftfraktur zu erleiden, unter dieser Behandlung 66 % höher. In den ersten 15 Tagen war das Risiko am größten. Pflegeheim-Bewohner mit höchstens leichten kognitiven und limitierten funktionellen Einschränkungen stürzten eher als Patienten mit mäßigen bis schweren Einschränkungen.

Die Nachtruhe mit Tagesaktivitäten fördern statt mit Benzodiazepinen

Die Wissenschaftler empfehlen erhöhte Vorsicht bei der Verordnung von Nicht-Benzodiazepinen. Es wird von anderen Autoren aber auch betont, dass  unbehandelte Schlaflosigkeit das Sturzrisiko ebenfalls steigert. Die Mitarbeiter von Pflegeheimen sollten deshalb primär darauf hinwirken, den Bewohnern anregende Tagesaktivitäten anzubieten und sie vom Mittagsschlaf abzuhalten, um ihre nächtliche Schlafqualität zu optimieren.

Quelle:

http://www.medical-tribune.de/home/news/artikeldetail/sturzgefahr-auch-mit-nicht-benzodiazepinen.html

Sarah D. Berry et al., JAMA Intern Med 2013; 173: 754–761

Kommentar & Ergänzung:

Das Sturzrisiko älterer Menschen bei der Einnahme von Schlafmitteln wird seit einiger Zeit intensiver diskutiert. Interessant in diesem Text ist der Hinweis, dass unbehandelte Schlafstörungen das Sturzrisiko ebenfalls erhöhen.

Ergänzend könnte noch darauf hingewiesen werden, dass auch pflanzliche Schlafmittel wie zum Beispiel Extrakte aus Hopfen und Baldrian oder ätherische Öle wie Lavendelöl oder Melissenöl eine prüfenswerte Option sind. Sie helfen zwar nicht in jedem Fall. Sie steigern aber nicht das Sturzrisiko und führen nicht zu Abhängigkeit und Toleranzentwicklung.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Heilpflanzenexkursionen in den Bergen / Kräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital:

Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

Diesen Artikel teilen:

Heilpflanzen bei Einschlafstörungen

Diesen Artikel teilen:

„Der wichtigste Tipp bei Einschlafstörungen ist das Bemühen um Schlafhygiene: Bei zu wenig Bewegung, einem zu hellen und zu lauten Schlafzimmer sind Schlafstörungen vorprogrammiert. Jederzeit hilfreich ist ein entspannendes Lavendelbad. Baldrian, Melisse, Hopfen und Passionsblume wirken bei ausreichender Dosierung gut Schlaf-anstoßend. Im Gegensatz zu synthetischen Schlafmitteln verändern pflanzliche das natürliche Schlafprofil nicht – und machen auch nicht abhängig.“

Quelle:

http://www.kleinezeitung.at/magazin/wellness/apothekenfuehrer/3168662/morgen-graut.story

Kommentar & Ergänzung:

– In den Studien zeigt Baldrianextrakt eine Wirksamkeit erst nach etwa 10 – 14 Tagen. Baldriantee und Badriantinktur wirken möglicherweise unmittelbar via Dufteffekt. Das volle Potenzial zeigen aber auch sie erst mit dieser Verzögerung.

– Ein Lavendelbad macht man ab besten mit Lavendelöl (etwa 8 Tropfen Lavendelöl in etwas Kaffeerahm mischen und dem Badewasser zugeben).

Neben dem Lavendelbad sind als Anwendungsform auch Lavendelsäckchen bewährt Lavendelblüten werden dazu in ein Stoffsäckchen eingenäht, welches unter das Kopfkissen  gelegt wird.

– Melisse enthält Melissenöl, das entspannend und beruhigend wirkt, aber sehr teuer ist. Geeignet ist aber auch Melissentee, am besten zubereitet mit frischen Melissenblättern.

Melissengeist enthält zwar Melissenblätter und andere Heilpflanzen (Alantwurzel, Enzianwurzel, Pomeranzenschalen, Angelikawurzel, Ingwerwurzel , Gewürznelken, Galgantwurzelstock, Zimtrinde, Alexandriner-Sennesblätter, Muskatnusssamen, Schwarze Pfefferfrüchte, Kardamomenfrüchte). Den Hauptanteil im Melissengeist macht aber der Alkohol aus (66 Volumen-% Alkohol).

