Artikel mit Schlagwort ‘Kräuter’

Kräuter und ihre Wirkung: Stockrose

Mittwoch, Dezember 21st, 2011

„Die Kleine Zeitung“ veröffentlichte eine Zusammenstellung von Kräutern und ihren Wirkungen.

Zur Stockrose steht dort:

„Chinesische Stockrose (Alcea rosea)

Die getrockneten Blüten der chinesischen Stockrose, die auch unter dem Namen “Bauernrose” bekannt ist, werden in der Heilkunde als Tee gegen Husten, sowie Rachen- und Halsentzündungen eingesetzt. Besondere Heilkraft hat die Sorte “Nigra”, die beinahe schwarze Blüten trägt. Halb- und dichtgefüllte Sorten eignen sich nur als Gartenzierde oder zum Garnieren von Süßspeisen.“

Quelle:

http://www.kleinezeitung.at/allgemein/bauenwohnen/garten/multimedia.do?action=showEntry_detail&project=26860&_vl_backlink=/magazin/wellness/2750944/arzneitees-dem-garten.story

Kommentar & Ergänzung:

Die Stockrose (Alcea rosea, Syn.: Althaea rosea (L.) Cav., A. sinensis Cav.), die auch als Stockmalve, Pappelrose oder Garten-Stockrose bezeichnet wird, ist eine Pflanzenart aus der Familie der Malvengewächse (Malvaceae).

Die Stockrose stammt möglicherweise aus dem Balkan oder aus Süditalien. Sie ist wahrscheinlich eine Kulturhybride.

Wie wird die Stockrose genutzt?

Es gibt viele Sorten der Stockrose mit einfachen und gefüllten Blüten in unterschiedlichen Farben. Die Stockrose wird verbreitet als Zierpflanze für Staudenbeete und Bauerngärten genutzt.

Selten wird sie auch als Heil- und Färbepflanze kultivert. Für die Gewinnung von Farbstoffen werden nur schwarz-rote Varianten genutzt, da deren Kronblätter Anthocyan (Malvidin) in großen Mengen enthalten. Früher wurden mit diesem Farbstoff zum Beispiel Wein oder Süßspeisen gefärbt, heute hat diese Verwendung ihre Bedeutung verloren. Aufgrund der in der Stockrose enthaltenen Gerb- und Schleimstoffe ist sie in Vielen Hustentee-Mischungen enthalten.

(Quelle: Wikipedia)

Kommentar & Ergänzung:

Ich werde an Kräuterkursen immer wieder einmal gefragt, ob man die Stockrose bzw. Stockmalve auch als Heilpflanze verwenden könnte.

In Apotheken und Drogerien werden aus der Familie der Malvengewächse gegen trockenen Reizhusten die Malvenblüten aus Malva silvestris (Wilde Malve, Grosses Chäslichrut) verkauft. Über die Wirkung von Stockrosenblüten liegen keine gesicherten Angaben vor. Da sie aber wie die Malvenblüten aus der Wilden Malve Schleimstoffe enthalten, ist eine Anwendung bei trockenem Reizhusten plausibel. Auch für Spülungen bei Mundschleimhautentzündung könnte die Stockmalve verwendet werden. Manchmal dient sie auch zur Verschönerung von Teemischungen.

Falls Sie an sorgfältigem Wissen über Wirkung und Anwendung von Heilpflanzen interessiert sind, finden Sie dazu meine Kurse und Lehrgänge oben über den Menüpunkt „Kurse“.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

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Heilkräuter gegen Verdauungsprobleme

Sonntag, Dezember 18th, 2011

Die ZDF-Sendung „Volle Kanne“ kümmerte sich vor einiger Zeit um menschliche Verdauungsprobleme:

„Vor allem über die Festtage kann der reguläre Essensrhythmus schnell aus dem Tritt geraten. Völlegefühl, Magendrücken und allgemeines Unwohlsein sind meist die Folge. Ein Schnäpschen nach dem Essen ist aber nicht die beste Möglichkeit, sich Erleichterung zu verschaffen.“

Das wohlige Brennen in der Kehle und die Wärme komme nur von der besseren Durchblutung des Magens nach dem Schnapsgenuss, erklärte die Ernährungsexpertin Dr. Brigitte Bäuerlein.

„Tatsächlich reize der Alkohol die Magenschleimhaut, hemme den Stoffwechsel und setze den Körper einem zusätzlichen Verdauungsstress aus. ‚Besser ist es, vor dem Essen einen Kräuter-Aperitif zu sich zu nehmen. Der bereitet die Verdauung vor und regt die Produktion der Gallensalze und Magensäure an.’

