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Kräuterwanderungen in Lenk im Simmental 1986 – 2015

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Vom 27. Juni bis 2. Juli 2015 fanden in Lenk im Simmental (Berner Oberland) wieder die Kräuterwanderungen statt. Begonnen habe ich mit diesen Lenker Kräuterkursen im Jahr 1986 und es ist damit 2015 der 30. Sommer, in dem sie stattfinden.

Ich werde immer wieder einmal gefragt, wie ich die schönen Landschaften für die Kräuterexkursionen finde.

Wie ich zu diesen Gegenden komme, hängt oft vom Zufall ab, doch ist es alles andere als Zufall, welche Kurse ich immer wieder anbiete.

Dass nun also die Kräuterwanderungen an der Lenk zum 30. Mal stattfanden, spricht sehr für diese Landschaft. die Lenk bietet eine grosse Vielfalt an Wandermöglichkeiten und eine faszinierende Pflanzenwelt.

1985 habe ich alle wichtigeren Tourismusvereine der Schweiz angeschrieben und gefragt, ob sie Interesse hätten an Kräuterwanderungen.

Die einzige handfeste  Antwort kam vom Verkehrsverein Lenk im Simmental. Kurdirektor Hans Forrer lud mich für eine Woche in ein Hotel ein, damit ich die Wandermöglichkeiten und die Pflanzenwelt an der Lenk erkunden konnte. Am Schluss dieser Woche trafen wir uns zu einem Gespräch und beschlossen, die Kräuterwanderungen an der Lenk anzubieten.

Seither ist mir die Lenk sehr ans Herz gewachsen.

Die Daten für die Kräuterwanderungen an der Lenk 2016 sind übrigens bereits festgelegt:

3. – 8. Juli 2016.

Detailangaben finden Sie über die Rubrik „Kurse„.

 

 

 

 

 

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[Buchtipp] Verbesserte Körper – gutes Leben? Bioethik, Enhancement und die Disability Studies, von Miriam Eilers, Katrin Grüber, Christoph Rehmann-Sutter

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verbesserte_koerper_gutes_lebenVerlagsbeschreibung:

Enhancement (= „Verbesserung“) – Behinderung – gutes Leben.

Der Band verknüpft diese drei Themen und entwickelt einen breiten Zugang zur Debatte um die biotechnologischen Möglichkeiten zur Verbesserung des menschlichen Körpers. Die Beiträge gehen von der Arbeitshypothese aus, dass die Erfahrungen von Menschen mit Behinderungen wichtig sind, um ethische Fragen, die sich bei Enhancement-Projekten stellen, konkreter – und so besser – zu verstehen.

Eine zweite Hypothese ist, dass die Sprache der Rechte, Pflichten und Verbote nicht ausreicht, um zu erfassen, worum es im Kern der Fragen zum Enhancement in ethischer Hinsicht geht. Stattdessen muss geklärt werden, inwieweit mit einer möglichen Verbesserung auch eine Steigerung des menschlichen Wohls verbunden ist und welche Veränderungen im Kontext eines guten Lebens wünschenswert sind.  Zum Shop

Inhaltsverzeichnis:

Inhalt:

Miriam Eilers / Katrin Grüber / Christoph Rehmann-Sutter: Einleitung.

Alfred Nordmann: Die unheimliche Wirklichkeit des Möglichen: Kritik der zukunftsverliebten Technikbewertung.

Christina Schües: Menschliche Natur, glückliche Leben und zukünftige Ethik. Anthropologische und ethische Hinterfragungen.

Christoph Rehmann-Sutter: Können und wünschen können.

Katrin Grüber: Bedingungen für ein gutes Leben mit Behinderung.

Stuart Blume: Ethikdebatte und gesellschaftlicher Prozess: Lehren aus der Geschichte des Cochlea-Implantats.

Sigrid Bosteels / Stuart Blume: Über Konstruktion und Dekonstruktion von Gehörlosigkeit bei Kindern.

Jackie Leach Scully: Auf moralisch unsicherem Terrain: Über Embodiment, Enhancement, und Normativität.