– Hopfen wird oft in Kombinationspräparaten zusammen mit Baldrianwurzel eingesetzt. Hopfentee und Hopfentinktur sind sehr bitter.

– Passionsblumenkraut kommt vor allem in Fertigpräparaten zum Einsatz, zum Beispiel im Relaxane / Zeller Entspannungsdragée zusammen mit Pestwurz, Baldrian und Melisse.

– Ergänzend erwähnt werden soll der Orangenblütentee, der sich im Spitälern und Pflegeheimen als schlaffördernder Abendtee etabliert hat. Orangenblütentee ist beliebt. Seine Wirksamkeit wurde allerdings nie genauer untersucht. Beides gilt auch für den Goldmelissentee.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Kräuterexkursionen in den Bergen / Heilkräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital:

Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

Diesen Artikel teilen:

Verstopfung: Woraus besteht Benefiber?

Diesen Artikel teilen:

Benefiber (Novartis) ist ein Präparat, das als Mittel gegen Verstopfung in Spital und Pflegeheim ziemlich verbreitet ist. Welche pflanzlichen Inhaltsstoffe in Benefiber für die Wirksamkeit verantwortlich sind, ist aber vielen Verwenderinnen und Verwendern nicht bekannt.

Benefiber besteht aus Guar.

Was ist Guar?

Guar wird aus der Guarbohne gewonnen, den Samen von Cyamopsis tetragonolobus, und zwar  durch Zermahlen des Endosperms und anschliessender Teilhydrolyse.

Guar (Guargalactomannan) besteht hauptsächlich aus Polysacchariden.

Welche Wirkung ist von Guar / Benefiber zu erwarten?

Guar (Cyamopsis tetragonolobus, Fabaceae) quilt im Darm zusammen mit Wasser und verzögert die Aufnahme von Kohlenhydraten. Es wird zur Therapie der Obstipation (Verstopfung) sowie als Zusatzmassnahme bei der Zuckerkrankheit Diabetes mellitus eingesetzt, um die Blutzuckerspitzen nach der Nahrungsaufnahme zu reduzieren.

Guar ist ein Ballaststoff, der in der Lage ist, grosse Mengen Flüssigkeit zu binden, so dass eine gelartige Masse entsteht. So kommt es zu einer verzögerten Magenentleerung und im Dünndarm zu einer Verlangsamung der Kohlenhydrat-Absorption. Diese beiden Eigenschaften führen hauptsächlich beim Diabetiker zu tieferen postprandialen Blutzuckerspitzen (postprandial = nach der Mahlzeit). Die Kohlenhydrat-Absorption wird aber nicht vermindert.

Guar wirkt zudem lipidsenkend: Das Plasma-Gesamtcholesterin und die Triglyzeride sinken, auf das HDL-Cholesterin ist kein Effekt vorhanden, während LDL abnimmt.

Darüber hinaus wirkt Guar sättigend.

Daraus ergeben sich folgende Anwendungsbereiche für Guar:

– Obstipation

– Begleitbehandlung beim Diabetes mellitus (Typ I und Typ II), um zusätzlich neben Diät und Antidiabetika die postprandialen Blutzuckerspitzen zu vermindern. Weil die gesamte Absorption der Kohlenhydrate zwar verlangsamt, nicht jedoch vermindert wird, müssen die Diät und die Behandlung weitergeführt werden

– Dyslipidämie (Lipidstoffwechselstörung)

– Übergewicht und Fettleibigkeit

Als unerwünschte Nebenwirkungen kann es zu Verdauungsbeschwerden kommen wie Blähungen, Übelkeit, Völlegefühl, Magendruck und Durchfall.

Quelle: http://www.pharmawiki.ch/wiki/index.php?wiki=Guarbohne

Guar ist als rezeptpflichtiges Fertigpräparat unter dem Namen Leiguar als Antidiabetikum im Handel.

Als Benefiber ( = teilhydrolisiertes Guarkernmehl) ist es frei verkäuflich, wird als Nahrungsergänzungsmittel verkauft und vor allem gegen Verstopfung eingesetzt.