Auch ein Espresso, Mokka oder Kaffee nach dem Essen kann eine Wohltat sein. Kaffee wirkt in der Tat leicht abführend. Gibt man noch etwas Kardamom hinzu, regt er sogar die Fettverdauung an und wirkt entkrampfend. Noch besser eignen sich Kräuter zur Verdauung: Muskat, Ingwer, Anis, Gewürznelken, Zitronenmelisse, Kardamom, Thymian, Kümmel, Fenchel. Gibt man sie den Speisen hinzu, wird die Verdauung schon beim Verzehr positiv beeinflusst. So kann man etwa Fleisch mit einem Thymianzweig anbraten oder Fenchelgemüse als Beilage servieren. Zitronenmelisse eignet sich hervorragend als Dessert-Garnitur oder aufgebrüht als verdauungsfördernder Tee.“

Quelle:

http://vollekanne.zdf.de/ZDFde/inhalt/23/0,1872,8169111,00.html?dr=1

Kommentar & Ergänzung:

Das sind durchwegs vernünftige Tipps. Viele Gewürze wirken gegen Verdauungsbeschwerden.

Interessant finde ich in dieser Aufzählung der Gewürze den Kardamom:

„Kardamomsamen sind ein verbreitetes Gewürz in der asiatischen und arabischen Küche. Sie sind ein Hauptbestandteil indischer Masalas, des bekannten Chai-Tee und des ihnen nachempfundenen Currypulvers. Das berühmte ayurvedische Konfekt Laddu, welches aus Ghee-Butter hergestellt wird, enthält auch Kardamom. In der europäischen Küche findet das Gewürz hauptsächlich Verwendung in Weihnachtsgebäck wie Lebkuchen und Spekulatius, aber auch in Wurstwaren, Likören, Schokolade und als Bestandteil von Gewürzmischungen. Kardamom ist außerdem ein typischer Bestandteil süßer schwedischer Backwaren (z. B. Kanelbulle) und des schwedischen Glühweines (Glögg). Bei der Zubereitung von arabischem Mokka wird dem Kaffeemehl häufig Kardamom zugegeben. Trotz des selben Namens wird der sogenannte schwarze Kardamom (Amomum subulatum) ausschließlich für pikante Gerichte verwendet.“

(Quelle: Wikipedia)

Und zum Kardamom in Medizin und Volksmedizin:

„Kardamom wirkt verdauungsfördernd, krampflösend und blähungstreibend. Er ist außerdem Bestandteil einiger Arzneimittel aus der Gruppe der Magen-Darm-Mittel. Des Weiteren gilt er als allgemeines Anregungsmittel (Aphrodisiakum) für Körper und Geist. Das Kardamomöl hat geringes Allergiepotenzial. Besonders in den arabischen und asiatischen Kulturen erfährt Kardamom eine hohe Wertschätzung.“

(Quelle: Wikipedia)

Woher stammt der Kardamom?

„Kardamom stammt ursprünglich aus Südindien, Sri Lanka, Irak und Thailand. Ein großes Exportland ist heute auch Guatemala, weitere Anbauländer sind Tansania, Madagaskar, Papua-Neuguinea und Vietnam.“

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Kräuter und ihre Wirkung: Wermut

Freitag, Dezember 16th, 2011

„Die Kleine Zeitung“ veröffentlichte eine Zusammenstellung von Kräutern und ihren Wirkungen.

Zum Wermut steht dort:

„Wermut (Artemisia absinthium)

Die bewusstseinerweiternde Wirkung des Absinth kennt man schon seit Alters her. Was viele vielleicht nicht wissen: Wermut passt auch gut zu fettem Fleisch und Eintöpfen. Der Aufguss des sogenannten Wurmkrauts hilft bei Appetitlosigkeit, Gallen- und Verdauungsbeschwerden. Schädliche Insekten nehmen nach einem “Wermut-Bad” aus dem Garten reißaus.“

Quelle:

http://www.kleinezeitung.at/allgemein/bauenwohnen/garten/multimedia.do?action=showEntry_detail&project=26860&_vl_backlink=/magazin/wellness/2750944/arzneitees-dem-garten.story

Kommentar & Ergänzung:

Wermutkraut enthält ätherisches Öl mit Thujon und zahlreichen anderen Monoterpenen, Bitterstoffe vom Sesquiterpenlacton-Typ, Flavonoide und Phenolcarbonsäuren.

Bei Appetitlosigkeit und dyspeptischen Beschwerden (Verdauungsbeschwerden mit leichten Krämpfen im Magen-Darm-Bereich) gilt die Wirkung von Wermutkraut als medizinisch anerkannt. Wermut gehört zu den Amara aromatica, zu den Heilpflanzen also, die zugleich Bitterstoffe und ätherisches Öl enthalten.

Zum „Absinth“ schreibt die Kooperation Phytopharmaka:

„Alkoholische Wermutauszüge und Lösungen des ätherischen Öls in Alkohol (Absinth-Liköre, „Grüne Fee“ u.a.) waren wegen ihrer schädlichen Wirkungen (gastrointestinale Probleme, nervenschädigende Wirkung, psychische Erkrankungen – bis hin zum Suizid) insbesondere bei Dauerkonsum in vielen Staaten verboten. Man macht dafür das in der Droge enthaltene Thujon verantwortlich, das bei Überdosierung u.a. zu einer erhöhten Krampfneigung führt. Heute sind Absinth-Getränke wieder zugelassen, aber mit oberen Grenzwerten für Thujon (höchstens 35 mg pro Liter). Man verwendet für deren Herstellung eine Thujon-arme Artemisia-Art.“

Quelle: http://koop-phyto.org/arzneipflanzenlexikon/wermut.php

Weitere Informationen zum „Absinth“:

Absinth – was ist das genau?

