Artikel mit Schlagwort ‘Ingwertee’

Ingwer lindert akuten Kopfschmerz bei Migräne

Donnerstag, August 21st, 2014

Ingwer (Zingiber officinale) wird nicht nur seit langem als Gewürz verwendet, die Knolle gehört auch zu den wichtigen Heilpflanzen in verschiedenen Kulturkreisen – so in der ayurvedischen Medizin, in der chinesischen Medizin und in der westlichen Medizin bzw. Naturheilkunde.

Bekannte Anwendungsbereich von Ingwer sind Übelkeit und Erbrechen, Verdauungsbeschwerden, Erkältungskrankheiten, Arthrose.

Die Ayurvedische Medizin verwendet Ingwer gegen Migräne.

Nun wurde die Wirksamkeit eines Ingwer-Extrakts bei Patienten mit Migräneschmerz ohne Aura in einer Studie untersucht. Die Ingwer-Kapseln verminderten den Kopfschmerz innerhalb von zwei Stunden ebenso gut wie die standardmäßig eingesetzte Substanz Sumatriptan, bewirkte jedoch vergleichsweise viel weniger unerwünschte Nebenwirkungen aus.

Für Migräne-Patienten ohne Aura, die eine verträgliche und wirksame Alternative zur Behandlung ihres Migräne-Kopfschmerzes suchen, scheint Ingwer-Extrakt somit ein geeignetes Mittel.

Quelle:

http://www.carstens-stiftung.de/artikel/sanfte-alternative-bei-migraene.html

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23657930

 

Kommentar & Ergänzung:

Es wurde laut Abstract der Studie Ingwerpulver verwendet. Im Gegensatz zur Angabe der Carstens-Stiftung, die von Ingwer-Extrakt schreibt. Das ist nicht das selbe.

Leider steht im Abstract nicht, wieviel Gramm Ingwer pro Tag verabreicht wurde.

Als mittlere Tagesdosis wird in der Regel angegeben 2 – 4 g getrockneter Ingwerwurzelstock.

Der Wirkstoff Sumatriptan gehört zur Gruppe der Triptane und ist in der Schweiz seit 1993 als Imigran® zur Akutbehandlung der Migräne und des Cluster-Kopfschmerz zugelassen. Inzwischen sind auch zahlreiche Generika im Handel.

Sumatriptan wirkt über die selektive Bindung an Serotoninrezeptoren. Es können vielfältige unerwünschte Nebenwirkungen auftreten wie Schwindel, Benommenheit, Empfindungsstörungen, Blutdruckanstieg, Flush, Atemstörungen, Erbrechen, Übelkeit, Schweregefühl, Schmerzen, Hitze-, Kälte-, Druck-, Engegefühl, Müdigkeit und Schwäche.

Sollte Ingwer tatsächlich gleichwertig wirksam sein verglichen mit Sumatripan, dann wäre das ein „Knüller“, wenn man noch die viel bessere Verträglichkeit mitbewertet.

Allerdings stammt die Studie aus dem Iran. Und bei der Bewertung iranischer Studien bin ich immer ein bisschen zurückhaltend, seit ich ein Interview gelesen habe mit Roman Huber, dem Leiter des Zentrums für Naturheilkunde der Uniklinik Freiburg im Breisgau:

„….aus dem Iran kommen genau wie aus China in Sachen Naturheilkunde eigentlich nur Studien mit positiven Ergebnissen.“

Quelle:

http://www.badische-zeitung.de/nachrichten/panorama/schoen-mild-und-sehr-beruhigend–38073981.html

 

Fazit: Ich würde die Indikation Migräne klinisch noch nicht als gesichert anschauen. Dazu bräuchte es eine Bestätigung durch eine andere, unabhängige Forschergruppe, am liebsten aus Europa.

Wir wollen ja schliesslich nicht dem Single-Study-Syndrom anheimfallen.

Wenn ich allerdings Migräne hätte, würde ich Ingwer beim nächsten Anfall 1mal ausprobieren. Kostet nicht viel, ist ungefährlich und ein allfälliger Erfolg müsste sich rasch einstellen – und dadurch einiger massen einschätzbar sein.

Obwohl bei Einzelerfahrungen nie Gewissheit besteht, ob eine Besserung tatsächlich dem angewandten Mittel zuzuschreiben ist – oder dem natürlichen Verlauf, dem Placeboeffekt oder anderen Kontextfaktoren.

Zu Ingwer siehe auch:

Ingwer als Hausmittel gegen Verdauungsbeschwerden 

Onkologie / Palliative care: Ingwer gegen Erbrechen bei Chemotherapie

Forschung zum Wirkungsmechansimus von Ingwer gegen Übelkeit bei Chemotherapie 

Ingwer bei Erkältungen

Ingwertee gegen Übelkeit und  Erbrechen

Phytotherapie: Ingwer gegen Übelkeit und Erbrechen

Phytotherapie: Ingwer gegen Schwangerschaftserbrechen

Ingwer-Inhalationen gegen Schnupfen

Ingwer kann Übelkeit bei Chemotherapie reduzieren 

Ingwer gegen Schwangerschaftserbrechen 

 

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe

Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse

Heilpflanzenexkursionen in den Bergen / Kräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

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Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

 

 

Onkologie / Palliative Care: Ingwer gegen Erbrechen bei Chemotherapie

Donnerstag, März 6th, 2014

Am Deutschen Krebskongress in Berlin stellte Privatdozentin Dr. Karin Jordan vom Uniklinikum Halle an der Saale neue Entwicklungen im Bereich der Antiemetika vor. Antiemetika sind Medikamente gegen Übelkeit und Brechreiz.