P. S. : Das ist kein bezahlter Benefiber-Werbetext und ich stehe auch nicht auf einer Novartis-Lohnliste. Ich habe diesen Beitrag geschrieben, weil mir aufgefallen ist, dass viele Anwender von Benefiber in Pflegeheimen, Spitälern etc. nicht Bescheid wissen über die pflanzliche Zusammensetzung.

Dieser Blog ist werbefrei, wenn man von meinen eigenen Kursangeboten absieht!

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Kräuterexkursionen in den Bergen / Heilkräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital:

Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch
Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch
Diesen Artikel teilen:

Krankenpflege & Naturheilkunde: Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Palliative Care, Spital

Diesen Artikel teilen:

Sie suchen eine fundierte Weiterbildung im Bereich „komplementäre Pflege“?

In Winterthur am Seminar für Integrative Phytotherapie gibt es einen Speziallehrgang für professionelle Heilpflanzen-Anwendungen in der Pflege. Phytotherapie verbindet die traditionelle Pflanzenheilkunde mit den Erkenntnissen moderner Arzneipflanzenforschung.

Phytotherapie ist kompatibel mit medizinischem Denken und Handeln, was eine Voraussetzung ist für eine Integration in Pflegeheime, Spitex-Dienste, Palliative Care, Klinik / Spital.

Komplementäre Pflege bzw. komplementärmedizinische Pflege ist ein Thema, das zunehmend auf Interesse stösst, doch genau wie beim Begriff „Komplementärmedizin“ ist nirgendwo verbindlich definiert, was genau damit gemeint ist. Das hat zur Folge, dass in Ausbildungen und Weiterbildungen in „Komplementärer Pflege“ meistens eine ganze Reihe von Methoden vermittelt werden, die zum grossen Teil einfach zu „exotisch“ sind, um in „normalen“ Pflegeinstitutionen umgesetzt zu werden. Sie eignen sich allenfalls für komplementärmedizinisch orientierte Spezialkliniken (werden dort aber dann hautsächlich von Ärzten angewendet).

Heilpflanzen-Anwendungen sind dagegen so breit in der Bevölkerung verankert, dass sie auch in vielen „normalen“ Pflegeheimen, Spitex-Diensten und Kliniken akzeptiert werden, wenn sie in einem professioneller Rahmen angeboten werden.

Phytotherapie auf der Grundlage professioneller Krankenpflege ist eine ideale Brücke zwischen Medizin und Naturheilkunde. Pflegende als medizinische Fachpersonen bringen zudem ausgezeichnete Voraussetzungen mit, um im Sinne der Gesundheitsförderung fundiertes Heilpflanzenwissen an die Bevölkerung weiterzugeben.

Informationen zum Thema „Phytotherapie in der Pflege“:

Phytotherapie-Ausbildung für Pflegepersonen

(medizinkompatibler, pflegekompatibler Lehrgang)

Argumente für Phytotherapie in der Pflege

(zum Beispiel für Gespräche mit Pflegedienstleitungen)

Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege

(Presse-Berichte zu Beispielen erfolgreicher Integration von Heilpflanzen-Anwendungen in Spitex, Pflegeheime und Kliniken, Angebot für Teamweiterbildung)

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Kräuterexkursionen in den Bergen / Heilkräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Klinik, Palliative Care

Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

Diesen Artikel teilen:

Palliative Care & Naturheilkunde: Weiterbildung Phytotherapie

Diesen Artikel teilen:

Sie suchen eine fundierte Weiterbildung im Bereich „komplementäre Pflege“ für die Palliative Care (bzw. für Spitex, Pflegeheim, Klinik)?

In Winterthur am Seminar für Integrative Phytotherapie gibt es den Speziallehrgang für professionelle Heilpflanzen-Anwendungen in der Pflege. Phytotherapie verbindet die traditionelle Pflanzenheilkunde mit den Erkenntnissen moderner Arzneipflanzenforschung.

Phytotherapie ist kompatibel mit medizinischem Denken und Handeln, was eine Voraussetzung ist für eine Integration in Pflegeheime, Spitex-Dienste oder Kliniken.