Und zu den Artemisia-Arten:

Blick ins Pflanzenlexikon: Artemisia

Wermut hat eine interessante Kulturgeschichte:

„Wermut ist ein westgermanisches Wort unbekannter Herkunft: *wermoda-; ahd. wer(i)muota, wer(i)muot, ae. wermod as. wermoda.

Der englische Name wormwood (wörtl. ‚Wurmholz‘) ist eine volksetymologische Umdeutung des altenglischen Namens wermod und deutet darauf hin, dass man dem Wermut anti-parasitäre Eigenschaften zuschrieb. Andere [Namens-]Formen wiederum sind an ‚warm‘ angelehnt wegen der ‚wärmenden‘ Eigenschaft des Wermutabsudes.

Der lateinische Name Artemisia absinthium deutet auf die Namensgeberschaft der antiken Göttin Artemis (griechischer Name der Diana) hin. Pseudo-Apuleius, Autor eines Kräuterbuchs aus dem 5. Jahrhundert – und nicht zu verwechseln mit dem Autor Apuleius des 2. Jahrhundert – schreibt (de virtutibus herbarum 10): ‘eines der Kräuter, das wir als Artemisia bezeichnen und von denen gesagt wird, dass Diana sie fand und dem Zentauren Chiron verabreichte, der sie wiederum Diana zu Ehren nach ihr benannte’.

Mehrfach wird Wermut in der Bibel erwähnt, einer Version nach entsprang er auf dem Weg, den die Schlange bei der Vertreibung aus dem Paradies nahm.“

(Quelle: Wikipedia)

In symbolischer oder poetischer Sprache steht der Name Wermut häufig auch für Bitterkeit und Trauer.

Und was ist gemeint mit dem „Wermutstropfen“?

„Der Ausdruck ‘Wermutstropfen’ spielt auf die Bitterkeit des Wermuts an und beschreibt Dinge oder Erfahrungen, die eine Spur von Bitterkeit (als Synonym für Schmerz oder Unangenehmes) in an sich Schönes bringen, so wie ein Tropfen Wermut auch einem süßen Getränk eine Spur Bitterkeit verleiht.“

(Quelle: Wikipedia)

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Kräuter und ihre Wirkung: Zitronenmelisse

Sonntag, Dezember 4th, 2011

„Die Kleine Zeitung“ veröffentlichte eine Zusammenstellung von Kräutern und ihren Wirkungen.

Zur Zitronenmelisse steht dort:

„ Zitronenmelisse (Melissa officinalis)

Der Duft der Zitronenmelisse entfaltet sich, wenn man die Blätter leicht zerreibt. Am besten werden die jungen Blätter und Triebspitzen vor der Blüte geerntet. Sie schmecken frisch oder getrocknet zu Salaten, Saucen, Obstsalat oder Fisch (nur kurz mitkochen). Sehr erfrischend im Sommer ist angesetzter Melissensirup verdünnt mit Wasser.“

Quelle:

http://www.kleinezeitung.at/allgemein/bauenwohnen/garten/multimedia.do?action=showEntry_detail&project=26860&_vl_backlink=/magazin/wellness/2750944/arzneitees-dem-garten.story

Kommentar & Ergänzung:

Die Heilwirkung der Zitronenmelisse kommt hier  zu kurz.

Hier eine Ergänzung dazu:

Die Melisse (Melissa officinalis, = Zitronenmelisse) gehört zu den Lippenblütlern. Melissenblätter enthalten ätherisches Öl mit den Hauptkomponenten Citral und Citronellal, die für das zitronenartige Aroma verantwortlich sind. Zudem Lamiaceen-Gerbstoffe (Hauptvertreter: Rosmarinsäure) und Flavonoide.

Als medizinisch anerkannt gelten folgende Anwendungsbereiche:

Innerlich bei funktionellen Magen-Darm-Beschwerden sowie bei nervös bedingten Einschlafbeschwerden. Äußerlich gegen Herpesinfektionen (Lippenbläschen durch Herpes simplex). Bei Fieberbläschen wirkt der Melissenextrakt mit dem Lamiaceen-Gerbstoff (in Salbenform angewendet), aber auch das Melissenöl. Echtes Melissenöl ist allerdings sehr teuer.

Gegen Einschlafstörungen wird Melissentee, Melissenöl (inhalativ, als Einreibung) oder Melissenextrakt eingesetzt.

Melissenextrakt wird oft kombiniert mit anderen Pflanzenextrakten, die beruhigende und einschlaffördernde Wirkungen zeigen: Hopfenextrakt, Passionsblumenextrakt, Baldrianextrakt.

Ein traditionelles Melissen-Präparat ist der „Melissengeist“.

