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Ingwer: Wie eine tolle Heilpflanze unseriös als Wundermittel gegen Krebs vermarktet wird

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Angst vor Krebs, das kennen wohl die meisten Menschen mehr oder weniger ausgeprägt.

Toll also, wenn eine Website uns auf ein rein pflanzliches Krebsheilmittel hinweist, das 10 000 mal effektiver ist als Chemotherapie und das zudem noch ohne unerwünschte Nebenwirkungen. Wie dankbar müssen wir dieser Website sein, die uns solch wertvolle Informationen aufdeckt, die von der bösen Pharmaindustrie natürlich unterdrückt werden.

Ingwer soll 10 000 mal effektiver gegen Krebs wirken als Chemotherapie. So verspricht es ein Webportal für Frauen, dessen Name ich lieber nicht erwähnen will, weil ich für diesen Schrott nicht noch Werbung machen möchte, und weil hunderte Websites im Netz zu finden sind, die solche oder ähnliche Versprechungen verbreiten.

Ingwer sei eine natürliche und schonende Therapie gegen bestimmte Krebsarten, vor allem gegen Brustkrebs. Wer regelmäßig Ingwer esse, könne Krebs sogar vorbeugen. Das bestätige unter anderem die Studie einer spanischen Universität.

Liest man dann, was über die erwähnte Studie geschrieben steht, wird rasch klar: Es geht dabei um Laborexperimente mit Krebszellen von Mäusen und Menschen.

Es ist einfach beelendend mit solchen Websites, die einerseits auf kritisch gegenüber der wissenschaftlichen Medizin machen, aber andererseits jedes wissenschaftliche Ergebnis aus dem Reagenzglas schamlos nutzen, um daraus ein neues Wundermittel gegen Krebs zu machen.

Man kann es nicht oft genug wiederholen: Wenn ein pflanzlicher Wirkstoff in Reagenzglas eine Wirkung auf Krebszellen zeigt, heisst das noch lange nicht, dass man damit auch einen Tumor im menschlichen Organismus heilen kann. Die Situation im Körper eines Krebspatienten ist um ein vielfaches komplexer als die Situation im Reagenzglas. Und es ist in diesem Stadium der Forschung immer noch eine Vielzahl von Fragen ungeklärt.

Wie gelangen die Wirkstoffe in den Körper? Werden sie aus dem Darm in genügender Menge resorbiert oder müssen sie gespritzt werden? Gelingt es, im Organismus eine wirksame Konzentration aufzubauen über die nötige Zeit? Wieviel Ingwer müsste ich täglich dazu essen und ist das realistisch?  Und besteht dann, wenn es gelingt, eine wirksame Konzentration im Organismus aufzubauen, die Krebszellen tötet, nicht auch das Risiko von Schädigungen an gesunden Zellen?

Es gibt Tausende von Naturstoffen, die im Reagenzglas eindrückliche Effekte auf Krebszellen zeigen. Und die allermeisten dieser Substanzen scheitern dann, wenn es um den Nachweis von Wirkungen im lebenden Organismus von Krebspatienten geht. Das ist zugegebener massen jedesmal enttäuschend, aber es wäre ehrlich das so zu sagen.

Stattdessen blenden die Heilstrompeter im Internet diese Begrenzungen aus und machen ihre Geschäfte mit den Ängsten und Hoffnungen von gesunden Menschen und Krebskranken.

Darum kann man nur sagen: Lasst Euch nicht an der Nase herum führen und schaut genau hin.

Das ist nötig in jedem Bereich – unabhängig davon, ob die Aussagen und Versprechungen aus den Bereichen Medizin,

Komplementärmedizin, Alternativmedizin, Naturheilkunde oder woher auch sonst kommen.

Und es gilt sich immer wieder klar zu machen, dass es im Internet keine Qualitätskontrolle gibt. Jeder und jede kann dort (fast) alles publizieren. Das hat einerseits Vorteile, bringt aber auch massive Probleme mit sich.

Wer lernen will, wie sich Bullshit von Ernst zu nehmender Information unterscheiden lässt, kann das übrigens mindestens ein Stück weit in meinen Lehrgängen (Phytotherapie-Ausbildung, Heilpflanzen-Seminar).

Und Ingwer ist im Übrigen durchaus eine interessante Heilpflanze.

 

Nur damit ich jetzt nicht wieder Vorwürfe bekomme, ich sei ein „Ingwerfeind“ und von der Pharmaindustrie oder der „Krebsmafia“ gekauft – hier ein paar „positivere“ Texte zur Wirkung von Ingwer:

Öko-Test: Ingwer gegen Reisekrankheit als „gut“ bewertet

Metaanalyse: Ingwer reduziert Menstruationsschmerzen

Metaanalyse: Ingwer lindert Schmerzen bei Arthrose

Ingwer bei Übelkeit und Erbrechen in der Schwangerschaft

Ingwer lindert akuten Kopfschmerz bei Migräne

Ingwer-Extrakt reduziert möglicherweise den Blutzucker

Onkologie / Palliative Care: Ingwer gegen Erbrechen bei Chemotherapie

Ingwer als Hausmittel gegen Verdauungsbeschwerden

Forschung zum Wirkungsmechanismus von Ingwer gegenÜbelkeit bei Chemotherapie

Phytotherapie: Ingwer gegen Infektionen?

Ingwer bei Erkältungen

Ingwertee gegen Übelkeit und Erbrechen

Ingwer schädigt Prostatakrebszellen

(aber eben: in Laborexperimenten an Zellen und in Tierversuchen; das tönt einfach nicht so heiss wie: Ingwer heilt Prostatakrebs)

Ingwer und andere Tipps gegen Reisekrankheit

Phytotherapie: Ingwer gegen Übelkeit und Erbrechen

Phytotherapie: Ingwer gegen Schwangerschaftserbrechen

Ingwer lindert Muskalkater

 

Ingwer-Inhalationen gegen Schnupfen

Ingwer kann Übelkeit bei Chemotherapie reduzieren

Phytotherapie: Ingwer lindert Übelkeit bei Chemotherapie

Ingwer gegen Schwangerschaftserbrechen?

