Beiträge

Phytopharmaka: Fortschritt durch Forschung

Diesen Artikel teilen:
FacebookTwitterGoogle+ Share

Pflanzliche Fertigarzneimittel (Phytopharmaka) werden fast immer mit der Heilpflanze identisch gesehen, obwohl diese nur der Rohstoff ist. Der eigentliche Wirkstoff sei jedoch der Extrakt, betonte Professor Dr. Theo Dingermann von der Universität Frankfurt am Main an einer Pressekonferenz des «Komitee Forschung Naturmedizin» (KFN) in München. Dingermann sprach sich für mehr Transparenz im Phytomarkt aus. Nur wenn für ein Phytopharmakon extraktspezifische Studien vorliegen, könne man erkennen, ob das Präparat zuverlässig wirkt.

Der Markt der pflanzlichen Arzneimittel sei extrem heterogen. Selbst der Fachmann könne nicht ohne weiteres erkennen, ob für ein Arzneimittel eigene Studien und Wirksamkeitsnachweise vorliegen.

Hochwertige klinische Studien seien nur sinnvoll, wenn der pharmazeutische Hersteller klar definierte Extrakte oder Spezialextrakte entwickelt hat, erklärte Apotheker Dingermann. Spezialextrakte aus Pflanzen, die nach einem strikt einzuhaltenden spezifizierten Prozess produziert werden, sind durch einen Produktcode, beispielsweise EGb761, STW 3-VI oder BNO 1055, eindeutig erkennbar. Nur wenn solche Extrakte in klinischen Studien eingesetzt werden, könne man die erhaltenen Studienresultate zuverlässig auf künftige Produktchargen übertragen. Um mehr Transparenz im Phytomarkt zu schaffen, plant das KFN ein aktualisiertes «Kompendium Phytopharmaka» mit Phytopräparaten, zu denen veröffentlichte eigene klinische Studien vorliegen.

Quelle:

http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=57468

Kommentar & Ergänzung:

Prof. Dingermann spricht hier einen wichtigen Punkt an, der von Laien – aber auch von vielen Fachleuten – oft übersehen wird: Die Bedeutung der Arzneiform in der Phytotherapie. Wenn man es nämlich genau nimmt, dann kann man nicht sagen: Baldrian wirkt gegen Schlafprobleme, oder Johanniskraut gegen Depressionen. Man müsst immer noch dazu sagen, in welcher Form. Als Kräutertee? Pflanzentinktur? Fluidextrakt? Trockenextrakt? Frischpflanzensaft?

Wird die Heilpflanze Johanniskraut zu einer dieser Arzneiformen verarbeitet, so kommen unterschiedliche Ergebnisse heraus. Die verschiedenen Arzneiformen wirken nicht identisch, die Wirkungen unterscheiden sich mehr oder weniger.

Ob man das nun bedauert oder nicht: Valide klinische Studien gibt es in der Phytotherapie fast nur für standardisierte Extrakte, wie sie Prof. Dingermann oben beschreibt. Sie lassen sich patentieren und dadurch lohnt es sich für einen Hersteller, in die Forschung zu investieren. Durch die Standardisierung der Extrakte versuchen die Hersteller aber vor allem auch, die oft stark schwankenden Wirkstoffgehalte in den Heilpflanzen so weit wie möglich in den Griff zu bekommen. Dadurch soll ein Präparat entstehen, das konstante, über die Zeit vergleichbare Wirkungen zeigt.

Meine langjährige Erfahrung als Dozent für Phytotherapie zeigt mir immer wieder, wie wichtig es ist, dass Lernende die verschiedenen Arzneiformen genau verstehen. Die Qualität der verschiedenen „Kräuterpräparate“ ist sehr unterschiedlich. Wer sie beurteilen kann, erkennt diese Unterschiede und lässt sich weniger von cleverem Marketing blenden.

 

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe

Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse

Kräuterwanderungen in den Bergen / Kräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital:

Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

 

 

 

 

 

 

 

 

Diesen Artikel teilen:

Pfefferminzöl / Menthol befreit die Nase bei Schnupfen

Diesen Artikel teilen:

Pfefferminzöl oder sein Hauptinhaltsstoff Menthol werden vielfach angewendet zur Befreiung einer verstopften Nase bei Schnupfen.

Und wie kommt diese Wirkung zustande?

