Artikel mit Schlagwort ‘Nasenschleimhaut’

Schnupfen: Nasensalbe mit Pfefferminzöl, Eukalyptusöl oder Kiefernnadelöl

Montag, Januar 27th, 2014

Die Apothekerkammer Niedersachsen empfiehlt:

„Bei einer Schnupfennase können Salben mit ätherischen Ölen helfen, wieder leichter durchzuatmen. Öle aus Eukalyptus, Pfefferminz oder Kiefernnadeln lassen nach Angaben der Apothekerkammer Niedersachsen die Nasenschleimhaut zwar nicht abschwellen. Sie haben aber einen kühlenden Effekt und geben dem Patienten dadurch das Gefühl, wieder besser Luft zu bekommen. Zum Befeuchten der Schleimhäute empfehlen sich Sprays mit steriler, isotonischer Kochsalzlösung oder Meersalz.“

Quelle:

http://www.ksta.de/gesundheit/salben-mit-aetherischem-oel-erleichtern-schnupfen-nase,15938564,26008940.html

Kommentar & Ergänzung:

Vor allem Pfefferminzöl beziehungsweise sein Hauptinhaltsstoff Menthol stimulieren die Kälterezeptoren in der Nasenschleimhaut.

Das bewirkt – wie im Zitat beschrieben – ein Gefühl von „mehr Luft bekommen“.

Das kommt davon, dass man die Luft, welche durch die Nase zieht, intensiver als Kältestrom wahrnimmt. Es geht nicht wirklich mehr Luft durch die Nase. Eine Täuschung also, aber eine angenehme und nützliche Täuschung. Und was will man beim Schnupfen schon mehr.

Siehe auch:

Nasensalbe Rüedi – ein Naturheilmittel?

Schnupfen: Eukalyptusöl, Pfefferminzöl, Latschenkiefernöl

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

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Chronische Rhinosinusitis: Hypertone Salzlösung unterstützt Behandlung

Mittwoch, Dezember 11th, 2013

Unter einer Rhinosinusitis versteht man eine gleichzeitige Entzündung der Nasenschleimhaut („Rhinitis“) und eine Entzündung der Schleimhaut der Nasennebenhöhlen („Sinusitis“).

Zur Symptomlinderung bei chronischer Rhinosinusitis können außer spezifischen Medikamenten unterstützend hypertone Salzlösungen lokal eingesetzt werden. Der osmotische Effekt bewirkt eine schonende Abschwellung der Nasenschleimhäute.

Eine Schädigung der Nasenschleimhaut, wie sie als Nebenwirkung bei der längerfristigen Anwendung klassischer Nasensprays zur Abschwellung auftreten kann, sei mit diesen Präparaten nicht zu befürchten, sagt Professor Ludger Klimek vom Zentrum für Rhinologie und Allergologie Wiesbaden.

Der Nasenschleimhaut wird durch die erhöhte Salzkonzentration überschüssiges Wasser entzogen, was die Schleimhäute abschwellen lässt. Durch die frei werdende Flüssigkeit lösen sich zudem zähes Sekret und Verkrustungen.

Das lässt den Patienten wieder besser durchatmen. Dieser lokale Effekt unterstützt die Selbstreinigungs- und Abwehrfunktion der Nasenschleimhaut auch bei längerfristiger Anwendung.

Auch die Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie erwähnt die lokale Anwendung hypertoner Salzlösungen zur Beschwerdelinderung.

Eine kontrollierte Studie mit 211 Patienten belegte bei zweimal täglicher Anwendung einer hypertonen Salzlösung eine Verminderung der Beschwerden. Ein Cochrane Review bestätigte den Nutzen einer topischen Salzlösung als unterstützende Maßnahme bei chronischer Rhinosinusitis.

Quelle:

http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/hno-krankheiten/article/851517/chronische-rhinosinusitis-kochsalzloesung-unterstuetzt-therapie.html

Kommentar & Ergänzung:

Im Handel sind zum Beispiel Präparate mit hypertoner Kochsalzlösung 2,7%ig.

Das kann man mit Leitungswasser auch selber herstellen. 27 g Kochsalz auf einen Liter Wasser = 2,7%. Ein gestrichener Teelöffel Kochsalz gilt als 5 Gramm. Allerdings sind mit dieser Standardangabe wohl eher die früher üblichen „tieferen“ Löffel gemeint und nicht die heutigen flachen.

