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Antioxidanzien könnten Ausbreitung von Krebs beschleunigen

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Antioxidanzien sind Stoffe, die im Körper schädliche freie Radikale abfangen. Sie gelten deshalb als gesund und sollen unter anderem vor Krebs und Herz-Kreislauferkrankungen schützen.

Inzwischen mehren sich allerdings die Hinweise, dass die schöne Schwarz-Weiss-Einteilung in die bösen freien Radikale einerseits und die guten Antioxidanzien anderseits zu einfach ist.

In diese Richtung deutet auch eine Untersuchung der Universität Göteborg. Sie kommt zum Schluss, dass Tumore bei Mäusen durch Einwirkung von Radikalfängern schneller Metastasen bilden. Die Wissenschaftler warnen nun vor der zusätzlichen Einnahme von Antioxidanzien.

Die schwedische Forschergruppe fand bei Untersuchungen an Mäusen Hinweise darauf, dass Hautkrebs unter der Einwirkung von Antioxidanzien schneller Tochtergeschwulste entwickeln.

Das Team um Martin Bergö von der Universität Göteborg schreibt, dass gentechnisch veränderte Mäuse, die spontan derartige Tumoren entwickeln, bei der Gabe des Antioxidans N-Acetylcystein doppelt so häufig Metastasen in den Lymphknoten bilden. Weitere Versuche mit menschlichen Krebszellen in Zellkultur bestätigten diese Resultate für dieses und ein weiteres Antioxidans. Die Resultate müssen allerdings noch am Menschen bestätigt werden, um weiter reichende Schlüsse zu ziehen, schränkt Bergö ein.

Diese neuen Resultate decken sich mit früheren Erkenntnissen des Wissenschaftlerteams und geben Hinweise darauf, weshalb Antioxidanzien in Studien manchmal sogar Krebs zu fördern scheinen.

Zuvor schon hatten die Wissenschaftler Indizien gefunden , dass Antioxidanzien Lungentumore rascher wachsen lassen.

Obwohl die meisten dieser Erkenntnisse noch vorläufig sind, mahnen die Forscher zur Zurückhaltung bei Antioxidanzien – insbesondere Krebspatienten sollten Vorsicht walten lassen.

Quellen:

http://www.spektrum.de/news/antioxidanzien-treiben-wohl-ausbreitung-von-krebs-voran/1370229?utm_source=zon&utm_medium=teaser&utm_content=news&utm_campaign=ZON_KOOP

http://stm.sciencemag.org/content/6/221/221ra15.full

http://stm.sciencemag.org/content/7/308/308re8.full

 

Kommentar & Ergänzung:

Antioxidanzien sind ein umsatzstarkes Geschäft für Hersteller und Verkäufer. Ausser zur Vorbeugung gegen Krebs und Herz-Kreislauferkrankungen werden Antioxidanzien auch generell als Anti-Aging-Mittel propagiert. Die Werbung übertreibt wie üblich den Nutzen und spielt die Risiken und Ungewissheiten herunter.

Bekannte Beispiele aus der Gruppe der Antioxidanzien:

Vitamin C, Vitamin E;

Polyphenolische Antioxidanzien wie Resveratrol, EGCG aus Grüntee, Flavonoide wie bspw. Anthocyane;

Carotinoide (Lycopin, Betacarotin, Lutein);

Spurenelemente wie Selen, Kupfer, Mangan und Zink fördern die Aktivität antioxidativer Enzyme.

Als Bestandteile einer vielfältigen Ernährung sind diese Substanzen nützlich und zum Teil sogar unentbehrlich. Aber es ist nicht belegt, dass die Einnahme solcher Substanzen in Nahrungsergänzungsmitteln für die Gesundheit nützlich ist. Anstatt grössere Mengen einzelner Antioxydanzien isoliert einzunehmen ist es höchstwahrscheinlich sinnvoller, eine breite Palette dieser Substanzen als Bestandteil der normalen Ernährung zuzuführen.

Die Zufuhr von Antioxidanzien über spezielle Nahrungsergänzungsmittel wie zum Beispiel von „Burgerstein“ dient meiner Ansicht nach vor allem zur Beruhigung eines schlechten Gewissens, das uns vorher eingeredet wurde. Wer lebt dann schon so gesund, wie es uns all die Ratschläger dringlichst nahelegen?  – Nahrungsergänzungsmittel auf der Basis von Antioxidanzien erscheinen da als leicht erreichbarer Weg, um „Ernährungssünden“ aller Art auszugleichen.

