Artikel mit Schlagwort ‘Heilkräuter’
Mittwoch, Dezember 28th, 2011
Sie suchen eine fundierte Weiterbildung im Bereich „komplementäre Pflege“?
In Winterthur am Seminar für Integrative Phytotherapie gibt es einen Speziallehrgang für professionelle Heilpflanzen-Anwendungen in der Pflege. Phytotherapie verbindet die traditionelle Pflanzenheilkunde mit den Erkenntnissen moderner Arzneipflanzenforschung.
Phytotherapie ist kompatibel mit medizinischem Denken und Handeln, was eine Voraussetzung ist für eine Integration in Pflegeheime, Spitex-Dienste oder Kliniken.
Komplementäre Pflege ist ein Thema, das zunehmend auf Interesse stösst, doch genau wie beim Begriff „Komplementärmedizin“ ist nirgendwo definiert, was genau damit gemeint ist. Das hat zur Folge, dass in Ausbildungen und Weiterbildungen in „Komplementärer Pflege“ meistens eine ganze Reihe von Methoden vermittelt werden, von denen nicht wenige zu „exotisch“ sind, um in „normalen“ Pflegeinstitutionen umgesetzt zu werden. Sie eignen sich allenfalls für naturheilkundlich orientierte Spezialkliniken (werden dort aber dann hautsächlich von Ärzten angewendet).
Ausserdem ist es sehr viel sinnvoller eine Methode fundiert zu lernen, als von verschiedensten Methoden knapp eine Ahnung zu haben. Die Konzentration auf eine, medizin- und pflegekompatible Methode, die man dafür fundiert lernt, bietet den Boden, um überzeugend für eine bestimmte Anwendung argumentieren zu können.
Heilpflanzen-Anwendungen sind so breit in der Bevölkerung verankert, dass sie auch in vielen „normalen“ Pflegeheimen, Spitex-Diensten und Kliniken akzeptiert werden, wenn sie in einem professioneller Rahmen angeboten werden.
Phytotherapie auf der Grundlage professioneller Krankenpflege ist eine ideale Brücke zwischen Medizin und Naturheilkunde. Pflegende als medizinische Fachpersonen bringen zudem ausgezeichnete Voraussetzungen mit, um im Sinne der Gesundheitsförderung fundiertes Heilpflanzenwissen an die Bevölkerung weiterzugeben.
Informationen zum Thema „Phytotherapie in der Pflege“:
Phytotherapie-Ausbildung für Pflegepersonen (medizinkompatibler, pflegekompatibler Lehrgang)
Argumente für Phytotherapie in der Pflege (zum Beispiel für Gespräche mit Pflegedienstleitungen)
Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege (Presse-Berichte zu Beispielen erfolgreicher Integration von Heilpflanzen-Anwendungen in Spitex, Pflegeheime und Kliniken, Angebot für Teamweiterbildung)
Falls Sie an sorgfältigem Wissen über Wirkung und Anwendung von Heilpflanzen interessiert sind, finden Sie dazu meine Kurse und Lehrgänge oben über den Menüpunkt „Kurse“.
Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde
Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz
Phytotherapie-Ausbildungen / Heilpflanzen-Kurse & Heilkräuter-Exkursionen / Weiterbildung Pflanzenheilkunde / Kräuterwanderungen
Teamweiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Klinik
Infos auf www.phytotherapie-seminare.ch
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Mittwoch, Dezember 28th, 2011
Das Magazin Focus publizierte eine Artikelreihe zur Vorbeugung und Behandlung von Erkältungskrankheiten mit Naturheilmitteln. Hier der Abschnitt zum Thema Ingwer & Erkältungen:
„Ähnlich wie die Hühnersuppe ist auch der Ingwer ein Multitalent. Eine Tasse Ingwertee vertreibt den Schüttelfrost. Als Brust- oder Rückenwickel lockert er zähen Schleim und löst trockenen Husten. Seine ätherischen Öle lindern Schnupfen und Halsentzündungen. Und dank seines Inhaltsstoffes Gingerol, das eine ähnliche Wirkungsweise hat wie Aspirin, hilft er gegen Kopfschmerzen und Migräne.
Anwendung: Für die Wickel zwei Teelöffel frisch geriebenen Ingwer mit einem Viertelliter heißem Wasser (ca. 70 Grad) aufgießen und zehn Minuten ziehen lassen. Ein Tuch in dem Sud tränken und gut auswringen. Anschließend auf Brust oder Rücken legen, mit einem Schal festbinden und etwa eine Stunde wirken lassen. Zweimal täglich wiederholen.
Ingwertee: Wasser aufkochen, fünf Scheiben frischen geschälten Ingwer dazugeben und etwa 15 Minuten köcheln lassen. Nach Geschmack mit Honig süßen und möglichst heiß trinken.
Risiken und Nebenwirkungen: Vorsichtig anwenden während der Schwangerschaft.“
Quelle:
http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/erkaeltung/tid-12543/sanfte-therapie-das-immunsystem-mobilisieren_aid_348252.html
Kommentar & Ergänzung:
Dass Ingwer bei Kopfschmerzen und Migräne ähnlich wirkt wie Aspirin ist etwas hoch gegriffen. Aber Ingwer ist tatsächlich eine Heilpflanze mit vielfältiger Wirkung. Entsprechend beliebt sind Ingwertee und Ingwerwickel.