Die meisten der heute als Nasenspray oder Nasenspüllösung verkauften Salzlösungen sind nicht hyperton, sondern isotonisch ( = 0,9%, „physiologische Kochsalzlösung“).

Salzlösung – das ist eine sehr einfache Sache, aber die Studienlage ist ziemlich komplex.

Die Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde kommt zum Schluss, dass bei akuter Rhinosinusitis weder isotone noch hypertone Salzlösungen hilfreich sind.

Bei chronischer Rhinosinusitis  gibt die Leitlinie eine starke Empfehlung für hypertone Lösungen ab mit der Begründung, sie könnten zu mindestens eine Beschwerdelinderung bewirken. Isotone Kochsalzlösung, Emser Salz und Leitungswasser (hypoosmolar) zeigten dagegen gemäss „Leitlinie“ keine therapeutische Effekte.

Quelle:

http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/017-049l_S2k_Rhinosinusitis_2011-07.pdf

(Seite 39)

Gegen eine tägliche Langzeitanwendung von Salzspülungen wandte sich allerdings 2009 der  US-Allergologe Talal Nsouli. Er hatte in zwei Studien über 24 und 12 Monate bei Patienten mit chronischer Nasennebenhöhlenentzündung erhöhte Raten an akuten Infektionen der Nebenhöhlen festgestellt. Die Studien sind allerdings klein und wurden nicht in einer Fachpublikation veröffentlicht. Sie haben daher nur begrenzte Aussagekraft.

Quelle:

http://ml.spiegel.de/article.do?id=879276

Der Allergologe Nsouli sagte an einem Kongress, die nasale Schleimhaut sei nicht nur eine Quelle der Verschleimung, sondern diene offenbar auch als erste Verteidigungslinie gegen eindringende Erreger. Spüle man diesen Schleim zwei Mal täglich mit Salz weg, dann beraube man seine Nase um diese Abwehrtruppe. Seiner Meinung nach spreche nichts dagegen, einige Wochen lang täglich oder auch zwei Mal pro Tag zur Nasendusche zu greifen, aber nicht für längere Zeit.

Quelle:

http://news.doccheck.com/de/2179/rhinosinusitis-kalte-dusche-fur-therapie/

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Nasenduschen mit Salzwasser günstig bei chronischen Rhinosinusitiden

Freitag, März 8th, 2013

Als  Rhinosinusitis bezeichnet wird eine gleichzeitige Entzündung der Nasenschleimhaut („Rhinitis“) und eine Entzündung der Schleimhaut der Nasennebenhöhlen („Sinusitis“). Unterschieden wird dabei zwischen  der akuten Rhinosinusitis und der chronischen Rhinosinusitis (CRS).

Vor allem bei chronischen Rhinosinusitiden sind Nasenduschen mit Salzwasser eine sinnvolle Ergänzung der symptomatischen Behandlung. Zu diesem Schluss kommen Experten der Universität Köln. Weniger überzeugend ist das Giesskännchen bei der akuten “Triefnase”

Viele Anhänger fernöstlicher Yoga-Traditionen verwenden den Neti Pot (der Sanskrit-Ausdruck “Jala Neti” steht für “Nasendusche mit Salzwasser”) zur täglichen Körperhygiene. Die Wirkung der Salzwasserdusche (SNI = saline nasal irrigation) auf akute und chronische Rhinosinusitiden wurde in vielen Studien untersucht, mit teilweise widersprüchlichen Resultaten. Trotzdem sehen mittlerweile auch Experten in der Verwendung der Gießkännchen für die Nase einen Nutzen, wenn auch kaum für den Alltagsgebrauch.

Der HNO-Facharzt und Medizininformatiker Dr. Ralph Mösges und sein Kollege Dr. Nils Achilles vom Universitätsklinikum Köln haben die internationale Fachliteratur zum Thema durchforstet und ausgewertet. Demnach empfiehlt sich die Verwendung der Nasendusche hauptsächlich bei chronischer Rhinosinusitis (CRS). Die Kölner Experten begründen ihre Empfehlung vor allem mit drei Quellen:

- Eine Metaanalyse des Cochrane-Instituts aus dem Jahr 2007, in der von einem Nutzen für die Mehrheit der (CRS-)Patienten die Rede ist, trotz “selten beobachteter Nebenwirkungen”;

-Ein Europäisches Positionspapier zur Rhinosinusitis und nasalen Polyposis aus dem Jahr 2012 (EPOS);

- Die S2-Leitlinie “Rhinosinusitis” der Deutschen Gesellschaft für Otorhinolaryngologie aus dem Jahr 2011.