Facharzt Dr. Peter Kardos schreibt dazu in einem Statement für das *Komitee Forschung Naturmedizin“:

„Zur Wirkung von Menthol gehört das durch Wirkung auf die Rezeptoren erzielte Gefühl des freien Durchatmens, das die Patienten schätzen, obwohl es objektiv durch Messung des Widerstandes (Rhinomanometrie) nicht zu bestätigen ist! Vielleicht spielt hier die nachweisbare Senkung der Atemfrequenz mit eine wichtige Rolle, die ihrerseits wiederum zu einem weniger turbulenten Atemfluss führt.“

 

Quelle:

http://phytotherapie-komitee.de/#Publish::Page/show/page_id=214

 

Kommentar & Ergänzung:

Die Wirkungsweise von Pfefferminzöl / Menthol auf eine verstopfte Nase bei Schnupfen ist tatsächlich interessant.

Es werden bei der Inhalation Kälterezeptoren in der Nasenschleimhaut aktiviert, wodurch der Luftstrom intensiver wahrgenommen wird. Das gibt die Empfindung befreiten Atmens.

Aber wie Dr. Kardos schreibt: Dass wirklich mehr Luft durch die Nase fliesst, konnte mit Messungen nicht bestätigt werden. Pfefferminzöl / Menthol bewirkt also nur die Empfindung einer freieren Nase. Aber das spielt keine Rolle, wenn sich so das Befinden beim Schupfen verbessern lässt.

Vorsicht bei Säuglingen und Kleinkindern: Pfefferminzöl und mentholhaltige Präparate dürfen nicht als konzentrierte Dämpfe zur Inhalation verwendet und nicht im Bereich von Mund und Nase eingerieben oder eingeträufelt werden, da es in seltenen Fällen reflektorisch zu Atemstillstand kommen kann.

Pfefferminzöl und Menthol bei Säuglingen und Kleinkindern also besser meiden und auch nicht als Bestandteil von Erkältungssalben einreiben.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe

Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse

Kräuterwanderungen in den Bergen / Kräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital:

Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Diesen Artikel teilen:

Phytopharmaka gehören in die Leitlinien

Diesen Artikel teilen:

Phytopharmaka tauchen bisher kaum in wissenschaftlich fundierten Therapieleitlinien auf. Doch sie sollten in der Evidenzbasierten Medizin (EbM) eine größere Rolle spielen, sagte Professor Dr. Theo Dingermann, Frankfurt am Main, an einer Pressekonferenz des Komitee Forschung Naturmedizin (KFN) in München.

Er findet es wichtig, dass hochwertige Pflanzenpräparate in Studien gut geprüft und in Leitlinien aufgenommen werden. Bei richtiger Indikation und reproduzierbarer Qualität seien Phytopharmaka eindeutig wirksam. Sie seien zudem in der Regel gut verträglich und würden von den Patienten in hohem Maß akzeptiert.

Dingermann sprach sich dafür aus, pflanzliche Arzneimittel nicht auf die Pflanze zu reduzieren. Die Pflanze liefere nur den Rohstoff für ein Arzneimittel.

Doch erst der Extraktions- und Verarbeitungsvorgang führe zum Wirkstoff, sagte der Pharmazeutische Biologe. Der Extrakt sei der Wirkstoff. Über die Entwicklungsnummer beziehungsweise den Produktcode seien Spezialextrakte eindeutig identifizierbar, erklärte Dingermann und nannte als Beispiel die Spezialextrakte EGb761, STW 3-VI und BNO-1055. Diese Produktcodes sollten seiner Ansicht nach besser bekanntgemacht werden.

Eng spezifizierte Spezialextrakte aus Arzneipflanzen sollten vermehrt für die Aufnahme in Leitlinien überprüft werden, wenn sie in klinischen Studien ihre Wirksamkeit belegt haben, verlangte Professor Dingermann. Dann hätten sie die Kriterien der Evidenzbasierten Medizin erfüllt. Gegenwärtig sind in Leitlinien nur wenige Phytopharmaka aufgeführt, bei denen es sich hauptsächlich um Kombinationspräparate handelt.

Quelle:

http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=44450

 

Kommentar & Ergänzung:

Für Studien braucht es Geld. Firmen investieren fast nur in Forschung für Spezialextrakte, die sie patentieren können. So werden nur patentierte Spezialextrakte in die Leitlinien kommen.

