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Bullshit zu Aromapflege und Aromatherapie

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Bullshit redet, wer wohlklingende Worte äussert, die nichts aussagen. Ein Beispiel für solchen Bullshit sind meines Erachtens folgende Sätze über Aromapflege und Aromatherapie:

„Aromapflege und Aromatherapie folgen den Prinzipien der Naturheilkunde. Sie wollen die Lebenskraft und Selbstheilungskräfte des Menschen wecken und stärken. Die ätherischen Öle haben tiefe Wirkungen auf unser psychisches Gleichgewicht. Sie bewirken eine seelische Umstimmung, regulieren aus der Balance Geratenes und entziehen einer Krankheit den eigentlichen Nährboden. Sie wirken gleichermaßen auf den Körper und die Seele, also im ganzheitlichen Sinne.“

Quelle:

http://www.springermedizin.at/fachbereiche-a-z/i-o/komplementaermedizin/?full=50130

Kommentar und Ergänzung:

Hier werden wohlklingende Begriffe aneinandergereiht, die kaum irgendwelche konkreten Inhalte haben.

⇒ Die „Prinzipien der Naturheilkunde“ sind nicht so klar definiert, wie das hier aussieht. Der Autor müsste konkrete Beispiele bringen um zu illustrieren, was genau er damit meint. Aber wenn man konkret wird, stösst man schnell an Grenzen oder verwickelt sich in Widersprüche. Bleibt man schön im wohlklingenden Allgemeinen, lässt sich diese Schwierigkeit vermeiden.

„Lebenskraft“ ist ein schillernder Begriff, der spontan oft klar und einleuchtend klingt, aber sofort schwierig wird, wenn man genau erklären soll, was damit gemeint ist.

Wikipedia schreibt dazu:

„Der Begriff Lebenskraft war in seiner Entstehungszeit sehr populär und wurde oft auch wenig spezifisch gebraucht, als weit verbreiteter Platzhalterbegriff für unverstandene körperliche Vorgänge……

Die Vorstellung einer Lebenskraft wurde als Gesundheits- und Krankheitskonzeption von Christoph Wilhelm Hufeland Ende des 18. und Anfang des 19. Jahrhunderts differenziert beschrieben…..

Hufeland sah als Grundursache aller Lebensvorgänge und als Selbsterhaltungsprinzip des Organismus eine allgemeine Lebenskraft mit weiteren Teilkräften:

  • eine erhaltende Kraft,
  • eine regenerierende und neubildende Kraft,
  • eine besondere Lebenskraft des Blutes,
  • eine Nervenkraft,
  • eine Kraft, die eine allgemeine Reizfähigkeit des Körpers bewirke, sowie
  • eine Kraft, die eine spezifische Reizfähigkeit des Körpers bewirke.

Krankheit sei eine Beeinträchtigung der Lebenskraft beziehungsweise der Lebenskräfte durch krankmachende Reize. Sichtbare Zeichen der Krankheit seien Heilreaktionen der Lebenskraft auf solche Krankheitsreize. Die Heilkraft der Natur (vis medicatrix naturae) und die Lebenskraft seien wesensgleich, wenn nicht identisch. Jedes therapeutische Handeln des Arztes wie auch jede Selbstbehandlung durch den Patienten solle die individuelle Lebenskraft unterstützen. Insgesamt habe sich das ärztliche Handeln am Prinzip des contraria contrariis zu orientieren. Dabei empfahl Hufeland neben der vorsichtigen Anwendung von Medikamenten die Beachtung diätetischer Regeln und physikalische Therapien (zum Beispiel als Wasseranwendungen).

Auf Hufelands Konzept gehen Impulse für die Entwicklung der Naturheilkunde im 19. Jahrhundert zurück.“

⇒  Die „Selbstheilungskräfte des Menschen wecken und stärken“ tönt auch immer gut. Die Selbstheilung des Menschen ist faszinierend. Daran wirken aber tausende von Vorgängen im Organismus mit, die sich je nach Krankheit beträchtlich unterscheiden können. Die Selbstheilungskräfte als feststehende Grösse wird es daher kaum geben. Auch hier wären detaillierte Angaben vorzuziehen. Welche Prozesse beeinflusst das ätherische Öl genau und wie? Aber auch hier gilt: Sobald man genaue Aussagen macht, können diese auch in Frage gestellt, kritisiert und widerlegt werden. „Die Selbstheilungskräfte“ dagegen bieten keine Angriffsfläche für konkrete Einwände.

 „Die ätherischen Öle haben tiefe Wirkungen auf unser psychisches Gleichgewicht.“ – „Tief“ tönt immer gut. Aber was heisst „tief“ genau in diesem Zusammenhang? Eingreifend? Tief eingreifend in die Psyche? Könnte das, wenn es stimmt, nicht gefährlich werden? Oder ist nur immer und ausschliesslich eine positive Wirkung zu erwarten im Sinne einer Förderung des Gleichgewichts. Ist das nicht etwas gar viel Wunschdenken?

 „Sie bewirken eine seelische Umstimmung…“  Wenn das stimmt, kann das nicht auch schiefgehen? Oder muss ich mir das einfach immer positiv vorstellen? In Sinne von: Das ätherische Öl weiss schon, was es machen muss? Ist das nicht allzu schön um plausibel zu sein?

„…regulieren aus der Balance Geratenes…“ Da haben wir sie wieder, die umfassende Regulation. Damit kann man nie schiefliegen.

 „…und entziehen einer Krankheit den eigentlichen Nährboden.“    Das ist eine sehr weitreichende Versprechung. Wie machen die ätherischen Öle das und was sollen wir verstehen unter dem „eigentlichen Nährboden“ einer Krankheit: Auch hier: Wer nicht konkret wird, versteckt sich vor möglichen konkreten Einwänden.

„Sie wirken gleichermaßen auf den Körper und die Seele, also im ganzheitlichen Sinne.“ Das tönt immer gut, sagt aber auch nichts Konkretes aus.

Diese Kritik richtet sich nicht generell gegen Aromatherapie und Aromapflege. Ätherische Öle sind im vielen Bereichen interessante und wirksame Heilmittel. Es ist allerdings nicht das erste Mal, dass ich in Texten über Aromatherapie und Aromapflege auf derartigen Worthülsen treffe.

