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Wallis: Kompetenzzentrum Phytoark für alpine Aromapflanzen und Heilpflanzen eingeweiht

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Im Kanton Wallis ist ein Kompetenzzentrum für die Entwicklung von Produkten aus alpinen Aromapflanzen und Heilpflanzen eingeweiht worden. Das Zentrum nennt sich PhytoArk, widmet sich der Aufwertung der alpinen Pflanzen und ist die erste derartige Einrichtung in der Schweiz.

Aromapflanzen und Heilpflanzen stehen derzeit hoch im Kurs. Es besteht eine starke Nachfrage für hochwertige Produkte mit alpinen Pflanzen, hauptsächlich bei Nahrungsmitteln, in Kosmetik oder Pflanzenheilkunde, Dieses Interesse an natürlichen Zutaten aus der Alpenwelt stellt eine Chance für das Wallis dar, wo knapp 70 Prozent der Schweizer Produktion von Aromapflanzen und Heilpflanzen erzeugt werden. Der überwiegende Teil dieser Produktion wird zur Zeit ausserhalb des Kantons für die Herstellung von Bonbons und Kräutertees verwertet.
PhytoArk ist seit Februar dieses Jahres in Betrieb. Auf dem Grundstück von Agroscope Changis-Wädenswil in Sion-Conthey wurde für PhytoArk ein Gebäudekomplex mit Labor und Büros von 1500 Quadratmetern errichtet. Das Phytoark-Zentrum soll Unternehmen bei der Entwicklung von Produkten aus natürlichen Wirkstoffen durch Fachleute unterstützen. Das Projekt kostete etwa 6 Millionen Franken und wurde vor allem von der  öffentlichen Hand finanziert.

Quelle:

http://www.schweizerbauer.ch/pflanzen/forschung/kompetenzzentrum-fuer-alpine-pflanzen-im-wallis-eingeweiht–10452.html

Kommentar & Ergänzung:

Das ist eine erfreuliche Innovation auch für die Phytotherapie. Der Kräuteranbau im Berggebiet ist schon seit Jahren ein interessanter Nebenzweig in der Berglandwirtschaft. Pionier in diesem Bereich und auch heute noch wichtiger Abnehmer ist die Bonbonfirma Ricola. Es ist aber natürlich sinnvoll, wenn dieser Nischenerwerb auf eine breitere Basis gestellt werden kann. Dazu könnte das Phytoark-Zentrum beitragen.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Kräuterexkursionen in den Bergen / Heilkräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital:

Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

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Johanniskraut als Stimmungsaufheller

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Die „Welt online* stellt verschiedene Heilpflanzen vor, darunter auch das Johanniskraut:

„Johanniskraut wirkt nachweislich als Stimmungsaufheller – in Tees und Präparaten. Aber auch wenn ein Kraut nachweislich wirkt, heißt das nicht, dass dies auch jedes Mittel tut. Allein vom Johanniskraut existieren etwa 400 Arten – jede enthält etwas andere Stoffe. Ob ein Tee wirkt oder nicht, kann davon abhängen, woher das Kraut stammt. Mediziner empfehlen daher die Einnahme von Pillen. Welche genau? Das sollte man vorher seinen Apotheker fragen.“

Quelle:

http://www.welt.de/wissenschaft/article13771012/Weihrauch-ist-eine-Wissenschaft-fuer-sich.html

Kommentar & Ergänzung:

Der Begriff Stimmungsaufheller ist etwas irreführend, weil man unter Stimmungen meistens etwas Vorübergehendes versteht. Für temporäre Verstimmungen ist Johanniskraut aber ungeeignet, weil es etwa 14 Tage dauert, bis die Wirkung besser ist als unter Placebo. Die eigentliche Indikation für Johanniskrautextrakte umfasst leichte bis mittelschwere Depressionen – das dauert länger als eine temporäre Verstimmung.

Korrekt ist der Hinweis, dass es eine Vielzahl von Johanniskraut-Arten gibt, die sich bezüglich Inhaltsstoffen erheblich unterscheiden können. Relevant ist das, wenn man Johanniskraut selber sammelt. Dann sollte man die Merkmale des Echten Johanniskrauts (Hypericum perforatum) kennen. Kauft man in Apotheken oder Drogerien Johanniskrauttee, Johanniskrauttinktur, Johannisöl oder Präparate mit Johanniskrautextrakt, dann schreiben die gesetzlichen Bestimmungen vor, dass dazu nur Hypericum perforatum verwendet werden darf.