Natürlich ist es zu begrüssen, wenn Firmen für ihre Spezialextrakte Geld in die Forschung investieren. Schade ist allerdings, dass auf diese Weise kein Geld fliesst für die Erforschung von einfacheren Arzneiformen wie Kräutertees, die sich nicht patentieren lassen.

Manchmal spricht nämlich viel dafür, dass ein Kräutertee wirksamer ist als ein viel teurerer Spezialextrakt. In anderen Fällen ist aber der Extrakt überlegen.

Daraus wird ersichtlich, dass es in der Phytotherapie nicht nur darauf ankommt, welche Heilpflanze bei welchen Beschwerden oder Krankheiten angewendet werden soll, sondern immer auch, welches jeweils die beste Form ist (z. B. Kräutertee, Pflanzentinktur, Frischpflanzensaft, Pflanzenextrakt). Wenn Sie darüber Fundiertes lernen möchten, dann können Sie das in einem meiner Lehrgänge (Heilpflanzen-Seminar, Phytotherapie-Ausbildung).

 

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe

Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse

Heilpflanzenexkursionen in den Bergen / Kräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital:

Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

 

 

 

 

Diesen Artikel teilen:

Heilpflanzen: Sammeln oder kultivieren?

Diesen Artikel teilen:

Über 90 Prozent der weltweit kommerziell genutzten Heilpflanzen werden direkt aus der Natur entnommen und nicht angebaut. Von den in Deutschland rund 1500 gehandelten Medizinalpflanzen stammen nur etwa 50 bis 100 Arten ausschließlich aus Kulturen, sagte Professor Dr. Maximilian Weigend von der Universität Bonn an einer Presseveranstaltung des Komitee Forschung Naturmedizin (KFN) in München.

Weltweit seien etwa 15 000 Heilpflanzenarten vom Aussterben bedroht, meist durch unkontrollierte Wildsammlung, erklärte Weigend.

Als Folge unkontrollierter Wildsammlung drohe zahlreichen Arten das «kommerzielle Aussterben», stellte der Referent fest. Gemeint sei damit ein so starken Rückgang der Bestände, dass diese keine Nutzung mehr vertragen. Die Ernte werde dadurch unwirtschaftlich oder illegal.

In Deutschland „kommerziell ausgestorben“ ist beispielsweise der Rundblättrige Sonnentau (Drosera rotundifolia).

Nach Ansicht von Fachleuten sind rund 14 Prozent der seit 1600 ausgestorbenen Pflanzen durch Übernutzung verschwunden.

Neben der Artenschutzproblematik stellen sich bei der Wildernte als weitere Schwierigkeiten die erschwerte Qualitätskontrolle (Nachernte, Verunreinigungen) sowie die Gefahr von Verfälschungen und die geringe Planbarkeit (Black-Box-System).

Vorteile wildgesammelter Heilpflanzen seien dagegen die echte oder angenommene höhere Wirksamkeit, die fehlende Notwendigkeit für Investitionen, die oft noch geringen Preise sowie gewisse öko-soziale Aspekte (z.B. Nutzung durch ärmste Bevölkerungsschichten) – sagte der Experte.

Weigend sprach sich an der Pressekonferenz für den kontrollierten Anbau von Heilpflanzen aus. Der Anbau sei (werbewirksam) biozertifizierbar und liefere hochwertiges Ausgangsmaterial mit vorhersagbarem Wirkstoffgehalt. Die Qualitätskontrolle sei bei den angebauten Heilpflanzen gut durchführbar. Die Kultur verursache allerdings hohe Kosten.

Sei ein Anbau nicht möglich, beispielsweise weil die Pflanze sehr langsam wächst oder zu geringen Ertrag liefert, biete die nachhaltige Wildsammlung eine Option. Dabei wird zum Beispiel nur ein definierter Anteil der erntereifen Pflanzen entnommen, es werden Ruheperioden für die Bestände eingehalten und es wird eventuell nachgesät. In sehr vielen Ländern sei die nachhaltige Wildsammlung heute die einzig legale Form der Sammlung, sagte Weigend.

Quelle:

http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=46922&Nachricht_ID=49922&Nachricht_Title=Nachrichten_Heilpflanzen:%20Vorsicht%20Ausrottung&type=0

http://kfn-ev.de/#Wiki::Media_Asset/show/media_asset_id=4903

Kommentar & Ergänzung:

Das braucht keinen grossen Kommentar. Die Nachhaltigkeit muss bei der Gewinnung von Heilpflanzen immer ein zentraler Punkt sein. An der Pressekonferenz ging es um kommerzielle Heilpflanzen-Nutzung.

