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Teufelskrallen-Gel in der Migros – Wirksamkeit mehr als fragwürdig

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Der Grossverteiler Migros expandiert stark im Bereich Gesundheit & Arzneimittel, worüber man geteilter Meinung sein kann. Die verkauften Präparate sollten aber mindestens einigermassen seriös sein.

Kürzlich stiess ich im Migros-Sortiment erneut auf einen Teufelskrallen-Gel.

Teufelskrallenwurzel wird in der Phytotherapie eingesetzt zur Schmerzlinderung bei Osteoarthritis und Rückenschmerzen. Für die Wirksamkeit sprechen mehrer Studien, deren Aussagekraft allerdings wegen geringer Qualität und kleinen Probandenzahlen eingeschränkt ist. Untersucht wurde dabei ausschliesslich Teufelskrallenextrakt zur innerlichen Anwendung.

Wenn nun die Migros einen Teufelskrallen-Gel verkauft, bleibt die Frage vollkomen offen, ob eine Wirksamkeit auch über die Haut zu erwarten ist.

Als Hauptwirkstoffe gelten Iridoidglykoside (vor allem Harpagosid). Dass sie über die Haut aufgenommen werden und eine Wirksamkeit entfalten ist meines Erachtens ausserordentlich unwahrscheinlich und wird durch keine Studien oder andere Belege gestützt.

Die Migros profitiert mit ihrem Teufelskrallen-Gel einfach vom Ruf, welchen die Pflanze von ihrer innerlichen Anwendung her hat. Marketingmässig ist das geschickt, seriös aber wohl nicht. Im übrigen verkaufen auch Apotheken und Drogerien Teufelskrallen-Gel, was noch fragwürdiger ist, weil man von diesen Fachgeschäften eine fundierte Beratung erwarten würde.

Offenbar spielt es keine Rolle, ob die Präparate auch wirksam sind. Wirksamkeit scheint jedenfalls keine relevante Frage zu sein – weder für die Migros noch für viele Apotheken und Drogerien. Hauptsache der Verkauf läuft….

Konsumentinnen und Konsumenten müssen sich selber schlau machen, wenn sie nicht abgezockt werden wollen.

Die Arzneipflanze Teufelskralle ( Harpagophytum procumbens) stammt übrigens aus den Sandfeldern der Savannen im südlichen Afrika (Namibia, Südafrika, Botswana). Sie hat botanisch und bezüglich der Wirksamkeit nichts zu tun mit den Teufelskrallen der einheimischen Pflanzenwelt. Unsere Teufelskrallen, die auch als Rapunzeln bezeichnet werden, gehören zur Gattung Phyteuma aus der Pflanzenfamilie der Glockenblumengewächse (Campanulaceen).

Die afrikanische Teufelskralle Harpagophytum procumbens gehört dagegen zu den Sesamgewächsen (Pedaliaceae).

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe

Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse

Kräuterwanderungen in den Bergen / Kräuterkurse

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Lymphe reinigen mit Schachtelhalm?

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Kürzlich wurde ich gefragt, ob es stimme, dass man mit Schachtelhalm die Lymphe reinigen könne. Auf meine Gegenfrage, woher sie diese Idee habe, sagte die Person nur, sie habe das so in ihrer Naturheilpraktiker-Ausbildung gelernt.

In der Phytotherapie-Fachliteratur, die sich auf Studien und dokumentierte Erfahrungen stützt taucht bei Schachtelhalm nirgends eine Wirksamkeit zur Reinigung der Lymphe auf. Im Internet findet man diese Angabe aber nicht selten, allerdings immer ohne nähere Erklärung dazu, wie dieser Effekt zustande kommen soll – und ohne eine auch nur einigermassen plausible Begründung.

Um die Glaubwürdigkeit einer solchen Behauptung beurteilen zu können, müsste ich den Weg wissen, wie sie zustande gekommen ist. Wer hat eine solche Wirkung von Schachtelhalm auf die Lymphe festgestellt? Mit welchen Methoden? Wie soll die Wirkung zustande kommen? Von welchen Schadstoffen soll der Schachtelhalm die Lymphe reinigen? Welche Wirkstoffe sollen an dieser Wirkung beteiligt sein?

Mit solchen Fragen läuft man beim Thema „Lymphe reinigen mit Schachtelhalm“ völlig ins Leere.