 

Huch, das reicht jetzt als Beleg, dass ich kein Ingwerfeind bin…, oder? Solche Vorwürfe kommen nämlich regelmässig, wenn man etwas kritisches über Heilpflanzen schreibt. Es gibt dann immer Leserinnen und Leser, die meinen, sie müssten die angegriffene Heilpflanze verteidigen. Das ist aber ein Missverständnis. Ich kritisiere ja nicht die Heilpflanze Ingwer, sondern die fragwürdigen bis verantwortungslosen Versprechungen, die mit ihr in die Welt gesetzt werden.

 

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe

Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse

Kräuterwanderungen in den Bergen / Kräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital:

Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

 

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Metaanalyse: Ingwer lindert Schmerzen bei Arthrose

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Eine orale Behandlung mit Ingwer kann bei Arthrose die Schmerzen lindern und die Beweglichkeit verbessern. Zu diesem Resultat kommen Wissenschaftler aus Dänemark in einer Metaanalyse, für die sie randomisierte, placebokontrollierte Studien auswerteten.

Ingwer wird in der asiatischen Medizin seit langem zur Linderung von Schmerzen bei muskuloskelettalen Erkrankungen eingesetzt.

Präklinische Untersuchungen weisen darauf hin, dass die Inhaltsstoffe des Ingwers als Inhibitor der Cyclooxygenase (COX-2) wirken, und zudem durch Hemmung der Lipoxygenase antientzündliche Effekte haben, sowie die Expression von TNFα hemmen.

In seiner Metaanalyse untersuchte das Team um Else Bartels von der Universität Kopenhagen anhand der Daten aus fünf randomisierten, kontrollierten Studien mit 593 Patienten die Wirksamkeit und Sicherheit von oralen Ingwerpräparaten zur Behandlung der Arthrose im Knie bzw. in der Hüfte. Publiziert wurde die Metaanalyse in der Zeitschrift Osteoarthritis and Cartilage 2014 (online 7. Oktober).

Die Tagesdosis Ingwer lag zwischen 500 und 1000 mg und die Ingwerpräparate der verschiedenen Studien unterschieden sich in ihrer Zusammensetzung. Die Behandlungsdauer variierte von drei bis zwölf Wochen.

Die Ingwertherapie zeigte in der Metaanalyse eine signifikante Schmerzreduktion gegenüber Placebo, sowie eine ebenfalls signifikante Verringerung der Bewegungseinschränkungen.

Probanden mit Ingwertherapie setzten ihre Medikation allerdings doppelt so oft ab wie Probanden, die Placebo bekommen hatten.

Gründe dafür waren schlechter Geschmack oder verschiedene Magenprobleme. Keine dieser Beschwerden wurde allerdings als schwerwiegend taxiert.

Der schmerzlindernde Effekt von Ingwer bewegte sich etwa im gleichen Bereich wie der anderer pflanzlicher Wirkstoffe wie beispielsweise Hagebuttenpulver.

Auch der Vergleich mit NSAR und Paracetamol soll ähnliche Effektstärken gezeigt haben.

Gerade weil Arthrose eine langwierige Erkrankung ist, halten Bartels und Kollegen es für wichtig, Nutzen und Nebenwirkungspotenzial der Therapeutika gut auszubalancieren.

Während bei NSAR wie zum Beispiel Diclofenac mit kardiovaskulären und gastrointestinalen Nebeneffekten zu rechnen ist, stellt sich bei einer Ingwertherapie die Frage nach Allergien. Allerdings konnten in Prick-Tests solche allergischen Reaktionen nicht festgestellt werden.

Zu beachten seien aber einige Interaktionen (Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten). So sei es für Patienten unter Vitamin-K-Antagonisten wichtig, die gerinnungshemmende Wirkung von Ingwer zu berücksichtigen, schreiben die Autoren.

Außerdem wurde ein synergistischer Effekt von Ingwer und Nifedipin auf die Thrombozytenaggregationshemmung festgestellt.

Wenn sich die Resultate dieser Metaanalyse in weiteren Studien bestätigen lassen, so die dänischen Forscher, könnten Ingwerpräparate, unter Beachtung möglicher Wechselwirkungen, künftig zur Therapie der Arthrose beitragen.

Quelle:

http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/skelett_und_weichteilkrankheiten/arthrose/article/877419/phytotherapie-ingwer-sorgt-bessere-beweglichkeit.html

http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S106345841401276X

 

Indikation, Kommentar & Ergänzung:

Sehr interessant, dass offenbar seit einiger Zeit die Indikation „Schmerz“ vermehrt Gegenstand der Ingwerforschung wird.

Ingwer wird in der Phytotherapie vor allem gegen Erbrechen eingesetzt – zum Beispiel bei Reisekrankheit, bei Tumorerkrankungen zur Linderung von Erbrechen während der Chemotherapie oder bei postoperativem Erbrechen.

Ingwer wird aber auch von vielen Menschen gerne bei Erkältungskrankheiten eingesetzt und ist als Gewürz beliebt.

Zur Anwendung und Wirkung von Ingwer (Zingiber officinale) siehe auch:

Ingwer lindert akuten Kopfschmerz bei Migräne

Ingwer bei Übelkeit und Erbrechen in der Schwangerschaft 

Onkologie / Palliative Care: Ingwer gegen Erbrechen bei Chemotherapie

Ingwer als Hausmittel gegen Verdauungsbeschwerden 

Forschung zum Wirkungsmechanismus von Ingwer gegen Übelkeit bei Chemotherapie

Ingwer bei Erkältungen

Ingwertee gegen Übelkeit und Erbrechen 

Ingwer und andere Tipps gegen Reisekrankheit

Phytotherapie: Ingwer gegen Übelkeit und Erbrechen

Phytotherapie: Ingwer gegen Schwangerschaftserbrechen

Ingwer-Inhalationen gegen Schnupfen

Ingwer kann Übelkeit bei Chemotherapie reduzieren

Phytotherapie: Ingwer lindert Übelkeit bei Chemotherapie 

 

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Ingwer bei Übelkeit und Erbrechen in der Schwangerschaft

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Ingwer (Zingiber officinale) ist in der Phytotherapie die wichtigste Heilpflanze zur Linderung von Übelkeit und Erbrechen. Gut etabliert ist die Anwendung von Ingwerwurzelstock bei Übelkeit und Erbrechen auf dem Hintergrund einer Reisekrankheit (Kinetose). Auch bei Übelkeit und Erbrechen nach Operationen oder als Nebenwirkung einer Chemotherapie kann Ingwer lindernd wirken.

Schwieriger ist die Situation beim Thema Schwangerschaftserbrechen / Schwangerschaftsübelkeit.

Durchaus zu Recht und vor allem seit dem Contergan-Skandal sind Arzneimittelbehörden und Fachleute zurückhaltend mit der Empfehlung von Medikamenten in der Frühschwangerschaft (Artikel zum Contergan-Skandal auf Wikipedia).

Diese Vorsicht wirkt sich auch auf die Empfehlung von Ingwer gegen Schwangerschaftserbrechen bzw. Schwangerschaftsübelkeit aus. In der Phytotherapie-Fachliteratur findet man daher oft Formulierungen folgender Art:

„Da keine Studien zur Sicherheit der Anwendung von Ingwer bei Schwangerschaftserbrechen vorliegen, wird bei dieser Indikation vom Gebrauch abgeraten.“

Quelle:

http://www.kup.at/db/phytokodex/datenblatt/Ingwerwurzel.html

Solche Einschränkungen sind nicht zuletzt auch juristisch begründet, um allfällige Haftungsansprüche auszuschliessen. Konkrete Fälle von Fehlgeburten oder Missbildungen durch Anwendung in der Frühschwangerschaft sind meines Wissens bisher nicht beschrieben worden.

Aber eben: Eine systematische Überprüfung der Sicherheit von Ingwer in der Schwangerschaft – und dazu würden wohl auch Tierversuche mit schwangeren Nagetieren gehören – hat bisher nicht stattgefunden.

Auf dieser Grundlage hat es mich überrascht, auf dem Portal „gesundheitsinformation.de“ Ingwer bei Übelkeit und Erbrechen in der Schwangerschaft positiv erwähnt wird:

„Eine Alternative sind pflanzliche Mittel mit Ingwer. Studien deuten darauf hin, dass bestimmte Ingwerprodukte die Beschwerden bei Schwangeren lindern können. Dazu zählen Ingwerkapseln und Ingwersirup (mit 250 mg Ingwer pro Dosis), die drei- oder viermal am Tag eingenommen werden. Ob die Anwendung von Ingwertee oder größeren Mengen Ingwer in der Nahrung eine Wirkung hat, ist unklar.

Für pflanzliche Präparate mit Kamille, Himbeerblättern oder Pfefferminze gibt es keinen Beleg dafür, dass sie die Beschwerden bessern.“

Quelle:

http://www.gesundheitsinformation.de/was-hilft-gegen-ubelkeit-in-der-schwangerschaft.2686.de.html?part=beschwerden-sd

Kommentar & Ergänzung:

Kapseln mit 250 mg Ingwerpulver sind in der Schweiz als ZINTONA® im Handel. Der Packungsprospekt beschreibt die Anwendungsbereiche so:

„ZINTONA kann bei Verdauungsstörungen und Magenbeschwerden verwendet werden.

Zudem soll ZINTONA vorbeugend gegen Symptome der See-, Flug- und Reisekrankheit (Kinetose) wie z.B. Schwindel, Übelkeit und Erbrechen wirken. ZINTONA hat sich gegen Erbrechen im Zusammenhang mit Fieber bei Kindern ab 6 Jahren als wirksam erwiesen.“

Quelle: http://www.compendium.ch/mpub/pnr/21941/html/de

Da steht aber eben auch als Einschränkung:

„Klinische Studien haben nach kurzzeitiger Anwendung keinen Hinweis auf Entstehung von Missbildungen erbracht. Zur chronischen Anwendung liegen keine ausreichenden Daten vor.
ZINTONA® Kapseln sollen daher in Schwangerschaft und Stillzeit nicht angewendet werden.“

Quelle: http://zintona.de/Zintona-Gebrauchsinfo-de.html

 

Zu Ingwer in der Schwangerschaft siehe auch:

Phytotherapie: Ingwer gegen Schwangerschaftserbrechen

Ingwer gegen Schwangerschaftserbrechen?

Für Kamille und Himbeerblätter sehe ich auch keine Belege für eine Wirksamkeit bei Schwangerschaftsübelkeit / Schwangerschaftserbrechen. Für Pfefferminztee gibt es zwar auch keine Studien – wer soll die schon finanzieren – doch kann ich mir eine Wirkung gegen Übelkeit und Erbrechen vorstellen durch den Gehalt an Menthol. Zur Linderung von Übelkeit und Erbrechen würde ich den Pfefferminztee gekühlt trinken (aus dem Kühlschrank), weil die Kälte wohl auch günstig wirkt. Einen Versuch Wert sind zudem Eiswürfel aus Pfefferminztee.

Das Portal gesundheitinformation.de ist ein Angebot des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG). Es bietet wissenschaftlich gesicherte Informationen über Gesundheitsfragen.

Neben dem Ingwer werden im Beitrag auch andere Arzneimittel gegen Übelkeit und Erbrechen in der Schwangerschaft bewertet:

Es gebe nur wenige Studien, die die Wirksamkeit von Medikamenten gegen Übelkeit und Erbrechen bei Schwangeren untersucht haben.

Das liege unter anderem daran, dass aus Vorsicht, dem Kind nicht zu schaden, kaum klinische Studien bei Schwangeren durchgeführt werden.

Die gängigen Mittel gegen Übelkeit und Erbrechen werden überwiegend kritisch beurteilt – beispielsweise Dimenhydrinat und Metoclopramid, deren Wirksamkeit in der Schwangerschaft ungenügend durch Studien belegt sei.

Das gelte auch für Methoden aus Alternativmedizin bzw. Komplementärmedizin:

„Viele schwangere Frauen probieren auch Behandlungen der sogenannten Alternativ- oder Komplementärmedizin aus. Häufig wird zum Beispiel Akupressur empfohlen, etwa in Form von „Akupressurbändern“ für das Handgelenk, die sanften Druck auf bestimmte Punkte ausüben sollen. Zur Wirkung von Akupressur gibt es bislang nur widersprüchliche Studienergebnisse – manche sprechen für eine Wirkung, andere nicht. Für die Akupunktur fehlen Belege dafür, dass sie hilft. Das gilt auch für homöopathische Mittel.“

Quelle:

http://www.gesundheitsinformation.de/was-hilft-gegen-ubelkeit-in-der-schwangerschaft.2686.de.html?part=beschwerden-sd

 

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Ingwer gegen Brustkrebs?

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Ein Naturheilkunde-Portal propagiert Ingwer als Heilmittel bei Brustkrebs.

„Falsche Hoffnungen“, schreibt dazu das Portal „Medizin-Transparent“. Warum?

„Bislang deuten nur vereinzelte Tierversuche und Experimente mit Zellen darauf hin, dass Ingwer-Substanzen das Verhalten von Brustkrebs-Zellen günstig beeinflussen könnten. Untersuchungen mit Brustkrebs-Patienten fehlen. Daher gibt es zur Zeit keine Daten zur Wirksamkeit und Sicherheit.“

Quelle:

http://www.medizin-transparent.at/brustkrebs-ingwer

Kommentar & Ergänzung:

Das ist ein häufig vorkommendes Phänomen. Tausende von Naturstoffen werden im Labor in Versuchen an Krebszellen auf eine antitumorale Wirkung untersucht. Hunderte von Naturstoffen zeigen im Reagenzglas eine Wirksamkeit gegen Krebszellen.

Dazu zählen auch einige Inhaltsstoffe aus der Ingwerknolle, vor allem Gingerol und Shogaol.

Und schwups! Schon schwadronieren die Internetpropagandisten vom Ingwer als Heilpflanze gegen Brustkrebs. Solche Aussagen wären aber erst zulässig, wenn eine Wirksamkeit bei Brustkrebspatientinnen belegt ist.

Laborergebnisse und einzelne Tierversuche sind noch keine Basis für solche Heilungsversprechungen, weil ein riesiger Unterschied besteht zur erfolgreichen Anwendung im Organismus von Brustkrebspatientinnen.

Irgendwie ist es schon elend:

„Ingwer: Heilpflanze gegen Brustkrebs“ – das zieht, das stösst auf grosses Interesse, denn wer wäre nicht interessiert an einem solchen sanften Krebsheiler.

„Falsche Versprechungen“ – das ist dagegen eine Aussage, die eigentlich niemand hören will.

Und so werden wir halt oft an der Nase herumgeführt, weil wir bevorzugt Aussagen Aufmerksamkeit schenken, die unseren Wünschen entgegen kommen und unsere Ängste lindern.

Ingwer ist eine interessante Heilpflanze. Als Gewürz wirkt die Knolle verdauungsfördernd und ein Ingwertee bei Erkältungen wird oft als wohltuend erlebt.

Studien mit Patienten gibt es vor allem zur Wirksamkeit von Ingwer bei Übelkeit und Erbrechen (bei Reisekrankheit, nach Operationen, während einer Chemotherapie).

Aber das ist halt alles bei weitem nicht so spektakulär wie der Slogan:

Ingwer: Heilpflanze gegen Brustkrebs!

 

Schlussfolgern kann man daraus:

Je grösser die Versprechungen, desto mehr ist kritisches Nachfragen gefordert und desto stärkere Begründungen müssen verlangt werden.

Siehe auch:

Naturheilkunde: Woran erkennen Sie fragwürdige Aussagen

 

Beiträge zum Stichwort „Ingwer“ finden Sie über das Suchfeld oben rechts.

 

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Naturheilkunde in der Onkologie

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Der „Wiesbadener Kurier“ veröffentlichte ein Interview mit Professor Dr. Franz-Josef Prott, dem Leiter des Zentrums für Radiologie und Strahlentherapie am St.-Josefs-Hospital in Wiesbaden. Das Gespräch drehte sich um Risiken der Alternativmedizin und Möglichkeiten der Naturheilkunde bei Krebserkrankungen.

Zitat zu den Risiken:

„Viele Patienten, die die Diagnose Krebs erhalten, schrecken vor der Therapie mit Operation, Chemo- und Strahlentherapie zurück und wenden sich Alternativmethoden zu. Die Folgen sind fatal. Wir behandeln oft besonders Frauen mit Brustkrebs, die bei der Diagnose zuerst heilbar gewesen wären und dann, wenn sie zu uns kommen, können wir nur noch palliativ die Symptome behandeln.“

Zitate zu den Möglichkeiten der Naturheilkunde:

„Selen senkt beispielsweise die Nebenwirkungen am Darm bei Bauchbestrahlungen. Wir wenden Selen hoch dosiert sehr gerne bei Patientinnen an, die nach Bestrahlung der Lymphabflusswege bei Brustkrebs einen Lymphstau des Arms bekommen haben. Salbei, Ingwer und Honig haben wir fest im Programm bei Beschwerden der Hals- und Rachenregion.“

„Ja, unseren Patienten, die wir im Kopf- und Halsbereich bestrahlen, raten wir gerne, einen Löffel voll Honig zwischendurch einzunehmen und warmen Salbeitee stets griffbereit zu haben. Salbei wirkt antibakteriell und ist fester Bestandteil unserer Mundspülungen. Zudem helfen Traubensilberkerzenextrakte gegen Hitzewallungen, die bei einer Anti-Hormon-Therapie von Brustkrebspatientinnen oft auftreten können.“

Quelle:

http://www.wiesbadener-kurier.de/lokales/wiesbaden/nachrichten-wiesbaden/es-gibt-leider-viel-hokuspokus_14496638.htm

Kommentar & Ergänzung:

Zu den Risiken:

Leider kommt es immer wieder vor, dass Menschen mit einer Krebserkrankung trotz guter Prognose eine Behandlung mit Operation, Chemotherapie und Strahlentherapie ausschlagen und stattdessen auf leere Heilungsversprechungen aus der Alternativmedizin setzen. Natürlich kann jeder Mensch in der Regel selber entscheiden, ob er oder sie sich einer bestimmten Behandlung unterziehen will. Eine Krebsdiagnose setzt Menschen aber stark unter Druck (emotional, zeitlich) und das macht anfällig für Heilungsversprechungen. Umso schlimmer ist es, wenn Scharlatane diese Situation ausnutzen, den Betroffenen wirkungslose Mittel andrehen und sie manchmal sogar aktiv von wirksamen Therapien abhalten. Dass es in Situationen, in denen das Leben zu Ende geht, auch sinnvoll sein kann, auf weitere invasive Therapien zu verzichten, ist ein ganz anderes Thema.