Hier ein paar weitere Beiträge, um das allzu schöne Schwarz-Weiss-Bild der guten Antioxydanzien und der bösen freien Radikale differenzierter zu machen:

Antioxidanzien fördern möglicherweise Diabetes

Nicht übertreiben mit Antioxidanzien

Selen kann Prostatakrebsrisiko steigern

 

 

Krebsvorbeugung durch Vitamin E – auf die Form kommt es möglicherweise an

Oxidativer Stress – weniger schädlich als gedacht

 

Experimente stärken Zweifel am Nutzen von Antioxidanzien

Schwächen Antioxidanzien die Muskelfunktion?

 

Naturheilkunde: Früchte essen statt „Burgerstein“ schlucken

 

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe

Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse

Kräuterwanderungen in den Bergen / Kräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital:

Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

 

 

 

 

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Phytotherapie: Pflanzenmedizin gegen Husten

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Die Zeitschrift „Die Apotheke“ ( Nr. 7 / 2012) fasst aktuelle Empfehlungen bezüglich Heilpflanzen-Anwendungen bei Husten zusammen:

„Atemwegsinfekte sind der häufigste Anlass für Krankschreibungen. Gerade gegen Husten bietet die Pflanzenmedizin aber gut verträgliche Hilfen an, deren Evidenz inzwischen auch in Leitlinien wissenschaftlicher Gremien Anerkennung fand. So hat die Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin gleich zwei Pflanzenkombinationen in ihre Therapieempfehlungen aufgenommen, die in der Leitlinie zu »Diagnostik und Therapie von erwachsenen Patienten mit akutem und chronischem Husten« genannt werden. Sie stufte die Wirksamkeit von Thymiankraut und Efeublättern und Thymiankraut und Primelwurzeln als wissenschaftlich nachgewiesen ein. Ursache eines akuten Hustens sind fast immer Viren. Eine antibiotische Therapie – die bekanntlich nur gegen Bakterien wirken kann – ist deshalb nur in Ausnahmefällen indiziert. Die pflanzlichen Präparate bewirken dagegen erwiesenermaßen eine schnellere Linderung des Hustens im Vergleich zu Placebo.

Als schleimlösende Mittel (Expectorantien) werden von den Lungen- und Atemwegsspezialisten Extrakte aus Anis, Myrtol, Pfefferminz, Eukalyptus, Thymian, Efeublättern und Primelwurzeln aufgezählt. Hustenstillende Eigenschaften weisen laut Leitlinie Extrakte aus Thymian, Spitzwegerich, Drosera und Wollblumen auf. Allerdings entsprechen längst nicht alle Präparate, die derartige Pflanzen enthalten, den geforderten wissenschaftlichen Qualitätskriterien. Fragen Sie dazu Ihren Apotheker. Pflanzliche Hustenmittel gelten auch in der Behandlung von Kindern als besonders geeignet.“

Kommentar & Ergänzung:

Diese Empfehlungen in den Leitlinien sind erfreulich und nachvollziehbar. Heilpflanzen-Anwendungen bei Husten können es jedenfalls oft auch aus einem wissenschaftlichen Blickwinkel bei einer Gesamtbetrachtung durchaus mit synthetischen Präparaten aufnehmen.

Bei den synthetischen Expectorantien (Schleimlöser) ist zum Beispiel beim Klassiker N-Acetylcystein (Fluimucil) die Studienlage sehr widersprüchlich und die Wirksamkeit nicht eindeutig belegt, obwohl das Präparat oft verkauft und eingenommen wird.

Bei den synthetischen Antitussiva (Hustenstiller) unterscheidet man Opioide (Wirksamkeit ungenügend geklärt, Risiko von Nebenwirkungen) und Nicht-Opioide (Wirksamkeit ungenügend geklärt):

– Opioide Antitussiva wie Codein, Dextromethorphan, Dihydrocodein, Pholcodin, Hydrocodon, Noscapin, Ethylmorphin und Opium sollen den Hustenreiz zentral im Gehirn blockieren. Insbesondere Codein und Dextromethorphan sind in zahlreichen Medikamenten enthalten und werden oft angewendet. Ob sie jedoch tatsächlich wirksam sind, ist umstritten und in klinischen Studien bisher nicht zweifelsfrei belegt. Opioide können unerwünschte Wirkungen wie Müdigkeit, Atemdepression und Verstopfung verursachen. Ausserdem kann sich eine Abhängigkeit entwickeln.

