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Zeitschrift „Stern“ testet Alternativmedizin bei Krebs

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Das Magazin „Stern“ stellte die Beratung durch Vertreterinnen und Vertreter der Alternativmedizin beim Thema „Brustkrebs“ auf den Prüfstand.

Zitat:

„Was raten Alternativmediziner Krebs-Patienten, deren Krankheit durch eine einfache Operation heilbar wäre? Der stern hat 20 Heilpraktiker und Ärzte besucht – mit erschütterndem Ergebnis.“

Der Stern schickte eine Schauspielerin und einen Journalisten, als Paar „getarnt“, in die Praxen von alternativmedizinisch tätigen, auf Krebs spezialisierten Heilpraktikinnen und Heilpraktikern, Medizinerinnen und Medizinern.

Die Schauspielerin brachte den Befund einer Brustkrebspatientin mit, den sie als eigenen Befund ausgab. Aus dem Befund ging hervor, dass der Brustkrebs aggressiv war, aber noch klein, und daher mit hoher Heilungschance operabel.

Zitat:

„Unser Befund bedeutet: Nach einer OP wäre unsere Patientin mit 90 Prozent Wahrscheinlichkeit auch nach zehn Jahren krebsfrei.“

Die zentrale Frage, mit der das „Paar“ in den Praxen auftauchte, war:

Operieren oder nicht?

Zitat:

„Das erschütternde Resultat: Zwölf der zwanzig Testkandidaten, Ärzte und Heilpraktiker gemischt, hielten eine Operation für verzichtbar.“

Sechs von diesen zwölf hielten ihre Methoden gar für besser oder gar für unvereinbar mit der Schulmedizin.

Bei der Beurteilung des Befundes schnitten nach Einschätzung des „Stern-Teams“ die Ärzte schlechter abgeschnitten als die Heilpraktiker.

Zitat:

„Erschreckend: Die Ärzte fällten häufiger Fehlurteile als die Heilpraktiker. Fünf der zehn beurteilten den Krebs harmloser, als er war. Manche lasen wahrscheinlich schlicht nicht zu Ende und fanden nicht alle Schlüsselbegriffe, andere verstanden Grundwörter der Krebsmedizin wie ‚G3’ nicht, sondern werteten es als ‚günstiges Zeichen’ – G3 steht für Zelleigenschaften und bedeutet, dass der Krebs aggressiv ist und schnell wächst. Besser schlugen sich die Heilpraktiker: Nur einer der sechs, die eine Bewertung wagten, lag so grob daneben. Die anderen fünf übersetzten zwar teilweise Fachbegriffe falsch, zogen aber die richtige Schlussfolgerung: Dieser Tumor ist gefährlich.

Fatal ist das deshalb, weil die meisten Patienten zunächst neben Heilpraktikern auch Fachärzte konsultieren werden, sodass das Fehlurteil eines Heilpraktikers weniger gravierende Konsequenzen hätte. Die sechs Ärzte aber, die im Test versagten, boten ein Rundumsorglos-Paket: Ich kann Ihren Krebs mit den Augen der Schulmedizin sehen und plane danach meine alternativen Heilmethoden.“

Als positives Beispiel beschreibt der Stern-Autor die Stellungnahme einer Schweizer Geistheilerin, welche die Gefährlichkeit des Tumors aus dem Befund erkannt, mit Nachdruck zur Operation rät und der „Patientin“ mit einer Handauflegen-Sitzung zur Entspannung verhilft. Einziger Schwachpunkt: Die Heilerin hat den Tumor genau dort mit ihren Händen gespürt, wo der Befund ihn lokalisiert hat, obwohl der Befund von einer anderen Frau stammt. Fazit: Auch Heilerinnen sind nicht gegen Suggestion gefeit.

Quelle der Zitate:

Stern (Print), 3. 7. 2014

http://www.stern.de/gesundheit/das-geschaeft-mit-der-alternativmedizin-im-dschungel-der-wunderheiler-2118037.htm

Kommentar & Ergänzung:

Man kann natürlich einwenden, dass hier nur 20 Alternativmediziner getestet wurden. 10 Heilpraktiker, 10 Mediziner. Aber immerhin waren das Personen, die sich für die Behandlung von Krebs speziell anbieten. Und ich kann mir gut vorstellen, dass der entstandene Eindruck ziemlich repräsentativ ist und nicht einfach die absolut negative Auswahl darstellt.

So erschreckend das Ergebnis dieser Recherchen ist: Wirklich überrascht bin ich nicht.