Es handelt sich dabei um ein alkoholisches Mischdestillat. Melissenblätter, Orangenschalen, Ingwerwurzel, Nelken, Zimtrinde, Angelikawurzel und andere Heilpflanzen werden gemeinsam in Alkohol angesetzt und dann destilliert. „Karmelitergeist“ (Spiritus Melissae compositus) ist eine Mischung verschiedener ätherischer Öle, unter anderem Melissenöl (häufig ausgetauscht gegen das billigere Citronellöl), in Alkohol gelöst.

Zum „Melissengeist“ siehe auch:

Klosterfrau Melissengeist & Alkoholismus

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Kapuzinerkresse: Breitbandantibiotikum aus der Natur

Samstag, November 26th, 2011

Das Magazin „focus“ brachte eine Serie zum Thema „ Mit Hausmitteln Erkältungen lindern“.

Ein Abschnitt daraus war der Kapuzinerkresse gewidmet, wobei der Ausdruck „Breitbandantibiotika“ im Titel etwas gar stark aufgetragen ist. Kapuzinerkresse ist aber tatsächlich eine sehr interessante Heilpflanze gegen Infektionen.

Zitat:

„ Kapuzinerkresse

Die Pflanze mit den runden saftigen Blättern und den leuchtenden Blüten steht dem Meerrettich in nichts nach. Ihre antibiotische Wirkung macht sie zu einem hervorragenden Mittel gegen Husten, Bronchitis, Fieber, Hals- und Rachenentzündungen. Wer die Pflanze isst, nimmt die stark antibiotisch wirkenden Öle auf und scheidet sie anschließend über die Harn- und Atemwege wieder aus. Auf diese Weise gelangen die Wirkstoffe in einer hohen Konzentration in den Nasen- und Rachenraum und hemmen dort die Vermehrung der Keime.“

Kapuzinerkresse enthält wie die Meerrettichwurzel Glukosinolate (Senfölglykoside) mit antibakterieller Wirkung. Kapuzinerkresse wirkt auch hemmend auf Viren.

Ein weiteres Anwendungsgebiet für Kapuzinerkresse ist die unterstützende Behandlung bei Blasenentzündung.

Zur Anwendung der Kapuzinerkresse wird empfohlen:

„Die Blüten und Blätter kleinhacken und beispielsweise zum Würzen von Salaten, Quark oder Kartoffeln verwenden. Die leicht scharfen Blätter schmecken auch auf Brot.“

Eine weitere Anwendungsform ist die Kapuzinerkressentinktur (1:10, Tagesdosis 90 – 250 Tropfen, am besten in mehreren Portionen über den Tag verteilt, da die Senfölglykoside rasch ausgeschieden werden. In Deutschland gibt es auch ein Kombi-Präparat mit Kapuzinerkressenkraut und Meerrettichwurzel (Angocin).

Zu Risiken und Nebenwirkungen von Kapuzinerkresse:

„Nicht zu viel essen. In großen Mengen kann Kapuzinerkresse Magen und Darm reizen.“

Ja, die Senfölglykoside können in grösseren Mengen Magenreizungen auslösen.

Eine Kapuzinerkressenbehandlung soll nicht länger dauern als 4 – 6 Wochen.

Wegen der möglichen Schleimhautreizung nicht einnehmen bei akutem Magengeschwür, akutem Darmgeschwür, akuter Nierenentzündung.

Während der Therapie keinen Alkohol trinken, weil die Alkoholtoleranz durch Benzylsenföl reduziert wird.

Quelle:

http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/erkaeltung/tid-12543/sanfte-therapie-breitbandantibiotika-aus-der-natur_aid_348263.html

Siehe auch:

Kräuter und ihre Wirkung: Kapuzinerkresse

Phytotherapie: Senföle aus Meerrettich  und Kapuzinerkresse bekämpfen Influenza-Viren

Senfölglykoside hemmen multiresistente Erreger

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Phytotherapie: Thymian & Eibisch bei Husten

Montag, November 7th, 2011

Thymian hilft gegen Erkältungen. Bei trockenem Husten wirkt er am besten kombiniert mit der Eibischwurzel. Gegen Schnupfen ist das Inhalieren mit Thymianöl ratsam. Dafür genügen bereits zwei Tropfen Thymianöl auf eine Schüssel Wasser.

Wer seine Erkältung mit Naturheilmitteln in den Griff bekommen will, sollte zu Thymian greifen. Die Heilpflanze sei geeignet, verschiedene Stadien und Beschwerden einer Erkältung zu behandeln, erklärt Johannes Gottfried Mayer von der Forschergruppe Klostermedizin der Universität Würzburg. “Bei trockenem Husten sollte er zusammen mit einer Pflanze genommen werden, die viele sogenannte Schleimstoffe besitzt, die die angegriffenen Schleimhäute schützen.” Die Eibischwurzel beispielsweise sei dafür geeignet. Der Thymian zeige in diesem Stadium krampflösende und antivirale Wirkung.