Zu den Möglichkeiten:

Selen ist ein starkes Antioxidans (Radikalfänger). Es linderte in verschiedenen Untersuchungen Lymphödeme nach Strahlentherapie und nach Operationen. Selen soll zudem die Wirkung gewisser Chemotherapeutika verbessern und Nebenwirkungen von Chemotherapeutika lindern können. Manche Kliniken befürworten daher die Gabe von Selen parallel zu Chemotherapie und Strahlentherapie. Es gibt aber auch Einwände, die bedenkenswert sind: Chemotherapie und Strahlentherapie bewirken eine vermehrte Bildung von freien Radikalen, die sowohl für die Wirkung als auch für die Nebenwirkungen der Behandlung zentral zu sein scheinen. Ein Antioxidans wie Selen könnte daher nicht nur die Nebenwirkungen, sondern auch die therapeutische Wirkung von Chemotherapie und Strahlentherapie abschwächen:

„Antioxidantien und andere Mikronährstoffe während einer Chemo- oder Radiotherapie werden kontrovers diskutiert, da bei einer Kombination eine Abschwächung der konventionellen Tumortherapien nicht ausgeschlossen ist.“

Quelle: http://www.medicalforum.ch/docs/smf/2014/37/de/smf-02036.pdf

Ich bin nicht in der Lage, in dieser Kontroverse um Wirksamkeit und Sicherheit einer Selengabe parallel zu Chemotherapie und Strahlentherapie fundiert Stellung zu nehmen. Mich macht es allerdings eher skeptisch zu sehen, wie viele unterschiedliche positive Wirkungen dem Selen zugeschrieben werden. Das ist aber eine grundsätzliche Reaktion. Derart umfassende Fähigkeiten zum Heilen und Lindern machen mich immer skeptisch, weil sie einfach oft nicht realistisch sind. Vielleicht tue ich da dem Selen aber auch Unrecht…

Jedenfalls würde ich empfehlen, Selengaben während Chemotherapie und Strahlentherapie immer vorgängig mit dem behandelnden Onkologen, der behandelnden Onkologin zu besprechen.

 

Honig gegen Mucositis (Mundschleimhautentzündung) ist eine interessante Option. Siehe:

Palliative Care & Onkologiepflege: Honig bei Mucositis / Mundschleimhautentzündung

Honig gegen Mundschleimhautentzündung (Mucosits) bei Chemotherapie / Bestrahlung

 

Salbei ist ein Klassiker für Spülungen bei Mundschleimhautentzündungen. Neben antimikrobiellem ätherischem Öl enthält das Salbeiblatt auch entzündungshemmende Lamiaceen-Gerbstoffe. Es gibt in diesem Bereich aber noch ein paar weitere interessante Optionen: Bei den Gerbstoffpflanzen vor allem Tormentilltinktur, ausserdem reizlindernde Schleimpflanzen (z. B. Eibischwurzel).

Siehe:

Weiterbildung Palliative Care & Onkologiepflege: Gerbstoffe bei Mundschleimhautentzündung

Weiterbildung Palliative Care & Onkologiepflege: Schleimstoffe bei Mundschleimhautentzündung 

 

– Der Anwendungsbereich für Ingwer bleibt im Interview etwas gar vage. Ingwer wird in der Onkologie hauptsächlich verwendet zur Linderung von Übelkeit.

Siehe:

Onkologie & Palliative care: Ingwer gegen Erbrechen bei Chemotherapie

Forschung zum Wirkungsmechanismus von Ingwer gegen Übelkeit bei Chemotherapie

Ingwertee gegen Übelkeit und Erbrechen 

Ingwer kann Übelkeit bei Chemotherapie reduzieren

Phytotherapie: Ingwer lindert Übelkeit bei Chemotherapie

Traubensilberkerzenextrakt gegen Hitzewallungen bei Anti-Östrogen-Therapie von Brustkrebspatientinnen: Das ist leider nicht so gut belegt. Traubensilberkerze (Actaea racemosa, Cimicifuga racemosa) gilt in der Phytotherapie zwar als hilfreich bei leichteren Hitzewallungen in den Wechseljahren. Die Hitzewallungen bei Anti-Östrogen-Therapie sind aber ein spezieller Fall. Prof. Karin Kraft vom Lehrstuhl für Naturheilkunde der Universität Rostock schrieb dazu in der Zeitschrift für Phytotherapie (Nr. 6 / 2010):

„….für Cimicifuga ergab sich….bei dieser Personengruppe keine Überlegenheit hinsichtlich der Menopausensymptomatik gegenüber Placebo.“

Mehr dazu hier:

Phytoöstrogene und hormonrezeptorpositiver Brustkrebs

Insgesamt bietet die Naturheilkunde und vor allem auch die Phytotherapie eine ganze Reihe von interessanten Optionen zur Linderung der Nebenwirkungen von Krebstherapien.

 

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Ingwer lindert akuten Kopfschmerz bei Migräne

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Ingwer (Zingiber officinale) wird nicht nur seit langem als Gewürz verwendet, die Knolle gehört auch zu den wichtigen Heilpflanzen in verschiedenen Kulturkreisen – so in der ayurvedischen Medizin, in der chinesischen Medizin und in der westlichen Medizin bzw. Naturheilkunde.

Bekannte Anwendungsbereich von Ingwer sind Übelkeit und Erbrechen, Verdauungsbeschwerden, Erkältungskrankheiten, Arthrose.

Die Ayurvedische Medizin verwendet Ingwer gegen Migräne.

Nun wurde die Wirksamkeit eines Ingwer-Extrakts bei Patienten mit Migräneschmerz ohne Aura in einer Studie untersucht. Die Ingwer-Kapseln verminderten den Kopfschmerz innerhalb von zwei Stunden ebenso gut wie die standardmäßig eingesetzte Substanz Sumatriptan, bewirkte jedoch vergleichsweise viel weniger unerwünschte Nebenwirkungen aus.

Für Migräne-Patienten ohne Aura, die eine verträgliche und wirksame Alternative zur Behandlung ihres Migräne-Kopfschmerzes suchen, scheint Ingwer-Extrakt somit ein geeignetes Mittel.

Quelle:

http://www.carstens-stiftung.de/artikel/sanfte-alternative-bei-migraene.html

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23657930

 

Kommentar & Ergänzung:

Es wurde laut Abstract der Studie Ingwerpulver verwendet. Im Gegensatz zur Angabe der Carstens-Stiftung, die von Ingwer-Extrakt schreibt. Das ist nicht das selbe.

Leider steht im Abstract nicht, wieviel Gramm Ingwer pro Tag verabreicht wurde.

Als mittlere Tagesdosis wird in der Regel angegeben 2 – 4 g getrockneter Ingwerwurzelstock.

Der Wirkstoff Sumatriptan gehört zur Gruppe der Triptane und ist in der Schweiz seit 1993 als Imigran® zur Akutbehandlung der Migräne und des Cluster-Kopfschmerz zugelassen. Inzwischen sind auch zahlreiche Generika im Handel.

Sumatriptan wirkt über die selektive Bindung an Serotoninrezeptoren. Es können vielfältige unerwünschte Nebenwirkungen auftreten wie Schwindel, Benommenheit, Empfindungsstörungen, Blutdruckanstieg, Flush, Atemstörungen, Erbrechen, Übelkeit, Schweregefühl, Schmerzen, Hitze-, Kälte-, Druck-, Engegefühl, Müdigkeit und Schwäche.

Sollte Ingwer tatsächlich gleichwertig wirksam sein verglichen mit Sumatripan, dann wäre das ein „Knüller“, wenn man noch die viel bessere Verträglichkeit mitbewertet.

Allerdings stammt die Studie aus dem Iran. Und bei der Bewertung iranischer Studien bin ich immer ein bisschen zurückhaltend, seit ich ein Interview gelesen habe mit Roman Huber, dem Leiter des Zentrums für Naturheilkunde der Uniklinik Freiburg im Breisgau:

„….aus dem Iran kommen genau wie aus China in Sachen Naturheilkunde eigentlich nur Studien mit positiven Ergebnissen.“

Quelle:

http://www.badische-zeitung.de/nachrichten/panorama/schoen-mild-und-sehr-beruhigend–38073981.html

 

Fazit: Ich würde die Indikation Migräne klinisch noch nicht als gesichert anschauen. Dazu bräuchte es eine Bestätigung durch eine andere, unabhängige Forschergruppe, am liebsten aus Europa.

Wir wollen ja schliesslich nicht dem Single-Study-Syndrom anheimfallen.

Wenn ich allerdings Migräne hätte, würde ich Ingwer beim nächsten Anfall 1mal ausprobieren. Kostet nicht viel, ist ungefährlich und ein allfälliger Erfolg müsste sich rasch einstellen – und dadurch einiger massen einschätzbar sein.

Obwohl bei Einzelerfahrungen nie Gewissheit besteht, ob eine Besserung tatsächlich dem angewandten Mittel zuzuschreiben ist – oder dem natürlichen Verlauf, dem Placeboeffekt oder anderen Kontextfaktoren.

Zu Ingwer siehe auch:

Ingwer als Hausmittel gegen Verdauungsbeschwerden 

Onkologie / Palliative care: Ingwer gegen Erbrechen bei Chemotherapie

Forschung zum Wirkungsmechansimus von Ingwer gegen Übelkeit bei Chemotherapie 

Ingwer bei Erkältungen

Ingwertee gegen Übelkeit und  Erbrechen

Phytotherapie: Ingwer gegen Übelkeit und Erbrechen

Phytotherapie: Ingwer gegen Schwangerschaftserbrechen

Ingwer-Inhalationen gegen Schnupfen

Ingwer kann Übelkeit bei Chemotherapie reduzieren 

Ingwer gegen Schwangerschaftserbrechen 

 

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe

Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse

Heilpflanzenexkursionen in den Bergen / Kräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital:

Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

 

 

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Onkologie / Palliative Care: Ingwer gegen Erbrechen bei Chemotherapie

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Am Deutschen Krebskongress in Berlin stellte Privatdozentin Dr. Karin Jordan vom Uniklinikum Halle an der Saale neue Entwicklungen im Bereich der Antiemetika vor. Antiemetika sind Medikamente gegen Übelkeit und Brechreiz.

Die Referentin ging bei dieser Gelegenheit auch auf das pflanzliche Antiemetikum Ingwer ein.

Zitat aus der „Pharmazeutischen Zeitung“:

„Auch Ingwer habe sich unter anderem in einer 2012 in «Supportive Care in Cancer» veröffentlichten Studie als gut wirksam gegen Erbrechen bei Krebstherapie gezeigt. Die 576 teilnehmenden Patienten erhielten darin zusätzlich zur leitliniengerechten Antiemese über sechs Tage entweder Ingwerkapseln oder Placebo, beginnend an Tag drei vor der Chemotherapie. 500 oder 1000 mg Ingwer täglich erwiesen sich dabei als geeignete Dosierungen. «Ich denke, dass Ingwer in der Antiemese einen zunehmenden Stellenwert haben kann», so die Einschätzung Jordans.“

Quelle:

http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=46922&Nachricht_ID=51241&Nachricht_Title=Nachrichten_Krebs:%20Neue%20Antiemetika%20in%20Sicht&type=0

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21818642

Kommentar & Ergänzung:

Ingwer (Zingiber officinale) wird traditionell gegen Verdauungsbeschwerden und bei Erkältungskrankheiten angewendet. Die Wirksamkeit gegen Übelkeit und Brechreiz konnte in den vergangenen Jahren zunehmend mit Studien belegt werden.