Die Phytotherapie-Fachliteratur schreibt dem Schachtelhalm eine leicht harntreibende Wirkung zu (genauer: Die Ausscheidung von Wasser steigt). Darüber hinaus ist ein hoher Gehalt an Kieselsäure für den Schachtelhalm charakteristisch. Der Kieselsäure wird eine stärkende Wirkung auf Bindegewebe zugeschrieben, was aber fraglich ist. Überzeugende Argumente dafür fehlen jedenfalls. Eine Reinigung der Lymphe lässt sich damit nicht begründen.

Das ist zusammengefasst ziemlich unspektakulär und bescheiden. Da tönt es schon viel bedeutender, wenn gesagt wird, dass Schachtelhalm die Lymphe reinigt.

Aber darf man einfach ungeprüft etwas erzählen, nur damit Bedeutsamkeit erreicht wird? Darf eine Heilpflanze nicht auch unspektakulär und bescheiden daher kommen? Muss alles super toll sein?

Interessant sind die Schachtelhalme durch ihre wichtige Rolle in der Entwicklung der Pflanzenwelt. Sie schafften es zusammen mit Farnen und Bärlappgewächsen, in grossem Stil die Landmassen der Erde zu besiedeln und damit der Pflanzenwelt den Sprung vom Meer aufs Land zu ermöglichen. Vor etwa 300 Millionen Jahren in der „Karbon-Zeit“ gab es Schachtelhalme und Farne mit 30 Metern Höhe und 1 m Stammdurchmesser. Aus den Überresten dieser Wälder entstanden Steinkohlelager (Daher: Karbon-Zeit). Wie die Farne und die Bärlappe bilden die Schachtelhalme keine Blüten und Samen, was auf ihr hohes entwicklungsgeschichtliches Alter hinweist. Erst die später folgenden Nadelhölzer entwickelten Blüten & Samen.

Der Kieselsäuregehalt der Schachtelhalme hat zur Folge, dass man sie als milde Scheuermittel verwenden kann, zum Beispiel zur Reinigung von Pfannen – daher kommt der Volksname Zinnkraut für den Schachtelhalm.

Als Heilpflanzen wir übrigens nur der Acker-Schachtelhalm (Equisetum arvense) verwendet.

An feuchteren Stellen trifft man den Sumpf-Schachtelhalm an (= Equisetum palustris), der für Weidevieh giftig ist. Wikipedia schreibt dazu:

„Der Sumpf-Schachtelhalm ist aufgrund seiner Inhaltsstoffe für Weidevieh giftig. Für die Giftwirkung sind hauptsächlich zwei Stoffe verantwortlich: Erstens eine Thiaminase, die das Vitamin B1 zerstört und vor allem auf Pferde giftig wirkt und ein Taumeln der Tiere auslöst. Zweitens das Piperidin-Alkaloid Palustrin (0,01–0,3 %), das auch im Heu über Jahre hinweg erhalten bleibt und das bei Rindern zur Abnahme des Milchertrags und zu Lähmungserscheinungen führt.

Beim Menschen sind keine Vergiftungen bekannt; trotzdem sollte der Sumpf-Schachtelhalm nicht in Tee-Mischungen enthalten sein.“

Hübsch anzusehen ist der Riesen-Schachtelhalm (Equisetum maximum, Equisetum telmateia). Mit einer Grösse von bis zu 150 cm ist er die grösste in Mitteleuropa heimische Schachtelhalm-Art.

P.S. Wenn Sie diese Schachtelhalmarten unterscheiden lernen wollen, dann zeige ich Ihnen die Erkennungsmerkmale gerne auf einer Kräuterwanderung.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

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Kräuterwanderungen in Feldis (Graubünden) am 18. – 20. Juni 2014

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Feldis ist ein kleines Bergdorf im Domleschg (Kanton Graubünden, Schweiz) und liegt auf einer Sonnenterrasse inmitten von Blumenwiesen. Dieser Ort eignet sich ausgezeichnet für Kräuterwanderungen. Wir werden die Heilpflanzen, Wildkräuter und Alpenblumen der Mutta-Hochebene erkunden und die Pflanzenwelt an den Südhängen unterhalb des Dorfes. Feldis ist botanisch und landschaftlich ein besonderes Erlebnis. Deshalb leite ich hier seit mehr als 20 Jahren Kräuterwanderungen und bin mit den Heilpflanzen und Alpenblumen dieser schönen Gegend bestens vertraut.

