Artikel mit Schlagwort ‘Naturheilmittel’

Zwiebelsirup gegen Husten

Freitag, Dezember 30th, 2011

Das Magazin  „Focus“ veröffentlichte einen Beitrag zur Behandlung von Erkältungskrankheiten mit Hausmitteln. Empfohlen wird auch der Zwiebelsirup, ein altbewährtes Naturheilmittel:

„Der größte Pluspunkt der Zwiebel ist ihre stark desinfizierende Wirkung. Die ätherischen Öle wirken abschwellend und schleimlösend und eignen sich hervorragend, um Ohrenschmerzen oder Husten zu behandeln. Je schärfer eine Zwiebel ist, umso mehr gesunde Inhaltsstoffe enthält sie.

Anwendung: Zwei bis drei Zwiebeln fein würfeln, etwas Honig darüber geben und zugedeckt etwa fünf Stunden stehen lassen. Anschließend die Masse durch ein Tuch pressen und den Saft auffangen. Über den Tag verteilt etwa alle zwei Stunden einen Teelöffel einnehmen.“

Quelle:

http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/erkaeltung/tid-12543/sanfte-therapie-husten-lindern_aid_348254.html

Kommentar & Ergänzung:

Zwiebelsirup gegen Husten ist ein altbewährtes Hausmittel, das sich auch für Kinder eignet. Wie die Wirkung des Zwiebelsirups genau zustande kommt, ist nicht bekannt.

Klar belegt ist eine starke antibakterielle Wirkung der Zwiebel, doch ist fraglich, ob diese bei der Anwendung von Zwiebelsirup gegen Husten relevant ist. Denkbar ist, dass durch die Reizwirkung der Zwiebel die Schleimproduktion in den Bronchien angeregt und damit der Schleim verflüssigt wird.

Ich finde übrigens, dass der Zwiebelsirup gar nicht so schrecklich schmeckt, wie das in der Vorstellung daher kommt. Aber das ist halt Geschmackssache.

Lernen Sie mehr über altbewährte Hausmittel bei Erkältungen und erwerben Sie sich Kompetenz im Bereich der Selbstbehandlung von Erkältungskrankheiten mit Heilpflanzen.

Einen guten Überblick über die Behandlung von Erkältungskrankheiten mit Heilpflanzen bietet das Tagesseminar zu diesem Thema:

Tagesseminar “Behandlung von Erkältungskrankheiten mit Heilpflanzen”

Ein weiteres Rezept für Zwiebelsirup hier:

Zwiebelsirup gegen Husten

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Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

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Ingwer bei Erkältungen

Mittwoch, Dezember 28th, 2011

Das Magazin Focus publizierte eine Artikelreihe zur Vorbeugung und Behandlung von Erkältungskrankheiten mit Naturheilmitteln. Hier der Abschnitt zum Thema Ingwer & Erkältungen:

„Ähnlich wie die Hühnersuppe ist auch der Ingwer ein Multitalent. Eine Tasse Ingwertee vertreibt den Schüttelfrost. Als Brust- oder Rückenwickel lockert er zähen Schleim und löst trockenen Husten. Seine ätherischen Öle lindern Schnupfen und Halsentzündungen. Und dank seines Inhaltsstoffes Gingerol, das eine ähnliche Wirkungsweise hat wie Aspirin, hilft er gegen Kopfschmerzen und Migräne.

Anwendung: Für die Wickel zwei Teelöffel frisch geriebenen Ingwer mit einem Viertelliter heißem Wasser (ca. 70 Grad) aufgießen und zehn Minuten ziehen lassen. Ein Tuch in dem Sud tränken und gut auswringen. Anschließend auf Brust oder Rücken legen, mit einem Schal festbinden und etwa eine Stunde wirken lassen. Zweimal täglich wiederholen.

Ingwertee: Wasser aufkochen, fünf Scheiben frischen geschälten Ingwer dazugeben und etwa 15 Minuten köcheln lassen. Nach Geschmack mit Honig süßen und möglichst heiß trinken.

Risiken und Nebenwirkungen: Vorsichtig anwenden während der Schwangerschaft.“

Quelle:

http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/erkaeltung/tid-12543/sanfte-therapie-das-immunsystem-mobilisieren_aid_348252.html

Kommentar & Ergänzung:

Dass Ingwer bei Kopfschmerzen und Migräne ähnlich wirkt wie Aspirin ist etwas hoch gegriffen. Aber Ingwer ist tatsächlich eine Heilpflanze mit vielfältiger Wirkung. Entsprechend beliebt sind Ingwertee und Ingwerwickel.

Ingwer lindert nicht nur Erkältungskrankheiten, sondern auch verschiedene Verdauungsbeschwerden und Überkeit / Erbrechen beispielsweise bei Reisekrankheit (Kinetosen).

Siehe dazu:

Ingwertee gegen Übelkeit und Erbrechen

Ingwer und andere Tipps gegen Reisekrankheit

Phytotherapie: Ingwer gegen Übelkeit und Erbrechen

Phytotherapie: Ingwer gegen Schwangerschaftserbrechen

Buchtipp: Ingwer – Gesundheit und Genuss, von Ralf Hiener und Heinz Schilcher

Ingwer lindert Muskelkater

Ingwer vermindert Muskelschmerzen

Ingwer-Inhalationen gegen Schnupfen

Ingwer kann Übelkeit bei Chemotherapie reduzieren

Phytotherapie: Ingwer lindert Übelkeit bei Chemotherapie

Ingwer gegen Schwangerschaftserbrechen?