Ingwer lindert nicht nur Erkältungskrankheiten, sondern auch verschiedene Verdauungsbeschwerden und Überkeit / Erbrechen beispielsweise bei Reisekrankheit (Kinetosen).
Siehe dazu:
Ingwertee gegen Übelkeit und Erbrechen
Ingwer und andere Tipps gegen Reisekrankheit
Phytotherapie: Ingwer gegen Übelkeit und Erbrechen
Phytotherapie: Ingwer gegen Schwangerschaftserbrechen
Buchtipp: Ingwer – Gesundheit und Genuss, von Ralf Hiener und Heinz Schilcher
Ingwer lindert Muskelkater
Ingwer vermindert Muskelschmerzen
Ingwer-Inhalationen gegen Schnupfen
Ingwer kann Übelkeit bei Chemotherapie reduzieren
Phytotherapie: Ingwer lindert Übelkeit bei Chemotherapie
Ingwer gegen Schwangerschaftserbrechen?
Zu Gingerol:
„Gingerol ist eine wichtige geschmacksgebende Komponente des Ingwerrhizoms (Zingiber officinale). Ihr schreibt man besondere Bedeutung für dessen Schärfe zu.
Man vermutet zum einen, dass Gingerole, insbesondere die Shogaole, auf den Vaniloidrezeptor wirken und so eine anti-inflammatorische Reaktion auslösen. Es konnte gezeigt werden, dass die Scharfstoffe (Gingerol, Shogaol) einen spezifischen Einfluss auf das Interleukin-/Cytokinmuster haben. Anhand des Interleukin-/Cytokinmusters kann man unterschiedliche Reaktionen auf eine Krankheit sehen. Interessant werden diese Substanzen, um spezifische Immunsuppression durchzuführen. Dennoch ist es nach wie vor schwierig, konkrete Wirkungsmechanismen aufzuzeigen, da sie nicht nur einen Wirkungsort haben. Weiter konnte gezeigt werden, dass die Scharfstoffe die iNOS (inducable NO-Synthase) beeinflussen, was möglicherweise Auswirkungen auf die glatte Muskulatur hat und so eine Kontraktion oder Dilatation der Gefäße hervorruft.“
(Quelle: Wikipedia)
Zur Wirkung der erwähnten Hühnersuppe:
Hühnersuppe bei Erkältungen
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Dienstag, Dezember 27th, 2011
Wer Schicht arbeitet und auch nachts Dienst tut, hat offenbar ein besonders hohes Risiko, an Diabetes zu erkranken. Zwei US-Studien mit Krankenschwestern zeigten, dass auch die Zahl der Dienstjahre eine Rolle spielt.
Nach drei bis neun Jahren Wechselschicht hatten Krankenschwestern – verglichen mit nur tagsüber arbeitenden Schwestern – ein um 20 Prozent höheres Risiko für Typ-2-Diabetes, wie Wissenschaftler um Dr. An Pan von der Harvard School of Public Health berichten (PLoS Medicine 2011; 8(12): e1001141).
Nach zehn bis 19 Jahren erhöhte sich das Risiko um 40 Prozent und nach mehr als 20 Jahren sogar um 58 Prozent.
Die Wissenschaftler hatten Daten zweier prospektiver Kohortenstudien ausgewertet, der Nurses Health Studien (NHS) I und II. Die Krankenschwestern – in der Schweiz sagt man heute Pflegefachfrauen - hatten mindestens dreimal pro Monat im wechselnden Turnus Nachtdienst geschoben.
Risikosteigerung betrifft nicht nur ältere Frauen
Der Zusammenhang zwischen Nachtschicht und Typ-2-Diabetes ließ sich dabei nur zum Teil auf den Body-Mass-Index (BMI) zurückführen: Rechnete man den BMI heraus, verminderte sich der Risikoanstieg zwar auf sechs Prozent nach drei bis neun Jahren, zehn Prozent nach zehn bis 19 Jahren und 24 Prozent nach 20 und mehr Jahren, die Steigerung blieb immer noch statistisch signifikant.
Die 69.269 am NHS I teilnehmenden Frauen waren zu Studienbeginn 42 bis 67 Jahre alt. 6.165 von ihnen erkrankten innerhalb von 20 Jahren an Typ-2-Diabetes.
Die 107.915 Teilnehmerinnen von NHS II waren 25 bis 42 Jahre alt, von diesen Pflegepersonen erkrankten 3.961 binnen 18 Jahren. Die Risikoerhöhung zeigte sich also nicht nur bei älteren Frauen.
Die Wechselschichten machten die Frauen tatsächlich dicker, das ergab eine separate Subanalyse, für die nur die Daten der 25- bis 42-jährigen Krankenschwestern herangezogen wurden. Dabei erhöhte sich das Risiko, Pfunde zuzulegen, in Abhängigkeit von den in Nachtschicht gearbeiteten Jahren.
