Artikel mit Schlagwort ‘Knoblauch’

Milch und Chlorophyll gegen Knoblauch-Geruch?

Sonntag, Januar 29th, 2012

Es gibt gute Tipps und gutgemeinte Tipps.

Gutgemeinte Tipps gegen den Knoblauch-Geruch gibt das Internetportal „madonna“.

Zuerst wird der Knoblauch als eines der universellsten Heilmittel gelobt. Er halte Herz- und Kreislauf jung, bekämpfe Viren, Bakterien und Entzündungen, beuge Herzkreislauferkrankungen vor, unterstütze die Verdauung und schütze vor Krebs.

Sein einziges Manko sei der strenge Geruch. Nicht nur via Atemluft mache er sich bemerkbar, er finde auch den Ausgang über die Drüsen der Haut.

Dann geht der Text auf „madonna“ konkreter auf den Knoblauch-Geruch ein:

„Verantwortlich für den penetranten Geruch ist das Allicin im Knoblauch. Es enthält Schwefel, der unseren Geruchssinn reizt. Das Allicin wandert über den Blutkreislauf in den ganzen Körper.“

Milch neutralisiere den Knoblauch-Geruch, schreibt „madonna“:

„Milch soll einer US-Studie der Ohio State University zufolge, das beste Mittel gegen die Knoblauchfahne sein. Sie neutralisiert 50 Prozent der Schwefelverbindungen im Atem. Trinken Sie ein Glas Milch beim Essen oder danach.“

So wie Milch binde auch Chlorophyll Geruchsstoffe. Wer beides miteinander kombinieren wolle, solle einen halben Bund gehackte Petersilie in die Milch geben und alles gemeinsam pürieren.

Als Tipps für kurzfristige Abhilfe nennt „madonna“ noch: Schokolade lutschen, Kaffeebohnen zerkauen und die Finger nach dem Knoblauchschneiden an einem Chromstahlstein reiben.

Quelle:

http://madonna.oe24.at/gesund/Knoblauch-Geruch-wegmachen-Das-hilft/53344090?utm_source=feedburner&utm_medium=feed&utm_campaign=Feed%3A+oe24-Gesund+%28oe24+-+Gesund%29

Kommentar & Ergänzung:

Milch und Chlorophyll binden also schwefelhaltige Inhaltsstoffe, die für den Knoblauch-Geruch verantwortlich sind. Schön und gut. Erwähnen müsste man in diesem Zusammenhang allerdings auch, dass die schwefelhaltigen Inhaltsstoffe des Knoblauchs nach gegenwärtigem Wissensstand auch zum grössten Teil für die therapeutischen Wirkungen dieser Heilpflanze verantwortlich sind.

Wer auf diese Art den Knoblauch-Geruch vermindert, reduziert wahrscheinlich auch die Wirkung. Wenn man Knoblauch in der Küche als Gewürz verwendet, spielt das keine Rolle, wenn man ihn als Heilpflanze einsetzt allerdings schon. Für diesen Fall ist der „Madonna-Tipp“ wohl eher gutgemeint.

Siehe auch:

Phytotherapie: Knoblauch kann zur Blutdrucksenkung beitragen

Knoblauch – Bärlauch – Zwiebel & Co.

Knoblauch gegen Erkältungen

Knoblauch entspannt Blutgefässe dank Schwefelwasserstoff

Studien bestätigen günstige Wirkungen von Knoblauch-Extrakt auf Herz und Gefässe

Knoblauch: Studien bestätigen günstige Einflüsse auf Herz und Gefässe

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Was unterscheidet Anis und Sternanis?

Donnerstag, Dezember 22nd, 2011

Anis zählt zu den klassischen Gewürzen der Weihnachtszeit. Egal, ob als Backzutat für Kuchen und Plätzchen, für die Würze in Süßspeisen oder für den Anislikör: Der süßliche, lakritzartige Anis-Geschmack gibt den Speisen und Getränken die spezielle Note.

Konsumentinnen und Konsumenten sind beim Einkauf oft unsicher: Anis oder Sternanis? Stehen beide Namen für das gleiche Gewürz?

Nein! Obwohl Geschmack und Geruch ähnlich sind – bei Anis und Sternanis handelt es sich um zwei völlig verschiedene Pflanzen!

Anis (Pimpinella anisum): Anis zählt zur Familie der Doldenblütler, wie beispielsweise auch Dill, Kümmel und Fenchel. Die Anis-Pflanze ist einjährig und krautig, sie bevorzugt sonnige Standorte. Als Gewürz nutzt man die getrockneten Früchte (Samen), die von August bis September geerntet werden.

Das Aroma der Anisfrüchte wird schon seit Urzeiten geschätzt.

Überlieferungen zufolge schwärmte schon der griechische Philosoph Pythagoras von Anisbrot und der römische Dichter Virgil berichtete von köstlichen Aniskeksen. Anistee ist ein altes Hausmittel bei Husten oder Verdauungsbeschwerden. Anis enthält viel ätherisches Öl. Dieses Anisöl wirkt schleimlösend und lindert Krämpfe.