Die Detailinformationen zu den Kräuterwanderungen in Feldis vom 18. – 20. Juni finden finden Sie in der Rubrik „Kurse“.

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Kräuterwanderung im Lötschental (Wallis) am 26. Juni 2014

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Interessiert an einem Kräuterkurs zum Kennenlernen von Heilpflanzen und Alpenblumen? Dann ist die Kräuterwanderung im Lötschental eine gute Gelegenheit für ein paar erlebnisnahe Stunden Kräuterkunde in einer faszinierenden Berglandschaft. Wir wandern auf dem Lötschentaler Höhenweg von der Lauchernalp zur Fafleralp. Dabei treffen wir auf eine grosse Vielfalt an Heilpflanzen und Alpenblumen.

Bei den Heilpflanzen erfahren Sie viel Wissenswertes über ihre Wirkungen und Erkennungsmerkmale. Der Lötschentaler Höhenweg bietet dazu die perfekte Umgebung.

Die detaillierten Informationen zu dieser Kräuterwanderung im Wallis finden Sie in der Rubrik „Kurse„.

Dort gibt es auch Ausschreibungen für weitere Kräuterkurse und Kräuterwanderungen zum Beispiel in den Regionen Luzern (Rigi), Basel (Petite Camargue), Bern (Lenk, Kandersteg, Mürren), Glarus (Braunwald), Obwalden (Engelberg), Schaffhausen (Randen: Hemmental – Merishausen), Zürich (Thurauen), Graubünden (Flims / Trin, Feldis), St. Gallen (Amden, Quinten). Im Wallis gibt es neben der Kräuterexkursion im Lötschental noch die Kräuterwanderung Jeizinen – Leuk.

All diese Kräuterkurse finden in faszinierenden Landschaften mit vielfältiger Pflanzenwelt statt.

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Kräuterwanderung in die faszinierende Rheinschlucht (Graubünden) am 10. Mai 2014

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Die Rheinschlucht in der Surselva in Graubünden ist eine der faszinierendsten Landschaften der Schweiz. Seit vielen Jahren leite ich hier Kräuterwanderungen, weil die eindrückliche Landschaft und die vielfältige Pflanzenwelt mich immer wieder beeindrucken. Interessieren Sie sich für Heilpflanzen und Wildblumen? – Dann ist die Kräuterwanderung in die Rheinschlucht eine gute Gelegenheit für einen Tag Kräuterkunde in der Natur.

Wir starten in Trin-Porclis und wandern durch die blumenreichen Südhänge in die Rheinschlucht nach Versam.

Infos dazu finden Sie via Kursprogramm.

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Kräuterwanderung in Quinten am Walensee (Kanton St. Gallen) am 4. Mai 2014

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Für die neue Saison mit den Kräuterwanderungen 2014 bin ich daran, die Daten und Orte festzulegen und im Kursprogramm auf der Website zu publizieren.

Wir starten am 4. Mai mit den Kräuterwanderungen 2014 in Quinten am Walensee.

Quinten ist nur zu Fuss oder per Schiff erreichbar. Wir fahren von Murg aus mit dem Schiff nach Quinten und erkunden die blumenreichen Matten am Nordufer des Walensees. Quinten ist bekannt für ein ausgesprochen mildes Klima. Die Pflanzenwelt ist hier anfangs Mai schon sehr weit entwickelt, so dass wir eine grosse Vielfalt an Heilpflanzen und Wildblumen kennenlernen können. Auch landschaftlich ist diese Kräuterwanderung ein Erlebnis, geprägt vom Walensee und den imposant aufragenden Churfirsten. Wie bei allen Kräuterwanderungen werde ich die Heilwirkungen und die Erkennungsmerkmale der Heilpflanzen vorstellen. Wir werden aber auch die Tierwelt im Auge behalten. Die alten Trockenmauern sind ein Eldorado für Eidechsen  und in dieser Jahreszeit fliegen in Quinten schon viele Schmetterlinge – zum Beispiel Aurorafalter, Schwalbenschwanz und der faszinierende Segelfalter.

Die Detailinformationen zu dieser Kräuterwanderung finden Sie im Kursprogramm.

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Sommerferien 2014: Lust auf Kräuterwanderungen im Berner Oberland?