Wie die Leitlinienautoren zusammenfassen, führen Nasenduschen oder Sprays mit hypertonen gepufferten Kochsalzlösungen bei dieser Indikation “zumindest zu einer symptomatischen Besserung”. Die SNI, darin sind sich alle europäischen Fachgesellschaften einig, sei “eine nützliche Ergänzung in der symptomatischen Behandlung der CRS”. Im Gegensatz zu den akuten Rhinosinusitiden: Hier sei die Datenlage nicht einheitlich und die Experten sprechen der Nasenspülung bei dieser Indikation allenfalls eine begrenzte Wirksamkeit zu.

Quelle:

Ärzte Zeitung

http://www.springer-gup.de/de/gesundheit/news/7372-Salzwasser_gegen_verstopfte_Nasen/

Kommentar & Ergänzung:

Wir haben es hier jedenfalls mit einer ausgesprochen kostengünstigen und in der Regel gut verträglichen Therapie zu tun, auch wenn das Nasenduschen für manche Menschen schon etwas gewöhnungsbedürftig ist.

Es gibt auch Hinweise auf einen vorbeugenden Effekt gegen Erkältungen, wobei auch Inhalationen angewendet werden:

Hypertone Salzlösungen bei Schnupfen

Inhalation mit Salzlösung – die ideale Begleittherapie bei Husten

Salzwasser-Inhalationen als Mittel gegen Erkältungen, Schweinegrippe & Co.

Akuter Schnupfen bei Kindern: Nasenspülungen sind wirksam

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Hypertone Salzlösungen bei Schnupfen

Sonntag, Dezember 9th, 2012

Die spezifische Behandlung von Patienten mit einer chronischen Rhinosinusitis lässt sich durch natürliche Arzneien unterstützen: So kann gemäss aktueller Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie die lokale Anwendung von hypertonen Salzlösungen die Beschwerden lindern.

Durch die osmotische Wirkung schwellen die Nasenschleimhäute ab, das Nasensekret verflüssigt sich. Dadurch wird die mukoziliäre Clearance verbessert, also der Selbstreinigungsmechanismus der Nasenschleimhaut.

Wie funktioniert die mukozilliäre Clearance?

„Die Hauptbronchien bis zu den Bronchioli terminales (Ende des luftleitenden Abschnittes) sind mit einem respiratorischen Epithel ausgekleidet, ebenfalls Luftröhre, Kehlkopf, Nase und weite Abschnitte des Pharynx. Auf ihm befinden sich Flimmerzellen, die an ihrer Oberfläche haarförmige Strukturen (Zilien) tragen. Die Zilien sind umgeben von einer dünnflüssigen Schleimschicht. Darauf befindet sich eine zweite dickflüssige Schleimschicht, in der Fremdpartikel und Mikroorganismen haften bleiben. Innerhalb der dünnflüssigen Schleimschicht führen die Zilien koordiniert Bewegungen in Richtung Pharynx aus. Dadurch wird die dickflüssige Schleimschicht mitsamt ihrer Fracht in Richtung Mund abtransportiert, wo sie verschluckt oder abgehustet wird.“

(Quelle: Wikipedia)

Eine kontrollierte, prospektive Studie mit 211 Patienten hat bei zweimal täglicher Anwendung einer hypertonen Salzlösung zu einer Verminderung der Beschwerden geführt.

Und in einem Cochrane Review soll der Nutzen einer topischen Salzlösung als unterstützende Maßnahme bei chronischer Rhinosinusitis bestätigt worden sein.

Der Nasenschleimhaut werde durch die Salzkonzentration überschüssiges Wasser entzogen, wodurch die Schleimhäute abschwellen.

Die frei werdende Flüssigkeit löse zähes Sekret und Verkrustungen. Der Effekt sei lokal und unterstütze die Selbstreinigungs- und Abwehrfunktion der Nasenschleimhaut auch bei längerfristiger Anwendung.