Es gibt allerdings grosse Unterschiede im Wirkstoffgehalt der verschiedenen Anwendungsformen.

Geht es um eine antidepressive Wirkung, so ist meines Erachtens folgendes zu berücksichtigen:

Mit Johanniskrauttee lässt sich deutlich mehr Wirkstoff zuführen als mit Johanniskrauttinktur. Insbesondere die Ceres-Tinktur ist massiv unterdosiert. Unsinnig ist es auch, wenn in Apotheken und Drogerien zum Teil gegen Depressionen Hypericum von Similasan verkauft wird, weil die homöopathischen Globuli keine antidepressiven Wirkstoffe enthalten. Auch Präparaten, die unter dem Etikett „Spagyrik“ verkauft werden, mangelt es an antidepressiven Wirkstoffen.

Neben dem Johanniskrauttee kommen eigentlich nur hoch konzentrierte Johanniskrautextrakte in Frage, wenn man eine ausreichende Wirkstoffzufuhr sicherstellen will. Für die Schweiz kann man sagen, dass diejenigen Johanniskrautpräparate ausreichend dosiert sind, die auch via Grundversicherung bezahlt werden, falls ein ärztliches Rezept vorliegt.

Sie dazu:

Johanniskraut: jarsin, Solevita, Hyperiplant, Rebalance, Hyperimed, Lucillium, Hypericum Mepha…….in der Grundversicherung

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Antidepressiva schädigen möglicherweise Spermien

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Nehmen Männer Antidepressiva vom Typ selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) ein, kann dadurch die Qualität ihrer Spermien beeinträchtigt werden. Nach dem Absetzen dieser Medikamente erholt sich die Spermienqualität allerdings wieder.

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat nun vorgeschrieben, dass die Produzenten SSRI-haltiger Präparate in Fach- und Gebrauchsinformation auf diese unerwünschte Nebenwirkung hinweisen müssen. Von dieser Regelung betroffen sind die Wirkstoffe Citalopram, Escitalopram, Fluoxetin, Fluvoxamin, Paroxetin und Sertralin. Die Vorschrift tritt am 1. Juli 2013 in Kraft.

Das BfArM setzt damit eine Empfehlung der Pharmakovigilanz-Arbeitsgruppe des Ausschusses für Humanarzneimittel der europäischen Arzneimittelagentur EMA um. Dieser Ausschuss fand in tierexperimentellen Studien Hinweise darauf, dass selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer die Spermienqualität schädigen können. Dies könne theoretisch die Zeugungsfähigkeit vermindern, ein Einfluss auf die Fruchtbarkeit beim Menschen sei allerdings bisher nicht beobachtet worden. SSRI haben darüber hinaus noch weitere Nebenwirkungen, welche die Fortpflanzungsfähigkeit von Männern einschränken können Es kann zu einem Verlust der Libido und zu erektiler Dysfunktion kommen.

Quelle:

http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=46482&type=0

Kommentar & Ergänzung:

Erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang: Johanniskrautextrakt als gut dokumentiertes Antidepressivum der Phytotherapie führt nicht zum Verlust der Libido und auch nicht zu erektiler Dysfunktion. Es gibt auch keine Hinweise auf eine Schädigung der Spermien durch Johanniskraut und eine solche Nebenwirkung wäre auch nicht plausibel.

Johanniskraut eignet sich allerdings nicht  für jede Depression, insbesondere in schweren Fällen reicht Johanniskraut nicht. Und auch bei Johanniskraut gibt es eine unerwünschte Nebenwirkung – die Erhöhung der Lichtempfindlichkeit (Photosensibilität), die aber in der Praxis nur sehr selten zu Problemen führt. Und es sind Wechselwirkungen mit bestimmten anderen Medikamenten zu beachten (z. B. Digoxin, Marcoumar, Immunsuppressiva, Östrogene, gewisse HIV-Medikamenten und Chemotherapeutika).

Alles in allem ist aber Johanniskrautextrakt eine beachtenswerte Option bei leichten bis mittelschweren Depressionen.