Die aufgeworfenen Fragen stellen sich zum Teil auch beim Sammeln für den privaten Gebrauch. Selbstverständlich muss auch dabei der Artenschutz beachtet werden.

Das Selbersammeln von Heilpflanzen für den Eigengebrauch ist aus verschiedenen gründen wertvoll. Es vermittelt eine ganz andere Beziehung zu der betreffenden Heilpflanze, als wenn ich sie einfach in der Apotheke oder Drogerie kaufe. Und die Bewegung in der Natur hat schon für sich einen gesundheitlichen Wert.

Andererseits ist es tatsächlich beim Selbersammeln kaum möglich, die Qualität der Heilpflanzen zu beurteilen. Klar ist zudem, dass man als Kräutersammler fundierte Kenntnisse der Pflanzenwelt haben sollte, damit Verwechslungen ausgeschlossen werden können. Dieses Pflanzenwissen können Sie gut auf meinen Kräuterexkursionen erwerben.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Heilpflanzenexkursionen in den Bergen / Kräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital:

Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

Diesen Artikel teilen:

Kräuterheilkunde und moderne Medizin vertragen sich hervorragend

Diesen Artikel teilen:

Der „Volksfreund“ aus Trier veröffentlichte ein Interview mit Dr. Michael Weiss, Allgemeinmediziner und Landarzt in Gelting (Schleswig-Holstein). Er ist seit 2009 als „Kräuterdoktor“ fester Bestandteil der NDR-Sendung „Landpartie – Im Norden unterwegs“.

Themen des Gesprächs waren die Wirksamkeit der Kräuterheilkunde und die Zusammenarbeit von Kräuterheilkunde und moderner Medizin.

Zitat daraus:

„Kräuterheilkunde und moderne Medizin vertragen sich hervorragend, wenn sie verantwortungsvoll zusammengebracht werden. Extremeinstellungen bei Verfechtern der reinen Schulmedizin oder Phytotherapie (Pflanzenheilkunde) sind dabei kontraproduktiv. Es wäre gleichermaßen unverantwortlich, einen Krebspatienten nur mit Kräutern zu behandeln und ihm eine lebensrettende Chemotherapie vorzuenthalten wie banale Infekte mit Chemie und Antibiotika zu bekämpfen, ohne die sanfte Naturmedizin anzubieten. Schulmedizin und Kräuterheilkunde unterstützen einander. Es ist die Kunst des Therapeuten abzuschätzen, wann die eine oder andere Heilmethode sinnvoll zum Wohle des Patienten eingesetzt werden kann.“

Quelle:

http://www.volksfreund.de/nachrichten/sport/sportmix/regional/Sportmix-Regional-Eine-Wohltat-fuer-Koerper-Geist-und-Seele-Die-Oele-der-Pflanzen-beruehren-die-Sinne;art165758,3672634

Kommentar & Ergänzung:

Phytotherapie gehört zur Naturheilkunde und ist damit ein (randständiger) Teil der Medizin. Dem Zitat stimme ich daher grundsätzlich zu. Kräuterheilkunde im Sinne einer neuzeitlichen Phytotherapie passt gut zur Medizin.

In einem vergleichbaren Sinn hat sich auch Prof. Dr. med. Reinhard Saller geäussert, der Leiter des Instituts für Naturheilkunde an der Universität Zürich.

Siehe:

Naturheilkunde als Teil der modernen Medizin

Siehe ausserdem:

Was ist Phytotherapie?

Naturheilkunde -was ist das?

Gehört Phytotherapie zur Komplementärmedizin?

Weil Phytotherapie kompatibel ist mit moderner Medizin, eignet sie sich auch besonders gut für die Integration in die Krankenpflege.

Siehe dazu:

Phytotherapie in der Pflege

Im Zitat aus dem „Volksfreund“ würde ich allerdings den Begriff „Schulmedizin“ in Frage stellen.

Siehe:

Schulmedizin – ein fragwürdiger Ausdruck

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Heilpflanzenexkursionen in den Bergen / Kräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital:

Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

Diesen Artikel teilen:

Phytotherapie-Forschung: Prof. Dr. Theo Dingermann geehrt

Diesen Artikel teilen:

Das Komitee Forschung Naturmedizin e.V. (KFN) hat Professor Dr. Theodor Dingermann, Frankfurt, in Anerkennung seiner verdienstvollen Tätigkeit zum Ehrenmitglied ernannt. Professor Dingermann, ehemaliger Präsident der Deutschen Pharmazeutischen Gesellschaft (DPhG) ist seit der Gründung des KFN Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats.