Quelle:

http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/infektionskrankheiten/erkaeltungskrankheiten/article/828023/hypertone-salzloesungen-natuerliche-hilfe-wenn-nase-dicht.html?sh=18&h=-1730543029

Kommentar & Ergänzung:

Nasenspülungen mit Kochsalzlösung sind ein altes Hausmittel.

Als hypertone Salzlösung wird in dem Artikel eine 2,7%ige Lösung empfohlen, das entspricht  etwa drei knappen gestrichenen Teelöffeln Kochsalz auf 500ml Wasser.

Was ist eine Rhinosinusitis?

Eine Rhinosinusitis ist eine gleichzeitige Entzündung der Nasenschleimhaut („Rhinitis“, Schnupfen) und eine Entzündung der Schleimhaut der Nasennebenhöhlen („Sinusitis“).

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Erkältungsmittel: Hände weg von Kombipräparaten!

Samstag, November 24th, 2012

Kombipräparate sollen gegen alle Erkältungsbeschwerden gleichzeitig helfen, sind jedoch laut Fachleuten nutzlos.

Darauf weist eine aktuelle Untersuchung der Stiftung Warentest hin,  die 300 rezeptfreie Erkältungsmittel unter die Lupe genommen hat.

Durch das sogenannte Gießkannenprinzip der Kombipräparate sollen gleich mehrere Beschwerden auf einmal bekämpft werden, was jedoch nicht sinnvoll ist.

Manche Kombimittel enthalten die Wirkstoffe in zu tiefer Dosis, haben schwere Nebenwirkungen und/oder einen fraglichen Nutzen. Fachleute raten deshalb zu Präparaten, die gezielter und schonender einzelne Beschwerden angehen.

Gemäss der Apothekerkammer Niedersachsen können zudem flüssige Kombipräparate bis zu 18 Prozent Alkohol enthalten und sind deshalb für Kinder, Asthmatiker oder Menschen mit Bluthochdruck oder einer Schilddrüsenerkrankung nicht empfehlenswert.

Der Leiter der Stiftung Warentest-Expertengruppe, Prof. Dr. Gerd Glaeske, Professor für Arzneimittelanwendungsforschung am Zentrum für Sozialpolitik der Universität Bremen, und sein Team geben folgende Empfehlungen:

„►Gegen Schmerzen und Fieber: Ibuprofen und Paracetamol

►Zum Abschwellen und Befeuchten der Nasenschleimhaut: Sprays und Tropfen mit den Wirkstoffen Xylometazolin, Dexpanthenol und Salzlösung.

►Gegen trockenen Reizhusten: Mittel mit dem Wirkstoff Dextrometorphan.“

Quelle: http://www.bild.de/ratgeber/gesundheit/erkaeltung/stiftung-warentest-erkaeltungsmittel-vergleich-kombipraeparate-27297272.bild.html

Kommentar & Ergänzung:

In der Schweiz sind solch fragwürdige Kombipräparate beispielsweise unter den Namen Pretuval®, Neo-Citran® oder Vicks MediNait® im Handel.

Ergänzend zu den Empfehlungen der Expertengruppe:

- Ibuprofen und Paracetamol würde ich nicht schon bei einer leichteren Erkältung einnehmen.

- Auch bei den abschwellenden Nasentropfen auf Basis von Xylometazolin wäre ich bei einem gewöhnlichen Schnupfen zurückhaltend und würde eher zu Kochsalzlösungen raten.

- Zu Risiken und Nebenwirkungen von Dextrometorphan siehe:

Antitussiva (Hustenstiller / Hustenblocker) bei trockenem Husten

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Hausmittel bei beginnender Erkältung

Donnerstag, November 15th, 2012

Erstes Anzeichen für eine Erkältung sei ein kratzendes, brennendes Gefühl hinter der Nase, erklärt Prof. Roland Laszig, Hals-Nasen-Ohrenarzt (HNO) und Direktor der Universitäts-Hals-Nasen-Ohrenklinik in Freiburg im Breisgau. In den meisten Fällen handle es sich dabei um eine Virusinfektion, die man in der Regel nicht mehr abwenden könne.

Um die Beschwerden zu lindern, empfiehlt Laszig bewährte Hausmitteln: “Halten sie sich in gut gelüfteten Räumen auf, trinken sie heiße Milch mit Honig, gurgeln sie mit Salbeitee und warten sie in Ruhe ab.”