Siehe auch:

Ingwer als Hausmittel gegen Verdauungsbeschwerden

Forschung zum Wirkungsmechanismus von Ingwer gegen Übelkeit bei Chemotherapie

Schwangerschaftsübelkeit: Ingwer. Frischluft und Vitamin B6

Phytotherapie: Ingwer gegen Infektionen

Ingwer bei Erkältungen

Ingwertee gegen Übelkeit und Erbrechen

Ingwer schädigt Prostatakrebszellen

Reisekrankheit: Dimenhydrinal, Ingwer

Ingwer und andere Tipps gegen Reisekrankheit

Phytotherapie: Ingwer gegen Übelkeit und Erbrechen

Phytotherapie: Ingwer gegen Schwangerschaftserbrechen?

Ingwer lindert Muskelkater

Ingwer vermindert Muskelschmerzen

Ingwer: Inhalationen gegen Schnupfen

Ingwer kann Übelkeit bei Chemotherapie reduzieren

Phytotherapie: Ingwer lindert Übelkeit bei Chemotherapie

Ingwer gegen Schwangerschaftserbrechen?

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

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Kardamom als Gewürz und Heilpflanze

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Kardamom (Elettaria cardamomum) gehört zur Pflanzenfamilie der Ingwergewächse (Zingiberaceae) und verfeinert vor allem asiatische und arabische Speisen. Kardamompulver wird in Curry-Mischungen verwendet und im Orient auch als Kaffeegewürz. Zudem ist es Bestandteil von Lebkuchengewürz-Mischungen.

„Spiegel online“ hat vor kurzem die Wirkungen von Kardamom als Heilpflanze beschrieben:

„Wie Zimt hat auch Kardamom einen hohen Anteil ätherischer Öle. Ein wichtiger Inhaltsstoff des Kardamomöls ist Cineol, das in größeren Mengen auch in Eukalyptus vorkommt. Es wirkt stark antibakteriell und schleimlösend. Daher empfiehlt sich Kardamom auch zur Behandlung von Erkältungs- und Lungenerkrankungen.

Daneben blockiert der im Kardamomöl enthaltene Wirkstoff Gingerol einen Rezeptor im Magen-Darm-Trakt, der den Brechreiz auslöst. Kardamom kann deshalb die Verdauung unterstützen und gegen Übelkeit helfen.“

Quelle:

http://www.spiegel.de/gesundheit/ernaehrung/zimt-nelken-weihrauch-weihnachtsgewuerze-fuer-die-gesundheit-a-936932.html

Kommentar & Ergänzung:

Kardamomöl enthält 20 – 40 % 1,8-Cineol und ist an diesem Punkt tatsächlich mit dem Eukalyptusöl verwandt. Daraus lässt sich eine antibakterielle und schleimlösende Wirkung ableiten. Kardamom gilt auch als Mittel zur Linderung von Verdauungsstörungen.

Dass Gingerol ein Bestandteil von Kardamomöl ist, halte ich aber für einen Irrtum. Nirgends in der mir zugänglichen Fachliteratur taucht Gingerol als Inhaltsstoff von Kardamom oder Kardamomöl auf. Gingerole sind nicht flüchtig und können daher nicht Bestandteil des Kardamomöls sein.

Gingerole sind die Scharfstoffe im Ingwer (Zingiber officinale). Und beim Ingwerwurzelstock gibt es tatsächlich diese Wirkung gegen Übelkeit und Erbrechen, die auf einer Blockade des 5-HT3-Rezeptors beruht.

Siehe dazu:

Forschung zum Wirkungsmechanismus von Ingwer gegen Übelkeit bei Chemotherapie

Ingwer kann Übelkeit bei Chemotherapie reduzieren

Ingwertee gegen Übelkeit und Erbrechen

Ingwer und andere Tipps gegen Reisekrankheit

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Ingwer als Hausmittel gegen Verdauungsbeschwerden

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Die „Bild-Zeitung“ stellt aus der „Naturapotheke“ die „besten Hausmittel der Welt“ vor:

„Ingwer spielt in China nicht nur in der Küche eine große Rolle – er wird auch gegen Verdauungsbeschwerden eingesetzt. Dazu einen Zentimeter der Knolle reiben, mit einem Liter kochendem Wasser aufgießen.“

Quelle:

http://www.bild.de/ratgeber/gesundheit/hausmittel/die-besten-hausmittel-der-welt-33704254.bild.html

Kommentar & Ergänzung:

Guter Tipp. Ingwertee kann sinnvoll eingesetzt werden bei Verdauungsbeschwerden, wobei dieser Begriff aber sehr vage ist und eigentlich genauer gefasst werden müsste.

Es stellt sich die Frage:

Was genau bewirkt Ingwer im Verdauungstrakt und bei welchen Beschwerden genau ist seine Anwendung passend?

Ingwer steigert den Speichelfluss, die Magensaftproduktion, den Gallenfluss und die Darmperistaltik (Darmbewegungen). Daraus lässt sich auf Indikationen wie Appetitlosigkeit, Völlegefühl und Blähungen schliessen.

Ingwertee wird aber auch gerne Husten und Erkältungen getrunken. Er dürfte in diesen Fällen wegen der Scharfstoffe eine schleimlösende Wirkung haben.

Am besten untersucht ist aber die Wirksamkeit bei Übelkeit und Erbrechen – in erster Linie wenn diese ausgelöst sind durch Reisekrankheit (Kinetosen), aber auch während Chemotherapien und nach Operationen.

„Die Wirkung von 2 g Ingwerwurzelpulver entspricht jener von 100 mg Diphenhydramin, unerwünschte Wirkungen werden aber wesentlich seltener beobachtet als unter Behandlung mit Synthetika. Ingwer wurde auch mit Erfolg bei postoperativem Erbrechen erprobt.“

Quelle: http://www.kup.at/db/phytokodex/datenblatt/Ingwerwurzel.html

Diphenhydramin ist ein Antihistaminikum, also ein Mittel gegen Allergien. Kombiniert mit Chlorotheophyllin ergibt sich daraus der Wirkstoff Dimenhydrinat und der ist ein Standardmedikament gegen Reisekrankheit (z. B. Trawell Kaugummi, Tesero Reisedragees, früher als Dramamine®, das aber ausser Handel ist). Eine häufige Nebenwirkung von Diphenhydramin ist Müdigkeit. Wird Ingwer gegen Reisekrankheit eingesetzt, z. B. gegen Seekrankheit, ist er in der Regel mindestens ebenbürtig, ohne das er Müdigkeit auslöst.

Zu Ingwer (Zingiber officinale) siehe auch:

Forschung zum Wirkungsmechanismus von Ingwer gegen Übelkeit bei Chemotherapie

Phytotherapie: Ingwer gegen Infektionen?

Ingwer bei Erkältungen

Ingwertee gegen Übelkeit und Erbrechen

Reisekrankheit: Dimenhydrinat & Ingwer

Ingwer und andere Tipps gegen Reisekrankheiten

Phytotherapie: Ingwer gegen Übelkeit und Erbrechen

Ingwer: Inhalationen gegen Schupfen?

Ingwer kann Übelkeit bei Chemotherapie reduzieren

Phytotherapie: Ingwer lindert Übelkeit bei Chemotherapie

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Forschung zum Wirkungsmechanismus von Ingwer gegen Übelkeit bei Chemotherapie

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Wissenschaftler erforschen, weshalb die Ingwer-Wurzel gegen Übelkeit bei Chemotherapie hilft.

Zahlreiche Tumorpatienten leiden als Nebenwirkung einer Chemotherapie unter Übelkeit und Erbrechen.

Inzwischen gibt es wirkungsvolle Medikamente gegen diese Beschwerden, doch viele Betroffene vertrauen zusätzlich auf die magenberuhigende Wirkung der Ingwerwurzel.

Wissenschaftler der Universitätsklinik Heidelberg gingen der Frage nach, wie Ingwer eigentlich wirkt.

Resultat: Die Inhaltsstoffe des Ingwer hemmen gewisse Botenstoffe des Brechzentrums im Gehirn.

Die Deutsche Krebshilfe hat das Forschungsprojekt mit 208.000 Euro unterstützt.

Übelkeit führt dazu, dass Patienten kaum mehr essen. Für Krebspatienten kann das bedrohlich werden. Nichts oder wenig zu essen, schwächt die ohnehin bereits durch die Krebserkrankung mitgenommenen Patienten noch zusätzlich. In schweren Fällen muss sogar die Behandlung abgebrochen werden – selbst wenn der Tumor eigentlich auf die Medikamente anspricht.

Ausgelöst wird die Übelkeit durch die in den Chemotherapeutika enthaltenen Zellgifte. Diese greifen hauptsächlich Zellen an, die sich häufig teilen – vor allem Krebszellen. Aber auch Darmzellen erneuern sich laufend und werden daher ebenfalls beeinträchtigt. Die geschädigten Zellen setzen den Botenstoff Serotonin frei, der an einen Rezeptor auf der Oberfläche von Nervenzellen andockt und so das Brechzentrum im Gehirn andockt. Als Folge davon treten Übelkeit und Erbrechen auf.

Heutzutage lassen sich solche Begleiterscheinungen einer Chemotherapie sehr gut mit Medikamenten, den sogenannten Antiemetika, lindern. Aber auch die natürlichen Wirkstoffe der Ingwerwurzel reduzieren die Übelkeit: Schon im Jahr 2009 berichteten US-Wissenschaftler im Rahmen einer Studie, dass Ingwerextrakt die Beschwerden um 40 Prozent vermindern kann. Die Wissenschaftler um PD Dr. Beate Niesler vom Institut für Humangenetik des Universitätsklinikums in Heidelberg konnten nun den Wirkungsmechanismus aufzeigen.

Die Ingwerwurzel enthalte eine Reihe von hochwirksamen Inhaltstoffen, erklärt Niesler. Sie besetzen Serotonin-Andockstellen auf den Nervenzellen. Das Serotonin kann dadurch nicht mehr binden. Als Folge davon wird das Brechzentrum nicht aktiviert und die Übelkeit bleibt aus.
Auf dieselbe Art funktionieren auch die klassischen Antiemetika, die ebenfalls gewisse Andockstellen auf den Nervenzellen besetzen. Die Inhaltsstoffe des Ingwers seien sozusagen das natürliche Pendant zu den Wirkstoffen der Antiemetika, erklärt Niesler weiter.

Die Forscher hoffen, dass die Ingwerwurzel und ihre Inhaltsstoffe schon bald in klinischen Studien zum Einsatz kommen. Eine Kombination von Ingwerextrakt und Antiemetika wäre ihrer Ansicht nach eine starke Waffe gegen die von der Chemotherapie verursachte Übelkeit. Die Therapie wäre doppelt wirksam.

Ihre Resultate haben die Heidelberger Forscher kürzlich im renommierten Fachmagazin Neurogastroenterology and Motility publiziert.

Quelle:

http://www.krebshilfe.de/metanavigation/presse/aktuelle-meldungen/aktuelle-presse-meldungen/article/wie-ingwer-krebspatienten-hilft.html?L=0&cHash=81e322b71d2c19efa32f5fc6400946b5

Kommentar & Ergänzung:

Als Gewürz und Mittel gegen Verdauungsbeschwerden wird Ingwer schon seit langem verwendet.

Die neuere Forschung hat zuerst die Wirkung der Ingwerwurzel gegen Übelkeit bei Reisekrankheit (Kinetose) belegt.

Es ist erfreulich, wenn nun die Deutsche Krebshilfe ein Forschungsprojekt unterstützt, das die Wirksamkeit bei Übelkeit als Nebenwirkung einer Chemotherapie zum Thema hat.

Allerdings reicht es nicht, wenn der Wirkungsmechanismus der Ingwerwurzel geklärt wird.

Damit die Anwendung von Ingwer bei Krebspatienten sich durchsetzt müssen wohl grössere klinische Studien her, in welchen sich die Wirksamkeit bei Patientinnen und Patienten bestätigt. Es gibt solche Studien allerdings schon.

Hier ein Beispiel:

Ingwer kann Übelkeit bei Chemotherapie reduzieren

Weitere Informationen zu Ingwer:

Ingwer bei Erkältungen

Ingwertee gegen Übelkeit und Erbrechen

Phytotherapie lindert Nebenwirkungen bei Chemotherapie & Bestrahlung

Ingwer und andere Tipps gegen Reisekrankheit

Phytotherapie gegen Übelkeit

Phytotherapie: Ingwer gegen Schwangerschaftserbrechen

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