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Teebaumöl bei Akne

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Das ätherische Öl aus den Blättern und Zweigen des in Australien heimischen Teebaums (Melaleuca alternifolia) gilt als Geheimtipp gegen Pickel / Akne.

Das Portal „Medizin transparent“ hat recherchiert, ob die Studienlage die Wirksamkeit von Teebaumöl gegen Akne bestätigt.

Ein chinesisch-australisches Wissenschaftsteam konnte in einer umfangreichen Recherche nur eine einzige Studie zu diesem Thema finden.

Diese allerdings kleine Studie liefert zwar vorsichtige Hinweise, dass Teebaumöl gegen Pickel helfen könnte. Für wissenschaftliche Gewissheit wären jedoch weitere, gutgemachte Studien mit positivem Resultat nötig.

In dieser Untersuchung hatten die Versuchspersonen per Losentscheid entweder ein Gel mit Teebaumöl in einer 5-prozentigen Konzentration oder aber ein vergleichbares Gel ohne Wirkstoff ( = Scheinpräparat, Placebo) zugeteilt bekommen, das sie sich zweimal täglich auf die betroffenen Stellen im Gesicht auftragen sollten.

Welche der insgesamt 60 Versuchspersonen das Teebaumöl-Präparat und welche das Placebo bekamen, wurde vor den Probanden und dem Studienpersonal geheim gehalten. Durch diese „doppelte Verblindung“, wie das Geheimhalten der Zuteilung vor sowohl Teilnehmern als auch Studienpersonal genannt wird, wird sichergestellt, dass Erwartungen der an der Studie beteiligten Personen das Resultat nicht beeinflussen können. Allerdings ist nicht sicher, dass bei dieser Studie die Verblindung auch bis zum Ende der Studie aufrecht blieb, da die Wirkstoff-freien Salben eine andere Beschriftung hatten als jene mit Teebaumöl.

Nach sechs Wochen zeigten sich bei den Versuchpersonen, welche das Gel mit Teebaumöl verwendeten, durchschnittlich sieben bis acht Hautunreinheiten wie Pickel, Mitesser oder Pusteln weniger als bei jenen, die das wirkstofflose Gel aufgetragen hatten. Mit nur 60 Probanden sind diese Resultate dieser Studie allerdings nur eingeschränkt aussagekräftig. Finanziert wurde die Untersuchung durch ein Unternehmen, das Kosmetika mit Teebaumöl produziert.

Aus den Resultaten ihrer Untersuchung schlussfolgern die Studienautoren, dass ihr Teebaumöl-Präparat kaum mehr Nebenwirkungen hat als das Gel ohne Wirkstoff. „Medizin transparent“ weißt jedoch darauf hin, dass Teebaumöl nicht immer harmlos ist, und bei empfindlichen Personen zu Hautreizungen und allergischen Hautausschlägen führen kann. Das Scientific Commitee on Consumer Safety (SCCS), das auf EU-Ebene berät, warne daher vor Produkten, die über fünf Prozent Teebaumöl enthalten, und das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung rate bei Kosmetika überhaupt zu einer Begrenzung auf eine Konzentration von einem Prozent.

Quelle:

https://www.medizin-transparent.at/teebaumoel-gegen-pickel

Kommentar & Ergänzung:

Teebaumöl hat eine gute antibakterielle Wirkung und da Bakterien bei Akne eine Rolle spielen, erscheint eine Wirksamkeit plausibel.

Teebaumöl wird durch Wasserdampfdestillation aus den Blättern und Zweigen des in Australien heimischen Australischen Teebaums (Melaleuca alternifolia) gewonnen.

Es besteht aus einem Gemisch von etwa 100 Substanzen, insbesondere (+)-Terpinen-4-ol (rund 40 %), α-Terpinen (rund 20 %), Terpinolen, Terpineol (jeweils 3 bis 4 %), Pinen, Myrcen, Phellandren, p-Cymen, Limonen, 1,8-Cineol.

Während die chinesisch-australische Forschergruppe nur eine einzige Studie fand, die ihren Qualitätsansprüchen genügte, geht Dr. Rainer C. Görne in der ÄrzteZeitung von fünf randomisierten Studien aus, welche die Wirksamkeit von Teebaumöl bei der Behandlung von Akne belegen sollen. Allerdings fehlen dort Quellenangaben zu diesen Studien.

Siehe: Teebaumöl gegen Akne

 

Die Verträglichkeit des Teebaumöls hängt wesentlich von den Aufbewahrungsbedingungen ab, die möglischst geschützt vor Sauerstoff sein sollten:

Teebaumöl: Korrekte Aufbewahrung reduziert Nebenwirkungen

Grundsätzlich stellt sich jedoch die Frage, ob es unbedingt Teebaumöl sein muss.

Viele ätherische Öle wirken antibakteriell. Und viele ätherische Öle sind besser hautverträglich als Teebaumöl und geruchlich angenehmer.

Besser verträgliche und geruchlich angenehmere ätherische Öle mit antibakterieller Wirkung sind zum Beispiel Korianderöl und Lavendelöl.

Siehe dazu:

Korianderöl bekämpft gefährliche Bakterien

Zur Wirkung von Korianderöl

Phytotherapie: Zur Wirkung von Koriander / Korianderöl

 

 

 

Wer typverwandte ätherische Öle als geruchliche Alternativen zu Teebaumöl sucht probiert es manchmal mit Manukaöl, Kanukaöl, Niaouliöl, Cajeputöl oder Eukalyptusöl.

Manukaöl ( aus der Südseemyrte, Leptospermum scoparium) wirkt ähnlich antibakteriell wie Teebaumöl, ist aber ebenfalls haut- und augenreizend.

Kanukaöl stammt von Leptospermum ericoides (= Kunzea ericoides) und fällt bezüglich antibakterieller Wirkung ab.

Niaouliöl wird mittels Wasserdampfdestillation gewonnen aus Melaleuca viridiflora (Myrtaceae) und gleicht in seiner Zusammensetzung dem Cajeputöl: Hauptbestandteil ist 1,8-Cineol (bis ca. 60 %), weiters Pinen und Limonen. Im Labor zeigte es antimikrobielle Wirkung.

Siehe: Was ist Niaouliöl?

Cajeputöl wird durch Wasserdampfdestillation aus den Blättern und kleineren Zweigen des Cajeputbaumes (Melaleuca leucadendra) gewonnen. Es hat einen an Eukalyptus erinnernden Duft, wirkt stark antimikrobiell, enthält in hohem Maße Terpene und ist ein Hauptbestandteil des Olbasöls.