Bei Husten mit Auswurf dagegen unterstütze Thymian den Abtransport des Hustensekrets. “Außerdem wirkt er einer bakteriellen Infektion entgegen, die zum viralen Infekt einer Erkältung hinzukommen kann”, sagt der Wissenschaftler. Bei Schnupfen oder einer Nasennebenhöhlenentzündung empfiehlt er die Inhalation mit Thymianöl. “Auf ein Liter heißes Wasser werden zwei Tropfen Öl in eine Schüssel gegeben und mit einem Handtuch zugedeckt inhaliert.” Anschliessend sollte man Zugluft meiden.

Thymian steckt in zahlreichen Heilpflanzen-Präparaten gegen Erkältungen, ist jedoch auch einzeln etwa in Hustenmitteln zu bekommen. Die Pflanze enthält laut Johannes Gottfried Mayer hochwirksames ätherisches Öl, Gerbstoffe und Flavonoide. Thymian-Extrakte und das ätherische Öl sind wirksam gegen Bakterien, Viren und Pilze. Thymianöl und die Flavonoide sind zudem krampflösend. “Außerdem ist eine entzündungshemmende Wirkung nachgewiesen”, erklärt Mayer.

Quelle:

http://www.kleinezeitung.at/magazin/wellness/2867626/erkaeltungen-thymian-loswerden.story

Forschergruppe Klostermedizin

Kommentar & Ergänzung:

Der Beitrag enthält gute Informationen zu Thymian und Eibischwurzel, beides wichtige Hustenpflanzen.

Zu Eibisch siehe auch:

Phytotherapie: Eibischwurzel gegen Sodbrennen

Kräuter und ihre Wirkungen: Eibisch / Althaea officinalis

Eibisch-Extrakt lindert Reizhusten

Husten ohne Ende soll abgeklärt werden – kurzfristig hilft Eibischtee

Hustentee aus Isländisch Moos und Eibischwurzel kalt ansetzen

Phytotherapie: Eibischwurzel-Extrakt schützt Epithelzellen

Zum Thymianöl:

Thymianöl ist in der Phytotherapie und in der Aromatherapie eines der wichtigsten ätherischen Öle.

Hier die wichtigsten Informationen zu Thymianöl aus Wikipedia:

„Thymianöl ist ein ätherisches Öl, das durch Wasserdampfdestillation aus Pflanzenteilen des Thymians gewonnen wird. Zur Herstellung werden frische, blühende, oberirdische Pflanzenteile verschiedener Thymianarten verwendet. Thymianöl ist ein Gemisch verschiedener Substanzen, dessen Zusammensetzung je nach Chemotyp erheblich schwankt. Der Gehalt an Thymianöl ist ausschlaggebend für die Verwendung von Thymian als Heilpflanze und als Küchenkraut, da es für den Geschmack und den Geruch der Pflanze entscheidend ist. Von Bedeutung für den Menschen sind hier vor allem die beiden offizinellen (arzneilichen) Arten Echter Thymian (Thymus vulgaris) und Joch-Thymian (Thymus zygis).“

(Quelle: Wikipedia)

Zur Gewinnung von Thymianöl:

„Thymianöl wird durch achtstündige Wasserdampfdestillation aus den getrockneten oberirdischen Teilen der Pflanzen gewonnen, die zur Blütezeit geerntet wurden. Herkunftsländer sind vor allem Frankreich, Spanien, die Türkei und Nordafrika.“

(Quelle: Wikipedia)

Zur Zusammensetzung von Thymianöl:

„ Standardisiertes Thymianöl, Aetheroleum Thymi, enthält als Hauptwirkstoff Thymol.

Es gibt sieben definierte Chemotypen des Echten Thymians, sie werden nach ihrem jeweiligen Hauptbestandteil benannt. Die Verteilung und Häufigkeit der Chemotypen innerhalb eines Bestands hängt insbesondere von genetischen und klimatischen Bedingungen ab. Die Zusammensetzung der ätherischen Öle der Chemotypen ist jeweils verschieden.

- Der Geraniol-Chemotyp enthält bis zu 90 % Geraniol und Geraniol-Acetat, das Verhältnis der beiden Substanzen zueinander wird jahreszeitlich beeinflusst, der Esteranteil ist während des Hochsommers besonders groß.

- Der Linalool-Chemotyp besteht zu 95 % aus Linalool, mit einem geringen Anteil Linalylacetat, der nur selten bis zu 30 % beträgt. Das Verhältnis von Alkohol zu Ester unterliegt nur geringen jahreszeitlichen Schwankungen.

- Der Chemotyp α-Terpineol enthält bis zu 96 % α-Terpineol. Hier beträgt das Verhältnis von Ester zu Alkohol stets 2:1.

- Der Chemotyp trans-Thuyanol-4-terpineol-4 besteht aus bis zu 56 % Thujanol. Terpineol ist mit bis zu 43 % enthalten, ein weiterer Bestandteil ist cis-Myrcenol mit einem Gehalt von 10 bis 20 %.

- Der Carvacrol-Chemotyp besteht aus bis zu 85 % aus Carvacrol, nur rund 0,5 % sind Thymol.