Das ist meines Erachtens immer ein Anlass für genaues, kritisches Nachfragen, auch wenn es um andere Bereiche als Aromapflege und Aromatherapie geht – zum Beispiel um Texte in der Pflanzenheilkunde.

Vorgänge und Begriffe möglichst genau zu beschreiben ist eine Grundvoraussetzung guter Kommunikation und fachlicher Auseinandersetzung. Mit schwammigen Begriffen wie sie das oben aufgeführte Zitat enthält, redet man weitgehend aneinander vorbei. Das gilt auch für Vorträge, Kurse und Ausbildungen. Haken Sie nach, wenn Sie in Lehrveranstaltungen mit wohlklingenden, aber schwammigen Begriffen „gefüttert“ werden.

Wer leere Worthülsen einfach schluckt, weil sie so gut tönend daherkommen, lässt sich einlullen oder lullt sich selber ein. Wer dagegen genau nachfragt, klärt die Begriffe so weit es geht und bekommt dadurch einen stabileren Stand in der Welt.

Der amerikanische Philosoph Harry G. Frankfurt hat übrigens ein lesenswertes Büchlein geschrieben mit dem Titel „Bullshit“ (Suhrkamp Verlag).

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe

Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse

Kräuterwanderungen in den Bergen / Kräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital:

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Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

 

 

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Benzodiazepine: Aufklärungskampagne zum Suchtpotential

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Bezodiazepine werden als Schlafmittel und Beruhigungsmittel oft verschrieben und konsumiert. Auch über lange Zeit, obwohl die Risiken beträchtlich sind. Mit einer Kampagne machen die Barmer-GEK, die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) und die Bundesärztekammer (BÄK) nun Patienten und Ärzte auf die Risiken von Schlaf- und Beruhigungsmitteln aufmerksam.

Vielen Menschen sei das Suchtpotenzial der zur Wirkstoffgruppe der sogenannten Benzodiazepine gehörenden Präparate nicht bewusst, erklärt Andrea Jakob-Pannier, Suchtpräventionsexpertin bei der Barmer-GEK. Eine neue Patienten-Broschüre stellt die 4K-Regel bei Anwendung von Medikamenten mit Abhängigkeitspotenzial vor: klare Indikationsstellung, kleinste notwendige Dosis, kurze Anwendungsdauer und kein schlagartiges Absetzen der Medikamente.

Ein zweiseitiger Leitfaden für Ärzte enthält einen Fragebogen für das Screening und Tipps zur Kommunikation mit und Motivation des Patienten. Schon nach zwei Wochen beginne der Körper, sich an ein solches Medikament zu gewöhnen, heisst es in einer Pressemitteilung zur Kampagne. Dann meinen viele Konsumentinnen und Konsumenten, das Medikament sein nicht mehr stark genug und steigern die Dosis. Viele haben dann das Gefühl, das Medikament sei nicht mehr stark genug und steigern die Dosis.

Daher sollte die Einnahme von Benzodiazepinen immer nur unter ärztlicher Kontrolle und nur zur Überbrückung von Krisensituationen erfolgen. Nach längerer Einnahme dürfen diese Medikamente niemals abrupt abgesetzt werden.

Patienten-Broschüre (PDF zum Download)

Leitfaden für Ärzte / Ärztinnen (PFF zum Download)

Quelle:

http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=55445

Kommentar & Ergänzung:

In der Broschüre werden folgende Wirkstoffe als Benzodiazepine aufgeführt: Alprazolam

Bromazepam

Brotizolam

Chlordiazepoxid

Clobazam

Diazepam

Dikaliumclorazepat

Flunitrazepam

Lorazepam

Lormetazepam

Medazepam

Nitrazepam

Nordazepam

Oxazepam

Prazepam

Temazepam

Eine vergleichbare Wirkung wie Benzodiazepine haben Präparate mit den Wirkstoffen Zolpidem, Zopiclon und Zaleplon.

Und ausser dem:

In manchen – vor allem akuten – Situationen sind Benzodiazepine nötig und sinnvoll.

Es wäre also vermessen zu sagen, sie könnten immer durch pflanzliche Schlafmittel und Beruhigungsmittel ersetzt werden.

In manchen Situationen – vor allem bei längerfristiger Anwendung und bei milderen Störungen – sind pflanzliche Schlafhilfen und Beruhigungsmittel aber eine gute Option, die zu prüfen ist. Baldrian, Passionsblume, Melisse, Lavendelöl und andere helfen in manchen Situationen gut und ohne Abhängigkeitsrisiko.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Zitate aus der Placebo-Forschung

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Der Informationsdienst Wissenschaft berichtete über ein Projekt der Placebo-Forschung. Untenstehend interessante Zitate aus dieser Meldung mit kurzem Kommentar:

Zitat:

„Die vom Arzt verordnete Pille ist nur ein Teil des Heilungsprozesses bei Erkrankungen; viele weitere Einflüsse tragen zum Behandlungserfolg bei. „Eine zentrale Rolle dabei spielen die Placeboeffekte, die jedoch in der Forschung und der klinischen Anwendung bisher zu wenig beachtet wurden“, so Professor Manfred Schedlowski. Den Placebo-Effekten liegen messbare körperliche Vorgänge zu Grunde, die sich zum Beispiel in der Hirnaktivität, in immunologischen Veränderungen oder Veränderungen im Hormonsystem dokumentieren lassen. Diese Placebo-Effekte können durch aktuelle Erwartungen und frühere Erfahrungen des Patienten mit einer Erkrankung, aber auch durch den Behandlungskontext und die Kommunikation zwischen Arzt und Patient ausgelöst oder verstärkt werden.

Eine überregionale Forschergruppe widmet sich deshalb der Analyse dieser Placebo-Effekte, die neben der eigentlichen medizinischen Verordnung zum Behandlungserfolg beitragen.“

Kommentar:

Wichtig – weil zuwenig bekannt – ist hier die Aussage, dass bei Placebo-Effekten messbare körperliche Vorgänge vorliegen, zum Beispiel Veränderungen im Immunsystem, in der Hirnaktivität und im Hormonsystem.

Zu oft wird der Placebo-Effekt mit Einbildung verwechselt. Placebo-Effekte sind aber sehr real.

Im letzten Abschnitt finde ich es fragwürdig, wenn von Placebo-Effekten, „die neben der eigentlichen medizinischen Verordnung zum Behandlungserfolg beitragen“ die Rede ist. Ich würde „Placebo-Effekte“ nicht von der „eigentlichen medizinischen Behandlung“ trennen. Sie sind ein integraler Bestandteil jeder medizinischen Behandlung.