Siehe:

Olbastropfen – ein Gemisch von ätherischen Ölen getestet auf antimikrobielle Wirkung

Eukalyptusöl stammt von Eucalyptus globulus und besteht hauptsächlich aus 1,8-Cineol (über 70 %), ausserdem 1-Pinen (Spuren bis maximal 9 %), 2-Pinen (0-1,5 %), Limonen (0-12 %), und Phellandren (0-1,5 %). Es zeigt breite antimikrobielle Aktivität, ist dabei aber in seiner Wirksamkeit dem Teebaumöl unterlegen.

Verglichen mit dem relativ giftigen Phenol ist das Teebaumöl 11 bis 13 Mal wirksamer und damit viel stärker bakterizid als Eukalyptusöl, das nur etwa 3,5mal stärker als Phenol wirkt. In der Phytotherapie wird Eukalyptusöl in Kapselform auch innerlich angwendet als schleimlösendes Mittel gegen Husten (Sibrovita N).

 

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe

Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse

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Olbas Tropfen – ein Gemisch von ätherischen Ölen – getestet auf antimikrobielle Wirkung

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Olbas Tropfen – ein traditionelles pflanzliches Arzneimittel – enthalten ein Destillat aus einer Mischung von Pfefferminzöl, Cajeputöl, Eukalyptusöl, Wacholderbeeröl und Wintergrünöl im Verhältnis von 53 : 21 : 21 : 3 : 2.

Das Präparat wird traditionell zur Einnahme und Inhalation bei Erkältungskrankheiten (Husten, Schnupfen, Heiserkeit) empfohlen, zur Einnahme bei leichten Beschwerden im Magen-Darm-Trakt, zur äußerlichen Anwendung bei leichten Kopfschmerzen, beispielsweise bei Verspannungszuständen, sowie zur äußerlichen Anwendung bei umschriebenen (lokalen) Muskelschmerzen nach Überanstrengung / Fehlbelastung. Darüber hinaus ist es auch bekannt für seine Anwendung bei diversen Sportverletzungen.

Die „Pharmazeutische Zeitung“ hat den Stand der Forschung zu Olbas zusammengestellt. Daraus lassen sich interessante Schlüsse ziehen. unter anderem auch bezüglich der antimikrobiellen Wirkungen der einzelnen ätherischen Öle, die Bestandteil der Olbas-Mischung sind.

Zahlreiche Laboruntersuchungen (in-vitro) belegen zweifelsfrei die antimikrobielle Wirkung von ätherischen Ölen. Viele Bakterien, Pilze und Viren reagieren äusserst sensibel auf ätherische Öle.

Solche positiven Resultate lassen den unterstützenden oder zum Teil alleinigen Einsatz von ätherischen Ölen in der Phytotherapie und Aromatherapie bei Haut- und Wundinfektionen sowie bei Erkältungskrankheiten plausibel erscheinen.

Eine In-vitro-Studie untersuchte das antimikrobielle Potenzial von Olbas im Vergleich zu seinen individuellen Basisölen (Cajeputöl, Eukalyptusöl, Pfefferminzöl, Wacholderbeeröl und Wintergrünöl). Die Ergebnisse zeigen, dass Olbas ein relativ breites Wirkungsspektrum mit insgesamt guter bis sehr guter antimikrobieller Wirkung gegen alle Testkeime besitzt, einschließlich Methicillin-resistenter (MRSA) Stämme und Vancomycin-resistenter Enterococcus (VRE) Stämme. Besonders hervorgehoben wird von den Autoren die relativ hohe Sensibilität der Bakterien Acinetobacter baumanii, Escherichia coli und Pseudomonas aeruginosa sowie des Hefepilzes Candida albicans gegen Olbas. Die genannten Bakterien bewirken Wundinfektionen sowie Spitalinfektionen und erweisen sich oft als multiresistent gegen verschiedene Antibiotika. Im Fall der erwähnten Untersuchung war Pseudomonas aeruginosa gegen die Antibiotika Ampicillin und Vancomycin resistent. Interessant ist die Wirksamkeit gegen Pseudomonas aeruginosa, weil dieser Keim gegen zahlreiche ätherische Öle eine stark verminderte Sensibilität aufweist. Dies hängt damit zusammen, dass Pseudomonas aeruginosa über sogenannte MDR-Effluxpumpen verfügt, die in der Lage sind, eingedrungene Monoterpene (= Bestandteile vieler ätherischer Öle) wieder aus der Zelle zu schleusen.

Vergleicht man die Wirksamkeit der einzelnen Basisöle mit derjenigen der Olbas-Kombination, dann sind nur die antimikrobiellen Aktivitäten von Pfefferminzöl und Cajeputöl erwähnenswert. Die Ergebnisse sprechen dafür, dass die antimikrobielle In-vitro-Wirkung von Olbas weitgehend auf derjenigen von Pfefferminzöl beruht.

Quelle:

http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=51283

Kommentar & Ergänzung:

Für mich sind vor allem die Vergleichswerte der verschiedenen ätherischen Öle interessant. Die detaillierten Werte sind im Artikel der „Pharmazeutischen Zeitung“ in einer Tabelle zusammengestellt.

Bemerkenswert ist für mich die klare Überlegenheit von Pfefferminzöl gegen Bakterien. Nur gegen Pseudomonas aeruginosa ist Cajeputöl sehr deutlich und Eukalyptusöl deutlich wirksamer. Und gegen Streptococcus pyogenes und Streptococcus oralis ist Pfefferminzöl gleichauf mit Cajeputöl an der Spitze. Auch gegen Hefepilze (Candida albicans) zeigt Pfefferminzöl von den untersuchten Einzelöle die beste Wirkung.

Cajeputöl (aus Melaleuca leucadendra) ist botanisch verwandt mit Teebaumöl (aus Melaleuca alternifolia).

Generell muss zu diesen Untersuchungsergebnissen gesagt werden:

Dass ätherische Öle zum Teil bemerkenswerte antimikrobielle Wirkungen haben und in dieser Hinsicht angesichts zunehmender Antibiotika-Resistenzen vermehrte Beachtung verdienen, steht ausser Frage.

Man muss aber wissen, dass solche eindrücklichen Ergebnisse wie in der beschriebenen Untersuchung im Labor stattfinden, in dem ätherische Öle in eine Bakterien- oder Pilzkultur appliziert werden. Das ist ein sehr direkter Kontakt mit hoher Konzentration.