Quelle:

http://de.nachrichten.yahoo.com/kratzen-im-hals-hausmittel-lindern-beginnende-erkältung-083404476.html

Kommentar & Ergänzung:

Das ist meiner Ansicht nach ein sinnvoller Ratschlag.

Laszig rät allerdings auch, es mit Nasenspray zu versuchen. Das habe abschwellende Wirkung und fördere die Durchblutung der Schleimhäute. Damit könne man den Viren den Saft entziehen.

Das halte ich für eine eigenartige Vorstellung. Abschwellende Nasensprays verengen nämlich die Blutgefässe in der Nasenschleimhaut.  Schwer vorstellbar, dass sie gleichzeitig die Durchblutung anregen sollen. Verengte Blutgefässe werden normalerweise weniger durchblutet. Und dass durch abschwellende Nasensprays den Viren der Saft entzogen wird, scheint mir auch nicht pausibel. Von einem antiviralen Effekt solcher Nasensprays habe ich jedenfalls noch nie gehört. Laszig schreibt zudem ja selber, dass man die Virusinfektion in der Regel nicht mehr abwenden kann.

Abschwellende Nasensprays enthalten als Wirkstoff in der Regel ein α1-Sympathomimetikum als Vasokonstriktivum, zum Beispiel Tramazolin, Oxymetazolinhydrochlorid oder Xylometazolinhydrochlorid. Es handelt sich hier um bekannte Produkte wie Nasivin (Iromedica), Otrivin (Novartis), Triofan (Vifor), Vibrocil (Novartis), Xylo-Mepha (Mepha), Vicks Sinex (Procter & Gamble). Sie können durch die abschwellende Wirkung dazu verhelfen, dass wieder durch die Nase geatmet werden kann. Aber ich würde solche Mittel nur in Betracht ziehen, wenn die Nase wirklich ernstlich verstopft ist, zum Beispiel wenn sich eine Sinusitis (Nasennebenhöhlenentzündung) anbahnt. Und oft reicht bei solchen Nasensprays auch für Erwachsene die Kinderdosierung.

Abschwellende Nasentropfen sind nämlich nicht ohne Risiko:

„ Eine Anwendung von abschwellenden Nasensprays über mehr als eine Woche kann bereits zur Schädigung der Nasenschleimhaut führen und damit zu einer Daueranwendung verleiten. Durch eine Abnahme der Dichte von α-Rezeptoren schwillt die Haut ohne Einnahme des Sprays gar nicht mehr ab, eine dauerhafte Anwendung wird nötig (Rhinitis medicamentosa, Privinismus). Im weiteren Verlauf kann es zur atrophischen Entzündung der Nasenschleimhaut kommen. (Rhinitis atrophicans).“

Quelle: Wikipedia

Bei einem banalen Schnupfen ist ein NaCl-Nasenspray (Kochsalzlösung) eine gut verträgliche Alternative zu den abschwellenden Nasensprays.

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Ätherische Öle bei Schnupfen

Samstag, September 29th, 2012

Die Bild-Zeitung publizierte einen längeren Beitrag über Schnupfen, in welchem auch auf Heilpflanzen-Anwendungen eingegangen wurde:

„Es muss…nicht immer….Nasenspray sein. Prof. Volker Schulz, Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Phytotherapie: ‚Ätherische Öle wie Eukalyptus, Latschenkiefer oder Pfefferminze schaffen Durchzug.’ Wer eine ‚Laufnase’ hat, sollte viel trinken. Schulz: ‚Gut geeignet sind warme Tees, etwa mit Kamille oder Thymian. Das fördert das Ausschwemmen der Viren.’“

Quelle:

http://www.bild.de/ratgeber/gesund-fit/erkaeltung/schnupfen-folgen-symptome-viren-gefaehrlich-26364678.bild.html

Kommentar & Ergänzung:

Die Inhalation von Pfefferminzöl, Eukalyptusöl oder Latschenkiefernöl gibt tatsächlich mehr „Luft“.

Vor allem von Menthol, dem Hauptbestandteil des Pfefferminzöl, ist bekannt, dass es die Kälterezeptoren in der Nasenschleimhaut empfindlicher macht, wodurch der Luftstrom intensiver wahrgenommen wird. Die Befreiung der Nase beruht also sehr wahrscheinlich einfach auf einer angenehmen Täuschung. Aber es reicht beim Schnupfen ja, wenn die subjektive Befindlichkeit verbessert wird.