Miriam Eilers: «Fünfundzwanzigstündiger Arbeitstag – denn ne Prothese wird nie müde.» Normative und selektive Implikationen der Prothetik nach dem Ersten Weltkrieg.

Birgit Stammberger: Posthumane Verkörperungen in einer Post-Gender Welt? Kulturelle Dimensionen der kosmetischen Chirurgie.

Trijsje Franssen: Prometheus steigt herab: Beeinträchtigung oder Enhancement?

Lisa Forsberg: Mood-Enhancement und die Authentizität der Erfahrung: Ethische Überlegungen.

Annika den Dikken: Die ethische Relevanz von Körperbildern für die Enhancement-Debatte.

Morten Hillgaard Bülow: Das gute alte Hirn. Wie die Sorgen um eine alternde Gesellschaft und die Ideen zum kognitiven Enhancement in den Neurowissenschaften interagieren.

Nicolai Münch: Körperverachtung oder Phänomenologie der Leiblichkeit? Eine Kritik am Transhumanismus.

Natasha Burns: Nootropika, Smart Drugs und das Problem der Governance.

Kommentar von Martin Koradi zu diesem Buch:

– Gentechnik und Stammzellentherapie

– Nanotechnologie, Prothetik, Implantate (z. B. Hirnschrittmacher)

– Künstliche Intelligenz (z. B. Gehirn-Computer-Schnittstellen)

– Pharma-Enhacement (Leitungssteigernde und moralfördernde Substanzen)

– Upload aller Daten vom Gehirn auf einen Computer zwecks “Unsterblichkeit”.

Mit solchen Verfahren und Technologien propagiert der sogenannte Transhumanismus die Optimierung und schlussendlich Überwindung des Menschen.

Dabei stellen sich aber eine ganze Reihe von kritischen Fragen, die bisher nur unzureichend thematisiert wurden. Das Buch „Verbesserte Körper – gutes Leben?“ stellt solche Fragen und beleuchtet zum Beispiel die gesellschaftlichen Folgen der transhumanistischen Optimierungsstrategien.

Weitere Informationen zu diesen Themen im Blog Transhumanismus & Kritik.

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Kräuterwanderung in Amden (Kanton St. Gallen) am Pfingstsonntag 8. Juni 2014

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An Pfingsten noch nichts los? Interessiert an Heilpflanzen und Alpenblumen? – Dann ist die Kräuterwanderung in Amden eine gute Gelegenheit für ein paar Stunden erlebnisreiche Kräuterkunde in der Natur.

Amden liegt oberhalb von Weesen auf einer Sonnenterrasse hoch über dem Walensee, flankiert von den Churfirsten und am Übergang ins Toggenburg. Die Aussicht auf den Walensee und in die gegenüberliegenden Bergketten ist imposant.

Wir wandern auf dem Amdener Höhenweg durch ein Hochmoor von nationaler Bedeutung und suchen dort unter anderem den faszinierenden, insektenfressenden Sonnentau (Drosera). Sie lernen dabei interessante Heilpflanzen und schöne Alpenblumen kennen. Bei den Heilpflanzen erfahren Sie viel Wissenswertes über ihre Wirkungen und Erkennungsmerkmale.

Die Detailinformationen zu dieser Kräuterwanderung finden Sie via Kurse.

Eine weitere Kräuterwanderung in diesem Teil des Kantons St. Gallen ist im übrigen die Heilpflanzenexkursion in Quinten am Walensee am 4. Mai 2014. Darüber hinaus gibt es aber natürlich auch Kräuterexkursionen in den Regionen Bern (Kandersteg, Mürren, Lenk), Luzern (Rigi), Obwalden (Engelberg), Zürich (Thurauen), Basel (Petite Camargue) und Schaffhausen (Randen: Hemmental – Merishausen).

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Heilpflanzenexkursionen in den Bergen / Kräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital:

Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

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Isländisch Moos gegen Reizhusten

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Die Sendung „Puls“ von SRF berichtete über Heilpflanzen gegen Erkältungskrankheiten und kam dabei auch auf das Isländisch Moos zu sprechen.

