Artikel mit Schlagwort ‘Mundkrebs’

Fundierte Informationen über Krebserkrankungen für Patientinnen und Patienten

Freitag, Januar 14th, 2011

Die Deutsche Krebshilfe stellt zu vielen Tumorarten seriöse und zugleich verständlich geschriebene Broschüren zur Verfügung. Betroffene aus der Schweiz können die Informationen kostenlos  als PDF herunterladen.

Die Ratgeber informieren über verschiedene Krebsarten, deren Früherkennung, Diagnose und Therapie sowie über die Nachsorge. Darüber hinaus werden übergreifende Themen erklärt, wie Wege zu Sozialleistungen (auf Deutschland bezogen) und Hilfen für Angehörige.

Folgende PDFs sind vorhanden:

- Ihr Krebsrisiko

- Brustkrebs

- Gebärmutterkrebs und Eierstockkrebs

- Krebs im Kindesalter

- Hautkrebs

- Darmkrebs

- Magenkrebs

- Gehirntumoren

- Schilddrüsenkrebs

- Lungenkrebs

- Rachenkrebs und Kehlkopfkrebs

- Mundkrebs, Kieferkrebs, Gesichtskrebs

- Speiseröhrenkrebs

- Bauchspeicheldrüsenkrebs

- Leberkrebs, Gallenwegskrebs

- Hodenkrebs

- Prostatakrebs

- Blasenkrebs

- Nierenkrebs

- Leukämie

- Hodgkin Lymphom

- Plasmozytom / Multiples Myelom

- Wegweiser zu Sozialleistungen (auf Deutschland bezogen)

- Krebs-Wörterbuch (Fachwörter aus der Onkologie erklärt)

- Hilfen für Angehörige

- Patienten und Ärzte als Partner

- TEAMWORK – Arzt-Exemplar (für Ärztinnen und Ärzte)

- Ernährung bei Krebs

- Bewegung und Sport bei Krebs

- Kinderwunsch und Krebs

- Krebsschmerzen wirksam bekämpfen

- Fatigue – Chronische Müdigkeit bei Krebs

- Strahlentherapie

- Palliativmedizin

- Klinische Studien

Download: http://www.krebshilfe.de/blaue-ratgeber.html

Kommentar & Ergänzung:

Phytotherapie hat im Kernbereich der Onkologie – wenn es um die Bekämpfung des Krebses oder von Metastasen geht – keine Bedeutung.

Phytotherapie kann aber viele Beschwerden lindern, die als Folge der Krebserkrankung oder als Folge der Krebstherapie auftreten, zum Beispiel Übelkeit, Appetitlosigkeit, Müdigkeit, Schleimhautentzündungen im Mundraum, Verstopfung, Durchfall.

Manchmal geht es aber nicht in erster Linie darum, Heilpflanzen oder sonstige Naturheilmittel zu empfehlen.

Etwas von wichtigsten für Krebspatientinnen und Krebspatienten sowie für Angehörige ist fundierte und gut verständliche Information. Deshalb weise ich gerne auf dieses sehr umfangreiche Download-Angebot der Deutschen Krebshilfe hin.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Kräuterexkursionen in den Bergen / Heilkräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital

Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

Hilft Grüntee gegen Mundkrebs-Vorstufe?

Montag, November 16th, 2009

Dem Grüntee haben Mediziner schon verschiedenste gesundheitsförderliche Eigenschaften bescheinigt. Nun konnten US-Wissenschaftler einen Aspekt ergänzen: Ein Grüntee-Extrakt kann offenbar im Kampf gegen die Vorstufe von Mundkrebs wirksam sein.

Der bösartigen Krebserkrankung im Mundraum geht in oft eine sogenannte orale Leukoplakie voraus. Das ist eine weißliche Veränderung der Mundschleimhaut. Nicht in jedem Fall entwickelt sich aus ihr Mundkrebs. Doch Ärzte betrachten sie als mögliches “Frühwarnsignal” und Betroffene gelten darum häufig als Risikopatienten.

Forscher der University of Texas haben Menschen dieser Risikogruppe mit einem Grüntee-Extrakt behandelt. Dieser zeigte eine deutliche Auswirkung auf die Veränderungen der Mundschleimhaut und die günstige Wirkung war nicht von schweren Nebenwirkungen begleitet, wie es bei anderen Behandlungsansätze der Fall ist. In hohen Dosen kann der Grüntee-Extrakt lediglich zu Schlafstörungen führen. Er wirkt jedoch nicht giftig auf den Organismus. Weitere Forschung ist notwendig, um die Heilungsfähigkeiten des Grüntee-Extrakts präzis einzugrenzen. Es wird vermutet, dass die im Grüntee enthaltenen Antioxidantien (Polyphenole) für den krebshemmenden Effekt verantwortlich sind.

Quelle:

http://de.news.yahoo.com/12/20091105/thl-gruentee-als-helfer-gegen-mundkrebs-d343981.html

Kommentar & Ergänzung:

Grüntee kann man mit Fug und Recht zu den Heilpflanzen zählen (wie Schwarztee natürlich auch). Es ist aber oft sehr schwierig, bei der Grüntee-Forschung zu unterscheiden, was nun für Patientinnen und Patienten wirklich relevant ist, und was vorläufig nur experimentellen Charakter hat.

Bei dieser interessanten Meldung fehlen konkreten Angaben, die eine genauere Beurteilung ihrer Bedeutung und Fundiertheit möglich machen würden:
Wer genau? “Forscher der University of Texas” genügt nicht.
Wurde die Studie in einer Fachzeitschrift publiziert? Das könnte ein gewisses Qualitätsmerkmal sein.
Hinweise auf eine günstige Wirkung von Grüntee auf Mundkrebs-Vorstufen gibt es aber schon aus früheren Untersuchungen.

Der Wissenschaftliche Informationsdienst Tee (www.teeverband.de) erwähnt dazu eine Arbeitsgruppe von J. Chen, nach der die als Krebsvorformen der Haut geltenden Leukoplakien der Mundhöhle nach 6-monatiger Behandlung mit Tee, eingenommen oder auf die Schleimhaut aufgebracht, um etwa 38% zurückgehen. Die Publikation dieser Ergebnisse erfolgte durch Li 1999:
Li, N., S. Zheng, C. Han, J. Chen: The chemopreventive effects of tea on human oral
precancerous mucosa lesions. In: Proceedings of the Society for Experimental Biology and Medicine 220 (1999)

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

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Phytotherapie: Efeu zur Arnzeipflanze des Jahres 2010 ernannt

Montag, November 16th, 2009

Der Würzburger Studienkreis Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde hat den Efeu zur Arzneipflanze des Jahres 2010 bestimmt. Efeublätter-Extrakt wird bei Entzündungen der Atemwege angewendet.

Je nach Entwicklungsstadium zeigt Efeu (Hedera helix) zwei verschiedene Blattformen. In der Phytotherapie werden die gelappten Blätter von jungen, noch nicht blühenden Pflanzen verwendet. Sie werden im Frühjahr und Frühsommer geerntet.

Als wirkungsbestimmenden Inhaltsstoffe gelten die Triterpensaponine (2,5 bis 6%) mit der Hauptkomponente Hederasaponin C. In experimentellen Studien wurde sowohl eine breite antimikrobielle Wirkung des Efeu-Extraktes als auch eine krampflösende Wirkung einzelner Triterpensaponine nachgewiesen. Die Wirksamkeit der Extrakte bei akuten Katarrhen der Atemwege und bei chronisch-entzündlichen Bronchialerkrankungen konnte in klinischen Studien belegt werden.

Efeu ist in geringem Maße giftig: Die frischen Blätter können allergische Kontaktdermatitiden auslösen und der Genuss der Beeren kann Übelkeit, Durchfall und Erbrechen verursachen.
Efeu ist der einzige einheimische Vertreter der Efeugewächse (Araliaceae), zu denen auch der Ginseng zählt und eine der wenigen immergrünen Pflanzen Mitteleuropas. Efeu galt als Symbol der Treue und des ewigen Lebens. In diesem Sinne wurde er gern auf Grabmälern dargestellt.

Eine ältere Schreibweise für Efeu ist “Epheu”, das als “Epp-heu” ausgesprochen wurde. Wie die Blätter anderer Gehölze sammelte und trocknete man früher Efeublätter im Sommer, um sie im Winter als Laubheu ans Vieh zu verfüttern. Der Artname “helix” leitet sich aus dem Griechischen ab und bedeutet “Windung”, wie im Zeitalter der Gentechnologie allgemein bekannt ist. Allerdings klettert der Efeu nicht hoch, indem er sich um seine natürlichen oder künstlichen Stützen herumwindet. Er verschafft sich mit Haftwurzeln Halt.

Quelle:

http://www.deutsche-apotheker-zeitung.de

Studienkreis Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde am Institut für Geschichte der Medizin Würzburg

Kommentar & Ergänzung:

Efeu hat sich als Heilpflanze geben verschiedene Arten von Husten bewährt und “verdient” daher die Ernennung zur Arzneipflanze des Jahres 2010.
Festgehalten werden soll noch:
Efeu nicht in Form von Tee oder Tinktur verwenden, sondern Efeu-Extrakte, die präzis dosiert werden können.
Efeu ist entgegen von verbreiteten “Vorurteilen” weder ein Schmarotzer noch ein Halbschmarotzer. Efeu ernährt sich vollständig selbst. Efeu ist für viele Insekten wie Bienen, Wespen oder Schwebefliegen eine wichtige Nahrungsquelle im Herbst.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

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