Komplementäre Pflege bzw. komplementärmedizinische Pflege ist ein Thema, das zunehmend auf Interesse stösst, doch genau wie beim Begriff „Komplementärmedizin“ ist nirgendwo definiert, was genau damit gemeint ist. Das hat zur Folge, dass in Ausbildungen und Weiterbildungen in „Komplementärer Pflege“ meistens eine ganze Reihe von Methoden vermittelt werden, von denen nicht wenige zu „exotisch“ sind, um in „normalen“ Pflegeinstitutionen umgesetzt zu werden. Sie eignen sich allenfalls für naturheilkundlich orientierte Spezialkliniken (werden dort aber dann hautsächlich von Ärzten angewendet).

Heilpflanzen-Anwendungen sind dagegen so breit in der Bevölkerung verankert, dass sie auch in vielen „normalen“ Pflegeheimen, Palliativ Care Abteilungen, Spitex-Diensten und Kliniken akzeptiert werden, wenn sie in einem professioneller Rahmen zur Anwendung kommen.

Weil „Komplementärmedizinische Pflege“ ein undefinierter Sammelbegriff ist, werden unter dieser Bezeichnung auch Lehrgänge angeboten, in denen verschiedenste (und sehr unterschiedliche) Methoden gemischt sind. Das tönt auf den ersten Blick immer verlockend, weil es den Eindruck macht, umfassend zu sein. Der Haken daran ist aber erfahrungsgemäss, dass man am Schluss von vielem eine Ahnung hat, aber in keinem Bereich ein tragfähiges Fundament bekommt.

Phytotherapie erweitert Handlungsmöglichkeiten in der Palliative Care

Sinnvoller ist es jedenfalls, eine Methode fundiert zu lernen. Und wenn es um die Umsetzung in die Pflege geht, sollte die Methode zudem medizinkompatibel und pflegekompatibel sein. Integrative Phytotherapie bietet dazu optimale Voraussetzungen.

Phytotherapie auf der Grundlage professioneller Krankenpflege ist eine ideale Brücke zwischen Medizin und Naturheilkunde. Pflegende als medizinische Fachpersonen bringen zudem ausgezeichnete Voraussetzungen mit, um im Sinne der Gesundheitsförderung fundiertes Heilpflanzenwissen an die Bevölkerung weiterzugeben.

Heilpflanzen-Anwendungen sind bewährt in der Palliative Care

Heilpflanzen-Anwendungen ermöglichen es zudem den Pflegenden in Situationen, in denen sie bei der Betreuung von schwerkranken Personen wenig zur Linderung des Leidens beitragen können, oft noch positive Veränderungen zu bewirken. Sie können zudem den Angehörigen sinnvolle Instrumente in die Hand geben, womit diese im täglichen Umgang mit ihren Verwandten ebenfalls handlungsfähiger werden. Auch unter diesen Gesichtspunkten haben sich Heilpflanzen-Anwendungen in der Palliativ-Pflege sehr bewährt.

Informationen zum Thema „Phytotherapie in der Pflege“:

Phytotherapie-Ausbildung für Pflegepersonen

(medizinkompatibler, pflegekompatibler Lehrgang)

Argumente für Phytotherapie in der Pflege

(zum Beispiel für Gespräche mit Pflegedienstleitungen)

Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege

(Presse-Berichte zu Beispielen erfolgreicher Integration von Heilpflanzen-Anwendungen in Spitex, Pflegeheime und Kliniken, Angebot für Teamweiterbildung)

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Klinik, Palliative Care:

www.ig-pp.ch

Diesen Artikel teilen:

Über 60 % der Hausärzte setzen Heilpflanzen-Präparate häufig oder sehr häufig ein

Diesen Artikel teilen:

In der Zeitschrift „Der Hausarzt“ veröffentlichte Dr. med. Berthold Musselmann einen ausführlichen und fundierten Artikel über dem Titel „ABC der klassischen Phytotherapie“.