Diabetesrisiko durch mehrere Faktoren erhöht
Ob die Frauen Sport trieben, Kontrazeptiva einnahmen oder Übergewicht in der Familienanamnese aufwiesen, war dabei nicht relevant.
Mehrere Faktoren begünstigen offenbar das erhöhte Diabetesrisiko bei Nachtarbeit, vermuten die Wissenschaftler. So führen wechselnde zirkadiane Rhythmen zur Abnahme des Leptinspiegels, lassen Blutzucker, Insulin und Blutdruck steigen und führen oft zu Schlafstörungen.
Pflegende mit Nachtschichten rauchten zudem über die Jahre mehr als Schwestern ohne Nachtschichten. Pflegende mit Nachtschichten mussten zudem zwangsläufig ihre Mahlzeiten den Schichten anpassen.
Ständiges Verschieben von Essenszeiten hatte man schon in anderen Untersuchungen mit einem Anstieg von postprandialen Glukosewerten, Insulinspiegel und BMI in Zusammenhang gebracht.
Quellen:
http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/diabetes/article/683717/nachtschichten-foerdern-diabetes.html?sh=19&h=1618356173
http://www.plosmedicine.org/article/info%3Adoi%2F10.1371%2Fjournal.pmed.1001141
Kommentar & Ergänzung:
Diese Studie ist ein Hinweis darauf, wie wichtig der Lebens- und Arbeitskontext für die Gesundheit ist. Man kann Gesundheit und Krankheit nicht immer nur am individuellen Verhalten festmachen. Wir sind immer auch eingebettet in Strukturen, die Einfluss nehmen auf unsere Gesundheit. Und diese Strukturen lassen sich vom Einzelnen nur beschränkt beeinflussen. Also müssen wir als Gesellschaft für gesundheitsfördernde Strukturen sorgen. Weil es Menschen braucht, die Nachtschicht arbeiten, muss die Gesellschaft dafür sorgen, dass diese Arbeit so gesundheitsfreundlich wie mögliche getan werden kann. Beispielsweise, indem ausreichend Erholungsphasen ermöglicht werden.
Phytotherapeutisch könnten bei Nachtschicht-Arbeit möglicherweise Adaptogene sinnvoll sein. Die wichtigsten Adaptogene in der Phytotherapie sind Ginsengwurzel, Taigawurzel, Rosenwurz.
Siehe dazu:
Taigawurzel, Ginseng, Rosenwurz & Co. – Was sind Adaptogene?
Phytotherapie: Eleutherococcus senticosus – Taigawurzel
Ginseng als Adaptogen
Rosenwurz (Rhodiola rosea) gegen Stress und Müdigkeit
Adaptogene helfen dem Organismus bei der Bewältigung belastender Situationen.
Allerdings sollten solche Heilpflanzen-Präparate nicht als Alibi-Übung dienen und anstelle einer Verbesserung der Verhältnisse konsumiert werden.
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Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde
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Dienstag, Dezember 27th, 2011
Xylitol-Kaugummis können das Risiko für Mittelohrentzündungen bei Kindern um bis zu 25 Prozent senken. Die Autoren eines neuen Cochrane-Reviews mit Daten aus Finnland fanden ausreichend Hinweise darauf, dass eine tägliche Dosis von 8,4 Gramm Xylitol eine akute Otitis media (Mittelohrentzündung) bei Kindern bis 12 Jahren verhindern kann, wenn sie nicht gleichzeitig unter einem Infekt der oberen Atemwege leiden. Die Wissenschaftler werteten in ihrem Review vier Studien mit mehr als 3000 Kindern aus, die finnische Tagesbetreuungsstätten besuchten. In den berücksichtigten Studien kauten die Kinder fünfmal täglich nach den Mahlzeiten zwei Stück Kaugummi jeweils während fünf Minuten. Mit Xylitol-haltigen Lutschtabletten und Sirupen ließen sich ähnliche Resultate erzielen.
Der Zuckeralkohol Xylitol wird normalerweise als Zuckerersatz für Diabetiker und als Süßungsmittel mit Antikarieswirkung eingesetzt. Darüber hinaus kann Xylitol jedoch auch die Anheftung von Bakterien wie Streptococcus pneumoniae und Haemophilus influenzae an Zellen des Nasen-Rachen-Raums reduzieren. Das haben In-vitro-Untersuchungen (Laborexperimente) gezeigt.
Schätzungen zufolge machen knapp zwei Drittel aller Kinder schon im ersten Lebensjahr eine akute Mittelohrentzündung durch. Bis zum Alter von drei Jahren sollen vier von fünf Kindern eine solche Erkrankung hinter sich haben. Die Folge ist oft der Einsatz von Antibiotika mit entsprechendem Risiko von Nebenwirkungen, Resistenzbildung und Kosten für das Gesundheitssystem.