Knoblauch-Liebhaber schätzen Anissamen, denn gut zerkaut vertreiben ein paar Aniskörner rasch den Knoblauchgeruch im Mund.

Sternanis (Illicium verum) besteht aus jeweils 6 bis 10 sternförmig angeordneten Kapseln mit je einem Samenkorn.  Vermahlen werden beim Sternanis nicht nur die Samen, sondern die ganzen Früchte. Auch wenn Sternanis wie Anissamen duftet – im Geschmack ist er intensiver, süßlich-scharf bis feurig. Sternanis gehört zusammen mit Pfeffer, Zimt, Nelken und Fenchel in das bekannte Fünf-Gewürze-Pulver der chinesischen Küche.

Anis oder Sternanis einsetzten? In Europa wird Sternanis ähnlich genutzt wie Anis, auch in seiner Anwendung als Naturheilmittel. Denn beide Pflanzen bzw. Samen oder Früchte enthalten im ätherischen Öl den gleichen Hauptwirkstoff: Anethol. In der Praxis macht es deshalb kaum einen Unterschied, ob man mit Anis oder Sternanis würzt. Zu beachten ist lediglich, dass Sternanis kräftiger im Aroma ist.

Ganze Sternanisfrüchte kann man zudem gut in ein Duftpotpourri mischen oder für weihnachtliche Dekorationen nutzen. Die kleinen Sterne sehen nicht nur schön aus, sie verbreiten auch einen angenehm beruhigenden Duft.

Quelle:

http://www.topagrar.com/news/Familie-Kochen-Backen-Kuechentipps-Anis-Sternanis-Was-ist-was-629339.html

Kommentar & Ergänzung:

Anethol kommt in den ätherischen Ölen von Fenchel, Anis und Sternanis vor und ist „zuständig“ für das charakteristische Anisaroma.

Anethol wird sehr vielseitig eingesetzt:

„Anethol kommt als Duft- und Aromastoff vor allem in Seifen und Mundpflegemitteln zum Einsatz. Wichtig ist daneben die Verwendung in der Spirituosenfabrikation als Aromatiseur für Liköre (Pernod, Anisette, Ouzo) und in der Lebensmitteltechnologie als Bestandteil von Aromen, hauptsächlich in Fruchtaromamischungen mit der Geschmacksrichtung Himbeere und Erdbeere.“

(Quelle: Wikipedia)

Zudem zeigt Anethol interessante Heilwirkungen:

„ Anethol wirkt in der Lunge schleimlösend (sekretolytisch, sekretomotorisch) und schwach antibakteriell. Gleichzeitig zeigt es eine spasmolytische Wirkung, weswegen es als Expektorans und Karminativum eingesetzt werden kann.“

(Quelle: Wikipedia)

Expektorans = auswurfförderndes Mittel bei Husten

Karminativum = Mittel gegen Blähungen

Das sind die beiden Hauptanwendungsgebiete der anetholhaltigen Heilpflanzen Anis, Fenchel und Sternanis.

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Meerrettich: Breitbandantibiotikum aus der Natur

Mittwoch, November 23rd, 2011

Das Magazin „focus“ brachte eine Serie zum Thema „ Mit Hausmitteln Erkältungen lindern“.

Ein Abschnitt daraus war dem Meerrettich gewidmet, wobei der Ausdruck „Breitbandantibiotika“ im Titel etwas gar stark aufgetragen ist. Meerrettich ist aber tatsächlich eine sehr interessante Heilpflanze gegen Infektionen.

Zitat:

„Die unscheinbare Wurzel zeigt erstaunliche Heilkraft. Dank der antibiotischen Inhaltsstoffe Allicin und Sinigrin, wirkt Meerrettich ähnlich wie Penicillin. Er hilft bei allen Erkältungssymptomen, Schnupfen, Husten, Bronchitis, Mandelentzündung, Nasennebenhöhlen- und Stirnhöhlenentzündungen, Kopfschmerzen und Fieber. Zudem stärkt er das Immunsystem und nimmt es sogar mit Grippeerregern auf.“

Kommentar M.K.:

Allicin ist ein Hauptinhaltsstoff im Knoblauch und wird hier irrtümlich dem Meerrettich zugeordnet. Meerrettich enthält vor allem Glukosinolate (Senfölglykoside) wie das erwähnte Sinigrin.

Diese Glukosinolate scheinen tatsächlich nach der Aufnahme in den Körper in den Harnwegen (bei Blasenentzündung) und in den Bronchien (bei Bronchitis) antibakteriell zu wirken. Weil die Glukosinolate schon im Dünndarm resorbiert werden, bleibt im Gegensatz zur Behandlung mit Antibiotika die für die Verdauung und das Immunsystem so wichtige körpereigene Dickdarmflora unbeeinflusst.