Die Referentin ging bei dieser Gelegenheit auch auf das pflanzliche Antiemetikum Ingwer ein.

Zitat aus der „Pharmazeutischen Zeitung“:

„Auch Ingwer habe sich unter anderem in einer 2012 in «Supportive Care in Cancer» veröffentlichten Studie als gut wirksam gegen Erbrechen bei Krebstherapie gezeigt. Die 576 teilnehmenden Patienten erhielten darin zusätzlich zur leitliniengerechten Antiemese über sechs Tage entweder Ingwerkapseln oder Placebo, beginnend an Tag drei vor der Chemotherapie. 500 oder 1000 mg Ingwer täglich erwiesen sich dabei als geeignete Dosierungen. «Ich denke, dass Ingwer in der Antiemese einen zunehmenden Stellenwert haben kann», so die Einschätzung Jordans.“

Quelle:

http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=46922&Nachricht_ID=51241&Nachricht_Title=Nachrichten_Krebs:%20Neue%20Antiemetika%20in%20Sicht&type=0

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21818642

Kommentar & Ergänzung:

Ingwer (Zingiber officinale) wird traditionell gegen Verdauungsbeschwerden und bei Erkältungskrankheiten angewendet. Die Wirksamkeit gegen Übelkeit und Brechreiz konnte in den vergangenen Jahren zunehmend mit Studien belegt werden.

Siehe auch:

Ingwer als Hausmittel gegen Verdauungsbeschwerden

Forschung zum Wirkungsmechanismus von Ingwer gegen Übelkeit bei Chemotherapie

Schwangerschaftsübelkeit: Ingwer. Frischluft und Vitamin B6

Phytotherapie: Ingwer gegen Infektionen

Ingwer bei Erkältungen

Ingwertee gegen Übelkeit und Erbrechen

Ingwer schädigt Prostatakrebszellen

Reisekrankheit: Dimenhydrinal, Ingwer

Ingwer und andere Tipps gegen Reisekrankheit

Phytotherapie: Ingwer gegen Übelkeit und Erbrechen

Phytotherapie: Ingwer gegen Schwangerschaftserbrechen?

Ingwer lindert Muskelkater

Ingwer vermindert Muskelschmerzen

Ingwer: Inhalationen gegen Schnupfen

Ingwer kann Übelkeit bei Chemotherapie reduzieren

Phytotherapie: Ingwer lindert Übelkeit bei Chemotherapie

Ingwer gegen Schwangerschaftserbrechen?

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Kardamom als Gewürz und Heilpflanze

Dienstag, Februar 18th, 2014

Kardamom (Elettaria cardamomum) gehört zur Pflanzenfamilie der Ingwergewächse (Zingiberaceae) und verfeinert vor allem asiatische und arabische Speisen. Kardamompulver wird in Curry-Mischungen verwendet und im Orient auch als Kaffeegewürz. Zudem ist es Bestandteil von Lebkuchengewürz-Mischungen.

„Spiegel online“ hat vor kurzem die Wirkungen von Kardamom als Heilpflanze beschrieben:

„Wie Zimt hat auch Kardamom einen hohen Anteil ätherischer Öle. Ein wichtiger Inhaltsstoff des Kardamomöls ist Cineol, das in größeren Mengen auch in Eukalyptus vorkommt. Es wirkt stark antibakteriell und schleimlösend. Daher empfiehlt sich Kardamom auch zur Behandlung von Erkältungs- und Lungenerkrankungen.

Daneben blockiert der im Kardamomöl enthaltene Wirkstoff Gingerol einen Rezeptor im Magen-Darm-Trakt, der den Brechreiz auslöst. Kardamom kann deshalb die Verdauung unterstützen und gegen Übelkeit helfen.“

Quelle:

http://www.spiegel.de/gesundheit/ernaehrung/zimt-nelken-weihrauch-weihnachtsgewuerze-fuer-die-gesundheit-a-936932.html

Kommentar & Ergänzung:

Kardamomöl enthält 20 – 40 % 1,8-Cineol und ist an diesem Punkt tatsächlich mit dem Eukalyptusöl verwandt. Daraus lässt sich eine antibakterielle und schleimlösende Wirkung ableiten. Kardamom gilt auch als Mittel zur Linderung von Verdauungsstörungen.