– Nicht-opioide Antitussiva wie Butamirat, Butetamat, Levodropropizin und Morclofon sind chemisch nicht mit den Opioiden verwandt und sind daher frei von opioiden unerwünschten Wirkungen. Sie sind jedoch wissenschaftlich nicht ausreichend dokumentiert und moderne Zulassungsstudien fehlen.

Berücksichtigt man sowohl Wirkungen als auch unerwünschte Nebenwirkungen für die Beurteilung, so schneiden die erwähnten Heilpflanzen-Anwendungen im Vergleich zu den synthetischen Substanzen gut ab.

Allerdings stimmt auch der Hinweis im Zitat, dass längst nicht alle Präparate, welche die erwähnten Heilpflanzen enthalten, den geforderten Qualitätskriterien genügen.

Es gibt sehr grosse Qualitätsunterschiede bei Heilpflanzen-Präparaten.

P.S.

– Mit Drosera ist Sonnentau gemeint, eine insektenfressende Pflanze, die im Hochmoor wächst.

– Efeublätter nicht als Tee verwenden, sondern nur als Fertigpräparat, das auf einen bestimmten Wirkstoffgehalt eingestellt ist.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

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Schmerzmittel Paracetamol: Grosses Risiko schon bei geringer Überdosierung

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Bereits leichte Überdosierungen von Paracetamol über einige Tage hinweg können zu schweren Leberschädigungen mit Todesfolge führen. Das schreiben Forscher um Dr. Kenneth Simpson im «British Journal of Clinical Pharmacology». Entsprechende Patienten hätten häufig unverdächtige Paracetamol-Spiegel im Blut und berichten nur über ein Unwohlsein. Tatsächlich besteht für sie aber sogar eine größere Gefahr, Atembeschwerden, Leberkomplikationen und Hirnkomplikationen zu erleiden, dialysepflichtig zu werden oder zu sterben, als für Patienten, die einmalig eine sehr hohe Paracetamol-Dosis eingenommen haben. Auch Patienten mit tiefen Paracetamol-Spiegeln sollten bei entsprechender Symptompräsentation im Krankenhaus mit dem Antidot N-Acetylcystein behandelt werden, empfehlen die Ärzte.

Es geht hier um Patienten, die nicht eine einzelne, massive Überdosis genommen, wie es Menschen tun, die Suizid zu begehen versuchen. Aber im Laufe der Zeit summiere sich der Schaden, was tödlich enden könne, warnt Simpson von der Universität Edinburgh und der schottischen Lebertransplantations-Einheit. Als leichte Überdosis definierten die Forscher die Einnahme von zwei oder mehr leicht erhöhten Dosen in einem Abstand von mehr als acht Stunden, die sich auf mehr als 4 Gramm pro Tag summieren. 4 Gramm Paracetamol entsprechen der derzeit empfohlenen Tageshöchstdosis für Erwachsene, solange keine anderen Risikofaktoren vorliegen.

Die Wissenschaftler untersuchten die Medikationsgeschichte von 663 Patienten, die zwischen 1992 und 2008 aufgrund von Paracetamol-induzierten Leberschäden in einem schottischen Krankenhaus aufgenommen wurden. 161 dieser Patienten hatten leichte Paracetamol-Überdosen eingenommen, um Kopfschmerzen, Muskelschmerzen oder Zahnschmerzen selbst zu behandeln.

Patienten sollen sich in der Selbstmedikation von Schmerzen an die tägliche Höchstdosis von 4 Gramm halten, sagen die Forscher. Und wenn die Patienten mehr als ein Schmerzmittel einnehmen, müssen sie sicherstellen, dass nur eines davon Paracetamol enthält. Bei 6 Gramm und mehr als Einzeldosis kommt es zu Leberzellnekrosen.