Seit mehr als 30 Jahren bewege ich mich in diesem schillernden Terrain von Alternativmedizin / Komplementärmedizin / Naturheilkunde. In diesem Zeitraum bin ich zunehmend skeptischer und kritischer geworden.

Ein Hauptgrund dafür:

Die Grössen- und Allmachtsphantasien, welche die Alternativmedizin der „Schulmedizin“ oft vorwirft, sind in der Alternativmedizin bzw. Komplementärmedizin selber verbreitet zu finden, wenn man nur schon etwas genauer hinschaut.

Grenzen werden selten ernsthaft diskutiert. Eine fundierte Qualitätssicherung ist so gut wie inexistent. Der Stern-Artikel bestätigt diese Einschätzung voll und ganz.

Es wäre wünschenswert, wenn jeder Mensch mit Krebsdiagnose diesen Artikel kennen würde. Krebspatientinnen und -patienten sind in einer schwierigen Lage. Sie werden leicht zur Beute von verantwortungslosen Scharlatanen, die sich masslos selbst überschätzen. Das kann nicht nur Geld, Zeit und Kraft kosten, sondern auch das Leben.

Kritisches Nachfragen ist deshalb zentral, nicht nur für Krebspatientinnen und –patienten. Doch wo lernt man das?

Hier dazu ein paar unterstützende Anregungen:

Komplementärmedizin – woran erkennen Sie fragwürdige Aussagen

Komplementärmedizin – Qualität und Quacksalberei

 

Und im Übrigen: In meinen Lehrgängen wird neben viel Heilpflanzenwissen auch vermittelt, wie man Versprechungen, Aussagen etc. prüft und sich eine eigene, fundierte Meinung bildet.

Phytotherapie setzt nicht blinde Gläubigkeit voraus. Sie verträgt sich durchaus mit einer kritisch-prüfenden Haltung.

 

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe

Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse

Heilpflanzenexkursionen in den Bergen / Kräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

Weiterbildung für Spitex, Pflegeheim, Psychiatrische Klinik, Palliative Care, Spital:

Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

 

 

 

 

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Interessantes zum Nocebo-Effekt

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Kennen Sie den Nocebo-Effekt?

Damit sind unerwünschte Nebenwirkungen gemeint, die aufgrund einer negativen Erwartungshaltung (z. B. Befürchtungen) entstehen.

Der Nocebo-Effekt ist quasi der böse Bruder des Placebo-Effekts (= erwünschte Wirkungen durch eine Erwartungshaltung).

Alles, was beim Patienten den Eindruck erweckt, medizinisch behandelt zu werden, kann Placebo- und Noceboeffekte auslösen: ein Gespräch, Handauflegen, mit Nadeln stechen, eine Spritze, eine Tablette, ein Wickel, ein Kräutertee…einfach alles, was im Auge des Patienten nach Therapie aussieht.

Während die Placebo-Wirkung zunehmend erforscht und in den Medien thematisiert wird, ist dies beim Nocebo-Effekt weniger der Fall.

Das ist schade, denn genauso wie der Placebo-Effekt ist auch der Nocebo-Effekt faszinierend und zugleich sehr bedeutsam in verschiedener Hinsicht.

Eindrücklich beobachten lässt sich der Nocebo-Effekt In randomisiert-kontrollierten Studien.

In solchen Studien bekommt eine Patientengruppe das zu testende Medikament verabreicht und eine andere Patientengruppe zur Kontrolle ein Scheinmedikament. Welcher Gruppe sie zugeteilt werden, wissen die Probanden dabei nicht. Noceboeffekte sind nun jene Nebenwirkungen, die sich in der Patientengruppe mit dem Scheinmedikament zeigen. Obwohl diese Patienten also gar keinen Wirkstoff bekommen, können die Nebenwirkungen heftig und häufig sein; so heftig, dass Teilnehmer aus diesem Grund die Studie beenden müssen: Zwischen sechs und zwölf Prozent der Probanden in der Placebogruppe leiden an so starken Nebenwirkungen, dass sie die Studie vorzeitig abbrechen. Der Noceboeffekt kann also massive gesundheitliche Einschränkungen bewirken. Gemäss einer Meta-Analyse leiden rund die Hälfte aller Studienteilnehmer in der Placebogruppe Nebenwirkungen, der Wert schwankt jedoch stark in den einzelnen Studien

Interessant ist daran vor allem, dass die Nebenwirkungen der Scheinbehandlung zu den Nebenwirkungen des jeweils getesteten Medikaments passen, also sehr spezifisch sind.