Dass Gingerol ein Bestandteil von Kardamomöl ist, halte ich aber für einen Irrtum. Nirgends in der mir zugänglichen Fachliteratur taucht Gingerol als Inhaltsstoff von Kardamom oder Kardamomöl auf. Gingerole sind nicht flüchtig und können daher nicht Bestandteil des Kardamomöls sein.

Gingerole sind die Scharfstoffe im Ingwer (Zingiber officinale). Und beim Ingwerwurzelstock gibt es tatsächlich diese Wirkung gegen Übelkeit und Erbrechen, die auf einer Blockade des 5-HT3-Rezeptors beruht.

Siehe dazu:

Forschung zum Wirkungsmechanismus von Ingwer gegen Übelkeit bei Chemotherapie

Ingwer kann Übelkeit bei Chemotherapie reduzieren

Ingwertee gegen Übelkeit und Erbrechen

Ingwer und andere Tipps gegen Reisekrankheit

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Ingwer als Hausmittel gegen Verdauungsbeschwerden

Sonntag, Dezember 22nd, 2013

Die „Bild-Zeitung“ stellt aus der „Naturapotheke“ die „besten Hausmittel der Welt“ vor:

„Ingwer spielt in China nicht nur in der Küche eine große Rolle – er wird auch gegen Verdauungsbeschwerden eingesetzt. Dazu einen Zentimeter der Knolle reiben, mit einem Liter kochendem Wasser aufgießen.“

Quelle:

http://www.bild.de/ratgeber/gesundheit/hausmittel/die-besten-hausmittel-der-welt-33704254.bild.html

Kommentar & Ergänzung:

Guter Tipp. Ingwertee kann sinnvoll eingesetzt werden bei Verdauungsbeschwerden, wobei dieser Begriff aber sehr vage ist und eigentlich genauer gefasst werden müsste.

Es stellt sich die Frage:

Was genau bewirkt Ingwer im Verdauungstrakt und bei welchen Beschwerden genau ist seine Anwendung passend?

Ingwer steigert den Speichelfluss, die Magensaftproduktion, den Gallenfluss und die Darmperistaltik (Darmbewegungen). Daraus lässt sich auf Indikationen wie Appetitlosigkeit, Völlegefühl und Blähungen schliessen.

Ingwertee wird aber auch gerne Husten und Erkältungen getrunken. Er dürfte in diesen Fällen wegen der Scharfstoffe eine schleimlösende Wirkung haben.

Am besten untersucht ist aber die Wirksamkeit bei Übelkeit und Erbrechen – in erster Linie wenn diese ausgelöst sind durch Reisekrankheit (Kinetosen), aber auch während Chemotherapien und nach Operationen.

„Die Wirkung von 2 g Ingwerwurzelpulver entspricht jener von 100 mg Diphenhydramin, unerwünschte Wirkungen werden aber wesentlich seltener beobachtet als unter Behandlung mit Synthetika. Ingwer wurde auch mit Erfolg bei postoperativem Erbrechen erprobt.“

Quelle: http://www.kup.at/db/phytokodex/datenblatt/Ingwerwurzel.html

Diphenhydramin ist ein Antihistaminikum, also ein Mittel gegen Allergien. Kombiniert mit Chlorotheophyllin ergibt sich daraus der Wirkstoff Dimenhydrinat und der ist ein Standardmedikament gegen Reisekrankheit (z. B. Trawell Kaugummi, Tesero Reisedragees, früher als Dramamine®, das aber ausser Handel ist). Eine häufige Nebenwirkung von Diphenhydramin ist Müdigkeit. Wird Ingwer gegen Reisekrankheit eingesetzt, z. B. gegen Seekrankheit, ist er in der Regel mindestens ebenbürtig, ohne das er Müdigkeit auslöst.

Zu Ingwer (Zingiber officinale) siehe auch:

Forschung zum Wirkungsmechanismus von Ingwer gegen Übelkeit bei Chemotherapie

Phytotherapie: Ingwer gegen Infektionen?

Ingwer bei Erkältungen

Ingwertee gegen Übelkeit und Erbrechen

Reisekrankheit: Dimenhydrinat & Ingwer

Ingwer und andere Tipps gegen Reisekrankheiten

Phytotherapie: Ingwer gegen Übelkeit und Erbrechen

Ingwer: Inhalationen gegen Schupfen?

Ingwer kann Übelkeit bei Chemotherapie reduzieren

Phytotherapie: Ingwer lindert Übelkeit bei Chemotherapie

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Forschung zum Wirkungsmechanismus von Ingwer gegen Übelkeit bei Chemotherapie

Freitag, Juli 19th, 2013

Wissenschaftler erforschen, weshalb die Ingwer-Wurzel gegen Übelkeit bei Chemotherapie hilft.

Zahlreiche Tumorpatienten leiden als Nebenwirkung einer Chemotherapie unter Übelkeit und Erbrechen.

Inzwischen gibt es wirkungsvolle Medikamente gegen diese Beschwerden, doch viele Betroffene vertrauen zusätzlich auf die magenberuhigende Wirkung der Ingwerwurzel.

Wissenschaftler der Universitätsklinik Heidelberg gingen der Frage nach, wie Ingwer eigentlich wirkt.