Quelle:

http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=nachrichten&Nachricht_ID=40121&Nachricht_Title=Nachrichten_Paracetamol%3A+Kleine+%DCberdosis%2C+gro%DFer+Schaden&type=0

Falls Sie an sorgfältigem Wissen über Wirkung und Anwendung von Heilpflanzen interessiert sind, finden Sie dazu meine Kurse und Lehrgänge oben über den Menüpunkt „Kurse“.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildungen / Heilpflanzen-Kurse & Heilkräuter-Exkursionen / Weiterbildung Pflanzenheilkunde / Kräuterwanderungen:

Infos auf www.phytotherapie-seminare.ch

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Myrtol bei Bronchitis & Sinusitis

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Die „Welt“ veröffentlichte vor kurzem einen Text über „Sechs verbreitete Irrtümer über Erkältungen. Aus Sicht der Phytotherapie ist Irrtum 3 interessant:

„Bei Bronchitis braucht man andere Medikamente als bei einer Sinusitis“

Die „Welt“ schreibt dazu:

„Das kann man so nicht sagen. Es gibt einige wenige Arzneimittel, die sowohl gegen Bronchitis als auch gegen Sinusitis (Nasennebenhöhlenentzündung) helfen. Allerdings lösen viele Wirkstoffe nur den fest sitzenden Schleim in den Bronchien und haben keinerlei Einfluss auf den Schleim in Nase und Nasennebenhöhlen, wie etwa Ambroxol, N-Acetylcystein und Efeu. Immer mehr Mediziner fordern jedoch einen gemeinsamen therapeutischen Ansatz, um Erkrankungen der Atemwege zu behandeln. Diese hohe Anforderung können bislang nur wenige Medikamente erfüllen – etwa das ätherische Öl Myrtol. Es wirkt gleichermaßen gegen den fest sitzenden Schleim in Nase, Nasennebenhöhlen und Bronchien und sorgt für raschen Abtransport.“

Quelle:

http://www.welt.de/gesundheit/article12681026/Hatschi-Sechs-verbreitete-Irrtuemer-ueber-Erkaeltungen.html

Kommentar & Ergänzung:

Myrtol scheint tatsächlich sowohl auf Bronchitis als auch auf Sinusitis günstig zu wirken.

Was aber ist überhaupt Myrtol?

Hier eine gekürzte Beschreibung aus Wikipedia:

„Myrtol ist kein eindeutig definierter Begriff, er wird teilweise mit dem ätherischen Öl der Myrte (Myrtus communis), einem immergrünen Strauch, der im Mittelmeergebiet und in Vorderasien verbreitet ist, in Zusammenhang gebracht. Die exakte Bezeichnung dafür ist Myrtenöl.

In Arzneimitteln wird ein standardisiertes pflanzliches Mischdestillat als Myrtol bezeichnet, das laut Herstellerangaben nicht weniger als 25 Prozent Limonen, 25 Prozent Cineol und 6,7 Prozent (+)-α-Pinen enthält. Dieses Stoffgemisch hat die CAS-Nr. 8002-55-9 und weist eine Dichte von 0,895 g/cm3 auf. Es wirkt auswurffördernd und wird daher bei akuten und chronischen Bronchitiden sowie bei einer Nebenhöhlenentzündung (Sinusitis) angewandt.

Myrtol wird am häufigsten in Form von magensaftresistenten Weichgelatinekapseln, die das Myrtol erst im Dünndarm freisetzen, verabreicht. Daher sollen myrtolhaltige Kapseln ca. eine halbe Stunde vor dem Essen mit ausreichend kalter Flüssigkeit zu sich genommen werden. Heiße Flüssigkeit oder die Einnahme nach der Mahlzeit würde die Magensaftresistenz vermindern und ein Auflösen der Kapseln bereits im Magen bewirken. Im Magen bewirkt Myrtol saures bzw. „ätherisches“ Aufstoßen und eine Reizung der Magenschleimhaut.

Gelegentliche Nebenwirkungen von Myrtol sind Magen-Darm-Beschwerden, selten können Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall auftreten. Selten kann es auch zu Überempfindlichkeitsreaktionen kommen.

Im Rahmen einer systematischen Übersichtsarbeit zur Rhinosinusitis wurde nur eine randomisierte, kontrollierte Studie zu Myrtol gefunden. Dort wurde Überlegenheit gegenüber Placebo, jedoch nicht gegenüber anderen ätherischen Ölen gezeigt.“

(Quelle: Wikipedia, Literatur siehe dort)

Im Text der „Welt“ erwähnt wird auch Efeu. Efeu-Extrakt gilt in der Phytotherapie vor allem als gut belegtes Heilpflanzen-Präparat gegen krampfartigen Husten. Er ist ein Bronchospasmolytikum.

Falls Sie sich Kompetenz im Bereich der Selbstbehandlung von Erkältungskrankheiten mit Heilpflanzen erwerben möchten:

Einen guten Überblick über die Behandlung von Erkältungskrankheiten mit Heilpflanzen bietet das Tagesseminar zu diesem Thema.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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[Buchtipp] Aloe, Ginkgo Mistel & Co, von Jutta Hübner

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Aloe-Gingko-MistelVerlagsbeschreibung

Enzyme gegen Krebs – helfen die wirklich?“
„Sind ergänzende Wirkstoffe auch für mich und meine Krebserkrankung geeignet?“
„Woher bekomme ich verlässliche Informationen?“
Dies sind Fragen, die sich krebskranke Patienten und ihre Angehörigen sehr oft stellen. Unbehagen gegenüber einer hochtechnisierten Medizin, gleichzeitig die Hoffnung auf sanfte, aber wirkungsvolle Hilfe „aus der Natur“ sind Anlass, um nach Alternativen Ausschau zu halten.
In den Medien findet sich eine unüberschaubare Informationsflut zu oft plakativ angepriesenen ergänzenden, so genannten „komplementären“ Wirkstoffen in der Krebsbehandlung. Je nach Seriosität des Anbieters versprechen diese zum Teil wahre Wunderdinge – und wecken so überzogene Hoffnungen bei den Betroffenen. Auf der anderen Seite gibt es bei „Schulmedizinern“ eine Skepsis gegenüber komplementären Ansätzen, die Patienten in ihrem Kampf gegen die Krankheit manchmal durchaus entmutigen kann.
Verlässliche Informationen und fundierten Rat erhalten Sie hier.
Die erfahrene, auf Krebsbehandlung spezialisierte Ärztin Dr. med. Jutta Hübner gibt kompetent Auskunft zu allen wichtigen Fragestellungen rund um die komplementärmedizinischen Wirkstoffe. Besonders berücksichtigt sie dabei die Frage, bei welchen Krebserkrankungen und Behandlungsfolgen eine ergänzende Behandlung sinnvoll ist.
117 gängige Wirkstoffe – von A(loe) bis Z(itrusflavonoide) – werden erstmals im Überblick dargestellt, nach klinisch-wissenschaftlichen Erkenntnissen beurteilt und mit klaren, verständlichen Empfehlungen versehen: Was taugen diese Wirkstoffe wirklich? Wann und in welcher Form lassen sie sich am effektivsten einSetzen? Wovon sollten Patienten besser die Finger lassen?
Ein hilfreicher und zuverlässiger Ratgeber für eine sinnvolle ergänzende Krebstherapie im Angebotsdschungel der Komplementärmedizin.

Zum Shop

Kommentar

Aloe, Ginkgo, Mistel & Co

Unzählige Wirkstoffe aus Heilpflanzen werden zur Vorbeugung oder zur ergänzenden Behandlung von Krebs propagiert. Zum grossen Teil handelt es sich dabei um unsinnige Versprechungen, doch gibt es auch interessante Wirkstoffe. Hier die Spreu vom Weizen zu trennen ist keine leichte Aufgabe.

Dr. med. Jutta Hübner ist Sprecherin des Arbeitskreises komplementäre onkologische Medizin in der Deutschen Krebsgesellschaft und zudem Chefärztin einer onkologischen Klinik. Sie ist eine qualifizierte Expertin und damit bestens geeignet als Autorin dieses Buches. Vor allem trennt sie sauber zwischen Forschungsergebnissen, die im Labor gewonnen wurden, und den Resultaten von Studien mit Patienten. Es ist nämlich ein verbreiteter Irrtum, vorschnell von positiven Laborresultaten auf entsprechende Wirkungen bei Krebskranken zu schliessen.