Zitat:

„Ist der Hals entzündet und kratzt die Stimme oder ist sie heiser, können Bronchialtees und Pastillen mit Isländisch Moos beruhigen. Die Schleimstoffe der kälteliebenden Flechte legen sich wie eine Schutzschicht auf die Schleimhäute. So lindern sie auch trockenen Reizhusten. Isländisch Moos ist daher in einigen Hustensäften enthalten.“

Quelle:

http://www.srf.ch/gesundheit/alltag-umwelt/mit-heilpflanzen-gegen-die-erkaeltung

Kommentar & Ergänzung.

Isländisch Moos (Cetraria islandica) enthält zwar hustenreizstillende Schleimstoffe, aber auch Bitterstoffe, die den Tee geschmacklich sehr unattraktiv machen. Schleimstoffe gegen Husten kann man angenehmer anwenden, beispielsweise aus Malvenblüten und aus Eibischwurzel.

Ich würde bei trockenem Reizhusten Malvenblüten oder Eibischwurzel vorziehen.

Bei den Bitterstoffen im Isländisch Moos handelt es sich um Flechtensäuren, die antimikrobielle Wirkungen entfalten.

Bei den Isländisch-Moos-Pastillen, die gegen Husten verkauft werden, gibt es grosse Qualitätsunterschiede.

Isländisch Moos ist kein Moos sondern eine Flechte. Wie alle Flechten besteht Isländisch Moos daher aus einer Symbiose von Alge und Pilz.

Isländisch Moos kommt nicht nur in Island vor, sondern unter anderem auch in der Schweiz.

Falls Sie Isländisch Moos  in Natura sehen wollen: Auf den meisten Kräuterexkursionen in den Bergen kann ich Ihnen die Flechte gerne zeigen.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

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Spinnen teilweise mit vegetarischer Ernährung

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Spinnen gelten allgemein als Raubtiere.

 Aber einige Spinnen zu mindestens verwerten offenbar auch pflanzliche Nahrung – und zwar auch dann, wenn Beuteinsekten zur Verfügung stehen. Wissenschaftler aus Großbritannien nahmen das Verhalten von bestimmten Radnetzspinnen unter die Lupe. Die untersuchten Jungspinnen fangen in ihrem Netz Insekten – aber auch Pflanzenpollen und Pilzsporen. Wie die Forscher im Fachjournal „Plos One“ schreiben, fraßen die Spinnen im Experiment zu einem Viertel Pollen, die restlichen drei Viertel bestanden aus Beuteinsekten. Die Spinnen verwerten die Pollen offenbar auf ähnliche Weise wie Beutetiere: Sie überziehen die Mahlzeit zunächst mit Verdauungsenzym und saugen die Nährstoffe anschliessend auf.

Quellle:
http://www.dradiowissen.de/nachrichten.59.de.html?drn:news_id=301309

http://www.plosone.org/article/info%253Adoi%252F10.1371%252Fjournal.pone.0082637

Kommentar und Ergänzung:

Überraschung – bisher war ich felsenfest der Überzeugung, dass Spinnen reinste Räuber und Fleischfresser sind.

Ob der Trend zum Vegetarismus im Spinnenreich auch eine jüngere Entwicklung ist? ☺

Spinnen sind übrigens absolut eindrückliche Tiere – Ihre Netzbautechnik, ihre Jagd- und Balzstrategien…..

Wer sich dafür interessiert, kann auch meinen Kräuterexkursionen manchmal sogar etwas über Spinnen lernen – als Einstieg in eine kaum bekannte, aber faszinierende Welt.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

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Heilpflanzen: Sammeln oder kultivieren?

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Über 90 Prozent der weltweit kommerziell genutzten Heilpflanzen werden direkt aus der Natur entnommen und nicht angebaut. Von den in Deutschland rund 1500 gehandelten Medizinalpflanzen stammen nur etwa 50 bis 100 Arten ausschließlich aus Kulturen, sagte Professor Dr. Maximilian Weigend von der Universität Bonn an einer Presseveranstaltung des Komitee Forschung Naturmedizin (KFN) in München.