Zu Gingerol:

„Gingerol ist eine wichtige geschmacksgebende Komponente des Ingwerrhizoms (Zingiber officinale). Ihr schreibt man besondere Bedeutung für dessen Schärfe zu.

Man vermutet zum einen, dass Gingerole, insbesondere die Shogaole, auf den Vaniloidrezeptor wirken und so eine anti-inflammatorische Reaktion auslösen. Es konnte gezeigt werden, dass die Scharfstoffe (Gingerol, Shogaol) einen spezifischen Einfluss auf das Interleukin-/Cytokinmuster haben. Anhand des Interleukin-/Cytokinmusters kann man unterschiedliche Reaktionen auf eine Krankheit sehen. Interessant werden diese Substanzen, um spezifische Immunsuppression durchzuführen. Dennoch ist es nach wie vor schwierig, konkrete Wirkungsmechanismen aufzuzeigen, da sie nicht nur einen Wirkungsort haben. Weiter konnte gezeigt werden, dass die Scharfstoffe die iNOS (inducable NO-Synthase) beeinflussen, was möglicherweise Auswirkungen auf die glatte Muskulatur hat und so eine Kontraktion oder Dilatation der Gefäße hervorruft.“

(Quelle: Wikipedia)

Zur Wirkung der erwähnten Hühnersuppe:

Hühnersuppe bei Erkältungen

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Silvester: Warnung vor Rauschtrinken

Samstag, Dezember 24th, 2011

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) weist auf Gefahren des Rauschtrinkens für Jugendliche hin. Eltern und andere Erwachsene haben wichtige Vorbildfunktion

Anlässlich der bevorstehenden Feiertage, vor allem der Silvesterfeierlichkeiten, weist die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) auf die gesundheitlichen Risiken hin, die übermäßiger Alkoholkonsum vor allem für Jugendliche mit sich bringt.

BZgA-Direktorin Prof. Dr. Elisabeth Pott sagt dazu: „Heranwachsende trinken am ehesten in Gesellschaft mit Gleichaltrigen und um Spaß zu haben und Hemmungen abzubauen. Welche Gefahren mit hohem Alkoholkonsum einhergehen, verlieren sie dabei meist völlig aus dem Blick. Doch weil sich ihr Körper noch in der Entwicklung befindet, wirkt Alkohol viel schneller und schädlicher als bei Erwachsenen. Hoher Alkoholkonsum in kurzer Zeit kann zu einer Alkoholvergiftung mit Atemstillstand führen und damit lebensgefährlich werden. Auf Dauer schädigt das Zellgift Alkohol auch die Hirnfunktionen.“

Wissenschaftliche Untersuchungen der BZgA belegen, dass das „Binge Trinken“ (aus engl. binge drinking), das heißt der Konsum von mindestens fünf alkoholischen Getränken bei einer Gelegenheit, ein bei Jugendlichen nach wie vor verbreitetes Phänomen ist. In der Altersgruppe der 16- bis 17-Jährigen betreibt mehr als jeder Dritte dieses riskante Trinkverhalten mindestens einmal pro Monat. Bei den 12- bis 15-Jährigen, die nach dem Jugendschutzgesetz noch gar keinen Alkohol konsumieren dürfen, sind es immerhin 6,6 Prozent.

Eltern sollten Vorbilder sein

Um ihre Kinder vor den Folgen übermäßigen Alkoholkonsums zu schützen, tragen Eltern und Erwachsene eine spezielle Verantwortung. „Sie sollten mit gutem Beispiel vorangehen und auch an den Feiertagen einen risikoarmen Alkoholkonsum vorleben“, erklärt Prof. Dr. Pott. „Für erwachsene Männer heißt das nicht mehr als zwei kleine Gläser Bier oder Sekt pro Tag, für Frauen nur die Hälfte dessen.“ Außerdem sollten Eltern mit ihren Kindern über Wirkungen und Risiken von Alkohol reden und zugleich klare Regeln im Umgang mit alkoholischen Getränken aufstellen. „Auch wenn sich Kinder in der Pubertät stärker ihren Freundinnen und Freunden zuwenden, haben Eltern immer noch großen Einfluss auf ihr Verhalten und ihre Einstellung. Klare Regeln helfen Heranwachsenden und geben ihnen Orientierung.“

Die BZgA stellt ein umfangreiches Online-Informationsangebot zum Thema Alkoholprävention zur Verfügung:

www.kenn-dein-limit.de (für Eltern und Erwachsene)
www.kenn-dein-limit.info (für Jugendliche zwischen 16 und 20 Jahren)
www.bist-du-staerker-als-alkohol.de (für Jugendliche unter 16 Jahren)

Quelle:

http://www.bzga.de/presse/pressemitteilungen/?nummer=719

Kommentar & Ergänzung:

„Komasaufen“ finde ich absolut dumm und widerlich. Es gibt aber natürlich auch den versteckt stattfindenden und dadurch weniger provokativen hohen Alkoholkonsum. Als ehemaliger Drogist sind mir Kundinnen und Kunden noch in starker Erinnerung, die ihren Alkoholpegel mit grossen Mengen Klosterfrau Melissengeist oder Schwedenkräuter-Elixir hoch hielten.  Solche Produkte würde ich eher zu den Spirituosen als zu den Naturheilmitteln zählen.

P.S. Eine Beratungsstelle für Alkoholprobleme in der Schweiz ist die

Züricher Fachstellt für Alkoholprobleme, http://www.zfa.ch/

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Was unterscheidet Anis und Sternanis?