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Im Sommer 2014 führe ich wieder Kräuterwanderungen im Berner Oberland durch. Wer sich für Heilpflanzen und Alpenblumen interessiert und wandernd faszinierende Berglandschaften erleben möchte,  sollte sich diese Angebote genauer anschauen.

28. Juni – 3. Juli 2014: Kräuterwanderungen in Lenk im Simmental

Die Lenk bietet eine überaus reiche Pflanzenwelt und eine faszinierende Landschaft mit vielen Wasserfällen, Bergbächen und Bergseen. Diese Vielfalt hat dazu geführt, dass ich seit 1986 jeden Sommer Kräuterwanderungen an der Lenk durchführe.

5. – 10. Juli 2014: Kräuterwanderungen in Mürren

Mürren liegt auf einer Sonnenterrasse hoch über dem Lauterbrunnental. Wir erkunden die Pflanzenwelt unterhalb des Schilthorns, das Naturschutzgebiet im Hinteren Lauterbrunnental, das Sefinental und die Region um die Lobhornhütte. Eiger, Mönch, Jungfrau, Breithorn, Grosshorn, Mittagshorn….die imposanten Berggipfel des Berner Oberlandes mit vielen Gletschern und Wasserfällen bieten eine grossartige Aussicht.

Detaillierte Informationen zu den Kräuterwanderungen im Berner Oberland finden Sie in der Rubrik „Kurse“ im Heilpflanzen-Info-Portal.

Dort werden auch Ausschreibungen veröffentlicht über weitere Kräuterkurse und Kräuterwanderungen, sowie über die Ausbildungen in Phytotherapie.

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Tipps zur Naturverträglichkeit von Skitouren und Snowboarden

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Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) in Deutschland informiert mit dem Onlineportal „NaturSportInfo“ über Auswirkungen von Natursport auf die Tier- und Pflanzenwelt und deren Lebensräume

Das Portal wurde gerade komplett modernisiert. Wer Sport in der Natur betreibt, kann sich hier kundig machen, wie sich sportliche Aktivitäten möglichst naturverträglich gestalten lassen.

Das Internetportal informiert umfassend über die Folgen von Natursportaktivitäten auf Naturlebensräume und zeigt, wie Natursportarten naturverträglich ausgeübt und Konflikte vermieden werden können.
Die möglichen Auswirkungen des Skisports auf die Natur sind häufig nicht genügend bekannt. Skifahrern ist oft nicht bewusst, wenn sie sich in weitgehend störungsfreien und unerschlossenen Gebirgsregionen bewegen, die auch sensibler Lebensraum von Wildtieren wie Auerhuhn, Birkhuhn und Schneehuhn sind. Diese Tiere sind ausgesprochen störungsempfindlich. Das Auerhuhn beispielsweise zeigt auch bei häufigen Begegnungen kaum eine Gewöhnung an den Menschen und hat eine Fluchtdistanz von bis zu 500 Metern.

Auch die dünne Vegetationsdecke im Gebirge ist an manchen Stellen gefährdet und  kann durch das Skifahren verletzt werden, was oftmals großflächige Erosion zur Folge hat. Das Onlineportal NaturSportInfo zeigt hier Möglichkeiten auf, wie Wintersport auf eine für die Natur verträgliche Weise betrieben werden kann.

Schutz- und Schongebiete für Pflanzen und Tiere sollten selbstverständlich respektiert und entsprechend gemieden werden. Es wird empfohlen, sich an ausgewiesene Wege, Pisten und Loipen sowie gekennzeichnete naturverträgliche Skirouten zu halten.

Die Datenbank Onlineportal „NaturSportInfo“  umfasst Beschreibungen von aktuell 30 Natursportarten und deren Auswirkungen auf den Naturraum. Verknüpft damit ist eine Auflistung der betroffenen Lebensräume und der dort vertretenen Tier- und Pflanzenarten. Fachinformationen für Akteure aus Natursport und Naturschutz sowie für speziell Interessierte bieten die Rubriken Fachliteratur und Konfliktlösungen. Das Angebot wird laufend erweitert und aktualisiert.

Das Portal ist erreichbar via www.natursportinfo.de.

Quelle:

http://idw-online.de/pages/de/news568292

Kommentar & Ergänzung:

Für die Tier- und Pflanzenwelt vor allem der Alpen ist es wichtig, dass solche Informationen angeboten und von den Natursportlern auch aufgenommen werden.