Weltweit seien etwa 15 000 Heilpflanzenarten vom Aussterben bedroht, meist durch unkontrollierte Wildsammlung, erklärte Weigend.

Als Folge unkontrollierter Wildsammlung drohe zahlreichen Arten das «kommerzielle Aussterben», stellte der Referent fest. Gemeint sei damit ein so starken Rückgang der Bestände, dass diese keine Nutzung mehr vertragen. Die Ernte werde dadurch unwirtschaftlich oder illegal.

In Deutschland „kommerziell ausgestorben“ ist beispielsweise der Rundblättrige Sonnentau (Drosera rotundifolia).

Nach Ansicht von Fachleuten sind rund 14 Prozent der seit 1600 ausgestorbenen Pflanzen durch Übernutzung verschwunden.

Neben der Artenschutzproblematik stellen sich bei der Wildernte als weitere Schwierigkeiten die erschwerte Qualitätskontrolle (Nachernte, Verunreinigungen) sowie die Gefahr von Verfälschungen und die geringe Planbarkeit (Black-Box-System).

Vorteile wildgesammelter Heilpflanzen seien dagegen die echte oder angenommene höhere Wirksamkeit, die fehlende Notwendigkeit für Investitionen, die oft noch geringen Preise sowie gewisse öko-soziale Aspekte (z.B. Nutzung durch ärmste Bevölkerungsschichten) – sagte der Experte.

Weigend sprach sich an der Pressekonferenz für den kontrollierten Anbau von Heilpflanzen aus. Der Anbau sei (werbewirksam) biozertifizierbar und liefere hochwertiges Ausgangsmaterial mit vorhersagbarem Wirkstoffgehalt. Die Qualitätskontrolle sei bei den angebauten Heilpflanzen gut durchführbar. Die Kultur verursache allerdings hohe Kosten.

Sei ein Anbau nicht möglich, beispielsweise weil die Pflanze sehr langsam wächst oder zu geringen Ertrag liefert, biete die nachhaltige Wildsammlung eine Option. Dabei wird zum Beispiel nur ein definierter Anteil der erntereifen Pflanzen entnommen, es werden Ruheperioden für die Bestände eingehalten und es wird eventuell nachgesät. In sehr vielen Ländern sei die nachhaltige Wildsammlung heute die einzig legale Form der Sammlung, sagte Weigend.

Quelle:

http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=46922&Nachricht_ID=49922&Nachricht_Title=Nachrichten_Heilpflanzen:%20Vorsicht%20Ausrottung&type=0

http://kfn-ev.de/#Wiki::Media_Asset/show/media_asset_id=4903

Kommentar & Ergänzung:

Das braucht keinen grossen Kommentar. Die Nachhaltigkeit muss bei der Gewinnung von Heilpflanzen immer ein zentraler Punkt sein. An der Pressekonferenz ging es um kommerzielle Heilpflanzen-Nutzung.

Die aufgeworfenen Fragen stellen sich zum Teil auch beim Sammeln für den privaten Gebrauch. Selbstverständlich muss auch dabei der Artenschutz beachtet werden.

Das Selbersammeln von Heilpflanzen für den Eigengebrauch ist aus verschiedenen gründen wertvoll. Es vermittelt eine ganz andere Beziehung zu der betreffenden Heilpflanze, als wenn ich sie einfach in der Apotheke oder Drogerie kaufe. Und die Bewegung in der Natur hat schon für sich einen gesundheitlichen Wert.

Andererseits ist es tatsächlich beim Selbersammeln kaum möglich, die Qualität der Heilpflanzen zu beurteilen. Klar ist zudem, dass man als Kräutersammler fundierte Kenntnisse der Pflanzenwelt haben sollte, damit Verwechslungen ausgeschlossen werden können. Dieses Pflanzenwissen können Sie gut auf meinen Kräuterexkursionen erwerben.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Naturheilmittel: Baldrian im Garten

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Dass  Arzneibaldrian (Valeriana officinalis) gegen Schlafprobleme helfen kann, wissen viele Menschen.