Der Grund dafür liegt darin, dass alle Teilnehmer einer Studie vor Studienbeginn die gleiche Aufklärung bekommen, egal ob sie anschliessen per Zufallentscheid der Vergleichsgruppe (Placebogruppe) mit dem Scheinmedikament oder der Gruppe mit dem richtigen Medikament zugeteilt werden. Zur notwendigen Aufklärung zählen auch die Informationen über mögliche Nebenwirkungen. Die Probanden wissen also, welche Nebenwirkungen sie zu erwarten haben – und genau diese treten dann bei einigen der Placebogruppen-Teilnehmer auch auf. Die Erwartungshaltung bewirkt diese Nebenwirkungen.

Quelle und weitere Infos zum Nocebo-Effekt:

http://www.medizin-transparent.at/nocebo-wenn-nichts-schadet

Kommentar & Ergänzung:

Nocebo-Effekte sind allgegenwärtig und sehr bedeutsam.

Beispiele:

1. Nebenwirkungslisten in Beipackzetteln von Medikamenten

Ellenlange Nebenwirkungslisten in Beipackzetteln von Medikamenten dürften wohl dazu beitragen, dass aufgeführte Nebenwirkungen tatsächlich vermehrt auftreten. Patientinnen und Patienten müssen selbstverständlich über mögliche Nebenwirkungen informiert sein. Wenn aber viele auch sehr selten auftretende Nebenwirkungen aufgeführt werden, nährt dies Befürchtungen, die zu negativen Erwartungshaltungen und damit zu Nocebo-Effekten führen können.

2. Nocebo-Effekte beim Thema „Amalgam“

Nocebo-Effekte spielen auch eine wichtige gesundheitliche Rolle ausserhalb von medizinischen Therapieverfahren, beispielsweise beim Stichwort „Amalgam“.

Siehe dazu auch:

Forschungsprojekt verneint Risiko durch Amalgam-Füllungen

Ich will nicht grundsätzlich ausschliessen, dass Amalgam möglicherweise in Einzelfällen gesundheitliche Auswirkungen haben könnte, obwohl eindeutige Belege dafür fehlen. Klar scheint mir allerdings, dass in diesem Bereich Nocebo-Effekte sehr grosse Bedeutung haben. Auffallend ist jedenfalls, dass alle nur irgendwie möglichen psychischen und körperlichen Beschwerden auf Amalgam zurückgeführt werden. Das deutet auf einen „Super-Nocebo-Effekt“ hin. Davon profitieren in grossem Stil naturheilkundliche „Ausleitverfahren“ und die „ganzheitliche Zahnmedizin“.

Wenn die Beschwerden, die dem Amalgam angelastet werden, nichts mit dieser Substanz zu tun haben, dann folgt daraus allerdings nicht, dass die Beschwerden eingebildet sind. Die Beschwerden sind echt.

3. Nocebo-Effekte beim Thema „Elektrosmog“

Beim Thema „Elektrosmog“ (umgangssprachlich für nichtionisierende Strahlung) scheint mir die Situation in vielem ähnlich wie beim Thema „Amalgam“.

Ich würde Warnungen bezüglich „Elektrosmog“ nicht einfach generell auf die leichte Schulter nehmen und halte es für sinnvoll, wenn die Entwicklung in diesem Bereich kontinuierlich mittels wissenschaftlicher Studien auf allfällige gesundheitliche Risiken überprüft wird. Substanzen wie PCB, DDT, Lindan, Asbest etc. wurden schliesslich auch jahrzehntelang als unproblematisch betrachtet.

Ein Beispiel für solche Forschungen war das nationale Forschungsprogramm NFP 57 des Nationalfonds, das den Einfluss nichtionisierender Strahlung (NIS) auf Umwelt und Gesundheit unter die Lupe nahm.

Siehe dazu:

Entwarnung, aber kein grünes Licht

Dass Nocebo-Effekte beim Thema Elektrosmog eine wichtige Rolle spielen, ist allerdings überaus deutlich erkennbar.

Testet man nämlich „elektrosensible“ Menschen, können sie nicht mit überzufälliger  Trefferquote sagen, ob eine Antenne, deren Strahlung sie ausgesetzt sind, eingeschaltet ist oder nicht.