Mir fällt einfach auf, dass in der Aromatherapie-Literatur solche In-vitro-Ergebnisse oft sehr schnell auf die Anwendung von Aromaölen im Alltag übertragen werden. Beispielsweise wird dann einem ätherischen Öl, das im Labor in einer Bakterienkultur einen Spitalkeim abtöten kann, auch zugetraut, dass es diesen Spitalkeim genauso hemmt, wenn man es im Spital als Duft einsetzt. Das sind aber zwei völlig unterschiedliche Kontexte und es wird beim Verdunstenlassen im Raum einfach nicht annähernd die Konzentration erreicht, die in der Bakterienkultur direkt wirksam wird.

Der Kontext, in dem eine Erkenntnis gewonnen wurde, darf bei der Beurteilung nicht ausser acht gelassen werden.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

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Aromatherapie / Aromapflege: Ätherische Öle mit antiviraler Wirkung

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Auf springermedizin.at veröffentlichte Wolfgang Steflitsch einen Beitrag mit dem Titel „Ein medizinischer Blick auf die Aromatherapie“. Ein Abschnitt in diesem Artikel geht auf die antivirale Wirkung von ätherischen Ölen ein:

„Aber auch die antivirale Aktivität zählt zu den Domänen von ätherischen Ölen. Besondere Einsatzgebiete sind dabei Herpes- und Influenza-Viren. Bewährte ätherische Öle in dieser Indikation sind Ingwer (Zingiber officinale), Kamille deutsch (Matricaria recutita), Manuka (Leptospermum scoparium), Sandelholz (Santalum album), Melisse (Melissa officinalis), Teebaum (Melaleuca alternifolia), Ravintsara (Cinnamomum camphora Ct. Cineol) und Ysop (Hyssopus officinalis).“

Quelle:

http://www.springermedizin.at/fachbereiche-a-z/i-o/komplementaermedizin/?full=41341

Komplementärmedizin Nr. 2 / 2014

 

Kommentar & Ergänzung:

Viele ätherische Öle zeigen antivirale Wirkungen. Das ist eine interessante Eigenschaft dieser Wirkstoffe aus Heilpflanzen.

Auf welchen Kriterien sich die obige Auswahl begründet, ist unklar. Mir fehlt hier zum Beispiel Pfefferminzöl, das gut wirksam ist gegen Herpesviren.

Es gibt allerdings einen wichtigen Aspekt, der bei diesem Thema zu beachten ist:

Im Labor können ziemlich leicht antivirale Wirkungen von ätherischen Ölen erzeugt und festgestellt werden. Entscheidend ist aber die Frage, ob solche Effekte auch in der konkreten Erkrankungssituation auftreten. Bei Herpes ist das plausibel, wenn Melissenöl oder Pfefferminzöl im Frühstadium lokal aufgetragen wird. Bei Influenza (Grippe) ist das schwieriger. Ätherische Öle kann man mit grösster Wahrscheinlichkeit nicht in so hohen Dosierungen einnehmen, dass sie eine Konzentration erreichen, die im ganzen Körper antiviral wirkt. Und auch beim Verdunstenlassen in der Raumluft ist fraglich, ob eine wirksame Konzentration erreicht wird. Allenfalls könnte man durch direktes Inhalieren von ätherischen Ölen einen lokalen antiviralen Effekt in den Atemwegen bewirken, aber es stellen sich hier noch sehr viele offene Fragen.

Meinem Eindruck nach gibt es in der Aromatherapie bzw. Aromapflege eine Tendenz, allzu schnell von Laborwirkungen auf Wirkungen in der Erkrankungssituation zu schliessen. Da würde ich mir mehr Differenzierung wünschen.

Siehe auch:

Antivirale Wirkung von Pfefferminzöl und Melissenöl gegen Herpes-simplex-Viren

Herpesviren mit Melissenöl und Teebaumöl stoppen 

Melissenöl hält Herpesviren in Zellkulturen in Schach

 

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Jasminöl, Teebaumöl und Minzöl gegen Scheidenpilz untersucht

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Fast jede Frau leidet in ihrem Leben einmal oder wiederkehrend  unter einer Scheidenpilzinfektion, die in der Regel begleitet ist von Juckreiz oder Brennen im Scheidenbereich und / oder von weißlichem Ausfluss aus der Scheide. In rund 90% der Fälle ist eine Infektion mit dem Hefepilz Candida albicans der Auslöser (vaginale Candidose). Ähnlich wie bei den Antibiotika haben sich in den letzten Jahren auch Candida-Stämme entwickelt, die resistent sind gegen einige der herkömmlichen Fungizide (Anti-Pilzmittel). Eine Studie hat nun untersucht, ob Minzöl (aus Rundblättriger Minze, Mentha suaveolens), Teebaumöl (aus Melaleuca alternifolia) oder Jasminöl (aus Jasminum grandiflorum) eine günstige Wirkung bei der Therapie der vaginalen Candidose haben können.

Im ersten Teil der Studie wurde untersucht, ob die ätherischen Öle das Wachstum der Hefezellen in Reagenzgläsern hemmen und ab welcher Konzentration die Hefezellen abgetötet werden.

Im zweiten Teil wurde die Wirkung der ätherischen Öle bei der Behandlung von Mäusen, die eine Scheidenpilzinfektion mit Candida albicans hatten, untersucht.

Jasminöl zeigte in diesem Laborversuch im Reagenzglas keine Wirkung auf den Hefepilz. Teebaumöl und Minzöl dagegen hemmten das Wachstum der Hefezellen im Laborversuch und töten diese in höheren Dosierungen auch ab. Dabei zeigte das Minzöl bei fast allen untersuchten Candida-Stämmen eine deutlich bessere Wirkung als das Teebaumöl. Beide ätherischen Öle wirkten auch bei Candida-Stämmen, die weitgehend resistent gegenüber dem Standard-Fungizid Fluconazol sind. Allerdings zeigte sich diese Wirkung nur in Dosierungen, die schon nahe derjenigen sind, in denen die ätherischen Öle auch auf Menschenzellen und Mauszellen toxisch wirken.

Der kombinierte vorbeugende und therapeutische Einsatz von Minzöl bei infizierten Mäusen führt nach 15 Tagen ebenfalls zu einer signifkanten Verminderung von Hefezellen im Vaginaltrakt, allerdings sind die Resultate nach 21 Tagen nicht mehr eindeutig. Das Teebaumöl zeigt gewisse, jedoch nicht eindeutige Aktivität nach 9 und 15 Tagen.