Ätherische Öle sollten allerdings bei Säuglingen und Kleinkindern nie konzentriert in der Nähe von Atemöffnungen angewendet werden.

Pfefferminzöl und Eukalyptusöl sind ziemlich bekannt, was man vom Latschenkiefernöl nicht behaupten kann.

Die Latschenkiefer (Pinus mugo subsp. Mugo, Latsche, Legföhre, Krüppelkiefer) ist eine Unterart der Bergkiefer (Pinus mugo). Sie wächst meist strauchartig und erreicht Wuchshöhen zwischen 1 und 3 m. Die Latschenkiefer ist gekennzeichnet durch ihren krummen Wuchs mit niederliegenden bis bogig aufsteigenden Stämmen und Ästen, diese bilden häufig ein undurchdringliches Gewirr (Latschenfilz oder Latschenfeld). Der Stamm der Latsche ist lang, liegt jedoch am Boden und ist kaum erkennbar.

Die Hauptvorkommen der Latschenkiefer liegen in den Pyrenäen, Alpen, dem Erzgebirge, den Karpaten, sowie dem nördlichen Apennin bis zum Balkan in Höhenlagen von 1000 m bis 2700 m (Quelle: Wikipedia)
Aus frischen Nadeln, Zweigspitzen und Ästen gewinnt man Latschenkiefernöl.
Es dient zur äußerlichen sowie innerlichen Anwendung bei Katarrhen der oberen und unteren Atemwegen (Husten, Schnupfen). In medizinischen Bädern wird es zur unterstützenden Behandlung bei Rheuma-Erkrankungen im nicht akuten Stadium eingesetzt.
Latschenkiefernöl verströmt einen sehr angenehmen, balsamisch-süssen, würzig-holzigen anhaltenden Duft.
In den Gebirgsregionen wird Latschenkiefernöl traditionell als Bestandteil von Franzbranntwein gegen Rheuma-Beschwerden eingesetzt. Franzbranntwein (spiritus vini gallici) ist eine alkoholische Lösung, vor allem bestehend aus reinem Alkohol, Kampfer, Menthol und verschiedenen ätherischen Ölen wie Fichtennadelöl oder Latschenkiefernöl.

Kamille und Thymian kann man natürlich als Kräutertee trinken beim Schnupfen. Ob das viel bringt – abgesehen von der Wasserzufuhr – würde ich aber bezweifeln. Besser wäre auch hier wohl die Inhalation. Kamillenblüten und Thymiankraut kann man gut mischen, anschliessend kochendes Wasser darüber giessen und die Dämpfe inhalieren.

Siehe auch:

Menthol bei Schnupfen

Was ist Latschenkiefernöl?

Kräutertees für jede Gelegenheit: Eukalyptus

Naturheilmittel bei Schnupfen

Ingwer-Inhalationen gegen Schnupfen

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Menthol bei Schnupfen

Montag, Januar 30th, 2012

Menthol kommt in Pflanzen der Gattung Mentha (Minzen) vor. Es ist der Hauptbestandteil im ätherischen Öl der Pfefferminze (Mentha piperita, Lamiaceae). Menthol wird synthetisch hergestellt oder aus der japanischen Minze (Mentha arvensis var. piperascens) gewonnen.

Menthol wird in zahlreichen Präparaten eingesetzt, die bei Schnupfen „Luft“ geben sollen. Interessant daran ist, dass nicht wirklich mehr Luft durch die Nase geht, sondern nur die Empfindung einer freieren Nase ausgelöst wird.

„Pharmawiki“ beschreibt diesen Effekt so:

„Bei Schnupfen und verstopfter Nase in Form von Inhalierstiften, Nasenmitteln oder Erkältungsbalsamen. Menthol löst bei der Inhalation ein Frischegefühl in der Nase aus und hat einen subjektiv (aber nicht objektivierbaren) befreienden Effekt. Es sollte nicht bei Säuglingen oder Kleinkindern angewendet werden, da dies zu einem Atemstillstand führen kann.“

Quelle:

http://www.pharmawiki.ch/wiki/index.php?wiki=Menthol

Kommentar & Ergänzung:

Menthol reizt die Kälterezeptoren in der Nasenschleimhaut, wodurch der Eindruck entsteht, dass die Nase freier wird:

„Es wirkt am Kälte-Menthol-Rezeptor (TRPM8), daher hat Menthol einen (scheinbar) kühlenden Effekt beim Auftragen auf die Haut, die Körpertemperatur wird jedoch nicht beeinflusst. Diese Wirkung ist vergleichbar mit der von Capsaicin (scheinbar heißer Effekt).“

(Quelle: Wikipedia)

Menthol wird auch eingesetzt als Lokalanästhetikum bei Juckreiz.