Wie die Baldrianpflanze aber aussieht und wo sie wächst, ist allerdings weit weniger bekannt.

Das lässt sich ändern, wenn man Baldrian im Garten anpflanzt.

„Die Welt“ hat dazu die nötigen Informationen:

„Der Baldrianstrauch braucht Sonne oder lichten Schatten, der Boden sollte locker und tiefgründig, darf aber auch humos und sandig sein. Die Aussaat erfolgt im März unter Glas oder Folie oder im August direkt an Ort und Stelle, wo auch geerntet werden soll. Baldriansamen gehören allerdings zu den Leibspeisen der Vögel. Aus diesem Grund besorgt man sich die Jungsträucher am besten aus der Gärtnerei und pflanzt sie Anfang November.“

Quelle:

http://www.welt.de/gesundheit/article117707044/Diese-Hausmittel-wachsen-in-jedem-Garten.html

Kommentar & Ergänzung:

Vom Baldrian nutzt man die Wurzel und stellt daraus Baldriantee, Baldriantinktur oder Baldrianextrakt her.

Aufgrund ähnlicher Standortansprüche eignen sich als Nachbarn im Garten zum Beispiel: Echtes Mädesüss, Blutweiderich, Gilbweiderich, Bachnelkenwurz, Spargelschote, Sumpfhornklee, Prachtnelke, Wohlriechender Lauch, Sumpfschafgarbe, Sumpfdotterblume („Bachbummele“), Kuckuckslichtnelke.

Baldrian im Garten ist auch wertvoll für Insekten:

Baldrianblüte ist eine gute Nahrungsquelle für Fliegen, Schwebfliegen, Grabwespen, Wegwespen, Honigbienen, Sandbienen, Furchenbienen und Tagfalter.

Die Blätter werden gefressen von verschiedenen Raupen (z. B. Silberscheckenfalter) und vom Kirschblatthähnchen, einem Käfer.

P. S.: Arzneibaldrian können Sie natürlich auch gerne auf  meinen Kräuterexkursionen kennenlernen. Ich zeige auch gerne die Erkennungsmerkmale und die Unterschiede zu anderen Baldrianarten (Bergbaldrian, Dreiblatt-Baldrian, Sumpfbaldrian).

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Wirkstoffe aus afrikanischen Heilpflanzen können Tumorwachstum stoppen

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Heilpflanzen aus Afrika enthalten Wirkstoffe, die das Wachstum von Krebszellen stoppen können. Das konnten Forscher der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) in Laborversuchen nachweisen. Die Pflanzeninhaltsstoffe sollen nun weiter erforscht werden, damit ihr therapeutischer Nutzen abgeschätzt werden kann. Die identifizierten Wirkstoffe aus afrikanischen Heilpflanzen seien in der Lage, Krebszellen, die gegen mehrere Medikamente resistent sind, abzutöten. Sie sollen eine hervorragende Grundlage bieten, um neue Verfahren für die Behandlung von Tumoren zu entwickeln, die sich mit herkömmlicher Chemotherapie nicht mehr bekämpfen lassen. Das teilte Univ.-Prof. Dr. Thomas Efferth mit, der am Institut für Pharmazie und Biochemie – Therapeutische Lebenswissenschaften der JGU arbeitet. Er erforscht seit vier Jahren gemeinsam mit dem Biochemiker Dr. Victor Kuete von der University of Dschang, Kamerun, die Wirkstoffe afrikanischer Pflanzen wie Riesenkugeldistel, Kap-Pfeffer, Silberhaargras und Mohrenpfeffer.