Die Carstens-Stiftung schätzt die Studie so ein:

„Der erste Teil der Studie ist gut dargestellt und zeigt deutliche Effekte, wenn auch der Nutzen offen bleibt aufgrund der Zelltoxizität bei Mensch- und Mauszellen.

Die Mäuseversuche sind nicht so gut dargestellt und liefern auch keinen eindeutigen Hinweis, dass eine Behandlung mit Minz-Öl dem infizierten Organismus einen Vorteil bringt.“

Quellen:

Pietrella D, Angiolella L, Vavala E, Rachini A, Mondello F, Ragno R, Bistoni F, Vecchiarelli A. Beneficial effect of Mentha suaveolens essential oil in the treatment of vaginal candidiasis assessed by real-time monitoring of infection. BMC Complement Altern Med. 2011; 11:18.

http://www.carstens-stiftung.de/artikel/aetherische-oele-bei-vaginaler-candidose.html

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21356078/

Kommentar & Ergänzung:

Viele ätherische Öle zeigen pilzhemmende Wirkungen. Bekannt dafür sind unter anderem Teebaumöl, Kümmelöl, Gewürznelkenöl, Eukalyptusöl, Korianderöl, Thymianöl, Niaouliöl und Lavendelöl.

Bei der Anwendung auf Haut und Schleimhaut ist allerdings nicht nur die bestmöglichste Wirksamkeit gegen Pilze ausschlaggebend. Mitentscheidend für die Auswahl eines ätherischen Öles ist auch die Verträglichkeit.

Bei der beschriebenen Reagenzglasuntersuchung ist interessant, dass Jasminöl keine Wirkung zeigte und damit für eine Anwendung bei Scheidenpilzinfektionen wegfällt, und dass Minzöl wirksamer war als Teebaumöl.

Mich selber überzeugt für die Anwendung bei Scheidenpilzinfektionen vor allem das Lavendelöl wegen seiner vergleichsweise guten Verträglichkeit. Beim Teebaumöl halte ich die Verträglichkeit für schlechter.

Bei den beschriebenen Mäuseuntersuchungen kann ich keine nützlichen Schlüsse für die Behandlung von Scheideninfektionen bei Frauen ableiten.

Siehe auch:

Ätherische Öle gegen Hefepilze (Candida albicans)

Heilpflanzen bei Pilzerkrankungen ( Mykosen)

Lavendelöl wirksam gegen Hautpilze

Teebaumöl – ein Naturheilmittel macht Karriere

Teebaumöl als Naturheilmittel

Ausserdem zum Thema Scheidenpilzinfektion:

Bei Neigung zu Scheidenpilzinfektionen Zuckerkonsum einschränken

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Was ist Niaouliöl?

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Niaouliöl wird mittels Wasserdampfdestillation gewonnen aus Melaleuca viridiflora (Myrtaceae). Das ätherische Öl  gleicht in seiner Zusammensetzung dem Cajeputöl: Hauptbestandteil ist 1,8-Cineol (bis ca. 60 %), weiters Pinen und Limonen.

Wirkung von Niaouliöl:  antimikrobiell, hyperämisierend (durchblutungssteigernd), sekretolytisch und sekretomotorisch (auswurffördernd)

Anwendungsbereiche von Niaouliöl: Atemwegserkrankungen (Husten, Schnupfen,) Beschwerden bei Rheuma (Gelenkschmerzen).

Therapeutisch relevante Wirkungen von Niauliöl:

Hyperämisierende Wirkung: Die Einnahme des Öls löst nach dem Schlucken ein Gefühl der Wärme aus, der Puls wird schneller und es kann ein profuser Schweißausbruch auftreten. Bei äusserlicher Anwendung kommt es zu hyperämisierenden (wärmenden) Effekten zum Beispiel bei Gelenkschmerzen.

Auswurffördernde Wirkung: Die Wirksamkeit bei Katarrhen der oberen Atemwege gilt als belegt.

Weitere Wirkungen:
Eine antimikrobielle Wirkung ist in vitro (= im Reagenzglas, im Labor) nachgewiesen.

Unerwünschte Wirkungen von Niaouliöl:
In therapeutischen Dosen keine bekannt.

Indikationen von Niaouliöl:
Wissenschaftlich belegt:
Katarrhe der oberen Luftwege; als hyperämisierendes Mittel in Kombination mit anderen ätherischen Ölen zum Einreiben (zum Beispiel bei Gelenkschmerzen).

Quelle:

http://www.kup.at/db/phytokodex/datenblatt/Niaulioel.html

Kommentar & Ergänzung:

Melaleuca viridiflora wächst in Australien, Tasmanien, Neukaledonien, Madagaskar und auf französischen Pazifikinseln. Die Pflanze ist verwandt mit Teebaum (Melaleuca alternifolia), der Stammpflanze von Teebaumöl,  und Cajeput (Melaleuca leucadendron).

Niauliöl gilt als gut verträgliches ätherisches Öl für Haut und (verdünnt) Schleimhaut.

Dietrich Wabner / Christine Beier empfehlen Niauliöl  im Fachbuch „Aromatherapie“ auch (nachvollziehbar) für die Behandlung von Abszessen und Furunkeln. Wie sehr häufig in der Aromatherapie-Literatur, sind plausible Empfehlungen gemischt mit spekulativen Aussagen. Sehr fragwürdig hier zum Beispiel die Angabe einer litholytischen (steinlösenden) Wirkung bei Gallensteinen und die Postulierung einer hormonell ausgleichenden Wirkung bei Impotenz. Dafür gibt es meines Erachtens nicht den Hauch einer plausiblen Begründung.

Das zeigt wie kritisch solche Bücher gelesen werden müssen, wenn man nicht wilden Spekulationen aufsitzen will.

Die Beschreibung von Niaouliöl auf der Phytotherapie-Site Phytokodex ist im Vergleich dazu bis in die Knochen seriös.

Falls Sie an sorgfältigem Wissen über Wirkung und Anwendung von Heilpflanzen interessiert sind, finden Sie dazu meine Kurse und Lehrgänge oben über den Menüpunkt „Kurse“.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildungen / Heilpflanzen-Kurse & Heilkräuter-Exkursionen / Weiterbildung Pflanzenheilkunde / Kräuterwanderungen:

Infos auf www.phytotherapie-seminare.ch

Info-Treff Pflanzenheilkunde

Besuchen Sie auch unseren „Info-Treff Pflanzenheilkunde“ für Information und Erfahrungsaustausch in den Bereichen

Phytotherapie / Pflanzenheilkunde / Naturheilkunde:

moodle.heilpflanzen-info.ch/

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Anzeichen für Quacksalberei

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Die Zeitschrift „Gute Pillen – Schlechte Pillen“ (GPSP) veröffentlichte eine Liste mit Anzeichen für Quacksalberei.  Sie soll dabei helfen, falsche Versprechungen besser zu erkennen.