Siehe auch:

Johanniskrautpräparate gegen Depressionen

Phytotherapie: Johanniskrautextrakt gegen Depressionen

Johanniskraut: Jarsin, Solevita, Hyperiplant, Rebalance, Hyperimed, Lucilium, Hypericum mepha als Präparate in der Grundversicherung

Phytotherapie: Wirkungsmechanismen von Johanniskraut (Hypericum perforatum)

Zur Studienlage: Johanniskraut bei Depressionen

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Zur Begriffsverwirrung betreffend Homöopathie / Phytotherapie

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Bei Laien und sogar auch bei manchen Fachleuten kommt es immer wieder zu eklatanten Begriffsverwirrungen rund um Homöopathie und Phytotherapie.

„Ich nehme jetzt etwas Homöopathisches und trinke Kamillentee.“

Solche Äusserungen sind nicht selten und sie zeugen von einem grundlegenden Unverständnis betreffend den sehr unterschiedlichen Konzepten von Homöopathie und Phytotherapie.

Ein aktuelles Beispiel liefert die Zeitung „Neues Deutschland“ in einem Beitrag über die Passionsblume (Passiflora):

„In der Homöopathie und Heilpraxis können Blätter und Blüten der Passiflora incarnata als Tee gegen Depression, Ängste und Schlaflosigkeit hilfreich sein.“

Quelle:

http://www.neues-deutschland.de/artikel/821780.blaues-bluetenwunder-an-langen-ranken.html

Das ist vollkommener Unsinn: Ein Tee ist nie etwas Homöopathisches.

In der Homöopathie werden die Ausgangsstoffe (Pflanzen, Tiere, Metalle, aber auch Mondlicht, Vakuum, Röntgenstrahlen, Hundekot. Plutonium etc. ) schrittweise so stark verdünnt, bis nur noch Spuren oder bei hohen Verdünnungen keine Wirkstoffe mehr in dem Präparat vorhanden sind.

Dazu wird noch bei jedem Verdünnungsschritt rituell verschüttelt.

Für Passionsblumenextrakt – also eine phytotherapeutische Zubereitungform – gibt es einige Hinweise aus Patientenstudien, die eine beruhigende und leicht angstlösende Wirkung nahelegen. Zweifelsfrei gesichert ist dies zwar nicht, doch empfiehlt die ESCOP-Kommission auf der Basis von wissenschaftlichen Erkenntnissen die Anwendung von Passionsblumenkraut bei Angespanntheit, Unruhezuständen und Erregbarkeit mit Einschlafstörungen.

Globuli werden nun unter der Bezeichnung Passiflora bequemerweise für ähnliche Anwendungsbereiche verkauft. Obwohl sie aufgrund ihrer hohen Verdünnung keine Passionsblume enthalten (oder allenfalls marginale Spuren). Und obwohl es keinerlei glaubwürdige Dokumention bezüglich ihrer Wirksamkeit gibt.

Die Verwischung und Verwechslung von Anwendungsformen der Homöopathie und der Phytotherapie ist sehr fragwürdig und sie passiert auch in Apotheken und Drogerien immer wieder.

Anwenderinnen und Anwender brauchen aber ein klares Bild der beiden höchst unterschiedlichen Konzepte, um eine informierte Entscheidung zu treffen.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Salbeitee gegen Halsweh und Heiserkeit

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Die „Frankfurter Allgemeine“ publizierte unter dem Titel „Grün hilft“ einen Beitrag zur Anwendung von Heilpflanzen, der überwiegend erfreulich fundiert daher kommt. Hier ein Zitat zur Salbei:

„Salbei: Medizinische Verwendung finden die Blätter; über ihr ätherisches Öl und Gerbstoffe, welche Eiweiße zerstören und entzündungshemmend wirken, entfalten sie eine antibakterielle Wirkung und sorgen unter anderem dafür, dass sich Symptome nicht weiter ausbreiten. Mit einem heißen Tee aus Salbei-Blättern wird Halsweh, Heiserkeit und einem entzündeten Rachen der Kampf angesagt.“

Quelle:

http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/gesundheit/gruen-hilft-4-heilende-gewaechse-12172829.html

Kommentar & Ergänzung:

Bei Halsweh würde ich nicht einfach einen Salbeitee trinken, sondern mit ihm ausgiebig gurgeln. So können die Wirkstoffe aus den Salbeiblättern länger auf die Mund- und Rachenschleimhäute einwirken.