Aus phytotherapeutischer Sicht hat das Buch Schwächen im Bereich Wirkstoffkunde, beispielsweise wenn Thymian, Sonnentau und Süssholz zu den schleimhaltigen Heilpflanzen gezählt werden. In dieser Hinsicht würde ich dem Buch nicht trauen. Allerdings habe ich keinen wirkstoffkundlichen Irrtum gefunden, der für die Therapie relevant wäre. Das sind eher „Schönheitsfehler“. Das gilt auch für die Illustration im Abschnitt „Teufelskralle“, wo anstelle der südafrikanischen Harpagophytum procumbens, die als Heilpflanze verwendet wird, unsere einheimische Ährige Teufelskralle (Phyteuma spicatum) abgebildet ist. Eine Verwechslung, die ziemlich häufig geschieht.

Das Buch „Aloe, Ginkgo, Mistel & Co“ eignet sich gut zur Orientierung für den Bereich pflanzlicher Wirkstoffe im Umfeld der Onkologie.

Besprochen werden unter anderem folgende Wirkstoffe / Heilpflanzen:

Aloe, Amygdalin, Anamu (Petiveria alliacea), Anthocyane, Apigenin, Arganöl, Arginin, Avemar®, Ballonerbse (Sutherlandia frutescens), Beifuss (Artemisia annua anamed), Biobran®, Brennessel, Cannabis (Hanf, Cannabis sativa), Canthaxanthin, Capsaicin, Carnitin, Carnesol, Chinesischer Engelwurz (Angelica sinensis), Chlorogensäure, Cimetidin, Coenzym Q10 / Ubichinon, Cumarin, Curcumin, Ellagsäure, Emodin, Eugenol, Faktor AF 2, Ferulasäure, Flor Essence® / Essiac®, Folsäure, Galactose, Galavit®, Geraniol, Ginkgo (Ginkgo biloba), Ginseng (Panax ginseng), Glucarat, Glutamin, Gluthathion, Granatapfel (Punica granatum), Grüntee (Camellia sinensis), Haifischknorpelextrakt, Honig, Honokiol (Magnolia officinalis), Hydrazinsulfat, Indol-3-Carbinol, Ingwer (Zingiber officinale), Inositol-Hexaphosphat, Isoflavone, Isothiocyanate, Kaempherol, Kaffeesäureester, Katzenkralle (Uncaria tormentosa), Knoblauch, Allium sativum, Kombucha, Lapacho Leinsamen, Leinöl, Lignane Limonen, Lutein, Lycopin, Mariendistel (Silybum marianum) Melatonin, Melittin, Mistel (Viscum album), Zitruspektin, Moosbeere, Cranberry (Vaccinium macrocarpon, Myrobalanen (Terminalia), N-Acetylcystein, Noni (Morinda citrifolia), Oleanolsäure, Omega-3-Fettsäuren, Omega-6-Fettsäuren, Oridonin, PC-SPES / Prostasol®, Perillylalkohol, Polyerga®, Probiotika, Propolis, Proteaseinhibitoren, Quercetin, Resveratrol, Rooibos (Aspalathus linearis), Rutin, Saikosaponine, Schlafbeere (Withania somnifera), Scutellaria (Scutellaria baicalensis), Selen, Sojasaponine, Spirulina, Squalen, Süssholrwurzel (Glycyrrhiza glabra), Teufelskralle (Harpagophytum procumbens), Theanin, Thymus, Tragant (Astragalus), Traubenkernöl, Traubensilberkerze (Cimicifuga racemosa), Ukrain, Ursolsäure, Weidenrinde, Weihrauch (Boswellia), Zeaxanthin, Zeolithe, Zink, Zitrusflavonoide,

Und es werden folgende Krebs- und Therapiefolgeerkrankungen besprochen. Bei denen Massnahmen aus Naturheilkunde / Komplementärmedizin sinnvoll sein können:

Appetitlosigkeit, Depression, Diarrhoe (Durchfall), Erschöpfung, Hustenreiz, Leberschädigung, Lymphödem, Magenschleimhautentzündung, Meteorismus (Blähungen) Mundschleimhautentzündung, Obstipation (Verstopfung), Schädigung des Herzmuskels, Schädigung des Immunsystems, Schlafstörungen, Schmerzen, Strahlentherapiefolgeschäden, Übelkeit, Wechseljahrbeschwerden.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe

Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse

Kräuterexkursionen in den Bergen / Heilkräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital

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Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

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