Wir werden überschwemmt mit Propaganda für Produkte, die uns gesund machen oder gesund erhalten sollen, und mit Heilungsversprechungen aller Art. Auch im Bereich Komplementärmedizin / Naturheilkunde.

Lange nicht alles, was in Werbung, im Internet, aber auch in Zeitschriften und Gesundheitssendungen propagiert wird, ist wirklich wirksam. Vieles ist von fragwürdigem Nutzen oder manches sogar riskant, überzeugende wissenschaftliche Nachweise fehlen häufig. Menschen, die mit Heilwissen prahlen, das sie gar nicht haben, werden seit jeher Quacksalber genannt. Dementsprechend fallen zahlreiche angebliche „Medikamente“ unter den Begriff „Quacksalberei“. Häufig handelt es sich dabei in Wirklichkeit gar nicht um Arzneimittel, sondern um sogenannte Nahrungsergänzungsmittel, deren Wirkungen nicht routinemäßig geprüft werden.

GPSP schreibt:

„Vitamine gegen Schwerhörigkeit? Weiter essen wie bisher und dennoch abnehmen? Manchmal klingt Werbung zu gut, um wahr zu sein. Schenken Sie Werbebotschaften keinen Glauben, seien Sie skeptisch.“

Hier neun Punkte von dieser Liste und dazwischen ein paar Zeilen mit ergänzenden Bemerkungen von mir (kursiv):

Keine Nebenwirkungen

Die Jahrhunderte alte Erfahrung der Medizin lehrt, dass es in der Medizin keine Wirksamkeit gibt ohne das Risiko von Nebenwirkungen. Ein Mittel, das mit dem Hinweis ‚ohne Risiken’ beworben wird, hat mit hoher Wahrscheinlichkeit auch keine Wirkung.“

Ja, der Hinweis ‚nebenwirkungsfrei’ müsste tatsächlich ein Grund sein, besonders genau nachzufragen, ob eine Wirkung vorhanden ist. Es gibt auch Heilpflanzen-Präparate mit unerwünschten Nebenwirkungen.

Erfolgsgarantie

Versprochen wird vieles – wird es auch eingehalten? Bei Medikamenten kann es keine Erfolgsgarantie geben. Das gilt erst recht für oft dürftig belegte Alternativmethoden. Häufig werden angeblich ‚sanfte Erfolgsmittel‘ mit der Behauptung angepriesen, sie würden besser wirken als ‚normale‘ Arzneimittel. Das kann dazu führen, dass eine bewährte Therapie zu Gunsten von Quacksalber-Methoden abgesetzt wird.“

Erfolgsgarantien sind in der Heilkunde immer ein Grund, um besonders kritisch nachzufragen. Insbesondere wenn sich die Garantien auf schwer behandelbare Krankheiten beziehen wie beispielsweise Krebs, Polyarthritis, Neurodermitis, Multiple Sklerose.

Vielseitig wirksam

Besondere Vorsicht ist ratsam, wenn ein Mittel gegen viele verschiedene Leiden mit völlig unterschiedlichen Ursachen helfen soll, beispielsweise gegen Bluthochdruck, AIDS und Krebs. Eine solche Allround-Pille ist leider ein Wunschtraum.“

Die Medizingeschichte ist voll mit solchen Panazeen, Heilmitteln also, die gegen (fast) alle Krankheiten helfen sollen. Ein solches Wundermittel entspricht wohl einfach den Bedürfnissen vieler Menschen zu allen Zeiten.

Wird ein Heilmittel gegen sehr viele unterschiedliche Krankheiten propagiert, so spricht man auch von „Indikationslyrik“.

Ein Beispiel für Indikationslyrik ist der Schwedenbitter (= Schwedenkräuter), welcher von der Österreicherin Maria Treben als Universalheilmittel propagiert wurde.

„Exotische Herkunft

Algen aus Hawaii oder Kristallsalz aus dem Himalaja? Ein Produkt wird nicht durch die Herkunft geadelt. Die Anbieter versuchen, ihre Präparate aufzuwerten und den Glanz ferner Naturparadiese für ihr Angebot zu nutzen. In der Regel gibt es keinen Beleg für einen besonderen Nutzen dieser exotischen Heilmittel und die hohen Preise sind durch nichts zu rechtfertigen.“

Auch dafür gibt es in der Medizingeschichte unzählige Beispiele. Als die Kartoffel nach Europa kam, galt sie zuerst als wertvolle Arznei. Auch heute noch gibt es den „Exoten-Bonus“.

Hoch geschätzt wird beispielsweise Teebaumöl aus Australien, welches angeblich schon seit Urzeiten von den Aborigines verwendet wurde. Die Aborigines nutzen jedoch die Blätter von Melaleuca alternifolia als Tee, nicht das isolierte ätherische Teebaumöl. Und dass auch viele weniger exotische ätherische Öle ähnliche Wirkungen wie Teebaumöl zeigen, geht leicht vergessen.

Besser als die Schulmedizin

Die Anbieter mancher Mittel versprechen Heilung selbst dann, wenn alle Möglichkeiten der Schulmedizin ausgeschöpft sind. Derartige Heilversprechen werden in der Regel leider nicht von einer neutralen, verlässlichen Stelle überprüft. Quacksalber geben dennoch solch ein Versprechen, um in ausweglosen Situationen, z.B. bei fortgeschrittenen Krebserkrankungen, zweifelhafte Produkte zu verkaufen. Für diese als „letzter Strohhalm“ feilgebotenen Präparate muss meist viel Geld bezahlt werden.“

Die ‚Komplementärmedizin’ verspricht oft Heilung in Situationen, in denen die ‚Schulmedizin’ an Grenzen kommt. Dabei wird oft verwischt, dass es auch tatsächliche Grenzen der Heilbarkeit geben kann. So unangenehm oder unakzeptabel uns das auch manchmal erscheinen mag. Das Risiko von Krankheiten gehört zum Leben und der Anspruch auf totale Gesundheit ist wohl einfach nicht einlösbar.