Quelle:
http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=nachrichten&Nachricht_ID=39991&Nachricht_Title=Nachrichten_Kaugummikauen+sch%FCtzt+Kinder+vor+Mittelohrentz%FCndung&type=0
Kommentar & Ergänzung:
Xylitol ist eine vielfältig wirksame Substanz:
„Xylitol, auch Xylit (auch Birkenzucker genannt), sind Trivialnamen für Pentanpentol, einen Zuckeralkohol, der als Zuckeraustauschstoff (E 967) verwendet wird. Die Entdeckung geht auf den späteren Nobelpreisträger Emil Fischer zurück.
Die Besonderheit an Xylitol ist seine in verschiedenen klinischen Studien nachgewiesene kariostatische und antikariogene Wirkung. Auf einige Säugetiere, vor allem Hunde, wirkt Xylitol dagegen toxisch.“
(Quelle: Wikipedia)
Und zur medizinsichen Bedeutung von Xylitol:
„ Anti-kariogene Wirkung
Xylitol wurde Anfang der 1970er-Jahre als ein mögliches kariesreduzierendes Kohlenhydrat entdeckt. An der Universität Turku (Finnland) wurden in den Jahren 1972 bis 1975 zwei klinische Studien (bekannt als Turku-Zuckerstudien) durchgeführt, die eine hochsignifikante Reduktion von Karies belegen konnten.
In der ersten, einer zweijährigen Ernährungsstudie wurde Zucker (Saccharose) in allen Lebensmitteln durch Fructose bzw. Xylitol ersetzt. Insgesamt 115 Personen in insgesamt 3 Gruppen nahmen teil. Der Verzehr der Süßmittel belief sich auf 50 bis 67 g pro Tag. Nach der Studie konnte eine Kariesreduktion von 30 % bei Fructose und von über 85 % beim Einsatz von Xylitol ermittelt werden. Zum Vergleich wurde der sogenannte DMFS-Index herangezogen. Die Zunahme des Index war 7,2 in der Saccharose-Gruppe, bei 3,8 in der Fructose-Gruppe und 0,0 in der Xylitolgruppe.
Die zweite Studie wurde gestartet, als bei verschiedenen Probanden während der ersten Studie eine markante Reduktion der DMFS-Werte festgestellt wurden, d. h. dass sie eine sogenannte “Kariesreversion” aufwiesen, wobei bestimmte Kariesläsionen einen Wiedererhärtungsprozess durchgemacht hatten. Rund 100 Personen wurden in Saccharose- und Xylitolgruppen aufgeteilt. Die Süßmittel wurden im Zeitrahmen von einem Jahr in Kaugummis verabreicht, ca. 7 Gramm täglich pro Person. Im Vergleich zur Saccharosegruppe wurde bei den Xylitolprobanden eine Reduktion der Karieszuwachsrate um mehr als 82 % ermittelt. Der Kaueffekt konnte ausgeschlossen werden, da beide Gruppen die gleiche Menge Kaugummi konsumierten. Ein Fazit der Studie ist auch, dass bereits geringe Mengen an Xylitol ausreichen und eine komplette Umstellung des Süßmittels nicht notwendig ist.
Diese Effekte werden dadurch erklärt, dass die kariogenen Streptococcus mutans das Xylitol nicht verstoffwechseln können und damit absterben. Weiterhin werden sie auch daran gehindert, als Plaquebakterien an der Zahnoberfläche anzuheften. Als optimale Xylitolmenge wurden zwischen 5 und 10 Gramm pro Tag in mehreren Portionen ermittelt. Diese kann mittels Kaugummi oder Lutschpastillen aufgenommen werden.
Darüber hinaus regt Xylitol die Speichelproduktion an und fördert die Bildung von Komplexen mit Calcium und Speicheleiweißen in der Mundhöhle, was zu einer Remineralisation von Zahnhartsubstanz führt.
In einer weiteren Turku-Studie aus dem Jahr 2000 wurden die Wechselwirkungen zwischen Müttern, die regelmäßig xylitolhaltige Kaugummis kauten, und ihren Kindern (bis 2 Jahre alt) untersucht. Ergebnis der Untersuchung war, dass der regelmäßige Konsum von Xylitol-Kaugummis durch die Mütter den Befall mit Streptococcus mutans bei den Kindern signifikant hemmt.
Mittelohrentzündungsvorbeugende Wirkung
In einer finnischen Studie wurde nachgewiesen, dass Kinder, die täglich Xylitol als Sirup oder in Form von Gummibonbons erhielten, im Vergleich zu Kindern einer Kontrollgruppe, die das Süßungsmittel nicht erhielt, 30–40 % weniger häufig an einer Mittelohrentzündung erkrankten.
Osteoporosevorbeugende Wirkung
Im Darm bildet Xylitol Komplexe mit Calcium und erleichtert dessen Resorption. Dies könnte ein noch wenig erforschter Weg zur Vorbeugung von Osteoporose sein.“
( Quelle: Wikipedia)
Xylitol kann als Nebenwirkung Durchfall erzeugen, hat aber auch noch andere interessante Eigenschaften:
„Xylitol hat denselben Geschmack und die nahezu gleiche Süßkraft wie Saccharose. Löst sich Xylitol im Mund im Speichel, entzieht es der Umgebung Wärme und erzeugt auf der Zunge einen Kühleffekt (endotherme Lösungswärme) von −153,2 J/g, der ähnlich beschrieben wird wie der erfrischende Geschmack von Menthol.