Zitat:

„Heilpflanzen bieten eine breite Anwendungspalette in der hausärztlichen Medizin. Sie können bei fast allen Patienten eine sinnvolle Ergänzung und bei vielen Erkrankungen eine überlegenswerte Alternative sein. Dabei ist die ausreichende Qualität der Extrakte und Präparate entscheidend; aber auch Wechselwirkungen sind zu beachten.“ (1)

Eine Umfrage zeigt, dass Heilpflanzen-Anwendungen von Hausärzten häufig eingesetzt werden:

„Nach einer eigenen aktuellen deutschlandweiten Befragung unter 3000 Hausärzten beziehen 60% der Hausärzte Naturheilverfahren mit in ihre Therapie ein. Über die Hälfte der Hausärzte setzt Heilpflanzenpräparate häufig oder sehr häufig ein. Sind diese aber wirklich so wirksam und erfolgversprechend, wie die Mehrheit der Bevölkerung glaubt? Immerhin wünschen 70–80% der Patienten, dass bei ihrer Behandlung Naturheilverfahren mitberücksichtigt werden.“ (2)

Die Zahl der Studien in der Phytotherapie ist in den letzten 10 Jahren stark gestiegen:

„Eine hinreichend evidenzbasierte Herangehensweise ist in der Naturheilkunde nicht immer anzutreffen. Im Bereich Phytotherapie gibt es allerdings eine zunehmende Forschungstätigkeit und damit eine deutliche Zunahme der Anzahl wissenschaftlicher Veröffentlichungen. Im Zeitraum von 1999 bis 2009 ist die Zahl der publizierten randomisierten kontrollierten Studien zu Phytotherapeutika von 80 auf knapp 1700 gestiegen.“ (3)

Trotzdem gibt es immer noch viele Heilpflanzen, zu denen keine Studien existieren:

„Für viele Heilpflanzen liegen bisher noch keine wissenschaftlichen Untersuchungen vor. Das heißt nicht, dass diese Pflanzen nicht wirksam sind, wohl aber, dass sie kritischer betrachtet werden müssen.“ (4)

Quelle:

http://www.springermedizin.de/abc-der-klassischen-phytotherapie/275054.html

Der Hausarzt, 2010/14:  31-36 Autor: Dr. med. Berthold Musselmann

Facharzt für Allgemeinmedizn mit Ausbildung in Naturheilverfahren

Kommentar & Ergänzung:

(1) Die Qualität der Extrakte und Heilpflanzen-Präparate ist tatsächlich entscheidend. Den Konsumentinnen und Konsumenten ist viel zuwenig bewusst, dass hier grosse Unterschiede bestehen. Es werden viele Produkte verkauft, deren Wirksamkeit höchst fraglich ist, auch in Apotheken und Drogerien.

Dies gilt für Heilpflanzen-Präparate, aber auch für Naturheilmittel generell und für Produkte der Komplementärmedizin.

Wer mehr über solche Qualitätsunterschiede erfahrend will, bekommt dazu Informationen in meiner Phytotherapie-Ausbildung und in den Heilpflanzenkursen.

(2) Phytotherapie eignet sich ausgezeichnet als Brücke zwischen Naturheilkunde und Medizin. Sie kommt damit einem verbreiteten Bedürfnis in der Bevölkerung entgegen. Neben den Hausärztinnen und Hausärzten eignen sich meiner Ansicht nach Pflegefachleute  gut für die Integration von Heilpflanzen-Anwendungen in die Institutionen des Gesundheitswesens wie Spitex-Organisationen, Pflegeheime, Kliniken und Spitäler. Info dazu siehe Interessengemeinschaft Phytotherapie & Pflege.

(3) Eine Schwierigkeit für die Phytotherapie-Forschung besteht darin, dass überwiegend nur dort geforscht wird, wo auch ein Markt ersichtlich ist. So finden viele Heilpflanzen keinen „Sponsor“ für die Überprüfung ihrer tatsächlichen oder angeblichen Heilwirkungen.

