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Kräuterwanderungen in der Schweiz: Programm Sommer 2015

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Interessieren Sie sich für Kräuterwanderungen in der Schweiz?

Für den Sommer 2015 habe ich ein vielfältiges Programm an Kräuterwanderungen in verschiedenen Regionen der Schweiz zusammen gestellt. Lernen Sie Heilpflanzen und Wildkräuter in aussergewöhnlichen Landschaften kennen.

Hier der Überblick:

03.  05. 2015: Kräuterwanderung in Quinten am Walensee

10. 05. 2015: Kräuterwanderung in die imposante Rheinschlucht (Graubünden)

17. 05. 2015: Kräuterwanderung zu den Blumenwiesen im Randen bei Schaffhausen

24. 05. 2015: Kräuterwanderung in die Auenlandschaft „Petite Camargue“ bei Basel

25. 05. 2015: Kräuterwanderung Moorlandschaft bei Hemberg im Toggenburg

31. 05. 2015: Kräuterwanderung Jeizinen – Gampel (Naturpark Pfyn-Finges) im Wallis

Kräuterwanderwochen im Berner Oberland:

27. 06. – 02. 07. 2015: Kräuterwanderungen in Lenk im Simmental 

04. 07. – 09. 07. 2015: Kräuterwanderungen in Mürren im Lauterbrunnental

11. 07. 2015: Kräuterwanderung Naturparadies Mettmenalp im Glarnerland

12. 07. 2015: Kräuterwanderung Alpenlandschaft Sunnbüel ob Kandersteg (Kanton Bern)

18. 07. 2015: Kräuterwanderung Moorlandschaft Sörenberg (Entlebuch, Kanton Luzern)

19. 07. 2015: Kräuterwanderung Hochmoorlandschaft Schwantenau bei Einsiedeln

25. 07. 2015: Kräuterwanderung Thurauen & Alter Rhein (Kanton Zürich)

26. 07. 2015: Kräuterwanderung Chäserugg & Schwendiseen im Toggenburg (St. Gallen)

Die Detailinformationen zu den Kräuterwanderungen finden Sie in Kursprogramm.

 

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe

Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse

Kräuterwanderungen in den Bergen / Kräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital:

Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

 

 

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Kräuterwanderung in Amden (Kanton St. Gallen) am Pfingstsonntag 8. Juni 2014

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An Pfingsten noch nichts los? Interessiert an Heilpflanzen und Alpenblumen? – Dann ist die Kräuterwanderung in Amden eine gute Gelegenheit für ein paar Stunden erlebnisreiche Kräuterkunde in der Natur.

Amden liegt oberhalb von Weesen auf einer Sonnenterrasse hoch über dem Walensee, flankiert von den Churfirsten und am Übergang ins Toggenburg. Die Aussicht auf den Walensee und in die gegenüberliegenden Bergketten ist imposant.

Wir wandern auf dem Amdener Höhenweg durch ein Hochmoor von nationaler Bedeutung und suchen dort unter anderem den faszinierenden, insektenfressenden Sonnentau (Drosera). Sie lernen dabei interessante Heilpflanzen und schöne Alpenblumen kennen. Bei den Heilpflanzen erfahren Sie viel Wissenswertes über ihre Wirkungen und Erkennungsmerkmale.

Die Detailinformationen zu dieser Kräuterwanderung finden Sie via Kurse.

Eine weitere Kräuterwanderung in diesem Teil des Kantons St. Gallen ist im übrigen die Heilpflanzenexkursion in Quinten am Walensee am 4. Mai 2014. Darüber hinaus gibt es aber natürlich auch Kräuterexkursionen in den Regionen Bern (Kandersteg, Mürren, Lenk), Luzern (Rigi), Obwalden (Engelberg), Zürich (Thurauen), Basel (Petite Camargue) und Schaffhausen (Randen: Hemmental – Merishausen).

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Heilpflanzenexkursionen in den Bergen / Kräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital:

Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

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Kräuter kennenlernen in der Schweiz 2013

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Wer Heilkräuter, Wildblumen und Alpenblumen kennenlernen möchte, kann bei mir eine kürzere oder längere „Lehrzeit“ machen in der Natur.

Dabei gibt es viele kleine Wunder am Wegrand zu entdecken. Kräuter kennenlernen, das ist nicht nur nützlich zur Behandlung von verschiedenen gesundheitlichen Beschwerden und für Wildsalate.

Es ist auch ein ästhetisches Erlebnis und es bereichert damit unsere Wahrnehmung der Welt, in der wir leben.

Tagesexkursionen:

– Sonntag 5. Mai 2013: Heilpflanzen und Wildblumen entdecken in Quinten am Walensee am Fusse der Churfirsten. Ein Ausflug mitten in den Frühling.

– Sonntag 12. Mai 2013: Von Trin nach Versam in die imposante Rheinschlucht.

Die Rheinschlucht im Kanton Graubünden ist eine der faszinierendsten Landschaften der Schweiz und bietet für unsere Kräuterexkursion eine vielfältige Pflanzenwelt.

– Pfingstsamstag 18. Mai 2013: Heilpflanzenexkursion in die Petite Camargue bei Basel. Auenwald und Trockenstandorte mit seltenen Orchideen. Und mit etwas Glück wird uns die Nachtigall mit ihrem Gesang begleiten.

– Pfingstmontag 20. Mai 2013: Heilpflanzen, Wildblumen und seltene Orchideen im Schaffhauser Randen. Eine blumenreiche Wanderung von Hemmental nach Merishausen. Auf dem Randen wachsen farbenprächtige Magerwiesen mit einer Pflanzenvielfalt, wie man sie im Flachland nur noch selten antrifft.

– Sonntag 26. Mai 2013: Heilpflanzen, Wildblumen, Schmetterlinge in Jeizinen (Wallis) oberhalb von Gampel. Die intensive Sonneneinstrahlung begünstigt wärmeliebende Pflanzen und bietet ein südländisches Ambiente.

– Sonntag 2. Juni 2013: Naturentdeckungen im Eriztal (bei Thun, Kanton Bern). Das Eriztal ist ein botanischer Geheimtipp.

Wir besuchen ein Hochmoor und treffen dort unter anderem den Sonnentau, eine insektenfressende Hustenpflanze.

– Sonntag 23. Juni 2013: Alpenpflanzen, Orchideen und Heilkräuter in Feldis (Domleschg, Graubünden). Wanderung auf der Mutta-Hochebene. Das Bergdorf Feldis liegt inmitten von blumenreichen Matten und auf dem Mutta gibt es eine tolle Aussicht und eine vielfältige Alpenflora.

– Samstag 13. Juli 2013: Alpenblumen und Heilkräuter auf Sunnbüel ob Kandersteg (Berner Oberland). Das eindrückliche Hochtal Sunnbüel ist der Zugang zum Gemmipass, welcher ins Wallis führt.

Kräuterwanderwochen:

Wer sich ein paar Tage auf Bergwanderungen intensiver mit der Pflanzenwelt auseinandersetzen möchte, kann das auf meinen Kräuterwanderwochen im Berner Oberland.

Und zwar in:

Lenk im Simmental vom 29. Juni bis 4. Juli 2013,

und in

Mürren vom 6. bis 11. Juli 2013.

Kräuter kennenlernen – das lohnt sich in vielerlei Hinsicht.

Genauere Informationen zu diesen Ausflügen in die Natur finden Sie in den Ausschreibungen, die via Kurskalender zu finden sind.

Beachten Sie dort auch die Phytotherapie-Ausbildung für Pflegende aus Spitex, Palliative Care, Spital, Pflegeheim und Psychiatrie und das Heilpflanzen-Seminar für Menschen, die sich vertieft mit einer Weiterbildung in Pflanzenheilkunde befassen möchten.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Kräuterexkursionen in den Bergen / Heilkräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

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Phytotherapie: Pflanzenmedizin gegen Husten

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Die Zeitschrift „Die Apotheke“ ( Nr. 7 / 2012) fasst aktuelle Empfehlungen bezüglich Heilpflanzen-Anwendungen bei Husten zusammen:

„Atemwegsinfekte sind der häufigste Anlass für Krankschreibungen. Gerade gegen Husten bietet die Pflanzenmedizin aber gut verträgliche Hilfen an, deren Evidenz inzwischen auch in Leitlinien wissenschaftlicher Gremien Anerkennung fand. So hat die Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin gleich zwei Pflanzenkombinationen in ihre Therapieempfehlungen aufgenommen, die in der Leitlinie zu »Diagnostik und Therapie von erwachsenen Patienten mit akutem und chronischem Husten« genannt werden. Sie stufte die Wirksamkeit von Thymiankraut und Efeublättern und Thymiankraut und Primelwurzeln als wissenschaftlich nachgewiesen ein. Ursache eines akuten Hustens sind fast immer Viren. Eine antibiotische Therapie – die bekanntlich nur gegen Bakterien wirken kann – ist deshalb nur in Ausnahmefällen indiziert. Die pflanzlichen Präparate bewirken dagegen erwiesenermaßen eine schnellere Linderung des Hustens im Vergleich zu Placebo.

Als schleimlösende Mittel (Expectorantien) werden von den Lungen- und Atemwegsspezialisten Extrakte aus Anis, Myrtol, Pfefferminz, Eukalyptus, Thymian, Efeublättern und Primelwurzeln aufgezählt. Hustenstillende Eigenschaften weisen laut Leitlinie Extrakte aus Thymian, Spitzwegerich, Drosera und Wollblumen auf. Allerdings entsprechen längst nicht alle Präparate, die derartige Pflanzen enthalten, den geforderten wissenschaftlichen Qualitätskriterien. Fragen Sie dazu Ihren Apotheker. Pflanzliche Hustenmittel gelten auch in der Behandlung von Kindern als besonders geeignet.“

Kommentar & Ergänzung:

Diese Empfehlungen in den Leitlinien sind erfreulich und nachvollziehbar. Heilpflanzen-Anwendungen bei Husten können es jedenfalls oft auch aus einem wissenschaftlichen Blickwinkel bei einer Gesamtbetrachtung durchaus mit synthetischen Präparaten aufnehmen.

Bei den synthetischen Expectorantien (Schleimlöser) ist zum Beispiel beim Klassiker N-Acetylcystein (Fluimucil) die Studienlage sehr widersprüchlich und die Wirksamkeit nicht eindeutig belegt, obwohl das Präparat oft verkauft und eingenommen wird.

Bei den synthetischen Antitussiva (Hustenstiller) unterscheidet man Opioide (Wirksamkeit ungenügend geklärt, Risiko von Nebenwirkungen) und Nicht-Opioide (Wirksamkeit ungenügend geklärt):

– Opioide Antitussiva wie Codein, Dextromethorphan, Dihydrocodein, Pholcodin, Hydrocodon, Noscapin, Ethylmorphin und Opium sollen den Hustenreiz zentral im Gehirn blockieren. Insbesondere Codein und Dextromethorphan sind in zahlreichen Medikamenten enthalten und werden oft angewendet. Ob sie jedoch tatsächlich wirksam sind, ist umstritten und in klinischen Studien bisher nicht zweifelsfrei belegt. Opioide können unerwünschte Wirkungen wie Müdigkeit, Atemdepression und Verstopfung verursachen. Ausserdem kann sich eine Abhängigkeit entwickeln.

– Nicht-opioide Antitussiva wie Butamirat, Butetamat, Levodropropizin und Morclofon sind chemisch nicht mit den Opioiden verwandt und sind daher frei von opioiden unerwünschten Wirkungen. Sie sind jedoch wissenschaftlich nicht ausreichend dokumentiert und moderne Zulassungsstudien fehlen.

Berücksichtigt man sowohl Wirkungen als auch unerwünschte Nebenwirkungen für die Beurteilung, so schneiden die erwähnten Heilpflanzen-Anwendungen im Vergleich zu den synthetischen Substanzen gut ab.

Allerdings stimmt auch der Hinweis im Zitat, dass längst nicht alle Präparate, welche die erwähnten Heilpflanzen enthalten, den geforderten Qualitätskriterien genügen.

Es gibt sehr grosse Qualitätsunterschiede bei Heilpflanzen-Präparaten.

P.S.

– Mit Drosera ist Sonnentau gemeint, eine insektenfressende Pflanze, die im Hochmoor wächst.

– Efeublätter nicht als Tee verwenden, sondern nur als Fertigpräparat, das auf einen bestimmten Wirkstoffgehalt eingestellt ist.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Kräuterexkursionen in den Bergen / Heilkräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

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Regenerationsprojekt im Hochmoor von Rothenthurm

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Moore könnten nur erhalten bleiben, wenn die künstliche Entwässerung oder der Eintrag von Nährstoffen eingedämmt werde, erklärt Pro Natura in einer Medienmitteilung. Um das Hochmoorwachstum in den Bannzöpfen in Rothenthurm wieder in Gang zu setzen, wird nun ein Regenerationsprojekt gestartet.

Damit wird beabsichtigt, die ursprüngliche Fliessrichtung des Moorwassers wieder herzustellen. Das saure Moorwasser soll mit Spundwänden und kleinen Torfdämmen besser zurückgehalten werden. So könne sich die moortypische Fauna und Flora wieder ausbreiten.

Die Arbeiten sind vom Kanton Schwyz und von der Gemeinde Rothenthurm bewilligten worden. Sie starten in der kommenden Woche und dauern je nach Wetter bis Ende September oder Ende Oktober. Um das Moor zu schonen, bewegen sich die Baumaschinen in den nassen Flächen auf so genannten Holzmatrazen.

Quelle:

Bote der Urschweiz

http://www.suedostschweiz.ch/vermischtes/rothenthurmer-hochmoor-soll-wieder-auf-touren-kommen

Kommentar & Ergänzung:

Was ist überhaupt ein Moor?

Moorbiotope entstehen über wenig wasserdurchlässigem Untergrund und zeichnen sich durch grosse ständige Feuchtigkeit aus, was zu einem unvollständigen Abbau der pflanzlichen Reste und zu Torfbildung führt.

Man unterscheidet zwischen Hochmooren und Flachmooren. Der Unterschied besteht aber nicht etwa in der Höhenlage, sondern in der Dicke des torfhaltigen Untergrunds: Hochmoore entstanden vor Tausenden von Jahren und weisen häufig meterhohe Torfschichten auf, ihre Feuchtigkeit stammt vollständig aus (nährstoffarmem) Regenwasser. Flachmoore („Sümpfe“) sind jünger, ihre Feuchtigkeit stammt zu einem bedeutenden Teil aus (nährstoffreicherem) Grundwasser.

Mit „Moorlandschaft“ wird ein Landschaftsgebiet bezeichnet, das mehrheitlich, aber nicht ausschliesslich, aus einzelnen Elementen von Moorbiotopen besteht.

Die Auseinandersetzung um die wenigen verbliebenen Moor-Biotope in der Schweiz entbrannte in voller Stärke 1987, als gegen ein Projekt des damaligen Eidgenössischen Militärdepartements EMD, im Hochmoor bei Rothenthurm im Kanton Schwyz einen Waffenplatz zu bauen, eine Volksinitiative lanciert wurde. Die Hochmoore zählen in der Schweiz zu den seltensten Lebensräumen überhaupt.

Die Initiative wurde in der Volksabstimmung vom 6.Dezember 1987 überraschend deutlich angenommen.

Die Armee hatte 1987 noch einen Status, der kaum antastbar war. Der Erfolg der Moorinitiative war deshalb nicht selbstverständlich.

Seit diesem Abstimmungserfolg gilt „Rothenthurm“ als Symbol für den Willen des Schweizer Volkes, wertvolle Lebensräume und die Artenvielfalt in der Schweiz zu schützen.

Die Revitalisierungsmassnahmen im Hochmoor von Rothenthurm sind übrigens ein Beispiel dafür, dass Naturschutz oft nicht einfach darin bestehen kann, die Natur quasi einfach in Ruhe zu lassen.

Viele Naturschutzgebiete brauchen intensive Pflege, damit die Artenvielfalt erhalten bleibt.

Hochmoore sind aber nicht nur wichtig für viele Pflanzenarten, die sich auf diese speziell nährstoffarmen Standorte spezialisiert haben. Moore sind auch ein ästhetisch faszinierender Landschaftstyp.

Im Hochmoor wachsen auch spezielle Heilpflanzen, vor allem der insektenfressende Sonnentau (Drosera rotundifolia), eine Hustenpflanze, die man aber selbstverständlich aus Gründen des Naturschutzes nicht selbst sammeln sollte.

Siehe:

Rundblättriger Sonnentau – eine faszinierende Heilpflanze

Interessiert an einem Moorerlebnis? Dann schauen Sie doch ab und zu in mein Kursprogramm. Im Sommerhalbjahr gibt dort immer wieder einmal auch Kräuterwanderungen in Moorlandschaften.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Kräuterexkursionen in den Bergen / Heilkräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

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Rundblättriger Sonnentau – eine faszinierende Heilpflanze

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Der fleischfressende Rundblättrige Sonnentau (Drosera rotundifolia) ist eine Art aus der Familie der
Sonnentaugewächse (Droseraceae).
Im Jahre 1860 stieß Charles Darwin auf einer Heide in Sussex auf Vorkommen des Rundblättrigen Sonnentaus. Er staunte über die große Anzahl der gefangenen Insekten. Darwin begann daraufhin, den Sonnentau in Hinsicht auf eine mögliche Karnivorie näher zu untersuchen. Karnivoren sind fleischfressende Pflanzen.