Dingermann ist Autor, Coautor oder Herausgeber von 23 wissenschaftlichen Lehr- und Handbüchern.

Sein spezielles Interesse galt von Anfang an den pflanzlichen Arzneimitteln.

Die Ernennung von Professor Dingermann zum Ehrenmitglied des Komitee Forschung Naturmedizin erfolgte in Würdigung seines konsequenten Eintretens für die rationale Therapie mit Phytopharmka (pflanzlichen Arzneimitteln) und für die von ihm vermittelten wichtigen Impulse für die Phytotherapie-Forschung.

Das gemeinnützige Komitee Forschung Naturmedizin e.V. (KFN) wurde vor 15 Jahren gegründet. Es hat sich zur Aufgabe gestellt, die Forschung im Bereich der Naturstoffe zu fördern.

Im KFN haben sich jene Phytopharmaka-Fachleute zusammengeschlossen, die sich ausdrücklich an den allgemein anerkannten wissenschaftlichen Standards orientieren.

Inzwischen konnte die Wissenschaft für eine ganze Reihe von Heilpflanzen-Anwendungen valide Belege für ihre Wirksamkeit erarbeiten.

Phytotherapie ist daher ein (randständiger) Bereich der Medizin.

Quelle:

www.kfn-ev.de

Kommentar & Ergänzung:

Die Tätigkeit von Prof. Theo Dingermann und auch die Aktivitäten des KFN zeigen, dass die Phytotherapie-Forschung gut mit wissenschaftlichen und medizinischen Standards kompatibel ist.

Siehe auch:

Was ist Phytotherapie?

Gehört Phytotherapie zur Komplementärmedizin?

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisseä
Heilpflanzenexkursionen in den Bergen / Kräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital:

Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

Diesen Artikel teilen:

„Arbeitsgemeinschaft Zukunft Phytotherapie“ mit neuer Website

Diesen Artikel teilen:

Eine neue Webseite liefert Apothekern, Ärzten und anderen Interessierten Informationen rund um pflanzliche Arzneimittel. Das neue Projekt wird getragen von der Arbeitsgruppe „Zukunft Phytotherapie“ – einem 2006 ins Leben gerufenen Bündnis von Ärzten, Herstellerverbänden, Wissenschaftlern und Apothekern. Sie engagieren sich dafür, dass die Phytotherapie den ihr gebührenden Platz in der öffentlichen Wahrnehmung wie auch in der ärztlichen Therapie bekommt.

Die neue Website soll Health Professionals Wissenswertes rund um die Phytotherapie bieten. Dazu zählen unter anderem Zusammenfassungen der aktuellen Gesetzeslage in Deutschland. Zudem werden Inhaltsstoffe von Arzneipflanzen beschreiben und Behandlungsmöglichkeiten vorgestellt. Auch die Marktbedeutung von Phytopharmaka soll ein Thema sein. Zudem wurden die Adressen von Krankenhäusern mit naturheilkundlichen Abteilungen zusammengestellt. Darüber hinaus gibt es eine Linkliste mit Ansprechpartnern aus Forschung und Lehre, wissenschaftliche Fachgesellschaften, Behörden, Institutionen oder Verbänden. Eine Extra-Rubrik gibt es auch rund um das Grüne Rezept.

Das Bündnis „Zukunft Phytotherapie“ umfasst folgende Organisationen:

– Arbeitsgemeinschaft für Naturheilverfahren im Akutkrankenhaus,

– Ärztegesellschaft für Erfahrungsheilkunde e.V. – Ärztliche Vereinigung für Komplementärmedizin, Ärztegesellschaft für Präventionsmedizin und klassische Naturheilverfahren, Kneippärztebund e.V.,

– Bundesverband der Arzneimittelhersteller e.V.(BAH),

– Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e.V.(BPI),

– Deutsche Pharmazeutische Gesellschaft e.V.(DPhG),

– Gesellschaft für Arzneipflanzen- und Naturstoff-Forschung e.V.(GA),

– Gesellschaft für Phytotherapie, Hufelandgesellschaft e.V. – Dachverband der Ärztegesellschaften für Naturheilkunde und Komplementärmedizin,

– Komitee Forschung Naturmedizin e.V.(KFN),

– Kooperation Phytopharmaka GbR,

– Zentralverband der Ärzte für Naturheilverfahren und Regulationsmedizin e.V.(ZAEN).