(4) Sehr einverstanden. Es dürfen meines Erachtens auch Heilpflanzen angewendet werden, deren Wirksamkeit nicht durch Studien belegt ist. Allerdings braucht es dann volle Transparenz über diesen Status. Für die Käufer und Verwender solcher Produkte sollte erkennbar sein, ob die Wirksamkeit belegt ist oder nicht. Von der obligatorischen Krankenkassen-Grundversicherung sollten allerdings nur Heilpflanzen-Präparate, Naturheilmittel und Produkte der Komplementärmedizin bezahlt werden, deren Wirksamkeit belegt ist.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Kräuterexkursionen in den Bergen / Heilkräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital

Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

Diesen Artikel teilen:

Weiterbildung „Phytotherapie in der Pflege“ für Pflegeinstitutionen / Pflegeteams

Diesen Artikel teilen:

Wir bieten massgeschneiderte

Weiterbildungen für Spitex-Organisationen, Palliative Care, Pflegeheime, Psychiatrische Kliniken und Spital.

Zum Beispiel:

– Heilpflanzen-Anwendungen zur Vorbeugung und Behandlung von Erkältungskrankheiten

– Heilpflanzen-Anwendungen bei Hauterkrankungen und Wunden

– Heilpflanzen-Anwendungen bei Verdaungsstörungen
(Verstopfung, Durchfall, Völlegefühl, Appetitlosigkeit….)

– Heilpflanzen-Anwendungen begleitend zur Tumortherapie
(Linderung von Beschwerden wie Müdigkeit, Übelkeit, Mundschleimhautentzündung ect.)

– Heilpflanzen-Anwendungen für Psyche & Nervensystem
(Depression, Angst, Schlafstörungen, Schmerz)

Komplementärmedizin & Naturheilkunde stossen bei Patientinnen und Patienten auf zunehmendes Interesse und solche Angebote werden geschätzt.

Allerdings sind längst nicht alle Methoden kompatibel mit mediznischem Denken und Handeln.

Phytotherapie, wie wir sie vertreten und vermitteln, gewährleistet diese Kompatibilität und eignet sich daher ausgezeichnet als Brücke zwischen Medizin und Naturheilkunde.

Nehmen Sie Kontakt mit uns auf, wenn Sie an diesem Angebot interessiert sind.

Interessengemeinschaft Phytotherapie & Pflege (IGPP), www.ig-pp.ch

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Kräuterexkursionen in den Bergen / Heilkräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital

Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

Diesen Artikel teilen:

Heilpflanzen bei Blasenentzündung, Reizblase & Co

Diesen Artikel teilen:

Mit diesem Thema befasste sich ein Beitrag in der Pharmaceutical Tribune mit Tipps und Infos von Mag. pharm. Ilona E. Leitner, Präsidentin der Wiener Apothekerkammer und Vizepräsidentin des Österreichischen Apothekerverbandes.

Oberstes Ziel bei sich ankündigenden Blasenkatarrhen sei die Linderung der Symptome und eine forcierte Ausschwemmung der Keime.

Als unterstützende Maßnahmen empfiehlt Mg. Leitner:

„Viel trinken, ausreichende Ruhe und bei Bedarf Wärmezufuhr im Unterbauchbereich…“, und sie verweist auf die guten Erfahrungen mit einem Blasentee, den das Arzneibuch seit dem 17. Jahrhundert in unveränderter Form vorschlägt:

„Er enthält diuretisch wirkende Birkenblätter, bakteriostatisch wirksame Bärentraubenblätter und spasmolytisch wirksames Bruchkraut.“

Neben der verstärkten Keimausschwemmung durch hohe Trinkmengen ist die Ansäuerung des Urins eine sehr wirksame Maßnahme: „Ein saurer Harn vermindert die Bakterien-Adhärenz am Urothel und ermöglicht eine Keimreduktion um bis zu 50 Prozent.“

Angesäuert werden kann der Urin mit L-Methionin, Ascorbinsäure oder Apfelessig. Fruchtsäfte sind ungeeignet, weil diese den ph-Wert des Harns in die falsche Richtung verschieben.
Cranberry und Kürbiskerne

Zur Prävention und unterstützenden Behandlung von Blasenentzündungen sind Preiselbeer-Präparate hervorragend geeignet, weil sie antiadhärent wirken – also die Anheftung der Keime an die Schleimhäute hemmen. Damit erleichtern sie die Ausschwemmung von Keimen.