Bei Heiserkeit scheint mir fraglich, ob beim Trinken von Salbeitee die Wirkstoffe bis in den Bereich von Kehlkopf und Stimmbädern gelangen. Eigentlich müsste man in diesem Fall wohl eher mit Salbei inhalieren. Dann geht allerdings nur das flüchtige ätherische Salbeiöl in den Dampf über, während die nichtflüchtigen Gerbstoffe nicht wirksam werden.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Astrologie: Warum Horoskope immer stimmen

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„Die Welt“ erklärt in einem informativen Beitrag, weshalb Horoskope immer zutreffen.

Der Text beschreibt in gut verständlicher Art den sogenannten Forer-Effekt ( = Barnum-Effekt). Für ein vertieftes Verständnis der Astrologie ist die Kenntnis des Forer-Effektes absolut zentral.

Der US-amerikanische Psychologe Bertram Forer bat 1948 in einem Experiment mit 39 seiner Studenten, ihm bei der Evaluierung eines neuen Persönlichkeitstests zu helfen. Dazu gab er jedem der Studenten einen kleinen Fragenkatalog, den sie beantworten sollten.

Zum nächsten Seminar brachte Forer die Auswertungen des Tests in Form von Persönlichkeitsbeschreibungen mit.

Die Studenten lasen ihre Persönlichkeitsbeschreibungen schätzten die Genauigkeit ihres Profils auf einer Skala von 0 bis fünf ein. Dabei zeigte sich, dass Bertram Forer offenbar einen großartigen Test entwickelt hatte.

Denn die Studenten vergaben im Schnitt mehr als vier Punkte für ihr Psycho-Profil. Die Geschichte hatte nur einen Haken: Alle 39 Studenten hatten genau die gleiche Beschreibung erhalten – Forer hatte sie nämlich aus einem am Kiosk erhältlichen Horoskop zusammengebastelt.

Dieses Phänomen wurde seither in vielen Tests wiederholt und bekam den Namen Forer-Effekt. Damit ist gemeint, dass Menschen dazu neigen, vage und allgemeingültige Aussagen als zutreffende Beschreibung über die eigene Person zu akzeptieren. Manchmal wird dieses Phänomen auch Barnum-Effekt genannt, nach dem Zirkusgründer Phineas Taylor Barnum, der im 19. Jahrhundert mit einem Kuriositätenkabinett durch die USA reiste und darauf achtete, für jeden Geschmack etwas dabeizuhaben. Diesem Grundsatz des „für jeden etwas“ folgen auch Horoskope und zahlreiche Formen des Wahrsagens. Sie funktionieren, indem sie Wünsche, Ängste oder Bedürfnisse ansprechen, die schlichtweg jeder Mensch hat: eine erfüllende Beziehung, innere Ruhe, ein gesichertes Einkommen, Gesundheit.

Häufig sprechen solche Aussagen auch Ambivalenzen an, die zutiefst menschlich sind – die Sehnsucht nach Sicherheit und Stabilität beispielsweise, die mit dem gleichzeitigen Wunsch nach Veränderung und Aufregung konkurriert.

Quelle:

http://www.welt.de/gesundheit/psychologie/article115831714/Warum-Horoskope-einfach-immer-stimmen.html

Kommentar & Ergänzung:

Astrologie & Medizin waren historisch betrachtet über lange Zeiträume eng verbunden, wobei auch Verbindungen zwischen Pflanzen und Planeten postuliert wurden. In Alternativmedizin und Komplementärmedizin findet man solche Theorien zum Beispiel in der Anthroposophischen Medizin sowie unter der Bezeichnung Astromedizin.

Meinem Eindruck nach spielt der Barnum-Effekt zudem auch in manchen Alternativmethoden eine Rolle. Liest man ein Buch über Bach-Blütentherapie oder eine Liste mit Indikationen für Schüssler Salze, so kommt darin als potenzieller Anwendungsbereich meist jede mögliche Lebenslage, jede Gemütsregung und alle möglichen Beschwerden vor.

Es hat auf jeden Fall für jeden jederzeit ein passendes Mittel. Jeder und Jede kann sich angesprochen fühlen.

Das ist vergleichbar mit dem Barnum-Effekt im Horoskop.

Ob eine solche Therapeutisierung aller Lebenslagen, wie sie in weiten Bereichen von Alternativmedizin und Komplementärmedizin zu beobachten ist, sinnvoll ist, stelle ich sehr in Frage. Ich selber bin da sehr viel zurückhaltender. Doch manchmal bin ich fast ein wenig neidisch auf diejenigen, die in jeder Lage eine ganze Palette von Mittelchen zücken können. Fragt sich nur, ob das ein gesunder Umgang mit Gesundheit und Krankheit ist. Meine Antwort darauf ist nein.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Phytopharmaka: Bayer will Steigerwald übernehmen

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Die Bayer Healthcare AG in Leverkusen hat mit der Steigerwald Arzneimittelwerk GmbH aus Darmstadt einen Vertrag zum vollständigen Erwerb abgeschlossen. Das meldete der Bayer-Konzern. Die Firma Steigerwald entwickelt und produziert Phytopharmaka wie das Magen-Darm-Mittel Iberogast® und das Antidepressivum (Laif®, in der Schweiz: Solevita®). auf der Basis von Johanniskrautextrakt.

Die Übernahme muss noch von den Wettbewerbsbehörden bewilligt werden und soll bis Anfang Juli über die Bühne gehen. Zum Kaufpreis machten die beiden Unternehmen keine Angaben.

Bayer will mit den Steigerwald-Produkten seine Selbstmedikationspalette ausbauen. Die Transaktion verbreitere das Angebot des Konzerns für die Behandlung von Magen- und Darmerkrankungen und biete die Chance, die Präsenz von Bayer in Deutschland und den wachstumsstarken Regionen Mittelosteuropas und den GUS-Staaten weiter auszubauen.

Steigerwald erreichte 2012 einen Umsatz von 61,3 Millionen Euro und beschäftigt derzeit rund 180 Mitarbeiter. Der Bayer-Konzern hat sich nach eigenen Angaben dazu verpflichtet, alle Beschäftigten zu übernehmen. Herstellung und Vertrieb sollen weiterhin in Darmstadt bleiben.

Quelle:

http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=nachrichten&Nachricht_ID=46512&Nachricht_Title=Nachrichten_Phytomarkt%3A+Bayer+will+Steigerwald+%FCbernehmen&type=0

Kommentar & Ergänzung:

Dieses Beispiel zeigt einmal mehr, dass die scharfe Trennung zwischen den „chemischen“ Pharmakonzernen und den „natürlichen“ Herstellern von Naturheilmitteln so einfach nicht zu ziehen ist.

Die grossen Pharmakonzerne lassen sich kaum von Ideologie leiten: Sie sind nicht grundsätzlich für „Chemie“ und gegen „Natur“. Sie bieten vor allem an, was sich verkaufen lässt und Gewinn verspricht. Gerade im Bereich der Phytopharmaka sind einige grosse Pharmakonzerne durchaus engagiert. Das kann für die Phytotherapie auch Vorteile haben, weil diese Firmen oft in beträchtlichem Mass Know-how und Geld in die Forschung investieren. Mir persönlich sind allerdings mittelgrosse und unabhängige Unternehmen sympathischer, sofern sie nicht nur als Trittbrettfahrer auftreten, sondern eigene Forschung und Entwicklung betreiben.

Schaut man zudem in den Bereich der sogenannten Komplementärmedizin, findet man dort genauso Firmen und Konzerne mit sehr beträchtlichen Umsatzzahlen – zum Beispiel die Homöopathie-Hersteller Boiron, DHU, Similasan, Nelson – die zudem bestens in die Verbände der Pharmaindustrie integriert sind.

So einfach, wie das oft auch mehr oder weniger Feindbild-haltig dargestellt wird, ist die Abgrenzung jedenfalls nicht.

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Petersilientee unterstützt die Entgiftungsarbeit der Leber…

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…schreibt die österreichische Zeitung „Der Standard“ in einem Beitrag über die Wirkung der Frühlingskräuter:

„Ein Bund Petersilie enthält mehr Vitamin C als ein halbes Kilo Orangen. Petersilie unterstützt auch die Entgiftungsarbeit der Leber, regt die Verdauung an und wirkt gegen Blähungen. Was kaum bekannt ist: Petersilientee ist stark harntreibend.“

Quelle:

http://derstandard.at/1363711122225/Die-Wirkung-der-Fruehlingskraeuter

Kommentar & Ergänzung:

Nirgendwo in der Phytotherapie-Fachliteratur finde ich einen Hinweis darauf, dass Petersilie die „Entgiftungsarbeit der Leber“ unterstützt.

Wenn ein Autor oder eine Autorin eine derart ausgefallene Behauptung aufstellt, dann müsste er oder sie begründen, wie er oder sie darauf kommt.

Nur so lässt sich die Glaubwürdigkeit einer solchen Aussage einschätzen.

Es gibt tatsächlich Heilpflanzen, welche die Entgiftungsarbeit der Leber aktivieren.

Das bekannteste Beispiel ist Johanniskraut (Hypericum perforatum). Es aktiviert in der Leber ein Enzym, das gewisse Fremdstoffe abbaut.  Dazu gehören auch gewisse Medikamente, zum Beispiel Digoxin, Marcoumar, Östrogene (Antibaby-Pille), Immunsuppressiva, gewisse Chemotherapeutika und HIV-Medis. Sie werden bei gleichzeitiger Johanniskrauteinnahme schneller abgebaut.

Es treten hier also konkrete Interaktionen (Wechselwirkungen) auf, die beachtet werden müssen.

Sollte Petersilie also die Entgiftungsarbeit der Leber ebenso anregen – wovon ich nicht ausgehe – dann müsste man konkret angeben können, welches Enzymsysteme aktiviert und welche Fremdstoffe dadurch rascher abgebaut werden. Dann müssten auch allfällige Interaktionen thematisiert werden, beispielsweise durch den Hinweis, bei welchen Medikamenten eine gleichzeitige Einnahme von Petersilie zu unterlassen ist.

Davon steht aber nichts im Artikel des „Standard“. Entweder werden hier Interaktionen fahrlässig unterschlagen oder das Ganze ist nicht so ernst zu nehmen……

Was stimmt im Zitat aus dem „Standard“ ist, dass Petersilientee harntreibend wirkt. Genauer: Es wird vermehrt Wasser ausgeschieden.

Ob das so generell sinnvoll und gesund ist, wäre allerdings eine noch zu klärende Frage. Zumal der harntreibende Effekt der Petersilie über eine Reizwirkung des ätherischen Öls auf die Nieren zustande kommt.

Petersilienöl enthält als Hauptbestandteile Apiol, Myristicin und Allyltetramethoxybenzol.

Reines Apiol kann in höheren Dosen abortiv wirken (= Fehlgeburt auslösend). Myristicin wird für erregende und rauschähnliche Zustände nach Einnahme von Petersilienöl in grösseren Mengen verantwortlich gemacht.
Petersilienöl in hohen Dosen kann das Nierenepithel schädigen.
Bei normaler Anwendung von Petersilie als Gewürz oder moderater Anwendung von Petersilientee aus Petersilienkraut sind Vergiftungen allerdings nicht zu befürchten. Langzeitanwendungen von Petersilientee sollten allerdings vermieden werden, die Anwendung von isoliertem Petersilienöl sowieso.

Panikmache bezüglich Einnahme von Petersilie ist also nicht angebracht, aber ebenso wenig die naive Empfehlung als Entgiftungsmittel.

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Eibischtee gegen Reizhusten

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Die „Frankfurter Allgemeine“ publizierte unter dem Stichwort „Grün hilft“ Beiträge über Heilpflanzen, die fundiert daher kommen. Zum Eibisch heisst des da beispielsweise:

„Eibisch: Die aus medizinischer Sicht wichtigsten Inhaltsstoffe sind die Schleimstoffe; sie wirken effektiv gegen Reizhusten, weil sie sich wie ein schützender Film auf die angegriffene Schleimhaut im Mund- und Rachenbereich legen. Zur Tee-Herstellung eignet sich am besten die Eibisch-Wurzel. Damit der Schleim erhalten bleibt, wird der Eibisch-Tee aus einem Kaltauszug hergestellt und dann zum Trinken erwärmt.“

Quelle:

http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/gesundheit/gruen-hilft-4-heilende-gewaechse-12172829.html

Kommentar & Ergänzung:

Zu 100% einverstanden. Der Schleim aus den Eibischwurzeln eignet sich neben der Anwendung bei trockenem Reizhusten auch gut zum Behandlung einer entzündeten und gereizten Mundschleimhaut. Bewährt hat sich diese Anwendung beispielsweise bei Mundschleimhautentzündung / Mukositis im Bereich der Onkologiepflege und in der Palliative Care.

Zum Eibisch siehe auch:

Phytotherapie: Eibischwurzel gegen Sodbrennen

Kräuter und ihre Wirkungen: Eibisch (Althaea officinalis)

Eibisch-Extrakt lindert Reizhusten

Husten ohne Ende soll abgeklärt werden – kurzfristig hilft Eibischtee

Hustentee aus Isländisch Moos und Eibischwurzel kalt ansetzen

Phytotherapie: Eibischwurzel-Extrakt schützt Epithelzellen

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Brennnesseltee zur Entgiftung und Entschlackung…..

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Das empfiehlt die österreichische Zeitung „Der Standard“ in einem Beitrag zur Wirkung der Frühlingskräuter, der viele Fragen aufwirft. Hier ein paar Zitate mit Kommentar von mir:

„Brennnesselblätter lindern rheumatische Schmerzen,…“

Das ist möglich, aber es braucht dazu ziemlich hohe Dosen, gemäss einer kleinen Studie 50g Brennnesselmus pro Tag oder Kapseln mit Brennnesselextrakt.

Siehe:

Brennnesselkur gegen Rheuma

Ein paar Brennesselblätter im Salat reichen also nicht.

„….regen den Stoffwechsel an,…“

Tönt gut, sagt aber nichts aus. Entscheidend im Stoffwechsel scheint, mit, dass die einzelnen Vorgänge fein aufeinander abgestimmt sind. Was muss ich mir also unter einer generellen Anregung des Stoffwechsels genau vorstellen. Werden alle Stoffwechselvorgänge aktiviert? Dann wird zum Beispiel in der Leber mehr Glykogen in Traubenzucker umgewandelt? Folglich dann aber auch mehr Insulin ausgeschüttet? Soll das gesund sein?

Regt den Stoffwechsel an – das immer dann eine gute Erklärung, wenn man keine Ahnung hat, was genau geschieht, oder ob überhaupt etwas geschieht.

„..wirken harntreibend…“

Einen milden harntreibenden Effekt scheint die Brennnessel zu haben, wobei vor allem Wasser weggeht. Sehr fraglich ist aber, ob das so generell empfohlen Sinn macht.

„….und reinigen das Blut.“

Wovon genau wird das Blut gereinigt?

„Auch Gichtschmerzen können damit gelindert werden.“

Na ja, bei (gesunden) Gänsen zeigte sich in einer Studie von 1940 eine Senkung der Blutharnsäurewerte infolge vermehrter Harnsäureausscheidung durch die Nieren. Zur Wirksamkeit bei Menschen mit Gicht fehlen meines Wissens gesicherte Erkenntnisse. Studien mit Brennnesselmus bzw. Brennnesselkapseln wurden zum Anwendungsbereich Arthrose und Arthritis gemacht.

„Für eine Kur zur allgemeinen Kräftigung, zur Entgiftung und Entschlackung des Organismus sollte drei Wochen lang dreimal täglich eine Tasse Brennnesseltee getrunken werden.“

Allgemeine Kräftigung? Alles im Körper wird unterschiedslos gekräftigt? Auch hier: Wer etwas weiss, kann konkret benennen, was gekräftigt wird. Wer nichts weiss, redet pauschal von „allgemeiner Kräftigung“.

Und selbstverständlich darf bei der Brennnessel nicht fehlen, dass sie „zur Entgiftung und Entschlackung des Organismus“ dient.

Wobei auch hier offen bleibt, welche Gifte und welche „Schlacken“ da ausgeschieden werden sollen.

Quelle der Zitate:

http://derstandard.at/1363711122225/Die-Wirkung-der-Fruehlingskraeuter

Der ganze Entschlackungs- und Entgiftungszirkus ist meiner Ansicht nach reine Fiktion. Damit will ich nichts gegen die Brennnessel gesagt haben. Sehr fragwürdig finde ich aber, wenn Wirkungen der Heilpflanzen mit solch hohlen Beschreibungen aufgeblasen werden.

Siehe dazu:

„Brennnesseltee entschlackt“ und lässt „die Kilos purzeln“

Unsinnig und irreführend: Sidroga® Wellness- und Entschlackungstee

Schlackenstoffe – ein Phantom macht Karriere

Entgiften und Entschlacken – höchst fragwürdige Versprechungen

Entschlackung – was ist das?

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