Gegen Kopfschmerzen, Nasennebenhöhlenentzündung und Stirnhöhlenentzündung wird Meerrettich äusserlich angewendet als Meerrettichauflage.

„Anwendung: Die frische Wurzel ganz fein reiben und sofort verwenden, denn die ätherischen Öle verfliegen innerhalb einer Viertelstunde. Den geriebenen Meerrettich kann man einfach auf Brot essen, in anderen Gerichten weiterverarbeiten oder als Wickel benutzen. Für den Wickel die geriebene Masse etwa einen Zentimeter dick auf ein Tuch streichen und an den Seiten umschlagen. Gegen Kopfschmerzen das Päckchen auf den Nacken legen. Bei Bronchitis in Lungenhöhe auf dem Rücken platzieren.“

Kommentar M.K.:

Als Tagesdosis wird 20 g Meerrettichwurzel empfohlen. Weil die Glukosinolate rasch ausgeschieden werden ist es empfehlenswert, diese 20g in mehrere Portionen über den Tag zu verteilen.

„Risiken und Nebenwirkungen: Meerrettich enthält Senföle, die Hautreizungen verursachen können. Die Wickel deshalb nicht länger als ein paar Minuten einwirken lassen. Zum Schutz die Haut vorher mit Melkfett oder Vaseline einreiben.“

Kommentar M.K.:

Meerrettich nicht in Augennähe applizieren.

Innerlich kann Meerrettich Magenbeschwerden oder Darmbeschwerden auslösen.

Daher mit der nötigen Sorgfalt anwenden.

Quelle:

http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/erkaeltung/tid-12543/sanfte-therapie-breitbandantibiotika-aus-der-natur_aid_348263.html

Siehe auch:

Phytotherapie: Senföe aus Meerrettich und Kapuzinerkresse bekämpfen Influenza-Viren

Senfölglykoside hemmen multiresistente Erreger

Phytotherapie: Meerrettich als Heilpflanze bei Husten und Blasenentzündung

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Phytopharmaka: Wechselwirkungen bei Operationen

Freitag, November 4th, 2011

Patienten sollten vor einer Operation mitteilen, welche pflanzlichen Arzneimittel und Nahrungsergänzungsmittel sie einnehmen. Solche Präparate können zu schwer wiegenden Wechselwirkungen (Interaktionen) führen, schreiben US-amerikanische Forscher im Fachblatt «Journal of the American Academy of Orthopaedic Surgeons» (Band 19, Ausgabe 10, Seite 634-643). In einem Review untersuchten die Wissenschaftler mehrere Studien zu der Problematik. Sie gehen davon aus, dass 35 – 70 Prozent der orthopädischen Patienten, oft aufgrund ihrer Schmerzen, auf alternative Mittel zurückgreifen – ohne dass ihr Arzt davon weiß.

Beispielsweise kann Baldrian die Wirkung der Narkosemittel steigern. Heilpflanzen-Präparate mit Johanniskraut, Mutterkraut (Tanacetum parthenium), Ingwer und der Kran- oder Moosbeere (Cranberry, Vaccinium ssp.) beeinflussen das in den USA oft verschriebene Antikoagulanz Warfarin. Bei Mutterkraut, Ingwer und Ginkgo können mit der blutverdünnenden Wirkung von Acetylsalicylsäure Interaktionen entstehen. Johanniskraut und Knoblauch können die Wirkung immunsuppressiver Arzneistoffe vermindern und im schlimmsten Fall zur Abstoßung von Organtransplantaten führen.

Speziell für Osteoarthritis vermarktete Produkte können die ärztlich verordnete Behandlung stören: Glucosamine und Chondroitin können die Wirkung von Antikoagulanzien beeinflussen. Präparate aus der Traubensilberkerze (Cimicifuga racemosa) wechselwirken mit dem Krebsmittel Tamoxifen. Katzenkralle (Uncaria tomentosa) tritt mit Gerinnungshemmern, Antihypertensiva und Ciclosporin in Interaktion.

Gerade das Etikett «natürlich» oder «homöopathisch» verleite Patienten zu der Ansicht, solche Mittel könnten nichts schaden. Apotheker sollten beim Verkauf solcher Präparate aber auf mögliche Interaktionen hinweisen, hauptsächlich wenn den Patienten eine Operation bevorsteht. Der Arzt sollte über die Einnahme informiert werden; umgekehrt sollten die Mediziner aktiv nachfragen. Die Forscher raten, die pflanzliche Selbstmedikation mindestens ein bis zwei Wochen vor der Operation abzusetzen und mit den Präparaten zu pausieren, solange Blutverdünner und Antibiotika eingenommen werden.