Zitat:

„’In einer Reihe von medizinischen Anwendungsfeldern sind die beteiligten Placebo-Effekte größer als die spezifischen, auf das Medikament zurückzuführenden Effekte. Dies unterstreicht, dass hier ein großes, oftmals nur unsystematisch genutztes Potential zur Verbesserung von Behandlungen liegt‘, so der Sprecher der Forschergruppe, Prof. Winfried Rief von der Universität Marburg…… Die klinischen Anwendungen reichen von Patienten mit postoperativem Schmerz, Patienten mit Schlafstörungen, Patientinnen mit Reizdarmsyndrom bis hin zur Beeinflussung von immunologischen Funktionen bei Patienten nach Nierentransplantation.“

Kommentar:

Es gibt sehr interessante Anwendungsbereiche für Placebos, doch stellt sich immer die Frage, wann ihr Einsatz ethisch vertretbar ist.

Ausserdem muss immer auch festgehalten werden, dass Placebo-Effekte bei vielen Erkrankungen an Grenzen stossen. Dass z. B. Krebs, Multiple Sklerose oder Malaria allein mit dem Placebo-Effekt geheilt werden können, dafür gibt es keinerlei plausible Hinweise.

Quelle der Zitate:

http://idw-online.de/en/news561686

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Palliative Care: Krebskranke machen sich häufig falsche Hoffnungen

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Patientinnen und Patienten, die eine palliative Chemotherapie bekommen, wissen erschreckend oft nicht, dass es für sie keine Heilungschancen gibt.

Unheilbar krebskranke Menschen haben verständlicherweise manchmal unrealistische Hoffnungen. Doch das Ausmaß dieser Fehleinschätzung, das eine US-Studie aufdeckt, legt systematische Aufklärungsfehler nahe.

In einem Kollektiv von 1193 Patienten, die wegen metastasierendem bronchialem oder kolorektalem Karzinom (Stadium IV) eine palliative Chemotherapie bekamen, hatte die Mehrzahl völlig falsche Vorstellungen von der Intention der Behandlung. 81 % der Darmkrebskranken und 69 % der Lungenkrebspatienten waren sich nicht darüber im Klaren, dass es für sie keine Heilungschance gab, schreibt das Team um Dr. Jane C. Weeks vom Dana-Farber Cancer Institute, Boston, im „New England Journal of Medicine“.

Um eine gut fundierte Therapieentscheidung treffen zu können, muss der Patient über Nutzen und Risiken genau aufgeklärt sein, betonen die Wissenschaftler. Eine palliative Chemotherapie kann das Leben um Wochen oder sogar Monate verlängern sowie tumorassoziierte Symptome reduzieren, doch ist sie bekanntlich begleitet von toxischen Effekten. Die Entscheidung, ob ein Patient diese Belastung in Kauf nehmen will, kann er nur nach eingehender Aufklärung fällen.

Von „informed consent“ kann jedoch bei den meisten Studienteilnehmern offenbar keine Rede sein. Wie erklären sich die Forscher die eklatanten Missverständnisse? Paradoxerweise berichteten gerade die Patienten mit unrealistischen Therapie-Erwartungen von einer besonders guten Arzt-Patient-Beziehung und Kommunikation mit ihrem Arzt.

Möglicherweise, so die Interpretation der Forscher, empfinden Betroffene ein Gespräch als angenehmer, wenn der Doktor eine optimistische Sichtweise vermittelt. Fatal ist es aber, wenn diesem Optimismus jede Basis fehlt. Es ist bekannt, dass viele Menschen mit fortgeschrittener Krebserkrankung die Unannehmlichkeiten einer toxischen Behandlung auf sich nehmen würden, wenn auch nur eine 1%ige Heilungschance bestünde – nicht jedoch, wenn diese gleich null ist.

Unheilbarkeit und Lebenserwartung sollten daher klar angesprochen werden.

Falsche Erwartungen zu schüren könne eine optimale Planung des Patienten am Ende seines Lebens stark behindern, kritisieren die Wissenschaftler. Dabei unterstellen sie den aufklärenden Medizinern keine vorsätzlichen Lügen. Es genüge schon, wenn der Arzt das Gespräch recht rasch vom unangenehmen Thema Lebenserwartung auf Details der Behandlungsplanung lenke. Die Information der Unheilbarkeit kann dabei leicht untergehen beziehungsweise überhört werden.

Mediziner müssten bei der Aufklärung vor einer palliativen Chemotherapie die Prognose unmissverständlich klarmachen und sicher sein, dass der Patient alles verstanden habe, auch wenn damit das Risiko verbunden sei, vom Betroffenen schlechter beurteilt zu werden. Eine ehrliche und vertrauensvolle Kommunikation, so die Studienautoren, sei das höhere Gut.

Andere Studien haben zudem gezeigt, dass viele Mediziner zwar über fehlende Heilungschancen informieren, jedoch nur jeder zweite über die voraussichtliche Lebenserwartung spricht.

Dies könnte dafür verantwortlich sein, dass die Hälfte aller Lungenkrebspatienten noch zwei Monate vor dem Tod von ihrem Arzt das Wort Hospiz nicht einmal gehört hat, erklären Dr. Thomas J. Smith und Dr. Dan L. Longo von der Johns Hopkins University School of Medicine in Baltimore in ihrem Kommentar zu der Studie. Tatsächlich jedoch wollen die meisten Krebskranken die Wahrheit wissen, auch über ihre Prognose.

Damit diese wichtigen Informationen im Arzt-Patienten-Gespräch nicht unter gehen, empfehlen die Wissenschaftler die Frage-Antwort-Frage-Methode: „Was wollen Sie über Ihre Prognose wissen?“ – erläutern, was der Patient wissen will – und erneut fragen: „Was haben Sie nun genau über Ihre Situation verstanden?“

Ehrliche Gespräche bewirken entgegen verbreiteter Meinung keine Verzweiflung oder Depression. Allerdings sei es nicht mit einem ausführlichen Gespräch getan, sondern es bedürfe nach der ersten Mitteilung über die tödliche Krankheit einer ganzen Serie guter Gespräche, betonen die Kommentatoren. Sehr früh, so raten sie, sollte zudem ein Termin für einen Informationsbesuch im Hospiz abgemacht werden.