Die Multidrug-Resistenz oder Vielmedikamenten-Resistenz ist eines der gefürchtetsten Probleme in der Krebsbehandlung, weil in solchen Fällen die meisten der im klinischen Alltag etablierten Krebsmedikamente ungenügend wirksam sind und sich damit die Heilungschancen drastisch verringern. Durch eine Steigerung der Dosis ist das Problem meist nicht zu lösen, weil die Nebenwirkungen sich entsprechend verstärken. Die Wissenschaftler suchen daher nach neuen Substanzen, um Tumorresistenzen einerseits und Nebenwirkungen andererseits zu umgehen, erklärt Efferth, der auch mit Heilpflanzen aus der Traditionellen Chinesischen Medizin arbeitet.

Zahlreiche Pflanzen enthalten toxische Stoffe, mit denen sie sich gegen Fraßfeinde und gegen mikrobielle Erkrankungen schützen. Diese Moleküle wurden über Jahrmillionen in der Evolution des Lebens auf der Erde ausselektiert, damit die Pflanzen ihre Nachteile gegenüber ihren Feinden – Unbeweglichkeit und fehlendes Immunsystem – kompensieren können. Für die Pharmakologen besteht die Herausforderung nun darin, Pflanzeninhaltsstoffe mit einer heilenden Wirkung zu unterscheiden von jenen, die nur toxisch und gefährlich sind.

Der Forscher Victor Kuete aus Kamerun hat im Rahmen der Zusammenarbeit mit Mainz seit 2009 über 100 Gewürze und Pflanzen seiner Heimat auf ihre zytotoxische Wirkung gegen Krebszellen untersucht. Mit einem Humboldt-Forschungsstipendium kann der kamerunische Wissenschaftler  seine Untersuchungen in der Arbeitsgruppe von Thomas Efferth fortsetzen und erweitern. Wie Efferth erklärt, habt dioe Arbeitsgruppe schon eine ganze Reihe von Benzophenonen und anderen Phytochemikalien entdeckt, die die Resistenzmechanismen umgehen können und zahlreiche neue Ansätze zur weiteren Erforschung bieten.

In ihrer jüngsten von bislang total acht gemeinsamen Publikationen zeigten die Forscher, dass vier natürlich vorkommende Benzophenone die Ausbreitung der getesteten Krebszelllinien, darunter auch multidrug-resistente Linien, verhindern konnten. Die untersuchten Benzophenone seien potenziell zytotoxische Substanzen, die in Zukunft noch genauer erforscht werden könnten, um neuartige Krebsmedikamente gegen sensitive und resistente Tumore zu entwickeln, schreiben die Wissenschaftler in dem Beitrag für das Fachmagazin Phytomedicine.

Quelle:

http://www.journalmed.de/newsview.php?id=40816

Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Literaturhinweise:

Victor Kuete et al.

Cytotoxicity and modes of action of four naturally occuring benzophenones:

2,2_,5,6_-Tetrahydroxybenzophenone, guttiferone E, isogarcinol and isoxanthochymol

Phytomedicine, April 2013

DOI: 10.1016/j.phymed.2013.02.003

ttp://dx.doi.org/10.1016/j.phymed.2013.02.003 (Article in Phytomedicine)

Victor Kuete et al.

Anticancer Activities of Six Selected Natural Compounds of Some Cameroonian Medicinal Plants

PLoS ONE, August 2011

DOI:10.1371/journal.pone.0021762

Kommentar & Ergänzung:

So spannend solche Forschungsergebnisse auch sind: Von Laborversuchen über klinische Erprobung an Patienten bis hin zur erfolgreichen Anwendung in der Krebstherapie ist noch ein weiter Weg, auf dem vieles schief gehen kann.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Kräuterkurse – wie prüft man Qualität?

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Kräuterkurse werden in grosser Zahl angeboten, doch stellt sich die Frage: Wie prüft man die Qualität des Angebots?

Wenn es um die Gesundheit geht, braucht es jedenfalls verlässliche und fundierte Informationen. Kräuterkurse kann aber jeder und jede anbieten. Eine Qualitätskontrolle gibt es nicht.

Um die Qualität beurteilen zu können, braucht es jedoch ein Fachwissen, das in den meisten Fällen eben gerade nicht hat, wer sich für einen solchen Kurs interessiert.