Quelle:

http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=nachrichten&Nachricht_ID=39707&Nachricht_Title=Nachrichten_Phytopharmaka%3A+Interaktionen+bei+Operationen&type=0

Kommentar & Ergänzung:

Klar ist, dass Wechselwirkungen zwischen Heilpflanzen-Präparaten und anderen Medikamenten vorkommen und beachtet werden müssen.

Die Warnungen vor solchen Interaktionen sind aber oft von fragwürdiger Qualität, die Aussagen vage und spekulativ. Im Beitrag der „Pharmazeutischen Zeitung“ sind relevante Interaktionen und hochgradige Spekulation wild gemischt.

So ist beispielsweise die Wechselwirkung  zwischen Johanniskraut und Immunsuppressiva  sehr relevant und ernst zu nehmen. Wenn aber gewarnt wird vor Interaktionen zwischen Traubensilberkerze und Tamoxifen, dann liegt dem wohl die Annahme zugrunde, dass Traubensilberkerze Phytoöstrogene enthält, damit die antiöstrogene Wirkung von Tamoxifen beeinträchtigt und infolgedessen durch Steigerung von Zellwachstum und Zellvermehrung das Brustkrebsrisiko steigert.

Traubensilberkerze enthält aber nach neueren Untersuchungen keine Phytoöstrogene:

„In früheren Jahren glaubte man, dass auch Extrakte aus dem Wurzelstock der Traubensilberkerze SERMs enthalten. Heute wissen wir, dass diese Extrakte keine Östrogene, also auch keine SERMs enthalten. Die ohne Zweifel vorhandenen positiven Effekte auf klimakterische Beschwerden werden über nachgewiesene dopaminerge und serotoninerge Prinzipien erklärbar, die im Hypothalamus – dem Ort der Entstehung von Hitzewallungen – wirken.“

(Quelle: Zeitschrift für Phytotherapie Nr. 6 / 2010).

Nach Hänsel / Sticher (2010) haben In-vitro-Untersuchungen gezeigt, dass Traubensilberkerzen-Extrakte u. a. die durch Östrogene induzierte Proliferation von humanen östrogenrezeptorpositiven Brustkrebszelllinien (T47D und MCF-7) hemmen. Die antiproliferative Wirkung des Traubensilberkerzen-Extraktes sei vergleichbar gewesen mit derjenigen des Östrogenrezeptorantagonisten Tamoxifen.

(in: Pharmakognosie Phytopharmazie, Springer Verlag 2010)

Das heisst: Neuere Untersuchungen zeigen, dass Cimicifuga-Extrakt Wachstum und Vermehrung dieser Brustkrebszellen nicht steigert und möglicherweise sogar ähnlich wie Tamoxifen schützend wirkt. Allerdings sind das Laboruntersuchungen und Langzeitstudien mit Patientinnen fehlen.

Aber diese Fakten zeigen, dass der simple Warnhinweis auf Interaktionen zwischen Traubensilberkerze und Tamoxifen der komplexen Situation nicht gerecht wird und wohl auch nicht stimmt.

Man könnte nun alle oben aufgeführten Interaktionen solcherart unter die Lupe nehmen und würde wohl in der Mehrzahl der Fälle ähnlich komplexe Situationen antreffen.

Mir fällt auf – oder täusche ich mich da? – dass immer wieder in den Medien gewarnt wird vor Wechselwirkung zwischen bestimmten Heilpflanzen und synthetischen Medikamenten. Kaum je Thema in den Medien sind konkrete Warnungen von Wechselwirkungen bei synthetischen Medikamenten, wo solche Probleme natürlich auch vorkommen.

So entsteht der falsche Eindruck, Phytopharmaka seien punkto Wechselwirkungen besonders problematisch. Das stimmt nicht.

Ich will daraus nun aber nicht eine Verschwörungstheorie basteln und eine Geheimaktion der Pharmaindustrie dahinter wittern.

Ein Grund spricht nämlich schon dafür, dass explizit vor Wechselwirkungen bei Heilpflanzen-Präparaten gewarnt wird, nämlich dass viele Leute gar nicht daran denken, dass „natürliche Produkte“ solche Effekte zeigen können.

Erwarten könnte man aber, dass solche Warnungen differenziert geäussert werden und fachlich auf dem Stand des Wissens sind. Das ist oft leider nicht der Fall.

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Für Hunde giftig: Schokolade, Knoblauch, Zwiebel, Schnittlauch…

Sonntag, Juli 10th, 2011

Auf wissenslogs.de publizierte Joe Dramiga einen informativen Beitrag über menschliche  Nahrungsmittel, die für Hunde giftig sind.

Hier die wichtigsten Zitate:

Schokolade:

„Theobromin heißt der für Hunde giftige Inhaltsstoff der Schokolade, der auch in anderen kakaohaltigen Nahrungsmitteln enthalten ist. 60g Milchschokolade, bzw. 8g Blockschokolade (je nach Kakaogehalt) pro kg Körpergewicht können für deinen Hund schon tödlich sein.“

Zwiebel, Knoblauch, Schnittlauch:

„Zwiebeln, Knoblauch und Schnittlauch enthalten das für Hunde giftige N-Propyldisulfid. Zwiebeln enthalten zusätzlich Allylpropylsufid. Diese Stoffe zerstören die roten Blutkörperchen (Hämolyse) des Hundes. Das führt zur Blutarmut und Beschleunigung von Herzschlag und Atemfrequenz. Weitere Symptome sind: Durchfall, Erbrechen und Verweigerung von Wasser und Futter (Anorexie). Ob die Zwiebeln roh, getrocknet oder gekocht gefressen werden, hat keinen Einfluss auf die Wirkung der Gifte. Ab 5 g Zwiebeln pro kg Körpergewicht des Hundes wird es ernst.“

Im weiteren beschreibt Joe Dramiga als giftig für Hunde auch Weintrauben und Rosinen:

„Einige Stunden nach dem Verzehr von Weintrauben erbrechen die Hunde und bekommen Magenkrämpfe und Durchfall. Nach 24 Stunden zeigen sich in einigen Fällen die Symptome eines Nierenversagens: Die Hunde werden lethargisch und können kein oder nur noch wenig Wasser lassen.“

Als problematisch bis giftig werden zudem Avocado, Brokkoli, Makadamianüsse, Erdnüsse, Süssigkeiten mit dem Süssstoff Xylitol, rohes Schweinefleisch und rohes Eiklar aufgeführt.

Quelle:

http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/die-sankore-schriften/biologie/2011-07-09/menschliche-nahrungsmittel-die-giftig-f-r-hunde-sind

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Hausmittel aus Heilpflanzen gegen Mundgeruch

Samstag, Juli 9th, 2011

Rund ein Viertel aller Menschen leide unter dauerhaftem Mundgeruch mit krankheitsbedingten Ursachen, wie zum Beispiel Diabetes, Stoffwechsel- oder Leberfunktionsstörungen oder auch Tumoren im Verdauungstrakt, erklärt Thomas Schrom, Chefarzt der Hals-Nasen-Ohrenklinik am Helios-Klinikum Bad Saarow. Auch eine falsche Zahnhygiene könne ursächlich sein, weiß der Experte und empfiehlt, bei chronischem Mundgeruch in jedem Fall nach den Ursachen zu forschen.

Bei gelegentlichem Mundgeruch, beispielsweise morgens nach dem Aufstehen oder nach einer Zwiebelmahlzeit, sollen schon kleine Tricks helfen: “Das Kauen einer Ingwerwurzel wirkt antibakteriell und erfrischend”, rät Schrom. Auch das ätherische Öl der Petersilienblätter soll unangenehme Gerüche neutralisieren. Frischer Zitronensaft rege den Speichelfluss an und eine Tasse Schwarztee zersetze Bakterien in der Mundhöhle, stellt der Experte fest und ergänzt: “Sehr effektiv wirkt auch das Gurgeln mit Teebaumöl.“ Bei einer Anwendung im Mund sollte das Teebaumöl allerdings sehr stark verdünnt werden und eine Kontaktallergie ausgeschlossen sein.

Grundsätzlich vorbeugen könne man, indem man regelmäßig Wasser und zuckerfreie Getränken trinke, erklärt Schrom: “So wird die Mundhöhle von Essensresten freigespült und der Mund feucht gehalten.“

Quelle:

http://de.nachrichten.yahoo.com/einfache-hausmittel-helfen-gegen-mundgeruch-053030727.html

Kommentar & Ergänzung:

Interessant ist der Tipp mit der Ingwerwurzel.

Petersilienblätter sind ein altes Hausmittel gegen Mundgeruch, zum Beispiel gegen den Knoblauchgeruch nach dem Genuss von Knoblauch-haltigen Speisen.

Neben seiner Verwendung als Küchenkraut zählt Petersilie aber auch zu den Heilpflanzen.

Das ätherische Öl der Pflanze – Petersilienöl also – ist allerdings toxikologisch heikel und Petersilienfrüchte wurden über Jahrhunderte als gefährliches Abtreibungsmittel (Abortivum) verwendet. Auch galt die Petersilie als Aphrodisiakum und Potenzmittel.

Christina Paulson schreibt dazu im pta-forum:

„In manchen Städten gibt es auch heute noch “Peterles Gäßchen”. Der Name stammt aus dem Mittelalter und bezeichnete Straßen, in denen sich Bordelle befanden. Dies war wohl eine Anspielung auf die potenzfördernde beziehungsweise abortive Wirkung der Petersilie. Das ätherische Petersilienöl, das vor allem in den Früchten enthalten ist, regt die Nierentätigkeit und die Verdauungsorgane an. Es fördert die Menstruation und die Uteruskontraktion, in hohen Dosen kann das Öl sogar eine Fehlgeburt auslösen. Petersilienfrüchte sollen früher das in den Apotheken am häufigsten verlangte volkstümliche Abtreibungsmittel gewesen sein. Bei zu hoher Dosierung waren schwer wiegende Vergiftungen die Folge, viele Frauen bezahlten sogar mit ihrem Leben. In keinem Kräuterbuch seit dem Spätmittelalter bleibt unerwähnt, dass Schwangere auf den Genuss von Petersilienfrüchten möglichst verzichten sollten. Die Verwendung des Krautes als Gewürz ist unbedenklich.“

(Quelle: http://www.pta-forum.de/fileadmin/pta-forum-html/060628.htm)

Schwarztee und auch Grüntee wirken beide den geruchsbildenden Bakterien in der Mundhöhle entgegen (und ausserdem auch den Karies-fördernden Bakterien).

Mit der Empfehlung von Teebaumöl gegen Mundgeruch bin ich etwas vorsichtig. Ich würde hier allenfalls ein Fertigpräparat mit Teebaumöl vorziehen (Tebodont), weil so die Dosierungsfrage geklärt ist.

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Thymian in der Frühjahrsküche

Donnerstag, Mai 26th, 2011

Der Thymian (Thymus vulgaris) zählt zu den feinen Kräutern der französischen Küche. Zusammen mit Schnittlauch, Kerbel, Petersilie und Estragon bildet er die Grundlage für die Gewürzmischung “Fines herbes”. Die frischen oder getrockneten Stängel, Blätter oder Sprossenden des Thymians verwendet man zum Würzen von Kräuteressig, Fleisch, Suppen, Saucen, Salaten, Gemüse und Kartoffeln. Das Thymiankraut macht fette Fleischspeisen und Würste bekömmlicher und länger haltbar, weil es nicht nur würzende Eigenschaften besitzt, sondern auch antimikrobielle Wirkstoffe enthält. Ein bekanntes Sommergericht, bei welchem Thymian nicht fehlen darf, ist das Ratatouille. Der Gemüseeintopf aus geschmorten Tomaten, Zwiebeln, Paprika, Auberginen, Zucchini und Knoblauch wird mit frischen Provence-Kräutern abgeschmeckt. Das sind vor allem Thymian, Rosmarin, Oregano, Majoran, Bohnenkraut und Lavendel.
Man reicht das Gemüsegericht mit ein bisschen Brot oder serviert es im Sommer auch gerne zu Steak und Kartoffeln vom Grill. Für den häuslichen Bedarf kann Thymian im Kräutergarten gezogen und während der Sommermonate von Mai bis September frisch genutzt werden. Die Ernte geschieht kurz vor Beginn oder während der Blüte. Thymiankraut lässt sich als Wintervorrat gut trocknen. Zu diesem Zweck erntet man es bei gutem Wetter um die Mittagszeit, wenn der Gehalt an ätherischen Ölen besonders hoch ist. Man bindet die geschnittenen Stängel zu kleinen Sträußen zusammen und hängt diese kopfüber an einen luftigen Ort. Getrockneter Thymian behält sein Aroma sehr lange und kann nach Bedarf von den getrockneten Stängeln abgerebelt werden. Thymiankraut riecht stark würzig und schmeckt herb, harmoniert auch mit Lorbeer, Muskat und Salbei. Thymian stammt aus den westlichen Mittelmeerländern und wächst in Mitteleuropa und Südeuropa wild an Berghängen. Als Würzpflanze und Heilpflanze schätzte man den Thymian schon in den mittelalterlichen Klostergärten. Man unterscheidet grob zwischen Arznei-Thymian, Echtem Thymian und Zitronen-Thymian. Letzterer duftet und schmeckt zitronig, weshalb er gerne für Salate eingesetzt wird.

Quelle:

http://www.aid.de/presse/presseinfo.php?mode=beitrag&id=5284

Kommentar & Ergänzung:

In der Phytotherapie gehört Thymian (Thymus vulgaris) zu den wichtigen Heilpflanzen bei produktivem Husten. Thymian wirkt auswurffördernd, krampflösend auf die Bronchien. Zur Anwendung kommt vor allem Thymiantee, Thymiantinktur oder Thymianöl.
Dieser Arzneithymian stammt also aus dem Mittelmeergebiet und kommt bei uns nicht wild vor.
Bei uns wächst dagegen Thymus serphyllum – der Quendel, Bergthymian oder Feldthymian genannt wird. Er enthält wie der Arzneithymian ätherisches Öl, wobei allerdings der Gehalt stark schwankt. Man trifft immer wieder auf Bergthymian, welcher kaum aromatisch riecht, was eine Heilwirkung fraglich erscheinen lässt.

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Heilpflanzen & Wechselwirkungen (Interaktionen)

Mittwoch, März 30th, 2011

In der Zeitschrift Der Hausarzt  (2010/14:  31-36) veröffentlichte Dr. med. Berthold Musselmann, Facharzt für Allgemeinmedizn mit Ausbildung in Naturheilverfahren, über die Möglichkeiten der Phytotherapie.

Ein Abschnitt darin handelt von potenziellen Wechselwirkungen von Heilpflanzen mit anderen Arzneimitteln:

„Bei der Verordnung von Phytopharmaka sind mögliche Interaktionen mit anderen Medikamenten zu berücksichtigen, die in erster Linie auf die synthetischen Pharmaka mit ihren isolierten Einzelsubstanzen in hohen Dosen zurückgehen. Werden Phytopharmaka mit ihrer großen Bandbreite an Wirkstoffen zusammen mit hochdosierten Einzelstoffen gegeben, kann es durch Interaktionen im Cytochrom-P-Oxidase-System (besonders Induktion der CYP-450 3A4) zu relevanten Wechselwirkungen kommen.“

Der Autor geht auf wichtige Beispiele ein:

„Ein inzwischen gut belegtes Beispiel ist Johanniskraut- Extrakt, der die Wirkung von Cyclosporin, Digoxin, Indinavir, Amitriptylin, Midazolam u. a. vermindern kann. Aber auch Nahrungsmittel wie Grapefruit haben ein erhebliches Wechselwirkungspotenzial: Die Wirkung von Statinen, Sertralin, Sildenafil, Tacrolimus, Fluoxetin u. a. kann durch Furanocumarine, die CYP 3A4 hemmen, in den toxischen Bereich angehoben werden. Auch von Koffein, Traubensaft, Kohlgemüse (CYP 1A2), Knoblauch (CYP 3A4), Alkohol, Brunnenkresse (CYP 2E1) sind relevante Arzneimittelinteraktionen bekannt. So kann Brunnenkresse-Extrakt, der bei Bronchitis und Harnwegsinfektionen eingesetzt wird, den Abbau von Paracetamol verlangsamen.“

Quelle:

http://www.springermedizin.de/abc-der-klassischen-phytotherapie/275054.html

Kommentar & Ergänzung:

Das am häufigsten diskutierte Beispiel für Interaktionen zwischen Heilpflanzen und anderen Arzneimitteln ist Johanniskraut.  Im Gespräch ist insbesondere eine mögliche Abschwächung der Wirkung  der Antibaby-Pille durch gleichzeitige Einnahme von Johanniskraut-Extrakten.

Siehe dazu auch:

Johanniskraut und Antibaby-Pille – Warnungen gerechtfertigt?

Das Zitat macht aber auch deutlich, dass Wechselwirkungen mit Medikamenten auch bei vielen Nahrungsmitteln auftreten können (zum Beispiel Grapefruitsaft, Kohlgemüse, Traubensaft, Knoblauch).

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Naturheilmittel für das Herz

Freitag, März 25th, 2011

Die „Bild“-Zeitung veröffentlichte Naturheilkunde-Tipps, basierend auf Empfehlungen der „TV-Ärztin“ Franziska Rubin.

Hier die Tipps für das Herz:

„Ansteigende Armbäder: Ein Waschbecken mit körperwarmem Wasser füllen. Hände und Arme bis über die Ellbogen darin versenken und langsam heißes Wasser zulaufen lassen, bis das Bad angenehm temperiert ist. Danach 15 Minuten ruhen, die Arme nicht mit einem Handtuch abtrocknen. Die Herzdurchblutung wird deutlich verbessert.“

Das ansteigende Armbad gehört zur Hydrotherapie und diese ist wiederum ein wichtiger Bestandteil der Naturheilkunde.

„Herz-Tee: Ein Teelöffel Herzgespannkraut mit einer Tasse kochendem Wasser übergießen, zehn Minuten ziehen lassen, abseihen. Zur Behandlung nervöser Herzbeschwerden und Herzrasen. Zwei bis vier Wochen lang jeden Tag zwei Tassen trinken.“

Die Einzelanwendung von Herzgespannkraut ist nicht sehr üblich. Meist wird es in Kombinationspräparaten eingesetzt – und zwar wie in „Bild“ erwähnt gegen nervöse Herzbeschwerden. Allerdings ist die Wirkung von  Herzgespannkraut nur schlecht dokumentiert und ein Wirkungsmechanismus unbekannt.

Viel besser fundiert als Heilpflanze für das Herz ist Weissdorn.

„Knoblauch: Jeden Tag eine große Zehe (ca. vier Gramm, alternativ 900 Milliliter Fertigpräparat). Wirkt gefäßerweiternd, entspannend und senkt den Cholesterinspiegel.“

Die Senkung des Cholesterinspiegels durch Knoblauch wird zurzeit kontrovers diskutiert. Auch die gefässerweiternde Wirkung ist nicht zweifelsfrei geklärt. Knoblauch hemmt aber die Thrombozytenaggregation und verlängert die Blutungs- und Gerinnungszeit. Es gibt eine Verbesserung der Fliesseigenschaften des Blutes. Unklar bleibt, was mit „entspannend“ gemeint ist. Entspannend auf die Blutgefässe?  Entspannend im Sinne von „beruhigend“ ist Knoblauch jedenfalls nicht.

Und zum Schluss noch:

„Achtung: Sollten Sie unter Herzbeschwerden leiden, sollten Sie auf jeden Fall die Ursache von einem Arzt abklären lassen.“

Quelle:

http://www.bild.de/BILD/ratgeber/gesund-fit/2011/01/29/die-besten-hausmittel-teil-2/ohne-medikamente-gesund-werden.html

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Viel Knoblauch, weniger Hüftarthrose?

Freitag, Januar 7th, 2011

Wer viel Knoblauch und Allicin-haltiges Gemüse verzehrt, reduziert offenbar sein Arthrose-Risiko.

Knoblauch, Zwiebeln und Lauch könnten helfen, Hüftarthrose vorzubeugen. Britische Forscher haben entdeckt, dass Frauen, die in ihren Speisen häufiger Pflanzen der Gattung Allium verwenden, weniger oft an Hüftarthrose leiden. Die Resultate der Studie sind im Fachmagazin BMC Musculoskeletal Disorders publiziert worden.
Für die Studie hatten Wissenschaftler vom Kings College London und der East Anglia Universität mehr als 1000 gesunde weibliche Zwillinge zu ihren Ernährungsgewohnheiten befragt. Zusätzlich wurden Röntgenaufnahmen von Wirbelsäule, Hüfte und Knien gemacht, um mögliche frühe arthrotische Veränderungen zu diagnostizieren.

Es zeigte sich, dass der häufige Verzehr von Bratkartoffeln und Pommes frites mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit von Hüftgelenksarthrosen verbunden war, während ein starker Konsum von Obst und Gemüse das Krankheitsrisiko sinken ließ, wobei vor allem Nicht-Zitrusfrüchte günstig wirkten. Den stärksten möglichen Schutzeffekt hatten aber Knoblauch, Lauch und Zwiebeln.

Den Wissenschaftlern zufolge liegt der günstige Effekt an der chemischen Verbindung Diallyldisulfid.

Auf der Suche nach wirksamen Substanzen überprüften die Forscher nämlich Inhaltsstoffe der Lauchgewächse. Zu diesem Zweck setzten sie Zellkulturen ein, die aus menschlichen Knorpelzellen hervorgegangen waren. Die Zugabe von Diallyldisulfid, das beim Zerschneiden der Pflanzen aus Allicin entsteht, reduzierte die Aktivität des Enzyms Matrixmetalloproteinase. Dieses Enzym ist bei einer Arthrose verstärkt aktiv und greift das Knorpelgewebe an. Möglicherweise lässt sich Diallylsulfid zur Vorbeugung einsetzen oder zur Behandlung der degenerativen Gelenkserkrankung nutzen, schreiben die Forscher. Ob allerdings der Verzehr von Knoblauch zu einem ausreichend hohen Spiegel an Diallyldisulfid im Gelenk führt, wissen sie noch nicht. Bevor konkrete Empfehlungen zur Ernährung oder zur Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln mit Diallyldisulfid möglich seien, müssten die Befunde zunächst durch weitere Studien bestätigt werden.

Aus noch ungeklärten Ursachen beschränkte sich der in dieser Studie festgestellte Zusammenhang auf Hüftgelenksarthrosen und war für Arthrosen an Knien oder Händen nicht nachweisbar.

Quelle:

http://www.apotheke-adhoc.de/Nachrichten/Wissenschaft+und+Forschung/13245.html

http://www.wissenschaft-aktuell.de/artikel/Knoblauch_fuer_das_Hueftgelenk1771015587295.html

http://www.biomedcentral.com/1471-2474/11/280/abstract

Kommentar & Ergänzung:

Dass Diallyldisulfid aus Knoblauch eine Knorpelschutzwirkung bei Arthrose haben könnte, ist eine sehr interessante und neue Erkenntnis.

Allerdings ist auch hier zu sagen, dass eine im Labor an Zellkulturen gefundene Wirkung nicht in gleicher Art auch am Gelenk stattfinden muss. Gesichert ist dieser Effekt daher noch nicht, auch wenn er durch die tiefere Arthroserate bei Knoblauchesserinnen gestützt wird.

Sehr eigenartig scheint mir, dass diese Wirkung nur an der Hüfte zu finden war, nicht aber am Knie und an den Händen. Die Hemmung der Matrixmetalloproteinase müsste sich meinem Eindruck nach auch an anderen Gelenken zeigen.

Im übrigen ist Diallyldisulfid für den typischen Knoblauchgeruch verantwortlich. Daher stellt sich schon die Frage, ob eine Anwendung in höherer Dosierung als Naturheilmittel oder Nahrungsergänzung nicht an „sozialen Nebenwirkungen“ scheitern würde.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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