Donnerstag, Dezember 22nd, 2011

Anis zählt zu den klassischen Gewürzen der Weihnachtszeit. Egal, ob als Backzutat für Kuchen und Plätzchen, für die Würze in Süßspeisen oder für den Anislikör: Der süßliche, lakritzartige Anis-Geschmack gibt den Speisen und Getränken die spezielle Note.

Konsumentinnen und Konsumenten sind beim Einkauf oft unsicher: Anis oder Sternanis? Stehen beide Namen für das gleiche Gewürz?

Nein! Obwohl Geschmack und Geruch ähnlich sind – bei Anis und Sternanis handelt es sich um zwei völlig verschiedene Pflanzen!

Anis (Pimpinella anisum): Anis zählt zur Familie der Doldenblütler, wie beispielsweise auch Dill, Kümmel und Fenchel. Die Anis-Pflanze ist einjährig und krautig, sie bevorzugt sonnige Standorte. Als Gewürz nutzt man die getrockneten Früchte (Samen), die von August bis September geerntet werden.

Das Aroma der Anisfrüchte wird schon seit Urzeiten geschätzt.

Überlieferungen zufolge schwärmte schon der griechische Philosoph Pythagoras von Anisbrot und der römische Dichter Virgil berichtete von köstlichen Aniskeksen. Anistee ist ein altes Hausmittel bei Husten oder Verdauungsbeschwerden. Anis enthält viel ätherisches Öl. Dieses Anisöl wirkt schleimlösend und lindert Krämpfe.

Knoblauch-Liebhaber schätzen Anissamen, denn gut zerkaut vertreiben ein paar Aniskörner rasch den Knoblauchgeruch im Mund.

Sternanis (Illicium verum) besteht aus jeweils 6 bis 10 sternförmig angeordneten Kapseln mit je einem Samenkorn.  Vermahlen werden beim Sternanis nicht nur die Samen, sondern die ganzen Früchte. Auch wenn Sternanis wie Anissamen duftet – im Geschmack ist er intensiver, süßlich-scharf bis feurig. Sternanis gehört zusammen mit Pfeffer, Zimt, Nelken und Fenchel in das bekannte Fünf-Gewürze-Pulver der chinesischen Küche.

Anis oder Sternanis einsetzten? In Europa wird Sternanis ähnlich genutzt wie Anis, auch in seiner Anwendung als Naturheilmittel. Denn beide Pflanzen bzw. Samen oder Früchte enthalten im ätherischen Öl den gleichen Hauptwirkstoff: Anethol. In der Praxis macht es deshalb kaum einen Unterschied, ob man mit Anis oder Sternanis würzt. Zu beachten ist lediglich, dass Sternanis kräftiger im Aroma ist.

Ganze Sternanisfrüchte kann man zudem gut in ein Duftpotpourri mischen oder für weihnachtliche Dekorationen nutzen. Die kleinen Sterne sehen nicht nur schön aus, sie verbreiten auch einen angenehm beruhigenden Duft.

Quelle:

http://www.topagrar.com/news/Familie-Kochen-Backen-Kuechentipps-Anis-Sternanis-Was-ist-was-629339.html

Kommentar & Ergänzung:

Anethol kommt in den ätherischen Ölen von Fenchel, Anis und Sternanis vor und ist „zuständig“ für das charakteristische Anisaroma.

Anethol wird sehr vielseitig eingesetzt:

„Anethol kommt als Duft- und Aromastoff vor allem in Seifen und Mundpflegemitteln zum Einsatz. Wichtig ist daneben die Verwendung in der Spirituosenfabrikation als Aromatiseur für Liköre (Pernod, Anisette, Ouzo) und in der Lebensmitteltechnologie als Bestandteil von Aromen, hauptsächlich in Fruchtaromamischungen mit der Geschmacksrichtung Himbeere und Erdbeere.“

(Quelle: Wikipedia)

Zudem zeigt Anethol interessante Heilwirkungen:

„ Anethol wirkt in der Lunge schleimlösend (sekretolytisch, sekretomotorisch) und schwach antibakteriell. Gleichzeitig zeigt es eine spasmolytische Wirkung, weswegen es als Expektorans und Karminativum eingesetzt werden kann.“

(Quelle: Wikipedia)

Expektorans = auswurfförderndes Mittel bei Husten

Karminativum = Mittel gegen Blähungen

Das sind die beiden Hauptanwendungsgebiete der anetholhaltigen Heilpflanzen Anis, Fenchel und Sternanis.

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http://moodle.heilpflanzen-info.ch/course/view.php?id=15

Honig zeigt Wirkung gegen multiresistente Bakterien

Montag, Dezember 19th, 2011

Honig ist nicht nur lecker, sondern darüber hinaus auch ein natürliches Heilmittel. Die antibakterielle Wirkung des Honigs kommt von einem Enzym, das Bienen herstellen. Dieses Enzym bewirkt, dass der Zucker im Honig zu Wasserstoffperoxid umgebaut wird und das ist ein effektives Antiseptikum. Und aus Neuseeland kommt ein Honig mit einem so besonderen Inhaltsstoff, dass er sogar besser wirken soll als Antibiotika, die zahlreiche verschiedene Bakterienarten bekämpfen.  Manuka-Honig soll im Gegensatz zu Antibiotika keine Resistenzen verursachen. In neuseeländischen Spitälern wird ein Mix aus dem Manuka-Honig zur Heilung von Wunden mit multiresistenten Bakterien eingesetzt. Doch trotz seiner starken Wirkung findet Manuka-Honig in Deutschland bislang kaum medizinische Anwendung. Eine Ausnahme ist die Bonner Universitäts-Kinderklinik: Hier verwenden die Ärzte medizinischen Honig erfolgreich für die Wundheilung.