Die neue Website ist hier zu finden:

http://www.zukunft-phytotherapie.de/

Quelle:

http://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/pharmazie/news/2013/07/23/neue-webseite-zur-phytotherapie/10612.html

Kommentar & Ergänzung:

Dieses Projekt ist natürlich stark auf die Situation in Deutschland ausgerichtet und daher nur beschränkt auf die Schweiz übertragbar, zum Beispiel was die Gesetzeslage angeht.

Aber grundsätzlich ist jede Öffentlichkeitsarbeit zugunsten der Phytotherapie sehr begrüssenswert und nötig. Vergleicht man Lobbying, Werbung und Öffentlichkeitsarbeit, so ist die Phytotherapie kaum wahrnehmbar, vor allem auch im Vergleich zu Methoden der Komplementärmedizin wie beispielsweise der Homöopathie.

Bemerkenswert ist im übrigen, dass in der „Arbeitsgemeinschaft Zukunft Phytotherapie“ auch der  Bundesverband der Arzneimittelhersteller, der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie und die Deutsche Pharmazeutische Gesellschaft vertreten sind. Das zeigt, dass der oft konstruierte scharfe Gegensatz zweier feindlicher Lager – Pharmaindustrie gegen Naturheilmittelproduzenten – jedenfalls im Bereich der Phytotherapie nicht existiert. Die Phytopharmaka-Hersteller sind bestens in die Verbände der Pharmaindustrie integriert (die Homöopathie-Hersteller übrigens auch).

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Heilpflanzenexkursionen in den Bergen / Kräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital:

Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

Diesen Artikel teilen:

Beinwell-Sorte ohne toxische Pyrrolizidinalkaloide

Diesen Artikel teilen:

Eine Pyrrolizidinalkaloid-freie Beinwell-Sorte, die in Kultur angebaut wird,  produziert den Rohstoff für die Herstellung eines als Arzneimittel eingesetzten Frischpflanzenextrakts. Darüber berichtete Professor Dr. Maximilian Weigend, Direktor der Botanischen Gärten der Universität Bonn, an einer Pressekonferenz des Komitees Forschung Naturmedizin (KFN) in München.

Die Hybride Symphytum x uplandicum (aus Symphytum officinale und Symphytum asperum) entwickle kaum oder keine Pyrrolizidinalkaloide, enthalte aber dennoch die erwünschten Inhaltsstoffe wie Allantoin (Leitsubstanz) sowie Cholin und Rosmarinsäure in einem komplexen Stoffgemisch.

Diese Beinwell-Sorte wurde 2008 unter Sortenschutz gestellt, erläuterte der Botanikprofessor. Damit sich keine Beinwell-Wildformen einkreuzen, wird die Sorte ausschliesslich über Stecklinge, also vegetativ vermehrt. Sie wird laut Weigend hauptsächlich in Süddeutschland angebaut. Die Selektion derartiger «Hochleistungssorten» sei nur möglich, wenn natürliche Arten einer Heilpflanze eine starke Variabilität ihres Inhaltsstoffspektrums besitzen und die gewünschten Wirkstoffe und Leitsubstanzen bekannt sind. Die meisten Heilpflanzen seien in artgerechter Kultur deutlich weniger anfällig für Krankheiten als Nahrungspflanzen, hiess es an der Pressekonferenz.

Quelle:

http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=nachrichten&Nachricht_ID=46903&Nachricht_Title=Nachrichten_Heilpflanzen%3A+Symphytum-Sorte+ohne+Pyrrolizidine&type=0

Kommentar & Ergänzung:

Pyrrolizidinalkaloide sind toxische Pflanzeninhaltsstoffe, die neben dem Beinwell (Symphytum officinale)  unter anderem auch in Huflattich (Tussilago farfara) und in der Pestwurz (Petasites hybridus) vorkommen.

Laboruntersuchungen mit Tieren und Vergiftungsfälle in der Tiermedizin weisen vor allem auf eine Leberschädigung durch Pyrrolizidinalkaloide hin, möglicherweise wirken sie zudem krebsfördernd.