Der bezogene Nährwert von 10 kJ/g (2,4 kcal/g) ist 40 % geringer als bei Haushaltszucker. Der Stoffwechselweg im menschlichen Körper läuft insulinunabhängig ab, beeinflusst den Blutzucker- und Insulinspiegel nur geringfügig und ist somit für Diabetiker geeignet.
Xylitol ist hitzestabil und karamellisiert nur, wenn es mehrere Minuten auf über 200 °C erhitzt wird. Bei Temperaturen um ca. 100 °C findet keine Karamellisierung statt.
Xylitol ist ein Molekül, das viel Wasser an sich zu binden vermag. Es wird im Dünndarm nur passiv, also langsam und unvollständig resorbiert. Bei regelmäßiger Einnahme kann die Resorptionsrate im Dünndarm durch Enzyminduktion erhöht werden. Bei Einnahme von mehr als 0,5 g Xylitol pro kg Körpergewicht kann eine abführende Wirkung auftreten, welche nach Adaption des Organismus verschwinden kann. Es wurden in Studien Einnahmen von 200 g Xylitol täglich problemlos vertragen. Bei Sorbitol besteht diese Anpassung nicht, daher wirkt Sorbitol immer abführend.
Im Dickdarm wird das restliche Xylitol (etwa 2/3 der eingenommenen Menge) durch Bakterien zerlegt und zu kleinen Fettsäurebestandteilen abgebaut und resorbiert. Diese werden zu Kohlendioxid (CO2) und Wasser verstoffwechselt.“
(Quelle: Wikipedia)
Ob es nun angebracht ist, allen Kindern xylitolhaltige Kaugummis zu empfehlen, darüber kann man geteilter Meinung sein. Gegenüber zuckerhaltigen Süssigkeiten hat Xylitol aber klare Vorteile. Und bei Kindern die zu Mittelohrentzündungen neigen, scheint mir Xylitol ein interessanter Typ. Verhinderte Mittelohrentzündungen sparen Schmerzen und Antibiotika.
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Montag, Dezember 26th, 2011
Das Magazin „focus“ publizierte eine Reihe von Beiträgen zur Behandlung von Erkältungen mit Hausmitteln:
„Schwarzer Rettich ist ein altbewährtes, hilfreiches Hustenmittel. Der Saft enthält Schwefelöle die desinfizierend wirken und die gereizten Atemwege beruhigen.
Anwendung: Den Rettich aushöhlen und mit Honig füllen. Nach drei bis fünf Stunden kopfüber in eine Schüssel stellen und den „Hustensaft“ auffangen. Zweimal täglich nach dem Essen ein Gläschen trinken.“
Quelle:
http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/erkaeltung/tid-12543/sanfte-therapie-das-immunsystem-mobilisieren_aid_348252.html
Kommentar & Ergänzung:
Rettich enthält Senfölglykoside (Glucosinolate) mit antimikrobieller Wirkung. Rettichsaft löst den Schleim bei produktivem Husten.
„Ein normaler Rettich deckt den Tagesbedarf eines Erwachsenen an Vitamin C, er liefert etwas Eiweiß, Carotin, einige B-Vitamine, reichlich Kalium, Natrium, Magnesium, Kalzium, Phosphor, Eisen und Enzyme, vor allem aber ein schwefelhaltiges Öl, das Raphanol, sowie mehrere Senfölglykoside und Bitterstoffe, die eine antibiotische Wirkung haben, gallentreibend sind und in den Atemwegen Schleim lösen. Allerdings empfinden manche Menschen den Geruch von Rettich als unangenehm. Außerdem kann Rettich Mundgeruch verursachen.“
(Quelle: Wikipedia)
Der Schwarze Winter-Rettich, oder auch nur Schwarzer Rettich, soll der wirksamste Rettich gegen Husten sein:
„Zu medizinischen Zwecken wird der Rübe mit Zucker der Saft entzogen. Dieser Sirup hat deutlich antioxidative Wirkung. Der Rettichsaft der schwarzen Sorten ist der am besten wirksame.“
(Quelle: Wikipedia)
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Sonntag, Dezember 25th, 2011
Das Buch „Bestellungen beim Universum“ von Bärbel Mohr ist bekanntlich ein Bestseller. Tausende haben seither bereits ihre Bestellungen beim Universum deponiert.
Der Online-Händler „Sheng Fui“ ist die einzige autorisierte Bestellannahme für Bestellungen beim Universum im Internet.
„Sheng Fui“ hat in der Vergangenheit bereits unzählige Bestellanfragen abgewickelt, von kleinsten Gegenständen bis hin zum Einfamilienhaus, von der Anbahnung von Partnerschaften bis hin zur Stiftung von Ehen samt Nachwuchslieferung.
Umfrage: Wie zufrieden waren Sie mit Ihrer Bestellung beim Universum?
Nun startet „Sheng Fui“ eine Umfrage zur Ermittlung der Kundenzufriedenheit. Die Resultate werden direkten Einfluss auf Bestellabwicklung und Bestellprozesse haben. Beteiligen Sie sich daher rege an der Umfrage und nutzen Sie die verschiedenen Antwortmöglichkeiten. Sie finden auf „Sheng Fui“ auch Rückmeldungen zur Zufriedenheit anderer Kundinnen und Kunden des Universums.
Noch offen ist, ob die Ergebnisse in die nächsten Bestseller von Bärbel Mohr einfliessen werden („Nachbestellungen beim Universum“, „Reklamationen beim Universum”, ”Anleitung für Umtauschaktionen beim Universum”).
Auf der „Sheng Fui“-Plattform finden Sie die Unterlagen für Ihre Teilnahme an der Umfrage. Es lohnt sich, denn auch Sie sind bestimmt interessiert an einem reibungslosen Service.
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Inserat:
Spezialangebot (ernst gemeint): Für Angehörige von Menschen, die sich im Esoterik-Dschungel verirrt haben, biete ich zur Klärung und Unterstützung die Eidberger Gedankengänge an.
Martin Koradi
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Sonntag, Dezember 25th, 2011
Oft hört man noch die Vorstellung, beim anregenden Bestandteil im Kaffee handle es sich um Coffein, im Grüntee und Schwarztee dagegen um Thein (auch: Tein, Teein).
Und die Meinung ist dann, dass es sich um zwei unterschiedliche Substanzen handle. Das ist aber falsch. Es handelt sich auch in Güntee, Schwarztee (und Matetee) um Coffein.
Eine gute Erklärung dazu liefert Wikipedia:
„Der in Grüntee und Schwarztee enthaltene Wirkstoff, in der Umgangssprache oft als „Tein“, „Thein“ oder „Teein“ bezeichnet, ist ebenfalls Coffein. Diese früher übliche Unterscheidung zwischen Coffein aus Kaffee und Tein aus Tee beruht auf der unterschiedlichen Freisetzung des Alkaloids: Coffein aus Kaffee ist an einen Chlorogensäure-Kalium-Komplex gebunden, der nach der Röstung und Kontakt mit der Magensäure sofort Coffein freisetzt und damit schnell wirkt. Coffein aus Tee hingegen ist an Polyphenole gebunden, wobei das Alkaloid erst im Darm freigesetzt wird. Die Wirkung tritt dann später ein und hält länger an.”
Quelle:
http://de.wikipedia.org/wiki/Coffein
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Samstag, Dezember 24th, 2011
Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) weist auf Gefahren des Rauschtrinkens für Jugendliche hin. Eltern und andere Erwachsene haben wichtige Vorbildfunktion
Anlässlich der bevorstehenden Feiertage, vor allem der Silvesterfeierlichkeiten, weist die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) auf die gesundheitlichen Risiken hin, die übermäßiger Alkoholkonsum vor allem für Jugendliche mit sich bringt.
BZgA-Direktorin Prof. Dr. Elisabeth Pott sagt dazu: „Heranwachsende trinken am ehesten in Gesellschaft mit Gleichaltrigen und um Spaß zu haben und Hemmungen abzubauen. Welche Gefahren mit hohem Alkoholkonsum einhergehen, verlieren sie dabei meist völlig aus dem Blick. Doch weil sich ihr Körper noch in der Entwicklung befindet, wirkt Alkohol viel schneller und schädlicher als bei Erwachsenen. Hoher Alkoholkonsum in kurzer Zeit kann zu einer Alkoholvergiftung mit Atemstillstand führen und damit lebensgefährlich werden. Auf Dauer schädigt das Zellgift Alkohol auch die Hirnfunktionen.“
Wissenschaftliche Untersuchungen der BZgA belegen, dass das „Binge Trinken“ (aus engl. binge drinking), das heißt der Konsum von mindestens fünf alkoholischen Getränken bei einer Gelegenheit, ein bei Jugendlichen nach wie vor verbreitetes Phänomen ist. In der Altersgruppe der 16- bis 17-Jährigen betreibt mehr als jeder Dritte dieses riskante Trinkverhalten mindestens einmal pro Monat. Bei den 12- bis 15-Jährigen, die nach dem Jugendschutzgesetz noch gar keinen Alkohol konsumieren dürfen, sind es immerhin 6,6 Prozent.
Eltern sollten Vorbilder sein
Um ihre Kinder vor den Folgen übermäßigen Alkoholkonsums zu schützen, tragen Eltern und Erwachsene eine spezielle Verantwortung. „Sie sollten mit gutem Beispiel vorangehen und auch an den Feiertagen einen risikoarmen Alkoholkonsum vorleben“, erklärt Prof. Dr. Pott. „Für erwachsene Männer heißt das nicht mehr als zwei kleine Gläser Bier oder Sekt pro Tag, für Frauen nur die Hälfte dessen.“ Außerdem sollten Eltern mit ihren Kindern über Wirkungen und Risiken von Alkohol reden und zugleich klare Regeln im Umgang mit alkoholischen Getränken aufstellen. „Auch wenn sich Kinder in der Pubertät stärker ihren Freundinnen und Freunden zuwenden, haben Eltern immer noch großen Einfluss auf ihr Verhalten und ihre Einstellung. Klare Regeln helfen Heranwachsenden und geben ihnen Orientierung.“
Die BZgA stellt ein umfangreiches Online-Informationsangebot zum Thema Alkoholprävention zur Verfügung:
www.kenn-dein-limit.de (für Eltern und Erwachsene)
www.kenn-dein-limit.info (für Jugendliche zwischen 16 und 20 Jahren)
www.bist-du-staerker-als-alkohol.de (für Jugendliche unter 16 Jahren)
Quelle:
http://www.bzga.de/presse/pressemitteilungen/?nummer=719
Kommentar & Ergänzung:
„Komasaufen“ finde ich absolut dumm und widerlich. Es gibt aber natürlich auch den versteckt stattfindenden und dadurch weniger provokativen hohen Alkoholkonsum. Als ehemaliger Drogist sind mir Kundinnen und Kunden noch in starker Erinnerung, die ihren Alkoholpegel mit grossen Mengen Klosterfrau Melissengeist oder Schwedenkräuter-Elixir hoch hielten. Solche Produkte würde ich eher zu den Spirituosen als zu den Naturheilmitteln zählen.
P.S. Eine Beratungsstelle für Alkoholprobleme in der Schweiz ist die
Züricher Fachstellt für Alkoholprobleme, http://www.zfa.ch/
Falls Sie an sorgfältigem Wissen über Wirkung und Anwendung von Heilpflanzen interessiert sind, finden Sie dazu meine Kurse und Lehrgänge oben über den Menüpunkt „Kurse“.
Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde
Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz
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Infos auf www.phytotherapie-seminare.ch
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Samstag, Dezember 24th, 2011
In der Zeitschrift der Österreichischen Gesellschaft für Phytotherapie veröffentlichte Prof. Dr. Volker Schulz einen sehr informativen Beitrag über „Pflanzliche Arzneimittel für Herz und Kreislauf“.
Nachfolgend kommentierte Zitate zum Thema Lipidsenkung durch Artischocke und Gelbwurzel (Curcuma):
„Extrakte aus Artischockenblättern (Cynarae folium) und Gelbwurzel (Curcumae longae rhizoma) haben choleretische Wirkungen, die für beide Drogen sowohl in Tierversuchen als auch am Menschen nachgewiesen wurden.“
Kommentar:
„choleretisch“ = fördert die Gallenproduktion in der Leber.
„Droge“ bedeutet im Bereich Phytotherapie „getrocknete Heilpflanze“.
„Verstärkter Gallefluss kann mit einer vermehrten Elimination von Cholesterin aus dem Körper verbunden sein. Bei hyperlipidämischen Ratten wurden tatsächlich nach mehrmaligen intraperitonealen Gaben wässriger oder alkoholischer Extrakte aus Artischockenblättern Senkungen der Triglyceridwerte um 30 Prozent und der Cholesterinwerte um bis zu 50 Prozent beobachtet. Bei Versuchen an Leberzellen in vitro wurde darüber hinaus festgestellt, dass nicht nur die Ausscheidung des Cholesterins verstärkt, sondern auch dessen Biosynthese gehemmt wurde. Lipidsenkende Wirkungen mit Artischockenblätter-Extrakten wurden am Menschen in einer Doppelblindstudie und bei 5 Anwendungs-Beobachtungen nachgewiesen.“
Kommentar: Tierexperimente und Laboruntersuchungen ( = in-vitro) sind nur sehr begrenzt aussagekräftig in Bezug auf Wirkungen am Menschen. Aber es gibt inzwischen auch einige Studien mit Patienten, die auf eine lipidsenkende Wirkung der Artischockenblätter hinweisen.
„Mit Kurkumawurzel-Extrakten liegen vorwiegend nur tierexperimentelle Befunde in diesem Sinne vor. Gemessen an der Wirkstärke heute verfügbarer synthetischer Lipidsenker, wie auch in Bezug auf die mehrheitlich bei den Synthetica mittels großer Human-Studien gesicherten Erfolge bei der Prävention von Arteriosklerose-Folgekrankheiten, sind die Wirksamkeits-Belege in diesem Indikationsbereich bei den Phytopharmaka dennoch eher als bescheiden einzustufen. Die Anwendung dieser pflanzlichen Mittel ist andererseits nicht mit ernsthaften Risiken verbunden. Im Rahmen naturheilkundlicher Behandlungen hat deshalb deren unterstützende Anwendung auch weiterhin ihre Berechtigung.“
Kommentar: Die Curcuma (Gelbwurzel) ist Bestandteil von Curry-Mischungen. Der Inhaltsstoff Curcumin wird intensiv erforscht für eine mögliche Anwendung in der Krebstherapie. Obwohl bis zu einer erfolgsversprechenden Anwendung beim Menschen noch sehr viele Fragen offen sind, wird Curcumin zum Teil vorschnell als Wunderheilmittel für die Krebsheilung angepriesen. Ein Problem ist unter anderem die schlechte Wasserlöslichkeit von Curcumin, wodurch die Substanz aus den Verdauungstrakt nur in sehr geringem Mass in den Organismus aufgenommen werden kann.
Siehe dazu:
Forschung: Curcumin gegen Alzheimer & Krebs?
Kurkuma als Leberschutz untersucht
Curcumin aus Gelbwurz: Antibiotikum und Schutzfaktor gegen Darmkrebs?
Curcumin: Curry-Inhaltsstoff zeigt Antikrebswirkung im Labortest
Curcumin gegen Krebs?
Zum Thema Cholesterinsenkung werden noch andere interessante Heilpflanzen-Anwendungen diskutiert:
Bockshornklee: Interessant als Heilpflanze und Gewürz
Haferkleie reduziert den Cholesterinspiegel
Grüntee reduziert Cholesterin (aber nur wenig)
Was ist Johannisbrotkernmehl?
Äpfel sind gute Cholesterinsenker
Polyphenole aus Rooibostee schützen vor Arteriosklerose
Leinsamen reduziert Cholesterinspiegel bei Männern
Hibiscus / Karkade gegen erhöhtes Cholesterin
Inhaltsstoff aus Heidelbeeren wirkt wie Cholesterinsenker
Auch für diese pflanzlichen Cholesterinsenker gilt, dass ihre Wirkung nur gering ist, bei zugleich aber optimaler Verträglichkeit bzw. fehlendem Risiko.
Quelle der Zitate: PHYTO Therapie 1|10
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Freitag, Dezember 23rd, 2011
Weshalb trinken zahlreiche Raucher massenweise Kaffee? Wie beeinflusst die Antibaby-Pille den Koffeinabbau? Und was geschieht mit Koffein bei Schwangeren? Hier ein paar interessante Informationen rund um das beliebte Genussmittel.
Kaffee weckt die Lebensgeister. Ob man ihn nun genüsslich geschlürft oder hastig heruntergestürzt – die anregende Wirkung des Koffeins setzt eigentlich bei allen schnell ein. 15 bis 120 Minuten nach der Einnahme finden sich im Blutplasma die höchsten Koffeinkonzentrationen. Beim Abbau des Koffeins sieht es schon ganz und gar nicht mehr so einheitlich aus.
Die normale Halbwertszeit des stimulierenden Stoffes liegt bei Jugendlichen und Erwachsenen zwischen 2,5 und 4,5 Stunden. Bei Rauchern jedoch ist diese Spanne zum Beispiel um 30 bis 50 Prozent kürzer. Das erklärt, weshalb zahlreiche Nikotinsüchtige so oft zur Kaffeetasse greifen.
Frauen, die mit Pille verhüten, erleben gegenteilige Wirkungen. Bei ihnen kann es doppelt so lange wie üblich dauern, bis die halbe Koffeindosis abgebaut ist. Die Koffein-Effekte halten dann entsprechend länger an. Auch während der Schwangerschaft kann der Koffeinabbau verlangsamt sein. Im letzten Trimenon sind Koffein-Halbwertszeiten bis zu 15 Stunden möglich. Auf Extremwerte von bis zu 100 Stunden steigt die Halbwertszeit bei Säuglingen und Kleinkindern.
Bitterschokolade macht wach wie Kaffee
Übrigens: Wer Kaffee nicht mag oder verträgt, jedoch trotzdem nicht auf die anregende Koffeinwirkung verzichten will, kann eine – wenngleich figurunfreundliche – Alternative wählen. Eine Tafel Halbbitterschokolade enthält eine vergleichbare Menge des Alkaloids Koffein (50 bis 100 mg) wie eine Tasse Kaffee.
Quellen:
Kaffee: Wirkungen auf die Gesundheit. Was sagt die Wissenschaft?“, Broschüre des Deutschen Grünen Kreuzes, 2. Auflage 2010
http://www.medical-tribune.at/dynasite.cfm?dsmid=104455&dspaid=876441
Kommentar & Ergänzung:
Koffein ist eine Substanz mit sehr spannenden pharmakologischen Wirkungen.
Die zum Teil sehr langen Abbauzeiten vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und Schwangeren werden aber oft zuwenig beachtet.
Und statt von Kaffee auf Halbbitterschokolade umzusteigen, wäre auch der Grüntee oder Schwarztee eine (figurfreundlichere) Alternative.
Aber (dunkle) Schokolade scheint ja wirklich gesund zu sein:
Schokolade schützt Patienten nach Herzinfarkt
Kakao mit Flavanol günstig für Herzkrankgefässe
Dunkle Schokolade sättigt stärker
Zu Koffein und Kaffee siehe auch:
Hohe Koffein-Mengen im Espresso bergen Risiko in der Schwangerschaft
Beugt Kaffee Depressionen vor?
Kaffee: Schutz gegen Demenz durch Wachstumsfaktor gcsf
Parkinson: Koffein als Neuroprotektivum?
Kaffee bei unerfülltem Kinderwunsch
Kaffee könnte Fruchtbarkeit bei Frauen reduzieren
Koffein gibt auch den Muskeln einen Kick
Studie: Koffein ungeeignet für Kinder
Kaffee soll Leberkrebs vorbeugen
Kaffee kann Angst auslösen
Kopfschmerzen nach Koffeinentzug
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