Sie dazu auch:

Tagesseminar: Chronische Krankheiten besser verstehen und damit umgehen

Tagesseminar: Komplementärmedizin – Basiswissen zur Orientierung im überquellenden Angebot

„Erfahrungsberichte als ‚Wirksamkeitsbelege’

Gerade wenn nachvollziehbare Daten aus wissenschaftlichen Studien fehlen, verweisen die Hersteller gerne auf umfangreiche Erfahrungen mit den Mitteln. Seien Sie auf der Hut bei Behauptungen, die mit begeisterten Erfolgsberichten angeblicher Patienten begründet werden. Diese sagen ebenso wenig über den tatsächlichen Nutzen und die Risiken eines Arzneimittels oder einer Nahrungsergänzung aus wie Behauptungen, die auf Weltanschauungen basieren.“

Positive „Erfahrungen“  im Stil von Akekdoten reichen tatsächlich nicht als Begründung.

Siehe:

Naturheilkunde braucht sorgfältigeren Umgang mit Erfahrung

Naturheilkunde – Erfahrung genügt nicht als Begründung

Pflanzenheilkunde: Erfahrung allein genügt nicht zur Begründung

„Personenkult um den Behandler

Wenn das Funktionieren einer Behandlung an eine bestimmte Person oder eine Einrichtung gebunden wird, ist größte Vorsicht angebracht. Warum kann sie nicht auch von anderen eingesetzt werden? Oder geht es hier vor allem um Geld? Personengebundene Methoden, die den Nimbus eines bestimmten Menschen nutzen, werden in der Regel nicht durch Dritte überprüft. Eine unabhängige Kontrolle von Nutzen und Risiken fehlt.“

Guru-fixierte Heilmethoden gibt es im Bereich der Komplementärmedizin leider zuhauf.

Siehe:

Esoterikfreie Pflanzenheilkunde warum?

„Seit Jahrzehnten bewährt

Statt ‚seit Jahrzehnten bewährt’ müsste es eher heißen ‚seit Jahrzehnten beworben und verkauft’. Aber nicht alles, was häufig verkauft wird, ist auch wirksam und unbedenklich.“

Naturheilkunde und Pflanzenheilkunde haben eine lange und faszinierende Tradition, von der wir auch heute noch lernen können. Das heisst aber nicht, dass Tradition immer Recht hat. Tradition allein reicht daher nicht als Begründung.

Siehe:

Komplementärmedizin – hat Tradition recht?

„Wirksam – und doch nicht als Arzneimittel zugelassen

Wenn ein Mittel belegbar gut wirksam und verträglich ist, warum wird dann nicht die Zulassung als Arzneimittel beantragt? Das hätte doch den Vorteil, dass das Produkt von Ärzten verordnet werden könnte und von Krankenkassen bezahlt würde. Aber so mancher Anbieter scheut das Urteil neutraler Fachleute, die durchschauen könnten, dass die Wirksamkeitsbelege mangelhaft sind oder sogar fehlen.“

Auch das ist ein wichtiger Kritikpunkt. Viele Heilpflanzen-Präparate werden nur als Nahrungsergänzung auf den Markt gebracht und müssen daher keinerlei Wirksamkeit belegen. Ich würde pflanzliche Nahrungsergänzungsmittel nicht grundsätzlich und pauschal schlecht machen, doch ist es für Konsumentinnen und Konsumenten meist nicht klar,  ob ein Heilpflanzen-Präparat seine Wirksamkeit belegt hat oder nicht.

Noch intransparenter wird die Situation dadurch, dass es auch zugelassene Arzneimittel gibt, die vom Nachweis der Wirksamkeit befreit sind (Präparate der Homöopathie und der Anthroposophischen Medizin, aufgrund von „Tradition“ zugelassene Heilpflanzen-Präparate, sogenannte Hausspezialitäten von Apotheken und Drogerien).

„Betonung auf ‚Ausgleich von Mängeln in der Ernährung’

Angeblich sollen unserem Essen wichtige Stoffe fehlen. Diese Mängel sollen sich nicht durch die tägliche Nahrungsaufnahme ausgleichen lassen. Dabei war die Versorgung mit Nahrungsmitteln in unseren Breiten noch nie so vielfältig und lückenlos wie heutzutage. Bestehen diätbedingte Versorgungsmängel, muss die Ernährung entsprechend angepasst werden. Für Gesunde sind Vitamin- und Mineralstoffpräparate in der Regel überflüssig und manchmal sogar schädlich. Eine Untersuchung des Robert Koch-Instituts hat gezeigt, dass die Menschen in Deutschland grundsätzlich ausreichend Vitamine und Mineralien zu sich nehmen. Mangelzustände sind selten und werden meist durch Erkrankungen verursacht. Diese müssen ärztlich behandelt werden.“

Ja, uns wird ständig eingeredet, dass man sich heute nicht mehr ausreichend mit Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen und was weiss ich nicht noch allem ernähren kann. Und dann werden entsprechende Produkte als Ergänzungsmittel propagiert. Man muss den Leuten einen Mangel einreden, damit sie ausgleichende Produkte kaufen. Das ist ein ausgesprochen lukratives Geschäft und sehr ähnlich einem Ablasshandel. Zuerst müssen die Menschen von ihrer Sündhaftigkeit überzeugt werden, damit sie Erlösung kaufen. Nicht umsonst wohl spricht man sogar von Ernährungssünden.

Quelle:

http://gutepillen-schlechtepillen.de/pages/archiv/jahrgang-2006/nr.-6-dez.-2006/indizien-fuer-quacksalberei.php

Kommentar & Ergänzung:

Zum Thema Qualitätssicherung in der Komplementärmedizin:

Komplementärmedizin – woran erkennen Sie fragwürdige Aussagen?

Und zu Kriterien der Qualitätssicherung in der Phytotherapie-Ausbildung:

Phytotherapie-Ausbildung: Gedanken zur Qualitätssicherung

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Kräuterexkursionen in den Bergen / Heilkräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital:

Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

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Teebaumöl – ein Naturheilmittel macht Karriere

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Teebaumöl wird in Aromatherapie und Phytotherapie oft eingesetzt und ist immer wieder Thema in meinen Phytotherapie-Ausbildungen und Heilpflanzenkursen. Hier eine Zusammenfassung aus Wikipedia mit anschliessendem Kommentar:

Teebaumöl – was ist das?