Resultat: Die Inhaltsstoffe des Ingwer hemmen gewisse Botenstoffe des Brechzentrums im Gehirn.

Die Deutsche Krebshilfe hat das Forschungsprojekt mit 208.000 Euro unterstützt.

Übelkeit führt dazu, dass Patienten kaum mehr essen. Für Krebspatienten kann das bedrohlich werden. Nichts oder wenig zu essen, schwächt die ohnehin bereits durch die Krebserkrankung mitgenommenen Patienten noch zusätzlich. In schweren Fällen muss sogar die Behandlung abgebrochen werden – selbst wenn der Tumor eigentlich auf die Medikamente anspricht.

Ausgelöst wird die Übelkeit durch die in den Chemotherapeutika enthaltenen Zellgifte. Diese greifen hauptsächlich Zellen an, die sich häufig teilen – vor allem Krebszellen. Aber auch Darmzellen erneuern sich laufend und werden daher ebenfalls beeinträchtigt. Die geschädigten Zellen setzen den Botenstoff Serotonin frei, der an einen Rezeptor auf der Oberfläche von Nervenzellen andockt und so das Brechzentrum im Gehirn andockt. Als Folge davon treten Übelkeit und Erbrechen auf.

Heutzutage lassen sich solche Begleiterscheinungen einer Chemotherapie sehr gut mit Medikamenten, den sogenannten Antiemetika, lindern. Aber auch die natürlichen Wirkstoffe der Ingwerwurzel reduzieren die Übelkeit: Schon im Jahr 2009 berichteten US-Wissenschaftler im Rahmen einer Studie, dass Ingwerextrakt die Beschwerden um 40 Prozent vermindern kann. Die Wissenschaftler um PD Dr. Beate Niesler vom Institut für Humangenetik des Universitätsklinikums in Heidelberg konnten nun den Wirkungsmechanismus aufzeigen.

Die Ingwerwurzel enthalte eine Reihe von hochwirksamen Inhaltstoffen, erklärt Niesler. Sie besetzen Serotonin-Andockstellen auf den Nervenzellen. Das Serotonin kann dadurch nicht mehr binden. Als Folge davon wird das Brechzentrum nicht aktiviert und die Übelkeit bleibt aus.
Auf dieselbe Art funktionieren auch die klassischen Antiemetika, die ebenfalls gewisse Andockstellen auf den Nervenzellen besetzen. Die Inhaltsstoffe des Ingwers seien sozusagen das natürliche Pendant zu den Wirkstoffen der Antiemetika, erklärt Niesler weiter.

Die Forscher hoffen, dass die Ingwerwurzel und ihre Inhaltsstoffe schon bald in klinischen Studien zum Einsatz kommen. Eine Kombination von Ingwerextrakt und Antiemetika wäre ihrer Ansicht nach eine starke Waffe gegen die von der Chemotherapie verursachte Übelkeit. Die Therapie wäre doppelt wirksam.

Ihre Resultate haben die Heidelberger Forscher kürzlich im renommierten Fachmagazin Neurogastroenterology and Motility publiziert.

Quelle:

http://www.krebshilfe.de/metanavigation/presse/aktuelle-meldungen/aktuelle-presse-meldungen/article/wie-ingwer-krebspatienten-hilft.html?L=0&cHash=81e322b71d2c19efa32f5fc6400946b5

Kommentar & Ergänzung:

Als Gewürz und Mittel gegen Verdauungsbeschwerden wird Ingwer schon seit langem verwendet.

Die neuere Forschung hat zuerst die Wirkung der Ingwerwurzel gegen Übelkeit bei Reisekrankheit (Kinetose) belegt.

Es ist erfreulich, wenn nun die Deutsche Krebshilfe ein Forschungsprojekt unterstützt, das die Wirksamkeit bei Übelkeit als Nebenwirkung einer Chemotherapie zum Thema hat.

Allerdings reicht es nicht, wenn der Wirkungsmechanismus der Ingwerwurzel geklärt wird.

Damit die Anwendung von Ingwer bei Krebspatienten sich durchsetzt müssen wohl grössere klinische Studien her, in welchen sich die Wirksamkeit bei Patientinnen und Patienten bestätigt. Es gibt solche Studien allerdings schon.

Hier ein Beispiel:

Ingwer kann Übelkeit bei Chemotherapie reduzieren

Weitere Informationen zu Ingwer:

Ingwer bei Erkältungen

Ingwertee gegen Übelkeit und Erbrechen

Phytotherapie lindert Nebenwirkungen bei Chemotherapie & Bestrahlung

Ingwer und andere Tipps gegen Reisekrankheit

Phytotherapie gegen Übelkeit

Phytotherapie: Ingwer gegen Schwangerschaftserbrechen

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Schwangerschaftsübelkeit: Ingwer, Frischluft, Vitamin B6

Montag, Dezember 10th, 2012

Angesichts der schweren Schwangerschaftsübelkeit der Herzogin Kate in London kommt auf n-tv.de Christian Albring zu Wort, Präsident des Berufsverbands der Frauenärzte. Betroffene Frauen sollten ausschließlich das essen, was ihnen wirklich schmeckt. Essen sie andere Dinge, müssen sie sich meist sehr schnell wieder übergeben.

Auslöser für die Übelkeit sind die hormonellen Veränderungen im Körper einer Schwangeren. Oft ist ihr morgens schlecht, der Zustand kann jedoch laut Albring auch den ganzen Tag anhalten. Die meisten Schwangeren leiden zwischen der sechsten und vierzehnten Schwangerschaftswoche unter den Beschwerden. Danach treten sie nur noch sehr selten auf.

Ebenfalls selten kommt es vor, dass Übelkeit und Erbrechen so stark sind, dass eine werdende Mutter wie Herzogin Kate ins Spital muss. Das sei nur bei zwei bis drei Prozent der Frauen so” erläutert der Frauenarzt. Die normale Übelkeit, das normale Erbrechen müssen nicht im Spital behandelt werden. Als Risikofaktoren für übermäßige Übelkeit gelten Mehrlingsschwangerschaften, die erste Schwangerschaft einer Frau sowie leichtes Übergewicht.

Wenn Frauen sehr oft erbrechen, verlieren sie dabei so viel Flüssigkeit und lebenswichtige Nahrungsbestandteile, dass sie Infusionen in der Klinik brauchen. Das übermäßige Erbrechen sei gefährlich für die Mutter und dann auch das Kind, und zwar abhängig von der Dauer, erklärt Albring. Unproblematisch sei, wenn die Beschwerden nur einen Tag schlimm sind. Leide eine Frau jedoch über mehrere Tage darunter, müsse sie im Krankenhaus zunächst mit Infusionen ernährt werden, um Magen und Darm zu entlasten. Dann werde langsam immer etwas festere Kost dazugegeben, bis sich die Frau daran gewöhnt habe.

Um mit einer leichten Übelkeit besser klarzukommen, könne eine Schwangere auch das als Nahrungsergänzungsmittel frei verkäufliche Vitamin B6 nehmen. Eine weitere Möglichkeit sei Ingwer in Mengen von ein bis vier Gramm. Albring empfiehlt zudem, reichlich zu trinken. Die Schwangere sollte darüber hinaus viele Kohlenhydrate beispielsweise aus Süßigkeiten essen und eher wenig fett- oder säurehaltige Lebensmittel.

Ganz wichtig sei ausserdem, dass sie sich nicht dem Geruch beispielsweise von gekochten Speisen oder dem Kühlschrankinhalt aussetze, erklärt Albring. Darüber hinaus sollte die betroffene Frau sehr viel lüften, denn vielfach werde die Übelkeit allein durch Gerüche ausgelöst.

Quelle:

http://www.n-tv.de/wissen/Uebelkeit-in-der-Schwangerschaft-article9685441.html

Kommentar & Ergänzung:

Aus Sicht der Phytotherapie interessant ist die Empfehlung von Ingwer gegen Schwangerschaftsübelkeit.

Die Situation rund um die Anwendung von Ingwer bei Schwangerschaftsübelkeit und Schwangerschaftserbrechen ist etwas komplex.

Einerseits gibt es kleinere Studien, die eine Wirksamkeit zeigen und bei denen keine Zwischenfälle auftraten.

Andererseits ist aber ein Ingwerpräparat (Zintona Kapseln), das gegen Reisekrankheit zugelassen ist,  mit der Kontraindikation „Schwangerschaft“ versehen, weil die Sicherheit dieses Präparates in der Schwangerschaft nicht zweifelsfrei geklärt wurde.

Aus einem ähnlichen Grund findet sich auch in der Phytotherapie-Fachliteratur beim Ingwer meist die Kontraindikation „Schwangerschaft“.

Von Gynäkologinnen und Gynäkologen kommen aber durchaus immer wieder Empfehlungen für Ingwer bei dieser Indikation, wie hier in diesem Beitrag vom Präsidenten des Berufsverbandes der Frauenärzte.

Am besten untersucht ist die Wirkung von Ingwer gegen Reisekrankheit (Kinetosen).  Darüber hinaus gibt es auch Studien gegen Erbrechen nach Operationen. Beliebt ist darüber hinaus Ingwertee bei Erkältungen. Ingwerkompressen werden in der Krankenpflege eingesetzt zum Beispiel bei Muskelverspannungen und Gelenkschmerzen.

Siehe auch:

Ingwertee gegen Übelkeit und Erbrechen

Reisekrankheit: Dimenhydrinat oder Ingwer

Ingwer und andere Tipps gegen Reisekrankheit

Phytotherapie: Ingwer gegen Übelkeit und Erbrechen

Phytotherapie: Ingwer gegen Schwangerschftserbrechen

Übelkeit in der Schwangerschaft

Ingwer vermindert Muskelschmerzen

Ingwer-Inhalationen gegen Schnupfen

Ingwer kann Übelkeit bei Chemotherapie reduzieren

Phytotherapie: Ingwer lindert Übelkeit bei Chemotherapie

Ingwer gegen Schwangerschaftserbrechen?

Manchmal hilft übrigens auch das Lutschen von Eiswürfeln, die aus Pfefferminztee hergestellt worden sind.

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Phytotherapie: Ingwer gegen Infektionen?

Samstag, Mai 26th, 2012

Im Phyto-Forum der Aerztezeitung wurde die Frage aufgeworfen, wie ist es um die Wirksamkeit von Ingwer (Zingiber officinale) bei viralen und bakteriellen Infekten bestellt ist.

Professor Jürgen Reichling gab dazu folgende Antwort:

„Zubereitungen aus dem Ingwerwurzelstock (Zingiberis rhizoma) werden hauptsächlich bei dyspeptischen Beschwerden und zur Verhütung der Symptome der Reisekrankheit eingesetzt.

Hingegen ist die volkstümliche Anwendung von Ingwerzubereitungen bei Husten und Erkältungskrankheiten derzeit wissenschaftlich nicht belegt. Die antibakterielle und antimykotische Wirkung von Ingwerzubereitungen sind zudem nur schwach ausgeprägt.

Hingegen hat sich das ätherische Öl aus dem Ingwerwurzelstock in vitro gegenüber dem Herpes-Simplex-Virus Typ 1 (HSV-1) als äußerst wirksam erwiesen.“

Quelle:

http://www.aerztezeitung.de/medizin/fachbereiche/sonstige_fachbereiche/phytotherapie/article/811558/knoblauch-ingwer-infektionen.html?sh=8&h=-1673844218

Kommentar & Ergänzung:

Gut geklärt ist die Wirksamkeit von Ingwer bei Verdauungsbeschwerden ( = dyspeptische Beschwerden): Inwerwurzelstock bewirkt eine Steigerung von Tonus und Peristaltik im Darm und fördert Magensaftsekretion und Speichelsekretion. Ausserdem wird der Gallenfluss gesteigert.

Interessant ist die Wirksamkeit gegen Übelkeit und Erbrechen.

Siehe dazu:

Ingwertee gegen Übelkeit und Erbrechen

Ingwer und andere Tipps gegen Reisekrankheit

Phytotherapie: Ingwer gegen Schwangerschaftserbrechen

Ingwer gegen Schwangerschaftserbrechen?

Phytotherapie: Ingwer gegen Übelkeit und Erbrechen

Buchtipp: Ingwer – Gesundheit und Genuss

Ingwer kann Übelkeit bei Chemotherapie reduzieren

Phytotherapie: Ingwer lindert Übelkeit bei Chemotherapie

Un zum Thema Ingwer & Erkältungskrankheiten:

Ingwer bei Erkältungen

Ingwer: Inhalationen gegen Schnupfen

Ausserdem:

Ingwer vermindert Muskelschmerz

Interessant ist die Wirksamkeit des ätherischen Ingweröls gegen Herpes-simplex-Virus Typ 1 (Fieberbläschen, Lippenbläschen). Neben dem Ingweröl sind gegen Herpes-simplex-Viren beispielsweise auch wirksam Melissenöl, Pfefferminzöl, Teebaumöl.

Siehe:

Herpesviren mit Melissenöl und Teebaumöl stoppen

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Ingwer bei Erkältungen

Mittwoch, Dezember 28th, 2011

Das Magazin Focus publizierte eine Artikelreihe zur Vorbeugung und Behandlung von Erkältungskrankheiten mit Naturheilmitteln. Hier der Abschnitt zum Thema Ingwer & Erkältungen:

„Ähnlich wie die Hühnersuppe ist auch der Ingwer ein Multitalent. Eine Tasse Ingwertee vertreibt den Schüttelfrost. Als Brust- oder Rückenwickel lockert er zähen Schleim und löst trockenen Husten. Seine ätherischen Öle lindern Schnupfen und Halsentzündungen. Und dank seines Inhaltsstoffes Gingerol, das eine ähnliche Wirkungsweise hat wie Aspirin, hilft er gegen Kopfschmerzen und Migräne.

Anwendung: Für die Wickel zwei Teelöffel frisch geriebenen Ingwer mit einem Viertelliter heißem Wasser (ca. 70 Grad) aufgießen und zehn Minuten ziehen lassen. Ein Tuch in dem Sud tränken und gut auswringen. Anschließend auf Brust oder Rücken legen, mit einem Schal festbinden und etwa eine Stunde wirken lassen. Zweimal täglich wiederholen.

Ingwertee: Wasser aufkochen, fünf Scheiben frischen geschälten Ingwer dazugeben und etwa 15 Minuten köcheln lassen. Nach Geschmack mit Honig süßen und möglichst heiß trinken.

Risiken und Nebenwirkungen: Vorsichtig anwenden während der Schwangerschaft.“

Quelle:

http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/erkaeltung/tid-12543/sanfte-therapie-das-immunsystem-mobilisieren_aid_348252.html

Kommentar & Ergänzung:

Dass Ingwer bei Kopfschmerzen und Migräne ähnlich wirkt wie Aspirin ist etwas hoch gegriffen. Aber Ingwer ist tatsächlich eine Heilpflanze mit vielfältiger Wirkung. Entsprechend beliebt sind Ingwertee und Ingwerwickel.

Ingwer lindert nicht nur Erkältungskrankheiten, sondern auch verschiedene Verdauungsbeschwerden und Überkeit / Erbrechen beispielsweise bei Reisekrankheit (Kinetosen).

Siehe dazu:

Ingwertee gegen Übelkeit und Erbrechen

Ingwer und andere Tipps gegen Reisekrankheit

Phytotherapie: Ingwer gegen Übelkeit und Erbrechen

Phytotherapie: Ingwer gegen Schwangerschaftserbrechen

Buchtipp: Ingwer – Gesundheit und Genuss, von Ralf Hiener und Heinz Schilcher

Ingwer lindert Muskelkater

Ingwer vermindert Muskelschmerzen

Ingwer-Inhalationen gegen Schnupfen

Ingwer kann Übelkeit bei Chemotherapie reduzieren

Phytotherapie: Ingwer lindert Übelkeit bei Chemotherapie

Ingwer gegen Schwangerschaftserbrechen?

Zu Gingerol:

„Gingerol ist eine wichtige geschmacksgebende Komponente des Ingwerrhizoms (Zingiber officinale). Ihr schreibt man besondere Bedeutung für dessen Schärfe zu.

Man vermutet zum einen, dass Gingerole, insbesondere die Shogaole, auf den Vaniloidrezeptor wirken und so eine anti-inflammatorische Reaktion auslösen. Es konnte gezeigt werden, dass die Scharfstoffe (Gingerol, Shogaol) einen spezifischen Einfluss auf das Interleukin-/Cytokinmuster haben. Anhand des Interleukin-/Cytokinmusters kann man unterschiedliche Reaktionen auf eine Krankheit sehen. Interessant werden diese Substanzen, um spezifische Immunsuppression durchzuführen. Dennoch ist es nach wie vor schwierig, konkrete Wirkungsmechanismen aufzuzeigen, da sie nicht nur einen Wirkungsort haben. Weiter konnte gezeigt werden, dass die Scharfstoffe die iNOS (inducable NO-Synthase) beeinflussen, was möglicherweise Auswirkungen auf die glatte Muskulatur hat und so eine Kontraktion oder Dilatation der Gefäße hervorruft.“

(Quelle: Wikipedia)

Zur Wirkung der erwähnten Hühnersuppe:

Hühnersuppe bei Erkältungen

Falls Sie an sorgfältigem Wissen über Wirkung und Anwendung von Heilpflanzen interessiert sind, finden Sie dazu meine Kurse und Lehrgänge oben über den Menüpunkt „Kurse“.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildungen / Heilpflanzen-Kurse & Heilkräuter-Exkursionen / Weiterbildung Pflanzenheilkunde / Kräuterwanderungen:

Infos auf www.phytotherapie-seminare.ch

Info-Treff Pflanzenheilkunde

Besuchen Sie auch unseren „Info-Treff Pflanzenheilkunde“ für Information und Erfahrungsaustausch in den Bereichen

Phytotherapie / Pflanzenheilkunde / Naturheilkunde:

moodle.heilpflanzen-info.ch/

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Ingwertee gegen Übelkeit und Erbrechen

Sonntag, Oktober 16th, 2011

Das Magazin „Focus“ veröffentlichte eine Serie von Beiträgen über Hausmittel gegen Beschwerden der Verdauungsorgane.

Hier ein Zitat zur Wirkung von Ingwertee:

„Ingwertee

Ingwer ist eine Allzweckwaffe: Er hilft zum Beispiel gegen Husten, Schnupfen, Halsentzündungen und Kopfschmerzen. Seine Hauptwirkstoffe sind Gingerol und Shogaol, die auch für die Schärfe des Ingwers verantwortlich sind. Gegen Übelkeit hilft besonders das Gingerol, denn es absorbiert Säuren im Magen. Entweder können Betroffene eine Scheibe frischen Ingwer kauen oder ihn in Form von Tee einnehmen.

Für den Ingwertee ein paar Scheiben (je nach eigenem Geschmack) frischen geschälten Ingwer mit kochendem Wasser übergießen und etwa eine Viertelstunde zugedeckt ziehen lassen. Anschließend gegebenenfalls mit etwas Honig süßen und möglichst heiß trinken.

Vorsicht: Gegen Schwangerschaftsübelkeit sollten Frauen den Tee nicht trinken, denn Ingwer kann in größeren Mengen vorzeitige Wehen auslösen. Übrigens: Auch Kardamom, Nelken und Zimt sollen diese wehenfördernde Wirkung haben.“

Quelle:

http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/verdauung/tid-21554/hausmittel-uebelkeit-und-erbrechen-beruhigung-fuer-den-flauen-magen_aid_605249.html

Kommentar & Ergänzung:

Ingwer ist eine spannende Heilpflanze, vor allem gegen Übelkeit und Erbrechen, aber auch bei Erkältungskrankheiten und gegen Verdauungsbeschwerden wie Appetitlosigkeit und Völlegefühl.