„An der englischen Universität Essex wurde in einer über drei Jahre dauernden Studie das Verhalten von 44 Versuchspersonen untersucht, die glauben, elektrosmogsensibel zu sein, sowie gleichzeitig 114 Personen, die noch nie negative Auswirkungen durch Mobilfunk an sich bemerkt hatten. In einem Labor wurden diese Personen in verschiedenen Experimenten elektromagnetischen Strahlen mit Frequenzen im GSM- und UMTS-Bereich ausgesetzt. In der Doppelblindstudie wurde den Versuchsteilnehmern gesagt, dass eine Antenne mit der entsprechenden Strahlung für 50 Minuten in Betrieb sei. Die Probanden, die sich für strahlungssensibel hielten, klagten anschließend über Übelkeit, Kopfschmerzen oder grippeähnliche Symptome. Ebenso konnten die Ärzte bei den Betroffenen Änderungen der Herzfrequenz und der Hautfeuchtigkeit messen. Diese subjektiv empfundenen Beschwerden und messbaren Symptome waren allerdings ganz unabhängig davon, ob die Antenne tatsächlich in Betrieb war oder nicht. Zwölf Personen mussten wegen massiver gesundheitlicher Beschwerden den Test beenden.“

Quelle: http://www.psiram.com/ge/index.php/Elektrosmog

Zum Thema Elektrosmog siehe auch die Übersicht auf Wikipedia.

Ein vorsichtiger Umgang mit Elektrosmog macht meines Erachtens schon Sinn. Das Wissen um die grosse Rolle von Nocebo-Effekten erlaubt aber auch eine gewisse Entdramatisierung.

Denn auch hier profitiert eine ganze Branche davon, Pseudo-Schutzmassnahmen gegen Elektrosmog zu verkaufen.

Massnahmen notabene, die unwirksam sind und unnötig, weil die damit angeblich bekämpften Beschwerden durch Nocebo-Effekte ausgelöst werden, welche die Branche mit ihren Warnungen selbst „gezüchtet“ hat.

Auch hier gilt aber: Wenn Beschwerden, die auf Elektrosmog zurückgeführt werden, auf Nocebo-Effekten basieren, dann folgt daraus nicht, dass die Beschwerden eingebildet sind. Die Beschwerden sind echt. Nocebo-Effekte sind nicht = Einbildung.  Ausserdem werden oft echte Beschwerden, die durch anderweitige Störungen verursacht werden, irrtümlich dem Elektrosmog (oder dem Amalgam) zugeschrieben. Auch in diesen Fällen sind die Beschwerden echt, nur die Erklärung dazu ist falsch.

4. Nocebo-Effekte bei homöopathischen Arzneimittelprüfungen

Nocebo-Effekte beeinflussen in starkem Mass viele homöopathische Arzneimittelprüfungen und damit die Arzneimittelbilder, auf deren Grundlage Homöopathika eingesetzt werden.

Um ihren Anwendungsbereich festzulegen, werden Homöopathika an Gesunden getestet. Dazu müssen die Probanden genau protokollieren, welche Beschwerden und Veränderungen des Befindens während der Einnahme des Mittels auftreten.

Samuel Hahnemann (1755 – 1843) betonte, dass sämtliche Befindlichkeiten der Probanden während der Wirkungszeit des Mittels als durch dieses ursächlich hervorgerufen gelten müssten, selbst wenn der Prüfer Ähnliches in anderen Zusammenhängen beobachtet habe. In seinem Hauptwerk, dem „Organon der Heilkunst“, schreibt der Begründer der Homöopathie:

„Alle Beschwerden, Zufälle und Veränderungen des Befindens der Versuchsperson während der Wirkungsdauer einer Arznei […] rühren bloß von dieser her und müssen als deren eigentümlich zugehörig, als ihre Symptome angesehen werden und aufgezeichnet werden; gesetzt auch die Person hätte ähnlich Zufälle vor längerer Zeit bei sich von selbst wahrgenommen.“ (6. Auflage, §138).

Hahnemann negiert vollständig die Möglichkeit, dass

A. Veränderungen und Beschwerden während der Testphase am Gesunden auch unabhängig vom zu prüfenden Präparat auftreten können und

B. dass negative Erwartungen zu Nocebo-Effekten führen können.

Das führt dazu, dass Nocebo-Effekte und zufällig gleichzeitig auftretende, unabhängige Veränderungen in die Arzneimittelbilder einfliessen und diese zu willkürlichen Konstrukten machen.