Quelle:

http://www.bild.de/ratgeber/gesund-fit/medizin/medizin-ticker-hormone-sind-schuld-an-fettpolstern-21199702.bild.html

Kommentar & Ergänzung:

Zum Thema „Honig und Wundbehandlung“ siehe auch:

Naturheilmittel – Wundbehandlung mit Manuka-Honig

Honig als Wundheilmittel

Honig gegen Mundschleimhautentzündung bei Chemotherapie

Wundheilmittel Honig gegen resistente Bakterien

Honig: Altes Wundheilmittel im Aufwin

Honig verkürzt Wundheilung bei Brandwunden

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Lebkuchen-Rezept & Lebkuchen-Gewürze

Freitag, Dezember 16th, 2011

Lebkuchen ist ein traditionelles Weihnachtsgebäck. Für die Herstellung zentral ist die Gewürzmischung, welche sich hauptsächlich wie folgt zusammensetzt:

Anis, Sternanis, Zimt, Gewürznelke, Kardamom und Muskat. In Lebkuchen-Rezepten können auch noch Ingwer, Koriander, Piment oder auch schwarzer Pfeffer enthalten sein.

Der Pharmavista-Newsletter veröffentlichte ein einfaches Lebkuchen-Rezept zum Ausprobieren:

Lebkuchen-Teig:

- 150g Honig

- 75g brauner Zucker

- 25g Butter

- Je 1 Prise gemahlener Ingwer, Zimt, gemahlene Gewürznelken, gemahlener schwarzer Pfeffer, ½ TL Kardamom (oder eine fertige Lebkuchenmischung)

- 375 g Mehl

- 1 Eigelb

- 1 TL Ammoniumbicarbonat oder Natriumbicarbonat (Natron)

- 50g Puderzucker gesiebt

- 1 TL Zitronensaft

Zubereitung des Lebkuchens:

- Honig, Zucker und Butter in einer Pfanne erhitzen und dabei die Masse glattrühren.

- Gewürze hineinrühren, abkühlen lassen.

- Zwei Drittel des Mehls in eine Schüssel sieben, das Eigelb und die Honigmasse dazugeben.

- Das Ammoniumbicarbonat in einem Löffel voll heissem Wasser auflösen und dazufügen.

- Die Masse kneten und dabei das übrige Mehl einarbeiten.

- Dann den Teig 1cm dick auswallen, Guetzli ausstechen und auf ein bemehltes Backblech legen.

- Im vorgeheizten Backofen bei 160°C während 10-12 Minuten backen.

- Zum Schluss Puderzucker und Zitronensaft mischen und die abgekühlten Guetzli damit bestreichen.

Quellen:

_Epices, aromates et condiments; M.-P. Arvy/F. Gallouin ; Belin

_Das grosse Buch der Gewürze; J.Normann ; AT Verlag, Aarau

_Gewürzdrogen; E. Teuscher; Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart

Quelle:

http://www.pharmavista.net/content/default.aspx?http://www.pharmavista.net/content/NewsMaker.aspx?ID=4480&NMID=2316&LANGID=2

Kommentar & Ergänzung:

Der Lebkuchen hat auch eine interessante Geschichte:

„ Erste schriftliche Zeugnisse von kleinen gewürzten Honigkuchen entstanden um 350 v. Chr., doch bereits die alten Ägypter haben honiggesüßte Kuchen gekannt, wie man aus Grabbeigaben weiß. Die Römer kannten den panus mellitus: Honig wurde auf einen Kuchen gestrichen, dann mit dem Kuchen mitgebacken. Anders als heute wurde der Lebkuchen nicht nur zur Weihnachtszeit verzehrt, sondern auch zu Ostern oder anderen Zeiten. Die Lebkuchen waren ein Bestandteil der Fastenküche und wurden z. B. zu starkem Bier serviert.

Der Lebkuchen in der heute noch bekannten Form wurde ursprünglich im belgischen Dinant erfunden, dann von den Aachenern übernommen und abgewandelt (siehe Aachener Printen) und schließlich von den fränkischen Klöstern übernommen und nochmals leicht abgewandelt. Die Nonnen stellten das Gebäck als Nachtisch her. Als „Pfefferkuchen“ wird es bereits 1296 in Ulm erwähnt, und im 14. Jahrhundert ist der Lebkuchen in und um Nürnberg bekannt, wo er in Männerklöstern gebacken wurde. Der Nürnberger Lebkuchen hat seinen Ursprung im nahen Kloster in Heilsbronn. Lebkuchen war wegen seiner langen Haltbarkeit beliebt, denn er konnte gelagert werden und wurde in schlechten Zeiten von den Mönchen verteilt.

Da für die Herstellung seltene Gewürze aus fernen Ländern benötigt wurden, haben vor allem Städte an bedeutenden Handelsknotenpunkten eine lange Lebkuchentradition. Außer Nürnberg und Pulsnitz gehörten dazu Augsburg, Ulm, Köln und Basel. In München wird bereits 1370 im Steuerverzeichnis ein „Lebzelter“ aufgeführt, also ein Lebkuchenbäcker. Während in München das Gebäck mit Formen ausgestochen und mit buntem Zucker verziert wurde, dekorierte man die Nürnberger Kuchen mit Mandeln oder Zitronat.

Bekannt waren auch die Thorner Lebkuchen, auch als Thorner Pflastersteine bekannt, aus der westpreußischen Stadt Thorn (seit 1919 Toruń, Polen), die nach dem Kloster der heiligen Katharina von Alexandrien den Beinamen Kathrinchen trugen.

Lebkuchen (mittelhochdeutsch Lebkuoche) wurden in Klosterbäckereien, wo man schon Hostien anfertigte, ebenfalls auf Oblaten gebacken. In Süddeutschland und Österreich nannte man die flachen Kuchen Zelte(n) und somit die Bäcker Lebzelter. Die Lebküchler oder Lebzelter waren in Zünften vereinigt.

Das Aufkommen des Backpulvers Ende des 19. Jahrhunderts hatte auch einen Einfluss auf die Entwicklung des Lebkuchens. Das Backpulver ließ den würzigen Teig in die Höhe treiben. Hierdurch entstanden viele Gebäckvarianten, die in Geschmack und Konsistenz zum Teil dicht, zum Teil weiter vom ursprünglichen Lebkuchen entfernt sind, wie zum Beispiel zahlreiche Honig- oder Gewürzkuchenvarianten.“

(Quelle: Wikipedia)

Ausserdem gibt es beim Thema Lebkuchen noch einen spezifischen Bezug in die Schweiz zu den „Basler Leckerli“ und „Appenzeller Biberli“:

„In der Schweiz sind auch Lebkuchen-Weihnachtsmänner weit verbreitet. Auf ein Lebkuchenstück wird ein Papierweihnachtsmann mit Gummi arabicum aufgeklebt. Diese Tradition reicht zurück bis Mitte des 19. Jahrhunderts. International bekannt sind Basler Leckerli und Biberli.“

(Quelle: Wikipedia)

Alle in den Lebkuchen verwendeten Gewürze gehören auch zu den Heilpflanzen, wobei ich aber nicht soweit gehen wurde, Lebkuchen, Basler Leckerli und Appenzeller Biberli als Naturheilmittel zu propagieren. Das ginge dann doch zu weit.

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Schlankheitsmittel & Sexpillen

Mittwoch, November 16th, 2011

Nicht alles, was als „natürlich“ vermarktet wird, ist es auch…

Bei den allermeisten Schlankheitsmitteln und Sexpillen, die über das Internet verkauft werden ist sehr fraglich, ob sie eine sinnvolle Wirkung haben.

Darüber hinaus sind viele dieser Mittel aber auch riskant.

Die Verbraucherzentrale hat daher wieder einmal gewarnt, dass sie krebserregende und blutdrucksteigernde Inhaltsstoffe enthalten können.

Fast jedes dritte Nahrungsergänzungsmittel ausländischer Herkunft, das Figur- und Fitnessfans im Internet bestellen, enthält – für Käufer nicht erkennbar – illegale und hochgradig gesundheitsschädliche Stoffe. Das zeigte eine Untersuchung der Verbraucherzentrale NRW.

Die Verbraucherschützer bestellten für ihre Tests 78 Präparate auf deutschsprachigen Internetseiten oder bei Plattformen, darunter auch bei „Ebay“ und „Amazon“. Sie wählten dabei Produkte aus den Kategorien Gewichtsreduktion, Potenz- und Libido-Steigerung sowie Fitnessmittel für Freizeitsportler. Die Pillen und Pülverchen sollten angeblich nur natürliche Inhaltsstoffen enthalten.

Resultat: Obwohl alle Präparate als natürliche Nahrungsergänzungsmittel im Internet angepriesen wurden, enthielten 13 von 21 Schlankheitsmitteln, acht von 13 Libido- und Potenzmitteln sowie sechs von 21 Sportlerprodukten verbotene und gefährliche Substanzen.

Die bedenklichsten Präparate enthielten sogar verschreibungspflichtige Wirkstoffe wie Sibutramin und Tadalafil oder Stimulanzien wie Ephedrin und Amphetamin. Der Arzneiwirkstoff Sibutramin, bei der Untersuchung aufgespürt in Diät-Pillen, kann erhöhten Blutdruck, eine gesteigerte Herzfrequenz und starke Übelkeit verursachen, erklären die Verbraucherschützer.

Das in Schlankmachern ebenfalls aufgefundene Phenolphthalein gilt als potenziell krebserregend. Tadalafil, das sich als Bestandteil in angeblich rein pflanzlichen Potenzmitteln fand, wird zur Behandlung von Impotenz angewendet und kann bei einer falschen Medikation einen Kollaps auslösen.

Stimulanzien, die im Großteil der angeblich natürlichen Fitnessprodukte gefunden wurden, spenden dem Organismus keine neue Energie, sondern beuten die Energiereserven im Gegenteil bis zur totalen Erschöpfung aus, warnt die Verbraucherzentrale. Eine Überdosierung könne bei Freizeitsportlern Muskelblockaden verursachen, im Extremfall sogar zum Tod führen.

Abenteuerlich ist laut Verbraucherschützern zudem, dass neun von zehn Präparaten wegen gravierender Kennzeichnungsmängel (Warnhinweise fehlen, nur in Fachchinesisch beschriftet) in Deutschland überhaupt nicht verkauft werden dürften.

Ausserdem würden sich einige Firmen dreist gefälschter Gütesiegel bedienen – etwa von Stiftung Warentest oder von hiesigen Apotheken.

Als riskante Produkte stellt die Verbraucherzentrale folgende Beispiele vor:

- Das Potenzmittel Super Lover enthält das verschreibungspflichtige Potenzmittel Tadalafil und ist gefährlich bei Herzerkrankungen, Blutdruckproblemen. Es darf in Deutschland nicht verkauft werden.

- Das Schlankheitsmittel Lipro Diet Pills enthält das krebserregende Abführmittel Phenolphthalein und den verschreibungspflichtigen Appetithemmer Sibutramin.

- Im Potenzmittel Passion Plus steckt das nicht zugelassene Potenzmittel Icariin. Es darf in Deutschland nicht verkauft werden.

- Der Schlankmacher Perfect Slim enthält den verschreibungspflichtigen Appetithemmer Sibutramin, der im Jahr 2010 europaweit wegen massiver Nebenwirkungen mit Todesfällen vom Markt genommen wurde.

- Das im Sportlerprodukt ERY Speed Booster enthaltene Ephedrin kann Nebenwirkungen wie Angst, Schlaflosigkeit, Zittern, Pulsrasen und Krämpfe verursachen, es darf in Deutschland nicht verkauft werden.

- Im Sportlerprodukt Crack steckt die illegale Dopingsubstanz Methylhexanamin. Es darf in Deutschland nicht verkauft werden.

Quelle:

http://www.bz-berlin.de/ratgeber/vorsicht-vor-diesen-diaet-und-sexpillen-article1302328.html

Kommentar & Ergänzung:

Stossend ist vor allem, dass solche Produkte als „natürlich“ vermarktet werden und damit der Eindruck erweckt wird, sie seinen harmlos. Obwohl selbst das nicht stimmt, denn „natürlich“ bedeutet nicht immer auch „harmlos“.

Ist gibt eine zunehmende Medikalisierung aller Lebenslagen, auch mit tatsächlichen oder angeblichen Naturheilmitteln. Sexualität, Sport, Älter werden, Abnehmen, Intelligenter werden……für alles scheint es eine Pille zu geben. Für die Befindlichkeit und das Gefühlsleben sind Bachblüten und Schüssler-Salze zuständig….

Woher kommt denn eigentlich diese Sucht nach Pillen, Tropfen, Tabletten, Globuli & Co.?

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Rosmarintinktur bei Blutarmut?

Dienstag, November 15th, 2011

Kürzlich ging ich hier in Winterthur in die Naturdrogerie. Auf dem Ladentisch sah ich ein Plakat, auf dem Rosmarintinktur bei Blutarmut empfohlen wurde. Ich stutzte, weil in der ganzen Phytotherapie-Fachliteratur kein Hinweis auf eine solche Wirkung von Rosmarintinktur existiert. Auf dem Schild stand ausserdem: Fragen Sie unser kompetentes Personal. Und so fragte ich nach…

„Wie wirkt denn die Rosmarintinktur genau gegen Blutarmut?“

Die Drogistin macht einen sehr überraschten Eindruck. Offenbar stellen Kunden normalerweise keine so dummen Fragen. Dann versucht sie zu erklären, dass die Rosmarintinktur die Aufnahme von Eisen in die Zelle verbessert. Immerhin, offenbar eine spontan entwickelte Idee, denn im welche Zellen Rosmarintinktur die Eisenaufnahme erhöht, kann sie nicht sagen. Und woher sie diese Idee hat, auch nicht.

Es bleibt ein grosses Fragezeichen. Eine andere Drogistin versucht mir dann zu erklären, dass ich halt zur „Schulmedizin“ müsse, wenn ich Beweise wolle. Ich habe aber keine Beweise verlangt, sondern nur nach Begründungen gefragt. Das ist nicht das selbe.

Aber ich lerne daraus: Wer in dieser Drogerie Naturheilmittel kauft, ist mit Fragen fehlt am Platz und soll einfach vertrauensvoll glauben, was der Tinkturenhersteller als Heilwirkung seiner Produkte behauptet. Hauptsache der Rubel rollt. Mit fachlicher Beratung hat das aber nichts zu tun, vielmehr ist es ein Ausdruck von Willkürlichkeit.

Meine Empfehlung: Stellen Sie Fragen, wenn Sie in Apotheken oder Drogerien Naturheilmittel kaufen. Verlangen Sie Begründungen für versprochene Wirkungen.

Versprechungen sind nämlich sehr leicht gemacht. Dafür braucht es kein Fachpersonal. Das kann ein Kiosk auch.

P.S: Hier die Anwendungsbereiche von Rosmarin, wie sie in der Phytotherapie von den Qualitätssicherungsgremien (Kommission E, ESCOP-Monografien) akzeptiert wurden:

„Rosmarinblätter

Innerlich bei dyspeptischen Beschwerden; äußerlich zur unterstützenden Therapie rheumatischer Erkrankungen; Kreislaufbeschwerden (Kommission E); zur Verbesserung der Leber- und Gallefunktion sowie bei dyspeptischen Beschwerden; äußerlich zur unterstützenden Therapie rheumatischer Erkrankungen und bei Kreislaufbeschwerden sowie als leichtes Antisepticum zur Förderung der Wundheilung (ESCOP).“

Quelle: http://www.koop-phyto.org/arzneipflanzenlexikon/rosmarin.php

Das sind also die anerkannten Anwendungsgebiete des Rosmarins.

Rosmarin ist als Gewürz und als Heilpflanze beliebt und auch geschätzt. Kritisch muss zu den oben erwähnten Anwendungsbereichen allerdings angemerkt werden, dass die Angaben ziemlich vage bleiben: Dyspeptische Beschwerden, damit sind Verdauungsbeschwerden gemeint. Aber „Verdauungsbeschwerden“ ist alles andere als präzis. Präziser und meines Erachtens auch vertretbar wäre „Blähungen“ und „Völlegefühl“.

Genauso vage ist der Begriff „Kreislaufbeschwerden“. Rosmarinöl gilt als belebend bei Hypotonie (niedriger Blutdruck).

Von einer Wirkung von Rosmarintee oder Rosmarintinktur bei Blutarmut ist in der Phytotherapie-Fachliteratur aber keine Rede.

Falls Sie an sorgfältigem Wissen über Wirkung und Anwendung von Heilpflanzen interessiert sind, finden Sie dazu meine Kurse und Lehrgänge oben über den Menüpunkt „Kurse“. Sie lernen dabei unter anderem Versprechungen von Herstellern und Verkäufern von Naturheilmitteln auf den Zahn zu fühlen.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

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Naturheilkunde & Nationalsozialismus

Montag, November 7th, 2011

Im „Dritten Reich“ wurde die Naturheilkunde stark gefördert. Vollwerternährung und Vegetarismus wurden staatlich stark propagiert.

Führende Nationalsozialisten wie Rudolf Hess, Heinrich Himmler und Julius Streicher standen der Homöopathie oder Anthroposophie nahe und förderten entsprechende Projekte. Im KZ Dachau erstellten und bewirtschafteten Häftlinge unter brutalen Bedingungen riesige Heilpflanzen-Plantagen. In den Konzentrationslagern Dachau und Buchenwald wurden schlimme Menschenversuche mit Naturheilmitteln durchgeführt.

Ziel war die Vereinigung von „Naturheilkunde“ und  „Schulmedizin“ zur „Neuen Deutschen Heilkunde“.

Nationalsozialismus und Naturheilkunde hielten beide „Natur“ und „Ganzheit“ für hohe Werte und trafen sich auch in vielen Vorstellungen über Gesundheit und Krankheit. Die Frage,  warum Naturheilkunde & Nationalsozialismus so gut zusammen passten, ist auch heute noch brisant und erhellend.

Ein Tagesseminar am 13. November 2011 in Winterthur informiert über die vorhandenen Fakten,  nennt Personen, Firmen, Vorgänge und Verbindungen. Davon ausgehend geht es aber auch um einen Blick in die Gegenwart. Im Grenzbereich von Naturheilkunde und Esoterik taucht  fast unbemerkt und kaum hinterfragt antidemokratisches,  menschenverachtendes oder gar „braun“ angehauchtes Gedankengut auf. Genau hinzuschauen ist gerade auch für Menschen sinnvoll, die den Bereichen Naturheilkunde / Komplementärmedizin / Alternativmedizin verbunden sind weil sich daraus viel lernen lässt für die heutige Zeit und weil diese “Szene” resistenter werden sollte gegen menschenverachtende Ideologien.

Info: Tagesseminar Naturheilkunde & Nationalsozialismus

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Phytotherapie: Thymian & Eibisch bei Husten

Montag, November 7th, 2011

Thymian hilft gegen Erkältungen. Bei trockenem Husten wirkt er am besten kombiniert mit der Eibischwurzel. Gegen Schnupfen ist das Inhalieren mit Thymianöl ratsam. Dafür genügen bereits zwei Tropfen Thymianöl auf eine Schüssel Wasser.

Wer seine Erkältung mit Naturheilmitteln in den Griff bekommen will, sollte zu Thymian greifen. Die Heilpflanze sei geeignet, verschiedene Stadien und Beschwerden einer Erkältung zu behandeln, erklärt Johannes Gottfried Mayer von der Forschergruppe Klostermedizin der Universität Würzburg. “Bei trockenem Husten sollte er zusammen mit einer Pflanze genommen werden, die viele sogenannte Schleimstoffe besitzt, die die angegriffenen Schleimhäute schützen.” Die Eibischwurzel beispielsweise sei dafür geeignet. Der Thymian zeige in diesem Stadium krampflösende und antivirale Wirkung.

Bei Husten mit Auswurf dagegen unterstütze Thymian den Abtransport des Hustensekrets. “Außerdem wirkt er einer bakteriellen Infektion entgegen, die zum viralen Infekt einer Erkältung hinzukommen kann”, sagt der Wissenschaftler. Bei Schnupfen oder einer Nasennebenhöhlenentzündung empfiehlt er die Inhalation mit Thymianöl. “Auf ein Liter heißes Wasser werden zwei Tropfen Öl in eine Schüssel gegeben und mit einem Handtuch zugedeckt inhaliert.” Anschliessend sollte man Zugluft meiden.

Thymian steckt in zahlreichen Heilpflanzen-Präparaten gegen Erkältungen, ist jedoch auch einzeln etwa in Hustenmitteln zu bekommen. Die Pflanze enthält laut Johannes Gottfried Mayer hochwirksames ätherisches Öl, Gerbstoffe und Flavonoide. Thymian-Extrakte und das ätherische Öl sind wirksam gegen Bakterien, Viren und Pilze. Thymianöl und die Flavonoide sind zudem krampflösend. “Außerdem ist eine entzündungshemmende Wirkung nachgewiesen”, erklärt Mayer.

Quelle:

http://www.kleinezeitung.at/magazin/wellness/2867626/erkaeltungen-thymian-loswerden.story

Forschergruppe Klostermedizin

Kommentar & Ergänzung:

Der Beitrag enthält gute Informationen zu Thymian und Eibischwurzel, beides wichtige Hustenpflanzen.