- Der Thymol-Chemotyp enthält im Sommer bis zu 65 % Thymol und einen Anteil von 5 bis 10 % Carvacrol.

- Ein 1,8-Cineol-Chemotyp wurde aus Spanien beschrieben, er fehlt in Frankreich.

Wichtige weitere Komponenten sind p-Cymol, über zwanzig verschiedene Flavone, Gerbstoffe, Triterpene, Phenolcarbonsäuren und Biphenyle.“

(Quelle: Wikipedia)

Eigenschaften und Anwendungsbereiche von Thymianöl:

„Thymianöl ist je nach Herkunft der Thymiane, aus denen es gewonnen wird, eine farblose bis gelbliche, gelegentlich auch rötlich gefärbte ölige Flüssigkeit. Die Relative Dichte schwankt zwischen 0,895 und 0,937. In Wasser ist es praktisch unlöslich, mit vielen organischen Lösungsmitteln wie Ethanol, Ether oder Chloroform ist es in beliebigen Verhältnissen mischbar.

Thymianöl wirkt im Laborversuch nachweislich antibakteriell und antiviral, klinische Untersuchungen zu seiner Wirksamkeit fehlen jedoch. Als wertgebender Inhaltsstoff ist der medizinische Einsatz von Thymianöl durch die Kommission E gegen Katarrhe der oberen Luftwege, bei Bronchitis und Keuchhusten anerkannt worden. Alle anderen Anwendungen, zum Beispiel gegen Halsentzündungen, Darm- und Harnwegsinfektionen, Rheuma, Desinfektion von Wunden, zur Vorbeugung von Infektionskrankheiten sowie gegen unerwünschte Mikroorganismen wie Bakterien und Pilze wurden von ihr verworfen und gelten als unbelegt.

In der Aromatherapie wird es gegen ähnliche Symptome angewandt, auch zur Vorbeugung von Infektionskrankheiten sowie gegen unerwünschte Mikroorganismen wie Bakterien und Pilze. Wie bei allen aromatherapeutischen Methoden gibt es hier aber bisher keinen Nachweis der Wirksamkeit.“

(Quelle: Wikipedia)

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Kräuter und ihre Wirkung: Kapuzinerkresse

Freitag, Oktober 28th, 2011

„Die Kleine Zeitung“ veröffentlichte eine Zusammenstellung von Kräutern und ihren Wirkungen.

Zur Kapuzinerkresse steht dort:

Große Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus)

Die Blüten und Blätter der großen Kapuzinerkresse schmecken frisch zu Salaten, Quark oder aufs Butterbrot. Sie wirken blutreinigend und aktivieren die Abwehrkräfte. Die Blütenknospen und weichen Samen werden als Kapernersatz verwendet.“

Quelle:

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Kommentar & Ergänzung:

Was heisst „blutreinigend“? Wovon soll die Kapuzinerkresse denn das Blut reinigen?

Blutreinigung ist im Zusammenhang mit Heilpflanzen ein unsinniger Begriff. Er passt allenfalls zur Dialyse, nicht aber zu Kräutertees aller Art.

Siehe:

Naturheilmittel: Ärgernis Blutreinigungstee

Pflanzenheilkunde: Fragwürdige Blutreinigungstees

Auch die Angabe, dass Kapuzinerkresse die Abwehrkräfte aktiviert, ist irreführend.

Kapuzinerkresse enthält (wie Brunnenkresse, Meerrettich, Rettich) Senfölglykoside (Glukosinolate) mit bakterientötender Wirkung. Das ist etwas ganz anderes als eine Aktivierung der Abwehrkräfte (Immunstimulation).

Genauer beschrieben wird die Wirkungsweise hier:

„Der deutsche Name Kapuzinerkresse gibt bereits einen ersten Hinweis auf das wirksame Prinzip. Tropaeolum enthält ähnlich der Gartenkresse, dem Meerrettich und anderen Brassicaceen ein Senföl-Glykosid, aus dem ein scharf schmeckendes und stechend riechendes Öl, das Benzylsenföl enzymatisch freigesetzt werden kann. Das Öl wird im Darm fast vollständig resorbiert, eine Schädigung der physiologischen Flora in tieferen Darmabschnitten ist nicht zu befürchten – im Unterschied zu vielen Antibiotika. Die Ausscheidung erfolgt zum Teil unverändert über die Lunge mit der Atemluft, der instabile Mercaptursäure-Metabolit des Benzylsenföles erscheint im Harn. In bakteriologischen Versuchen zeigte das Öl eine breite Wirksamkeit gegen grampositive und -negative Bakterien sowie gegen Candida-Pilze. Zu den Benzylsenföl-empfindlichen Keimen gehören auch die typischen Erreger von unkomplizierten Harnwegsinfekten wie Escherichia coli und Enterokokken.“

(Quelle: http://www.pta-forum.de/index.php?id=73)

Harnwegsinfekte (Blasenentzündung) und Atemwegsinfektionen(Bronchitis) sind die zwei wichtigsten Anwendungsbereiche der Kapuzinerkresse.