„Teebaumöl ist eine flüssige, lipophile Substanz (siehe auch Ätherische Öle), die durch Wasserdampfdestillation aus den Blättern und Zweigen des in Australien heimischen Australischen Teebaums (Melaleuca alternifolia), dann Australisches Teebaumöl, oder aus mehreren anderen Teebaum-Arten aus verschiedenen Gattungen in der Familie der Myrtengewächse (Myrtaceae) gewonnen wird. Der Hauptwirkstoff des Öls ist Terpinen-4-ol; für offizinelle Nutzung sollte ein Teebaumöl mindestens 30 % dieses Hauptwirkstoffs enthalten.“

Teebaumöl und seine Geschichte

„Die australischen Ureinwohner verwendeten einen Teebaumölextrakt bei offenen Wunden, Hautinfektionen, Erkältungskrankheiten, Zahnfleischentzündungen und beim Läusebefall. Auch die europäischen Einwanderer benutzten Teebaumöl. Ebenso war es Bestandteil aller Erste-Hilfe-Ausrüstungen in den Tropen stationierter australischer Truppen während des Zweiten Weltkrieges. Jedoch geriet es nach dem Zweiten Weltkrieg, als Penicillin und sehr bald auch andere Antibiotika zur Verfügung standen, in Vergessenheit. Erst als man bemerkte, dass sich durch den häufigen Einsatz von Antibiotika Resistenzen bildeten, entdeckte man auf der Suche nach Alternativen Teebaumöl wieder.“

Zur Wirkung von Teebaumöl

„Neben der belegten antimikrobiellen Wirkung von Teebaumöl werden weitere Wirkungen behauptet, wie das Abfangen überschießender Immunreaktionen nach Insektenstichen. Teebaumöl angewendet in zu niedrigen Dosen kann die Widerstandsfähigkeit und Resistenzen von Bakterien gegenüber Antibiotika fördern. Teebaumöl ist nicht als Arzneimittel zugelassen und wird als Risikosubstanz für das Auftreten von Kontakt-Dermatitiden gewertet. Unverdünntes Teebaumöl ist daher als gesundheitsschädliche Substanz eingestuft.“

Zusammensetzung von Teebaumöl

„Unterzieht man Teebaumöl einer gaschromatografischen Analyse, so erkennt man, dass Teebaumöl ein Gemisch aus ca. 100 Substanzen ist. Hervorzuheben sind (+)-Terpinen-4-ol (etwa 40%), α-Terpinen (etwa 20 %), Terpinolen, Terpineol (jeweils 3 bis 4 %), Pinen, Myrcen, Phellandren, p-Cymen, Limonen, 1,8-Cineol. Teebaumöl hat eine sehr starke antimikrobielle Wirkung. Im Vergleich zum relativ giftigen Phenol ist das Teebaumöl 11 bis 13 Mal wirksamer und damit beispielsweise viel stärker bakterizid als Eukalyptusöl (Phenolkoeffizient etwa 3,5).“

Anwendung von Teebaumöl

„Teebaumöl findet aufgrund seiner antiseptischen, bakteriziden und fungiziden Wirkung Verwendung in der Dermatologie (z. B. in der Therapie von Akne, Schuppen und Schuppenflechte, Pilzerkrankungen, Dellwarzen) sowie bei Muskelschmerzen, offenen Wunden, Rheuma, Raucherhusten und Krampfadern. Es ist im Europäischen Arzneibuch aufgeführt, jedoch gibt es aufgrund von fehlenden Fertigarzneien keine gesicherte Indikation.

Teebaumöl wird in vielen dermatologischen Präparaten verwendet: in Shampoos, Hand- und Körpercremes (besonders bei unreiner Haut, wie Akne), in Deodorants, Badezusätzen, Seifen, Zahnpasta, Mundwässern. Bei Pilz- und Bakterienbefall der Haut (z.B. bei Akne, Fußpilz) werden zumeist Zubereitungen mit 5 bis 10% Teebaumöl verwendet. Bei Anwendungen im Mundraum muss Teebaumöl sehr stark verdünnt werden. Die Konservierung von vielen kosmetischen Produkten ist mit Teebaumöl möglich.

Auch in der Tierpflege sind äußere Anwendungen von Teebaumöl bekannt, wobei wie beim Menschen Überdosierungen oder sehr häufige Behandlungen vermieden werden sollten. Will man Teebaumöl an Tieren anwenden, ist unbedingt der Tierarzt zu Rate zu ziehen. Durch den Gehalt an Terpenen und Phenolen ist das Teebaumöl genau wie andere ätherischen Öle zum Beispiel für Haustiere toxisch. Die Anwendung endet nicht selten tödlich für das Tier. Typische Symptome der ‚Teebaumöl-Vergiftungen’ sind Zittern, Taumeln, Unruhe und allgemeine Schwäche.“

Risiken von Teebaumöl

„Als kritisch wird das Risiko der Entwicklung von Kontaktallergien angesehen. Auslöser sind dabei unterschiedliche Anteile des Öls (d-Limonen und α-Terpinen) und deren Oxidationsprodukte Ascaridol und 1,2,4-Trihydroxymenthan. Je älter das Öl ist, desto größer wird das Risiko. Bereits nach vier Tagen beginnt der Oxidationsprozess des Öls. Teebaumöl sollte lichtgeschützt bei Temperaturen unter 25°C aufbewahrt werden. Die Allergenmenge steigt an und besonders auf vorerkrankter Haut kann es zu Kontaktekzemen kommen. Bis zu drei Prozent der getesteten Personen waren 2003 auf Teebaumöl sensibilisiert. Kontaktekzeme entwickeln sich sehr häufig, wenn Teebaumöl unverdünnt und über einen längeren Zeitraum (etwa 3 Jahre) auf die Haut aufgetragen wird.

Bei Jungen, die sich noch nicht in der Pubertät befinden, kann die Anwendung von Teebaum- und Lavendelöl zum Wachstum der Brustdrüsen (Gynäkomastie) führen. Dies wird auf eine östrogene und anti-androgene Aktivität des Teebaumöls zurückgeführt.“

Artverwandte ätherische Öle

„Artverwandte Öle mit pilztötender Wirkung von verwandten Arten sind neben Teebaumöl mit absteigender Wirksamkeit:

Manukaöl, Kanukaöl, Eukalyptusöl, Cajeputöl“

(Quelle: Wikipedia)

Kommentar & Ergänzung:

– Teebaumöl ist einerseits von seiner Geschichte und seiner Wirkung her ein interessantes ätherisches Öl. Andererseits wird es sehr stark propagiert und dabei geht dann ein wenig unter, dass es in vielen Anwendungsbereichen auch andere ätherische Öle mit gleichwertiger oder gar besserer Wirkung gibt. Daher ist meine Empfehlung, sich nicht auf Teebaumöl zu versteifen und eine breitere Palette an ätherischen Ölen in Betracht zu ziehen.