Der Anwendungsbereich Schwangerschaftsübelkeit / Schwangerschaftserbrechen wird kontrovers diskutiert.

Siehe auch:

Ingwer schädigt Prostatakrebszellen

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Phytotherapie: Ingwer gegen Übelkeit und Erbrechen

Samstag, März 26th, 2011

Zum Thema Ingwer & Reiseübelkeit nimmt Professor Eugen Verspohl in einem Interview Stellung. Der Pharmakologe arbeitet am Pharmazeutischen Institut der Universität Münster und beschäftigt sich seit nunmehr acht Jahren mit Zingiber officinale, wie sich das fernöstliche Gewächs in der Fachsprache nennt:

„’Wir haben herausgefunden, dass die Wirkstoffe an Serotonin-Rezeptor-Ionenkanälen angreifen, die am Erbrechen beteiligt sind’, sagt er. Allerdings profitieren nur diejenigen von Ingwer, denen es in Flugzeug, Zug oder Auto schlecht wird. ‘Tritt die Reiseübelkeit während einer Schiffsreise auf, eignet sich Ingwer weniger gut’, meint der Experte.“

Sogar während einer Chemotherapie soll sich Ingwer bewähren:

„Studien zeigen, dass es Krebspatienten weniger stark übel wird, wenn sie neben chemischen Brechreizhemmern Ingwer einnehmen. So berichten Forscher der Universität von Rochester (USA), dass Ingwer-Extrakt die Beschwerden um 40 Prozent senke, wenn Patienten diesen drei Tage vor und nach der Chemotherapie anwenden.“

Weitere Informationen zur Wirkung von Ingwer gegen Übelkeit und Erbrechen während Chemotherapie:

Ingwer kann Übelkeit bei Chemotherapie reduzieren

Phytotherapie: Ingwer lindert Übelkeit bei Chemotherapie

Und zur kontrovers diskutierten Frage der Anwendung von Ingwer gegen Schwangerschaftserbrechen:

„Schwangere, denen Übelkeit zu schaffen macht, sollten Ingwer dagegen nicht einsetzen. ‚Denn bestimmte Inhaltsstoffe können die Wehen auslösen’, warnt Verspohl.“

Weitere Informationen zur Wirkung von Ingwer gegen Schwangerschaftserbrechen:

Phytotherapie: Ingwer gegen Schwangerschaftserbrechen

Ingwer gegen Schwangerschaftserbrechen

Der Artikel mit dem Interview geht dann noch auf Nebenwirkungen von Ingwer ein:

„Wer einen empfindlichen Magen hat, verzichtet auf das Gewürz unter Umständen auch besser. Denn der Scharfmacher bewirkt, dass mehr Magensäure gebildet wird. Tabu ist Ingwer außerdem für Menschen, die zu hohen Blutdruck haben oder an Gallensteinen leiden. Sonst gilt Ingwer als sehr gut verträglich.“

Und weiter:

„Wem es an Appetit mangelt oder das Essen einen Blähbauch bereitet, dem kommt der schon seit langem bekannte verdauungsfördernde Effekt zugute. Ob Ingwer allerdings einer Erkältung vorbeugen kann, das Abnehmen erleichtert oder gar vor Krebs schützt, müssen wissenschaftliche Studien erst beweisen.“

Im diesem Abschnitt werden Anwendungsbereiche des Ingwers erwähnt, für welche eine wissenschaftliche Bestätigung aussteht.

Die Wirkung von Ingwer bei Verdauungsstörungen verschiedenster Art wird allerdings in vielen Ländern genutzt. Ingwer fördert den Speichelfluss, die Magensaftproduktion und den Gallenfluss. Ausserdem steigert er den Tonus und die Peristaltik des Darmes.

Auch gegen Erkältungskrankheiten gehört Ingwer zu den beliebten Heilpflanzen. Dass Ingwer als Schlankheitsmittel das Abnehmen erleichtern soll, ist aber mehr als fraglich. Ebenso eine Wirkung gegen Krebs.

„Wer einem flauen Gefühl im Bauch vorbeugen möchte, kann Ingwer – entweder als Tablette, Kapsel oder Tropfen – eine halbe Stunde vor der Reise einnehmen. Dauert der Flug zum Beispiel länger als vier Stunden, empfiehlt sich unterwegs eine erneute Dosis Ingwer. Auch durch Ingwertee oder entsprechende Zuckerbonbons gelangen die Scharfstoffe in den Körper.“

Wie viel davon allerdings am Wirkort kommt, ist laut Verspohl nicht bekannt. Ingwer-Tee und Zuckerstückchen sollten Ingwer-Liebhaber deshalb eher als aromatische Köstlichkeit betrachten.

Daneben kann man gegen Übelkeit auch einfach ein frisch geschältes Ingwerstückchen kauen.

Quelle:

http://www.apotheken-umschau.de/Ernaehrung/Warum-Ingwer-so-gesund-ist-106499.html

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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