Seit Jahren werden die Alpen mehr und mehr zum Sportgerät und damit stark instrumentalisiert. Sie bekommen so einen ähnlichen Status wie eine Maschine im Fitnesscenter oder ein Bock in der Turnhalle. Dabei geht es immer weniger um eine Begegnung mit einem Lebensraum und seinen menschlichen, tierischen und pflanzlichen Bewohnerinnen und Bewohnern. Der Lebensraum ist nur noch die Folie, auf der eine sportliche Leitung erbracht wird. Die Sensibilität für den Lebensraum verschwindet bei einem zunehmenden Teil der Nutzerinnen und Nutzer.

Das ist heikel im Sommer, vor allem aber auch im Winter. Vögel, Gämsen, Steinböcke, Rehe und Hirsche haben in den Bergen im Winter ein Energieproblem. Jede zusätzliche Flucht kostet viel Kraft.

Bis zu einem gewissen Grad gewöhnen sich die Tiere in den Alpen an Menschen, sofern diese sich an die gleichen Wege und Pisten halten.

Schneesportler, welche die grenzenlose Freiheit suchen, und jenseits der Pisten Ski fahren und Snowboarden oder mit den Schneeschuhen quer durch die Landschaft laufen, versetzten dagegen die Tierwelt durch ihr überraschendes Auftauchen in helle Aufregung.

P.S.: Für den Winter habe ich keine Naturkurse anzubieten – aber wenn Sie im Frühling und Sommer auf naturverträgliche Art faszinierende Lebensräume in den Bergen und im Flachland kennenlernen möchten, dann schauen Sie sich einmal in meinem Kursprogramm die Exkursionsangebote an.

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Heilpflanzen: Sammeln oder kultivieren?

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Über 90 Prozent der weltweit kommerziell genutzten Heilpflanzen werden direkt aus der Natur entnommen und nicht angebaut. Von den in Deutschland rund 1500 gehandelten Medizinalpflanzen stammen nur etwa 50 bis 100 Arten ausschließlich aus Kulturen, sagte Professor Dr. Maximilian Weigend von der Universität Bonn an einer Presseveranstaltung des Komitee Forschung Naturmedizin (KFN) in München.

Weltweit seien etwa 15 000 Heilpflanzenarten vom Aussterben bedroht, meist durch unkontrollierte Wildsammlung, erklärte Weigend.

Als Folge unkontrollierter Wildsammlung drohe zahlreichen Arten das «kommerzielle Aussterben», stellte der Referent fest. Gemeint sei damit ein so starken Rückgang der Bestände, dass diese keine Nutzung mehr vertragen. Die Ernte werde dadurch unwirtschaftlich oder illegal.

In Deutschland „kommerziell ausgestorben“ ist beispielsweise der Rundblättrige Sonnentau (Drosera rotundifolia).

Nach Ansicht von Fachleuten sind rund 14 Prozent der seit 1600 ausgestorbenen Pflanzen durch Übernutzung verschwunden.

Neben der Artenschutzproblematik stellen sich bei der Wildernte als weitere Schwierigkeiten die erschwerte Qualitätskontrolle (Nachernte, Verunreinigungen) sowie die Gefahr von Verfälschungen und die geringe Planbarkeit (Black-Box-System).

Vorteile wildgesammelter Heilpflanzen seien dagegen die echte oder angenommene höhere Wirksamkeit, die fehlende Notwendigkeit für Investitionen, die oft noch geringen Preise sowie gewisse öko-soziale Aspekte (z.B. Nutzung durch ärmste Bevölkerungsschichten) – sagte der Experte.

Weigend sprach sich an der Pressekonferenz für den kontrollierten Anbau von Heilpflanzen aus. Der Anbau sei (werbewirksam) biozertifizierbar und liefere hochwertiges Ausgangsmaterial mit vorhersagbarem Wirkstoffgehalt. Die Qualitätskontrolle sei bei den angebauten Heilpflanzen gut durchführbar. Die Kultur verursache allerdings hohe Kosten.

Sei ein Anbau nicht möglich, beispielsweise weil die Pflanze sehr langsam wächst oder zu geringen Ertrag liefert, biete die nachhaltige Wildsammlung eine Option. Dabei wird zum Beispiel nur ein definierter Anteil der erntereifen Pflanzen entnommen, es werden Ruheperioden für die Bestände eingehalten und es wird eventuell nachgesät. In sehr vielen Ländern sei die nachhaltige Wildsammlung heute die einzig legale Form der Sammlung, sagte Weigend.