Quellen:

http://www.medical-tribune.de/medizin/fokus-medizin/artikeldetail/tumorkranke-machen-sich-oft-falsche-hoffnungen.html

Kommentar & Ergänzung:

Diese Studie zeigt einmal mehr die grosse Bedeutung guter Kommunikation.

Wie weit sich die Ergebnisse und die Schlussfolgerungen auf die Schweiz oder auf Deutschland übertragen lassen, kann ich nicht beurteilen.

Grundsätzliche sind aber die Anforderungen an gute Kommunikation im Bereich der Krebstherapie wohl in allen Ländern gleich.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Psychologie: Studien werden nur selten reproduziert

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Experimente zu wiederholen ist eines der wichtigsten Merkmale von Wissenschaft. Dass dies jedoch nur sehr selten gemacht wird, zeigt nun eine US-Studie: In den vergangenen 100 Jahren seien in der Psychologie nur etwas mehr als ein Prozent aller Forschungen reproduziert worden, erklären die Forscher.

Im Gegensatz zu früheren Annahmen würden diese Wiederholungen jedoch immerhin tendenziell zu den gleichen Ergebnissen gelangen wie ihre Vorgänger, schreiben der Psychologe Matthew Makel von der Duke University und Kollegen in einer Studie.

Ihrer Untersuchung voran stellen sie ein Zitat des US-Mathematikers und -Statistikers John Tukey, der 1969 schrieb: „Bestätigung erfolgt durch Wiederholung. Jeder Versuch, diese Aussage zu vermeiden, führt zu Versagen und noch wahrscheinlicher zu Zerstörung“.

In der Wiederholung von Experimenten sehen viele Forscher einen „Goldstandard“: Wiederholungen können dabei helfen, mögliche Fehler in den Grundannahmen oder Arbeitshypothesen zu entdecken und zu beheben. Das gilt für alle Wissenschaftsdisziplinen, aber speziell auch für die Psychologie, deren Forschungsbereich der methodisch besonders schwierig zu fassende Mensch ist.

So eindeutig dies für Wiederholungen von Studien spricht, so wenig attraktiv sind solche Reproduktionen in der Realität. Entsprechende Arbeiten haben nicht gerade ein „sexy“ Image, dabei wird auf den ersten Blick kein neues Wissen gewonnen, das sich dann medial gut „verkaufen“ lässt. „Wiederholungsforscher“ gelten darum eher als Handwerker, denen die Kreativität abgeht. Dass das nicht erst ein Phänomen der vergangenen Jahre und Jahrzehnte ist, belegt nun die Studie von Makel und seinen Kollegen.

Wiederholungsrate von 1,07 Prozent

Sie haben die Frage der Wiederholungen in der Psychologie mit statistischen Mitteln unter die Lupe genommen. Zu diesem Zweck durchkämmten sie die online zur Verfügung stehende Forschungsliteratur seit 1900 und durchsuchten die 100 bedeutendsten Fachzeitschriften nach dem Ausdruck „replicat*“, wobei das Sternchen für alle möglichen Wortendungen steht.

Nach Korrektur einiger Fehlerquellen errechneten die Forscher für den Gesamtzeitraum seit 1900 eine Wiederholungsrate von 1,07 Prozent.

Andere Wissenschaftler, andere Resultate

Ab den 1960er Jahren ist die Anzahl der wissenschaftlichen Veröffentlichungen im Bereich Psychologie geradezu explodiert. Auch die Wiederholungsrate stieg an,  jedoch nicht in im gleichen Ausmaß.

Im Gegensatz zu früheren Untersuchungen zeigten die Auswertungen von Makel und Kollegen, dass der Großteil der Reproduktionen „erfolgreiche Wiederholungen“ waren, dass die Resultate also den ursprünglichen Studien entsprachen. Allerdings: Wenn keiner der ursprünglichen Autoren an der Wiederholungsstudie beteiligt war, reduzierte sich die Wahrscheinlichkeit einer „erfolgreichen Replikation signifikant“ – andere Wissenschaftler kommen also auch im gleichen Setting zu eher anderen Resultaten.

Betrifft auch andere Disziplinen

Die Psychologie stehe mit ihrer Wiederholungsrate von knapp über einem Prozent keineswegs allein, schreiben die Wissenschaftler. Zwar gebe es keine vergleichbaren umfassenden Studien wie die aktuelle in anderen Wissenschaftsdisziplinen. Einzelstudien in den Bereichen Wirtschaft, Marketing und Kommunikation würden jedoch ebenfalls auf Raten zwischen einem und drei Prozent kommen.

Quelle:

http://science.orf.at/stories/1707700/

Die Studie:

„Replications in Psychology Research: How Often Do They Really Occur?“ von Matthew Makel und Kollegen ist in der November-Ausgabe der „Perspectives on Psychological Science “ publiziert worden.

http://pps.sagepub.com/content/7/6/537.full

Kommentar & Ergänzung:

Interessant wäre es zu erfahren, wie hoch die Wiederholungsraten bei Studien in den Bereichen Medizin und Pharmakologie sind.

Auch hier gilt nämlich, dass eine einzelne Studie zu einem bestimmten Verfahren oder Medikament noch kein eindeutiger Beleg ist und erst die Wiederholung ausreichend Glaubwürdigkeit schafft. Es ist nützlich, sich dieses Qualitätsmerkmal der wissenschaftlichen Arbeit immer wieder klar zu machen. Das schützt davor, jede Sensationsmeldung über neueste Forschungsergebnisse ungefiltert für bare Münze zu nehmen.  Die Meldungen sind auch im Gesundheitsbereich voll mit Berichten über Erststudien, die nie wiederholt oder später durch Wiederholung  widerlegt werden, wobei das zweite negative Resultat es dann kaum mehr in die Medien schafft.

Dass Fachzeitschriften und Publikumsmedien so stark das Sensationelle und Neue vorziehen, tut der Wissenschaft nicht gut.

Zudem sind die meisten Empfängerinnen und Empfänger von Meldungen viel stärker interessiert an Bestätigungen als an Widerlegungen.

Ein Vortrag, ein Buch, ein Kurs zum Thema „XY wirkt nicht wie versprochen“ stösst auf sehr mässiges Interesse.

Ein Vortrag, ein Buch, ein Kurs zum Thema „XY wird gegen…“ zieht dagegen.

