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Misteltinktur gegen Krebs?

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Ich bin immer wieder entsetzt, wieviel „Schrott“ im Internet unter den Etiketten „Alternativmedizin“ „Komplementärmedizin“ und „Naturheilkunde“ verkauft wird, weil hier jede Qualitätskontrolle fehlt.

Da verkauft beispielsweise ein österreichischer „Spezialist für ganzheitliche Gesundheit, Figur und Fitness“ Misteltinktur mit der Begründung, Mistel besitze immunverändernde Eigenschaften und könne bei manchen Krebsarten das Tumorwachstum hemmen.

Unterschlagen wird dabei, dass die immunstimulierenden Inhaltsstoffe der Mistel (Lektine, Viscotoxine) hochmolekular sind und aus dem Verdauungstrakt nicht in den Körper aufgenommen werden. In der anthroposophischen Krebstherapie wird die Mistel deshalb in Form von Injektionen verabreicht (z. B. als Iscador). Und selbst so ist die Wirkung alles andere als geklärt.

Siehe dazu:

Misteltherapie gegen Krebs  –  wirksam?

Misteltinktur (genauso wie Misteltee) ist jedoch auf jeden Fall eine ungeeignete Anwendungsform.

Aber wen interessiert das schon?

Weder die Verkäufer noch die Patientinnen und Patienten wollen das offenbar so genau wissen.

Wenn Sie lernen wollen, wie sich leere Versprechungen von glaubwürdigen Aussagen unterscheiden lassen, dann können Sie das bei mir im Heilpflanzen-Seminar oder in der Phytotherapie-Ausbildung.

Siehe auch:

Naturheilkunde: Woran erkennen Sie fragwürdige Aussagen?

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Kräuterexkursionen in den Bergen / Heilkräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital

Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

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[Buchtipp] Gewürzdrogen, Ein Handbuch der Gewürze, Gewürzkräuter, Gewürzmischungen und ihrer ätherischen Öle. Mit Beitr. v. Ulrike Bauermann u. Monika Werner von Eberhard Teuscher

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Verlagsbeschreibung

Wie die Würze, so der Braten, weiß der Volksmund. Und außerdem sind Gewürze gesund, z.B. weil sie die Verdauung fördern, den Kreislauf beleben oder einfach für ein körperliches Wohlgefühl sorgen.

Der Autor führt den Leser in die faszinierende Welt der Gewürze. Vom stinkenden Asant über teuflisch scharfe Chillies und kostbaren Safran bis zum duftenden Zimt beschreibt er 300 Pflanzen und die daraus gewonnenen Gewürze aus naturwissenschaftlicher Sicht. 84 Gewürzdrogen stellt er ausführlich vor und nimmt u.a. deren Anbau, Gewinnung, Inhaltsstoffe, Eigenschaften, Wikungen und Verwendung in Küche und Medizin ins Visier.

Die Leser lassen sich von der Vielfalt der Gewürze und ihren Anwendungen begeistern – mit dem umfassendsten Werk, das bisher in deutscher Sprache darüber geschrieben wurde. Zum Shop

Kommentar:

Ein Handbuch der Gewürze, Gewürzkräuter, Gewürzmischungen und ihrer ätherischen Öle

Die Übergänge zwischen Gewürzpflanzen und Heilpflanzen sind fliessend. Die meisten Gewürzpflanzen zeigen auch Heilwirkungen, vor allem im Magen-Darmtrakt. Eberhard Teuscher, der Autor des Werkes „Gewürzdrogen“, kennt sich nicht nur mit Gewürzpflanzen aus, sondern ebenso mit Heilpflanzen und Giftpflanzen. Eine bessere Wissensgrundlage für ein solches Gewürzpflanzen-Buch ist daher kaum denkbar.

Teuscher beschreibt die wertbestimmenden Inhaltsstoffe der Gewürzdrogen (z. B. ätherische Öle, Scharfstoffe, Lauchöle, Senföle, Gingerole, Bitterstoffe) und ihre Heilwirkungen. Auch unerwünschte Nebenwirkungen, die bei manchen Gewürzen auftreten können, werden erwähnt, ebenso toxische Risiken bei Überdosierungen. Eigene Abschnitte handeln von Züchtung, Anbau und Ernte der Gewürzpflanzen sowie von ihrer Funktion als Konservierungsmittel.