Quelle:

http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=46922&Nachricht_ID=49922&Nachricht_Title=Nachrichten_Heilpflanzen:%20Vorsicht%20Ausrottung&type=0

http://kfn-ev.de/#Wiki::Media_Asset/show/media_asset_id=4903

Kommentar & Ergänzung:

Das braucht keinen grossen Kommentar. Die Nachhaltigkeit muss bei der Gewinnung von Heilpflanzen immer ein zentraler Punkt sein. An der Pressekonferenz ging es um kommerzielle Heilpflanzen-Nutzung.

Die aufgeworfenen Fragen stellen sich zum Teil auch beim Sammeln für den privaten Gebrauch. Selbstverständlich muss auch dabei der Artenschutz beachtet werden.

Das Selbersammeln von Heilpflanzen für den Eigengebrauch ist aus verschiedenen gründen wertvoll. Es vermittelt eine ganz andere Beziehung zu der betreffenden Heilpflanze, als wenn ich sie einfach in der Apotheke oder Drogerie kaufe. Und die Bewegung in der Natur hat schon für sich einen gesundheitlichen Wert.

Andererseits ist es tatsächlich beim Selbersammeln kaum möglich, die Qualität der Heilpflanzen zu beurteilen. Klar ist zudem, dass man als Kräutersammler fundierte Kenntnisse der Pflanzenwelt haben sollte, damit Verwechslungen ausgeschlossen werden können. Dieses Pflanzenwissen können Sie gut auf meinen Kräuterexkursionen erwerben.

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Lebensstiländerungen können Bluthochdruck senken

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Die österreichische Zeitung „Der Standard“  hat einen Artikel veröffentlicht zum Thema Bluthochdruck. Der Beitrag geht auch auf die positiven Wirkungen von Lebensstiländerungen ein.

Zum  Thema Bewegung empfehle die Europäische Leitlinie zur Behandlung von Bluthochdruck:

„Mindestens 30 Minuten an fünf bis sieben Tagen der Woche spazieren zu gehen, zu schwimmen, Rad zu fahren oder zu joggen….So ein aerobes Ausdauertraining kann den oberen Blutdruckwert um 6,9 Millimeter Quecksilbersäule (mmHg) senken. Medikamente drücken den Wert um 8 bis 10 mmHg.“

Die Leitlinie rate zudem, mit dem Rauchen aufzuhören und Übergewicht zu reduzieren. Jedes Kilo Übergewicht weniger senke den oberen Druckwert um 2 mmHg, sagt  dazu Thomas Lüscher, Chef-Kardiologe am Universitätsspital Zürich.

Gut belegt sei auch der günstige Effekt einer mediterranen Ernährung mit viel Gemüse und Obst, Olivenöl statt tierischer Fette, kaum Fleisch und mäßig Alkohol. Man müsse nicht wie ein Mönch leben, aber wenn man gestresst sei, ungesund esse und wenig Sport treibe, seien die Gefäße am Limit, sagt Andreas Michalsen, Chefarzt der Abteilung Naturheilkunde im Immanuel Krankenhaus in Berlin und Professor für Naturheilkunde an der Charité. Schlanke Menschen, die regelmässig Sport treiben, bräuchten beim Essen weniger vorsichtig sein, den ihre Blutgefässe seien gesünder.

Michalsen empfiehlt eine vegetarische Ernährung. Das senke nicht nur den Blutdruck, sondern schütze auch die Niere vor möglichen Schäden.

Schokolade in Maßen sei für Bluthochdruckpatienten im übrigen durchaus erlaubt. Vor allem dunkle Schokolade enthalte den blutdrucksenkenden Inhaltsstoff Epicatechin

Andere blutdrucksenkende Nahrungsmittel seien Hibiskus- und Grüntee, Roter-Rüben-Saft, Soja-Nahrungsergänzungsmittel oder Olivenblätterextrakt.

Allerdings sei bisher nicht geklärt, wie lange der Effekt solcher naturheilkundlicher Massnahmen anhalte. Eine wirksame Therapie sollte den Blutdruck nicht nur zu einem beliebigen Zeitpunkt senken, sondern auch langfristig Komplikationen vermeiden, sagt Michael Wolzt von der Bluthochdruck-Ambulanz am AKH Wien. Bei Medikamenten sei dies klar belegt, während bei der Naturheilkunde keine Langzeitstudien mit solchen Ergebnissen vorliegen.