Allfällige spezifische Wirkungen des Homöopathikums könnte man nur von den beiden Möglichkeiten in Punkt A und B unterscheiden durch eine Kontrollgruppe, die unbehandelte Globuli (Scheinpräparate) bekommt – also mit einem Doppelblind-Test. Das wurde in neuerer Zeit auch gemacht. Siehe dazu beispielsweise hier:

Arzneimittelprüfung Belladonna C30 / Belladonna D60

Dabei zeigte sich in der Arzneimittelprüfung am Gesunden allerdings kein Unterschied zwischen dem Homöopathika und dem Scheinpräparat. Daher steht in Frage, ob Belladonna C30 / Belladonna D60 überhaupt ein Homöopathika ist.

Zumindestens bei Belladonna C30 / Belladonna D60 dürfte das Arzneimittelbild bei Prüfungen ohne Kontrollgruppe jedenfalls aus Nocebo-Effekten und spontanen Veränderungen bestehen, die unabhängig vom zu prüfenden Präparat auftreten. Das gibt eine massive Verfälschung der Basis, auf welcher die Anwendung von Belladonna C30 / Belladonna D60 steht, so dass in Frage steht, ob solche Präparate nach en Regeln der Homöopathie überhaupt als Homöopathika gelten können.

Ein vergleichbares Ergebnis lieferte die doppelblinde Überprüfung des Arzneimittelbildes von Okoubaka aubrevillei. In der Homöopathie erfreuen sich Potenzen von Okoubaka aubrevillei großer Beliebtheit bei der Behandlung von Magen-Darm-Problemen. Die Forscher fanden bei der Arznimittelprüfung am Gesunden keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen dem Homöopathika aus Okoubaka und dem Scheinglobuli bezüglich der Anzahl der als charakteristisch eingestuften Symptome. Auch bei Okoubaka scheint also das Arzneimittelbild aus Nocebo-Effekten und zufällig mit einfliessenden Veränderungen zu bestehen.

Siehe dazu:

http://www.carstens-stiftung.de/artikel/moderne-arzneimittelpruefung-mit-okoubaka.html

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23561008

Fazit:

Die Beispiele aus den Punkten 1 – 4 zeigen, welch grossen Einfluss Nocebo-Effekte in unserem Alltag haben können.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

Winterthur / Kanton Zürich / Schweiz

Phytotherapie-Ausbildung für Krankenpflege und andere Gesundheitsberufe
Heilpflanzen-Seminar für an Naturheilkunde Interessierte ohne medizinische Vorkenntnisse
Heilpflanzenexkursionen in den Bergen / Kräuterkurse

www.phytotherapie-seminare.ch

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Interessengemeinschaft Phytotherapie und Pflege: www.ig-pp.ch

Schmerzen? Chronische Erkrankungen? www.patientenseminare.ch

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Die Frage des Tages von Michèle Binswanger zum Thema Frauen, Alternativmedizin und Esoterik

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Die Journalistin Michèle Binswanger stellte vor kurzem in ihrem Blog ein paar interessante Fragen:

„Was hat es eigentlich mit diesem weiblichen Hang zu Alternativmedizin und in der Folge oft auch zu Übersinnlichem und Unerklärbarem auf sich? Warum landen eigentlich gerade so viele Frauen irgendwann in den Gefilden des Unerklärlichen und Magischen, warum glauben so viel mehr Frauen ans Geistheilen, an Lichtnahrung und Handauflegen?“

Quelle:

http://blog.tagesanzeiger.ch/blogmag/index.php/8043/frauen-in-der-sektenfalle/

Rund drei Viertel der Mitglieder der meisten Sekten seien Frauen, schreibt Michèle Binswanger in der Einleitung zu ihren Text, während die Sektenführer in fast allen Fällen männlichen Geschlechts seien.

Das stimmt wohl, Mit Uriella gab es aber immerhin ein „leuchtendes“ Beispiel für eine erfolgreiche Karriere als Sektenführerin.

Ausgangspunkt für Michèle Binswanger’s Text sind die Berichte über die Schiesserei bei der deutsch-schweizerischen Sekte Academy for Future Health, die sich in der Karibik angesiedelt hat.

Deren Guru Peter Brunck soll eine krude alternativmedizinische und esoterische Heilslehre predigen und seine Mitglieder mit dem Versprechen totaler spiritueller Befreiung und Heilung rekrutieren. Seinen Anhängerinnen versprach er offenbar erfolgreich, dass sie von seinen hochfrequenten Schwingungen profitieren, wenn sie Sex mit ihm haben…….

Ich werde mich hüten, alle Frauen in einen Topf zu werfen oder gar zu behaupten, Frauen seien von Natur aus leichtgläubiger.