Solche einleitende Themen nehmen im Buch „Gewürzdrogen“ fünfzig Seiten ein.

Anschliessend werden auf gut 400 Seiten 84 Gewürzpflanzen umfassend und detailliert vorgestellt. Dabei geht es unter anderem um: Volkstümliche Bezeichnungen, Botanische Beschreibung, Herkunft, Anbaugebiete, Kultivierung, Gewinnung, Aufbewahrung, Geschichte, Inhaltstoffe, Heilwirkungen, Toxikologie, Verwendung als Gewürz. Alle Gewürzpflanzen werden mit einem Detailfoto und einem Foto der ganzen Pflanze vorgestellt. Bei vielen Gewürzen findet sich zudem ein kulinarisches Rezept für ihre Verwendung in der Küche.

Eine faszinierende Fülle an Informationen über Gewürze.

P.S.: Die Bezeichnung „Gewürzdrogen“ führt manchmal zu Missverständnissen. „Droge“ meint im Umfeld von Gewürz- oder Heilpflanzen einfach getrocknete Pflanzenteile. Dies ist die ursprüngliche Bedeutung des Wortes „Droge“, das erst in jüngerer Zeit mit Betäubungsmitteln in Verbindung gebracht wurde.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe

Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse

Kräuterexkursionen in den Bergen / Heilkräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital

Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

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[Buchtipp] Der neue Kosmos Heilpflanzenführer, Über 600 Heil- und Giftpflanzen Europas – von Peter Schönfelder, Ingrid Schönfelder

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der_kosmos_heilpflanzenfuehrerVerlagsbeschreibung

Bei den Pharmazeuten und Heilpraktikern spricht man vom „Schönfelder“ – über die Jahre hat sich der Naturführer zu einem Standardwerk für die Ausbildung und für das Studium entwickelt. Der Erfolgstitel ist darüber hinaus auch für all jene der kompetente Ratgeber, die an europäischen Heilpflanzen, ihren Merkmalen, Wirkstoffen und Anwendungen interessiert sind. Jetzt mit den aktuellen Präparaten und Informationen sowie zahlreichen neuen Fotos.  Zum Shop

 

 

 

 

Kommentar:

Der neue Kosmos Heilpflanzenführer

Ingrid und Peter Schönfelder ergänzen sich als Apothekerin und Botaniker perfekt als Autoren für ein solches Heilpflanzen-Buch. Das zeigt sich in phytotherapeutisch und botanisch fundierten Texten, auf die man sich verlassen kann. Dadurch wird dieses Buch zu einer guten Informationsquelle, wenn man kurz und prägnant Auskunft haben will über eine der über 600 beschriebenen Heilpflanzen oder Giftpflanzen. Es werden auch weniger gebräuchliche Heilkräuter beschrieben.

Die Pflanzen sind geordnet nach der Blütenfarbe und der Zahl und Anordnung der Kronblätter. Dadurch vermittelt der Heilpflanzenführer den Eindruck eines Buches zur Pflanzenbestimmung. Dazu scheint es mir allerdings weniger geeignet. Wenn jemand in der Natur eine Pflanze trifft und herausfinden möchte, wie sie heisst, dann ist ja noch nicht klar, ob es sich um eine Heilpflanze handelt. Ist es keine Heilpflanze oder Giftpflanze, wird man das Kraut im Heilpflanzenführer aber nicht finden. Daher empfehle ich als Bestimmungsbuch für AnfängerInnen ein Buch wie „Was blüht denn da?“, in dem auch Nicht-Heilpflanzen vorgestellt werden.

Die Anordnung nach Blütenfarben hat auch den Nachteil, dass dieses System weit entfernt ist von der therapeutischen Anwendung. Um eine gutes Verständnis für die Phytotherapie zu entwickeln, braucht man eine Anordnung nach Krankheitsbereichen.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe

Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse

Kräuterexkursionen in den Bergen / Heilkräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital

Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch


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