Zu Eibisch siehe auch:

Phytotherapie: Eibischwurzel gegen Sodbrennen

Kräuter und ihre Wirkungen: Eibisch / Althaea officinalis

Eibisch-Extrakt lindert Reizhusten

Husten ohne Ende soll abgeklärt werden – kurzfristig hilft Eibischtee

Hustentee aus Isländisch Moos und Eibischwurzel kalt ansetzen

Phytotherapie: Eibischwurzel-Extrakt schützt Epithelzellen

Zum Thymianöl:

Thymianöl ist in der Phytotherapie und in der Aromatherapie eines der wichtigsten ätherischen Öle.

Hier die wichtigsten Informationen zu Thymianöl aus Wikipedia:

„Thymianöl ist ein ätherisches Öl, das durch Wasserdampfdestillation aus Pflanzenteilen des Thymians gewonnen wird. Zur Herstellung werden frische, blühende, oberirdische Pflanzenteile verschiedener Thymianarten verwendet. Thymianöl ist ein Gemisch verschiedener Substanzen, dessen Zusammensetzung je nach Chemotyp erheblich schwankt. Der Gehalt an Thymianöl ist ausschlaggebend für die Verwendung von Thymian als Heilpflanze und als Küchenkraut, da es für den Geschmack und den Geruch der Pflanze entscheidend ist. Von Bedeutung für den Menschen sind hier vor allem die beiden offizinellen (arzneilichen) Arten Echter Thymian (Thymus vulgaris) und Joch-Thymian (Thymus zygis).“

(Quelle: Wikipedia)

Zur Gewinnung von Thymianöl:

„Thymianöl wird durch achtstündige Wasserdampfdestillation aus den getrockneten oberirdischen Teilen der Pflanzen gewonnen, die zur Blütezeit geerntet wurden. Herkunftsländer sind vor allem Frankreich, Spanien, die Türkei und Nordafrika.“

(Quelle: Wikipedia)

Zur Zusammensetzung von Thymianöl:

„ Standardisiertes Thymianöl, Aetheroleum Thymi, enthält als Hauptwirkstoff Thymol.

Es gibt sieben definierte Chemotypen des Echten Thymians, sie werden nach ihrem jeweiligen Hauptbestandteil benannt. Die Verteilung und Häufigkeit der Chemotypen innerhalb eines Bestands hängt insbesondere von genetischen und klimatischen Bedingungen ab. Die Zusammensetzung der ätherischen Öle der Chemotypen ist jeweils verschieden.

- Der Geraniol-Chemotyp enthält bis zu 90 % Geraniol und Geraniol-Acetat, das Verhältnis der beiden Substanzen zueinander wird jahreszeitlich beeinflusst, der Esteranteil ist während des Hochsommers besonders groß.

- Der Linalool-Chemotyp besteht zu 95 % aus Linalool, mit einem geringen Anteil Linalylacetat, der nur selten bis zu 30 % beträgt. Das Verhältnis von Alkohol zu Ester unterliegt nur geringen jahreszeitlichen Schwankungen.

- Der Chemotyp α-Terpineol enthält bis zu 96 % α-Terpineol. Hier beträgt das Verhältnis von Ester zu Alkohol stets 2:1.

- Der Chemotyp trans-Thuyanol-4-terpineol-4 besteht aus bis zu 56 % Thujanol. Terpineol ist mit bis zu 43 % enthalten, ein weiterer Bestandteil ist cis-Myrcenol mit einem Gehalt von 10 bis 20 %.

- Der Carvacrol-Chemotyp besteht aus bis zu 85 % aus Carvacrol, nur rund 0,5 % sind Thymol.

- Der Thymol-Chemotyp enthält im Sommer bis zu 65 % Thymol und einen Anteil von 5 bis 10 % Carvacrol.

- Ein 1,8-Cineol-Chemotyp wurde aus Spanien beschrieben, er fehlt in Frankreich.

Wichtige weitere Komponenten sind p-Cymol, über zwanzig verschiedene Flavone, Gerbstoffe, Triterpene, Phenolcarbonsäuren und Biphenyle.“

(Quelle: Wikipedia)

Eigenschaften und Anwendungsbereiche von Thymianöl:

„Thymianöl ist je nach Herkunft der Thymiane, aus denen es gewonnen wird, eine farblose bis gelbliche, gelegentlich auch rötlich gefärbte ölige Flüssigkeit. Die Relative Dichte schwankt zwischen 0,895 und 0,937. In Wasser ist es praktisch unlöslich, mit vielen organischen Lösungsmitteln wie Ethanol, Ether oder Chloroform ist es in beliebigen Verhältnissen mischbar.

Thymianöl wirkt im Laborversuch nachweislich antibakteriell und antiviral, klinische Untersuchungen zu seiner Wirksamkeit fehlen jedoch. Als wertgebender Inhaltsstoff ist der medizinische Einsatz von Thymianöl durch die Kommission E gegen Katarrhe der oberen Luftwege, bei Bronchitis und Keuchhusten anerkannt worden. Alle anderen Anwendungen, zum Beispiel gegen Halsentzündungen, Darm- und Harnwegsinfektionen, Rheuma, Desinfektion von Wunden, zur Vorbeugung von Infektionskrankheiten sowie gegen unerwünschte Mikroorganismen wie Bakterien und Pilze wurden von ihr verworfen und gelten als unbelegt.

In der Aromatherapie wird es gegen ähnliche Symptome angewandt, auch zur Vorbeugung von Infektionskrankheiten sowie gegen unerwünschte Mikroorganismen wie Bakterien und Pilze. Wie bei allen aromatherapeutischen Methoden gibt es hier aber bisher keinen Nachweis der Wirksamkeit.“

(Quelle: Wikipedia)

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