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Kräuter und ihre Wirkung: Ringelblume (Calendula officinalis)

Dienstag, Oktober 25th, 2011

„Die Kleine Zeitung“ veröffentlichte eine Zusammenstellung von Kräutern und ihren Wirkungen.

Zur Ringelblume steht dort:

„Ein Alleskönner ist die Ringelblume. Blutreinigend und leicht krampflösend wirkt der Tee aus ihren Blüten. Salbe, Tinktur und Umschläge eignen sich zur Behandlung von Wunden, Entzündungen, Sonnenbrand und Quetschungen. In der Küche überzeugen die Blüten der “Sonnwendblume” als Safranersatz in Fisch- und Geflügelgerichten. Als Gesichtsdampfbad hilft die Ringelblume gegen unreine Haut, als Spülung gegen glanzlose und fettige Haare. Vorsicht: In der Schwangerschaft nicht innerlich anwenden!“

Quelle:

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Kommentar & Ergänzung:

Die Anwendung von Ringelblume bei Wunden, Entzündungen und Sonnenbrand gilt in der Phytotherapie als wirksam – in Form von Ringelblumensalbe, Ringelblumentinktur oder Ringelblumentee.

Von einer blutreinigenden Wirkung zu schreiben ist allerdings fragwürdig. Niemand konnte bisher auch nur einigermassen plausibel erklären, wovon denn das Blut genau gereinigt werden soll.

Unklar ist der Warnhinweis: „In der Schwangerschaft nicht innerlich anwenden.“ Die Phytotherapie-Fachliteratur kennt diese Kontraindikation nicht.

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Heilpflanzen für Wundheilung und bei Hautproblemen

Samstag, Oktober 22nd, 2011

Verschiedene Heilpflanzen verbessern die Wundheilung, lindern Hautentzündungen oder wirken abschwellend. Es sollten jedoch nur Heilpflanzen verwendet werden, deren Wirkung wissenschaftlich belegt ist. Eine Fachperson erläutert, welche Kräuter das sind und welche Wirkung sie haben.

Ob Kamille, Fenchel oder Salbei: Viele Heilpflanzen eignen sich als Kräutertee für die Selbstbehandlung.

«Die klassische Kräutermedizin – in der Natur selbst Pflanzen sammeln und daraus zum Beispiel einen Tee kochen -, hat den Nachteil, dass die Inhaltsstoffe oft unterdosiert sind», sagt Andreas Kiefer, Vorstandsmitglied der Bundesapothekerkammer in Berlin.

Außerdem sei beim Selbstsammeln die Gefahr von Allergien höher, denn viele Wildpflanzen enthalten allergieauslösende Substanzen. Eine gute Alternative seien daher moderne pflanzliche Arzneimittel. Diese Heilpflanzen-Präparate leiten sich von der traditionellen Kräutermedizin ab. Industriell produzierte, standardisierte Extrakte werden als Salben, Cremes oder Tinkturen eingesetzt.

Eine der bekanntesten Heilpflanzen ist die Kamille bzw. die Kamillenblüte. Äußerlich angewendet wirken ihre Extrakte entzündungshemmend und wundheilungsfördernd. Im klassischen Kamillentee sind allerdings nur die wasserlöslichen Inhaltsstoffe zu finden. Alkoholische Kamillenextrakte enthalten weitere entzündungshemmende Inhaltsstoffe. «Deshalb sind diese bei medizinischen Anwendungen einem Tee überlegen», erklärt Kiefer.
Eichenrinde: gute Wirkung bei entzündeter Haut

Gerbstoffe entfalten eine zusammenziehende Wirkung auf entzündete Haut. Arzneipflanzen mit Gerbstoffen sind beispielsweise Eichenrinde oder die Zaubernuss (Hamamelis). Die feinen Gefäße in der Haut werden weniger durchlässig, wodurch Entzündungen und Juckreiz gemildert werden. Gerbstoff-Umschläge oder Bäder sind wirksam gegen Ekzeme, Schweißfüße oder Hämorrhoiden. Zaubernuss-Extrakte wirken auch bei leichten Hautverletzungen.

Breiumschläge mit Bockshornklee- oder Leinsamen erweichen die Haut. Um sie herzustellen, werden die pulverisierten Samen mit Wasser verrührt und aufgekocht. Solche Breiumschläge aus Leinsamen oder Bockshornkleesamen machen die Haut geschmeidig und helfen gegen lokale Entzündungen wie Furunkel.

Bei Hautkrankheiten ist nicht nur der Inhaltsstoff wichtig, auch die Hilfsstoffe und die Zubereitung der Präparate spielen eine große Rolle. Bei akuten Hauterkrankungen wie nässenden Entzündungen wirken die Pflanzenextrakte besser, wenn sie in eher wässrige Grundlagen eingearbeitet sind. Bei chronischen Ekzemen hingegen sind fettreiche Zubereitungen besser wirksam.