Menthol bzw. Pfefferminzöl bewähren sich auch bei Spannungskopfschmerzen.

Weiteres zu Menthol:

Pfefferminzöl lindert Spannungskopfschmerzen

Hilft  Menthol gegen medikamenteninduzierte Polyneuropathie bei Chemotherapie?

Pfefferminzöl bei Reizdarm schmerzlindernd

Menthol & Kampfer – warum nicht zusammen mit Homöopathie?

Schnupfen: Eukalyptusöl, Pfefferminzöl, Latschenkiefernöl

Spannungskopfschmerzen lindern mit Pfefferminzöl oder Tigerbalsam

Phytotherapie: Pfefferminzöl bei Reizdarmsyndrom

Pflanzenheilkunde: Pfefferminze lindert Übelkeit

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Nasensalbe Rüedi – ein Naturheilmittel?

Mittwoch, Dezember 21st, 2011

Vor kurzem fragte mich eine Teilnehmerin an einem Kräuterkurs, ob die bekannte „Nasensalbe Rüedi“ eigentlich ein Naturheilmittel sei.

Die Nasensalbe Rüedi mit den Wirkstoffen Pfefferminzöl und Campheröl ist ein Medikament zur örtlichen Behandlung von Erkrankungen der Nasenschleimhaut. Sie ist als Fertigarzneimittel im Handel oder kann in einer Apotheke produziert werden. Bei Säuglingen darf die Nasensalbe Rüedi nicht eingesetzt werden.

Im Handel ist als Fertigarzneimittel die Nasensalbe Rüedi Spirig erhältlich. Die Salbe kann jedoch auch in einer Apotheke hergestellt werden.

Zusammensetzung der Nasensalbe Rüedi

Die Nasensalbe Rüedi enthält Pfefferminzöl, Campheröl, Wollwachs und Hilfsstoffe. Als Salbengrundlage sollte wegen der Gefahr einer exogenen Lipidpneumonie kein Paraffin oder Vaseline eingesetzt werden.

Wirkungen der Nasensalbe Rüedi

Die Nasensalbe Rüedi wirkt kühlend, schmerzlindernd, juckreizlindernd, erfrischend und schleimhautpflegend. Zur dient der Befeuchtung der Nasenschleimhaut.

Wann wird die Nasensalbe Rüedi eingesetzt?

Die Nasensalbe Rüedi wird bei geschädigter Nasenschleimhaut, trockener Schleimhaut, trockenem Nasenkatarrh und bei Reizungen der Nasenschleimhaut angewendet.

Dosierung

Für Erwachsene und Kinder ab 6 Jahren gilt: Mehrmals pro Tag in die Nasenöffnungen geben und die Nase leicht massieren.

Kontraindikationen

Nicht bei Säuglingen anwenden. Gemäss Packungsbeilage darf die Nasensalbe Rüedi bei Kleinkindern nur mit Vorsicht aufgetragen werden. Aufgrund des enthaltenen Kampfers sollte sie vorsichtshalber nicht bei Kindern unter 6 Jahren eingesetzt werden.

Unerwünschte Wirkungen

Es können Reizungen und Atemstörungen vorkommen. Wollwachs ist ein bekanntes Kontaktallergen und kann allergische Hauterkrankungen auslösen. Nasensalben sollten aufgrund der Gefahr einer exogenen Lipidpneumonie nur zeitlich begrenzt angewandt werden.

Quelle: Pharmawiki

Kommentar & Ergänzung:

Die Nasensalbe Rüedi ist ein „Klassiker“.

Als Naturheilmittel würde ich sie nicht bezeichnen. Jedenfalls handelt es sich – vor allem wenn man auch die Hilfsstoffe und die Salbengrundlage anschaut, nicht um ein reines Naturprodukt. Aber natürlich enthält die Nasensalbe Rüedi Komponenten, die aus der Natur stammen wie Pfefferminzöl und Campheröl.

Pfefferminzöl enthält als Hauptbestandteil Menthol, das kühlend wirkt und dadurch „Luft gibt“.

Campheröl (auch: Kampferöl genannt) wird hergestellt durch mischen von Campher (Kampfer) mit Erdnussöl.

Siehe auch:

Schnupfen: Eukalyptusöl, Pfefferminzöl, Latschenkiefernöl

Was ist Kampfer? Welche Wirkung hat Kampfer?

Falls Sie an sorgfältigem Wissen über Wirkung und Anwendung von Heilpflanzen interessiert sind, finden Sie dazu meine Kurse und Lehrgänge oben über den Menüpunkt „Kurse“.

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Info-Treff Pflanzenheilkunde

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Phytotherapie / Pflanzenheilkunde / Naturheilkunde:

moodle.heilpflanzen-info.ch/

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Kräutertees für jede Gelegenheit: Eukalyptus

Samstag, November 12th, 2011

Die „Kleine Zeitung“ veröffentlichte eine Zusammenstellung von bekannten Heilpflanzen und ihren Wirkungen. Hier der Abschnitt zur Hustenpflanze Eukalyptus:

„Eukalyptus

Das angeblich beste Mittel gegen Schnupfen ist Tee aus Eukalyptusblättern. Allerdings sollte bei der Zubereitung darauf geachtet werden, den Tee sehr lange ziehen zu lassen, da er ansonsten eine stark ermüdende Wirkung hat. 15 bis 20 Minuten Zeit sollten Sie ihm schon lassen.“

Quelle:

http://www.kleinezeitung.at/magazin/wellness/multimedia.do?action=showEntry_detail&project=38495&_vl_backlink=/magazin/wellness/2750944/arzneitees-dem-garten.story

Kommentar & Ergänzung:

Eukalyptusblättertee gegen Schnupfen – das ist eine ungewöhnliche Empfehlung. Kann man ja probieren, aber ich würde bei Schnupfen und Husten eher mit Eukalytusöl inhalieren.

Noch ausgefallener ist der Hinweis, dass der Eukalyptustee lange ziehen gelassen werden muss, weil er sonst stark ermüdend wirke. Das würde dann ja bedeuten, dass ein kurz gezogener Eukalyptustee sich perfekt als Schlaftee eignen müsste.

Davon ist in der Phytotherapie-Fachliteratur allerdings keine Rede.

Es würde mich interessieren, woher diese Aussagen kommen.

Der Eukalyptusbaum (Eucalyptus globulus) ist im subtropischen Regenwald Südaustraliens und Tasmaniens heimisch. Über 600 Eucalyptus-Arten bilden den Großteil des Baumbestands Australiens, viele davon sind bedeutende Holzlieferanten, einige davon auch Zierbäume. Der sehr schnell wachsende Eukalyptusbaum wurde in den Tropen, Subtropen und anderen frostfreien Gebieten zur Trockenlegung von Sümpfen angebaut. Man findet ihn heute auch in Nordafrika, in Kalifornien bis Chile und im Mittelmeergebiet.

Therapeutisch relevante Wirkungen:

„ Wirkungen bei Erkrankungen der Atemwege: Die Inhalation von Eukalyptusöl führt bei experimentell ausgelöstem Reizhusten zu einer deutlichen Verringerung der Hustenhäufigkeit, ohne eine lokalanästhetische Wirkung zu entfalten. Reflektorisch über eine Reizung der Magenschleimhaut führt Eukalyptusöl zu einer Förderung des Auswurfs, für Cineol konnte ein sekretionsfördernder Effekt auch experimentell nachgewiesen werden. Cineol setzt auch die Oberflächenspannung der Grenzfläche Atemluft / Lungengewebe herab und führt so zu einer erhöhten Inspirationskapazität.
Lokal reizende Wirkung: Auf der Haut führt Eukalyptusöl zu Hyperämisierung, Einwirkung auf der Nasenschleimhaut führt zu kühlenden Effekten und damit zur subjektiven Besserung von Schnupfenbeschwerden.“

Quelle: http://www.kup.at/db/phytokodex/datenblatt/Eukalyptusblatt.html

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Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

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