Qualitätskriterien für Kräuterkurse

Hier finden Sie darum ein paar Kriterien, die dabei helfen können, bei Kräuterkursen die Spreu vom Weizen zu trennen:

Heilpflanzenkurse: So prüfen Sie Qualität

Naturheilkunde: Woran erkennen Sie fragwürdige Aussagen?

Für die Phytotherapie gibt es als Qualitätssicherung die ESCOP-Monografien, auf denen auch die wichtigsten Fachbücher basieren.

Die ESCOP-Monografien entstehen durch einen Diskussionsprozess, in welchem Studien und dokumentierte Erfahrungen ausgewertet werden. Fragwürdig ist dagegen in den meisten Fällen, wenn in Kräuterkursen überwiegend die eigenen Ansichten und die unreflektierten Erfahrungen der Leiterin oder des Leiters vermittelt werden.

Hier ist das Risiko von Selbsttäuschung und Täuschung gross. Bei Wissen, das einem Diskussionsprozess zwischen Fachleuten ausgesetzt wurde, besteht dagegen eine Chance, dass die gröbsten Selbsttäuschungen und Täuschungen eliminiert wurden.

Kollektiv erarbeitetes Wissen, das in der kritischen Auseinandersetzung erarbeitet wurde, ist fundierter als angebliche „Erleuchtungen“ von Einzelpersonen.

Kräuterkurse, die den erwähnten Qualitätskriterien entsprechen, finden Sie hier.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Anis (Pimpinella anisum) zur Heilpflanze des Jahres 2014 gekürt

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Zur Heilpflanze des Jahres 2014 wurde der Anis gekürt – und zwar im Rahmen des 10. Heilkräuter-Fachsymposiums im Kloster St. Marienstern in Panschwitz-Kuckau (Sachsen). Das gab der Naturheilverein NHV Theophrastus in einer Pressemitteilung bekannt. »Die reinigenden Tendenzen der Anisfrüchte – blähungstreibend, verdauungsfördernd und schleimlösend – können viele chronische Krankheiten positiv beeinflussen«, so begründete ein Jury-Mitglied die Entscheidung. Für stillende Mütter sei Anis Milchfluss anregend. Bekannt ist das markante Gewürz seit der Antike hauptsächlich in Backwaren, aber auch in alkoholischen Spezialitäten wie im griechischen Ouzo oder türkischen Raki. Der NHV kürt seit 2003 die Heilpflanze des Jahres mit dem Ziel, traditionelles Wissen aus der Naturheilkunde zu erhalten. Heilpflanze des Jahres 2013 war die Damaszener-Rose (Rosa damascena).

Quelle:

http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=46860&type=0

Kommentar & Ergänzung:

Anis ist eine gute Wahl für die Heilpflanze des Jahres 2014. Der Doldenblütler zeigt interessante Wirkungen.

Die Begrünungen des NHV sind allerdings nicht selten etwas fragwürdig. Die „reinigenden Tendenzen“ des Anis – das ist eine Wischiwaschi-Formulierung, die nichts aussagt. Und ja – Anis wird in Stilltees als milchflussförderndes Mittel eingesetzt. Ob Anis diese Wirkung tatsächlich auch zeigt, ist allerdings nicht geklärt.

Und auch die Aussage, dass Anis „viele chronische Krankheiten positiv beeinflussen“ kann, ist nicht gerade informativ.

Da sind die Begründungen der Arbeitsgruppe Klostermedizin am Institut für Medizingeschichte der Universität Würzburg, die jeweils eine Arzneipflanze des Jahres kürt, viel fundierter.

Die Anisfrüchte sind reich an ätherischem Öl mit dem Hauptbestandteil Anethol.

Anisöl wirkt antimikrobiell, krampflösend auf die Bronchien und auswurffördernd.

Als bestätigt gilt in der Phytotherapie daher die schleimlösende und auswurffördernde Wirkung bei produktivem Husten. Auch Verdauungsbeschwerden wie Blähungen werden durch Anisöl und Anisfrüchte gelindert.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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