Grüntee beziehungsweise Schwarztee ist zwar keine Heilpflanze. Er wird dennoch wegen seines Gehalts an Gerbstoffen gegen nässende Ekzeme angewendet: aus dem im Handel erhältlichen Grüntee oder Schwarztee einen starken Tee kochen und zehn Minuten ziehen lassen. Umschläge mit Grüntee oder Schwarztee sollten mehrmals täglich erneuert werden.

Quelle:

http://www.ruhrnachrichten.de/leben/gesundheit_und_wellness/gesundheit/Pflanzen-koennen-der-Haut-helfen;art364,1434760

Kommentar & Ergänzung:

Die Aussagen im Text auf ruhrnachrichten.de sind erfreulich fundiert.

Einzig die Aussage, dass beim Sammeln von Heilpflanzen in der Natur ein höheres Allergierisiko besteht, weil „viele Wildpflanzen….allergieauslösende Substanzen“ enthalten, kann ich nicht nachvollziehen. Ob ich zum Beispiel Schafgarbe oder Malvenblüten in der Natur sammle oder in der Apotheke oder Drogerie kaufe, macht meines Erachtens keinen eindeutigen Unterschied bei allergieauslösenden Stoffen in dem Sinne, dass Apothekenware grundsätzlich weniger Allergene enthalten würde. Vielleicht spricht aus dieser Aussage eher der Apotheker, der die Heilpflanzen gerne verkauft.

Am heikelsten beim Selbersammeln von Heilpflanzen scheint mir, dass man die Pflanzenwelt gut kennen muss, um Verwechslungen auszuschliessen.

Wichtig in diesem Text ist der Hinweis, dass bei der Behandlung von Hauterkrankungen  nicht nur die Inhaltsstoffe wichtig sind, sondern auch die Zubereitungsform (wässrig / fetthaltig).

Gefreut hat mich, dass Schwarztee und Grüntee als Gerbstoffpflanzen erwähnt werden. Sie gelten oft nur als Genusstee und ihre Qualitäten als Heilpflanzen gehen daher leicht vergessen. Das ist schade, weil Schwarztee oder Grüntee oft im Haushalt greifbar sind und wenig kosten.

Zum Thema „Heilpflanzen bei Hauterkrankungen und Wunden“ gibt es ein kompaktes, informatives Tagesseminar.

Falls Sie an sorgfältigem Wissen über Wirkung und Anwendung von Heilpflanzen interessiert sind, finden Sie dazu meine Kurse und Lehrgänge oben über den Menüpunkt „Kurse“.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

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Einige Gewürze senken Blutfettwerte und Insulinproduktion

Montag, August 15th, 2011

Einige Gewürze reduzieren die Blutfettwerte und die Insulinproduktion. Das hat jetzt ein Wissenschaftlerteam der Pennsylvania State University herausgefunden. Vor allem die Triglyzeridwerte konnten nach einer fettreichen Mahlzeit durch den Verzehr von Gewürzen um 30 Prozent vermindert werden, schreiben die Forscher im “Journal of Nutrition”.

Entsprechende Resultate erzielten die Wissenschaftler durch Testessen, die von sechs gesunden, übergewichtigen Männern eingenommen wurden. Den Testpersonen wurde an einem Tag ein Drei-Gänge-Menü ohne Gewürze und an einem anderen Tag mit Kräutern und Gewürzen serviert. Bei den Gewürzen wurden Kurkuma, Nelken, Paprika, Oregano, Rosmarin, Zimt und schwarzen Pfeffer verwendet, die für ihre antioxidative Wirkung bekannt sind. Nach den Mahlzeiten wurde den Teilnehmern in 30minütigen Abständen sechs Mal eine Blutprobe entnommen, die auf ihre Werte untersucht wurde – mit dem Resultat, dass die Werte nach den gewürzten Speisen deutlich besser waren als bei den Mahlzeiten ohne diese Bestandteile. Neben der geringeren Zahl an Triglyzeriden wurde auch eine um 20 Prozent reduzierte Insulinausschüttung festgestellt. Ein Freibrief für den Konsum fettiger, wenn auch stark gewürzter Speisen, seien die Resultate allerdings nicht. Die Kalorien der Mahlzeiten setzen dem Organismus auch trotz der antioxidativen Wirkung einiger Gewürze zu (http://dx.doi.org/10.3945/jn.111.138966).

Quelle:

http://de.nachrichten.yahoo.com/gegen-blutfettwerte-würzen-084928482.html

http://jn.nutrition.org/content/141/8/1451

Kommentar & Ergänzung:

Dass Gewürze wie Kurkuma, Nelken, Paprika, Oregano, Rosmarin, Zimt und schwarzer Pfeffer nicht nur für den Gaumen gut sind, ist schon lange bekannt. Im Zentrum des Interesses standen aber meistens Wirkungen der Gewürze bei Verdauungsstörungen wie Blähungen, Völlegefühl oder Appetitlosigkeit. Deshalb ist es sehr interessant, wenn in dieser Studie nun günstige Wirkungen auf die Blutfettwerte und auf die Insulinausschüttung festgestellt wurden.

Gewürze stehen am Übergang zwischen Ernährungslehre und Kochkunst einerseits und Phytotherapie andererseits.

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Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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