Zwar ist nicht wirklich geklärt, ob die bestimmungsgemässe Anwendung von Huflattich, Pestwurz und Beinwell ein Risiko birgt. Im Sinne von „Safety first“ ist es jedoch unumgänglich darüber nachzudenken, wie man mit diesen Heilpflanzen risikomindernd umgehen kann.

Die Züchtung von Pyrrolizidinalkaloid-freien Sorten ist dabei eine interessante Möglichkeit, die sowohl bei Huflattich als auch bei Pestwurz und Beinwell erfolgreich war.

Bei Beinwell ist zudem noch anzumerken, dass Heilpflanzen-Präparate aus diesem Gewächs nur äusserlich und auf intakter Haut anzuwenden sind. Eine Aufnahme der Pyrrolizidinalkaloide durch die Haut ist kaum zu erwarten.

Die Verwendung von Pyrrolizidinalkaloid-freien Extrakten ist aber trotzdem sinnvoll.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Heilpflanzenexkursionen in den Bergen / Kräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital:

Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

Diesen Artikel teilen:

Thromboembolie-Risiko: Frankreich nimmt Diane®-35 vom Markt

Diesen Artikel teilen:

Die französische Arzneimittelaufsicht (ANSM) hat entschieden, die Zulassung des oft als Verhütungsmittel verschriebenen Akne-Medikaments „Diane®-35“ (Bayer) zu sistieren. Die ANSM liess dazu verlauten, dass neue Daten ein vierfach erhöhtes Risiko von Thromboembolien zeigten. Zur Behandlung von Akne gebe es auch Alternativen. Die Behörde sieht allerdings eine Übergangszeit von drei Monaten vor, um den Patientinnen den Umstieg zu erleichtern.

Das Bayer-Medikament enthält eine Wirkstoffkombination aus Ethinylestradiol und Cyproteron und besitzt eine Zulassung zur Anwendung bei Frauen mit Akne, leicht verstärkter Körperbehaarung und bei Haarausfall. Weil Diane®-35 wegen der enthaltenen Hormone zudem eine empfängnisverhütende Wirkung hat, wird es aber auch als Antibabypille eingenommen. Damit einher geht allerdings das erhöhte Risiko von Thrombosen.

Die ANSM hatte ein Neubewertungsverfahren eingeleitet, nachdem in Frankreich vier Todesfälle mit der Einnahme des Medikaments in Zusammenhang gebracht wurden. Nun verkündete die Behörde als Resultat ihrer Überprüfung, dass das  Risiko den Nutzen überwiege. Sie beschloss deshalb die Aussetzung der Genehmigungen für das Inverkehrbringen des Akne-Mittels sowie seiner Nachahmerpräparate (Generika) nach Ablauf von drei Monaten.

Patientinnen sollten die Behandlung mit Diane®-35 nicht abrupt abbrechen, empfiehlt die Behörde, sondern die nächsten Schritte mit ihrem Arzt bzw. ihrer Ärztin besprechen. Bis zum nächsten Konsultation könnten sie weiterhin ihre gewohnte Behandlung fortsetzen.

Hersteller Bayer hatte am Sonntagabend in einer Erklärung betont, dass Diane 35 nur zur Behandlung von Akne verschrieben werden dürfe. Als Mittel zur Empfängnisverhütung werde das Präparat nicht empfohlen. Der Beipackzettel von Diane 35 weise zudem deutlich auf das Risiko einer Thrombose hin. Bei Thrombosen handelt es sich um Blutgerinnsel, die Lungenembolien und Schlaganfälle verursachen können.

Diane 35 ist weltweit in 135 Ländern zugelassen – auch in der Schweiz. Dass die Einnahme von Antibabypillen das Thromboserisiko steigern kann, ist grundsätzlich bekannt.

Quelle:

http://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/pharmazie/news/2013/01/30/dianeR-35-wird-in-frankreich-vom-markt-genommen/9311.html

http://bazonline.ch/wissen/medizin-und-psychologie/Frankreich-verbietet-Antibabypille-Diane-35/story/30593041

Kommentar & Ergänzung:

Dass Medikamente, die stark in den Organismus eingreifen, auch ein grösseres Risiko für ernsthafte Nebenwirkungen mit sich bringen, geht manchmal etwas vergessen.

Dieses Risiko spricht nicht grundsätzlich und fundamental gegen stark eingreifende Medikamente, aber jeder gravierende Zwischenfall verdeutlicht, dass Nutzen und Risiko sorgfältig abgewogen und wenn möglich risikoärmere Behandlungsmöglichkeiten in Betracht gezogen werden müssen.