Auffallend ist es jedoch schon, dass die Alternativmedizin- und Esoterikbranche ihre exorbitanten Umsätze – Esoterik in Deutschland 2010 laut Allbus 20 Milliarden Euro – offenbar überwiegend mit Frauen machen.

Da stellt sich schon die Frage, weshalb diese obsessive Heilssucht offenbar mehrheitlich Frauen „befällt“.

Wer darauf nur als Antwort hat, Frauen seinen halt (von Natur aus?) offener, suchender, spiritueller….gerät erstes wiederum in die Nähe einer biologistischen Erklärung und verharmlost zweitens das Phänomen.

Mich beunruhigt die absolute Leichtigkeit, mit der man Esoterikerinnen und Esoterikern buchstäblich jeden Schwachsinn andrehen kann. Man muss bei ihnen nur ein paar gut bekannte „Knöpfe“ drücken. Es ist vollkommen klar, wie ein Kursprospekt grafisch gestaltet werden muss, damit sich ihre Herzen und Geldbeutel öffnen. Auf den Text kommt es dann gar nicht mehr so stark an. Idealerweise enthält er noch ein paar „Trigger-Wörter“ wie „Heilenergie“, „Ganzheitlichkeit“, „Höheres Selbst“, „Wesen der Pflanzen“ oder „Quantenschwingungen“ – und schon sind die „Esos“ hin und weg.

Dass Frauen auf solch inhaltsleeres Geschwurbel offenbar mehr hereinfallen, kann ich mir nur mit gesellschaftlichen Einflüssen erklären (Sozialisation? Lebensperspektiven? Empfundenes Sinndefizit?…?). Was aber nicht heisst, dass man solche Einflüsse nicht auch reflektieren und sich von ihnen lösen könnte.

Ein Teil der Esoterikkonsumierenden bewegt sich damit in einem Bereich zwischen Unterhaltung und Wellness und nimmt die damit verbundenen Geschichten nicht allzu ernst.

Sättigend sind die Produkte aber anscheinend nicht gerade – so dass einem immer mal was Neues „zufallen“ muss und der Konsum endlos am Laufen bleibt.

Ein anderer und nicht zu übersehender Teil der „Esos“ aber gerät in einen Weltverlust und in Verstrickungen,  die durchaus problematisch sein können – nicht zuletzt aus gesellschaftlicher Sicht.

„Die Zeit“ hat es vor kurzem auf den Punkt gebracht in einem Artikel mit dem Titel „Die Renaissance der Unvernunft – Sehnsucht nach dem Selbst“:

„Ist Unvernunft nicht Privatsache? Massenhafte Unvernunft ist jedenfalls ein Politikum. Wenn all unser Denken nur noch um uns selber kreist, wenn das individuelle Wohlergehen zur höchsten Vernunft wird, verabschieden wir uns von der Verantwortung füreinander – und von der Nächstenliebe auch. Was übrig bleibt, ist ein Klub von Autisten, eine Gesellschaft mehr oder minder verrückter Egos.“

Quelle:

http://www.zeit.de/2013/21/esoterik-vernunft-verteidigung

P. S.:

Naturheilkunde lässt sich auch nutzen ohne fragwürdiges esoterisches Beigemüse – ziemlich „bodenständig“,  mit Freude an der Natur und Respekt gegenüber den Menschen.

Siehe auch:

Esoterikfreie Pflanzenheilkunde – warum?

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Geistheilung im Test

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Edzard Ernst hat als Professor für Alternativmedizin (Universität Exeter) 18 Jahre lang erforscht, welche alternativen Heilmethoden wirken. Nun geht er in Pension und beantwortete im Interview Fragen der „Sonntagszeitung“. Die Interviewerin fragte, welches Ergebnis seiner Studien ihn am meisten überrascht habe:

„Bei einer Studie zur Effizienz von Geistheilern war ich sehr beeindruckt, wie stark ein Placeboeffekt, also eine Scheinbehandlung, sein kann. Geistheiler sind Menschen, die vorgeben, durch Handauflegen kosmische oder göttliche Energie in Heilkräfte umzuwandeln. In Grossbritannien war das weit verbreitet, als ich 1993 an der Universität von Exeter meinen Lehrstuhl antrat.“

Danach beantwortete Edzard Ernst die Frage, wie man Geistheiler testet.

„Wir beobachteten rund 130 Patienten, die von Geistheilern oder anderen Personen behandelt wurden. Wir teilten die Kranken in vier Gruppen ein. Die eine war in direktem Kontakt mit den Geistheilern. Bei der zweiten sassen die Heiler hinter einer undurchsichtigen Wand. Eine dritte Gruppe wurde von geschulten Schauspielern behandelt, und bei der vierten Gruppe sass niemand hinter der Wand, was die Studienteilnehmer aber nicht wussten.“

Und auf die Frage, wie es den Patienten in dieser Studie erging, sagt Edzard Ernst:

„Das war unglaublich. Da gab es Kranke, die aus dem Rollstuhl aufstanden und sagten, sie hätten sich schon lange nicht mehr so gut gefühlt. Diese positiven Effekte waren aber kein Beweis für eine Geistheilung, denn diese eklatanten Fälle traten in allen Gruppen auf – selbst dort, wo die Patienten allein im Raum waren.“

Quelle:

http://www.sonntagszeitung.ch/wissen/artikel-detailseite/?newsid=199734

Kommentar & Ergänzung:

Die geschilderten Untersuchungen zeigen eines deutlich. Wenn es um Geistheilung geht, dann ist der Geistheiler oder die Geistheilerin im Grunde genommen überflüssig. Entscheidend ist nur, dass der kranke Mensch daran glaubt oder die Vorstellung hat, dass da ein Geistheiler oder eine Geistheilerin vorhanden sei. Dann tut es ein leerer Stuhl hinter der Wand auch.

Die Geistheilung findet also im eigenen Kopf statt.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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Medizin braucht Vielfalt – aber nicht Beliebigkeit

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„Medizin braucht Vielfalt“, forderte kürzlich Professor Jörg-Dietrich Hoppe, Präsident der Bundesärztekammer. Und dazu gehört seiner Ansicht nach auch die Komplementärmedizin. Vertreter der Schulmedizin und Naturheilkunde täten sich nach wie vor damit schwer, „zum Wohle des Patienten zusammenzuarbeiten“, sagte Hoppe.

Medizin braucht Vielfalt. Das tönt fraglos gut und ist es bis zu einem gewissen Grad wohl auch. Vertreter der Schulmedizin und der Naturheilkunde sollten zum Wohle des Patienten zusammenarbeiten. Das kommt einem verbreiteten Bedürfnis vieler Menschen entgegen, wie die Abstimmung vom Mai 2009 gezeigt hat.

Aber wie fast immer, wenn es um die Komplementärmedizin geht, sind die Aussagen zwar wohlklingend, bleiben aber pauschal, vage und nebulös.

Nur schon zu diesen wenigen Satzfragmenten von Prof. Hoppe stellen sich einige Fragen:

1. Was meint der Mann genau mit „Schulmedizin“? Warum verwendet der Präsident der Bundesärztekammer einen diffamierenden Kampfbegriff aus Homöopathie und Nationalsozialsozialismus?

Siehe:

Schulmedizin – ein fragwürdiger Ausdruck

2. Was meint Hoppe genau, wenn er von Komplementärmedizin spricht? Dieser Begriff ist genau deshalb so positiv besetzt, weil er kaum etwas aussagt. „Komplementär“ heisst „ergänzend“. Das ist ja immer gut, es dient dem Ganz werden und wer will das schon nicht…

Mir fällt einfach auf, dass auch Politikerinnen und Politiker gern mehr Komplementärmedizin fordern. So inhaltsleer aber wohlklingend wie er ist, kommt das immer gut an und bietet keine Angriffsflächen.

Meiner Ansicht nach sollte man anstelle  von Komplementärmedizin von einzelnen konkreten Methoden reden, dann wäre eine ergiebige Diskussion möglich anstelle von populistischen Schlagworten.

Hier eine Auswahl von Methoden der Komplementärmedizin:

Ab- und ausleitende Verfahren, Ableitungsdiät, Ableitungsverfahren,

Aderlass, Akupressur, Akupunktur, Alexander-Technik,

Anthroposophische Medizin, Api-Therapie, Aromatherapie, Asiatische Heilkunde,

Astromedizin, Atemtherapie, Atlaslogie, Augendiagnose, Augentraining, Aura Soma,

Aurikulotherapie, Autogenes Training, Autosuggestion, Ayurveda,

Bachblüten-Therapie, Baunscheidtieren, Bewegungstherapie,

Bio-Chemie (Schüsslersalze), Biodynamische Psychologie, Biofeedback,

Bioresonanz-Therapie, Blutegel, Cantharidenpflaster, Chakra-Therapie,

Chinesische Pulsdiagnose, Clustermedizin, Colon-Hydro-Therapie,

Cranio-Sacral-Therapie, Edelstein-Therapie, Eigenblut-Therapie,

Elektro-Akupunktur-Diagnose, Elektrotherapie, Energetische Medizin,

Eugemed-Therapie, Farbtherapie, Fasten, Feldenkrais, Feng Shui,

Frischzellentherapie, Frühjahrskur, Fumarsäure-Therapie, Fünf Tibeter,

Fussreflexzonen-Massage, Ganzheits-Therapie, Geistiges Heilen,

Haarmineralanalyse, Heilfasten, Homöopathie, Horchschulung, Hypnosetherapie,

Infrarot-Therapie, Inhalationstherapie, Isopathie, Jin Shin Do, Kinesiologie,

Kirlian-Fotografie, Kurzwellentherapie, Laser-Akupunktur, Lasertherapie,

Lymphdrainage, Magnet-Therapie, Meditation, Metamorphose, Mikrowellentherapie

Moxibustion, Nasenreflexzonen-Therapie, Neural-Therapie,

NLP Neuro-Linguistisches Programmieren, Ohr-Akupunktur, Ohrkerzen,

Orgontherapie, Orthomolekulare Medizin, Osteopathie, Ozontherapie, Polarity,

Pranaheilen (Pranic Healing), Qi-Gong, Radiästhesie, Radionik, Rebirthing,

Regenerationstherapie, Reiki, Reinkarnationstherapie, Reizstromtherapie,

Rohkosttherapie, Rolfing, Sauerstoff-Therapie, Schlenzbad-Kur, Schröpfen, Shiatsu,

Tai Chi, Therapeutic Touch (Handauflegen), Touch for Health,

Traditionelle Chinesische Medizin (TCM), Ultraschall-Therapie, Unterwassermassage, Urin-Therapie, Visualisieren, Vitalogie, Watsu, Wirbelsäulen-Basis-Ausgleich, Wirbelsäulen-Therapie nach Dorn, Yoga, Zelltherapie, Zero Balancing, Zilgrei, Zungendiagnostik.

Diese Auszählung könnte natürlich noch wesentlich erweitert, oder aber auch gekürzt werden. Denn es ist nirgends festgelegt, was zur Komplementärmedizin gehört.

Doch nur schon in dieser unvollständigen Liste treffen wir auf Methoden von sehr unterschiedlicher Glaubwürdigkeit. Diskutieren wir doch über Inhalte, nicht über populistische Schlagworte! Wenn Politikerinnen und Politiker oder Verbandsfunktionäre von Förderung der Komplementärmedizin reden, dann wäre es meiner Ansicht nach nötig nachzufragen, welche Methoden sie genau meinen.

Zur Problematik des Begriffs Komplementärmedizin siehe:

Komplementärmedizin – ein fragwürdiger Begriff

3. Wenn Politikerinnen und Politiker pauschal-populistisch von Förderung der Komplementärmedizin reden, dann müsste man meines Erachtens genau nachfragen, nach welchen Kriterien sie entscheiden wollen, welche von den mehreren hundert Methoden der Komplementärmedizin gefördert werden sollen.

Um die Angabe solcher Kriterien drücken sich diese Politikerinnen und Politiker in der Regel. Dabei könnte meines Erachtens erst auf dem Boden solcher Kriterien eine offene und ehrliche Diskussion anfangen. Vielfalt ja, Beliebigkeit nein.

4. Hoppe redet mal von Komplementärmedizin, mal von Naturheilkunde und es scheint so, als gebrauche er diese beiden Begriffe synonym. Sind sie aber nicht. Naturheilkunde ist ebenfalls kein scharf definierter Begriff, doch versteht man darunter oft die fünf Säulen nach Sebastian Kneipp:

Hydrotherapie,

Pflanzenheilkunde,

Ernährung,

Bewegung, Licht, Luft,

Lebensordnung.

Verfahren der Naturheilkunde sind potenziell kompatibler mit der Medizin verglichen mit Methoden der Komplementärmedizin.

Zum Begriff „Naturheilkunde“ siehe:

Naturheilkunde  –  was ist das?

Zusammengefasst: Wenn es um Komplementärmedizin geht sind inhaltliche Diskussionen über konkrete Methoden nötig. Andernfalls bleibt es bei populistischen Schlagworten. Vielfalt in der Medizin ja, aber nicht Beliebigkeit.

Martin Koradi, Dozent für Phytotherapie / Pflanzenheilkunde

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