Ein Vortrag, ein Buch, ein Kurs zum Thema „XY wirkt wunderbar gegen….“ wird zum Renner.

Daraus entsteht eine Einseitigkeit in der Aufnahme und Bewertung von Informationen, die ich für ausgesprochen ungesund halte.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Zur Diskussionskultur bei Elefanten…….

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Wenn sich eine Elefantenherde in Bewegung setzt, dann geschieht das nicht spontan, wie Verhaltensforscher nun herausgefunden haben. Die dominanten Elefanten aus der Herde bilden ein Komitee – und beraten die Entscheidung.

Ein entsprechendes Tondokument haben nun Wissenschaftler um Caitlin O’Connell-Rodwell präsentiert. Wie die Forscher im Fachblatt „Bioacoustics“ berichten, produzieren Afrikanische Elefanten im Debattenmodus tiefe, gurgelnde Töne, die in anderen Situationen nicht vorkommen.

Den Auftakt macht das dominante Tier, dann stimmen die nächsten ein bis zwei Ranghöchsten in die minutenlange Konversation ein.

Auf der Website von „Science Now“ können Sie nun einen Ausschnitt aus einer solchen Debatte hören. Sie kreise um die Frage, ob nun die Wasserstelle verlassen werden soll oder nicht – und ende mit dem einstimmigen Beschluss: Wir gehen!

Quelle:

http://science.orf.at/stories/1706097/

„Antiphonal vocal bouts associated with departures in free-ranging African elephant family groups“, Bioacoustics (DOI:10.1080/09524622.2012.686166).

Kommentar & Ergänzung:

Naja, so einfach wird die Übersetzung aus der Elefantensprache in die Menschensprache wohl nicht sein.

Ob es wohl bei den Elefanten auch – nach Friedemann Schulz von Thun – in jeder Kommunikation eine Beziehungsebene, eine Sachebene, eine Appellebene und eine Selbstoffenbarungsebene gibt?

Und entsprechend ein Sachohr, Beziehungsohr, Appellohr und Selbstoffenbarungsohr?

Gewiss ist allerdings auch aus anderen Studien, dass Elefanten eine differenzierte Kommunikation und ein faszinierendes Sozialleben haben.

Hier noch ein paar interessante Informationen über Elefanten:

Die Bedeutung der Elefanten in Mythologie und Symbolik

„Der Elefant gilt als weise, stark und keusch, aber auch als nachtragend. Er ist das Wappentier mehrerer asiatischer und afrikanischer Staaten sowie das politische Wappentier der Republikaner in den USA. Der höchste dänische Orden heißt Elefantenorden. Die Seekriegsflagge Thailands ziert ein weißer Elefant, der dort als Zeichen von Macht verehrt wird.

In der indischen Mythologie ist Airavata der erste Elefant. Gott Ganesha erscheint mit dem Kopf eines Elefanten. Er ist eine der beliebtesten Gottheiten des Hinduismus und gilt als Verkörperung von Weisheit und Wohlstand und als Helfer in schwierigen Lebenssituationen. Die buddhistische Überlieferung kennt eine Legende, nach der Mahamaya, der Mutter Siddhartha Gautamas, vor dessen Geburt ein weißer Elefant erschien.

Im Gleichnis ‚Die blinden Männer und der Elefant‘, das im Sufismus, Jainismus, Buddhismus und Hinduismus erzählt wird, geht es um die begrenzte Fähigkeit des Menschen, die Realität – symbolisch durch den Elefanten dargestellt – so zu erkennen und zu verstehen, wie sie wirklich ist.

In China erscheint ein weißer elefantenköpfiger Gott, der eine jungfräuliche Göttin, Moye, schwängert. Moye gebiert den Helden Fu-Hi. In China gelten Elefanten noch heute als Symbol für männliche Potenz. Im Judentum bzw. Christentum taucht der elefantenköpfige Dämon Behemoth auf, und auch er symbolisiert die „Fleischlichkeit“, d. h. die sexuelle Energie. Die Verbindung zwischen Elefanten und sexueller Energie existierte auch in Heldenepen des europäischen Mittelalters, in denen „Hörner aus Elfenbein“ eine wichtige Rolle spielten (z. B. das Horn Olifant im Rolandslied). Gemahlenes Elfenbein gilt noch heute bei einigen asiatischen Völkern als Potenzmittel. In eine andere Richtung deutet dagegen die Legende vom Elefantenfriedhof.

Seit dem indischen Chaturanga bestand in vielen historischen Schachformen eine Elefantenfigur.

Schließlich ist der Begriff des Elefanten teilweise auch negativ besetzt. So knüpft die Redensart „wie ein Elefant im Porzellanladen“ an die Vorstellung an, Elefanten seien ungeschickt.“

(Quelle: Wikipedia)

Zum Amboseli Elephant Research Project

„Das Amboseli Elephant Research Project ist ein Projekt der Non-Profit-Organisation Amboseli Trust for Elephants. Es ist das detaillierteste und langfristigste Projekt zur Erforschung der Afrikanischen Elefanten. Ziel des Forschungsprojekts ist das Studium des Sozialverhaltens, der Altersstruktur und der Populationsdynamik Afrikanischer Elefanten.

Das Forschungsprojekt wurde 1972 von Cynthia Moss und Harvey Croze in dem im Süden Kenias liegenden Amboseli-Nationalpark initiiert. Der Amboseli-Park zeichnet sich dadurch aus, dass in dem rund 390 Quadratkilometer großen Park nur wenig Wilderer aktiv waren. Das ist insbesondere dem Volk der Massai, den Besitzern des umliegenden Landes, sowie der ständigen Anwesenheit von Touristen und Forschern zu verdanken. Damit gehört Amboseli zu den wenigen Regionen in Afrika, in denen die Altersstruktur der Elefanten unverzerrt geblieben ist. In dem Areal, das von Wildhütern und Wissenschaftern ganzjährig überwacht wird, werden vor allem die Interaktionen der Elefanten und ihr Netzwerk von Familien, Familiengruppen, Sippen und Populationen beobachtet.

Zwischen September 2007 und Mai 2008 wurde von Animal Planet eine 13-teilige Dokumentation über die Elefanten im Amboseli-Nationalpark und die Arbeit des Amboseli Trust for Elephants gefilmt.“

(Quelle: Wikipedia)

Website (englisch): http://www.elephanttrust.org/node/268

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Phytotherapie auf der Intensivstation – eine Chance!

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Phytotherapie verbindet die Erfahrungen traditioneller Pflanzenheilkunde mit den Ergebnissen neuzeitlicher Arzneipflanzenforschung. Sie gehört damit zur klassischen Naturheilkunde und ist ein (randständiger) Teil der Medizin. Phytotherapie ist deshalb konzeptuell medizin- und pflegekompatibel.

Was ist Phytotherapie?

Heilpflanzen-Anwendungen auf phytotherapeutischer Basis haben sich in den letzen Jahren in vielen Bereichen der Pflege bewährt – zum Beispiel in Pflegeheimen, Spitex-Organisationen, Psychiatrischen Kliniken und in der Palliative Care.

Phytotherapie in der Pflege

Aber auf der Intensivstation? Stehen da nicht ganz andere Probleme im Vordergrund?

Professionelle Heilpflanzen-Anwendungen machen auch auf der Intensivstation Sinn und bringen viel „Soft-Power“ mit.

Heilpflanzen-Anwendungen in der Pflege nehmen ein weit verbreitetes Bedürfnis nach „natürlichen Alternativen“ auf und beantworten es mit einem fundierten Angebot.

Sie lassen sich science-basiert und medizinisch gut begründbar integrieren. Dass die IPS zur Filiale von Harry Potter’s Hogwarts wird, muss bei phytotherapeutischen Anwendungen jedenfalls niemand befürchten….

Was bringt Phytotherapie auf der Intensivstation?

In der technikgeprägten Atmosphäre einer Intensivstation setzen Heilpflanzen-Anwendungen einen besonders wichtigen ausgleichenden Akzent:

– In einer Umgebung, die den Patientinnen und Patienten meist sehr fremd ist, sind Kräutertees, Wickel, Kompressen und Einreibungen oft vertraute Elemente;

– Heilpflanzen-Anwendungen ermöglichen eine ritualisierte Form von Zuwendung;

– Manche Heilpflanzen-Anwendungen eignen sich auch zur Instruktion von Angehörigen., die damit ihren Liebsten etwas Gutes tun können;

– Heilpflanzen-Anwendungen können zur Tagesstrukturierung eingesetzt werden;

– Heilpflanzen-Anwendungen können zu einem Gefühl der Entschleunigung beitragen – auch bei den Pflegenden;

– Heilpflanzen-Anwendungen bieten den Pflegenden oft eine bessere Basis für Kommunikation und damit einen besseren Zugang zu Patientinnen und Patienten, als es beim Stecken einer Infusion oder beim Verabreichen einer Tablette der Fall ist.

Beispiele für Heilpflanzen-Anwendungen auf der Intensivstation

Mundschleimhaut

Die Phytotherapie kennt verschiedene Ansätze zur Behandlung von Entzündungen im Bereich von Haut und Schleimhaut, die sich gut in die Pflege integrieren lassen.

Bekannt sind die „Klassiker“: Entzündungswidrige Spülungen mit Salbeitee und Kamillentee. Wirksam sind aber auch Schleimpflanzen wie Leinsamen und Eibischwurzel mit ihrem reizlindernden und schleimhautschützenden  Effekt.

Gerbstoffpflanzen wie Blutwurz und Schwarztee reduzieren die Empfindlichkeit des Gewebes und holen Entzündungen relativ rasch herunter. Sie sind aber im Gegensatz zu den Schleimpflanzen meist nicht für die Anwendung über längere Zeit geeignet.

Bewährt haben sich ausserdem gefrorene Ananasstückchen.

Übelkeit und Erbrechen

Gute Erfahrungen haben wir gemacht mit Pfefferminztee, Ingwer und Iberogast®.

Ängstlichkeit / Unruhe / Schlafstörungen

Baldrian, Hopfen, Passionsblume, Lavendelblüten, Lavendelöl, Melisse, Orangenblüte.

Die Phytotherapie hat nicht nur eine Reihe von unterschiedlich wirkenden Heilpflanzen „im Köcher“, sondern auch sehr verschiedene Anwendungsformen: Vom Dragée, das so schnell und quasi reibungslos geschluckt wird wie ein synthetisches Medikament, bis zu ritualisierten Anwendungen wie Auflagen, Wickel, Einreibungen oder Kräutertees, bei denen Zuwendung und ein sinnlicher Input integriert sind.

Gerade in den Bereichen Ängstlichkeit / Unruhe / Schlafstörungen, aber auch bei Schmerzen, bringen diese ritualisierten Anwendungsformen Effekte mit sich, die ein Dragées nie bieten kann.

Hautentzündungen

Bei Hautentzündungen bewährt sich oft Lavendelöl gemischt mit fettem Öl oder Lipolotion. Bei nässenden Hautentzündungen sind Kompressen mit Schwarztee gut wirksam (Gerbstoffanwendung).

Juckreiz

Juckreizlindernd wirken zum Beispiel:

– Pfefferminzöl auftragen (0.5% in fettem Öl), Mentholpuder;

– Kühle Waschungen mit Zugabe von Pfefferminzöl oder Lavendelöl;

– Kühle Schwarztee-Waschungen;

– Gurkenmus (pürieren, auftragen)

– Quarkauflagen.

Heilpflanzen-Anwendungen in der Pflege brauchen allerdings fundiertes Fachwissen.

Am Seminar für Integrative Phytotherapie (SIP) in Winterthur wird eine Phytotherapie-Ausbildung für Pflegende angeboten, welche dieses Fachwissen vermittelt.

Ausserdem gibt es am SIP  Tagesseminare für Pflegende und ein Angebot für Teamweiterbildungen in Pflegeinstitutionen.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Kräuterexkursionen in den Bergen / Heilkräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital:

Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

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Christoph Blocher und die Basler Zeitung (BaZ)

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„Stets hat Christoph Blocher betont, nicht an der «Basler Zeitung» beteiligt zu sein. Am Tag nach dem Aktienverkauf an seine Tochter finden selbst SVPler Blochers Kommunikation fragwürdig.

Seit Montag ist die Katze aus dem Sack: Rahel Blocher ist Eigentümerin der «Basler Zeitung» (BaZ), ihr Vater Christoph Blocher der Strippenzieher und Geldgeber im Hintergrund. Brisant: Der Alt-Bundesrat behauptete während der letzten Monate mehrmals, dass er bei der «Basler Zeitung» in keiner Weise involviert sei. «Ich bin weder direkt, noch indirekt bei der Basler Zeitung beteiligt», sagte Blocher im April dieses Jahres in der Sendung Doppelpunkt auf «Radio 1». Auch gegenüber der «SonntagsZeitung» betonte er einen Monat später, dass er kein Geld für den Kauf der BaZ zur Verfügung gestellt habe. «Ich bin es nicht.»“

Quelle:

http://www.20min.ch/news/schweiz/story/-Blocher-muss-als-Nationalrat-zuruecktreten–10955696

Kommentar & Ergänzung:

Christoph Blocher hat einen „Vertrag mit dem Volk“ geschlossen, ohne dass das „Volk“ gefragt wurde, ob es diesem Vertrag zustimmt. Da passt es auch gut, dass er dieses „Volk“ nun immer wieder über seine Rolle bei der BaZ als Strippenzieher, Besitzer, Geldorganisator und Chef im Hintergrund belogen hat. Das „Volk“ ist hier offenbar nur Staffage für Machtspiele.

Der Mann demontiert sich offensichtlich zunehmend selber.

Es scheint mir grundsätzlich problematisch, wenn sich Politiker Einfluss auf Medien kaufen. Bei Silvio Berlusconi ist das auch nicht gut gegangen, aber immerhin wusste man bei ihm, welche Fernsehkanäle und Printmedien er besitzt. Christoph Blocher aber versteckt sich hinter Strohmännern bzw. Strohfrauen. Das ist unverzeihlich.

Im übrigen ist es höchste Zeit, dass Transparenzregeln bezüglich der Parteienfinanzierung aufgestellt werden.

Demokratie darf keine käufliche Veranstaltung sein.

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Inserat:

Martin Koradi

Heilpflanzen-Kurse & Heilkräuter-Exkursionen

Ausbildungen in Phytotherapie / Weiterbildung Pflanzenheilkunde

www.phytotherapie-seminare.ch

Info-Treff Pflanzenheilkunde

Besuchen Sie auch unseren „Info-Treff Pflanzenheilkunde“ für Information und Erfahrungsaustausch in den Bereichen Phytotherapie / Pflanzenheilkunde / Naturheilkunde:

http://moodle.heilpflanzen-info.ch/

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Rund 100 Heuschreckenarten leben in der Schweiz – wie geht’s denen eigentlich?

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Von den rund 100 Heuschreckenarten der Schweiz – dazu zählen auch Grillen – stehen 40 Arten auf der Roten Liste. Dies zeige die aktualisierte Liste der gefährdeten Heuschrecken der Schweiz, schreibt das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK). Besonders schlecht stehte es um Arten, die in Auen, Mooren und Trockenwiesen leben.

Heuschrecken reagieren sensibel auf Veränderungen ihres Lebensraumes und sind deshalb wertvolle Indikatoren für den Zustand der Biodiversität. Von den 105 beurteilten Heuschrecken-Arten der Schweiz sind 40 gefährdet und somit auf der Roten Liste. Von diesen 40 Heuschreckenarten sind 19 verletzlich, 8 sind stark gefährdet, 10 sind vom Aussterben bedroht und 3 sind in der Schweiz ausgestorben.

Vom Aussterben bedroht ist Zum Beispiel die Sägeschrecke, deren Vorkommen lediglich in zwei Gegenden der Schweiz bekannt ist: Im Rhonetal, zwischen Salvan und Isérables, sowie im Rheintal bei Chur, wo sie in mit Dornbüschen durchsetzten steppenartigen Wiesen lebt. Als verletzlich eingestuft wird die grosse Höckerschrecke, die in Trockenwiesen und -weiden tieferer und höherer Lagen vorkommt.

Der Anteil gesamtschweizerisch bedrohter Heuschreckenarten hat sich von 36 Prozent im Jahr 1994 auf 37 Prozent im Jahr 2007 erhöht. Die beiden Listen von 1994 und 2007 dürfen jedoch nur mit grosser Vorsicht verglichen werden, denn seit 1994 sind die Gefährdungskategorien neu definiert worden: Für die Aufnahme in die Rote Liste gelten nun strengere Kriterien. Grundsätzlich hat sich die Situation hauptsächlich für die bereits stark bedrohten Arten verschärft.

Gefährdete Lebensräume

Am stärksten gefährdet sind diejenigen Heuschreckenarten, welche auf Kiesbänken in Auen oder in Flach- und Hochmooren leben. Etwas weniger gefährdet sind Arten der Trockenwiesen und Trockenweiden. Die  Lebensräume dieser Heuschrecken haben in den letzten 150 Jahren stark unter den Auswirkungen menschlicher Tätigkeiten gelitten: Fluss- und Bachläufe wurden begradigt, die Ufer verbaut, der Wasserfluss mit dem Bau von Wasserkraftwerken stark reduziert und die meisten Feuchtgebiete drainiert oder für den Ackerbau nutzbar gemacht. Moore wie auch Trockenwiesen im Landwirtschaftsgebiet sind durch Düngung und Intensivierung unter Druck, und bei Trockenwiesen und -weiden droht an vielen Orten die Nutzungsaufgabe. Ferner setzen moderne Bewirtschaftungsgeräte zahlreichen Heuschreckenarten zu. Andererseits konnten jedoch zumindest in einzelnen Gebieten einige Heuschreckenarten von den ökologischen Ausgleichsmassnahmen in der Landwirtschaft profitieren.

Lebensräume erhalten und schaffen

Die Gesellschaft ist gefordert, Lebensräume für die verschiedenen Heuschreckenarten innerhalb der Kulturlandschaft zu erhalten, aufzuwerten und neue anzubieten. Massnahmen zugunsten dieser Lebensräume sind die Revitalisierung von Fliessgewässern und Mooren, die qualitative Verbesserung ökologischer Ausgleichsflächen in der Landwirtschaft sowie die Schaffung von gestuften und lichten Übergängen zwischen Grasland und Waldrändern. Pionierbiotope, die unter dem Einfluss von Menschen entstehen – wie zum Beispiel Steinbrüche, Burgruinen, Schuttflächen oder Wegränder – sollten aufrechterhalten, Trockenwiesen und -weiden extensiv genutzt werden.

Quelle:

http://www.uvek.admin.ch/dokumentation/00474/00492/index.html?lang=de&msg-id=16682

Kommentar & Ergänzung:

Heuschrecken sind sehr spannende Lebewesen, über welche die meisten Menschen kaum etwas wissen. Woher auch?

Wer sich aber auch nur ein bisschen mit Heuschrecken befasst, taucht in eine faszinierende neue Welt ein. So kann man beispielsweise die verschiedenen Heuschreckenarten ähnlich wie bei den Vögeln oft sehr gut an ihren Gesängen unterscheiden.

Einen Einblick in die Heuschreckenwelt bekommen Sie am Natur-Seminar vom 23. – 25. September 2011 in Trin / Flims. Wir werden neben einigen anderen Heuschreckenarten zum Beispiel den Warzenbeisser beobachten können….

Heuschrecken-Bestimmungsbücher finden Sie im Buchshop.

Ich bin nicht Heuschreckenspezialist. Meine Stärke ist es, die ersten Schritte in die Welt der Heuschrecken gut verständlich und spannend zu fördern, und dies auch mit Schmetterlingen, Käfern, Heilpflanzen, Wildblumen, Vögeln, Spinnen etc.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

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Infos auf www.phytotherapie-seminare.ch

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Was tun, damit das Gehirn fit bleibt? Gedächtnistraining? Heilpflanzen?

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Bringt Gedächtnistraining den gewünschten Erfolg? Und welche Übungen sind wirksam?

„Wer sein Gehirn trainiert, kann seine Leistung verbessern“, erklärt Carsten Brandenburg vom Bundesverbands Gedächtnistraining in Idstein bei Wiesbaden. Doch nicht jede Übung vollbringe Wunderleistungen. „Wenn man immer nur dasselbe übt, tritt ein Gewohnheitseffekt ein, und die Aufgabe ist für das Gehirn keine Herausforderung mehr.“

Die größte Wirkung haben Übungen wie das Zahlenspiel Sudoku deshalb beim allerersten Mal, sagt Brandenburg. „Das Gehirn ist nicht daran gewöhnt, deswegen entstehen neue Verbindungen zwischen einzelnen Nervenzellen.“ Christa Roth-Sackenheim aus Krefeld, Vorsitzende des Berufsverbandes Deutscher Psychiater, ergänzt dazu: „Das ist eine relativ neue Erkenntnis, dass das gesamte Gehirn neue Verknüpfungen und offenbar sogar ganze Bahnen neu bilden kann.“

Darum können Sudoku und Computer-Trainingsspiele durchaus einen günstigen Effekt auf die Gedächtnisleistung ausüben. „Man verbessert nicht nur die Konzentration, sondern übt auch strategisches Denken und das Erstellen von Verknüpfungen zwischen verschiedenen Sachverhalten“, sagt die Psychiaterin. Das könne auch im Alltag hilfreich sein.

Speziell wirkungsvoll seien Aufgaben, die nicht nur Altwissen abfragen – also über reine Kreuzworträtsel hinausgehen. Dafür seien bestimmte Bücher und Angebote für Spielkonsolen gut geeignet, erklärt Brandenburg, der an der Memory-Klinik in Essen als Fachtherapeut für Hirnleistungstraining und Gedächtnistrainer arbeitet. „Wenn die Übungen flexibel gestaltet sind und sich mit der Zeit steigern, haben sie meist einen besseren Trainingseffekt.“

Doch auch dann seien Computerspiele und Co. keine Allzweckwaffen im Kampf gegen Gedächtnisverlust, betont der Psychiater Michael Rapp von der Universitätsklinik Charité in Berlin. „Es gibt keine Übung, die in allen Bereichen schlauer macht“, sagt der Leiter der Arbeitsgruppe Gerontopsychiatrie.

Für ein fittes Gehirn braucht man aber keine teuren Spiele.
Man kann seine Gedächtnisleistung schon steigern oder zumindestens beibehalten, wenn man bestimmte Tipps im Alltag beachtet. „Kommunikation ist das A und O“, erklärt Brandenburg. „Dabei hinterfragt man Dinge, lernt Neues kennen und setzt sich mit seinem Gegenüber auseinander.“

Eine weitere Möglichkeit besteht laut Roth-Sackenheim darin, eine neue Sprache zu lernen. Helfen könne aber auch, wenn wir Musik hören, unsere Hausarbeiten selbst erledigen und ein Hobby verfolgen. „In jedem Alter ist aber auch Sport wichtig“, betont die Expertin. „Denn Sport trainiert das Gehirn, weil man sich dabei bestimmte Bewegungsabläufe merken und Koordination üben muss.“ Die Fachleute sehen jedoch noch eine weitere Alternative – die Beschäftigung mit den Enkeln. Indem älter werdende Menschen versuchen, das Leben der Jüngeren zu verstehen, fordern sie ihr Gehirn heraus – so bleibt es länger fit.

Quelle: dpa/tmn, http://www.fr-online.de, 8. 4. 2009

Kommentar:

Knoblauch, Ginkgo, Ginseng – aber nicht nur Heilpflanzen!

Im Bereich von Pflanzenheilkunde bzw. Phytotherapie gibt es einige Heilpflanzen, die gegen nachlassende Gedächtnisleistung empfohlen werden.
Traditionell steht dabei Knoblauch im Vordergrund.
Intensiv erforscht wird Ginkgo, doch ist ein Nutzen bisher nur im Frühstadium der Demenz belegt. Hier gibt es Hinweise, dass Ginkgo die Alltagsbewältigung verbessert. Sein Nutzen für nichtdemente Hirne wird kontrovers eingeschätzt.
Eine gewisse Verbesserung der geistigen Leistungsfähigkeit scheint Ginseng bewirken zu können.
Aber der Beitrag der “Frankfurter Rundschau” bringt es auf den Punkt:
Wer sein Gehirn fit halten will, muss es benützen.
Heilpflanzen wie Knoblauch, Ginkgo und Ginseng können zwar günstige Effekte entfalten. Es ist aber eine Alibiübung zu denken, mit einem Heilpflanzen-Präparat allein liesse sich ein solcher Effekt erzielen.
Besonders zu unterstreichen ist meines Erachtens der Hinweis von Carsten Brandenburg, dass Kommunikation das A und O sei, wenn es um den Erhalt der Gedächtnisleistung geht.
Dieser Aspekt scheint mir wichtig für unser eigenes Älterwerden, aber auch bezüglich von Menschen in Altersheimen und Pflegeheimen.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
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Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

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