Michalsen entgegnet auf diesen Einwand, dass es für solche Untersuchungen leider keine Milliarden an Forschungsgeldern gebe, wie sie die Pharmaindustrie für Arzneimittelstudien bereitstellt. Daher gehe die Forschung nur schleppend voran.

Quelle:

http://derstandard.at/1381369307866/Bluthochdruck-Den-Druck-aushalten

Kommentar & Ergänzung:

In diesem Artikel werden klassische Ansätze der Naturheilkunde empfohlen wie Bewegung, Ernährung und Heilpflanzen. Das ist erfreulich.

Siehe auch:

Lebensstil ändern senkt Bluthochdruck ohne Medikamente

Es spricht viel dafür, dass bei leicht erhöhtem Blutdruck Blutdrucksenker oft unnötig und oft unwirksam sind. Ob auf sie verzichtet werden soll und kann, hängt aber von einer Gesamtbeurteilung des Risikos ab, für die eine fundierte medizinische Diagnostik und Beratung nötig ist.

Siehe dazu:

Leicht erhöhter Blutdruck: Medikamente oft unnötig und oft ohne Wirkung

Gemäss diesem Bericht hat es bei leicht erhöhtem Blutdruck keinen Einfluss auf die Häufigkeit von Herzinfarkt, Schlaganfall und Todesfällen, ob die Patienten Blutdrucksenker schlucken oder nicht.

Das unterstreicht die Wichtigkeit von Lebensstil-bezogenen Massnahmen.

Klar ist zudem, dass bei einem „ausgewachsenen“ hohen Blutdruck naturheilkundliche bzw. phytotherapeutische Massnahmen nicht ausreichen, und dass in solchen Situationen synthetische Blutdrucksenker im Zentrum stehen.

Aus der Perspektive der Pflanzenheilkunde finde ich Hibiskus (Karkadetee) und Rote-Beete-Saft (in der Schweiz = Randensaft) am interessantesten.

Siehe dazu:

Karkadetee senkt systolischen Blutdruck um 13 mmhg

Rote Beete (CH = Randen) reduziert Blutdruck

Rote Beete (Randen) reduziert Blutdruck

Randensaft / Rote Beete senkt Blutdruck

Zwischenbemerkungen:

1.) Der Einwand von Michael Wolzt kann nicht einfach vom Tisch gewischt werden. Die Senkung eines Messwertes wie dem Blutdruck in einer Studie ist noch kein Beleg für eine therapeutische Wirksamkeit. Um therapeutische Wirksamkeit zu belegen müssten in Langzeitstudien die Raten von Herzinfarkt, Schlaganfall oder Todesfall gesenkt werden.

2.) Zur Wirkung von Karkadetee und Randensaft bei Bluthochdruck gibt es zwar kleinere Studien. Für grosse klinische Langzeitstudien fehlen aber genau jene Forschungsgelder, von denen Michalsen spricht.

Siehe dazu:

Forschung ist nicht neutral

Weitere interessante Möglichkeiten aus der Pflanzenwelt:

Schwarztee senkt Blutdruck

Grüntee steht im Zentrum intensiver Forschung und entsprechender Werbung. Schwarztee wird dagegen wohl zu Unrecht unterschätzt und hat durchaus gesundheitliches Potenzial. Die blutdrucksenkende Wirkung ist aber gering.

Blaue Kartoffeln reduzieren den Blutdruck

Die Studie mit den Blauen Kartoffeln war allerdings sehr klein und dauerte nur einen Monat.

Der Artikel im „Standard“ erwähnt als Möglichkeiten noch Soja und Olivenblätterextrakt.

Zu Soja:

Eine kleine Studie hat gezeigt: Bei Frauen nach den Wechseljahren mit erhöhtem oder normalem Blutdruck können zusätzliche Sojaproteine  die Blutdruckwerte reduzieren (Arch Intern Med 2007;167:1060-1067 – Welty FK et al).

Zum Olivenblätterextrakt:

Die Wirksamkeit bei Bluthochdruck ist nicht belegt. Es liegen zwar Hinweise für eine solche Wirkung aus tierexperimentellen Untersuchungen vor, doch lassen sich solche Ergebnisse nicht einfach auf Menschen mit Bluthochdruck übertragen. Olivenblätterextrakt hat mich bisher nicht überzeugt.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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