In jedem Fall handelt es sich bei Preiselbeer-Präparaten um ein diätetisches Lebensmittel, das somit auch für Kinder und Schwangere geeignet ist.
Ebenfalls vorbeugend eingesetzt werden Kürbiskern-Präparate. Mag. Leitner dazu: „Deren regelmäßige, längerfristige Einnahme wird zur Vorbeugung der Entwicklung einer Reizblase empfohlen.“

Allgemein gilt: Wer länger als fünf Tage an Beschwerden beim Wasserlassen leidet, sollte den Arzt aufsuchen. Wichtige Warnsymptome, die eine ärztliche Abklärung benötigen, sind Fieber, allgemeine Schwäche und blutige Verfärbung des Urins.
http://www.pharmaceutical-tribune.at/dynasite.cfm?dsmid=100985&dspaid=833716

Kommentar & Ergänzung:

Bei beginnender Blasenentzündung würde ich anstelle der beschriebenen Blasentee-Mischung (Birkenblätter, Bärentraubenblätter, Bruchkraut) eher Bärentraubenblättertee allein empfehlen. Es braucht in diesen Fällen  den Bärentrauben-Wirkstoff Arbutin in ziemlich hohen Dosen, die mit der „Dreier-Mischung“ kaum zu erreichen sein dürften.

Cranberrysaft bzw. Preiselbeersaft / Preiselbeer-Präparate haben sich inzwischen vor allem in der Rückfallprophylaxe von Blasenentzündungen bewährt, und zwar auch in der Krankenpflege (Spitex, Pflegeheime, Kliniken).

Kürbiskerne bzw. Kürbissamen lindern die Beschwerden bei der gutartigen Prostatvergrösserung älterer Männer und sind in diesem Bereich verhältnismässig gut in ihrer Wirksamkeit dokumentiert. Die Anwendung bei Reizblase wird zwar immer wieder empfohlen, doch fehlen hier bislang gute Belege für einen Nutzen.

Kürbissamen sind aber auch einfach ein gesundes Nahrungsmittel und eignen sich gut als kleiner Snack zwischendurch, im Salat, im Müesli etc.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Kräuterexkursionen in den Bergen / Heilkräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital

Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

Diesen Artikel teilen:

Was ist Phytotherapie? Was ist Integrative Phytotherapie?

Diesen Artikel teilen:

Phytotherapie befasst sich mit der Vorbeugung und Behandlung von Befindlichkeitsstörungen und Krankheiten mittels pflanzlicher Heilmittel.  Sie verbindet die jahrtausendealte Erfahrung traditioneller Pflanzenheilkunde mit den Ergebnissen neuzeitlicher Arzneipflanzenforschung.

Phytotherapie bringt Heilpflanzen in vielfältigen Formen zur Anwendung, zum Beispiel als Tee, Tinktur, Extrakt oder Salbe, inhalativ als ätherisches Öl, als Bad oder Wickel usw.

Phytotherapie orientiert sich an Wirkstoffen und unterscheidet sich damit von  komplementärmedizinischen Heilverfahren wie Homöopathie, Bachblüten, Anthroposophischer Medizin, Schüsslersalzen, Spagyrik, TCM  etc. – die ihrerseits auf eigenen Weltbildern und Theoriesystemen basieren.

Die Patientinnen und Patienten schätzen an der Phytotherapie nebst der Wirksamkeit die gute Verträglichkeit und den Bezug zur Natur.

Was ist Integrative Phytotherapie?

Integrative Phytotherapie versteht sich als Brücke zwischen Naturheilkunde und Medizin. Damit verbunden ist Kooperationsbereitschaft und Kooperationsfähigkeit im Verhältnis zur Medizin, das Bestreben nach fundierter Begründung von Aussagen, eine selbstkritische Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten und Grenzen phytotherapeutischer Anwendungen und die Absage an Heilslehren und Dogmen aller Art.

Diese Grundhaltung der „Integrativen Phytotherapie“, wie sie am Seminar für Integrative Phytotherapie in Winterthur gepflegt wird, schafft optimale Voraussetzungen für die Integration von professionellen Heilpflanzen-Anwendungen in Spitex, Pflegeheime und Kliniken.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Kräuterexkursionen in den Bergen / Heilkräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital

Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

Diesen Artikel teilen: