Artikel mit Schlagwort ‘Knoblauch’
Sonntag, Mai 13th, 2012
Bei leicht erhöhten Blutdruckwerten (120 – 139 systolisch bzw. 80 – 89 mmHg diastolisch), die als Vorstufe des Bluthochdrucks (Prähypertonie) gelten, muss bei ansonsten gesunden Menschen nicht gleich medikamentös behandelt werden.
Meist kann eine Senkung der Blutdruckwerte schon durch Lebensstil-Maßnahmen erreichen werden, wie beispielsweise durch Reduktion von Übergewicht, verminderten Salzkonsum oder regelmässigen Ausdauersport.
Auch regelmäßig zum Schwimmen gehen kann beispielsweise mithelfen, einen manifesten Bluthochdruck zu verhindern, und zudem einer Arterienverkalkung vorbeugen. Gerade für ältere oder übergewichtige, untrainierte Menschen, die häufig auch Gelenkprobleme haben, ist Schwimmen im richtig temperierten Wasser als Sport gut geeignet.
Blutdruck-Reduktion um 10 mmHG nach zwölf Wochen
US-Wissenschaftler aus Texas konnten nun in einer Studie zeigen, dass regelmäßiges Schwimmen (drei- bis viermal die Woche jeweils 40-45 Minuten) schon nach zwölf Wochen zu einer Reduktion des arteriellen Blutdruckes um rund 10 mmHg führt, wobei sich auch die Funktion der Blutgefäße deutlich verbessert. Die Elastizität der Gefäße und ihre durch den Blutfluss vermittelte Fähigkeit, sich zu erweitern, nehmen durch das Schwimmtraining nachweislich zu. In einer Kontrollgruppe, die anstatt zu schwimmen statische Entspannungs- und Dehnungsübungen durchführte, waren solche Effekte hingegen nicht festzustellen.
Die Studie wurde publiziert im American Journal of Cardiology (Online-Vorabveröffentlichung am 16.1.2012).
Training im richtigen Pulsbereich nötig
Bei erhöhtem Blutdruck können grundsätzlich alle Ausdauersportarten günstig wirken, wenn man sie regelmäßig – das heißt mindestens dreimal wöchentlich für mindestens eine halbe Stunde – betreibt. Allerdings sollte gerade bei älteren Patienten vor Trainingsaufnahme ein erhöhtes Risiko von Sport beispielsweise durch eine Belastungsuntersuchung ausgeschlossen sein. Zur Reduktion des Blutdrucks ist hauptsächlich das regelmäßige Training im richtigen Pulsbereich wichtig. Den persönlichen, idealen Trainingspuls sollte man sich vom Arzt oder Trainer berechnen lassen und ihn beim Training mit einer Pulsuhr kontrollieren.
Weniger geeignet bei Prähypertonie ist ausgesprochenes Krafttraining mit schweren Gewichten. Das kann nämlich den Blutdruck in die Höhe treiben und man riskiert dabei Blutdruck spitzen, die zu vermeiden sind – vor allem wenn man dabei noch falsch atmet.
Quelle:
http://www.internisten-im-netz.de/de_news_6_0_1236_regelm-iges-schwimmen-hilft-erh-hte-blutdruckwerte-zu-senken.html
http://www.ajconline.org/article/S0002-9149(11)03445-X/abstract
Kommentar & Ergänzung:
Bewegung ist ein zentrales Element der Naturheilkunde und eine der fünf Säulen der Naturheilkunde nach Sebastian Kneipp (neben Hydrotherapie, Heilpflanzen, Ernährung und Lebensordnung).
Die Phytotherapie kennt kaum Heilpflanzen mit gut dokumentierter Wirksamkeit bei Bluthochdruck. Hinweise auf eine Blutdrucksenkung gibt es beim Knoblauch, doch braucht es dazu Dosen, die nicht selten mit sozialen Nebenwirkungen verbunden sind.
Siehe:
Phytotherapie: Knoblauch kann zur Blutdrucksenkung beitragen
Knoblauch entspannt Blutgefässe dank Schwefelwasserstoff
Interessant sind Hinweise auf eine Blutdrucksenkung durch Randensaft (Rote Beete Saft):
Randensaft (Rote Beete) senkt Blutdruck
Ausserdem interessant:
Rosinen zeigen günstige Wirkung bei leichtem Bluthochdruck
Schwarztee senkt Blutdruck
Blaue Kartoffeln reduzieren den Blutdruck
Chili-Wirkstoff Capsaicin senkt den Blutdruck
Karkadetee senkt systolischen blutdruck um 13 mmhg
Karkadetee ist interessant, weil er auch angenehm im Geschmack ist und sich daher leicht in den Alltag integrieren lässt. Es handelt sich um Hibiscus sabdariffa.
Siehe: Blick ins Pflanzenlexikon – Hibiskus
Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde
Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz
Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
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Montag, Mai 7th, 2012
Rohes Geflügel kann Bakterien enthalten, die zu Magen-Darm-Erkrankungen führen: Amerikanische Wissenschaftler haben nun einen Naturstoff im Knoblauch entdeckt, der besser als übliche Antibiotika gegen das Lebensmittel-Bakterium Campylobacter wirkt. Die Knoblauch-Verbindung könnte Lebensmittel sicherer machen, hoffen die Wissenschaftler.
Campylobacter-Bakterium können Durchfall, Krämpfe, Fieber und Schmerzen verursachen.
Meist ist unzureichende Hygiene bei der Verarbeitung oder Zubereitung schuld daran, wenn sich jemand mit dem Erreger ansteckt. Der befindet sich häufig auf rohem Fleisch, hauptsächlich von Schweinen und Hühnern. Von dort können sie in den menschlichen Organismus gelangen, wenn das Fleisch nicht gut erhitzt oder beispielsweise durch kontaminiertes Küchengerät verschmutzt wird.
US-Forscher wollen nun einen neuen Weg gefunden haben, den Erregern zu Leibe zu rücken – und zwar mit Knoblauch.
Dr. Xiaonan Lu und seine Kollegen von der Washington State University in Washington, USA, untersuchten, inwieweit ein Inhaltsstoff von Knoblauch – das Diallyldisulfid – im Kampf gegen solche Darmbakterien helfen kann. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass der Knoblauch-Inhaltsstoff Bakterien selbst dann unschädlich machen kann, wenn sie sich in einem Biofilm befinden. Bei diesem Biofilm handelt es sich um eine Art Schleimschicht, in der die Bakterien leben und die sie hochwirksam vor Antibiotika schützt.
Nach Angaben der Wissenschaftler steigt die Antibiotikaresistenz im Biofilm um das Tausendfache im Vergleich zu freien Bakterienzellen.
Das Diallyldisulfid wirkt trotz Biofilm und zwar etwa 100-mal stärker als zwei der gängigen Antibiotika (Ciprofloxacin, Erythromycin) und häufig sogar in einem Bruchteil der Zeit. Ihre Resultate publizierten die Wissenschaftler in dem Fachblatt Journal of Antimicrobial Chemotherapy.
Die Autoren schränken aber ein, dass die Forschung in diesem Bereich noch in den Kinderschuhen steckt. Es handle sich noch immer um Grundlagenforschung, die von der Anwendung in der Praxis noch weit entfernt sei.
Während der Konsum von Knoblauch allgemein als gesundheitsförderlich gelte, sei es eher unwahrscheinlich, dass man damit einer durch Campylobacter ausgelösten Lebensmittelvergiftung vorbeugen könne. Allerdings könne die Schwefelverbindung dazu beitragen, die Bakterienmenge in der Umwelt und speziell bei der Herstellung von Nahrungsmitteln zu verringern.
Bakterien, der Gattung Campylobacter gehören mit zu den häufigsten Auslösern von Darm-Erkrankungen, die durch den Verzehr von Lebensmitteln entstehen. Darüber hinaus können die Bakterien Krankheiten wie das seltene Guillain-Barré-Syndrom verursachen. Am häufigsten infizieren sich Menschen den Wissenschaftlern zufolge durch den Konsum von rohem oder nicht vollständig durchgegartem Geflügel.
In früheren Studien hatten die Forscher das Diallyldisulfid bereits erfolgreich gegen andere Erreger getestet, unter anderem Listeria monocytogenes (Listerien) und das EHEC-Bakterium des Serotyps O157:H7.
Quelle:
http://www.aponet.de/aktuelles/forschung/2012-05-knoblauch-besser-als-antibiotika.html
http://jac.oxfordjournals.org/content/early/2012/04/27/jac.dks138.short?rss=1
http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/0,1518,830885,00.html
Kommentar & Ergänzung:
Knoblauch wird heute vor allem zur Vorbeugung und Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen empfohlen und eingesetzt.
Die Wirkung gegen verschiedenste Infektionskrankheiten ist aber schon seit langem bekannt.
Wahrscheinlich ist es auch kein Zufall, wenn in südlichen Regionen mit warmem Klima und dementsprechend hohem Risiko von Lebensmittelverderbnis viel mit Knoblauch gekocht wird.
Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde
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Montag, Mai 7th, 2012
Im Phyto-Forum der Aerztezeitung wurde die Frage aufgeworfen, wie ist es um die Wirksamkeit von Allium sativum (Knoblauch) bei viralen und bakteriellen Infekten bestellt ist.
Professor Jürgen Reichling gab dazu folgende Antwort:
„Zubereitungen aus der Knoblauchzwiebel (Allii sativi bulbus) werden adjuvant bei Erhöhung der Blutfettwerte und zur Vorbeugung altersbedingter Gefäßveränderungen angewendet. Verschiedentlich werden Zubereitungen aus der Droge auch zur Behandlung von Infektionen und Entzündungen des oberen Respirationstraktes empfohlen.
Diese Empfehlung stützt sich auf die Tatsache, dass Lauchöle in vitro sowohl gegen Gram-positive und Gram-negative Bakterien als auch gegen Candida-Arten (Hefepilze) und Influenzaviren wirksam sind. In Tierexperimenten am Meerschweinchen hemmten sie zudem das Wachstum verschiedener Hautpilze.“
„Droge“ meint hier „Heilpflanze“, also Knoblauch, nicht wie im heutigen Sprachgebrauch „Rauschmittel“.
Die Wirkung von Knoblauch gegen verschiedene Bakterien, Hautpilze und Viren ist verhältnismässig gut untersucht. Allerdings stellt sich bei diesen Experimenten in-vitro (= im Labor, im Reagenzglas) immer die Frage, ob und in wie weit sich solche Resultate auf Erkrankungssituationen beim Menschen übertragen lassen.
Bei lokalen Wirkungen auf der Haut beispielsweise ist eine solche Wirkung plausibel, ob sie aber auch systemisch nach Aufnahme in den Organismus aus dem Verdauungstrakt zu erwarten ist, bleibt oft fraglich. Prof. Reichling erwähnt in dieser Hinsicht folgende Studie:
„Laut einer Studie in England soll es bei einer täglichen Einnahme von 1 Knoblauchkapsel über einen Zeitraum von 4 Monaten zu weniger Erkältungskrankheiten im Vergleich zur Placebogruppe gekommen sein (24 versus 65 Prozent).“
Leider fehlen hier genauere Angaben zu dieser Studie, wodurch ihre Aussagekraft nicht beurteilt werden kann. Falls Knoblauchkapseln nämlich tatsächlich eine vorbeugende Wirkung gegen Erkältungskrankheiten haben sollten, wäre das sehr bemerkenswert.
Einen entsprechenden Ruf als Schutzmittel gegen Infektionen hat Knoblauch in der traditionellen Pflanzenheilkunde schon lange.
Quelle der Zitate:
http://www.aerztezeitung.de/medizin/fachbereiche/sonstige_fachbereiche/phytotherapie/article/811558/knoblauch-ingwer-infektionen.html?sh=8&h=-1673844218
Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde
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Montag, April 9th, 2012
Kann man Schüssler Salze zusammen mit Blutgerinnungshemmern einnehmen? Diese Frage stellte vor kurzem eine Zuhörerin an einem Vortrag.
Solche Fragen sind nicht selten und sie offenbaren eine weit verbreitete Unkenntnis über die Zusammensetzung von Schüssler-Salzen.
Die Beurteilung von allfälligen Wechselwirkungen (Interaktionen) zwischen Naturheilmitteln und Medikamenten ist oft alles andere als einfach. Bei Schüssler-Salzen ist die Antwort aber einfach und eindeutig. Es gibt keine Wechselwirkungen zwischen Schüssler-Salzen und Medikamenten jedweder Art.
Alle Schüssler-Salze bestehen aus Lactose oder aus einem Ersatzstoff wie zum Beispiel Mannitol.
Laktose und Mannitol können in grösseren Mengen eine abführende Wirkung entfalten.
Laktose wird im Verdauungstrakt gespalten und die dabei entstehenden Monosaccharide Galactose und Glukose (Traubenzucker) aufgenommen.
Patienten mit Laktose-Intoleranz können mit Blähungen, Durchfall und Bauchschmerzen reagieren.
Mannitol kann vom menschlichen Organismus nicht verwertet werden.
Wechselwirkungen mit Medikamenten sind daher bei Schüssler-Salzen auf der Basis von Mannitol oder Laktose nicht zu befürchten.
Darüber hinaus enthalten Schüssler-Salze noch Mineralsalze wie Kochsalz (Natrium chloratum) Gips (Calcium sulfuricum) oder Kreide (Calcium carbonicum) in Verdünnungen von 1 : 000 000 (D6) oder 1 000 000 000 000 (D12).
Mit anderen Worten: Die Mineralsalze sind in minimalsten Spuren enthalten, so dass Wechselwirkungen genauso wie physiologische Wirkungen ausgeschlossen sind. Ein Glas Trinkwasser enthält mehr Mineralstoffe als eine ganze Packung Schüssler-Salze.
Die Apothekerin Susana Niedan-Feichtinger von der Firma Adler Pharma, einer Herstellerin von Schüsslersalzen, hat in der Österreichischen Apotheker-Zeitung (Nr. 24 / 2010) dazu folgende Rechnung präsentiert:
„Alle Mineralwasser-Konsumenten nehmen pro Tag mehr Mineralstoffe auf, als es über Schüßler Salze überhaupt möglich wäre: Wenn in einer Mineralwasserflasche 115 mg/l Kalzium (beispielsweise Vöslauer mild) angegeben sind, dann müsste man, wenn man die in Calcium phosphoricum D6 enthaltenen reinen Kalziumionen auf das im Mineralswasser enthaltene Kalzium umrechnet, 388 kg an Schüßler Salz Nr. 2 in D6 (1.552.000 Tabletten!) täglich einnehmen, um auf die gleiche Menge wie in 1 Liter Mineralwasser zu kommen. Bei einem Gehalt von 39,4 mg Magnesium pro Liter Mineralwasser (beispielsweise Vöslauer mild) fällt der Vergleich auch interessant aus: Berechnet auf die Menge Mg im Mg HPO4 geht es hier um 772.550 Tabletten oder 193 kg Mineralstofftabletten Nr. 7 nach Dr. Schüßler in der D6. Ich frage mich, als wie gefährlich aus diesem Gesichtspunkt heraus Mineralwässer eingestuft werden müssten?“ Details
Wenn also Schüssler-Salze Wechselwirkungen zeigen würden, dann müssten Trinkwasser und Mineralwasser viel stärkere Wechselwirkungen auslösen.
Vergleichbar ist im übrigen die Antwort auf die Frage nach Wechselwirkungen von Bach-Blüten.
Vor kurzem wurde ich von einer Klinik angefragt, ob es Wechselwirkungen gebe zwischen Bach-Blüten und HIV-Medikamenten. Auch hier ist die Antwort eindeutig: Bachblüten enthalten keine Wirkstoffe und abgesehen von Alkohol und Wasser auch keine relevanten Inhaltsstoffe. Und wo keine Wirkstoffe / Inhaltsstoffe sind, können auch keine Interaktionen auftreten.
P.S. Bei Phytopharmaka, die definitionsgemäss Wirkstoffe enthalten, ist auch mit Wechselwirkungen zu rechen. Beispielsweise:
Knoblauch: Wechselwirkungen mit HIV-Therapie möglich
Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde
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Sonntag, April 8th, 2012
Bärlauch weiss was er will und setzt sich durch. Das sieht man daran, wie souverän der Bärlauch den Winter überwindet.
Deshalb hilft Bärlauchtinktur Menschen, die sich nicht entscheiden können und Menschen, denen es an Durchsetzungskraft fehlt.
Mit dieser schönen Geschichte begründete ein Naturheilpraktiker vor kurzen die Verordnung von Bärlauchtinktur an eine Patientin mit Entscheidungsproblemen.
Solche Geschichten sprechen Menschen oft an. Und wer könnte nicht einen solchen Helfer brauchen. Und manche Geschichten sind auch wertvolle Kulturschätze.
Aber die Geschichte von der Bärlauchtinktur als Helfer bei Entscheidungschwäche und Durchsetzungsmangel ist sehr funktional: Bärlauchtinktur als Problemlöser. Einfach, schnell, käuflich, konsumierbar. Passt gut in unsere Zeit.
Bei Geschichten müsste man zudem auch hinschauen, was sie genau aussagen.
Die Fähigkeit des Bärlauchs, zu wissen was er will und sich durchzusetzen, soll sich offenbar auf Menschen mit Entscheidungsproblemen übertragen. Wie das genau gehen soll bleibt offen.
Bärlauch hat aber keine Entscheidungsprobleme, weil er gar keine Wahl hat. Er entwickelt sich fraglos nach einem Programm, das in seinen Genen festgelegt ist.
Man könnte also auch sagen, Bärlauch ist ein Vorbild für die Erfüllung eines vorgegebenen Plans (wie jede Pflanze). Soll die Bärlauchtinktur also diese Fähigkeit auf den Menschen übertragen? Dann gute Nacht!
Die Annahme, dass Bärlauch weiss, was er will, setzt voraus, dass er ein Bewusstsein von sich und seinen Wahlmöglichkeiten hat.
Und ja, Bärlauch setzt sich durch – unter den Bedingungen seiner ökologischen Nische, an die er seit Millionen von Jahren angepasst ist. Menschen sind aber nicht derart festgelegt auf eine ökologische Nische. Zum Glück. Vielleicht hat es auch darum der Bärlauch etwas einfacher.
Zudem täuscht der oberflächliche Eindruck: Wir sehen eben nur diejenigen Bärlauch-Exemplare, die sich durchgesetzt haben. Die um ein Vielfaches zahlreicheren Exemplare, welche schon im Samenstadium eingehen, sehen wir nicht. Soll ich jetzt daraus schliessen, die Mehrzahl der Bärlauche seien Versager?
Solche Vermenschlichung von Heilpflanzen halte ich für eine üble Tendenz. Lassen wir bitte schön die Pflanzen doch einfach Pflanzen sein – und freuen wir uns gerade deswegen an ihnen.
Den Pflanzen werden hier nämlich menschliche Phantasien unterschoben, die mit ihnen nichts zu tun haben. Ohne dass den Produzenten dieser Fantasien das bewusst zu sein scheint.
Und wenn auf der Basis solcher Fast-Food-Psychosomatik Menschen behandelt werden, ist das meines Erachtens total fragwürdig und willkürlich.
Patienten mit echten psychischen Problemen werden so schlicht und einfach verarscht.
Das sage ich nicht zuletzt als jemand, der zwei mehrjährige Psychotherapie-Ausbildungen absolviert hat, während denen mein Respekt vor der Komplexität psychischer Prozesse stark gestiegen ist.
Eine ähnliche Thematik finden Sie hier:
Huflattich stärkt den Willen und die Durchsetzungskraft
Bärlauch ist als Heilpflanze und für Bärlauchpesto durchaus interessant:
Knoblauch, Bärlauch, Zwiebel & Co.
Aber nicht verwechseln mit Maiglöckchen (“Meierisli”) oder Herbstzeitlose:
Bärlauch, Maiglöckchen oder Herbstzeitlose?
Unterscheidungsmerkmale: Bärlauch, Maiglöckchen, Herbstzeitlose
Tödliche Verwechslungen von Bärlauch und Herbstzeitlose
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Samstag, April 7th, 2012
Die Knoblauchsrauke (Alliaria petiolata), auch Knoblauchskraut, Lauchkraut, Knoblauchhederich genannt, ist eine Pflanzenart aus der Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae). Sie ist in Europa weit verbreitet. Die deutschen Namen beziehen sich auf den Knoblauchduft, der beim Zerreiben der Blätter entsteht.
Knoblauchrauke ist eigentlich eine Pflanzenart der Laubwälder, gedeiht jedoch besonders gut in Gebüschen und Hecken sowie an Mauern und Wegrainen, in Gärten und auf Schuttplätzen (Ruderalstellen). Sie befindet sich dort oft in der Gesellschaft von Brennnesseln. Wie die Brennnessel schätzt der Knoblauchhederich frische, stickstoffreiche Lehmböden. Heute ist die Pflanze häufig auch in schattigen Parkanlagen und in Gehölzen im städtischen Raum zu finden.
Foto bei Wikipedia
Knoblauchhederich ist ein Frühblüher (April), doch dauert die Blühzeit bis in den Juli.
Der Knoblauchhederich bietet den Nektar, der sich an der Basis der Blüte sammelt, frei zugänglich an. Dadurch kommen neben Bienen auch die kurzrüssligen Fliegen und Schwebfliegen zum Nektar. Als Bestäuber wirken unter anderem Frühjahrsmücken (Bibio).
Knoblauchhederich als Nahrungsquelle für Schmetterlinge
Der Tagfalter Waldbrettspiel (Pararge aegeria) saugt gern am Nektar des Knoblauchhederichs. Er dient auch dem Aurorafalter (Anthocharis cardamines) als Nektarpflanze und zugleich neben dem Wiesenschaumkraut dessen Raupen als Futterpflanze. Als Futterpflanze nutzt außerdem der stark gefährdete Mehlfarbene Raukenspanner (Lithostege farinata) den Knoblauchhederich. Die Raupen der Achateule (Phlogophora meticulosa) und des Grünader-Weißlings (Pieris napi)ernährend sich polyphag von der Knoblauchsrauke, das heisst, sie fressen noch viele andere Pflanzen. Oligophag sind die Raupen des Kreuzblütler-Blattspanners (Xanthorhoe designata) und Gemeinen Blattspanners(Xanthorhoe fluctuata) auf Knoblauchhederich angewiesen.
Knoblauchrauke – eine alte Heilpflanze
Die Knoblauchrauke enthält Glukosinolate (Senfölglykoside), wie andere Pflanzen aus der Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae), insbesondere Sinigrin und geringe Mengen Glucotropaeolin. Die Wirkung der Pflanze ist bisher nicht gründlich geklärt worden. In der traditionellen Pflanzenheilkunde wurde sie bei Erkältungskrankheiten sowei bei Rheuma und Gicht angewendet, sowie äusserlich als frisch zerquetschtes Kraut bei schlecht heilenden Wunden und Geschwüren. Senfölglykoside haben breite antimikrobielle Wirkungen.
Knoblauchrauke als Gewürz
Im Mittelalter wurde die Knoblauchsrauke mit ihrem pfeffrig-knoblauchartigen Geschmack hauptsächlich von der ärmeren Bevölkerung genutzt, die sich die teuren Gewürze nicht leisten konnte. Knoblauchrauke wurde im Mittelalter aus diesem Grund sogar in Gärten angebaut. Zum Essen werden die Blätter zwischen April und Juni gesammelt. Beim Kochen verflüchtigt sich jedoch der pfeffrig-knoblauchartige Geschmack. Knoblauchsrauke muss deshalb Speisen in rohem Zustand beigegeben werden. Die Wildkräuterküche hat die Knoblauchsrauke wiederentdeckt und mischt die feingehackten Blätter in Salatsoßen und Quark- oder Frischkäsemischungen. Die geschmacksintensiven Blüten werden verwendet, um salzige Sorbets und Salate zu dekorieren. Auch die Samen können zum Würzen verwendet werden.
In Frankreich wird Knoblauchhederich als Salatpflanze genutzt.
Sie eignet sich für Wildpflanzengärten, breitet sich aber aggressiv aus.
Wenn Sie Pflanzen und Tiere in der Natur kennen lernen möchten, finden Sie hier die Daten und Orte meiner Alpenblumenkurse, Heilkräuterexkursionen und Naturseminare.
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Mittwoch, April 4th, 2012
An einem wissenschaftlichen Seminar zum Thema Phytotherapie im Hamburg resümierte Professor Dr. Matthias Melzig von der Freien Universität Berlin den Stand des Wissens zum Wirksamkeit von Heilpflanzen in der Diabetes-Therapie.
Dabei kam auch Guar zur Sprache. Die Wirksamkeit und Sicherheit eines Guar-Präparates seien durch klinische Studien belegt.
Guar wird aus den Samen der Guarbohne (auch Büschelbohne, Cyamopsis tetragonolobus) gewonnen, eine Pflanzenart aus der Familie der Fabaceen.
Als wirksame Inhaltsstoffe gelten Polysaccharide, welche die Transitzeit der Nahrung verlängern. Sie sollen das zuckerspaltende Enzym α-Amylase hemmen und dadurch die Blutzuckerspitzen nach den Mahlzeiten vermindern.
Die Einnahme von Guar wirkt sich aber auch positiv auf das Gesamtcholesterol und den LDL-Spiegel aus. Allerdings kann Guar auch den Insulineffekt verstärken. Wie bei alle anderen pflanzlichen Antidiabetika aus der Selbstmedikation ist es wichtig, dass der Patient den Arzt über die Einnahme informiert. Darüber hinaus sollte der diabeteskranke Mensch seinen Blutzuckerspiegel regelmäßig messen.
Widersprüchliche Ergebnisse gebe es zur Gartenbohne (Phaseolus vulgaris, ebenfalls eine Fabaceae) in Bezug auf die Samenschalen. Die Bohnensamen können sich aber günstig auf den postprandialen Blutzucker auswirken. Für eine ausdrückliche Empfehlung fehlen aber gemäss Melzig noch Daten. Ähnliches gelte für frische Heidelbeeren (Vaccinium myrtillus, Ericaceae). Vermutlich müssen große Mengen Beeren oder Bohnen gegessen werden, um deutlich spürbare Effekte zu erzielen.
Positiv beurteilte Melzig die Bockshornkleesamen (Trigonella foenum-graecum, Fabaceae). In China und Indien wird Bockshornklee seit Jahrtausenden bei Stoffwechselerkrankungen angewendet, auch bei Diabetes. Er reduziert den Nüchternblutzucker und den postprandialen Blutzucker. Allerdings sind dafür 25 Gramm Bockshornkleesamen pro Tag nötig, was speziell zu Beginn der Behandlung zu Durchfall und Flatulenz führen kann. Genau wie bei Guar sollte auch bei Bockshornkleesamen ein zeitlicher Abstand von mindestens 30 Minuten zur vorherigen Medikamenteneinnahme eingehalten werden, damit diese anderen Arzneimittel gut resorbiert werden können.
Von anderen Heilpflanzen riet Melzig vorerst ab wegen fehlender Wirksamkeitsnachweise oder mangelnder Sicherheitsdaten.
So enthalte beispielsweise der Samen der Geißraute (Galega officinalis, Fabaceae) große Mengen Guanidin-Derivate, also Metformin-ähnliche Substanzen. Allerdings seien die Extrakte schwer standardisierbar.
Unter der Bittergurke (Momordica charantia, Cucurbitaceae) könne es sogar zu hypoglykämischem Koma und Lebertoxizität kommen.
Siehe auch:
Bittermelone / Bittergurke (Momordica charantia) gegen Diabetes?
Ein anderes Kürbisgewächs, die Scharlachranke (Coccinia grandis) aus der indischen Heilkunde, zeigte in klinischen Studien mäßiger Evidenz eine beträchtliche blutzuckersenkende Wirkung. Melzig riet trotzdem von der Scharlachranke ab, da nicht genügend toxikologische Daten vorlägen.
Wegen des vermutlich hohen Alkaloid-Gehalts sollte man auch besser auf die Anwendung des sogenannten »Zuckerzerstörers« bzw. der »Wunderfrucht« Gymnema sylvestre (Apocynaceae) aus der Aryuveda-Medizin verzichten.
Zwar nicht bedenklich, jedoch bislang ohne überzeugenden Wirksamkeitsnachweis bei Diabetes mellitus sind gemäss Melzig folgende Phytopharmaka einzustufen:
Ginseng (Panax Ginseng, Araliaceae)
Knoblauch (Allium sativum, Alliaceae)
Aloe vera (Aloe barbadensis, Alooideae)
Süßkartoffeln (Ipomoea batatas, Convolvulaceae)
Wachs-Jambuse oder Rosenapfel (Syzygium cumini, Myrtaceae)
Mariendistel (Silybum marianum, Asteraceae)
Russischer Estragon (Artemisia dracunculus, Asteraceae)
Nopal (Opuntia streptacantha, Cactaceae)
Wer die Diskussion der vergangenen Jahre verfolgt habe wisse zudem, dass Zimt (Cinnamomum verum, Lauraceae) laut neueren Studien nicht besser als Placebo wirke. Noch fehle für die meisten Phytopharmaka die klinische Evidenz, um sie Diabetikern adjuvant empfehlen zu können, zum Beispiel den Russischen Estragon.
Quelle:
http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=41169
Kommentar & Ergänzung:
Die Diabetes-Therapie ist keine Stärke der Phytotherapie. Die Aussagen von Prof. Melzig stimmen sehr mit der Phytotherapie-Fachliteratur überein. Sinn machen können gewisse Polysaccharide vor allem aus Guar und Bockshornkleesamen, weil sie Blutzuckerspitzen abfangen. Darüber hinaus haben wir nicht viel Überzeugendes aus der Pflanzenwelt zur Verfügung.
Von den Heidelbeeren wurden früher gegen Diabetes die Blätter verwendet, nicht die Beeren, wie der Ausdruck „frische Heidelbeeren“ suggeriert. Heidelbeerblätter sind aber klarerweise ungeeignet zur Diabetestherapie.
Und bei Ginseng, Knoblauch, Aloe vera oder Mariendistel wäre ich gar nicht auf die Idee gekommen, sie gegen Diabetes zu empfehlen, Diese Heilpflanzen haben ganz andere Anwendungsbereiche, für welche ihre Wirksamkeit dokumentiert ist.
Zimt gegen Diabetes war vor einigen Jahren die grosse Entdeckung in diesem Bereich der Pflanzenheilkunde. Laboruntersuchungen an isolierten Geweben oder Zellen lassen eine günstige Wirkung plausibel erscheinen. Leider konnten die positiven Resultate einer ersten klinischen Patientenstudie aus Pakistan bisher nicht bestätigt werden, was die Wirksamkeit in Frage stellt.
Ernüchternd?
Möglicherweise schon.
Aber es scheint mir wichtig, nicht nur von tollen Erfolgen und grossartigen Heilungschancen zu berichten, sondern auch von Misserfolgen und Grenzen der Phytotherapie.
Meines Erachtens kann man diesen Punkt als Qualitätskriterium nehmen um Fachleute, Heilmethoden, Gesundheitszeitschriften etc. zu beurteilen:
Ist immer nur von Heilerfolgen die Rede und nie von Grenzen oder Misserfolgen, dann ist dies ein Hinweis für sehr selektive Wahrnehmung oder selektive Berichterstattung. Alle Heilmethoden und Heilmittel haben Grenzen und Misserfolge. Wäre das nicht so, gäbe es keine Krankheiten mehr.
Wenn nur von Heilerfolgen oder gar von sicheren Heilerfolgen berichtet wird, dann haben wir es wahrscheinlich mit einer Form von Missionarismus zu tun. Und diesem Phänomen begegnet man leider nicht selten im Bereich Komplementärmedizin / Alternativmedizin: Alles was die eigene Überzeugung zu stützen scheint, wird sofort kundgetan, während Fakten, welche die eigene Überzeugung in Frage stellen könnten, ignoriert oder sofort und ungeprüft vom Tisch gefegt werden (zum Beispiel indem jede Kritik als Verschwörung der bösen Pharmaindustrie diffamiert wird).
Das Leben besteht aber selten nur aus Schwarz und Weiss, auch nicht, wenn es um Gesundheit, Krankheit und Heilung geht.
Seriös wäre es meines Erachtens beispielsweise, wenn in Gesundheitszeitschriften neben Erfolgsmeldungen und Heilungsversprechungen ebenso viel auch von Grenzen und Misserfolgen berichtet würde. Aber wer will so etwas schon lesen? Die Mehrzahl der Leserinnen und Leser will offenbar ausschliesslich wissen, was nützt. Grenzen und Misserfolge –Kritik also – interessieren viel weniger. Wer so denkt nimmt allerdings in Kauf, einseitig informiert zu sein.
Grenzen und Misserfolge von Heilmitteln und Heilmethoden aufzuzeigen, ist zudem für die meisten Gesundheitszeitschriften nicht lukrativ, weil dadurch ein „negatives Werbeumfeld“ für Inserenten geschaffen wird. Die meisten Gesundheitszeitschriften sind aber vollständig abhängig von den Inserenten – wie sollen sie da differenziert – also auch kritisch – berichten können.
Siehe auch:
Pflanzenheilkunde & Komplementärmedizin – Vom Wert des Zweifels
Mehr Kontroverse in Komplementärmedizin / Naturheilkunde / Pflanzenheilkunde
Pflanzenheilkunde: Kritische Reflexion statt Missionarismus
Naturheilkunde: Kritische Fragen unerwünscht?
Naturheilkunde braucht kritische Auseinandersetzung
Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde
Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz
Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Kräuterexkursionen in den Bergen / Heilkräuterkurse
www.phytotherapie-seminare.ch
Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital
Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch
Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch
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Montag, März 12th, 2012
Die Zeckenart Rhipicephalus microplus ist ein Parasit, der in zahlreichen Regionen der Erde vorkommt und der viele Nutztierarten wie Rinder, Ziegen und Schafe befällt. Durch die Infektion verursacht die Zecke erheblichen wirtschaftlichen Schaden unter anderem als Überträger der Babesiose (Infektionskrankheit mit einzelligen Sporentierchen). In Brasilien wurde nun die vorbeugende Wirkung eines homöopathischen Nosoden-Komplexmittels und eines Knoblauchextraktes untersucht.
Für die Studie wurden jeweils 8 Kälber einen Monat lang entweder mit dem homöopathischen Komplexmittel Fator C&MC® oder mit dem pflanzlichen Präparat Enoxfre-Allium sativum® behandelt. Die Kontrollgruppe blieb ohne Behandlung. Danach wurden Zeckenlarven auf den Kälbern ausgesetzt und deren Entwicklung zu ausgewachsenen Zecken beobachtet. Die Tiere aus der Knoblauchgruppe hatten signifikant weniger Zecken und deren Gewicht war außerdem tiefer. Anzahl und Gewicht der Zecken in der Homöopathie-Gruppe unterschieden sich nicht im Vergleich zu den unbehandelten Kälbern der Kontrollgruppe.
Knoblauch enthält Schwefelverbindungen, die sich schon in verschiedenen Studien in der Parasitenbekämpfung bewährt haben. Diese Erfahrung werde in der vorliegenden Studie bestätigt, schreibt die Carstens-Stiftung, und schliesst: „Das homöopathische Präparat enthielt keine Sulphur-Potenzen und die Nosodentherapie scheint hier unwirksam zu sein. Die Anzahl der untersuchten Kälber ist allerdings klein und das Design der Studie schlecht gewählt (keine Randomisierung).“
Quelle:
http://www.carstens-stiftung.de/artikel/veterinaerhomoeopathie-zeckenvorsorge-beim-rind.html
COSTA-JÚNIOR, L. M. and FURLONG, J. (2011), Efficiency of sulphur in garlic extract and non-sulphur homeopathy in the control of the cattle tick Rhipicephalus (Boophilus) microplus. Medical and Veterinary Entomology, 25: 7–11.
http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/j.1365-2915.2010.00909.x/abstract
Kommentar & Ergänzung:
Knoblauch hat einen Ruf als Abwehrmittel gegen Parasiten. Bei Mensch und Tier soll Knoblauch Stechmücken und Bremsen abwehren. Die Schwefelverbindungen des Knoblauchs zeigten sich auch gegen verschiedene Wurmerkrankungen beim Tier als wirksam (u.a. bei Trepanidoteniose, Cestoda bei Gänsen, Syngamose bei Geflügel, Askaridose, Heteroakidose, bei Kaninchen, die mit Passalurus infiziert waren, bei Madenwürmern).
Fundierte Informationen über Heilpflanzen-Anwendungen in der Tierheilkunde enthlt das Buch:
Heilpflanzenkunde für die Veterinärpraxis
Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde
Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz
Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Kräuterexkursionen in den Bergen / Heilkräuterkurse
www.phytotherapie-seminare.ch
Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital
Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch
Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch
Tags: Abwehrmittel, Allium sativum, Askaridose, Babesiose, bei, Brasilien, Bremsen, Cestoda, Erde, Gänse, Geflügel, Gesundheitsberufe, Heilkräuterkurse, Heilpflanzen-Seminar, Heilpflanzenkunde, Heteroakidose, Homöopathie, homöopathisches Komplexmittel, Infektiionskrankheit, Infektion, Kälber, Kaninchen, Klinik, Knoblauch, Knoblauchrxtrakt, Komplexmittel, Krankenpflege, Kräuterexkursionen, Madenwürmer, Mensch, Naturheilkunde, Nosoden, Nosoden-Komplexmittel, Nosodentherapie, Nutztier, Nutztierarten, Palliative Care, Parasit, Parasitenbekämpfung, Passalurus, Pflege, Pflegeheim, Phytotherapie-Ausbildung, Psychiatrische Klinik, Randomisierung, Rhipicephalus microplus, Rind, Rinder, Schafe, Schmerzen, Schwefelverbindungen, Schweiz, Spital, Spitex, Sporentierchen, Stechmücken, Studie, Studien, Sulphur-Potenzen, Syngamose, Tier, Tierheilkunde, Trepanidoteniose, und, Veterinär, Veterinärpraxis, Weiterbildung, Winterthur, Wirkung, Wurmerkrankungen, Zecke, Zecken, Zeckenart, Zeckenlarven, Zeckenvorsorge, Ziegen, Zürich
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Sonntag, Januar 29th, 2012
Es gibt gute Tipps und gutgemeinte Tipps.
Gutgemeinte Tipps gegen den Knoblauch-Geruch gibt das Internetportal „madonna“.
Zuerst wird der Knoblauch als eines der universellsten Heilmittel gelobt. Er halte Herz- und Kreislauf jung, bekämpfe Viren, Bakterien und Entzündungen, beuge Herzkreislauferkrankungen vor, unterstütze die Verdauung und schütze vor Krebs.
Sein einziges Manko sei der strenge Geruch. Nicht nur via Atemluft mache er sich bemerkbar, er finde auch den Ausgang über die Drüsen der Haut.
Dann geht der Text auf „madonna“ konkreter auf den Knoblauch-Geruch ein:
„Verantwortlich für den penetranten Geruch ist das Allicin im Knoblauch. Es enthält Schwefel, der unseren Geruchssinn reizt. Das Allicin wandert über den Blutkreislauf in den ganzen Körper.“
Milch neutralisiere den Knoblauch-Geruch, schreibt „madonna“:
„Milch soll einer US-Studie der Ohio State University zufolge, das beste Mittel gegen die Knoblauchfahne sein. Sie neutralisiert 50 Prozent der Schwefelverbindungen im Atem. Trinken Sie ein Glas Milch beim Essen oder danach.“
So wie Milch binde auch Chlorophyll Geruchsstoffe. Wer beides miteinander kombinieren wolle, solle einen halben Bund gehackte Petersilie in die Milch geben und alles gemeinsam pürieren.
Als Tipps für kurzfristige Abhilfe nennt „madonna“ noch: Schokolade lutschen, Kaffeebohnen zerkauen und die Finger nach dem Knoblauchschneiden an einem Chromstahlstein reiben.
Quelle:
http://madonna.oe24.at/gesund/Knoblauch-Geruch-wegmachen-Das-hilft/53344090?utm_source=feedburner&utm_medium=feed&utm_campaign=Feed%3A+oe24-Gesund+%28oe24+-+Gesund%29
Kommentar & Ergänzung:
Milch und Chlorophyll binden also schwefelhaltige Inhaltsstoffe, die für den Knoblauch-Geruch verantwortlich sind. Schön und gut. Erwähnen müsste man in diesem Zusammenhang allerdings auch, dass die schwefelhaltigen Inhaltsstoffe des Knoblauchs nach gegenwärtigem Wissensstand auch zum grössten Teil für die therapeutischen Wirkungen dieser Heilpflanze verantwortlich sind.
Wer auf diese Art den Knoblauch-Geruch vermindert, reduziert wahrscheinlich auch die Wirkung. Wenn man Knoblauch in der Küche als Gewürz verwendet, spielt das keine Rolle, wenn man ihn als Heilpflanze einsetzt allerdings schon. Für diesen Fall ist der „Madonna-Tipp“ wohl eher gutgemeint.
Siehe auch:
Phytotherapie: Knoblauch kann zur Blutdrucksenkung beitragen
Knoblauch – Bärlauch – Zwiebel & Co.
Knoblauch gegen Erkältungen
Knoblauch entspannt Blutgefässe dank Schwefelwasserstoff
Studien bestätigen günstige Wirkungen von Knoblauch-Extrakt auf Herz und Gefässe
Knoblauch: Studien bestätigen günstige Einflüsse auf Herz und Gefässe
Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde
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Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
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www.phytotherapie-seminare.ch
Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Klinik, Palliative Care
Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch
Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch
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