Darwin führte über Jahre ausgiebige Versuchsreihen am Sonnentau durch. Zwar war die Idee der Karnivorie von Pflanzen nicht neu, wurde jedoch von den Botanikern jener Zeit einhellig abgelehnt.

Mit dem 1875 in englisch und schon im folgenden Jahr in deutsch vorliegenden Werk „Insectivorous Plants“ („Insectenfressende Pflanzen“) bewies er die Existenz der Karnivorie für den Rundblättrigen Sonnentau und zugleich für zahlreiche weitere Gattungen und Arten. So widerlegte er das von Carl von Linné aufgestellte Dogma, dass die Karnivorie „wider die gottgewollte Ordnung der Natur“ sei.

Wir verdanken es also der Beobachtungsgabe und der Ausdauer von Charles Darwin, dass das bis dahin Undenkbare (Pflanzen hatten den Tieren als Nahrung zu dienen und nicht umgekehrt!) dokumentiert und 1875 veröffentlicht wurde.

Die dokumentierte Anwendung des Sonnentaus als Hustenmittel geht bis in das Mittelalter zurück. Vor der Entdeckung von Antibiotika und der Entwicklung von
Schutzimpfungen war Sonnentaukraut ein bedeutendes Mittel bei Keuchhusten.

Auch heute noch zählt Sonnentau zu den Heilpflanzen, die bei Husten zum Einsatz kommen.
Sonnentau wächst vor allem im Hochmoor und steht unter Naturschutz – nicht selber sammeln!
Falls Sie den Sonnentau in der Natur kennen lernen möchten, können Sie dies an meiner Heilpflanzen-Exkursion in Vals.
Infos zum Kurs Heilpflanzen & Alpenblumen im Valsertal:
www.phytotherapie-seminare.ch/index.php

Sonnentau-Fotos in der Bildergalerie:
www.phytotherapie-seminare.ch/index.php

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Insektenfressende Pflanzen in der Schweiz

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Kürzlich frage mich an einem Vortrag eine Teilnehmerin, ob es eigentlich in der Schweiz auch insektenfressende Pflanzen gebe.
Die gibt es tatsächlich und man kann sie auf Exkursionen durchaus antreffen.
Es sind faszinierende, hoch spezialisierte Lebewesen, die sich durch Insektenfang eine “Fleischzulage” organisieren.
Die bekanntesten Beispiele sind:

Rundblättriger Sonnentau (Drosera rotundifolia)

Sonnentau ist ein Hochmoor-Spezialist, ein sehr kleines Pflänzchen, wunderschön anzusehen mit der Lupe, ein tolles Sujet für Makroaufnahmen. Sonnentau zählt zu den Heilpflanzen. In der Phytotherapie / Pflanzenheilkunde wird Sonnentau bei Husten eingesetzt.
Sie möchten gerne Sonnentau einmal in der Natur sehen? – Am Wochenendkurs in Vals kann ich Ihnen Drosera rotundifolia mit sehr grosser Wahrscheinlichkeit zeigen.
Hier finden Sie ein Foto von Drosera: www.phytotherapie-seminare.ch/detail_fotos.php

Fettblatt (Pinguicula spec.)

Das Gemeine Fettblatt oder Fettkraut (Pinguicula vulgaris) wächst an feuchten Stellen von der Ebene bis ins Hochgebirge. Seine Blätter sind oberseits durch Drüsensekrete fettglänzend. Kleinere Insekten werden bei Berührung der Blattoberfläche durch die gestielten, kopfigen Klebdrüsen festgehalten. Dann scheiden zahlreiche kleine, der Blattoberfläche dicht aufsitzende Drüsen Verdauungssekrete (eiweissspaltende Enzyme, z.B. Labenzym) aus und absorbieren später die löslichen Spaltprodukte.
Das Alpen-Fettblatt (Pinguicula alpina) und das Dünnspornige Fettblatt (Pinguicula leptoceras) sind in höheren Lagen der Alpen zuhause.

Das Gemeine Fettblatt und das Alpen-Fettblatt können Sie auf fast allen meiner Exkursionen in den Bergen kennen lernen, zum Beispiel in Mürren, Lenk, Feldis, Vals und Flims. Das wunderschöne Dünnspornige Fettblatt kann ich nur im Valsertal zeigen.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

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