– Teebaumöl kann sehr leicht oxidieren, das heisst, es verändert sich bei Kontakt mit Sauerstoff und auch unter Lichteinfluss. Dadurch steigt das Risiko von Hautreizungen und allergischen Reaktionen. Teebaumöl soll daher so gut wie möglich vor Licht und Sauerstoff geschützt aufbewahrt werden. Beginnt das Teebaumöl sich grünlich-bräunlich zu verfärben und nach Terpentin zu riechen, sollten Sie es rasch entsorgen.

– Teebaumöl wird für eine sehr grosse Zahl von Beschwerden und Erkrankungen propagiert. Das ist ein typisches Beispiel für „Indikationslyrik“. In solchen Fällen ist es wichtig, die Spreu vom Weizen zu trennen, also zu prüfen, welche Empfehlungen sinnvoll sind und welche nicht.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Kräuterexkursionen in den Bergen / Heilkräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital:

Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

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Teebaumöl als Naturheilmittel…..

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Unter dem Titel “Teebaumöl – eines der wirksamsten Mittel der Natur” empfiehlt die “Medical Tribune” in ihrem Gesundheits-Tipp die Anwendung von Teebaumöl.
Medical Tribune schreibt:

“Von den weltweit über 200 existierenden Teebaum-Arten sind 30 in Australien beheimatet – aber nur eine verfügt über die besonders gesunden Eigenschaften.”

Dieser Baum sei sehr widerstandsfähig gegen Krankheiten und werde selbst bei extremen Bedingungen nicht von Pilzen befallen.
Dann folgen praktische Tipps zur Anwendung von Teebaumöl:
“- Bei kleinen Wunden unverdünnt auftragen.

-Gegen Halsschmerzen, Raucherhusten und Mundgeruch in ein Glas warmes Wasser fünf bis zehn Tropfen Teebaumöl geben und gurgeln.

– Bei Schuppen fünf Tropfen des Öls einem milden Shampoo beifügen, in die Kopfhaut einmassieren und gut ausspülen.

– Bei Erkältung fünf Tropfen ins Badewasser geben.

– Bei Fußgeruch für ein Fußbad zehn Tropfen ins warme Wasser geben.”

Quelle: www.medical-tribune.de

Kommentar & Ergänzung:

Teebaumöl wird aus den Blättern und Zweigen des in Australien heimischen Australischen Teebaums (Melaleuca alternifolia) durch Wasserdampfdestillation gewonnen.

Teebaumöl wird wegen seiner antiseptischen, bakteriziden und fungiziden Wirkung angewendet in der Dermatologie (zum Beispiel in der Behandlung von Akne, Schuppen und Schuppenflechte, Pilzerkrankungen, Dellwarzen) sowie bei Muskelschmerzen, offenen Wunden, Rheuma, Raucherhusten und Krampfadern.

Teebaumöl wird auch in zahlreichen dermatologischen Präparaten verwendet: in Shampoos, Hand- und Körpercremes (speziell bei unreiner Haut, wie Akne), in Deodorants, Badezusätzen, Seifen, Zahnpasta, Mundwässern. Bei Pilz- und Bakterienbefall der Haut (z.B. bei Akne, Fußpilz) werden zumeist Präparate mit 5 bis 10% Teebaumöl verwendet. Für den Einsatz im Mundraum muss Teebaumöl sehr stark verdünnt werden.

Auch im Bereich der Tierpflege sind äußere Anwendungen von Teebaumöl bekannt, wobei wie beim Menschen Überdosierungen oder sehr häufige Behandlungen vermieden werden sollten. Will man Teebaumöl an Tieren anwenden, ist unbedingt der Tierarzt oder eine Tierärztin zu Rate zu ziehen. Durch den Gehalt an Terpenen und Phenolen ist das Teebaumöl genau wie andere ätherischen Öle beispielsweise für Katzen toxisch. Die Anwendung kann tödlich enden für das Tier. Charakteristische Symptome der “Teebaumöl-Vergiftungen” sind Zittern, Taumeln, Unruhe und allgemeine Schwäche.
(Quelle: Wikipedia)

Teebaumöl ist ein sehr interessantes und wirksames ätherisches Öl, doch wird es etwas gar zu stark als Mittel gegen fast alles propagiert. Die Aufgabe in der Phytotherapie besteht hier darin, die zentralen Wirkungen und Anwendungsbereiche herauszuschälen.

Kein Zweifel besteht zum Beispiel an der bakterienhemmenden und pilzhemmenden Wirkung von Teebaumöl. Allerdings zeigen zahlreiche ätherische Öle solche Wirkungen, und sie sind zugleich oft sogar besser verträglich (wie bspw. Lavendelöl). Darum sollte man sich meiner Ansicht nach nicht so auf Teebaumöl fixieren, wie das seit einiger Zeit immer wieder zu beobachten ist. Teebaumöl hat diese Stellung wohl vor allem einem geschickten Marketing zu verdanken.

Wenn die Medical Tribune schreibt, dass von den 200 Arten aus der Gattung Teebaum (Melaleuca) nur eine, nämlich Melaleuca alternifolia über die besonders gesunden Eigenschaften verfügt, dann ist das zum Beispiel ziemlich falsch. Es gibt eine ganze Anzahl von ätherischen Ölen aus verwandten Pflanzen mit ähnlichen Wirkungen. Ebenso scheint es mir recht reisserisch zu schreiben, Teebaumöl sei eines der wirksamsten Mittel der Natur. Das sind undifferenzierte Übertreibungen, die der Medical Tribune meines Erachtens nicht unterlaufen sollten, auch wenn es natürlich erfreulich ist, dass in dieser Publikation immer wieder mal Erkenntnisse über die Wirkungen von Heilpflanzen einfliessen.

Zum Tipp der Medical Tribune, bei Erkältungen fünf Tropfen Teebaumöl ins Badewasser zu geben, wäre noch aus praktischer Sicht zu ergänzen:
Ätherische Öle lösen sich schlecht in Wasser und schwimmen in der Badewanne obenauf. Emulgiert man die ätherischen Öle vor dem Beifügen mit Kaffeerahm oder Vollmilch, so verteilt sich das ätherische Öl besser im Badewasser. Das verbessert die Verträglichkeit auf der Haut.
Ich selber würde im übrigen bei Erkältungen (Husten, Schnupfen) eher Thymianöl oder Eukalyptusöl vorziehen.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Kräuterexkursionen in den Bergen / Heilkräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital

Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

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