Dazu gehören in vielen Fällen auch Phytopharmaka.

Allerdings sollte man bezüglich „Naturmedizin“ nicht in Naivität schwelgen. Auch Pflanzenmedizin kann Nebenwirkungen auslösen, wenn auch bei fachlich sorgfältiger Anwendung selten in schwerem Ausmass.

Sehr kritisch betrachten würde ich komplementärmedizinische Präparate, die als gänzlich nebenwirkungsfrei angepriesen werden. Es spricht nämlich sehr viel dafür, dass auch keinerlei therapeutische Wirkung hat, was grundsätzlich und absolut frei von Nebenwirkungen sein soll.

Diese Einsicht hat es allerdings nicht leicht, den der Wunsch nach einem hochwirksamen, aber zugleich gänzlich sanften, risikofreien Heilmittel scheint sehr stark und weit verbreitet.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Kräuterexkursionen in den Bergen / Heilkräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital:

Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

Diesen Artikel teilen:

Beeinträchtigen Baldrian, Melisse & Co. Fahrtüchtigkeit / Reaktionsfähigkeit?

Diesen Artikel teilen:

Diese Frage wird mir in Heilkräuterkursen und auch in der Phytotherapie-Ausbildung immer wieder einmal gestellt.

Dazu zwei interessante Zitate vom Komitee Forschung Naturmedizin, zuerst aus einer Untersuchung mit einem Kombipräparat aus Baldrianextrakt und Melissenextrakt:

„Marianne Albrecht und Mitarbeiter von der Forschungsgemeinschaft für Verkehrssicherheit in Köln prüften in einer kontrollierten Doppelblind-Studie, wie sich ein pflanzliches Beruhigungsmittel aus Baldrian- und Melisse-Extrakt auf die Aufmerksamkeit, Konzentrationsfähigkeit und Reaktionszeit im Verkehr auswirkt. Das Ergebnis: Im Gegensatz zu Benzodiazepinen verursacht das Phytopharmakon keine messbaren Beeinträchtigungen der motorischen oder mentalen Leistungen. Auch unter Alkoholeinfluss sind solche Effekte durch das Phytopharmakon nicht zu erwarten (nachzulesen in ZFA 16,71. Jahrgang. 20.8.1995: 1215-1228).“

Und hier noch zu einer Studie mit Baldrian-Extrakt und Flunitrazepam (Handelsnamen Fluninoc (D), Guttanotte (A), Rohypnol (D, A, CH), Somnubene (A) und einige Generika):

„Die Arbeitsgruppe von J. Kuhlmann und W. Berger von der Gesellschaft für Interdisziplinäre Medizinische Forschung (IMF) in Köln untersuchte die Baldrianwirkung bei 102 freiwilligen gesunden Versuchspersonen in einer doppelblinden Studie. Dabei sah man, dass sich die Reaktionsgeschwindigkeit von Probanden, die Flunitrazepam bekommen haben, deutlich verringerte. Baldrian-Extrakt beeinträchtigte dagegen die Fahrtüchtigkeit auch bei längerfristiger Anwendung nicht.“

Weitere Infos zu pflanzlichen Schlafhilfen siehe:

Pflanzliche Schlafmittel – weder Hang-over noch Entzugssymptome

Phytotherapie: Baldrian bei Schlafstörungen

Kräuter und ihre Wirkung: Zitronenmelisse

Interessantes zu Hopfen und Hopfenzapfen (Lupuli strobulus)

Phytotherapie: Schlafstörungen bei Kindern

Heilpflanzen-Präparat aus Baldrian und Hopfen löst Einschlafprobleme

Hausmittel: Heilpflanzen bei Schlafstörungen

Baldrian als Schlafhilfe auf Langstreckenflügen ungeeignet

Phytotherapie bei Schlafstörungen

Schlafstörungen ohne Hangover mit Heilpflanzen-Präparaten behandeln

Orangenblütentee bei Einschlafstörungen

Phytotherapie: Baldrian verbessert Schlafqualität

Viele Kinder im Einschulungsalter leiden an Schlafstörungen

Süchtig nach Schlafmitteln – Phytotherapie bietet gesunde Alternativen

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Kräuterexkursionen in den Bergen / Heilkräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital:

Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

Diesen Artikel teilen: