Artikel mit Schlagwort ‘Naturheilkunde’
Montag, Mai 21st, 2012
Wolfsmilch (Euphorbia) ist eine Pflanzengattung aus der Familie der Wolfsmilchgewächse (Euphorbiaceae).
Weltweit betrachtet ist die Mehrheit der krautigen Euphorbia-Arten ist in den gemäßigten bis tropischen Zonen verbreitet. Strauchige, baumförmige und sukkulente Arten sind dagegen fast ausschließlich in den Tropen und Subtropen beheimatet.
Bei uns ist wohl am häufigsten anzutreffen die Zypressen-Wolfsmilch (Euphorbia cyparissias). Foto auf Wikipedia.
Als Frassschutz und Wundverschluss enthalten Euphorbia-Arten einen weissen Milchsaft, der unter Druck steht und schon bei kleinsten Verletzungen austritt. Bei Luftkontakt gerinnt er innerhalb weniger Minuten.
Unter den Inhaltsstoffen des Milchsaftes befinden sich eine Vielzahl von Diterpenestern und Triterpenestern. Sie machen den Milchsaft je nach Art gering bis sehr stark ätzend und hautreizend und können insbesondere an den Schleimhäuten (Augen, Nase, Mund) Entzündungen hervorrufen, die stärkste Schmerzen verursachen. Im Umgang mit Wolfsmilch-Arten ist deshalb erhöhte Vorsicht geboten. Auf die Haut gelangter Milchsaft sollte sofort und gründlich abgewaschen werden.
Der Milchsaft darf nicht mit dem Auge in Berührung kommen! Er ist daraus nur schwer zu entfernen und kann Bindehautentzündung und Hornhautentzündung verursachen.
Kleinkinder und Haustiere sollten grundsätzlich keinen Kontakt zu Euphorbia-Arten bekommen.
Einige Wolfsmilch-Arten sind beliebte Zierpflanzen. Am bekanntesten sind Christusdorn (Euphorbia milii) und Weihnachtsstern (Euphorbia pulcherrima).
Die Blüten der Zypressen-Wolfsmilch werden gerne besucht von Honigbienen, Wildbienen, Fliegen, Schwebfliegen und Blattkäfern. Das Blatt bietet Nahrung für die Raupen von Wolfsmilchschwärmer, Graue Moderholzeule, Ampfereule, Wolfsmilchwanze, Erdwanze.
Ingenol, ein Wirkstoff aus der Garten-Wolfsmilch Euphorbia peplus, ist Gegenstand von Forschungen zur Behandlung von aktinischer Keratose. Siehe:
Wirkstoff aus Gerten-Wolfsmilch gegen aktinische Keratose getestet
Wenn Sie Pflanzen und Tiere in der Natur kennen lernen möchten, finden Sie hier die Daten und Orte meiner Alpenblumenkurse, Heilkräuterexkursionen und Naturseminare.
Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde
Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz
Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Kräuterexkursionen in den Bergen / Heilkräuterkurse
www.phytotherapie-seminare.ch
Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital:
Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch
Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch
Tags: aktinische Keratose, Alpenblumenkurse, Ampfereule, Auge, Augen, Behandlung, Berührung, Bindehautentzündung, Blattkäfer, Blick, Blüten, Christusdorn, diterpenester, Entzündungen, Erdwanze, Euphorbia, Euphorbia cyparissias, Euphorbia milii, Euphorbia peplus, Euphorbia pulcherrima, Euphorbia-Arten, Euphorbiaceae, Familie, Fliegen, Forschungen, Foto, Frassschutz, Garten-Wolfsmilch, Gesundheitsberufe, Graue Moderholzeule, Haustiere, Haut, Heilkräauterexkursionen, Heilkräuterkurse, Heilpflanzen-Seminar, Honigbienen, Hornhautentzündung, Ingenol, Inhaltsstoffe, Kleinkinder, Klinik, Kontakt, Krankenpflege, Kräuterexkursionen, Milchsaft, Mund, Nahrung, Nase, Natur, Naturheilkunde, Naturseminare, Palliative Care, Pflanzen, Pflanzengattung, Pflanzenlexikon, Pflege, Pflegeheim, Phytotherapie-Ausbildung, Psychiatrische Klinik, Raupen, Schleimhäute, Schmerzen, Schwebfliegen, Schweiz, Spital, Spitex, Subtropen, Tiere, Triterpenester, Tropen, Verletzungen, Vorsicht, Weihnachtsstern, Weiterbildung, Wikipedia, Wildbienen, Winterthur, Wirkstoff, Wolfsmilch, Wolfsmilch-Arten, Wolfsmilchgewächse, Wolfsmilchschwärmer, Wolfsmilchwanze, Wundverschluss, Zierpflanzen, Zürich, Zypressen, Zypressen-Wolfsmilch
Posted in Gesundheitliches, Natur | No Comments »
Samstag, Mai 19th, 2012
Fatigue ist eines der häufigsten und zugleich das am stärksten belastende Begleitsymptom von Krebserkrankungen und Krebstherapien. Viele Patienten leiden stärker unter der extremen Erschöpfung als unter Schmerzen. Dennoch bleibt die Fatigue oft unerkannt und untherapiert.
Fatigue zeigt sich als eine quälende Form der Erschöpfung bei Krebspatienten. Sie äussert sich durch außerordentliche Müdigkeit, mangelnde Energiereserven oder ein massiv erhöhtes Ruhebedürfnis, das in keinem Verhältnis steht zur vorausgegangenen Aktivität. Charakteristisch sind auch Leistungsschwäche und Depression. Die körperliche Erschöpfung macht die Betroffenen unfähig, ihren gewohnten täglichen Aktivitäten nachzugehen; durch die mentale Erschöpfung ist es ihnen fast unmöglich, sich zu konzentrieren und klar zu denken, und emotional fehlen Antrieb und Kreativität.
Im Gegensatz zur Erschöpfung nach einer körperlichen, geistigen oder seelischen Anstrengung beim gesunden Menschen kann selbst eine Erholungsphase oder ausreichender Schlaf diese quälenden Symptome nicht lindern.
Auch Patienten mit anderen Erkrankungen leiden an diesem Gefühl, unendlich müde zu sein. Ärzte reden dann meist von einem chronischen Erschöpfungssyndrom (engl. Chronic Fatigue Syndrome, CFS). Das ist ein eigenständiges Krankheitsbild, das von der Tumor-assoziierten Fatigue unterschieden werden muss.
Fatigue ist auch keine Depression, wobei die Abgrenzung bei chronischer tumorbedingter Erschöpfung teilweise schwierig sein kann.
Zeitweise leiden fast alle Krebspatienten unter einer Fatigue. Häufiger betroffen sind Menschen mit Leukämie, Magentumoren, Darmtumoren sowie Mammakarzinom (Brustkrebs). Während und nach einer Therapie steigt die Zahl der Betroffenen.
Hauptsächlich junge Menschen sind von Fatigue beeinträchtigt. Die Ursache dafür ist noch unklar. Möglicherweise nehmen jüngere Menschen den Unterschied zwischen ihren bisherigen Energiereserven und der durch die Krankheit verminderten Kraft deutlich stärker wahr als Ältere.
Vielfältige Triggerfaktoren
Trotz vieler Untersuchungen gibt es bislang offenbar noch kein überzeugendes pathophysiologisches Modell zur Erklärung der Fatigue. Unbestritten sei aber, dass es sich um ein multifaktorielles Geschehen handelt.
Zu den wichtigen Triggerfaktoren zählen hauptsächlich die Chemotherapie und die Bestrahlung. So können die Nebenwirkungen jeder Zytostatikatherapie eine allgemeine Schwäche begünstigen. Wichtige Einflussfaktoren sind Intensität und Dauer der Therapie. Bei einer Strahlentherapie beeinflussen die Strahlendosis, die Größe der bestrahlten Region und der Ort der Behandlung die Ausprägung einer Fatigue.
Für die Betroffenen ist die Information wichtig, dass es Fälle gibt, bei denen die Ursache der Fatigue ermittelt und kausal behandelt werden kann. Außerdem ist es wichtig zu wissen, dass die Symptome einer Fatigue in der Regel erst drei bis vier Tage nach Ende der Chemotherapie beginnen.
Das Fatigue-Syndrom braucht wegen seiner physischen, psychischen und sozialen Dimension einen multidisziplinären Behandlungsansatz. Wegen der schlechten Datenlage und der nicht geklärten Ursachen des Fatigue-Syndroms steht die nichtmedikamentöse Behandlung der Fatigue im Vordergrund.
Hauptsächlich die körperliche Aktivität der Patienten gilt heute als einer der wichtigsten Pfeiler der Behandlung. Viele Studien belegen die Wirksamkeit eines moderaten, dosierten, an das Krankheitsstadium angepasstes Ausdauertraining.
Untrainierte Menschen sollten immer mit leichter Aktivität anfangen.
Symptomatische Behandlung der Fatigue
Zur symptomatischen Therapie einer tumorassoziierten Fatigue gibt es derzeit keine Standardbehandlung und keine zugelassenen Arzneimittel. Zum Repertoire der oft diskutierten Behandlungsansätze zählen Psychostimulanzien wie Methylphenidat (Ritalin®), der Mikronährstoff L-Carnitin sowie Roter Ginseng. Aufgrund der Studienlage empfiehlt die Deutsche Fatigue Gesellschaft gegenwärtig lediglich den Einsatz von Methylphenidat und Rotem Ginseng.
Methylphenidat aus der Gruppe der Weckamine soll die Konzentration fördern und die Entscheidungs- und Leistungsbereitschaft steigern. Zudem soll Methylphenidat körperliche Abgeschlagenheit und Müdigkeit unterdrücken. Mehrere kleine Phase-II-Studien belegen günstige Effekte bei Patienten mit Fatigue. In einer auf dem Deutschen Krebskongress 2012 publizierten und von der Deutschen Fatigue Gesellschaft unterstützten Studie ergab sich allerdings kein signifikanter Unterschied zu Placebo. Trotzdem befürwortet die Fachgesellschaft weiterhin die Anwendung von Methylphenidat, weil einzelne Patienten-Gruppen davon profitieren könnten. Hierzu soll vor allem die Untergruppe der Patienten zählen, die seit mehr als drei Jahren unter Fatigue leiden.
Schwere Nebenwirkungen seien nicht beobachtet worden. Auch das Risiko einer Abhängigkeit schätzt die Fachgesellschaft als sehr gering ein. Hauptsächlich jedoch zeige sich schon nach sehr kurzer Zeit, ob ein Patient auf die Behandlung anspricht.
Das schnelle Ansprechen auf die Methylphenidat-Therapie sei sehr vorteilhaft. Dagegen müsse man bei einer Therapie mit Rotem Ginseng drei bis fünf Monate warten, bevor sich die ersten Effekte zeigen. In Untersuchungen bewirkte Panax ginseng eine Verbesserung der tumorassoziierten Fatigue bei sehr guter Verträglichkeit. Auch für Panax quinquefolius (Amerikanischer Ginseng) weisen Studien auf günstige Effekte bei Patienten mit unterschiedlichen Tumorerkrankungen und Fatigue-Symptomatik hin. So ergab zum Beispiel eine Studie mit 282 Patienten, dass 1000 mg und 2000 mg Ginsengwurzelextrakt pro Tag Müdigkeit und Erschöpfung deutlich bessern konnten. Für Krebspatientinnen und -patienten, die eine naturheilkundliche Behandlung bevorzugen, kann Roter Ginseng daher eine Alternative bieten.
Quelle:
http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=41683&type=0
(Dieser ausgesprochen ergiebige Artikel enthält noch zusätzliche Informationen)
Kommentar & Ergänzung:
Der Artikel in der Pharmazeutischen Zeitung enthält noch zusätzliche Informationen zu Diagnostik und Therapie der Fatique.
Roter Ginseng ist natürlich nur ein kleines Puzzleteil in einer umfassenden, multidisziplinären Behandlung der Fatigue.
Was genau ist Roter Ginseng?
Siehe dazu:
Zur Wirksamkeit von Ginseng: Weisser Ginseng oder Roter Ginseng?
Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde
Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz
Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Kräuterexkursionen in den Bergen / Heilkräuterkurse
www.phytotherapie-seminare.ch
Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital:
Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch
Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch
Tags: Abgeschlagenheit, Abhängigkeit, Amerikanischer Ginseng, Anstrengung, Arzneimittel, Ausdauertraining, Begleitsymtom, Behandlung, Bestrahlung, Brustkrebs, CFS, Chemotherapie, Chronic Fatigue Syndrome, chronisches Erschöpfungssyndrom, Darmtumor, Darmtumore, Depression, Deutsche Fatigue Gesellschaft, Diagnostik, Energiereserven, Erschöpfung, Fachgesellschaft, Fatigue, Fatigue-Symptomatik, Fatigue-Syndrom, Gesellschaft, Gesundheitsberufe, Ginseng, Ginsengwurzel, Ginsengwurzelextrakt, Heilkräuterkurse, Heilpflanzen-Seminar, Klinik, Konzentration, Krankenpflege, Krankheit, Krankheitsbild, Kräuterexkursionen, Kreativität, Krebserkrankungen, Krebstherapien, L-Carnitin, Leistungsbereitschaft, Leistungsschwäche, Leukämie, Magentumor, Magentumore, Mammakarzinom, Methylphenidat, Methylphenidat-Therapie, Mikronährstoff, Müdigkeit, Naturheilkunde, naturheilkundliche Behandlung, Nebenwirkungen, Onkologie, Palliative Care, Panax ginseng, Panax quinquefolius, Pflege, Pflegeheim, Phase-II-Studien, Phytotherapie-Ausbildung, Placebo, Psychiatrische Klinik, Psychostimulanzien, Risiko, Ritalin, Ritalin®, Roter Ginseng, Ruhebedürfnis, Schlaf, Schmerzen, Schwäche, Schweiz, Schwere Nebenwirkungen, Spital, Spitex, Standardbehandlung, Strahlendosis, Strahlentherapie, Studie, Studien, Studienlage, Symptome, Therapie, Triggerfaktoren, Tumor-assoziierte Fatigue, Tumorerkrankungen, Untersuchungen, Verträglichkeit, Weckamine, Weisser Ginseng, Weiterbildung, Winterthur, Wirksamkeit, Zürich, Zytostatikatherapie
Posted in Gesundheitliches, Phytotherapie | No Comments »
Samstag, Mai 19th, 2012
China Kopfwehöl wird gegen Spannungskopfschmerzen eingesetzt. Welche Bestandteile für die Wirkung verantwortlich sind, ist aber vielen Anwenderinnen und Anwendern nicht bekannt, und der Ausdruck „China“ im Produktenamen ist auch eher irreführend. Was daran besonders chinesisch sein soll, ist mir jedenfalls nicht klar.
China Kopfwehöl besteht aus Pfefferminzöl, Kampfer, Menthol, Eucalyptusöl, Methylsalicylat, Thymol.
Es gibt viele ähnliche Produkte, die vor allem Kälteempfindungen in der Haut auslösen. Diese Sinnesmeldungen überlagern oder verdrängen im Gehirn offenbar die Kopfschmerzempfindungen.
Die Kühlempfindung wird vor allem ausgelöst durch Pfefferminzöl und seinen Hauptinhaltsstoff Menthol.
Siehe auch:
Phytotherapie: Pfefferminzöl gegen Spannungskopfschmerzen
Pfefferminzöl lindert Spannungskopfschmerzen
Pfefferminzöl bei Spannungskopfschmerz
Wahrscheinlich lässt sich die gleiche Wirkung gegen Kopfschmerzen auch erzeugen mit 10 % Pfefferminzöl in Mandelöl.
Eukalyptusöl und Kampfer bewirken ebenfalls eine (leichte) Kälteempfindung.
Thymol ist der Hauptbestandteil von Thymianöl.
Methylsalicylat ist ein heute in der Regel synthetisch hergestellter Wirkstoff aus der Gruppe der Salicylate, der anstelle des natürlichen Wintergrünöls (Gaultheriae aetheroleum) zur Anwendung kommt. Es hat schmerzlindernde und entzündungshemmende Wirkungen und ist ein Bestandteil zahlreicher Rheumasalben und Rheumapflastern. Wintergrünöl oder Gaultheriaöl enthält mehr als 98% Methylsalicylat und wird mittels Wasserdampfdestillation aus den Blättern des Krautes des Wintergrüns (Gaultheria procumbens) oder der in Kanada heimischen Zucker-Birke, (Betula lenta) gewonnen.
Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde
Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz
Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Kräuterexkursionen in den Bergen / Heilkräuterkurse
www.phytotherapie-seminare.ch
Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital:
Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch
Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch
Tags: Bestandteile, Betula, Betula lenta, Birke, China, China Kopfwehöl, Chinesisch, Eukalyptusöl, Gaultheria procumbens, Gaultheriae aetheroleum, Gaultheriaöl, Gehirn, Gesundheitsberufe, Hauptinhaltsstoff, Haut, Heilkräuterkurse, Heilpflanzen-Seminar, Kälteempfindungen, Kampfer, Kanada, Klinik, Kopfschmerzempfindungen, Kopfschmerzen, Kopfwehöl, Krankenpflege, Kräuterexkursionen, Kühlempfindung, Mandelöl, Menthol, Methylsalicylat, Naturheilkunde, Palliative Care, Pfefferminzöl, Pflege, Pflegeheim, Phytotherapie-Ausbildung, Psychiatrische Klinik, Rheumapflaster, Rheumasalbe, Rheumasalben, Salicylate, Schmerzen, Schweiz, Spannungskopfschmerz, Spannungskopfschmerzen, Spital, Spitex, Thymianöl, Thymol, Was ist, Wasserdampfdestillation, Weiterbildung, Wintergrün, wintergrünöl, Winterthur, Wirkstoff, Wirkung, Wirkungen, Zucker, Zucker-Birke, Zürich
Posted in Phytotherapie | No Comments »
Freitag, Mai 18th, 2012
Ein Pilotprojekt zum Einsatz von Naturheilverfahren in der stationären Langzeitpflege zeigt positive Resultate.
Naturheilverfahren werden erfolgreich in den Pflegealltag zur Gesundheitsprävention von Bewohnern in Seniorenwohnheimen integriert. Diese Verfahren haben das Potential, die Lebensqualität von Bewohnern sowie die Arbeitszufriedenheit der Pflegekräfte zu verbessern. So lautet die Schlussfolgerung eines Pilotprojekts der Charité – Universitätsmedizin Berlin in Kooperation mit der Universität Bern, dem Kneipp-Bund e.V. und der Stiftung Zentrum für Qualität in der Pflege.
Die Pilotstudie hatte zum Ziel, den Gesundheitszustand von pflegebedürftigen Bewohnern und Pflegekräften in vier zertifizierten Kneipp®-Senioreneinrichtungen zu untersuchen. Außerdem wurden die subjektiv wahrgenommenen Veränderungen durch den Einsatz von naturheilkundlichen Maßnahmen erfasst.
„Naturheilkundliche Verfahren führen zu mehr Zufriedenheit bei den Pflegekräften. Dieses Studienergebnis weist eine Chance: Denn Arbeitszufriedenheit und Gesunderhaltung werden immer wichtiger angesichts des zunehmenden Fachkräftemangels in der Pflege“, erklärt Dr. Ralf Suhr, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Zentrum für Qualität in der Pflege. Die Einzelresultate der Pilotstudien zeigen, dass die Einbindung naturheilkundlicher Maßnahmen in den Pflegealltag ein Zukunftsmodell für die Versorgung älterer und pflegebedürftiger Menschen sein kann: Gegenüber Vergleichspopulationen anderer Studien wiesen die pflegebedürftigen Bewohner in den Kneipp®-Senioreneinrichtungen einen überdurchschnittlich guten Gesundheitszustand auf. Zudem deuteten die Untersuchungen darauf hin, dass die Schmerz- und Beruhigungsmedikation nach Anwendung der Kneipp-Maßnahmen bei den pflegebedürftigen Bewohnern vermindert werden kann. Die eingesetzten Naturheilverfahren wurden von 89 Prozent der Bewohner als insgesamt positiv für das eigene Wohlbefinden bewertet.
Auch für die Pflegekräfte ergaben sich Vorteile aus der Integration der Naturheilkunde: 90 Prozent der Pflegefachleute gaben an, dass sich das Verhältnis zu den Bewohnern durch die therapeutischen Möglichkeiten verbessert habe; die Gesamtsituation sowie die Arbeitszufriedenheit wurde von den Pflegenden als insgesamt hoch beurteilt. Der emotionale Gewinn und die dadurch geringere psychische Arbeitsbelastung sei auch auf die zufriedeneren Bewohner und den größeren Handlungsspielraum zurückzuführen, gaben die Pflegenden an.
Quelle:
http://www.kneippbund.de/no_cache/aktuelles/eintrag/pflege-profitiert-von-naturheilverfahren/kneipp-bund-ev/
Kommentar & Ergänzung:
Die Carstens-Stiftung kommentiert die Studie so:
„Die positiven Ergebnisse dieses Pilotprojektes sollten ein Anreiz für Pflegeeinrichtungen sein, naturheilkundliche Maßnahmen stärker in den Pflegealltag zu integrieren.“
Eine fundierte Basis für die Integration von Naturheilkunde in die Pflege bietet die Phytotherapie-Ausbildung für Pflegepersonen in Winterthur.
Professionelle Heilpflanzen-Anwendungen haben sich bewährt in Spitex, Pflegeheim, Spital, Palliative Care und Psychiatrischer Klinik.
Im “Dokument Phytotherapie in der Pflege” finden Sie Argumente für die Integration von Heilpflanzen-Anwendungen in Pflegeinstitutionen.
Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde
Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz
Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Kräuterexkursionen in den Bergen / Heilkräuterkurse
www.phytotherapie-seminare.ch
Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital:
Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch
Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch
:
Tags: Arbeitszufriedenheit, Argumente, Berlin, Bern, Beruhigungsmedikation, Carstens-Stiftung, Chancen, Gesundheitsberufe, Gesundheitsprävention, gesundheitszustand, Heilkräuterkurse, Heilpflanzen-Anwendungen, Heilpflanzen-Seminar, Klinik, Kneipp-Massnahmen, Krankenpflege, Kräuterexkursionen, Langzeitpflege, Lebensqualität, Naturheilkunde, naturheilkundliche Massnahmen, Naturheilverfahren, Neipp, Palliative Care, Pflege, Pflegealltag, Pflegeeinrichtungen, Pflegeheim, Pflegeinstitutionen, Pflegekräfte, Phytotherapie-Ausbildung, Psychiatrische Klinik, Qualität, Schmerz, Schmerzen, Schweiz, Spital, Spitex, stationäre Langzeitpflege, Stiftung, Studie, Studien, Universität, Universität Bern, Untersuchungen, Weiterbildung, Winterthur, Wohlbefinden, Zukunftsmodell, Zürich
Posted in Gesundheitliches, Phytotherapie | No Comments »
Freitag, Mai 18th, 2012
So betitelt die „Mainpost“ einen kurzen Artikel zum Thema Lavendel.
Lavendelöl eigne sich bestens für Massagen oder zur Schmerzlinderung. Wer es selbst herstellen wolle, müsse dafür keinen großen Aufwand betreiben.
Für die Herstellung von Lavendelöl wird in dem Text empfohlen, „eine Handvoll am frühen Morgen gepflückte echte Lavendelblüten in eine Glasflasche mit weitem Hals zu stecken. Sie werden mit Mandel- oder einem anderen hochwertigen Pflanzenöl bedeckt. Die verschlossene Flasche sollte vier Wochen auf der Fensterbank stehen und immer wieder geschüttelt werden. Anschließend filtert man das Öl und verwendet es zum Beispiel für Massagen bei Rheumaschmerzen oder um bei Kopfschmerzen die Schläfen damit einzureiben.“
Lavendel sei eine Heilpflanze und gelte als beruhigend, entspannend, entkrampfend, wundheilend und schmerzlindernd. Aus den Blüten lasse sich auch ein Tee herstellen. Er eigne sich zum Beispiel gegen Magen-Darm-Beschwerden und lindere Blähungen, Übelkeit und Durchfall.
Quelle:
http://www.mainpost.de/ueberregional/journal/gesundheit/gesundheit/wellnessundfitness/art18065,6781455
Kommentar und Ergänzung:
Gute Idee. Das ätherische Lavendelöl aus den Lavendelblüten löst sich leicht in fetten Ölen wie zum Beispiel Mandelöl. Das Produkt ist dann ein Ölmazerat. Es eignet sich gut als Massageöl für beruhigende Massagen am Abend zur Linderung von Einschlafproblemen.
Ich würde allerdings diesem Lavendel-Ölmazerat nicht Lavendelöl sagen, weil mit „Lavendelöl“ normalerweise das ätherische Öl gemeint ist. Lavendel-Ölauszug wäre ein präziserer Ausdruck.
Die Wirkungen und Anwendungsmöglichkeiten von Lavendelöl sind in der folgenden Broschüre vertieft beschrieben:
Ätherische Öle in der Pflege
Grundlagenwissen über ätherische Öle
Wirkung und Anwendungsmöglichkeiten von Lavendelöl
Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde
Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz
Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Kräuterexkursionen in den Bergen / Heilkräuterkurse
www.phytotherapie-seminare.ch
Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital:
Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch
Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch
Tags: Abend, ätherisches Öl, beruhigend, Blähungen, Blüten, Durchfall, Einschlafprobleme, entspannend, Gesundheitsberufe, Grundlagenwissen, Heilkräuterkurse, Heilpflanze, Heilpflanzen-Seminar, Herstellung, Klinik, Kopfschmerzen, Krankenpflege, Kräuterexkursionen, Lavendel, Lavendel-Ölauszug, Lavendelblüten, Lavendelöl, Magen-Darm-Beschwerden, Mandel, Mandelöl, Massagen, Massageöl, Naturheilkunde, Ölmazerat, Palliative Care, Pflanzenöl, Pflege, Pflegeheim, Phytotherapie-Ausbildung, Psychiatrische Klinik, Rheumaschmerzen, Schläfen, Schmerzen, schmerzlindernd, Schmerzlinderung, Schweiz, selber herstellen, Spital, Spitex, Tee, Übelkeit, Weiterbildung, Winterthur, Wirkung, Wirkungen, wundheilend, Zürich
Posted in Phytotherapie | No Comments »
Donnerstag, Mai 17th, 2012
Am Pfingstmontag 28. Mai noch nichts vor?
Dann kommen Sie doch mit in die aussergewöhnliche, faszinierende Landschaft zwischen Jeizinen und Gampel (Oberwallis).
Wir fahren mit der Luftseilbahn nach Jeizinen erkunden die blumenreiche Sonnenterrasse und wandern auf einem schönen, spannenden Weg nach Gampel zurück. Dabei treffen wir auf ausserordentlich blumenreiche Wiesen. Unzählige Wacholder- und Sefisträucher sorgen mit ihren ätherischen Ölen für „Out-door-Aromatherapie“ und ein südländisches Ambiente. Anschliessend durchqueren wir die einmalige „Walliser Felsensteppe“. Hier treffen wir die absoluten Spezialisten für trocken-warme Standorte, zum Beispiel die wunderschön blühenden Hauswurze und das elegante Federgras.
Jeizinen ist durch den Lötschberg-Basistunnel von Bern aus verhältnismässig rasch erreichbar und ist doch eine andere, mediterranere Welt – und aussergewöhnlich reich an Wildpflanzen, Schmetterlingen und Vögeln.
Detailinformationen hier.
Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde
Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz
Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Kräuterexkursionen in den Bergen / Heilkräuterkurse
www.phytotherapie-seminare.ch
Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital:
Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch
Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch
Tags: Aromatherapie, ätherische Öle, Bern, Federgras, Gampel, Gesundheitsberufe, Hauswurz, Heilkräuterkurse, Heilpflanzen, Heilpflanzen-Seminar, Jeizinen, Klinik, Krankenpflege, Kräuterexkursionen, Landschaft, Lötschberg, Lötschberg-Basistunnel, Luftseilbahn, Mai, Naturheilkunde, Oberwallis, Palliative Care, Pfingstmontag, Pflege, Pflegeheim, Phytotherapie-Ausbildung, Psychiatrische Klinik, Schmerzen, Schmetterlinge, Schweiz, Sefi, Sefisträucher, sonnenterrasse, Spital, Spitex, Tagesexkursion, Vögel, Wacholder, Walliser Felsensteppe, Weiterbildung, Wildblumen, Wildpflanzen, Winterthur, Zürich
Posted in Natur | No Comments »
Donnerstag, Mai 17th, 2012
Die Psyche wirkt nicht als Auslöser für eine Tumorerkrankung und psychologische Betreuung kann Krebs auch nicht heilen. Sie kann aber zu mehr Lebensqualität der Betroffenen beitragen, hieß es bei einem Hintergrundgespräch zum Thema “Psychoonkologie” in Wien.
Erste Hinweise, dass gewisse Persönlichkeitsmerkmale die Entstehung von Tumorerkrankungen begünstigen würden, haben sich laut dem Klinischen Psychologen Georg Fraberger, von der Universitätsklinik für Orthopädie der Medizinischen Universität in Wien nie bestätigen lassen. Die Existenz einer sogenannten Krebspersönlichkeit ist demnach nichts weiter als ein Mythos.
Zur Frage einer allfälligen Krebspersönlichkeit existieren inzwischen viele Studien. Die meisten davon wurden jedoch retrospektiv durchgeführt. Das heisst: Schon an Krebs Erkrankte wurden untersucht und anhand gefundener Persönlichkeitsmerkmale wurden Rückschlüsse gezogen, welche “Menschentypen” die Betroffenen schon vor ihrer Erkrankung waren. Das ist jedoch nicht zulässig, weil die Erfahrung einer lebensbedrohlichen Krankheit einen Einfluss auf die Persönlichkeit und Interpretation der eigenen Lebensgeschichte hat.
In den wenigen prospektiven Studien, die durchgeführt wurden, haben Forscher Personen über Jahre hinweg beobachtet und untersucht, ob bestimmte Persönlichkeitsmerkmale eine spätere Krebserkrankung prognostizierbar machen. Überzeugende Zusammenhänge fanden die Wissenschaftler dabei aber nicht. Vielmehr häufen sich inzwischen die Hinweise, dass die hohen Depressivitätsraten unter Krebskranken auch als Folge der Erkrankung und der Behandlung verstanden werden können und den Verlauf der Krebserkrankung möglicherweise beeinflussen.
Eine Krebsdiagnose verändert das Leben eines Menschen von einer Sekunde auf die andere fundamental.
Der Erkrankung ausgeliefert, wollen Patientinnen und Patienten das Unbegreifbare verstehen. Beim Krebs umso mehr, als seine Ursache anders als zum Beispiel bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen schwer fassbar ist. Auf der Suche nach einer Erklärung für das eigene Leid tauchen dabei oft Schuldfragen auf. Die Vermutung, dass gewisse Charakterzüge ursächlich für die Entstehung von Krebs verantwortlich sind, wird von zahlreichen betroffenen Menschen ganz spontan assoziiert. Solche Selbstanklagen erfüllen insofern ihren Zweck, als sie die Hoffnung mit sich bringen, dass durch Änderung bestimmter Wesenszüge die Genesung gefördert wird. Der Hämatologe und Psychoonkologe Alexander Gaiger von der Universitätsklinik für Innere Medizin I am AKH in Wien betrachtet die Auseinandersetzung mit dem Mythos Krebspersönlichkeit und dem vermeintlich schuldhaften Verhalten als vergeudete Energie.
Trauma keine Krebsursache
Nicht immer wird das seelische Ungleichgewicht als Auslöser einer Krebserkrankung mit einer eventuell vorhandenen Krebspersönlichkeit begründet. “Eine Überlegung, bezogen auf den Einfluss psychischer Faktoren, war auch, dass massive Traumata in der Vergangenheit zum Ausbruch einer Krebserkrankung führen könnten”, erklärt Gaiger. Eine Theorie, die der Psychoonkologe allerdings sofort widerlegt: “Das mittlere Alter von Krebspatienten liegt zwischen 57 und 60 Jahren. Und so traurig es ist, aber in diesem Alter hat bereits fast jeder eine traumatische Erfahrung hinter sich.”
Wäre die „Trauma-Theorie“ für die Krebsentstehung relevant, müsste nicht nur praktisch jeder 60-Jährige unter einer Krebserkrankung leiden, sondern auch sämtliche Menschen, die in Kriegsgebieten leben beziehungsweise Opfer von Naturkatastrophen sind. “Das ist aber keineswegs der Fall”, stellt Gaiger klar und bezeichnet Krebs nach dem heutigen Verständnis selbst als Naturkatastrophe.
Ebenso wie Tsunamis und Erdbeben werden nämlich auch Krebserkrankungen multifaktoriell verursacht. Typischerweise werde psychischen Faktoren, die für die Entstehung einer schweren Erkrankung eigentlich irrelevant seien, eine sehr große Bedeutung beigemessen, während hochrelevante Umstände für die Entstehung oder den Verlauf einer Krankheit völlig ignoriert würden, betont der Psychoonkologe und nimmt hier Bezug auf den sozioökonomischen Status und Lebensstil.
Armut, Bildungsmangel, hoher BMI, ungesunde Ernährung und wenig körperliche Bewegung macht der Experte im Wesentlichen für den Umgang und die Bewältigung einer Krebserkrankung verantwortlich. Geld ändere zwar nichts am menschlichen Leid, erleichtere aber den finanziellen Druck und sei neben einem Informationsmangel ein gravierender Faktor in der Entwicklung von Depressionen.
Zum Wert psychologischer Hilfe
Einstellungen, emotionale Faktoren und psychologische Hilfen beim Bewältigen einer solchen Krise können die Lebensqualität erhöhen. Sie machen zudem oft belastende Therapien besser ertragbar und somit wirksamer.
Das Ziel besteht darin, die Betroffenen möglichst unbeschadet über die einzelnen Phasen der psychischen Bewältigung der Krebserkrankung hinüber zu bringen: vom ersten Schock über die Abwehr beziehungsweise die Verdrängung hin zur Verarbeitung. Der Krebspatient soll dazu in die Lage versetzt werden, die Krankheit zu akzeptieren und das Leben fortführen zu können, ohne dauernd durch Gedanken an den Krebs gestört zu sein.
Quelle:
http://derstandard.at/1336563054564/Psychoonkologie-Die-Psyche-macht-keinen-Krebs
http://derstandard.at/1328507286338/Mythos-Krebspersoenlichkeit-Vermeintlich-schuld-am-Krebs
Kommentar & Ergänzung:
Eine interessante Frage ist in diesem Zusammenhang, weshalb die Theorie vom der Krebs auslösenden Psyche so gut ankommt. Meines Erachtens hängt das vor allem damit zusammen, dass diese „Psycho-Theorie der Krebsentstehung“ den Bedürfnissen und Ängsten vieler Menschen entgegen kommt.
Mit dem Mythos der “Krebspersönlichkeit” halten sich die (noch) nicht Betroffenen meines Erachtens den schwer zu ertragenden Gedanken vom Leibe, dass der Ausbruch dieser Krankheit vielleicht doch zu einem sehr grossen Teil zufälligen/ genetisch bedingten/ sonstigen nicht einfach so steuerbaren Faktoren zuzuschreiben ist. Die Annahme, dass Krebs in der Psyche entsteht, ermöglicht die angstvermindernde Illusion, dass Krebs durch Einfluss auf die Psyche vermeidbar oder heilbar ist. Das lindert Ohnmachtgefühle, aber wenn man es nicht schafft und trotzdem an Krebs erkrankt, ist man nach dieser Theorie selber schuld.
Das macht diese „Psycho-Theorie der Krebsentstehung“ so problematisch und führt nicht selten zu menschenverachtenden Schuldzuweisungen an Krebspatientinnen und –patienten.
Statt sich in Unverwundbarkeits-Fantasien zu flüchten wäre es meiner Ansicht nach sinnvoller, wenn wir die grundlegende Verletzlichkeit und Fragilität der menschlichen Existenz anerkennen würden. Wenn es jeden und jede treffen kann, ist das auch Basis für zwischenmenschliche Solidarität.
Siehe auch: www.patienten-seminare.ch
Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde
Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz
Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Kräuterexkursionen in den Bergen / Heilkräuterkurse
www.phytotherapie-seminare.ch
Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital:
Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch
Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch
Tags: Ängste, Armut, Behandlung, Bewegung, Bildungsmangel, BMI, Charakterzüge, Depressionen, Depressivität, Erdbeben, Gesundheitsberufe, Heilkräuterkurse, Heilpflanzen-Seminar, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Innere Medizin, Klinik, Krankenpflege, Krankheit, Kräuterexkursionen, Krebs, Krebsdiagnose, krebserkrankung, Krebspersönlichkeit, Krebsursache, Kriegsgebiete, Lebensgeschichte, Lebensqualität, Mythos, Naturheilkunde, Naturkatastrophe, Naturkatastrophen, Ohnmachtsgefühle, Orthopädie, Palliative Care, Persönlichkeit, Persönlichkeitsmerkmale, Pflege, Pflegeheim, Phytotherapie-Ausbildung, Psyche, Psychiatrische Klinik, psychologische Betreuung, psychologische Hilfe, Psychoonkologie, Schmerzen, Schock, Schuldfragen, Schweiz, Selbstanklagen, Solidarität, Spital, Spitex, Studien, Theorie, Therapien, Trauma, Traumata, Tsunami, Tumorerkrankung, Tumorerkrankungen, ungesunde Ernährung, Universität, Universitätsklinik, Ursache, Verdrängung, Vergangenheit, Verletzlichkeit, Weiterbildung, Wien, Winterthur, Zürich
Posted in Gesundheitliches, Naturheilkunde-Debatte | No Comments »
Donnerstag, Mai 17th, 2012
Schon die Aussicht auf eine effektive Schmerzreduktion bewirkt eine messbare Schmerzabnahme bei abdominellen Schmerzen (Bauchschmerzen). Dies konnte die Arbeitsgruppe von Heisenberg-Professorin Sigrid Elsenbruch aus dem Institut für Medizinische Psychologie & Verhaltensimmunbiologie am Universitätsklinikum Essen in einer in der renommierten Fachzeitschrift Pain publizierten Studie zeigen.
Dazu bekamen 36 freiwillige, gesunde Versuchsteilnehmer experimentelle viszerale Schmerzreize (visceralis = „die Eingeweide betreffend“). Gleichzeitig wurde die Aktivierung einzelner Hirnregionen mittels funktioneller Magnetresonanztomographie untersucht. Die Placebo-Intervention erfolgte durch Instruktionen der Probanden in Bezug auf die Wahrscheinlichkeit der Verabreichung eines schmerzlindernden Medikaments. Eine diesbezüglich hohe Wahrscheinlichkeit bewirkte auch dann eine effektive Schmerzlinderung, wenn tatsächlich nur Kochsalzlösung (ein Placebo) verabreicht wurde.
Die Resultate dieser experimentellen Studie legen nahe, dass alleine die Erwartung einer effektiven Schmerzlinderung auch für viszerale Schmerzreize bei zumindest einem Teil der Teilnehmer zu einer effektiven und signifikanten Schmerzverminderung führt. Diese Placebo-Analgesie wird über das Zentralnervensystem gesteuert und bewirkt vor allem während der Schmerzantizipation durch vermehrte Aktivität in präfrontalen kortikalen Hirnregionen, aber auch in somatosensorischen Arealen sowie dem Thalamus die Verminderung der wahrgenommenen Schmerzintensität. Diese Ergebnisse bestätigen frühere Studien, welche somatische Schmerzreize (beispielsweise auf der Haut applizierte Hitzereize) als experimentelles Schmerzmodell eingesetzt haben und sind die Basis für Folgestudien zur Analyse von Schmerzverarbeitung und Placeboeffekten bei Patienten mit chronischen Bauchschmerzen.
Quellen:
http://idw-online.de/pages/de/news477992
Elsenbruch S, Kotsis V, Benson S, Rosenberger C, Reidick D, Schedlowski M, Bingel U, Theysohn N, Forsting M, Gizewski ER. Neural mechanisms mediating the effects of expectation in visceral placebo analgesia: An fMRI study in healthy placebo responders and nonresponders. Pain 153, 382-90. (2012).
Kommentar & Ergänzung:
Schmerz ist ein Phänomen mit vielfältigen Facetten: medizinischen, psychologischen, philosophischen, kulturgeschichtlichen……
Die Studie aus der Universtätsklinik Essen bestätigt einmal mehr, dass bereits die Erwartung einer Schmerzlinderung Schmerzlinderung bewirken kann. Allein damit lassen sich heftige Schmerzen nicht wegzaubern, doch sollte ein therapeutischer Umgang mit Schmerzen diese Einflüsse berücksichtigen und sie bewusst mit einbeziehen. Hier liegt auch eine Stärke vieler Methoden aus der Naturheilkunde.
Wickel und Kompressen, Einreibungen, Massage, ein Kräutertee, das sind alles auch Rituale, welche die Erwartung auf Schmerzlinderung in sich tragen, vor allem, wenn man diese Erfahrung schon in der Kindheit gemacht hat.
Es gehört quasi zu den Aufgaben der Naturheilkunde, diese Formen der Schmerzlinderung zu pflegen und zu erhalten.
Darüber hinaus sollte ein Kräutertee oder ein Wickel zusätzlich noch eine spezifische Wirkung haben aufgrund von Wirkstoffen oder von Wärme- bzw. Kältereizen.
Zum Phänomen Schmerz siehe auch:
Artikel von Martin Koradi in der Zeitschrift Reflexe zum Thema Phänomen Schmerz
Tagesseminar „Phänomen Schmerz“ auf www.patienten-seminare.ch
Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde
Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz
Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Kräuterexkursionen in den Bergen / Heilkräuterkurse
www.phytotherapie-seminare.ch
Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital:
Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch
Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch
Tags: Analgesie, Analyse, Arbeitsgruppe, Aussicht, Bauchschmerzen, Eingeweide, Einreibungen, Erwartung, Essen, experimentelle Studie, Fachzeitschrift, Gesundheitsberufe, Haut, Heilkräuterkurse, Heilpflanzen-Seminar, heisenberg, Hirnregionen, Institut, Kältereize, Kindheit, Klinik, Kochsalzlösung, Komperessen, Krankenpflege, Kräuterexkursionen, Kräutertee, Magnetresonanztomographie, Massage, Medikament, Medizinische Psychologie, Naturheilkunde, Pain, Palliative Care, Pflege, Pflegeheim, Phytotherapie-Ausbildung, Placebo, Psychiatrische Klinik, Psychologie, Rituale, Schmerz, Schmerzabnahme, Schmerzen, Schmerzintensität, Schmerzlinderung, Schmerzmodell, Schmerzreduktion, Schmerzreize, Schmerzverarbeitung, Schmerzverminderung, Schweiz, Sigrid Elsenbruch, Spital, Spitex, Studie, Studien, Thalamus, Universität, Universitätsklinik, Verhaltensimmunbiologie, Wärme, Weiterbildung, Wickel, Winterthur, Wirkstoffe, Wirkung, Zentralnervensystem, Zürich
Posted in Gesundheitliches | No Comments »
Mittwoch, Mai 16th, 2012
Als Butterblumen werden gelbblühende krautige Pflanze bezeichnet, vor allem wenn die Blüten fettig-glänzig-gelb sind wie bei manchen Hahnenfussarten.
Was genau als Butterblume gilt, ist aber durchaus regional verschieden.
Im Allgemeinen wird diese Bezeichnung folgende Pflanzenarten zugeordnet:
Im nördlichen Teil Deutschlands ist mit dieser Bezeichnung zumeist blühender Gewöhnlicher Löwenzahn (Taraxacum officinale) gemeint.
Im mittleren und südlichen Teil Deutschlands und auch in der Schweiz wird in der Regel Scharfer Hahnenfuß (Ranunculus acris) so bezeichnet.
Auch die Sumpfdotterblume (Caltha palustris) und das Scharbockskraut (Ranunculus ficaria), die ebenfalls zur Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae) zählen, werden manchmal als Butterblume bezeichnet.
Die Trollblume (Trollius europaeus) gehört ebenfalls zu den Hahnenfussgewächsen. In der Schweiz heisst sie mancherorts Ankebälleli (“Butterbällchen”) oder Butterrolle.
Gelbe Blüten wie diejenigen der Sumpfdotterblume (schweiz. Mundart „Bachbummele“) wurden früher zum Gelbfärben von Butter verwendet.
Von den erwähnten Hahnenfussarten wird Scharbockskraut im Frühjahr als Wildsalat verwendet. Grundsätzlich enthalten Ranunculus-Arten und zum Teil auch andere Hahnenfussgewächse den reizenden Giftstoff Protoanemonin. Scharbockskraut und Sumpfdotterblume scheinen aber wenig davon zu enthalten, Scharfer Hahnenfuss dagegen viel.
Beim Scharbockskraut sind zudem nur etwa 3% des in der Pflanze enthaltenen Protoanemonin in den (vor der Blüte) als Wildsalat verwendeten Blättern. Den grössten Anteil enthalten Stängel und Blüten.
Ich selber bin mit den Hahnenfussarten sehr vorsichtig und empfehle sie nicht als Wildsalat oder Wildgemüse.
Butterblumen sind für mich einfach schön für’s Auge. Man muss ja nicht unbedingt alles nur irgendwie mögliche essen, was da in Wald und Flur wächst.
Jedenfalls gibt es gutmütigere Wildsalate als ausgerechnet Hahnenfussgewächse, eine Pflanzenfamilie, die übrigens auch sehr gefährliche Giftpflanzen umfasst (z. B. Eisenhut, Aconitum).
Löwenzahn dagegen gehört zu den Korbblütlern (Asteraceen). Seine jungen Blätter können gut als Wildsalat verwendet werden.
In der Phytotherapie wird die Pflanze zum Beispiel eingesetzt bei Appetitlosigkeit, Verdauungsstörungen und mangelndem Gallenfluss.
Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde
Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz
Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Kräuterexkursionen in den Bergen / Heilkräuterkurse
www.phytotherapie-seminare.ch
Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital:
Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch
Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch
Tags: Aconitum, Ankebälleli, Appetitlosigkeit, Asteraceen, Auge, Bachbummele, Blüten, Butter, Butterbällchen, Butterblume, Butterblumen, Butterrolle, Caltha palustris, Deutschland, Eisenhut, Familie, Flur, Frühjahr, Gallenfluss, Gelbfärben, Gesundheitsberufe, Gewöhnlicher Löwenzahn, Giftpflanzen, Giftstoff, Hahnenfussarten, Hahnenfussgewächse, Heilkräuterkurse, Heilpflanzen-Seminar, Klinik, Korbblütler, Krankenpflege, Kräuterexkursionen, Löwenzahn, Naturheilkunde, Naturkunde, Palliative Care, Pflanze, Pflanzenarten, Pflege, Pflegeheim, Phytotherapie-Ausbildung, Protoanemonin, Psychiatrische Klinik, Ranunculaceae, Ranunculus, Ranunculus acris, Ranunculus ficaria, Ranunculus-Arten, Scharbockskraut, Scharfer Hahnenfuss, Schmerzen, Schweiz, Spital, Spitex, Sumpfdotterblume, Taraxacum, Taraxacum officinale, Trollblume, Trollius europaeus, Verdauungsstörungen, Wald, Weiterbildung, Wildgemüse, Wildsalat, Wildsalate, Winterthur, Zürich
Posted in Gesundheitliches, Natur, Phytotherapie, Uncategorized | No Comments »